Saarwellingen, im März 2008

PINwand Nº 145


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

in unserer heutigen Pinwand präsentieren wir Liebhabern italienischer Weine die Starwinzerin Elisabetta Foradori, die von Weinfreunden wie -kritikern gleichermaßen als ungekrönte Königin des Teroldego gefeiert wird!

Der WeinGourmet wertet die Rotweine der Bodega Inurrieta als (mit) die größten Schnäppchen Spaniens.

Aus dem Languedoc und von der Rhône präsentieren wir mit den Domainen Limbardié (der legendäre Kultstoff, der auszog, Pomerols ganzen Stolz Pétrus zu besiegen), Saint Antonin (schier unglaublich hohe Parkerbewertungen bei unglaublich günstigen Preisen), Chave, Trévallon und Clos des Papes (Wine Spectator: der beste Wein der Welt) Klassiker unseres Programms und Legenden der französischen Weinwelt!

Aus deutschen Landen brillieren traumhafte Weine von zwei unserer Weltklassewinzer: J.J. Prüm und Klaus-Peter Keller!


News:
Weingut Schäfer-Fröhlich (Nahe) – Ein junger Winzer macht seit mehreren Jahrgängen mit einer Abfolge solch phantastischer Rieslinge von sich reden, dass dieser „Junge Wilde” qualitativ auf Augenhöhe mit der etablierten Winzerelite Deutschlands anzusiedeln ist! Tim Fröhlich heißt der ebenso ehrgeizige wie talentierte und sympathische junge Mann, dessen phantastische Rieslinge und Weißburgunder als Ode an die Mineralität gefeiert werden! Gerhard Eichelmann urteilt begeistert: „Schäfer-Fröhlich 2006 – ein Superjahrgang, phantastische Weine, eine großartige Kollektion”. Unsere ganz besondere Empfehlung!

940006 Schäfer-Fröhlich, Weisser Burgunder „S” trocken 2006 14,50 Euro
Diese herrliche Burgunder demonstriert eindrucksvoll, mit welch intuitivem Feingefühl der sympathische Jungwinzer das exzellente Terroir seiner großen Lagen über die hochreifen Trauben der alten Reben in den fertigen Wein transportiert. Die optimalen klimatischen Bedingungen in den sonnigen Oktobertagen 2006 sind verantwortlich für die enorme innere Konzentration, die Cremigkeit und die geradezu explosive Frucht dieses packenden Burgunders; die Rotschiefer- und Quarzitböden der erstklassigen Wingerte verleihen diesem dichten, cremigen, noblen Tropfen eine ungewohnt feingliedrige, elegante und betörend mineralische Note. In der Nase eine animierende Frucht von Honigmelonen, gelbem Apfel und reifen Birnen in der betörenden Kombination mit einer einzigartigen Mineralität. Einfach traumhaft! Am Gaumen setzen sich die betörenden Fruchtaromen fort, zart unterlegt von einer pikanten Würze und einer wiederum ausgeprägt feinen Mineralität im langen Nachhall.
Zu genießen ab sofort bis 2011. Welch phantastische Alternative zu wesentlich teureren Burgunder-Prestigewächsen!

Schäfer-Fröhlich, Weisser Burgunder „S” trocken


Dazu bieten wir allen Liebhabern dieser großen Rebsorte ein attraktives Schnäppchenpaket an: Je drei Flaschen dieses leckeren Nahe-Weißburgunders von Schäfer-Fröhlich und des feinst mineralischen ‚Kalkgesteins’ 2006 des pfälzischen Paradewinzers Friedrich Becker. Ein Sympathiepaket für den kommenden Frühling!

80045 „Weißburgunder”- Probierpaket 4,5 l , statt 81,00 nur 72,00 Euro



Zum Schluss zwei der größten tr. Rieslinge Deutschlands, mit denen Tim frech und fröhlich die Spitzenliga der besten Weißweine aufmischt:

940106 Schäfer-Fröhlich, Schloßböckelheimer Felsenberg, Riesling Großes Gewächs 2006 29,95 Euro

Schäfer-Fröhlich, Schloßböckelheimer Felsenberg, Riesling Großes Gewächs


940206 Schäfer-Fröhlich, Schloßböckelheimer Kupfergrube, Riesling Großes Gewächs 2006 29,95 Euro



Diese phantastischen Großen Gewächse werden von Stuart Pigott als enorm ausdruckstarke Rieslinge gefeiert mit einer „exemplarischen kristallinen Frische, die aus den Achttausendern des Himalaya zu kommen scheint ... sie sind wie ein Sprung in eine Gletscherspalte oder sprudeln wie ein Gebirgsbach, schlicht eine laserstrahlartig gebündelte Rieslingenergie und eine atemberaubende Mineralität” (im Standardwerk: „Wein spricht deutsch”).




ITALIEN

Elisabetta Foradori - Trentino

Drachenblut zu Wein veredelt

Elisabetta Foradori wird von Weinliebhabern wie -kritikern gleichermaßen als ungekrönte Königin des Teroldego gefeiert!

Schon früh musste die aparte Schönheit voll einsteigen. Als ihr Vater starb, war sie noch ein Kind. Doch die fleißige Mutter hielt den Betrieb über Wasser, bis Elisabetta die Schulbank mit dem Weingarten tauschen konnte. Und während allerorts in Italien die große Cabernet-Welle Einzug hielt, setzte sie unbeirrt auf DIE regionale Rebsorte des malerischen Trentino – den Teroldego: „Ich hatte immer davon gehört, dass unsere heimische Rebe vormals ein viel gepriesener Wein war, der speziell am Kaiserhof in Wien gerne getrunken wurde, in seiner Jugend mit dem Körper und der Kraft und mit zunehmender Reife auf der Flasche auch dem Duft und Geschmack eines großen Bordeaux”, erklärt sie und wunderte sich als junge Frau, dass damals allerorts nur mehr hellrote, leichte Fruchtbomben daraus gekeltert wurden.

Elisabetta Foradori
Die ungekrönte Königin des Teroldego - Elisabetta Foradori


Also begann sie wissenschaftlich akribisch und mit viel weiblicher Intuition mit dem Teroldego zu experimentieren, suchte Aufzeichnungen in kirchlichen und städtischen Bibliotheken, wie denn zu den Glanzzeiten dieser autochthonen Rebe in Weinberg und Keller mit ihr gearbeitet wurde, entdeckte das verloren gegangene Wissen der alten Generationen neu („Wissen macht Wein”) und verfeinerte zunächst einmal die Erziehungsform: In Zusammenarbeit mit der Universität Mailand begann sie, die besten Weinberge ihrer Heimat mit alten Klonen neu zu kultivieren und während im gesamten Trentino die übliche Pergola-Erziehung kultiviert wurde (Ein altes System, das in südlichen Gebieten noch häufig angewendet wird: Die Reben werden dabei auf Spalieren und Drähten zur schattigen Überdachung hochgezogen), beginnen hinter ihrem Haus die Rebzeilen in Guyot-Erziehung (Die Reben ranken bei diesem System an horizontal gespannten Drähten senkrecht empor), was eine größere Stockdichte und vor allem eine bessere Ertragsbegrenzung erlaubt. So hängen hier nur wenige Trauben am Stock, und das Ergebnis zeigt sich in Elisabettas famosen Weinen! Mineralisch, dicht und trotzdem feingliedrig und elegant, mit einem Aromenspektrum, wie in einem orientalischen Basar, feiner Frucht und Würze, sowie einem animierenden Frucht-Säure-Spiel, so präsentieren sich ihre besten Weine, die den Namen „Granato” tragen und nur in guten Jahren erzeugt werden.

Die Heimat dieses mittlerweile bei Italienliebhabern und -kennern legendären Weines, das Trentino, kennen die meisten Urlauber nur als Transitreisende auf dem Weg vom Brenner zum Gardasee. Oder von den großen Winzergenossenschaften, die den Weinbau hier mir banalen Tropfen dominieren und dessen Ruf beschädigen. Doch es lohnt sich sehr, wie so manches Mal im Leben, vom direkten Wege einmal abzubiegen. Denn zwischen den Orten Mezzolombardo, Mezzocorona und Lavis hat der Noce, ein Nebenfluss der Etsch, in Tausenden von Jahren ein einzigartiges Tal in den Bergkessel gegraben. Steine und Geröll aus den umliegenden steilen Bergmassiven des Ortler, Brenta und Persanella hat er hier abgelagert, ein Gemisch aus Kalkstein, Porphyr, Granit und Gneis. Welch ideale Unterlage für den Weinbau!

Elisabetta Foradori


Einzigartig auch das Mikroklima. Im Sommer kann es hier tagsüber sehr heiß werden, denn von den über tausend Meter hohen Bergen rundum reflektiert die Sonne. In den Nächten fließt aber wieder die kühle Luft ins Tal, was zu enormen Temperaturunterschieden führt. Ideale Voraussetzungen für kraftvolle, aber auch herrlich duftige und insbesondere ungemein komplexe Weine. Die Einheimischen nannten den Teroldego früher übrigens „Sangue di Drago”. Denn der Legende nach soll es hier in den Felshöhlen des Monte di Mezzocorona einen feuerbrünstigen Drachen gegeben haben, der das ganze Gebiet terrorisierte. Ein mutiger Ritter habe sich dann mit einem großen Spiegel auf die Lauer gelegt und den durch seinen eigenen Anblick völlig verdutzten Drachen mit seinem Speer getötet. Im Festzug wurde der Drache danach durch das ganze Tal getragen, um zu zeigen, dass die Plage endlich ein Ende habe. Dabei tropfte etwas Drachenblut auf die Felder, auf denen schon in den nächsten Tagen die ersten Weinreben mit Teroldego sprossen. Soweit die Mär.
In Wahrheit dürfte der Teroldego vor zwei bis drei Jahrhunderten im nördlichen Trentino heimisch geworden sein. Die Herkunft ist aber bis heute noch nicht definitiv geklärt, es wurde aber eine Verwandtschaft zu Lagrein, Syrah und Barbera genetisch nachgewiesen. Wie dem auch immer sei, Fakt ist jedenfalls, dass Elisabetta Foradori den Teroldego zu neuer Blüte geführt hat. Der Top-Wein „Granato”, wird aus über 20 Jahre alten Reben selektioniert, in großen Holzgärständern vergoren und zum Großteil 18 Monate in neuen und gebrauchten Barriques gereift. Die einzelnen Lagen werden separat gelesen und ausgebaut und erst am Ende der Reife miteinander vermählt. Wie so oft in der Geschichte großer Weine, wurde die grandiose Qualität des Granato anfangs von den Weinprüfern, die bis dato nur die leichten Fruchtbomben gewohnt waren, nicht verstanden und musste daher als „Vino da Tavola” verkauft werden. Erst 1997 durfte er als DOC Teroldego Rotaliano bezeichnet werden. Da Elisabetta Foradori die Qualitätsbestrebungen der DOC aber bei weitem nicht streng genug waren, bezeichnet sie den Wein seit 2000 als I.G.T. Vigneti delle Dolomiti Rosso. Was durchaus passt, meint man doch in der abgrundtiefen Mineralität dieses mittlerweile als Klassiker gefeierten Teroldego (wie schnell sich doch bisweilen die Zeiten ändern!) tatsächlich die nahen Dolomiten zu erahnen. Elisabetta empfiehlt, dem Granato trotz seiner betörenden Aromen in der begeisternden Primärfruchtphase mindestens sieben bis zehn Jahre Zeit zu lassen, bis man ihn genießt, erst dann entfalte sich die volle Aromenfülle. Und das Alterungspotential ist geradezu legendär: Er kann sich wegen seiner frischen Säure über 20 und mehr Jahre großartig entwickeln!

Elisabetta Foradori


In den ersten fünf Jahren jedoch können Sie, werte Kunden, mit höchstem Genuss den „Foradori”, quasi den kleinen Bruder des Granato, trinken. Ebenfalls aus 100% Teroldego wird der Foradori im Edelstahl vergoren und dann 12 Monate in Barriques gereift. Das ergibt einen wunderbar dichten, schwarzbeerigen, höchst authentischen Wein mit feiner Struktur und knackigem Spiel, der schon nach ein, zwei Jahren Flaschenreife wunderbaren Trinkspaß bereitet, sich 5-10 weitere Jahre hervorragend entwickelt und ideal zu kraftvollen Fleischgerichten oder Wild passt. Elisabetta Foradoris einzigartige, mittlerweile in Biodynamie erzeugte Teroldegos zählen zweifellos zu den großen Wein-Persönlichkeiten der Welt! Diese lange malträtierte, uralte autochthone Rebsorte gebiert unter den einfühlsamen Händen einer schönen Frau einen der großen charaktervollen Rotweine Italiens. Unbedingt probieren!


628105 Foradori, Teroldego Rotaliano rosso 2005 14,50 Euro
Elisabetta Foradoris Teroldego Rotaliano fasziniert schon beim Betrachten im Glase mit dichter blauschwarzer Farbe. Die Nase wird betört durch feine Gewürze, erdige Anklänge und zart süßliche Fruchtaromen: Brombeeren und Kirschen verbinden sich zauberhaft mit einem feinen Cassisduft, hellem Tabak und zarten blumigen und kräutrigen Noten. Am Gaumen weich, mit kühler Frucht, feinkörniger Tanninstruktur und anregender Säure: Die Zunge jubiliert wegen der animierenden, knackigen Frische! Pikanter und anregender Nachhall mit feinen Noten von Sauerkirschen und weißem Pfeffer. Dieser authentische, herrlich filigrane Basiswein mit seinem zartherben Nachhall ist Schluck für Schluck eine vinologische Liebeserklärung an das traditionelle, in großer handwerklicher Tradition arbeitende Italien.

Stuart Pigott feiert ganz aktuell (FAS 24.2.2008) dieses 2005er Urgestein vom Drachenblut aus dem Trentino euphorisch wegen seiner „Ausdrucksstärke, erstaunlichen Lebendigkeit und Frische”: ein traumhafter Terroirwein!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2009 bis 2015, mindestens.



628204 Granato, IGT Vigneti delle Dolomiti rosso 2004 39,00 Euro
Dieser fabelhafte Wein ist knapp vor dem 2003er wohl der beste je erzeugte Teroldego überhaupt und besitzt eine Spur Wildheit und Rasse wie ein arabisches Vollblut! Schon im verzaubernden Duft erkennt man den großartigen Jahrgang 2004, den besten dieses Jahrtausends im nördlichen Italien, mit außergewöhnlich viel Frucht nach Kirschen und einem Korb voller roter und blauer Beeren, mit Luftzufuhr gesellen sich faszinierende exotische Gewürze hinzu. Auch am Gaumen eine sehr saftige dichte Frucht, eine dem großen Jahrgang 2004 geschuldete animierende Cremigkeit und eine singuläre Frische, Finesse und tolle Mineralität – faszinierend mit feinen Gewürzaromen durchzogen. Vibrierend lebendig trotz aller samtenen Fülle! Noch sehr jugendlich – mit enormem Reifepotential für viele Jahre – klingt dieser traumhafte Tropfen endlos nach mit einem wahren Kaleidoskop betörender Aromen. Einer der großen Terroirweine Italiens, eine Hommage an den Teroldego, emotional, berührend, Gänsehautatmosphäre!

Der WEINWISSER ist ebenfalls begeistert und René Gabriel jubiliert: „Jahrgang für Jahrgang demonstriert Elisabetta Foradori, zu welcher Größe der Teroldego fähig ist. Der Granato wird aufgrund der älter werden Rebstöcke jedes Jahr besser und liefert Teroldegos in Höchstform: Ein erotischer Rotweingenuss voller Harmonie! 18/20 Punkten” für diesen Weltklassewein aus legendärem Jahrgang!

Kein Wunder, dass ob dieser famosen Qualitäten Elisabetta Foradori den „OSCAR DEL VINO 2006” als beste Produzentin vom renommierten Weinführer DUEMILAVINI in Verbindung mit der italienischen Sommelier Union verliehen bekam.
Zu genießen ab sofort in seiner jetzigen traumhaft schönen Pirmärfruchtphase, Höhepunkt 2010 bis wohl nach 2020.


Gambero Rosso: 3 Gläser, 94 PP


zudem bieten wir Ihnen die letzten Flaschen des großartigen 2003 Jahrgangs an:

628203 Granato, IGT Vigneti delle Dolomiti rosso 2003 38,50 Euro
Dieser fabelhafte Wein ist wohl der beste je erzeugte Teroldego überhaupt und besitzt eine Spur Wildheit und Rasse wie ein arabisches Vollblut! Schon im verzaubernden Duft erkennt man das großartige Jahr mit außergewöhnlich viel Frucht nach Kirschen und einem Korb voller roter Beeren, mit Luftzufuhr gesellen sich traumhafte exotische Gewürze hinzu. Auch am Gaumen eine sehr saftige dichte Frucht, eine dem großen Jahrgang 2003 geschuldete animierende Cremigkeit, eine enorme Frische, Finesse und tolle Mineralität, faszinierend mit feinen Gewürzaromen durchzogen. Ungemein lebendig trotz aller samtenen Fülle! Noch sehr jugendlich mit enormem Reifepotential für viele Jahre, klingt endlos nach mit einem Kaleidoskop wechselnder Aromen. Einer der großen Terroirweine Italiens, eine Hommage an den Teroldego, emotional, berührend, Gänsehautatmosphäre! Der WEINWISSER ist ebenfalls begeistert und jubiliert: „Jahrgang für Jahrgang demonstriert Elisabetta Foradori, zu welcher Größe der Teroldego fähig ist. Der Granato wird aufgrund der älter werden Rebstöcke jedes Jahr besser und liefert in 2003 einen Teroldego in Höchstform: Ein erotischer Rotweingenuss! 18/20 Punkten”.
Kein Wunder, dass ob dieser famosen Qualitäten Elisabetta Foradori den „OSCAR DEL VINO 2006” als beste Produzentin vom renommierten Weinführer DUEMILAVINI in Verbindung mit der italienischen Sommelier Union verliehen bekam.
Zu genießen ab 2008, Höhepunkt 2010 bis wohl nach 2020.


Weinwisser: 18/20 Punkten




SPANIEN

Bodega Inurrieta - Navarra

Unsere Entdeckung des Jahres 2004 in Spanien verzaubert alle Liebhaber charaktervoller Tropfen:
Kein Wunder, dass die sensationell preiswerten Weine unseres iberischen Kleinods seit drei Jahren zu den meist verkauften Rotweinen unseres gesamten Programms avancierten!

Bodega Inurrieta
Die Bodega Inurrieta schmiegt sich harmonisch in die sanfte Hügellandschaft von Navarra


In der spanischen Weinwelt besitzen die traumhaft schönen Alltagsweine der Bodega Inurrieta einen magischen Klang und werden mit Elogen überhäuft. So stellt der WeinGourmet in seiner Ausgabe September/Oktober 2007 „die besten Schnäppchen aus Spanien vor: 50 tolle Rotweine für unter 15 Euro.” Unser Bestseller, die Bodega Inurrieta, ist gleich mit zwei Weinen vertreten:

429105 Inurrieta, Norte „N”, tinto 2005 6,60 Euro
„Ein unkompliziertes Preiswunder mit Niveau. Vier Monate Reife in Fässern aus amerikanischer und französischer Eiche zugunsten der Struktur – NICHT für einen Holzgeschmack! Am Gaumen erstaunlich elegant, gefällige Frucht, harmonisch, dennoch spannungsreich und mit feiner Frische.” So feiert der Weingourmet unseren mittlerweile ausverkauften 2004er Jahrgangsvorgänger. Der heute präsentierte 2005er verdeutlicht eindrucksvoll alle Erfolge der letzen Jahre: Nachdem der 2002er bereits von VINUM mit einer für seine Preisklasse sensationellen Bewertung von 16/20 Punkten ausgezeichnet wurde, ehrte die Zeitschrift „Sobremesa” den ‚Norte’ 2003 in einer großen Vergleichsdegustation von Merlotcuvées aus ganz Spanien als Testsieger sowie als „Star und Einkaufsempfehlung des Monats”. Und ich verspreche Ihnen: Infolge der großartigen klimatischen Bedingungen in 2005, einem Jahrgang, der von vielen Kennern als ebenso groß eingestuft wird wie der legendäre 2005er im Bordelais, ist dieser Norte schlicht der „best ever”!
Zu genießen ab sofort wegen seiner fabelhaften Tannine, Höhepunkt Ende 2008 bis 2012.

Inurrieta, Norte „N”, tinto


429504 Altos de Inurrieta, Reserva tinto 2004 13,90 Euro
„Ein Super-Schnäppchen: Die süffige Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Merlot vereint in ihrem Geschmacksbild Eleganz und Konzentration. Weil die Proportionen gewahrt werden, ist es kein Marmeladenwein-Konzentrat geworden, sondern in sich stimmig, mit dem süchtig machenden Geschmack vollreifer Trauben, Frische und präsenten Tanninen. Etwa vier Jahre lagerfähig. Zu Steaks, Lammkoteletts oder Ratatouille.” Diese begeisternde Reserva 2004 aus einem der besten Jahrgänge der letzten 50 Jahre in Spanien ist auf nochmals höherem Niveau als der vom Weingourmet enthusiastisch gefeierte 2003er. Phantastisches Preis-Genuss-Verhältnis!

Altos de Inurrieta, Reserva tinto


Zudem empfehlen wir Ihnen von unserem Kleinod aus Navarra weitere Trouvaillen:

429406 Inurrieta, Mediodía rosado 2006 5,95 Euro
Der FEINSCHMECKER wählt unseren traumhaft aromatischen und fabelhaft frischen Mediodía rosado zum besten Rosé Spaniens!

Inurrieta, Mediodía rosado


4294906 Inurrieta, Mediodía rosado (12er Paket) 2006 9 l , statt 71,40 nur 65,00 Euro

Inurrieta, Mediodía rosado (12er Paket)


Bodega Inurrieta
Optimale Lager- und Reifebedingungen in den modernen Barriquekellern


429205 Inurrieta, Sur „S”, tinto 2005 6,60 Euro
Paula Bosch, Deutschlands renommierte Sommelière („Tantris”, München, zwei Michelinsterne), hat in der „Süddeutschen Zeitung” einen Jahrgangsvorgänger dieses traumhaften Alltagsweins liebevoll empfohlen: „Nach der interessanten Verkostung des Sur „S” Tinto aus Spanien überlegte ich lange, was an ihm wohl reizvoller ist: seine enorme Qualität oder das unglaubliche Preis-Leistungsverhältnis? Die Rotweine der Bodega Inurrieta sind jeder für sich eine Entdeckung. „Sur” weckte in mir größte Zustimmung mit seinem üppigen Aromenrad und seinen schmeichelnden, reifen Tanninen: am Gaumen ein dichter Stoff mit Tiefgang, süßlich, weich, mit Feuer und spielerischer Grandezza.” So Paula Bosch, die als „Grande Dame” der deutschen Sommelierszene über ein untrügliches Gespür für Trends verfügt und den richtigen Riecher für höchst interessante Entdeckungen! Natürlich fungiert der ‚Sur’ auch auf der Weinkarte des Tantris. Zum Wohlsein! Dem ‚Sur’ wurde zudem schon eine weitere phantastische Auszeichnung zuteil: In einer Verkostung der besten spanischen Weine unter 20 Euro zählt der Sur „S” zu den dreißig besten und gleichzeitig drei preiswertesten Weinen!

Inurrieta, Sur „S”, tinto


429304 Inurrieta, Crianza tinto 2004 8,20 Euro
Christina Hilker, Deutschlands Sommelier des Jahres 2005, ist von dieser ungemein fairpreisigen Crianza begeistert: „Tiefes, undurchsichtiges Granat in der Farbe. Komplexer Duft nach roten und schwarzen Beeren und etwas Tee mit frischen Holz- und Tabakaromen. Am Gaumen sehr würzig und zugleich elegant. Anregend und ungemein trinkanimierend, rauchige und dunkel-röstige Holzaromen im langen Abgang. Ein ausgezeichneter Wein, der wirklich Trinkspaß bereitet sowohl für den etwas anspruchsvolleren Gaumen als auch für den Einsteiger in das spannende Thema Wein”. Und von uns natürlich eine besondere Empfehlung für diesen authentischen Wein: Geniale Genuss-Qualität zum Zurücklehnen, Träumen und Entspannen!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2009 bis 2012.

Inurrieta, Crianza tinto



Telmo Rodriguez

In der letzten Pinwand frisch vorgestellt waren wir trotz großer Bevorratung im Handumdrehen ausverkauft: Die sensationelle Qualität bei ungemein günstigem Preis und eine phantastisch niedrige Alkoholgradation für einen spanischen Wein sorgten für ein Nachfrage wie selten zuvor in unserer Geschichte. Begeisterte Kunden dieser neuen Creation von Telmo Rodriguez hatten uns binnen Tagen leer gekauft! Aufgrund unserer guten Beziehung zu Telmo gelang es uns, nochmals respektable Mengen nachzukaufen. Greifen Sie schnell zu, bevor es wieder andere tun! Denn Telmos Terroirweine von alten Reben aus Spaniens spannendsten Anbauregionen vereinen Konzentration, Eleganz und Finesse und setzen ihre ureigene „Identität gegen eine weltweit im industriellen Maßstab hergestellte Multi-Kulti-Stilistik”!

Telmo Rodriguez
Telmo im Schutze einer schattenspendende Plantage


422306 Rodriguez, Gabo do Xil Mencia, Valdeorras tinto 2006 7,90 Euro
Im Jahre 2002 wandte sich Spaniens sympathischer Superstar der spannenden DO Valdeorras zu, einer bis dato nur Insidern bekannten Region Galiziens, in der auf terrassierten Rebflächen, die noch aus römischer Zeit stammen und die das große Potential dieses vergessenen Anbaugebietes demonstrieren, autochthone Sorten wachsen, die höchst individuelle Weine ergeben. Die interessanteste dieser Reben ist die Mencia-Traube, die man wegen der Finesse der aus ihr produzierten Rotweine lange Zeit fälschlicherweise für eine Verwandte des Cabernet franc hielt. Und spektakulär ist in der Tat der schier unglaublich FEINE Stil dieses ungemein preis„werten” Weines, den Telmo aus perfekt gereiften Trauben von erstklassigen Hanglagen mit besten Granit- und Schieferböden vinifiziert hat. Bei aller Komplexität der betörenden, eleganten Aromen von Veilchen, Mandeln und roten Früchten, begeistern mineralische Noten und eine tänzerische Leichtigkeit, die selbst Intimkenner bei einem Rotwein von der iberischen Halbinsel in diesem Maße bisher nicht erlebt haben dürften. Mit seiner vibrierenden Frische, seiner verspielten Frucht sowie den gerade einmal 12,5% Volumenprozent Alkohol ist dieser traumhafte Tropfen, der ureigene Wege geht, geradezu der Antipode zu allen Marmeladenweinen der Neuen Welt. Welch Triumph der schwebenden Transparenz – eine Revolution am spanischen Rotweinhimmel! Für Liebhaber eines finessenreichen Stils mit moderaten Alkoholgradationen ein unbedingtes Muss!
Zu genießen ab sofort bis 2010+.

Rodriguez, Gabo do Xil Mencia, Valdeorras tinto




FRANKREICH

Domaine de Limbardié - Cessenon

David schlägt Goliath – Der legendäre Kultstoff aus dem Languedoc, der auszog, Pomerols ganzen Stolz Pétrus zu besiegen!

Domaine de Limbardié - Cessenon
Die Domaine de Limbardié inmitten ihrer blühenden Naturlandschaft

Unverschämt günstige Preise, phantastische Qualitäten: Mehr und mehr entwickeln sich die originären Rotweine der Domaine Limbardié zu begehrten Objekten unter Weinliebhabern und avancierten daher folgerichtig in den letzten Jahren (mit) zu unseren meistverkauften Rotweinen überhaupt. Kein Wunder, dass auch die Weinexperten von den grandiosen Qualitäten dieser Domaine schwärmen.: Hendrik Thoma, Sommelier des Jahres 1999, und Christina Fischer, seine kongeniale Nachfolgerin 2001, bewerten begeistert bereits die Basiscuvée „Murviel” als „Glücksfall für Weinliebhaber auf der Suche nach einem ausdrucksvollen und dennoch preiswerten Trinkwein”.

Sensationell ist auch die Preis Leistungsrelation der Spitzencuvée der Domaine, eines 100%igen Merlot, der wesentlich teurere Konkurrenten aus dem Bordelais mühelos aus dem Feld schlägt. Legendär ist mittlerweile die Degustation der Schweizer Fachzeitschrift „Weinwisser”, herausgegeben von dem bekannten Fachautor René Gabriel („Bordeaux Total”), in der eben dieser Tradition in einer Welt-Merlot-Probe den 10. Platz erreichte, einen Rang hinter La Conseillante und gar zwei Plätze vor Pétrus, dem großartigen Prestigegut aus Pomerol. Wenn mir persönlich diese Beurteilung auch etwas zu euphorisch erscheint und ein wenig die Problematik von Blindproben jugendlicher Weine widerspiegelt, belegt sie andererseits doch eindrucksvoll die herausragende Qualität dieses berührenden Weines zu phantastisch niedrigem Preis – im Vergleich mit diesen berühmten Konkurrenten.

Domaine de Limbardié - Cessenon
Henrik Boukandoura

Für dieses grandiose Meisterwerk zeichnet der bescheidene Winzer Henrik Boukandoura verantwortlich, dessen Gut in dem kleinen, beschaulichen Örtchen Cessenon angesiedelt ist, in direkter Nachbarschaft zu den exponierten Lagen des wesentlich bekannteren Saint-Chinian und inmitten des Tals des kleinen Flüsschen Orbs, der im Laufe von Jahrtausenden die Lehm- und Kalkböden angeschwemmt hat, die das spezifische Terroir der Region prägen. Der gebürtige Nordafrikaner und adoptierte Bretone Boukandoura verdingte sich zusammen mit seiner Lebensgefährtin Magdelein Hutin während ihrer gemeinsamen Studienzeit im Languedoc als Erntehelfer und wurde dabei vom Weinvirus infiziert. Nach einigen Jahren der Lern- und Entdeckungsreisen warfen sie ihre Lebensplanung über den Haufen und realisierten 1987 ihren Traum: Ein Weingut im französischen Süden zu übernehmen und ihren eigenen Wein zu produzieren. Nach und nach kauften sie neue Weinberge hinzu, sowie ein schönes altes Gut und renovierten behutsam die aus dem letzten Jahrhundert stammenden Kelleranlagen. Schließlich kam auch noch ein klimatisierter Barriquekeller dazu, so dass Henrik jetzt endlich über die optimalen handwerklichen Möglichkeiten verfügt, die er sich immer gewünscht hat.
Das Hauptaugenmerk legt das sympathische Paar darauf, dass die von ihm naturnah angebauten Reben (hier insbesondere die Bordelaiser Sorten Merlot und Cabernet, in geringerem Maße die typischen Rebsorten der Region, Syrah, Grenache und Carignan, was in der Konsequenz bedeutet, dass seine Weine ‚nur’ als „vin de pays” verkauft werden dürfen) den Charakter ihrer südfranzösischen Heimat widerspiegeln, folglich also alles andere sind als austauschbare Weine internationalen Stils oder bloße Kopien großer Bordelaiser Gewächse. Mit einer akribischen Liebe zum Detail, einer profunden Sachkenntnis, einer vorbildlichen Blattwerkserziehung, die zu einem hohen Zuckergehalt und feinen, reifen Tanninen beiträgt, einer strengen Selektion der Trauben in seinen extrem gepflegten, steinigen Weinbergen und einer behutsamen Vinifizierung im Weinkeller gelingt es dem rührigen Bretonen, großartige Tropfen zu erzeugen. Und in jedem neuen Jahrgang steigert Henri noch einmal die Qualitäten, liefern doch die älter werdenden Rebstöcke ein immer besseres Ausgangsmaterial, trägt die konsequente Weinbergsarbeit zunehmend Früchte und bietet der neu installierte Barriquekeller lange ersehnte, optimale Ausbaumöglichkeiten. Was uns an den Weinen dieser kleinen, handwerklich arbeitenden Domaine so fasziniert, ist ihre gänzlich eigenständige Charakteristik, die sich aus dem Zusammenspiel der Edelrebsorten mit den Gegebenheiten des südfranzösischen Terroirs ergibt. Was uns geradezu sprachlos werden lässt, ist der unverschämt niedrige Preis, zu dem man sowohl den „einfachen” Wein für jeden Tag als auch die Spitzencuvée erhalten kann.

Domaine de Limbardié - Cessenon
Die Domaine de Limbardié — ein idyllisches Fleckchen Erde


323407 Limbardié, Rosé, PK 2007 5,95 Euro
Diese leckere, traumhaft fruchtige und herrlich frische Cuvée (Morgens um 5 Uhr in der Früh werden die bestens gereiften Träubchen geerntet, um die Kühle der Nacht zu bewahren: Syrahtrauben sorgen für Fülle und Struktur, Grenache für die feinen, komplexen Aromen) zählt zum Besten, was man in Sachen Rosé in Frankreichs wildem Süden finden kann: In der Nase ein animierender Duft nach roten Johannisbeeren, Erd- und Himbeeren, am Gaumen eine saftig-knackige, geschmeidige Frucht mit einer feinen Säure und eine großartige Balance. Dies ist kein liebloser „Rosé von der Stange”, welcher die Regale der Supermarktketten füllt, sondern ein ernst zu nehmender, ‘zärtlicher’ Wein auch für anspruchsvolle Rotweintrinker!
Ein Rosé zum Träumen schön!



323206 Limbardié, VdP „Murviel”, VdP de Cessenon, rouge 2006 5,30 Euro
Einer unserer absoluten Bestseller ist dieser ungemein charaktervolle Alltagstropfen, der über mehrere Jahrgänge hinweg als „herausragender, handwerklich produzierter Wein” im „Weineinkaufsführer der empfehlenswerten Weine unter 12 Euro” enthusiastisch gelobt und wegen seines „hervorragenden Preis-Genuss-Verhältnisses” nochmals extra ausgezeichnet wurde. Das tiefe dunkle Rot in der Farbe deutet bereits auf die geschmackliche Konzentration dieser leckeren, sinnlichen Alltagscuvée aus Merlot (80%) und Syrah hin, was diesem großartigen Garriguewein seine einzigartige, urwüchsige Charakteristik verleiht. Der gar nicht südländisch warm, sondern eher distinguiert und relativ ‚kühl’ wirkende, expressive Duft erinnert an schwarze Johannisbeeren, Pflaumen, schwarzen Pfeffer und wild wachsende Kräuter der Garrigue.
Am Gaumen den gleich phantastischen 2001/5ern in der Dichte und Konzentration sehr ähnlich, besitzt er aber infolge der immer älter werden Rebstöcke nochmals mehr Eleganz und Finesse und ist wie immer geprägt von einer inspirierenden, von Jahr zu Jahr subtiler werdenden, bestens eingebundenen animalischen Wildheit und Ursprünglichkeit. Weiche und cremige Tannine, die nicht aus dem Holzfass, sondern ausschließlich aus den Trauben stammen, sorgen für eine extrem rare Struktur in dieser provokant fairen Preisklasse. Henri Boukandoura ist es mehr denn je gelungen, die Eleganz des Nordens mit der Expressivität des Südens zu vereinen: Reich im Bukett, vielschichtig in den Aromen und cremig weich in den Tanninen. Und das alles bei trinkanimierend niedrigen Alkoholgradationen von knapp 13 Volumenprozent.
Zu genießen ab sofort bis 2011.

Limbardié, VdP „Murviel”,  VdP de Cessenon, rouge


323304 Limbardié, Tradition, rouge 2004 12,90 Euro
Welch großartige Vermählung geht die Bordelaiser Edelrebe Merlot mit der „wilden” Aromatik des französischenSüdens ein! Dieser elegante, verführerische Wein erinnert in der Nase an große Crus aus St. Émilion, die jedoch ein Vielfaches kosten, denn er betört geradezu mit den Aromen der Merlottraube und der Genießer spürt die beerige (Cassis!), kernige, leicht süßliche Frucht und die kühle Eleganz des Bordelais so deutlich wie bei seinen großen Jahrgangsvorgängern 98, 2001 und 2005. Doch wie der ebenso traumhafte 03er besitzt auch dieser wunderschöne Wein unmittelbar nach der Öffnung keine zart animalische Note mehr wie in der Vergangenheit, als die Rebstöcke noch jünger waren, stattdessen brilliert er mit einer so zuvor noch nicht erlebten Mineralität und komplexen Aromenintensität. Bereits kurz nach der Öffnung taucht die Zunge ein in eine faszinierende Aromatik von roten und schwarzen Beeren, Oliven- und Vanilletönen, intensiven Schwarzkirschanklängen sowie edlen mediterranen Gewürzen und einer zarten Pfeffernote. Am Gaumen gewohnt weich, dicht und cremig, die kompakte Frucht eingepackt in reife, sehr saftige, ausbalancierte Tannine und edle, feine Holznoten, welche die tiefe dunkelwürzige Frucht des Weines gekonnt umrahmen: ein vielschichtiger, bestens strukturierter, toll balancierter Wein mit einer komplexen Fülle und in seiner Stilistik von feiner, femininer Art. Ein Hochgenuss sowohl für die Liebhaber südfranzösischer Weine als auch vorzüglicher Bordelaiser Gewächse. Ein großartiger Merlot, eine Provokation wesentlich teurerer Bordelaiser Prestigegewächse und bereits in seiner Primärfruchtphase infolge extrem weicher Gerbstoffe in bestechender Trinkverfassung: Dieser höchst trinkanimierende Wein (gerade mal knappe 13 Volumenprozent Alkohol) wird seinen Höhepunkt wohl zwischen 2009 und 2015 erreichen. Meine ganz besondere Empfehlung!




Domaine Saint Antonin - Faugères

Frédéric Albaret produziert authentische, individuelle Weinunikate voller Frische, Finesse und Mineralität auf den berühmten schwarzen Schieferböden des Languedoc!

Faugères ist ein wildromantisches, dünn besiedeltes, waldreiches Gebiet nördlich von Béziers, das als einzige AOC des Languedoc flächendeckend über homogene karge Böden aus schwarzem Schiefer verfügt, der ansonsten im Midi nur selten zu finden ist. Die Weinberge befinden sich zumeist auf relativ hohen Hügeln mit steilen Hängen und sind somit hervorragend geeignet zur Erzeugung großer Rotweine, die von Liebhabern wegen ihres unverwechselbaren Charakters, ihrer für den französischen Süden singulären Eleganz und großartigen Finesse, noblen Weinen aus Burgund durchaus ebenbürtig, hoch gerühmt werden. Das die Stilistik prägende Schiefergestein sorgt in den Spitzenweinen für eine ureigene und unverwechselbare Identität: Tiefgründige Mineralität trifft feinste Finesse! Bei den besten Winzern der Region sind diese hochkomplexen Weine terroirgeprägte Unikate auf höchstem Qualitätsniveau, die sich wohltuend aus dem Einheitsbrei vieler industriell „gemachter” oder uniformer, ermüdender Garrigueweine hervorheben und von Kennern zu den Referenzweinen des Languedoc gezählt werden.

Domaine Saint Antonin - Faugères
Frédéric Albaret beim Verkosten des neuen Jahrgangs
im Barriquekeller

Und es ist immer wieder ein Name, der respektvoll genannt wird, wenn französische Winzerikonen sich hinter vorgehaltener Hand über die besten Qualitäten des Faugères austauschen: Frédéric Albaret, ebenso qualitätsversessen wie sympathisch, produziert finessenreiche magische Qualitäten, die nicht lautmalerisch mit neuem Holz und modisch marmeladiger Neuer-Welt-Monotonie langweilen, sondern mit einer rassig-eleganten Textur, mit seidigen Tanninen und einernoblen, „kühlen” Mineralität die Zunge liebkosen. Dieses wunderschöne, delikate Spiel am Gaumen und die fabelhafte Finesse zeichnen verantwortlich für den herausragenden Rang dieser extrem raren Gewächse unter allen Weinen des Languedoc. Zwar hat Frédéric vor einigen Jahren auch neue, optimal gekühlte Kellergebäude in Betrieb nehmen können (ein unschätzbarer Vorteil in den heißen Sommern), in denen er äußerst schonend seine stilistisch so singulären Weine ausbaut, aber in der gekonnten und sensiblen Vinifizierung liegt nicht allein das Geheimnis dieser großen langlebigen Gewächse aus einer traumhaft schönen Landschaft.

Nein, es ist wie bei allen begnadeten Winzern der Welt. Der Ursprung dieser phantastischen Qualitäten, die dankenswerterweise noch zu den überaus fairen Preisen zu erwerben sind, die das Languedoc weltberühmt gemacht haben, liegt primär im großen Terroir des Weinbergs: bestens bearbeitete, karge, schwarze Schieferböden, in harter Handarbeit aufgelockert, ein naturnaher Anbau und tief wurzelnde Reben, die sich ihren Weg durch den Schiefer hart erkämpfen müssen, um tief in der Erde in den heißen, trockenen Sommern – weitab von feuchten Winden des Meeres – genügend Wasser zu finden. Infolge seiner Exposition der Parzellen, die aus Schutz vor zu viel Sonne nicht nach Süden ausgerichtet sind, kann Frédéric für südfranzösische Verhältnisse sehr spät (Ende September, Anfang Oktober) ernten, dann, wenn die Trauben ihre höchste physiologische Reife erreicht haben, ohne aber zu hohe potentielle Alkoholwerte aufzuweisen. So sorgt neben den Schieferböden diese lange Vegetationsperiode für ein deutliches Mehr an Finesse und Eleganz in den fertigen Weinen (so wie wir es auch von den großen deutschen Rieslingen kennen) und eben eine perfekte Reife, die aber, Frédérics zentrales Anliegen, niemals (!) in Überreife umschlagen darf. Marmelade mag er höchstens auf dem Baguette, aber keinesfalls im Wein!

Das Resultat dieser beispielgebenden handwerklichen Arbeit und des Genius eines sensiblen Weinmachers: Ultrafeine, finessenreiche Gewächse, wie sie erst von einer ganz kleinen Avantgarde qualitätsbesessener junger Winzer im Languedoc vinifiziert werden. In Frankreich unter Insidern bereits zu den großen Stars des Midi gezählt, in Deutschland noch eher ein Geheimtipp, muss Frédéric seine Ernte den Interessenten aus aller Welt mittlerweile strikt zuteilen. Es sind zutiefst mineralische Bilderbuchweine des französischen Südens, Terroir pur, das eindeutig den Rebsortencharakter dominiert, sehr rar und von phantastischer Qualität!


302306 Saint Antonin, Les Jardins de Saint Antonin, rouge 2006 5,95 Euro
Jaaa! Das ist genau wieder einer dieser so ungemein preis„werten” und schmackhaften Alltagsweine aus dem französischen Süden, der das Languedoc vor mehr als einem Jahrzehnt als Quelle herausragender Trinkweine über Nacht weltberühmt machte und der das großartige vinologische Können von Frédéric Albaret eindrucksvoll belegt. Herrlich leuchtendes Purpurrot in der Farbe, in der Nase feinfruchtige, rot- und dunkelbeerige sowie zartwürzige Aromen, dabei von sehr elegantem Stil, der überhaupt nichts Lautmalerisches in sich trägt. Am Gaumen schmeichlerisch, elegant und saftig, geprägt von einer animierenden Trinkfrische und für seine so ungemein attraktive Preisklasse gleichzeitig erstaunlich dicht mit einer verblüffend cremig-seidenen Tanninstruktur. Ein herrlicher Alltagswein, eine ehrliche, fröhliche Haut, die nicht vorgibt, mehr zu sein, als sie ist: herzhaft lecker, und trinkanimierend frisch.
Zu genießen ab sofort, bis 2010.

Saint Antonin, Les Jardins de Saint Antonin, rouge


302106 Saint Antonin, Faugères, rouge 2006 8,90 Euro
Eine intensive, dichte Fruchtwürze und edle Blaubeeraromen zeichnen den großen Faugères-Jahrgang 2006 aus, der seinen kühl-noblen Charakter, weitab von modischen marmeladigen Exzessen, den mineralischen schwarzen Schieferböden verdankt. Rote und blaue Früchte und eine wiederum vom Schiefer stammende feine Mineralität, eine in dieser Preisklasse ganz und gar ungewöhnliche Eleganz, Finesse und Feingliedrigkeit, bestens integrierte, frische, seidige, cremige Tannine und ein schöner, schmeichlerischer, ungemein feiner, rauchig-mineralischer, zart tabakiger Nachhall begründen ein sensationelles Preis-Genussverhältnis, das selbst für den französischen Süden extrem selten ist. Nach längerer Luftzufuhr wird die Zunge zärtlich gestreichelt von einer ungemein seidenen, kühlen Textur, die nichts anderes ist als der schmeckbare Ausdruck des schwarzen Schieferbodens, der den großen Terroirweinen des Faugères einen authentischen Charakter vermittelt. Diese kühle Mineralität und die duftige Würze im geschmeidig dichten Mundgefühl vereinen den Charme, das Licht und die Wärme des Südens mit der Singularität des schiefrigen Terroirs. Keine Alkoholdominanz, kein modischer Neuholzton, keine Rustikalität, keine Marmelade. Stattdessen ein großartiger, mineralischer Alltagswein de luxe der leisen Töne, der mit viel Kraft und Charakter, Ausstrahlung und Geschmack, mit Würze, phantastischer Frische, und mineralischer Tiefe in seiner sympathischen Preisklasse die Qualitätsmaßstäbe des Languedoc definiert!
Zu trinken ab sofort (die cremig-seidenen, kühlen Tannine erlauben bereits heute, insbesondere nach mehrstündiger Belüftung, ein höchstes Trinkvergnügen), Höhepunkt Ende 2009 bis 2014+.



Frédéric Albaret hat sich souverän seinen Platz in der ganz kleinen Elite der Spitzenwinzer des Languedoc erobert mit Referenzqualitäten der neuen Generation: Finesse und Eleganz, Rasse und Frische statt marmeladiger Langeweile. Daher lege ich Ihnen seit vielen Jahren diese so traumhaft preiswerten, ungemein finessenreichen Rotweine aus dem Faugères als meine Lieblingsweine ganz besonders ans Herz. Auch Parker hat jetzt unsere Domaine Saint Antonin entdeckt und mit Elogen überhäuft. Er schreibt wörtlich, dass er überhaupt nicht verstehen kann, wie so gute Weine, die zu den phantastischsten, ja unglaublichsten Weinwerten der Welt zählten, zu einem solch günstigen Preis zu haben seien! So erhielt dieser traumhafte preiswerte Faugères für den Jahrgang 2003 91Punkte! Und 2006 ist nochmals deutlich besser! Fréderic erklärt: „Meine schönsten Weine bisher! Drei Dinge kamen in diesem großen Jahrgang zusammen: Optimale klimatische Bedingungen, dann haben meine Rebstöcke mittlerweile ihr bestes Alter erreicht und ich konnte all meine Erfahrungen einbringen, die ich in den letzten Jahren gesammelt habe: Nie zuvor habe ich bisher Weine vinifiziert, die bei aller Eleganz und Finesse eine derartige Frische, Dichte und Konzentration aufweisen”. Unbedingt probieren!

302206 Saint Antonin, „Les Magnoux”, rouge 2006 13,95 Euro
Frédéric Albarets Spitzencuvée „Les Magnoux” lässt auf singuläre Weise die Mineralität und den unverfälschten Terroircharakter des schwarzen Schiefers sinnlich erfahrbar werden! Wegen seiner Tiefgründigkeit und Eleganz zweifellos eines der Aushängeschilder der neuen authentischen Spitzenweine aus dem Languedoc, zwar enorm dicht und mit einer grandiosen Tiefe versehen, aber überhaupt kein Extraktionsmonster mit Muskeln und überbordendem Eichenholz, stattdessen mit einer vor kurzem im französischen Süden noch nicht vorstellbaren Finesse gesegnet, an der sich die anderen großen Weine des Languedoc messen lassen müssen! Tief dunkelrot steht dieser noble Weinriese im Glas, in der Nase ungemein komplexe, verführerische schwarze Beeren und reife Früchte, dazu extrem feine, würzige Anklänge und Noten von schwarzen Oliven, Rauch und Zigarrenkiste. Die expressive Frucht und eine traumhaft cremige Textur betören einschmeichelnd den Gaumen, hüllen ihn ein in ein samtenes Tuch, verweilen, wollen überhaupt nicht mehr loslassen. Faszination pur! Dieser großartige Wein löst mit seiner seidigen Fülle wohlige Schauer aus, ein herrlich runder, harmonischer, delikater Wein; der noble Kern seiner intensiven Mineralität umspielt dabei fordernd die Zunge. Danach öffnet sich die dichte, kühle Gerbstofftextur im Mund, um die Sinne mit mächtiger Kraft, aber auch mit zartem Schmelz, Geschliffenheit und wiederum subtiler Mineralität zu verwöhnen. Ein wahrer Geniestreich von Frédéric, Terroir und Individualität pur und von extremer Qualität: Wein-GENUSS in Vollendung. Es fällt schwer, stilistische Vergleiche zu finden für diesen Gänsehautwein, er vereint in sich die edle Kühle eines großen Syrah der nördlichen Rhône mit der Eleganz und Finesse eines aristokratischen Gewächses aus dem Burgund. Betörende Qualität aus dem vielleicht bisher größten Jahrgang im Faugéres – und hier wiederum die absolute Spitze verkörpernd. Bravissimo!

Frische, Frucht und Finesse treffen feinste Mineralität: „Schade, dass man Wein nicht streicheln kann” (Kurt Tucholsky)!

PS: Nachdem dieser Spitzenwein im letzten von Parker verkostetem Jahrgang, dem 2004er, mit für seine Preisklasse unglaublichen 94 Punkten geadelt wurde, erzählte mir Fréderic, dass alle Welt ihm „geraten hat, jetzt müsse ich doch endlich die Preise erhöhen. Doch warum sollte ich dies tun? Damit sich dann nur noch die Reichen der Welt meine Gewächse leisten können? Niemals! Ich mache Weine für Kenner und Liebhaber, aber nicht für Etikettentrinker.” Welch noble altruistische Einstellung!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2009 bis mindestens 2020.




Gérard und Jean-Louis Chave - Hermitage

„Le mystère de la mineralité”, Revue du vin de France

„Zweifellos gehören Jean-Louis Chave und sein Vater Gérard, die jüngsten Vertreter einer Winzerdynastie, die seit sechs Jahrhunderten (1481!) Hermitage bereitet, zu den besten Weinproduzenten der Welt. Wenn ich es schwierig finde, objektiv über sie zu berichten, so liegt es daran, dass ich so vieles an ihnen bewundere. Sie sind ungeheuer großzügig, außerordentlich liebenswürdig und von aufrichtiger Lebensfreude erfüllt; sowohl Gérard als auch sein kluger Sohn Jean-Louis (der eine Zeit lang an der University of California in Davis studiert und in den USA auch einen Magister in Wirtschaftswissenschaften erworben hat) sind großartige Degustatoren, vorzügliche Köche und brillante Geschichtenerzähler. Gérard, geboren 1935, besitzt ein umfassendes Wissen aus einem erstaunlichen Spektrum von Fachgebieten und ist ein ungemein verständnisvoller, warmherziger Mann. Bei all seinen Erfolgen ist er ein bemerkenswert bescheidener Mensch geblieben, der seiner Leidenschaft für die Bereitung des Weins nach den von seinem Vater überlieferten Methoden, ohne technischen Schnickschnack, treu geblieben ist. Er lässt sich auf keine Kompromisse zu Gunsten von Verbrauchern ein, die einen schon bei der Freigabe reifen Wein vorziehen.

Dabei ist Chaves kein provinziell denkender Winzer, der sich blind auf die Tradition verlässt. Durch mehrere Kalifornienreisen und die ihm eigene, wache Neugier ist er sowohl auf die Verlockungen als auch Gefahren neuer Techniken aufmerksam geworden. Doch Chave kommen diese Methoden nicht ins Haus – für ihn bedeuten sie ‚die Tragödie der modernen Weinbereitung’. In seinen tief liegenden, feuchten, mit Spinnennetzen verzierten Kellern durften sich bis heute über 500 Hermitage-Jahrgänge der Familie ohne den Einsatz von Chemikalien oder Maschinen auf natürliche Weise entwickeln. Nicht die winzigste Geschmacksnuance ist diesen Hilfsmitteln geopfert worden und Chave sieht auch keinen Grund zur Veränderung, da die alte Form der Kellertechnik – obwohl viel mühsamer und riskanter – Gewächse von einem umfassenderen Geschmack sowie größerer Dimension und Tiefe hervorbringt. Daher ist es nicht schwer zu erraten, warum gerade die unglaublich mineralischen großen Weiß- wie Rotweine so fabelhaft sind. Die Gründe liegen in ertragsarmen Rebstöcken, einer sehr späten Ernte physiologisch reifer Früchte und dem nahezu vollständigen Verzicht auf jeden Eingriff in Weinbereitung oder Ausbau wie auf Filtration und übermäßige Schönung.”

Kein Geringerer als Robert M. Parker hat diese Laudatio auf eines der besten Weingüter der Welt in seinem unbedingt lesenswerten Standardwerk „Rhône” verfasst. Und da ich Parkers Rhônekompetenz ungemein schätze (was aber nicht bedeutet, dass ich nicht auch in der Bewertung einzelner Jahrgänge oder Weine bisweilen anderer Meinung bin) und es vor fast zwei Jahrzehnten genau seine Elogen auf dieses so traditionsreiche Weingut waren, die mich auf diese Pretiosen aufmerksam machten, habe ich hier nochmals seine Worte abgedruckt, um Ihnen, werte Kunden, diese Meisterstücke der nördlichen Rhône ans Herz zu legen. Sie sind so aktuell und zutreffend wie vor 20 Jahren!

Die unvergleichliche Mineralität („Le mystère de la mineralité”) von Chaves großen Weinbergslagen, eine geradezu burgundische Finesse und ein erotischer Schmelz vermählen sich zu unvergleichlichen Gesamtkunstwerken, die das berühmteste Winzertandem Frankreichs in einer Melange aus kreativer Intelligenz, einem großen Wissens- und Erfahrungsschatz und ungemein viel Bauchgefühl kreiert. Châpeau, Gérard und Jean-Louis Chave!

169105 Chave, Côtes-du-Rhône „Mon Coeur”, J.L. Chave Selection rouge 2005 12,90 Euro
Ein betörender Côtes-du-Rhône brilliert stets mit beeriger, würziger Frucht und mit einem breiten Aromenspektrum, das seine Herkunft und seinen Rebsortenspiegel abbildet und mit saftigen, weichen Tanninen. Jean-Louis Chave präsentiert uns hier eine Nobelausführung eines Rhône-Klassikers: Die Nase wird verzaubert von einem höchst authentischen Kirsch-, Brombeer- und Cassisbukett mit Anklängen an Früchtebrot, Tabak, Lakritze, gegrilltes Lammfleisch, frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer und Aromen von Sattelleder und schwarzen Oliven, feinst unterlegt von einer tiefgründigen Mineralität. Am Gaumen präsentiert sich dieser CdR-de luxe sehr kraftvoll mit betonter Säure und einer erfrischenden Sauerkirschnote. Ist das Zeug gut! Von allem so viel, aber nichts im Übermaß! Reife, konzentrierte Frucht, rare Würzsubstanz und packende Mineralität! Geniale Genuss-Qualität zum Träumen und Entspannen.
Zu genießen ab sofort (Dekantieren bitte), Höhepunkt Mitte 2008 bis 2011.

Chave, Côtes-du-Rhône „Mon Coeur”, J.L. Chave Selection rouge


169204 Chave, Saint-Joseph „Offerus”, J.L. Chave Selection rouge 2004 19,90 Euro
Der von vielen Kennern hoch geschätzte Jahrgang 2004 an der nördlichen Rhône (mit wesentlich balancierteren Weinen als im Hitzejahrgang 2003) verhilft diesem großartigen Saint Joseph zu einer komplexen, raffinierten Aromenintensität. Er demonstriert die Konzentration des kühleren Jahrgangs und beweist eine geschmeidige Balance, die Erinnerungen an erstklassige Dorflagen aus dem Burgund hervorruft. Dazu riecht man die Kraft der Schieferböden und schmeckt die Kühle der großen Lagen, hoch über dem tief eingeschnittenen Rhônetal gelegen. 2004 ist definitiv ein mitreißender Jahrgang in Saint Joseph von ganz eigener Ausstrahlung, dicht gepackt, kühl und edel, mit einem betörendem Fruchtnotenbukett, das an Kirschen, Blau- und Brombeeren erinnert, dazu stark ausgeprägte ätherische Noten mit Anklängen an Rosmarin, Minze, Eukalyptus und Lavendel, vermischt mit dem Duft von Pfeffer, Zedernholz, Vanille, Zimt und Oliven. Am Gaumen präsentiert sich dieser noble Saint Joseph elegant, fast schlank, mit erfrischenden Fruchtnoten und feinem Tannin. Langer und animierender Nachhall, „best value pick”, (Parker).
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2009 bis 2018.

Chave, Saint-Joseph „Offerus”, J.L. Chave Selection rouge


169404 Chave, Hermitage, rouge 2004 130,00 Euro
Beim Rotwein liegt vielleicht die wichtigste Entscheidung für Chave in der Bestimmung des Erntetermins. Zusammen mit Chapoutier ist er in jedem Jahr der letzte in Hermitage, der mit der Lese beginnt. Schon oft sagte er, er benötige keinen Önologen, der ihn auf den richtigen Zeitpunkt hinweist : „Ich denke nie an die Lese, bis die ersten Kastanien von meinen Bäumen fallen.” Sein Ziel ist stets die Gewinnung höchster Reife und Fülle – seiner Auffassung nach die wichtigsten Elemente für einen großen Rotwein. Seine Trauben dafür wachsen auf den besten Parzellen des legendären Rhône-Hangs auf unterschiedlichen Höhenmetern und heterogenen Böden. Sie werden zunächst alle separat gelesen, vinifiziert und ausgebaut. „Mit Gérard im Keller die einzelnen Jahresweine zu probieren, von denen er mit der Pipette ein paar Zentiliter aus den verschiedenen Fässern abzieht, ist eine wunderbare Lehrstunde” (Michel Bettane): Die Weine von Les Bessards, einem Granitblock oberhalb der Rhone, sind voller mineralischer Kraft und Richebourg-ähnlicher Komplexität, Le Méal zeichnet sich durch Fleischigkeit, Üppigkeit , sinnliche Reife und Samtigkeit aus, L’Hermite ist seidig und vornehm. So erhält man einen Eindruck von der Vielfalt und den unterschiedlichen Nuancen der verschiedenen Teile des Hermitage-Hügels, einem der schönsten Beispiele für eine Appellation d’Origine. „Am Ende verkostet man die Assemblage aus den noch rohen Kleinodien und erliegt der Kunst des Winzers und einem perfekt ausgewogenem Weinstil” (Michel Bettane). Und noch einmal möchte ich Parker zitieren: „In den besten Jahren ist Chaves roter Hermitage unsterblich”. Demnach ist dieser fabelhafte 2004er ein Wein für die Ewigkeit! 19/20 Punkte im „Classement 2008”.
Zu genießen ab 2012, frühestens!

Chave, Hermitage, rouge

max. 3 Flachen/Kunde



Clos des Papes - Châteauneuf-du-Pape

Finesse, Eleganz und hedonistisches Trinkvergnügen prägen einen Châteauneuf-Klassiker von uraltem Rhôneadel!

Der Wine Spectator feiert in seiner Ranking der 100 besten Weine der Welt, die in 2007 auf den Markt kamen, den Clos des Papes 2005 als Nr. 1!

Stephen Tanzer (International Wine Cellar) lobt den 2005er als einer der besten der letzten Dekaden!

Parker wertet den heute in Subskription angebotenen fabelhaften 2006er „among the very finest of the vintage” und vergibt begeistert 96-98 Punkte!

Clos des Papes
Domaine Clos des Papes - uralter Rhône-Adel

„L’homme fait la difference”, sagen die Franzosen über große Winzerpersönlichkeiten, was wörtlich übersetzt bedeutet: „Der Mann (und selbstverständlich auch die Frau) macht den Unterschied”. Denn neben dem unverzichtbaren Schatz einer großen Lage ist es der Winzer, oder im Falle dieses so traditionsreichen Gutes eine ganze Familiendynastie, deren unermüdliches Qualitätsstreben die Charakteristika eines wunderbaren Terroirs mit dem erlesenen und feinen Stil der Weine verbindet, den nur ein genialer Schöpfer so ungemein feinfühlig zu interpretieren und herauszuarbeiten versteht. Kein anderes Gut außer Beaucastel kann nur annähernd die Tradition und glorreiche Vergangenheit einer der besten Appellationen der Welt verkörpern wie DER uralte Adel von Châteauneuf-du-Pape schlechthin: Denn die Familie Avril, die Besitzerin dieser alteingesessenen Familiendomaine, ist bereits seit Anfang des 17. Jahrhunderts inmitten dieses ‚Wallfahrtsortes’ der Weinenthusiasten ansässig und ihre weltweit berühmten, klassisch-eleganten, finessenreichen Gewächse sind seit jeher hoch gerühmt und heiß begehrt. Und gerade im letzten Jahrzehnt ist die Qualität noch einmal deutlich angestiegen, wie die Hysterie um den Jahrgang 2003 demonstrierte, der von Parker mit 97 Punkten bewertet wurde. Und dies nicht etwa für eine nur in homöopathischen Dosen erzeugte Spitzencuvée! Nein, die traditionsbewussten Avrils, Vater Paul und Sohn Vincent, sind vehement gegen die Erzeugung von Luxuscuvées, auch, weil sie seit Jahrzehnten ohnehin dasjenige Lesegut, das nicht optimalen Ansprüchen genügt, an Négociants weiter verkaufen. Daher gibt es in jedem Jahr nur einen roten Châteauneuf-Wein, jeweils in höchst traditioneller Machart, unmanipuliert, weder geschönt noch filtriert – aber von Maßstäben setzender Finesse und Eleganz!

So ist die traditionsreiche Domaine Clos des Papes seit jeher ein renommiertes Aushängeschild ihrer gerühmten Appellation, die derart brillante Weine erzeugt, dass sie keinen Vergleich mit den größten (und wesentlich teureren) Prestigeweinen der ganzen Welt zu scheuen brauchen. Verantwortlich für eine nochmalige subtile Qualitätssteigerung ist der junge sympathische Sohn der Familie, Vincent Avril, der nach fünf intensiven Lehr- und Wanderjahren im Burgund neues „Know-how” in das Weingut eingebracht hat. Was mir schon immer besonders an den Weinen von Clos du Papes gefallen hat, ist ihre innere Harmonie, ihre Balance und die Abwesenheit jeglicher marmeladiger, überreifer Noten. Klassischer und finessenreicher kann kein Châteauneuf-du-Pape schmecken, nur anders! Vincent Avril hat diese burgundisch inspirierte Stilistik nach seinen Lehrjahren in der Bourgogne nochmals verfeinert. Die enorme Komplexität verdanken die Weine aber auch den verstreut über die ganze Appellation liegenden 80 (!) Parzellen, die über sehr unterschiedliche Böden verfügen, von den Sandböden im Westen bis hin zu den steinigen Lehm- und Kalksteinböden im Nordosten. So vereint die fertige Cuvée die Vorteile der unterschiedlichen Bodenformationen und der vielfältigen Rebsorten. Paul Avril hat zudem seit Jahren behutsam den Mourvèdreanteil in seiner Assemblage schrittweise erhöht, da er der Ansicht ist, dass diese große Rebsorte des Südens, an der seit jeher sein Herz hängt, in Châteauneuf-du-Pape, ihrem nördlichsten Anbaugebiet in Europa, ihre spektakulärsten Qualitäten erbringen kann!

Clos des Papes
Der unterirdische, optimal gekühlte Keller hat konstant (!) 12° C im ganzen Jahr

Die Kellerarbeit geschieht vorbildlich behutsam und traditionell bei konstant (!) 12° C im ganzen Jahr. Nach der extrem schonenden Vinifikation ohne Pigeage werden alle Rebsorten gemeinsam in großen Holzfässern ausgebaut und so schonend wie möglich unfiltriert abgefüllt. Jung schon häufig sehr ansprechend, gehört dieses Gewächs aus der Kategorie persönlicher Lieblingswein zu den langlebigsten Tropfen der Appellation – ein großer Wein und ein Muss für alle Liebhaber nobler Châteauneuf-du-Pape-Weine.


177305 Clos des Papes, Le Petit Vin d’Avril, Vin de Table, rouge 2005 8,95 Euro
Neben seinem Weltklasserotwein macht Vincent Avril auch einen herrlich leckeren Alltagswein, der jedoch nicht aus den Parzellen für seinen ‚Grand Vin’ stammt (Sie wissen, es gibt nur EINEN Châteauneuf-du-Pape, keine Luxuscuvées), sondern von exzellenten Weinbergen in unmittelbarer Nachbarschaft zu Chateauneuf, die neben den traditionellen Rebsorten der Region auch einen kleinen Anteil von Trauben der Edelreben Merlot und Cabernet-Sauvignon enthalten. Diese herrlich saftige purpurrote Cuvée mit ihren noblen Waldbeerenanklängen und feinen Gewürznoten trägt deutlich die Handschrift eines begnadeten Winzers, da sie ebenfalls über eine sehr feine Struktur verfügt und meilenweit entfernt ist von jeglichen überreifen oder marmeladigen Anklängen. Das Besondere an diesem traumhaften Alltagswein ist, dass er keine Jahrgangsbezeichnung trägt, sondern stets eine Assemblage aus verschiedenen Ernten darstellt. So setzt sich dieser wunderbare Trinkwein zusammen aus zwei Drittel Trauben des Jahrgangs 2005 und einem Drittel der beiden Vorgängerjahre 2003 und 2004: Diese exzellente Vermählung dreier ganz großer Ernten demonstriert daher eine ausgesprochen harmonische Verbindung ihrer positiven Charakteristika.

Von der Qualität dieser traumhaften Cuvée zu äußerst sympathischem Preis kann so manch überteuerter Châteauneuf-du-Pape nur träumen! Einer der größten Weinwerte der südlichen Rhône, ein Super-Schnäppchen!
Trinkspaß pur ab sofort, jedoch verfügt dieser superleckere Wein über ein Entwicklungspotential von 6 bis 8 Jahren – das Signum exzellenter Lagen, reifer Trauben und großer Jahrgänge.



Clos des Papes
Alte Rebparzellen im Steinmeer von Châteauneuf


1773905 Clos des Papes, Le Petit Vin d’Avril, Vin de Table, rouge (6 Flaschen) 2005 4,5 l 48,00 Euro



Clos des Papes
„L’homme fait la difference”: Paul Vincent Avril


177106 Clos des Papes, Châteauneuf-du-Pape, rouge 2006 49,00 Euro
Vincent Avril produziert ungemein komplexe, extrem finessenreiche, terroirgeprägte, traditionelle Châteauneuf-Weine alter Schule ohne jeglichen Barriqueausbau, geprägt durch alte Reben aller 13 in der Appellation zugelassener Rebsorten, die verantwortlich zeichnen für die große Harmonie und Ausgewogenheit seiner Weine. Diese singuläre Qualität zählt in ihrer traumhaften Dimensionierung Jahrgang für Jahrgang zu den großen Wein-„Persönlichkeiten” Frankreichs mit einer expressiven Natürlichkeit, der seine faszinierende Aura seinem großen Terroir und einer meisterhaften Weinbereitung durch Vincent Avril verdankt. Dieser phantastische 2006er, ein extrem hedonistischer, erotischer Châteauneuf-du-Pape, der nicht nur nach Parkers Ansicht gar noch den vom wine spectator als besten Wein der Welt gefeierten 2005er übertrifft, ist nach diesen Elogen ab Gut bereits restlos ausreserviert! Wir bieten Ihnen diesen absoluten Weltklassewein wie stets zu attraktiven Subskriptionspreisen an, damit Sie, unsere werten Stammkunden, sich einen der größten Weinwerte Frankreichs zu Sonderkonditionen sichern können. Einen freien Verkauf nach Auslieferung der Weine ab Gut wird es mit Sicherheit nicht geben: Die weltweite Nachfrage nimmt fast schon hysterische Züge an!


In Subskription! 96-98 Parkerpunkte


Wieder eingetroffen:


Clos du Caillou - Châteauneuf-du-Pape

Authentische Gewächse von weltberühmtem Terroir verkörpern die Vermählung von Tradition und Moderne!

Seit Jahren gehören die Weltklasseweine von Clos du Caillou in ihrem gänzlich unverwechselbaren, hoch eleganten Stil zu den Klassikern unseres Programms. Daher wissen auch viele unserer Kunden, von dem Schicksalsschlag, den die Domaine im Frühjahr 2002 getroffen hat. Der geniale Kopf hinter diesen traumhaften Qualitäten, unser Freund Jean-Denis Vacheron, war bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall tödlich verunglückt. Seine sympathische Frau Sylvie, mit der er das alte Familienweingut innerhalb weniger Jahre zu einer Spitzendomaine entwickelt hatte, blieb mit zwei kleinen Kindern allein zurück. Die Freunde der Familie waren ebenso geschockt und traurig wie die Liebhaber in aller Welt, die sich um die spektakulär schönen Weine dieser Ausnahmedomaine förmlich gerissen haben.

Clos du Caillou
Sylvie Vacheron


Doch Sylvie hat sich mittlerweile von dem furchtbaren Schock erholt, hat die Ärmel aufgekrempelt und zwei der renommiertesten Rhôneexperten zur Mitarbeit gewinnen können. Die phantastischen Qualitäten der herausragenden, stilistisch jedoch unterschiedlichen Zwillingsjahrgänge2004/5 demonstrieren ausdrücklich, dass das großartige vinologische Vermächtnis, das Jean-Denis (der für seinen 2000er Jahrgang von Parker zur „wine personality of the year” gekürt wurde) hinterlassen hat, jetzt in guten Händen ist. Die beiden Menschen, denen die Fangemeinde in aller Welt es zu verdanken hat, dass diese Weine auch nach dem traurigen Ereignis ihr einzigartiges Niveau bewahrt haben, sind zum einen der herausragend kompetente Önologe Philippe Cambié, der u.a. auf unseren Domainen Clos St. Jean und Les Cailloux beratend tätig ist und der, das zeigen die völlig unterschiedlichen Stile dieser großen Weingüter, immer das Terroir in den Weinen betont, niemals die Kellertechnik. Zum anderen ist mittlerweile als verantwortlicher Regisseur für die Weinbergsarbeit und auch im Keller Bruno Gaspard tätig, ein begnadeter Önologe und exzellenter Weinfachmann mit großer Reputation, der bereits mit dem Ausbau seines ersten Jahrgangs, des in Châteuneuf-du-Pape extrem schwierigen 2002ers, sein großartiges Können bewies.

Viele von Ihnen, liebe Kunden, sind in all den Jahren der Domaine Clos du Caillou treu geblieben und haben sich diese großartigen, langlebigen und höchst sinnlichen Gewächse, die sich trotz moderaten Einsatzes neuen Holzes wegen ihres ausgeprägten Terroircharakters in einem traumhaft originären Stil präsentieren, in ihren Keller gelegt. Und Sie haben gut daran getan, bieten diese wunderbaren Weine doch in ihrer jeweiligen Preisklasse ein unübertreffliches Preis-Genussverhältnis! Parker vergibt Traumnoten, sowohl für die preiswerten „spektakulären CdR, die viele Châteauneufs in Verlegenheit bringen” und erst recht für die „fabulösen Châteauneufweine selbst, die zu den besten Tropfen der Welt gehören”. Es sind Glücksfälle von Wein, dichte, kraftvolle, tiefe und dennoch feine, elegante Gewächse, mit großer Fülle und Komplexität, die ihresgleichen suchen und die ungeschönt sowie unfiltriert abgefüllt wurden. Wir haben in der Vergangenheit schon mehrfach darauf hingewiesen, dass alle Weine von Clos du Caillou wegen ihrer einzigartigen Finesse und ihrer reichhaltigen Frucht bei Kennern Anklänge an berühmte burgundische Grand Crus wach werden lassen. Die Weine aus den großartigen Zwillingsjahrgängen 2004/5 sind dafür der überzeugende Beleg: Großartige Botschafter des einzigartigen Terroirs von Châteauneuf-du-Pape, authentische, hinreißende Weine fernab des Mainstream und nicht nur im jeweiligen Jahrgangskontext von einer singulären Finesse gezeichnet. Nach Einschätzung aller Kenner schließen die Weine unter der Ägide von Bruno Gaspard stilistisch und qualitativ nahtlos an die grandiosen Jahrgänge von Jean-Denis Vacheron an, ein Urteil, das auch Parker ausdrücklich stützt, indem er betont, dass 2004 und 2005 die gleich brillanten Weine erzeugt werden wie zwischen 1998 und 2001: Traumhafte Gewächse mit einer unnachahmlichen Balance von eleganter Opulenz und Mineralität als Quintessenz der herausragenden Lage des Weingutes zwischen zwei anderen weltberühmten Gütern, den Châteaux Rayas und Beaucastel!

Clos du Caillou


Eine Information für (Neu-) Kunden, welche die unterschiedlichen Stilistiken in Châteauneuf vielleicht noch nicht so genau kennen: Die Weine von Clos du Caillou sind von gänzlich anderer Art als die unseres vom Namen her sehr ähnlich klingenden Spitzengutes Les Cailloux. Auf Clos du Caillou bevorzugt man einen weniger puristischen, etwas moderneren Stil als bei André Brunel. Es sind eher opulente, verführerische Weine, mit unendlich komplexen Düften, mit einer fabelhaften Dichte und Tiefe, einer traumhaften Harmonie sowie einer berauschenden, reichen, gewürzhaltigen Frucht. Neben den traditionellen Cuvées gibt es sowohl für die Côtes du Rhône- als auch die Châteauneuf-du-Pape-Weine die beiden speziellen Terroir-Cuvées Les Quartz (aus kieselhaltigen mineralischen Lagen und den Reben Grenache und Syrah) und Réserve (von sandigen Böden und alten Grenache- und Mourvèdrereben).

154105 Clos du Caillou, „Bouquet des Garrigues”, CdR rouge 2005 12,50 Euro
„Die eigentliche Sensation im Angebot von Clos du Caillou”, so Deutschlands renommierte Sommelière Paula Bosch (Tantris, München, 2 Michelinsterne). Qualitativ liegt er auf der Ebene ansprechender Châteauneufs, preislich aber nur auf der eines guten Côtes-du-Rhône. Die Ursache für diese Diskrepanz liegt darin, dass die erstklassigen Weinberge, aus denen die Trauben stammen, zwar 1931, zur Zeit der Gründung der AOC, in die Appellation aufgenommen werden sollten, aber die damaligen Besitzer sich weigerten, die dafür fälligen Gebühren zu bezahlen, so dass seither die vorzüglichen Trauben dieses ausgezeichneten Terroirs „nur” zu einem Côtes-du-Rhône verarbeitet werden dürfen. So haben wir das Vergnügen, Ihnen zu extrem fairem Preis einen erstklassigen Wein anbieten zu können, der in jedem Jahr zu unseren beliebtesten Angeboten gehört. Dieser komplexe Wein riecht so ungemein vibrierend und schmeckt so tiefgründig erfrischend, wie es im Süden Frankreichs vielfältig duftet! In der Nase vermählen sich wilde Würznoten der Garrigue (Nomen est Omen) und feine Pfeffernoten mit einem verführerischen Schwarzkirschenbukett und feinen Brombeeraromen. Am Gaumen eine traumhafte Fruchtsüße und eine sinnliche Opulenz. Weiche Tannine streicheln die Zunge! Im betörenden Abgang begeistern eine dem großen Jahrgang 2005 geschuldete animierende Cremigkeit, eine enorme Frische und Finesse und noble Schokoladenanklänge. Dieser samtig elegante Tropfen ist einer unserer meist verkauften Roten überhaupt und wurde in der Vergangenheit mit Auszeichnungen überhäuft: So belegte er beispielsweise im weltweiten Grenachetest des FEINSCHMECKER mit einem überragenden Preis-Genussverhältnis einen Platz unter den Top Ten!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2009 bis mindestens Ende 2014.



154805 Clos du Caillou, „Côtes du Rhône Réserve”, rouge 2005 25,90 Euro
Ein weltweit gesuchter „unvergesslicher Wein, der alles übertrifft, was man sich vorgestellt hat, den man getrunken haben muss, um es zu glauben”, schrieb Parker bereits über den gleich guten 2001er, den etliche unserer Kunden im Keller liegen haben und der jetzt mit großem Genuss getrunken werden kann! Der 2005er („knock-out stuff, 92 Punkte”, Parker lässt vielen wesentlich teureren Châteauneufweinen nicht die Spur einer Chance und gehört zu meinen persönlichen Lieblingsweinen im großen Jahrgang 2005 der südlichen Rhône!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2009 bis 2018.



Clos du Caillou
Die Sonne zaubert ein romantisches Farbenspiel
über den Rebzeilen von Clos du Caillou


154205 Clos du Caillou, Châteauneuf-du Pape „Les Safres”, rouge 2005 29,95 Euro
In der Farbe ein tiefes Schwarzrot mit purpurnen Aufhellungen zum Rand. In der Nase ein expressives, feinwürziges, pfeffriges und verführerisch süßliches Aromenbukett (leckere Waldfrüchte, Heidelbeeren, Blaubeeren, Sauerkirsche, Nougat, Tabak, Zedernholz, Weihnachtsgewürze), in seiner delikaten Fülle und Finesse „an Pomerols der Spitzendomaine Lafleur erinnernd” schrieb Parker bereits über den in seiner hedonistischen Art durchaus ähnlichen 2000er. Auf der Zunge dicht, tief, komplex, eine verführerische Textur, eine erstaunliche Säurestruktur und würzige, feinst strukturierte Tannine, die beispielhaft demonstrieren, dass die Gerbstoffqualität maßgeblich die Qualität eines Weines bestimmt; lang anhaltend, ein Klassewein aus Châteauneuf!
Präsentiert sich am schönsten bei einer Trinktemperatur von ca. 18° C. Wegen seiner traumhaften Tannine zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2011 bis 2025.



Clos du Caillou
Verantwortlicher Regisseur für die Weinbergs- und Kellerarbeit: Bruno Gaspard
In seinen Händen keine Brotlaibe, sonder Prachtexemplare der großen Kieselsteine von Châteauneuf


154504 Clos du Caillou, Châteauneuf-du-Pape, Réserve rouge 2004 69,00 Euro
Einer der „Top-Weine des Jahrgangs im Stil des großen 99ers” (Parker), zu genießen ab Mitte 2008, Höhepunkt 2010 bis 2020, mindestens.
 




Domaine de Trévallon - Provence

Biologisch angebaute Kultweine vom Fuße der malerischen Alpilles

Domaine de Trévallon
Blick auf die weltberühmte Domaine de Trévallon


Im Herzen der wildromantischen Provence: Zerklüftete weiße Kalkfelsen kontrastieren mit dem azurblauen Himmel und tiefgrünen Pinien, die mit den zahlreichen Wildkräutern die Flora bestimmen und ihre faszinierenden Düfte in die Außenhaut der Trauben übertragen. Aus dieser so traumhaft schönen, friedlichen Region in den nördlichen Alpilles, unweit des malerischen mittelalterlichen Dörfchens ‚Les Baux de Provence’ kommt von inselartig in die wild wuchernde Naturlandschaft eingebetteten Parzellen, die von einem Steinmeer überflutet sind, einer der eigenständigsten und charaktervollsten Rotweine der Welt, der mit keinem anderen Wein verglichen werden kann. Die großartigen Weinberge wurden 1973 vom Winzergenius Eloi Dürrbach (der ursprünglich in Paris Architektur und Mathematik studierte) auf dem kargen, steinigen Sommersitz seiner Großmutter angelegt und befinden sich in einer zwar wildromantischen, zum Verlieben schönen Landschaft, die jedoch über die ärmsten Böden Frankreichs verfügt. Wer je das Vergnügen hatte, diesen nach biologischen Prinzipien produzierten Wein zu trinken, wird die alte französische Winzerregel bestätigt sehen: „Plus la vigne souffre, plus le vin est bon”, was bedeutet: Je mehr die Rebe leidet, umso besser ist der Wein. Natürlich darf man dieses Bonmot nicht generalisieren (denn zuviel Stress der Reben schadet auch dem Wein in seiner geschmacklichen Klarheit und Präzision!), aber sein in der Tat wahrer Kern besagt, dass, um so karger die Böden sind, um so mehr die Reben gezwungen werden, ihre Wurzeln im Überlebenskampf tief in die Erde zu zwingen, um Nährstoffe und Wasser zu finden: Grundlage aller großen Terroirweine der Welt!

Die speziellen mikroklimatischen Bedingungen, denen die Rebstöcke ausgesetzt sind, insbesondere der Einfall kalter Winde aus dem Norden und das Abblocken der warmen Luftströme aus der Camargue durch die gezackten Gipfel des Kalksteinmassivs der wilden Alpilles-Bergkette, die daraus resultierende verlängerte Vegetationsperiode und die späte Lese zusammen mit dem erstklassigen Terroir und der extremen Mengenbegrenzung bei der Ernte ergeben einen der eigenwilligsten Weine der Welt, den Parker bereits vor über einem Jahrzehnt als eine der schönsten Entdeckungen seines Lebens bezeichnete. Und auch ich selbst liebe diesen magischen Wein ganz besonders, seit ich ihn vor ca. 20 Jahren zum ersten Mal verkosten durfte und habe mir seitdem von jedem (!) Jahrgang eine 12er Kiste in meinen privaten Keller gelegt.

Domaine de Trévallon
Eloi Dürrbach in seinem unterirdischen Weinkeller

Infolge der klimatischen Veränderungen in Europa scheint es im Nachhinein eine geradezu seherische Entscheidung von Eloi Dürrbach gewesen zu sein, bereits vor 30 Jahren seine Weinberge im Norden! der Alpilles anzupflanzen (damit den kühlen Mistralwinden ausgesetzt), um die Hitze des Südens zu mildern. Bestockt sind sie mit 60% Cabernet Sauvignon und 40% Syrah, was auch die Ursache für die Einstufung des Trévallon als „vin de pays” ist. Diese „unübliche und untypische” Rebsorten¬zusammen¬setzung und die darauf sich begründende „Degradierung” von der ach so bekannten Appellation Côteaux d’Aix zum wohl teuersten, aber sicherlich auch besten VdP Frankreichs fiel den Bürokraten der INAO allerdings erst 1996 ein, nachdem sich die Spitzengewächse des Bordelais, selbst die 100 Parkerpunkte-Weine Margaux und Montrose, bei einer Probe der großen Weine des 90er Jahrgangs, veranstaltet von der belgischen Sommelierunion, dem Trévallon als souveränen Sieger geschlagen geben mussten. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt und dahinter Einflussnahmen gekränkter Bordelaiser Châteauxbesitzer vermutet.

Domaine de Trévallon
In großen Fudern reift einer der größten Kult-Weine Frankreichs seiner Abfüllung entgegen.


Eloi Dürrbach, den ich selbst auch als Persönlichkeit ungemein schätze, wird von vielen, die ihn kennen, als eher spröder, zurückhaltender Mensch erlebt. Sein „Trévallon” jedoch wird von allen Weinkritikern und Liebhabern gleichermaßen enthusiastisch gefeiert und zu den besten Weinen der Welt gezählt. Er ist in Frankreich und den USA längst zum Kultwein avanciert und wird dort inzwischen zu exorbitanten Preisen gehandelt. Zudem wird dieser so bekömmliche, ungemein frische, fabelhaft finessenreiche Wein, der streng limitiert zugeteilt wird, rein ökologisch angebaut und nach etwa zwei Jahren im Holzfass (eine kleine Partie, ca. 10 Prozent, in neuen Barriques, das meiste jedoch in großen alten Fudern) unbehandelt und unfiltriert auf Flaschen abgezogen. Diese großartigen Weine von Trévallon besitzen, so zugänglich und lustvoll sie in ihrer Jugend bereits schmecken, ein immenses Reifepotential (in großen Jahrgängen von 25 Jahren und mehr), das eindrucksvoll die Mär widerlegt, Rotweine aus Südfrankreich seien nicht lange lagerfähig.

Domaine de Trévallon
Austrieb der alten Syrahreben im Frühling


Der heute präsentierte 2006er ist, mein Wort drauf, einer der besten Trévallon aller Zeiten. Dafür verantwortlich sind zum einen die traumhaften klimatischen Bedingungen an der südlichen Rhône (die Luftlinie gerade mal knappe 20 km entfernt verläuft) und zum anderen eine Beobachtung über alle Jahrgänge dieses Jahrtausends, dass das zunehmende Alter der Rebstöcke, die immer besseres Traubenmaterial liefern und mittlerweile auch in zart dosierter Menge den Einsatz neuen Eichenholzes ermöglichen (was im fertigen Wein überhaupt nicht schmeckbar ist), dem Wein eine noch bessere Struktur sowie eine in den 90er Jahren (damals besaß der Trévallon stets eine wilde Animalität) nicht gekannte Eleganz und Finesse verleiht, ihm aber nicht seine unverwechselbare Originalität raubt. In Dürrbachs großem mythischem Wein dominieren stets eine fabelhafte Mineralität und ungemein komplexe Frucht das Holz – und nicht umgekehrt, wie dies bei so vielen international „gemachten” Weinen der Fall ist, die bar jeder Originalität eine austauschbare Stilistik aufweisen. Zudem sind die ‚kühlen’ Weine von Trévallon meilenweit von diesem immer mehr um sich greifenden (auf überreif geernteten Trauben beruhenden) marmeladigen Stil entfernt, der zumindest bei mir keinen rechten Trinkgenuss aufkommen lassen will. Trévallon, das ist singulärer Stoff der absoluten Weltspitze mit dem Geschmack und der Aromatik des französischen Südens, gepaart mit einer immensen Dichte und Konzentration sowie einer bemerkenswerten Eleganz und Finesse, wie sie die großen Syrahweine der nördlichen Rhône aufweisen! In vielen Blindproben habe ich immer wieder erlebt, wie Liebhaber und Winzer gleichermaßen einen gereiften Trévallon als großen Hermitage‚ identifizierten’!

Domaine de Trévallon
Das steinige Terroir der Domain de Trévallon


In Frankreich ziert dieser große Wein die Karten der besten Restaurants des Landes, kostet dort allerdings zumeist um die 300 Euro. Wie antwortete mir doch ein sehr bekannter französischer Sommelier auf meine erstaunte Frage nach diesem mir deutlich zu hoch erscheinenden Preis: „Aber Monsieur, ich kann doch diesen großen Wein nicht billiger verkaufen als die Second Crus aus dem Bordelais, wo er doch so viel besser schmeckt als diese. Der Einkaufspreis spielt dabei keine Rolle.” Nun, die „Logik” meiner französischen Freunde ist weltberühmt, verblüfft mich aber im Einzelfall immer wieder!


401106 Domaine de Trévallon, rouge 2006 35,00 Euro
Bereits seine genialen Jahrgangsvorgänger gelten als Quintessenz im Schaffen von Eloi Dürrbach (so wurde beispielsweise der 98er vom WEINWISSER mit der Traumnote 19/20 Punkten bewertet, zu einer Zeit als die Reben noch nicht ihr optimales Alter erreicht hatten). Wir sind glücklich, Ihnen mit diesem Unikat einen der raren und größten Weine Frankreichs anbieten zu können. In der Farbe ein tiefdunkles Rubinrot mit violetten Reflexen, in der Nase ein betörendes, ungemein intensives, kühl-nobles Cassis-, Brombeer- und Holunderblütenbukett von in optimalem Reifezustand geernteten Trauben, mit Anklängen an berauschende schwarze Trüffel, Mineralien, Rauch und gerösteten Kaffee, Gewürze der Provence und dunkle Edelhölzer. Die für Trévallonweine früher so charakteristische wild-animalische Note ist, wie die langjährigen Liebhaber dieses mythischen Weines wissen, schon seit dem 2000er Jahrgang nur noch dezent im Hintergrund verspürbar: Alleinige Ursache hierfür sind die älter gewordenen Syrahrebstöcke, die verantwortlich zeichnen für die neue Stilistik, die gekennzeichnet ist durch eine ‚nördliche’ Kühle, eine große Eleganz und subtile Finesse. Am Gaumen betören reife rote Beeren, Röstaromen, schwarze Pralinen, nochmals edle Hölzer und eine fabelhafte Mineralität, die an legendäre Gewächse der nördlichen Rhône erinnern. Die Zunge taucht ein in ein fast dekadent süßliches Aromenspektrum (mit einer noch opulenteren Fruchtsüße als in 2005, „très Trévallon”) und wird verwöhnt von einem dichten, konzentrierten Extrakt mit sensationeller Komplexität, exzellenter Struktur und einem großartigen, mineralischen Finale mit einer phantastischen, feinkörnigen Tanninstruktur.
Ein ganz großer, magischer Extrakt: Der Trévallon gehört zu den größten Legenden des französischen Südens, Kultweinstatus und Gänsehautatmosphäre. Zu genießen wohl ab 2010. Höhepunkt 2015 bis mindestens 2030.


In Subskription


Domaine de Trévallon
Gepflügtes Steinmeer in den alten Parzellen von Trévallon


4011106 Domaine de Trévallon, rouge, Magnum 2006 1,5 l 69,90 Euro


In Subskription


4011006 Domaine de Trévallon, rouge, Jeroboam 2006 3 l 175,00 Euro


In Subskription


Wenige Kisten nur haben wir von einem der gesuchtesten französischen Weißweine:

401206 Domaine de Trévallon, blanc 2006 49,00 Euro





DEUTSCHLAND

Weingut Joh. Jos. Prüm – Wehlen Mosel

Vom Tanze der göttlichen Primaballerina

Manchmal ist der Weg zu den Schätzen seiner Heimat ein Umweg durch die ganze Welt!

Weingut Joh. Jos. Prüm
Weingut Joh. Jos. Prüm


Auf der einen Seite die raue Eifel, auf der anderen der waldreiche Hunsrück. Dazwischen ein tief eingeschnittenes, traumhaft schönes Tal und der sich in den typischen Moselschleifen schlängelnde Fluss, an dessen Ufer die Schiefer-Steilhänge mit ihren extrem steinigen Weinbergsböden majestätisch sich erheben. Hier wachsen die größten frucht- und edelsüßen Rieslinge der Welt, die der Mosel bereits im 19. Jahrhundert zu universellem Ruhm verholfen haben und an deren einstige Größe in einem atemberaubenden Aufschwung eine neue Winzergeneration heute wieder anknüpft. Doch ein Weingut – unübersehbar als stolzes herrschaftliches Haus am Ufer der Moselpromenade in Stein gehauen – hat unüberschmeckbar mit seinen fabelhaften Rieslingen, der Inkarnation moselanischen Spiels, über all die Jahrzehnte Kurs gehalten, stand wie ein Fels in der Brandung auch in jenen Zeiten, als der deutsche Wein infolge Verlustes seiner traditionellen Handelsbeziehungen nach beiden Weltkriegen sowie wegen hausgemachter Fehler in den 60er und 70er Jahren in die Krise schlitterte. Törichte Moden in der Weinbereitung kamen und gingen: Der einzigartige traditionelle Stil der legendären J.J. Prümschen Weine hat alle Turbulenzen der Zeitenläufe überdauert!

Weingut Joh. Jos. Prüm
Blick auf das Moseltal von der „Wehlener Sonnenuhr”


Kein Erzeuger an der ganzen Mosel ist so lange dem ureigenen Weintypus treu geblieben wie Dr. Manfred Prüm, der 1969 nach dem plötzlichen Tod seines Vaters Sebastian Prüm-Erz die Führung des bereits 1911 gegründeten Weingutes Joh. Jos. Prüm in Wehlen übernahm. Liebevoll (aber respektvoll natürlich nur hinter vorgehaltener Hand!) in der ganzen Welt „J.J.” (sprich Jay, Jay) gerufen, baute er auf den vom Vater gelegten Fundamenten auf, was zu einer konstanten stilistischen Handschrift von 1921 bis heute führte: Den Inbegriff des transparent duftigen, spielerisch-tänzelnden, ungemein filigranen J.J. Prüm-Stils! Niemand in der ganzen Welt vermag ein zweites Mal Rieslinge zu vinifizieren, die von einem derartig betörenden Spiel getragen werden. J.J.s emotional berührende Weinunikate verkörpern mit ihrer singulären, schwebenden, transparenten Duftigkeit und ihrem tänzerischen Spiel auf der Zunge eine unvergleichliche Leichtigkeit des Seins. Wenn ich diese Weine in ihrer Finesse und Filigranität mit irgend einem anderen Wein auf der ganzen Welt vergleichen möchte, dann nur mit den „roten Rieslingen” von Frédéric Mugnier: Der Magier aus dem Burgund zaubert aus der weltberühmten Lage Musigny Pinot Noir hervor, die mit der gleichen Präzision und Leichtigkeit becircen wie die Pretiosen von J.J. Prüm! (Die größten stilistischen Ähnlichkeiten an der Mosel finden wir nach meiner Ansicht am ehesten bei Willi Schaefer, dessen betörende Rieslinge jedoch ein wenig mehr von der Feinheit und messerscharfen Mineralität getragen werden als vom einzigartigen Spiel und der Leichtigkeit der J.J. Prümschen Rieslinge.) Vielleicht kann ein Bild, werte Kunden, die singuläre Prümsche Stilistik verdeutlichen helfen: Als Anerkennung für höchste tänzerische Kunst führte man im russischen Zarenreich Ende des 19. Jahrhunderts den Begriff der Prima Ballerina Assoluta ein, eine Ehrenbezeichnung, die an die größte Tänzerin ihrer Zeit vergeben wurde. Eigentlich hätte Anna Pawlowa, die als sterbender Schwan unsterblichen Ruhm erwarb, diesen Titel verdient gehabt, denn sie tanzte nicht bloß: Sie schien vielmehr elfengleich über das Parkett zu schweben. Und genau diese unendliche Leichtigkeit entfalten die J.J. Prümschen Rieslinge, wenn sie ätherisch duftend die Nase betören und mit ihrer unvergleichlichen Präzision und Verspieltheit über die Zunge tänzeln! Die Zeit steht still und die Schwerkraft scheint nicht mehr zu existieren.

Was manche Weinfreunde an den J.J. Prümschen Rieslingen in deren Jugend als eigenwillig empfinden, ist eine von der Gärung mit wilden Hefen herrührende Note, die im übrigen viele spontan vergorene Weine in ihrer Jugend aufweisen, die sie aber, wenn sie auf die Flasche kommen, zumeist schon verloren haben. Weil beim sanften Weinausbaustil der Prüms allerdings die Entwicklung der „Babyweine” zugunsten Ihrer Lagerfähigkeit abgebremst wird, bleiben diese Töne hier wesentlich länger präsent und brauchen auch nach der Abfüllung oft viele Monate, bisweilen ein bis zwei Jahre der Lagerung, bis sie verschwinden. In dieser frühen Entwicklungsphase benötigen die Weine einfach ungeheuer viel Luft, um sich zu entfalten. Dieser ureigene J.J. Prümsche Stil führt aber in der Konsequenz zu gigantisch langlebigen Weinen. Bisweilen schmecken noch 20 Jahre junge Kabinette oder Spätlesen wie ein sprudelnder, kristallklarer Gebirgsquellbach!

Dr. Manfred Prüm ist zusammen wohl mit Helmut Dönnhoff von der Nahe und Egon Müller von der Saar DER Grandseigneur des deutschen Weins und gehört wie diese zu den größten Winzern der Welt. Gebildet, weltmännisch, klug, ein promovierter Jurist, der mit einem photographischen Gedächtnis ausgestattet ist! Es gibt Menschen, die auch mir eine gewisse Wortgewalt nachsagen, doch wenn ich das Glück und die Ehre habe, bei einer Verkostung neben J.J. sitzen zu dürfen, kann es vorkommen, dass ich eine halbe Stunde schweige – zuhöre und genieße. Es ist schier unglaublich, wie die Erinnerungen aus einer der lebenden Legenden des deutschen Weinbaus nur so sprudeln: Präzise wie ein Schweizer Uhrwerk spult er die spezifischen Witterungsverläufe fast jeden Jahrgangs aus einer geradezu einzigartigen Winzerkarriere ab und kann unendlich viel über die Reifephasen seiner Pretiosen erzählen. Und J.J. hat sein Erbe bestens bestellt. Seine älteste Tochter Katharina, gerade einmal 28 Lenze zählend, ist dabei, allmählich die Führung des Weingutes von ihrem Vater zu übernehmen. Sie ist sehr intelligent, gebildet und (ein Mann meines Alters darf dies ohne Hintergedanken sagen) ungemein attraktiv. Nach dem Umweg über ein Jura-Studium incl. Promotion (auch hier fällt der Apfel nicht weit vom Stamm) weitab der Heimat im fernen Münster („Das Tal der Mosel war mir in jungen Jahren einfach zu eng geworden”) und Praktika in den Vereinigten Staaten ist sie nach Wehlen zurückgekehrt. Auch sie wird den über Jahrzehnte von Liebhabern in aller Welt gerühmten Stil der Weine nicht verändern. Warum sollte sie auch. Auf dem Weingut Prüm ist das Beibehalten der lebendigen Tradition nicht Bewahren der Asche, sondern immerwährendes Zündeln des lodernden Feuers.

Weingut Joh. Jos. Prüm
Majestätisch thront die Steillage „Graacher Himmelreich” über der blauen Mosel


Zur Charakteristik der unterschiedlichen Prümschen Lagen:
„SPIEL mir das Lied vom Riesling”, fällt mir in Anlehnung an einen berühmten Filmtitel meiner Jugend ein, wenn ich diese feinsten Pretiosen im Glase habe! Schichten um Schichten sich entfaltende Eleganz, feinste Frucht und eine traumhafte Mineralität verbinden sich bei den Spätlesen aus den beiden weltberühmten Lagen der Sonnenuhr und des Himmelreichs mit einer lebendigen, rassigen Säure. Das kaleidoskopartige Aromenspektrum, das von Rosen über Aprikosen, Pfirsich, tropischen Früchten und weißen Blüten und in ganz großen Jahren wie 2004/5/6 – welch himmlische Jahrgangstrilogie – nach mehrtägiger Öffnung hin zu schwarzen Johannisbeeren changiert, ist stetigen Veränderungen unterworfen. Daher verzichten wir hier auch auf eine detaillierte Weinbeschreibung, die nichts anderes wäre als eine Momentaufnahme, die morgen bereits nicht mehr stimmen würde. In all den Jahren, wann immer ich die Wehlener Sonnenuhr mit dem benachbarten Graacher Himmelreich über mehrere Tage aus der geöffneten Flasche – blind – vergleichend verkostet habe und ich mir sicher war, eine Lage identifiziert zu haben, drehten mir diese fabelhaften, rassig-mineralischen, qualitativ absolut gleichrangigen Rieslinge eine lange Nase! Und die bei allem Spiel ungemein reichhaltigen Auslesen und Beerenauslesen, die auch und gerade in der Bernkasteler Badstube zu großartigen Moselmonumenten heranwachsen, besitzen in ihrer Jugend eine heitere Duftigkeit und scheinen nahezu unsterblich zu sein. In der seriösen und kundigen Fachliteratur liest man bisweilen, dass das Graacher Himmelreich in der Jugend ein klein wenig „strenger und stahliger” (so Michel Bettane), „fester und kerniger, mit einer kühleren Aromatik” (Stuart Pigott) schmecke als die Wehlener Sonnenuhr gleichen Jahrgangs und gleicher Prädikatsstufe, doch kann ich mich nicht so recht mit dieser Einschätzung anfreunden. Über mehrere Tage aus der geöffneten Flasche probiert scheinen mir all diese Charakteristika eher Momentaufnahmen, die Stunden später nicht mehr gelten. Wie dem auch immer sei, die filigranen Prümschen Rieslinge sind ein viel zu heitere Sache, als dass man sie trocken diskutiere. Probieren Sie doch bitte einfach diese Rieslinge von Weltruf (deren Preis im übrigens im internationalen Kontext gesehen gerade lächerlich niedrig ist) und urteilen Sie dann selbst.

Weingut Joh. Jos. Prüm
Das grandiose Schieferterroir der Wehlener Sonnenuhr nach dem Rebschnitt im Winter


Doch ich möchte auch eine Warnung aussprechen: Die hocheleganten Rieslinge von J.J. Prüm werden sicherlich Liebhabern körperbetonter, fülliger Weine nicht die reinste Freude schenken. Zumindest anfangs nicht. Aber die Versuchung zum Konvertieren beim Genuss dieser einzigartigen Weine scheint mir nicht unerheblich zu sein. Denn diese individuellen Weinpersönlichkeiten sind zweifellos die Quintessenz des Rieslings, eine Hommage an die größte Weißweinrebe der Welt, unglaublich komplex, fein und wundervoll seidig, von großer Tiefe und Eleganz. Flüssige Träume vom gleißenden Schiefer in einer Dimension, die man geschmeckt haben muss, da sie sich letztendlich in ihrer Komplexität jeder Beschreibung entziehen! Und dies ist in der Tat eine Liebeserklärung!

Heute empfehlen wir Ihnen zwei Weltklasse-Spätlesen aus dem Jahrgang 2004, die sich ihrer ersten Trinkreife nähern und zurzeit unfassbar tollen Trinkgenuss bieten sowie die 2006er Kollektion, deren sensationelle Güte gerade wieder einmal bestätigt wird, da der Wine Spectator brandaktuell die Auslese aus dem Graacher Himmelreich mit 95 Punkten adelt! Wo auf der ganzen Welt gibt es nochmals solch fabelhafte Qualitäten zu derartig günstigen Preisen?

922204 J.J. Prüm, Wehlener Sonnenuhr, Riesling Spätlese 2004 23,90 Euro



922206 J.J. Prüm, Wehlener Sonnenuhr, Riesling Spätlese 2006 26,90 Euro



Weingut Joh. Jos. Prüm


922304 J.J. Prüm, Graacher Himmelreich, Riesling Spätlese 2004 19,00 Euro



922306 J.J. Prüm, Graacher Himmelreich, Riesling Spätlese 2006 22,80 Euro



Weingut Joh. Jos. Prüm
Flüssige Träume vom gleißenden Schiefer aus der weltbekannten Wehlener Sonnenuhr:
Die Essenz der Mosel, ihr pochendes Herz!


922406 J.J. Prüm, Wehlener Sonnenuhr, Riesling Auslese 2006 32,50 Euro



922506 J.J. Prüm, Graacher Himmelreich, Riesling Auslese 2006 28,90 Euro


Wine Spectator: 95 Punkte


922706 J.J. Prüm, Wehlener Sonnenuhr, Riesling Auslese Goldkapsel 2006 75,00 Euro



9227306 J.J. Prüm, Wehlener Sonnenuhr, Riesling Auslese Goldkapsel 2006 0,375 l 39,95 Euro



922806 J.J. Prüm, Graacher Himmelreich, Riesling Auslese Goldkapsel 2006 65,00 Euro



9220306 J.J. Prüm, Bernkasteler Badstube, Riesling Beerenauslese 2006 0,375 l 85,00 Euro



922006 J.J. Prüm, Bernkasteler Badstube, Riesling Beerenauslese 2006 149,90 Euro




Weingut Keller - Rheinhessen

VON DER SINFONIE GROSSER TERROIRS

Weingut Keller
Unsere sympathische Vierer-Bande:
Julia und Klaus-Peter Keller sowie die Söhne Felix und Max


Kein deutsches Weingut wurde im letzten Jahrzehnt derart mit Ehrungen und Preisen überhäuft und in den Olymp erhoben wie „Deutschlands Winzer des Jahrzehnts, Klaus Keller”, so die einzigartige Auszeichnung eines großen Lebenswerks durch den „Gault Millau”. Und unter der jetzigen Führung des Gutes durch seinen ebenso fachlich begnadeten wie menschlich sympathischen Sohn Klaus- Peter schwingt sich die gesamte Region Rheinhessen zu einem vorher nie geahnten Höhenflug empor und steht heute als Synonym gar für trockenen Weltklasseriesling deutscher Provenienz. Und Sie, werte Kunden, werden sicherlich schon als ,Flüsterpropaganda’ gehört haben, welche Lorbeeren dem Jahrgang 2007 in Deutschland geflochten werden. Zurzeit bereise ich die deutschen Anbaugebiete und werde Sie bereits in Kürze detailliert über Dichtung und Wahrheit in diesem Jahrgang der vermeintlichen Superlative unterrichten. Heute präsentieren wir Ihnen den ersten Vorboten aus diesem denkwürdigen Jahr, das bei den Kellers die längste Vegetationsperiode in der Geschichte des Weingutes erbrachte. Welche bisher singulären Bedingungen im Wingert, einzigartig große Weine zu erzeugen, die die Qualitätsparameter im deutschen Weinbau neu justieren werden!


951007 Grüner Silvaner, trocken 2007 7,40 Euro
Frühlingszauber vom Muschelkalk: ein toller Schluck für die Terrasse und als Begleiter zum grünen und weißen Spargel! Welch genialer, ungemein saftiger und trinkanimierender Frühlingsgruß aus perfekt gereiften Träubchen von alten Reben! Auf exzellenten Muschelkalk- und tiefgründigen Lehmböden wächst dieser fruchtige, frische, wunderbar aromatische Grüne Silvaner mit einer beeindruckenden mineralischen Feuersteinnote und faszinierenden Anklängen von frischem Wiesenheu an einem taufrischen Sommermorgen, an noble Kräuterwürze und reife Birne. Am Gaumen komplex und anhaltend, mit viel Schmelz, Substanz und innerer Dichte versehen, dabei aber wiederum auch von einer traumhaft vibrierenden, „schwebenden” Luftigkeit, Frische und Transparenz geprägt. Feingliedrige Säure, herrliche mineralische Würze, großartige Balance, schöner pfeffriger, ungemein langer Nachhall, in seiner eleganten Stilistik an Grüne Veltliner bester Provenienz aus der Wachau oder dem Kremstal erinnernd und wie diese ein vorzüglicher Essensbegleiter, ob seines phantastischen Preis-Genussverhältnisses seit Jahren ein Renner unter den „Keller”-Liebhabern. Was haben die Kellers in 07 wieder für ein herrliches, belebendes, mineralisches (hier spürt man mit jedem Schluck den energetischen Kalkstein im Untergrund der Reben), ausdrucksstarkes, authentisches, knochentrockenes (nur 1,8g Restzucker!) Gewächs aus dieser traditionellen rheinhessischen Rebsorte vinifiziert. Welch superfrische Wahnsinnsnase, welche Nachhaltigkeit und Komplexität, wie sie in dieser Preisklasse völlig ungewöhnlich ist und eine Demonstration des qualitativen Höhenflugs, zu dem diese rheinhessische ‚Urrebe’ in ihrer Heimat unter den Händen einer begnadeten Winzerpersönlichkeit wie Klaus-Peter Keller ansetzen kann. Zu genießen ab sofort, entwickelt sich dieses fabelhafte Frühlingsschnäppchen in der geöffneten Flasche über mehrere Tage hinweg vorzüglich – wenn Sie sich denn solange beherrschen können.

PS: Garantiert ohne Korkgeschmack!
Klaus-Peter Keller hat seinen tollen Silvaner mit einem DIAM Korken verschlossen. Dieser Kork wird im Heizdampf – dem sog DIAMANT Verfahren – gereinigt und ist garantiert Korkgeschmacksfrei! Um das Korkmaterial so gründlich reinigen zu können, wird es zerkleinert und anschließend unter Druck wieder zusammengefügt. Dieser Kork wurde gerade auf der Vinitec in Bordeaux mit dem Welt-Innovationspreis in der Getränkebranche ausgezeichnet! Auch berühmte Winzer in Frankreich (Domaine Gauby, Billecart-Salmon und viele andere) setzten den DIAM bereits mit großem Erfolg ein!





Herzliche Grüße aus Saarwellingen,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann