Saarlouis, im Oktober 2006

PINwand N° 122


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

im Jahrhundertjahrgang 2005 an der südlichen Rhône brilliert unser Klassiker, die Domaine de Fondrèche, mit fabelhaften Qualitäten. Zwei spektakuläre Neuaufnahmen, absolute Weltklassegüter, haben wir aus dem Burgund neu ins Programm genommen: Robert Arnoux (Vosne-Romanée) und Armand Rousseau (Gevrey Chambertin).
Dirk Würtz vinifiziert in seiner pfälzischen Heimat große Rieslinge zu spektakulär kleinen Preisen und aus Österreich kommen wunderbare Weine vom Weingut Prieler, die in der Fachpresse enthusiastisch gefeiert werden. Freunde toskanischer Weine können sich an den authentischen Chianti von Le Fonti erfreuen und in Spanien brilliert wieder einmal Telmo Rodriguez mit traumhaften Gewächsen.


Frisch eingetroffen:

Ein winzig kleines Edel-Château fasziniert Liebhaber originärer, eleganter Bordelaiser: Der erste Vorbote des Jahrhundertjahrgangs 2005 im Bordelais – unter Preis-Genussaspekten schlicht Referenzqualität!

584105 Château La Hase, rouge 2005 8,50 Euro
Christina Göbel, „Deutschlands Sommelier des Jahres 2005”, urteilt begeistert über diesen Klassiker aus biologischem Anbau, dessen Preis auch im Jahrhundertjahrgang 2005 unverändert günstig (welch altruistisch noble Einstellung!) geblieben ist: „Für einen so genannten ‚einfachen’ Bordeaux eine sagenhafte Qualität!”



Wieder eingetroffen:

In der letzten Pinwand vorgestellt, wegen unerwartet großer Nachfrage schnell vergriffen, mittlerweile mit für seine Preisklasse sensationellen drei Gläsern im Gambero Rosso ausgezeichnet, unserer großartiges Kleinod aus Sizilien:

691505 Cusumano, „Benuara”, rosso 2005 11,20 Euro

Cusumano, „Benuara”, rosso



Roman Niewodniczanski, „der Rebenflüsterer” (STERN), erzeugt im  Jahrhundertjahrgang 2005 auf Van Volxem Saarweine mit mythischem Ruf:

906805 Van Volxem, Wiltinger Braunfels Riesling 2005 12,50 Euro


907205 Van Volxem, Saar Riesling Alte Reben „Fuder Nr.4” 2005 14,95 Euro


907705 Van Volxem, Kanzemer Altenberg Riesling Alte Reben 2005 34,00 Euro


907805 Van Volxem, Wiltinger Gottesfuß Riesling Alte Reben 2005 34,00 Euro



304303 Perrières, „Ansata”, VdP des Côteaux Flaviens, Vallée du Rhône, rouge 2003 13,80 Euro

„Ansata”: Dieser phantastische authentische Rotwein aus biodynamischem Anbau mit seinem herrlich moderaten Alkoholwert von 12,5% ist einer der größten Preissensationen ganz Frankreichs. Gerhard Eichelmann vergibt begeistert 94 Punkte.


News: Im aktuellen FEINSCHMECKER November 2006 wird einer unserer erfolgreichsten Alltagsweine aus dem traumhaften Jahrgang 04 als einer der 5 besten Rhôneweine „unter den günstigen Qualitäten” geadelt, der wegen „seiner eleganten Struktur, seiner feinen Tannine und seiner schönen Länge an Bordeauxweine erinnert. Dieser Wein ist in jedem Jahrgang ein ganz besonderer Typ zu einem ganz besonders günstigen Preis” lobt begeistert die FEINSCHMECKER-Jury. Zu Recht! Und mit etwas Flaschenreife wird der 05er gar noch besser.

171204 Saint Cosme, Côtes du Rhône rouge 2004 7,80 Euro

 


171205 Saint Cosme, Côtes du Rhône rouge (PK) 2005 7,90 Euro

 


Traumhaftes Schnäppchenangebot:

1541903 Clos du Caillou, „Bouquet des Garrigues”, CdR rouge (12 für 10) 2003 9 l, statt 142,80 nur 119,00 Euro

„Die eigentliche Sensation im Angebot von Clos du Caillou”, so Deutschlands renommierte Sommelière und Buchautorin, Paula Bosch. Qualitativ liegt er auf der Ebene ansprechender Châteauneufs, preislich aber nur auf der eines guten Côtes-du-Rhône!

Clos du Caillou, „Bouquet des Garrigues”, CdR rouge (12 für 10)



Campus Nobel


Neue Informationen zu unserem Umzug nach Saarwellingen:

Ausschließlich am Samstag, dem 28. Oktober, haben wir wegen Umzug geschlossen.
Ab Montag, dem 30.10.2006, sind wir unter neuer Adresse und ab dann auch mit neuer Telefon- und Faxnummer wieder für Sie da:

Pinard de Picard GmbH & Co. KG,
Campus Nobel,
Alfred Nobel Allee 28,
66793 Saarwellingen

Tel (neu): 06838 / 97950-0
Fax (neu): 06838 / 97950-30


Baufortschritte unserer Halle finden Sie ständig aktualisiert im Internet auf unserer Startseite: Pinard de Picard bricht auf zu neuen Ufern!


Unser großes Eröffnungsfest mit spektakulären Angeboten, 10% Rabatt auf ALLE Weine in Originalkartons und mit unseren deutschen Spitzenwinzern zum Anfassen findet statt am Samstag, dem 18. November, von 10.00 bis 17.00 Uhr. Der weiteste Weg lohnt sich!



DEUTSCHLAND

Weingut Dirk Würtz

Unser sympathischer Revoluzzer und Qualitätsfanatiker aus Rheinhessen kehrt zurück in die Heimat seiner Väter und startet ein wegweisendes Rieslingprojekt in der Pfalz auf weltberühmtem Terroir!

„Es gibt keine Zwischenstufe zwischen Qualität und Nichtqualität”. Erfrischend unangepasst formuliert Dirk Würtz, dieser eigenwillige, kluge Kopf, ein engagierter Querdenker, seine Ansichten zur deutschen Weinszene. Der studierte Betriebswirt, Politologe und Philologe, ein klassischer Quereinsteiger also, wollte eigentlich schon sein ganzes Leben lang nichts andere als „Bauer” werden und geht nach seiner Jungfernstation als Kellermeister bei Weil unbeirrbar seinen eigenen Weg. Er eckt an dabei: Mit dezidierten Urteilen zu (Fehl-) Entwicklungen im deutschen Weinbau schafft sich Dirk wahrlich nicht nur Freunde. Ein Winzer mit Ecken und Kanten, wie seine Rieslinge eben, voller Charakter und Authentizität.


Weingut Dirk Würtz
Dirk Würtz und sein Partner Hubertus Weinmann beim entspannten Picknick


Seine Weinberge liegen im Hinterland von Nierstein, fernab des Rheins. Hier bietet das wellige Hügelland ein ganz anderes landschaftliches Bild: die vorherrschenden Böden, insbesondere Löss, Lehm und Mergel, oft mit Kalkstein unterlegt, können in sehr nassen Jahren zwar einen Nachteil bedeuten, stecken auf der anderen Seite jedoch die oftmals vorherrschende Trockenheit problemloser weg. Kein Wunder also, dass in diesem ländlich-abgeschiedenen Herrgottswinkel unser sympathischer ‚Revoluzzer’ Dirk in Gau-Odernheim mit Weinen aufhorchen lässt, die – mittlerweile weit über Insiderkreise hinaus – wegen ihres sensationellen Preis-Genuss-Verhältnisses für erhebliches Aufsehen sorgen und die mitverantwortlich sind, dass Rheinhessen mittlerweile weltweit als Synonym für (trockene) Weltklasserieslinge deutscher Provenienz gefeiert wird. So stuft beispielsweise Marcus Hofschuster, renommierter Degustator des Internetweinführers Deutschland auf www.wein-plus.de, das Weingut Würtz mit 4 von 5 möglichen Sternen unmittelbar hinter Keller und Wittmann bereits als Nummer 3 der Region ein – welch ein Katapultstart in die erste Liga!

Dirks Weinberge, überwiegend gelegen in den exzellenten, aber jahrzehntelang fast vergessenen Uelversheimer Lagen, werden biologisch bewirtschaftet (für Dirk unumgängliche Voraussetzung, um extraktreiche, aromatische Weine zu gewinnen), die dicht bepflanzten Rebreihen von einem befreundeten Winzer, Hubertus Weinmann, „einem Genie im Weinberg, einem wirklichen Landarbeiter”, penibelst bearbeitet, auch von Vertragswinzern, die strikt nach seinen strengen Vorgaben arbeiten müssen. „Ich selbst verstehe ja nichts von Weinbergsarbeit, ich bin nur der Kellermeister”, stellt Dirk seine großartigen Fähigkeiten bescheiden unter den Scheffel. So intensiv im Weinberg gearbeitet wird, so wenig wird im Gegensatz dazu im Keller in die Entwicklung der Weine eingegriffen. Dirks Devise für den Keller klingt provokativ: „Kontrolliertes Nichtstun”.

Das kostet viele schlaflose Nächte, beinhaltet extrem sensibles Eingreifen in die Weinwerdung nur dann, wenn unbedingt nötig, zumeist spontane Vergärung bei ca. 20 Grad, Ausführung aller Kellerarbeiten nur mit Hilfe der Schwerkraft und so gut wie keine Filtration. Das Ergebnis derartig behutsamen Schaffens sind ungeheuer ausdrucksstarke Weine mit tief gestaffelter Struktur und intensiver Mineralität. Erst wenn die Weine im Fass fertig sind, entscheidet Dirk, ausschließlich aufgrund sensorischer Proben, welcher Riesling unter welchem Namen vermarktet wird, Mostgewicht und andere Parameter interessieren ihn dabei überhaupt nicht. „Ich mache langlebige, charaktervolle Weine für meine Sympathisanten, keine Journalistenweine”, so Dirks herzerfrischend unangepasstes Statement. „Wer Würtz kennt, dem wird schnell klar, dass hier ein Besessener am Werk ist, der nicht aufgeben wird, bis er das Potenzial seiner Weinberge tatsächlich ausgereizt hat. Da er sich da selbst noch auf einem langen Weg sieht, dürfen wir uns gerade in Anbetracht seiner bisherigen Leistungen noch auf einiges gefasst machen”, so das dezidierte Urteil von Marcus Hofschuster in seinem Internetweinführer www.wein-plus.de . Und „Alles über Wein” feierte das ‚enfant terrible’ der deutschen Weinszene als Entdeckung des Jahrgangs 2003 in Rheinhessen, eine hoch verdiente und längst überfällige Ehrung.

Heute präsentieren wir Ihnen, neben drei rheinhessischen Klassikern drei phänomenal schöne Rieslinge aus Dirks neuem Projekt, die von gänzlich anderer Stilistik sind als bisher gewohnt. Denn Dirk, ein gebürtiger Pfälzer Bub’, ist „häm in die Palz kumme”! Knapp 30 km von seiner rheinhessischen Wahlheimat entfernt, hat er mit einem heute nur noch unter Insidern höchst angesehenen Weingut, das in den 60er/70er Jahren jedoch zu den Pfälzer Spitzenbetrieben gehörte, ein höchst spannendes Projekt gestartet, mit Rieslingweinen, die mich aufgrund ihrer fabelhaften kalksteingeprägten Mineralität geradezu elektrisiert haben, als ich sie zum ersten Male probieren durfte. Kallstadt an der Mittelhaardt hat unter Liebhabern großer deutscher Rieslinge einen geradezu mythischen Klang; insbesondere die Lage „Saumagen” ist weltberühmt, nicht zuletzt wegen der grandiosen Rieslinge, die Bernd Philippi seit den 90er Jahren dort erzeugt und die lange Zeit für mich die Referenzweine für großen trockenen deutschen Riesling waren!


Weingut Dirk Würtz
Der Saumagen, eine der besten Riesling-Lagen der Pfalz, ein geschütztes
Naturdenkmal, wird von einem 25m hohen Steinbruch gesäumt.


Und genau hier in dieser Keimzelle höchster deutscher Rieslingkultur hat Dirk Würtz eine Kooperation mit Herbert Bender, dem rührigen und sympathischen, langsam jedoch in die Jahre gekommenen Altwinzer begonnen, deren erste Ergebnisse nur mit dem Wort sensationell umschrieben werden können: Noch ist die Umstellung auf die von Dirk initiierte biologische Bearbeitung der Weinberge nicht abgeschlossen, doch die Qualität der heute vorgestellten Rieslinge ist schlichtweg bereits fabelhaft. So wie Dirk dereinst in der Pfalz seine erste große Liebe gefunden hatte, so ist er jetzt mit den Spitzenlagen aus Kallstadt auf einen Schatz gestoßen, wie man ihn im Leben selten ein zweites Mal zu finden vermag. Nehmen Sie mich beim Wort und probieren Sie unbedingt Dirks Pfälzer Weine: Spitzenqualitäten zu provokant niedrigem Preis!


949905 Würtz, „Potate Pfalz”, Riesling trocken (DV) 2005 4,95 Euro

Ja, Sie lesen richtig, liebe Kunden. Ab sofort gibt’s unseren meist verkauften Riesling auch aus der Pfalz: Natürlich von ganz anderer Stilistik, aber von zumindest gleich traumhafter Preis-Genussrelation wie sein Pendant aus Rheinhessen. Von den großen klassischen Kallstädter Lagen „Kobnert”, „Steinacker” und „Saumagen” kommen die Trauben für diesen sehr rassigen, mineralischen, ungemein leckeren und trinkanimierenden Basisriesling, der in seiner gesamten Stilistik überraschenderweise an den bei unseren Kunden so beliebten 2004er Potate aus Rheinhessen erinnert, während der 05er Rheinhessen-Potate im Vergleich hierzu doch eher von burgundischem Stil geprägt ist. Klasse jedenfalls, wie unser Revoluzzer erstmals auch in seiner alten pfälzischen Urheimat aus relativ kleinem Ertrag einen „ansprechenden Saufwein im unteren Preissegment vinifiziert, von dem man garantiert keine Kopfschmerzen (auch keine verkorkten Flaschen, da Drehverschluss!) bekommt”, so Dirk Würtz, Understatement pur betreibend. In der Nase wie auf der Zunge fasziniert dieser leckere Alltagswein mit einer tollen Mineralität von den kalkhaltigen und lehmig-steinigen Böden. Am Gaumen begeistern eine enorme Frische, eine tolle Balance und ein feiner aromenreicher Früchtekorb (Pfirsich, Aprikose). Ein großartiger Potate mit einem belebenden, aber auch cremigen, saftigen Nachhall, ein Terroirwein zum Reinknien und Wegzischen! Lassen Sie sich diesen leckeren Trinkspaß auf keinen Fall entgehen!



950705 Würtz, Silvaner trocken 2005 6,90 Euro
Knapp hundert Weine des Jahrgangs 04 standen im Frühjahr 05 an zur Silvaner-Trophy, der Ermittlung des besten Gewächses dieser uralten rheinhessischen Rebsorte. Der Sieger: Dirk Würtz mit einem knochentrockenen Paradebeispiel eines rheinhessischen Silvaners. Das Niveau und die Bandbreite der gesamten Probe begeisterte und demonstrierte eindrucksvoll, dass im Silvaner ein erheblich größeres Potenzial liegt, als ihm gemeinhin zugebilligt wird. Insbesondere schätzt man heute diese vielseitige Rebsorte mit ihrem „gänzlich eigenständigen Charakter, mit dem man sich in einer Welt immer einförmigerer Weine profilieren kann” (Dirk Würtz), als phantastischen und viel zu lange unterschätzten Speisenbegleiter!

Und das Urteil der Jury: „Zu zwei Dritteln im Stahltank und zu einem Drittel spontan im Holzfass vergoren begeistert der Silvaner von Dirk Würtz und Hubertus Weinmann mit einem klassischen, sehr lebendigen Duft nach Äpfeln, Kräutern und etwas weißem Gemüse. Im Mund reintönig und lebendig, mit einer idealen Balance zwischen Kraft und Finesse, nachhaltig am Gaumen, mit guter Tiefe, animierende Art, präsent und mittellang. Ein mustergültiger Silvaner.” Viel Spaß damit!

Würtz, Silvaner trocken


949705 Kallstadter Kreidkeller, Riesling Spätlese trocken 2005 8,90 Euro

Weingut Dirk Würtz
Locker, kleinbeering und kerngesund präsentieren sich die Trauben
des Kreidkellers auch nach mehreren Tagen Regen im Herbst 2006.


Die wertvollen Parzellen des seit der Römerzeit höchst angesehenen ‚Kreidkeller’ sind bestockt mit sehr alten Rieslingreben, die hoch oberhalb von Kallstadt „thronen” und die bei schönem Wetter einen traumhaften Blick hinunter in die gesamte Rheinebene bis hin in den Nordschwarzwald bieten. Der Name leitet sich ab von seinem exzellenten Terroir, weißem Kalkstein, der, durchmischt mit feinerem, mikrokristallinem Sedimentgestein (der Namen gebenden Kreise) diesem rassigen Riesling seine unverkennbare, zutiefst mineralische und höchst aristokratisch-noble Stilistik verleiht. Im direkten Vergleich mit dem barockeren ‚Saumagen’ präsentiert sich dieser Klasseriesling distinguierter, intellektueller gar, weicher auch und etwas weniger säurebetont. Ein hocheleganter (hierbei spielt sicherlich die Höhenlage eine große Rolle im Zusammenspiel mit den stetig wehenden Winden und den relativ kühlen Nächten), komplexer Riesling, der in seiner vielschichtigen Frucht feine Anklänge an Weinbergspfirsich und Aprikosen verströmt und der bereits heute Trinkspaß pur bereitet, jedoch erst nach mehreren Jahren Flaschenreifung sein ganzes Potential offenbaren wird.

Weingut Dirk Würtz
Dirk Würtz und Peter Vondung, Weinliebhaber und renomierter
Rieslingkenner, bei der Begutachtung der Traubenqualität
der quer zum Steilhang gepflanzten Reben des Kreidkellers.




Weingut Dirk Würtz


949804 Kallstadter Saumagen, Riesling Spätlese trocken 2004 8,90 Euro
Im legendären Kallstadter ‚Saumagen’ haben bereits die Römer Kalk gebrochen und so ist hier ein Kessel mit reiner Südhanglage und einem außergewöhnlichen Mikroklima und optimalen Anbaubedingungen entstanden. In diesen Traumparzellen befindet sich ein einzigartiges Filetstück, das von Menschenhand nicht verändert werden darf: Dieser Kessel, der von einem 25 m hohen Steinbruch gesäumt wird und der nur nach Süden hin geöffnet ist, besitzt als geschütztes Naturdenkmal eine ganz eigene Flora und Fauna mit Pflanzen wie z.B. den Enzian, die man sonst nirgendwo mehr in der Pfalz findet. Der tonangebende Kalk-Mergelboden, normalerweise ein eher kühler Untergrund, ist durch diese besondere Süd-Exposition, den wärmespeichernden Kalkfels und den natürlichen Schutz der Felswand leicht erwärmbar und ideal geeignet, in großen Jahren phänomenale, aber auch in durchschnittlichen Jahren herausragende Rieslinge zu erzeugen.

Im phantastischen 2004er Jahrgang haben die alten in den 60er Jahren gepflanzten, sehr gepflegten Reben aus altersbedingtem niedrigen Ertrag einen Stoff ergeben, aus dem die Träume des ambitionierten Weinliebhabers bestehen: Welch traumhafte, fest gewirkte, extreme Mineralität entsteigt dem Glase, verführt, betört, will nicht mehr los lassen, evoziert Anklänge an die großen Jahrgänge von Philippis ‚Saumagen’, der aus den Nachbarparzellen stammt oder den ebenfalls kalksteingeprägten phänomenalen Riesling „Clos Saint Hune” von Trimbach aus dem Elsass: dazu faszinierende Aromen von reifen gelben Früchten (Mirabellen, Aprikose, Grapefruit), aber auch Cassis.

Am Gaumen entfaltet sich die ganze barocke Größe und Fülle bester Pfälzer Rieslingtradition, die einen solchen Wein zu einem weltweit einzigartigen Unikat werden lässt. Große Tiefe und Nachhaltigkeit, exzellente Säurestruktur, sehr langer Nachhall. Gewinnt mit Luft eine Verspieltheit und eine Finesse, die man einem derart mächtigen Pfälzer Riesling zunächst gar nicht zugetraut hätte. Schmeckt bereits heute hervorragend (ähnlich wie das Pendant von Philippi wurde dieser großartige Riesling, der im Übrigen im Unterschied zu den 05er Weinen noch unter dem Etikett des Weinguts Bender abgefüllt wurde, ein Jahr zurückgehalten, um erst bei seiner Trinkreife auf den Markt zu gelangen), besitzt aber das Potential für eine mehr als 10jährige Lagerungs- und Entwicklungszeit!

Weingut Dirk Würtz
Impressionen aus den gepflegten Parzellen des Saumagens.


Der ‚Saumagen’ und der ‚’Kreidkeller’: Das sind zwei große Terroirs, zwei exzellente, herrlich mineralische Pfälzer Rieslinge, in ihrer Stilistik aber zwei „ungleiche Brüder”, die jedoch beide über ein sagenhaftes Preis-Genussverhältnis verfügen. Unbedingt probieren!


Preisreduziertes Probierpaket zum Kennenlernen:
80031 Probierpaket ”Würtz” 4,5 l, statt 53,40 nur 48,00 Euro
Je 3 Flaschen aus der Lage Kreidkeller 2005 und Saumagen 2004.


950105 Würtz II Riesling, trocken (Rheinhessen) 2005 9,90 Euro
Für Würtz-Freaks: In diesem großen Jahrgang wegen der enorm großen Nachfrage leider auf 6 Flaschen pro Kunde begrenzt!

Welch eigenständiger Riesling, natürlich spontanvergoren: Kein billiges Weinchen, das durch gefällige vordergründige Primäraromen zu schmeicheln versucht, stattdessen ein sehr komplexes Aromenspektrum mit einem saftig-fruchtigen Charakter, insbesondere reife Äpfel, Blutorangenschalen, dazu Quitten und Pfirsich, unterlegt von einer zarten Graphitnote und einer animierenden Mineralität. Ein „brutal” trockener Riesling: 1,5g Restzucker, 4 Tage Maischestandzeit (!) sowie Battonage ergeben einen einzigartigen Stil, der weit eher an große komplexe Burgunder denn an klassische rheinhessische Rieslinge erinnert.
Zu genießen ab sofort bis 2012.


max. 6 Flaschen pro Kunde

950504 Würtz-Weinmann, Chardonnay 2004 14,95 Euro
Eigentlich müsste man diesen in kleinster Menge zur Verfügung stehenden Wein für die Freunde des Hauses limitieren, bietet dieser Chardonnay der Spitzenklasse, ohne gleich einen High-End Anspruch zu formulieren und daher nicht bis ins letzte ausgereizt, doch einen wunderbaren Trinkgenuss für Liebhaber dieser edlen Rebsorte zu mehr als fairem Preis: eine noble Chardonnayaromatik, zart von mineralischen Noten und Vanilletönen des Holzes (100% neues Barrique) unterlegt. Am Gaumen dicht, mit gutem „Fett”, eine sehr harmonische Säure und daher eine trinkanimierende Frische und ein faszinierender, fruchtig-würziger Abgang. Auf dem Etikett finden Sie auch den Namen „Weinmann”, eine Hommage an Hubertus Weinmann, Dirks „grünes Gehirn”, den Landarbeiter, der wesentlich für die Qualität in den Weinbergen verantwortlich ist und hier speziell für Dirks beste Lage, den „Geyerscheiß”, aus dem die Trauben für diesen Klasse-Chardonnay stammen.
Zu genießen ab sofort bis 2010, mindestens.




ITALIEN

Fattoria Le Fonti

Traditionelle Sangiovese-Weine voller Eleganz statt holzüberladene Supertuscans aus internationalen Modesorten!

Seit meiner Jugend gehören die großen Weine der verzaubernden Toskana, jener mythischen Kulturlandschaft mit den magischen Anziehungspunkten Florenz, Siena und Montalcino, malerisch zwischen dem Apennin und dem Tyrrhenischen Meer gelegen, zu meinen persönlichen Lieblingsgewächsen: Herzblutweine.
Doch leider stimmt in dieser traumhaft schönen Landschaft, wie in anderen renommierten Prestigeregionen, die Relation zwischen Preis und gebotener Qualität häufig überhaupt nicht mehr und viel zu oft werden mit hohem kellertechnischem Aufwand „fette“ Marmeladenweine aus internationalen Rebsorten produziert: Rubens trifft Schwarzenegger. Viele Liebhaber haben einfach keine Lust mehr, diese barriquegeschwängerten Monstertropfen zu trinken, die vor schierer Kraft kaum laufen, geschweige denn grazil im Glase stehen können! Und so hatten auch wir uns in den letzten Jahren schweren Herzens von der Toskana ein Stückchen innerlich verabschiedet, sind aber doch immer wieder vor Ort zurück gekehrt, haben degustiert, diskutiert und uns vermeintliche Geheimtipps angeschaut, die sich dann jedoch eher als standardisierte Karikaturen großer, originärer Sangiovese-Weine entpuppten, oder preislich so abgehoben waren, dass sie, wie ihre unerreichten Vorbilder, in trinkferne Sphären abgedriftet sind. Wir probierten uns durch Myriaden von Flaschen – um die wenigen Glücksfälle von Wein aufzuspüren, die aller Mühen wert sind.


Fattoria Le Fonti
Majestätisch trohnt die Fattoria Le Fonti in den Hügeln des Chianti-Gebietes


Im Herzen des Chianti, dort, wo der Rausch und der Siegeszug des modernen italienischen Weins seinen Ausgang nahm und wo die Sangiovese-Sorte ihre höchsten Triumphe feierte, hat sich mittlerweile über mehrere Jahrgänge hinweg mit großartiger Konstanz die Fattoria Le Fonti unter der Ägide der ebenso ehrgeizigen wie sympathischen Imberti-Geschwister zur absoluten Gebiets-Spitze der Toskana aufgeschwungen: In ihrem traumhaft schönen Mikrokosmos in der toskanischen Hügellandschaft, in die sich vor über 50 Jahren bereits ihr Vater Vito Arturo so unsterblich verliebte, dass er das landwirtschaftliche Anwesen, 300m über dem Meeresspiegel gelegen, umgehend erwarb, vinifizieren Franca, Ferdinando und Giovanni vinologische Pracht- und Prunkstücke, originäre Sangiovese-Delikatessen, die so elegant-klassisch und gleichzeitig verführerisch-süß über die Zunge gehen, dass sie Kennern wegen ihres so schmeichelnden und verschwenderisch großzügigen „gôut de terroir” wie die Inkarnation nobler Pomerolweine aus der Toskana scheinen. Denn diese großartigen Weine sind würzig, extraktsüß, von kraftvoller Fruchtigkeit, zugleich aber auch fest und mineralisch im Aroma. Sie haben nicht nur herrlich reintönige Frucht, sie besitzen auch eine faszinierend weiche, samtige Textur, schönen Schmelz, feine Röstaromen und eine differenzierte Struktur. Welch samtene Power! Aber sie kommen nicht vom rechten Ufer der Gironde, sondern aus einer wunderschönen italienischen Landschaft mit den malerischen Zypressen als grünen Insignien, wo sanfte Hügel und weite Olivenbaumhaine die teils uralten, terrassierten Weinberge flankieren, wo so manche berühmten Südhänge ‚conca d’oro’, also ‚Goldgrube’, heißen und wo die geniale autochthone Kultursorte Sangiovese nicht zuletzt wegen der heftigen nächtliche Abkühlungen (optimal für Frische und Finesse) unter den Händen begnadeter Winzermagier ihre höchsten Triumphe feiert und sich zu absolutem Spitzeniveau aufschwingt. Und dies dank eines ganzheitlichen Ansatzes, der – wie bei der fulminanten Renaissance des deutschen Rieslings – eine höchst gelungene, in der Toskana aber noch immer sehr rare Vermählung zwischen aufgeklärter Tradition und Moderne darstellt.
Die Imberti-Geschwister wissen, dass es nur zwei Faktoren für wahre, originäre Qualität gibt: eine exzellente Traubengüte im dicht bestockten Weinberg und respektvoller und extrem schonender Umgang mit dem, was die Natur geliefert hat, im Keller. Kellertechnische Kunstgriffe, wie in weiten Teilen der Neuen Welt und zunehmend leider auch in Europa üblich, scheuen sie wie der Teufel das Weihwasser.


Fattoria Le Fonti
Tief im kühlen Erdreich reifen die Rotweine in kleinen Barriquefässern
wie auch in großen Holzfudern in aller Ruhe vor sich hin.


Und so haben sie vor allem in die Rekultivierung alter Weinberge und die Anpflanzung neuer Areale mit originären, hochwertigen Sangiovese-Klonen beträchtlich investiert. Das Resultat solch liebevoller Arbeit im Detail sind geschliffene Sangiovese-Delikatessen – völlig frei von überreifen Aromen, fetter Frucht oder gar trockenen Tanninen. Statt süßlicher Suppe dominiert hier eine kräftige, herrlich ausbalancierte, geschmeidige Struktur mit einem wunderbaren Gleichgewicht aus Frische, reintöniger, saftiger Frucht und cremigen Tanninen: Diese urigen, authentischen Chianti gehen unter die Haut! Sie beschwören die Magie ihrer Herkunft, sie rufen in mir Erinnerungen wach an laue Sommerabende unter toskanischem Himmel und das unbeschreiblich schöne fahle Licht in der Abenddämmerung, sie haben eine wunderbare Farbe, sie sind dicht und außerordentlich vielschichtig im faszinierenden Duft. Gänsehautatmosphäre! P.S. Langsam nimmt auch die Weinwelt von diesem toskanischen Kleinod Notiz. Obwohl noch weitgehend unbekannt, hat sich dieses Gut aus dem Stand in die toskanische Spitze hineingearbeitet. Stephen Tanzer bewertet alle Weine der Fattoria Le Fonti zwischen 90-94 Punkten, auch in ALLES ÜBER WEIN landeten die Weine ganz vorne. In ihrem Buch „Toskana – Die 100 besten Weingüter” loben Gerhard Eichelmann und Steffen Maus ‚Le Fonti’ ebenfalls in höchsten Tönen: „Wie bei den beiden Chianti Classico überzeugt die faszinierend reintönige Frucht des Vito Arturo: Sangiovese pur!” Und selbst Robert Parker outet sich mittlerweile als großer Fan dieser Weine und urteilt begeistert: „Eines der best gehüteten Geheimnisse des Chianti Classico, die Fattoria ‚Le Fonti’ (nicht zu verwechseln mit Le Fonti in Panzano) liegt unterhalb von Monsanto. Die Weine sind konstant exzellent seit 1995, Chianti Riserva und Vito Arturo aus dem Jahrgang 2000 sind die beiden besten im Chianti Classico produzierten Sangiovese, lediglich rivalisiert von Riecine.” Sicherlich ein tolles Lob, aber für mich sind die Qualitätssteigerungen der letzten Jahre so gravierend, dass ich der festen Überzeugung bin, ‚Le Fonti’ war nie besser als in den traumhaft gelungenen Jahrgängen 2003/4: Das ist Sangiovese pur voller Ausdruck und Charakter, herrlich kraftvoll, elegant, geschliffen und fruchtbetont, aber ohne jegliche Konfitüre-Aromen, brandige Noten oder Oxydationszeichen! Die Inkarnation der neuen Chianti-Klassik: Toskanische Weine aus dem Bilderbuch, denen man nicht durch Zugabe internationaler Rebsorten ihre Seele geraubt hat und die in ihrer Balanciertheit und inneren Harmonie, ihrer Echtheit und Ursprünglichkeit das Epos ihrer großartigen Landschaft zu erzählen vermögen!


626104 Fattoria Le Fonti, Sangiovese, rosso 2004 7,90 Euro
In der Nase ein betörend nobles Aromenspiel: Da faszinieren pralle Kirschen pur sowie wilde Waldbeeren, aber welch leckere Früchte sind das überhaupt! Nicht die aufgeblähten, aufgepumpten, dicken ohne Geschmack!! Dafür die leckeren, kleinen, saftigen, die so ungemein herzhaft schmeckenden. Ein reinsortiger Sangiovese als Basiswein ist eine Liebeserklärung an diese große autochthone Rebsorte und die sympathischen Imberti-Geschwister haben diese Kür souverän gemeistert. Mit einer expressiv gereiften Frucht als pochendem Herzen dieses so schmackhaften Weins, der zu Pasta, Pizza, zur Nuova Cucina, zu Scaloppine con Pommodoro und (fast) allen anderen Gelegenheiten richtig lecker mundet. Er ist quirlig, schwungvoll, lebendig, seine filigrane Finesse wird durch das Säurespiel optimal gestützt und durch einen zarten Schmelz getragen, die feinen Tannine sind noch präsent, jedoch weich, saftig und harmonisch integriert, das intensive Fruchtbukett zeigt die typischen floralen und würzigen Akzente eines richtig guten toskanischen Sangiovese. Dieser authentische, herrlich filigrane Basiswein mit seinem zartherben Nachhall ist wie kein zweiter Schluck für Schluck eine vinologische Liebeserklärung an das traditionelle, in großer handwerklicher Tradition arbeitende Chianti, an die heimische Sangiovese-Traube, an die bezaubernde Landschaft, die echten Winzer und das unvergleichliche Licht einer unvergleichlich schönen, heiteren Kulturlandschaft. Geniale Genuss-Qualität zum Zurücklehnen, Träumen und Entspannen. Unbedingt probieren!

MERUM (DIE Insiderzeitschrift für italienische Weine) urteilt zu Recht: „Der 2004er verspricht im Chiantigebiet wieder mal ein richtig guter Jahrgang zu sein: Saftig-kernige Weine mit gesunder Säure und typischer, frischer Frucht!”
Ab sofort, Höhepunkt Mitte 2007 bis 2009.


626204 Fattoria Le Fonti, Chianti Classico, rosso 2004 11,95 Euro
Gerhard Eichelmann ist begeistert: „Bei diesem Spitzenwein werden die enormen Qualitätssteigerungen der letzten Jahre auf Le Fonti am augenfälligsten sichtbar”. Recht hat der Kerl! Dieser authentische Chianti enthält neben Sangiovese auch fünf Prozent Canaiolo und wächst auf lehmigen Böden, die mit Sand und Kieselsteinen durchsetzt sind und somit optimale Standortbedingungen bieten. Nach der Gärung kommt dieser Bilderbuch-Chianti zu 30 Prozent für etwa ein Jahr in Barriques, der Rest wird in Tanks ausgebaut. So bewahren die rührigen Imberti-Geschwister die ganze naturgegebene Wärme und faszinierende Reinheit mit einer bezaubernden, intensiven, feinmaschigen Frucht von kleinen, saftigen, roten Beeren, Kirschen und violetten Veilchen. Auf der Zunge eine geniale Spannung zwischen einer zart beerigen Fruchtsüße und dem erdigen Geschmack von kühler mineralischer Würze. Welch lebhafte, pulsierende, delikate Komposition. Alles sitzt perfekt! Eben diese harmonische, vollkommen ausbalancierte Ausstrahlung lässt den Chiantiliebhaber genießerisch mit der Zunge schnalzen: Es sind dieser sanfte, leicht erotische Schmelz und die genau richtig dosierte Fruchtsüße mit einer mittlerweile im Chianti nur noch selten anzutreffenden Delikatesse (infolge so vieler unsäglicher Holzorgien!), die schlichtweg begeistern – und dann kommt trotz aller belebenden, schmeichlerischen Fruchtigkeit auf der Zunge ganz hinten am Gaumen noch einmal ein letzter Kick von Havannatabak und schwarzer Schokolade. Bei diesem traumhaften Chianti blühen Veilchen am Wegesrand! Hier ist sie schmeckbar, die handwerkliche, extrem sorgfältige, differenzierte Weinbergsarbeit. Dieser höchst animierende Wein voll innerer Harmonie, eine traumhafte Vermählung zwischen toskanischer Tradition und Moderne, steht in vollem Saft und ist ein chiantischer Samthandschuh – aber ohne eiserne Faust.

Jeder Schluck weckt Erinnerungen an die zauberhafte Toskana – Ich muss gestehen: So wie sich einst Vito Arturo Imberti in die Hügel des Chiantigebietes und deren Duft und Geschmack verliebt hat, so geht es mir mit diesem zauberhaften, delikaten, ungemein verwobenen und traumhaft schönen Sangiovese-Wein, dessen Wärme von einer packenden mineralischen Kühle zurückstrahlt. Das Toskana-Feuer lodert wieder! Authentisches, originäres Chianti, wie es nur noch gelegentlich anzutreffen ist. Bravo Franca, Ferdinando und Giovanni Imberti! Wohl unschlagbar in seiner Preisklasse im gesamtem Chianti-Gebiet!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Herbst 2007 bis Ende 2009.


626303 Fattoria Le Fonti, Chianti Classico Riserva, rosso 2003 23,00 Euro
Ein reinsortiger, feinsinniger Sangiovese mit einer der brillantesten Farben des Jahrgangs. Der Wein zeigt eine grandiose Fülle, eine Kraft und Wärme voll bezaubernder Grandezza, die ihr Terroir unverkennbar widerspiegelt und gleichzeitig mit einer sagenhaften Frische Nase und Gaumen verwöhnt. Welch ein Reichtum an fruchtiger Süße und zugleich auch eine erdverbundene Würze! Eine solch geballte Ladung an Frucht und Terroir mit perfekt strukturierten Tanninen habe ich bislang bei einer Riserva in der Toskana nur ganz, ganz selten gefunden.

Tief rubinrot läuft dieser verführerische, lasziv-erotische Wein ins Glas ... und dann tauche ich ab in die schemenhaften Bilder meiner Kindheit und schnuppere Großmutters Rumtopf mit eingelegten Kirschen, Brombeeren und Pflaumen. Aber: Hier stört keine marmeladige Überreife, stattdessen verwöhnt eine dichte, saftige, fast sahnige, eine herrlich kühle Frucht. Noble Bitterschokolade, Kakao, Pralinen, Veilchen, dunkle Edelhölzer, viel Würze, Säure und mineralische Noten im kräftigen, langen, intensiven Nachhall ergeben Biss, Frische und pures Trinkvergnügen. Kein Zweifel: Für Le Fonti beginnt mit diesem traumhaft klassischen, ungemein komplexen Chianti eine neue Qualitätsdimension. Beeindruckend, intensiv, herausfordernd, spektakulär! Welch Essenz des Bodens von Kalkmergel (Galestro) in Kombination mit lehmigen Ton und Kalkstein: eine Sinfonie der unermesslichen Melodien, die ein großer Sangiovese in unkopierbarer Weise erklingen lassen kann. Die Frucht erlesenster Selektion der besten Trauben, die in den eng bestockten, südlich und süd-westlich ausgerichteten Weinbergen auf etwa 300 Meter über dem Meeresspiegel gewachsen sind. Die Trauben wurden per Hand in 20 Kilogramm-Kästen gesammelt und die Riserva nach der Gärung 16 Monate lang im Struktur gebenden Barrique ausgebaut. Soviel Opulenz, Feinheit, Frische und distanzierte Noblesse!

Zweifellos die ultimative Provokation für viele wesentlich teurere Super-Tuscans und daher doch so eine Art „Super-Chianti”. Doch diese Bewertung rührt nicht von einer ultramodernen Stilistik her, ganz und gar nicht, sondern ausschließlich von der berauschenden Qualität dieses brillanten Weines. In manchen Ausnahmejahrgängen – wie dem in der Spitze legendären 2003er – wächst eine Riserva eben über sich hinaus. Ein sensationeller Chianti: Prächtige Frucht, feine Duftigkeit und wärmender Charme – aber ohne die glühende Hitze des heißen Sommers.
Zu genießen ab sofort (einstündiges Dekantieren empfohlen), Höhepunkt Mitte 2007 bis mindestens 2010.


626403 Fattoria Le Fonti, Vito Artura, rosso 2003 25,00 Euro
Das grandiose Flaggschiff unseres toskanischen Kleinods, ein authentischer Einzellagenwein, die kaum für möglich gehaltene Steigerung des Riserva, schlicht das Non-Plus-Ultra. Ein großer Wein, der jeden Genießer sofort in seinen Bann zieht, der aber nicht mit vorlauten Tönen protzt, sondern ganz im Gegenteil sehr pointiert ist, geschliffen, ein unverwechselbarer Edelstein, ein Rohdiamant und wohl der beste Rotwein in der Historie der Fattoria Le Fonti: Ein überzeugender Beweis, dass große Chianti-Weine zur italienischen Elite gehören! Zu genießen ab sofort (profitiert enorm von mehrstündigem Dekantieren) Höhepunkt Ende 2007 bis mindestens 2013.

Vito Artura


626599 Fattoria Le Fonti, Vin Santo del Chianti Classico 1999 0,375 l 27,50 Euro
„Verführerisch wie sein Duft nach Zitrusfruchtschalen und Trockenobst, etwas Aprikosen und Pfirsichen ist der samtige, lang ausklingende Geschmack”, Gambero Rosso 2006, 2 rote Gläser!




ÖSTERREICH

Weingut Prieler - Neusiedlersee-Hügelland

Finesse pur statt schierer Kraft, belebende Frische statt auf die Spitze getriebene Extraktion: Terroirweine der Extraklasse!

„Du musst die Natur belauschen. Das Wechselspiel zwischen Klima und Boden nutzen. All Deine Erfahrungen einbringen, die Du in vielen Jahren rund um die Faktoren Wärme, Licht und Feuchtigkeit gesammelt hast. Und vor allem musst Du mit der Natur arbeiten. Niemals gegen sie. Daher haben wir bereits seit Jahren auf naturnahen Anbau umgestellt, um authentische Qualität zu erreichen”. Was Engelbert Prieler so gelassen ausspricht, als „einfache” Wahrheit bezeichnet, ist in der Realität das Resultat harter handwerklicher Arbeit auf großartigen Böden in besten, geschützten Lagen im einzigartigen Mikroklima des Neusiedler Sees.


Weingut Prieler - Neusiedlersee-Hügelland
Engelbert Prieler zieht den jungen Wein vom Fass


Hier befinden sich alle Top-Lagen der Prielers in den sanft hügeligen Spitzenrieden von Schützen am Gebirge inmitten eines romantischen Naturschutzgebietes.Die windgeschützten Rebhänge sind größtenteils nach Süden und Osten ausgerichtet und fangen die ganze Kraft der Sonne ein. Der steinige Untergrund speichert die Wärme des Tages und gibt sie in den Nächten wieder ab. Der nahe gelegene See sorgt für ein unvergleichliches Mikroklima mit warmen Herbsttagen und ganzjährig milden Temperaturen. Er verhindert die gefürchteten Spätfröste im Frühling, in der Trockenheit des Sommers spendet er willkommene Feuchtigkeit und er mildert die kalten Herbstnächte. Ein zweiter wichtiger Einflussfaktor ist das Leithagebirge im Rücken der Kessellagen. Es schützt die Riede vor kalten Westwinden und sorgt umgekehrt an heißen Sommerabenden für Kühlung. See und Gebirge ermöglichen den Trauben eine lange Vegetationsperiode und ein optimales Ausreifen und somit die Conditio sine qua non einer komplexen Aromenbildung.
Das so sympathische und ungemein gastfreundliche Ehepaar Prieler, Engelbert und Irmgard, das 1972 das elterliche Gut übernahm, hat, zusammen mit ihrer innovativen Tochter Silvia, seinen ureigenen Stil gefunden und seinen Weinen eine unverwechselbare Handschrift gegeben mit einprägsamer Frucht, großartigem Rebsorten- und subtilem Terroircharakter.


Weingut Prieler - Neusiedlersee-Hügelland
Engelbert Prieler mit seiner Frau Irmgard bei unserer gemeinsamen Verkostung
auf der Terasse


In Österreichs Fachpresse werden sie, völlig zu recht, hymnisch gefeiert (Auszeichnungen wie „Österreichs Winzer des Jahres” u.a. aufzuzählen, hieße Eulen nach Athen tragen) und ihre Weine mit Preisen überhäuft. Engelbert Prieler, Frohnatur und Genussmensch gleichermaßen, mit strahlenden Augen und großen, zupackenden Händen, vermittelt im engagierten Gespräch eine profunde Kompetenz und ist ein höchst kreativer Perfektionist, der nicht nur zu den besten Winzern des Burgenlands gehört, sondern mittlerweile zur Elite der gesamten österreichischen Winzerszene! Zur Qualität der aktuelle Jahrgänge möchte ich gerne den berühmten österreichischen Weinguide VINARIA 2006/7 zitieren:
„Die Geschlossenheit und hohe Qualität der heurigen Weinserie chez Prieler machte uns wieder einmal glücklich, wie so oft in den vergangenen Jahren. Um den höchst erfolgreichen vinophilen Anstrengungen der Familie Prieler nun endlich gebührend Rechnung zu tragen, entschlossen wir uns, das Weingut in den elitären Kreis der Drei-Sterne-Betriebe für ihre jahrelange gleichmäßig hohe Weinqualität zu erheben”. Und welch seltene Übereinstimmung der beiden wichtigsten österreichischen Weinführer. Denn exakt die gleiche Eingruppierung in die kleine Elite der österreichischen Spitzenwinzer nahm der FALSTAFF vor. Herzlichen Glückwunsch für diese doppelte Ehrung unseren sympathischen Prielers!


731105 Prieler, Pinot Blanc Seeberg 2005 9,90 Euro
Von uralten Reben auf kalkigen Sandböden aus kühleren Lagen stammt dieser feinfruchtige und ungemein animierende Weißburgunder mit nur 12,5% Alkohol! Schönes, sattes Gelbgrün in der Farbe, tiefgründige, intensive Aromen von weißen Birnen, Orangen, Aprikosen, Kräutern und würzige Haselnuss-Mandel-Noten. Am Gaumen eine bemerkenswerte Fruchttiefe und eine fabelhafte Frische, sehr harmonisch, fein balanciert, präzise, viel Finesse und Spiel und zart mineralische Noten vom kalkigen Boden mit Anklängen an Jod. Feinsaftig, lebendige Säure, ein verführerischer, jugendlicher Charme in Verbindung mit kraftvoller Eleganz, saftig-geschmeidigem Schmelz und toller Länge. Ein Paradeexemplar eines Weißburgunders, der seit Jahren mit Lob überschüttet wird und von A LA CARTE bereits mit sensationellen 93 Punkten angesichts des so genussfreundlichen Preises geadelt und von Vinaria („Best buy unter 12 Euro, Platz 1”) sowie vom Gault Millau („Extraklasse, sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis”) und Parker Parker („outstanding value”) als besonderer Tipp gefeiert wurde. Jancis Robinson, international hoch angesehene Weinexpertin und „Master of Wine” urteilt treffend: „As for Pinot Blanc in Burgenland, the champion here is Prieler”!
Zu genießen ab sofort bis mindestens 2009.


731605 Prieler, Chardonnay Sinner 2005 9,90 Euro
Von mageren, kalkigen Sandböden stammen die handverlesenen Trauben dieses spontan vergorenen, köstlichen, klassischen Chardonnays, der nichts, aber auch gar nichts mit den uniformen, austauschbaren, langweiligen und vom Holz dominierten Weinchen aus Übersee zu tun hat, welche die Sensorik und den Magen in geradezu penetranter Art und in durchaus vergleichbarer Weise wie handelsübliche Softdrinks traktieren. Dahingegen begeistert dieser im Edelstahltank ausgebaute, von kühlen Fruchtaromen und Weißbrotnoten durchsetzte Chardonnay Sinner, der am Gaumen Saft, Frische und Feingliedrigkeit vereint, vom ersten Schluck im Glase an und stellt im Jahrgang 2005 mit seinen höchst trinkanimierenden 12,5% Alkohol wiederum eine Bank dar. Unsere Kunden vor Ort in Saarlouis sind in Proben begeistert über die burgundische Nase nach Brioche und den schönen würzigen Duft aus aromatischen Äpfeln, zarten Kräutern sowie kandierten Trauben und das feine Spiel am Gaumen.
Zu genießen ab sofort bis mindestens 2010.


731504 Prieler, Chardonnay Seeberg 2004 21,90 Euro
Einen solch großen barriqueausgebauten Chardonnay der absoluten Spitzenklasse aus Österreich habe ich selten zuvor im Glase gehabt: „In der Nase reife, gelbe Früchte, feine Kräuterwürze, von einladenden Röstaromen unterlegt, burgundische Stilistik, am Gaumen ungemein komplex, rauchige Holzanklänge, Mokkaaromen, darunter eine glockenklare Frucht, große Länge, mineralisch und anhaltend, großes Entwicklungspotential”, urteilt begeistert der FALSTAFF und nimmt ihn mit 93-95 Punkten in die „Ehrentafel der (kleinen) Elite der besten Weißweine Österreichs der Jahrgänge 2004/5” auf. Infolge einer späten Handlese Anfang Oktober und der Vergärung und Lagerung in neuen Barriques erlauchter Provenienz auf der Feinhefe für 20 Monate betören in der dicht gewirkten, holzwürzigen Nase feinste Feuersteinanklänge, reife, gelbe Birnen sowie exotische Früchte, Aprikose, Mineralien und etwas Rauch in bester burgundischer Tradition. Am Gaumen komplex, stoffig und wiederum tief mineralisch, ein eleganter, fast tänzerischer Stil, dazu eine saftige Frucht mit bestens integriertem Holz, ausgezeichnet strukturiert, hat Biss und Tiefe sowie eine tolle Länge. Sein Jahrgangsvorgänger wurde bei der Präsentation der „Besten der Besten” im Schloss Schönbrunn, der größten Weinverkostung Österreichs, der „international austrian wine challenge”, als Sieger der Rubrik Chardonnay gefeiert. Er entlarvt gnadenlos die meisten Übersee-Chardonnays, aber auch viele überteuerte Prestigeweine aus Burgund als das, was sie sind: stinklangweilig und eindimensional. Zu diesem höchst fairen Preis bietet dieser exzellente Wein, der an große Gewächse aus Chablis erinnert, ein grandioses Trinkvergnügen – ein Maßstab in seiner Preisklasse, der unerreicht sein dürfte. Endlich kann man Chardonnay – neben all unseren tollen Rieslingen – wieder mit größter Freude genießen! VINARIA: Höchste Auszeichnung: 3 Sterne!
Zu trinken ab sofort (Dekantieren bitte), Höhepunkt 2007 bis 2015.



Weingut Prieler - Neusiedlersee-Hügelland
In den sanft geschwungenen Rieden des Schützener Steins


731204 Prieler, Blaufränkisch Johanneshöhe 2004 10,90 Euro
Von sandigen Lehmböden, mit Kieselsteinen durchsetzt, stammen die handverlesenen, extrem selektierten, kleinbeerigen Trauben, die spontan im Edelstahl vergoren und danach 18 Monate in großen Eichenfässern bzw. gebrauchten Barriques ausgebaut wurden. In der Nase ein faszinierend kühler, mineralischer, zart rauchiger Duft von Sauerkirschen, Brombeeren, Zwetschgen, schwarzen Johannisbeeren und weißem Pfeffer. Am Gaumen eine feste, würzige, profunde Fruchttiefe und tolle Säurestruktur, die diesen leckeren Blaufränkisch ungewöhnlich erfrischend und trinkanimierend wirken lässt. Zugleich setzt sich die würzig-mineralische Struktur der Nase am Gaumen fort, dazu eine Kirschen-Weichselfrucht, der Holzeinsatz ist sehr balanciert, das Tannin seidig-finessenreich und der lange Nachhall pikant.

Übrigens: FALSTAFF zählt den Blaufränkisch Johanneshöhe zu den „BEST BUYS”. VINARIA urteilt: „Die beste Johanneshöhe der letzten Jahre - ein Klassiker”.
Zu genießen ab sofort bis wenigstens 2009.


731704 Prieler, Schützner Stein, rot 2004 21,90 Euro
Durch die idealen Wachstumsbedingungen rund um das Naturschutzgebiet des Schützner Steins mit seinen optimalen mikroklimatischen Bedingungen besitzt diese phantastische Cuvée eine herrlich animierende Frucht mit schiefrig-mineralischen Noten, saftig-weiche Gerbstoffe und eine schmelzige Textur, so dass sie verführerisch weich über die Zunge gleitet. Rote Beeren und schwarze Johannisbeeren mit feiner Kräuterwürze, Thymian, ein Hauch von Bitterschokolade und Kaffee sowie feine mineralische Noten faszinieren in der Nase. Am Gaumen präsentiert sich diese traumhaft balancierte, „ausgezeichnete Cuvée, die in 2004 mit dem normalerweise für den ‚Goldberg’ vorgesehenen Traubenanteil aufgewertet wurde” (VINARIA) aus Blaufränkisch und Merlot saftig und fruchtig, mit herrlichen Wildkirschnoten, feinen Röstaromen, edler Würze, toller Struktur und mit elegantem, mineralischem Spiel. Im betörenden Abgang wieder dunkle Frucht, feine Tannine und mineralische Noten.
„Ein beeindruckend tiefgründiger Wein, der zwar jetzt schon Vergnügen pur bereitet und der in ein bis zwei Jahren so manches Bordelaiser Gewächs in den Schatten stellen wird und Lagerungspotential bis mindestens 2015 besitzt. Ein Wein für Liebhaber der Finesse”, so das begeisterte Urteil von Christina Göbel, Deutschlands Sommelier des Jahres 2005.



Weingut Prieler - Neusiedlersee-Hügelland
Blick aus den Rieden auf den Neusiedlersee


731904 Prieler, Leithaberg, rot 2004 27,00 Euro
Silvia Prieler zur Stilistik dieses phänomenalen Weines: „Der ‚Leithaberg’ soll einen bewussten Gegensatz zum so genannten internationalen Weinstil mit seiner Holzlastigkeit, seiner Fruchtigkeit und üppigen Schwere darstellen. Stattdessen präferieren wir Mineralität, nervige Eleganz und tiefgründige Würze”. Das Resultat ihres Jungfernjahrgangs ist von sensationeller Qualität. Der FALSTAFF lobt euphorisch: „Der beste Rotwein Österreichs in 2004! Dunkles Rubingranat, violette Reflexe, zarte Randaufhellung. In der Nase feine, verführerische Brombeerfrucht, feine Holzwürze. Am Gaumen angenehme Würze, hochelegante Extraktsüße, frisch strukturiert, feiner Nougat, klingt an, bleibt lange haften, feine Holznoten im Nachhall, tolles Entwicklungspotential, eine überzeugende Premiere aus den Edelreben Blaufränkisch, St. Laurent und Pinot Noir”.
Zu genießen ab sofort (Dekantieren bitte), Höhepunkt 2008 bis 2015.


731403 Prieler, Blaufränkisch Goldberg 2003 55,00 Euro
Für mich einer der großen Rotweine Österreichs, ein exemplarischer Referenzwein der neuen Winzergeneration Austrias (Parker:„Austrian cult wine”), der im Konzert der großen Rotweine der Welt als Charakterdarsteller in der obersten Liga mitspielt – und brilliert. Komplett im neuen Barrique reift Prielers Selektion von großartigen Rebstöcken der österreichischen Paraderebsorte, die von seinen besten Parzellen der Spitzenried Goldberg stammen. ?Der sehr steinige Schieferboden ist Teil einer erstklassigen Hanglage, die sich aufgrund dieser Bodenstruktur sehr schnell erwärmt. Gepaart mit kühlen Nächten und rigoroser Ertragsbeschränkung (30 hl/ha) ergibt dies einen traumhaften Wein mit sehr viel Mineralität, feiner Eleganz und enormer Kraft. 26 Monate liegt dieser Riese von Wein im neuen Barrique und gewinnt hier eine aromatische Komplexität und Geschmeidigkeit, die ihn den großen Rotweinen der Welt ebenbürtig macht. In der Farbe ein dunkles Rubingranat mit zarter Randaufhellung, in der Nase ein sehr tiefer, mineralischer, kompakter Duft von Schattenmorellen, hochreifen schwarzen, verführerischen Brombeeren; hinzu kommen Noten von Bitterschokolade, Veilchenpastillen, Gewürznelken und die präsente, aber von der Frucht wunderschön gepufferte Holzwürze. Ein Wein, der wie verführerischer, süßlicher Nektar von dunklen Beeren über die Zunge gleitet und dem man trotz aller Kraft und Opulenz eine gewisse tänzerische Leichtigkeit nicht absprechen kann. Fruchtfülle, Mineralität, seidige Tanninqualität, extreme Nachhaltigkeit und riesiges Potential in perfektem Einklang: Ein österreichischer Weltklassewein mit großer Individualität, unverwechselbar in Stil, Charakter und Geschmack, Referenzcharakter!

VINARIA urteilt: „Krönung der tollen Serie der Prielers ist der famose Blaufränkisch-Goldberg 2003, der bei aller Reife und Dichte Struktur, Frucht und die Mineralität in den Vordergrund stellt – ein ganz großer roter Österreicher”. Die Konsequenz solch berechtigten Lobs ist die extrem selten vergebene Höchstwertung von drei goldenen Sternen, was bedeutet, dass alle Verkoster einstimmig diesem Weinmonument die Höchstnote zuerteilt haben. Und nicht genug der Ehrungen: Der FALSTAFF kürt „diesen Wein der Superlative als aktuellen Sieger der Fasltaff-Reserve-Trophy” und vergibt 93-95 Punkte!
Enormes Potential bis sicherlich nach 2018.




SPANIEN

Telmo Rodriguez

Telmo Rodriguez – „Un Bordeaux en Espagne”

Er ist der vielleicht begabteste und kreativste Kopf innerhalb der spanischen Winzerelite. Telmo Rodriguez, dem selbst die REVUE DU VIN DE FRANCE einen geradezu euphorischen Artikel mit spektakulären Bewertungen unter dem zutreffenden Titel: „Un Bordeaux en Espagne” widmete, produziert hochwertige Spitzenweine auf Weltklasseniveau genauso wie vorzügliche Alltagsweine mit einem phänomenalen Preis-Genussverhältnis. Heute präsentieren wir einen absoluten Top-Wein Telmos aus der Aufsteigerregion Toro und drei traumhafte Leckerbissen für den täglichen Genuss ohne Reue, die seit langem bereits zu den absoluten Favoriten unter unseren Kunden und zu den meist verkauften Weinen unseres Programms gehören. Kein Wunder: Die Compañía de Vinos Telmo Rodriguez erzeugt in modernem Stil hervorragende Weine mit einer ureigenen Handschrift, die einen ausgeprägten Terroircharakter besitzen und als Vorbild gelten für viele Weine Spaniens der neuen Generation!


Telmo Rodriguez
Telmo im Schutze einer schattenspendende Plantage



420105 Rodriguez, Basa, Vino de Rueda blanco 2005 6,75 Euro
Dieser ungemein beliebte leckere Trinkspaß, eine sehr erfrischende Cuvée aus Verdejo (85%), Viura und Sauvignon Blanc, gilt unter Kennern als einer der spannendsten trockenen spanischen Weißweine für unfassbar wenig Geld.

Herrlich fruchtig und würzig in der verführerischen Nase: Aromen von reifen Aprikosen, Holunderblüten und Cassis vermählen sich mit einem exotischen Früchtekorb und mineralischen Anklängen von der Verdejotraube. Am Gaumen betörend frisch, fein balanciert und enorm finessenreich. Telmo Rodriguez selbst meint, er habe noch niemals einen Basa in einer solch großartigen Qualität vinifiziert! Dieser herrliche Alltagswein aus einem großen Jahrgang im Nordwesten Spaniens (insbesondere in der Region Rueda, die von einem besonders günstigen Klima vor und während der Weinlese profitierte) ist für den baldigen Trinkgenuss konzipiert und wird bis Ende 2007 exzellent munden! Robert Parker:„Readers looking for a tasty, value-priced white should check out the 2005 Basa, 89 Punkte”.
Jetzt bis Ende 2007


420205 Rodriguez, Al Muvedre, Vino Alicante, tinto 2005 5,30 Euro
Der STERN feierte bereits einen Jahrgangsvorgänger dieses sensationell preis„werten” Alltagsweine euphorisch unter der zutreffenden Schlagzeile „Al Muvedre – Schrecken des Supermarkts” als Weintipp der Woche: „Es sind nicht unbezahlbare Ego-Weine, mit denen der junge Telmo Rodriguez nach Ruhm und Ehre greift. Eher sind es die bodenständigen Tropfen. Einer der kreativsten unter den Star-Weinmachern Spaniens, sucht er in seiner Heimat nach typischer Expression von Herkunft, Rebsorte und Klima. In Alicante, sonst vinologisches Niemandsland, entdeckte er Terrassenanlagen mit alten Rebstöcken der Sorte „Monastrell”, frankophilen Weintrinkern unter den Namen „Mourvèdre” bekannt.
Nun ist die Gegend von Alicante zwar die Heimat dieser dickschaligen Rebsorte, gleichwohl wussten die Bauern dort deren Kraft und Würze bis vor kurzem nicht in Weinqualität umzusetzen. Telmo Rodriguez kam, half und liefert nun auf herzerfrischende Weise authentischen Monastrell. Die Ausstattung der Flasche wirkt durch gekonnte Simplizität edel und raffiniert. „Al” steht für Alicante, „Muvedre” für die Rebsorte. Der unkomplizierte Wein erfreut das Herz des preisbewussten Weintrinkers, den die anonymen Supermarkttropfen immer wieder quälen, der aber vom Geizen nicht lassen kann. Hier wird er zu einem Spottpreis glücklich!
Herrlich wild zeigt der Wein Charakter in Duft und Geschmack, milde Gerbstoffe tragen saftige Würze an den Gaumen. Mit dunklen Beeren und getrockneten Sommerkräutern schmeckt er nach deutlich mehr, als er kostet – da hat der Supermarktwein nichts zu melden”. Gut gebrüllt, STERN!

Unser heute präsentierter, ungemein charaktervoller 2005er demonstriert eindrucksvoll die potentiellen Möglichkeiten eines von der Fachpresse bereits zum Jahrhundertjahrgang hoch geschriebenen Jahres und begeistert mit seinen südlich-würzigen Aromen und seinen Anklängen an dunkle Beeren, Schattenmorellen, Schokolade, Pfeffer und getrocknete Kräuter. Seit Jahren einer unserer erfolgreichsten Rotweine überhaupt, doch wohl noch nie war er so gut und so geschliffen wie in 2005! Eine traumhaft leckere Hommage an die bedeutende Rebe des Mittelmeerraumes, den Mourvèdre. Unbedingt probieren! Robert Parker: „A terrific value”!
Trinkreife ab sofort (etwas Luft geben bitte) bis Ende 2009.


420405 Rodriguez, „Dehesa Gago”, tinto 2005 7,95 Euro
Der Weinberg zählt zu den ältesten in Spanien: Denn schon die Pilger im Mittelalter auf dem Weg nach Santiago de Compostella stärkten sich an diesem Wein für ihren mühevollen Weg! Im Westen Kastiliens, an der Grenze zu Portugal gelegen, in der so ungemein dynamischen Region Toro mit ihren extremen klimatischen Bedingungen, in sehr ärmlichen, uralten Rebbergen mit einer extrem exponierten Sonneneinstrahlung produziert Telmo, dieser sympathische „Wunderknabe des spanischen Weinbaus”, einen Rotwein, der von Parker seit Jahren zu den „awesome wine values” gezählt wird, die ein Preis-Genussverhältnis bieten, das seiner Meinung nach geradezu unglaublich ist: 100% Tinta de Toro-Trauben aus 40 bis 70 Jahre alten, teilweise wurzelechten Weinstöcken ergeben ein traumhaftes Stöffchen von schwarzroter Farbe, einem berauschendes Bukett nach Crème de Cassis, Kirschen, Brombeeren, Walnüssen, Schlehen, Oliven und dunklem Tabak mit einer süßlich-würzigen Fruchtexplosion im Munde. Sehr dicht am Gaumen, reichhaltig, fleischig, generös, noch kompakte, aber herrliche Tanninstruktur, pfeffriger Nachhall „zu gut um wahr zu sein, 89 Punkte” (Parker), ein Wein, der im 99er Jahrgang vom FEINSCHMECKER zu den 100 besten Weinen der Welt gezählt wurde (eine Einstufung, die mir übertrieben scheint, aber den betörenden Reiz dieses reinsortigen Tempranillo verdeutlicht) und einer unserer meist verkauften spanischen Rotweine überhaupt.
Zu genießen ab sofort zu kräftigen Fleischgerichten (Dekantieren bitte), Höhepunkt Ende 2007 bis nach 2012.



Telmo Rodriguez


Eine extreme Steilterasse aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln fotografiert.

Telmo Rodriguez


420002 Rodriguez, „Pago La Jara”, tinto 2002 35,00 Euro
In sehr limitierter Auflage (wegen der drastischen Selektion bei der Zusammenstellung dieses fabelhaften Spitzenweins durch Telmo Rodriguez) können wir Ihnen, liebe Kunden, diesen großartigen, harmonischen, sehr authentischen Tropfen aus einer Region anbieten, deren enormes Potential VINUM in einer glänzend recherchierten Reportage unter dem Titel „Wunderkinder aus Toro” beschrieben hat: Ein „neues Weinwunderland” sei im Entstehen, ein „El Dorado” gar für preisbewusste Weinliebhaber, denn die einzigartigen klimatischen Bedingungen, die bis zu 3000 Sonnenstunden im Jahr, garantieren ein perfektes Ausreifen der auf luftigen Anhöhen gepflanzten, zum größten Teil noch wurzelechten Reben, die von der Reblausplage verschont geblieben sind. Zudem bringt die dominierende, autochthone Rebsorte der Region, Tinta de Toro, eine enge Verwandte der Tempranillo, ungemein extraktreiche, fruchtige, gleichzeitig verblüffend opulente und dennoch weich wirkende Weine mit viel Tiefgang hervor, mit einer würzigen, an Tinte und Teer erinnernden, unverwechselbaren Note. Ausschließlich aus einer erstklassigen, kieseligen Parzelle, deren Weinstöcke über 70 Jahre alt sind, stammen die perfekt gereiften Trauben für diesen noblen, maskulin wirkenden Wein, der mit seinen tiefgründigen mineralischen Aromen und seinen Anklängen an Zigarrenkisten, geräucherten Speck und dunkle Beeren die Sinne verzaubert. Ein höchst authentischer Rotwein mit einer ganz eigenen Stilistik aus einer der spannendsten Regionen Spaniens!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2007 bis nach 2012.


 92 Parkerpunkte!



FRANKREICH

Domaine de Fondrèche - Côtes-du-Ventoux

Parker: „Superstar Estate – high quality as well as value-priced-wines”

Die Domaine de Fondrèche ist seit Jahren ein wahres Kleinod aus dem schier unerschöpflichen Reservoir des französischen Südens, von dessen sensationellen Qualitäten selbst die Winzer im benachbarten Châteauneuf-du-Pape unter vorgehaltener Hand begeistert schwärmen. Gelegen in einer überwältigend schönen Landschaft am Fuße des malerischen Mont Ventoux, des heiligen Berges der Provençalen, sorgt sie seit Mitte der 90er Jahre unter der engagierten Leitung des jungen, begnadeten Winzers Sébastien Vincenti für erhebliches Aufsehen mit naturnah produzierten Weinen, die in kürzester Zeit in der internationalen Weinszene für Furore sorgten. Sébastiens Ziel sind fein balancierte, terroirgeprägte Weine mit moderaten Alkoholwerten, welche die Seele ihrer provençalischen Heimat widerspiegeln. Sie erfreuen sich bei unseren Kunden seit Jahren derart großer Beliebtheit, dass sie zu den am stärksten gesuchten Gewächsen der gesamten Rhône überhaupt gehören.


Domaine de Fondrèche
Sébastien bei der Verprobung des neunen Jahrgangs


Mittlerweile suchen gar die Winzerikonen des Midi unseren Freund Sébastien auf, um mit ihm über seine Weinbergsarbeit zu reden – und, um von ihm zu lernen! Denn Sébastien, dieser so kluge, aber immer bescheiden und bodenständig gebliebene junge Mann, vinifiziert aus perfekt gereiften Tauben von bis zu 80 Jahre alten, sehr tief wurzelnden Rebstöcken zweifellos DIE Referenzweine seiner aufstrebenden Appellation. Sie verströmen im Glase einen faszinierenden Duft, der von ihrer traumhaft schönen Landschaft mit ihrem faszinierenden provençalischen Licht erzählt und sie werden trotz Parkers Elogen noch immer zu derart extrem fairen Preisen verkauft, dass sie angesichts ihrer großartigen Qualitäten geradezu als Schnäppchen gelten müssen und immer viel zu schnell ausverkauft sind. Sébastien Vincenti hat die Region des wildromantischen Mont Ventoux aus ihrem lange anhaltenden Dornröschenschlaf wach geküsst und ist unbestritten – trotz seiner Jugend – das Idol und Vorbild einer zahlenmäßig noch kleinen Winzerelite, die sich anschickt, Châteauneuf-du-Pape das Fürchten zu lehren!
Alle unsere heute präsentierten Weine unseres Kleinods vom Fuße des sagenumwobenen Mont Ventoux stammen aus dem Jahrgang 2005, der von vielen Fachjournalisten und Kennern als DER vielleicht größte aller Zeiten an der Rhône angesehen wird, vergleichbar, wenn überhaupt, nur den legendären 78ern und 61ern. Die besten 05er Weine vereinen in genialer Weise die majestätische Kraft, Dichte und Konzentration des heißen Jahrgangs 2003 mit der Frische, Balanciertheit und inneren Harmonie des von mir sehr hoch eingeschätzten 2004ers, dessen wahre Qualität noch immer von so manchem Kritiker sehr unterschätzt wird. Ich persönlich sehe auch den Jahrgang 2005 an der südlichen Rhone sehr inhomogen: Es gibt in der Tat monumentale Weine, die zum Besten gehören, was ich jemals von der Rhône verkosten durfte. Auf der anderen Seite gibt es reichlich viel Weine, die, allen Jubelarien zum Trotz, meinen Geschmacksvorlieben so gar nicht entsprechen wollen, da sie aufgrund der extremen Zuckerwerte der Trauben viel zu hohe Alkoholgradationen (16 Volumenprozent sind keine Seltenheit!) besitzen und einfach nur ‚fett’ im Glase krachen. Deshalb war auch und gerade im zum Jahrhundertjahrgang hochstilisierten 2005er höchste winzerliche Handwerkskunst in Keller und Weinberg genau so gefragt wie in so genannten schwierigen Jahren. Und ich gebe Ihnen mein Wort: Sébastien Vincenti hat in 2005 die besten Weine seiner glanzvollen Winzergeschichte vinifiziert. Seine Spitzencuvées ‚Nadal’ und ‚Persia’ besitzen gar die Top-Qualität hochwertiger Châteauneuf-du-Pape, befinden sich aber preislich auf dem Niveau guter Côtes-du-Rhône. Die Domaine de Fondrèche bietet daher in 2005 phantastische Weine in einer Schnäppchenqualität, wie man sie vielleicht einmal überhaupt in einem Jahrzehnt finden kann. Unbedingt probieren!


Domaine de Fondrèche
Blick auf die malerische Domaine de Fondrèche



151605 Fondrèche, Cuvée Persia, blanc 2005 14,95 Euro
Für Liebhaber großer französischer Gewächse einer der rarsten und schönsten weißen Rhôneweine, die im letzten Jahrzehnt produziert worden sind. Durch den reduzierten Ausbau im neuen Barrique noch dezenter im Holzton als in der Vergangenheit, finessenreicher, frischer und traumhaft balanciert!


151405 Fondrèche, L’ Instant, Côtes-du-Ventoux, Rosé (PK) 2005 6,50 Euro
Sie, liebe Kunden, wissen, dass wir nur ganz wenige Rosés in unserem Programm führen, da sie zu selten unseren Ansprüchen nach einem wirklich guten Wein genügen. Einer dieser raren Ausnahmerosés ist diese so würzige, erfrischende Cuvée aus Grenache, Cinsault und Syrah, lachsfarben und mit einem hochinteressanten Aromenspektrum versehen. Jeder Schluck dieses genialen Rosés lässt Parkers Elogen verständlich werden, der einen seiner Vorgänger mit sensationellen 89 Punkten bewertete und ihm Vorbildcharakter für seine Gattung bescheinigte!
Der fruchtige, frische, ungemein elegante 2005er aus ganz großem Jahrgang ist nach Sébastiens Meinung der wohl beste Rosé, den er bisher produzierte und demonstriert eindrucksvoll, warum einer seiner grandiosen Jahrgangsvorgänger vom FEINSCHMECKER in einer großen „Rosédegustation Südfrankreich” zu den drei Besten (!) gezählt wurde.

Ein idealer „Zechwein” für laue Sommerabende, aber auch ein exzellenter Begleiter zu südländischen Grillgerichten, wie etwa Lammkoteletts oder Merguez.

L’ Instant, Côtes-du-Ventoux, Rosé (PK)


151905 La Lumière de Provence, VdP des portes de la Méditerranée rouge (PK) 2005 5,90 Euro
Bei einem Besuch auf der Domaine Fondrèche vor 2 Jahren spazierte ich mit Sébastien an einem traumhaft schönen Herbsttag durch die rot gefärbten, bunt schillernden Weinberge, wir ließen uns zu einem Schwätzchen auf einem Felsenstein am Rande einer Parzelle mit alten Reben nieder, genossen die warmen Sonnenstrahlen und das unvergleichliche schöne Licht der provençalischen Landschaft und sprachen über die Dinge des Lebens. Und auf einmal war eine geniale Idee geboren: Sébastien hatte gerade berichtet, dass der Weinberg, an dessen Fuße wir uns nieder gelassen hatten, ihn wegen der großartigen Qualität seiner Reben schon lange interessiert habe, er sie aber nicht kaufen könne, da er nicht genügend Manpower habe, diese zusätzlich zu bewirtschaften: Da erzählte ich ihm die Geschichte von Roman Niewodniczanski und seinem Saar-Rieslingprojekt, bei dem Vertragswinzer nach strikten Qualitätskriterien die Weinbergsarbeit machen und der Winzer nachher „nur noch” den Wein vinifiziert. Sébastien war sofort fasziniert von diesem Gedanken und heute, zwei Jahre später, können wir Ihnen als einer von zwei Händlern auf der Welt den Jungfernjahrgang eines Weines anbieten, der höchsten Trinkgenuss zu fairstem Alltagspreis bietet. Genannt haben wir ihn in Erinnerung an den sonnigen Tag, als wir unser Projekt entwickelten, „La lumière de Provence”, das Licht des Südens. Und genau diese unvergleichliche Atmosphäre einer der schönsten Landschaften Europas transportiert dieser fabelhafte Alltagswein ins Glas und zaubert Ihnen somit den Traum vom Süden ungeschminkt ins Bewusstsein. Jeweils etwa ein Drittel Grenache, Syrah und Merlot ergeben eine sehr verführerische Cuvée: In der Nase betören expressive Aromen von Schwarzbeeren, reifen Kirschen und Anklänge an wild wachsende Kräuter der Provence. Schmelzig, cremig, mit butterweichen Tanninen schmeichelt er dem Gaumen und ist somit ein absoluter Maßstab in seiner so konsumfreundlichen Preisklasse. Jetzt und in den nächsten drei Jahren bietet dieser ungemein schmackhafte Alltagswein, der weltweit gesehen kaum ernsthafte Konkurrenz in seiner Preisklasse zu fürchten hat, ein unvergleichliches Genusserlebnis! „La Lumière de Provence” ist zart gekühlt auch ein traumhafter Sommerrotwein für die Terrasse, an kalten Winterabenden vermag er Ihnen, liebe Kunden, das Licht der Provence ins Herz zu zaubern.
Zu genießen ab sofort bis 2008.

La Lumière de Provence, VdP des portes de la Méditerranée rouge (PK)


Als besonderes Schnäppchen: 12 Flaschen kaufen, nur 10 Flaschen bezahlen

1519905 La Lumière de Provence, VdP des portes de la Méditerranée rouge (12 für 10) 2005 9 l, statt 71,40 nur 59,00 Euro

La Lumière de Provence, VdP des portes de la Méditerranée rouge (PK)


151705 Fondrèche, Sud Absolu, rouge (PK) 2005 5,95 Euro
Dieser traumhaft leckere Alltagswein aus einem Jahrhundertjahrgang an der Rhône ist ein ungemein fröhlicher Tropfen mit unverkennbar südlicher Stilistik, der Trinkspaß pur bietet, damit zum fröhlichen Zechen animiert, aber auch als hervorragender Essensbegleiter überzeugt. Im Hitzejahrgang 2003 vinifizierte Sébastien erstmals diesen heiteren Tischwein zu ungemein sympathischem Preis, der sofort zu einem Bestseller in unserem Programm avancierte und der wesentlich teurere Konkurrenz mühelos aus dem Feld schlägt, was Parker mit seinen 89 Punkten eindrucksvoll unterstrich.
Der 05er aus einem Jahrhundertjahrgang an der Rhône ist ein ungemein „sexy” Wein, von, Nomen est Omen, unverkennbar südlicher Stilistik, der Trinkspaß pur bietet und zum fröhlichen Zechen animiert. Erstmals in seiner Rebsortenzusammensetzung hälftig aus Syrah und Grenache bestehend und in seiner Stilistik nahe am genialen 2004er, mit eben nur dem Tick mehr an Dichte und Konzentration, die der zur Legende werdende 2005er Jahrgang mit sich bringt, verführen in der Nase expressive Aromen von Schwarzbeeren, reifen Kirschen und die betörenden Düfte der wild wachsenden Kräuter der Provence. Dicht, fein balanciert und schmeichlerisch am Gaumen, dabei jedoch weicher, lasziver und frischer als der von Parker so hoch gelobte 03er, mit cremigen, ungemein leckeren Tanninen ausgestattet und somit ein absoluter Maßstab in seiner so konsumfreundlichen Preisklasse. Jetzt und in den nächsten drei Jahren bietet dieser ungemein schmackhafte Alltagswein, der weltweit gesehen kaum ernsthafte Konkurrenz in seiner so lukrativen Preisklasse zu fürchten hat, ein unvergleichliches Genusserlebnis!

Übrigens: Auch Bernd Kreis, ausgezeichnet als bester Sommelier Deutschlands wie Europas, empfahl bereits den Jahrgangsvorgänger dieses herrlichen Alltagsweins in seinem Einkaufsführer empfehlenswerter „500 Weine unter 10 Euro” (Hallwag Verlag). Wahrlich eine Rarität in seiner sinnenfrohen Preisklasse!

Fondrèche, Sud Absolu, rouge (PK)


151105 Fondrèche, Cuvée Fayard, rouge 2005 7,95 Euro
Seit Jahren ein Klassiker in unserem Programm und einer unserer meist verkauften Weine aus dem französischen Süden! Leider bereits nach unserer kleinen Notiz hinsichtlich seines Eintreffens in unserem Lager in Saarlouis in Pinwand 119 fast ausverkauft. Traumhafte Vermählung höchster physiologischer Reife und perfekter Säurestruktur, daher eine enorme Frische, eine für die südliche Rhône extrem rare Finesse und Trinkgenuss pur. Best Fayard ever!
Zu trinken wegen seiner cremig-weichen, seidenen Tannine ab sofort (gewinnt dabei enorm mit Luft) bis 2010.


151605 Fondrèche, Cuvée Persia, blanc 2005 14,95 Euro
Für Liebhaber großer französischer Gewächse einer der rarsten und schönsten weißen Rhôneweine, die im letzten Jahrzehnt produziert worden sind. Durch den reduzierten Ausbau im neuen Barrique noch dezenter im Holzton als in der Vergangenheit, finessenreicher, frischer und traumhaft balanciert!


151305 Fondrèche, Cuvée Persia, rouge 2005 14,90 Euro
Welch sensationelle Qualität aus einer der landschaftlich reizvollsten Regionen Frankreichs mit ihrem großartigen Terroir! In der Stilistik kühler, aristokratischer, nobler, seidener gar als die verführerische Cuvée Nadal, die mehr von einer ursprünglichen Wildheit und einer zart süßlichen Frucht geprägt wird; stattdessen wird die Nase durch den ‚Persia’ von extrem komplexen, zart rauchigen Aromen, einer subtilen Mineralität und edlen Schokoladenoten sowie feinen Anklängen an geröstetes Fleisch verwöhnt. Der Einfluss des neuen Barrique ist dabei nur ebenso dezent spürbar wie auf der Zunge, da der gewaltige Fruchtkern das Holz förmlich aufgesogen hat und auch das massive, cremige Tanningerüst komplett ummantelt, das diesem großen Konkurrenten wesentlich teurerer Gewächse von der Côte Rôtie ein großes Reife- und Lagerpotential verleiht. Zudem hat Sébastien erstmals die Trauben der alten Syrahparzellen getrennt ausgebaut und eine größere Partie auch in großen Holzfudern vinifiziert. Das Resultat: Eine noch feinere Struktur und eine klassischere Stilistik, enorme Dichte und eine fabelhafte Konzentration, eine große mineralische Tiefe und eine für die südliche Rhone extrem seltene Eleganz: Wie stets sind diese Parameter der großen Weine der Welt das Markenzeichen dieses nur in Ausnahmejahrgängen erzeugten edlen Syrah (mit einem Zusatz von 10% bester Mourvèdre, was diesem Weinmonument noch mehr Komplexität verleiht), der keinerlei Anzeichen von Überreife oder marmeladigen Tönen aufweist, der im Gegenteil bemerkenswert frisch und ungemein finessenreich daherkommt. Ein rares Weinunikat, ein großes, eigenständiges Mont Ventoux-Gewächs ureigenen Charakters.
Zu genießen frühestens 2008 bis nach 2020.



Domaine de Fondrèche
Blick über die gepflegten Rebzeilen auf die Domaine de Fondrèche


Bourgogne – Pinot Noir: Die „roten Rieslinge” begeistern mit weltweit einzigartiger Eleganz und Finesse!

Viele von Ihnen, liebe Kunden, kennen den Kultfilm: Das berührende, bittersüße Road-Movie-Meisterwerk „Sideways” ist großes, emotionales Kino. Es erzählt von Illusionen und Lebenslügen, von gescheiterten Entwürfen und zerbröckelnden Beziehungen – und von der großen Liebe zum Wein! Genauer gesagt, der spezifischen Liebe des sympathischen „Helden” Miles zur launischsten Diva aller Rotweinreben, dem Pinot Noir. Diese in der Tat zickige Rebsorte mit ihrer dünn-„häutigen” Schale sieht Miles im Gegensatz zur unverwüstlichen, robusten Cabernettraube, die überall auf der Welt wachsen könne, als die Inkarnation einer fragilen, verletzlichen, grundehrlichen und empfindlichen ‚Persönlichkeit’, die ein ihr gemäßes Mikroklima und die besondere Pflege eines einfühlsamen Winzers brauche sowie einzigartige Böden, um ihre großen Stärken in einem hinreißenden Wein zu offenbaren: Eleganz, Finesse und die Transmission des Terroirs in die unvergleichlichsten, brillantesten, aufregendsten und feinsten Aromen, wie es sonst nur noch die großen Rieslinge der Welt vermögen. „Wirklich große Pinot Noir-Weine aus dem Burgund, das sind niemals monströse Fruchtbomben oder tintenhaft schwarze Giganten aus Tannin und Alkohol,” so das dezidierte Statement von Jancis Robinson, renommierte master of wine!
Sie wissen aber auch, liebe Kunden, dass wir lange gezögert haben, Burgunderweine in unser Programm aufzunehmen. Warum diese Zurückhaltung? Nun, selbst die glühendsten Verehrer der großen Gewächse der Bourgogne müssen zugeben, dass diese häufig völlig überteuert sind, da Weinliebhaber in aller Welt leichtfertig fast jeden Preis zahlen für vermeintlich große Lagen, die jedoch häufig genug nur vom Ruhm vergangener Tage zehren. „Wenn Du zehn teure Burgunder trinkst, musst Du neunmal weinen, aber kannst nur einmal selig lächeln.” Dieser Ausspruch eines großen Burgunderkenners ist mittlerweile zum geflügelten Wort unter Liebhabern der großen Weine einer Renommierregion geworden, in der Anspruch und Wirklichkeit so weit auseinanderklaffen, wie sonst wohl nirgends auf der Welt. Hochpreisige Grand Crus auf mittlerem Dorflagen-Niveau sind bedauerlicherweise keine Seltenheit!
Warum ist dem so? Nun, über Jahrzehnte hinweg wurden durch extremen Chemieeinsatz viel zu hohe Erträge erwirtschaftet und die Böden ausgelaugt, so dass die Zahl der dünnen, durch Zugabe von farbintensiven Rhôneweinen manipulierten (bis hin zu namhaftesten Produzenten!), sauren, aromaarmen, einfach nur noch schlechten, dafür aber teuren Weine immer mehr zunahm. Zudem verhinderte die seit Jahrhunderten überlieferte Klassifikation der weltberühmten Namen längst fällige Innovationen oder größere Anstrengungen; der Markt nahm ja alles ab, was ihm vorgesetzt wurde. Deshalb gibt es heute extreme Qualitätsunterschiede innerhalb der einzelnen Lagen. Das berühmteste Beispiel ist wohl Clos Vougeot, ein weltberühmtes Terroir, in dem die Qualitäten aus benachbarten Parzellen zwischen himmlischen Genüssen und unterirdischen Katastrophen zu schwanken pflegen. Burgund ist ein Minenfeld, ein schier undurchdringlicher Dschungel, in dem man sich exzellent auskennen muss. Allein das Ethos eines biologisch oder naturnah, in jedem Fall aber handwerklich arbeitenden seriösen Produzenten ist heute DER Garant für höchste Qualität: keinesfalls aber der Jahrgang oder die auch noch so klangvolle und hochpreisige Lage. Die wirklich großartigen Burgunder, weltweit extrem gesuchte Highend-Weine mit einem reellen Gegenwert für ihr Geld, lassen sich nur unter großen Schwierigkeiten und Mühen auffinden!

Andererseits. Wenn man diese Trouvaillen dann doch endlich in seinem Keller liegen hat, begegnen uns in den Spitzenweinen des Burgunds die wunderbarsten und sinnlichsten Pinots Noirs der Welt, großartige Weinunikate, die immer noch weltweit die bisher unerreichten Maßstäbe setzen! Denn eine neue Generation von engagierten und kompetenten Winzern hat sich der Rückbesinnung auf ihr einzigartiges Terroir und den unermesslichen Schatz ihrer alten Reben als Ursprung aller Weinqualität verschrieben, hat die ausgelaugten Böden und malträtierten Rebstöcke behutsam regeneriert und erntet heute aus biologischem oder naturnahem Anbau Trauben höchster Qualität aus niedrigsten Erträgen. „Die Zukunft der besten Weinberge Burgunds”, bemerkt daher völlig zu Recht Jancis Robinson „scheint eine Rückkehr zu den lange vergessenen Idealen der Vergangenheit zu sein. Und die REVUE DU VIN DE FRANCE urteilt: „Man kann von einer wirklichen Revolution sprechen...Es gibt nichts wichtigeres in der heutigen französischen Weinwelt als die Erneuerung Burgunds”: Große Winzerpersönlichkeiten produzieren endlich wieder die absoluten Spitzenqualitäten, die den einzigartigen Ruf, den Mythos des Burgund, in der ganzen Welt verbreitet haben: Magische Tropfen, die verzaubern, eine Hommage an den Pinot Noir, eine der großen Rebsorten der Welt!
Heute präsentieren wir Ihnen, werte Kunden, nach intensiven Recherchen und zahlreichen Degustationen vor Ort zwei klangvolle Namen aus einer der renommiertesten Weinanbaugebiete der Welt, die für Kenner zu den Top-Ten des Burgund gehören.

Zum aktuellen Jahrgang: 2004 ist im Burgund ein Jahr der Extreme. Denn wie so oft in diesem faszinierenden Weinanbaugebiet mit seiner enormen Vielfalt von Terroir und Weinstilen gab es auch in 2004 schwierige Witterungsbedingungen. Aus den Regenfällen und der ungewöhnlichen Kühle in den Monaten Juli und August resultierte das verstärkte Auftreten von Rebkrankheiten wie Boytritis und vor allem Oidium (echter Mehltau), von dem ganze Weinberge befallen waren. Penibelste Weinbergsarbeit und eine „Grüne Lese” waren extrem wichtig, denn die Qualität der Trauben war um so besser, je weniger davon am Stock hingen, zumal der Regen für schnelles, überreiches Wachstum gesorgt hatte. Der Jahrgang 2004 ist einzig und allein im Weinberg entschieden worden: Er ist eindeutig, aber ausschließlich bei den guten Winzern ein herausragender Jahrgang von klassischer Stilistik! Jede Art von „Reparatur-und Rettungsversuch” im Keller musste versagen, wenn die handwerkliche Arbeit im Weinberg nicht stimmte. Ein „goldener” September spielte dann den Winzern, die vorher ihre Hausaufgaben mit Bravour bewältigt hatten, verdientermaßen in die Hände: Warme Temperaturen, kein Regen, kühle Nächte (optimal für die Herausbildung komplexer Aromen) und ständig wehende leichte Winde erbrachten bei ihnen traumhafte, langsam und gleichmäßig gereifte Trauben mit einer fabelhaften phenologischen Reife.

Unser Fazit: Nur die wirklich guten Winzer haben in 2004 herrlich feingliedrige, frische, elegante, bestens balancierte Weine mit wunderbarer Reife und Süße sowie höchster aromatischer Präzision, einer fabelhaften Säurestruktur und einer unübertrefflichen Pinot Noir-Klarheit vinifiziert! „Niemals in den letzten 20 Jahren hatten wir eine reintönigere Frucht, kombiniert mit Komplexität und Balance”, urteilt beispielsweise Francois Millet von der traditionsreichen Domaine Comte de Vogüé. Burgunderkenner unter Ihnen wissen, dass es nicht im Charakter eines großen Pinot Noirs liegt, seine komplexen Charaktereigenschaften auch nur annähernd im jugendlichen Stadium zu offenbaren. Zwar kann man diese Weine, die bar jedes gefälligen Babyspecks daher kommen, bereits ein bis drei Jahre nach der Flaschenabfüllung mit Genuss trinken, jedoch profitiert ein großer Pinot Noir aus 2004 enorm von einigen Jahren der Flaschenreifung und kann sich wie stets, fehlurteilsbeladenen Unkenrufen zum Trotz, über viele Jahre hinweg sehr positiv entwickeln. Die einzigartige aromatische Vielfalt dieser magischen Finessenweine erschließt sich erst in ihrer gesamten Komplexität nach einigen Jahren der Entwicklung: Wahre charakterliche Größe braucht Reifezeit – beim Wein wie beim Menschen.


Domaine Armand Rousseau – Gevrey Chambertin

Das Burgund verdankt seinen einzigartigen Mythos begnadeten Persönlichkeiten wie Charles Rousseau (eine äußerst sympathische lebende Winzerlegende), dessen Werk heute von seinem Sohn Eric in gleich authentischem Stil fortgesetzt wird.


Robert Arnoux – Vosne-Romanée
Herbststimmung auf der Domaine


Die Pinot Noirs der Domaine Rousseau sind seit jeher klassisch-traditionelle Burgunder, konzentriert und komplex, aber gleichzeitig ungemein elegant und extraktreich. Neben der großartigen Winzerkunst profitieren die weltberühmten Weine natürlich vom hohen Anteil alter Rebstöcke, von denen viele noch in den 30er und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts gepflanzt wurden. Die vielfach aufgetretenen Krankheiten in den burgundischen Weinbergen in 2004 haben den exzellent gepflegten Weingärten von Rousseau überhaupt nicht geschadet und man konnte Trauben mit einer perfekten phenologischen Reife in den Keller bringen, die von Eric Rousseau mit sensibler Hand und so urtraditionell wie stets zuvor meisterhaft vinifiziert wurden. So entstanden großartige Weine klassischer Prägung mit einem enormen Entwicklungspotential, die eindrucksvoll die Qualität ihres exzellenten Terroirs in einigen der berühmtesten Lagen des Burgund widerspiegeln.


Zeitlos authentische Weinunikate weit jenseits allen modischen Schnick-Schnacks. Originäre Unikate, die den Charakter der einzelnen Grand Crus mit einer unverwechselbaren Handschrift widerspiegeln!



Robert Arnoux – Vosne-Romanée
Auf der Domaine Armand Rousseau scheint
die Zeit noch still zu stehen.



218003 Rousseau, Gevrey Chambertin, rouge 2003 39,00 Euro

 


218004 Rousseau, Gevrey Chambertin, rouge 2004 35,00 Euro

 


Die herrlich leckeren Dorflagen sind in beiden Jahrgängen (wir hatten das große Glück, den sympathischen Rousseaus noch eine kleine Menge des toll gereiften 03ers zum Einstand abzuringen) von exzellentem Niveau. Schon der Duft verrät höchste Finesse, eine erstaunliche Komplexität und vor allem jene verführerische, delikate Süße, die ein Lächeln in die Herzen kundiger Genießer zu zaubern vermag. Am Gaumen delikat, mit einer zart süßlichen Kirschfrucht und feinen Würznoten ausgestattet, etwas dichter und opulenter der 03er, klassisch-präziser, beschwingter der 04er. Spaß pur auf einem derart hohen Niveau, dass dagegen viele überteuerte Premier Crus hoffnungslos verblassen. So vielschichtig und fein demonstriert diese Dorflage exemplarisch, wie lebendig, frisch und finessenreich Eric Rousseau sein großes Terroir in ebenso große Weine transformiert. Feine Länge mit saftigem Tannin, das den Mund harmonisch auskleidet. Klassequalität. Das ist höchste handwerkliche Winzerkunst zu bezahlbarem Preis! Authentischer Trinkspaß pur ab sofort bis jeweils etwa 2010.

218104 Rousseau, Gevrey Chambertin 1er cru Lavaux St. Jacques, rouge 2004 48,00 Euro
Der Lavaux St. Jacques aus berühmter Lage ist eine Demonstration des typischen Rousseau-Stils: ein verführerischer, mineralischer, hervorragend balancierter Pinot Noir von großer Intensität, der schwerelos über die Zunge zu tänzeln scheint. Unschlagbares Preis-Genussverhältnis!
Zu trinken 2008 bis nach 2012.


218204 Rousseau, Ruchottes Chambertin, Clos des Ruchottes, rouge 2004 69,00 Euro
Sehr tiefgründige, zutiefst mineralische, geradezu elektrisierende Nase: Kirschen und Himbeeren, ganz feine Gewürznoten und edle Tabakanklänge entschweben dem Glase. Am Gaumen extrem feinst balanciert, fast auf des Messers Schneide tänzelnd, definitiv kein Wein für Körpertrinker, ein edler, feingliedriger Pinot Noir in seiner reinsten und klarsten Form. Der Antipodenwein zu allen Barriqueorgien vermeintlicher Burgunderalternativen aus Übersee! Mehr an Transparenz und spielerischer Finesse geht nicht.
Zu genießen ab sofort (!), Höhepunkt 2009 bis nach 2015.


218304 Rousseau, Ruchottes Chambertin, Clos des Ruchottes, rouge 2004 79,90 Euro
In der phantastischen Nase begeistern erdige und zutiefst mineralische Noten und Anklänge an Himbeeren, Veilchen, Trüffel und Holzwürze. Auf der Zunge ultrafein, von geschliffener Präzision, extrem tiefgründig und bei aller inneren Dichte spielerisch tänzelnd.

Robert Arnoux – Vosne-Romanée
Bewehrter zum „Clos des Ruchottes”


Eine Hommage an die Sinnlichkeit und Mineralität eines beseelten Pinot Noir, der wie keine andere Rotweinrebe als die Inkarnation von Eleganz und Finesse zu gelten hat und die unvergleichlichsten, brillantesten, aufregendsten und feinsten Aromen ins Glas zaubert.
Zu genießen 2008 bis nach 2015.


218504 Rousseau, Chambertin Grand Cru, rouge 2004 149,00 Euro
Die großen Weine der Domaine Rousseau besitzen eine subtile Kombination von feinen Würznoten, roten Beeren (Erdbeere, Himbeere), geschmacklicher Süße und seidenen Tanninen, die unvergleichlich ist. Die feine Fruchtigkeit erschließt sich immer zuerst und quasi erst im zweiten Anlauf verspürt man die enorme Dichte der Weine. Große Jahrgänge aus dem Haus Rousseau haben ein legendäres Reifepotential und gehören auf ihrem Höhepunkt zu den schönsten, klassischen Pinot-Noir-Erlebnissen, die man sich wünschen kann. Ein überwältigender Wein, eine der Legenden des Jahrgangs!



Robert Arnoux – Vosne-Romanée

Dieses großartige Weingut, „das Pascal Lachaux seit dem Tode seines Schwiegervaters Robert Arnoux leitet, ist von einem neuen Geist beseelt.


Robert Arnoux – Vosne-Romanée
Pascal Lachaux


Die Weinbergpflege und die Weinbereitung sind so gut wie nie zuvor, ein Beweis für Lachaux’ Einsatz und seine Liebe zum Detail. Lachaux ist von seiner Ausbildung her Apotheker, er ist jung, dynamisch und äußerst gewissenhaft”, urteilt Robert Parker, d.h. genauer gesagt sein bis vor wenigen Wochen für das Burgund zuständige Mitverkoster Rovani, mit dessen Beurteilungen für die großen Weine des Burgund ich nur selten einverstanden war. Aber mit dieser Analyse des nach biologischen Kriterien arbeitenden Kleinods mit seinen fabelhaften Parzellen in den besten Lagen der Côte de Nuits hat er voll ins Schwarze getroffen. „Es gibt auf der ganzen Welt keinen ebenso erhebenden Wein wie den Burgunder: eine reiche Robe, ein intensives Bukett, ein samtener Strom, der sich im Mund ausbreitet und Kopf und Herz umspült und überflutet. Er wird bereitet von Individuen, standhaften Charakteren, die mit Hingabe den besten Wein erzeugen. Burgunder ist leicht zu trinken, bestechend leicht zu kritisieren und teuflisch schwer zu produzieren. Ein solcher Wein entsteht nicht von selbst.” Diese wohl gewählten Worte von Michel Broadbent, dem großen Mann des englischen Weinjournalismus, kamen mir in den Sinn, als ich mich im Frühjahr dieses Jahres an einem langen Degustationsnachmittag mit Pascal Lachaux in seinem Verkostungsraum durch die große Fülle seiner Einzellagen probierte, um die schönsten Pinot Noir auszusuchen.


Robert Arnoux – Vosne-Romanée
Der neue Wein wird stilvoll verkostet.


In ihrer Stilistik sind diese großen finessenreichen Weine etwas mehr vom Ausbau im neuen Holz geprägt wie die urtraditionellen Pinots von Rousseau: „Mein Ideal ist die Vermählung von Tradition und Moderne” lautet das Credo von Pascal, der größten Wert legt auf den Ausdruck des Terroirs seiner großen Lagen als bestimmenden Charakter seiner großen eigenständigen Weinunikate mit ihrer fabelhaften Tanninstruktur, die er weit jenseits einer im Burgund nur allzu häufig anzutreffenden Technikgläubigkeit mit ungeheuer viel Intuition und Bauchentscheidungen zu vinifizieren weiß. Kein Zweifel: Pascal Lachaux gehört heute zu den größten Winzerpersönlichkeiten des Burgund!



216104 Arnoux, Nuits-Saint-Georges „Les Poisets”, rouge 2004 39,90 Euro
Das Bewusstsein, dass nur ein natürlich bewirtschafteter Weinberg alle Nuancen des Terroirs zum Ausdruck bringen kann, ist glücklicherweise heute in Burgund so groß wie nie zuvor. Das Resultat solch nachhaltigen Wirtschaftens findet sich in diesem traumhaften Pinot Noir von über 50 Jahre alten Rebstöcken, der mit seinen verführerischen dunklen Beerenaromen und mit seinen für Nuits-Saint-Georges typischen erdigen Noten begeistert. Enorm füllig und weich am Gaumen (eine eher seltene Stilistik in 2004) und mit einer Eleganz versehen, wie ich sie bisher aus dieser Lage noch nicht im Glase hatte! Schmeckt nach weit mehr, als er kostet.
Zu genießen 2007 bis 2013, mindestens.


216204 Arnoux, Chambolle-Musigny, rouge 2004 39,00 Euro
Der Reiz des Pinot Noir in Burgund liegt in der einzigartigen Kombination von Zartheit und Kraft, die selbst außerordentlich reiche und konzentrierte Weine nicht „fett” wirken lässt. Mit die schönsten Belege für diese These kommen aus Chambolle-Musigny. Pascal sucht zudem immer eine hohe Reife in seinen Trauben, was dieser mit Luftzufuhr immer vielschichtiger und komplexer werdende Pinot exemplarisch verdeutlicht. Rot- und dunkelfruchtige Aromen entströmen dem Glas und verwöhnen zärtlich die Nase, zart speckige, rauchige, würzige Noten gesellen sich aufreizend dazu. Im Mund eine traumhafte Fruchtsüße, feine, seidene Tannine verwöhnen die Zunge! Sehr viel versprechend, Klassequalität, die weit über eine normale Dorflage hinausgeht.
Zu genießen 2007 bis 2015.



Robert Arnoux – Vosne-Romanée
Blick in die uralten Kellergewölbe: In unzähligen Barriquefässern
reift der Pinot Noir sanft vor sich hin.


216404 Arnoux, Vosne-Romanée 1er Cru „Les Chaumes”, rouge 2004 59,90 Euro
Pinot Noirs aus Vosne-Romanée können in ihrer Jugend häufig sehr verschlossen sein, doch wenn sie altern, entwickeln sie ein betörendes exotisches Bukett, um schließlich ein Stadium köstlicher Dekadenz zu erreichen, in dem das ganze Feuer, alle Süße und das wuchtige Aroma sich zu einer dunklen Herbstfülle von wunderbarer Schönheit wandeln. Dieser zutiefst mineralische Sinnenzauber verfügt nach etwa drei Jahren der Flaschenreife über eine traumhafte Eleganz. Unter Preis-Genussgesichtspunkten nicht zu schlagen!


216504 Arnoux, Échezeaux Grand Cru, rouge 2004 99,00 Euro
In den größten Burgundern manifestieren sich die Sehnsüchte all jener Weinliebhaber, denen eine hinreißende seidige Fülle, verbunden mit einer außerordentlichen Komplexität als immer währendes Ziel vorschwebt. In diesem emotional bewegenden Grand Cru finden sie diesen Traum verwirklicht! Ungemein komplexe Nase, rotfruchtig, feinwürzig und zutiefst mineralisch. Am Gaumen die Paradoxien der großen Weine der Welt in sich tragend, einerseits ungemein dicht und packend, aber gleichzeitig schwebend, filigran, transparent. Dazu ein enormer mineralischer Spannungsbogen und eine großartige Säureader, mit Luftzufuhr immer besser werdend. Wahnsinnspotential!


216604 Arnoux, Romanée-Saint-Vivant Grand Cru, rouge 2004 219,00 Euro
Für mich bleibt der höchste Ausdruck des Pinot Noir die unvergleichliche Finesse, die in Kraft eingebettet, aber immer mit einer unnachahmlichen Eleganz versehen ist. Es ist nicht so schwierig, einen eleganten oder einen kraftvollen Wein zu machen, aber es ist extrem schwierig, eine Ausgewogenheit zwischen beiden Polen herzustellen. Nur die großen Pinot Noir aus dem Burgund vermögen es meisterlich. Und dieser Grand Cru ist solch ein singuläres Meisterwerk, ganz nahe dem Ideal. Die Rebe als Übersetzer ihres einzigartigen, weltberühmten Terroirs, sinnlicher Genuss in Vollendung. Power without weight. Ein Kandidat für den Wein des Jahrgangs mit einem Riesenpotential!



Herzliche Grüße aus Saarlouis,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann