Saarlouis, im Juli 2005

PINwand Nº 101


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

in unserer heutigen Pinwand präsentieren wir Ihnen den genialen Jahrgang 2003 eines großen Klassikers unseres Programms:
Die Domaine La Soumade brilliert mit großartigen Qualitäten von der südlichen Rhône, es sind schlichtweg die besten Weine in der glanzvollen Historie des Gutes. Freunde französischer Weine können sich zudem an den Gewächsen von Sarda-Malet und Cascavel erfreuen.
Aus Deutschland stellen wir vorzügliche Weißweine vom Weingut Kirsten und Schlossgut Diel vor.
Aus Spanien kommen Weltklasseweine von Finca Sandoval und herausragende Alltagsweine von Inurrieta sowie einem Geheimtipp, der Bodega Borsao, die einen Rotwein mit einem nahezu unschlagbaren Preis-Genussverhältnis produziert. Christina Göbel, „Deutschlands Sommelier des Jahres 2005”, hat für Sie diese schmackhafte Cuvée aus Tempranillo und Garnacha, die wir Ihnen zur kaum glaublichen Ankunftsofferte von 3,60 Euro anbieten, in einer Blindverkostung degustiert.


Super-Sonderangebot:

80113 Mansenoble Reserve, rouge 2002 9 l, 12 für 10, statt 154,80 nur 129,00 Euro
Sie wissen, dass der Jahrgang 2002 in Südfrankreich qualitativ sehr heterogen ausgefallen ist. Auch erstklassige Domainen, die in diesem Jahrgang der Gegensätze infolge rigoroser Selektion herrliche Weine produziert haben, leiden unter den verallgemeinernden Jahrgangstabellen. Und Importeure, die ihren Kunden nur Preislisten ohne Erklärungen der Jahrgangsspezifika vorsetzen, haben Probleme, diese Weine zu verkaufen.
So fragte uns Guido Jansegers von Château Mansenoble, seit Jahren ein Renner in unserem Programm, ob wir noch an zusätzlichen Mengen seines vorzüglichen 2002er Réserve interessiert seien, die sein amerikanischer Großhändler vorbestellt, aber nicht abgerufen hatte. Da Pinard de Picard diesen leckeren Wein bereits in großer Menge verkauft hat und daher unser Bedarf eigentlich gedeckt war, machte uns Guido ein spektakuläres Angebot, das wir sofort annahmen, um ihm zu helfen und den zahlreichen Freunden der Domaine eine besondere Freude zu machen:
Diesen von der Fachpresse mit Elogen bedachten Wein („Un miracle du millésime, ein Wunder des Jahrgangs” urteilt beispielsweise der renommierte französische Weinführer „Guide Hubert” 2004 und vergibt ihm gleich die höchst mögliche Bewertung von 5 Gläsern!) können wir ihnen in der 12er Kiste zum absoluten Schnäppchenpreis anbieten. Greifen Sie zu, eine solche Gelegenheit kommt so schnell nicht wieder:

>Mansenoble Reserve, rouge 2002: 12 Fl. zum Preis von nur 10, d.h. Einzelpreis der Flasche 10,75 Euro statt 12,90 Euro



NEWS

Wieder lieferbar sind unser herrlich leckerer Chianti für alle Tage von der Tenuta Cerro del Masso (bei Interesse bitte schnell bestellen, es ist die definitiv letzte Palette des so ungemein trinkfreudigen 03ers), der so vielen unserer Kunden Trinkspaß pur vermittelt hat:

623103 Cerro del Masso, Chianti, DOCG rosso 2003 6,90 Euro



sowie die ebenfalls letzte Zuteilung von Pierre Clavels grandioser Alltagscuvée „Le Mas” 03. Pierres beliebteste Cuvée, der „Les Garrigues”, und der legendäre „Copa Santa” dürften hoffentlich noch einige Zeit länger vorrätig sein.

311303 Pierre Clavel, „Le Mas”, Coteaux du Languedoc rouge 2003 6,50 Euro

Pierre Clavel, „Le Mas”, Coteaux du Languedoc rouge



311103 Pierre Clavel, Les Garrigues, rouge 2003 7,90 Euro



311203 Pierre Clavel, La Copa Santa, rouge 2003 13,80 Euro



Auch die erstklassigen Bio-Alltagsweine mit einem erstaunlichem Gegenwert zu ihren extrem fairen Preisen, der Perrin Côtes du Ventoux Rosé 2004 und Rouge 2004 von Château Beaucastel, sind, nach einem kurzen Engpass infolge der enormen Nachfrage, wieder verfügbar.

174104 Perrin, Côtes du Ventoux Rosé 2004 5,50 Euro



174203 Perrin, Côtes du Ventoux rouge 2003 5,50 Euro



Telmo Rodriguez, der vielleicht begabteste und kreativste Kopf innerhalb der spanischen Winzerelite, produziert hochwertige Spitzenweine auf Weltklasseniveau genauso wie vorzügliche Alltagsweine mit einem phänomenalen Preis-Genussverhältnis. Im aktuellen WINE ADVOCATE werden seine Weine von Parker wiederum mit einem Punktesegen bedacht:

420701 Rodriguez, „Matallana”, Ribera del Duero, tinto 2001 59,00 Euro
95 Parkerpunkte
Kostet in den USA bereits über 100 Dollar!

Rodriguez, „Matallana”, Ribera del Duero, tinto



420902 Rodriguez, „Altos de Lanzaga”, Rioja, tinto 2002 45,00 Euro
93 Parkerpunkte



420002 Rodriguez, „Pago La Jara”, tinto 2002 37,00 Euro
92 Parkerpunkte



420104 Rodriguez, Basa, Vino de Rueda blanco 2004 6,50 Euro
87 Parkerpunkte



FRANKREICH

Domaine La Soumade - Rasteau

Zu den beliebtesten Domainen unseres Programms zählt seit jeher die Domaine La Soumade in Rasteau, unweit Châteauneuf-du-Pape gelegen. Unter der Regie von André Roméro, diesem begnadeten, visionären Weinmacher, der auf dem besten Wege ist, die neue Winzerlegende an der südlichen Rhône zu werden, demonstrieren seine großartigen Weine „in ihrer jeweiligen Klasse ein unvergleichliches Entwicklungspotential” (so das Urteil von Michel Bettane, dem französischen Weinpapst).

Andrés Weine waren schon immer monumentale Weine mit einer sagenhaften Dichte und Konzentration, den größten, traditionell ausgebauten Gewächsen aus Châteauneuf stilistisch ähnlich und qualitativ ebenbürtig. Doch mit den äußerst gelungenen, jetzt bereits herrlich trinkreifen 2002ern, einer grandiosen Leistung in einem schwierigen Jahrgang, hat sich kellertechnisch Entscheidendes verändert.
Zu André ist mit Stéphane Derenoncourt, der im Bordelais einige der besten Güter verantwortlich berät, einer der profiliertesten Önologen Frankreichs gestoßen. Und dieser hat in der Weinbereitung der Domaine einige Dinge verändert, die dafür Sorge tragen, dass die Qualität der Weine noch einmal deutlich angestiegen ist und die Stilistik sich insoweit verändert hat, dass die Weine jetzt aufgrund der wesentlich weicheren, cremigeren Tannine deutlich früher zugänglich sind als früher und dennoch ein großes Alterungspotential besitzen.

Die Ursachen hiefür liegen in der nochmals strengeren Selektion der Trauben (dreimaliges Auslesen der geernteten Trauben) und – ganz wesentlich für die völlig veränderte Tanninstruktur – im Unterschied zu früher werden die Stiele entrappt.
André erläutert die Gründe für die veränderte Weinbereitung im Detail: „Stéphane sagte mir bereits bei unserem ersten Besichtigungsgang durch meine Weinberge, dass der Boden und die alten Reben (bis zu 100 Jahre alt) über eine solch sensationelle Qualität verfügen, dass der fertige Wein auch ohne Stängel über eine phantastische Tanninstruktur für eine langes Reifepotential der Weine verfügt.


Rebstock Soumade


Die Zusammensetzung der Parzellen aus gelben und blauem Lehm mit hohen Kalkanteilen hat Stéphane vor Freude schier aus dem Häuschen sein lassen: „Das ähnelt ja enorm dem Untergrund von Petrus”, analysierte er euphorisch. In der Kellerarbeit hat Stéphane dann eine einschneidende Veränderung vorgenommen: Zusammen mit einer verlängerten Dauer der Vergärung bei gleichzeitig noch sensiblerem Untertauchen des Tresterhutes werden mittlerweile nur noch die feinsten, seidenen Tannine extrahiert, so dass die Weine über noch mehr Finesse und mehr Frucht verfügen und wesentlich früher zugänglich sind als in der Vergangenheit. Natürlich helfen mir auch die optimalen Bedingungen, über die ich in meinen neu konstruierten, großzügigen, bestens klimatisierten Kelleranlagen verfüge. Da ist schon ein gewaltiger Unterschied zu den beengten Verhältnissen von früher. Im Weinberg selbst haben wir übrigens nichts geändert bis auf die Pflanzdichte bei Neuanlagen. Wir pflanzen noch enger, um eine noch größere Wurzelkonkurrenz zu erzeugen.”

Soweit André. Ich selbst kann allen langjährigen Freunden der großen Rotweine von Soumade nach mehreren Fassproben und der ausführlichen Degustation der frisch eingetroffenen Flaschen in Saarlouis fest versprechen: Infolge der oben beschriebenen Veränderungen auf dem Weingut und der exzellenten klimatischen Bedingungen in 03 hat André mit Hilfe seiner uralten, tief wurzelnden Reben die besten Weine seiner Winzerkarriere erzeugt! Châteauneuf-du-Pape, zieh Dich warm an!


145803 Soumade, Merlot, VdP de la Principauté d”Orange rouge 2003 7,90 Euro
Zutiefst dunkelrote, fast schwarze Farbe, in der Nase betört eine ungemein expressive, komplexe, dunkelbeerige Aromatik.
Am Gaumen welche Fülle, welche Opulenz und Saftigkeit! Ein nobler Merlot steht hier im Glase, reif in den Aromen, konzentriert und fein auf der Zunge, mit süßem, reifem Bukett und edlen, feinen Holznoten, welche perfekt in die tiefe, dunkelwürzige Frucht des Weines eingebettet sind.
Zu diesem sensationellen Preis lässt dieser herrliche Merlot, der soviel mehr Trinkvergnügen liefert als jeder noch so hoch gejubelte australische „Industrie-Merlot”, das Herz eines jeden Weinliebhabers höher schlagen. Kraft und Finesse, herrlich reife Tannine sowie eine sagenhafte Frische kennzeichnen diesen großen Jahrgang, der in der Hitze der Sonne geboren wurde, der jedoch in seinem phantastischen Terroir eine traumhafte Kühle und Ausgewogenheit gefunden hat.
„Wenn die jungen Reben noch mehr Komplexität entwickeln, dann pass auf Bordeaux!”, so urteilte Parker begeistert bereits vor 3 Jahren und vergab 88-91 Punkte. Die oben angesprochenen kellertechnischen Fortschritte und das zunehmende Alter der Rebstöcke erklären die nochmalige deutliche Überlegenheit des 03er Jahrgangs. Unbedingt probieren!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2006 bis wenigstens 2010.

Ankunftsofferte bis 10. August 2005, danach 8,50 Euro


145503 Soumade, Côtes-du-Rhône, Rasteau Villages, rouge 2003 9,90 Euro
Tiefdunkle, Grenache-dominierte Cuvée von bis zu 30 Jahre alten Reben, wohl der delikateste Wein im großartigen Sortiment von André und ein geradezu exemplarischer Côtes du Rhône mit einem extrem hohen Gegenwert für sein Geld. Seine intensivrote Farbe, sein ungemein animierendes, würziges Bukett mit seinem faszinierenden Beeren- und Kirschduft, seine satte Frucht und Tiefe im Glas und sein großes Potential demonstrieren eindrucksvoll, warum die Weine von der südlichen Rhône in den letzten Jahren einen grandiosen Siegeszug bei Weinfreunden in aller Welt antreten konnten.
Der große Jahrgang 2003 der südlichen Rhône beweist aber auch wiederum ausdrücklich, dass verallgemeinernde Jahrgangstabellen immer mehr ihren Sinn verlieren und allein die Arbeit des Winzers im Weinberg und im Keller über die Qualität in der Flasche entscheidet. Und so besitzt der auch von Parker hoch gelobte Jahrgang zwar eine selten schöne Fruchtintensität, zeigt aber bei nicht wenigen Weinen eine alkoholische Dominanz und eine „fette” Üppigkeit, die im Zusammenspiel mit einer zu starken Extraktion im Keller bei so manchem Gewächs der südlichen Rhône keine rechte Trinkfreude aufkommen lässt. Ganz anders bei Roméro: Souverän setzten er und Stéphane Derenoncourt die Jahrgangscharakteristika in eine betörende Fruchtintensität, eine faszinierende Textur auf der Zunge und unglaublich cremige Tannine um.
Zusammen mit dem heiß begehrten CdR von Vieilles Julienne für mich DER Kandidat für den besten Côtes du Rhône des gesamten Jahrgangs. Referenzcharakter!
Zu genießen jetzt bis 2010, mindestens!



145103 Soumade, Rasteau Cuvée Prestige, rouge 2003 14,90 Euro
Was für eine großartige Cuvée mit tiefdunkler Farbe und einer tollen Fülle an Aromen, mit einer Komplexität und Dichte, einer brillanten Struktur und animierenden Textur im Mund, die in dieser Preisklasse alles andere als „normal” sind. Dieser tolle Wein trägt in sich die kühle Kraft des Mistrals, der vor der Ernte den Saft in den vollreif gelesenen Trauben von besten Grenache-, Syrah- und Mourvèdrereben konzentrierte, so dass ungemein dichte, expressive, beerenwürzige Aromen entstanden sind.
Die meisterhafte Weinbereitung besticht mit Konzentration und Dichte, aber auch mit viel Finesse und ungewöhnlich seidigen Gerbstoffen voller Frucht, welche die satte Struktur des Weines aufs Feinste integrieren. Ein großer Wein mit Potential für Jahre, ein Maßstab in seiner Preisklasse, den die meisten Domainen der Region nicht mal mit ihren Spitzencuvées erreichen.
Von dunkelrotem Rubin in der Farbe, kraftvoll, dicht und dennoch voller Eleganz und Finesse, mit einer verschwenderischen Frucht und einem verführerischen Geschmack nach exotischen Gewürzen, Kakao, Leder, Kräutern, süßen Kirschen und reifen Himbeeren, wie so oft „eine perfekte Symbiose von Boden, Reben und Winzer” (Hachette).
Seidenweich infolge der cremigen Tannine auf der Zunge, elegant, feines Rückgrat, ungewöhnlich „kühl” und edel.

Fazit: Eine absolute Preis-Leistungssensation: „Der schmeckt ja so gut wie früher die Cuvée Confiance”, urteilen begeisterte Kunden bei Proben bei uns vor Ort in Saarlouis!
Zu genießen ab sofort, doch wenn Sie diesen nobel duftenden Wein noch ein Jahr reifen lassen und ihn dann (bis 2015) zu hochklassiger mediterraner Küche genießen, wird er Ihnen noch mehr Freude bereiten.



145203 Soumade, Rasteau Cuvée Confiance, rouge 2003 22,00 Euro
Diese begehrte, wertvolle Spitzencuvée steht ungemein dicht und extraktreich und mit tiefstem Rot im Glase (am Rande purpurne Reflexe) und verströmt den animierenden Duft südlicher Gewürze und provenzalischer Aromen.
Ein Traum von Wein in seiner Preisklasse: Nirgendwo in Châteauneuf werden Sie eine vergleichbare Qualität zu diesem Preis finden! Das ist reifer und zutiefst nobler Fruchtnektar in seiner schönsten Ausprägung, eine unendliche Fülle an vielschichtigen Beerenaromen mit Unmengen an cremigem Glycerin und einer beispielhaften Konzentration.
Die Dichte, die Frische und sein betörender Nachhall sind von außerordentlicher Güte, dazu beeindruckt er mit einer fabelhaften inneren Balance und Harmonie. Parker vergab bereits einem Vorgänger 92-94 Punkte, wie sonst nur wesentlich teureren Châteauneufs. Doch Sie wissen, der Jahrgang 2003 ist in der Region bei wahren Meistern ihres Faches spektakulär gut ausgefallen, dazu kommen die immensen kellertechnischen Fortschritte. Infolge dessen ist der Confiance 2003 allen seinen Jahrgangsvorgängern nochmals einen Kick überlegen und betört mit einer bisher nie erlebten Saftigkeit und Cremigkeit unglaublich weicher, reifer Tannine.
Das ist ein authentischer großer Stoff von der südlichen Rhône, der wie kaum ein zweiter die Inkarnation der provenzalischen Seele verkörpert, ein singuläres Unikat, das in den Keller eines jeden ambitionierten Weinfreundes gehört.

Dank der von Stéphane Derenoncourt initiierten kellertechnischen Weiterentwicklungen können Weinliebhaber jetzt bereits im jugendlichen Stadium erkennen, warum die REVUE DU VIN DE FRANCE diesen phantastischen Wein bereits vor Jahren mit den wesentlich teureren Prestigegewächsen von Guigal von der Côte Rôtie verglichen hat und der FEINSCHMECKER ihn zu den „100 besten Weinen der Welt” zählte!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Mitte 2007 bis nach 2015.



145703 Soumade, Rasteau Cuvée Fleur de Confiance, rouge 2003 45,00 Euro
Ein Weinmonument! Eine Orgie von höchst sinnlicher, feinwürziger, pfeffriger Frucht (insbesondere Cassis und Schwarzbeeren), mit einer gewaltigen Dichte und Konzentration und Wagenladungen voll Extrakt und Glycerin. So tief und konzentriert dieser Riese von Wein aber auch ist, so elegant, fein und delikat öffnet er sich im Mund, eine berauschende Qualität von exemplarischer Intensität und einer erstklassigen Struktur offenbarend und die Zunge spektakulär mit seiner komplexen Aromatik und seiner kühlen Frische verwöhnend.
Die fabelhaft geschliffenen Tannine sind perfekt eingebunden in die überwältigende Frucht, der Abgang ist sehr, sehr lang. Ein Moment zum Innehalten und Meditieren: Der Genießer schweigt, er schließt die Augen und konzentriert sich auf alle seine Sinne. Diese ungemein konzentrierte Quintessenz, eine Art Auslese der besten und ältesten Grenacherebstöcke aus niedrigen Erträgen, die verantwortlich sind für diese faszinierende Fülle an Aromen, ist einer der größten Weine der südlichen Rhône, nochmals deutlich (!) besser als der legendäre 99er, der als Sieger des weltweiten Grenachetest im FEINSCHMECKER für soviel Furore in der Weinszene gesorgt hatte.
Riesiges Potential. Unverständlich war für mich übrigens Parkers Bewertung des auch schon sehr schönen 2000ers mit nur 94 Punkten, fehlte hier vielleicht der Mut, nahe der Idealnote zu punkten, weil nicht Châteauneuf-du-Pape auf dem Etikett steht? Der 2003er ist jedenfalls noch konzentrierter, dichter, bei gleichzeitig noch mehr Finesse und Komplexität infolge der einzigartigen Jahrgangsbedingungen in Rasteau und Stéphanes Innovationen im Ausbaustil der Weine von Soumade.
Ein Weltklassewein, eine Ode an das große Potential uralter Grenachereben!
Zu genießen wohl ab Ende 2006, Höhepunkt 2008 bis nach 2020.



Domaine de Cascavel - Côtes-du-Ventoux

Die spannendste Region der südlichen Rhône ist zurzeit sicherlich die Appellation Côtes-du-Ventoux im Herzen der Provence. Hier werden Weine mit einem Preis-Genussverhältnis erzeugt, das weltweit fast einzigartig ist. Unsere Domainen Fondrèche und Murmurium erfreuen sich seit Jahren bei Ihnen, unserer werten Kundschaft, einer großen Beliebtheit und wurden mittlerweile auch von Parker mit höchsten Punktzahlen und enthusiastischen Worten („DIE Entdeckung meiner Rhônereise”) geadelt.

Obwohl wir somit mit beiden Gütern die Referenzweine dieser malerisch am Fuße des Mont Ventoux, des heiligen Berges der Provenzalen, gelegenen Region führen, nahmen wir auf Empfehlung von Jean Marot (Murmurium) mit großer Begeisterung ein neu gegründetes Weingut in unser Programm auf, das auf gleichem Qualitätsniveau wie unsere beiden Vorzeigedomainen, aber in unterschiedlicher Stilistik (mit besonderer Betonung der Finesse und Komplexität) mit herausragenden, terroirbetonten Rotweinen brilliert.

Olivier Baguet und Raphael Truiller haben die Domaine de Cascavel erst im Jahr 2000 gegründet, voller Enthusiasmus und im tiefsten Herzen beseelt von der Idee, erstklassige Weine in biologischem Anbau zu produzieren. Bereits die Resultate ihres Jungfernjahrganges 2000 konnten nur mit dem Begriff „sensationell” beschrieben werden.

Der Jahrgang 03 steht nun unter dem Glücksstern fast einmaliger klimatischer Bedingungen. (Sie kennen zum Vergleich sicherlich Parkers euphorische Bewertungen der Weine von Fondrèche und Murmurium!) Fast unglaublich, wie Olivier und Raphael auf Anhieb die Chancen dieser großen Jahrgänge und die Gegebenheiten ihres extrem steinigen, erstklassigen Terroirs nutzten: die großen Unterschiede zwischen Tag- und Nachttemperaturen infolge der einmaligen Höhenlage der 14 verstreut inmitten der blühenden provenzalischen Landschaft (Duftaufnahme der Blüten und Kräuter durch die Außenhaut der Trauben!) liegenden Parzellen mit unterschiedlichen Bodenzusammensetzungen, die ihren Weinen eine große Komplexität verleihen. Das spezielle „kühle” Mikroklima führt dazu, dass die Trauben eine längere Vegetationsperiode besitzen und daher langsamer reifen, als in der Region üblich und dass sie eine ungewöhnlich schöne Säurestruktur aufweisen. Strikte Mengenbegrenzung (im Schnitt unter 35hl/ha), selektive Handlese, Vinifizierung und Ausbau des Weines unter geringst möglichen Eingriffen in den neu konstruierten Kelleranlagen erbringen spektakuläre Ergebnisse.

Aber probieren und urteilen Sie doch selbst! Jedenfalls unterscheiden sich die Weine der Domaine Cascavel aufgrund der völlig unterschiedlichen Böden (und des gekonnten Einsatzes neuer Barriques bei der Spitzencuvée) deutlich von denen unserer beiden anderen Güter am Mont Ventoux.
Übrigens: Cascavel bedeutet „Glöckchen”, meint hier aber nicht den bezaubernden Klang des Südens, sondern ist der provenzalische Name einer herausragenden Parzelle der Domaine.


137103 Domaine de Cascavel, rouge 2003 7,50 Euro
Herausragend die Resultate unserer ebenso ehrgeizigen wie sympathischen Jungwinzer im Jahrhundertjahrgang 2003: Schon die kräuterwürzige, aromenintensive Basiscuvée mit Anklängen an Schattenmorellen und dunkle Waldbeeren (zu 75% Grenache, außerdem Syrah und Carignan, traditionell vinifiziert, aber zu 10% im Barrique ausgebaut), brilliert mit einem satten Rubinrot und evoziert mit ihren verführerischen Aromen geradezu eine Sehnsucht nach dem bunten Leben des provenzalischen Südens, etwa nach der Stimmung eines lauen Spätsommerabends auf einer malerischen Terrasse bei heraufziehender Abendstimmung.
Am Gaumen wirkt dieser differenzierte Wein frisch, dicht, sehr fein strukturiert und ausgewogen, harmonisch, anhaltend, mit cremigen, saftigen Tanninen, super Preis-Genussverhältnis.
Trinkvergnügen ab sofort, Höhepunkt ab Spätherbst 05 bis Ende 2007.



137203 Cascavel, „Les Amidyves”, rouge 2003 11,50 Euro
Die Weine vom Fuße des malerischen Mont Ventoux sind trotz Parkers jüngster Elogen noch immer ein Art Geheimtipp für preisbewusste Weinliebhaber. Und dieser ungemein leckere, cremige Spitzenwein gehört zum Besten, was bisher in dieser wunderschönen Region produziert wurde. Grenache und Syrah prägen diese traumhafte, barriqueausgebaute Cuvée:
Sehr komplexe Nase, viel reife, süße, ja sinnliche Frucht, Schattenmorellen, Brombeeren, ein Hauch von Zimt, herrliche Anklänge an Schokolade. Im Mund wunderbar konzentriert, füllig, kompakt, schmelzig, elegant und feinst strukturiert mir einer harmonischen, samtenen, reifen Frucht, wiederum Anklänge an Zimt und Schokolade, dazu ein betörend süßlicher Kirschfruchtextrakt sowie phantastische, seidene Tannine, sehr lang anhaltend.
Ein ungemein „sexy” Wein, leicht gekühlt ebenso geeignet für laue, romantische Sommerabende wie als Seelentröster und exzellenter Essensbegleiter an kühlen Abenden! Viele wesentlich teurere Châteauneuf-du-Pape-Weine aus diesem großen Jahr haben gegen diese Klassecuvée keine Chance!
Schon jetzt ein toller Genuss, Höhepunkt Mitte 2006 bis mindestens 2008.



137303 Cascavel, „Les Nayes”, rouge 2003 35,00 Euro
Von einer einzelnen herausragenden Spitzenparzelle mit sehr niedrigen Erträgen stammt dieser (fast reinsortige,) monumentale Syrahwein. Tiefstdunkle Nase, nobles, aristokratisches Bukett, feinste Beerenaromatik, Kirschen, zarte Schokoladennoten etwas Thymian, in seiner Eleganz Erinnerungen weckend an große Weine der nördlichen Rhône.
Am Gaumen eindrucksvoll dimensioniert, mit opulenter Würze und der typischen Stilistik von Weinen alter Rebstöcke; daher einer der großen Charakterweine der südlichen Rhône. Rar, komplex, spektakulär in der aromatischen Vielschichtigkeit, größten Weinen aus Châteauneuf-du-Pape absolut ebenbürtig, sehr extraktreich, mit phantastisch süßlicher Frucht und mächtig konzentriert. Dennoch voller Finesse aufgrund subtiler, schmelziger Tanninqualität, die Olivier und Raphael einmal mehr als Meister ihres Faches ausweisen. Ewiger Nachhall!
Bei diesem gigantischen Wein muss man sich schon sehr zurückhalten, um nicht in Superlativen zu schwelgen. Doch bitte probieren sie selbst und genießen Sie einen der größten Rhôneweine aus einem wahrhaftigen Jahrhundertjahrgang in der dynamischen Region um den mythischen Bergriesen des Mont Ventoux.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2006 bis nach 2012.



Übrigens: In einer großen Degustation von ALLES ÜBER WEIN wurde sein fast ebenso guter Jahrgangsvorgänger aus 01 mit 94 Punkten Testsieger vor unseren jetzt von Parker so hoch bewerteten Spitzenweinen von Fondrèche und Murmurium!

Domaine Sarda-Malet - Côtes du Roussillon

Jérôme Malet gilt vielen Kennern der Region zusammen mit Gérard Gauby als primus inter pares innerhalb der noch sehr kleinen Winzerelite des bezaubernd schönen Roussillon. Bereits seit Mitte der 90er Jahre wurden die Weine der in der Ebene von Perpignan gelegenen Domaine Sarda-Malet aufgrund des zunehmenden Alters der Rebstöcke immer besser, seit Ende des Jahrzehnts jedoch gelingen spektakuläre Resultate.
So bewertet beispielsweise der „Weingourmet” in einem Special (2/2000) zum Languedoc-Roussillon den 98er Jahrgang der Spitzencuvée „Terroir Mailloles” als den besten Wein des gesamten Roussillon.
Bettane und Desseauve postulieren bereits in ihrem einflussreichen „Classement 2002”, dem Standardwerk, ja der „Bibel” (so der Figaro) der französischen Weinkritik, dass „die 99er und 2000er von Sarda-Malet die qualitative Spitze ihrer Region bilden”, im„Classement 2004” wurden die Weine des wohl bis dato besten Jahrgangs aller Zeiten im Roussillon, des 2001ers, enthusiastisch bewertet. So erhielt die Spitzencuvée „Terroir Mailloles” als einziger Wein des gesamten Roussillon die extrem selten vergebene, traumhafte Bewertung von 9,5/10 Punkten, mit der beispielsweise im gesamten Bordelais nur drei – mehr als 10mal teurere – Spitzenrotweine ausgezeichnet wurden.

Stilistisch gesehen produziert die Domaine Sarda-Malet feinste, finessenreiche Weine von hoher Aromenkonzentration, terroirgeprägt, mit einer erstaunlichen Dichte, einer außerordentlichen Eleganz, einer zarten Mineralität, einer großen Frische, einer wunderbaren inneren Harmonie und seidenen Tanninen:„Die elegantesten Weine des Roussillon, der Terroir Mailloles mit einer Finesse ohnegleichen”, so nochmals das „Classement 2004” in seiner Würdigung dieser großen Gewächse.

Im Winzerportrait finden Sie eine ausführliche Würdigung von Jérôme Malet, dem klugen Kopf hinter diesen Ausnahmequalitäten. Heute möchte ich Ihnen gerne einen Ausschnitt aus einem FEINSCHMECKER-Artikel (Aprilausgabe 05) zitieren, einen unbedingt lesenswerten Artikel über die Winzer des Roussillon. Autor Stephan Reinhardt, ebenso kompetent wie sympathisch und kritisch, der „natürlich” ebenfalls Gauby und Sarda-Malet an die Spitze der Region stellt, urteilt sehr dezidiert:
„Hier, im sonnenverwöhnten Winkel zwischen Pyrenäen, Corbières und Mittelmeer, ist alles möglich. Monströse Powerweine werden auf die Flasche gezogen, aber auch elegante, frische Gewächse, die den vielschichtigen Charakter der Region Roussillon und ihrer zahllosen Terroirs widerspiegeln. Auf den kalkhaltigen Lehmböden im küstennahen Flachland von Perpignan etwa wachsen die sehr stilvollen, nach dunklen Waldbeeren duftenden Roten der Domaine Sarda-Malet. Diese klar strukturierten Weine zählen nicht nur zu den schönsten, sondern auch zu den preiswertesten im Roussillon. „Wichtig ist, dass die Reben auf den Pic du Canigou sehen” – den höchsten Gipfel der Gegend – „und die Trauben mittags den Schatten des Laubs genießen”, zitiert Winzer Jérôme Malet seinen Vater Max. Der hat zwischen 1935 und 1958 vor allem Grenache und Carignan gepflanzt, in Zeilen, die von Nord nach Süd, also Richtung Pyrenäen führen.
Inzwischen gedeihen dort auch Syrah und Mourvèdre. Diese Exposition, aber auch die kühlen Nächte hier in der Nähe der Berge und der sorgsam aufgelockerte Boden verhindern, dass unsere Trauben zu schnell zu viel Zucker einlagern”, erklärt Malet. „Sie reifen gleichmäßig aus und bewahren bis zur Lese ihren frischen Fruchtcharakter”. Nur die Grenache Noire bleibt hier lange hängen: Aus diesen Trauben werden auf Sarda-Malet vorzügliche Rivesaltes erzeugt, die zu den feinsten Süßweinen der Region zählen. Sarda-Malet ist ein Klassiker im Roussillon”.

Wir freuen uns sehr über diese zutreffende Analyse von Stephan Reinhardt und präsentieren Ihnen heute die Spitzencuvées aus dem auf unserer Vorzeigedomaine ähnlich wie bei Gauby herausragend gelungenen 2002er Jahrgang sowie eine sensationell schöne Basiscuvée aus dem Jahrgang 2004, der das Potential zur Legende haben wird!


340104 Sarda-Malet, Tradition, Côtes du Roussillon, rouge 2004 6,95 Euro
Dieser herrliche Alltagswein ist ein besonderer Favorit von Christina Göbel, „Deutschlands Sommelier des Jahres 2005” und verantwortlich tätig im Stuttgarter 2-Sternerestaurant „Speisemeisterei” . Sie urteilt folgendermaßen:
„Farbe: mittleres Violettrot mit purpurnen Reflexen.
Nase: betörend würzige Aromen, erinnernd an Schwarzbrot, Walnüsse, unterlegt von zarten fruchtigen Noten, die in die zart-herbe Richtung, also Vogelbeere oder Schlehe gehen. Außerdem begeistert eine intensive Röstaromatik von Kaffee und gegrilltem Paprika.
Gaumen: Am Gaumen präsentiert sich dieser großartige Wein fruchtbetonter als in der Nase, mit eleganter Struktur, prägnanter, aber gut integrierter Säure, feinkörniger Tanninstruktur und mineralischem, animierendem Nachhall.
Kurz gesagt: Ein ungemein leckerer Wein, der nicht ermüdet, bei dem es einem vielmehr nach einem zweiten Glas verlangt, der zudem die Typizität und das große Terroir der Region widerspiegelt, aber Gott-sei-Dank auf jegliche Effekthascherei über zu hohe Konzentration oder überbordenden Alkohol verzichtet. Trinkreife: ab sofort bis 2008”.



340202 Sarda-Malet, Réserve, rouge 2002 11,50 Euro
Welch betörende Cuvée aus Syrah, Mourvèdre, uralter Grenache und ein wenig Carignan (zur Hälfte im Barrique ausgebaut) mit leuchtender rubinroter Farbe! Jérôme verzichtet bewusst auf übermäßiges Extrahieren, um nur die feinsten Tannine aus der Traubenhaut zu lösen. Finesse und Eleganz prägen daher diesen ebenso leckeren wie anspruchsvollen Terroirwein, dessen natürliche Ursprünglichkeit sich so wohltuend von kellertechnisch gemachten Weinen unterscheidet. In der Nase eine konzentrierte, reife, sehr vielschichtige Frucht, ein Blumenstrauß voller traumhafter Aromen im traditionellen Stil der Domaine. Will heißen, in keinster Weise aufdringlich, eher noch ein wenig distinguiert.
Der von einer feinen Säure durchzogene, würzige Beerengeschmack auf der Zunge sorgt für ein herrliches Mundgefühl. Konzentration, Dichte, Eleganz und Finesse befinden sich in perfektem Gleichgewicht und die sorgfältige Verarbeitung ohne Schönung oder Filtration führt zu einer faszinierenden Gerbstoffqualität, die sich mit einer raren Feinheit und Intensität am Gaumen ausbreitet. Dabei sind die weichen, saftigen, seidenen Tannine bestens in die reichhaltige, frische, expressive Frucht integriert. In seinem höchst fairpreisigen Segment ein faszinierendes, harmonisches Gesamtkunstwerk. br> Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2006 bis mindestens 2008.



340302 Sarda-Malet, „Terroir Mailloles”, rouge 2002 22,00 Euro
Tief violette Farbe, gewohnt frische, ungemein komplexe Aromen voller Finesse und mit einer ungeheuer puristischen Reinheit und Klarheit, Anklänge an schwarze, pralle, bläuliche Waldbeeren, Cassis, zarte Kaffeearomen, Rauch, feinste Gewürzanklänge, faszinierende Fruchtsüße. Im Mund offenbart sich bereits die ganze Größe dieses Weines, seine Konzentration und Dichte, herrührend von den extrem niedrigen Erträgen (unter 20 hl/ha, Syrah und alte Mourvèdre, vom besten Terroir der Domaine), eingebunden in eine weiche, saftige, rassige, ja eine ultrafeine, finessenreiche Textur, tief in seinen Dimensionen, komplex, vielschichtig.
Die animierende „kühle” Fruchtsüße betört schmeichlerisch den Gaumen, füllt den Mund bis in den letzten Winkel. Die seidenen Tannine sind von großartiger Qualität, dicht und fein und perfekt integriert, das enorme Entwicklungspotential eindrucksvoll demonstrierend. Das neue Holz der erstklassigen Barriques ist traumhaft eingebunden und unterstreicht die kühle, saftige Stilistik.
Ein brillanter Wein, bei dem die Frische und Eleganz die Konzentration überwiegen, obwohl er eine satte Extraktion offenbart.
Zu genießen ab Herbst, Höhepunkt 2006 bis mindestens 2012.



Als besondere Delikatesse empfehle ich Ihnen auch die hoch gerühmten roten wie weißen Süßweine der Domaine:

3405300 Sarda-Malet, „Rivesaltes La Carbasse”, rouge 2000 0,375 l 9,90 Euro



340501 Sarda-Malet, „Rivesaltes La Carbasse”, rouge 2001 19,90 Euro
Aus den Trauben von alten, erstklassigen Grenachereben, die aus Châteauneuf-du-Pape stammen und von Jérômes Großvater 1945 angepflanzt wurden, wird dieser Süßwein der absoluten Weltspitze vinifiziert. Späte Lese Ende Oktober, die extrem reifen Trauben in kleinen Kunststoffsteigen unverletzt in den Keller gebracht, reduktiver Ausbau zur Erhaltung der überbordenden Frucht, hoher Restzuckergehalt! Granatfarben, intensiv, dicht steht dieser Riese von Wein im Glas, ein strahlend schönes Aromenspektrum mit Noten von schwarzen Früchten und reifen Kirschen, am Gaumen reichhaltig, mit einer raren Noblesse und einer faszinierenden Kühle versehen, eine Konkurrenz der größten Portweine der Welt! Im „Classement 2004”, der „Bibel der französischen Weinliebhaber” mit der Weltklassenote 9 von 10 Punkten geadelt, ewiges Potential!



340804 Sarda-Malet, Muscat de Rivesaltes Vin doux naturel blanc 2004 12,90 Euro
Intensive, wunderschön aromatische Nase, faszinierende Anklänge an Limonen und verführerische, pralle, sehr reife exotische Früchte. Am Gaumen intensive Anklänge an Weinbergspfirsiche, Banane, Ananas und Litschi. Ein geradezu erotischer Wein, cremig, enorm füllig, fast opulent, dazu jedoch eine animierende Frische, ausgewogen, lang anhaltend, ein traumhaft schöner Muscat: ein Aperitif oder ein Dessertbegleiter, wie er aromatischer kaum sein kann. Viel Spaß damit jedoch auch zur asiatischen Küche oder – sehr kühl serviert und solo genossen – als herrlicher Terrassenwein.
Hält geöffnet problemlos 2-3 Wochen im Kühlschrank. Sagenhaftes Preis-Genussverhältnis, der Jahrgangsvorgänger wurde von Bettane mit der Weltklassenote 9 von 10 Punkten versehen. Wo um alles in der Welt finden Sie noch einmal einen solch herausragenden Muscat de Rivesaltes zu einem derart günstigen Preis?
Zu genießen jetzt bis 2008.



Domaine La Saubagnère - Südwesten

Aus einer der innovativsten Weinanbauregionen der Welt, im Herzen der wild-malerischen Gascogne im französischen Südwesten, können wir Ihnen mit der Domaine La Saubagnère eine Entdeckung anbieten, die herrlich frische und aromatische Sommerweine produziert zu solch sympathisch niedrigen Preisen, dass viele Kunden dies kaum zu glauben vermochten, als sie die Weine zum ersten Male im Glase hatten.
In der Nase überzeugen die Weine durch eine Explosion frischer Aromen, auf der Zunge begeistert die vibrierende Frische, aber auch eine bemerkenswerte Dichte und feine Textur. Keine großen Weine sicherlich, aber was für ein gewaltiger Unterschied zu den Tausenden von belanglosen dünnen Sommerweinchen, welche die Regale der Supermärkte füllen und bestenfalls nur „nass” schmecken.

Aus autochthonen Rebsorten der Region wie Ugni Blanc und internationalen Edelreben wie Sauvignon Blanc, die auf hügeligen Kalk-Lehmböden wachsen, vinifiziert die Familie Grassa aus gesundem, sehr selektiv gelesenem Traubenmaterial solch wunderschön fruchtige, charaktervolle Weißweine zum sofortigen Genuss (innerhalb von 12-18 Monaten), aber auch lagerfähige Barriqueweine, dass wir uns von mehreren Gütern trennten, mit denen wir in der Vergangenheit zusammengearbeitet haben: Das Bessere ist nun mal der Feind des Guten und die Qualitäten der Domaine La Saubagnère sind einfach derart genial, dass wir uns auf den Vertrieb ihrer ungemein leckeren Weißweine konzentrieren.

Viel Vergnügen mit diesen kleinen Juwelen, die so herrlich zu kalten Gerichten passen, aber auch Fisch und alle Arten von Meeresfrüchten vorzüglich begleiten oder einfach nur solo auf der Terrasse wie vor dem Kamin getrunken werden wollen.


519204 Saubagnère, Sauvignon Blanc, VdP des Côtes de Gascogne 2004 5,95 Euro
Verführerische Nase, Cassis, Stachelbeeren, Holunderblüten, Mineralien, zart grasige Anklänge, auch Gaumen und Zunge werden von diesen intensiven Aromen betört; relativ dicht, schöne Struktur, herrliche Frische, bemerkenswert lang anhaltend.
Viele teurere Weine von der Loire haben gegen diesen herrlich leckeren Understatement-Wein keine Chance. Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen, dies ist natürlich kein großer komplexer Weißwein, das will er auch gar nicht sein, doch er verfügt über ein derart phantastisches Preis-Genussverhältnis, dass man ihn kistenweise kaufen und mit großem Vergnügen wegsüffeln kann!
Zu genießen jetzt bis Mitte 2006.



519303 Saubagnère, Chardonnay fût de chêne, VdP des Côtes de Gascogne 2003 6,95 Euro
Der würdige Nachfolger eines unserer meistverkauften Weißweine der letzten Jahre, des Chardonnay fût de chêne der Domaine Coussergues, der jedoch über einen noch sensibleren, nur ganz zart schmeckbaren Holzeinsatz verfügt, sich dadurch noch „süffiger”, eleganter und finessenreicher präsentiert. Die feinen, dezenten Vanillenoten sind wunderschön eingebettet in die reichhaltigen, komplexen Aromen der Chardonnaytrauben, die für einen Wein dieser Preisklasse unglaublich subtil und nobel daherkommen, überhaupt nicht aufdringlich, wie so viele von Holz dominierten Chardonnays aus Übersee. Stattdessen zarte florale Noten, Anklänge an frisch hergestellte Butter vom Bauernmarkt und subtile nussige Aromen.
Am Gaumen dicht, rund, „stimmig”, cremig, dazu betörende Assoziationen an frische Brotkruste, die im Bestfall wie hier die Weine aus dieser arg strapazierten, im übermäßigen Holzeinfluss fast zugrunde gerichteten Rebsorte idealiter auszeichnen.
Zu genießen ab sofort, solo oder als universeller Essensbegleiter, Höhepunkt Mitte 2005 bis mindestens Ende 2007.



519403 Saubagnère, Chardonnay Sauvignon, VdP des Côtes de Gascogne 2003 7,90 Euro
Faszinierend eigenständiger Wein, in seiner Rebsortenzusammensetzung eine absolute Rarität, doch welch gelungene Assemblage! In der Nase geprägt von den intensiven Noten der Sauvignon Blanc Traube: Stachelbeeren, Mineralien sowie feinste grasige, würzige und florale Anklänge. Am Gaumen eine cremige Konsistenz und zarte exotische Aromen, die vom Chardonnay stammen, dazu Cassis; enorm rund, harmonisch, geschmeidig, konzentriert, dicht, füllig, schöne Struktur, lang anhaltend. Nicht nur wesentlich teurere Weine aus Sancerre sehen gegen diesen traumhaft frischen, spektakulär schönen (Sommer-) Wein und exzellenten Essensbegleiter (Salate, Fischgerichte, asiatische Küche) ganz schön alt aus und schmecken dagegen absolut belanglos. Seit zwei Jahren ein absoluter Renner in unserem Programm, meine unbedingte Empfehlung!
Zu genießen jetzt bis Ende 2006.



DEUTSCHLAND

Eine der international anerkanntesten Weinexpertinnen der Welt, Jancis Robinson, renommierte Master of Wine, mit Auszeichnungen wie „Wine Writer of the Year” u. a. überhäuft, veröffentlichte am 1. Juli dieses Monats unter der treffenden Schlagzeile „2004 German wine – return to classicism” die Resultate einer großen Verkostung deutscher Rieslinge in London. Dabei bestätigte sie mit ihren hohen Bewertungen das Weltklasseniveau, dass sie bereits in einer letztjährigen vergleichenden Degustation den deutschen Rieslingen konzedierte. Der Notenschnitt im 20er Punktesystem lag dabei selbst über demjenigen der größten Weine der Wachau und auf dem gleichen Niveau, das sie in anderen Verkostungen den besten Weißweinen aus den prestigeträchtigen Grand Cru Appellationen des Burgund zugesteht.
So erweckt beispielsweise Kellers 04er „Kirchspiel” bei ihr Assoziationen an einen großen Chassagne-Montrachet, ein wahrlich zutreffender Vergleich, der eindrucksvoll demonstriert, dass internationale Top-Journalisten den enormen qualitativen Sprung der letzten Jahre honorieren, indem sie große deutsche Lagenrieslinge auf Augenhöhe mit den renommiertesten (und wesentlich teureren) Weißweinen der Welt sehen.

Überraschend sind diese Beurteilungen für mich nicht – insoweit sie die grandiose Qualität deutscher frucht- und edelsüßer Rieslinge betrifft, die längst auf den internationalen Märkten ihre frühere Reputation zurück erobert haben und dort zu Preisen gehandelt werden, die ein Mehrfaches dessen betragen, wie sie in Deutschland verkauft werden, wo viele Weinliebhaber noch immer nicht wahrgenommen haben, welch große Schätze sie sich aus ihrer unmittelbaren Nachbarschaft entgehen lassen.

Überrascht – und gefreut – hat mich aber sehr, dass endlich eine solch renommierte Journalistin aus dem angelsächsischen Raum wie Jancis Robinson die phantastische Qualität trockener deutscher Rieslinge würdigt – und das, obwohl in Großbritannien wie in den USA, konträr zu den Verhältnissen in Deutschland, bisher die fruchtsüßen Weine extrem geschätzt und dementsprechend gesucht sind und die trockenen Rieslinge eher ein Mauerblümchendasein führten. Doch das wird sich nach solchen Elogen bald ändern. Merkwürdig nur, dass wieder einmal über den Weg des Auslands deutsche Weine die ihnen gebührende Anerkennung finden müssen! Der Prophet im eigenen Land hat es eben noch nie leicht gehabt. Denn bei allem berechtigten Lob auch in den deutschen Medien: Kaum ein hiesiger Weinführer und erst wenige Journalisten würdigen bisher konsequent die Top-Qualität trockener deutscher Rieslinge mit den Weltklassebewertungen, die ihnen aufgrund ihrer hohen Qualität und ihres enormen Entwicklungspotentials zustünden – den großen anderen Weißweinregionen Europas zumindest ebenbürtig. Denn Parameter wie Rasse, Finesse und Eleganz, gepaart mit einer vibrierenden Mineralität, moderaten Alkoholgraden und nicht selten einer tänzerischen Leichtigkeit sowie einem grandiosen Spiel, welche die großen deutschen Rieslinge auszeichnen, sind für viele Liebhaber und wahre Weinkenner zunehmend wichtiger als schiere Kraft, Konzentration und (nicht selten übermäßigen) Barriqueausbau.

Vielleicht fehlt einigen Bewertern im In- und Ausland noch die Sicherheit, sich in der Vielzahl der Stile sowohl zwischen wie innerhalb der einzelnen Weinanbauregionen zurechtzufinden: So wie ein Latour, ein Lafite oder ein Haut Brion, ein traditioneller Ausone früherer Jahre oder ein Cheval Blanc trotz ihrer unterschiedlichen Stilistiken in guten Jahren allesamt große Weine sein können und so wie geniale Pinot Noirs aus den besten Appellationen des Burgund fundamental unterschiedliche Ausprägungen haben können, so selbstverständlich muss es sein, dass die Finesse und das Spiel großer Moselaner Weine, die Tiefgründigkeit, Mineralität und Cremigkeit rheinhessischer Spitzenrieslinge und die Opulenz und Fülle bester Pfälzer Gewächse gleichberechtigt nebeneinander stehen, sie aber eins vereint: Es sind phantastische Rieslinge auf absolutem Weltklasseniveau, die daher auch bewertungsmäßig dieser Kategorie zugeordnet werden müssen!

Wir veröffentlichen heute und zukünftig bei unseren Präsentationen (soweit vorhanden) die Bewertungen im 20er Punktesystem von Jancis Robinson, einer mutigen Frau, die mit ihrem Urteil eine längst überfällige Diskussion über den internationalen Stellenwert und die unvergleichliche Stilistik trockener deutscher Weißweine entfachen dürfte.

P.S. Immer wieder erhalten wir Rückmeldungen von Kunden, die sich ebenso überrascht wie erfreut zeigen, wie sich insbesondere Große Gewächs-Rieslinge nach mehreren Stunden Luftzufuhr entfalten, wie sie an Komplexität und Tiefgründigkeit gewinnen und sich noch über Tage hinweg positiv weiter entwickeln. Daher nochmals mein schon oft gegebener Rat: Dekantieren Sie Spitzenrieslinge 2-3 Stunden vor dem Genuss, nehmen Sie nicht zu kleine Gläser, wagen Sie stattdessen das Experiment und probieren aus großen Burgunderpokalen oder über mehrere Tage aus der geöffneten Flasche: Ich verspreche Ihnen, wirklich große Rieslinge danken es Ihnen mit einem bisher nicht gekannten Genusserlebnis!

Schlossgut Diel - Nahe

Wir haben Armin Diels phantastische Kollektion 2004 (definitiv eine der besten Kollektionen in der Geschichte des Weingutes) erstmals in unserer Aprilpinwand vorgestellt – mit großem Erfolg! Mittlerweile haben sich die Weine prächtig entwickelt und demonstrieren eindrucksvoll den qualitativen Sprung, den das Schlossgut unter der Ägide von Diel, einem brillanten, eigenständigen Charakterkopf mit Ecken und Kanten, und seinem genialen Kellermeister Christoph J. Friedrich in den letzten Jahren getan hat. Sie haben somit entscheidend dazu beigetragen, dass die Nahe in ihrer Spitze mit höchst eigenständigen Interpretationen ihrer jeweiligen so unterschiedlichen Terroirs brilliert und grandiose Kreszenzen auf höchstem nationalem wie internationalem Niveau erzeugt!

Unverkennbar die Stilistik dieser rassigen Weine mit unverwechselbarem Profil, die in sich die moselanische Eleganz, die Finesse des Rheingaus und die wollüstige Opulenz und Fülle bester Pfälzer Rieslinge zu vereinen scheinen. Kein Wunder, dass in der sehr empfehlenswerten neuen englischsprachigen Weinzeitschrift „FINE WINE” (Redaktioneller Berater: Hugh Johnson) in einer umfangreichen Verkostung das „Dorsheimer Goldloch” zum besten Riesling Deutschlands in 03 gewählt wurde!

Übrigens: Den zweiten Platz belegte Dönnhoffs „Hermannshöhle” vor Diels „Pittermännchen”. Welch großer Triumph eines kleinen, aber ungemein feinen Weinanbaugebietes! Wir haben diesen sensationellen Erfolg und die gleichzeitige Adelung von Diels drittem Großen Gewächs, das die Zeitschrift VINUM ihrerseits als besten Riesling des Jahres ehrt, zum Anlass genommen, Ihnen heute, neben unseren Neuvorstellungen, nochmals die 2004er Großen Gewächse des Schlossguts Diel anzuempfehlen, die definitiv letzte Chance, diese phantastischen Rieslinge, die nach meinem Geschmack die grandiosen 03er infolge ihrer Komplexität, ihrer vibrierenden Strahlkraft und ihrer unvergleichlichen Finesse nochmals um einen Wimpernschlag übertreffen, zu solch fairpreisigen Subskriptionspreisen zu erwerben. Meine ganz besondere Empfehlung!


932504 Diel, Riesling Classic, trocken 2004 9,90 Euro
Sehr sorgfältig selektierter Gutsriesling, dessen Trauben ebenso von Hand gelesen werden wie die aus den Dorsheimer Spitzenlagen des Gutes. Mineralischer „kühler” und leicht kräutriger Duft nach wilden Aprikosen, Weinbergspfirsich und nach längerer Öffnung ein Hauch von schwarzen Johannisbeeren, Holunderblüten und Williamsbirnen, alles eingebettet in eine reichhaltige Mineralität.
Am Gaumen dicht und mineralisch, deutlich schmeckbar eine erlesene Traubenpartie aus dem Johannisberg mit seinen verwitterten Schieferböden, zartsüße, beschwingte, rassige Frucht, wunderbare Säurestruktur, daher traumhaft erfrischend und animierend im Trunk; nach längerer Öffnung im Glas wiederum herrlich betörende Cassisnote, dazu eine dezent unterlegte rauchige Note und ein beeindruckender mineralischer Abgang.
Phantastisches Preis-Genussverhältnis, großartiger Basiswein auf dem Niveau einer hochkarätigen trockenen Spätlese, die viel Lust macht auf das nächste Glas.

Von Jancins Robinson in ihrer großen Degustation der deutschen Rieslinge in ihrem einleitenden Statement ausdrücklich als Musterbeispiel eines sehr preiswerten, aromatischen Rieslings gelobt! Und ich verspreche Ihnen: Wesentlich teurere Große Gewächse so manchen renommierten Winzers haben gegen diesen herzhaft mineralischen Wein keine Chance!
Zu genießen ab sofort bis Ende 2007.



933004 Diel, Dorsheimer Pittermännchen Riesling Kabinett 2004 12,90 Euro
Welch faszinierender, tänzerischer, ungemein verspielter Wein „aus einem großartigen Jahrgang für Kabinette und Spätlesen” (Jancis Robinson). Sehr mineralischer, tiefer Duft von Grapefruit, Mirabellen, Pfirsichen und einer Spur schwarzer Beeren. Dieser feinst ziselierte Riesling demonstriert beeindruckend, warum ein Kabinett für viele Weinliebhaber die bevorzugte Prädikatsstufe darstellt, nicht zuletzt auch wegen seiner Leichtigkeit im Alkohol, die ihn zu einem animierenden Trinkgenuss werden lässt, aber auch zu einem idealen Begleiter für leichte, feine Speisen.
Am Gaumen saftige, mineralische Frucht mit roten Johannisbeeren und präsenter Säure, griffige Würze, unglaublich schönes Spiel von Süße-Säure, angenehme Frische, sehr gute Struktur, tief und nachhaltig, enorm rassig, schöne Länge. Großartiger Kabinett, phänomenales Preis-Genussverhältnis!
Zu genießen ab sofort bis nach 2010.



Von VINUM und FINE WINE wurden sie im Jahrgang 2003 als DIE absolute Spitze der trockenen deutschen Rieslinge gewürdigt, im Jahrgang 2004 (der nicht in der eher durchschnittlichen Breite, aber in seiner Spitze herausragende Ergebnisse erbrachte) präsentieren sich die Großen Gewächse von Armin Diel jedoch noch einen Tick besser. Sein Entschluss, die Weine länger auf der Feinhefe zu belassen und sie meisterhaft im klassischen Stückfass auszubauen, was sie noch einmal eine Nuance strukturierter werden lässt, großen Rotweinen der Welt in ihrer Textur nicht unähnlich, hat sich in einem säurereichen Jahrgang wie 04 als goldrichtige Entscheidung erwiesen. Sehr selten nur veröffentliche ich meine eigenen Bewertungen von Degustationen: Weine lassen sich nicht einfach auf Noten reduzieren. Doch da Diels Weine im Gault Millau nicht beurteilt werden, hier ausnahmsweise meine Punkte: Nach Sichtung meiner Notizen (die ich im übrigen im August auf einer vergleichenden Degustation aller Großen Gewächse Deutschlands überprüfen werde) nach Abschluss meiner Verkostungsreisen durch Deutschland, Österreich und das Elsass gehört das „Goldloch” mit 95+ Punkten zu den fünf besten trockenen Rieslingen im deutschsprachigen Raum, der „Burgberg” und das „Pittermännchen” folgen mit jeweils 93-94 Punkten fast gleichauf. Mal schauen, wie die Rangfolge in einigen Monaten ausschaut, wenn sich diese phantastischen Rieslinge nach ihrer Abfüllung ihrer ersten Höchstform nähern.

932004 Diel, Dorsheimer Goldloch Riesling Großes Gewächs, trocken 2004 24,00 Euro

In Subskription, Preis ab September 27,50 Euro!


932604 Diel, Dorsheimer Burgberg Großes Gewächs Riesling, trocken 2004 24,00 Euro

In Subskription, Preis ab September 27,50 Euro!


932904 Diel, Dorsheimer Pittermännchen Riesling Großes Gewächs, trocken 2004 22,00 Euro

In Subskription, Preis ab September 25,00 Euro!


Das Schlossgut Diel gehört nicht nur zu den besten deutschen Weißweinproduzenten, auch die Rotweine zählen inzwischen zur absoluten nationalen Elite. Wir präsentieren Ihnen heute mit großem Vergnügen unseren ersten Spitzenwein aus dem in jeder Hinsicht einzigartigen Jahrgang 2003, der im Bereich der edelsüßen Weine wie der Rotweine das mit Abstand beste ist, was je in deutschen Landen produziert wurde!


933503 Diel, Noir de Diel, rot 200318,50 Euro
Christina Göbel („Speisemeisterei” Stuttgart, 2 Sterne im Guide Michelin), vom Gault Millau zum „Sommelier des Jahres 2005” gekürt, stellt Ihnen hier eine Cuvée mit einer ungewöhnlichen Rebsortenzusammensetzung vor, die sie gleichermaßen begeisterte wie verblüffte:
„Anything but Dornfelder! Jeder Liebhaber, der sich ernsthaft mit dem Thema Wein auseinandersetzt, kennt sie nur allzu gut, die typischen Vorurteile gegenüber dem Dornfelder, einer Hochertragsrebsorte, die ursprünglich als „Deckrotwein” für blässliche deutsche Rotweine gezüchtet wurde, denen es an Farbintensität mangelt. Auch ich war bisher kein großer Verfechter der oft dropsig-fruchtsaftartigen Prägung vieler dieser Weine: Auch wenn es das eine oder andere gelungene Beispiel gibt, richtig begeistert hatte mich in der Vergangenheit noch kein einziger Dornfelder! Das änderte sich allerdings schlagartig, als ich bei der aktuellen Jahrgangspräsentation des Schlossgutes Diels die Cuvée „Noir de Diel” blind im Glase verkostete.
In der Nase fasziniert eine ungewöhnliche Aromenvielfalt, die von Sauerkirsche über herrliche Holundernoten, Anklänge an Schlehe, saftige Brombeere bis hin zu einem bodenständig erdigem Touch reicht, mit zarten Anklängen von Cassisblättern, Würze und Unterholz. Um so überraschter war ich, als ich erfuhr, dass ich eine Cuvée mit 50% Dornfelder im Glase hatte (die andere Hälfte allerdings stammt aus den besten Pinot Noir-Partien für Diels berühmte Cuvée Caroline, einer der größten Rotweine Deutschlands), denn auch am Gaumen präsentiert sich dieser Wein alles andere als langweilig:
Er beeindruckt mit seiner Struktur, seiner präsenten, animierenden, aber weichen Säure, seiner geschliffenen Gerbstoffstruktur sowie einem wohldosierten Holzeinsatz, der dem Wein etwas Rauchiges verleiht sowie mit verführerischen, noblen Schokoladenaromen.
Welch eine verblüffende Cuvée, die im Frühjahr und Sommer wie prädestiniert scheint, um beim geselligen Grillfest für Begeisterung zu sorgen, die aber auch in der gehobenen Gastronomie zu aromaintensiven Fleischsorten, wie z.B. Lamm und gebratenen Fischzubereitungen, ihren Platz finden wird”.
Zu genießen ab sofort bis etwa 2009.



P.S.: Wie kommt Armin Diel eigentlich dazu, aus Deutschlands verpönter Rotweinsorte eine solch begeisternde Cuvée zu vinifizieren? Ausgerechnet der wahrlich mit allen Wassern gewaschene Diel ließ sich vor vier Jahren von einem Cousin einen Spätburgunderwingert andrehen, „mit ein bisschen Dornfelder dazwischen”. Beim Notartermin wuchs diese vermeintlich kleine Menge wunderartig auf ein Drittel der Rebstöcke an! Doch Diel ließ sich dadurch nicht beirren, kaufte die Parzelle und unterzog den Dornfelder einer Rosskur, indem er ihn ertragsmäßig drastisch reduzierte. Zusammen mit einer Partie Spätburgunder, der ursprünglich für die Spitzencuvée „Caroline” vorgesehen war und die ungemein viel Eleganz, Finesse und Struktur besitzt, wurde ein trinkfreudiger Rotwein aus ganz großem Jahr vinifiziert, der unter Preis-Genussgesichtspunkten nahezu unschlagbar ist. Unbedingt Probieren!

P.S.II: Sie sind kein Rieslingfan, sondern lieben große Chardonnays? Doch die Weine aus Übersee sind Ihnen zu holzbetont, überladen mit platter Frucht und zu wenig finessenreich? Und Burgund ist Ihnen zu teuer? Dann möchte ich Ihnen vom Schlossgut Diel eine Alternative empfehlen, die ihre erste Trinkreife erreicht hat und die Sie garantiert sprachlos werden lässt, wenn Sie diesen Spitzenwein einmal mit wesentlich teureren Prestigeweinen aus aller Welt vergleichen!


932302 Diel, Cuvée Victor, weiß 2002 29,90 Euro
Ausgewählte Grau- und Weißburgunderreben sowie manchmal auch Chardonnaystöcke liefern die streng selektierten Trauben für einen Stoff, aus dem die Träume von Weißweinliebhabern bestehen. Sehr lebendiger, tiefer, holzwürziger Duft nach kandierten Zitrusfrüchten, weißem Pfirsich, Honigmelonen und Steinobst mit einer präsenten Mineralik im Hintergrund. Fast cremig umhüllt dieser herrlich saftige Wein die Zunge und betört mit einer animierenden Frische infolge einer lebendigen Säure und einer kühlen Mineralität.
Obwohl diese markant strukturierte Cuvée infolge ihrer hohen Extraktion den gesamten Gaumen vollständig auskleidet, scheint der Wein aufgrund seiner großartigen Finesse förmlich über die Zunge zu schweben. So fasziniert diese Spitzencuvée mit ihrer noblen Fülle und wirkt dennoch aufgrund ihrer Eleganz ungemein schlank, ja filigran fast, das herrlich eingebundene Holz ist kaum zu vernehmen. Der Wein wirkt noch sehr jung, gewinnt aber mit Luftzufuhr nochmals deutlich an Fülle und Länge. Ein intellektuelles Vergnügen für die Sinne, ein idealer gastronomischer Speisenbegleiter, der seine wahren Qualitäten erst am Tisch zur Gänze offenbart.
Ein originäres Monument an Struktur und einer fast spielerisch erscheinenden Kombination von Kraft, Frische und Finesse, das viele modische und wesentlich teurere Weine aus Übersee ganz schön alt aussehen lässt. Kein Wunder, dass der „Victor” als einer der ganz wenigen deutschen Weine (in dieser Beziehung sind meine französischen Freunde ganz schön chauvinistisch) auf den Karten der Restaurants von Alain Ducasse in Paris und New York zu finden ist. Aber wer sonst in Deutschland produziert denn noch einen Bâtard-Montrachet!
Zu genießen ab sofort (2-3 Stunden Dekantieren) bis wenigstens 2009.

Diel, Cuvée Victor, weiß



Weingut Kirsten

Seit Jahren kennen und schätzen Sie, unsere werten Kunden, die ungemein preiswerten Weine der sympathischen Kirstens aus Klüsserath. Doch was Bernhard und Inge im Jahrgang 2004 auf die Flasche gezaubert haben, ist schlicht fabelhaft und demonstriert zweierlei: Die kontinuierlich steigende Qualität der Kirsten”schen Weine sowie die klimatisch vorzüglichen Bedingungen in den klassischen Lagen der Mittelmosel in 2004, die wohl in keinem anderen deutschen Weinanbaugebiet übertroffen wurden!

913104 Kirsten, Gutsriesling trocken 2004 5,95 Euro
„Der 2004er Riesling trocken von Inge und Bernhard Kirsten zeigt reifes Limonenaroma und ungemein viel Substanz angesichts des mäßigen natürlichen Alkoholgehalts von elf Prozent und wirkt bereits jetzt wunderbar harmonisch: ein Meisterwerk an gehobenem Alltagswein”. Nach dieser euphorischen Bewertung in der FAZ und unserer ersten Präsentation in der letzten Pinwand durch Stuart Pigott setzte ein unglaublicher Run ein auf die Weine des „ehrgeizigen, weltoffenen Winzerpaars” (Pigott), der sich jetzt noch einmal verstärken dürfte durch das sensationelle Urteil von Jancis Robinson, die in ihrer großen Degustation der deutschen Rieslinge diesen fabelhaften Wein mit 17,5/20 Punkten bewertet und damit auf eine Stufe fast stellt mit den größten trockenen Rieslingen Deutschlands, die ein Vielfaches dieses herrlich leckeren Weines kosten.
Wenn mir auch diese Bewertung ein wenig zu euphorisch scheint, so bestätigt sie doch eindrucksvoll die herausragende Qualität „dieser beeindruckenden Gaumenfreude mit seiner aufregenden, expressiven, kristallinen Nase und seinem sehr frischen und feinst balancierten, dichten, trinkreifen Geschmackseindruck auf der Zunge”. Ein toller Wein zu fast unverschämt günstigem Preis!

Mein dringlicher Rat: Legen Sie sich einige Kisten dieses unglaublich günstigen Gutsrieslings (im übrigen wegen seiner Frische und feinen Mineralität auch ein phantastischer Sommerwein) in den Keller, da er zwar noch mindestens drei Jahre großartigen Trinkgenuss verspricht, doch bereits sehr bald ausverkauft sein wird!



Mein dringlicher Rat: Legen Sie sich einige Kisten dieses unglaublich günstigen Gutsrieslings (im übrigen wegen seiner Frische und feinen Mineralität auch ein phantastischer Sommerwein) in den Keller, da er zwar noch mindestens drei Jahre großartigen Trinkgenuss verspricht, doch bereits sehr bald ausverkauft sein wird!

913204 Kirsten, Weißburgunder, trocken 2004 7,95 Euro
Dieser herrliche, ungemein erfrischende, elegante und mineralische Weißburgunder demonstriert eindrucksvoll, mit welch intuitivem Feingefühl die sympathischen Kirstens das herausragende Terroir der Mittelmosel über die hochreifen Trauben in den fertigen Wein transferieren. Die optimalen klimatischen Bedingungen des an der Mittelmosel herausragenden Jahrgangs 2004 sind verantwortlich für die enorme innere Konzentration, die Cremigkeit und Frische sowie die geradezu explosive Frucht dieses traumhaften Burgunders mit seiner feingliedrigen, eleganten und betörend mineralischen Note. Ein herausragender Essensbegleiter, zu Fisch, zu Schalentieren und zu hellem Fleisch, aber auch solo genossen ein großes Erlebnis!
Unter Preis-Genussgesichtspunkten ebenso wie der von der Fachpresse zu Recht so hoch gelobte Gutsriesling in diesem sensationellen Moseljahrgang schlichtweg unschlagbar. Referenzcharakter!



Lassen Sie mich zu folgenden beiden Weinen kurz aus Stuart Pigotts fundierter Analyse in der FRANKFURTER ALLGEMEINEN SONNTAGSZEITUNG zitieren:
„Der 2004er „Herzstück“ Riesling trocken ist nicht nur beeindruckend im Hinblick auf Qualität und sein Preis-Leistung-Verhältnis, sondern demonstriert auch eine selbstsichere, eigene Stilistik, die sicher Schule machen wird. Sein sehr intensiver, fast üppiger Blütenduft wird von beachtlicher Geschmacksdichte gefolgt, trotzdem wirkt das Gesamtergebnis wunderbar leichtfüßig, hell und heiter. Auch wenn er zur besten Qualität des Jahrgangs im Gebiet gehört, stellt dieser Wein noch nicht die Jahrgangsspitze bei den Kirstens dar; das ist vielmehr der 2004er „Alte Reben“. Er ist nicht ganz trocken, zählt aber eindeutig zu den herben Weinen und ruft nach herzhaftem Essen, am besten in Form von Krustentieren. Die Pfirsich-Aromatik des Weines ist extrem konzentriert, doch gerade in dem Moment, als man sich fragt, ob es womöglich nicht zuviel des Guten sei, klingt der Wein bezaubernd fein und perfekt ausgeglichen aus. Ein schönes Beispiel für die Mosel-Zukunft.”


911004 Kirsten, Riesling Herzstück Klüsserather Bruderschaft Spätlese trocken 2004 10,90 Euro
Lassen Sie uns zu diesem Wein kurz aus Stuart Pigotts fundierter Analyse in der FRANKFURTER ALLGEMEINEN SONNTAGSZEITUNG zitieren: „Der 2004er „Herzstück“ Riesling trocken ist nicht nur beeindruckend im Hinblick auf Qualität und sein Preis-Leistung-Verhältnis, sondern demonstriert auch eine selbstsichere, eigene Stilistik, die sicher Schule machen wird. Sein sehr intensiver, fast üppiger Blütenduft wird von beachtlicher Geschmacksdichte gefolgt, trotzdem wirkt das Gesamtergebnis wunderbar leichtfüßig, hell und heiter.”



911804 Kirsten, Riesling Spätlese „Alte Reben”, trocken 2004 13,90 Euro
Lassen Sie uns zu diesem Wein aus Stuart Pigotts fundierter Analyse in der FRANKFURTER ALLGEMEINEN SONNTAGSZEITUNG zitieren: „Auch wenn der 2004er „Herzstück“ Riesling zur besten Qualität des Jahrgangs im Gebiet gehört, stellt dieser Wein noch nicht die Jahrgangsspitze bei den Kirstens dar; das ist vielmehr der 2004er „Alte Reben“. Er ist nicht ganz trocken, zählt aber eindeutig zu den herben Weinen und ruft nach herzhaftem Essen, am besten in Form von Krustentieren. Die Pfirsich-Aromatik des Weines ist extrem konzentriert, doch gerade in dem Moment, als man sich fragt, ob es womöglich nicht zuviel des Guten sei, klingt der Wein bezaubernd fein und perfekt ausgeglichen aus. Ein schönes Beispiel für die Mosel-Zukunft.”



SPANIEN

Bodega Borsao

In der noch relativ unbekannten Region Campo de Borja fanden wir bei unseren Entdeckungsreisen und der intensiven Suche nach herausragenden Alltagsweinen zu kleinem Preis die Bodega Borsao, die sich aus 3 kleinen, aber sehr qualitätsorientierten Genossenschaften gebildet hat, die noch bis Mitte der 90iger Jahre ihren Wein ausschließlich im Fass in die berühmten Nachbarregionen Navarra und Rioja verkauften, die damit ihre teuren Gewächse „aufpäppelten”.

Doch dann besannen sich die Mitglieder der Genossenschaft auf ihren einzigartigen Schatz der über 100jährigen Garnacha-Weinberge, die in den Höhenlagen ihrer Region auf natürliche Weise nur geringe Erträge bringen.
Da die Garnachatrauben über viel Frucht und Kraft verfügen und die ebenfalls angepflanzte Tempranillo Rebe für einen würzigen und feinen Charakter im fertigen Wein verantwortlich ist, eignen sich beide Rebsorten, als Cuvée ausgebaut, ideal zur Erzeugung eines feinen und fruchtig-kraftvollen Blends.

Noch gehören die leckeren Rotweine der rührigen Kooperative nicht zur absoluten Spitze, aber unter dem Aspekt des Preis-Genussverhältnisses sind sie nahezu unschlagbar (Parker: „Diese Weine gehören unter dem Aspekt Preis und Leistung zu den besten der Welt”) und eignen sich, leicht gekühlt, als auch als hervorragende Sommerweine. Unbedingt probieren!


427104 Borsao, Campo Castillo, tinto 2004 3,50 Euro
Christina Göbel, „Deutschlands Sommelier des Jahres 2005”, hat diese schmackhafte Cuvée aus Tempranillo und Garnacha in einer Blindverkostung degustiert. Im folgenden ihre fachliche Analyse:
„Farbe: Purpurrot.
Duft: Brombeere, Cassis, sehr ausgeprägtes Sauerkirscharoma, Schokolade, Karamell, Vanille. Generell eine sehr zugängliche, aber trotzdem komplexe Aromatik, dicht, süßlich, betörend Gaumen:
wirkt wesentlich schlanker, als man es von der Nase her vermutet. Relativ prägnante Säure, die dem Wein etwas Anregendes verleiht, feine Tanninstruktur, schöne Würze, die auch den Nachhall dominiert.
Ein toller Alltagsrotwein, der jedem schmecken wird. Toll wäre es, wenn der Verkaufspreis um die 5 Euro liegen würde.
Trinkreife ab sofort bis etwa 2007.”
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2005 bis 2009.

Einführungspreis, gültig bis 10. August 2005, danach 3,90 Euro!


Bodega Inurrieta - Navarra

Unsere letztjährige Neuentdeckung aus Navarra feiert mittlerweile mit ihren Rotweinen „Norte” und „Sur” auf dem europäischen Weinmarkt sensationelle Erfolge. Viele von Ihnen, liebe Freunde von Pinard de Picard, haben einige Kisten dieser herrlichen Alltagsweine mit einem „unglaublichen Preis-Leistungsverhältnis” (so Paula Bosch, Deutschlands renommierte Sommelière aus dem„Tantris”, München, 2 Michelinsterne) in ihrem Keller liegen oder bereits mit großer Freude getrunken.

Ganz aktuell wurde übrigens der „Norte” von VINUM zum besten Wein Navarras gewählt: „Das Gebiet ist unmittelbarer Nachbar von Rioja und hat sich in den letzten Jahren sehr vorteilhaft entwickelt. Die Weine waren immer schon preiswert; inzwischen ist auch eine qualitative Steigerung unverkennbar. Der Norte N 2002 ist eine erstklassige Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Merlot, die mit guten Bordelaisern mithalten kann, aber nur einen Bruchteil davon kostet (deutlich unter zehn Euro).Im Aroma etwas Rauch, dazu Beeren und Kräuter; fein gewoben, reife Gerbstoffe, vielschichtig und nobel. Kann Luft gut vertragen. 2005 bis 2012”.

Heute wollen wir Ihnen zudem den leckeren Rosé dieses neuen Sterns am spanischen Weinfirmament ans Herz legen, der vom Club der Sommeliers Spaniens zum besten Rosado Navarras gekürt wurde!


429404 Inurrieta, Mediodía rosado 2004 5,90 Euro
Der fuchsienfarbene Mediodía 2004, vinifiziert aus perfekt gereiften Garnacha Trauben, bezaubert durch einen ganzen Strauß von Aromen: rote Früchte, Sauerkirschen und Erdbeeren, dazu ein Hauch von Rosenblättern. Die angenehme Säure verleiht ihm eine wunderbare Frische und Reinheit, daher sowohl ein idealer Rosé für heiße Sommertage auf der Terrasse als auch ein vorzüglicher Begleiter zu südländischen Grillgerichten, wie etwa Lammkoteletts oder Merguez. Dies ist keiner dieser banalen „Rosés von der Stange”, welche die Regale der Supermarktkette füllen, sondern ein ernst zu nehmender animierender Wein auch für anspruchsvolle Rotweintrinker!

„Bester Rosé Navarras”, gewählt vom Club de Sommeliers de España



Finca Sandoval

„Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen” (Hermann Hesse in seinem Gedicht „Stufen”)

Nicht wenige Menschen hegen tief in ihrem Herzen den innigen Wunsch, mitten in ihrem erfolgreichen Leben noch einmal etwas völlig Neues zu beginnen. So scheint auch die heimliche Sehnsucht so manchen Weinjournalisten die Erfüllung eines lang gehegten Traumes zu sein: selbst als Winzer zu arbeiten und seine hehren Ideale im eigenen Weinberg zu verwirklichen.
Mit großem Erfolg produziert beispielsweise seit vielen Jahren Guido Jansegers auf Château Mansenoble in der wildromantischen Landschaft von Corbières herausragende Weine, die längst zu Klassikern in unserem Programm avancierten. Ihm gleich tat es vor wenigen Jahren Victor de la Serna, ein nicht nur in Spanien, sondern auch international renommierter Weinjournalist . Nach intensiven Recherchen, ein wirklich exzellentes Terroir zu bezahlbaren Preisen zu finden, gründete er 1998 sein eigenes Weingut mit derzeit knapp elf Hektar Rebfläche.

Und dieses vinologische Kleinod ist ausgerechnet in einer terra incognita gelegen: In der noch weitgehend unbekannten Region Manchuela (220 Kilometer südöstlich von Madrid in der Nachbarschaft von La Mancha und Utiel-Requena) fand de la Serna seine Weinheimat, die ihm aufgrund der spezifischen klimatischen Bedingungen ideal geeignet schien, sich seinen Lebenstraum als Winzer zu erfüllen. Die extrem ärmlichen, tiefgründigen, lehmhaltigen Parzellen mit exzellenter Wasserspeicherfähigkeit für eine optimale Reifephase der Trauben, von unschätzbarem Wert in den heißen spanischen Sommermonaten, sind durchsetzt mit Kalksedimenten. Beide Bestandteile des Bodens ergänzen sich auf ideale Weise und zeichnen so verantwortlich für die subtile Mineralität, die bemerkenswerte Struktur, die große Kraft und die enorme Komplexität in den fertigen Weinen.
Die Parzellen sind zudem knapp 800 Meter hoch gelegen und daher sehr kühlen Nachttemperaturen ausgesetzt, ein entscheidender Vorteil für die Aromenbildung der Trauben in dieser heißen Region: Hier herrscht ein sehr trockenes Wetter mit insgesamt nur rund 350 Liter Niederschlag pro Jahr, so dass zusätzlich zur natürlichen Wasserhaltekraft des Bodens ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem zur Vermeidung von Trockenstress entwickelt wurde.

Neben diesen ausgezeichneten Standortbedingungen sind zwei weitere Faktoren mitentscheidend für die großartige Qualität der auf Finca Sandoval erzeugten Spitzenweine. Zum einen stammen die Syrahstöcke, die wichtigste Sorte des Gutes, aus der Rebschule „unseres” weltberühmten Weingutes Beaucastel in Châteauneuf-du-Pape und erbringen gerade einmal 19 hl/ha Ertrag von Trauben auf dem Höhepunkt ihrer physiologischen Reife! Zum anderen fand Victor de la Serna tatkräftige Unterstützung durch den renommierten Önologen Rafael Orozco und durch José Manuel Lázaro, die für alle Arbeiten in den klimatisierten Kellerräumen und in den Weinbergen verantwortlich sind und durch den bereits über 70jährigen Jerónimo Romero, „der jedoch noch ungeheuer rüstig sowie klug und weise ist und in Manchuela nicht nur sämtliche Weinberge mit ihren differenzierten Böden genauestens kennt, sondern nahezu jeden einzelnen Rebstock mit Vornamen”, schmunzelt de la Serna.
„Meine Weine sind ausschließlich das Produkt ihres Terroirs, aber niemals das Resultat kellertechnischer Experimente. Jede Rebsorte und jede einzelne Parzelle wird separat in französischen Barriquefässern (ein Drittel davon neu) vinifiziert, um später optimal aufeinander abgestimmte Cuvées erzeugen zu können”.

Und wie phantastisch die Weine von Victor de la Serna mittlerweile schmecken, haben Liebhaber großer spanischer Gewächse in den beiden letzten Jahren bereits erfahren können: Nur wenige andere Weine auf der iberischen Halbinsel trumpfen mit vergleichbar prägnanter Charakteristik auf und verströmen eine solch souveräne Gelassenheit. Das ist Terroir pur im wortwörtlichen Sinn: Weine voller Eigenständigkeit, Aura und Charisma, die, wenn man sie getrunken, so schnell nicht wieder vergisst!


447203 Sandoval, Salia tinto 2003 14,95 Euro
Diese herrlich konzentrierte Cuvée von kühler Stilistik ist von beeindruckender Unverwechselbarkeit: Perfekt gereifte Syrah- und vorzügliche Granacha- und Mourvèdretrauben ergeben in der Farbe ein sattes Schwarzrot; die Nase wird zunächst mit subtilen Aromen von Veilchen, Teer, Trüffeln und Vanille verwöhnt. Nach einiger Zeit der Öffnung gesellen sich Anklänge an dunkle Waldbeeren und getrocknete Pflaumen hinzu.
Am Gaumen wirkt diese originäre Cuvée sowohl verführerisch weich als auch kraftvoll zugleich und besticht mit einem erfrischenden Säuregerüst und einer feinkörnigen Gerbstofftextur, so dass sich die Tannine angenehm cremig auf der Zunge ausbreiten. Der Abgang hört nimmer auf und es verbleibt ein wunderschöner Nachhall von frisch geröstetem Kaffee und Brioches.
Eine traumhafte Vermählung von spanischer Tradition und europäischer Moderne!
Zu genießen ab sofort (Dekantieren oder aus der geöffneten Flasche über mehrere Tage probieren), Höhepunkt Mitte 2006 bis mindestens 2009.



447103 Finca Sandoval, tinto 2003 25,00 Euro
Welch hedonistischer Traum eines großen Weins, süß im Duft, verführerisch und expressiv im Aroma, dabei saftig, weich, ungemein samtig und selten attraktiv auf der Zunge! Diese verführerische Topcuvée, vinifiziert aus 80 Prozent Syrah, Mourvèdre und Tempranillo, wurde zur Hälfte in neuen französischen Barriques ausgebaut, wobei die Aromen des Holzes nur ganz zart vernehmlich und daher in keinster Weise aufdringlich sind, da die immense Dichte und die gewaltige, expressive Frucht des Weines das Holz perfekt integrieren.
Intensiv dunkelrote, dichte, fast undurchdringlich schwarze Farbe, im betörenden Bukett strotzt der Wein nur so vor attraktiver, ungemein schmeichlerischer Fruchtkonzentration, kein Wunder bei einem lächerlich niedrigen Ertrag von nur 19 hl/ha. Faszinierende Aromen von süßen Brombeeren, frisch geriebenem Pfeffer, Lakritz, Cassis, einem Hauch von Mocca und Kakao sowie Trüffeln und orientalischen Gewürzen. Noten nobler Bitterschokolade und Zimt verbinden sich liebevoll mit der cremigen, opulenten, dichten und saftigen Stilistik des Weines, der dennoch über ein bemerkenswertes Maß an Frische, Eleganz und Finesse verfügt.
Seine schmelzigen, seidenen Tannine wirken wunderbar südländisch weich, hinterlassen aber auch einen Nachhall, der an große nördliche Rhôneweine, insbesondere natürlich an die Spitzenweine der Côte Rôtie erinnert.
Ein faszinierend fruchtbetonter, expressiver, südlich-kühler Stil (dieses nur vermeintliche Paradoxon ist die Folge der ungewöhnlichen Höhenlage der Parzellen und der damit verbundenen großartigen Frische des Weines in Verbindung mit seiner wild-schönen Aromatik), der trotz seines Barriqueausbaus seine spanische Herkunft nicht verleugnet, ein traumhaft authentischer, vibrierender Syrah, der so verführerisch schmeckt, dass man sich kaum beherrschen kann, eine ganze Flasche an einem Abend allein zu genießen. Ein großer Wein mit südländischer Seele!

In der aktuellen Ausgabe 159 seines WINE ADVOCAT beurteilt auch Parker erstmals diesen herrlichen Wein und vergibt begeistert 93 Punkte: „Die erste Jahrgänge von diesem bescheidenen, 26 Morgen großen Weinberg, hauptsächlich bepflanzt mit Syrah, waren alle beeindruckend, aber der 2003er scheint der bis jetzt beste zu sein”.
Zu trinken nach mehrstündigem Dekantieren ab sofort, Höhepunkt Ende 2006 bis mindestens 2015.



447303 Sandoval, Cuvée TNS, tinto, Magnum 2003 1,5 l 109,00 Euro
In homöopathischen Dosen erzeugter Weltklassewein, ausschließlich in Magnums abgefüllt, von Parker mit 95 Punkten geadelt und dem dringenden Rat an seine Leser, zu versuchen, wenigstens eine oder zwei Flaschen dieses monumentalen, ungemein komplexen Weines zu ergattern.

Limitierte Abgabe: max. 2 Flaschen pro Kunde!



Herzliche Grüße aus Saarwellingen,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann