Aus der Region Rheinhessen:
ENDLICH GIBT ES SIE WIEDER: DEUTSCHE WELTKLASSE-SEKTE!
100 Jahre mussten vergehen, um nach dem Absturz vom schäumenden Olymp ins Tal der Tränen ein grandioses Comeback in die absolute Weltspitze gelungen ist. Wahrlich: Die Renaissance der Sekt-Legenden!
Werte Kunden: Die Weltausstellung in Paris erreicht 47 Millionen Besucher. Und der eigens für dieses Großereignis errichtete Eiffelturm wird nicht wieder abgerissen, wie aufgrund von Bürgerprotesten vor dem Erbau zugesichert, sondern wird zum Wahrzeichen der Stadt der Liebe. In China bricht der Boxeraufstand gegen den Imperialismus Europas, Japans und der USA aus. Im Deutschen Reich treten das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) und das Handelsgesetzbuch (HGB) in Kraft. Nach schweren Unruhen und Massenkundgebungen in Barcelona, Madrid, Valladolid, Burgos und Saragossa gegen die neuen Steuergesetze verhängt die spanische Regierung den Belagerungszustand über Barcelona. König Umberto I. von Italien wird bei einem Attentat des Anarchisten Gaetano Bresci in Monza getötet, ihm folgt Viktor Emanuel III. auf dem Thron. Wladímir Iljítsch Uljánow (später Lenin genannt) verlässt Russland und geht nach Deutschland ins Exil. An der Universität Wien führt die Zulassung von Frauen als ordentliche Hörerinnen an der Medizinischen Fakultät zu erheblichen Protesten. Begeisterte Zuschauer erleben die Uraufführung der Oper Tosca von Giacomo Puccini am Teatro Costanzi in Rom.

Allen Grund zum Feiern haben zwei eng miteinander befreundete rheinhessische Winzerfamilien:
Raumland meets Keller
SIE haben es natürlich längst bemerkt: Wir sind auf einer imaginären Zeitreise im magischen Jahr 1900 gelandet. Und wir richten unseren Blick noch einmal auf die legendäre Pariser Weltausstellung: Dort werden viele technische Errungenschaften vorgestellt, die das 20. Jahrhundert prägen werden, darunter der Dieselmotor, der Tonfilm und die Rolltreppe. Zur Ausstellung wird auch die Pariser Metro eröffnet und die Weltstadt an der Seine ist gleichzeitig Austragungsort der Zweiten Olympischen Spiele.
Doch, halt, was wird denn da getrunken? Was perlt so erfrischend aus den Gläsern der unzähligen VIPs in den Logen der Ausstellung?
Na klar, Champagner, werden Sie denken. Doch weit gefehlt. Das Kultgetränk der damaligen Zeit ist DEUTSCHER SEKT bzw. deutscher Champagner!

Denn Ende des 19. Jahrhunderts bildeten Sekte und Rieslinge deutscher Provenienz wegen ihrer unvergleichlichen Eleganz und Finesse sowie ihrer einzigartigen Noblesse die absolute Spitzenliga der begehrtesten und damit teuersten Weine der Welt, gegen die selbst die großen Namen des Bordelais ‚billig’ gehandelt wurden. So kostete beispielsweise im weltberühmten Grand Hotel Steffens & Wolters in Königsberg der 1891er Cheval Blanc 5,50 Goldmark, der 1892er Chateau Yquem 7.- Goldmark, aber der 1893er Van Volxem Scharzhofberger 10.- Goldmark und der Rheinwein Forsterstück ebenfalls 10.- Goldmark. Also locker das Doppelte eines Cheval blanc. Und zur offiziellen Eröffnung der Weltausstellung wurde natürlich deutscher Sekt getrunken, damals noch offiziell Deutscher Champagner gehießen (im Friedensvertrag von Versailles, nach dem 1. Weltkrieg erst, erhielt die Champagne ihr Exklusivrecht), und nicht etwa ein Krug oder irgendein anderer Champagner. Auch an den Fürstenhäusern Europas waren deutsche Erzeugnisse die Könige unter den Weinen. Und nach den selbst verschuldeten Problemen des 20. Jahrhunderts erleben wir seit mehr als einem Jahrzehnt (auch als Gegenbewegung zu der unsäglichen süßlichen Massenplörre, die leider immer noch die Regale vieler Supermarktketten überflutet) eine weltweite Riesling- und Sektrenaissance mit ungeheurer Dynamik und die glanzvolle Rückeroberung auf ewig verloren geglaubten Terrains: Die neuen „alten” Qualitäten der deutschen Weltklasserieslinge und -sekte haben die Herzen der Kenner und Liebhaber rund um den Erdball erobert!
Wer könnte darüber besser urteilen als Caro Mauer? Die attraktive Weinjournalistin aus Bonn hat gerade nach vierjährigen Studien die Prüfung zum Master of Wine bestanden – und damit die höchsten Weihen erworben, die man als Weinfachmann/-frau erringen kann. Damit ist sie (neben drei Männern) die erste Frau aus Deutschland, die nun die begehrten Buchstaben „MW” hinter ihrem Namen tragen darf. Sie urteilt dezidiert: „Zu Beginn des 20. Jahrhunderts genoss deutscher Riesling-Sekt weltweite Anerkennung und war oftmals teurer als Champagner. Dann folgte eine lange währende Depression, in der industrielle Massenerzeuger viele kleine, handwerklich arbeitende Sektkellereien vom Markt verdrängten. Doch seitdem Deutschlands Winzerelite beginnt, sich verstärkt um Sektausbau zu kümmern, ist eine erfreuliche Entwicklung zu höchst individuellen Schaumweinen mit bestmöglicher Qualität zu erkennen: Traditionelle Flaschengärung – also das klassische Champagnerverfahren – ist dabei ebenso selbstverständlich wie ein langes Hefelager in traditionellen Sektflaschen. Daher steht in der Qualität deutscher Spitzen-Sekt Champagner heute kaum mehr nach, doch im Preis ist er meist unvergleichlich günstiger.”

Familie Raumland, sympathisch und weltoffen:
Heide-Rose und Volker mit ihren Töchtern Marie-Luise und Katharina
Wahrlich: Bei solch fabelhafter Qualität aus deutschen Winzerkellern gibt es überhaupt keinen Grund mehr, dass sich Weinliebhaber mit überteuerten Massenchampagnern aus dem Supermarkt quälen! Und welch charaktervolle, unverfälschte Ursprünglichkeit finden wir in einem berühmten Weinort in Rheinhessen (nur 200 m von unserem neuen Kleinod entfernt wohnt die eng mit ihnen befreundete Familie Keller) mit traumhaften Kalkböden, die Sie alle, werte Kunden, von den legendären Großen Gewächsen von Klaus-Peter Keller kennen: Unser Sekthaus Raumland, DAS ist die neue Referenz für deutschen Sekt auf absolutem Weltklasseniveau!
Und der Serien-Sieger im Gault Millau: Seit 8 Jahren, seit 2005 also, haben die sympathischen Raumlands 6 mal den Sieger in Deutschlands berühmtestem Weinführer gestellt. Willkommen. Liebe Kunden, im Olymp der schäumenden Künste!
Brandaktuell gibt es in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG einen weiteren euphorischen Artikel über diesen Deutschen Weltklasse-„Champagner”. Wir zitieren in Auszügen:
In der letzten Pinwand des Jahres 2011 vorgestellt, avancierten die Sekte unseres Kleinods (T)Raumland zur erfolgreichsten Neueinführung des Jahres. Herzlichen Glückwunsch unserer sympathischen Winzerfamilie nach Flörsheim-Dalsheim, dem neuen Mekka deutscher Winzerkultur. Sehr gefreut haben wir uns natürlich über diesen großartigen Erfolg, allzu überrascht waren wir jedoch nicht. Zu sensationell gut die Qualitäten der „Deutschen Champagner” (so der mittlerweile verbotene Ursprungsname während der Hochzeit deutscher Schaumweine im vorvergangenen Jahrhundert), so niedrig im Vergleich zum französischen Pendant die verlangten Preise. Das findet auch die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG in einem euphorischen Artikel in ihrer Ausgabe vom 30.12.2011, in der sie dezidiert urteilt: „Deutscher Winzersekt? Klingt vielleicht nicht so sexy wie Champagner – schmeckt aber oft genauso gut wie das französische Vorbild und bieten im Vergleich ein unschlagbares Preis-Leistung-Verhältnis”.
Und dann veröffentlicht Autorin Patricia Böhm eine Lobeshymne auf die Meistersekte des Perlenmagiers Volker Raumland. Wir zitieren in Auszügen: „Es war vor einiger Zeit bei einer Champagnerprobe unter Experten. Sommeliers, Weinhändler und -journalisten waren zusammengekommen, um die Prestige-Cuvées der großen Champagnerhäuser zu verkosten. Eine sogenannte Blindprobe, mit verdeckten Etiketten. Was keiner der Fachleute ahnte: Man hatte einen „Piraten” eingeschmuggelt, einen deutschen Sekt aus dem rheinhessischen Flörsheim-Dalsheim. Nicht nur, dass kein Verkoster die Finte bemerkte, der Pirat wurde auch mit 93 von 100 Punkten sehr gut bewertet und lag am Ende punktgleich mit einem Dom Pérignon aus dem berühmten Champagnerhaus Moët & Chandon. Der kleine Unterschied: der Franzose kostet 130 Euro, der Rheinhesse – ein „Triumvirat” von Volker Raumland – 33 Euro.
Diese Episode macht zweierlei klar: Erstens werden in Deutschland heute hervorragende Sekte produziert. Und zweitens haben die Franzosen einfach nur das bessere Marketing. Denn im Grunde handelt es sich um das gleiche Produkt. Hochwertige Schaumweine wie die von Volker Raumland werden auch in Deutschland nach der méthode traditionelle , dem klassischen Champagnerverfahren, hergestellt, indem man den Wein ein zweites Mal in der Flasche gären lässt. Nichts würde dagegen sprechen, diese hochwertigen Weine als Champagner zu bezeichnen – wenn die Franzosen nicht beizeiten so schlau gewesen wären, sich diesen Begriff schützen zu lassen.
Also spricht man in Deutschland von Winzersekten, was zugegebenermaßen weit weniger sexy klingt. „Für meinen Geschmack hört sich das etwas zu derb an”, sagt Volker Raumland. „Wir machen deutschen Sekt, Punkt, aus.” Die Messlatte bleibt für ihn der Champagner. Die Folge: Nach dem deutschen Weingesetz muss ein hochwertiger Sekt mindestens neun Monate auf der Hefe liegen, im Weingut Raumland sind es mindestens drei Jahre, wie bei den großen Jahrgangschampagnern. Auch stilistisch orientiert sich der Winzer an den französischen Kollegen. Während in Deutschland eher Rieslingsekte mit oft markanter Säure Tradition haben, hat Raumland seine zehn Hektar Weinberge vorwiegend mit jenen Burgundersorten bepflanzt, die für die klassische Champagnercuvée stehen: Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier.
Der Erfolg gibt Raumland recht. Seine „Bubbles” zählen im Gault Millau Weinguide zu den am besten bewerteten Sekten. In diesem Jahr belegte er in der Kategorie „Winzersekt Brut” schon zum sechsten Mal den ersten Platz, diesmal mit dem 2001 MonRose Brut. Das Besondere daran: Der Sekt lag zehn Jahre auf der Hefe – Raumland will damit demonstrieren, wie gut auch ein deutscher Sekt reifen kann.”
Und dann das knallharte Urteil der SZ bezüglich hochwertiger Schaumweine wie die unseres Lieblingssektwinzers Volker Raumland. „Sie sind vielen Champagnern ebenbürtig und bieten im Vergleich ein unschlagbares Preis-Leistung-Verhältnis.
Mit den Supermarktsekten aus industrieller Produktion, die lange das deutsche Angebot dominierten, haben die hochwertigen Schaumweine der neuen Generation nichts gemein. Dabei machen die deutschen Winzer nichts anderes, als an eine große Tradition anzuknüpfen: Auf der Pariser Weltausstellung im Jahr 1900 wurden gleich zwei Sekte mit einem Grand Prix ausgezeichnet. Sekt aus Deutschland galt damals dem Champagner als mindestens ebenbürtig. Als „Sparkling Mosel” wurde er im 19. Jahrhundert von britischen Kolonialbeamten bis nach Indien, Birma und Australien verschifft. In den Wirtschaftswunderjahren des 20. Jahrhunderts aber setzten die großen deutschen Sektkellereien auf Massenproduktion. In der Champagne dagegen blieb man elitär. ‚Die Champagne hat hundert Jahre Vorsprung im Marketing’, sagt Volker Raumland. ‚Es gibt immer noch viele Etikettentrinker, für die muss es unbedingt ein großer Name sein. Dabei gibt es auch viele schlechte Champagner.’
Und die Qualität der Grundweine bei Raumlands ist herausragend. Die Weinberge der Familie (vergleichbar mit denen im Burgund, Muschel- und Algenkalkböden, wo sich die Reben im steinigen Untergrund wohl fühlen und Weine von besonderer Mineralität entstehen) werden ökologisch bewirtschaftet, die Trauben von Hand gelesen und schonend verarbeitet. Keine Frage also: Neue deutsche Winzersekte knüpfen nun an die großen Zeiten an.”
Gut gebrüllt, SÜDDEUTSCHE.
SEKTHAUS RAUMLAND – FLÖRSHEIM-DALSHEIM
Das Mekka höchster deutscher Sektkultur!
Kommen Sie mit uns ins (T)Raumland der prickelnden Perlen: „Rheinhessisches” Dream-Team dreht das Rad der Zeit zurück!
Gault Millau 2012: „Volker Raumlands aktuelle Kollektion aus ökologischem Anbau ist begeisternd: Sekt vom Allerfeinsten”.
Und wiederum Platz 1 in der Bestenliste!
WEINWIRTSCHAFT: „Raumland Platz 1 in Deutschland im großen internationalen Test der klassischen Sekte aus der traditionellen Flaschengärung”.
Als Johann-Joseph Krug 1800 geboren wurde, war seine rheinhessische Heimatstadt Mainz ein Teil von Frankreich. Daher lernte er französische Lebensart von klein auf kennen und es zog ihn als jungen Mann magisch in die Region um Reims, wo er das heute berühmteste Champagnerhaus der Welt begründete. Hätte Krug jedoch gewusst, wie gut die Kalkböden vor den Toren seiner Geburtsstadt zur Champagnererzeugung geeignet sind – er wäre wohl nie in die Champagne gegangen, sondern stattdessen wohl nach Flörsheim-Dalsheim.
So wie der hoch ambitionierte Pfälzer Volker Raumland, ein ebenso fachlich begnadeter wie menschlich sympathischer Vollblutwinzer, der seine große Liebe zum Sekt während seines Studiums in Deutschlands Winzerschmiede Geisenheim fand, als er im Rahmen eines Projekts seine Zuneigung zu den schäumenden Träumen entdeckte. „Da habe ich Feuer gefangen und war wie elektrisiert”. Der Funke sprang auch auf seine attraktive Frau Heide-Rose über, die umsichtig anpackt, wo immer nötig, und auf ihren gemeinsamen Reisen in die Champagne vertiefte sich die Liebe noch einmal. Zueinander und für die prickelnden Perlen. Und sie waren überzeugt, dass auch in Deutschland ein gigantisches Potential zur Erzeugung großer Champagner (bzw. Sekte infolge des Versailler Vertrages) vorhanden sein musste. Die großen Erfolge einer leider fast schon in Vergessenheit geratenen glorreichen Vergangenheit legen davon beredtes Zeugnis ab.
Also machten sie sich auf die Suche, prüften sorgfältig die Böden und wurden 1990 fündig in Rheinhessens Renommierregion, genau dort, wo beispielsweise heute Nachbar Klaus-Peter Keller oder H.O. Spanier (beide mit Raumlands eng befreundet!) ihre legendären muschelig-kalkigen Rieslinglagen ihr eigen nennen. Felsenfest überzeugt, dass deutscher Sekt seinen alten Ruf wieder erlangen könne und seinen engsten Verwandten aus der Champagne in nichts nachzustehen braucht.

Der Perlen-Magier: ein Mann, der nicht nur seine Frauen liebt...
Wie es der Zufall wollte, stand in dem romantischen Örtchen mit der berühmten Fleckenmauer gerade ein wahres Kleinod zum Verkauf – die Villa eines ehemaligen Möbelfabrikanten, erbaut just zur weltweiten Blütezeit deutscher Wein- und Sektkultur und mit ihren noblen Stuckdecken nach englischen Vorbildern ein Baudenkmal allererster Güte.
Mit der gleichen Liebe zum Detail und dem leidenschaftlichen Enthusiasmus wie sie sich um die Restaurierung kümmerten, bewirtschaften sie mit ebenso viel Liebe und Enthusiasmus ihre eigenen Weinberge, im Unterschied zu den marktbeherrschenden großen Sekthäusern, die überwiegend billiges, fremdes Lesegut verarbeiten, in ökologischem Anbau (kaufen natürlich auch ausgesuchtes Spitzenlesegut hinzu) und machen nach höchsten Ansprüchen den Grundwein für ihre Sekte selbst. Und das in einer so irren Qualität (Volker ist der geniale „Perlen-Magier“ unter den deutschen Sektproduzenten!), dass sie auch für namhafteste deutsche Spitzenweingüter in ihren Kelleranlagen die Versektung übernehmen und so für deren großartige Qualitäten mitverantwortlich zeichnen.

Heide-Rose und Volker sind zwar Deutschlands Antwort auf die französischen Champagner und deren größte Herausforderung weltweit, aber das sympathische Paar ist weit von chauvinistischem Denken entfernt. Ganz im Gegenteil: „Es waren die französischen Meister, bei denen wir unser Wissen vertiefen konnten, hier lernten wir die traditionelle Flaschengärung schätzen, die wir selbstverständlich noch heute pflegen und jährlichen „Pilgerreisen” ins Mekka der Perlen fiebern wir mit ungeduldiger Vorfreude entgegen.”
Ansonsten verbringen Heide-Rose und Volker ihre Zeit in ihrer Heimat. Großer Wein braucht große Winzerpersönlichkeiten, die viel Zeit in ihren großen Lagen und, vor allem bei den Pricklern, im Keller verbringen. Auf insgesamt zehn Hektar bestens für die Sekterzeugung geeigneter Böden wachsen Riesling, Pinot Meunier, Spät- und Weißburgunder, Chardonnay sowie Sylvaner. Bei deren sorgfältigen Pflege und händigen Ernte legen die Raumlands größten Wert auf die Einhaltung der ökologischen Richtlinien! Im Keller setzt man auf schonende Ganztraubenpressung und bei der Lagerung geben die Raumlands ihren Sekten extrem viel Zeit. Die gesetzliche Mindestlagerzeit beträgt neun Monate; bei Raumlands bekommen sie jedoch mindestens zwei Jahre, die Prestigeprodukte sogar mindestens vier und teilweise noch weit mehr Jahre. Auch hier ist die Champagne Vorbild, aber Raumlands machen beileibe keine Champagner-Kopien. Ihre Weltklasse-Sekte sind nicht nur von einzigartiger Brillanz, sondern auch von unverwechselbarer Eigenständigkeit – „Deutscher Champagner” eben, wie in der guten alten Zeit!

Und dennoch kommt nochmals unser geliebter Nachbar im Westen ins Spiel. Denn es war eine Französin, die den wissbegierigen Raumlands den allerletzten Schliff gegeben hat: Im Jahr 1997 wird die französische Önologin Carole im mittlerweile sich im rasanten Aufsteigen befindlichen Gut eingestellt und mit ihr kommt es zur qualitativen Explosion. Wie der französische Mönch Dom Perignon seinen Brüdern dereinst berichtete („Come quickly, I am seeing the stars.”), ging der Stern der Raumlands in diesen Tagen endgültig auf. Das kongeniale Trio Carole, frisch von der Weinbauschule in Reims angeworben und dort mit allen Wassern gewaschen („Nach unserem spannenden Studium bleibt für Frauen in der Champagne oft nur der Weg ins Labor – aber das wollte ich nicht – ich will anpacken, etwas Magisches schaffen, da blieb mir paradoxerweise nur der Schritt nach Deutschland”), mit dem brillanten Kellermeister Volker Raumland und der umsichtigen Heide-Rose: Da war ein absolutes Dream-Team am Werk und schuf mit beseelter Weinbergsarbeit und ausgeklügelter Kellertechnik (das macht Volker in Deutschland niemand und in der Champagne kaum jemand nach!) ursprünglich schmeckende Bio-Sekte in großartiger Qualität und völlig eigenständiger Raumland-Stilistik: Die Vermählung der besten Traditionen Deutschlands (und das schmeckt so anders, als das, was nur allzu oft unter dem Begriff deutscher Sekt unsere Zungen übelst traktiert) und der Champagne, gelebte deutsch-französische Freundschaft also, führen zu absoluten Weltklasseweinen zu Preisen, die, im internationalen Kontext betrachtet, nur als Witz bezeichnet werden können. Große Qualität kann bisweilen so unfassbar preiswert sein!
Unser (T)Raumland in Flörsheim-Dalsheim ist zweifellos die Speerspitze der deutschen Sekterzeugung. Ihre Kreationen sind DIE qualitativen Provokationen renommierter Champagner und die perfekten Understatement-Weine für Genießer, die es sich leisten können, keinen Champagner zu trinken. Heide-Rose und Volker Raumland knüpfen nahtlos an die Hochkultur der „Deutschen Champagner” im 19. Jahrhundert an und führen Deutschlands geniale Winzersekte zu neuer Blüte. Wohl bekomm’s!
