Weingut Keller - Rheinhessen

John Gilman („View from the cellar”) „Jahrgang 2013 in Deutschland: Eine majestätische Kollektion bei Klaus Peter Keller und bereits geniale Qualitäten bei seinen Basis-Weinen. Keller ist, trocken wie süß, DER Fixpunkt für irrsinnig brillante Weine in elektrisierender Vollkommenheit!

Robert M. Parker: „Klaus Peter Keller produziert Stoff für Legenden!“

Jancis Robinson, Master of Wine, die Grande Dame der internationalen Weinjournalisten, schwärmt in der Financial Times: „Wenn ich nur einen einzigen Wein zeigen dürfte, um zu beweisen, wie großartig trockener deutscher Riesling mit seiner einzigartigen Finesse und großen Mineralität schmecken kann, würde ich einen Riesling vom Weingut Keller wählen. Diese phantastischen Weine sind die deutschen Montrachets – Man hat den Eindruck, dass sie immer noch ein bisschen besser werden.“

Die New York Times feiert Klaus-Peter Keller als „Hohepriester des Rieslings”!

FAZ: „Großartig, hervorragend, brillant – die Kritiker überschlagen sich“.

„Kollektion des Jahres“ und „Winzer des Jahrzehnts“, so das Urteil des Gault Millau, der in seiner 2009er Edition die verzaubernden Rieslinge des Winzermagiers aus Flörsheim-Dalsheim auf die Plätze eins, zwei und drei wertet. Ein Paukenschlag und eine einzigartige Auszeichnung in der Historie deutscher Weinführer!

Und im aktuellen Guide 2014 urteilt der Gault Millau: „Kellers Phalanx aus sechs superben Lagenweinen sowie dem grandiosen G-Max ist atemberaubend. Kein anderes Weingut hierzulande und vermutlich auch weltweit bietet dieses Spektrum an”!

Im Jahrgang 2012 war wiederum der G-Max der höchst bewertete Riesling der Welt. Er gewann die Königsdisziplin des Gault Millau als bester trockener Riesling und erhielt 100/100 Punkten bei John Gilman („View from the Cellar”): „I am absolutely in love with this magically complex wine”. Und unsere Stammkunden, denen wir diesen vielleicht weltweit am meisten gesuchten Wein exclusiv anbieten, hüten ihn wie einen Schatz, weil es mittlerweile wahrlich leichter ist, eine Kiste Romanée-Conti zu erwerben als die legendäre KellerKiste „von den Großen Lagen”.

10 Jahre nach der Füllung zeigt sich das Reifepotential großer Weine. Der Riesling G-Max gewinnt die Vergleichsverkostungen als bester gereifter trockener Riesling des Jahrgangs 2003 bei VINUM, Weinwisser und Gault Millau! Eine einzigartige Leistung.

Oder doch nicht! 22. März 2014, Samstagabend im Saarbrücker Weinclub. Rieslingfreunde (darunter John Gilman und Tino Seiwert als Gäste) probieren blind (nur die angestellten Weine sind bekannt) die 24 besten Rieslinge des großartigen Jahrgangs 2004 aus Deutschland, Österreich und dem Elsass. Die ersten zwei Plätze belegen Kellers Morstein und G-Max und Platz 5 der Hubacker!!! Gewertet habe ich persönlich mit 100, 99 und 98 Punkten.

DIE Überraschung des Abends jedoch war ein Pirat. Kellers Preishit ‚von der Fels’ verweist mühelos die Hälfte der wesentlich teureren Prestige-Rieslinge auf die Plätze. Ich habe den Wein übrigens nicht erkannt, bewertet habe ich ihn mit 93 Punkten. Wahrlich die „mineralische Seele des Rieslings”, wie die New York Times urteilt!

„Weingut des Jahres – beste Weißweinkollektion – einziger trockener Spitzenriesling mit 100 Punkten: Das Weingut Keller hat Vorbildfunktion!“ (Gerhard Eichelmann)

Seit zwei Jahrgängen neu in der Kellerschen Kollektion: Zwei legendäre Steillagenweinberge vom Rhein auf rotem Schiefer – Pettenthal und Hipping: Magische Parzellen deutscher Weinkultur, die bereits vor 100 Jahren auf den besten Weinkarten der Welt in noch höherem Ansehen standen als die berühmten Bordelaiser oder Burgunder Gewächse.

Sondermailing Keller 2014
Armand Rousseau, die Winzerlegende aus Burgund, lehrte Klaus-Peter schon während seines Praktikums: „Wenn Du Vertrauen in Deine Weinberge hast, dann pflege sie behutsam und lass den Reben auch ihre Freiheiten! Aber, Du musst ihnen auch ganz nahe sein. Du musst sie anfassen, wie sie fühlen, um sie zu verstehen.”

Apropos: Nicht nur unsere Kunden und John Gilman finden Kellers Weine „majestätisch”. Sie erobern die Herzen von Kennern und Rieslingfreunden rund um den Erdball! Nebenbei auch wieder die der Königshäuser: Klaus-Peter Kellers ‚Hipping’ 2012 ist der offizielle Wein zum 60jährigen Thronjubiläum von Queen Elizabeth! „Der Wein, den die Königin von England trinkt”, wie die Süddeutsche Zeitung geradezu stolz verkündet. Der deutsche Wein ist von seiner Qualität, seiner Reputation und seiner Begehrtheit wieder da angekommen, wo er schon einmal vor über 100 Jahren war. Wir haben es Ihnen immer wieder vorhergesagt – jetzt ist es eingetreten. Und Sie haben uns schon immer geglaubt und diese magischen Weine in Ihren Kellern eingelagert oder bereits mit königlichem Vergnügen leer getrunken...

Eine ganz persönliche Anmerkung noch von Tino Seiwert:

Wenn ich diese Elogen lese, die Klaus Peter Kellers Weinen völlig zu Recht (ja, ich sehe Sie nachsichtig lächeln, natürlich auch von mir selbst) geflochten werden, stutze ich ein wenig. Ich habe den Eindruck, dass hierbei etwas ganz Wichtiges unter den Tisch zu fallen droht: Die Seele der Kellerschen Weine. Die tiefen Emotionen, die sie auszulösen vermögen! Natürlich bin ich wie alle Weinkritiker völlig überzeugt von der singulären Qualität dieser Rieslinge. Aber meine Gefühle gehen wesentlich tiefer, als es Punkte ausdrücken können. Und es geht bei Klaus-Peters Weinen, wie im wahren Leben auch, nicht um Platz 1, 2 oder was weis ich sonst noch was. Punkte und Testsiege kann man doch nicht wirklich trinken.

Aber ich kann große Weine aus tiefstem Herzen genießen. Dabei innehalten. Staunen. Mich ganz und gar diesem Augenblick hingeben. Wissen Sie noch, werte Kunden, wann Sie den letzten Sonnenuntergang am Meer erlebt haben? Mit Ihrem Partner auf dem Gipfel eines Berges (Nein, kein 5000er!) gestanden und tief ins Tal geblickt haben? Einen Regenbogen geschaut oder ein Eichhörnchen gestreichelt haben? Das heißt für mich Gänsehautatmosphäre tanken. Und diese Glücksmomente meine ich, wenn ich Keller-Weine trinke.

Drei Tage, bevor ich diese Zeilen geschrieben habe, konnte ich auf Einladung des Herausgebers Ralf Frenzel an einer 12-Jahres-Vertikale von Kellers Morstein für das EUROPEAN FINE WINE MAGAZINE mitprobieren. Wenn danach einer der Teilnehmer, der weltweit geschätzte Countertenor Andreas Scholl, beseelt von Genuss der Kellerschen Grand Cru und emotional tief berührt, spontan ein kleines Solokonzert gibt (am Klavier begleitet von seiner charmanten Frau Tamar), dann zeigt uns diese verzaubernde Stunde einen Zipfel des wahren Glücks. Ich spüre sie jetzt noch, die Gänsehaut jener Nacht. Genau um diese Momente geht es doch wirklich im Leben. Um Dinge, die  unsere Seele berühren.

„I am deeply touched”. Die Queen bringt es in ihrem Dankesbrief an die Kellers auf den Punkt. Keller Wein trinken heißt für ihre Liebhaber, ihre geschmackliche Heimat zu finden, sich angekommen zu fühlen, zu Hause zu sein. Wer wie die gesamte Keller-Familie (so, wie es für die wirklich engagierten großen Winzer auf ihren Familiendomainen auf der ganzen Welt selbstverständlich ist) stets mit Freude und Leidenschaft im eigenen Wingert steht, mit ihren Reben mitfühlt und -„denkt”, verleiht seinen Weinen einen ureigenen Charakter. Sie strahlen Wärme aus und geben ein Gefühl von Heimat und Geborgenheit.

So. Diese lange Vorrede musste sein! Das wollte ich mir von der Seele schreiben. Und wenn Sie, werte Kunden,  jetzt noch viel mehr über das Weingut, die Menschen, die dort arbeiten, und ihre Rieslinge erfahren wollen, lade ich Sie jetzt herzlich ein auf eine hoffentlich kurzweilige Reise. Kommen Sie doch einfach mit... .

Denn für Pinard de Picard steht außer Frage: Die weltweit gesuchten Kultweine des sympathischen Winzeridols Klaus-Peter Keller gelten heute unter Liebhabern wie Fachjournalisten gleichermaßen als Archetypus großer deutscher Weltklasserieslinge: Berührende, tiefe Emotionen auslösende Grand Crus, Maßstab und Vorbild aller großen Terroirweine der Welt. Weine mit ureigener Seele!

Sondermailing Keller 2014

Keller 2013: „VON DER SYMPHONIE GROSSER TERROIRS“

Carl Zuckmayer, geboren im rheinhessischen Nackenheim, am Fuße des legendären „Roten Riesling-Hangs”, ist eine geachtete Geistergröße der deutschen Geschichte. In seinen Erinnerungen „Als wär‘s ein Stück von mir“ beklagt er den Siegeszug der Phantasie- und Geschmacksverarmung und wettert gegen die fürchterliche Vereinfachung, die Standardisierung und Normung in der Welt des Weins. Aber er macht auch Mut! „Man muss sich auch hier, wie im Bereich der Künste, auf die Wenigen, die Einzelgänger, die kleinen Kreise, die Starrsinnigen und Eigenwilligen verlassen, denen es obliegt, bedrohte Formen und Werte durch die Zeiten der Ebbe und Versandung hindurchzutragen, um jener geheimen Schönheit willen, in deren Wahrnehmung ein Teil unseres irdischen Auftrages besteht.“ Von solch außergewöhnlichen Menschen und ihren ebenso einzigartigen Weinen möchte ich Ihnen heute gerne erzählen.

Beginnen möchte ich mit zwei eher nebensächlichen Randnotizen, die aber - ebenso wie die Weinauswahl der Queen zu ihrem 60jährigen Thronjubiläum - den Stellenwert von Menschen und Weinen mehr zu verdeutlichen wissen als tausend Worte: Louis-Michel Liger-Belair, die neue Nr.1 des Burgunds, dessen Familie seit Jahrhunderten Besitzer der teuersten Rotwein-Lage Frankreichs ist, dem La Romanée (der brandaktuell von Parker mit 100 Punkten im grandiosen 2012er Jahrgang bewertet worden ist), bat mich, ihn zu Klaus Peter Keller nach Rheinhessen zu begleiten und ihm damit die Türen zu öffnen bei Deutschlands an Jahren noch so jungem Winzermagier: Ein vor 10 Jahren noch völlig undenkbarer Akt der Respektbezeugung und quasi die Adelung der neuen deutschen Rieslingkultur durch Frankreichs Winzerikone! Und Aubert de Villaine, DER Rivale Liger-Belairs in Burgund und weltweit geachteter Eigner von Romanée-Conti, und Frankreichs legendärer Mann des Weinjournalismus, Michel Bettane, zwei Mythen der französischen Weinwelt, labten sich nach der Präsentation eines neuen Romanée-Conti Jahrgangs vor geladenen Gästen in Paris beim anschließenden Menü an Klaus Peter Kellers Großen Gewächsen! Doch was kann man denn nach einem La Tâche und einem La Romanée-Conti mit Freude sonst noch genießen, wird der kenntnisreiche Leser wohl zu Recht anmerken. Insbesondere, wenn man geschmacklich Weine in einer Stilistik bevorzugt, die der Gault Millau treffend so beschreibt: „Keiner versteht es wie Keller, beim trockenen Riesling Mineralität mit Feinheit und Balance zu vermählen“.

Leicht nachvollziehbar bei solch dezidiertem Urteil, dass Kellers Vorzeigerieslinge die festlichen Tafeln der Connaisseure aller Länder zieren und Weinliebhaber in aller Welt wie elektrisiert darauf achten, nur ja beim neuen Jahrgang nicht zu spät zu kommen. Die jährlichen Vorreservierungen der großen Weine aus Rheinhessens Paradegut bei Pinard de Picard haben daher eine singuläre Dimension erreicht. KEINE, absolut keine Spitzendomaine aus Bordeaux oder Burgund kann in diese Größenordnung auch nur annähernd vordringen! Für uns ist diese manchen Leser vielleicht noch etwas erstaunende Tatsache eigentlich eine logische Geschichte: Denn bereits Ende des 19. Jahrhunderts bildete deutscher Riesling wegen seiner unvergleichlichen Eleganz und Finesse sowie seiner einzigartigen Noblesse die absolute Spitzenliga der begehrtesten und damit teuersten Weine der Welt, gegen die selbst die großen Namen des Bordelais ‚billig‘ gehandelt wurden. So kostete beispielsweise im weltberühmten Grand Hotel Steffens & Wolters in Königsberg der 1891er Cheval Blanc 5,50 Goldmark, der 1892er Chateau Yquem 7.- Goldmark, aber der 1893er Van Volxem Scharzhofberger 10.- Goldmark und der Rheinwein Forsterstück ebenfalls 10.- Goldmark. Also locker das Doppelte eines Cheval blanc.

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Deutschlands Winzer des Jahrzehnts” Klaus Keller:
Auch lebende Legenden haben klein angefangen.

Zur Eröffnung der Weltausstellung 1900 in Paris wurde natürlich deutscher Sekt (Kupferberg) getrunken und nicht etwa ein Krug (die Familie Krug weilte nämlich zu jener Zeit noch in Mainz!) oder irgendein anderer Champagner und an den Fürstenhäusern Europas war deutscher Riesling der König unter den Weinen. Und nach den selbst verschuldeten Problemen Mitte des 20 Jahrhunderts erleben wir seit mehr als einem Jahrzehnt eine Riesling-Renaissance mit ungeheurer Dynamik und die glanzvolle Rückeroberung verloren geglaubten Terrains: Die neuen „alten“ Qualitäten der deutschen Weltklasserieslinge haben eine globale Renaissance des guten Geschmacks evoziert: Kellers königliche Kunstwerke sind die gesuchtesten und rarsten trockenen Spitzenrieslinge der Welt: Weinkenner und -liebhaber suchen diese verführerischen Pretiosen mit der gleichen Leidenschaft wie sonst vielleicht einen Romanée-Conti oder einen Lafite und die gekrönten Häupter Europas wissen, wie sie ihre Gäste bei großen Anlässen verwöhnen können.

Und Sie alle, unsere werten Stammkunden, die Sie Kellers Trouvaillen bereits mit höchstem Genuss getrunken haben, wissen, warum all dem so ist. Warum der Kreis sich geschlossen hat und die wahren Genießer aus aller Welt wieder beim deutschen Riesling gelandet sind: Weil einfach nichts auf der ganzen Welt besser schmeckt! Denn kein anderer Wein kann die Finesse, Eleganz, Mineralität und die schwebende Leichtigkeit eines großen deutschen Rieslings einfach so kopieren. Nicht einmal ein Grand Cru der Bourgogne. Kellers Rieslinge sind betörende Unikate, die, wenn die Weine denn ab Gut oder im Handel ausverkauft sind, für das Vielfache ihres ursprünglichen Preises auf Auktionen gehandelt werden. Doch Sie sind vor solch Unbill gefeit: Sie sind ja schon lange dabei! Und können diese fürstlichen Verführer zu Preisen erstehen, die im internationalen Kontext betrachtet immer noch unfassbar preis„wert“ sind: Das ist etwa so wie ein Champions League-Finale anschauen und den Eintritt für ein Regionalligaspiel bezahlen!

Fokussieren wir uns nach diesem kleinen Streifzug und dem Ausblick auf die deutsche Weingeschichte auf unser Kleinod in Flörsheim-Dalsheim, Deutschlands wohl berühmtestes Weingut der Gegenwart. Kenner der Weinszene wissen, dass es bereits (Vater) Klaus Keller war, der das Traditionsgut in den vinologischen Olymp katapultiert hat. „Deutschlands Winzer des Jahrzehnts, Klaus Keller“, so die einzigartige Auszeichnung eines großen Lebenswerks und eines großen Winzers, der heute noch, tagaus, tagein, in Weinberg und Keller seinen Mann steht durch den Gault Millau. Unter den schier unzähligen weiteren Elogen möchte ich hier nur eine besonders hervorheben: Auf der ‚Vin Italy‘ erhielt er als bisher einziger deutscher Erzeuger den begehrten „International Award“, mit dem nur eine sehr kleine Elite absoluter Weltklassegüter (Preisträger: Margaux, Penfolds, Vega Sicilia) geehrt worden ist.

Und der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Sohn Klaus-Peter („Schon als kleiner Junge konnte ich nie schnell genug aus der Schule nach Hause kommen, um im Weinberg mitzuarbeiten!“) dachte nicht im Traum daran, es gemütlicher angehen zu lassen, seit er mit dem Jahrgang 2000 hauptverantwortlich in die Weinbergs- und Kellerarbeit des rheinhessischen Traditionsgutes hineinwuchs, das er 2007 auch offiziell von seinem Vater übernommen hat. Voller Ehrgeiz und Enthusiasmus ging er ans Werk, eigene Ideen, die er schon während seines Studiums in Geisenheim und in Praktika bei großen Winzern des Burgunds entwickelt hatte, in die Weinbergs- und Kellerarbeit mit einzubringen.

Nicht die Revolutionierung der bisherigen Arbeit war sein Ziel, wie hätte dies aufgrund des vorgefundenen beispielhaften Qualitätsstandards auch sein können, sondern subtile, behutsame Weiterentwicklung. Den singulären Charakter des unverwechselbaren Terroirs der großen rheinhessischen Kalklagen um Flörsheim und Westhofen sowie der neu erworbenen Schiefersteillagen am weltberühmten Roten Hang bei Nierstein im Einklang mit der Natur einfühlsam zu interpretieren und infolge extrem selektiver Lese im fertigen Wein so unverfälscht und authentisch wie nur irgend möglich zum Klingen zu bringen, darin investiert er kompromisslos all seine Tatkraft und sein herausragendes vinologisches Wissen.

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Klaus-Peter Keller: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm...

Das Resultat: „Hohepriester des Rieslings”, so feiert die New York Times den Leuchtturm Rheinhessens. Weniger pathetisch möchte ich als Conclusio die Veränderung in der Weinstilistik aufgreifen, die so deutlich Klaus Peters Handschrift zeigt und den Weg, den er konsequent beschreitet. Während Teile der Winzerschaft weltweit ihre immer opulenter und alkohollastiger werdenden Weine mit der Klimaveränderung rechtfertigen (in Wahrheit aber mit ihr Hand in Hand arbeiten und wegen der dadurch erzielten Opulenz ihrer Weine auf hohe Punkte bestimmter Journalisten schielen), entwickelt Klaus Peter ganz im Gegensatz zu dieser Tendenz seine Rieslinge (unter anderem durch eine intelligente, ausgeklügelte Blattwerksarbeit) hin zu immer mehr Finesse  und Eleganz, zu puristischer Klarheit und Präzision und zu einer nie zuvor erlebten Mineralität. Wie viele Monsterweine der Welt erzielen zwar hohe Punktzahlen und lassen es beim ersten Schluck im Glase krachen. Aber dann verliert der kundige Kenner schnell jeden Trinkspaß. Bigger is not better! Ein großer Wein ist nicht um seiner Selbstbeweihräucherung wegen gemacht, sondern weil er uns, seinen Konsumenten, erfreuen will. Emotionen weckt. Die Seele streichelt. Und unbändige Lust macht auf das nächste Glas! Ein fangfrischer Fisch pur mit Salz auf dem Teller schmeckt doch auch besser als ein alter unter einer fetten S3aucenmischung!

So bleibt 7 Jahre nach der Übernahme des seit 1789 bestehenden Traditionsgutes fest zu halten: Unter der Führung des ebenso fachlich begnadeten wie menschlich sympathischen Klaus Peter Keller schwingt sich die gesamte Region Rheinhessen zu einem vorher nie geahnten Höhenflug empor und steht heute als Synonym gar für trockenen Weltklasseriesling deutscher Provenienz. Der magische Klang, der wohlige Schauer, der Weinliebhaber in aller Welt erfasst, wenn denn mythische Gewächse aus großen Lagen im Glase funkeln, geht jetzt für trockene Rieslinge in erster Linie von diesen großen Terroirs in Rheinhessen aus: Der Dalsheimer Hubacker, die Westhofener Lagen und die Steillagen des Roten Hangs sind wie die Noten einer Partitur, die sich unter dem Dirigat einfühlsamer Künstler zu einer einzigartigen Symphonie entfalten – Maßstab und Vorbild großer deutscher Terroirweine!

Kein Wunder also, dass die Kellerschen Großen Gewächse heute weltweit derart gesucht werden, dass sie teilweise schwerer erhältlich sind als selbst die legendären Weine von Romanée-Conti! Bei diesem fulminanten Aufstieg in die kleine Riege absoluter Weltklassewinzer war es natürlich kein Nachteil, dass Klaus-Peter neben seinem unbedingten Einsatzwillen, seinem enormen vinologischen Wissen und seinem großen Geschick und Einfühlungsvermögen wie alle Winzer nördlich gelegener Anbauregionen auch von der Klimaerwärmung profitiert (die er, wie oben dargelegt, mit großer Könnerschaft für das Durchsetzen seiner Philosophie meisterhaft zu nutzen weis) welche die früher (zu) kühlen rheinhessischen Hügellagen mit ihrem fabelhaften kalkhaltigen Terroir enorm begünstigt! Kellers vorbildlich bearbeitete, humushaltige Böden mit ihrer ungeheuren Vielfalt an Kleinstlebewesen und Mikroorganismen (Was sind das für lebendige Böden. Wie feinkrümelig. Wie herrlich duftend. Das ist gelebte Nachhaltigkeit für kommende Generationen!) können zudem das Wasser hervorragend speichern und verhindern somit jeglichen Trockenstress bei den Reben. Kein Wunder also, dass schon bei ähnlichen klimatischen Begebenheiten in einer Warmphase im Mittelalter die Rieslinge aus dem rheinhessischen Hügelland mit ihren Spitzenlagen auf den erstklassigen Kalkböden (die man wegen ihrer felsigen Struktur mit den größten Terroirs des Burgunds vergleichen kann) legendären Ruf besaßen. Bereits zu dieser Zeit waren die besten Lagen Dalsheims und Westhofens im klösterlichen Besitz, die bekanntermaßen nur in den Filetstücken der besten Weinbauregionen der Welt begütert waren. Klaus-Peter Kellers Spitzenterroir „An Abtes Erden“ erinnert namentlich noch daran und heute erhalten die Kellerschen Spitzen-Rieslinge quasi jede Auszeichnung, die es zu gewinnen gibt!

 

Doch wie kommt der Keller nun aus dem rheinhessischen Hügelland auch noch an den Rhein und an den weltberühmten „Roten Hang”?

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Eine Perle des Jahrgangs, geboren aus rotem Schiefer.

Dazu möchte ich Ihnen eine Vorgeschichte erzählen, die viele von Ihnen wahrscheinlich noch nicht kennen: FK Schmitt Senior war vor über einem Jahrhundert der „Egon Müller“ des Roten Hangs und damit die Legende Rheinhessens. Seine Rieslinge besaßen mythischen Klang und erzielten Rekordpreise jenseits der Summen, die heute für teuerste Bordelaiser Pretiosen gefordert und gezahlt werden. Nach dem schrecklichen ersten Weltkrieg mit all seinen verheerenden Folgen versanken diese Pretiosen, wie die meisten deutschen Traditionsgüter auch, für viele Jahrzehnte in der Bedeutungslosigkeit. Dann ein Sprung in die Gegenwart: Der Urenkel von FK Schmitt, mit 73 Jahren noch ungemein rüstig (Sie müssten mal sehen, werte Kunden, wie dieses Niersteiner Urgestein mich abhängt, wenn ich mit ihm den magischen „Berg“ erklimme) steht vor einer der schwersten Entscheidungen seines Lebens. Seine beiden Söhne sind erfolgreiche Anwälte und Steuerberater und wollen den uralten Traditionsbetrieb nicht weiterführen. Also sucht er einen Nachfolger für seine legendären Lagen außerhalb seines Traditionsbetriebs. Und von Anfang an steht für ihn fest, dass es nur EINER sein kann, dem er seinen größten Lagenschatz und damit das Lebenswerk von Generationen anvertrauen will: DER Meister des trockenen deutschen Rieslings, Klaus Peter Keller.

Beide Liebhaber großer Weine mit einem untrüglichen Gespür für die besten Lagen, lernen sich kennen, beschnuppern sich und entwickeln eine gemeinsame Vision für die Berg-Rieslinge. Was gar nicht so schwer ist. Denn Sie wissen vielleicht, werte Kunden, auch in Klaus Peter Kellers Adern fließt Steillagenblut. Seine leider nur allzu früh verstorbene Mutter Hedwig stammt von der Mosel und dieses „Erbe“ (und ihre Vorliebe für Eleganz und Finesse im Wein) war immer virulent in Klaus Peters Bewusstsein. Es war eine nie erloschene Liebe, die stille Sehnsucht nach dem Berg. Und jetzt kommen sie zusammen: Deutschlands Vorzeigewinzer für trockenen Riesling und mit die besten Schiefer-Steillagen Deutschlands für eben solchen Wein! Und welch riesige Herausforderung für den Mann, der bisher seine Weltklasserieslinge von den energetischen Kalkböden des rheinhessischen Hügellands gewonnen hat. Jetzt geht‘s rauf auf den Berg, den weltberühmten Roten Hang, mit seinen ganz speziellen mikroklimatischen Bedingungen, hoch über dem majestätisch dahingleitenden Rhein. Eine Lage mit Weltruf seit Römerzeiten und Deutschlands „Romanée-Conti“ (VINUM) haben sich gefunden. Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft!

Übrigens: Die Kellers haben nur die beiden steilsten Filetstücke aus dem Hipping und dem Pettenthal am Roten Hang gekauft, denn Klaus-Peter weiß nur zu genau: Um seine singulären Qualitäten dauerhaft halten zu können, darf er seinen Betrieb größenmäßig nicht erweitern. Er will weiterhin jeden Rebstock beim Namen kennen und ALLE wesentlichen Weinbergsarbeiten eigenhändig ausführen. Was das bedeutet, habe ich schon bei mehreren Ernteeinsätzen am eigenen Leib „qualvoll” gespürt ;-)

„Ich will, dass jedes Träubchen und jedes Blatt perfekt zur Sonne ausgerichtet sind, so dass es für den jeweiligen Jahrgangsverlauf, der ja sehr unterschiedlich ausfallen kann, stets optimal ist. Und der Rote Hang zieht die Sonne wie ein Brennglas magisch an. Hier geht es selbst in einem kühlen Jahrgang nicht darum, eine hohe Reife der Trauben zu erlangen, hier ist die Herausforderung, jegliche Überreife und Schwere zu vermeiden und mein Leitbild, spielerische, transparente, fokussierte, kühle Rieslinge, im Stile der FK Schmittschen Weine von vor einem Jahrhundert, dem heißen Hang Jahrgang für Jahrgang abzuringen.“

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Ernte 2013: Mittendrin statt nur dabei...

Wohl gesprochen, Rieslingflüsterer! Was mir an Klaus Peter Keller so imponiert, ist, wie souverän er, tatkräftig unterstützt von seinem Vater, seiner Frau Julia (und in der Ernte von begeisterten Freiwillligen aus der ganzen Welt) , die schwere Herausforderung meistert, das hohe Niveau des Weinguts als die unumschränkte Nr.1 Rheinhessens und als primus inter pares in ganz Deutschland nicht nur zu halten – dies allein wäre schon aller Ehren wert gewesen, wenn auch mancher Neider ihm hätte vorwerfen können, „nur“ von einem großen Erbe zu profitieren – sondern den hohen Qualitätsstandard durch akribische Weinbergsarbeit und die dadurch bedingte transparente Herausarbeitung der Terroirs Jahrgang für Jahrgang immer weiter zu steigern! „Man hat den Eindruck, dass Kellers Weine immer noch ein bisschen besser werden,“ lobt folgerichtig Jancis Robinson. Doch Klaus Peter ist nicht nur erfolgreich. Er ist ungemein sympathisch (was nicht nur an unserer gemeinsamen Vorliebe für einen „teuflischen“ Fußballverein liegt, wegen dessen Ergebnissen wir gerade in diesem Jahr wieder besonders leiden müssen) infolge der Bodenhaftung und Menschlichkeit, die er sich stets bewahrt hat: Alles Arrogante oder Überhebliche ist ihm wesensfremd, immer hat er ein offenes Ohr für seine Kollegen, mit denen er sich fachlich austauscht und freundschaftliche Beziehungen pflegt. Bei aller Professionalität, bei aller visionären Tatkraft, die ihn so auszeichnen, er hat es geschafft, den kleinen Jungen tief in seinem Innern zu bewahren, den ich vor meinem geistigen Auge sehe, seinen Schulranzen in die Ecke donnernd und mit seinen Eltern in die Weinberge aufbrechend: Ein Winzer mit Leib und Seele, der seine Berufung gefunden hat.

Dabei ist Klaus Peter, allen Erfolgen zum Trotz, immer auf der Suche nach der weiteren Optimierung seiner weinberglichen Arbeit. In der Zeit, wenn andere erfolgreiche Winzer um die Welt jetten, um ihre Produkte auf Messen zu vermarkten (was bei ihm, der stets ausverkauft ist, auch gar keinen Sinn machen würde), findet man ihn garantiert im Weinberg, wo er mit immer neuen klugen Ideen versucht, die Qualitäten seiner Weine noch weiter zu steigern – sofern dies überhaupt möglich ist. Denn Klaus Peter weiß, dass es viele Faktoren sind, zumeist eine Summe von Kleinigkeiten, selten revolutionäre Neuerungen, die zusammen einen wirklich großen Wein ausmachen! Einbringen von Mulch und Kompost in Junganlagen, um die Feuchtigkeit in trockenen Sommern im Boden halten zu können, bestmögliche Rebenselektionen mit uraltem genetischen Material (statt moderner Massenklone), die ganz kleine, dickschalige, lockerbeerige, aromenintensive Träubchen erbringen, ein ausgeklügeltes „Blattwerksmanagement“, jeweils den völlig unterschiedlichen Jahrgangsbedingungen optimal angepasst, diese Reihe innovativer Maßnahmen im Weinberg ließe sich mühelos fortsetzen, alles der Prämisse untergeordnet, dass großer beseelter Wein nur in Weinbergen mit erstklassigem Terroir, mit ‚lebenden‘ Böden voller Mikroorganismen wachsen kann und dass er letztendlich erst durch die einfühlsame Gestaltungskraft des Menschen seine endgültige Form findet.

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Und was macht ein Winzer mit Leib und Seele eigentlich in den wenigen Stunden seiner freien Zeit? Da findet man Klaus Peter oft in seinem eigenen kleinen „Bio-Hof“! Denn all der Hype, der in der ganzen weiten Welt um seine Weine und ihn als Person gemacht wird, hat seine innere Einstellung nicht verändert. Er hat seinen inneren Kompass bewahren können, der ihm in all seinen bisherigen Lebensjahren ein guter Stern war. Mögen selbst Könige seinen Rieslingen frönen und Einladungen aus aller Welt ihn täglich zu Galadinners und großen Weinproben laden: Klaus Peter kümmert es nicht wirklich (vielleicht vier bis fünf mal im Jahr nimmt er überhaupt daran teil, wenn denn die Proben besonders faszinierend sind), denn es ist die NATUR, in der er sich einfach wohl fühlt. Er lebt (ganz bescheiden und ohne je ein Aufhebens darum zu machen, soziales Engagement und) Nachhaltigkeit beispielhaft vor. Will seinen Jungs Felix und Max später ein intaktes Stückchen Erde übergeben. Arbeitet so naturnah wie möglich im Weinberg. Er will, dass seine Frau und er, wie alle seine Kunden, gesunde, bekömmliche Weine trinken. Pflanzt mit seiner großen Liebe Julia (die nicht nur seine kongeniale Partnerin ist in Weinberg und Keller, sondern auch eine göttliche Köchin und „nebenbei“ das Gut managt in all der Verwaltungsarbeit, die Klaus Peter so extrem wesensfremd ist!) 30 Obstbäume aus alten Sorten und produziert sein eigenes Obst (und macht daraus u.a. ein himmlisches Eis), er baut sein Gemüse selbst an, experimentiert mit 9 verschiedenen Tomatensorten, Kopfsalaten und Kräutern und die Kinder kümmern sich um die 15 Hühner – die Eier in einer Qualität, die ich so noch nicht kannte und ich bei jedem meiner Besuche zugesteckt bekomme. Ganz herzlichen Dank dafür!

Wenn Sie, werte Kunden, Klaus Peter einmal persönlich treffen sollten, dann betrachten Sie doch mal seine „verschlissenen“ Hände und Sie verstehen alles, was ich Ihnen gerade erzählt habe. Denn daran erkennt man den Unterschied zwischen einem Winzer und einem Weingutsmanager! Als seine Frau Julia ihn in ein Modegeschäft „prügelte“, um sich nach Jahren endlich mal wieder einen neuen Anzug (und schauen Sie mal, wie „begeistert” er beim Empfang der Queen im Buckingham-Palast anlässlich der Präsentation des Thronjubiläums aus der Wäsche schaut;-) ) zu kaufen, schaute der Verkäufer etwas pikiert auf eben jene Hände, die stets so kraftvoll zupacken können und die daher niemals so richtig ganz sauber zu werden scheinen. So sind sie eben, die „Werkzeuge“ eines gestandenen Mannes, der schon als Bub mit der Butte auf dem Rücken durch den Weinberg sprang und jetzt, fast drei Jahrzehnte später, zwar eine gereifte Persönlichkeit geworden ist, sich aber im Kern seines Wesens überhaupt nicht verändert hat! Ein Weltstar mit Bodenhaftung.

Zwar sind ihm alle Statussymbole fremd, doch dabei ist Klaus Peter in keinster Weise eigenbrötlerisch; im Gegenteil, ihn zeichnet ein ausgesprochen weltoffenes Wesen aus und privat bereist er zusammen mit Julia und seinen beiden Kindern die renommierten Weinbauregionen der Welt – besonders gerne begleitet er mich ins Burgund, einer uralten Liebe von ihm: Die ‚roten Rieslinge’, wie er diese grandiosen Pinot Noirs gerne zu nennen pflegt, brillieren genau mit der gleichen Eleganz und Finesse wie seine eigenen Gewächse! Kein Wunder, dass auch Klaus Peters magische Rieslingunikate immer mehr zu den Lieblingsweißweinen der burgundischen Winzerelite mutieren, die für seine Großen Gewächse jetzt genau so anstehen, wie unsere begeisterten Kunden und ihm ihre Aufwartung machen, um das große Terroir kennen zu lernen, da Rieslinge auf absolutem Weltklasseniveau gebiert!

Klaus Peter Keller LEBT Wein.

Und er demonstriert beispielhaft, dass großer Wein zwar im Weinberg wächst, aber in Kopf und Bauch eines visionären Winzers gleichermaßen entsteht: Rieslinge der absoluten Weltspitze zu vinifizieren, setzt sehr viel Intuition voraus. Originäre, unverfälschte, charaktervolle Tropfen kann man nicht am Reißbrett konzipieren. Selbst ein unbändiger Geist wie der von Klaus Peter, der mir in seinem Streben nach absoluter Erkenntnis geradezu als der „Faust des Weinbaus“ scheint, braucht eine Ergänzung im Bauchgefühl: Das intuitive Verstehen der Natur, das Belauschen der Reben, die unbedingte Liebe zur Traube. Vertrauen in sie setzen! Wie einfühlsame Pferdeflüsterer für den Laien wie von Zauberhand traumatisierte Tiere heilen, gibt es auch begnadete Rebenflüsterer. Männer und Frauen, die das ganze Jahr über ganz nah dran sind an ihren Trauben, die bei Wind und Wetter im Wingert stehen, statt im Nadelstreifenanzug zu repräsentieren. Nach vielen Jahren der intensiven Beschäftigung mit dem Wein und seinen Machern ist mir klar geworden, dass das letzte Quäntchen an Qualität aus den Trauben herauszuholen, neben der unumstößlichen Voraussetzung des Besitzes großer Lagen, ganz wesentlich eine Frage der Intuition UND des kreativen Kopfes ist, des wachen Intellekts.

Über einen berühmten Jazz-Musiker hat ein Kritiker einmal geschrieben: „Ein guter Musiker weiß, wann sein Einsatz in einem Orchester kommt, ein großer Jazzer spürt es!“

Sondermailing Keller 2014
Der Berg ruft! Nach seinem persönlichen Erntemassaker im Herbst 2011 ist Tino Seiwert in seinem dritten Erntejahr schon fast so gut in Form wie die Trauben am Stock. Zumindest strahlt er mit Ihnen um die Wette....

Aber Klaus-Peter Keller spürt und weiß!

Der waschechte Rheinhesse ist somit in seinen jungen Jahren bereits in beispiellos kurzer Zeit vom sympathischen Aufsteiger und Geheimtipp zum Weltstar avanciert (eine Titulierung, die er wegen seiner Bescheidenheit selbst vehement ablehnen würde) – und genießt überall auf der Erde einen legendären Ruf. Rudi Knoll, ein Urgestein des seriösen deutschen Weinjournalismus, urteilt beispielsweise ebenso begeistert wie zutreffend: „Keller – Deutschlands Romanée-Conti in Weiß“. Und Knoll weiß natürlich auch: „Im Preis liegt Keller weit unter den noblen roten Burgunderweinen.“ Und mit viel Akribie und Zeitaufwand widmet er sich der Ausbildung seiner Lehrlinge und gibt die Botschaft vom „guten” Wein weiter. Zieht so neue Meister ihres Faches heran wie Julian Haart. („Wer bei Keller gelernt hat, kann sich fühlen wie ein Witzigmann-Schüler bei den Köchen”, Knoll.) Beide Faktoren belegen wiederum, wie fremd jegliche Allüren Deutschlands Winzeridol sind. Er erweist sich im Gegenteil als ungemein sensible Persönlichkeit und einfühlsamer Interpret seiner großen Lagen – mit viel Gespür für ein Terroir, das sinnlich erlebbar den Gaumen verwöhnt. Sein Arbeitsleben ist oftmals durch einen harten 14-Stunden-Tag geprägt. Warum macht ein weltberühmter Winzer das? Und steht dann auch noch so ganz nebenbei mit der gleichen Hingabe im eigenen Garten: Die entwaffnende Antwort lautet schlicht: „Weil wir unsere Weine einfach selbst gern genau so trinken, wie sie durch unserer Hände Arbeit werden und ein gesundes, schmackhaftes Essen untrennbar zu unserer Lebenskultur gehört“.

Ich gestehe freimütig: Ich bin seit Jahren bekennender Keller-Fan! Die Rieslinge des fachlich begnadeten wie menschlich ungemein sympathischen Klaus Peter Keller begeistern mich ebenso wie viele andere Weinliebhaber auf der ganzen Welt. Sie, liebe Kunden, empfinden und schmecken wohl ähnlich – unsere Verkaufszahlen sprechen eine beredte Sprache. Kellers beseelte Weine lösen tiefe Emotionen aus und können gar als Archetypen ihrer Edelreben gelten. Klaus Peter ist eine der ganz großen Winzerpersönlichkeiten der Welt, mit ihm intensiv zusammenarbeiten zu dürfen, ein großes Geschenk! Danke.

Zum Jahrgang 2013:

In den letzten Jahrgängen haben die Kellers nach Ansicht vieler Weinkenner die besten Kollektionen in ganz Deutschland vinifiziert. Jancis Robinson, Gerhard Eichelmann, John Gilman, Sam Hofschuster auf www.wein-plus.de, der Gault Millau, Vinum, Falstaff und der Weinwisser setzten abwechselnd oder gleichzeitig die Großen Kellerschen Gewächse an die Spitze aller deutschen Rieslinge! Und in 2008, 2009, 2010 und 2011 erhielten sie die höchsten Bewertungen, die Parker jemals trockenem deutschen Riesling hat zukommen lassen.

Und nun steht ein ganz spezieller Jahrgang vor der Tür!

John Gilman („View from the cellar”), weltweit geschätzt für seine großartigen Berichte über Burgund, Bordeaux und Deutschland, schwärmt: „Jahrgang 2013 in Deutschland: Überirdisch gut bei den Top-Gütern! Eine majestätische Kollektion bei Klaus Peter Keller und bereits geniale Qualitäten bei seinen Basis-Weinen. Keller ist, trocken wie süß, DER Fixpunkt für irrsinnig brillante Weine in elektrisierender Vollkommenheit!

Zweifellos hat Gilman RECHT!

In seinen beiden Aussagen. Erstens sind die Keller Weine genial, von den Basisweinen bis zum legendären G-MAX. Und 2013 ist in der Tat spitzenmäßig bei Deutschlands besten Winzern, sofern Sie vor extremen Wetterunbilden verschont blieben. Doch Augen auf, werte Kunden, beim Kauf von 2013ern. Ich möchte deutlich darauf hinweisen, dass die „überirdischen Qualitäten“ bei weitem nicht für die gesamte Breite der Winzer und des Jahrgangs zutreffen. Wer im teilweise recht feuchten Herbst nicht wie ein Derwisch durch seine Weinberge flitzte und hier erstklassige Arbeit leistete, musste Mitte September mit Vollerntern „retten“, was zu retten war. Und diese Weine, mit einer Traubenmischung aus verfault und unreif, schmecken genauso, wie die armen Träubchen damals ausgesehen haben. 2013, so scheint’s mir, haben wir qualitativ gesehen in Deutschland zwei Jahrgänge in einem. Wie schon in 2012, in 2011 und 2010!!!

Doch zurück zu Rieslingqualitäten wie quasi von einem anderen Stern, zu Weltklassegewächsen deutscher Provenienz, singulären Weißweinmonumenten, die Ihnen über zwei bis drei Jahrzehnte hinweg höchsten Trinkgenuss bereiten werden! Mehrere Journalisten, Top-Sommeliers und -Händler aus der ganzen Welt, die Kellers 2013er Kollektion probiert haben, schwärmen, ähnlich wie John Gilman, vom bisher größten Jahrgang, den Klaus Peter in seiner Laufbahn vinifiziert hat. Doch lassen wir zum Jahrgang 2013 jetzt endlich den „Meister” wieder selbst zu Worte kommen, denn sein Jahrgangsbericht hat Tradition bei Pinard de Picard:

„Liebe Freunde von Pinard de Picard und dem Weingut Keller:

Häufig muss ich in diesen Tagen an die Worte von Charles Rousseau denken, die er mir während meiner Lehrzeit in Burgund mit auf den Weg gegeben hat und die mich damals als Jungwinzer zunächst mehr verwirrten als mir halfen: „Klaus Peter, jeder, der denkt, er versteht seine Weinberge, der versteht sie nicht wirklich. Du musst die Dinge spüren“

Sondermailing Keller 2014
...aber: Hat er nix geschafft? Mimt er nur den Steillagenwinzer?
Wie kann er nur nach 9 Stunden im 80% steilen Hang noch so lächeln?

Charles, bereits damals mit über 40 Jahren Berufserfahrung in einer der bedeutendsten Domänen des Burgund ein „Weiser“, spielte mit diesen Worten auf den Jahrgang 1991 in Burgund an, der – nach eher mäßigem Vegetationsverlauf – in eine sehr kleinen Ernte mündete. Wohl niemand ahnte damals, dass wir 25 Jahre später noch von diesen Weinen schwärmen würden (außer vielleicht Charles Rousseau selbst). Nun, kürzlich hatten wir das Glück, den nahezu kompletten Jahrgang 1991 der Domaine Rousseau verkosten zu dürfen und ich kann mir nur schwerlich einen vollkommeneren und langlebigeren Jahrgang als diesen vorstellen. Sogar der so hoch gelobte große 1990er Jahrgang steht mittlerweile im Schatten des 1991ers!

Ähnlich wie uns Kinder immer wieder mit ihrer Entwicklung überraschen, so geschieht es auch im Weinbau mit einem Jahrgang, der von der Witterung her nicht überragend war, vom Geschmack allerdings zu den wahrhaft Großen gehört. Vielleicht ist sogar dieser ständige Kampf mit der Natur von Vorteil – denn vielschichtige Charaktere bilden sich nicht, wenn nur die Sonne scheint.

Warum erinnere ich mich an diese Begebenheit, wenn ich doch über den Jahrgang 2013 schreiben will?

Nun, auch in 2013 mussten Reben und Winzer von Anfang an kämpfen. Neben notwendigem Wetterglück bedurfte es auch großer Anstrengungen im Weinberg über die gesamte Vegetationszeit hinweg, um bis in den November hinein ernten zu können.

Qualität kommt von sich quälen!“ – Diesen Satz habe ich in meiner Kindheit oft von meinem Vater gehört, als die Witterung in den 80er Jahren es noch nicht so gut mit uns meinte, wie es heute der Fall ist. Sich quälen heißt, bei Wind und Wetter in den Reben zu stehen, um Triebe von Hand einzuflechten und damit das Wachstum kleiner, dickschaliger und ganz besonders aromaintensiver Trauben zu begünstigen: Um Blätter wegzunehmen, damit die Trauben nach ergiebigem Regen wieder schnell abtrocknen. Um Triebe gerade zu stellen, damit kein Träubchen das andere berührt und die Sonnenstrahlen ungehindert darauf scheinen und die Trauben küssen können. Immer wieder aufs Neue kommt es darauf an, im Weinberg ein Gleichgewicht aus Aufwuchs an Gras, Klee und Wildkräutern in Konkurrenz zur Rebe zu suchen, das es dem Rebstock ermöglicht, kleine Trauben mit dicken, widerstandsfähigen Schalen und möglichst komplexen Aromen aus langer und langsamer Reife zu liefern.

All das war notwendig, um auch in 2013 große Weine keltern zu können, von denen wir noch in zwanzig oder mehr Jahren schwärmen werden.

In der Breite wird es – in diesem gleichzeitig die Sensibilität und Tatkraft des Winzers fordernden Jahrgang – in Deutschland viele Weine geben, die nicht das Niveau der hervorragenden Vorjahre erreichen dürfte. In der Spitze jedoch sind im Jahrgang 2013 Meisterwerke gewachsen, die durch ihr großartiges Zusammenspiel aus reifer Säure und hohem Extrakt nahezu für die Ewigkeit gemacht sind. Die Erträge sind dabei kleiner ausgefallen als in 2012. Ein Mengenverlust, der uns einerseits schmerzt, andererseits aber konnten so die am Stock verbliebenen Trauben gerade dadurch weiter an Ausdruck gewinnen.

Winzerherz, was willst du mehr?

Wenn man das Weinjahr 2013 Revue passieren lässt, zeigt sich, dass neben großen Anstrengungen auch Glück dazu gehört, um einen gelungenen Jahrgang in den Keller zu bekommen. Dieses Glück kam an warmen Oktobertagen (bei gleichzeitig ganze kühlen, die Aromenausbildung fördernden Nächten) mit T-Shirt-Ernte-Wetter! Meine Freunde Aurélie Botton und Tino Seiwert, können Ihnen davon sicherlich berichten, denn sie waren in der Ernte dabei.

Es kam uns auch zu Gute, dass bereits mein Vater und Großvater auf alte Reben und hohe Stockdichte im Weinberg als wichtige Qualitätsfaktoren setzten. (Ganz im Gegensatz zu den von der EU geförderten breiten Zeilen von rund zwei Metern und weitem Pflanzabstand!) In der Jugend ist der Rebstock leistungsfähiger, im Alter – ganz ähnlich wie wir Menschen – erfahrener und tiefer verwurzelt, so dass die wirklich spannenden Inhaltsstoffe aus den unteren Bodenschichten in die Pflanze transportiert werden. Solche alten Anlagen zu erhalten ist uns ein wichtiges Anliegen, auch wenn das nicht immer ganz einfach ist. Nur ein Beispiel: Die Traktoren werden heute immer breiter, größer, schwerer, immer mehr PS lautet die Devise! Und die Weinberge müssen sich der Größe der Traktoren anpassen! Immer breiter, immer weniger Stöcke pro Hektar, dafür natürlich effizienter und einfacher zu bearbeiten. Wir aber kaufen unsere Maschinen und Traktoren allesamt mühevoll zusammen, um die alten, zum Teil nur 1,35m breiten Weinbergsreihen weiterhin bewirtschaften zu können. Da wird dann auch schon mal ein 40 Jahre alter Schlepper „neu“ angeschafft oder wir führen alle Arbeiten im Weinberg von Hand aus. Dies bedeutet zwar ein Mehr an Pflege- und Zeitaufwand. Doch wir werden alljährlich mit großartiger Qualität belohnt. Denn alte Reben sind weniger wuchsstark als die jungen, sie nehmen Wasser nur langsam auf, wenn die natürliche Konkurrenz im Weinberg stimmt.

Und dann hatten wir im Herbst 2013 auch wieder einmal unseren ganz speziellen Glücksbringer.

Sie kennen ihn schon aus früheren Ernteberichten: Unser freundlicher Helfer war einmal mehr der ca. 20 km westlich von uns gelegene, fast 700m hohe Donnersberg, der uns zahlreiche Schauer fernhielt und dafür sorgte, dass der Wonnegau im Reife- und Erntezeitraum 2013 zu den trockensten Flecken Deutschlands zählte. Die Niederschlagsmenge war vergleichbar mit der in 2008 und 2004, beides Jahrgänge, die wir persönlich sehr schätzen.

Hier als Beleg die Niederschlagsmengen von August bis Oktober – gemessen am Dalsheimer Hubacker:

2013: 186 mm

2012: 142 mm

2011: 129 mm

2010: 217 mm

2008: 184 mm

2006: 284 mm

2004: 178 mm

Und dennoch: Viele Rebberge zeigten Anfang und Mitte Oktober noch nicht die von uns gewünschte intensive, durchdringende Aromatik – hier musste also noch etwas passieren ...

Also warteten wir!

Sondermailing Keller 2014

In dieser Periode des Herbstes mit der Lese auszusetzen und weiter abzuwarten, stellt immer ein Risiko dar. Man braucht gute Nerven: Die nahezu vollreifen Trauben werden allzu gerne von riesigen Vogelschwärmen heimgesucht, die sich zielgerichtet auf die schönsten und süßesten Trauben der Umgebung stürzen und mitunter innerhalb von wenigen Minuten ein potenzielles Großes Gewächs in ein kahles Stilgerippe am Stock verwandeln. Deshalb ist es von unbeschreiblichem Vorteil und gleichzeitig ein großartiges Gefühl, wenn man die Entscheidung, abzuwarten (die ja gleichzeitig auch ein hohes wirtschaftliches Risiko beinhaltet) innerhalb der Familie treffen kann und nicht an „Dritter Stelle“ um Erlaubnis bitten muss, wie es heute bei vielen berühmten Weingütern weltweit der Fall ist, die sich im Besitz von Luxuskonzernen, Versicherungen etc. befinden.

Als dann in der letzten Oktoberwoche auch noch kräftige Herbststürme durch die Weinberge fegten und deshalb zahlreiche Trauben auf den Boden fielen, bereuten wir unsere Entscheidung fast ein wenig. Aber die Qualität der verbliebenen Trauben machte uns einmal mehr stolz und glücklich. Wahrlich: Das Beste kam – wieder einmal – erst ganz zum Schluss! Im November!

Und mein Fazit der Ernte 2013:

2013 ist ein Jahrgang ganz nach unserem Geschmack! Das Risiko der späten Ernte bis in den November hinein hat zwar die Erntemenge kleiner werden lassen, die Qualität ist in den letzten sonnigen Erntetagen jedoch förmlich explodiert. Über Weine voller Energie, Spannung und Eleganz können wir uns bereits heute freuen. Und nur ein Schluck macht sofort Lust auf den nächsten... .

Durch die lange und langsame Reife am Stock besitzen die trockenen Rieslinge tolle Würze, Länge und Extrakt (bei moderatem Alkohol), der sie zu Langstreckenläufer werden lässt. Sie sind intensiv und nachhaltig, da die Wurzeln jede Menge wertvolle Inhaltsstoffe in die Traube transportieren konnten, dabei äußerst präzise, balanciert und mit tiefer Mineralität ausgestattet.

Mein Dank geht an unser gesamtes Team, die vielen Freunde, Helfer und natürlich die Familie. Alle zusammen haben dazu beigetragen, dass auch in 2013 nur die allerbesten Trauben den Weg ins Weingut gefunden haben.”

Ihr Klaus Peter Keller.“

Herzlichen Dank, Klaus Peter, für Deinen detaillierten Bericht, der mich, nach meinen wiederum spannenden Ernteerfahrungen an goldenen Spätoktobertagen in den Steillagen am Roten Hang, nochmals hautnah miterleben lässt, wie Du in 2013 geniale, emotional zutiefst berührende Weine hast vinifizieren können, die Maßstäbe setzen für alle großen Weißweine der Welt. Es sind begeisternde Rieslingunikate, stilbildende (insbesondere in Punkto Mineralität und Eleganz), authentische Klassiker der Weinwelt, gewachsen auf großen Lagen mit einzigartigem Terroir, nirgendwo auf der Welt kopierbar. Weißweine mit dem Potential zur Legende!

Liebe Kunden, viele Weinkenner sind überzeugt: Es gibt auf der ganzen Welt keinen ebenso erhabenen Weißwein wie den Riesling. Nicht einmal die berühmtesten Prestigegewächse des Burgunds können sich mit einem großen Riesling deutscher oder österreichischer Provenienz letztendlich messen, was mir selbst meine französischen Freunde, meist jedoch hinter vorgehaltener Hand, respektvoll zugestehen. Denn keine andere Weißweinrebe vermag wie der Riesling die Essenz des Terroirs eins zu eins in die Flasche zu transmittieren und mit seiner singulären Aromenkomplexität und grandiosen Mineralität Zunge, Kopf und Herz des Weinliebhabers wie ein samtener Strom zu umfluten. Große Winzerpersönlichkeiten wie Klaus Peter Keller erzeugen aus dieser edlen Rebe mit großer Hingabe ebenso wie mit wachem Verstand und harter Hände Arbeit in langen Vegetationsperioden Rieslinge auf absolutem Weltklasseniveau, die keinerlei Konkurrenz zu fürchten haben. Natürlich können solch große Weine nicht billig sein – Qualität hat immer ihren Preis –, doch im internationalen Vergleich gesehen sind sie noch immer gnadenlos unterbezahlt und geradezu ein Schnäppchen!

Aber bitte beachten Sie: Auch im Ausland wächst die Nachfrage nach trockenem deutschen Riesling in einem vor wenigen Jahren noch unvorstellbaren Maße und kann nicht mal mehr auch nur annähernd befriedigt werden. Sie jedoch, unsere Stammkunden, können sich freuen, dass Sie den neuen großen Keller-Jahrgang bei uns wieder vorab in Subskription erwerben können. Wen der Rieslingvirus gepackt hat, den lässt er nimmer los. Kompliment an Klaus Peter und alle unsere deutschen Spitzenwinzer: Was ihr im letzten Jahrzehnt geschafft habt, ist einfach sensationell. Ihr habt dem deutschen Riesling seine alte Weltgeltung zurückgegeben!

Zu den Details der Subskription: Die Auslieferung des Kirchspiels sowie des Hubackers erfolgt im Spätherbst 2014. Die Abtserde, der Hipping - R - sowie die Kiste „von den Großen Lagen“ (Einzelheiten dazu weiter unten) werden erst im Frühjahr 2015 freigegeben. Wenn Sie über eine E-Mail Adresse verfügen, dann teilen Sie uns diese bitte mit. Dies erleichtert uns die Kontaktaufnahme zur Abklärung der exakten Auslieferung.

Und bitte beachten Sie, werte Kunden: Seit dem Jahrgang 2005 waren alle Großen Gewächse vom Weingut Keller bei uns stets in Subskription ausverkauft, lange vor ihrer offiziellen Freigabe im September! Nutzen Sie daher das Privileg, diese deutsche Spitzenrieslinge auf absolutem Weltklasseniveau zu erwerben, bevor der Markt leer gekauft ist!

Zu meinen Verkostungsnotizen: Die Beschreibungen setzen sich zusammen aus Notizen mehrerer Degustationen auf dem Weingut bereits seit Anfang diesen Jahres (!) und Nachverkostungen bei Pinard de Picard. Dazu lasse ich in meine Beschreibungen die unzähligen Probenotizen einfließen, die ich von den Vorgängerjahren notiere (denn ich selbst trinke und genieße in vollen Zügen keinen anderen Wein so oft wie trockenen deutschen Riesling), um zu versuchen, der Vielschichtigkeit dieser ungemein komplexen Weine gerecht zu werden.

So haben wir auch mehrfach in kleinen Kreisen von Rieslingfreunden aus der ganzen Welt bei Klaus Peter Keller selbst oder privaten Weinsammlern, die uns freundlicherweise eingeladen haben, höchst spannende Proben veranstaltet, in denen wir alle Jahrgänge der großen Lagen seit 2001 genießen durften. Das Fazit: Alle Jahrgänge präsentieren sich auch heute noch (also 12 Jahre nach der Abfüllung) ungemein jugendlich und bei aller jetzigen Trinkfreude noch lange nicht am Ende ihrer Entwicklung. Es ist ganz wichtig zu wissen:

Ein großer Riesling bereitet, im Unterschied zu den anderen großen Weinen der Welt, in jedem Stadium seiner Entwicklung Trinkfreude pur: Kein Barriqueeinfluss hemmt im jugendlichen Stadium den hedonistischen Genuss und selbst ohne Holzstütze reifen edelsüße Rieslinge über Jahrzehnte hinweg fabelhaft, große trockene Rieslinge vielleicht gar länger als beste Weißweine aus dem Burgund bis zu 20, im Einzelfall auch 30 Jahre lang, was neben ihrem Genussfaktor auch zu einer erstklassigen Kapitalanlage führt. Probieren Sie, werte Kunden, wenn Sie Lust haben, daher die Weine mit viel Freude auch, wenn sie jung sind (dann Dekantieren bitte oder vielleicht über mehrere Tage aus der geöffneten Flasche genießen) und Sie gewinnen einen Einblick in die phantastische Aromenvielfalt, die weltweit nur eine einzige Weißweinrebe besitzt: der Riesling! Von Jahr zu Jahr werden diese Köstlichkeiten sich entwickeln (wenn sie bisweilen auch im dritten und vierten Jahr nach der Füllung ein wenig verschlossener wirken und dann ganz viel Luft brauchen!) und gewinnen eine Komplexität und Mineralität, die weltweit einzigartig sind: Das sind Schichten um Schichten sich entfaltende Finesse und Eleganz, wobei das kaleidoskopartige Aromenspektrum stetigen Veränderungen unterworfen ist.

PS: Zwei Herzen schlagen auch heute wieder mal in meiner Brust. Als begeisterter Sammler und Genießer der grandiosen Kellerschen Grand Crus fällt es mir beim mengenmäßig beschränkten Jahrgang 2013 besonders schwer, mich von diesen magischen Gewächsen zu trennen und ich hoffe sehr, dass sie nur in gute Hände gelangen mögen. Ein wenig geht es mir dabei wie Jancis Robinson, die, als sie über Klaus Peters große Weine geschrieben hat, anmerkte: „Die Keller-Weine scheinen unabhängig vom Jahrgang immer noch einen Tick besser zu werden. Doch über Keller-Wein zu schreiben ist ein bisschen, wie sein Lieblings-Urlaubsziel preiszugeben. Man will davon schwärmen, aber möchte nicht, dass sich alle sofort dahin auf den Weg machen“.

Zu den Weinen

Pinard de Picard GmbH & Co. KG
Erlesene Weine, Spirituosen & Feinkost
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