Weingut Emrich-Schönleber - Kultweingut aus Monzingen

Weingut Emrich Schönleber

Frank und Werner Schönleber vinifizieren in ihren legendären Monzinger Lagen Frühlingsplätzchen und Halenberg absolute Weltklasseweine! Diese legendären Rieslinge werden in Parkers WINE ADVOCATE von Stephan Reinhardt begeistert gefeiert. Spitzenbewertungen des Jahrgangs 2015 in Deutschland und mit zwei anderen Legenden des deutschen Weinbaus die höchste Punktzahl mit dem Urteil: „Schmeckt wie nur die größten Weine der ganzen Welt!”

Tino Seiwert: „Seit über einem Jahrzehnt gehören Schönlebers emotional berührende Weine zu meinen persönlichen Favoriten. Und jetzt lege ich mich mal weit aus dem Fenster: 2016 ist, genauso wie sein Vorgänger, auf unserem so sympathischen Familiengut von sensationeller Güte. Zweimal nacheinander der beste Jahrgang des neuen Jahrtausends auf unserem Traditionsgut! Und das will bei den konstant guten Jahrgangsvorgängern schon einiges heißen!“

Ein kleiner Rückblick: Es war im vorletzten Jahr und ich habe die Szene noch im Kopf, als sei es gestern gewesen:

Tatort München:
„Noch ’nen Halle Berry, bitte!“

Weingut Emrich Schönleber
Große Rieslinge transportieren wie keine andere Rebsorte das Terroir, aus dem sie stammen, sind ein einzigartiges Unikat, ein Heimatwein mit unverwechselbarer Seele.
Liebe Kunden: Spitz- und Kosenamen bringen manchmal in einem einzigen Wort mehr zum Ausdruck als seitenlange Traktate. Bieten sie doch die Möglichkeit, liebgewordenen Menschen oder auch Dingen die eigene Nähe, Zuneigung und Verbundenheit, sogar Hingabe, mal zärtlich und liebevoll, aber auch mal (lustig) überspitzt, zum Ausdruck zu bringen. So wie in unserem Fall abends in der bayrischen Landeshauptstadt: Eine kleine Weinbar. Ich sitze nach einer langen Verkostung mit Ralf Zimmermann auf ein Glas Wein zusammen. „Noch ’nen Halle Berry bitte“ hallt es da vom Nachbartisch durch den Raum. Wir schauen uns mit hochgezogenen Augenbrauen fragend an, werfen einen Blick zu dem jungen Pärchen, das dort sitzt, und noch während es in unseren Hirnwindungen für jeden Außenstehenden wahrscheinlich gut sichtbar knirscht und arbeitet, antwortet der Kellner von der Theke wie selbstverständlich: „Welchen Jahrgang?“ – „Gerne den 2009er – der ist jetzt wunderbar zu trinken...“

Unserem Minenspiel dürfte genau jetzt auch noch der letzte Funke äußerlich wahrnehmbarer Intelligenz abhanden gekommen sein. Und serviert wird dann … eine Flasche von Emrich-Schönlebers HALENBERG.

Vermutlich aufgrund unserer gleichermaßen überraschten und sehnsüchtigen Blicke (und weil uns natürlich die unkonventionelle Bestellung eines der großen deutschen Weltklassegewächse elektrisierte), kommen wir recht schnell mit den beiden jungen Leuten ins Gespräch.

Beide sind glühende Cineasten und begeisterte Rieslingliebhaber. Wer kennt nicht die berühmte Szene aus dem Bond-Film, als Halle Berry vor den Augen von 007 in einem orangefarbenen Dr. No-Bikini, eine geniale Reminiszenz an den allerersten Bondfilm und das allererste Bondgirl überhaupt, den Fluten des Meeres entsteigt – voller Energie und Power, gleichzeitig mit Eleganz, voller Rasse, verführerisch und doch kühl. „Und all dies ist genau das, was wir am Halenberg so lieben: die energiegeladene, vibrierende Kraft des Weins, gleichzeitig seine Feinheit und Präzision, seinen verführerischen kühlen Charme. Es ist der absolute Lieblingswein meiner Frau, es gibt keinen anderen Riesling, den meine Frau so gerne trinkt wie Emrich-Schönlebers, es ist unser Wein, der Wein unserer Liebe, genau wie jener Bond-Film, und gehört quasi zu unserer Familie. Wenn wir uns etwas Gutes tun wollen, gönnen wir uns diesen rassigen Riesling-Hochgenuss. Und im Laufe der Zeit hat er von uns den Spitznamen Halle Berry bekommen.“ Welch tolle Geschichte.

Auch Ralf und ich haben dann diesen Abend mit Halle Berry ausklingen lassen...

 

Diese liebevolle, ja leidenschaftliche und sehr persönliche Beziehung der Schönlebers zu ihren Rieslingen spricht mir aus der Seele, zeigt sie doch, was der Genuss dieser phantastischen Weine für Weinliebhaber zu bedeuten vermag. Denn große Rieslinge transportieren wie keine andere Rebsorte das Terroir, aus dem sie stammen, sind ein einzigartiges Unikat, ein Heimatwein mit unverwechselbarer Seele. Und Werner und Frank Schönleber haben diese Seele niemals verkauft, ihre grandiosen Charakterweine stehen in der großen Tradition einer jahrhundertealten Kultur und gehören zur schönsten und edelsten Ausprägung ihrer Sorte! Diese formidablen Weißweine lösen tiefe Emotionen aus, können gar als Archetypus ihrer Edelreben und ihrer weltweit einzigartigen Anbauregion, der Nahe, gelten. Denn in diesem malerischen Flusstal, auf Höhe des 50. Breitengrades – an der nördlichen Grenze dessen also, wo Weinbau in Europa überhaupt möglich ist und die Reben im harten Überlebenskampf eine solche Vielzahl von Weinstilistiken ergeben, wie sonst nirgends auf der Erde – vinifizieren die beiden Schönlebers so reinrassige und urwüchsig-klassische Rieslinge, dass sie für jeden Liebhaber authentischer Gewächse die unverfälschte Inkarnation ihres legendären Monzinger Terroirs darstellen! Es sind unglaublich animierende, vibrierend mineralische Weine von großer aromatischer Komplexität, sie verwöhnen mit ihrer grandiosen inneren Dichte den Gaumen und tänzeln dennoch im besten moselanischen Stil springlebendig auf der Zunge, besitzen großen Tiefgang und sind mit einer rassigen Säurestruktur ausgestattet: Es sind traumhafte Rieslingunikate, die niemals satt machen, die vielmehr stets zum Weitertrinken animieren!

Mit der schönen Erinnerung an den inspirierenden Abend in München im Gepäck freute ich mich im Frühling diesen Jahres wie ein kleiner Junge auf meinen Besuch auf dem Ausnahmeweingut bei dieser so gastfreundlichen Familie an der oberen Nahe, um den neuen Jahrgang 2016 zu verkosten. Die Fahrt durch das sonnendurchflutete, in zartes frühlingshaftes Grün gewandete Nahetal und die freudige Erwartungshaltung lassen mein Herz wie so oft eine Oktave höherschlagen.

Und nach einer herzlichen Begrüßung beginnen Frank Schönleber und ich sogleich mit der Verkostung, Werner gesellt sich natürlich sofort dazu, gespannt auf meine Kommentare. Hier jedoch noch eine kurze Replik zur Familiengeschichte und zu unseren beiden Rieslingtitanen: Franks Einstieg in das elterliche Weingut vor über einem Jahrzehnt, nach Beendigung seines Weinbau- und Önologie- Studiums und verschiedener Praktika bei großen Winzerpersönlichkeiten, und die schrittweise Übernahme von immer mehr Verantwortung geschah so selbstverständlich und so still und leise, dass die gesamte Weinöffentlichkeit davon zunächst kaum etwas mitbekam. Der Gault Millau bringt es daher genau auf den Punkt: „Die Weinwelt singt seit Jahren ein Loblied auf Werner Schönleber - und vergisst dabei, dass Sohn Frank bereits seit 2006 für den Keller verantwortlich ist. Hier ist der Übergang so fließend gewesen, dass ihn kaum jemand außerhalb der Familie wahrnahm. Ein Riesenkompliment für Frank Schönleber und ein klares Indiz für die Harmonie in der Winzerfamilie. Ihre Arbeit gleicht einer perfekten Deklination.“
 

Weingut Emrich Schönleber
Genau so ist es! Natürlich brachte Frank auch einige neue Ideen mit, ohne jedoch eine radikale Umwälzung einzuleiten. Dafür bestand auch infolge einer langen Abfolge toller Jahrgänge auch gar kein Grund! Aber subtile Weiterentwicklungen machen natürlich Sinn. So wurde beispielsweise mit Franks Eintritt begonnen, die Wuchskraft der Reben Jahr für Jahr etwas zurückzufahren, indem für mehr Konkurrenz der Rebstöcke untereinander durch spontane Begrünung gesorgt wurde und die Düngung der Rebzeilen konsequent auf die Verwendung von eigenem Kompost reduziert wurde. Das Ergebnis solch sorgfältig überlegter Maßnahmen: Die Erträge fallen von Natur aus niedriger aus und die direkte Ertragsreduzierung durch grüne Lese konnte deutlich zurückgeführt werden. Die Trauben wachsen kleiner und lockerbeeriger und bleiben länger gesund.

Im Keller wird immer mehr spontan vergoren. Die Weine gewinnen seitdem weiter an Individualität und werden noch tiefgründiger als zuvor. Durch den auch architektonisch äußerst gelungenen Umbau und die Modernisierung von Vinothek, Kelterhaus und Keller wurde zudem mehr Platz geschaffen, um die Trauben der besten Parzellen ganz konsequent getrennt auszubauen und damit die Möglichkeit gewonnen, die Weine noch feiner justieren zu können. Die Philosophie der sympathischen Schönlebers fasst Frank klar und präzise zusammen: „Es gibt Millionen von guten, fehlerfreien, aber doch langweiligen Weinen auf dieser Welt. Ebenso gibt es Tausende von ‚Verkostungsweinen‘ – Weine, die bei einer schnellen Probe oftmals für Begeisterung sorgen, von denen aber kaum ein Weinfreund mit Spaß ein zweites Glas trinkt. Beides brauchen wir nicht. Für uns gehören großer Wein und Trinkspaß zusammen. Unsere Weine sind ehrlich und authentisch und sollen ihre Herkunft zeigen, ungeschminkt, sie sollen ihren markanten Charakter zum Ausdruck bringen. Jeder unserer Arbeitsschritte richtet sich danach, vom Pflanzen der Rebe bis zur Abfüllung der Flaschen.“

 

„Unsere Weine sind ehrlich und authentisch und sollen ihre Herkunft zeigen. Ungeschminkt!“
Frank Schönleber

Ihren Ursprung haben Schönlebers grandiose Qualitäten, wie sollte es auch anders sein, in ihren legendären Lagen. In den beiden eng beieinander liegenden weltberühmten Terroirs ‚Frühlingsplätzchen‘ und ‚Halenberg‘ besitzen die sympathischen Schönlebers herausragende Filetstücke: Beste Kernparzellen mit mythischem Ruf! Diese beiden berühmten Monzinger Steilhänge genossen bereits zu Anfang des 19. Jahrhunderts höchstes Ansehen: Dies hielt beispielsweise kein Geringerer als Johann Wolfgang von Goethe in seinen Reisenotizen lobend fest. Doch hat erst Werner Schönleber in der jüngeren Vergangenheit – angetrieben vom Ehrgeiz, diese alte Wertschätzung neu zu entfachen – beiden Lagen durch viel persönliches Engagement sowohl in ihre Erhaltung als auch in ihre Rekultivierung zu dem ihnen gebührenden Ruhm unter den weltbesten Rieslinglagen verholfen, indem er ihr wahrhaft großes Potenzial mit seinen so unverwechselbaren, handwerklich hergestellten, phänomenalen Weinunikaten offen gelegt hat. Das ist Schieferklang pur, aber auch feinstes Gewebe von Kiesel und Quarzit. Wahrlich: Eine deutsche Winzerlegende trifft auf SEIN magisches Terroir! Jede Lage hat ein Gesicht. Das des Menschen, der den Ruhm einer einzigartigen Lage in die große weite Welt hinaustransportiert haben! So, wie es beispielsweise Tim Fröhlich mit dem Felseneck, Helmut Dönnhoff mit der Hermannshöhle oder Klaus Peter Keller mit der Abtserde vollbracht hat: Und was hat der weltweit als eine der absoluten Spitzenlagen aller deutschen Weinanbaugebiete gerühmte Halenberg nur für ein legendäres Terroir: Werner verhalf den Weinen aus dieser grandiosen Lage zu mehr als nur Beachtung und Bewunderung, er gab ihnen eine Aura. Und Sohn Frank hat es in den letzten Jahren geschafft, das Frühlingsplätzchen zu gleich hoher Qualität zu führen. 2015 war ich mir noch unschlüssig, doch im 2016er Jahrgang sehe ich nur noch einen stilistischen Unterschied!! Die Reben aus beiden Terroirs gebieren Weine der absoluten Weltspitze. Großer Wein kann nur anders, niemals aber besser schmecken!

Weingut Emrich Schönleber
Die Weine vom Frühlingsplätzchen – in dieser Lage, Nomen est Omen, weicht der Winter immer zuerst von der Nahe in den Hunsrück zurück – schmeckten früher so überschwänglich, als wären sie auf einer blühenden Alpenwiese unter blauem Himmel gewachsen. Frank und Werner Schönleber sehen sie „Jahrgang für Jahrgang früher zugänglich, stärker gelbfruchtbetont, aus feinster Seide gewirkt, femininer, ‚fohlenhafter’ als die Halenberger, einem liebreizenden Mädchen mit betörendem Charme sehr ähnlich“. Doch sind alle Weine dieser grandiosen Lage in den letzten Jahren immer ernsthafter, immer erwachsener geworden und imponieren mir in 10-Jahres-Proben der großen Rieslinge der Welt, an denen ich regelmäßig teilnehme, immer mehr! Stets sind sie in den Top 10 zu finden! Die Rieslinge aus dem legendären Halenberg sind schon seit 2 Jahrzehnten ungemein fokussiert-mineralisch, maskulin, ja auch, was hier kein Widerspruch ist, sondern ein weiterer Beleg für die Paradoxien der großen Weine der Welt, ungemein sinnlich, entsprechen dem Typus einer rassigen Schönheit mit großer innerer Reife. Sie brauchen vielleicht auch heute noch etwas mehr Zeit zur Entfaltung ihrer ganzen Pracht als die Rieslinge aus dem Frühlingsplätzchen und entwickeln dann peu à peu ihre betörenden Aromen von Kräutern, ungemein tiefgründigen Mineralien, Zitrusfrüchten und Grapefruit, immer wieder mal unterlegt von einer rotbeerigen Note gar.

Als Fazit möchte ich es daher nochmals deutlich festhalten: Beide unmittelbar benachbarten Renommierlagen von Monzingen erbringen somit zwar gleich phantastische Qualitäten, aber von höchst unterschiedlicher Stilistik infolge ihrer im Detail verschiedenartigen Bodenzusammensetzungen und mikroklimatischen Besonderheiten. Hier ist Terroir sinnlich fassbar und in der Flasche deutlich schmeckbar ausgeprägt.

Die liebevoll gepflegten Rebflächen dieser weltberühmten Lagen umfassen beide überwiegend steile Süd- bis Südwesthänge, die zärtlich von der warmen Mittagssonne beschienen werden und die sich durch ein jeweils ganz spezielles Mikroklima auszeichnen. Denn die aus dem Tal über die Hänge „kletternde“ Warmluft bietet nicht nur Schutz vor kalten Fallwinden während der Nacht, sondern ist auch für bedeutende qualitative Unterschiede in den einzelnen Wingerten der Winzer verantwortlich, die hier Rebstöcke ihr eigen nennen können. Dort, wo die steilen Lagen schon nach den ersten Sonnenstrahlen im Frühling wieder schneefrei sind, dort, wo die Greifvögel am Himmel majestätisch und scheinbar schwerelos ihre Kreise ziehen, dort ist die Thermik, der Aufstieg warmer Luft aus dem Tal, am deutlichsten zu spüren. In diesen traumhaften Parzellen mit ihren leichten, meist schiefrigen Böden bleiben die Trauben in der Regel deutlich kleinbeeriger als sonst in der Monziger Region üblich und werden dafür – infolge des optimalen Verhältnisses zwischen Saft und Haut – umso aromenreicher; die Erntemenge ist gering. Erst bei sehr hoher Reife und wesentlich später als bei prallen, dicht gepackten Reben (lange und langsam reifen, der Königsweg für großen Riesling) setzt unter diesen Bedingungen (lockerbeerige Trauben, die sich nicht berühren) die Edelfäule ein, so dass auch die edelsüßen Weine von kristallklaren, reintönigen, feinsten Fruchtnoten geprägt sind.

Dazu kommt eine Besonderheit der geographischen Lage: Monzingen liegt im Regenschatten der feuchten Westwinde. Der 816 m hohe Erbeskopf, der Idarkopf und vor allem der Hellberg teilen die tief hängenden Wolken, so dass in vier, fünf Kilometer Luftlinie, Richtung Soonwald, schon um die Hälfte mehr Niederschlag fällt als in Monzingen. Die Schönlebers wissen: Bergige Landschaften bringen die Wolken zum Ausregnen. Das bestimmt schon seit Generationen die Standorte der Reben und erklärt, warum manche Orte nie, andere aber regelmäßig hervorragenden Wein hervorbringen.
 
Weingut Emrich Schönleber
Foto: © Roberth Dieth
Frank und Werner Schönleber bilden ein kongeniales Duo und finden Unterstützung durch ihre starken Frauen, Hannelore und Anja. Sie gehen sehr behutsam und äußerst sensibel mit dem Geschenk der Natur um: Aufwändige Boden- und Laubarbeiten, Ausdünnen der Triebe, späte selektive Lese sehr reifer Trauben ausschließlich von Hand, schonende Pressung der Trauben, kühle Vergärung und sorgsamer Weinausbau, mit dem Vorsatz, möglichst wenig menschlichen Einfluss auf die ureigene Werdung des Weines zu nehmen, gewährleisten die bestmögliche Entwicklung und Bewahrung der terroirgeprägten Frucht und Mineralik in ihren großen Rieslingen. „Das Potential und die Charakteristik der Lage, der Rebsorte und der klimatischen Bedingungen des Jahrgangs möglichst unverfälscht in die Flasche zu bringen“, lautet Schönlebers Maxime. Die fast logische Konsequenz: Fabelhafte Weißweine auf absolutem Weltklasseniveau! Nicht nur Parker vergibt Traumbewertungen, der ‚Halenberg‘ wird von vielen renommierten Kritikern der Welt wiederholt als bester trockener Riesling Deutschlands gefeiert und Werner Schönleber wurde nach der grandiosen Auszeichnung für die ‚Kollektion des Jahres‘ vom Gault Millau zwei Jahre später auch als ‚Winzer des Jahres‘ geehrt! Wir zitieren sehr gerne aus der berührenden Laudatio, weil Wort für Wort noch heute genau treffend sind wie bei der Ehrung:

 

„Mit Beharrlichkeit und seltener Intensität arbeitete sich der Monzinger in die Weltspitze empor. Sein vorbildliches Streben nach Perfektion, kleine, wohlüberlegte Schritte, Arbeit an den so wichtigen Details, brachten den Erfolg. Ausrutscher – auch bei kleinen Weinen – gibt es bei ihm nicht. Er hat die großen Monzinger Lagen ‚Frühlingsplätzchen‘ und ‚Halenberg‘ erst wieder bekannt gemacht, hat ihr Potenzial mit seinen Weinen aufgezeigt. Kein Geheimnis steckt hinter den Qualitäten des Hauses, nur sorgfältige Arbeit: späte, häufig selektive Handlese, schonende Pressung, kühle Vergärung. Die eleganten Weine atmen jenes Understatement, das auch Werner Schönleber ausmacht, genau wie dessen gradlinige Bestimmtheit. Nichts ist in seinen Weinen vage, alles ist auf den Punkt, nichts protzt, doch jeder Wein weiß um seinen Wert. Wir rufen den Monzinger deshalb mit Freude zu unserem ,Winzer des Jahres‘ aus.“

Werner und Frank Schönleber haben ihr traditionsreiches Weingut in den Olymp deutscher Weltklasseerzeuger katapultiert.

So haben zunächst Werner und heute Frank Schönleber binnen dreier Jahrzehnte das über 250 Jahre alte, traditionsreiche Weingut von einem soliden Familienbetrieb in den Olymp deutscher Weltklasseerzeuger katapultiert. Trotz aller Erfolge hat diese Familie niemals die Bodenhaftung verloren. Die Gespräche mit den grundehrlichen Schönlebers sind immer wohltuend, ihre Analysen von profundem Tiefgang und ungeschminkt in der Sache. Selbstkritisch werten sie ihr eigenes Tun, freuen sich bei aller Bescheidenheit aber auch zutiefst über ehrliches Lob, denn ihre phantastischen Weine sind schließlich das Resultat harter Arbeit und bedingungsloser Hingabe. Doch alles Laute und Marktschreierische ist sowohl Frank als auch Werner, dem stillen ‚Grauen Wolf‘ mit der großen, hageren Gestalt, absolut wesensfremd. Und so sind es ausschließlich die grandiosen Qualitäten im Glase und die dadurch bedingten großen Erfolge bei vergleichenden Proben, die den mittlerweile legendären Ruf dieses Vorzeigeweingutes begründet haben – aber keinerlei Marketingstrategie. Ihr unermüdliches Schaffen dient ausschließlich der Transformierung ihres phantastischen Terroirs in große Weine mit einem legendären Alterungspotential, zutiefst mineralische Rieslinge unverwechslebaren Charakters mit einer Rasse, Tiefe und Komplexität, wie man sie sich weltweit kaum beeindruckender vorstellen kann.

Und dies ist den Schönlebers auch mit der 2016er-Kollektion wieder vortrefflich gelungen. Lassen Sie es mich ganz deutlich sagen: Der schon in seiner Jugend höchsten Trinkgenuss versprühende 2016er ist von sensationeller Güte. Wohl mit dem Vorgängerjahrgang der beste Jahrgang des ganzen neuen Jahrtausends! Sie sind schlicht ein Zeitmonument! Freuen Sie sich, liebe Kunden, auf Weine voller Brillanz und rassiger Mineralität, mit einer geradezu spielerischen Leichtigkeit und Feinheit, einer großen Frische und voller Frucht. Stoßen Sie mit uns an auf das Wohl einer ungemein sympathischen, bodenständigen Familie!

An dieser Stelle möchte ich nochmals etwas Grundsätzliches zum Jahrgang 2016 in Deutschland in Erinnerung rufen. Diejenigen unserer Kunden, welche das Keller- und das Von Winningmailing gelesen haben, können die nächsten beiden Seiten gerne überspringen. Allen anderen sei hier das Einzigartige des Jahrgangs 2016 erstmals erzählt:

Vom „Wunder von Bern 1954“ zum „Wunder im Weinberg 2016!“ (SWR)

„Sechs Minuten noch im Wankdorfstadion in Bern - keiner wankt....Eine Fußballweltmeisterschaft ist nur alle 4 Jahre. Und wann sieht man ein solches Endspiel? Bozsik, immer wieder Bozsik, der rechte Läufer der Ungarn, hat den Ball - verloren diesmal, an Schäfer. Schäfer nach innen geflankt. Kopfball - abgewehrt. Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen. Rahn schießt... Toooor! Toooor! Toooor! Toooor!... Drei zu zwei führt Deutschland fünf Minuten vor dem Spielende. Halten Sie mich für verrückt, halten Sie mich für übergeschnappt. Ich glaube, auch Fußball-Laien sollten ein Herz haben und sollten sich an der Begeisterung unserer Mannschaft und an unserer eigenen Begeisterung mitfreuen und sollten jetzt Daumen halten....Die ganze deutsche Mannschaft setzt sich ein - mit letzter Kraft, mit letzter Konzentration. Ottmar Walter fällt hin. Boszik an zwei Deutschen vorbei - jetzt haben die Ungarn eine Chance - spielen ab zum rechten Flügel - Czibor - jetzt ein Schuss! Gehalten von Toni! Gehalten! Die Ungarn erhalten einen Einwurf zugesprochen. Der ist ausgeführt - kommt zu Boszik - aus! Aus! Aus! Aus! Das Spiel ist aus! Deutschland ist Weltmeister. Schlägt Ungarn mit drei zu zwo Toren im Finale in Bern."

Und dann verschlägt es dem Rundfunkreporter (Fernseher gab es damals quasi noch keine) die Stimme und er schweigt und schluchzt – überwältigt von seinen Gefühlen. Gänsehaut pur! Die hochemotionalen Worte Herbert Zimmermanns machten ihn im Nachhinein selbst zum Mythos. Viele fußballbegeisterte Jungs in meinem Alter, mich eingeschlossen, konnten die ganze Reportage von Schallplattenaufnahmen her auswendig. Wir konnten sogar jeden Satz in seiner tonalen Melodie wiedergeben! Jüngere unter Ihnen kennen diese Live-Reportage vielleicht von Sönke Wortmanns grandiosem Film aus dem Jahre 2004. Doch warum diese überwältigenden Emotionen Zimmermanns, die man in der knisternden Form sonst nur von brasilianischen oder argentinischen Sportreportern kennt?

Weil es ein besonderes Momentum war! Deutschland lag nach den 12 schlimmsten Jahren seiner Geschichte 1954 immer noch moralisch und wirtschaftlich am Boden. Zudem war unsere Walter-Mannschaft (benannt nach dem Bruderpaar Ottmar und Fritz Walter, dem legendären Regisseur von Kaiserslautern, einer Stadt bzw. einem Verein, die 5 dort gebürtige Finalteilnehmer stellte, etwas nie zuvor Dagewesenes und wahrscheinlich nie mehr Wiederholbares!) als krasser Außenseiter zur WM in die Schweiz gefahren. Und dann verlor sie in der Vorrunde gegen den haushohen Turnierfavoriten, die Ungarn, die in den 50er Jahren das Maß aller Dinge im Welt-Fußball waren, sozusagen die Brasilianer ihrer Zeit, mit 3:8. Ungarns Spielmacher und späterer Real Madrid-Spieler Ferenc Puskás war so berühmt, wie es heute Messi oder Ronaldo sind und bot dabei ein spektakuläres Spiel. Und Deutschland trauerte! Was damals kaum einer wusste: Sepp Herberger, der deutsche Trainer-Fuchs, hatte eine B-Elf aufgestellt, um die Gegner über die wahre Stärke der eigenen Mannschaft im Unklaren zu lassen. So weit, so gut. Doch im Finale, beim nächsten und entscheidenden Aufeinandertreffen der WM, führte Ungarn nach wenigen Minuten schon wieder 2:0. Alles schien den prognostizierten Gang zu gehen. Kaum noch Hoffnung für Deutschland.

Doch dann schlug das Spiel um. Es war Fritz-Walter-Wetter. (Fußball-Insider wissen, wovon ich spreche!) Deutschland wurde immer stärker, erzielte den Anschluss- und den Ausgleichstreffer. Und dann begannen die vielleicht emotionalsten 6 Minuten einer Sportreportage. Deutschland gewann und eine ganze Nation konnte sich nach Jahren der Depression wieder so richtig freuen. Ein Ruck ging durch das Land und brachte Hoffnung, Zuversicht und Stolz zurück! Warum erzählen wir Ihnen hier von diesem Mythos um den Erfolg der deutschen Elf? Nun, im Juni 2016 sah es in den deutschen Weinbergen und Winzerherzen im übertragenen Sinn so aus, wie 1954 bei den Fans nach der Vorrunden-Klatsche gegen die Ungarn. Frost, Regen und falscher Mehltau hatten den Reben hart zugesetzt. Jetzt waren die Winzer gefordert: Kämpfen, schuften, sich plagen, sich schütteln und weitermachen: Extreme Arbeit in den Weinbergen musste geleistet werden.

Und dann schlug das Wetter komplett um.
Ein traumhafter August und ein September, der ein warmer Sommermonat war (ich glaube, der wärmste seit es Wetteraufzeichnungen gibt), veränderten alles! Und die Krone setzten allem der Oktober und Anfang November auf, die mit kühlen Nachttemperaturen die Komplexität der Aromen extremst förderten.


Bei meinen Besuchen und Erntetagen in den deutschen Weinanbauregionen blickte ich dann auch ab Ende September in glückliche Gesichter und spürte förmlich die Erleichterung unserer Winzer, die sich ausdrückte in Worten wie: „Nur ein Wunder hat uns geholfen“, „Da hat der liebe Herrgott seine Hand über uns gehalten“ oder in Erinnerung an das legendäre WM-Finale 1954: „So ungefähr muss das Wunder von Bern gewesen sein“. Fast ungläubiges Staunen darüber, dass, nach den Malaisen des Frühjahrs, im Spätsommer und Herbst 2016 ein Jahrgang entstanden ist, der bei den Winzern, die in den schwierigen Monaten schufteten wie verrückt, Weine hervorgebracht hat, die im trockenen Bereich in die Annalen eingehen werden als ganz außergewöhnlich groß!

In 2016 sorgte das Sommermärchen im Herbst in Form eines Altweibersommers wie aus dem Bilderbuch und eines goldenen Oktobers dafür, dass die Qualität der Trauben am Stock förmlich explodierte. Die Gesichter der Winzer strahlten, als die Lese Anfang November zu Ende ging!

Und so, wie die deutsche Mannschaft nach dem 3:8 in der Vorrunde von ihren Kritikern zerrissen worden war und danach euphorisch gefeiert wurde, drehte sich nach diesem Bilderbuchherbst die Stimmung dem Jahrgang 2016 gegenüber. Abgerechnet wird halt immer zum Schluss („Ein Spiel dauert 90 Minuten“ oder mehr ☺, so der legendäre Herberger), im Fußball wie im Weinberg. Die Presse urteilte daher auch alsbald: „Jahrhundertjahrgang?“ (Sam Hofschuster) bzw. „2016: Das Wunder im Weinberg“.

Und in der Tat. Bei den deutschen Spitzenwinzern kommt ein ganz aufregender Jahrgang auf uns zu. Qualitativ eine geniale Phalanx trockener, extraktreicher Spitzenrieslinge aus kerngesunden Trauben und Burgunder (rot wie weiß), auf die ich mich schon während der gesamten Gärung gefreut habe wie ein kleines Kind. Sie liebe Kunden, sind wohl genauso begeistert wie wir selbst, denn noch nie in unserer Geschichte hat Pinard de Picard so rasend schnell die ersten Basisweine verkauft wie in diesem Frühjahr! Binnen weniger Wochen sind Weine ausverkauft, die wir normalerweise mehrere Monate lang anbieten können. Diese LeckerSchmecker verdunsten im Glas wie Regentropfen in der Wüste – das sind Spaßmacher allererster Güte, betörende Weine, die man einfach lieb haben muss.

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