Aus der Region Nahe:
„Kollektion des Jahres 2004” / „Winzer des Jahres 2006”, Gault Millau
Auszeichnung als Kollektion des Jahrgangs 2006 an der Nahe durch den renommierten Weinjournalisten Sam Hofschuster im angesehenen Internet-Weinführer wein-plus.de
„Schönlebers Halenberg – Bester trockener Riesling Deutschlands”, Gerhard Eichelmann „Deutschlands Weine 2008”
„Schönlebers Halenberg – Bester trockener Riesling Deutschlands”, Feinschmecker 2/2008

Ein großer Riesling transportiert wie keine andere Rebsorte das Terroir, aus dem er stammt, ist ein einzigartiges Unikat, ein Heimatwein mit unverwechselbarer Seele. Werner Schönleber hat diese Seele niemals verkauft, seine grandiosen Charakterweine – ein Spiegelbild seiner eigenen unverfälschten Persönlichkeit – stehen in der großen Tradition einer jahrhundertealten Kultur und gehören zur schönsten und edelsten Ausprägung ihrer Sorte! Werner Schönlebers grandiose Weißweine lösen bei Kennern tiefe Emotionen aus, können gar als Archetypus ihrer Edelreben und ihrer weltweit einzigartigen Anbauregion, der Nahe, gelten. Denn in diesem malerischen Flusstal, auf Höhe des 50. Breitengrades – an der nördlichen Grenze dessen also, wo Weinbau in Europa überhaupt möglich ist und die Reben im harten Überlebenskampf eine solche Vielzahl von Weinstilistiken ergeben, wie sonst nirgends auf der Erde – vinifiziert einer der weltbesten Winzer so reinrassige und urwüchsig-klassische Rieslinge, dass sie für jeden Liebhaber authentischer Gewächse die unverfälschte Inkarnation ihres großen, mineralischen Monzinger Terroirs darstellen! Es sind unglaublich animierende, vibrierend mineralische Weine von großer aromatischer Komplexität, sie verwöhnen mit ihrer grandiosen inneren Dichte den Gaumen und tänzeln dennoch im besten moselanischen Stil springlebendig auf der Zunge, besitzen großen Tiefgang und sind, erst recht in einem qualitativ völlig losgelösten Jahrgang wie 2009, der in seiner absoluten Spitze das Potential zum größten deutschen Jahrgang der Neuzeit in sich birgt, mit einer fabelhaft rassigen Säurestruktur ausgestattet: Es sind traumhafte Rieslingunikate, die niemals satt machen, die vielmehr stets zum Weitertrinken animieren.
Schönlebers grandiose Qualitäten haben ihren Ursprung, wie sollte es auch anders sein, in einem großen Terroir. Im ‚Frühlingsplätzchen’ und im ‚Halenberg’ besitzen die sympathischen Schönlebers legendäre Filetstücke: beste Kernparzellen in legendären Lagen! Diese beiden Monzinger Steilhänge genossen bereits zu Anfang des 19. Jahrhunderts allerhöchstes Ansehen: Dies hielt beispielsweise Johann Wolfgang von Goethe in seinen Reisenotizen ausdrücklich fest. Doch hat erst Werner Schönleber – angetrieben vom Ehrgeiz, diese alte Wertschätzung wieder zu erreichen – beiden Lagen durch viel persönliches Engagement in ihre Erhaltung und Rekultivierung zu dem ihnen gebührenden Ruhm unter den weltbesten Rieslinglagen verholfen, indem er ihr wahrhaft großes Potenzial mit seinen phänomenalen Weinen aufgezeigt hat. D as ist Schieferklang pur, aber auch feinstes Gewebe von Kiesel und Quarzit. Die Weine vom Frühlingsplätzchen – in dieser Lage, Nomen est Omen, weicht der Winter immer zuerst von der Nahe in den Hunsrück zurück – schmecken so überschwänglich, als wären sie auf einer blühenden Alpenwiese unter blauem Himmel gewachsen. Werner Schönleber sieht sie immer „früher zugänglich, stärker gelbfruchtbetont, aus feinster Seide gewirkt, floraler und femininer als die Halenberger, sinnlich und nachhaltig zugleich”. Dagegen sind die Rieslinge aus dem legendären Halenberg rassig-mineralischer, sie brauchen mehr Zeit zur Reife und entfalten dann ihre wunderbaren Aromen von Kräutern, Mineralien, Zitrusfrüchten und Grapefruit, mitunter flankiert von einer rotbeerigen Note. Beide Renommierlagen der Nahe erbringen somit gleich phantastische Qualitäten, nur sehr unterschiedlicher Stilistik.

Werner Schönleber mit Sohn Frank und seiner Frau Hannelore
Die weitaus größte Rebfläche der Schönlebers umfassen steile Süd- bis Südwestlagen, die optimal von der warmen Mittagssonne beschienen werden und die sich durch ein jeweils ganz spezielles Mikroklima auszeichnen. Die aus dem Tal über die Hänge „kletternde” Warmluft bietet nicht nur Schutz vor kalten Fallwinden während der Nacht, sondern ist auch für bedeutende qualitative Unterschiede in den einzelnen Wingerten verantwortlich. Dort, wo die steilen Lagen schon nach den ersten Sonnenstrahlen im Frühling wieder schneefrei sind, wo die Greifvögel am Himmel majestätisch und scheinbar schwerelos ihre Kreise ziehen, dort ist die Thermik, der Aufstieg warmer Luft aus dem Tal, am deutlichsten zu spüren. In diesen traumhaften Parzellen mit ihren leichten, schiefrigen Böden bleiben die Trauben in der Regel deutlich kleinbeeriger als sonst üblich und werden dafür – infolge des optimalen Verhältnisses zwischen Saft und Haut – um so aromenreicher; die Erntemenge ist gering. Erst bei sehr hoher Reife und wesentlich später als bei prallen, dicht gepackten Reben setzt unter diesen Bedingungen (lockerbeerige Trauben, die sich nicht berühren) die Edelfäule ein, so dass auch die edelsüßen Weine von besonders klaren, feinen Fruchtnoten geprägt sind.
Werner Schönleber geht sehr behutsam und äußerst sensibel mit seinem Geschenk der Natur um: Aufwändige Boden- und Laubarbeiten, Ausdünnen der Triebe, späte selektive Lese sehr reifer Trauben ausschließlich von Hand, schonende Pressung der Trauben, kühle Vergärung und sorgsamer Weinausbau, mit dem Vorsatz, möglichst wenig menschlichen Einfluss auf die ureigene Werdung des Weines zu nehmen, gewährleisten die bestmögliche Entwicklung und Bewahrung der terroirgeprägten Frucht und Mineralik in seinen großen Rieslingen. „Das Potential und die Charakteristik der Lage, der Rebsorte und der klimatischen Bedingungen des Jahrgangs möglichst unverfälscht in die Flasche zu bringen”, lautet Schönlebers Maxime. Nicht selten haben seine durch Spontangärung im Holzfuder und Edelstahltank ausgebauten Rieslinge, die keinerlei Manipulationen ausgesetzt sind, um früh auf Jungweinverkostungen brillieren zu müssen, nach der Flaschenfüllung einen kleinen Durchhänger im Sommer nach der Ernte; doch umso brillanter präsentieren sie sich im Herbst danach. Die logische Konsequenz solch fabelhafter Weißweine auf absolutem Weltklasseniveau: Parker vergibt Traumbewertungen, der Halenberg wird von renommiertesten Kritikern der Welt mehr als einmal als bester trockener Riesling Deutschlands gefeiert und Werner Schönleber wird nur 2 Jahre nach der grandiosen Auszeichnung für die ‚Kollektion des Jahres 2004’ vom Gault Millau auch als ‚Winzer des Jahres 2006’ gefeiert! Wir zitieren mit großer Freude aus der Laudatio: „Mit Beharrlichkeit und seltener Intensität arbeitete sich der Monzinger in die Weltspitze empor. Sein vorbildliches Streben nach Perfektion, kleine, wohlüberlegte Schritte, Arbeit an den so wichtigen Details, brachten den Erfolg. Ausrutscher – auch bei kleinen Weinen – gibt es bei ihm nicht. Er hat die großen Monzinger Lagen ‚Frühlingsplätzchen’ und ‚Halenberg’ erst wieder bekannt gemacht, hat ihr Potenzial mit seinen Weinen aufgezeigt. Kein Geheimnis steckt hinter den Qualitäten des Hauses, nur sorgfältige Arbeit: späte, häufig selektive Handlese, schonende Pressung, kühle Vergärung. Die eleganten Weine atmen jenes Understatement, das auch Werner Schönleber ausmacht, genau wie dessen gradlinige Bestimmtheit. Nichts ist in seinen Weinen vage, alles ist auf den Punkt, nichts protzt, doch jeder Wein weiß um seinen Wert. Wir rufen den Monzinger deshalb mit Freude zu unserem ,Winzer des Jahres’ aus”.
Werner Schönleber und seine Frau Hannelore haben somit binnen dreier Jahrzehnte das über 250 Jahre alte, traditionsreiche Weingut von einem soliden Familienbetrieb zu einem im Gault Millau mit der fünften Traube geadelten und damit in den kleinen (acht Winzer insgesamt) Olymp deutscher Weltklasseerzeuger aufgenommenen Spitzengut entwickelt. Mittlerweile werden sie mehr als nur unterstützt von ihrem Sohn Frank, der in den letzten Jahren stetig in die Mitverantwortung für die Weine hineingewachsen ist und der mit seinen Ideen zweifellos zur nochmaligen Qualitätssteigerung der Schönleberschen Rieslinge beigetragen hat. Nicht wenige Kenner der Szene, meine Wenigkeit eingeschlossen, halten ihn für (mit) das größte Winzertalent des Landes. Nein, nicht nur der Nahe, sondern ganz Deutschlands! Er ist ein ausgesprochen kluger Kopf und obwohl „ich schon als Jugendlicher einen großen Teil meiner Freizeit im Weinberg verbracht habe, machte ich trotzdem mein Abitur, habe danach Weinbau und Önologie studiert und nach Praktika bei großen Winzern bereits seit 2006 den Keller unseres Weingutes weitgehend selbständig geführt”, berichtet er mir nicht ohne berechtigten Stolz. Denn er arbeit mit so viel Herzblut, Sorgfalt und Perfektion, dass der gleitende Übergang in der Weingutsverantwortung völlig harmonisch, leise und unspektakulär verläuft und in der Öffentlichkeit noch quasi gar nicht wahrgenommen wird. Welch spektakuläre Leistung!

Werner und Frank Schönleber beim Verkosten des neuen Jahrgangs
Werte Kunden: Mit großer Freude besuche ich jährlich diese so gastfreundliche und sympathische Familie an der oberen Nahe: Die Gespräche (sie pflegen bei gutem Essen und großartigen Rieslingen stets bis tief in die Nacht zu dauern: Die Zeit vergeht wie im Fluge) mit den grundehrlichen Schönlebers sind immer wohltuend, ihre Analysen von profundem Tiefgang und ungeschminkt in der Sache. Selbstkritisch werten sie ihr eigenes Tun, freuen sich bei aller Bescheidenheit aber auch zutiefst über ehrliches Lob, denn ihre phantastischen Weine sind schließlich das Resultat harter Arbeit und bedingungsloser Hingabe. Doch alles Laute und Marktschreierische ist Werner, dem stillen ‚Grauen Wolf’ mit der großen, hageren Gestalt, absolut wesensfremd. Und so sind es ausschließlich die sensationellen Qualitäten im Glase und die dadurch bedingten großen Erfolge bei vergleichenden Proben, die den mittlerweile legendären Ruf dieses Vorzeigeweingutes begründet haben – aber keinerlei Marketingstrategie. Werner Schönleber ist allen Elogen zum Trotz ein so wohltuend bescheidener Mensch geblieben, aber auch ein begnadeter Winzergenius: Sein unermüdliches Schaffen dient ausschließlich der Transformierung seines phantastischen Terroirs in große Weine mit einem legendären Alterungspotential, zutiefst mineralische Rieslinge ureigenen Charakters mit einer Rasse, Tiefe und Komplexität, wie man sie sich weltweit kaum beeindruckender vorstellen kann.
Eine persönliche Anmerkung zum Schluss: Ein großer Riesling transportiert wie keine andere Rebsorte das Terroir, aus dem er stammt, ist ein einzigartiges Unikat, ein Heimatwein mit unverwechselbarer Seele. Diese Seele ist mittlerweile in Gefahr! „Authentisch” und „echte Gefühle” schreit es uns aus den Regalen der Supermarktweine entgegen, deren Flascheninhalt nur allzu oft Industriewein ohne jeglichen Terroir-Bezug enthält, „Terroirhefen”, sei Dank, mit denen unkritische Winzer von der Industrie geködert werden. Doch Werner Schönleber hat seine Seele niemals verkauft, seine grandiosen Charakterweine – ein Spiegelbild seiner eigenen unverfälschten Persönlichkeit wie der großen Monzinger Lagen, aus denen sie stammen – stehen in der großen Tradition einer jahrhundertealten Kultur und gehören zur schönsten und edelsten Ausprägung ihrer Sorte: Meine ganz besondere Empfehlung, Kategorie persönliche Lieblingsweine. Und ich bin mir ganz sicher: Mit Frank Schönleber wird das auch zukünftig so bleiben: Das Weingut Schönleber hält klaren Kurs!
