Aus der Region Mosel-Saar-Ruwer:
Stuart Pigott (FAZ, 25. Juli 2010): „Van Volxems geschmeidige, körperreiche Weine 2009 beweisen die Riesling-Renaissance der neuen Winzergeneration.“ Und das bei zumeist gerade einmal 12 Vol.% Alkohol - Das ist wahrlich die Quadratur des Kreises im Überfliegerjahrgang 2009!
Doppelsieg für Van Volxem in einer Verkostung von 116 deutschen Winzermarkenweinen des Jahrgangs 2009 bei best-of-wine.com 7/2010! Und Pinard de Picard bewertet erstmals einen Van Volxem Riesling mit bis zu 100 Punkten!
STERN: „Der Rebenflüsterer – Roman Niewodniczanski erzeugt Saarweine mit mythischem Ruf”
Stephan Reinhardt im FEINSCHMECKER: „Van Volxem: Sehr komplexe Rieslinge mit Struktur, innerer Dichte und cremiger Textur; lecker für die einen, kulturphilosophische Traktate für die anderen. Jedenfalls Weine, auf welche die Welt in Zukunft nicht mehr wird verzichten wollen.”
Am Anfang stand eine Vision: Es müsste doch möglich sein, in den legendären Schiefer-Steillagen der Saar, in dieser so traditionsreichen deutschen Weinanbauregion, den Schiefer im Riesling wieder zum Klingen zu bringen und diesen authentischen Weinunikaten ihren angestammten Platz in der Weltspitze zurückzugeben. Denn bevor der Saarriesling, von wenigen rühmlichen Ausnahmen abgesehen, fast in der Bedeutungslosigkeit versank, reihte ihn Ende des 19. Jahrhunderts seine unvergleichliche Eleganz und Finesse sowie seine einzigartige Noblesse ein in die absolute Spitzenliga der begehrtesten und damit teuersten Weine der Welt, gegen die selbst die großen Namen des Bordelais ‚billig’ gehandelt wurden. So kostete beispielsweise 1903 im weltberühmten Grand Hotel Steffens & Wolters in Königsberg der 1891er Cheval Blanc 5,50 Goldmark, der 1892er Chateau Yquem 7.- Goldmark und der 1893er Van Volxem Scharzhofberger 10.- Goldmark!

Doch dies klingt wie eine Mär aus grauer Vorzeit, die Realität sah bis vor einem Jahrzehnt ganz anders aus: Saarwein wurde zumeist billigst verramscht! Denn zum einen hatte die Saar wie alle anderen deutschen Anbaugebiete nach den Katastrophen der beiden Weltkriege viele traditionelle Absatzgebiete verloren und zum anderen waren Weinliebhaber in aller Welt entsetzt über die Verbrauchertäuschung Mitte des 20 Jahrhunderts, als durch die „Ausweitung” der steilen Toplagen in die Ebene die Qualitäten drastisch verwässert wurden und zeigten dem ‚neuen’ Stil die kalte Schulter. Die tragische Konsequenz: Ein Weingut nach dem anderen scheiterte an den enorm hohen Kosten des Steilhanganbaus; die meisten aus der jungen Generation waren nicht mehr bereit, den unprofitablen elterlichen Betrieb zu übernehmen, mit der Folge, dass die einst weltberühmten Steillagen aufgegeben wurden. Ein Stich ins Herz eines jeden Rieslingliebhabers!

„Niwo” in den Steillagen der Saar
© Van Volxem
Diese Ausgangssituation war es, die Roman Niewodniczanski, jüngster Spross einer der bekanntesten Bierbrauerdynastien Deutschlands und begeisterter Liebhaber großer Weine aus aller Welt, reizte. Aus dieser Leidenschaft genährt und der Liebe zu dem kleinen, aber spektakulär schönen Anbaugebiet der Steillagen der Saar nahm seine Vision Gestalt an. Roman kauft im Jahr 2000 einen der traditionsreichsten, berühmtesten Betriebe, ein ehemaliges Klosterweingut im historischen Zentrum von Wiltingen, der bedeutendsten Weinbaugemeinde der Saar, der in Konkurs geraten war, der jedoch einst strahlenden Klang besaß: Van Volxem, mit Besitz in den legendären Kernparzellen der renommiertesten Lagen der Saar und einem besonderen Schatz: uralten, zum Teil wurzelechten Rebstöcken auf skelettreichen, aber äußerst unterschiedlichen Schieferböden – ein weltberühmtes Terroir, das bereits seit der preußischen Lagenklassifikation von 1865 zur Klasse höchster Bonität (sprich Grand Cru-Lagen) gehört!

Blick auf die mythische Lage „Gottesfuß”
© Van Volxem
Dann beginnt eine sehr harte handwerkliche Arbeit. Das Traditionsgut wird renoviert, in den hoch und extrem steil über der Saar liegenden Weinbergen werden Böden aufgelockert und Unmengen von Humus eingebracht. Diese Maßnahme dient der Erhöhung der Wasserhaltekraft und der Vitalisierung der Böden: Die Mikroorganismen kehren infolge der urtraditionellen, biologischen Wirtschaftsweise zurück – im Gegensatz dazu ist mit chemischem Dünger und Pestiziden behandelter Weinbergsboden fast so tot wie Saharasand! Aufwändige Laubwerksarbeiten an den wertvollen Rebanlagen mit ihren tief ins Mineralreich wachsenden Reben werden zur Selbstverständlichkeit. Niedrigertragsreben aus genetisch wertvollstem Material werden hinzugepflanzt, die Pflanzdichte selbst drastisch erhöht. Eine massive Ausdünnung der Trauben führt dazu, dass die völlig unterschiedlichen Mineralien des je nach Parzelle differierenden Grau-, Blau- und Rotschieferanteils ebenso wie die der Feinerde- und Grauwackenanteile in jedem einzelnen Wein stilistisch deutlich schmeckbar und damit sinnlich erfahrbar werden.
Natürlich profitieren die Reben auch vom relativ kühlen Klima ihres nördlichen Anbaugebietes, das 50 bis 100 m höher liegt als die Spitzenlagen der Mosel und zudem in unmittelbarer Nähe zu den Mittelgebirgen Hunsrück und Eifel. Denn bei den großen Rieslingen der Saar, die ihren Weltruf bei aller Komplexität und Kraft insbesondere ihrer unvergleichlichen Finesse, Eleganz und Filigranität verdanken, garantieren die großen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sowie die lange Vegetationsperiode von bis zu 160 Tagen von der Blüte bis zur Vollreife der klein- und lockerbeerigen Trauben (optimales Verhältnis der die Inhaltsstoffe beherbergenden Haut zum Saft), dass sie ihre komplexen Aromen langsam ausreifen lassen können. Der Riesling, diese uralte Rebe, trotzt in dieser Zeit mit seiner schier unglaublichen Vitalität allen Wechselfällen des Wetters wie Kälte und Regen, Hitze und Trockenheit und transformiert mit seinen bis zu mehr als 10 m tief in die Felsböden reichenden Wurzeln den Eigengeschmack der unterschiedlichen Schieferarten in die vollreifen Trauben.

© Van Volxem
Unsere Kunden wissen längst, dass Roman seinen im biologischem Anbau gewachsenen Trauben stets viel Zeit lässt, ihre volle physiologische Reife zu erlangen. Sehr spät wird extrem selektiv in mehreren Durchgängen geerntet, die Spitzenlagen zumeist tief im November. Doch niemals zuvor konnte Roman seine Ernte unter derartig optimalen Bedingungen einbringen wie in 2009: „Die für unsere kargen, sehr mineralischen Schiefersteillagen so wertvollen, moderaten Niederschläge in den Sommermonaten 09 (Der Regen fällt auf den Schiefer, der Schiefer löst Mineralstoffe und diese lagern sich kontinuierlich in den Trauben ein!) und der schier unendlich lange, nicht-enden-wollende‚Goldene Herbst’ boten phantastische Bedingungen für einen Großen Jahrgang an der Saar! Um wirklich perfekt reife, herrlich goldgelbe Beeren zu gewinnen, ernteten wir bis mitten in den November hinein mit fast 50 Lesehelfern unsere Weinberge in mehreren Lesegängen und wie immer ausschließlich ganz selektiv von Hand. Niedrigste Erträge und unsere extrem späte Lese waren der Schlüssel zum Erfolg, denn infolge von Nachtfrösten Ende Oktober fielen die Blätter ab, die Säure blieb stabil und die Mineral- und Extraktstoffe in den kerngesunden, lockerbeerigen Träubchen konzentrierten sich auf!”, schwärmt der Zwei-Meter-Riese mit leuchtenden Augen, voller Begeisterung vom „GRÖSSTEN JAHRGANG DER LETZTEN JAHRZEHNTE AN DER SAAR, der bisher einzigartige, mineralreiche Rieslinge mit einer traumhaft komplexen, spektakulär reichhaltigen und ungemein verführerischen Frucht sowie einer geradezu irren Mineralität erbrachte: 2009 konnten wir hier Weine machen in einer Stilistik wie vor hundert Jahren: Fast alle unsere Rieslinge haben gerade einmal 12 Vol.% Alkohol! Das ist einfach wie ein Sechser im Lotto! Diese niedrigen Alkoholwerte in bester Saarwein-Tradition machen doch erst unseren Riesling so einzigartig bekömmlich und trinkanimierend, wie er in der ganzen Welt kein zweites Mal gemacht werden kann. Welche Leichtigkeit des Seins! Und dann diese traumhaft komplexe Aromatik und eine wunderbar reife, weiche, cremige Säure. Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen!”

© Van Volxem
Wie recht der Magier von der Saar doch hat! In 2009 brilliert die Saar mit ihren klassischen, die Jahrhunderte überdauernden nicht kopierbaren Vorzügen! Unter diesen einzigartigen „cool climate”-Bedingungen (heiße Tage in den Steillagen, dramatische Abkühlungen in der Nacht, eine daraus resultierende langsame Reifung der goldgelben Beerchen und eine enorm lange Zeit zur Einlagerung wertvoller Mineralstoffe, bei gleichzeitig geringerer Zuckerbildung als in warmen Regionen und damit niedrigere Alkoholwerte im fertigen Wein sowie eine traumhafte Komplexität in den Aromen) hat Roman in 2009, bei aller Qualität seiner großartigen Vorgängerjahre, tatsächlich die bisher besten Weine seiner beispiellosen Winzerkarriere vinifizieren können. Rieslingunikate in vollendeter Harmonie, mit einer harmonischen, feinst ziselierten Säure, einer dramatischen Mineralität, einer brillanten Struktur und einer großartigen Länge sowie einem singulären Mundgefühl, das schlichtweg verzaubert und der unverkennbaren Van Volxem-Frucht (keine vordergründige Primärfruchtigkeit, sondern eine in der Struktur der Trauben verankerte Frucht, die erst nach einem Jahr so richtig erblüht) demonstrieren die einzigartige Qualität der weltberühmten legendären Großen Lagen der Saar.

© Van Volxem
So hart die handwerkliche Arbeit in den gnadenlosen Steillagen der Saar auch sein mag, so sensibel der Ausbau im Keller. Viel Zeit erhält der Most nach einer beispielhaft schonenden Pressung und einer je nach Traubenqualität unterschiedlich langen Maischestandzeit (bis zu 2 Tagen) im kalten Keller in seinen Holzgebinden, spät erst ist die Umwandlung des ausschließlich spontan vergorenen Traubenzuckers in Alkohol abgeschlossen, lange verbleibt der ungeschwefelte Wein auf der Feinhefe, wird dabei ungemein cremig und hochkomplex in seiner Aromatik. Romans immenser Aufwand in Weinberg und Keller, seine durchdachte Sorgfalt im Detail, seine Liebe bei der täglichen Arbeit kulminieren in einer sensationell schönen aktuellen Kollektion! Bei aller Klasse der Vorgängerjahre, die viele unserer Kunden und natürlich wir selbst in unseren Kellern reifen haben, muss doch gesagt werden: Niemals bisher waren die Van Volxem Weine so gut wie in 2009, so feingliedrig, so mineralisch, so salzig und jodhaltig, wie ich es sonst fast nur von teuersten Weißweinen der berühmtesten Lagen des Burgund kenne. Denn Roman selbst wie auch sein leidenschaftlicher Kellermeister Dominik Völk verstehen ihre Lagen immer besser („Winzer sein heißt lebenslanges Lernen im Weinberg und Keller”) und haben mehr denn je zuvor in ihren Weinen die Saar-typische Finesse, Filigranität und Feinheit herausgearbeitet, ohne dass jedoch die Cremigkeit ihrer rassigen Rieslinge, das fabelhaft schöne Mundgefühl, dass diese grandiosen Weine auszeichnet, verloren gegangen wäre. Und noch stärker als je zuvor haben sie eine neue Dimension der Leichtigkeit, der schwebenden Transparenz, Filigranität und Finesse gewonnen! Die Aromatik ist noch terroir- und lagenbetonter als in der Vergangenheit, die fein ausbalancierte Harmonie lässt diese großen individuellen Rieslinge trockener schmecken als je zuvor: Diese genialen Gewächse sind zweifellos die ultimativen Referenzweine für eine ganze Region!

Kellermeister Dominik Völk
beim Verkosten des neuen Jahrgangs
© Van Volxem
Daher zählen Romans 2009er Weine zu den besten Kollektionen in ganz Deutschland; es sind begeisternde Rieslingunikate, stilbildende, authentische Klassiker der Weinwelt, gewachsen auf großen, steilen Lagen mit einzigartigem Terroir, nirgendwo auf der Welt kopierbar. Ein eindrucksvoller Spagat zwischen Tradition und Avantgarde. Sie besitzen neben ihrer komplexen Aromatik ein traumhaftes, cremiges, enorm dichtes Mundgefühl, sind kraftvoll und komplex, sagenhaft mineralisch und enorm extraktreich, dabei fein, elegant und höchst finessenreich wie nie zuvor, voll von subtilem Spiel und innerer Frische! Und das bei niedrigsten Alkoholwerten. Das soll ihm mal einer in der Welt nachmachen!

© Van Volxem
Wer Roman Niewodniczanski persönlich kennt, weiß um die charismatische Begeisterungsfähigkeit und die besondere Aura, die ihn umgibt. Dabei ist er alles andere als ein weltfremder Träumer oder Esoteriker. Er ist unübersehbar ein gestandenes Mannsbild, steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Aber wenn ich mit ihm durch seine imposanten Weinberge kraxele, wenn er sich in jeder Lage buchstäblich in die Rebzeilen hinein kniet, mit leuchtenden Augen die duftende, ‚lebendige’, feinkrümelige Erde durch die Finger rieseln lässt, die augenscheinlich die Grundlage seiner großen Rieslinge bildet, dann sehe ich, wie in der imposanten Gestalt eines Riesen (immerhin stolze 203 cm misst der Hüne) der kleine begeisterungsfähige Junge steckt, der, häufig genug tief verborgen, in jedem von uns weiter lebt und der dabei ist, seinen großen Traum zu verwirklichen. Wenige Winzer tragen diese Bestimmung und dieses Feuer in sich; bei Didier Barral, dem genialen Winzer aus Faugères habe ich es gesehen, bei Gauby und bei Marc Kreydenweiss, bei Klaus-Peter Keller, bei Helmut Dönnhoff (wenn er von seinen Rebstöcken wie von seinen Kindern spricht) und einigen wenigen anderen. Es ist „wahnsinnig, gigantisch, was dieser Kerl (Roman) geschaffen hat,” lobt daher euphorisch, aber völlig zu Recht der Rieslingexperte Stuart Pigott!

© Van Volxem
Das Eintauchen in die magische Welt der großen, zutiefst bekömmlichen Weine Roman Niewodniczanskis ist vergleichbar nur noch der kontemplativen Betrachtung des Ozeans oder einer lustvollen erotischen Begegnung, der Augenblick verschmilzt mit dem Unendlichen, die Zeit scheint still zu stehen – Glück stellt sich ein.
Probieren Sie und nehmen Sie uns beim Wort. Die Weine dieses ebenso ehrgeizigen wie sympathischen Winzers zählen zu meinen persönlichen Favoriten! Sie werden entscheidend dazu beitragen, der Region Saar die internationale Reputation zurück zu geben, die sie aufgrund ihres großen Terroirs seit jeher verdient.
