Château d’Aydie - Madiran

Aydie
Foto: © Etienne C.L. van Sloun

Unser traditionell arbeitendes Weingut vom Fuße der Pyrenäen sorgt für erhebliches Aufsehen und bekommt für seinen grandiosen 11 Euro-Wein spektakuläre 93 Punkte!

FAZ: „Weil Bordeaux nur rund 200 Kilometer von der Gascogne entfernt liegt, versickerte der Tannat viele Jahrhunderte lang unbemerkt in den Fässern der Bordelaiser Weinkeller. Das war eben genau der richtige Saft für Châteaux und Händler, die ihren Weinen in schwachen Jahrgängen oder bei zu hohen Erträgen quasi per ,Bluttransfusion’ wieder auf die Beine halfen!“

Die renommierten Weinjournalisten Cornelius und Fabian Lange sprechen gerne Klartext. Scheuen sich dabei auch nicht, heilige Kühe zu schlachten und Denkmäler vom Sockel zu holen. So wie in ihrem Aufsehen erregenden ganzseitigen Artikel in der FAZ über die qualitative Gleichwertigkeit bzw. gar Überlegenheit der ungemein preiswerten Weine aus dem Madiran gegenüber den Prestigeweinen aus dem Bordelais. Für die Kunden von Pinard de Picard ist diese These allerdings keine überraschende Erkenntnis, kennen sie doch bereits seit Jahren die beiden in der FAZ am meisten gerühmten Weingüter bestens und haben schon kistenweise unseren legendären ,Batz’ von Berthoumieu geordert sowie DEN Wein von Château d’Aydie, der das höchste Lob in der FAZ bekommen hat: „GANZ GROSS!“ Und das zu einem Preis, der zu dieser Bewertung in höchst provokantem Kontrast steht!

Das Madiran ist eine wunderschöne Landschaft abseits der großen Touristenströme. Hier kann man eine traumhaft traditionelle Küche genießen und vorzügliche Weine trinken. Die vielleicht immer noch als die größten Geheimtipps Frankreichs gelten! Die traditionsreiche Familiendomaine Aydie mit ihrer sympathischen Eignerfamilie François Laplace gehört schon seit Jahrzehnten zu den visionären Weinerzeugern in dieser traumhaft schönen Region am Fuße der majestätischen Pyrenäen und ist Aushängeschild und Kleinod gleichermaßen. Ihre zauberhaften Gewächse aus der edlen Tannat-Rebe haben maßgeblich zu dem provokanten Urteil der Gebrüder Lange beigetragen, deren Kernthesen aus dem fundiert recherchierten FAZ-Artikel wir hier nochmals zusammenfassen:

„Während der Bordeaux mit allen Tricks und Kniffen moderner Önologie gemacht wird, um dem globalen Gaumen, dem Goût international, zu gefallen, bringt der Tannat all das, wonach die Önologen in Cabernet und Merlot verzweifelt suchen. Eindringlich und mit einer beneidenswerten Unverfrorenheit verkörpern die heiteren, kühl-distinguierten Tannatweine einen unverfälschten Stil. Eigentlich ist der Bordeaux daran schuld. Denn der berühmtesten und teuersten Markenikone der Weinwelt haben wir es zu verdanken, dass die Einzigartigkeit der Rebsorte Tannat bis heute erfolgreich unter den Teppich der Weingeschichte gekehrt wurde. Um Licht ins Dunkel zu bringen, ist ein kurzer Blick in die WEINGESCHICHTE erhellend. Damit die besten Weine des Bordeaux das Versprechen abgeben konnten, unter allen Umständen besser zu sein als andere Rotweine, wurden fehlende Würze und Tiefe früher durch Transfusion mit Tannat wettgemacht. Und weil Bordeaux nur rund 200 Kilometer von der Gascogne entfernt liegt, versickerte der Tannat viele Jahrhunderte lang unbemerkt in den Fässern der Bordelaiser Weinkeller. Das war eben genau der richtige Saft für Châteaux und Händler, die ihren Weinen in schwachen Jahrgängen oder bei zu hohen Erträgen quasi per ,Bluttransfusion’ wieder auf die Beine halfen! Denn Tannat, das ist ein ungeheuer kräftiger, tiefdunkler und gerbstoffreicher Rotwein aus der Gascogne am Fuße der Pyrenäen-Ausläufer. Dass die Welt bei den südwestfranzösischen Weinen erst jetzt aufhorcht, liegt also sicher nicht an den von der Natur mit vielen Talenten gesegneten Tannats. Er liefert schon rein äußerlich alles, was die Herzen der Rotweinfans höherschlagen lässt, und zeigt unmissverständlich an, dass Madiran erst dort ansetzt, wo der Bordeaux aufhört. Bei der Farbe, bei der Tanninqualität und selbstverständlich auch bei der Frucht. Vor allem aber zaubert der Tannat ins Glas, was vielen dicken Rotweinen abgeht: Frische. Madiran setzt dort erst an, wo der Bordeaux aufhört. Diese herrlichen Rotweine werden weit unter ihrem eigentlichen Wert gehandelt! Den Winzern im Madiran hat nicht zuletzt die Erkenntnis zum Erfolg verholfen, die ausgetretenen Pfade zu verlassen und auf Eleganz statt pure Kraft zu setzen. Die Musketiere der Gascogne haben den schweren Säbel gegen das Florett getauscht, und wenn die Tannine eines modernen Tannats ihre Wirkung am Gaumen entfalten, dann bewegen sie sich dort so elegant wie ein Sportfechter auf der Planche und setzen einen Wirkungstreffer nach dem anderen. Schöner kann man sich mit Gerbstoffen nicht duellieren, wie sie sich fast unbemerkt herantasten, um dann am Gaumen Druck zu machen, dem Schluck Dynamik und dem Geschmacksbild eine vollendete dritte Dimension verleihen.“

Und all diese so gerühmten Eigenschaften vereint der Tannat mit der Gabe, dass „seine aus ihm gewonnenen Weine unermüdliche Kämpfer gegen die Zeit sind. Manche Exemplare öffnen sich erst nach zehn Jahren und sind dann immer noch von ihrer einzigartigen, umwerfenden Frische gekennzeichnet.“ Und was ebenfalls wichtig ist: „Diese herrlichen Rotweine werden noch (weit) unter ihrem eigentlichen Wert gehandelt.“ (FAZ)

Viel Spaß also mit unserem Musketier aus dem Madiran, der die etablierte Konkurrenz aus dem Bordelais das Fürchten lehrt. Santé!

PS: Viele unserer Stammkunden wissen, dass der Madiran der gesündeste Rotwein der Welt sein soll. Dieses Urteil von Dr. Roger Corder vom Londoner William Harvey-Institut für Kreislaufforschung wurde in der DEUTSCHEN ÄRZTEZEITUNG veröffentlicht. Corder hatte das so genannte French Paradox genauer untersucht, das besagt, dass Menschen in Süd- und Südwestfrankreich seltener Herzinfarkte erleiden als Menschen in anderen Industrienationen, obwohl sie sich fettreicher und üppiger ernähren. Und Corders Experiment hatte einen eindeutigen Sieger: unsere tiefdunklen,fast pechschwarzen, sehr polyphenolhaltigen Madirans, hergestellt aus der autochthonen Tannat-Rebe. Wohl bekomm’s!

Aydie
Foto: © Fabien Lange

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