Aus der Region Roussillon:
„Eine Revolution im Roussillon” jubelt Vinum: Die Renaissance von Finesse, Frische, Eleganz und Mineralität!
Gérard Gauby
Die beiden wichtigsten internationalen Weinführer für diese Region, die Revue du vin de France sowie Robert M. Parker, haben die aktuellen Jahrgänge verkostet. Das Ergebnis: Die Spitzenweine, die Pinard de Picard im Angebot führt, dominieren die Ranglisten.
Die Revue du vin de France feiert in ihrer Juli/Augustausgabe 2011 die Domaine Gauby vor Spaniens Legende Alvaro Palacios und Italiens Stolz Tenuta San Guido (Sassicaia) in einem eigens erstellten Klassement als die Nr. 1 des gesamten Mittelmeerraumes. „Muntada: 20/20 Punkten”.
Gaubys „Muntada” belegt bei Parker in der großen, gerade veröffentlichten Jahrgangsdegustation 2008/9 die Plätze 1 und 2! Und damit nicht genug: Der Vieilles Vignes erreicht die dritthöchste Punktzahl. Welch Triumph des Winzergenius Gérard Gauby. „Einer der größten und besten Weinwerte der Welt”, Parker.
Wir selbst werten den heute in Subskription angebotenen Muntada 2010, aus dem besten Jahrgang des Roussillon bisher, mit 100 Punkten (Auch Parker schreibt wörtlich: „2010, an outstanding vintage” ist nochmals „eine Klasse besser” als die grandiosen Vorgänger. Wir sind sehr gespannt auf seine Bewertungen, die im nächsten Jahr erscheinen.) und vergeben damit zum zweiten Mal in unserer Geschichte einem Wein aus dem Roussillon die Idealnote. Herzlichen Glückwunsch unserer Ikone des französischen Weinanbaus!
„Lange stand das Roussillon im Schatten des benachbarten Languedoc. Plötzlich hat jedoch in seinem Norden, dem historischen Gebiet des Fenouillèdes, eine verblüffende Dynamik eingesetzt. Denn in den Hügeln des oberen Aglytals verfügen die Winzer über hervorragende Terroirs mit Kalk-, Schiefer- oder Granitböden und über einen bedeutenden Bestand an alten Reben; ideale Voraussetzungen, um große Weine von herausragender Qualität zu erzeugen”, so das euphorische Urteil von André Dominé, einem der versiertesten Weinkenner der Welt. Und Sie, liebe Leser, wissen es aus vielen unserer Pinwände schon lange: Seit Jahren zählt Gérard Gauby, eine charismatische Persönlichkeit, zu den besten Winzern Frankreichs. So vergleicht Parker im wine advocate den legendären „Muntada”, den wir Ihnen seit Jahren als qualitativ gleichwertige Alternative zu den teuersten Prestigeweinen der Welt anempfehlen, gar mit einer der berühmtesten französischen Weinmythen: „Dieses Meisterwerk erinnert mich mit seiner rätselhaften, wilden Schönheit und seiner Strahlkraft an Romanée-Contis La Tâche” (der im Übrigen mehr als das Zwanzigfache kostet!) und vergibt den großartigen 2007/8ern (und ich gebe Ihnen mein Wort, werte Kunden, in 2010 ist die Qualität nochmals in der Tat „eine Klasse besser”) spektakuläre 97-98 Punkte! Kein anderer wirklicher französischer Weltklasserotwein ist heutzutage auch nur annähernd zu einem derartig sympathischen Preis zu erhalten.

Tino Seiwert: „Normalerweise, werte Kunden, spucke ich bei all meinen Fassproben bei allen Winzern der Welt konsequent aus. Dies fordern die Vernunft und meine Leber. Zudem sollte mein Verstand nicht vernebelt sein. Bei Gauby 2010 war alles anders :-). So gerieten selbst meine Fotoaufnahmen von Gérard Gauby und Ralf Zimmermann ein wenig verwackelt. Daher bleibt nur dieses einzige halbwegs vorzeigbare Dokument von einer spektakulären Verkostung der besten Weine, die ich je im wilden französischen Süden getrunken habe. A votre santé!”
Bevor Gauby auf diesem Gipfel des vinologischen Olymps angekommen war, hat er in den bewegten Jahren seiner Winzertätigkeit einen enormen Lernprozess durchschritten: Bis zum Jahrgang 1998 waren seine Weine zwar ungeheuer konzentriert, dicht, ja gewaltig, es fehlte ihnen aber für meinen Geschmack etwas an Finesse und Eleganz. Doch mit Gaubys großartigen Jahrgängen 99/2000 setzte ein Stilwandel und damit verbunden ein qualitativer Sprung ein, der dadurch gekennzeichnet ist, dass er heute auf Finesse, Eleganz, ultrafeine, geschliffene Tannine und einen niedrigen Alkoholgehalt (zwischen 12,5% und 13,5%, in Ausnahmefällen auch mal knappe 14%) setzt in bester Bordelaiser Tradition (die dort jedoch, vor allem am rechten Ufer, zu meinem Bedauern immer mehr aufgegeben wird): Hedonistische Trinkweine ersetzen Monsterweine für Journalistendegustationen!

Die traumhaft schöne Landschaft des Roussillon liegt zu Füßen der majestätischen Pyrenäen...
© Werner Richner
Wie kam diese Entwicklung, gegen den Zeitgeist quasi, zustande?
Nun, nach der Hinwendung zum biologischen Anbau folgte in letzter Konsequenz der Beginn der biodynamischen Bewirtschaftung der Weinberge, zu deren bedeutendsten Verfechtern weltweit Gérard mittlerweile zählt und die ganz entscheidend zum dramatischen Qualitätssprung der Weine beigetragen hat. Immer stärker konzentriert Gauby seither seine Anstrengungen auf die Bearbeitung der Böden seiner exzellenten Parzellen. „Die Dinge geschehen nicht von einem auf den anderen Tag”, erläutert Gauby. „Es braucht ein Jahrzehnt, bis man die natürlichen Abwehrkräfte der Reben wieder belebt hat, die wir jetzt in unseren Weinbergen haben. Bei den Weinen arbeite ich nur noch mit extrem wenig Schwefel, sie erreichen eine fast schon nördliche Geradlinigkeit, aber mit einem enorm hohen Anteil an Extrakt und Konzentration, vor allem aber an Tiefe. Wir werden auch immer präziser, was den Augenblick des Pflückens angeht, den wir in unserer Hochebene um Calce (ein traumhaft schönes Tal bewirtschaften die sympathischen Gaubys hier, sehr geschützt liegen die Weinberge auf ihren sehr unterschiedlichen Bodenformationen, es gibt keine Monokultur, so wird die Widerstandskraft der Pflanzen gegen Krankheiten erhöht, Tiere werden gehalten, Natur pur, eines der letzten Paradiese Frankreichs) soweit wie möglich hinaus zu ziehen versuchen, um eine langsame Ausreifung unserer Trauben zu erhalten. Zudem gelingt es uns, die phenolische Reife der Trauben vor der alkoholischen zu erreichen. Und das ist bislang nur sehr wenigen Leuten in Europa oder in der Welt gelungen. Wir machen jetzt Weine mit deutlich niedrigeren Alkoholwerten, die zu den lebendigsten und frischesten Frankreichs zählen.”
In gleicher Weise bedeutsam für den qualitativen Quantensprung war die Umstellung in der Kellerarbeit, denn Gauby reduzierte, in Absprache mit seinem Sohn Lionel, der peu à peu in die Mitverantwortung in der Weinbereitung hineinwächst, als einer der ersten Winzer, damals ebenfalls völlig gegen modische Torheiten, die Extraktion, um keine Konzentrationsmonster mehr zu erzeugen, sondern – bei aller Dichte und Tiefe – großartige TRINKWEINE, die Lust machen, mehr als nur zwei oder drei Gläser zu genießen. Eine visionäre Entscheidung, denn Gaubys Kellertätigkeit ist heute gekennzeichnet durch einen wesentlich sensibleren Ausbaustil als in der Vergangenheit (deutlich reduziertes Untertauchen der Maische oder Umpumpen des Mostes), was zu wesentlich geschliffeneren, feineren, frischen und seidigen Tanninen führt. Zudem vergärt er mittlerweile in großen hölzernen Gärbottichen und Betontanks (je nach Zustand der Trauben entscheidet Gérard intuitiv, ob die Behälter dabei offen oder geschlossen sind), in denen durch die ausschließliche Verwendung weineigener Hefen die Gärung viel langsamer als früher verläuft und so eine Extraktion der feinsten Inhaltsstoffe der Trauben ermöglicht wird. Zudem hat sich Gauby für einen langen Hefekontakt und eine starke Zurücknahme des Holzes entschieden (Umstellung des Ausbaus der Weine vom Barrique auf größere Eichenholzfuder, zunehmend auch der Einsatz gebrauchter Barriques statt neuer: „Die Mischung muss optimal sein.”), was den Weinen nochmals mehr Finesse, Eleganz und Geschliffenheit vermittelt und zu der im Weinberg angelegten Dominanz des Terroirs über den Rebsortencharakter beiträgt.
... und grenzt an die blauen Gestaden des Mittelmeers
© Werner Richner
„Ich will eigentlich nichts anderes als das, was ich im Weinberg angelegt habe, im Keller bewahren”, so die Maxime von Gérard Gauby, die in den wunderschönen Weinen des traumhaften Jahrgangs 2010, die wir Ihnen heute in Subskription anbieten, einen vorläufigen Höhepunkt, aber sicherlich noch keinen Abschluss findet: Sagenhafte Weine mit Referenzcharakter für den gesamten französischen Süden! Werte Kunden: 2010 scheint im französischen Süden alle seine Vorgänger der Neuzeit zu übertreffen. Warum? Es gab im späten Winter und im Frühling so viel Regen wie schon seit Jahren nicht mehr, so dass endlich wieder die Wasserspeicher gefüllt wurden. Ein Segen im traumhaft schönen Sommer und Herbst 2010, der hochreife Trauben in den Keller brachte, die aber darüber hinaus eine lebendige Säure und Frische in die Weine transmittierten wie schon seit langem nicht mehr. Welche Harmonie und Balance zwischen einer betörenden Frucht, grandioser Mineralität, so vielleicht noch nie erlebter Frische und Finesse und seidenen Tanninen. Unser Fazit: 2010 hat in der Tat ein gigantisches Potential. Die besten Winzer haben die besten Weine ihres Lebens gemacht! Und Gauby macht Weine wie von einem anderen Stern. Versprochen!
Oder um es mit André Dominés Worten zu sagen, einer der kenntnisreichsten Weinautoren der Welt: „Gaubys Weine verblüffen mit ihrer spektakulären Frische, Finesse und Mineralität. Sie erfinden den Süden neu, verbinden dessen Frucht und Rundheit mit einer Eleganz, die an große Bourgognes denken lässt, und wie diese brauchen sie viel Zeit (oder Luft), um sich zu offenbaren!” Wahrlich: Es sind singuläre Weinunikate voller Charakter und Authentizität mit einem legendären Reife- und Entwicklungspotential, die, kämen sie denn aus den bekannten Renommierregionen der Welt, ein kleines Vermögen kosten würden!

