Château Beaucastel - Châteauneuf-du-Pape

Beaucastel: Ein Name, eine Legende. Uralter Rhôneadel!

Beaucastel

Beaucastel: „2017 – ein Jahrgang von sehr hoher Qualität, von herausragender Finesse!“

Wer einmal diesen mythischen Rhône-Klassiker aus Châteuneuf-du-Pape getrunken hat, den lässt ein Beaucastel sein ganzes Leben lang nicht mehr los. „Es ist unbestreitbar, dass Beaucastel nicht nur die langlebigsten Rot- und Weißweine der südlichen Rhône hervorbringt, sondern mit die größten und charaktervollsten Gewächse des gesamten Rhônetals: Es sind die weißen und roten Referenzweine!” urteilt Parker voller Enthusiasmus. Und die „Bibel” der französischen Weinkritik, das ‚Classement’ der REVUE DU VIN DE FRANCE, stuft dieses Weltklassegut als einziges der südlichen Rhône ein in die winzig kleine, elitäre Spitzenklasse derbesten Domainen aus ganz Frankreich!

Worin liegen die seit Jahrzehnten bereits großartigen Qualitäten dieses traditionsreichen Familiengutes (heute wird es von der 7 Generation geführt) begründet? Hier sind mehrere Faktoren gleichberechtigt zu nennen: Zum einen erfolgt die Bewirtschaftung der extrem steinigen Weinberge ausschließlich nach biodynamischen Grundsätzen. Auf der im äußersten Norden von Châteauneuf-du-Pape in der Nähe von Courthézon gelegenen Domaine werden bereits seit 1964 (!) keine Düngemittel, Pestizide oder Insektenvernichtungsmittel mehr benutzt, stattdessen wird mit einer Tonne Kompost (Schafsmist und Traubentrester) pro Hektar jährlich gedüngt. „Wenn Unkrautvernichtungsmittel gespritzt werden, wurzeln die Reben nicht tief genug. Daher bekämpfen wir Krankheiten ausschließlich mit biologischen Mitteln, lockern den Boden auf und schneiden die oberflächlichen Wurzeln weg. Damit versetzen wir unsere Reben (deren Neubestockung nach einem detailliert geplanten Rotationsprinzip erfolgt, so dass die Weinstöcke im Schnitt stets 50 Jahre alt sind) in die Lage, auch in den heißen Sommermonaten genügend Wasser zur Vermeidung von Trockenstress zu finden und genügend Nährstoffe und Mineralien aus den unterschiedlichen Schichten in der Tiefe der Erde in die Rebe zu transportieren”, erläutert engagiert Jean-Pierre Perrin und einer der beiden, heute die Domaine mit großer Weitsicht leitenden Brüder, ergänzt: „Im Laufe der Jahre haben die Reben so ihre eigene Abwehrkraft gegen Aggressionen entwickelt und Bienen, Marienkäfer und Regenwürmer bevölkern wieder unsere Weinberge. Das natürliche Gleichgewicht führt zwangsläufig zu limitierten Erträgen und gibt somit die Quintessenz des Charakters dieses einzigartigen Terroirs wieder.”

Ein weiterer entscheidender Faktor der unverwechselbaren Qualitäten der großen Châteauneufweine von Beaucastel liegt in ihrer besonderen Rebsortenzusammensetzung. Beim roten Châteauneuf fließen, wie beispielsweise auch bei Clos des Papes, ALLE 13 Rebsorten der Appellation in die Cuvées ein, was zur großen Harmonie, zur Ausgewogenheit und zur Finesse der Weine entscheidend beiträgt, ein seit Generationen tradiertes Wissen, was aber immer mehr Winzer der Region zu vergessen oder bewusst zu negieren scheinen, in ihrem Bestreben, hoch bepunktete Monsterweine zu erzeugen. So ist die Counoise-Rebe beispielsweise sehr wichtig für die Finesse im Wein und die früh reifende Cinsault-Traube mit ihrer reichlichen Frucht bildet ein notwendiges Gegengewicht zum Alkoholgrad der köstlichen Grenache und den Tanninen von Syrah und Mourvèdre. Und letztere Rebe trägt durch ihren für die Appellation ungewöhnlich hohen Anteil (ca. 30%) zum höchst eigenständigen, unverwechselbaren Beaucastel-Stil in seiner ganzen Ursprünglichkeit bei: Bio-Weine der absoluten Weltspitze!

Da also die Cuvéetierung einzigartig ist, wird der Charakter der großen Weine von Beaucastel auch und besonders durch ihre eigenwillige Rebsortenzusammensetzung geprägt. Bisweilen werden gar die roten Gewächse als das Gegenteil eines klassischen Châteauneuf-du-Pape bezeichnet. Wohl auch, weil sie durch den hohen Mourvèdre- Anteil (der aber früher in Châteauneufweinen gang und gäbe war und erst in den 50er Jahren, als man Lastzügeweise Grenache ins Burgund karrte, um die damaligen dünnen Pinot-Noir-Wässerchen aufzupäppeln, ebenso zurück gedrängt wurde wie im letzten Jahrzehnt, als man begann, wegen der tiefen Farbausbeute immer mehr Syrah anzupflanzen, der aber eindeutig im Norden der Rhône, in kühleren Lagen, seine besten Resultate erzielt) in ihrer Jugend häufig etwas unzugänglicher und weniger einschmeichelnd sind als Weine anderer Domainen. Welche Verkennung des wahren Charakters eines großen Châteauneufs! Diese singulären Weinmonumente von Beaucastel mögen zwar Genießern von Neue-Welt-Einheitsweinen, die insbesondere Wert auf vordergründige Frucht und neue Eiche legen, nicht gefallen. Für wahre Kenner und Liebhaber sind es mit die originellsten und charaktervollsten Rotweine der Welt und sie gehören seit über 20 Jahren zu unseren persönlichen Favoriten! Und das Ergebnis nach der Reifephase, die normalerweise sechs bis zehn Jahre andauert (im Gegensatz zu den Basisweinen der Domaine, die bereits in ihrer frühesten Jugend spektakulären Trinkgenuss bieten) und über zwei Jahrzehnte anhält, ist spektakulär: In Spitzenjahrgängen zeigt sich der Wein üblicherweise von rubin- bis purpurroter Farbe mit einem unglaublich komplexen Aromenspektrum, einer sagenhaften Süße und Fülle der Frucht und einer phantastischen Konzentration, Dichte und Tiefe.

Die Kellerarbeit der Familie Perrin ist genauso vorbildlich wie die Weinbergsarbeit. Und das gilt für alle Weine, vom Einstiegswein bis zu den mythischen Legenden! Die unumstößliche Maxime dabei lautet: Der Charakter und die natürlichen Eigenschaften eines Weins dürfen nicht durch Zugeständnisse an die moderne Technik gefährdet werden.

Auf Beaucastel verarbeitet man alle (natürlich extrem penibel selektierten) Rebsorten getrennt, wobei der Großteil der Mourvèdre- und Syrahtrauben entrappt wird. Letztere ist die einzige Sorte, die mit neuer Eiche in Berührung kommt, da Experimente zeigten, dass ihr eine Gärung in kleinen Eichenholzfässern, wie an der nördlichen Rhône praktiziert, besonders gut bekommt. Alle Rebsorten werden bis zum ersten Frühling nach der Ernte, wenn der Selektionsprozess und der endgültige Verschnitt erfolgen, getrennt vergoren und ausgebaut. Die Brüder Jean-Pierre und François sowie deren insgesamt sieben Söhne treffen sich dann zu „einem magischen Vorgang“ (Jean-Pierre Perrin), um die „Rohlinge” gemeinsam zu verkosten, die aus den verschiedenen Rebsorten gewonnen werden, und um für jeden Wein die Qualität jeder einzelnen Rebsorte zu überprüfen, die der Cuvée des jeweiligen Jahrgangs beigefügt wird. Die einjährige Lagerung des Weins in großen Holzfässern erfolgt danach in beeindruckenden, klimatisierten unterirdischen Kellern, die von ihren Dimensionen her darauf hin ausgelegt sind, alle durchschnittlich 20.000 bis 25.000 Kisten Châteauneufwein eines Jahrgangs in einem einzigen Durchgang unfiltriert abfüllen zu können. Das Ziel ist die Vermeidung unerwünschter Qualitätsunterschiede in den einzelnen Flaschen.

Auf Grund ihres besonderen Enthusiasmus für die Mourvèdretraube und des daraus folgenden unverwechselbaren Weincharakters sind die ebenso tatkräftigen wie sympathischen Perrins keiner der bekannten Gruppierungen mit ihrer jeweiligen Stilistik in Châteauneuf zuzuordnen, sondern sie sind, was sie schon immer waren, liebenswerte Individualisten, die unbeirrt von Moden ihren eigenen Weg gehen. „Die Perrins arbeiten außerordentlich professionell und fühlen sich dem Besten, was die Natur zu bieten hat, verpflichtet. Der wohlverdiente Erfolg von Beaucastel hat dazu geführt, dass François und Jean-Pierre Perrin heute im Rhônetal wesentlich mehr repräsentieren als Qualitätsbewusstsein – nämlich Ehrlichkeit, vorzügliche Leistungen, Fleiß und Hingabe. Sie haben nicht nur die besten Traditionen im Rhônetal bewahrt, sondern diese sogar erweitert und damit weltweit Ruhm erlangt – für ihre Weine, für das Rhônetal und nicht zuletzt für Frankreich”, schwärmt Parker zu Recht von dieser Domaine, die zu den ganz großen Weingütern Frankreichs gehört.

Ein Châteauneuf-du-Pape von Beaucastel ist stets ein brillantes Gewächs auf absolutem Weltklasseniveau, geschaffen von visionären Winzerpersönlichkeiten: Ein einzigartiger Triumph einer phantastischen Appellation, erklärbar aus dem Zusammenspiel eines großartigen, beseelten Terroirs, sensibler, biodynamischer Wirtschaftsweise und der unermüdlichen Tatkraft einer engagierten Perfektionistenfamilie. Weine mit weltweit magischem Klang! Natürlich handelt es sich bei den Châteauneufs von Beaucastel um die Flaggschiffe der Familie Perrin, daneben erzeugt man aber auch in ebenfalls biodynamisch bewirtschafteten Lagen um Châteauneuf-du-Pape herum „köstliche Rotweine im regionstypischen Stil der südlichen Rhône, bemerkenswerte Leistungen, die nirgendwo in der Welt auf diesem Qualitätsniveau zu diesem sympathischen Preis produziert werden“ (Parker) und die den legendären Mythos der Perrin-Weine in der ganzen Welt mitbegründet haben. Diese wunderbaren Tropfen, die alle nach den gleichen Grundsätzen des biodynamischen Anbaus hergestellt werden, besitzen ein weltweit unschlagbares Preis-Genussverhältnis und sind zu einer echten Marke geworden! Kein Wunder, dass sämtliche Qualitätsstufen unterhalb des Châteauneufweins seit Jahren die meist verkauften Rhôneweine unseres Programms sind. Unsere Kunden haben einen vorzüglichen Geschmack. Santé!

Der Jahrgang 2017 bei Perrin: Mit größter Vorfreude präsentieren wir Ihnen heute die Primeur-Weine der Famille Perrin. Bei allen Subskriptions- Weinen profitieren Sie von unseren Subskriptions-Preisen und sichern sich die oftmals bei Freigabe bereits längst vergriffenen Weine. Im Herbst 2019 werden alle Weine bei uns eintreffen. Und 2017 lohnt es sich besonders, umschreibt die Familie Perrin das Jahr doch als „Rekord-Jahr“. Die einzig schlechte Nachricht: Die Erträge waren enorm niedrig, es gibt bei einigen Weinen leider bis zu 40% weniger Menge.

Die gute Nachricht: die Weinberge waren 2017 so gesund und die Trauben strahlend schön wie selten zuvor. Doch beginnen wir mit dem bilderbuchhaften Verlauf. Nach einem regnerischen Winter, der den Weinbergen gute Feuchtigkeit für die kommenden Monate bescherte, folgte ein trockenes und mildes Wetter. Diese milden und regenfreien Tage bescherten eine frühere Blüte, was gesunde Reben und Knospen zur Folge hatte. Dadurch waren die Reben dieses Jahr ungewöhnlich gut vor potentiellen Krankheiten geschützt und gingen gestärkt in die Saison. Nur 1/3 der üblichen Bio-Präparatmenge musste aufgewandt werden (Perrin spritzt beispielswiese schonend mit natürlichen Suden wie Brennessel-Extrakten oder Schachtelhalm). Ein warmer Frühling bescherte eine bilderbuchhafte Blüte. Der Rekordsommer verlangte den Reben gutes Durchhaltevermögen, hier waren die alten Reben vorteilhaft, die ihre Wasservorräte mit ihren Wurzeln tief aus der Erde schöpften. Und dieser warme Sommer hatte auch die enorme Intensität und Extrakte des Jahrgangs zur Folge. So glänzen die Weine aus kerngesundem Lesegut durch reife Tannine und ein intensives und komplexes Aroma. Bereits am 17. August wurden Weißweinreben wie Viognier gelesen, darauf folgten Syrah und Grenache. Im September gab es trockene Tage mit kühlen Nächten, wodurch die Trauben perfekt ausreifen konnten, hocharomatisch gerieten und trotzdem die nötige Frische nicht verloren. Am 5. Oktober war dann der Jahrgang komplett eingefahren im Château de Beaucastel. Und an der Stelle möchten wir das Weingut gern selbst zu Wort kommen lassen:

„Die ersten Verkostungen zeigten ein enormes Potenzial, mit sehr wohlriechenden und absolut ausgewogenen Weinen, die wohl zu unseren besten Jahrgängen gehören werden. Die ersten Syrahs bieten tiefe violette Farben mit einer Vielzahl an verschiedenen Nuancen, die dem Auge und Gaumen gefallen. Die Weißweine haben sehr ausgeprägte florale Aromen und Zitrusnoten. Die Rotweine zeichnen sich durch intensive und tiefe Farben und ein reichhaltiges Tannin aus. Dieser Jahrgang 2017 wird als das Jahr aller Rekorde in Erinnerung bleiben: das wärmste Jahr in 30 Jahren (der Regen kam erst am 3. November zurück und markiert das Ende einer Periode von 6 aufeinanderfolgenden Monaten fast ohne Niederschläge mit weniger als 15mm Wasser/Tag), außergewöhnlich wenig Arbeit im Weinberg, optimale Erntebedingungen, sehr geringe Erträge aufgrund des Klimas und Weine von sehr großem Potenzial.“

Zu den Weinen

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