Schäfer-Fröhlich, Bockenauer Felseneck Riesling Großes Gewächs, Doppelmagnum 2008

13,0 Vol.% | Allergene: Sulfite |

Schäfer-Fröhlich, Bockenauer Felseneck Riesling Großes Gewächs, Doppelmagnum 2008
Nomen est Omen. Die felsigen, leicht erwärmbaren Schiefer- und Quarzit-Gesteinsböden dieses bis zu 70% steilen Hochplateaus verleihen einer grandiosen Lage ihren Namen und die besondere Mineral formation dem „primus inter pares in unserer Weißwein kollektion des Jahres” ihre typische, sehr feine, ungemein vielschichtige Mineralität, die ich in dieser extrem feinen Form bisher nur in einem der legendärsten deutschen Rieslinge, in Kellers Abtserde nämlich, wahrgenommen habe. „Felseneck” 2008, das ist eine Ode an, nein, das ist DIE Inkarnation von Mineralität. Aber, was ist das auch – und schon wieder sind wie bei den vermeintlichen Paradoxien der genialen Rieslingunikate von Schäfer-Fröhlich – für ein leiser Wein, wenn man ihn denn in seiner Jugend unmittelbar nach dem Ausschenken verkostet. Nichts ist laut. Nichts ist aufdringlich. Bei einer Blindprobe könnte man ihn zunächst fast übersehen. So piano sein Spiel. Aber dann, wenn man die nächsten Weine probiert hat, die alle schreien, ich bin die Schönste im Land, dann schleicht sich das „Felseneck” ganz sachte, aber immer vehementer ins Gedächtnis zurück, man spürt intuitiv, da hatte man ganz Großes im Glas und man kehrt, magisch angezogen, zu diesem souveränen, unaufgeregten Solitär zurück. Und man erkennt: Wie hinter einer geheimnisvollen Tür verbirgt sich in diesem Druidentrank Einmaliges und Unvergess liches! Ein Rieslingbaby mit allen Anlagen für einen Nobelpreis! Und heute so schwer noch zu erfassen in all seinen geschmacklich unendlich komplexen Dimensionen, in all seinen schier unergründlichen Facetten.

Aber, und hier möchte ich nochmals auf Reinhard Löwenstein rekurrieren: Sich großem Wein hingeben zu können, sich verführen zu lassen wie in einem grandiosen Liebesakt, die Vielschichtigkeit, die Komplexität, die Tiefgründigkeit und vibrierende Mineralität eines großen Terroirweins in sich aufzusaugen und mit Körper und Geist ihn erfassen, heißt auch, mit seinen unergründlichen Geheimnissen zu leben, wie bei einer klugen, interessanten Frau, die vielleicht nie alles von sich preiszugeben bereit ist! (Natürlich werden weibliche Leser meiner Zeilen mehrheitlich sich einen dementsprechenden Mann vorzustellen vermögen) Aber sind es nicht gerade die Mysterien Frauen und Wein, die uns verzaubern, gefangen nehmen und nie mehr loslassen. Zum Eintauchen verführen, zum extatischen Genuss. So schön und interessant wohlfeile Erklärungen und exakte Beschreibungen auch immer sein mögen, sie können immer nur einige Phänomene der Oberfläche abbilden. Wie viel spannender und genussvoller ist das Surfen zwischen den Welten, zwischen oberflächlicher Struktur und innerem Verborgenen, wie viel genussvoller ist das Abtauchen in geheimnisvolle und unbekannte Tiefen der Wahr nehmung – bei den größten Weinen der Welt wie bei faszinierenden menschlichen Wesen!

Liebe Kunden: Ich könnte Ihnen noch stundenlang erzählen von diesem deliziösen Wein, versuchen, seine Vielschichtigkeit der Aromen in Worte zu fassen, seine innere Balance zu beschreiben, den Spagat zwischen unbändiger Kraft, sagenhafter Finesse und fabelhafter Präzision, seine Filigranität auf des Messers Schneide und die Abgründe seiner salzigen Mineralität. Ich könnte berichten von meinen Erfahrungen mit gereiften Jahrgängen dieses Rieslingmonuments, den (r)evolutionären Entwicklungsschritten, die er stets vollzieht, den „Born to be wild”-Phasen, die er trotzig einzulegen pflegt und seiner Hinentwicklung zu einem Grandseigneur klassischer deutscher Rieslingkultur. Aber, werte Kunden, all diese Worten klängen banal, würden niemals der Ausnahmequalität dieses Jahrhundert weins nur ansatzweise Rechnung tragen können.

Daher mein Urteil kurz und bündig: Dieser atmosphärische Riesling, der zwischen Himmel und Erde zu tanzen scheint, ist ein transzendentaler, ein beseelter Wein, Maßstäbe setzend, mit Kultwein-Charakter, ein göttlicher Tropfen, die Inkarnation seines unvergleichlichen Terroirs, dessen Ausstrahlung, dessen vibrierender Energie sich niemand wird entziehen können! „Bockenauer Felseneck Großes Gewächs 2008”: Hier sublimieren die Reben den steinigen Boden ins Glas und lassen Schiefer und Quarzit geschmacklich lebendig werden. Dies ist ein Fabel-Riesling wie aus einer anderen Welt. Daher bewerte ich ihn mit 100 Punkten, der Idealnote, die ich vielleicht sechs- oder siebenmal in meinem Weingenießerleben überhaupt erst einem Weißwein zuerkennen konnte.

Danke Tim Fröhlich für einen Traum-Riesling „hors catégorie”!

Werte Kunden: Nobles Lesegut wird mit der Kunst eines visionären Winzermagiers in raffiniert feinen Wein verwandelt, so unaufgeregt wie unspektakulär, so leise wie überzeugend. Dieser große Wein hat alles. Was er noch braucht, ist Zeit und, wann immer man ihn genießen will, viel Luft, sich zu entfalten. Daher empfehle ich ihn zu dekantieren und aus großen Gläsern zu probieren. Antrinken würde ich ihn erstmals im Frühjahr 2010, Höhepunkt wohl 2014 bis nach 2030.
Land: Deutschland
Region: Nahe
Weingut: Weingut Schäfer-Fröhlich – Bockenau
   
Inhalt: Doppelmagnum 3 l
Weinart: Weisswein
Rebsorten: Riesling
   
Verschluss: Naturkork
Bestell-Nr.: DNA030508D
Alkohol: 13,0 % vol.
   
   
Allergene: Sulfite
  
Anschrift des Winzers: Weingut Schäfer-Fröhlich
Schulstraße 6
55595 Bockenau
Deutschland

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