Aus der Region Steiermark:
Ölmühle Fandler - Steiermark
Schon seit Jahrtausenden verwendet der Mensch für die Zubereitung seiner Nahrung Speiseöle. Bis vor wenigen Jahrzehnten, vor dem Siegeszug der industriellen Nahrungsmittelproduktion, hatten alle Öle noch ihren natürlichen Geschmack, ihren natürlichen Geruch und auch ihre natürliche Farbe. Heute ist es schwierig geworden, Produzenten zu finden, die Öle von dieser ehemals selbstverständlichen Qualität noch herstellen. Eine Ölmühle, die sich der alten handwerklichen Tradition verpflichtet sieht, ist die Ölmühle Fandler in Pöllau in der Steiermark.Seit drei Generationen werden hier feine, delikate, kaltgepresste Speiseöle hergestellt. Der Großvater von Robert Fandler, dem jetzigen Inhaber, hat im Jahre 1926 die Mühle mit einer kleinen Landwirtschaft erworben. Damals erfolgte die Herstellung von Speiseölen aus den Ölsaaten der Region wie Leinsamen, Raps, Mohn, Walnüsse und Kürbiskerne. Die Pressen waren zum Teil noch aus Holz.
In den 50iger Jahren schaffte der Vater, Josef Fandler, dann eine moderne Stempelpresse an, die nicht nur leistungsfähiger war, sondern ein schonenderes Pressen der Ölfrüchte erlaubte, denn er legte größten Wert auf ein möglichst hohes qualitatives Niveau.
Im Zuge der Übernahme des Betriebes durch Robert Fandler wurden weitere Qualitätsverbesserungen realisiert und die Kapazität durch die Anschaffung größerer Stempelpressen erneut ausgeweitet. Robert Fandler sah in der Herstellung von erstklassigen Speiseölen nach der traditionellen Methode für eine internationale Kundschaft den Weg in die Zukunft.
Der Erfolg seiner Qualitätsstrategie gab ihm Recht. Aufgrund ständig steigender Nachfrage wuchs der Betrieb und es wurde auch wieder möglich, heimische Öle aus Großvaters Zeiten (Mohnöl und Walnussöl) und Öle aus Früchten von fernen Ländern (Erdnussöl, Sesamöl) zu produzieren.
Bei aller quantitativen Entwicklung stand bei den Fandlers immer das Prinzip Qualität vor Menge im Mittelpunkt, denn das traditionelle Stempelpressverfahren erfordert neben einer hohen Qualifikation vor allem auch erstklassige Ölsaaten, die bei Fandler sämtlich aus biologischem Anbau stammen.
Drei sorgfältig durchgeführte Arbeitsvorgänge sind notwendig, um Speiseöle höchster Qualität zu gewinnen:
Der erste Schritt ist die Zerkleinerung der Samen, danach folgt eine angepasste Erwärmung, erst dann kann das Öl abgepresst werden. Wichtig ist, dass die Erwärmung genau an die jeweilige Frucht angepasst wird, dies gilt sowohl für die Temperaturhöhe, als auch für die Dauer der Erwärmung. Hierzu ist Fachwissen, Erfahrung und viel Fingerspitzengefühl notwendig, denn die Temperaturkontrolle wird nur durch das Betasten der in der Wärmepfanne befindlichen Frucht durchgeführt.
Durch die Kaltpressung sowie den Verzicht auf Raffinieren und Filtrieren bleiben die typischen Geruchs-, Geschmacks- und Farbstoffe erhalten. Am arttypischen Geruch und Geschmack der Öle kann auch der Laie leicht die hochwertige Qualität dieser Spitzenprodukte erkennen.
Ein gekühlter, lichtgeschützter Aufbewahrungsort garantiert, dass das Geschmackserlebnis dieser erlesenen Öle auch nach längerer Zeit unverfälscht ist. Alle Öle sind verschlossen 1 Jahr haltbar. Nach dem Öffnen können Sie das Öl noch ca. 6 Monate ohne Qualitätsverlust genießen.
