Bouissière, Vacqueyras, rouge 2019

Wunderbar komplexer, dabei sinnlicher und hocheleganter Vacqueyras von La Bouïssière
14 % Rabatt
Vacqueyras, rouge
16,07 € statt 18.90 €

Art.-Nr.: FRS150419 · Inhalt: Normalflasche 0,75 l · 21,43 Euro/l
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15,0 Vol.% / Allergene: Sulfite / ausverkauft

Vacqueyras, rouge 2019

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Bouissière, Vacqueyras, rouge 2019

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Wunderbar komplexer, dabei sinnlicher und hocheleganter Vacqueyras von La Bouïssière

Auf dem Weg von Gigondas rund um die Dentelles de Montmirail – jenem Höhenzug, der auch auf den Etiketten der Domaine abgebildet ist – gelangt man nach Vacqueyras. Zusammen mit Gigondas gehört der Ort zu den bedeutendsten village-Crus – nach dem ungleich berühmteren Châteauneuf-du-Pape. Doch obwohl der Weinberg der Faravels nur „einen Krähenflug weit“ entfernt liegt (so Thierry Faravel), ist das Terroir ein völlig anderes. In Vacqueyras bestehen die Terrassen der Weinberge aus Schwemmland, das der Fluss Ouvèze, aber auch urzeitliche Gletscher vor langer Zeit hinterlassen haben. Die Parzellen, die Gilles und Thierry dort bewirtschaften, stammen von Gilles’ Ehefrau, die sie vor 20 Jahren von ihrem Vater geerbt hat. Die Hänge von Vacqueyras sind sanfter als die von Gigondas, die Weinberge weniger stark parzelliert, daher auch entsprechend größer. Außerdem sind sie stärker der Mittagssonne ausgesetzt, was den Weinen einen wärmeren Charakter verleiht. Neben dem Schwemmlandmaterial finden sich Sand und Lehm sowie in den oberen Bereichen auch die für die Südrhône und vor allem für Châteauneuf-du-Pape bekannten „galets roulés“, jene großen runden Quarzkiesel. Die Reben stehen in zwei Weinbergen, die Gilles biologisch-organisch (bisher noch ohne Zertifikation) bewirtschaftet. Trotzdem schwört er Stein und Bein, dass er dort außer Schwefel, ein wenig Kupfer und einigen biodynamischen Präparaten nichts einbringt – was man ihnen (ganz ohne Schwur) auch sofort ansieht. Die Weine aus dem Weinberg „La Ponche“ sind immer etwas reifer, dichter und wärmer, da die Böden hier reich an Lehm sind. Im Gegensatz dazu zeigt sich der höher gelegene Weinberg „Bel Air“ finessenreicher, die Grenache ist heller, erdbeeriger und mediterraner, der Syrah duftiger und präziser. Für Thierry ist der Vacqueyras des Hauses ein rustikaler, erdiger und ehrlicher Wein, der gezähmt werden will, ja gezähmt werden muss (und sei es nur durch Zeit), um ihm all seine Finesse und Eleganz zu entlocken. Um das Terroir so perfekt, so folgerichtig (weil eben „wahrhaftig“) wie möglich abzubilden, nutzt Thierry rund ein Drittel Grenache von im Schnitt 59-jährigen Rebstöcken sowie gut 50% Syrah (16 Jahre alt) und etwas Mourvèdre (27 Jahre alt). Damit unterscheidet sich diese Cuvée von den Gigondas, weil Süße und Tiefe, Volumen und Dichte der Vacqueyras-Grenache von noch mehr strukturierenden Elementen „kontrapunktisch komplettiert“ werden. Das macht Thierry mittlerweile in Perfektion. Der Wein wirkt – wie schon im Vorjahr – beeindruckend harmonisch. Die Trauben wurden von Hand gelesen sowie sortiert, und es folgte eine kühle Vorvergärung bei 13%°C. Thierry verwendet hier hälftig Ganztrauben. Er lässt den Wein mit 30 Tagen recht lange vergären, setzt dabei aber nicht auf übermäßige Extraktion. Nach der Gärung reifen die Weine in cuves, demi-muids (zu knapp drei Vierteln aus Viertbis Zehntbelegung) und Barriques (zu etwa einem Viertel aus Viertbelegung). Die Weine reifen dann auf der Feinhefe und werden nicht abgestochen, um ein Maximum an CO2 zu bewahren, was die spätere Schwefelzugabe äußerst niedrig hält. Auch sonst wird nicht gepumpt, sondern nur per Schwerkraft bewegt, nicht geschönt und nicht filtriert.

Das Ergebnis ist ein bei aller Komplexität schon jetzt überaus nahbarer Wein, dessen Fruchtsüße und -reife (Walderdbeeren, Himbeeren, Cassis und ein kleiner Anteil roter Johannisbeeren) in Kombination mit herrlich würzigen Noten (Süßholz, weißer Pfeffer, fast erdig-harzige, dabei ätherische Garrigue) und einem Hauch Blütenduft Köstliches verheißen. Am Gaumen wird diese Verheißung elegant in die Realität überführt, mehr kühle Seide als schwerer Samt, beherzt zwar, aber niemals ausladend üppig. Den Anfang macht die verdichtete Frucht der Grenache (wieder die Melange aus Beeren), die zunehmend an dunkler Würze gewinnt (wieder Süßholz, wieder die sommerlich sonnenbeschienene Garrigue – vom Grün der Pflanze bis hin zum Holz, bis hin zu den warmen, rauen Steinen), dann macht sich eine feine, präsente, dabei reife Säure bemerkbar, die dem Wein Spannung, Textur und Richtung, einen gewissen spin verleiht, der von den animierend festen, noch prägenden Tanninen in seinem Lauf noch etwas gebremst wird („ein Wein der gezähmt werden muss“ …!). Und doch ist dieser Vacqueyras schon dermaßen sinnlich, dermaßen elegant – Thierry Faravel hat seine Weine im Laufe der letzten Jahre immer feiner und feiner werden lassen ohne den bodenständigen Charakter der Region stilistisch zu camouflieren –, dass man sich nur allzu gerne der extrem angenehmen Aufgabe der Domestizierung hingibt. Vive le Vacqueyras!

Ab sofort und mit Gusto ein großer Genuss, ab etwa 2024 auf seinem Höhepunkt, dann bis sicherlich 2030+.

Kurz zusammengefasst:

Vacqueyras, rouge

Wunderbar komplexer, dabei sinnlicher und hocheleganter Vacqueyras von La Bouïssière

Domaine La Bouïssières Vacqueyras („ein Wein, der gezähmt werden muss“ – Thierry Faravel) ist sowas von sinnlich und elegant! Der ist Wein im Laufe der letzten Jahre immer feiner und feiner geworden, ohne den bodenständigen Charakter der Region stilistisch zu camouflieren – wenn das Domestizierung ist, dann her damit! Vive le Vacqueyras!

Rebsorten: Grenache, Syrah, Mourvèdre

Anschrift des Winzers:
Bouissière
DOMAINE LA BOUISSIERE


Frankreich

Expertise DOWNLOAD Datenblatt
LandFrankreich
RegionSüdliche Rhône
WeingutBouissière
Inhalt Normalflasche 0,75 l
WeinartRotwein
RebsortenGrenache, Syrah, Mourvèdre
VerschlussKorken (natur)
Bestell-Nr.FRS150419
Alkoholgehalt15,0 Vol.%
Restzucker0,5 g/l
Gesamtsäure4,1 g/l
Schwefelige Säurefrei: 18 mg/l
gesamt: 37 mg/l
Analysedatum
AllergeneSulfite


Anschrift des Winzers:
Bouissière
DOMAINE LA BOUISSIERE


Frankreich