Dönnhoff, Höllenpfad, Riesling trocken 2017

12,5 Vol.% | Allergene: Sulfite |

Es grüßt der rote Sandstein!

Dönnhoff, Höllenpfad, Riesling trocken  2017
„Wir machen Herkunftsweine, keine Brands. Und ich brauche auch keine Geschichten zu erfinden, die erzählen mir die Weinberge.“ – Helmut Dönnhoff.

Mit dieser exquisiten Rieslinglage hat Helmut sich seinen letzten offen gebliebenen Jugendtraum erfüllt. Denn es gab eine steile Traditionslage, die er schon als Kind bewunderte und von der er niemals glauben konnte, sie jemals in seinem Portfolio haben zu können: Ein südlich orientierter steiler Wingert, in der im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts weltberühmten Lage Roxheimer Höllenpfad! Dieser traditionsreiche Klassiker der Nahe, qualitativ gesehen auf herausragendem Grand Cru Niveau, wurde schon vom alten Reichspräsidenten Hindenburg getrunken und hochgeschätzt. Es ist der rote Fels im Roxheimer Höllenpfad, der diesen stilistisch singulären Riesling so unverwechselbar macht wegen seiner salzigen Mineralität, seiner schier unfassbar tänzelnden Art auf der Zunge, seinen komplexen Aromen und seiner knochentrockenen Stilistik. Die Lage Höllenpfad erinnert zudem wegen ihrer Steilheit und ihres roten Untergrunds ein bisschen an die zuletzt erworbenen Weinberge Klaus Peter Kellers im weltberühmten Roten Hang bei Nierstein und sein Name leitet sich wohl von zwei Phänomen her: Einmal scheint dieser Steilhang im berührenden Abendlicht einer „roten Hölle“ nicht unähnlich und zudem fällt darin zu arbeiten höllisch schwer. Klimatisch fällt der Höllenberg ähnlich aus wie die Lage Kahlenberg. Doch ist die Lagenstruktur etwas windoffener, dadurch kühler. Beide Lagen vereint der frühe Vegetationsverlauf. Und wenn Helmut vom Höllenpfad spricht, gerät er trotz aller physisch anstrengender Bearbeitung der Lage schnell ins Schwärmen. Denn für trockenen Riesling ist die Lage geradezu prädestiniert, sie schreit danach, einen großen trockenen Wein hervorzubringen. Es herrscht kaum Botrytisgefahr, die kleinen Beeren sind lockerbeerig und selbst bei Regen trocknet der Boden schnell aus, da er leicht ist. In einem Jahr wie 2017 waren die Dönnhoffs froh um Lagen wie diese, denn es gab hier kaum Ausfall durch Spätfröste, wie im Großteil anderer Parzellen, die den Jahrgang mengentechnisch so dezimiert haben.

Welch Kraft strahlt hier bereits aus dem Glas. Ein Konglomerat an würzigen Einschlägen und gelben Früchten und mineralischen Anklängen. Am Gaumen zieht sich die reife Frucht weiter, Mirabelle und gelbe Äpfel mit Aprikosen tummeln sich hier und dann kommt mit zunehmendem Luftkontakt noch ein Hauch von Rosen hinzu. Das ist komplex und charmant zugleich, hat aber eine grandios kräftige Struktur und Potenzial für viele Jahre. Im Vergleich zum Kahlenberg ist der Höllenpfad 2017 etwas kühler im Abgang, mehr von Zitrusals Steinobstfrucht geprägt. Für uns hat bereits der ‚normale’ Höllenpfad in 2017 definitiv Großes-Gewächs Niveau! Kein Wunder, dass Kenner und Liebhaber großer Nahe-Rieslinge begeistert sind: So jubilierte Stuart Pigott in der FAZ über seinen Vorgänger: „Die Nahe ist um eine Neuheit reicher: Ein Weißwein, der den geschmacklichen Rahmen sprengt!“

Und dann erläutert dieser große Rieslingkenner der Welt: „Der Rahmen des gewohnten Geschmacks lässt sich durch die Reaktivierung von Weinbergslagen sprengen, in deren Bewirtschaftung lange Zeit kein großer Ehrgeiz gesteckt wurde. Ein wichtiges aktuelles Beispiel ist der Höllenpfad von Roxheim/Nahe. Wie viele der erstklassigen, aber weniger bekannten Lagen des Gebiets liegt der von kargem rotem Buntsandsteinboden geprägte steile Südhang mit spektakulärem Blick über die umliegenden landwirtschaftlichen Flächen etwas abseits vom eigentlichen Nahetal. Zwei Hektar mit alten Reben und einem Hektar Brachfläche hat das Weingut Dönnhoff in Oberhausen/Nahe 2010 im Höllenpfad übernommen und, wie Helmut Dönnhoff sagt, ‚zuerst einmal zurück ins Leben geholt‘. Der Reiz für Helmut und seinen Sohn Cornelius lag in der Erweiterung ihres Hauptbesitzes in Schlossböckelheim, Niederhausen und Norheim an der mittleren Nahe, wo grauer Schiefer und Vulkansteine vorherrschen, um eine Weinbergslage mit ganz anderem Gesteinsboden. Trotz seiner erheblichen Kraft bleibt dieser neue Wein schlank und spannungsgeladen mit einer ausgeprägten Würze im Finale. Sehr frisch wirkt er und bei optimaler Lagerung hat er mindestens zehn Jahre vor sich. Es handelt sich um einen neuen Spitzenwein des bekannten Betriebs, der aber deutlich niedriger im Preis liegt als die Großen Gewächse.“ Ein wahres Schnäppchen!

Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2020 bis etwa 2040.
Land: Deutschland
Region: Nahe
Weingut: Weingut Hermann Dönnhoff - Oberhausen, Nahe
   
Inhalt: Normalflasche 0,75 l
Weinart: Weisswein
Rebsorten: Riesling
   
Verschluss: Naturkork
Bestell-Nr.: DNA024117
Alkohol: 12,5 % vol.
Restzucker: 2,0 (g/L)
Gesamtsäure: 8,0 (g/L)
   
   
Allergene: Sulfite
  
Anschrift des Winzers: Weingut Hermann Dönnhoff
Bahnhofstraße 11
55585 Oberhausen
Deutschland

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