Domaine Rossignol-Trapet – Gevrey-Chambertin
Die kleine Kultdomaine Rossignol-Trapet fasziniert mit verzaubernden Pinot Noirs aus biodynamischem Anbau und mit phantastischem Preis-Genuss-Verhältnis!

Der „Traum”-Jahrgang 2009, dem in allen klassischen Weinanbaugebieten Europas Überfliegerqualitäten attestiert werden, ist auch im Burgund von historischer Dimension. Sonnenschein von Juni bis September weit über dem Durchschnitt, dazu ausreichend Regen zur Vermeidung jeglichen Trockenstresses und trockene Nordwinde vor der Ernte, welche den Saft in den reifen Träubchen konzentrierten, ergaben Bilderbuchbedingungen für einen Jahrhundertjahrgang. Lassen Sie mich zur qualitativen Einschätzung hier nur die wohl weltweit renommierteste Stimme des Burgunds, Allen Meadows, zitieren, der begeistert urteilt: „Ein exzellenter, ein außerordentlicher Jahrgang mit großer Fülle, Anmut, Liebreiz und verführerischem Charme. Zu vergleichen mit großen Jahrgängen wie 2005, 1999, 1978 oder 1959 halte ich ihn für eine hypothetische Cuvée aus 1985 und 1989, denn die besten 09er kombinieren die Eleganz, Feinheit und Zärtlichkeit des 85ers mit der Reife, relativ niedrigen Säure und Konzentration des 89ers und werden sich bei aller Lagerfähigkeit wohl schon sehr früh mit hohem Genuss trinken lassen.”
Es ist ein Kultfilm: Das berührende, bittersüße Road-Movie-Meisterwerk „Sideways” ist großes emotionales Kino. Es erzählt von Illusionen und Lebenslügen, von gescheiterten Entwürfen und zerbröckelnden Beziehungen – und von der großen Liebe zum Wein! Genauer gesagt, der spezifischen Liebe des sympathischen „Helden” Miles zur launischsten Diva aller Rotweinreben, dem Pinot Noir. Diese in der Tat zickige Rebsorte mit ihrer dünn-„häutigen” Schale sieht Miles im Gegensatz zur unverwüstlichen, robusten Cabernettraube (die problemlos und ohne besondere Zuwendung überall auf der Welt wachsen könne) als die Inkarnation einer fragilen, verletzlichen, grundehrlichen und empfindlichen ‚Persönlichkeit’, die ein ihr gemäßes Mikroklima und die besondere Pflege eines einfühlsamen Winzers brauche sowie einzigartige Böden, um ihre großen Stärken in einem hinreißenden Wein zu offenbaren: Eleganz, Finesse und die Transmission des Terroirs in die unvergleichlichsten, brillantesten, aufregendsten und feinsten Aromen, wie es sonst nur noch die großen Rieslinge der Welt vermögen.

© age fotostock / LOOK-foto
So sehr Miles mir aus der Seele spricht, gilt doch auch eine andere Beobachtung: „Wenn Du blindlings zehn teure Burgunder kaufst und trinkst, musst Du neunmal weinen, aber kannst nur einmal selig lächeln.” Dieses Bonmot eines großen Burgunderkenners ist mittlerweile zum geflügelten Wort unter Liebhabern der großen Weine einer Renommierregion geworden, in der Anspruch und Wirklichkeit so weit auseinanderklaffen, wie sonst wohl nirgends auf der Welt. Burgund ist ein Minenfeld, ein schier undurchdringlicher Dschungel, in dem man sich exzellent auskennen muss. Allein das Ethos eines biologisch oder naturnah, in jedem Fall aber handwerklich arbeitenden seriösen Produzenten ist heute DER Garant für höchste Qualität: keinesfalls aber allein der Jahrgang oder die auch noch so klangvolle und hochpreisige Lage. Die wirklich großartigen Burgunder, weltweit extrem gesuchte Highend-Weine mit einem reellen Gegenwert für ihr Geld, lassen sich nur unter großen Schwierigkeiten und Mühen auffinden!
Doch wenn man die wahren Trouvaillen dann endlich in seinem Keller liegen hat, begegnen uns in den Spitzenweinen des Burgunds die wunderbarsten und sinnlichsten Pinot Noirs der Welt, großartige Weinunikate, die immer noch weltweit die bisher unerreichten Maßstäbe setzen! Denn eine neue Generation von engagierten und kompetenten Winzern hat sich der Rückbesinnung auf ihr einzigartiges Terroir und den unermesslichen Schatz ihrer alten Reben als Ursprung aller Weinqualität verschrieben, hat die ausgelaugten Böden und malträtierten Rebstöcke behutsam regeneriert und erntet heute aus biologischem oder naturnahem Anbau in aufwändiger handwerklicher Arbeit Trauben höchster Qualität aus niedrigsten Erträgen. „Die Zukunft der besten Weinberge Burgunds”, bemerkt daher völlig zu Recht Jancis Robinson „scheint eine Rückkehr zu den lange vergessenen Idealen der Vergangenheit zu sein. Und die REVUE DU VIN DE FRANCE urteilt: „Man kann von einer wirklichen Revolution sprechen...Es gibt nichts wichtigeres in der heutigen französischen Weinwelt als die Erneuerung Burgunds”: Große Winzerpersönlichkeiten produzieren endlich wieder die absoluten Spitzenqualitäten, die den einzigartigen Ruf, den Mythos des Burgunds, in der ganzen Welt verbreitet haben: Magische Tropfen, die verzaubern, eine Hommage an den Pinot Noir, für viele Liebhaber die beste Rotweinrebe überhaupt!
Burgundkenner wissen: Die Côte d’Or bilden das Herzstück des Burgunds. Von ihrem südlichen Teil, den Côte de Beaune, stammen die berühmtesten Weißweine Frankreichs und auf ihrem nördlichen Teil, den Côte de Nuits, wachsen auf exzellenten, extrem unterschiedlichen Kalk-Lehmböden (alle paar Meter changiert die Zusammensetzung und ergibt höchst individuelle Weincharaktere) die größten Pinot Noirs der Welt, fabelhafte Rotweine, die das universelle Renommee des Burgunds begründet haben.

Welch magisches Licht begleitet uns beim Spaziergang im herbstlichen Burgund!
© Werner Richner
Und Gevrey-Chambertin verkörpert mit seinen 9 Grand Crus das Flaggschiff der Côte de Nuits. Die Vermählung von vibrierender Mineralität mit formidabler Kraft, von unvergleichlicher Finesse mit Fülle und Aromenreichtum lässt Liebhaber dieser Prestige-Appellation gar „vom Gipfelpunkt Burgunds” (Gaston Roupnel) schwärmen, deren Grand Crus sich bis zu 30 Jahre und länger prachtvoll entfalten können! Aus dieser reizvollen Prestigeappellation kommt DER Senkrechtstarter des Jahrzehnts im Burgund, eine von zwei sympathischen Brüdern, David und Nicolas, geleitete Domaine, deren Spitzenweine in 2005 erstmals von Jancis Robinson ex aequo mit den um ein Vielfaches teureren Prestigegewächsen von Romanée-Conti und den der anderen Superstars des Burgunds bewertet wurden. Auch Patrick Essa, der in Frankreich einen hervorragenden Ruf als intimer Burgundkenner besitzt, urteilt gleich euphorisch: „Die noch relativ unbekannten Gebrüder Rossignol-Trapet haben ihre Qualitäten in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert. Ihre Pinot Noirs gehören zum höchsten Qualitätsniveau von Gevrey-Chambertin!”
Wie kam es zu dieser Qualitätsrevolution auf einer Domaine im Herzen von Gevrey, die bis vor wenigen Jahren nur wirklichen Eingeweihten ein Begriff war? Nun, großartige Parzellen mit uralten Reben (teilweise vor dem ersten Weltkrieg gepflanzt), die zu den besten des Burgunds gehören und eine extreme Pflanzdichte (10 bis 11.000 Pflanzen pro Hektar) garantieren einen hohen Extraktgehalt der Weine. Zusammen mit dem tradierten Wissen von vielen Generationen und den neuen Ideen der jungen Brüder David und Nicolas, die sich nach ihren Studien auf berühmten Weinbauschulen in Beaune und Toulouse bedingungslos dem biodynamischen Anbau zuwandten, legen sie die Basis für die sagenhaften Qualitäten, die Jahrgang für Jahrgang infolge der fortschreitenden Regeneration der Böden und der subtilen Fortschritte in der Weinbergs- und Kellerarbeit in immer atemberaubendere Höhen katapultiert wurden.

„Wir sind keine weltfremden Spinner oder Dogmatiker. Doch nur mit dem Verzicht auf Pestizide und Düngemittel und der aktiven Hilfe für unsere Böden können wir unser Terroir gesund erhalten und eine lebendige Erde voller Mikroorganismen schaffen, die komplexe, hocharomatische Trauben gebiert, die in jeglicher Hinsicht vor Gesundheit und Vitalität strotzen”, erläutert David engagiert die Weingutsphilosophie. Die in biodynamischem Anbau produzierten Trauben aus niedrigen Erträgen werden natürlich ausschließlich von Hand gelesen, zweimal, im Weinberg und auf einem Tisch im Keller, sorgfältig selektiert und so schonend wie möglich auf traditionelle Weise verarbeitet. Ob und wie viel entrappt wird, hängt ab von den Gegebenheiten des Jahrgangs, vergoren wird spontan mit natürlichen wilden Hefen und bei moderaten Temperaturen und der Ausbau erfolgt mit wohldosiertem Holzeinsatz so behutsam und sensibel wie nur irgend möglich. David und Nicolas möchten die „leisen” Aromen des Pinot Noirs herausarbeiten und balancierte, harmonische Weine voll feinduftiger Frucht, tiefer Mineralität und reifem Tannin erzeugen. Diese vorbildliche Qualitätsphilosophie für jeden einzelnen Wein liefert höchst authentische terroirgeprägte Gewächse, die ohne übermäßige Extraktion die delikaten Aromen der Edelrebe Pinot Noir zum Klingen bringen. Kein Wunder, dass vom einfachen Bourgogne rouge über die Dorflagen bis hin zu den sinnlichen Grand Crus alle Weine zur absoluten Spitze des Burgunds zählen! Welch unvergleichliche Hommage an eine der großen Rebsorten der Welt, die unvergleichliche Eleganz und Finesse mit formidabler Kraft, singulärer Konzentration und unübertrefflicher mineralischer Präzision zu vermählen weiß – Der Mythos Burgund lebt in solch fabelhaften Pretiosen strahlender denn je zuvor: Feinste Frucht trifft traumhafte Mineralität! Diese höchst charaktervollen Weine sind mir eine absolute Herzensangelegenheit und ich bin sicher, dass sie allen Kunden ein glückliches Lächeln ins Gesicht zu zaubern vermögen.

Ein kongeniales Brüderpaar: David und Nicolas Rossignol

Und selbst wenn Essa ein wenig irrte, dann erwerben Sie mit diesem in 2009 traumhaft finessenreichen, balancierten, ungemein tiefgründigen Pinot mit seinen betörenden Fruchtaromen nach blauen und schwarzen Beeren, Rosenblättern sowie Veilchen und feinwürzigem Tabak, mit seiner seidenen Mineralität, seiner feingliedrigen Textur und traumhaften Länge (der in der Tat in mehreren Blindproben als ‚Griotte’ eingestuft wurde) zumindest eine Premier-Cru-Qualität, und das zum Preis einer guten Dorflage renommierter Winzer. Einfach ein Super-Schnäppchen!
Zu genießen ab 2015 bis nach 2025.

Meadows: „This is a Gevrey 1er of finesse!”
Zu genießen ab 2014, Höhepunkt 2017 bis 2025.

