DOMAINE BOISSON-VADOT – WELTKLASSEWEISSWEINE AUS MEURSAULT IM HERZEN DES BURGUND
Unsere Entdeckung des Jahres 2010!

Bernard Boisson, ein burgundisches Urgestein aus Meursault
Burgund ist die Heimat einiger der größten trockenen Weißweine der Welt – und damit die einzige ernsthafte Konkurrenz zu den besten trockenen Rieslingen deutschsprachiger Provenienz! Nirgendwo sonst erreicht die Chardonnayrebe diese einzigartige Kombination aus Kraft und Eleganz, Geschmeidigkeit und Präzision sowie Mineralität und Lagencharakter wie an der Côte de Beaune, dem weltberühmten südlichen Teil der Côte d’Or. Das Epizentrum dieser genialen Weißweine befindet sich wenige Kilometer südlich von Beaune und umfasst die mythischen Orte Meursault, Puligny Montrachet und Chassagne Montrachet. Und hier haben wir ein wahres Kleinod aufgespürt, das in Deutschland noch niemand kennt, das aber in den letzten Monaten in Frankreich selbst für erheblichen Wirbel gesorgt hat!
Burgundkenner wissen, dass es sehr schwierig ist, weltbekannte Domainen der berühmtesten Weinregion der Welt neu ins Programm aufnehmen zu können, da diese Renommiergüter seit Jahren ständig ausverkauft sind und daher eigentlich keine neuen Kunden aufnehmen können. Nur unseren guten Kontakten in unser Nachbarland und unserem Leumund unter französischen Winzern haben wir es zu verdanken, dass wir diese Gesetze des Marktes aushebeln konnten und Ihnen, werte Kunden, mittlerweile beispielsweise die Kultdomainen Liger-Belair oder Dugat-Py gar exklusiv für Deutschland anbieten können. Doch noch wesentlich schwieriger gestaltet sich im Dschungel von Burgund die Suche nach Weingütern, die, obwohl im Mitbesitz der legendären großen Terroirs, aus sehr unterschiedlichen Gründen aber noch nicht so in aller Munde sind, dennoch gute bis herausragende Qualitäten produzieren und ihre Weine zu derart extrem fairen Preisen verkaufen, dass sie das Qualitäts-Preis-Gefüge im Burgund auf den Kopf zu stellen vermögen. Diese Suche in unzähligen Verkostungen vor Ort gleicht der nach der berühmten Stecknadel im Heuhaufen!
Aber manchmal ist alles ganz anders.
Und da wir diese Geschichte bisher erst einmal veröffentlicht haben (danach waren wir in rekordverdächtigem Tempo ausverkauft!) und unsere zahlreichen Neukunden diese spannende Story noch überhaupt nicht kennen, wollen wir sie hier gerne nochmals erzählen:
Ende Oktober letzten Jahres stand er unangemeldet in der Lager- und Verkaufshalle von Pinard. Aufgeregt war er, der sonst so besonnene Kerl! Kam direkt aus dem Burgund, wollte eigentlich nach Paris zurück, wo er lebt und arbeitet und machte einen großen Umweg durch das Saarland. Es war David Rayer, einer der größten Weinkenner der burgundischen Szene. Fast niemand sonst ist so oft im Burgund wie er, in den Weinbergen und beim Probieren im Keller. Und er hatte gerade einen Freund besucht, der bei Coche-Dury in der Ernte arbeitete. Burgund ist die zweite große Wein-Liebe seines Lebens, zusammen mit den frucht- und edelsüßen Rieslingen der Mosel (Er präferiert eben die Finesse im Wein, Opulenz und hohe Alkoholwerte sind ihm mehr als suspekt!), mit denen er sich intensiv in seinem unabhängigen und kostenlosen Internetnewsletter „Mosel Fine Wines” (moselfinewines.com) beschäftigt. Er kennt an der Mosel wie im Burgund fast jeden Rebstock beim Namen. Und fast jeden Winzer. Aber nur fast! Denn besagter französischer Weinfreund, der bei Coche den Herbst verbrachte, schleppte ihn zu einer Domaine in der Nachbarschaft, deren rührige Besitzer unter dem Einfluss des mit ihnen wiederum gut befreundeten Jean-Francois Coche, DER Legende des Burgunds im Weißweinbereich, in den letzten Jahren die Qualität ihrer Weine dramatisch in die Höhe schraubten. David degustierte, war schier sprachlos („Tino, das ist im Stil wie eine hypothetische Mischung aus Coche und Raveneau. Kostet aber dagegen fast nichts!”), kaufte Probeflaschen und fuhr, statt nach Paris zurück, nach Saarwellingen. Hier probierten wir gemeinsam, eilten am nächsten Morgen (zurück) ins Burgund, besuchten die Weinberge der Domaine, tranken uns durch ungezählte Fässer im unterirdischen, bestens temperierten Weinkeller und nahmen das Weingut stante pede für den deutschen Markt exklusiv unter Vertrag.

Was zunächst recht schwierig schien. Nicht, dass die Familie nicht wollte. Sie waren sichtlich angetan von unserem Programm und der Präsentation der Weingüter in unseren Pinwänden. Aber sie hatten schlichtweg nichts mehr zu verkaufen. „Rien”! Zwar beginnen sie traditionell erst im November, den neuen Jahrgang, damals also 2008, jetzt 09, zu vermarkten, doch sie waren restlos ausreserviert. In Frankreich und in Nordamerika haben sie unter Insidern bereits Kultstatus. Und sie sind ein kleiner, handwerklich arbeitender, bäuerlicher Betrieb, der keine großen Mengen produziert. Aber es hatte ihnen auch sichtlich imponiert, dass ich mich nach der Verkostung in Saarwellingen sofort ins Auto geschwungen und sie ohne weitere Rückversicherung aufgesucht hatte. Sie spürten meinen Enthusiasmus für ihre Weine. Bemerkten, dass ich unbedingt wollte! Und, nach einer kurzen Familienberatung, beschlossen sie, bei allen Importeuren ein wenig zu kürzen und damit eine zwar nicht übermäßig große, aber vermarktungsfähige Menge an Pinard de Picard abzuzwacken. Merci beaucoup!
Und was soll ich Ihnen jetzt noch erzählen. Wenn ich meiner Begeisterung freien Lauf lasse, kriegen wir wieder Ärger. Mit Ihnen. Weil wir ausverkauft sind, bevor Sie alle die Pinwand fertig gelesen haben (Aber: Wir haben in 09 unser Kontingent ein wenig erhöhen können!). Also in aller Kürze: Bernard Boisson heißt der Patron. Ein burgundischer Charakterkopf. Lebt für seinen Wein. Hat seinen Plan im Kopf, baut die Weine so reduktiv aus, wie sonst wohl nur noch Coche-Dury. Daher die typischen gegrillten Aromen in all seinen Weinen, die Noten von Schießpulver und Feuerstein. Die irre salzige Mineralität. Setzt Holz nur ganz moderat ein. Er will Wein trinken, so elegant, finessenreich und trinkig, wie nur möglich, und nicht wie ein Biber am Holze nagen. Seine Weine brauchen Luft (selbst der einfache Aligoté schmeckt nach über einer Woche Öffnung noch hervorragend, ach was, am besten!), werden über Jahre immer komplexer. Er pumpt die Weine bei der Kellerarbeit nicht um, arbeitet nur mit Schwerkraft, filtriert nicht. Erntet stets ganz spät. Riskant spät. Nur ganz reife, kerngesunde Trauben! Ist fast immer draußen in seinen kalkreichen Wingerten: „Man muss seine Weinberge kennen, wie seine Kinder, dann kann man sie richtig erziehen”. Und seine Kinder liebt er sehr. Sohn und Tochter, beide Ende 20, haben seinen Weinvirus geerbt. Sind daher bereits in voller Mitverantwortung in Keller und Weinberg. Und haben bereits einen Teil des Gutes überschrieben bekommen. Der Grund, warum unsere Weine von Boisson unterschiedliche Etiketten haben. Aber alle die gleich phantastische Qualität!

© age fotostock / LOOK-foto
Als ich spät in der Nacht nach Hause zurückkam, war ich todmüde, aber glücklich. Habe tags drauf eine Probeflasche zu Klaus-Peter Keller geschickt. Den Meursault Chevalières. Weil ich weiß, wie sehr Deutschlands Winzermagier große Burgunder-Weine liebt. Er probierte diesen Wein dann auch flugs zusammen mit sieben weiteren Burgund-Aficionados. Blind gegen Coche-Durys genialen, aber wesentlich teureren Premier Cru Genevrières. Alle, wirklich alle, hielten den Coche für Boisson. Und umgekehrt! Das war die Adelung für unsere, nein Davids, Entdeckung!
Wahrlich: Die Familie Boisson lässt gelebte Tradition zu wegweisender Avantgarde werden, bescheiden und voller Idealismus, nachhaltig für unsere Umwelt und visionär in ihren Qualitäten. Kategorie persönliche Lieblingsweine!
PS I: Denjenigen unserer Kunden, die Ihre Liebe zum Burgund erst neu entdecken, sei gesagt, dass eine Handvoll Spitzenwinzer in Meursault mit seinen mythischen Lagen die wohl mineralischsten, „feinsten und kaum von anderen Weißwein-Lagen zu übertreffenden Terroirs des Burgunds besitzt”, wie zutreffend Jancis Robinson in ihrem unbedingt empfehlenswerten, spannend geschriebenen Standardwerk „Das Oxford Weinlexikon” (Vielleicht DAS Buch der Bücher über Wein – ein unerschöpfliches brillantes Nachschlagewerk!) analysiert.
PS II: Burgundkenner wissen, dass drei Faktoren den Schlüssel zur Qualität im Burgund determinieren – und zwar in dieser Reihenfolge: Der Name des Erzeugers, die Lage und der Jahrgang. Und wir präsentieren Ihnen heute DEN Insider-Winzer im Weißweinbereich, der in den letzten Monaten die französische Weinwelt in hellen Aufruhr versetzt hat: Ein qualitätsbesessener Winzer, legendäre Terroirs und mit 2009 einer der größten Jahrgänge aller Zeiten – und Preise, die im Vergleich zu denen der renommierten Superstars provokant günstig daherkommen. Des kundigen Weinliebhabers Herz – was begehrst Du mehr?
Ein Aligoté ist niemals ein großer Lagerwein, daher kann man ihn mit größtem Vergnügen ab sofort genießen. Aber erst im kommenden Frühjahr, Sommer und Herbst wird er auf seinem Höhepunkt sein! Santé!

Sanft verlaufen die anmutig geschwungenen Rebzeilen der großen Lagen des Burgunds
© Werner Richner
Große Qualität aus einem der größten Jahrgänge aller Zeiten im Burgund mit einem zauberhaften Preis-Genuss-Verhältnis!
Zu genießen ab sofort bis 2016, mindestens.
Und diesen Anspruch demonstriert in Reinkultur unser Klassiker der Klassiker aus Meursault! In der betörenden Nase dieser grandiosen Dorf-Lage (die Trauben stammen aus weltberühmten, phantastischen Terroirs wie Chevalières und Narvaux) ist eine ganz feine, jugendliche, würzige Holznote bester Provenienz noch zart vernehmbar. Dann öffnet sich eine wunderschön konturierte Orangenfrucht und süße Pfirsiche nebst weißen Blüten, Haselnuss, Vanille, Krokant, Brioche und feinster Mineralität faszinieren im betörenden Duft. Am Gaumen eine kraftvolle, seidige Persönlichkeit mit einer traumhaften inneren Dichte, einer raren aromatischen Reinheit und mit dem intensiven Feuerstein-Bodengeschmack von durch tiefe Rebwurzelung gelösten salzigen Mineralien – DEN Geschmacksträgern großer weißer Burgunder schlechthin! Dieses fürwahr noble Gewächs strahlt eine Energetik und eine gebündelte, stahlige Konzentration und majestätische Dichte aus, wie sie für Weine von den alten Reben seiner unterschiedlichen Lagen aus Meursault, die zur großen Komplexität dieses phantastischen Weines beitragen, typisch ist. Seidig, duftig, mineralisch: wie aus einem Guss. Fürwahr ein toller Meursault für kundige Genießer, „mit einer geradezu unvergleichlichen inneren Dichte, fabelhaften Präzision auf der Zunge und einer formidablen Länge für einen Village-Wein”, urteilt David Rayer, einer größten Weinkenner der burgundischen Szene.
Trinkvergnügen bereitet dieser geniale Meursault ab sofort, aber bitte dekantieren oder über mehrere Abende hinweg aus der geöffneten Flasche probieren, Höhepunkt 2013 bis wohl nach 2020.

Zu genießen ist diese Ode an Meursault ab sofort (wird jeden Abend aus der geöffneten Flasche komplexer und verführerischer), Höhepunkt 2014 bis nach 2020.
Zu genießen wohl ab 2014 bis nach 2024!
Liebe Kunden,
trotz einer erfreulichen Zuteilung waren wir bei diesem Wein binnen drei Tagen ausverkauft. Dank unserer engen Kontakte zu dem Weingut haben wir noch einmal eine kleine Charge bekommen können. Wir bitten auch alle Kunden, die vergeblich nach diesem Wein bei uns gesucht haben, sich bei uns zu melden. Sie werden dann bevorzugt behandelt. Vielen Dank für Ihr Verständnis, aber Pinard de Picard bietet keine leicht reproduzierbare Industrieweine an, sondern handwerkliche Unikate in begrenzter Stückzahl. Viel Spass mit diesem berührenden Soltär.
max. 3 Flaschen pro Kunde!

© Werner Richner
Eine irre salzige Mineralität (von relativ steilen, extrem kalkreichen Böden aus der Spitzenlage von Auxey-Duresses, vielleicht dem größten Geheimtipp aller französischen Weißweinterroirs!) in Nase und Gaumen wird begleitet von gegrillten Feuerstein- und Schießpulveraromen, die an eine hypothetische Mischung der besten Weißweine Coche-Durys und Raveneaus denken lassen. Ein begeisternder, ungemein frischer Burgunder mit unfassbar langem, rauchig-mineralischem, tabakigen Nachhall, der über eine Minute lang die Zunge mit seiner grandiosen salzigen Mineralität fordert, aber auch zärtlich liebkost und der in seiner so feinen und edlen Art die Maßstäbe eines Premier Cru definiert: Noblesse oblige! Antrinkbar, dabei geduldig sich über mehrere Abende dem hedonistisch sich verschenkenden burgundischen Verführer lustvoll sich hingeben, doch bitte bedenken: das ist definitiv ein Weinbaby mit dem Potential für einen Nobelpreisträger und für gut zwei Jahrzehnte!
Bitte Geduld für einen der größten Weinwerte Burgunds! Mehrere Sommeliers, denen wir diesen grandiosen Weißwein in einer Blindprobe präsentierten, stuften ihn als höchst teuren Grand Cru ein. Verständlich! Denn wo sonst finden sich noch diese höchste Expression des Terroirs verbunden mit einer traumhaften Transparenz, einer sinnlich-präzisen Frucht und einer vibrierenden Mineralität?
