Wein - Highlight
Weingut Holger Koch - Baden
Visionärer Winzergenius fasziniert mit traumhaften Burgundern voller Finesse: Stradivari-Geigen spielen auf!
Und 2009 scheint der bisher größte Jahrgang für deutschen Rotwein überhaupt zu sein.

© Werner Richner
Holger Koch hat einen klugen Kopf. Dezidiert äußert er seine Meinung. Und konsequent setzt er seine Ideen in die Tat um. Nach intensiven Lehrjahren im In- und Ausland (beispielsweise bei Canon la Gaffelière in St. Émilion oder im Schwarzen Adler in Oberbergen) übernahm er 1999 die winzige Rebfläche seiner Eltern und setzt seitdem kompromisslos auf Qualität: Pflanzte ertragsschwache, aber sehr hochwertige, uralte Burgunderselektionen, die kleinbeerige, höchst aromatische Trauben hervorbringen. Denn die Aromendichte eines Weines steht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem Geschmack der Trauben am Rebstock! Ein simpler Messwert wie das Mostgewicht dagegen sagt sehr viel weniger aus als die eigenen Sinneseindrücke des sensiblen Winzers im Weinberg. Hier setzt er auf naturnahen Anbau, versucht die Reben gegen Krankheiten abzuhärten, statt diese zu bekämpfen und düngt nur organisch. Die akribische Weinbergspflege und die Herausarbeitung seines spezifischen Terroirs sind die entscheidenden Parameter seines vinologischen Tuns. Spontanvergärung und schonender Ausbau im Keller sind keine leeren Worthülsen, sondern gelebter Winzeralltag. Das Resultat: Nicht plump-süßliche oder fett-monströse Weine nennt er sein eigen, nicht die laute Tuba dominiert, sondern zarte Instrumente, Stradivari-Geigen, spielen auf: Feinsinnig, filigran fast, brillieren seine Burgundersorten im Glas. Trotz des jugendlichen Alters der Reben dominieren Herkunftscharakter, Rasse, Mineralität und belebende Frische statt vorlauter Frucht seine trinkanimierenden Weine. Dabei liegen seine terrassierten Steillagen in Bickensohl am südwestlichen Kaiserstuhl in der wärmsten Gegend Deutschlands.

Doch keine fetten Weißweinmonster und keine süßen Marmeladenweine im Rotweinbereich werden hier vinifiziert, stattdessen setzt Holger Koch auf Frische, Feinheit und Individualität: „Ich versuche, authentische, harmonische, lebendige Weine zu machen. Meine leicht erhöht liegenden Weingärten (300-380 Meter, Lössboden auf Vulkangestein) in Bickensohl profitieren nämlich nicht nur von den vielen Sonnentagen, sondern auch von kühlen Nächten, denn hohe Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind ideal zur Herausbildung komplexer Aromen. Daher ist das Bickensohler Terroir bestens geeignet, meine Vision von mineralischen Weiß- und Rotweinen in Realität umsetzen zu können, die einen samtigen, kraftvollen Körper mit vielschichtiger, finessenreicher, feiner Frucht verbinden”.
Und diesem Ideal ist Holger Koch in den letzten Jahren immer näher gekommen: Noble, „zurückhaltende, doch nachhaltige Aromen statt lauter, protziger Verkostungsweine” lobt daher auch zu Recht der Gault Millau die feinsinnigen Rot- und Weißweine von Holger Koch, die in ihrer edlen Stilistik auch meinen Vorstellungen von einem großen Pinot Noir und einem grandiosen Weiß- oder Grauburgunder perfekt entsprechen und die in ihrer so ungemein attraktiven Preisklasse die Qualitätsreferenz in Baden definieren. Kategorie absolute Lieblingsweine und unsere ganz besondere Empfehlung!
980010 Koch, Weißburgunder Kaiserstuhl „Edition Pinard de Picard”, Baden 2010 9,50 Euro
Welch lustvoller Prachtkerl eines feinsinnigen Weißburgunders, der Holger Kochs unerbittliche Qualitätsphilosophie beispielhaft in die Flasche transmittiert. Welch knackig-trockener, zart cremiger, aber vor allem vibrierender, rassig-kühler (Riesling-Fans: Das Zeugs schmeckt auch Euch. Versprochen!) und tief mineralischer Weißburgunder auf absolutem Top-Niveau mit faszinierendem Charakter – und das bei gerade einmal 11,5 Volumenprozent Alkohol! Ja, werte Kunden, Sie haben richtig gelesen: 11,5%! Und wie fasziniert dieser ungemein pikante, tänzerische, fröhlich beschwingte Weißburgunder in der Nase durch seine begeisternde Duftigkeit (feinste Haselnussnoten, lecker geschäumte Salzbutter, Mohn, weißer Flieder, Anis, frische Brioche) und seine Anklänge an eine frisch gemähte Bergwiese im frühen Morgentau. Auf der Zunge ein betörend saftiger Weißburgunder, der bei aller typisch badischen Extraktdichte und feinstem Schmelz (dafür zeichnet eine deklassierte Partie aus Kochs Paradewingert verantwortlich!) unglaublich verspielt, elegant und wegen seines feinen Säurespiels animierend frisch mit einem langen, rassigen, mineralischen Nachhall daherkommt und schier unwiderstehliche Schluckreflexe auslöst. In seiner sympathischen Preisklasse schlicht die Referenz!
Ende Oktober 2010 erst gelesen! Ein Meisterstück.

© Werner Richner
980310 Koch, Grauburgunder Kaiserstuhl „Edition Pinard de Picard”, Baden 2010 9,80 Euro
„Pinot Grigio! Ausgelutscht, sagen Sie? Dann probieren Sie mal Grauburgunder”, schrieb die Süddeutsche Zeitung in einem spannenden Special über diese häufig völlig unterschätzte Rebsorte. „Zwei Stöffchen aus der gleichen Rebe und doch schlug die Deutsche Version den Latin Lover um Längen. Dieses eindeutige Ergebnis ist die Folge eines direkten Vergleichs bester deutscher Grauburgunder und italienischer Pinot Grigios, der von je fünf Experten der deutschen und der italienischen Sommelier-Union in München durchgeführt wurde. Das Resultat: Die ersten vier Plätze wurden allesamt von Grauburgundern belegt, dann erst kamen die ersten Italiener.”
Und ein solch verzaubernder Grauburgunder, der seit Jahren zu meinen persönlichen Favoriten gehört und mit dem Sie (fast) jeden Pinot Griiiiigio vergessen können, ist dieser brillante, zartrauchige, komplexe Weißwein (feinste geschäumte Butter, reife, zarte Aprikose, Orangenzeste, Anis, grüner Pfeffer, Walnuss, florale Anklänge), rassig, pikant, sensationell frisch und mineralisch am Gaumen und sowohl cremig als auch spielerisch tänzelnd auf der Zunge. Verführerische Fülle ohne Schwere! Universeller Essensbegleiter, ein Triumph besten badischer Terroirs und der einfühlsamen Winzerkunst des ebenso bescheidenen wie grundehrlichen und sympathischen Holger Koch! Singuläre Qualität seiner Preisklasse, der Lieblings-Grauburgunder kundiger Kunden – Referenzstatus!
Ach ja, fast hätte ich es vergessen: Dieser Lecker-Schmecker hat auch NUR 11,5 Umdrehungen und 2010 ist Holgers erster Jahrgang in der Umstellung auf zertifizierten biologischen Anbau. Wohl bekomm’s!

Holger Koch
980509 Koch, Weißburgunder „Eichbuck” 2009 12,80 Euro
Wunderschöner, herzhaft trockener, zart cremiger, hocheleganter und zutiefst mineralischer Weißburgunder – Ein Referenzwein in seiner sinnenfrohen Preisklasse, der mit seiner salzigen Mineralität permanente Trinkfreude verströmt und liebevoll Lust macht auf das nächste betörende Glas. Fabelhafter Essensbegleiter, phantastisches Preis-Genuss-Verhältnis! Traumhaft würzig und frisch auf der Zunge, wohldosiert in der Säure und schier unfassbar cremig weich im Mundgefühl. Des kundigen Weinliebhabers Herz: Was begehrst Du mehr? Zu genießen ab sofort bis 2015+.

© Werner Richner
980609 Koch, Grauburgunder „Eichbuck”, Baden 2009 12,80 Euro
Holger Koch geht ebenso sensibel wie kompetent ans Werk; seine aus biologischem Anbau entstehenden Weine sind von höchster Qualität und schlicht die Referenz für Baden! Einzelne Partien seiner Weinbergsterrassen baut er getrennt aus und unsere persönlichen Favoriten werden unter dem Etikett ‚Eichbuck’ vermarktet. Und was haben wir hier für einen individuellen Weißwein mit Größe und Ausstrahlung, der mit Luftzufuhr noch an mineralischer Tiefe und Expression gewinnt. Als grandioser 2009er ungemein geschmeidig, cremig und badisch füllig im Glas, aber auch geprägt von einer Meursaultartigen Mineralität, Struktur, Frische und faszinierenden Präzision am Gaumen. Großes Kino, heute auf den Punkt gereift und noch wenigstens drei Jahre auf höchstem Niveau!

980709 Koch, Spätburgunder, Baden 2009 8,90 Euro
Wow! Welch sensationelle Qualität funkelt hier im Glas und bietet ungemein viel Pinot fürs Geld. Ein betörender Spätburgunder, der die klare Handschrift des Meisters zeigt und der so lecker und beschwingt schmeckt, wie Burgunder aus großen Dorflagen (die aber locker das Doppelte kosten!) sein sollten, aber nur ganz selten sind! Ein toller Rebsortencharakter, eine präzise Pinot-Noir-Frucht und wegen seiner fabelhaft feinen, cremigen Tannine (eine absolute Rarität zu diesem sympathischen Preis!) sowie seinem feinduftigen Nachhall bereits in seiner Jugend ein ungemein süffiger und leckerer Wein, den Holger Koch hier abgefüllt hat.
Werte Kunden: Niemals habe ich im Burgund einen so gelungenen, harmonischen, balancierten, feinfruchtigen Pinot Noir in dieser genussfreundlichen Preisklasse gefunden! Holger und dem grandiosen Jahrgang 2009 sei Dank! In der Nase rote und schwarze Beerenaromen, zarte Anklänge an Cassis und eine feine, attraktive Kirschfruchtigkeit, die eine klare, unverfälschte Burgundertypizität erkennen lässt. Dazu verführerische Noten von Veilchen, Rosen, Himbeeren, aber auch animierenden Gewürzen wie Sternanis und Muskatnuss. Am Gaumen saftig, geschmeidig, mineralisch, aber auch schmeichlerisch und mit einer inneren Dichte versehen, die man in Deutschland zu diesem Preis wohl kein zweites Mal findet. Mehr noch jedoch fasziniert mich die völlige Abwesenheit marmeladiger Noten und eine wunderbare Feinheit und Eleganz. Fabelhaftes Preis-Genuss-Verhältnis – Große Qualität kann bisweilen so unfassbar preis„wert” sein!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Frühjahr 2012 bis 2016, mindestens.
980109 Koch, Pinot Noir „S”, Edition Pinard de Picard, Baden 2009 12,95 Euro

Kochs feingliedrig-rassige Pinots sind niemals tieffarben, sondern, wie viele berühmte burgundische Pretiosen, von hellem, durchsichtigem, völlig unmanipuliertem Rot und zusammen mit dem komplexen, feinbeerigen (Erd- und Himbeeren!), zart kirschigen und würzig-mineralischen Duft demonstriert dieser badische Spitzenwein die betörende Stilistik der Kochschen Rotweine: Feinheit und Finesse, Power without weight! Holger Koch macht Weine aus Leidenschaft und Pinot Noir ist seine tiefe Passion. In 2009, noch vor 2007 das größte deutsche Spätburgunderjahr bisher, betört unsere exklusiv abgefüllte ,Edition Pinard de Picard’ mit einer grandiosen aromatischen Intensität und Tiefe: Neben den feinbeerigen Fruchtnoten (v.a. Cassis und Sauerkirschen) mit einer tiefgründigen Würze und Mineralität strahlt die Nase bei aller Leichtigkeit eine dramatische Dichte aus und schmeichlerische Würznoten von Nelke, Zimt und edlem hellen Tabak verwöhnen zusammen mit Veilchen-Anklängen alle olfaktorischen Sinne. Auf der Zunge tänzelt eine ganz feine Würze, verwoben mit einer traumhaft zarten Pinot-Frucht mit Anklängen an eine rebsortentypische Sauerkirscharomatik sowie rote Johannisbeeren, die von einer fein gewebten Mineralität und einer belebenden Säure getragen wird.
Holger Kochs faszinierende ‚Edition Pinard de Picard’ ist ein geradezu zärtlicher, ein leiser, aber auch ein lasziv erotischer Wein, der das perfekte Zusammenspiel von Reinheit, Kraft und Lebendigkeit, das der Meister der Pinottraube stets in seinen großen Burgundern herauszuarbeiten sucht, traumhaft verkörpert. Nichts ist aufdringlich an diesem filigranen, fein balancierten, harmonischen, ungemein verspielten Burgunder, der mit seiner animierenden Frische, seinen subtilen Aromen und einer inneren Dichte besticht, die nicht als Wucht oder Fett im Glase kracht, sondern ganz piano die Zunge streichelt. Ein sehr burgundischer Pinot Noir mit samten-seidenen Tanninen, der so lecker und beschwingt schmeckt, wie kleine Burgunder es eigentlich sollten, aber es nur ganz selten tun! Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Herbst 2012 bis nach 2018.
Wahrlich: In Europas Traumjahrgang 2009 hat das deutsche Rotweinwunder seine bisher schönste Ausprägung gefunden!

© Werner Richner
980209 Koch, Pinot Noir *** , Baden 2009 23,00 Euro
Welch feinsinniger, „sensibler” Pinot Noir aus grandiosen kleinbeerigen, hocharomatischen Träubchen. Eine noble Frucht (Schwarzkirsche, Cassis, Rosen, Hagebutte, reife Himbeeren, edelste Würze) wird zärtlich von perfekt eingebundenem Holz, dunkler Herrenschokolade und Noten von sanft riechendem Waldboden und Gewürznelken geküsst. Welch saftige Fruchtstruktur am Gaumen, welch würzige Mineralität, welche Beschwingtheit auf der Zunge – Das ist höchste handwerkliche Winzerkunst in einem Wahnsinns-Rotwein-Jahrgang wie 2009. Oder, „das ist Deutschlands Chambolle-Musigny”, wie ein begeisterter Burgund-Aficionado in einer großen Verkostung in unserem Haus euphorisch ausrief! Holger Kochs Spitzencuvée *** ist schlicht einer der emotional berührendsten und qualitativ besten Pinot Noirs, die je in Deutschland vinifiziert worden sind. Stilistisch der Gegenpol zu allen barock-opulenten Gewächsen, stattdessen ein betörender Spätburgunder französischen Stils, der deutlich macht: Deutschlands Rotweinmärchen geht weiter! Gegen diese betörende Pretiose haben viele wesentlich teurere Premier Crus aus dem Burgund nicht den Hauch einer Chance, so nachhaltig dicht und edel, so distinguiert, kühl und erfrischend gewirkt kommt sie daher. Ein badischer Pinot der Extraklasse, kaum geschwefelt, nicht filtriert und so unmanipuliert erzeugt, wie die Natur es erlaubt.
Zu genießen ab sofort (Dekantieren bitte), Höhepunkt 2013/14 bis nach 2020.
980408 Koch, Pinot Noir „Reserve”, Baden 2008 36,00 Euro
Holger Kochs extrem rarer Pinot Reserve ist komplexer, mineralischer und präziser als viele berühmtere Pinots der Côte de Nuits, die ein Vielfaches kosten, aber weit weniger an Qualität ins Glas zu zaubern vermögen. Das ist beginnende Weltklasse, das ist wegen der seidenen Tannine, der grandiosen Mineralität und der Präzision in der Struktur vielleicht die deutsche Antwort auf Musigny. Großes Potential!
max. 3 Flaschen pro Kunde
