Wein - Highlight
ITALIEN

Piemont - eine mythische Weinlandschaft mit magischem Licht
© Werner Richner
Commendatore G.B. Burlotto - Piemont
Unsere Entdeckung des Jahrzehnts in Italien!
MERUM, die Insiderzeitschrift für italienische Weine, feiert in großen Jahrgangsdegustationen die genialen Baroli Burlottos mit den jeweils höchsten Bewertungen! 215 Baroli aus 2006 verkostet, 13 davon wurden mit 3-4 bzw. 4 Sternen als Testsieger geadelt, darunter unsere Spitzenbaroli Cannubi und Acclivi unseres Traditionsgutes Burlotto!

Große VINUM-Degustation von über 200 Baroli: Burlottos Cannubi unter den Testsiegern mit einem „unerhörten” Preis-Genuss-Verhältnis!
Jetzt auch von Parker mit Traumbewertungen geadelt!
Gambero Rosso: „Burlotto, ein Glanzlicht Piemonteser Weinbautradition mit großem Geschichtsbewusstsein, ist in den letzten Jahren qualitativ durchgestartet!”
Wahrlich: DAS Traditionsgut des Piemonts katapultiert sich mit authentischen Weinen voller Noblesse als funkelnder Edelstein zurück in den piemontesischen Sternenhimmel: Magische Pretiosen, die wegen ihrer einzigartigen Feinheit, Frische und Eleganz stilistisch als die Burgunder des Piemonts gefeiert werden – aber zu atemberaubend günstigen Preisen wie in der guten, alten Zeit!
Mit Commendatore Giovan Battista Burlotto fing alles an. Er war im 19. Jahrhundert eine der großen Persönlichkeiten des Piemonts. 1850 gründete er seine Kellerei (die ältesten erhaltenen Etiketten stammen aus 1865 und legen Zeugnis ab von einer bewegten Geschichte) in Verduno, inmitten einiger der besten Weinbergslagen einer begnadeten Region. Commendatore Burlotto wird von Zeitzeugen als eine ungemein starke Persönlichkeit und als begnadeter Winzer charakterisiert. Seine urigen Tropfen erwarben binnen kürzester Zeit legendären Ruf und er avancierte zum Hoflieferanten des Königshauses Savoyen: So wurde der Barolo zum Wein der Könige und König des Weins! Die Qualität von Burlottos Weinen (als einer von ganz wenigen Winzern füllte er bereits damals selbst ab) war so spektakulär, dass sie mit Auszeichnungen überhäuft wurden. Seine Lagen Cannubi und Monvigliero genossen in ganz Europa einen Ruf wie Donnerhall. Daher wurde Burlotto auch 1899 als einziger Weinlieferant für die berühmte Nordpolexpedition des Herzogs der Abruzzen ausgewählt! Barolo trifft Eisbär! Und Comm. G.B. Burlotto gilt seither als einer der Väter des Barolo. Er ist zweifellos einer der bedeutendsten Wegbereiter der großen Weine des Piemont!

Der piemontesische Morgen erwacht im Nebel.
© Herbert Lehmann
In den 150 Jahren danach war die Geschichte unseres Traditionsgutes so wechselhaft wie die Geschicke des Piemont. Insbesondere die Kriegs- und Nachkriegsjahre waren unglaublich hart, die Region verarmte. Doch über all die Wirren der Zeitenläufe hinweg hat die Familie Burlotto um ihr Weingut gekämpft und, bei allen notwendigen Modernisierungen, die Fahne der Tradition hochgehalten. Fabio Alessandria, der Ur-Ur-Enkel des Commendatore, ist heute für die Weinbereitung zuständig. Der jüngste Spross der Familie hat nach Absolvierung sowohl der Önologieschule wie einer Universitätsausbildung seit dem Jahr 2000 die Verantwortung im Keller übernommen und leitet das Gut gemeinsam mit seinen Eltern Marina Burlotto und Giuseppe Alessandria, wobei der Vater noch immer Tag und Nacht im Weinberg tatkräftig mitarbeitet. Nur zwei Angestellte und periodische Aushilfskräfte während der Ernte ergänzen die vom Weinanbau „berauschte” Familie, deren ganzes handwerkliches Tun der Maxime höchster Qualität gewidmet ist, was in der Konsequenz bedeutet, alle wichtigen Arbeiten mit eigener Hand zu bewerkstelligen. Auf dem Weingut Burlotto steht die Winzerfamilie noch selbst in Keller und Weinberg und jettet nicht permanent zu Verkostungen um den Erdball. Denn Fabio ist ein absolut Weinbesessener, so, wie Klaus-Peter Keller beispielsweise. Er sucht in seinen reintönigen Weinen stets die Authentizität des Piemonts. Weine mit Seele, unverfälscht von Holzorgien oder marmeladiger Überreife. Die sprichwörtliche burgundische Finesse und Eleganz sowie eine unübertreffliche Komplexität im betörenden Parfum zeichnen die feine Stilistik seiner unverwechselbaren Gewächse aus. Das ist die höchste Schule traditioneller Piemonteser Winzerkunst!
Daher ist es eigentlich nur folgerichtig, dass unsere heute präsentierten Baroli von Burlotto in 2006 (zusammen mit denen zweier anderer Güter) die besten Bewertungen der oben angesprochenen großen MERUM-Degustation erhalten haben, womit sie fast die gesamte Winzerelite des Piemont düpierten und das zu Preisen, die fast unwirklich sind, wenn man das Preisgefüge großer Baroli oder anderer renommierter Prestigeweine auf der Welt betrachtet. Und als noch spektakulärer betrachten wir die Barolo-Qualitäten in 2007 sowie der genialen „Einstiegsdrogen” von Fabio Allessandrio!
All unseren Kunden, die traditionell vinifizierte Tropfen fernab von ermüdenden Holzorgien lieben, können wir eine der spannendsten Weingutsentdeckungen in der gesamten Geschichte von Pinard de Picard nur wärmstens anempfehlen! Traumhafte Terroirweine, allesamt höchst eigenständige, urwüchsige Tropfen mit großem Charakter, absolute Geheimtipps und daher weit unterbepreiste Schnäppchen! Kategorie persönliche Lieblingsweine.

Piemont: Land der Hügel und Reben am Fuße der Berge
© Herbert Lehmann
603710 Burlotto, „Elatis”, rosato 2010 8,95 Euro
Welch grandioser Rosé mit komplexen Beerenaromen (insbesondere reife Himbeeren und kleine, wild wachsende Walderdbeeren), floralen und mineralischen Noten und einer fabelhaften Frische! Der Geschmack ist delikat fruchtig und ausgesprochen intensiv, der Körper traumhaft gehaltvoll und der Abgang zeigt eine charakteristische Mandelnote. Ein solch vornehmer Rosé aus den Edelreben Nebbiolo, Barbera und Pelaverga trinkt sich dann auch fast wie ein leichter, schwebend-transparenter Rotwein und passt zu vielerlei Gerichten, etwa zu Fischsuppe, Pasta, Pizza, Wurst und Käse, aber auch zu gegrilltem Fleisch. Höchstes Lob daher für diesen Referenz-Rosé – Ein Klassewein für wenig Geld! Er verzaubert mit üppiger Fruchtreife und gehaltvollem Körper, erweist sich am Gaumen dank feiner Säure (DAS Signum in 2010 für die meisten klassischen Anbauregionen Europas!) und angenehmer Gerbstoffe als wunderbar saftig und ungemein frisch. Köstlich!
603810 Burlotto, Langhe „Viridis”, bianco 2010 10,90 Euro
Gambero Rosso: „Unser Sauvignon-Liebling von einem Glanzlicht Piemonteser Weinbautradition mit großem Geschichtsbewusstsein, eine virtuose Interpretation”.
Welch unerhört köstlicher Sauvignon von bestem kalkigen Terroir, der es spielerisch leicht mit deutlich teureren Weinen der Loire oder Neuseelands aufnehmen kann. Welch verführerische Nase: Komplexe Aromen von Aprikose, Cassis, Stachelbeeren, weißen Blüten, Mineralien, Passionsfrucht, Papaya und eine würzige Pfeffernote entsteigen wollüstig dem Glase. Am Gaumen sehr dicht und süffig mit einer ausgeprägten Fruchtfülle und einer rassigen, pikanten Säure. Die Kräuterwürze verleiht ihm einen unwahrscheinlich animierenden Nachhall. Ein phantastischer Weißwein, den man einfach so wegsüffeln kann, der aber auch wunderbar zu Gerichten wie Spargelsalat mit Limonen-Kräuterdressing, Lachsparfait mit Crème fraîche, Minze und Salbei, asiatischen Wokgerichten und Sushi harmoniert. Viele teurere Gewächse von der Loire haben gegen diesen herrlich leckeren Understatement-Wein keine Chance! Dieser geniale Piemonteser verfügt über ein derart phantastisches Preis-Genussverhältnis, dass man ihn kistenweise kaufen sollte!
604010 Burlotto, Verduno Pelaverga, rosso 2010 10,90 Euro
MERUM: „Pelaverga: Für Liebhaber feiner Weine!”
Gambero Rosso: „Platz eins seiner Traubenliga”

Fabio Alessandria, der Ur-Ur-Enkel des Commendatore,
sympathisch, weltoffen und ein genialer Winzer!
© Werner Richner
MERUM, die Insiderzeitschrift für authentische italienische Weine und Olivenöle, urteilt nach einer Degustation dieser in Deutschland fast gänzlich unbekannten Rebsorte euphorisch: „Pelaverga von Verduno: Für Liebhaber feiner Weine! Begeisternd war die Begegnung mit dem Pelaverga. Die delikate Sorte mit dem Aroma von weißem Pfeffer und dem feinen Tannin wird vor allem die Freunde feiner Weine entzücken. Leider ist die Produktion sehr gering und auf die Gemeinde Verduno im Barolo-Gebiet beschränkt.” Und dann bewerten die MERUM-Verkoster drei dieser autochthonen, Trinkfreude pur verschenkenden Gewächse gar mit drei Sternen, eine Adelung quasi für derart preis„werte” Tropfen! Mit dabei natürlich die traumhafte Trouvaille unserer Entdeckung des Jahrzehnts aus Italien, unser Kleinod Burlotto!
Die kleinbeerige Pelaverga-Rebe soll der Sage nach im 17. Jahrhundert vom heilig gesprochenen Sebastiano Valfré, der im Dorf noch heute sehr verehrt wird, nach einem Feldzug gegen die französischen Besatzer nach Verduno gebracht worden sein und wird nur hier und in der unmittelbaren Umgebung angepflanzt und sonst nirgendwo auf der Welt. Diese uralte Pflanze „überlebte” in Verduno wohl deshalb, weil Commendatore Burlotto, der Hoflieferant des italienischen Königshauses, sich mit all seiner Autorität für die weitere Kultivierung dieser so eigenständigen Rebsorte eingesetzt hatte. Und der Pelaverga wurde früher, als man auf dem Weingut nur wenige Rebstöcke besaß, nicht verkauft, sondern den besten Kunden von Burlotto geschenkt, als Zeichen der besonderen Wertschätzung!
Und diese Kunden müssen feine Zungen gehabt haben, um ihrerseits den Pelaverga zu schätzen: Denn das ist kein schwerer, mächtiger Wein, der es im Glase krachen lässt. Hier haben wir Mozart statt Wagner. Piano streichelt dieser feingliedrige, ungemein frische, zartwürzige, rotbeerige „Pinot des Piemont” (sowohl in seinem betörenden Parfum, seiner schwebenden Eleganz wie seiner Zickigkeit am Rebstock!) die Zunge, verweilt, tänzelt und betört den Gaumen mit seiner phantastischen Frucht und vibrierenden Säure, die so typisch ist für den großen Jahrgang 2010, ebenso wie die reifen, cremigen Tannine. Ein traumhafter Tropfen ausschließlich für Finesse-Trinker, der Antipodenwein zu allen Holzorgien und süßlichen Marmeladen aus Übersee, schlicht wie aus einer anderen Welt stammend. Zu meiner großen Überraschung schon in den beiden Vorjahren im Gambero Rosso, dessen präferiertem Stil unsere Trouvaille doch so gar nicht entsprechen will, mit zwei Gläsern und der Auszeichnung für ein besonders günstiges Preis-Genuss-Verhältnis geehrt.
Trinkvergnügen pur ab sofort bis 2015+.

Spaziergang über einen Bauernmarkt im Piemont
© Franz Marc Frei / LOOK-foto
604209 Burlotto, Barbera d’Alba, rosso 2009 11,00 Euro
Vom Barbera d’Alba werden von Fabio zwei in ihrer Stilistik höchst unterschiedliche Weine vinifiziert, die auf jeweils traumhafte Weise das große Potential ihrer Rebsorte widerspiegeln: Der im großen Holzfass ausgebaute „kleine” Barbera d’Alba verkörpert als klassische Variante die puristische Typizität des Barbera: Eine betörende Frucht (Veilchen, kleine rote Beeren, saftige Kirschen) paart sich mit einem seidigen Körper voller Eleganz, Finesse und genialer Frische sowie einer rauchigen Mineralität, die dem hohen Kalkanteil im Untergrund seiner erstklassigen Lage geschuldet ist. So feinsinnig die Frucht, so reichhaltig und dicht ist sie andererseits, besitzt eine tolle Reife ebenso wie eine traumhaft integrierte, vibrierende Säure und sehr weiche, cremige Tannine, die diesen ungemein harmonischen und wunderbar komplexen Sinnenschmeichler ab sofort und in den nächsten 5 Jahren mit höchstem Genuss wegzischen lassen. Für meinen persönlichen Geschmack wegen seines burgundischen Stils auf zumindest gleichem Niveau wie seine beiden fabelhaften Jahrgangsvorgänger und ein heißer Kandidat für den besten Basis-Barbera 2009 im Piemont!

Viele Lagen im Piemont sind in der Realität noch wesentlich steiler,
als sie auf Fotos wiedergegeben werden können.
604309 Burlotto, „Aves”, Barbera d’Alba, rosso 2009 14,95 Euro
Welch Grandseigneur des Barbera, eine Selektion der reifesten Trauben der besten Parzellen, die zum guten Teil in Barriques (davon jedoch nur 20% neu, denn das Holz hat eine dienende, ausschließlich strukturgebende Funktion und soll nicht den Geschmack dominieren) ausgebaut werden. Und was besitzt dieser Referenz-Barbera für eine grandiose Struktur! Die aristokratische, schwarzbeerige, feinst süßliche Frucht betört erotisierend die Nase und vergießt sich hedonistisch, transparent und ungemein saftig auf die Zunge, wunderschön eingebettet in einen bunten Strauß erlesener orientalischer Gewürze, nobler Schokoladenoten und balsamischer Anklänge. Da ist keinerlei Schwere am Gaumen – bei allem Schmelz, grandioser Dichte und sinnlicher Fleischeslust – , aber eine grandiose Komplexität. Zärtlich liebkost das dezente Holz die Zunge, die auch von seidenen Tanninen verwöhnt wird, welche sofortigen Trinkgenuss (am besten am zweiten Abend aus der geöffneten Flasche!), aber auch ein großes Entwicklungspotential bis nach 2017 versprechen. Ein Überflieger in seiner Preisklasse, einer der größten WEINWERTE des Piemonts! Wegen seines singulären Preis-Genuss-Verhältnisses haben wir den Jahrgangsvorgänger dieses betörenden Charakterweins zu unserem Wein des Jahres 2010 aus Italien (Gambero Rosso: „Spektakuläre Qualität”) gewählt! Und 2009 ist wohl für den Barbera ein noch größeres Jahr als 2008. Viel Vergnügen jedenfalls mit diesem piemontesischen Klassiker: Seine komplexe Frucht, seine ungemein trinkanimierende Saftigkeit und Geschmeidigkeit in außergewöhnlich lustvoller Mundtextur machen Burlottos Spitzen-Barbera zu einer der verführerischsten Weinpersönlichkeiten aus Bella Italia. Salute!

Spezialitäten des Piemont locken ... und danach: der Abend wird eingetrunken ;-)
© Ingolf Pompe / LOOK-foto
604609 Burlotto, Langhe Nebbiolo, rosso 2009 14,50 Euro
Die Reben für diesen genialen Nebbiolo (der mir bei der Verkostung auf dem Weingut schier die Sprache verschlagen hat, so sehr ragt er qualitativ heraus, das ist schlicht grandiose Barolo-Qualität, der bei anderen Spitzengütern auch unter diesem Label abgefüllt würde, bei unserem Qualitätsmagier Fabio jedoch unter dem schlichten Rebsorten-Etikett zu völlig unmöglichem Preis vermarktet wird!) stehen allesamt in den besten Barolo-Lagen des Traditionsgutes Burlotto, wobei es sich vorwiegend um die Trauben aus jüngeren Rebstöcken handelt, die aber bereits eine feine salzige Mineralik des Terroirs in die kerngesunden, hocharomatischen Beeren transportieren. Und was ist das für ein betörendes piemontesisches Urgestein! Authentisch, ungemein fein im Bukett, meilenweit entfernt von barriquegeschwängerten modernen Weinen, die keinen Ursprung, keine Heimat, keine Seele erkennen lassen. Aber so schmeckt und riecht es im Piemont! Im ebenso intensiven wie einladenden Duft faszinieren Rosen, Veilchen, rote Beeren, delikate Kirschen und noble Gewürze. Am Gaumen wieder eine ungemein feine Beeren- und subtile Kirschfrucht (was für ein phantastisches Maul voll Wein: frisch, vibrierend, rassig und von dramatischer Finesse), eine grandiose Würze sowie eine tiefgründige, expressive Mineralität und von verspielter, tänzelnder, transparenter Struktur, klingt mit delikater Frucht und weichen, geschliffenen, kühlen Tanninen lange nach. Höchste Eleganz in betörender Frucht und Mundtextur statt biberartiger Holzorgie! Die dramatische Qualität dieses famosen Nebbiolo macht fast sprachlos, dieser LeckerSchmecker ist zweifellos auf Augenhöhe mit vielen seiner gerühmten, aber wesentlich teureren „Brüder” aus Barolo und Barberesco und demonstriert das ganze vinologische Können eines Ausnahmetalents wie Fabio Burlotto. Nicht viele der wesentlich teureren Baroli werden unserer Preis-Genuss-Sensation von Burlotto das Wasser reichen können. Versprochen!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2012 bis 2017+.

Und nun kommen wir zu den Juwelen aus Burlottos einzigartiger Kollektion, den Baroli 2007, den Perlen aus einem ganz großen piemontesischen Jahrgang, die frisch bei uns in Saarwellingen eingetroffen sind. Spannend und höchst interessant finden wir den ebenso sensiblen wie kritischen Kommentar des Chefredakteurs von MERUM, Andreas März, zur Entwicklung der Stilistik der piemontesischen Spitzenweine, anlässlich der Veröffentlichung der großen, repräsentativen Verkostung von über 200 Baroli 2006 im November letzten Jahres, in der unsere Kreszenzen Cannubi und Acclivi zu den 13 besten Gewächsen gewählt wurden (Herzlichen Glückwunsch unserer jungen Winzerikone aus dem Piemont)! Wir zitieren: „Bedenkt man, dass die Appellationen Barolo und Barbaresco zu den besten, angesehensten und höchstbewerteten Weingebieten der Welt gehören, muss erstaunen, wie groß die Zahl durch önologische Eingriffe anonymisierter Weine hier ist. Ich habe Mühe zu verstehen, weshalb diese privilegierten Winzer bei der Weinbereitung so viel Improvisation treiben. Zuversichtlich warte ich seit Jahren darauf, dass der Sturm und Drang der 80er-Jahre sich endlich legt und die Zahl der Winzer zunimmt, denen mehr der klassische Terroircharakter als modische Tendenzen am Herzen liegen. Ganze 133 der 215 verkosteten Barolo würde ich ungetrunken stehen lassen. Klar, das liegt in sehr vielen Fällen an meiner Allergie gegen Eichenaromen. Aber müssen Liebhaber – austauschbarer – Holzaromen ausgerechnet mit Weinen aus diesen einzigartigen Spitzenlagen bedient werden? Ich finde es einfach sehr schade um das einzigartige Potenzial, das im Nebbiolo und in den Lagen der Langa steckt. Ich frage mich zudem, weshalb sich viele Winzer die Mühe machen, Einzellagen separat abzufüllen und dies auf dem Etikett auch auszuweisen. Denn weshalb Lagenabfüllungen, wenn der Geschmackseindruck der einzelnen Lagenweine dann doch nur von Eichenholz- und Variationen von Waldbrandgeruch geprägt ist? Doch kein Grund zur Bange, für die Liebhaber klassischer Weine, bei denen die Winzer darauf achten, Jahrgangs- und Ursprungsunterschiede zum Ausdruck zu bringen, gibt es genügend Alternativen. Barolo mit einer Intensität von Freude und Genuss, zu der nur Nebbiolo-Weine in der Lage sind.” Und die hohen Bewertungen der Baroli von Burlotto sind ein Triumph höchster handwerklicher Winzerkunst in urtraditionellem Stil. Salute!
604707 Burlotto, Barolo, rosso 2007 27,90 Euro
Barolo 2007: Das ist tolle Finesse, Frische und Eleganz bei hoher Konzentration und Dichte und cremigen, „offenen” Tanninen!
Die großen Winzer des Piemont interpretieren den Barolo höchst unterschiedlich, wie ein Musiker seine Sonaten. Es gibt alle Facetten zwischen den konsequenten Modernisten, die den Barriqueausbau auf ihre Fahnen geschrieben haben, und den Bewahrern von Tradition und kulturellem Erbe. Sie, werte Kunden, haben die freie Wahl, unter all diesen Interpretationen ihre Lieblingsweine zu finden. Wenn Sie sich für traditionelle Baroli begeistern, dann ist auch dieses dezidierte Urteil von Andreas März, ebenso kompetenter wie streitbarer Herausgeber von MERUM, für Sie sicherlich sehr interessant: „Barolo und Barbaresco sind mit vom Bemerkenswertesten, was Italien an Wein zu bieten hat. Die Nebbiolo-Traube findet in den Lagen und auf den Böden der Langa alle Vorraussetzungen für großartige Weine. Und hiermit sind wir beim alten Problem: Warum der Geier versuchen die Winzer nicht einfach, ihren einzigartigen Standortvorteil auszukosten und Barolo zu erzeugen, der wie Barolo schmeckt? Die Winzer halb Italiens beneiden ihre Kollegen aus den Hügeln um Alba, denn sie selbst sind auf Grund ihrer weniger privilegierten Situationen dazu gezwungen, auf den dämlichen Mehrheitsgeschmack Rücksicht zu nehmen und ihre Weine mit Ruß-, Holz- und Röstaromen zu würzen. Aber was tun die privilegierteren Langa-Winzer? Sie ahmen jene nach, die sie beneiden! Zum Glück tun’s nicht alle. Aber neben begeisternden Weinen haben wir jede Menge Barolo gefunden, die genauso schmecken wie irgendwelche Weine aus irgendwelchem weinkulturellen Niemandsland. Doch eine stabile Gruppe von Winzern erzeugt Barolo, die einfach toll sind! Es sind klassische Weine, trinkige, charaktervolle, fruchttiefe Vollblut-Nebbiolo, Weine, die Lust auf einen baldigen Besuch in Treiso, Verduno, Barolo, Barbaresco oder Monforte machen.”

Gut gebrüllt, Andreas März. Wir beide bevorzugen offensichtlich Baroli, die mein Fernweh nach dem Piemont schüren, die Sehnsucht, in der milden Abendsonne auf die in fahles Licht getauchten Berghügel blicken zu dürfen und dramatisch schöne Sonnenuntergänge zu erleben vor dem Hintergrund schneebedeckter, majestätischer Alpenwipfel. Einen solch traditionellen Barolo möchte ich Ihnen jetzt wärmstens anempfehlen. Dazu, werte Kunden, sollten Sie wissen: Die großen Weine von Verduno unterscheiden sich ebenso deutlich von denen der anderen berühmten Piemonteser Lagen wie beispielsweise die Grand-Cru-Lagen des Burgunds untereinander. Verduno steht für Finesse, Eleganz und ein betörendes Parfum, was natürlich – neben dem sensiblen Ausbaustil der Familie Burlotto – den großartigen Böden geschuldet ist, die, in traumhafter Exposition, einen hohen Sandanteil haben und ab etwa 60 cm viel Kalk im Untergrund. Das Resultat: Feinste Frucht (Erdbeeren, Kirschgeist) und florale Noten von Veilchen und welken Rosen sowie betörende Anklänge an weiße Trüffel und Lakritz begeistern schon in der Nase (Die Baroli von Verduno mit ihrem so feinen Parfum verwöhnen wahrlich alle „Nasenbären”!) und verbinden sich auf der Zunge mit Feinheit, Spiel und Finesse zu einer betörenden burgundischen Stilistik. Authentisches, unverfälschtes Piemont! Ist es nicht Terroircharakter in seiner schönsten Form, wenn ein Wein uns so deutlich an seinen Ursprung erinnert und den Durst der Seele stillt?
Zu genießen ist dieser geniale Traditions-Barolo ab sofort (Frühe Trinkreife gepaart mit enormem Alterungspotential ist DAS Signum des genialen Jahrgangs 2007 im Piemont mit seiner unendlich langen Vegetationsperiode (wie in Deutschland), die ein langsames Ausreifen komplexer, subtiler Aromen in einem kühlen Bilderbuchherbst ermöglichte), Höhepunkt 2014-2025+.
604807 Burlotto, Barolo „Acclivi”, rosso 2007 29,95 Euro
Einer der betörenden Testsieger in der großen MERUM-Degustation!
DER Archetypus eines großen Barolo aus Verduno! Im Unterschied zu den beiden anderen Spitzenbaroli von Burlotto ist dieser singuläre Grandseigneur vinifiziert nach dem urtraditionellen Konzept, große Lagen NICHT getrennt auszubauen, sondern ihre positiven Eigenschaften zusammenzufügen, indem man erlesene Trauben der besten, steilen – sand- und kalkhaltigen Terroirs, teilweise nach Osten ausgerichtet! – von Verduno in großen Holzfudern (Barrique sind, es sei hier nochmals betont, bei Burlotto für den Barolo-Ausbau verpönt) gemeinsam ausbaut und keine Parzellen getrennt auf Flaschen zieht. Dieses barolische Urgestein betört mit seinem fabelhaft brillanten, feinen Parfum, dem Markenzeichen großer Weine aus Verduno: Noble Aromen von Kirschen, blauen Beeren, Veilchen und Rosen umgarnen die Nase, am Gaumen begeistert die fabelhafte Balance zwischen Kraft und Dichte einerseits und einer grandiosen Finesse und Eleganz andererseits. Und welche packende Mineralität, welch aristokratische Struktur und welch traumhaft feine Tannine! Das ist ein urtraditioneller Barolo, wie er klassischer nicht sein kann!
Zu genießen ab sofort (schmeckt am zweiten Abend genial!), Höhepunkt 2013 bis nach 2025.
6048107 Burlotto, Barolo „Acclivi”, rosso 2007 1,5 l 79,00 Euro
604907 Burlotto, Barolo „Monvigliero”, rosso 2007 33,90 Euro
Nach all meinen Trinkerfahrungen mit großen piemontesischen Weinen finden wir hier den ungewöhnlichsten und einen der allerFEINSTEN aller Baroli, gewachsen auf fabelhaften Sandböden (vergleichbar dem legendären Terroir von Rayas in Châteauneuf-du-Pape) mit hohen Kalkanteilen im Untergrund. Doch es ist nicht nur dieser großartige Boden einer der mythischen und von Kennern höchst eingeschätzten Lagen des Piemonts, der diesen stilistisch einzigartigen Wein prägt, sondern auch seine Vinifizierung: Wie in den guten alten Zeiten werden die Trauben für diesen magischen Wein noch ausschließlich mit den Füßen gekeltert! Niemand sonst im Piemont führt diese alte Methode heute noch fort. Daher welch mutige und weise Entscheidung des jungen genialen Fabio Alessandria! Sie bedeutet für die Praxis, dass die Beeren nicht entrappt werden (also nicht ihrer Stiele beraubt werden, eine Vorgehensweise, wie sie beispielsweise auch auf der Domaine Romanée Conti gepflegt wird) und so ihre ganze komplexe Frucht und Frische bewahren können und durch das vorsichtige, ja, fast zärtliche Treten der ganzen Trauben mit ihren Schalen und Kämmen mit den Füßen (ein hartes Draufstampfen ist dabei gar nicht möglich, da würden die Fußsohlen von den harten Traubenstengeln viel zu sehr schmerzen) werden nur die allerfeinsten, weichen Tannine, ohne jegliche Bitterstoffe, extrahiert. Das Resultat: Ein unverwechselbarer Stil zeichnet diesen urtraditionellen Barolo aus!

Ganz anders als die vielen Konzentrationsmonster „schleicht” sich dieses Kätzchen auf leisen Pfoten in alle Sinne und verführt durch eine fabelhaft hedonistische Frucht (kleine rote Früchte, v.a. Himbeeren), betörende florale Noten von Rosen und Veilchen, sinnlicher Moschus und eine burgundische Finesse und Eleganz. Auch im Mund setzt sich diese feine Klarheit des Weines höchst animierend fort und bleibt noch minutenlang am Gaumen haften, wenn das Glas schon lange geleert ist. Und welch Feinheit der Tannine, welch messerscharfe Mineralität! Dieses extrem langlebige, unverwechselbare Nebbiolo-Unikat ist mit keinem anderen Barolo vergleichbar, es erinnert, je nach Entwicklungsstadium, Kenner der großen Weine der Welt an die legendären, um ein Vielfaches teureren Gewächse von Rayas, wie sie in den 80er und 90er Jahren einmal geschmeckt haben oder an extrem feinsinnige Musigny! Aber nur wegen der einzigartigen Feinheit und Delikatesse der Frucht, der schwebenden Transparenz sowie der seidenen, butterweichen Tannine. Geschmacklich haben wir hier nicht das Burgund, sondern die Seele des Piemont im Glas! Ein „Muss” für Liebhaber subtiler Genüsse, welche Kaschmir und Seide, Finesse und Eleganz mehr schätzen als vorlautes Krachen im Glase oder Holzorgien für Bibermäuler. Ein urtraditioneller Referenzwein für unbeirrt auf die Flasche umgesetzte Barolo-Authentizität! Wieder einmal: Mein persönlicher „coup de coeur” des Jahres für italienischen Wein, wahrlich eine Herzensangelegenheit!
Zu genießen ab sofort (am zweiten Abend vermag er Sie bereits in den Weinhimmel zu entführen), Höhepunkt 2014 bis 2025+.
6049207 Burlotto, Barolo „Monvigliero”, rosso 2007 3 l 155,00 Euro
603907 Burlotto, Barolo „Cannubi”, rosso 2007 38,00 Euro
Einer der betörenden Testsieger in der großen MERUM-Degustation!

Burlottos Barolo begleitete, als einziger Wein, 1899 die
berühmte Nordpolexpedition des Herzogs der Abruzzen
Kalk und Sand bilden auch in dieser berühmten piemontesischen Spitzenlage (übrigens das einzige große Burlotto-Terroir, das nicht in Verduno angesiedelt ist, sondern zum Ort Barolo gehört) den Nährboden für einen Stoff, aus dem die Träume von Liebhabern großer klassischer Baroli bestehen. Auch hier finden wir idealtypisch das Credo aller großen Baroli von Burlotto – Finesse und Eleganz, eingepackt jedoch in eine mächtige, ungeheure Kraft, wie sie ein arabischer Vollbluthengst verkörpert. Werte Kunden: Dieser Bilderbuch-Cannubi verkörpert genau die Stilistik eines Barolo, den Liebhaber auf aller Welt genießen möchten, immer wieder suchen – und doch leider so selten finden. Ein unverfälschter Heimatwein mit Seele, unkopierbar auf der Welt, eines der immer seltener werdenden authentischen Weinoriginale! In der betörenden Nase ein klassisches Barolo-Parfum. Kirschen und blaue Beeren vermählen sich mit faszinierenden Anklängen von Rosen, Veilchen und Teer. Ein nobler Kern intensiver Mineralität, eine betörend saftige Frucht, deren Fülle von einer nahezu nordischen Kühle ummantelt wird und cremige, fabelhaft seidene Tannine verwöhnen, nein, streicheln und liebkosen zärtlich die Zunge. Welch phantastische Säurestruktur (!), welch herrlich balancierte Textur, welche Präzision und welch animierende Trinkigkeit! Diese betörend duftige aromatische Transparenz, gepaart mit majestätischer Kraft und Würze sowie balsamisch reifer Süße, macht Burlottos Cannubi-Referenz zu einem einmaligen Weinerlebnis – Originärer kann man keinen Barolo-Klassiker auf der Flasche erleben! Eine ungeheure Kraft, ummantelt von einer traumhaften burgundischen Finesse und Eleganz. Weltklassestoff!
Der „primus inter pares” bei Burlotto? Time will tell. Jedenfalls braucht der ‚Cannubi’ im Unterschied zu seinen drei Brüdern noch wenigstens zwei, vielleicht drei Jahre Flaschenreife, bevor wir ihn zu trinken empfehlen! Eine Flasche Cannubi von Burlotto ist jedenfalls wie Porsche kaufen und nur einen Polo bezahlen müssen! Burlottos Baroli gehören zu den allergrößten Schnäppchen der Weinwelt.
Höhepunkt 2016 bis nach 2030.
6039107 Burlotto, Barolo „Cannubi”, rosso 2007 1,5 l 95,00 Euro
