Wein - Highlight
Domaine Léon Barral - Faugères
Mineralische Weinunikate aus biodynamischem Anbau mit singulärem Charakter von den legendären Schieferböden des Faugères: In ihrer fabelhaften Qualität großen, teuren Prestigegewächsen der Côte Rôtie ebenbürtig – und dies zu den sympathischen Preisen des Languedoc!
Didier Barral hat sein kleines Weingut, das unter Winzerkollegen, Händlern und Weinliebhabern gleichermaßen einen mythischen Ruf besitzt, in die absolute Spitze des Languedoc geführt und zählt heute zu den 3 besten Domainen: Von Parker wie der Revue du vin de France mit Elogen überhäuft!
Visionäres Winzergenie, sensibler Wingertmann und vinologischer Revoluzzer gleichermaßen, in seinem Unangepasstsein und Habitus eine Reinkarnation des jungen, stets eigene Wege suchenden James Dean – in diesem Spannungsfeld steht Didier Barral, der sich kompromisslos wie kaum ein anderer für sein singuläres Terroir und intakte Natur pur engagiert.

Ein Besuch bei dieser Legende des Languedoc ist wie der Zutritt in ein ureigenes Universum: Wie stets nimmt er mich bei der Hand, meint sehr bestimmt, wir sollten erst unsere „kleine” Runde durch die Weinberge machen (die dann wie gewöhnlich Stunde um Stunde in Anspruch nimmt), bevor es ans Verkosten geht. Vor uns liegen, in ein beispielgebendes ökologisches Gleichgewicht eingebettet, seine berühmten Lagen, auf denen Esel, Kühe und Pferde weiden und die Triebe der Trauben abfressen. (Es ist Februar und Barrals gemischte Viehherde übernimmt die „Arbeit” des Rebenschneidens.) Der Boden ist, natürlich, extrem aufgelockert.

Didier nimmt eine Hand voll von dieser fein duftenden Erde und zählt mit Begeisterung scheinbar jedes einzelne Wesen, welches in dem lebenden Humus herumkrabbelt. „Die Winzer haben die Biologie des Bodens verlernt”, geißelt Didier die weit verbreiteten Missstände in seiner Zunft, während er auf Knien in seinem Weinberg rutscht und die krümelige Erde mit ihrer enormen Vielfalt an Kleinstlebewesen durch die Finger rieseln lässt, um mir ihren optimalen Zustand zu demonstrieren: „Der Mensch kann aber auf Dauer erfolgreich nur MIT der Natur arbeiten, niemals gegen sie. Wir müssen der Erde die Chance lassen, sich von der über Jahrzehnte betriebenen Monokultur und den auf sie eingespritzten Pestiziden und Herbiziden erst einmal zu erholen. Daher gebe ich neu erworbenen Parzellen 10 Jahre Zeit, sich zu regenerieren. Sie werden gerodet und 10 Jahre ohne Anbau sich selbst und meinen Weidetieren überlassen. Das bedeutet natürlich große finanzielle Einbußen. Aber dafür gewinnen die danach neu gepflanzten Reben ein vitales und ökologisch intaktes Umfeld, so dass der Mensch aus ihren kerngesunden Trauben großartige, individuelle, aber auch höchst bekömmliche Weine machen kann.”

Didier Barral
Welch wohlüberlegtes Puzzle von Details steckt hinter solch spektakulären Qualitäten, die Didiers grandiose Weine zur Referenzqualität des Languedoc und ihn zu einer der legendären Winzerpersönlichkeiten des Midi haben werden lassen. Dieses zeigt sich bei der liebevollen Pflege der wie in Châteauneuf-du-Pape in niedriger Buschform wachsenden, sehr tief wurzelnden Reben, reicht über eine biodynamische Arbeitsweise in den aufgelockerten, „lebenden” Weinbergsböden, bei der eigens konstruierte Pflugmaschinen zum Einsatz kommen, welche die Böden nicht verdichten, bis zu einem ausgeklügelten, „intelligenten” Bewässerungssystem und den unterirdischen Kelleranlagen mit ihrer uralten, aber extrem schonenden Presse, wo jede Weinbergsparzelle in Kleinstgebinden separat ausgebaut wird – ohne jegliches belastendes Eingreifen und mit nur einem Minimum an Schwefel. Didier weiß genau um die Bedeutung jeder einzelnen Pflanze, die in seinen Weinbergen wächst und um ihre Wichtigkeit für das gesamte Ökosystem. „ÉQUILIBRE” (übersetzt: Gleichgewicht, Balance) ist daher das Zauberwort, das Didiers Arbeit am besten charakterisiert. Zum einen ein ökologisches Gleichgewicht in den biodynamisch bearbeiteten, mit wilden Kräutern bewachsenen, „butterweichen”, unter den Schuhen federnden Weinbergen, die von Natur aus für niedrige Erträge sorgen und infolge einer optimalen Wasser- und Sauerstoffversorgung der extrem tief wurzelnden Reben niemals Trockenstress aufkommen lassen, dafür aber dem fertigen Wein eine unvergleichliche Säurestruktur und damit eine einzigartige Frische vermitteln. Zum anderen das Verhältnis der Haut zum Saft in den reif (aber nicht überreif!) geernteten Trauben, die für eine sensationelle Balance verantwortlich zeichnen und schließlich ein harmonisches Gleichgewicht aller wesentlichen Faktoren wie Extrakte und Aromen im fertigen Wein, die infolge ihrer singulären Finesse und Frische in Ihrer Trinkanimation nicht zu übertreffen sind.
In diesem Sinne wird bei Didier Wein zum einfühlsam interpretierten Kunsthandwerk, wie wir es nur bei den ganz Großen ihrer Zunft finden! Gut „gemachte” Weine gibt es mittlerweile reichlich, charaktervolle Unikate auf diesem absoluten Weltklasseniveau sind jedoch extrem rar gesät. Didier Barral, auf dem Zenit seines großen Könnens angekommen, ist es im Fabeljahrgang 2007 meisterhaft gelungen, sinnliche, unübertrefflich finessenreiche Gewächse zu vinifizieren, terroirgeprägte, authentische Unikate auf höchstem Qualitätsniveau, die sich wohltuend aus dem Einheitsbrei international standardisierter Spitzenweine hervorheben und von Kennern zu den besten des gesamten europäischen Südens gezählt werden! Sie gehören zu den am meisten gesuchten Weinen Frankreichs, zieren die Karten der Spitzenrestaurants des Landes und werden nur einem ausgewählten Kundenkreis zugeteilt.

Wahrlich: Didier hat seinen ureigenen Stil gefunden: Nicht Rebsorte oder Ausbaustil prägen die Stilistik seiner Weine, sondern ausschließlich sein großes Schiefer-Terroir. Kein Zweifel: Didier Barral, der TERROIRIST, hat im großen Jahrgang 2007 die bisher besten Weine seiner Winzerkarriere vinifiziert mit einer Säurestruktur, Eleganz und traumhaften Balanciertheit, mit einer berührenden natürlichen Schönheit, die im gesamten französischen Süden in diesem Jahrgang ihresgleichen sucht. Nehmen Sie mich beim Wort und machen Sie die Probe: Ihre kundige Zunge wird von einer ungewöhnlich seidigen, noblen, kühlen Mineralität verzaubert werden. Kaum ein Weinkenner wird bei einer Blindverkostung diese traumhaften Weine im wilden französischen Süden vermuten, sondern sie für sündhaft teure Prestigeweine der nördlichen Rhône halten, so einzigartig ist ihre singuläre Frische und Finesse, ihre noble Eleganz und abgrundtiefe Mineralität: Souveräne Referenz für Faugéres von einem der renommiertesten Winzer Frankreichs, auf Augenhöhe mit den berühmtesten Prestigeweinen der Welt, nur zu dramatisch günstigerem Preis!

© Werner Richner
348207 Barral, Faugères, „Jadis”, rouge 2007 22,00 Euro
In seiner Preisklasse das mit Abstand beste, was ich bisher im Languedoc getrunken habe!
DIE ultimative Steigerung: Die eindrucksvollen schwarzen Schieferböden von Faugères sorgen auf den exponierten Süd- und Südwesthängen für eine unvergleichliche Finesse und eine orgiastische Aromenkomplexität, die Didiers „Jadis” in berührend natürlicher Schönheit verströmt. Frische, Frucht und Finesse treffen feinste Mineralität: „Schade, dass man Wein nicht streicheln kann” (Kurt Tucholsky)!
Dieses faszinierende Aushängeschild der neuen authentischen Spitzenweine aus dem Languedoc, die von einer kleinen avantgardistischen Elite junger Winzer meisterhaft vinifiziert werden, ist ein traumhaftes Gewächs (überwiegend Syrah- und alte Carignanreben, dazu ein wenig Grenache und Cinsault) mit einem verführerischen, atemberaubenden Duft nach schwarzem Cassis, Schattenmorellen, Blaubeeren, Salbei und der ganzen Fülle der provençalischen Kräuter (Lavendel!), dazu edler Mocca, Bitterschokolade, Oliventapenade sowie edle Gewürze wie Zimt, Nelken, Sternanis und dann: Rauchfleisch und dunkler Tabak! Welch alle olfaktorischen Sinne betörender Hammer in der Nase! Neben diesen wildaromatischen Anklängen besitzt dieser GRAND VIN DU TERROIR feinste Noten von weißem Trüffel und eine wunderschön eingebundene, traumhaft geschliffene Mineralität: Ein beredtes Zeugnis seiner einzigartigen Böden aus schwarzem Schiefer. Dieser grandiose Wein präsentiert sich am Gaumen dicht und opulent, ja geradezu lasziv-erotisch mit verführerischen Schichten von komplexen Beerenaromen. Überraschend burgundisch-saftig in seiner Textur, gleitet er fast zärtlich über die jubilierende Zunge und betört mit einer cremigen, feinwürzigen Tanninstruktur sowie einer animierenden Säure, die dem Wein bei aller verführerischen Opulenz eine große Eleganz verleiht! Ein phantastisches Unikat von einem der besten Winzer Frankreichs mit enorm viel Potential für die Zukunft.

© CIVB
Seit Christina Hilker, „Deutschlands Sommelier des Jahres 2005” (Gault Millau), den Jadis im FEINSCHMECKER als ihre Entdeckung des Jahres feierte, zählt dieses sensationelle Gewächs für viele unserer Kunden zu ihren erklärten Lieblingsweinen aus dem französischen Süden! Wegen seiner fabelhaften Frische, Finesse und Eleganz, wegen der seidig-noblen Tannine und der kühlen Mineralität ein unbedingter Tipp auch und gerade für frustrierte Bordeauxtrinker (Ein solch einzigartiges Preis-Genuss-Verhältnis sucht man in allen Renommierregionen der Welt vergeblich!) und ein neuer Referenzwein für unbeirrt auf die Flasche umgesetzte Natur! Chapeau, Didier! Es gibt Weine, denen man mit Worten und Noten nur schwerlich gerecht werden kann, man muss sie einfach mit allen Sinnen genießen. Dieses hedonistische Gewächs gehört zur Kategorie persönlicher Lieblingswein und verdient meine ganz besondere Empfehlung! Hinter aller betörenden Frucht findet sich das pochende Herz des großen Terroirs des Faugères, die wieder gefundene Kraft eines lebenden Bodens. Natur pur! Ein edler Wein mit Seele, Authentizität und Charakter.

Ausschnitt aus der Schieferformation, aus der
die Reben die wertvollen Mineralstoffe aufnehmen
348307 Barral, Faugères „Valinière”, rouge 2007 39,50 Euro
Einer der legendären, raren und meist diskutierten Spitzenweine des Languedoc, da der ungewöhnlich hohe, 85%ige Anteil an optimal gereiften und streng selektierten Mourvèdretrauben (dazu ein wenig Syrah und Carignan) dem Wein einen extravaganten Charakter verleiht, der sich deutlich von dem aller anderen Weine des Midi abhebt und der mich persönlich ungemein fasziniert! Zutiefst komplex in der Aromatik, dicht, konzentriert, fein gewoben, mit atemberaubender Ausstrahlung! Uralte Rebstöcke bilden das Fundament für diesen fulminanten Wein, der zu den größten Gewächsen Frankreichs gehört. Eine Art „Hommage à Jacques Perrin” des Languedoc – denn auch diese Luxuscuvée von Beaucastel aus Châteauneuf-du-Pape ist ähnlich Mourvèdrebetont. In der Farbe präsentiert sich dieser grandiose Wein mit einem satten tiefdunklen Rot und mit purpurroten Reflexen am Rand. Im Duft ist diese Reminiszenz an die Mourvèdre-Traube unmittelbar nach der Öffnung noch relativ verschlossen, doch nach mehrstündiger Karaffierung explodiert der Valinière in der Nase!

© Werner Richner
Dann hat man förmlich das Gefühl, von der Fülle der komplexen Aromen überflutet zu werden und in einen Taumel großer Glückseligkeit zu fallen. Kleine Heidelbeeren, hochreife Brombeeren und Edelhölzer sind ebenso präsent wie der komplexe Duft nach Veilchen, Lavendel, Salbei, wilder Minze und süßliche Noten von Trüffelschokolade, Karamell, süßen Gewürzen (Sternanis, Zimt, Vanille) und kandierten Orangenschalen. Infolge solch expressiver Aromatik ist jeder Liebhaber großer autochthoner Weine überwältigt, wie vom Donner gerührt (einem kleinen Kind nicht unähnlich, das zum ersten Mal in seinem jungen Leben mit leuchtenden Augen einen funkelnden Weihnachtsbaum bewundert) und bereit, sich, ehrfürchtig staunend, nur dem Augenblick und dem hedonistischen Genuss hinzugeben. Am Gaumen präsentiert sich dieser in seiner Aromatik einzigartige und unter Kennern längst mit Kultstatus versehene Wein aufgrund seiner Rebsortentypizität und der einzigartigen Schieferböden sowie wegen seines strikt biologischen Anbaus absolut individuell und ist mit keinem anderen Wein auf der Welt vergleichbar!
Ich möchte Ihnen, werte Kunden, diese geniale, charaktervolle Cuvée von verblüffend eigenwilliger Identität, die partout in kein gängiges Schema passen will und meilenweit von jeglicher Uniformierung des Weingeschmacks entfernt ist, eindringlich ans Herz legen. Ein faszinierender, ungemein konzentrierter, dichter Extrakt mit cremigen, seidenen, traumhaft geschliffenen und unvorstellbar feinen Tanninen (auch ein Verdienst einer uralten Presse, die ungemein schonend und ausschließlich mit Hilfe der Schwerkraft den Saft der Trauben extra hiert), eingebettet in eine Orgie von betörenden Aromen, ein göttlicher Nektar, der schwebend leicht (power without weight!) minutenlang die Zunge betört. Und welch einzigartige Frische, welch geniale Säurestruktur! DIE Referenz des Languedoc! Nur in winzigen Mengen erzeugt, ein geschliffener, aber dennoch unbezähmbarer Bio-Wein von faszinierend kühler Stilistik, der noch lange in Erinnerung bleibt, wenn die Gläser längst geleert sind. Mehrfach haben wir in Blindproben dieses authentische Naturprodukt als unerhörte Provokation wesentlich teurerer Prestigegewächse von der nördlichen Rhône gesehen und mit 97-99+ Punkten bewertet. Für uns das größte jemals im Languedoc vinifizierte Weinmonument, schlicht die Essenz des wilden französischen Südens mit einer sagenhaften Säurestruktur aus legendärem Jahr. Kultweinstatus!
Dieser Hommage an die Finesse und Authentizität großer Weine des wilden französischen Südens ist mein Herzblut-Wein im bisher größten Jahrgang des Languedoc! Ein Weltklassestoff zu einem Bruchteil des Preises, der für gleich gute Bordeaux oder Burgunder gezahlt werden muss!
Zu genießen ab sofort, wegen des geringen Schwefelgehalts der Flasche aber bitte nicht über zwei Abende probieren, Höhepunkt wohl 2012+ bis nach 2025.
