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Wein - Highlight

Domaine Joblot - Givry

„Die Familie Joblot bringt regelmäßig Givrys hervor, die ebenso gut oder besser sind als die meisten Grands Crus von der Côte d’Or (Robert M. Parker) – nur dramatisch günstiger im Preis!

Allen Meadows, der weltweit wohl einflussreichste Burgundkenner: „Joblot: Die größten Schnäppchen des Burgund!”

Der höchste Ausdruck des Pinot Noir ist die Finesse. Eine Finesse, die zwar im Idealfall in eine famose Kraft eingebettet, aber immer mit einer unvergleichlichen Eleganz verbunden ist. Es ist nicht die höchste Kunst, entweder einen finessenreichen ODER einen kraftvollen Wein zu machen, aber es ist extrem schwierig, eine perfekte Balance zwischen beiden Kriterien herzustellen – die besten Weine des Burgunds vermögen es in exemplarischer Qualität! Und in dieser mythischen Region reihen sich die fabelhaften Weiß- wie Rotweine von Jean-Marc Joblot ein in die Phalanx der ganz großen Gewächse mit legendärem Ruf. Jean-Marc, der mit seinem langen, blonden, wilden Haar eher an eine Rockstarlegende erinnert, als dass er in das traditionelle Bild eines Winzers passt, ist zwar eine Seele von Mensch, aber auch ein höchst eigenwilliger, intelligenter Kopf – Ein Mann, der genau weiß, was er will! Wenn er über seine liebevoll gepflegten Weinberge spricht, seine Arbeit und seine inspirierende Philosophie, so meint man, einen intellektuellen „professeur” von der Sorbonne dozieren zu hören, so akribisch, so präzise, so wissenschaftlich fundiert sind seine Äußerungen. Er schwört auf niedrige Erträge und eine lange, behutsame Gärung.

Domaine Joblot - Givry
Jean-Marc Joblot und Tino Seiwert
inmitten der gepflegten Rebzeilen der Domaine

Seine exzellenten Lagen befinden sich im beschaulichen, romantischen Dörfchen Givry, der sicherlich dynamischsten der fünf Appellationen der tief im Süden des Burgunds befindlichen Côte Chalonnaise auf optimal exponierten süd- und südöstlich orientierten Hügeln, die wie ein Brennspiegel die Sonnenstrahlen einzufangen vermögen. Seine in höchstem Respekt vor der Natur ebenso sensibel wie traditionell bearbeiteten Rebparzellen demonstrieren augenscheinlich, wo die Qualität der Weine entsteht. Derart gepflegte, in harter Arbeit aufgelockerte, sehr steinige Böden (in ihrer geologischen Zusammensetzung mit den berühmten Crus von der Côte d’Or quasi identisch), derart extrem ausgedünnte Trauben (keine Beere berührt die andere!), derart aufwändige Laubarbeiten, um Luft und Sonne an die Trauben zu lassen und dazu noch biologischer Anbau: Die alte Familiendomaine Joblot ist ein wahres Kleinod im unüberschaubaren Dschungel von Burgund.

In den unterirdischen Kellern mit ihrem optimalen Mikroklima werden die Weine in gebrauchten und neuen Barriques so schonend wie möglich vinifiziert und ausgebaut, die Weinwerdung erinnert an eine sanfte Geburt. Kein Wunder, dass Parker und Meadows unisono konstatieren: Jean-Marc Joblot vinifiziert rote und weiße Referenzburgunder zu unglaublich günstigen Preisen: Noch besitzen die Weine der Côte Chalonnaise nur die Qualität, nicht aber die Reputation der teuren Prestigegewächse der Côte d’Or! Ein El Dorado für Weinliebhaber, denen die Qualität im Glase wichtiger ist als das Etikett! Finesse ist für diese Connaisseure die Kardinalstugend eines großen Burgunders. Und genau das ist die Essenz der atemberaubenden Weine von Joblot. Sie paaren jene sprichwörtliche „burgundische” Finesse mit Geschmeidigkeit und einer fabelhaften inneren Dichte, Saftigkeit und Konzentration: Pinot Noir und Chardonnay von vollendeter Schönheit mit einer betörenden Frucht und grandiosen Delikatesse der Aromen, einer lasziven Sinnlichkeit und einer unübertrefflichen Transparenz, eingebettet in eine kühle, faszinierende Mineralität. Das ist ganz großes emotionales Kino – zu einem Preis, der angesichts der herausragenden Qualität geradezu lächerlich niedrig wirkt. Hier können Sie, liebe Kunden, die derzeit größten Geheimtipps einer der renommiertesten Weinanbauregionen der Welt einkaufen! Joblots grandiose Pretiosen sind seit fast 2 Jahrzehnten Kult und es ist wohl unmöglich, mehr und besseren Burgunder für einen Preis um die 20 Euro, und teilweise weit darüber hinaus, zu bekommen. Ich verspreche Ihnen: Viele um ein mehrfaches teurere Grand-Cru mit gerühmten Namen haben gegen diese fabelhaften Pretiosen keine Chance. Schnäppchen-Alarm!

Wahrlich: Jean-Marc Joblot is the uncontested king in the Givry appellation” (Robert M. Parker)!

Zum Jahrgang 2008 im Burgund: Nach einem kühlen, regnerischen Sommer (Hier trennte die Natur bei den Winzern die Spreu vom Weizen: Aufwändigste, penibelste, handwerkliche Arbeit in den Weinbergen und extreme Selektion der Trauben waren der Schlüssel zu Erfolg oder Misserfolg) erbrachte erst ein perfekter, trockener September mit warmen Tagen, kühlen Nächten sowie einem konstanten Nordwind bei den Spitzenwinzern eine wunderbare Ernte mit reifen Träubchen, in denen, infolge des Windes, Frucht, Zucker und Säure enorm konzentriert wurden! Die Tannine in 2008 sind eher sehr moderat, aber aufgrund der guten Säurewerte ist das Alterungspotenzial der Weine außergewöhnlich. Außergewöhnlich ist auch die den Jahrgang charakterisierende Vermählung von expressiver, traumhaft delikater Frucht mit rassiger Säure, Extraktreichtum, singulärer Klarheit und schwebender Transparenz. Viele Weine sind jung getrunken (nach ein paar Monaten der Flaschenreifung, wenn die Säure perfekt eingebunden sein wird) bereits so voller Charme, Eleganz und Raffinesse, dass der Weinliebhaber sich wird beherrschen müssen, genügend Flaschen aufzubewahren, um im gereiften Zustand die gesamte komplexe Aromenpalette genießen zu können. Burgund 2008 ist ein Spiegelbild des Rieslingjahrgangs 2008 in Deutschland: Es gibt eine extreme Spreizung der Qualitäten zwischen großen Winzern mit einer extrem selektiven Weinbergsarbeit und der breiten Masse an Winzern, die auch in einem anspruchsvollen Sommer wie 2008 business as usual betrieben. Daher Augen auf beim Weineinkauf: Nur in der Spitze ist 2008 von fabelhafter Güte!

Kein Wunder, dass John Gilman, ein ebenso anerkannter Burgund-Kritiker wie Meadows, geradezu ins Schwärmen gerät, wenn er nach seinen Fassproben bei den absoluten Top-Winzern über den 2008er Jahrgang, dessen größte Wein-Werte wir Ihnen heute mit den phantastischen Joblot-Gewächsen präsentieren, urteilt: „Niemals in den 20 Jahren, in denen ich mittlerweile Burgund besuche, habe ich jemals einen Jahrgang probieren dürfen, in denen die Rotweine derart reinrassig waren wie in 2008 und die Kombination von atemberaubender reintöniger Frucht und aussergewöhnlicher Transparenz ergeben einen der aufregendsten Jahrgänge in der jüngeren Geschichte des Burgund.” Auch die Weißweine sind schlichtweg atemberaubend, zusammen mit 2007 und 2004 die besten der letzten 15 Jahre!

Domaine Joblot - Givry
Herbststimmung im Burgund

215108 Joblot, „Pied de Chaume”, Givry, blanc 2008 18,95 Euro

Feingliedriger, rassiger, eleganter und finessenreicher Chardonnay aus einem phantastischen Jahrgang für Weißweine in der Bourgogne, ein kongenialer Nachfolger des fabelhaften 2007er. In der Nase faszinieren mineralische, herrlich saftige sowie fein rauchige Aromen und betörende Anklänge an weiße Blüten und Flieder, Quitten, Milchschokolade und Bienenwachs; am Gaumen reichhaltig und dicht, dabei traumhaft saftig, ungemein rassig, tief mineralisch, sehr trinkanimierend, daher schon in seiner Jugend mit größtem Vergnügen wegzusüffeln. Von seiner Stilistik her ein Referenzwein des eleganten, „mineralisch-rassigen” Typus, mit einem frischen Kern von Reineclauden, Pfirsich und Zitrusfrüchten, dazu ein Hauch gerösteter Haselnüsse und subtile Anklänge an Brioche, sehr harmonisch, erfrischend, wunderschönes Säurespiel (da werden selbst Rieslingfreunde ob seiner Präzision zum Konvertieren eingeladen), großartige Mineralität, Maßstäbe setzend in seiner Preisklasse! Ein fröhlich-saftiger Gaumenschmeichler mit wahrhaft geschliffenem Charakter und ganz dezentem Holzeinsatz, ein betörender Charmeur, mindestens auf der gleichen Qualitätsstufe wie doppelt so teure Prestigeweine aus Meursault!
Und Gratulation Jean-Marc zu einem tollen Erfolg: Im WEINGOURMET berichtet Master Sommelier und Burgund-Experte Frank Kämmer über die größten Schnäppchen des Burgunds. „Wer feinen Burgunder trinken möchte, muss tief in die Tasche greifen – so lautet ein weit verbreitetes Vorurteil. Irrtum!” Und feiert folgerichtig den Givry Pied de Chaume unseres Kleinods Joblot als einen der größten Weinwerte der Bourgogne: „Angesichts dieses Klasseweins verwundert es, warum die Gemeinde Givry oft nur für ihre Roten bekannt ist. Feiner Duft von nobler Zurückhaltung, aber ungemein großer Vielschichtigkeit im Bukett. Schöner Ausdruck am Gaumen, lebendiges Spiel, feine Komplexität.”
Zu genießen ab Sommer 2010 (wie alle 2008er Weiße von Joblot über 2-3 Tage aus der geöffneten Flasche immer besser und auch in seiner aromatischen Ausprägung immer komplexer werdend!), Höhepunkt 2012 bis 2015+.

Joblot



215208 Joblot, „En Veau”, Vieilles Vignes, Givry, blanc 2008 22,95 Euro

Welch Hommage an die Mineralität und die betörende Frucht großer weißer Burgunder! In der Nase ein wunderschön konturierter komplexer Früchtekorb (zurzeit dominieren Quitten, reife Aprikosen und Mandarinen), dazu faszinieren weiße Blumen und lila Flieder, helle Schokolade, zarte Zitronenmelisse, geröstete Haselnuss und feinst-würzige Mineralität im ungemein komplexen Duft. Welch kraftvolle, seidige Persönlichkeit mit einer traumhaften inneren Dichte, einer raren aromatischen Reinheit und mit dem intensiven Feuerstein-Bodengeschmack von durch tiefe Rebwurzelung gelösten Mineralien – DEN Geschmacksträgern großer Burgunder schlechthin! Dieses fürwahr edle Gewächs strahlt eine Komplexität und eine gebündelte, stahlige Konzentration aus, wie sie für Weine von „Alten Reben” – den „Vieilles Vignes” – typisch ist. Seidig, duftig, mineralisch: wie aus einem Guss. Assoziationen an einen berühmteren – und daher wesentlich teureren – Chardonnay aus Puligny-Montrachet werden in mir wach: Auch wegen der prononcierten, nervigen Säure, die als wunderschönes Pendant zur dezenten Briochenote steht. Dennoch ist dieser Wein noch einen Tick rassiger und verspielter als so viele Pulignys und meine besondere Empfehlung – wegen seiner traumhaft balancierten Säure übrigens auch für Riesling-Freaks, die mit diesem grazilen großen Burgunder guten Gewissens einen Abend lang ihrer Liebe „untreu” werden können! Probieren Sie, werte Kunden, diesen traumhaft schönen, feinen, zutiefst salzig-mineralischen Burgunder und lassen Sie sich verzaubern vom Charme und der Ausdruckskraft des großen Terroirs von Givry. Toller Understatementwein für kundige Genießer und Ästheten, die das filigrane Florett dem Säbel vorzuziehen pflegen.
Dieser grandiose Traum aus alten Reben verdeutlicht eindrucksvoll, dass sich in den größten Weinen aus Givry, wie in einem feinen Meursault oder Puligny, stets eine Dimension zurückhaltender Eleganz und Klasse findet, die sich in der Neuen Welt jeder Nachahmung zu entziehen scheint.
Zu genießen ab Sommer 2010 (schmeckt von Tag zu Tag aus der geöffneten Flasche immer besser), Höhepunkt 2012/13 bis etwa 2020.

Joblot



215608 Joblot, Givry 1er Cru „Clos de la Servoisine”, blanc 2008 22,95 Euro

Hier genießen wir mehr Meursault denn Puligny, so sehr auch die Ähnlichkeiten zwischen diesen beiden grandiosen Weißweinorten häufig genug die Unterschiede überwiegen: Der Clos de la Servoisine, der große Rivale des En Veau Vieilles Vignes, scheint auch in 2008, wie stets in seiner Jugend, nochmals kompakter, dichter, kraftvoller aber auch packender mineralischer. Hier werden die Liebhaber majestätischer Gewächse begeistert sein, die aber auch von einer großen Eleganz dieses noblen Chardonnays fasziniert sein werden! Ein fabelhafter Premier Cru mit komplexer Frucht, edler, weißer Schokolade, weißem Trüffel und enormer mineralischer Tiefe (deutliche Noten von Jod und Salz!), einer betörend würzigen, feinen, geradezu zärtlichen Holznote und mit einer meisterlich harmonischen Säure und Frische zu einem schlichtweg derart schier unglaublich günstigen Preis, wie er in den Renommierregionen des Burgunds bereits für Villages-Weine oder gar einen einfachen Bourgogne gefordert wird! Von der ersten Fassprobe bis zur Degustation des abgefüllten Weins: Niemals zuvor habe ich Joblots „Clos de la Servoisine” so hoch bepunktet wie in 2008, mit Ausnahme des gleich sensationell schönen Vorgängers aus 2007: Ein Gardejahrgang eines großen Winzers, ein Traum eines authentischen, zutiefst mineralischen weißen Burgunders!
Enorm viel weißer Burgunder höchster Qualität für einen dramatisch günstigen Preis.
Zu genießen ab 2011/12, Höhepunkt voraussichtlich 2014 bis 2020+.

Joblot



Domaine Bernard Dugat-Py
Spaziergang durch das faszinierende Licht des Burgunds
© Werner Richner

215308 Joblot, „Pied de Chaume”, Givry, rouge 2008 18,95 Euro

Pinot Noir ist die dünnschaligste aller roten Rebsorten und daher die zickigste, pflegeintensivste und empfindlichste, die ,sensibel’ auf falsche Behandlung in Weinberg und Keller reagiert. Als die Inkarnation einer fragilen, verletzlichen, grundehrlichen und empfindlichen ,Persönlichkeit’ braucht sie ein ihr gemäßes Mikroklima und die besondere Pflege eines einfühlsamen Winzers sowie einzigartige Böden, um ihre großen Stärken in einem hinreißenden Wein zu offenbaren: Eleganz, Finesse und die Transmission des Terroirs in unvergleichlich brillante, aufregende und feinste Aromen. Bereits dieses feinduftige Basis-Exemplar aus Givry versöhnt den Liebhaber großer burgundischer Weine mit allen Enttäuschungen, die jeder Pinot-Noir-Liebhaber schon viel zu oft erleiden musste! Jean-Marc Joblot ist ein sensibler und erfahrener Winzer, dem es vor allem um Finesse, Frische, betörender Frucht, Frucht und wiederum Frucht in seinen weltweit gesuchten Weinen geht. Er setzt neues Holz nur sehr verhalten ein und zieht duftige Transparenz der alkoholischen Dichte vor. Und dieser wunderschöne, zartrauchige Pinot Noir duftet attraktiv nach roten Beeren (welch verführerische Himbeerorgie!) und saftigen Sauerkirschen, subtil unterlegt mit orientalischen Gewürzen, präsentiert sich auf der Zunge ungemein saftig, zart und trinkanimierend, mit sehr feinen, cremigen Tanninen und frischer Säurestruktur und verwöhnt die Zunge mit seiner beispielhaften Harmonie, leisen Mineralität und besten Balance. Welch rarer Glücksfall eines hocheleganten Burgunders zum ausgesprochen fairen Preis! Eleganz und Finesse pur, der Antipodenwein zu allen ‚Monster’Weinen dieser Erde! Zart gekühlt DER rote Sommerwein de luxe für 2010!
Auch dieses Prachtexemplar eines Pinot Noir wird von Frank Kämmer im WEINGOURMET als großartiges Schnäppchen unter 25 Euro gefeiert: „Jean-Marc Joblot („the uncontested king in the Givry appellation”, Robert Parker) hat mittlerweile fast schon Kultstatus. Seine Rotweine verfügen über eine bisher in dieser Appellation nicht gekannte Tiefe und Persönlichkeit sowie ein bemerkenswertes Reifepotential und stellen so manchen großen Wein der Côte d’Or in den Schatten”.
Zu genießen ab sofort (Dekantieren bitte), Höhepunkt Mitte 2011 bis nach 2015.

Joblot



215508 Joblot, Clos de la Servoisine, Givry 1er Cru, rouge 2008 22,95 Euro

Der Clos de la Servoisine ist eine in optimal südlicher Exposition situierte erstklassige Lage und seine betörenden Aromen prunken im klassischen Givry-Jahrgang 2008 wie stets mit verführerischen Mon-Chéri-Kirschen, dunklen Wald- und kleinen, roten Johannisbeeren. Doch das ist längst noch nicht alles! Ich schnuppere frisch geschnittenes Heu wie von einer Bergwiese und schmecke neben reifen roten und blauen Beerenfrüchten, animierenden Sauerkirschen und feinen Mineralien ein pikantes Aroma von dominikanischem Tabak. Auch dieser Wein betört neben der schmeichlerisch-sinnlichen Fruchtsüße mit seiner charakteristischen Würze, die allen Joblot-Weinen zu eigen ist. Dabei bleibt dieser sensationelle Premier Cru bei aller Konzentration und inneren Dichte (höher noch als in 2006) immer auf der feinen, subtilen, delikat-mineralischen Seite und ist niemals überpowert oder gar marmeladig. Das ist Givry at its best mit einem noch präsenten, aber herrlich cremigen Tannin und vielleicht gar nochmals besser als der legendäre 1999er Servoisine, der von Parker bereits stolze 93 Punkte bekommen hat. Dieser betörende Pinot (der „Chambertin” Joblots, zu einem Bruchteil dessen Preises!) erwies sich in den letzten Jahrgängen oftmals als der am frühesten zugängliche, betörendste Rotwein des genialen Winzermagiers aus Givry, präsentiert sich aber zurzeit unmittelbar nach der Flaschenöffnung noch relativ verschlossen in seiner ungemein komplexen Frucht. Er fängt im Glas so harmlos an und schraubt sich Schluck für Schluck, unaufhaltsam gleichsam, in fruchtige Höhen und in mineralische Tiefen. Und welch sensationelle Tanninstruktur, cremig, seiden, geschliffen. Unbedingt probieren! Ein Premier Cru zu einem wirklich völlig unmöglichen Preis: Zuschlagen, werte Kunden, kaufen, was Sie nur kriegen können!
Zu genießen ab Herbst 2011 bis nach 2018.

Joblot



Domaine Joblot - Givry

215408 Joblot, „Clos Grand Marole”, Givry 1er Cru, rouge 2008 22,95 Euro

Welch Zauber eines feinkräutrigen, zartkirschigen Dufts, welch komplexes, sinnliches Pinot-Parfum! Die wunderschöne Landschaft Burgunds taucht vor dem inneren Auge auf und ein Bouquet-Garni-Duft von frischen Kräutern, Wacholder, Nelke, weißem Trüffel und gemahlenem schwarzem Pfeffer steigt aus dem Glas, dazu frische Fruchtaromen von schwarzen Waldhimbeeren, Hagebutte und tiefen Mineralien – hier durchaus auch Anklänge an große, feingliedrige, traditionelle Syrah von der nördlichen Rhône (die es heute leider kaum mehr gibt) evozierend. Der Körper ist ungewöhnlich samtig und doch fest konturiert, das geschmeidige, straffe Tannin trägt ein rot- und schwarzbeeriges Fruchtspiel von Brombeeren, Griotte-Kirschen und roten Johannisbeeren, dazu zeigt sich noch eine feine Note von Holunderblüten. Genial! Ein Premier Cru, der für die Côte Chalonnaise geradezu exemplarisch ist und DIE ultimative Herausforderung selbst für die Grands Crus der Côte d’Or, die ein Mehrfaches dieses traumhaften Weines kosten. Maskuline Kraft ist eingebettet in sinnliche Saftigkeit und finessenreiches Spiel. Feinste Mineralität und enorme Differenziertheit der Aromen machen fast süchtig nach dem nächsten Schluck. Das ist Burgund pur, zum Abtauchen, zum Träumen, zum Meditieren. Und im unendlich langen, zutiefst mineralischen Nachhall kommt der sattrubinrote Wein selbst dann noch in Wellen wieder, wenn man meint, er wäre schon längst abgetaucht.
Diese fabelhafte Hommage an eine der großen Rebpersönlichkeiten der Welt verströmt sich unmittelbar nach der Flaschenöffnung zurzeit deutlich lustvoller als der intellektuellere, feinsinnigere Servoisine (im letzten Jahrgang war es übrigens genau umgekehrt, mal schauen, was die kommenden Monate an Entwicklung zeigen werden) und nach mehrstündiger Öffnung lassen traumhaft weiche, cremige Tannine diesen großen Wein schon ab Sommer 2010 mit hohem Genuss trinken (Dekantieren empfohlen), Höhepunkt jedoch erst 2012 bis nach 2020.

Joblot



215708 Joblot, Givry 1er Cru „Cellier Aux Moines”, rouge 2008 22,95 Euro

Dieser grandiose Pinot Noir bringt wohl noch ein Quäntchen mehr an Struktur und fabelhaften Tanninen für eine lange Entwicklungs- und Reifeperiode mit als seine beiden großartigen Brüder. Seine grandiose Qualität versinnbildlicht exemplarisch, warum die Domaine Joblot als DER große Geheimtipp Burgunds gehandelt wird. Durch die niedrigen Erträge und eine lange, bei niedrigen Temperaturen gefahrene Gärung zeigen sich diese Referenzweine des südlichen Burgunds ungemein komplex und brillieren mit einer fabelhaften Frucht (reife Waldhimbeeren, saftige, schwarze Kirschen), die sich mit kraftvoller Eleganz und einer geradezu fleischigen, wollüstigen Textur vermählt. Der „Clos du Cellier Aux Moines” ist stets der kompakteste, mineralischste und in seiner Jugend verschlossenste Pinot Noir der sympathischen Familiendomaine Joblot, braucht daher stets die längste Flaschenreife, bis er alle Facetten seines phantastischen Terroirs offenbart.
Deshalb empfehle ich, diesen „Clos de la Roche” aus Givry trotz der Weichheit seiner Tannine (ja, die verführen schon zum sofortigen Genuss) bis wenigstens 2012 in Ihrem Keller zu vergessen und ihn dann mit höchstem Trinkspaß bis etwa 2020 zu genießen.

Joblot



215808 Joblot, Givry 1er Cru „Clos des Bois Chevaux”, rouge 2008 22,95 Euro

Da scheint der nackte Fels ins Glas zu springen, das ist tiefgründige Mineralität pur, vermählt mit noblen Gewürzen. Die komplexe Frucht ist zurzeit noch total verschlossen, daher erfolgt eine detaillierte Beschreibung dieses fabelhaften Mineralextraktes in einer der folgenden Pinwände. Was für ein grandioser Premier Cru zu einem unmöglichen Preis!

Joblot



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