Saarwellingen, im Juli 2009

Wein - Highlight


Château Tour des Gendres - Bergerac

Traumhaft schöne Bio-Weine mit niedrigem Alkoholgehalt brillieren als Alternativen zu den Prestigegewächsen des benachbarten Bordelais!

Château Tour des Gendres - Luc de Conti
Luc de Conti

Obwohl die ländlich geprägte Hügellandschaft der Appellation Bergerac die natürliche Fortsetzung des rechten Ufers des Bordelais darstellt, von diesem nur durch eine administrative Grenze getrennt, aber, wie kundige Kenner der Region wissen, mit einer identischen Qualität großer Terroirs gesegnet und obwohl in ihr auch die klassischen Bordelaiser Rebsorten dominieren, schmecken noch immer viele ihrer Cabernet-Merlot-Weine langweilig, uniform, schlichtweg belanglos. Doch aus einer nur sehr kleinen Schar qualitätsorientierter Winzer hebt sich noch einmal ein wahrer Stern am Firmament der südfranzösischen Winzerszene eindeutig ab: Als wir vor nunmehr bereits 10 Jahren die Rot- und Weißweine des liebenswerten, intellektuellen Weinfanatikers Luc de Conti, einer der größten Persönlichkeiten im Weinanbau überhaupt, blind verkosteten, glaubten wir zunächst, hochwertige und prestigeträchtige Crus Classés vom linken Ufer im Glas zu haben und waren um so verblüffter, als das Geheimnis gelüftet wurde.

Château Tour des Gendres - Luc de Conti

Natürlich findet sich wie bei allen großen Weinen der Welt die Ursache solch famoser Qualität im hervorragenden Terroir der Domaine: Lehmige Sandböden vermitteln den Weinen Finesse und Frucht, karge Kalkböden zeichnen für die körperreiche Textur und die feine Mineralität verantwortlich und von kieseligen Granit- und Kalkböden kommen eine sehr spezifische Fruchtausprägung und die tiefe Farbe. Zudem hat Luc die Weinbergsarbeit in Bergerac geradezu revolutioniert: eine strikte Mengenbegrenzung, eine sehr späte und extrem selektive Ernte in mehreren Durchgängen, um nur auf den Punkt gereifte Trauben zu lesen, Umstellung auf biologisch-dynamischen Anbau, um eine tiefe Wurzelung der Rebstöcke (die im Übrigen aus uraltem, allerbestem genetischen Material bestehen) zu erreichen sowie eine manuelle Bearbeitung der extrem gepflegten Böden. Wer jemals die aufgelockerte Bodenstruktur in Lucs Weinbergen begutachtet und sie durch bloßen Augenschein mit dem „Beton” seiner Nachbarn verglichen hat, der ahnt, was sich hinter dem Begriff der „lebenden Böden” verbirgt und begreift, wie viel harte, körperliche Arbeit hinter dem Top-Zustand des erstklassigen Terroirs stecken muss.

Château Tour des Gendres - Luc de Conti
Phantastisches Kalkstein-Terroir ist die Basis
der grandiosen Weine von Luc de Conti

Die rigorose handwerkliche Arbeit in den Weinbergen findet ihre konsequente Fortsetzung in einer äußerst schonenden Kellertechnik: Spontanvergärung von intakten, unzerquetschten Trauben auf weineigenen Hefen, sehr langsame und schonende Entrappung, keine Filtrierung oder Klärung. Das ist schlichtweg höchste winzerliche Handwerkskunst, bei der „aber immer der menschliche Instinkt höher einzuschätzen ist als die Technik”, so Luc. Soviel Sorgfalt und Können bei der Weinbereitung ergibt unglaublich spektakuläre Weine, die bei jeder Verkostung für Aufregung sorgen, weil sie wegen ihrer gleichzeitig konzentrierten und eleganten Art – großen Bordelaiser Gewächsen zumindest ebenbürtig – bei den Weiß- wie den Rotweinen im Bergerac neue Maßstäbe setzen. Dabei zeigt sich bei einer Verkostungsvertikale der Jahrgänge seit 2003, dass die Eleganz, die Frische und die Finesse in den Weinen der ‚neuen’ Generation dramatisch zugenommen haben, dass die Tannine wesentlich weicher und cremiger sind als in der Vergangenheit und somit auch Lucs Rotweine jetzt wesentlich früher getrunken werden können als die aus den 90er Jahrgängen.

Château Tour des Gendres - Luc de Conti

Luc hat mir zur Erklärung dieser von mir sehr geschätzten Entwicklung von einem Lernprozess erzählt, von dem mir auch andere biodynamisch arbeitende Winzer berichtet haben: In den ersten Jahren der Umstellung der Weinberge und dem damit verbundenen Verzicht auf chemischen Dünger sanken die Erntemengen sehr stark ab, so dass die daraus vinifizierten Weine bisweilen zu massiv und opulent ausfielen. Mittlerweile haben die Rebstöcke aber ihr optimales natürliches Gleichgewicht gefunden (mit wieder leicht erhöhten Erträgen) und die Weine sind fabelhaft balanciert und ausgewogen wie niemals zuvor: Sie besitzen deutlich mehr Frische infolge einer perfekten Säurestruktur und deutlich weniger Alkohol! Die in jahrelanger, mühevoller Handarbeit entstandenen „lebenden Böden” voller Mikroorganismen helfen den Reben, ihre Erträge und die Qualitäten ihrer Beeren selbst zu regulieren. Dazu gibt ihnen Luc Gelegenheit durch seine intensive Weinbergsarbeit im Einklang mit der Natur – und nicht gegen sie!

Die Fachpresse urteilt euphorisch: Das „Classement 2008”, die Bibel der französischen Weinkritik, lobt Lucs Gewächse als „phantastische Qualitäten und modellhafte Weine seiner Appellation mit einer phantastischen Frucht, Präzision und Harmonie” und vergibt ihm „für seine unglaubliche Arbeit und seine Weine auf allerhöchstem Niveau, rot wie weiß, vom kleinsten Wein bis zur Spitzencuvée,” als einem von nur fünf Winzern des gesamten französischen Südwestens 2 Sterne. Zudem wurden Lucs Weine schon mehrfach vom renommierten „Guide Hachette” mit der höchsten Auszeichnung, dem „coup de coeur”, prämiert und der FEINSCHMECKER hat in den letzten Jahren mehrere seiner Weine unter die 100 besten der Welt gelistet.
Uns selbst haben diese nach biodynamischen Grundsätzen produzierten, ungemein frischen Weine mit ihrem vorbildlich niedrigen Alkohol­gehalt wegen ihrer traumhaften Qualität zu einem sehr fairen Preis vorbehaltlos begeistert. Es sind, weiß wie rot, individuelle Charaktere, versehen mit einer fabelhaften, explosiven Fruchtaromatik, einer tiefen Mineralität und einer großartigen Eleganz, Finesse und inneren Balanciertheit. Luc selbst ist mir in all den Jahren unserer Zusammenarbeit ein Freund geworden, durch ihn lernte ich viel darüber, wie man nach biologischen Anbaumethoden im Einklang mit der Natur wahrhaft große Weine produzieren kann. Das klare Urteil der REVUE DU VIN DE FRANCE: „Während seiner 20jährigen Winzerkarriere hat Luc de Conti sein Weingut an die Spitze der Appellation Bergerac geführt.” Seine herrlich mineralischen Weiß- wie Rotweine gehören schlicht zu den herausragenden Weltklassegewächsen Frankreichs!

Château Tour des Gendres - Luc de Conti

510007 Tour des Gendres, „Classique”, blanc (PK) 2007 6,90 Euro
Dieser ungemein leckere Trinkspaß aus biodynamischem Anbau, eine erfrischende Cuvée aus Sémillon und Sauvignon Blanc, gilt unter Kennern als einer der spannendsten trockenen französischen Alltags-Weißweine für unfassbar wenig Geld. Herrlich fruchtig und würzig in der traumhaft verführerischen Nase: Betörende Aromen von Stachelbeeren, Cassis, Grapefruit und Limetten vermählen sich mit feinst süßlichen Anklängen von reifer Melone, Aprikosen, Honig und weißen Blüten. Auf der Zunge fein balanciert, rassig und enorm finessenreich. Luc de Conti selbst meint, er habe noch niemals seinen Basiswein in einer solch großartigen Qualität vinifizieren können! Dieser Gaumenschleicher aus einem ganz großen Weißwein-Jahrgang im Bordelais und seinen Nachbarregionen ist für den sofortigen Trinkgenuss konzipiert und wird bis Ende 2010 exzellent munden! DER perfekte Apéritifwein zu allen Gelegenheiten und ein kongenialer Begleiter zu mediterranen Krustentier- und Fischgerichten. Eine phantastische qualitative und preisliche Alternative zu so vielen unsäglichen, seelenlosen Sauvignon Blancs aus industrieller Massenerzeugung aus Sancerre, der Südsteiermark oder dem Friaul. Ein Somnmertraum!

Tour des Gendres, „Classique”, blanc  (PK)

510107 Tour des Gendres, Cuvée des Conti, blanc 2007 7,95 Euro
Lucs legendäre „Cuvée des Conti” mit ihrem faszinierend mineralischen und zutiefst betörendem exotischen Bukett besitzt in Frankreich längst Kultstatus. Diese leckere Cuvée aus der Semillontraube und einem kleinen Anteil Sauvignon blanc sowie Muscadelle aus den besten Parzellen der Domaine präsentiert sich ungemein cremig, traumhaft frisch und herrlich ausgewogen, von feinster Eleganz und Finesse, die nicht nur solo getrunken Freude pur bereitet, sondern hervorragend zu Fisch und hellem Fleisch wie auch zur asiatischen Küche mundet. In der Nase betört eine reiche, komplexe Frucht mit Aromen von reifen Birnen, weißem Pfirsich, Aprikosen, Mirabellen, Ananas, Litschi, duftigen weißen Blüten, Honig, weißer Schokolade und einem Hauch Vanille; dazu gesellen sich feine exotische und mineralisch-rauchige Noten. Kein Wunder, dass einer seiner so beliebten Jahrgangsvorgänger bei einer großen Verkostung der besten Bergerac-Weine mit deutlichem Vorsprung vor zum Teil erheblich teureren Weinen den ersten Platz belegte! Und das Beste: Der Preis für diesen tollen Bio-Wein ist seit Jahren nahezu unverändert sympathisch. Bravo, Luc!

Welch toller Geheimtipp, der von der Bibel der französischen Weinkritik, dem „Classement” 2009, mit für seine Preisklasse sensationellen 16/20 Punkten gefeiert wird, eine Qualitätsliga, in denen viele renommierte Premier Crus aus dem Burgund angesiedelt werden! Liebe Kunden, kistenweise kaufen!
Kann schon jetzt mit höchstem Genuss getrunken werden, 1-2 stündiges Dekantieren empfohlen, hält seine Bestform sicherlich bis wenigstens 2012.

Tour des Gendres, Cuvée des Conti, blanc

Château Tour des Gendres - Luc de Conti

510206 Tour des Gendres, „Moulin des Dames”, blanc 2006 19,90 Euro
„Es ist immer wieder eine Wonne, diesen goldgelb funkelnden Wein ins Glas laufen zu sehen und seine unvergleichlichen Aromen zu genießen. Jedes Mal begeistert mich dieses Juwel aufs Neue!”, Christina Hilker, Deutschlands Sommelier des Jahres 2005. Welch verzaubernde, sich schmeichlerisch verschwendende, faszinierende, unfiltrierte, im nur ganz dezent schmeckbaren Barrique ausgebaute Weißweinrarität (40 % Sémillon, 60 % Sauvignon) mit einem herrlich komplexen und zutiefst mineralischen Bukett, ungemein kraftvoll, gleichzeitig voll ausdruckstarkem Spiel im Mund, mit einem nicht-enden-wollenden, betörend langen Nachhall, ein Wein zum Süchtigwerden aus ganz großem Weißweinjahrgang für Tour des Gendres: Die traumhaften klimatischen Bedingungen für Weißweine in Bergerac und die abgeschlossene Umstellung auf biologischen Anbau ließen Luc einen der faszinierendsten Weißweine ganz Frankreichs vinifizieren, ein absolut ungewöhnlicher, beeindruckender Wein mit einer tiefgründigen Mineralität und einer cremigen Weichheit, die Kenner großer Weißweine an noble Burgunder der Spitzenklasse erinnert, die jedoch ein Vielfaches dieses Kultweins kosten. Und genau zu dieser Einschätzung kommt Wolfgang Fassbender, renommierter Journalist und Weißweinliebhaber, der in einem Artikel über die „Kultweine der Welt” bereits einen ähnlich phantastischen Jahrgangsvorgänger als „grandiose, preiswerte Alternative, komplex und ungeheuer charmant, zu den legendären Lagen des Burgund, wie Montrachet & Co” empfiehlt! Im phantastischen 2006er werden Nase und Mund gleichermaßen elektrisiert von einem exotischen Früchtekorb: Pampelmuse, kandierte Früchte (frisch aufgeschnittene Ananas, Mango, Honigmelone), Quitten und Mineralien, vermischt mit Noten von hellem Nougat, Honig, Vanille und Krokant: Welch Pfauenrad der Aromen! Am Gaumen sehr viel Exotik, die einen feinst süßlichen Eindruck hinterlässt, bestens verwoben mit einer erfrischenden Säure und einer feinen Würze – Finesse paart sich mit opulenter Fülle und Konzentration und ein nobler Kern intensiver Mineralität und kühle, rassige, fabelhaft seidene Tannine verwöhnen, ja streicheln zärtlich die Zunge beim Genuss dieses Weltklasseweines. Phänomenaler Nachklang!
PS: Unglaublich fast der betörende Duft, der noch minutenlang nach dem Austrinken dem leeren Glas entströmt!
Zu genießen jetzt bis 2018.

Tour des Gendres, „Moulin des Dames”, blanc

510707 „Le Classique de Tour des Gendres”, rouge (PK) 2007 6,90 Euro
Herrliche, tiefdunkle, ungemein schmeichlerische Cuvée aus den Edelreben Merlot und Malbec, mit verführerischen Kräuternoten, die an Thymian, Rosmarin und Cassisblätter erinnern in Verbindung mit feinwürzigen Paprikaaromen und dem animierenden Geruch von gegrilltem dunklem Fleisch. Mit etwas Sauerstoffkontakt kommen feine süßliche Kirschen, rote und schwarze Beeren, Veilchen, Lavendel und Rosennoten hinzu. Alle Aromen sind fein ineinander verwoben und legen sich saftig, weich, frisch, traumhaft balanciert, höchst trinkanimierend (nur 12,5% Alkohol, wie es früher einmal, in den Zeiten vor der Mostkonzentration, auch im Bordelais gute Tradition war) und mit cremigen, sagenhaft weichen, seidenen Tanninen auf den Gaumen. Süße Vanille und noble Schokoladenaromen (Nougat!) schmeicheln den Sinnen. Ein ungeschönter, unfiltrierter Charakterwein, der infolge seiner präzisen Mineralität und großartigen Struktur qualitätsmäßig in einer Liga spielt, die im benachbarten Bordelais ein Vielfaches kostet! Ein sagenhaft leckerer Rotwein aus biologischem Anbau mit großem Charakter und kaum schlagbarem Preis-Genussverhältnis!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Herbst 2009 bis 2012.

„Le Classique de Tour des Gendres”, rouge (PK)

Château Tour des Gendres - Luc de Conti

510306 Tour des Gendres, „La Gloire de mon Père”, rouge 2006 12,95 Euro
Der „kleine” Bruder des großen Moulin des Dames ist im Jahrgang 2006 von spektakulärer, nie zuvor erlebter Qualität und ein absoluter Insidertipp, denn Luc de Conti hat in diesem Jahrgang auf die Vinifizierung seiner legendären roten Spitzencuvée verzichtet und alle dafür vorgesehenen Partien in den „Ruhm meines Vaters”, so die Übersetzung des Namens dieser urwüchsigen Cuvée, einfließen lassen. Dieser faszinierende Tropfen aus gleichen Anteilen Merlot und Cabernet-Sauvignon zeigt sich in der Farbe von einem tiefen Schwarzrot und wirkt in der Nase noch etwas jung und ungestüm. Ein authentischer Wein des französischen Südwestens, der in seinem komplexen Aromenspiel jedoch auch die Noblesse des benachbarten Bordelais austrahlt: Zimt, Nelken und Sternanisnoten vermischen sich mit Trockenobst, eingelegten Feigen und Zwetschgen und werden begleitet von einer intensiven Mineralität, die Assoziationen an die großen Gewächse des Médoc evoziert. Dazu betören komplexe Aromen von Cassis, Brombeeren, feinen Gewürzen, dunklem Tabak und Vanilleschoten. Am Gaumen tiefgründig und ungemein fein mit einer präsenten Säure und einer beeindruckenden Dichte, sehr viel Frucht, saftig, sehr ausgewogen und balanciert, klassischer Bordelaiser Stil (intensive Graphitnote), enorm viel Eleganz und Finesse, der mit Abstand beste Gloire, den Luc je produzierte, an hochwertige Weine aus St. Julien erinnernd, eine sagenhaft preiswerte Alternative zu großen, wesentlich teureren Bordelaiser Gewächsen! Durch die feine und anregende Tanninstruktur, die pikanten Paprika- und Pfeffernoten und den moderaten Alkohol beschert dieser Wein zu Schmorgerichten mit Lamm und Rind dem Genießer große Freude und lässt sich auch schon im jugendlichen Stadium wunderbar goutieren: Frische, Finesse und Eleganz statt marmeladiger Überreife, das Ganze aus biologischem Anbau, dazu die Qualität eines hochwertigen Bordeaux – des kundigen Weinliebhabers Herz, was begehrst Du mehr? Von noch besserer Qualität als sein toller Jahrgangsvorgänger, über den der DECANTER begeistert urteilte: Vier Sterne, „highly recommended”!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2010 bis 2016.

Tour des Gendres, „La Gloire de mon Père”, rouge