Saarwellingen, im November 2008

Wein - Highlight


Domaine Gourt de Mautens - Rasteau

Die Revue du Vin de France jubiliert: „Jérôme Bressy ist zweifellos DER Rivale der besten Weine aus Châteauneuf-du-Pape”.

Die REVUE DU VIN DE FRANCE, Frankreichs renommierte Weinzeitschrift, feiert das begnadete Talent Jérôme Bressy von der Domaine Gourt de Mautens, in einem Artikel über „die schönsten Weine der Rhône” enthusiastisch als den „Neuen Star der Rhône”. Und es ist in der Tat schier unglaublich, welch steilen Aufstieg Jérôme in den letzten Jahren vom unbekannten Newcomer bis in die absolute Spitze der französischen Winzerelite genommen hat. Im Jahre 1996 begann sein Aufbruch zu den Sternen, indem er Parzellen bester Qualität kaufte, die mit extrem alten Reben bepflanzt sind und die zusammen mit den ererbten Weinbergen seines Vaters das Fundament für die phänomenale Qualität seiner Weine bilden. Und bereits mit seinem 2000er Jahrgang hat sich Jérôme Bressy nicht nur an die Spitze der Weingüter der südlichen Rhône katapultiert (in Blindproben erwies sich sein Wein zum Erstaunen vieler Probenteilnehmer selbst den von Parker mit 96-100 Punkten bewerteten Spitzengewächsen aus Châteauneuf als ebenbürtig!), sondern sich darüber hinaus auch einen festen Platz in den Kellern von Weinliebhabern in aller Welt erobert..

Domaine Gourt de Mautens

Die besten Parzellen von Rasteau thronen hoch über der Rhône-Ebene

Worin liegen die Ursachen für diese märchenhafte Entwicklung begründet? Zuallererst natürlich in der Persönlichkeit und den ehrgeizigen Zielen eines Winzers, der einen unbändigen Willen besitzt und so enorm viel Talent und Können, wie ich es nur selten bei ganz großen Persönlichkeiten angetroffen habe. Dazu kommt der fest verankerte Wunsch seit Kindheitsbeinen, „Winzer zu werden und niemals etwas anderes als Winzer”. Und drei große Winzerpersönlichkeiten der Rhône, „les dieux du vin – die Götter des Weins” (Jérôme), wurden folgerichtig seine großen Vorbilder, deren Perfektionsstreben in der Weinbereitung und deren schonend-traditionellen Ausbau er mit großem Idealismus nacheiferte: Gérard Chave, der ungekrönte König des Hermitage, Jacques Reynaud, die leider verstorbene Winzerlegende aus Châteauneuf, „der mythische, unerreichbare Patron von Rayas, dessen 78er für mich das Größte ist, was an der Rhône überhaupt produziert werden kann” und Henri Bonneau, dessen „89er Réserve des Celestins meine erste heftige Emotion ausgelöst und meine Liebe zu großen Weinen begründet hat” (Jérôme). Inspiriert durch die Châteauneuf-Ikonen Bonneau und Reynaud und seine Lehrzeit bei unserem Spitzenwinzer Lucien Michel, dem genialen Eigner von Vieux Donjon, gilt Jérômes ganze Liebe der kapriziösen Grenachetraube. Und genau wie bei den großen Altmeistern zeichnet sich sein Wein daher bei aller Dichte, Konzentration und Fülle durch eine unnachahmliche Eleganz und eine burgundische Finesse aus sowie durch eine große Komplexität der Aromen, cremig-seidene Tannine und einen traumhaft mineralischen, nicht enden wollenden Abgang. Eine solch grandiose Qualität gewinnt man nur mit dem eisernen Willen zur absoluten Perfektion.

Kenner der Szene wissen: Selbst in Châteauneuf wird wohl keine Top-Cuvée aufwendiger produziert und mit weniger Ertrag (15 hl/ha) als dieser gigantisch gute Wein! Die 14 ha Weinberge, inzwischen biologisch-dynamisch bewirtschaftet, sind seit dem Jahrgang 2001 in ein ausgeklügeltes Puzzle von Parzellen eingeteilt: Das intakte Ökosystem ist weitgehend naturbelassen und alte Bäume spenden in der größten Sommerhitze ein wenig Schatten und „bewahren als grüne Lungen eine Frische, die man später im fertigen Wein wieder findet” (Jérôme), der Boden wird aufwändigst aufgelockert (ohne Maschinen!) und die alten Reben wurzeln sehr tief. Im Herbst werden kleinste Parzellen auf die Stunde genau per Hand geerntet, im optimalen Reifezustand. Und im Weingut prüft Jérôme jede gelesene Traube nochmals selbst auf ihre Qualität!
Dieses Perfektionsstreben findet in der Kellerarbeit seine adäquate Fortsetzung. Die Maischegärung erfolgt in kleinen Gebinden, Parzelle für Parzelle getrennt, von Jérôme individuell von Hand gesteuert. Er vermeidet strikt jede Überextraktion („die ultrakleinen Erträge garantierten schon allein eine vorzügliche Konzentration”), die behutsame Reifung geschieht nicht mehr wie früher in neuen, sondern in gebrauchten französischen Barriques („Neues Holz blendet nur und verdeckt die subtilen Aromen des Weines”) bester Provenienz. So ist der ungeschönt und unfiltriert abgefüllte Gourt de Mautens 2005 aus einem legendären Rhônejahrgang nochmals eine Steigerung zu seinen grandiosen Vorgängerjahren und katapultiert das Weingut endgültig in eine Qualitätsdimension, die noch vor kurzem niemand außerhalb der Winzerelite von Châteauneuf-du-Pape für möglich hielt.
Folgerichtig wurde Jérôme das schönste Kompliment zuteil, das er sich vorstellen kann: Bereits im „Classement 2004”, der Bibel der französischen Weinliebhaber, zählen Bettane/Desseauve die Domaine Gourt de Mautens zur Elite der französischen Weingüter und stellen sie in ihrer Werteskala auf eine Stufe mit Jérômes großen Vorbildern, den Domainen Rayas und Henri Bonneau und anderen großen Weingütern wie Clos des Papes. Welch sensationeller Aufstieg binnen kürzester Zeit! Und in der Ausgabe 2009 wird unser heute präsentierter 2005er, zusammen mit dem 04er der bisherige Höhepunkt in Jérômes vinologischem Schaffen, als „Grand vin” gefeiert und höher bewertet als viele großartige, wesentlich teurere Spitzencuvées aus Châteauneuf-du-Pape, da er seine „enorme Kraft und innere Dichte mit einer phantastischen Eleganz und Ausgewogenheit verbindet”.
Oder um noch einmal die REVUE DU VIN DE FRANCE zu zitieren: „Er ist von nun an der Rivale der besten Weine aus Châteauneuf-du-Pape”. Nur zu einem wesentlich günstigeren Preis!


167105 Gourt de Mautens, CdR Villages rouge 2005 35,00 Euro
Was für ein hedonistischer Genuss, welch geniales Gesamtkunstwerk, welch grandioses Weinmonument: Tiefst rubinrot steht dieser gewaltige Wein im Glase, die Nase wird betört durch ungemein komplexe Aromen und eine reife, konzentrierte, aber auch eine sensationell subtile, höchst animierende Frucht (von süßen schwarzen Kirschen, Heidel- und Brombeeren vermischt mit feinen Kräuternoten der Garrigue und einem Hauch von rotem und gelbem Paprika), traumhaft eingebettet in eine Orgie von Aromen mit Anklängen an flüssige Schokolade, weißen Trüffel, frisch gepflügte dunkle Erde sowie orientalische Gewürze), eine grandiose Mineralität und subtile Würze. Am Gaumen faszinieren die hohe Konzentration, die Komplexität und Präzision der Geschmacksnuancen (frisch gemahlener weißer Pfeffer sowie ein wunderschöner Kräuterfächer mit den betörenden Aromen der provençalischen Landschaft) und die exzellente Reife des Lesegutes, die wie ein Samtteppich zärtlich die Zunge umhüllt. Dieser Riese von Wein begeistert zudem durch seine große Fülle und enorme Dichte in Verbindung mit einer burgundischen Eleganz und Finesse und scheint daher geradezu wie die Essenz eines großen Grenache-Weines. Seidene Tannine geben diesem Weingiganten das nötige Rückgrat, um eine harmonische Reife über etliche Jahre zu gewährleisten. Dabei ist die Struktur dieser weichen, feinst polierten Tannine schlicht sensationell. Dieses nahezu perfekt gebaute Weinmonument („eine Eisenhand in Handschuhen aus Seide”, Revue du vin de France), allergrößten Châteauneuf-Weinen ebenbürtig, ist in seinem Spiel, seiner Feinheit, Eleganz, Vielschichtigkeit und Länge, in seiner geradezu burgundisch-seidenen Textur und Harmonie das Ebenbild von Jérômes großen Vorbildern, dem Réserve des Celestins von Henri Bonneau sowie den legendären Châteauneufs von Rayas, insbesondere dem sagenhaften 78er Jahrgang!
Kein Zweifel: Gourt de Mautens, das ist ein aristokratischer, rassiger, nobler Grenachewein in vollendeter Harmonie zu einem Preis, der im Vergleich zu vielen berühmten französischen Prestigegewächsen geradezu schamlos günstig ist. Ein monumentaler Wein, der Emotionen weckt, der einen packt, den man über Tage nicht mehr vergisst. Kaufen Sie, liebe Kunden, was sie von diesem Weltklassewein nur erhalten können. Über Jahrzehnte hinweg werden Sie sich an diesem Meisterwerk, das ich in mehreren Verkostungen zwischen 96 und 98 Punkten bewertet habe und das auch im „Classement” 2009 sowie von Michel Bettane („der beste Rhônewein außerhalb Châteauneuf-du-Pape”) mit jeweils 18/20 Punkten eine vergleichbare Weltklassenote erhalten hat, immens erfreuen. Er bereitet schon heute Trinkvergnügen pur aufgrund seiner seidenweichen Tannine und einer sagenhaften, unübertrefflichen Balanciertheit. Ich weiß nicht, ob sich dieser monumentale Wein jemals überhaupt verschließen wird, den Höhepunkt sehe ich zwischen 2011 und nach 2040. Mehr Finesse und Eleganz bei einem Grenachewein geht wohl nicht. Dieser Zauber der Sinne trägt die Sonne im Herzen und schwingt sich wie ein Adler in den Lüften scheinbar schwerelos über alle bisherigen Grenzen seiner Appellation und pocht unüberhörbar an die Pforte zur absoluten Weltklasse. Die Ikone aus Châteauneuf-du-Pape, Henri Bonneau, seit Jahren Jérômes väterlicher Ratgeber, kann stolz sein auf sein Vermächtnis: Sein legendärer „Réserve des Célestins” hat einen ebenbürtigen Konkurrenten gefunden. Bravo, Jérôme!



1671105 Gourt de Mautens, CdR Villages rouge, Magnum 2005 1,5 l 75,00 Euro