Saarwellingen, im Januar 2008

Wein - Highlight


Château Beaucastel - Châteauneuf-du-Pape

Originäre Weltklasseweine der südlichen Rhône aus biodynamischem Anbau mit moderatem Alkoholgehalt und traumhafter Finesse!

Beaucastel: Ein Name, eine Legende. Uralter Rhôneadel! Wer einmal den großen Rhône-Klassiker „Hommage à Jacques Perrin” getrunken hat, den lässt ein Beaucastel sein ganzes Leben lang nicht mehr los. „Es ist unbestreitbar, dass Beaucastel nicht nur die langlebigsten Rot- und Weißweine der südlichen Rhône hervorbringt, sondern mit die größten und charaktervollsten Gewächse ganz Frankreichs: Es sind weiße und rote Referenzweine!” urteilt Parker voller Enthusiasmus. Und die „Bibel” der französischen Weinkritik, das ‚Classement’ der REVUE DU VIN DE FRANCE, stuft dieses Weltklassegut als einziges der südlichen Rhône ein in die winzig kleine, elitäre Spitzenklasse der besten Domainen aus ganz Frankreich.


Château Beaucastel
Château Beaucastel

Worin liegen seit Jahrzehnten die großartigen Qualitäten dieses traditionsreichen Familiengutes (heute wird es von der 6. Generation geführt) begründet? Hier sind mehrere Faktoren gleichberechtigt zu nennen: Zum einen erfolgt die Bewirtschaftung der extrem steinigen Weinberge ausschließlich nach biodynamischen Grundsätzen. Auf der im äußersten Norden von Châteauneuf-du-Pape in der Nähe von Courthézon gelegenen Domaine werden bereits seit 1964 (!) keine Düngemittel, Pestizide oder Insektenvernichtungsmittel mehr benutzt, stattdessen wird mit einer Tonne Kompost (Schafsmist und Traubentrester) pro Hektar jährlich gedüngt. „Wenn Unkrautvernichtungsmittel gespritzt werden, wurzeln die Reben nicht tief genug. Daher bekämpfen wir Krankheiten ausschließlich mit biologischen Mitteln, lockern den Boden auf und schneiden die oberflächlichen Wurzeln weg. Damit versetzen wir unsere Reben – deren Neubestockung nach einem detailliert geplanten Rotationsprinzip erfolgt, so dass die Weinstöcke im Schnitt stets 50 Jahre alt sind – in die Lage, auch in den heißen Sommermonaten genügend Wasser zur Vermeidung von Trockenstress zu finden und genügend Nährstoffe und Mineralien aus den unterschiedlichen Schichten in der Tiefe der Erde in die Rebe zu transportieren”, erläutert engagiert wie stets Jean-Pierre Perrin, einer der beiden heute die Domaine mit großer Weitsicht leitenden Brüder (dazu übernimmt sein Sohn Pierre immer mehr Verantwortung) und ergänzt: „Im Laufe der Jahre haben die Reben so ihre eigene Abwehrkraft gegen Aggressionen entwickelt und Bienen, Marienkäfer und Regenwürmer bevölkern wieder unsere Weinberge. Das natürliche Gleichgewicht führt zwangsläufig zu limitierten Erträgen und gibt somit die Quintessenz des Charakters dieses einzigartigen Terroirs wieder.”

Ein weiterer entscheidender Faktor der unverwechselbaren Qualitäten der großen Châteauneufweine von Beaucastel liegt in ihrer besonderen Rebsortenzusammensetzung. Beim roten Châteauneuf fließen, wie beispielsweise auch bei Clos des Papes, ALLE 13 zugelassenen Rebsorten der Appellation in die Cuvées ein, was zur großen Harmonie, zur Ausgewogenheit, zur Finesse und dem moderaten Alkoholgehalt der Weine beiträgt, was aber immer mehr Winzer zu vergessen oder bewusst zu negieren scheinen, in ihrem Bestreben, hoch bepunktete Monsterweine zu erzeugen. So ist die Counoise-Rebe beispielsweise sehr wichtig für die Finesse im Wein und die früh reifende Cinsault-Traube mit ihrer reichlichen Frucht bildet ein notwendiges Gegengewicht zum Alkoholgrad der Grenache und den Tanninen von Syrah und Mourvèdre. Und letztere Rebe trägt durch ihren für die Appellation ungewöhnlich hohen Anteil zum höchst eigenständigen, unverwechselbaren Beaucastel-Stil in seiner ganzen Ursprünglichkeit bei: Bio-Weine der absoluten Weltspitze!


Château Beaucastel
Frühlingszauber auf Château Beaucastel

Diese singulären Weinmonumente von Beaucastel mögen zwar Genießern von Neue-Welt-Einheitsweinen, die insbesondere Wert auf vordergründige Frucht und neue Eiche legen, nicht gefallen. Für wahre Kenner und Liebhaber sind es mit die originellsten und charaktervollsten Rotweine der Welt und sie gehören seit über 20 Jahren zu meinen persönlichen Favoriten! Auf Grund ihres besonderen Enthusiasmus für die Mourvèdretraube und des daraus folgenden unverwechselbaren Weincharakters sind die tatkräftigen Perrins keiner der bekannten Gruppierungen mit ihrer jeweiligen Stilistik in Châteauneuf zuzuordnen, sondern sie sind, was sie schon immer waren, liebenswerte Individualisten, die unbeirrt von Moden ihren eigenen Weg gehen. „Die Perrins arbeiten außerordentlich professionell und fühlen sich dem Besten, was die Natur zu bieten hat, verpflichtet. Der wohlverdiente Erfolg von Beaucastel hat dazu geführt, dass François und Jean-Pierre Perrin heute im Rhônetal wesentlich mehr repräsentieren als Qualitätsbewusstsein – nämlich Ehrlichkeit, vorzügliche Leistungen, Fleiß und Hingabe. Sie haben nicht nur die besten Traditionen im Rhônetal bewahrt, sondern diese sogar erweitert und damit weltweit Ruhm erlangt – für ihre Weine, für das Rhônetal und nicht zuletzt für Frankreich”, schwärmt Parker zu recht von dieser Domaine, die zu den ganz großen Weingütern Frankreichs gehört.
Ein Châteauneuf-du-Pape von Beaucastel, rot wie weiß, ist stets ein brillantes Gewächs auf absolutem Weltklasseniveau, geschaffen von visionären Winzerpersönlichkeiten: Ein einzigartiger Triumph einer phantastischen Appellation, erklärbar aus dem Zusammenspiel eines großartigen, beseelten Terroirs, sensibler, biodynamischer Wirtschaftsweise und der unermüdlichen Tatkraft einer engagierten Perfektionistenfamilie. Weine mit weltweit magischem Klang!
Natürlich handelt es sich bei den Châteauneufs von Beaucastel um die Flaggschiffe der Familie Perrin, daneben erzeugt man aber auch in ebenfalls biodynamisch bewirtschafteten Lagen um Châteauneuf-du-Pape herum „köstliche Rotweine im regionstypischen Stil der südlichen Rhône, bemerkenswerte Leistungen, die nirgendwo in der Welt auf diesem Qualitätsniveau zu diesem sympathischen Preis produziert werden” (Parker) und die den legendären Mythos der Perrin-Weine in der ganzen Welt mitbegründet haben. Gerade in den fabelhaften Zwillingsjahrgängen 2005/6 besitzen diese wunderbaren Tropfen, die alle nach den gleichen Grundsätzen des biodynamischen Anbaus hergestellt werden, ein weltweit unschlagbares Preis-Genussverhältnis!


174106 Perrin, Côtes du Ventoux Rosé 2006 5,60 Euro
Wirklich gute Rosés sind extrem rar, doch hier finden Sie einen richtig seriösen! Ein Bio-Wein mit viel Geschmack, Ausdruck und Tiefe – ein Meisterwerk von erstklassigen Reben vom Fuße des bezaubernden Mont Ventoux!




Château Beaucastel
Familie Perrin

174206 Perrin, Côtes du Ventoux rouge 2006 5,80 Euro
Was für ein herrlicher Alltagswein des fabelhaften Jahrgangs 2006 an der südlichen Rhône vom Fuße des mythischen Bergriesen des Mont Ventoux, einer Appellation, die immer noch Geheimtipp-Status besitzt! Bereits die ausgezeichneten Jahrgangsvorgänger erfreuten sich bei Ihnen, unserer werten Kundschaft, großer Beliebtheit. Und im phantastischen Jahr 2006 ist diese faszinierend harmonische, elegante, traumhaft frische und ungemein trinkfreudige Cuvée aus Grenache, Syrah, Carignan und Cinsault in ihrer sympathischen Preisklasse selbst im aufregenden französischen Süden fast ohne Konkurrenz! Dieser leckere Bio-Wein bietet eine tiefrubinrote Farbe und verführerische Düfte nach schwarzen Kirschen, reifen Brombeeren, Veilchen, weißem Pfeffer und den unvergleichlich aromatischen Gewürzen der Provence. Seine zarte Transparenz und Komplexität in Duft und Geschmack, seine beeindruckende Konzentration und Dichte (völlig ungewöhnlich in dieser so konsumfreundlichen Preisklasse, ein Geschenk der großartigen Syrahpartie in der Cuvée), sein verführerischer Schmelz und die butterweichen, cremigen Tannine machen ihn im positiven Sinne zu „everybodys darling”: Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2008 bis wenigstens 2010.
„Eine bemerkenswerte Leistung, die nirgendwo in der Welt auf diesem Niveau zu derart sympathischen Preis produziert werden kann, ein Wein für all diejenigen, die hohe Qualität und großen Trinkgenuss suchen”, schwärmt Parker bereits seit Jahren begeistert über diesen phantastischen Alltagswein und feiert unseren aktuellen 2006er mit der Auszeichnung „excellent value”!
Und der DECANTER urteilt euphorisch: „Ein Vergnügen, ein großer und vortrefflicher Weinwert”!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2008 bis wenigstens 2010.




Château Beaucastel
Die Familie Perrin trifft sich zum magischen Moment der Assemblage
der einzelnen Cuvées

175205 Perrin, „Nature” Côtes du Rhône rouge 2005 9,50 Euro
2005 ist wie 2006 auf Beaucastel ein Jahrgang der Superlative! Perrins 2005er ‚Nature’ hat die Qualität wie bei anderen Winzern der Châteauneuf! In seiner sympathischen Preisklasse hinsichtlich Fruchtintensität und Transparenz ein neuer Referenzwein für unbeirrt auf die Flasche umgesetzte Natur! In der Farbe ein dunkles Kirschrot mit violetten Reflexen. In der Nase ein faszinierendes, anregendes Aromenspektrum: Schwarze Oliven, frisch gepflügte dunkle Erde, süße Brombeeren, intensive Kräuteraromen und Rosenblüten. Am Gaumen für einen Wein der südlichen Rhône geradezu schlank, feingliedrig und tänzerisch, mit einer anregenden Säure- und Tanninstruktur (einem Seidentuch ähnlich, für duftig lange Spuren auf der Zunge) und zutiefst mineralisch. Faszinierend, wie anders sich die schonende Extraktion der Weinbereitung auf der Domaine Beaucastel auf der Zunge auswirkt; sie wirkt geradezu erholsam im Vergleich zu den harten, ausgezehrten Gerbstoffen so vieler überextrahierter Weine der Rhône. Ein großartiger Genusswein, der die Sonne des Südens im Herzen trägt und sie mit einer ‚nordischen Kühle’ und sensationell niedrigen 13 Volumenprozent Alkohol verbindet. Sommer, Lärm der Zikaden, Duft der Garrigue, flirrende Hitze – man spürt die Kraft der Sonne in diesem transparenten Wein und atmet die würzige Luft der Provence. Natürlicher als unser biodynamisch erzeugter ‚Nature’ kann Rotwein kaum sein.
Zu genießen ab sofort bis 2012.



174505 Beaucastel, Coudoulet de Beaucastel, rouge 2005 16,95 Euro
Nur die berühmte „Autoroute du soleil” trennt das exzellente Terroir des ,Coudoulet’ von dem des legendären ,Chateauneuf’ von Beaucastel! Seit mehr als 30 Jahren bereits werden die erstklassigen Mourvèdre-, Syrah-, Cinsault- und Grenachereben für den traditionell in Holzfudern ausgebauten ,Coudoulet’ biodynamisch bewirtschaftet und wurzeln tief in den kalkhaltigen Böden, die teppichartig mit den berühmten „galets roulés” bedeckt sind. Und so prunkt dieser köstliche, purpurrote Wein mit einem komplexen, ,kühlen’, ungemein animierenden Aromenspektrum von reifen, prallen schwarzen Kirschen, Himbeeren, Oliventapenade, wild wachsenden provençalischen Kräutern, zarten Anklängen an geräuchertes Fleisch (wie bei großen noblen Rotweinen der Côte Rôtie), orientalischen Gewürzen und Lakritze und zaubert ein verschmitztes Lächeln in die Augen des kundigen Weinliebhabers: Die kühle Eleganz dieses Weines ist für einen Côtes-du-Rhône geradezu sensationell! Dies ist edler Stoff der absoluten Spitzenklasse! Für mich wird dieser weltberühmte „Zweitwein” von Beaucastel von Robert Parker, der 91Punkte gegeben hat („another outstanding example of this Côtes du Rhône”), eher unterbewertet: Ein traumhafter Côtes-du-Rhône, der das Wort „steinreich” neu definiert. Schmeckt wie ein klassischer Châteauneuf von Beaucastel aus den späten 80er, frühen 90er Jahren – vornehm, nobel, aristokratisch. Rhôneadel von traumhafter Finesse und selten erlebter spielerischer Eleganz! Und mit moderaten knapp 14% Alkohol auch wieder ein Rhônetropfen, den man mit herrlichem Trinkvergnügen ,wegzichen’ kann, so, wie es früher einmal war. Mein Wort drauf! Das ist definitiv die Qualität großer Châteauneuf-Weine zu einem absoluten Schnäppchenpreis! Dieser aristokratische Tropfen mit seiner cremig-seidenen Mundtextur klopft leise, aber unüberhörbar, an die Pforte der Weltklassegewächse.
Ein Rhônefestival, ein erotisches Feuerwerk der Sinne! Oder um nochmals mit Parker zu sprechen: „This is almost the bottle essence of Provence”.
Zu genießen mit größtem Vergnügen ab sofort, Höhepunkt 2009 bis wenigstens 2018.




Château Beaucastel
Hart ist die Weinbergsarbeit auf dem steinigen Terroir von Vinsobres


174405 Perrin, „Les Hauts de Julien” Vinsobres Village rouge 2005 34,00 Euro
Die exzellenten Lagen rund um das wunderschöne Dorf Vinsobres gehören zu den best gehüteten Geheimtipps an der südlichen Rhône und sind daher in Deutschland noch wenig bekannt. Doch dies wird sich sehr bald ändern, bietet doch diese Region aufgrund ihrer Exposition am nördlichsten Rande der südlichen Rhône und ihrer Höhenlage, die auch im Sommer relativ kühle Nächte mit sich bringt (ideal geeignet zur Herausbildung komplexer Aromen!), optimale Bedingungen. Insbesondere die Syrahrebe fühlt sich hier, ähnlich den Gegebenheiten an der nördlichen Rhône und anders als in der brütend heißen Ebene, pudelwohl. Zusammen mit erstklassigen Grenachetrauben ergibt dies einen zugleich kräftigen, dichten als auch eleganten, samtweichen Wein mit kühler Stilistik: Welch Triumph eines großen Terroirs. Diese bereits heute ungemein lecker schmeckende fabelhafte Spitzencuvée aus den ältesten Reben von Vinsobres auf dem qualitativen Niveau hervorragender Châteauneuf-du-Pape-Weine mit einem Potential von 20 Jahren hat uns derart begeistert, dass wir die gesamte für den deutschen Markt verfügbare Menge exklusiv für Pinard de Picard eingekauft haben. 93 Parkerpunkte!



174606 Beaucastel, Châteauneuf-du-Pape, rouge 2006 49,00 Euro
Wer jemals diesen großen Rhône-Klassiker genießen durfte, den lässt ein Mourvèdre-dominierter Châteauneuf von Beaucastel sein ganzes Leben lang nicht mehr los. Und welch großartige Fassproben aus einem der größten Jahrgänge aller Zeiten in Châteauneuf-du-Pape habe ich in den letzten Monaten auf Beaucastel degustieren dürfen: Als wären die legendären Weine aus 1959, 1961 oder 1989 neu geboren! Welch wundervolle Liaison zwischen einer samtig-seidigen, aber auch ungemein kraftvollen Materie und einer betörenden Frucht. Dem Glase entströmen köstliche Wogen von bezaubernden Aromen nach schwarzen Trüffeln, würzigen, süßlichen Schwarz- und Blaubeeren, schwarzen Johannisbeeren und weißem Pfeffer, die pikante Würze von schwarzen Oliven, ein orientalischer Touch von Zimt und Nelken sowie Noten von schwarzem Tee und Baumrinde. Am Gaumen wird jene feine, reife, überwältigend schöne Grenache-Süße zelebriert, die so vollständig anders ist als bei aufdringlichen Marmeladenweinen, so viel distinguierter, eleganter, nobler. Das ist Aristokratie pur! Dieser Châteauneuf-du-Pape auf absolutem Weltklasseniveau verzaubert durch seinen unverwechselbaren Charakter, der von der Mineralität der Böden und seinem hohen Mourvèdreanteil stammt. Und, was für viele Kenner am wichtigsten ist, seine feine Säure löst das Gefühl von angenehmer Frische auf der Zunge aus, so dass diese fabelhafte Cuvée trotz ihres Extrakts und ihrer Tiefe nicht schwer, sondern duftig, fein und transparent erscheint. Für Liebhaber originärer Rhôneweine ist dies einer der charaktervollsten Rotweine der Welt und gehört mit seiner ureigenen Stilistik im großartigen Jahrgang 2006 der südlichen Rhône zu meinen persönlichen Favoriten!
Parker lobt begeistert: „One of the vintage’s top wines”. Recht hat der Kerl! Legenden sterben nie, Gänsehautatmosphäre!


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1746306 Beaucastel, Châteauneuf-du-Pape, rouge (0,375) 2006 0,375 l 24,00 Euro


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1746106 Beaucastel, Châteauneuf-du-Pape, rouge, Magnum 2006 1,5 l 95,00 Euro


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1746206 Beaucastel, Châteauneuf-du-Pape, rouge, Jeroboam 2006 3 l 229,00 Euro


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Château Beaucastel
Alte Reben

174806 Beaucastel, Châteauneuf-du-Pape „Roussanne vieilles vignes”, blanc 2006 98,00 Euro
Die Gebrüder Perrin gehen stets ihre eigenen Wege. So lehnen sie auch den in der Region vorherrschenden Verschnitt in der Weißweinbereitung ab und favorisieren die launische, kapriziöse Roussanne-Traube (in dieser Spitzencuvée ein 100% Anteil) gegenüber den überall sonst beliebteren Sorten Grenache blanc, Clairette und Bourboulenc. So ist dieser feinste weiße Châteauneuf (im Übrigen zusammen mit dem Hermitage von Chave mein weißer Lieblingswein der gesamten Rhône) im Vergleich zum Standard der Appellation extrem langlebig sowie überaus reichhaltig und komplex. Die früh morgens in der Kühle der Nacht geernteten Trauben für diesen „sensationellen Wein, ein Meisterwerk” (Parker, 97 Punkte) stammen aus streng limitierten Erträgen von einer vier Hektar großen Parzelle mit knapp 70 Jahre alten Weinstöcken. Der monumentale Wein wird sowohl in Holzfässern als auch in Edelstahl vergoren, durchläuft die volle malolaktische Gärung und erzielt ähnliche Preise wie ein weißer Grand Cru aus Burgund. Er ist für meinen Geschmack die großartigste Ausdrucksform der Roussanne-Rebe weltweit, ein außergewöhnlich gehaltvoller Wein, mit einem tiefgründigen Bukett und überreichlichen, komplexen Aromen von Rosenblättern, Akazienblüten, tropischen Früchten, insbesondere Mango, Gewürzen, Brioche, Mineralien und Rauch, einer öligen Textur und einer fabelhaften Balance. Ungemein extraktreich, aber auch fein und geschliffen, geradezu zärtlich gleitet der Wein über die Zunge, füllt mit seiner Dichte und seiner würzigen Säure den Gaumen vollständig aus, bleibt haften, verzaubert, die Zartheit des Holztones verbindet sich mit der Komplexität der Aromen zu einer beeindruckenden Geschmackssinfonie. Am besten sollte man diesen „charaktervollen Erfolgstropfen” (Jancis Robinson) in seiner traumhaften Fruchtphase trinken, d.h. in den ersten drei Jahren nach der Abfüllung, und dann erst wieder nach seinem 10. Geburtstag bis ins hohe Weißweinalter von 30 Jahren hinein, wenn sich eine fabelhafte Mineralität Bahn gebrochen hat. In der Zwischenzeit? Einfach schlafen lassen!
Dieser monumentale Jahrhundertwein gehört meines Erachtens nach zu den 5 größten Weißweinen, die in den letzten 50 Jahren an der gesamten Rhône vinifiziert worden sind!


97 Parker-Punkte