Saarwellingen, im November 2007

Wein - Highlight


Willi Schaefer – Graach

Der König über ein kleines Himmel-Reich besitzt einen legendären Schatz: Feinsten Schiefer!

Willi Schaefer – Graach

Jeden Tag geht er persönlich hinaus in sein kleines (nur 3,5 ha), aber feines Königreich und kümmert sich eigenhändig um sein Volk: Traumhaft alte Rebstöcke besten genetischen Ursprungs, die wunderbare kleinbeerige Träubchen tragen und die sich mit ihren tiefgründigen Wurzeln in den steilen Moselhängen in einen weltberühmten Schatz eingegraben haben: Verwitterter, weicher Schieferboden der allerfeinsten Art. Willi Schaefer, einer der Stillen und Leisen im Lande, der so bescheiden auftritt, dass viele in Deutschland gar nicht mal bemerkt haben, welche Weltklasseweine in seinen legendären Lagen wachsen und es wieder einmal das Ausland gewesen ist, das zuerst die unvergleichlichen Rieslinge mit ihrem unverwechselbaren Stil hymnisch feierte, hat in seiner mittlerweile über 30jährigen Winzerlaufbahn seine Vision verwirklicht: Er hat in seinen wertvollen Steillagen die glockenklare Mineralität im Schiefer zum Klingen gebracht!

Willi Schaefer – Graach
Willi Schaefer und sein Sohn Christoph in ihrem „Königreich”

Seine eleganten, so ungemein trinkanimierenden Rieslinge besitzen eine messerscharfe Mineralität, es sind unvergleichlich schlanke, rassige Weine mit enormer Ausstrahlung. „Ihre aromatische Brillanz sowie ihre markante rassige Säure haben sie zum Gegenstand eines internationalen Kults gemacht”, notiert begeistert Stuart Pigott in seinem neunen Standardwerk „Wein spricht Deutsch”. Kein Wunder, dass die Rieslinge von Willi Schaefer weltweit extrem gesucht und daher ähnlich schwer zu bekommen sind wie die teuersten Pretiosen aus dem Burgund.

Wie immer bei den großen Winzern der Welt liegen die Ursachen der singulären Qualität in den Weinbergen. Und hier gibt es erhebliche mikroklimatische Unterschiede zu den benachbarten großen Wehlener und Bernkasteler Lagen: Nicht nur die Häuser des Orts, sondern auch Uferwiesen trennen diese weltweit gerühmten Lagen vom Flusslauf der Mosel, so dass hier eine deutlich anders geartete Thermik besteht. Und die tiefgrauen Schieferböden in den extrem steilen Hängen des Domprobsts (60 bis 70% Gefälle) und des Himmelreichs, die unmittelbar hinter den letzten Häusern von Graach majestätisch sich erheben, gebären unter den Händen eines ungemein bescheidenen Winzerstars traumhaft FEINE Rieslinge, die seit Jahren zu meinen persönlichen Lieblingsweinen gehören!

Ein gewichtiges Indiz für die einzigartige Güte der Graacher Lagen kann man in der Geschichte finden. Heutzutage mögen andere Gemeinden mit lautstärkeren Winzern und modernem Marketing im Rampenlicht der Weinwelt stehen, aber in der preußischen Klassifizierung der Moselweinberge von 1816-32 sind die Weinberge Graachs höher bewertet als die jeder anderen Gemeinde der gesamten Mosel, Saar und Ruwer! Seien Sie versichert, werte Kunden, dass die preußischen Steuererheber sehr genau wussten, was sie taten. Und in diesen genialen Lagen vinifiziert der sympathische König von Graach, Willi Schaefer, mittlerweile zusammen mit seinem talentierten und ebenso sympathischen Sohn Christoph, absolute Weltklasseweine, mit fabelhafter Reputation in den angelsächsischen Ländern, einzigartig in ihrer messerscharfen Mineralität und unvergleichlichen Brillanz – und in Deutschland hat es noch kaum jemand bemerkt! Greifen Sie zu liebe Kunden, diese Rieslinge sind Glücksfälle im Leben eines jeden kundigen Weinliebhabers! Klassischer, finessenreicher, mineralischer und feinfruchtiger kann die Mosel nicht schmecken!

Willi Schaefer – Graach
Der alte Flaschenkeller des Weingutes

Und bedenken, Sie, liebe Kunden: Diese so lebendigen Rieslinge besitzen ein legendäres Reife- und Entwicklungspotential – ohne jemals ihre Frische zu verlieren! Bei den Spätlesen 20- 30 Jahre und mehr, bei den Auslesen bis zu einem halben Jahrhundert. Von Jahr zu Jahr werden diese Köstlichkeiten sich entwickeln und gewinnen eine Komplexität und Mineralität, die weltweit einzigartig sind: Das sind Schichten um Schichten sich entfaltende Finesse und Eleganz. Das kaleidoskopartige Aromenspektrum ist dabei stetigen Veränderungen unterworfen. Daher verzichten wir hier auch auf eine detaillierte Weinbeschreibung, die nichts anderes wäre als eine Momentaufnahme, die morgen bereits nicht mehr stimmen würde; stattdessen wollen wir Ihnen die grundlegenden Charakteristika dieser beiden legendären, absolut gleichwertigen Lagen aufzeigen, die ein Merkmal vereint: Sie bereiten Trinkspaß ohne Ende. Nichts ist schwer, alles so tänzerisch verspielt und leicht! Und eine FEINHEIT wie bei den großen Pinot Noirs aus dem Burgund der legendären Domaine Dujac: Wahrlich der Tanz des Schmetterlings!

Filigrane Frucht (stets eher das gelbe Obst, aber auch kühle, schwarze Johannisbeernoten) mit strahlender Brillanz, Cremigkeit und Fülle bei gleichzeitiger geschliffener Klarheit, begleitet von einer abgrundtiefen Mineralität sind die dominierenden Charakteristika des Geschmacksbilds der stahligen Graacher Domprobst Spätlese mit ihrer fast unglaublichen Länge, während wir im verspielteren Himmelreich (welch Primaballerina des Rieslings!) häufig betörende Aromen von Rosenblättern finden und eine Textur, die wie Seide über die Zunge gleitet.
Die Auslesen aus dem Domprobst und Himmelreich variieren je nach Lesezeitpunkt und ihres unterschiedlichen Anteils an edler Botrytis hinsichtlich ihrer fabelhaft eingebundenen Süße und inneren Dichte, wobei das Himmelreich wiederum eher verspieltere, ätherisch duftende Rieslinge ergibt, während der Domprobst immer etwas erdiger, „ernsthafter” und mineralischer wirkt.


924106 Schaefer, Graacher Himmelreich, Riesling Spätlese feinherb 2006 16,50 Euro
Welch traumhaft schlanke Köstlichkeit!



924206 Schaefer, Graacher Himmelreich, Riesling Spätlese 2006 17,80 Euro



924306 Schaefer, Graacher Domprobst, Riesling Spätlese 2006 21,90 Euro



Willi Schaefer – Graach

924406 Schaefer, Graacher Domprobst, Riesling Auslese 2006 39,90 Euro



9244306 Schaefer, Graacher Domprobst, Riesling Auslese 2006 0,375 l 22,00 Euro



Willi Schaefer – Graach

924405 Schaefer, Graacher Domprobst, Riesling Auslese 2005 39,50 Euro



924605 Schaefer, Graacher Himmelreich, Riesling Auslese 2005 25,00 Euro



9245306 Schaefer, Graacher Domprobst, Riesling Beerenauslese 2006 0,375 l 77,00 Euro




Willi Schaefer – Graach
Vater und Sohn vor der Lage „Graacher Domprobst”

Die nochmalige kaum für möglich gehaltene Steigerung, den ultimativen Kick finden Sie, werte Rieslingfreunde, in den extrem raren Versteigerungs-Pretiosen: Kultweine mit magischem Klang, strahlende Weindiamanten am nächtlichen Sternen-Himmel der Mosel, in winzig kleinen, homöopathischen Dosen vinifiziert, von Weinliebhabern in aller Welt verzweifelt gesucht, und das zu Preisen, die nicht billig sind (wie könnten sie das auch sein angesichts der exorbitanten Arbeit in den steilsten Lagen der Welt), die im internationalen Kontext gesehen aber immer noch als absolutes Schnäppchen gelten. Meine unbedingte Empfehlung.

924706 Schaefer, Graacher Domprobst, Riesling Spätlese 2006 89,00 Euro


Versteigerungswein


9248306 Schaefer, Graacher Domprobst, Riesling Auslese Goldkapsel 2006 0,375 l 129,00 Euro


VERSTEIGERUNGSWEIN - Einzelflaschenabgabe!


P.S. I: Ist das nicht Terroircharakter in seiner schönsten Form, wenn ein Riesling uns so deutlich an seinen Ursprung erinnert und den Durst der Seele stillt?
P.S. II: Probieren Sie, wenn Sie Lust haben, die Weine auch in ihrem jungen Stadium (Riesling, da nicht im neuen Holz ausgebaut, schmeckt immer!), dann vielleicht über mehrere Tage oder gar über 2 Wochen aus der geöffneten Flasche und Sie gewinnen einen Einblick in die phantastische Aromenvielfalt, die weltweit nur eine einzige Weißweinrebe besitzt: der Riesling!