Saarwellingen, im September 2007

Wein - Highlight


Domaine de la Vieille Julienne - Châteauneuf-du-Pape

Jean-Paul Daumen hat die traditionsreiche Familiendomaine mit großartigen Rotweinen aus biodynamischem Anbau innerhalb nur einer Dekade qualitativ „in die Stratosphäre geschossen. Er ist nicht nur einer der brillantesten Winzer von Châteauneuf-du-Pape, sondern seine Domaine zählt zu ‚France’s superstar wineries’,” Robert M. Parker.

DER WINZER: Seitdem Jean-Paul Daumen mit den großartigen Jahrgängen 98/99 und vor allem dem hedonistischen 2000er der ganz große Durchbruch gelungen ist, wird er regelmäßig von der Weinkritik je nach Sichtweise zu den besten Winzern der Rhône, Frankreichs oder gar der Welt gezählt. Nachdem er diesen Ruf eindrucksvoll mit phantastischen Qualitäten in den Jahrgängen 2001 bis 2003 bestätigt hat (So erhielt als einziger Wein der Appellation beispielsweise der 03er Réservée von Parker die glatte Punktzahl 100!), zeigt er wiederum sein großes Können mit dem klassischen Jahrgang 2004, in dem Jean-Paul ungemein ausbalancierte, frische, samtige, ja seidige Weine produziert hat, die den Vorjahren in nichts nachstehen, sie wegen ihrer feinen Art nach meinem persönlichen Geschmack sogar nochmals übertreffen.

Domaine de la Vieille Julienne
Jean-Paul Daumen in seinem Weinberg mit den extrem
ärmlichen Sandböden, auf denen nicht mal
der berühmte Grashalm wächst.

Dabei hat der immense Erfolg den ungemein sympathischen Winzer überhaupt nicht verändert, Jean-Paul bleibt so zurückhaltend, beinah schüchtern, wie stets zuvor und seine Auftritte in der Öffentlichkeit sind extrem rar. Doch wie einst bei der leider verstorbenen Winzerlegende Jacques Renaud von Château Rayas oder Henri Bonneau bahnt sich hier ein neuer Mythos in Châteauneuf-du-Pape an! Und auch wenn die Vieille Julienne erst seit einigen Jahren zu den absoluten Topweingütern ganz Frankreichs gehört, wird Jean-Paul nicht müde, darauf hinzuweisen, wie sehr er sich der Arbeit von vier Generationen vor ihm verpflichtet fühlt: „Die Vieille Julienne ist kein modernes Weingut, das quasi über Nacht aus dem Boden gestampft wurde. Ohne die Arbeit meiner Vorfahren wäre es unmöglich, die heutigen Qualitäten herzustellen. Unsere Rebstöcke haben ein Durchschnittsalter von siebzig Jahren, da versteht man sofort, wie wichtig es ist, darauf aufzubauen, was mein Urgroßvater bereits seit 1905 geleistet hat.” Wir sind sehr stolz darauf, diesen sympathischen Ausnahmewinzer seit einigen Jahren auf seinem Weg begleiten und Ihnen, liebe Kunden, seine unvergleichlich feinen und eleganten Weine anbieten zu können.

DAS TERROIR: Sämtliche Parzellen der Domaine liegen im nördlichen Bereich von Châteauneuf-du-Pape, in Le Grès. Heute mutet es höchstens noch wie ein böswilliger Scherz an, dass über lange Zeit hinweg die extrem ärmlichen sand- und lehmhaltigen Böden, auf denen bisweilen nicht mal der berühmte Grashalm zu wachsen gedenkt, maßlos unterschätzt und geradezu als ‚unwürdig’ für die weltberühmte Appellation angesehen wurden. Das aber änderte sich schlagartig, als Jean-Paul das erste Mal 1998 mit Aufsehen erregenden Qualitäten von sich hören ließ. Und seitdem zeigt sich Jahrgang für Jahrgang, dass gerade die extrem armen, wasserdurchlässigen und relativ kühlen Böden mit Nordausrichtung (was auch die Theorie nahe legt, dass die klimatischen Veränderungen sich ausgesprochen positiv für Vieille Julienne auswirken) harmonische, fein ziselierte Weine hervorbringen, die vor allem durch ein phantastisches Gleichgewicht von Frucht und Tanninen, Säure und Alkohol begeistern. Doch das Terroir der Vieille Julienne ist extrem anspruchsvoll. Nichts geht hier einfach wie von selbst. Alle Arbeitsschritte müssen genau durchgeplant werden. Der Boden wird ständig bis in mehrere Meter Tiefe analysiert, vor allem der Feuchtigkeitsgehalt, ein Faktor, der in den letzten, immer heißer und trocken werdenden Jahren enorm an Bedeutung gewonnen hat. In einem Computerprogramm sind Karten verschiedener Bodentiefen gespeichert. Terroir, so wie Jean-Paul es versteht, ist keine Modeerschienung oder ein Begriff von Marketingexperten. „Terroir ist das exakte Durchleuchten des Zusammenspiels von Pflanze, Bodenuntergund, Ausrichtung der Rebe (Sonneneinstrahlung und Windrichtung) sowie die Geschichte des Ortes und das genaue Wissen um das Zusammenspiel der verschiedenen Qualitäten.”

Domaine de la Vieille Julienne
Bodenanalysen, bis zu mehreren Metern Tiefe, erlauben
eine präsise Kenntnis des Terroirs

Der Boden besteht (bis zu einem Meter Tiefe) aus 35% Galets (den für Châteauneuf so typischen Steinen, die vor 1,2 bis 1,8 Millionen Jahren von der Rhône angeschwemmt wurden), der Untergrund ist nichts als der für Vieille Julienne so wichtige reine Sand, der im Myozen, also vor ca. 16 bis 10 Millionen Jahren, abgelagert worden ist. Darauf fühlen sich vor allem Grenache-Stöcke pudelwohl (ca 80% der Bestockung), aber auch Syrah und Mourvèdre (etwa 5 bis 10%) gedeihen hier bestens. Dazu gesellen sich in kleinen Anteilen Bourboulenc, Vaccarèse, Cinsault, Counoise und alle anderen in Châteauneuf zugelassen Rebsorten. Zu vermerken ist noch, dass die Parzellen nicht rebsortenrein gepflanzt wurden, sondern nach bester Tradition des französischen Südens geht es hier kunterbunt durcheinander und alle Rebsorten beeinflussen sich gegenseitig! Durch Jean-Pauls vorbildliche Weinbergsarbeit ist Le Grès heute zu einem der berühmtesten Terroirs von Châteauneuf-du-Pape geworden!

IM WEINGARTEN: Nur durch ein ausgeklügeltes System von traditioneller Bodenbearbeitung, Unterstützung der natürlichen Abwehrkräfte der Pflanze durch biodynamischen Landbau, Nachpflanzung von Rebstöcken nur aus eigener Produktion besten genetischen Pflanzmaterials (sélection massale), strengem Rebschnitt, optimaler Laubwerksarbeit, die jedes Jahr erneut den Wetterbedingungen angepasst werden muss, und Lese bei perfekter Reife der Traube (die alkoholische UND phenolische Reife muss vorhanden sein) gelingt die Ernte allerbester Weintrauben. Und es wird stets erst dann geerntet, wenn diese Trauben so gut schmecken, dass man Lust hat, sie sofort zu essen! Seit einigen Jahren bereits wird auf der Vieille Julienne nach biodynamischen Prinzipien gearbeitet.

Domaine de la Vieille Julienne
Jean-Paul beginnt mit den jährlichen Rebschnitt

Jean-Paul und seine Mitarbeiter sind felsenfest davon überzeugt, dass sich die Qualität der Trauben, vor allem die Struktur der Häute und der Kerne – und damit der Tannine im fertigen Wein – dadurch entscheidend verbessert hat. Dazu erlaubt die Verwendung von biodynamischen Produkten auf Basis von Brennesseln ein deutliches Absenken der Schwefel- und Kupfermengen zum Pflanzenschutz. Dabei ist die Biodynamie für Jean-Paul keine Ideologie. Wenn man ihn darauf anspricht, erwidert er lächelnd: „Schon mein Großvater hat so gearbeitet. Das ist einfach gesunder Menschenverstand und keine Religion. Wir bewahren für die zukünftigen Generationen, was uns die vorherigen übermittelt haben. Anders kann das im Weinbau nicht gehen. Wer meint, die schnelle Lösung durch moderne Techniken gefunden zu haben, ist sicher auf dem Holzweg.”

IM KELLER: Ziel der Kellerarbeit ist es anschließend, diese so köstlich schmeckenden Weintrauben in einem möglichst schonenden Prozess in ebenso köstlichen Wein zu verwandeln. Dies geschieht ohne irgendwelche Eingriffe von außen (keine Reinzuchthefen, keine Filtrierung, keine Schönung, kein neues Holz, keinerlei Schwefeln während des Ausbaus). Die alkoholische Gärung findet in Betoncuveés statt, die alle unterschiedlich groß sind, um die Trauben der verschieden großen Parzellen aufzunehmen und somit die Eigenschaften jeder einzelnen Lage herauszuarbeiten. Nach gut zwanzig Tagen wird der Most in alte Holzfuder abgelassen, wo sich die malolaktische Gärung mit all ihren Rätseln vollzieht. Und anschließend heißt Jean-Pauls Devise: Kontrolliertes Nichtstun! Geduld, kühle Kellerräume, die großen, majestätisch wirkenden Fuder, totale Ruhe und Stille. Eineinhalb Jahre lang nimmt das Wunder seinen Lauf. Nicht einmal verkostet wird der Wein in dieser Zeit, so genau ahnt, nein spürt Jean-Paul, wie die Entwicklung verlaufen wird. Und dann kommt der magische Moment. Die Assemblage (der Verschnitt der einzelnen Fässer), die Abfüllung. Alles auf einmal (bis vor wenigen Jahren eher untypisch in der Region), um jede Art von Flaschen- und damit Qualitätsschwankungen zu vermeiden, die früher oftmals den Genuss selbst bei renommierten Gütern beeinträchtigten. Im Übrigen verzichtet Jean-Paul auf jegliche Zusammenarbeit mit einem Önologen. Seine unumstößliche Maxime lautet: „Wein wird vom Winzer gemacht. Perfekte technische Weine können sicherlich interessant sein, wirklich gut wird Wein aber erst durch seinen Charakter, seine Ecken und Kanten.”

Domaine de la Vieille Julienne
Jean-Paul beim „kontrollierten Nichtstun”

DIE JAHRGÄNGE 2004 und 2005: Der Jahresverlauf 2004 war vor allem durch eine lange Trockenperiode von April bis zum 20. August gekennzeichnet. Nicht ein Tropfen Regen! Zum Glück wurzeln die alten Grenachestöcke bis zu acht Meter tief im Boden und die Temperaturen waren deutlich niedriger als 2003. Und dann kam er endlich doch, der Regen. Rechtzeitig vor der Ernte! Die Rebstöcke sogen das Wasser geradezu aus dem Boden und produzierten wieder Blätter. Gar nicht so leicht, unter diesen Bedingungen Traumqualitäten herzustellen! Doch Jean-Paul bewies wieder einmal, dass er sein Terroir, jede einzelne Parzelle, bis in die letzten Winkel kennt. Über fünfeinhalb Wochen streckte er die 18 Erntetage. Immer wieder ließ er dabei die Mannschaft anhalten, um jeweils den optimalen Reifezeitpunkt zu erwischen. So wurden jeweils nur Teile einer Parzelle gelesen. Dann wieder abgewartet, beobachtet, verkostet. Beste Wetterbedingungen mit kühlen Nächten und einem glücklicherweise nur leichten Mistral (zu heftige Winde führen nämlich zu einer raschen Saftkonzentration und damit zu „fetten” Weinen mit hohen Alkoholgradationen) erlaubten, höchstes Risiko einzugehen. Bis Anfang Oktober wurde gelesen – mit bis zu sechs Durchgängen in den besten Parzellen. Nicht einmal 45 Minuten dauerte es dann vom Schnitt der Trauben bis in den Keller. Bei den Hitzegraden im Süden Frankreichs ist diese Schnelligkeit unablässig für höchste Qualität. Und so hat Jean-Paul in sorgfältigster Lesearbeit nur bestes Traubenmaterial eingefahren. Hier zeigt sich die wahre Handschrift eines Winzermagiers, der alles über Bord geworfen hat, was man auf der Schulbank lernt, und nur noch nach eigenem Fingerspitzengefühl vorgeht. Solche Intuition, das zeichnet den wahren Meister aus. Bravo! Das Resultat: Ich habe Ihnen, werte Kunden, nach mehreren Verkostungen vor Ort zu völlig unterschiedlichen Entwicklungsstadien der Weine schon oft geschrieben, dass mir persönlich der Jahrgang 2004 an der südlichen Rhône noch besser gefällt als der so hoch gelobte Jahrgangsvorgänger 03, denn die Weine verfügen über mehr Frische, mehr Struktur und eine höhere Komplexität. Und sie sind nicht so ‚fett’ wie im Hitzejahrgang 2003, der wiederum einigen Journalisten und Weinkritikern wegen der schier unglaublichen Konzentration mehr zusagte. Es hat mich jedoch sehr gefreut und in meiner Einschätzung bestätigt, dass René Gabriel, Fachautor („Bordeaux Total”) und Herausgeber des WEINWISSER, als erster namhafter Journalist ebenfalls konstatiert, dass die „2004er Weine besser sein werden als die 2003er”. Doch wie in jedem Jahrgang brauchen die biodynamisch und ohne jegliche Manipulation produzierten Weine der Vieille Julienne wesentlich mehr Zeit als meisten ihrer Konkurrenten, bis sie anfangen sich zu öffnen und ihre wahren Qualitäten zeigen. Daher präsentieren wir ab jetzt immer erst etwa ein Jahr nach der Abfüllung die Weine dieser Ausnahmedomaine in ausführlicher Beschreibung, wenn die fabelhaften Qualitäten, wie jetzt beim 2004er Jahrgang, sich langsam entfalten und die Weine auch ersten Trinkgenuss bereiten.

Domaine de la Vieille Julienne
Extrem selektive Handlese auf der Domaine

Dazu bieten wir Ihnen (aber ohne Beschreibung) natürlich auch den gerade abgefüllten Jahrgang 2005, den sich viele Kunden und Liebhaber großer Châteauneufweine sofort in den Keller legen wollen. Der generell wie im Burgund und in Bordeaux auch an der südlichen Rhône als Jahrhundertjahrgang gefeierte 2005er scheint mir persönlich, wie mancher andere große Jahrgang zuvor (die klimatischen Veränderungen haben an der Rhône schlichtweg zu einer sensationellen, vorher nie gekannten Abfolge fabelhafter Qualitäten geführt wie in 95, 98, 99, 2000/1/3/4/5), in seiner gesamten Breite keineswegs so einheitlich grandiose Qualitäten erbracht zu habe, wie man es vielleicht aufgrund der traumhaften klimatischen Bedingungen erwarten konnte. Stattdessen gibt es (wie im Hitzejahrgang 2003, aber auch in 1995 und 2001, die in ihrer Stilistik dem 05er ähnlich sind), insbesondere was ihre traumhafte Aromenkomplexität, ihre sensationelle innere Dichte, Konzentration und Struktur sowie ihre erfrischende Säure betrifft, beträchtliche Qualitätsschwankungen: Zum einen scheinen, wie Parker wohl zu Recht vermutet, einige Winzer schlicht zu früh geerntet zu haben, so dass die Trauben noch nicht die höchste physiologische Reife erreicht hatten, was sich bei diesen Weinen in einer nicht optimalen Tanninstruktur niederschlägt. Mir dünkt aber auch, dass so mancher Winzer zuviel des Guten wollte und im Bestreben, den ultimativen Wein seines Lebens zu vinifizieren, eine zu lange Maischestandzeit wählte und deshalb zu viele Tannine extrahierte, ein Problem, von dem so mancher Winzer hinter vorgehaltener Hand mit mir gesprochen hat. „Nichtsdestotrotz gibt es in 2005 einen Ozean phantastischer Weine” (Parker), aus dem wir Ihnen, werte Kunden, mit den Traumweinen der Vieille Julienne das Beste vom Besten herausgefischt haben. Lassen Sie sich diese fabelhaften Wein-Werte auf keinen Fall entgehen und bestücken Sie Ihre Keller für viele Jahre: Das Reifepotential des 2005er Jahrgangs ist nicht zuletzt wegen der großartigen Säurestruktur, denen großen Weine ihre fabelhafte Frische und Trinkanimation verdanken, legendär!

Domaine de la Vieille Julienne
Kerngesundes Lesegut


138204 Vieille Julienne, VdP Principauté d’Orange Les Fiefs, rouge 2004 6,90 Euro
Zum ersten Mal mit dem Jahrgang 2004 hat Jean-Paul diese vorzügliche Cuvée aus Syrah und Cabernet mit gut 25% Grenache assembliert. Das war aus meiner Sicht eine sehr weise Entscheidung, da die „Fiefs”, die auf reichhaltigerem Lehmboden als die übrigen Parzellen wachsen, neben ihren Anklängen an getoastetes Brot, schwarze Trüffeln, feine Zedernholznoten und weißen Pfeffer eine frische Note von roten Früchten (ein ganzer Aromenstrauß von schwarzen Kirschen, Sauerkirschen sowie roten Johannisbeeren) und damit eine regionaltypischere Ausrichtung erhalten. Wilde Minze im betörenden Abgang sorgen für rassige Frische, die gepaart mit den pfeffrigen Aromen des Cabernet einen komplexen Wein ergeben, der sowohl zum Grillfest als auch zu anspruchsvolleren Gerichten getrunken werden kann. Übrigens habe ich vor kurzem einen hervorragenden 2001er verkostet. Ein wahrer Trinkgenuss, und der Beweis dafür, dass auch die so genannten „kleinen” Weine der Vieille Julienne phantastisch altern.
Zu genießen ab sofort bis 2010.

Vieille Julienne, VdP Principauté d’Orange Les Fiefs, rouge


Und als ganz besonderes Schnäppchen:

1382904 Vieille Julienne, VdP Principauté d’Orange Les Fiefs, rouge (Paket 12 für 10) 2004 9 l , statt 82,80 nur 69,00 Euro


(12 Flaschen zum Preis von 10)


138004 Vieille Julienne, VdP Principauté d’Orange Classique, rouge 2004 11,90 Euro
Dieser traumhafte Landwein wächst auf einer Sandsträhne, welche die lehmhaltige Parzelle der „Fiefs” diagonal durchläuft. Das macht die Erntearbeit zwar deutlich schwieriger, denn die Beerchen, die an den Reben auf der Strähne wachsen, werden gut eine Woche nach den Trauben gelesen, die in den oben präsentierten Fiefs wandern. Doch wie immer ist Jean-Pauls oberstes Leitmotiv auch hier das Herausarbeiten terroirspezifischer Weine. Und die wachsen nun einmal in einzelnen Weinbergsparzellen mit ihren unterschiedlichen Bodenformationen und nicht im Keller. (Das heißt, bei industriellen Massenerzeugern ersetzt nur allzu gerne das Chemiesäckchen im Keller die Naturaromen, aber das ist wiederum eine ganz andere Geschichte.) Der ärmere Boden der Sandsträhne sorgt jedenfalls für eine deutlich tiefere Struktur dieses noblen Weines, der jeweils zur Hälfte aus Syrah und Cabernet assembliert wird und der in der Nase mit seinen Anklängen an Cassisblätter, wilde Minze und den typischen Gewürznoten der Garrigue begeistert, dazu feine Fruchtnoten von Schattenmorellen und Brombeeren und Cassis. Eine phantastische Länge und die feine Mineralik, gepaart mit würzigen Noten von südfranzösischer Garrigue (Thymian und Rosmarin) deuten jetzt schon auf einen großen Tropfen hin, dem man aber noch ein bis drei Jahre Kellerreifung gewähren sollte. Von Parker „als Schnäppchen des Jahrgangs” gefeiert!
Möchten Sie diesen Wein aber schon heute trinken, empfehle ich, ihn zwei Stunden lang zu karaffieren. Höhepunkt 2008 bis 2010.

Vieille Julienne, VdP Principauté d’Orange Classique, rouge

138005 Vieille Julienne, VdP Principauté d’Orange Classique, rouge 2005 11,90 Euro
Parker: „Wahrhaft ein Schnäppchen des Jahrgangs, 90 Punkte”.


138404 Vieille Julienne, Côtes du Rhône rouge 2004 14,90 Euro
Mit dem großartigen 2004er Côte du Rhône ist Jean-Paul ein traumhaft fein ziselierter Wein gelungen: Die bis zu hundert Jahre alten Weinstöcke (die ältesten der Domaine, 80-100 Jahre alte Grenachereben) mit lächerlich niedrigen Hektarerträgen geben diesem Wein eine ganz besondere Ästhetik, die ihn meilenweit aus dem Meer mittelmäßiger Rhôneweine herausragen lässt. Welch schlanker, welch herrlich rassiger Wein. Zunächst dominiert die feinsinnige Frucht, ganz reife Kirschen, aber ohne in die Überreife abzugleiten. Phantastische Winzerkunst!
Dann die provenzalischen Garrigue-Noten und wieder Früchte: Waldhimbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren, dazu feine Zedernholznoten, schwarzer Pfeffer und zarten Kaffeeanklänge. Am Gaumen eine großartige Säurestruktur, die sich harmonisch mit feinen Tanninen verbindet, um diesem Wein eine Länge und Ausdauer zu geben, die ihn zu einem großartigen Mittelstreckenläufer macht. Phantastisch jetzt schon zu trinken (bei vielen Blindverkostungen wird dieser Wein immer wieder für einen sehr guten Châteauneuf gehalten) und viele Jahre – vor allem in der Magnum – lagerfähig. Trinkgenuss pur. Weinfreund, was willst du mehr?
Von Parker, natürlich, ebenfalls „als Schnäppchen des Jahrgangs” gefeiert!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2008 bis 2012.

Vieille Julienne, Côtes du Rhône rouge

1384104 Vieille Julienne, Côtes du Rhône rouge, Magnum 2004 1,5 l 32,90 Euro

Vieille Julienne, Côtes du Rhône rouge, Magnum

138405 Vieille Julienne, Côtes du Rhône „lieu-dit Clavin”, rouge 2005 14,95 Euro
Von Parker für meinen Geschmack unverständlicherweise nur mit 90 Punkten bedacht, spielt dieser grandiose Wein für viele Kenner locker in einer Liga mit vielen bekannten Namen aus Châteauneuf-du-Pape!
Potential bis nach 2020.


138604 Vieille Julienne, Châteauneuf-du-Pape, rouge 2004 39,95 Euro
Die ersten Begriffe, die mir bei diesem phantastischen Wein einfallen, sind Intensität und Kompaktheit. Man mag den Mund nach dem Genuss gar nicht mehr öffnen, um den phantastisch langen Nachhall bis in die letzten Züge auszukosten. Zu den feinen Aromen schwarzer, reifer Früchte gesellt sich eine Tanninstruktur, die in ihrer Sanftheit wohl ihresgleichen sucht im gesamten französischen Süden. Wie Samt legt sich dieser Wein auf die Zunge und füllt den Gaumen aus. Total intensive Schokolade- und Mokkatöne als Essenz uralter Grenachestöcke, die bei perfekter Reife gelesen wurden, erinnern den Kenner an eine Cuvée très spéciale, deren Namen ich hier jedoch nicht verraten möchte.
Und doch kommt dieser Wein als „einfacher” Châteauneuf-du-Pape und nicht als Prestigecuvée daher. Jean-Paul hat mit mir in vielen persönlichen Gesprächen immer wieder von seiner Skepsis gegenüber den zahlreichen Luxuscuvées gesprochen, die in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen sind. „Eine Cuvée wird in der Parzelle gemacht, sonst gibt es keinen Grund dafür”, sagte er mir immer wieder. Und da im Jahr 2004 die Bedingungen nicht hundertprozentig gegeben waren, die berühmte Cuvée Réservé herzustellen (die Syrahtrauben waren wesentlich früher reif als die Grenache und Jean-Paul konnte sie nicht zusammen vinifizieren), hat Jean-Paul während der Ernte in der Parzelle entschieden, nur EINEN Wein zu vinifizieren. Wie in der guten alten Zeit! Glückwunsch, Jean-Paul, zu dieser mutigen Entscheidung. Und Bravo für diesen fabelhaften Wein, der das Herz eines jeden Weinkenners höher schlagen lässt zu einem Preis, der heutzutage in Châteauneuf die absolute Ausnahme darstellt. Ein Emotionen auslösendes Weinmonument, ein Archetypus großer Rhôneweine!

Christina Hilker, Sommelier des Jahres 2005, urteilt begeistert: „Ein faszinierender und wahrhaft großer Wein!”. Robert M. Parker bewertet diesen Weltklassewein als einen der Superstars des Jahrgangs! Michel Bettane, der große alte Mann des französischen Weines, beurteilt ihn gleich hoch wie den fabelhaften 2005er. Für meinen persönlichen Geschmack hat Jean-Paul Daumen einen der schönsten Châteauneufweine der letzten 10 Jahre vinifiziert, Ich mag einfach diesen feinst balancierten Stil, die unvergleichliche Komplexität, die Eleganz und die einzigartige Frische und Finesse eines klassischen Jahrgangs wie 2004!
Zu genießen 2009 bis 2025.

Vieille Julienne, Châteauneuf-du-Pape, rouge

138605 Vieille Julienne, Châteauneuf-du-Pape, rouge 2005 45,00 Euro
Einer der ganz „großen Weine des Jahrgangs”, (Parker) in einem traumhaft traditionellen Stil!
Zu genießen 2010/11 bis nach 2030.



Als besonderes Schmankerl möchten wir Ihnen mit folgendem Paket die Möglichkeit bieten, die 3 letzten großen Châteauneuf-Jahrgänge der Domaine la Vieille Julienne im Vergleich probieren zu können mit jeweils 1 Flasche aus den Jahrgängen 2003, 2004 und dem aktuellen Jahrgang 2005:

80003 Vieille Julienne Châteauneuf-Probierpaket 2003/2004/2005 statt 120,95 nur 99,90 Euro



1386105 Vieille Julienne, Châteauneuf-du-Pape, rouge, Magnum 2005 1,5 l 92,50 Euro


138905 Vieille Julienne, Châteauneuf-du-Pape Réserve, rouge 2005 249,00 Euro
Leider kann einer der größten jemals erzeugten Châteauneuf-du-Pape-Weine wegen seiner extremen Rarität nur als Einzelflasche verkauft werden!


Limitiert: Maximal 1 Flaschen pro Kunde!