Saarwellingen, im September 2007

Wein - Highlight


Weingut Van Volxem - Wiltingen Saar

STERN: „Der Rebenflüsterer – Roman Niewodniczanski erzeugt Saarweine mit mythischem Ruf”

Stephan Reinhardt FEINSCHMECKER: „Van Volxem: Sehr komplexe Rieslinge mit Struktur, innerer Dichte und cremiger Textur; lecker für die einen, kulturphilosophische Traktate für die anderen. Jedenfalls Weine, auf welche die Welt in Zukunft nicht mehr wird verzichten wollen.”

Am Anfang stand eine Vision: Es müsste doch möglich sein, in den legendären Steillagen der Saar, in dieser so traditionsreichen deutschen Weinanbauregion, den Schiefer im Riesling wieder zum Klingen zu bringen und diesen authentischen Weinunikaten ihren angestammten Platz in der Weltspitze zurückzugeben. Denn bevor der Saarriesling, von wenigen rühmlichen Ausnahmen wie den fabelhaften Gewächsen von Egon Müller abgesehen, fast in der Bedeutungslosigkeit versank, reihte ihn Ende des 19. Jahrhunderts seine unvergleichliche Eleganz und Finesse sowie seine einzigartige Noblesse ein in die absolute Spitzenliga der begehrtesten und damit teuersten Weine der Welt, gegen die selbst die großen Namen des Bordelais billig gehandelt wurden.

Weingut Van Volxem
„Niwo” hoch über den Steillagen der Saar

Doch dies klingt wie eine Mär aus grauer Vorzeit, die Realität sah bis vor einem halben Jahrzehnt ganz anders aus: Saarwein wurde zumeist billigst verramscht! Denn zum einen hatte die Saar wie alle anderen deutschen Anbaugebiete nach den Katastrophen der beiden Weltkriege viele traditionelle Absatzgebiete verloren und zum anderen waren Weinliebhaber in aller Welt entsetzt über die Verbrauchertäuschung Mitte des 20 Jahrhunderts, als durch die „Ausweitung” der steilen Toplagen in die Ebene die Qualitäten drastisch verwässert wurden und zeigten dem ‚neuen’ Stil die kalte Schulter. Die tragische Konsequenz: Ein Weingut nach dem anderen scheiterte an den enorm hohen Kosten des Steilhanganbaus; die meisten aus der jungen Generation waren nicht mehr bereit, den unprofitablen elterlichen Betrieb zu übernehmen, mit der Folge, dass die einst weltberühmten Steillagen aufgegeben wurden.

Diese Ausgangssituation war es, die Roman Niewodniczanski, jüngster Spross einer der bekanntesten Bierbrauerdynastien Deutschlands und begeisterter Liebhaber großer Weine aus aller Welt, reizte. Aus dieser Leidenschaft genährt und der Liebe zu dem kleinen, aber spektakulär schönen Anbaugebiet der Steillagen der Saar nahm seine Vision Gestalt an. Roman kauft im Jahr 2000 einen traditionsreichen, berühmten Betrieb, ein ehemaliges Klosterweingut im historischen Zentrum von Wiltingen, der bedeutendsten Weinbaugemeinde der Saar, der in Konkurs geraten war, der jedoch einst strahlenden Klang an der Saar besaß: Van Volxem, mit Besitz in den legendären Kernparzellen der renommiertesten Saarlagen und einem besonderen Schatz: uralten, z.T. wurzelechten Rebstöcken auf skelettreichen, aber sehr unterschiedlichen Schieferböden – ein weltberühmtes Terroir!

Dann beginnt eine sehr harte handwerkliche Arbeit. Das Traditionsgut wird renoviert, in den hoch und extrem steil über der Saar liegenden Weinbergen werden Böden aufgelockert und Unmengen von Humus eingebracht. Diese Maßnahme dient der Erhöhung der Wasserhaltekraft und der Vitalisierung der Böden: Die Mikroorganismen kehren infolge der bioldynamischen Wirtschaftsweise zurück – im Gegensatz dazu ist mit chemischem Dünger und Pestiziden behandelter Boden fast so tot wie Saharasand! Aufwändige Laubwerksarbeiten an den wertvollen Rebanlagen mit ihren tief ins Mineralreich wachsenden Reben werden zur Selbstverständlichkeit. Niedrigertragsreben aus genetisch wertvollstem Material werden hinzugepflanzt, die Pflanzdichte selbst drastisch erhöht. Eine massive Ausdünnung der Trauben führt dazu, dass die völlig unterschiedlichen Mineralien des je nach Parzelle differierenden Grau-, Blau- und Rotschieferanteils ebenso wie die der Feinerde- und Grauwackenanteile in jedem einzelnen Wein stilistisch deutlich schmeckbar und damit sinnlich erfahrbar werden.

Natürlich profitieren die Reben (außer in zu kalten Jahrgängen, die früher den Weinbau an der Saar auch zu einer Gratwanderung machten, die es heute aber de facto nicht mehr gibt) auch vom relativ kühlen Klima ihres nördlichen Anbaugebietes, das 50 bis 100 m höher liegt als die Spitzenlagen der Mosel und zudem in unmittelbarer Nähe zu den Mittelgebirgen Hunsrück und Eifel. Denn bei den großen Rieslingen der Saar, die ihren Weltruf bei aller Komplexität und Kraft insbesondere ihrer unvergleichlichen Finesse, Eleganz und Filigranität verdanken, garantieren die großen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sowie die lange Vegetationsperiode von bis zu 160 Tagen von der Blüte bis zur Vollreife der klein- und lockerbeerigen Trauben (optimales Verhältnis der die Inhaltsstoffe beherbergenden Haut zum Saft), dass sie ihre komplexen Aromen langsam ausreifen lassen können. Der Riesling, diese uralte Rebe, trotzt in dieser Zeit mit seiner schier unglaublichen Vitalität allen Wechselfällen des Wetters wie Kälte und Regen, Hitze und Trockenheit und transformiert mit seinen bis zu mehr als 10 m tief in die Felsböden reichenden Wurzeln den Eigengeschmack der unterschiedlichen Schieferarten in die vollreifen Trauben.

Weingut Van Volxem
„Niwo” und Ralf Zimmermann beim Begutachten der
feinkrümmeligen Weinbergserde

Roman lässt den Trauben viel Zeit, ihre volle physiologische Reife zu erlangen. Sehr spät wird extrem selektiv in mehreren Durchgängen geerntet, die Spitzenlagen zumeist tief im November. Viel Zeit erhält auch der Most nach einer schonenden Pressung und einer je nach Traubenqualität unterschiedlich langen Maischestandzeit (bis zu 2 Tagen) im kalten Keller in seinen Holzgebinden, spät erst ist die Umwandlung des ausschließlich spontan vergorenen Traubenzuckers in Alkohol abgeschlossen, lange verbleibt der ungeschwefelte Wein auf der Feinhefe, wird dabei ungemein cremig, hochkomplex und – aller Jungweinhysterie zum Trotz – erst im August des Folgejahres abgefüllt, so wie in den großen Zeiten des Saarrieslings üblich.

Solch immenser Aufwand, solch durchdachte Sorgfalt im Detail, solche Liebe bei der täglichen Arbeit trägt erkennbar schnell Früchte in euphorischen Bewertungen in der Fachpresse und kulminiert in einer sensationell schönen aktuellen Kollektion: Niemals bisher waren die Van Volxem Weine so gut wie in 2006, so feingliedrig, so mineralisch, so salzig und jodhaltig, wie ich es sonst fast nur von teuersten Weißweinen der berühmtesten Lagen des Burgund kenne. Denn Roman selbst wie auch sein leidenschaftlicher Kellermeister Dominik Völk verstehen ihre Lagen immer besser („Winzer sein heißt lebenslanges Lernen im Weinberg und Keller”) und haben mehr denn je zuvor in ihren Weinen die Saar-typische Finesse, Filigranität und Feinheit herausgearbeitet, ohne dass jedoch die Cremigkeit ihrer rassigen Rieslinge, das fabelhaft schöne Mundgefühl, dass diese grandiosen Weine auszeichnet, verloren gegangen wäre. Deshalb möchte ich auch nicht von einem Stilwechsel auf Van Volxem sprechen, sondern einer behutsamen Weiterentwicklung, welche die weltweit einzigartigen Stärken der Saar noch besser zur Geltung bringt: Keiner der Rieslinge hat zudem über 12 Volumenprozent Alkohol (kaum glaublich bei ihrer inneren Dichte, Kraft und Konzentration), aber eine neue Dimension der Leichtigkeit, der schwebenden Transparenz, Filigranität und Finnesse gewonnen! Die Aromatik ist noch terroir- und lagenbetonter als in der Vergangenheit, die fein ausbalancierte Harmonie lässt diese großen individuellen Rieslinge trockener schmecken als je zuvor: Diese genialen Gewächse sind zweifellos die ultimativen Referenzweine für eine ganze Region!

Natürlich profitieren die Rieslinge von Van Volxem in ihrer glockenklaren aromatischen Reinheit und fabelhaften Mineralität gerade in einem schwierigen Jahrgang wie 2006 (in dem in vielen europäischen Anbauregionen die Qualitäten zwischen Himmel und Hölle schwanken und der unter den Winzern die Spreu vom Weizen trennte) von einer extrem arbeitsintensiven Weinbergsarbeit während des ganzen Jahres und den spezifischen klimatischen Bedingungen an der Saar: Die verzögerte Reife in dieser Region mit ihrem kühlen Klima ließ die Regenfälle Ende September auf kerngesunde, noch unreife Trauben mit fester Haut fallen, die unempfindlich auf die Nässe reagierten. Der Regen floss zudem in den Steilhängen mit ihren biologisch intakten Böden sofort ab und dann folgte ein goldener Oktober, ein traumhafter Altweibersommer mit kühlen Nächten, optimale Bedingungen für die Ernte also, wie Sie, werte Kunden, sie bereits von den Beschreibungen unserer anderen Spitzenwinzer kennen.

Weingut Van Volxem
Die Heimat der Saar - Rieslinge

Daher zählen Romans 2006er Weine zu den besten Kollektionen in ganz Deutschland; es sind begeisternde Rieslingunikate, stilbildende, authentische Klassiker der Weinwelt, gewachsen auf großen, steilen Lagen mit einzigartigem Terroir, nirgendwo auf der Welt kopierbar. Ein eindrucksvoller Spagat zwischen Tradition und Avantgarde. Sie besitzen neben ihrer komplexen Aromatik ein traumhaftes, weiches, cremiges, enorm dichtes Mundgefühl, sind kraftvoll und komplex, sagenhaft mineralisch und enorm extraktreich, dabei fein, elegant und höchst finessenreich wie nie zuvor, voll von subtilem Spiel und innerer Frische!

Wer Roman Niewodniczanski persönlich kennt, weiß um die charismatische Begeisterungsfähigkeit und die besondere Aura, die ihn umgibt. Dabei ist er alles andere als ein weltfremder Träumer oder Esoteriker. Er ist unübersehbar ein gestandenes Mannsbild, steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Aber wenn ich mit ihm durch seine imposanten Weinberge kraxele, wenn er sich in jeder Lage buchstäblich in die Rebzeilen hinein kniet, mit leuchtenden Augen die duftende, ‚lebendige’, feinkrümelige Erde durch die Finger rieseln lässt, die augenscheinlich die Grundlage seiner großen Rieslinge bildet, dann sehe ich, wie in der imposanten Gestalt eines Riesen (immerhin stolze 203 cm misst der Hüne) der kleine begeisterungsfähige Junge steckt, der, häufig genug tief verborgen, in jedem von uns weiter lebt und der dabei ist, seinen großen Traum zu verwirklichen. Wenige Winzer tragen diese Bestimmung und dieses Feuer in sich; bei Didier Barral, dem genialen Winzer aus Faugères habe ich es gesehen, bei Gauby und bei Marc Kreydenweiss, bei Klaus-Peter Keller, bei Helmut Dönnhoff (wenn er von seinen Rebstöcken wie von seinen Kindern spricht) und einigen wenigen anderen. Es ist „wahnsinnig, gigantisch, was dieser Kerl (Roman) geschaffen hat,” lobt daher euphorisch, aber völlig zu Recht der Rieslingexperte Stuart Pigott!

Das Eintauchen in die magische Welt der großen, zutiefst bekömmlichen Weine Roman Niewodniczanskis ist vergleichbar nur noch der kontemplativen Betrachtung des Ozeans oder einer lustvollen erotischen Begegnung, der Augenblick verschmilzt mit dem Unendlichen, die Zeit scheint still zu stehen – Glück stellt sich ein.

Probieren Sie und nehmen Sie uns beim Wort. Die Weine dieses ebenso ehrgeizigen wie sympathischen Winzers zählen zu meinen persönlichen Favoriten! Sie werden entscheidend dazu beitragen, der Region Saar die internationale Reputation zurück zu geben, die sie aufgrund ihres großen Terroirs seit jeher verdient.


907106 Van Volxem, Saar Riesling, trocken 2006 9,90 Euro
Es sind nicht immer nur die teuren Kultgewächse, die den wahren Weinliebhaber emotional berühren. Denn was strahlt beispielsweise dieser unter Kennern bereits legendäre Saar-Riesling nur für eine Magie aus! Ein großartiger Saarriesling von spektakulären Steillagen aus einem Traumjahrgang von Van Volxem zu einem fast unglaublich fairen Preis, der Leichtigkeit und Tiefe, Feinheit und Kraft schwerelos in sich vereint.
Höchster Trinkgenuss ab sofort bis 2010.


907206 Van Volxem, Saar Riesling Alte Reben „Fuder Nr.4” 2006 15,40 Euro
Zum zweiten Mal hat Roman uns in seinem Traumjahrgang 2006 sein bestes Fass der ältesten Reben aus seinen Saar-Steillagen separat abgefüllt und damit einen Wein geschaffen, der Liebhaber großer deutscher Rieslinge wegen seiner traumhaften Mineralität, seiner geschmeidigen, cremigen Textur und seiner faszinierenden Frucht schlicht in Entzücken versetzt – und dies zu einem Preis, der im internationalen Kontext gesehen geradezu als unverschämt niedrig zu bezeichnen ist! Worin liegt nun aber die Ursache für die singuläre Qualität dieses Fuders Nr. 4? Nun, es ist die Zugabe zweier phantastischer Traubenpartien erlesener Parzellen in unsere Exklusivabfüllung: Zum einen stammen diese hocharomatischen Beerchen von einer großartigen Steillage aus dem legendären Gottesfuß! 50 bis 120 Jahre alte Reben sind verantwortlich für den Stoff, aus dem die Träume geboren werden! Zum anderen kommen die Träubchen aus einer Steillage in Wawern, einem Weinbauort, der heute in Deutschland kaum noch bekannt, aber historisch gesehen die älteste Lage der Saar ist und dessen beste Parzellen im Goldberg liegen und aus roten, eisenreichen Schieferverwitterungsböden bestehen. In der frühen Blütezeit der Saar kamen, wie alte Preislisten beweisen, aus dieser grandiosen Lage phantastische Rieslinge, die stets zu den drei teuersten Weinen von Mosel, Saar, Ruwer gehörten! Dieses absolute Spitzen-Terroir hat Roman Niewodniczanski, dem die Region der Saar so unendlich viel zu verdanken hat, neu erworben und in den nächsten Jahren werden aus dieser Parzelle Einzellagen-Rieslinge kommen, die mit Sicherheit den legendären, aber verblassten Ruhm dieses Weinbauortes in neuem Glanze erstrahlen lassen. Da Roman zudem in den letzten Jahren seinen individuellen Stil konsequent weiter entwickelt hat und in seinen großen Rieslingen präziser denn je zuvor die Finesse und Eleganz seiner Lagen mit Weltruf herausarbeitet, präsentiert er uns und Ihnen mit diesem extrem frischen und tief mineralischen 2006er einen herrlich trockenen, vibrierend rassigen Riesling voll feiner, filigraner Frucht, der seine Herkunft von einem der besten Weißweinterroirs der Welt, den steilen Schieferlagen der Saar, in Referenzqualität widerspiegelt.

Dem goldenen Oktober 2006, einem herrlichen Altweibersommer, verdanken wir die balsamische Konsistenz des Saftes dieser perfekt gereiften kleinen Beeren von bis zu 120 Jahre alten Reben aus allersteilsten Schieferschluchten, so dass sich dieser große trockene Riesling noch dichter und komplexer zeigt in der traumhaft vielschichtigen, ungemein mineralisch-brillanten Aromatik als sein schon genialer „kleiner” Bruder, der Saar-Riesling. Nase und Gaumen werden verzückt von einer vibrierenden Mineralität, einer animierenden Frische und einem komplexen Aromenbündel voll Frucht, insbesondere rosa Grapefruit, Minze, reife Zitrusfrüchte, Ananas und Mandarinen; dazu betört eine ungemeine feine Würze und nach längerer Öffnung faszinieren verschwenderische Aromen wie von einer leckeren, selbst gemachten Fruchtcreme aus exotischen Früchten. Obwohl die Zunge von einer seidigen Textur wohlig umhüllt wird, fasziniert dieser harmonisch trockene, ungemein tiefe und dichte Wein infolge seiner reifen, sehr bekömmlichen Säure und seiner kristallinen, fast salzig anmutenden Mineralität auch durch seine Transparenz, sein Spiel, seine vibrierende Rasse und seine noble Finesse, die Leichtigkeit des Seins an magischen Abenden traumhaft widerspiegelnd. Phantastische Präzision! Viel Schmelz im ungemein langen, mineralischen Abgang (Salz und Jod, großen Prestigegewächsen des Burgunds gleich!), ein wunderschöner Riesling von den Steillagen der Saar aus traumhaft alten Reben, ein phantastischer Essensbegleiter, der den Maßstab setzt in seiner Preisklasse. Wahnsinnsstoff für’s Geld – zweifellos einer der größten Wein-Werte Deutschlands! Bravo, Roman.
Zu genießen ab sofort (Dekantieren bitte), Höhepunkt Herbst 2008 bis nach 2014.


Exklusivabfüllung für Pinard de Picard!

Weingut Van Volxem
Blick über die „Kupp”

906806 Van Volxem, Wiltinger Braunfels Riesling 2006 12,50 Euro
Welch eigenständiger Charakter! Welch nobler Wein in zutiefst mineralischem Gewand! Ein erlesener Riesling von kargen Grau- und Braunschieferböden mit einem fabelhaften Aroma nach rauchig-salzigen Mineralien, Jod, wilden Kräutern und weißem Pfeffer. Jaaa, genau so riecht und schmeckt Schiefer! Nach einigen Minuten im großen Glas entwickelt dieser traumhafte Terroirwein, ein Spiegelbild seines mineralischen Bodens, Anklänge an ganz reife gelbe Früchte mit feinsten Nuancen von Heidelbeere, Süßholz, Veilchen und Lakritz. Dieser faszinierende Duft mündet in einem verführerischen, facettenreichen Spiel, das großen Wein mit langem Nachhall sinnlich erlebbar macht. Niemals zuvor habe ich einen Braunfels getrunken, der in seiner Jugend schon mit einer solch brillanten Qualität begeistert, dabei stilistisch einzigartig, niemals kopierbar! Diese ungemein aromatische, intensiv an Jod erinnernde salzige Mineralität macht den extrem trocken ausgebauten Braunfels Riesling zu einem der besten Essensbegleiter im Portfolio Van Volxems im großartigen Jahrgang 2006! Heute schon ungemein verführerisch (hier erschmeckt man die jahrelange intensive Weinbergsarbeit und die stetigen Verbesserungen auf Van Volxems Terroir ganz deutlich, insbesondere, wenn man vergleicht, wie abweisend sich dieser großartige Saarriesling bis zum Jahrgang 2004 in seiner Jugend stets präsentierte), wird sich dieser fabelhafte Riesling über Jahre hinweg positiv entwickeln. Kaum glaubliches Preis-Genussverhältnis!

Van Volxem, Wiltinger Braunfels Riesling

906406 Van Volxem, Wiltinger Gottesfuß Riesling 2006 17,50 Euro
Nur in relativ kleinen Mengen gibt es einen der elegantesten Weine der großartigen Van Volxem Kollektion 2006 aus einer der schönsten und dramatisch steilsten Lagen der Saar von Parzellen, auf denen nicht die uralten Reben des Gottesfuß stehen sondern Neuanpflanzungen aus hochwertigster Selektion. In der Nase dominieren erfrischende Blütenaromen von Orangen, Jasmin und weißen Rosen. Der rote Schieferboden dieser traditionsreichen Saarsteillage besitzt eisenhaltige Anteile, die diesem verspielten Riesling am Gaumen eine verführerische, rotbeerige Frucht und tänzerische Leichtigkeit vermitteln und in einen seidigen, elegant verspielten Abgang münden. Dieser traumhafte Gottesfuß verkörpert eine wunderschöne Leichtigkeit des Seins und kann ab sofort bist 2015 mit großem Vergnügen getrunken werden.


907306 Van Volxem, Volz Riesling 2006 21,00 Euro
Aus einer besonders wertvollen, südwestlich ausgerichteten Spitzenlage, unmittelbar an den Scharzhofberg angrenzend (daher auch in der Preußischen Lagenklassifikation von 1868 in der Klasse der privilegierten Lagen als Grand Cru geführt!), mit skelettreichen Blauschieferböden mit zahlreichen Quarziteinschüben und 60 Jahre alten Reben ausgestattet, stammt dieser feingliedrige, phantastische Riesling, der uns mit einem Feuerwerk aus mineralischer Expressivität und feinster, fruchtreicher Eleganz betört. Welch ein Triumph des Terroirs! Hat Roman es je besser, präziser herausgearbeitet als in 2006? Vergesst alle Analysen! Kostet! Trinkt! Erfahrt eine Jahrhunderte währende Weinkultur in einem einzigen Schluck! Die Volz-Aromen sind häufig geprägt von Ananas, feinster schwarzer Johannisbeere, würzigen Kräutern, Minze, Heidelbeeren, einem dezenten Jod-Ton sowie rauchigen Anklängen und Noten von feuchtem Schiefergestein. Auf der Zunge vibriert eine würzige, fast narkotisierende Mineralität, die süchtig machen kann. Ein – bei aller Opulenz und Dichte – herrliches, saar-/volxemtypisches Spiel und eine faszinierende Frische und auch hier eine Feinheit, Finesse und Filigranität wie nie zuvor. Ein wahrhaft großer, grandioser, lang anhaltender, zutiefst mineralischer, aristokratischer Saarriesling mit vornehm-kühlem, enorm langem Abgang. Erhebend wie Haydns Messias und der beste Volz aller Zeiten!
Ab sofort, Höhepunkt 2008 bis nach 2015.


907606 Van Volxem, Scharzhofberger Pergentsknopp Riesling 2006 27,80 Euro
Welch fabelhafter Riesling, hervorgegangen aus der exzellenten Parzelle Pergentsknopp aus dem steilsten Kernstück mit den ältesten Reben eines der berühmtesten Weißweinterroirs der Welt und vinifiziert in der Obhut eines großartigen Winzers und magischen Künstlers! Roman erzählt begeistert: „Selten zuvor haben wir derart reife, nach Muskatblüte und herrlich exotischen Früchten duftende Trauben in Händen halten dürfen. Es hat sich wiederum gelohnt, lange mit der Ernte zu warten, um diese winzig kleine Menge an aromatisch voll reifen Beerchen zu ernten”. Und wie recht er hat! Welche Vielfalt der Aromen! Konzentriertes Steinobst, hochreife Weinbergspfirsiche, Williamsbirne, exotische Früchte, raffiniert verquickt mit mineralischen Gesteinsnoten, frischem Ingwer, ungemein intensiven Jod-Salz-Anklängen (welche den Hauch einer salzigen, erfrischenden Meeresbrise ins Glas hineinwehen) und frisch gemahlenem weißem Pfeffer. Bereits im betörenden Duft offenbart sich eine Symbiose aus tiefer mineralischer Würze, dichter Cremigkeit und Komplexität der feinsten aller Schieferlagen Van Volxems, die sich im Glas mit Grandezza fortsetzt.

Hier entfaltet sich dieser monumentale Riesling wie ein großer roter Burgunder in seiner ganzen Komplexität und verführerisch seidigen Geschmeidigkeit. Blauer (und ein kleiner Anteil roter) Schiefer prägt seine wahnwitzig dichte, mineralische Struktur, welche die Sinne eines jeden Genießers betört. Roman Niewodniczanski erweist sich als sensibler Interpret eines Terroirs, das er sinnlich erlebbar in Wein überführt hat: Extrem fein und elegant entwickelt dieser Weltklasseriesling nach einigen Monaten der Flaschenreife eine noch cremigere Textur, wird aber niemals seine noble Stilistik und fordernde Tiefgründigkeit verlieren. Ein irrsinnig feiner Aristokrat mit einer großen Länge und Orangenzesten im nicht enden wollenden Abgang, an das man sich noch Tage nach der Verkostung gerührt zurückerinnert. Man muss aber nicht zwangsläufig ehrfürchtig meditierend genießen, denn dieser fabelhafte Wein verfügt über einen ungemein hohen Trink- und Genussfaktor. Dieses Meisterwerk vom in der ganzen Welt berühmtesten Weinberg Deutschlands erfüllt alte Lagenklassifikationen mit neuem Leben! Chapeau!
Zu genießen ab sofort (unbedingt Dekantieren), Höhepunkt 2009 bis nach 2025.


907706 Van Volxem, Kanzemer Altenberg Riesling Alte Reben 2006 32,00 Euro
Die Geheimnisse der großen Weine der Welt liegen im schöpferischen Zusammenspiel von Boden, Mikroklima und Rebe sowie der Gestaltungskraft und Vision eines begnadeten Winzers. Die ideale Symbiose führt zu einem einzigartigen, authentischen Sinnenerlebnis, das die Singularität des jeweiligen Terroirs widerspiegelt. Dass sich Roman Niewodniczanski und der Altenberg zu Kanzem gefunden und inspiriert haben, ist ein derartiger Glücksfall und nie hat er sich vollkommener manifestiert als in den grandiosen Rieslingen aus alten Reben der Jahrgänge 2005 und 2006! Der Altenberg, die renommierte Spitzenlage der Saar, erhebt sich majestätisch, einer unüberwindbaren Wand gleichend (daher von den Weinbergsfrauen auch voller Ehrfurcht ‚Watzmann’ genannt, in Analogie zu der von Bergsteigern gefürchteten Steilwand in den Alpen) vor den Augen des staunenden Besuchers, der von Kanzem kommend die Saar überquert. Der schieferduftende Weinberg ist bepflanzt mit uralten Reben hochwertigsten genetischen Materials. Romans lang gehegter Wunsch, in dieser Weltklasselage die besten und ältesten Parzellen zu erwerben, ging erst vor vier Jahren in Erfüllung. Voller Enthusiasmus machte er sich sofort an die alles andere als leichte Aufgabe, den Wingert Zeile für Zeile und Stock für Stock zu restaurieren. Letztlich wurden – in steilstem Gelände – 9.000 Stützpfähle ausgetauscht und der steinige Boden (Grauschiefer mit roten Einschlüssen) mit Humus durchmischt, so dass die Pflanzen behutsam regenerieren konnten – „eine grausame Arbeit” (Roman).

Das Resultat: Der grandiose Jahrgang 2006 lieferte kerngesunde Trauben mit sagenhaft reifen Kernen, die Roman in Halbfuderfässern bester Provenienz zu einem majestätischen Riesling singulären Charakters vinifizierte. Schwer vorstellbar, dass Sie je Besseres von dieser legendären Saar-Steillage im Glase hatten! Die Nase ist irrsinnig komplex und in der Aromatik terroirbedingt völlig anders als alles, was Sie bisher von den Van Volxem Rieslingen kennen: Papaya, feinste, rauchige Mineralität, Mandarinen, Sandelholz, weißer Pfeffer, vollreifer Weinbergspfirsiche, Kirschen, Mirabellen und gar Vanille, die aber nicht vom Holz stammt, sondern ausschließlich vom grandiosen Terroir! Am Gaumen ungemein geschmeidig, opulent, ja monumental und mit jenem cremigen Mundgefühl versehen, das wir von feinsten burgundischen Grand Crus kennen. Zweifellos der Montrachet von der Saar!

Das Terroir des kargen Schiefergerölls der dramatisch steilen Schieferwand des Altenbergs und das reife Lesegut des Jahres ergeben einen fast athletisch anmutenden Wein mit unfassbarer Mineralität von perfekter Harmonie, einer Pantherartigen Geschmeidigkeit, einer fabelhaften Frische, aber auch erstmals einer „zärtlich verspielten Leichtigkeit” (Roman) und damit einen irrsinnigen inneren Spannungsbogen. Dank seines homöopathisch niedrigen Ertrags verfügt der Altenberg 2006 über eine herrlich dezente Extraktsüße, die ihm einen fordernden, nicht enden wollenden langen Abgang verleiht. Welche Vielschichtigkeit und Rasse! Welche Harmonie! Was für ein beeindruckendes, lang anhaltendes, wiederum ungemein salziges Finish – ein wesentliches Signum seines großen Terroirs. Dieser legendäre, ungemein langlebige Wein ist ein feierliches, sinnenbetörendes Animationsprogramm zum kollektiven Vollrausch in der Luxusklasse. Sollten Sie sich auf gar keinen Fall entgehen lassen! Gehört in jeden großen, ambitionierten Weinkeller!
Riesiges Potential, zu genießen ab sofort in großen (!) Burgunderpokalen nach mehrstündigem Aufenthalt in der Karaffe. Höhepunkt sicherlich erst zwischen 2010 (frühestens) bis nach 2030.


907806 Van Volxem, Wiltinger Gottesfuß Riesling Alte Reben 2006 32,00 Euro
Dieser extrem steile Prachthang, einem Amphitheater gleichend, mit warmer Thermik von der unmittelbar zu seinem Fuß fließenden Saar verwöhnt, verfügt über extrem skelettreiche Rot- und Blauschieferböden mit hohem Eisengehalt. Die Pflanzdichte (über 11.000 Stöcke pro Hektar!) der bis zu über 120 Jahre alten wurzelechten Reben unterbindet jede Bodenbesonnung und setzt die Pflanzen extremer Konkurrenz aus, weshalb sie ihre Wurzeln tief in die Erde versenken müssen, um wertvolle Nährstoffe zu sichern. Dies ist die Grundlage für diesen phantastischen Riesling und seine sagenhafte Mineralität. Schier ungeheuer war der Arbeitsaufwand in dieser einst renommiertesten Wiltinger Lage, ja, sie war angesehener noch als der Scharzhofberg (!) und ich bin sicher, Roman wird diesem Terroir seinen gebührenden Rang zurückgeben: Tausende von Einzelpfählen mit Wagenladungen von Draht und Nägeln wurden in den Fels geschlagen, Selektionsreben von Hand nachgepflanzt, Tonnen von Pferdemist, Stroh und diversen Komposten eingebracht. Nicht zuletzt wurden die Rebstöcke in mehreren Etappen durch Schnitt ‚tiefer gelegt’, damit die Wärme des Schieferbodens die Trauben optimal versorgen kann.

Das Resultat in 2006: Ein Riesling von göttlicher Herrlichkeit, vinifiziert aus wiederum sehr spät gelesenen goldgelben, geschmacksintensiven Minitrauben. Der Wein verführt im Sommer 2007 bei all meinen Proben durch ein ungeheuer komplexes Bukett mit Aromen von exotischen Früchten und Waldbeeren sowie den verschwenderischen Duft von Rosenblüten, Zimt, Anis und Sauerkirsche. Dieses phantastische, traumhaft dichte Konzentrat vibriert vor salziger Mineralität (auch Noten von rotem Erz) und feinsten Jodanklängen, verwöhnt mit seiner opulenten Frucht und kleidet den Gaumen mit einer cremig-weichen, seidigen Textur aus, der ein dichter, kompakter Kern innewohnt. Hier ist sie wieder, die in den letzten Jahren bereits mehrfach beschriebene innere Paradoxie, die den großen Rieslingen von Van Volxem zueigen ist: Kraft, Konzentration, innere Dichte und Reife werden quasi aufgehoben in einem faszinierend subtilen, leichtfüßigen Spiel. Eine verführerische Finesse und schwebende Transparenz – nie zuvor haben Romans Weine so sehr mit diesen Parametern brilliert! 120 Jahre alte wurzelechte Reben in einer dramatisch schönen und zugleich grausam steilen, von edlem Rotschiefer geschaffenen Lage haben einen Wein zum Schwelgen hervorgebracht, der Zeugnis ablegt von der Wärme eines Goldenen Oktobers. Feurig-lebendig vermittelt dieser edle Riesling – einem Flamenco-Tanz gleichend – einen Eindruck purer Lebensfreude. Glauben Sie mir bitte, liebe Kunden, dieser grandiose Weltklasseriesling ist infolge der subtilen Weiterentwicklungen in Weinberg und Keller nochmals besser, da finessenreicher und spielerischer, als der von Parker mit 94 Punkten geadelte großartige 2004er.

Der Gottesfuß 2006 ist ein transzendentaler Riesling, ein großer, beseelter Wein, der berührt und dessen Zauber sich niemand wird entziehen können.
Genießen Sie diesen göttlichen Trank mit der zutiefst irdischen Mineralität ab sofort. Bitte über mehrere Tage aus der Dekantierkaraffe probieren! Höhepunkt 2009/10 bis nach 2030.