Saarwellingen, im Juli 2007

Wein - Highlight


Schlossgut Diel - Nahe

Auszeichnung als Kollektion des Jahrgangs 2005 an der Nahe durch den renommierten Weinjournalisten Sam Hofschuster im angesehenen Internet-Weinführer wein-plus.de

Schlossgut Diel


So klein das feine Weinanbaugebiet der Nahe auch sein mag, so grandios die Qualitäten. Die phantastische Jahrgangsquadriga 2003/4/5/6 ist geradezu eine Demonstration des außerordentlichen Potentials einer mit optimalen mikroklimatischen Bedingungen und extrem vielfältigen Böden gesegneten Landschaft. „Gott lebt an der Nahe”, dieses schon legendäre Urteil von Marcus Hofschuster, den genialen 2003er Jahrgang betreffend, avancierte mittlerweile unter Weinliebhabern zum geflügelten Wort und die großen Gewächse der besten Winzer sind weltweit extrem begehrt. Bei aller rühmenswerten Qualität in der Breite, drei Spitzengüter thronen dennoch über allen und zählen darüber hinaus unstrittig zu den Top-Ten in Deutschland: Dönnhoff, Emrich-Schönleber und Diel. Drei unterschiedliche Charaktere, drei große Winzerpersönlichkeiten der Region, drei höchst individuelle Weinkollektionen, die jedes Jahr aufs Neue um die Krone des Besten ringen, immer nur um Nuancen voneinander getrennt, die jedoch stets eins vereint: Ihre im internationalen Maßstab gesehen spektakulär preiswerten besten Gewächse gehören zur absoluten Spitze in der gesamten Weinwelt!

Das nimmermüde Qualitätsstreben von Armin Diel, wahrlich eines Charakterkopfs mit Ecken und Kanten, der auch als Herausgeber des Gault Millau von der journalistischen Seite her so unendlich viel für den deutschen Wein getan hat, findet auch unter den Kollegen aus der Journalistenzunft immer mehr seine verdiente Anerkennung. Wir zitieren mit großer Freude aus der Laudatio von Sam Hofschuster zur Ehrung des Weinguts Diel für die beste Kollektion an der Nahe in 2005: „In 2004 bereits stellte sich der Betrieb erstmals an die Spitze der Weingüter an der Nahe und gewann folglich auch zum ersten Mal unsere „Kollektion des Jahres”. Ein Erfolg, den Armin Diel zusammen mit Kellermeister Christoph J. Friedrich 2005 wiederholt – und das auf noch beeindruckendere Weise als im Vorjahr. Noch nie, so scheint es uns, waren die trockenen Rieslinge hier so gut wie in 2005 und sogar der Classic hat ungewohntes Niveau. Die rest- und edelsüßen Rieslinge sind überwiegend brillant. Eine prachtvolle Serie, die dem Weingut Diel einen Platz in der ersten Reihe sichert – nicht nur an der Nahe.” Herzlichen Glückwunsch an Armin Diel und seine Tochter Caroline (die mittlerweile nach Lehr- und Wanderjahren auf den berühmtesten Domainen der Welt, u.a. Romanée Conti, in den Traditionsbetrieb zurückgekehrt ist) sowie an seinen genialen Kellermeister Christoph J. Friedrich!

Schlossgut Diel
Armin Diel im uralten Schlosskeller

Sie, werte Kunden, haben viele dieser fabelhaften Weine aus 2005 in Ihrem Keller liegen, denn wir haben Sie im letzten Frühjahr bereits sehr zeitig über die famosen Qualitäten, die auf Schlossgut Diel erzeugt wurden, informiert und Sie haben sich damit rechtzeitig eingedeckt. Unsere Verkaufszahlen und der schnelle Ausverkauf der Weine sprechen eine beredte Sprache. Doch keine Angst, wenn Sie leer ausgegangen sind. Sie wissen bereits aus unseren letzten Mailings, wie großartig der Jahrgang 2006 in der Spitze (aber nur dort, nicht in der Breite!) in Deutschland ausgefallen ist und hier in sich die Vorzüge dreier großer Jahrgänge zu vereinen scheint: den traumhaften Extrakt aus 1998, die vibrierende Frische und Mineralität aus 2004 sowie die innere Dichte und Konzentration aus 2005. Zudem scheint eindeutig wiederum die Nahe zu den drei privilegierten Regionen Deutschlands zu gehören: Die Abfolge eines großen Jahrgangs nach dem anderen muss man natürlich auch, mit den Folgen des „global warming” erklären, dessen Gewinner eindeutig das weit nördlich auf den Breitengraden gelegene idyllische Tal der Nahe ist. Wenn solch zurückhaltende und besonnene Winzer wie Helmut Dönnhoff („2006 fruchtig ist mein bester Jahrgang seit 1971 und 1989”) und Werner Schönleber („Im trockenen Bereich hatten wir vielleicht schon mal das Glück, ähnlich gute Weine wie in 2006 erzeugen zu können, im fruchtigen Bereich sind es wohl die besten Qualitäten in meiner Winzerlaufbahn”) sich zu solch dezidierten Urteilen hinreißen lassen, brauche ich dem nichts mehr hinzuzufügen.

Armin Diels phantastische Kollektion 2006 (hier bestätigt mich jede neue Verkostung mehr in meinem Urteil, dass auch auf dem Schlossgut in 06 einige der BESTEN Weine in der glanzvollen Geschichte des Gutes vinifiziert wurden) demonstriert eindrucksvoll den qualitativen Sprung, den das traditionsreiche Weingut unter der Ägide von Diel, einem brillanten Vordenker der deutschen Weinszene, getan hat. Unverkennbar die Authentizität dieser rassigen, zutiefst mineralischen Weine, die in sich sowohl die moselanische Eleganz als auch die Finesse des Rheingaus und die wollüstige Opulenz und Fülle bester Pfälzer Rieslinge zu vereinen scheinen. Die Ursachen für die herausragenden Qualitäten der weißen und roten Burgundersorten wie der Spitzenrieslinge sind, wie sollte es anders sein, im Wingert zu suchen. Die besten, extrem steilen, südlich exponierten Weinbergslagen des Schlossgutes Diel liegen nahe der Burg Layen in den Ausläufern, aber auch im Wind- und Regenschutz des Rheinischen Schiefergebirges in der Gemarkung von Dorsheim – in einem Radius von gerade einmal 1.000 m – und ergeben dennoch aufgrund ihres höchst unterschiedlichen Terroirs stilistisch sehr differenzierte Weine. Durch die erheblichen Temperaturunterschiede von Tag und Nacht (Schwankungen von 20 Grad und mehr sind keine Seltenheit), die natürlich auch für die Aromenbildung in den Trauben von unschätzbarem Vorteil sind, verwitterte das unterschiedliche Gestein bald zu größeren und kleineren Brocken und bildet so die extrem heterogenen Böden dieser großartigen Lagen. Naturnaher Anbau in den malerischen Steillagen und extrem viel Handarbeit während der gesamten, sehr langen Vegetationsperiode (aufwändige Laubwerksarbeiten sowie selektivste Lese in mehreren Erntedurchgängen) sind unabdingbare Voraussetzungen für die spektakulären Resultate, die mittlerweile im Schlossgut Diel erzielt werden. Die Vinifizierung des Lesegutes erfolgt bei solchen Perfektionisten wie Armin Diel und seinem sensiblen Weinmagier Christoph J. Friedrich so schonend wie möglich: Der feinfühlige Ausbau der Rieslinge vollzieht sich in klassischen Holzfässern aus Eichenholz aus dem nahe gelegenen Soonwald unter optimalen Bedingungen im kühlen, unterirdischen Schlosskeller. Das Resultat: Im Jahrgang 2006, dem Jahr des guten Winzers und exzellenten Terroirs, wurden in den Dorsheimer Steillagen höchst individuelle Rieslinge mit einer sagenhaften Finesse und Komplexität in den Aromen, einer inneren Dichte und Kraft und einer moselanischen Eleganz und abgrundtiefen Mineralität erzeugt wie nie zuvor, die diese Großen Gewächse zum Synonym werden lassen für trockenen Weltklasseriesling bester deutscher Provenienz!

Schlossgut Diel
Christoph J. Friedrich

Armin Diel besitzt als einer der beiden Herausgeber des Gault Millau das nötige Fingerspitzengefühl, die Beurteilung seiner eigenen Weine nicht zu veröffentlichen – auch, wenn er sich mit dieser Entscheidung angesichts der spektakulären Qualitäten eines offensichtlichen Vorteils beraubt. Lassen Sie mich zu der herausragenden Kollektion der Diel’schen Weine daher heute drei international kompetente Stimmen zitieren: Michel Bettane, einer der führenden Köpfe der französischen Weinszene, zählt in der Revue du vin de France in seinem Ranking das Schlossgut Diel als eines von acht deutschen Weingütern zu den besten Domänen der Welt! In Steven Tanzer’s höchst angesehenem WINE CELLAR (Diel: the third big gun on the Nahe) wurden die 2004er Großen Gewächse ebenso zu den absoluten Spitzen der deutschen Rieslinge gezählt wie im Tasting von Peter Moser, Chefredakteur des FALSTAFF, Österreichs renommiertem Weinmagazin, der den ‚Burgberg’ nach Kellers ‚Hubacker’ mit der zweithöchsten Note aller degustierten 2004er Weine adelte. Und ich gebe Ihnen mein Wort: Nach intensiven Verkostungen bin ich der festen Überzeugung, im Jahrgang 2006 haben Caroline und Armin Diel sowie Christoph J. Friedrich infolge einer unglaublich aufwändigen Weinbergsarbeit in den schwierigen Tagen Ende September/ Anfang Oktober, der dann großartige klimatische Bedingungen, ein Bilderbuchherbst quasi, vom 5. bis 20. Oktober (Caroline:„In der Zeit haben wir geschuftet bis zum Umfallen, nachts kaum noch geschlafen und haben somit in der kürzesten Erntezeit unserer Geschichte die Schönwetterperiode optimal ausgenutzt”.) folgten, aber auch infolge subtiler Weiterentwicklung im Wingert wie im Keller noch einmal eins drauf gesetzt und phantastische Weinunikate allerhöchster Qualität vinifiziert, die weltweit keine Konkurrenz zu fürchten haben. Rieslinge und Burgunder at its best, Gänsehautatmosphäre und meine ganz besondere Empfehlung!


Schlossgut Diel


933806 Diel, Grauburgunder Classic, trocken 2006 11,50 Euro
Pinot Grigio! Ausgelutscht sagen Sie? Einverstanden! Aber dann probieren Sie doch bitte mal Grauburgunder bester deutscher Provenienz. Dieser enorm charaktervolle Wein von mineralischen Böden, allesamt beste Grand-Cru-Lagen, überzeugt mit seinem feinwürzigen Duft und komplexen Anklängen an reifen Apfel, Pfirsich, Honigmelonen und seinen aromatischen nussigen Anklängen. Füllt am Gaumen auch den letzten Mundwinkel aus, ist sehr mineralisch, geschmeidig und von einer glasklaren Sortentypizität geprägt. Gewinnt mit Luft noch an Rasse und mineralischer Tiefe, daher unbedingt Dekantieren. Wer braucht bei solch grandiosen charaktervollen Grauburgundern und erstklassigen Essensbegleitern eigentlich noch einen seelenlosen Pinot Grigio aus dem Supermarkt?


939106 Rosé de Diel Pinot Noir 2006 12,90 Euro
Ein Luxusrosé der absoluten Spitzenklasse voller Feinheit, Frische, Rasse und Mineralität aus traumhaft gereiften Pinot Noir-Trauben aus Anlagen, aus denen auch einer der berühmtesten deutschen Rotweine, die Cuvée Caroline, vinifiziert wird. Drei Komponenten sind für die großartige Qualität dieses noblen Roséweins verantwortlich: Eine Ganztraubenpressung eines Drittels der Trauben, um die Frische, die Rasse und den Biss in den fertigen Wein zu transmittieren, die kurze Einmaischung einer weiteren Partie, die danach im Stückfass ausgebaut wurde und der Saftabzug der besten Trauben für die Cuvée Caroline, die für die würzigen Noten und die aromatische Fülle dieses fabelhaften Rosés verantwortlich zeichnet. Dieser edle Wein ist meilenweit von dem entfernt, was an belanglosen Billigrosés die Regale der Supermärkte füllt. Hier haben wir einen großen, seriösen deutschen Wein, der seinen Platz en einer festlich gedeckten Tafel sucht. Unbedingt probieren! Mein Lieblingsrosé des Jahres aus Deutschland!


 

939006 Diel, „Nahestein”, Riesling trocken 2006 11,00 Euro
Traumhaft schöner, extrem sorgfältig selektionierter Riesling von unterschiedlichen Böden bester Südlagen, deren kleinbeerige, kerngesunde und hoch aromatische Trauben entscheidend zur Komplexität und Verspieltheit dieser großartigen Visitenkarte des traditionsreichen Weingutes beigetragen haben. In der Nase fasziniert ein mineralischer, ‚kühler’ und leicht kräuterwürziger Duft nach wilden Aprikosen, Weinbergspfirsich und nach längerer Öffnung ein Hauch von schwarzen Johannisbeeren sowie zarten exotischen Aromen. Am Gaumen dicht, cremig, mineralisch und ungemein rassig: Nur knappe 12 Volumenprozent Alkohol verleihen diesem verspielt-mineralischen Riesling eine traumhafte Trinkanimation. Zudem verführt eine zartsüße, beschwingte, rassige Frucht und die feinst ziselierte Säure macht diesen Einstiegsriesling in die magische Welt der Diel’schen Weine traumhaft erfrischend und höchst animierend. Nach längerer Öffnung im Glas finden sich wiederum herrlich betörende Cassisnoten, dazu eine dezent unterlegte rauchige Note und ein faszinierender mineralischer Abgang. Phantastisches Preis-Genussverhältnis, ein großartiger, bestens balancierter, harmonischer Basiswein (Understatement pur!) auf dem Niveau einer hochkarätigen trockenen Spätlese, die ungemein viel Lust macht auf das nächste Glas.


 

933406 Diel, „Eierfels”, Riesling trocken 2006 15,90 Euro
Armin Diel ist ein absoluter Perfektionist. Daher entschied er nach langen Überlegungen und Verkostungen, jährlich einen Teil seiner ursprünglich für das jeweilige Große Gewächs aus Goldloch und Burgberg vorgesehenen Fässer separat abzufüllen, gewissermaßen als Zweitwein der beiden Grands Crus, um deren Qualitäten bis zum Äußersten auszureizen. Er benannte den in 2004 erstmals erzeugten und im Handumdrehen ausverkauften spektakulären Wein nach einem eierförmigen, im Trollbachtal liegenden Felsmassiv, welches zwei der großen Renommierlagen der Nahe, das Goldloch und den Burgberg, von einander trennt. (Diesen Fels schenkte Armin Diel übrigens seinem Sohn Victor 1992 zu dessen zehntem Geburtstag – welch cleverer Schachzug, um die Jugend schon frühzeitig an das Weingut heranzuführen!) Das Ergebnis ist ein cremiger, sehr harmonischer, ausgewogener, tiefgründig mineralischer Spitzenwein, der vielen anderen Winzern Deutschlands als Großes Gewächs zur Ehre gereichen würde. Diese knochentrockene, exklusive Cuvée aus erlesenen Trauben der großen Terroirs des Burgbergs und des Goldlochs können wir Ihnen, werte Kunden, glücklicherweise zu einem ganz besonders sympathischen Preis anbieten. Ein edler Riesling, qualitativ auf dem Niveau eines Großen Gewächses, aber preislich Understatement pur!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2008 bis 2012.


 

932906 Diel, Dorsheimer Pittermännchen Riesling Großes Gewächs, trocken 2006 28,50 Euro
Mit einem Besitz von nur einem Hektar ist das ‚Pittermännchen’, das sich in seiner geradezu moselanischen Stilistik sehr stark von seinen beiden Nachbarlagen unterscheidet, ein sprichwörtliches Kleinod in der Kollektion des Schlossgut Diel. Die Bezeichnung geht zurück auf das 16. Jahrhundert, als ein ‚Pittermännchen’ eine kleine Silbermünze war. Der tiefgründige Lehmboden dieser steilen Südlage weist einen sehr hohen Anteil an Schiefer und Kieselsteinen auf, was den feinrassigen Weinunikaten eine erfrischende mineralische Note verleiht. In der Nase fasziniert ein kühler, zart minziger Duft vom Schiefer, der dieses Idealbild eines filigranen trockenen Rieslings in seiner gesamten Stilistik prägt. Nach längerer Öffnung feinfruchtige, verführerische Noten von Aprikosen und Pfirsichen mit einer Spur Cassis, deutlich schmeckbar die traumhaft reife Frucht des penibel selektierten Lesegutes – DER Schlüssel zum Erfolg in einem Jahrgang des guten Winzers und der großen Terroirs. Am Gaumen zwar deutlich fülliger (!) als in den Vorgängerjahren, dennoch begeistert immer noch eine ungemein finessenreiche Stilistik mit animierendem Säurespiel. Feingliedrig und zart wie stets, doch die famosen Jahrgangsbedingungen zeichnen für eine nie zuvor erlebte innere Dichte und eine vibrierende Strahlkraft verantwortlich. Feinst ziselierte Säure, großartiges Spiel, bestens eingebundene tiefgründige Mineralität, fruchtiger, extrem dichter, packender Nachhall, der noch sehr lange auf der Zunge verweilt. Liebhaber mineralischer Rieslinge mit moselanischer Finesse und Eleganz, die nicht unbedingt barocke Gewächse oder Pfälzer Schmusekätzchen zu ihren persönlichen Favoriten zählen, werden mit diesem laserartig fokussierten Riesling, der eindrucksvoll demonstriert, wie sensationell gut auch extrem trockene Rieslinge von Schieferböden schmecken können, eine große Freude haben. Welch traumhaft mineralisches Meisterwerk aus dem großen 2006er Jahrgang, zusammen mit dem 2005er dem spektakulärsten in der glanzvollen Geschichte des Weinguts. Mein persönlicher Favorit im trockenen Bereich in der diesjährigen phantastischen Kollektion aus dem traditionsreichen Schlossgut Diel!
Zu genießen ab seiner Freigabe im September 2007, Höhepunkt 2009 bis mindestens 2018.


In Subskription, Auslieferung ab September 2007


Schlossgut Diel
Blick auf das felsige Terroir der
Großen-Gewächs-Lage „Burgberg”

932606 Diel, Dorsheimer Burgberg Großes Gewächs Riesling, trocken 2006 29,90 Euro
Erst seit Mitte der 90er Jahre besitzt das Schlossgut Diel 1,8 ha im extrem steilen Burgberg und damit exakt die Hälfte dieser mikroklimatisch einzigartigen Hanglage, die, wie ein Amphitheater nach beiden Seiten von den kalten Hunsrückwinden geschützt, im engsten, fast schroff wirkenden Teil des Tales zu finden ist. Der Name entstand in Anlehnung an die Burg Layen und unterstreicht die Besonderheit seines einzigartigen Terroirs. Der mit einer Unmenge an Quarzitsteinen durchsetzte tiefgründige Lehmboden über nacktem Fels bietet exzellente Voraussetzungen für die Erzeugung hochfeiner, rassiger und mineralischer Rieslinge mit großem Alterungspotential. In der ungemein verführerischen Nase betört ein sehr kühler, traumhaft mineralischer, feinst kräutriger (typisch für Taunusquarzit) und zart rauchiger Duft mit Anklängen an Feuerstein, weißen Weinbergspfirsich, Ananas und Maracuja. Am Gaumen extrem vielschichtig und harmonisch, enorm dicht und konzentriert, dabei voller Eleganz und Finesse, feinsaftige, überwältigende Pfirsich-Zitrusfrucht, lebhafte Säure, große Länge. Ein vibrierender, sensationell fokussierter Riesling aus extrem niedrigen Erträgen goldgelber, phantastisch aromatischer Trauben aus einem großartigen Steilhang, der trotz seiner gewaltigen Mineralität auf der Zunge einen Reigen zu tanzen scheint. Dies ist einer dieser so raren, großen Terroirweine, die eine ureigene Geschichte erzählen: Von tiefen Schieferschichten und von hartem Fels, in die sich die Wurzeln alter Rieslingreben hinein gewunden und vom glockenklaren Klang der Mineralien, die sie dabei aufgenommen haben. Gänsehautatmosphäre!
Wurden bereits die beiden Vorgängerjahre dieses Wahnsinnstoffs von der Fachpresse zur Elite der deutschen Spitzenrieslinge gezählt (etwa der 2003er, von VINUM als die Nr.1 eingestuft), werden sie von diesem monumentalen Meisterwerk großer deutscher Rieslingkultur nochmals um einen Wimpernschlag übertroffen. Niemals zuvor kam die Mineralität des Goldlochs geschmacklich so zu tragen wie in 06. Herzlichen Glückwunsch Armin Diel und Christoph Friedrich. Bei aller Dichte, Konzentration und Cremigkeit entwickelt sich dieser phantastische Weißwein zur Inkarnation von Mineralität, Eleganz und Finesse mit einer Präzision und einem Glanz, der alles überstrahlt, was jemals zuvor aus dieser legendären Lage produziert wurde. Dieser Traum von Wein wird bereits nach seiner Freigabe im September 07 munden und sich über zwei Jahrzehnte phänomenal entwickeln.


In Subskription, Auslieferung ab September 2007


932006 Diel, Dorsheimer Goldloch Riesling Großes Gewächs, trocken 2006 29,50 Euro
Mit gut fünf Hektar Rebfläche ist das Schlossgut Diel bei weitem der größte Besitzer in dieser legendären Steillage, in der nach alten Überlieferungen im 17. Jahrhundert nach Gold gegraben worden sein soll. Eine andere Deutung des Namens kommt aus dem Volksmund und besagt, dass früher die Winzer mit ihren Weinen aus dieser Spitzenlage viel Gold verdient hätten. (So erzielten Spätlesen aus dieser großartigen Lage vor 100 Jahren höhere Preise gar als die zu Recht gerühmten Gewächse von Château Latour!) Wie auch immer der Name entstanden sein mag, es ist der von einer dünnen Lehmauflage und Kieselsteinen bedeckte Urgesteinsboden auf felsigen Konglomeraten, der dem Wein seine immense Kraft, seine hohe Eleganz und formidable Tiefe zugleich verschwenderisch verschenkt. Doch Vorsicht: Unmittelbar nach der Öffnung wird Sie der mineralische Extrakt dieses Weltklasserieslings mit seiner Urgewalt geradezu ‚anspringen’ und alle olfaktorischen Sinne betäuben. Bis etwa ein halbes Jahr nach der Füllung wird dieser Zustand so bleiben, dann wird sich dieser monumentale Wein – insbesondere mit Sauerstoffzufuhr im großen Burgunderglas (!) – immer mehr öffnen und mit ungemein komplexen, verführerischen, lasziven Noten begeistern, die ins Rotfruchtige gehen und mit saftigen gelben Früchten wie Mango, Maracuja und Pfirsich changieren. Reintönig, mächtig, konzentriert, opulent und zupackend am Gaumen, einem Symphonieorchester ähnlich, das zur Ode an die Mineralität und Komplexität großer trockener Rieslinge aufspielt, ungemein komplex in seiner Aromatik (deutlich wahrnehmbare Cassisaromen und Mandarinen), perfekte Balance zwischen phantastischem Schmelz, schmeichelnder Cremigkeit und vibrierender Stahligkeit, „eine eiserne Faust im samtenen Handschuh”, wie die Franzosen gerne solch gleichermaßen zupackende wie burgundische Noblesse ausstrahlende Weincharaktere beschreiben. Was mich an diesem Wein diesmal noch mehr fasziniert als in der Vergangenheit, ist, wie er sich im Mund nach hinten immer mehr aufbaut, fordernd und verführerisch zugleich mit einer Wahnsinnstextur und sensationellen rauchigen Mineralität.
Ein majestätischer Riesling, ein singuläres Unikat, ein würdiger, doch stilistisch völlig anders gearteter Rivale des puristischeren ‚Burgbergs’, vielleicht gar auf Dauer gesehen noch ein einen Tick besser? Die Zeit wird es zeigen!
Zu genießen nach seiner Freigabe im September (am besten aus einem großen Burgunderpokal) bis wenigstens 2020.


In Subskription, Auslieferung ab September 2007


Fruchtsüße Rieslinge wurden über lange Zeit in Deutschland kaum noch nachgefragt, so ramponiert war ihr Image infolge unfassbarer Fehlentwicklungen der letzten Jahrzehnte in vielen deutschen Kellern. Dabei waren es gerade die phantastischen Spät- und Auslesen, die dereinst den Weltruhm deutscher Weine begründeten. Doch selbst die besten fruchtsüßen Rieslinge der berühmtesten Winzer wurden von den deutschen Weintrinkern mehrheitlich abgestraft und daher in den letzen Jahrzehnten freudig von den ausländischen Märkten gekauft, denn Connaisseure aus aller Welt wussten die Juwelen zu schätzen, die, im internationalen Wertmaßstab gesehen, maßlos unterbezahlt als wahre Schnäppchen zu erwerben waren. Doch wie hat sich diese Einstellung mit der Renaissance deutscher Rieslinge hierzulande geändert! In den letzten beiden Jahrgängen konnten wir von diesen Weltklasseweinen der deutschen Spitzenwinzer gar nicht mehr genug bekommen, um alle Wünsche einer immer größer werdenden Schar begeisterter Liebhaber zu erfüllen, die diese ungemein filigranen und finessenreichen Weißweine mit den niedrigen Alkoholgradationen von unter 9 Volumenprozent zu genießen wissen, solo getrunken, auch und gerade an heißen Sommertagen DIE Alternative zu Schaumweinen, aber auch, vor allem im gereiften Zustand, als vorzügliche Essensbegleiter, und dies nicht nur zur asiatischen Küche. Zwei fruchtsüße Spitzenrieslinge des aktuellen Jahrgangs auf absolutem Weltklasseniveau vom Schlossgut Diel können wir Ihnen heute mit großer Freude präsentieren sowie eine Trouvaille aus der Schatzkammer des Gutes:

933606 Diel, Dorsheimer Burgberg Riesling Spätlese 2006 19,90 Euro
Tiefer, klarer, jugendlicher Duft von Aprikosen, reifem Pfirsich, exotischen Früchten, Mineralien und feinster Würze. Am Gaumen dicht gewirkte, feinsaftige und reintönige Frucht, elegante Säure, harmonische Süße, sehr mineralisch, mächtig, aber fein balanciert. Besitzt enorm viel saftige Fülle und profunde Tiefe, viel Frische, herausragende Mineralität, sehr lang. Ein rassiger, traumhaft terroirgeprägter Weißwein von erlesener Güte mit einer mineralischen Extravaganz und von unnachahmlichem Rieslingcharakter. Groß, souverän, enorm viel Potential! Für mich persönlich eine der schönsten Spätlesen Deutschlands mit gerade einmal 8 Volumenprozent Alkohol aus einem Jahrgang, der bei den Spitzengewächsen zur Legende werden wird.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2004 bis 2030.


 


Christina Hilker, Deutschlands Sommelier des Jahres 2005, hat mit mir zusammen über einen schönen Abend hinweg eine fabelhafte Spätlese aus der Schatzkammer des Schlossgutes verkostet, die jetzt fast ihre optimale Trinkreife erreicht hat und für Sie beschrieben. Lassen Sie sich diese großartige Gelegenheit, eine gereifte Spätlese auf absolutem Weltklasseniveau zu erweben, nicht entgehen!

933699 Diel, Dorsheimer Burgberg Riesling Spätlese 1999 25,00 Euro
Christina Hilker: „Faszinierend, wie glasklar und frisch sich dieser Wein präsentiert. Mit ganz zarten Anklängen von Reife wirkt dieser Wein wesentlich jugendlicher, als man es bei einem 99er erwarten würde. In der betörenden Nase reife Zitrusfrüchte, gelber Apfel, Ananas, Pfirsich, Passionsfrucht pur, verwoben mit einer süßlich krokantigen Reife und dem Duft von Holunderblüte, zart untermalt von der kieseligen Mineralität des Bodens. Am Gaumen wieder diese faszinierende krokantig-karamellige Süße, fein verwoben mit einer den Gaumen kitzelnden Säure und einer formidablen Frische. Auch wenn man diesen Wein pur genießen kann, weil er so herrlich unangestrengt wirkt und so verführerisch anregend (8 Volumenprozent Alkohol), so fallen mir doch unzählige Speisen ein, die ich mit Wonne mit diesem Wein kombinieren möchte, sei es das Gänselebertörtchen im Rhabarbermantel, der Frischkäse auf Erdbeersalat, der gereifte Ziegenkäse mit Honig, die in Knoblauch gebratenen Hähnchenschlegel, die Entenleber mit karamellisierten Apfelspalten, das pikante indische Curry, das Ananassüppchen mit Holunderblütensorbet und... Phantastische Weine wie solche erfreuen das Herz eines jeden Sommeliers und Weinliebhabers und bestätigen meine Begeisterung für die Weine der Nahe, die in Ihrer Filigranität und Eleganz denen der Mosel in nichts nachstehen. Weltklasse pur! Potential bis 2020”. Fürwahr: Deutschland ist Spätlese!


 

Schlossgut Diel
Der Blick vom Fuße des „Pittermännchens”
demonstriert eindrucksvoll die Steilheit dieser renommierten Lage

933706 Diel, Dorsheimer Pittermännchen Riesling Auslese 2006 35,00 Euro
In der Nase ein tiefer, unglaublich betörender Duft nach Weinbergspfirsichen, Aprikosen, Mango, Mandarinen und Noten von getrocknetem Steinobst, unterlegt mit einer intensiven, rauchig-mineralischen Würze, DEM Signum seines großartigen schiefrigen Terroirs aus dem Pittermännchen. Am Gaumen herrlich filigrane Säure, brillant und von explosiver Rasse, ungemein tief und saftig, komplex, hochelegant, betörendes Spiel, transzendiert infolge seiner animierenden Frische die faszinierende Leichtigkeit des Seins, wie es sonst nur größte moselanische (J.J.Prüm) oder rheinhessische Lagen von Klaus-Peter Keller vermögen und ist dabei doch ungemein konzentriert, tief, dicht und großartig strukturiert, zupackend, perfekte Balance, phantastisches Potential. Seidige Weichheit, cremige Fülle, raffinierte Frische, aromatische Komplexität und rassige, traumhaft mineralische Länge: ein sinnliches Meisterwerk.
Eine der ganz großen Auslesen Deutschlands – Weltklasse pur!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2015 bis nach 2040.