Saarwellingen, im Juni 2007

Wein - Highlight


Weingut Kurt Angerer - Kamptal

Urwüchsige Weine eines Naturburschen aus dem Kamptal aus dem größten Jahrgang Österreichs der letzten 25 Jahre lehren die wesentlich teureren Prestigeweine aus der benachbarten Wachau das Fürchten!

„Qualität kommt von Qual”, so das mittlerweile weithin bekannte Bonmot des ungemein sympathischen und quirligen Naturburschen Kurt Angerer, in Deutschland mittlerweile wie in Österreich in aller Munde, da geradezu phantastisch seine Qualitäten – und in Relation hierzu ungemein niedrig die verlangten Preise. Und wer von Ihnen, werte Kunden, jemals das Vergnügen hat, inmitten seiner extrem gepflegten Weinberge zu stehen, begreift blitzartig die doppelte Botschaft, die in Kurtis Worten liegt. Welch immenser körperlicher Anstrengung bedarf es, die Riede (der in Österreich übliche Begriff für die Weingärten) in einen solch optimalen Zustand zu versetzen! Wie aufwändig werden die Blattwerksarbeiten betrieben, um eine bestmögliche Photosynthese und Sonneneinstrahlung zu erreichen und wie sehr müssen die Reben gegen die Grünbepflanzung inmitten ihrer Reihen ankämpfen! Dieser Konkurrenzsituation, der die Wurzeln ausgesetzt sind, zwingen sie tief ins Erdreich, um Wasser zu finden und damit gleichzeitig die Mineralien des felsigen Untergrunds in die Trauben zu transportieren. Im fertigen Wein wird diese Philosophie von Kurt Angerer in einer fabelhaften, feinwürzigen Mineralität, in Kompaktheit, Dichte, Kraft und Konzentration schmeckbar, die in unverwechselbarer Weise den Stil seiner Grünen Veltliner, Rieslinge und Rotweine prägen. In diesen Meisterwerken spiegeln sich ihre mineralischen Strukturen und ihre unterschiedlichen Standorte – Urgesteinsböden, tiefgründige Lössböden oder Kies – auf verblüffende und vor allen Dingen eigenständige, nachvollziehbare und geschmackvolle Weise wider.

Weingut Kurt Angerer
Kurti Angerers Silhouette im milden Licht der untergehenden Abendsonne

Kurts erstklassige Lagen befinden sich in einer Region, die immer ein wenig im Schatten der wesentlich bekannteren Lagen der Wachau und des Kremstals standen und die daher auch noch bei weitem nicht die dort verlangten Preise erzielen, aller gleichrangigen Qualität zum Trotz. Daher möchte ich Ihnen die urwüchsigen, trockenen Weine von Kurt Angerer, diesem jungen, sympathischen, bodenständigen und dennoch weltoffenen Winzer, ganz besonders empfehlen. Es sind seltene Glücksfälle von Wein, von phantastischer Qualität und weit unterbezahlt, insbesondere seine Grünen Veltliner, von alten Reben allesamt, die bereits jung superlecker schmecken, aber mit einem großen Reifepotential versehen sind, solo getrunken einen wunderbaren Genuss bereiten, aber auch als hervorragende, universelle Essensbegleiter dienen, und das auch zu Fleischgerichten!

Helmut Knall, höchst angesehener Fachjournalist und Herausgeber des Internetweinführers Österreich auf www.winetimes.at, urteilt ebenfalls euphorisch:

„Kurt Angerer verblüfft immer wieder mit einer Kollektion, die man in dieser Qualität in Österreich nur ganz selten findet, dabei aber mit Preisen, die absolut erschwinglich sind”.

Und endlich hat Kurti seine grandiosen 2006er abgefüllt, die mich seit der ersten Fassprobe zu Beginn dieses Jahres so ungemein fasziniert haben. Die klimatischen Bedingungen waren im Kremstal in 2006 genauso spektakulär wie im übrigen Österreich. Nach Verrieselungen im Frühjahr, die für einen von Natur aus niedrigen Ertrag sorgten, waren ein schöner Juni, ein heißer Juli und ein kühler August mit ausreichenden Regenfällen, der die Wasserreserven im Boden wieder auffüllte und für eine erfrischende Säurestruktur und den Extraktreichtum der Weine verantwortlich zeichnet, optimal für die Reben. Und dann ein Traumwetter im Herbst: „Ab September ließ der schönste Altweibersommer, an den wir uns erinnern können, die Winzerherzen lachen” (VINARIA 2/07). Und die Konsequenz: Was hat Kurti in 2006 für glockenklare, zutiefst mineralische Grüne Veltliner und extraktreiche Rieslinge vinifiziert, eine traumhafte Kollektion, die beste wohl in seiner glanzvollen Winzerkarriere. Bravo Kurti!


700206 Angerer, Grüner Veltliner „Spies” 2006 11,00 Euro
Der Überflieger und infolge weiterer subtiler Verbesserungen in Weinberg und Keller noch bessere (!) Nachfolger des mittlerweile legendären Siegers der großen Verkostung aller Veltliner Austrias in Österreichs renommiertem Weinmagazin VINARIA:
Sehr präsenter, frischer Duft nach Pfirsich, Pfeffer, Steinobst, gelben Tropenfrüchten und Birnen, feste, griffige Mineralik, fein unterlegt mit etwas Minze, Litschi und Honigmelone. Am Gaumen enorm viel saftige, frisch gewirkte, straffe Frucht, Finesse und Struktur, dichter und konzentrierter noch als der „Kies”, mit einer begeisternden, feingliedrigen, erfrischenden Säure, die herrlich in die zart-cremige Textur eingebettet ist, wohl balanciert, wiederum sehr mineralisch (infolge des hohen Anteils an Granitböden) und zupackend, nachhaltiger, langer, fein-herber, würziger Abgang, vielschichtig, sensationelle Qualität für relativ wenig Geld.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2008 bis mindestens 2012.


Weingut Kurt Angerer
Kurt Angerer beim säubern eines riesigen Stahltanks

700106 Angerer, Grüner Veltliner „Kies” 2006 6,95 Euro
Welch Traum eines preiswerten Grünen Veltliners für jeden Tag: In der Nase ein rebsortentypischer, kühler, expressiver Duft nach Pfirsichhaut, Melone, gelbem Apfel, Kamille, weißem Pfeffer, Wiesenkräutern. Am Gaumen eine klare schlanke, saftige Frucht, frische Zitrus- und feine Kräuternoten, pfeffrige Würze, zart und saftig, schönes, belebendes, rassiges Frucht-Säure-Spiel, herrliche Frische und Balance, beste Nachhaltigkeit, belebend und anregend, tolle Länge, und dies alles bei nur knapp 13% Alkohol. „Sowohl als Essensbegleiter als auch als beschwingter Sommerwein für die Terrasse hervorragend geeignet. Jeder Schluck macht Lust auf’s nächste Glas!” (Christina Hilker, geb. Göbel, Deutschlands Sommelier des Jahres 2005).
Zu genießen ab sofort bis wenigstens 2010.


700406 Angerer, Grüner Veltliner „Loam” 2006 13,80 Euro
Der alljährliche Favorit vieler unserer Kunden unter den Grünen Veltlinern von Kurt Angerer: Intensiver, tiefer, würziger, pfeffriger Duft von gelben einheimischen und exotischen Früchten (Ananas, Bananen), intensive Limettenanklänge sowie Honigmelonen, Holunderblüte und Sternfrucht, animierend unterlegt von einer feinherben Mineralik. Am Gaumen sehr cremig mit exotischer Frucht feiner Säure und ausgeprägter Würze. Ein Wein, der trotz seiner Fülle stets zu einem weiteren Glas verführt. Sehr rund und fein balanciert, pikante, fast salzig-mineralische Struktur, animierendes Spiel auf der Zunge, dabei tief und kraftvoll, langer, fruchtig-würziger Abgang. Jahrgangsbedingt noch besser als sein hervorragender Vorgänger, der von Jancis Robinson mit 18/20 Punkten geadelt wurde.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Mitte 2008 bis mindestens 2014. Super Essensbegleiter!


700306 Angerer, Grüner Veltliner „Eichenstaude” 2006 13,80 Euro
Zarter, holzwürziger Duft von reifen Birnen und grünen Bananen mit pfeffriger Note, dazu Kräuter, Mineralien und etwas schwarze Beeren. Am Gaumen feste, sehr saftige Frucht, dicht, cremig und feinst strukturiert, verhaltene Holzwürze, gute Säure, sehr nachhaltig am Gaumen, enorme Kraft, große Dichte, zart mineralische Würze im Hintergrund, harmonischer Holzeinsatz (zu 10% Ausbau im gebrauchten Barrique), langer Nachhall mit Frucht und Fett! Ein majestätischer Grüner Veltliner, der unwahrscheinlich maskulin wirkt mit kraftvoller Struktur, ausgeprägter Würze und pfeffrigem Nachhall. Passt perfekt zu Gerichten mit erdigen Noten, sprich Pilze, Rote Beete, geräuchertes Fleisch oder Fisch.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2008 bis 2015.



Und da wir seit Jahren nicht nur erfolgreich, sondern auch freundschaftlich zusammen arbeiten, hat uns Kurti aus seiner Schatzschatulle nochmals einige Kisten des jetzt voll trinkreifen 2005ers überlassen, der im FEINSCHMECKER 1/07 zu den 10 besten österreichischen Grünen Veltlinern gezählt wurde. Herzlichen Dank!

700305 Angerer, Grüner Veltliner „Eichenstaude” 2005 13,50 Euro
Wir zitieren aus der FEINSCHMECKER-Laudatio: „Vollmundig, exotisch-fruchtig mit schöner Würze, kraftvoll in Körper und Struktur – so lieben wir die Kamptaler Weine. Damit ist dieses Exemplar ein guter Begleiter zu kräftig gewürzten Speisen – und ähnelt charakterlich seinem Winzer Kurt Angerer: ein kraftvoller, fester, hintergründiger Typ, der stundenlang mit dem Gast plaudert”.


FEINSCHMECKER: TOP Ten Veltliner 2005


700006 Angerer, Riesling „Ametzberg“, trocken 2006 14,50 Euro
Traumhaft mineralischer Riesling, der sich sehr dicht und konzentriert und dennoch eher von der verspielteren, unangestrengten „deutschen Stilistik” präsentiert denn im opulenten Wachauer Stil. Noch etwas verschlossen im Duft, braucht Zeit und Luft um sein vielschichtiges Bouquet zu entwickeln. Würziger mineralischer Duft mit Kräuternoten, Marillen und Limetten, leicht tabakig, nach einiger Zeit auch rote Ribisl, weiße Blüten, Zitronenfruchtfleisch, Orangenzeste und Minze. Auch am Gaumen feine mineralische Würze und extraktsüße Steinobst-Frucht, kraftvoller Körper mit feingliedriger Struktur, hat Finesse und Eleganz, schön schmelzig und doch mit knackigem Frucht-Säure-Spiel, das Lust auf das nächste Glas macht, klingt mit Limetten im Abgang lange nach. Noch sehr jung und verschlossen, sollte unbedingt einige Zeit auf der Flasche reifen, dann vereinen sich ein sagenhafter Schmelz und eine fast salzig anmutende Mineralität zu einem grandiosen Mundgefühl. Wahnsinnsriesling!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2008 bis 2015.


700506 Angerer, Riesling „Donatus”, trocken 2006 13,50 Euro
Mineralisch-würziger, feinrassiger Duft von Pfirsichhaut, grünen Äpfeln, frisch gemahlenem weißem Pfeffer, Kräutern und Pfirsichen. Klare, saftige Frucht am Gaumen mit enormer mineralischer Würze (dieses Weinmonument duftet geradezu nach nassen Urgesteinsböden im Sommer nach einem sanften Landregen), lebendige, knackige Säure, tiefgründig, packend, gut strukturiert und nachhaltig, viel Kraft, griffiger Nachhall von sagenhafter Länge, und ein großer Rivale wesentlich teurerer Prestigegewächse aus der renommierteren Wachau. Benannt wird dieser Wein übrigens nach dem Schutzpatron der Winzer, „Donatus”, dessen Statue genau gegenüber der Rieslingried von Kurt Angerer errichtet wurde. Christina Hilker, geb. Göbel, lobt: „Am Gaumen prägnant und unwahrscheinlich mineralisch mit knackiger Säure und salziger, ja fast scharfer Mineralität. Der Nachhall scheint unendlich. Ein Wein, der auf spannende Art die Sinne und den Gaumen fordert. Sollte vor dem Genuss unbedingt dekantiert werden Potential bis mindestens 2015.”


700603 Angerer, Zweigelt Granit, rot 2003 14,95 Euro
Neben seinen legendären Weißweinen produziert unser Naturbursche Kurti auch großartige Rotweine, die sich seit Jahren bei unseren Kunden größter Beliebtheit erfreuen: Heute präsentieren wir Ihnen einen herrlich saftigen, verführerischen, lasziv-erotischen Wein aus dem bis dato wohl besten Rotweinjahrgang aus Österreich, ein zutiefst kardinalsroter Zweigelt aus älteren Rebbeständen mit dunklem Kern, in gebrauchtem, dezent spürbarem Barrique ausgebaut. In der betörenden Nase eine präzise Frucht, reife schwarze Brombeeren, Zwetschgen, saftige Weichselkirschen und eine faszinierende zarte Würze. Der animierend frische, kompakte, dennoch elegante und noble, den gesamten Gaumen auskleidende und betörende Geschmack dieses extrem preis„werten” Weines fasziniert durch seine kühle, dunkelbeerige Aromatik. Im langen Nachhall nochmals eine kompakte dunkle Frucht sowie ein elegantes, feines, cremiges Tanningerüst mit einem zart-herben, schokoladigen Nachhall.
Dieser Schmeichler der Sinne bereitet mit seinem beerig-würzigen Spiel ab sofort lustvolles Trinkvergnügen ohne Ende, Höhepunkt 2007 bis etwa 2014.

Angerer, Zweigelt Granit, rot