Saarwellingen, im März 2007

Wein - Highlight


Weingut Friedrich Becker

Gault Millau: „Friedrich Becker ist der beste Spätburgunderwinzer Deutschlands und unser Aufsteiger des Jahres 2006. Und zum vierten Mal in Folge ist Beckers Pinot Noir Tafelwein der beste Rotwein seines Jahrgangs in ganz Deutschland”.

Weingut Friedrich Becker
Der „Alte Fritz”

Viele von Ihnen, liebe Kunden, haben den Kultfilm sicher gesehen: Das berührende, bittersüße Road-Movie-Meisterwerk „Sideways” ist großes, emotionales Kino: Es erzählt von Illusionen und Lebenslügen, von gescheiterten Entwürfen und zerbröckelnden Beziehungen – und von der großen Liebe zum Wein! Genauer gesagt, der spezifischen Liebe des sympathischen „Helden” Miles zur Diva aller Rotweinreben, dem Pinot Noir. Diese in der Tat zickige Rebsorte mit ihrer dünn-„häutigen” Schale sieht Miles im Gegensatz zur unverwüstlichen, robusten Cabernettraube, die überall auf der Welt wachsen könne, als die Inkarnation einer fragilen, verletzlichen, grundehrlichen und empfindlichen ‚Persönlichkeit’, die ein ihr gemäßes Mikroklima und die besondere Pflege eines einfühlsamen Winzers brauche sowie einzigartige Böden, um ihre großen Stärken in einem hinreißenden Wein zu offenbaren: Eleganz, Finesse und die Transmission des Terroirs in die unvergleichlichsten, brillantesten, aufregendsten und feinsten Aromen, wie es sonst nur noch die großen Rieslinge der Welt vermögen.

Und welch sagenhaftes Terroir, steile Hanglagen und sanfte Hügel, welch traumhafte Reben aus bestem, teilweise uraltem genetischen Material und welch vorbildliche Weinbergsarbeit visionärer Menschen gehen bei unserem Kleinod aus der Südpfalz eine unübertreffliche Synthese ein! „Unseren größten Reichtum behandeln wir nicht selten wie Dreck. Das Erd-Reich”. Friedrich Becker nimmt kein Blatt vor den Mund. Unangepasst ist er. Ein engagierter Charakterkopf. „Der herbe Duft des Bodens zwischen Tau und Tag, beim ersten Gang durch den Weinberg, sagt der Nase des Winzers alles über den Zustand seines Weinbergs. Und damit über seinen wertvollsten Besitz. Dieses ihm anvertraute Erd-Reich in seinem natürlichen Gleichgewicht lebendig und vital zu erhalten, gebietet der Respekt vor der Natur. Aber auch das ureigenste Interesse. Denn nur auf dieser Grundlage wächst Qualität. Hier im Grenzland zwischen Vogesen und Pfälzerwald, wo das Elsass die Pfalz berührt, sind unsere Böden mit besonderem geologischem Reichtum gesegnet. Neben Buntsandstein besitzen wir jene Melange aus Kalk, Mergel und Ton, wie sie auch das Burgund auszeichnet. Nicht zufällig also haben wir hier vor über 40 Jahren unseren Pinot Noir gepflanzt”. Und mittlerweile ist aus einer vagen Hoffnung und einer großen Vision süße Realität geworden: Friedrich Becker ist, Schritt für Schritt, zum besten Spätburgunderwinzer Deutschlands avanciert.

Kein Wunder also, dass die tatkräftigen Beckers (denn neben dem „Alten Fritz”, wie Friedrich Becker in der Szene ebenso liebe- wie respektvoll tituliert wird, arbeitet gleichermaßen engagiert sein hochtalentierter Sohn im Weingut mit, der „Junge Fritz”,) fast nie auf Messen oder Präsentationen zu finden sind. Dafür bleibt keine Zeit, wenn man große Weine machen will: „Der beste Dünger eines Weinbergs sind die täglichen Fußstapfen seines Winzers. Im Keller dürfen wir nur mehr keine handwerklichen Fehler machen, arbeiten nur mit Schwerkraft, ohne Pumpen, und so schonend wie irgend möglich, um nur die feinsten Tannine aus der Traubenhaut zu extrahieren. Doch unsere mineralischen Weine werden nie besser sein als das Lesegut, das zum Hoftor hereinkommt”, lautet das einhellige Urteil von Vater und Sohn.

Weingut Friedrich Becker
Der „Junge Fritz”

Und mit selten euphorischer, zudem einhelliger Begeisterung würdigt die Fachpresse ihre handwerkliche Arbeit, die bei den Beckers als selbstverständliche Hommage an die Natur betrachtet wird: Der Gault Millau 2007 bewertet zum vierten Mal in Folge Beckers Pinot Noir Tafelwein als besten Rotwein seines Jahrgangs in ganz Deutschland. Herzlichen Glückwunsch den visionären Köpfen und begnadeten Händen, die diese Weinunikate geschaffen haben, die selbst den Spitzenweinen aus dem Burgund Paroli bieten können: Der deutschen Rotweinikone, dem „Alten Fritz”, dem „Jungen Fritz”, sowie ihrem genialen Kellermeister Stefan Dorst, der seit Jahren mitverantwortlich zeichnet für die sensationellen Qualitäten und die singuläre Stilistik dieser großen Weine. Die Ehrung als „Aufsteiger des Jahres” im Gault Millau 2006 ist mehr als verdient!


972005 Becker, Spätburgunder „Cuvée Pinard” trocken 2005 2005 9,95 Euro
Einen großen Winzer erkennt man immer auch an seinem Einstiegswein. Und welch sensationelle Qualität funkelt hier im Glas und bietet ungemein viel Burgunder fürs Geld. Niemals zuvor habe ich in der Bourgogne einen so gelungenen, harmonischen, balancierten Pinot Noir in dieser Preisklasse gefunden, der von jüngeren Reben aus allen großen Terroirs des Weingutes stammt!
In der Nase rote Beerenaromen, Holunderblüten und eine feine, attraktive Kirschfruchtigkeit, die eine klare, unverfälschte Burgundertypizität erkennen lässt.
Am Gaumen saftig, geschmeidig und mit einer inneren Dichte versehen, die man in Deutschland in dieser Preisklasse wohl kein zweites Mal mehr findet. Ein toller Einstiegswein, der die klare Handschrift des Meisters zeigt und der so lecker und beschwingt schmeckt, wie kleine Burgunder sein sollten, aber nur ganz selten sind!
Ein toller Rebsortencharakter, eine Klasse Pinot-Noir-Frucht, ein ungemein süffiger und leckerer Wein, den Vater und Sohn exklusiv für Pinard de Picard abgefüllt haben. Herzlichen Dank dafür.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Mitte 2007 bis 2010.


Exklusiv bei Pinard de Picard!


972504 Becker, Spätburgunder Kammerberg Großes Gewächs 2004 32,50 Euro
Wie guter Rotwein gemacht wird, wurde Friedrich Becker einmal gefragt. „Mit dem Bauch”, hat er intuitiv geantwortet, so wie es die trockene Art dieses individuellen Charakterkopfes ist. Und so präsentiert sich auch dieses Große Gewächs (Nomen est omen), bei „aller Dichte und Finesse fleischig und emotional” (Gault Millau) und ist sicherlich der emotionalste unter allen Burgundern aus Deutschlands bestem Rotweingut und evoziert in seiner Stilistik Anklänge an die besten Pinot Noirs aus dem großen Terroir von Volnay im Burgund.
In der Nase fasziniert eine grandiose Frucht: Feine Kirscharomen, rote Johannisbeeren, saftige Himbeeren und ein Hauch von Schokolade dominieren zurzeit den ungemein komplexen Duft. Am Gaumen breitet sich bei aller Dichte und Kraft eine feinsinnige Pracht aus und kleidet die Zunge verführerisch aus mit delikaten Aromen roter Beerenfrüchte. Ein trinkanimierender Säurenerv sorgt in Verbindung mit feinherben, cremigen Gerbstoffen für lebhafte Frische und ein traumhaftes Mundgefühl. In einer Blindprobe wird dieser grandiose Rotwein stets als glänzender Vertreter eines elegant-kraftvollen, klassischen Burgunders erachtet, den man ab sofort bis 2015 genießen sollte. Ein solch harmonischer, perfekt ausbalancierter Pinot Noir (zu 60% im neuen Barrique ausgebaut) kann niemals billig sein, doch im internationalen Vergleich gesehen ist sein Preis geradezu ein Schnäppchen!
ab sofort bis 2015



972904 Becker, Spätburgunder „Sankt Paul” Großes Gewächs 2004 39,00 Euro
Ein ganz großer Pinot Noir, zu 100% im neuen Barrique ausgebaut, der seine Pendants findet in den berühmten Lagen von Musigny: Feine Mineralik trifft feinste Frucht. Finesse verbindet sich mit Länge. Genau so muss ein großer Burgunder schmecken! Höchste Eleganz paart sich mit süchtig-machendem Sexappeal und geschliffenen Tanninen. Ach, hätte doch nur Kate Moss diesen Wein gekannt... Ein singuläres Meisterwerk, in dem sich ein großes Terroir versinnbildlicht und sein magisches Antlitz enthüllt. Eine Göttergabe, deren aromatische Faszination berührt und die über Jahre hinweg nicht vergessen werden wird! Doch kommen wir zu irdischen Bewertungen zurück und lassen den Gault Millau urteilen, der diesen fabelhaften, lasziv-mystischen Wein mit einem Chambolle-Musigny vergleicht und meint: „Friedrich Becker gehört seit seinem legendären 1989er zu den bedeutenden Rotweinmachern Deutschlands und kaum jemand sonst kann seitdem eine so lückenlose Reihe großer Spätburgunder aufstellen. Der Sankt Paul begeistert mit einem satten Duft von kräftig geräuchertem Speck, besitzt enorme Entwicklungschancen und gehört zu den 10 besten Rotweinen Deutschlands”. Ich persönlich sehe diesen genialen Wein ganz oben, qualitativ auf gleicher Stufe mit dem stilistisch anders gearteten, mächtigeren Gault Millau-Sieger, denn eine derartige burgundische Eleganz, die in die Mysterien des Terroirs einweiht, solch pure Sinnlichkeit, werden Sie zu diesem Preis selbst in Frankreich schwerlich finden können. Châpeau, „Alter Fritz”!
Zu genießen ab sofort bis etwa 2015.



972704 Becker, Pinot Noir 2004 69,90 Euro
Zum vierten Mal in Folge vom Gault Millau 2007 als der „beste Rotwein seines Jahrgangs in ganz Deutschland” ausgezeichnet.
Dieses großartige Gewächs wird von begeisterten Liebhabern als die Inkarnation feinster Burgunderkultur enthusiastisch gefeiert: Es ist das flüssig gewordene Abbild eines Traums der oft so zickigen Pinot Noir-Rebe, die in Bestform jedoch die Herzen eines nach Finesse und Eleganz lechzenden Weinfreundes so hoch schlagen lässt, wie es keine andere Rotweinsorte vermag! Feinheit, Mineralität und Konzentration in einer bisher im deutschen Rotwein nie erlebten Form, Frische, Weichheit, Reichtum und Fülle, verborgen unter einem Struktur gebenden Holzeinfluss von besten französischen Barriques, die im perfekten Zusammenspiel mit dem Ausdruck des großen Terroirs eine ungeheure Verführungskraft und eine traumhafte Harmonie entwickeln, lassen den Genießer meditativ in purer Sinnlichkeit versinken, aus der man gar nicht mehr auftauchen möchte. Das ist Hedonismus pur, ein gewaltiges Naturereignis, eine unvergleichliche Sinfonie zwischen Rebsorte und Terroir, von einfühlsamer Meisterhand perfekt dirigiert! Das dezidierte Urteil des Gault Millau 2007:
„Unnachahmliche Koexistenz von Lakritz, Pflaume und tiefgründiger Mineralik, gebieterische Tanninstruktur, erst am Anfang aller Möglichkeiten. Der beste Rotwein Deutschlands”, der wiederum Parallelen aufweist zu legendären Gewächsen aus Gevrey-Chambertin (die aber weitaus teurer sind) und der schon jetzt klasse schmeckt, doch über ein großes Entwicklungspotential von 15 bis 20 Jahren verfügt. Spätburgunder at its best, power without weight, schlicht der ‚G-Max’ des deutschen Rotweins, der sich unter die ganz Großen Weine der Welt einreiht. Bevorzugt in liebevolle Hände abzugeben!



972804 Becker, „Cuvée Salomé” brut 2002 14,95 Euro
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts genoss deutscher Riesling-Sekt weltweite Anerkennung und war oftmals teurer als Champagner. Dann folgte eine lange währende Depression, in der industrielle Massenerzeuger viele kleine, handwerklich arbeitende Sektkellereien vom Markt verdrängten. Doch seitdem Deutschlands Winzerelite beginnt, sich verstärkt um Sektausbau zu kümmern, ist eine erfreuliche Entwicklung zu höchst individuellen Schaumweinen mit best möglicher Qualität zu erkennen: Traditionelle Flaschengärung ist dabei ebenso selbstverständlich wie ein langes Hefelager. Und welche Finesse und Rasse, welch feines Perlenspiel, welch ausdrucksvolles Bouquet kennzeichnen diesen traumhaft schönen Winzersekt, der bei aller cremigen Textur schwerelos auf der Zunge tänzelt und alle Attribute eines Grand Cru in sich vereint: Cremigkeit, Feinheit, Leichtigkeit, Ausgewogenheit und Bekömmlichkeit. Ein sinnlich-verführerischer Festtagswein mit feinstem Perlenspiel, der vom Gault Millau 2006 als zweitbester deutscher Winzersekt gefeiert wurde und auch vom FEINSCHMECKER (Januar 2006: „als einer der schönsten deutschen Winzersekte!” gelobt wurde: „Die Cuvée aus Schwarzriesling, Chardonnay und Auxerrois (sowie einer Dosage aus einer Spätburgunder TBA) wirkt in ihrer Reife und Ausgewogenheit ebenso zugänglich wie anspruchsvoll.” Bei solch fabelhafter Qualität aus deutschen Winzerkellern gibt es wahrlich keinen Grund mehr, dass sich Weinliebhaber mit überteuerten Massenchampagnern aus dem Supermarkt quälen: Charaktervolle Pfälzer Ursprünglichkeit, von Meisterhand sensibel vinifiziert, statt austauschbarer Industrieproduktion!

Übrigens: Hendrik Thoma, 1999 bereits Deutschlands Sommelier des Jahres im Gault Millau und heute kompetenter Weinberater in Hamburgs Edelrestaurant Jacobs im Hotel Louis C. Jacob, ist begeistert von diesem Spitzensekt und meint augenzwinkernd zum äußerst sympathischen Preis: „Geiz lohnt sich nur, wenn man dabei auch gut trinkt”.



Und jetzt möchten wir Ihnen, liebe Kunden, noch einige der besten Weißweine der Pfalz anbieten. Dürfen wir nochmals den Gault Millau 2007 zitieren? „Schon alleine die Leistungen Beckers beim Spätburgunder führten zur Einreihung dieses Betriebes unter die besten deutschen Erzeuger. Die Weißen blieben lange Zeit hinter den herausragenden Roten zurück. Doch seit einigen Jahren wird auch hier mit Ehrgeiz an der Qualität gefeilt. Im Jahrgang 2005 bewegen sich erneut die besten Rieslinge und Burgunder dicht an der 90-Punkte-Grenze und darüber. Als ob es das Selbstverständlichste in der Welt wäre, stellt uns Becker, kaum dass er es erstmals gewagt hat, ein Riesling Großes Gewächs abzufüllen, einen der besten Rieslinge der Pfalz auf den Tisch”. Unbedingt probieren!

Zwei fabelhafte Weiße Burgunder, zwei grundverschiedene Stile: Der „Kalkgestein” aus Beckers bester Weißburgunderlage schmeckt traumhaft frisch und mineralisch und besitzt einen tollen Schmelz sowie eine betörende Cremigkeit. Ein schon jetzt ungemein trinkanimierender und sehr zugänglicher, erstklassiger Terroirwein. Die Weißburgunder Spätlese hat zu einem kleinen Teil ein wenig Barrique gesehen, ist sehr komplex, wirkt trotz aller Animation intellektueller, mineralischer und fordernder. Beide Weine gehören zur absoluten Pfälzer Spitze und werden sich noch über drei bis vier Jahre vorzüglich entwickeln!

974005 Becker, Weißer Burgunder „Kalkgestein” trocken 2005 12,90 Euro



972205 Becker, Weißer Burgunder Spätlese trocken 2005 14,90 Euro



972305 Becker, Riesling Sonnenberg Großes Gewächs 2005 18,95 Euro
Der große Jahrgang 2005 ist nach Ansicht aller Weinkenner der bisher größte Weißweinjahrgang, der auf dem Weingut Becker im deutsch-französischen Grenzgebiet, wo der Pfälzerwald und das Elsass sich buchstäblich berühren, produziert wurde. Die stetigen, subtilen Verbesserungen in der Weinbergs- und Kellerarbeit, für die Stefan Dorst, der geniale Kellermeister, mitverantwortlich zeigt, sind unverkennbar und neben der singulären Qualität der Rotweine hat dieser Vorstoß in die absolute Spitzenriege der Pfälzer Rieslinge zur Auszeichnung als „Aufsteiger des Jahres und Einreihung des Betriebes unter die besten deutschen Erzeuger (4 Trauben)” im Gault Millau 2006 entscheidend beigetragen.

Bei aller inneren Dichte und Anklängen an ein typisches Pfälzer Schmusekätzchen ist dieses herrlich balancierte Große Gewächs ein sehr präziser Riesling voll strahlender Mineralität und begeisterndem Spiel sowie einer ungemein weichen Säure, einer dadurch bedingten animierenden Frische und einem sinnlichen Mundgefühl. Dieser fabelhaft cremige, fast burgundische Riesling erweckt in seiner Stilistik Anklänge an Leitz’ legendären ‚Rottland’ und große Wachauer Gewächse: Nicht der Jahrgang, die verbesserte Kellerarbeit bei den Weißweinen insgesamt, der Mut, die Rieslinge so lange spontan gären zu lassen, wie sie es von Natur aus brauchen, („Wir schwankten bei dieser für uns völlig ungewohnt langen Vergärung bis in den Juni zwischen Himmel und Hölle”, schaudert es den jungen Fritz in seinen Erinnerungen) hat zu diesem tief mineralischen, dichten, tabakigen Großen Gewächs geführt, das schon in seiner Jugend sein breites Fruchtspektrum andeutet, das von weißem Weinbergspfirsich, Honigmelone, Passionsfrucht und reifem Apfel bis hin zu zart rotfruchtigen Nuancen reicht und das fast süchtig macht in der Intensität der Aromen, in der Reinheit seiner geschmacklichen Komponenten und dem unverkennbaren authentischen Rieslingcharakter seiner großen Lage mit Anklängen an rauchige Gesteinsnoten. Eine faszinierende Mischung aus stahliger Mineralität, Zartheit und Komplexität, Kraft, Finesse und Pfälzer Fülle, die nur wenige große Winzer auf die Flasche zu zaubern vermögen. Ein brillanter, sehr harmonischer, höchst individueller Riesling, „einer der besten der Pfalz” (Gault Millau 2007) mit enorm viel Charakter: Dieses grandiose Große Gewächs ist in seiner Preisklasse einer der attraktivsten und stilistisch prägnantesten Rieslinge Deutschlands mit einem enormen Reife- und Entwicklungspotential!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2007 bis 2012, mindestens.



P.S.I: Der beste deutsche Rotwein, der Pinot Noir, präsentiert sich laut Etikett nur als einfacher Tafelwein! 1990, als man mit dem Barriqueausbau begann, wurde der heute so hymnisch gefeierte Weine als gebietsuntypisch abgelehnt und musste als Tafelwein verkauft werden. Friedrich Becker, Querdenker und Pfälzer Dickschädel, hat dies konsequenterweise bis heute nicht geändert!

P.S.II: Die vom Heidelberger Kunstprofessor Griesauer Mitte der 70er Jahre entwickelten Künstleretiketten gehen auf Lafontaines Fabel vom Fuchs und den Trauben zurück und persiflieren die Meinung der damaligen Kritiker, die trockene deutsche Weine für untrinkbar hielten.

P.S.III: Das Kurioseste von allem: Eigentlich liegt das große Terroir, auf dem Deutschlands beste Rotweine wachsen, im Elsass! Die Beckers passieren bei ihrer Weinbergsarbeit täglich die französische Grenze, hinter der unmittelbar ihre phantastischen, steinig-kalkigen Lagen liegen, die aber weinrechtlich zu Schweigen – und damit Deutschland – gehören. Alles verstanden?! Diese Merkwürdigkeit hängt zusammen mit der dramatischen Geschichte der Region und der wechselvollen Zugehörigkeit des Elsasses zu Deutschland oder Frankreich. Aber diese Geschichte erzähle ich Ihnen ein andermal... .