Saarwellingen, im Oktober 2008

Domaine Gauby - Roussillon

„Eine Revolution im Roussillon” jubelt Vinum/Alles über Wein – Die Renaissance von Finesse, Frische, Eleganz und Mineralität!

„Lange stand das Roussillon im Schatten des benachbarten Languedoc. Plötzlich hat jedoch in seinem Norden, dem historischen Gebiet des Fenouillèdes, eine verblüffende Dynamik eingesetzt. Denn in den Hügeln des oberen Aglytals verfügen die Winzer über hervorragende Terroirs mit Kalk-, Schiefer- oder Granitböden und über einen bedeutenden Bestand an alten Reben; ideale Voraussetzungen, um große Weine von herausragender Qualität zu erzeugen. Entsteht hier das Priorat Frankreichs?”, so die euphorisch-rhetorische Frage von André Dominé, einem der versiertesten Weinkenner der Welt, in seinem großartig recherchierten Bericht in „Alles über Wein”. Und Sie, liebe Leser, wissen es aus schon lange: Seit Jahren zählt Gérard Gauby, die Ikone des Roussillon und eine charismatische Persönlichkeit, zu den besten Winzern des gesamten französischen Südens. So vergibt die Bibel der französischen Weinliebhaber, das „Classement des meilleures vins de France 2009”, der Domaine Gauby als einzigem Produzenten trockener Rotweine im gesamten Roussillon 2 Sterne, was bedeutet: „Produzent sehr großer Weine in den besten Lagen Frankreichs”. Bevor Gauby jedoch auf diesem Gipfel des vinologischen Olymps angekommen war, hat er in den bewegten Jahren seiner Winzertätigkeit einen enormen Lernprozess durchschritten:
Bis zum Jahrgang 1998 waren seine Weine zwar ungeheuer konzentriert, dicht, ja gewaltig, es fehlte ihnen aber für meinen Geschmack etwas an Finesse und Eleganz. Doch mit Gaubys großartigen Jahrgängen 99/2000 setzte ein Stilwandel und damit verbunden ein qualitativer Sprung ein, der dadurch gekennzeichnet ist, dass er auf Finesse, Eleganz, ultrafeine, geschliffene Tannine und einen ganz niedrigen Alkoholgehalt (zwischen 12,5% und 13,5%) in bester Bordelaiser Tradition setzt: Sensationell schöne Trinkweine ersetzen Monsterweine für Journalistendegustationen!
Wie kam diese Entwicklung zustande? Nun, nach der Hinwendung zum biologischen Anbau folgte in letzter Konsequenz 1999 der Beginn der biodynamischen Bewirtschaftung der Weinberge, zu deren bedeutendsten Verfechtern weltweit Gérard mittlerweile zählt und die ganz entscheidend zum dramatischen Qualitätssprung der Weine beigetragen hat. Immer stärker konzentriert Gauby seither seine Anstrengungen auf die Bearbeitung der Böden seiner exzellenten Parzellen. „Die Dinge geschehen nicht von einem auf den anderen Tag”, erläutert Gauby. „Es braucht ein Jahrzehnt, bis man die natürlichen Abwehrkräfte der Reben wieder belebt hat, die wir jetzt in unseren Weinbergen haben. Bei den Weinen arbeite ich jetzt mit extrem wenig Schwefel, sie erreichen eine fast schon nördliche Geradlinigkeit, aber mit einem enorm hohen Anteil an Extrakt und Konzentration, vor allem aber an Tiefe. Wir werden auch immer präziser, was den Augenblick des Pflückens angeht. Damit gelingt es uns, die phenolische Reife der Trauben vor der alkoholischen zu erreichen. Und das ist bislang nur sehr wenigen Leuten in Europa oder in der Welt gelungen. Wir machen jetzt Weine mit deutlich niedrigeren Alkoholwerten, die zu den lebendigsten und frischesten Frankreichs zählen.”

Domaine Gauby
Gérard Gauby

In gleicher Weise bedeutsam für den qualitativen Quantensprung war die Umstellung in der Kellerarbeit, denn Gauby reduzierte als einer der ersten Winzer, damals noch völlig gegen den Zeitgeist, die Extraktion, um keine Konzentrationsmonster mehr zu erzeugen, sondern – bei aller Dichte und Tiefe – großartige TRINKWEINE, die Lust machen, mehr als nur zwei oder drei Gläser zu genießen. Eine visionäre Entscheidung, denn Gaubys Kellertätigkeit ist heute gekennzeichnet durch einen wesentlich sensibleren Ausbaustil als in der Vergangenheit (deutlich reduziertes Untertauchen der Maische oder Umpumpen des Mostes), was zu wesentlich geschliffeneren, feineren, frischen und seidigen Tanninen führt. Zudem vergärt er mittlerweile in großen hölzernen Gärbottichen und Betontanks (je nach Zustand der Trauben entscheidet Gérard intuitiv, ob die Behälter dabei offen oder geschlossen sind), in denen durch die ausschließliche Verwendung weineigener Hefen die Gärung viel langsamer als früher verläuft und so eine Extraktion der feinsten Inhaltsstoffe der Trauben ermöglicht wird. Zudem hat sich Gauby für einen langen Hefekontakt und eine starke Zurücknahme des Holzes entschieden (Umstellung des Ausbaus der Weine vom Barrique auf neue größere Eichenholzfuder, zunehmend auch der Einsatz gebrauchter Barriques statt neuer: „Die Mischung muss optimal sein.”), was den Weinen nochmals mehr Finesse, Eleganz und Geschliffenheit vermittelt und zu der im Weinberg angelegten Dominanz des Terroirs über den Rebsortencharakter beiträgt.

„Ich will eigentlich nichts anderes als das, was ich im Weinberg angelegt habe, im Keller bewahren”, so die Maxime von Gérard Gauby, die in den wunderschönen Weinen des traumhaften Jahrgangs 2007 (Zusammen mit Deutschland haben Châteauneuf und das Roussillon in 2007 europaweit die schönsten Resultate aufzuweisen mit dramatisch guten Qualitäten – „Kleine Ernte auf höchstem Niveau”, so die Revue du vin de France in ihrer Jahrgangsübersicht 2007!) einen vorläufigen Höhepunkt, aber sicherlich noch keinen Abschluss findet: Sagenhafte Weine mit Referenzcharakter für den gesamten französischen Süden!

Oder um es noch einmal mit André Dominés Worten zu sagen: „Gaubys Weine verblüffen mit ihrer spektakulären Frische, Finesse und Mineralität. Sie erfinden den Süden neu, verbinden dessen Frucht und Rundheit mit einer Eleganz, die an große Bourgognes denken lässt, und wie diese brauchen sie viel Zeit (oder Luft), um sich zu offenbaren!” Wahrlich: Es sind singuläre Weinunikate voller Charakter und Authentizität mit einem legendären Reife- und Entwicklungspotential, die, kämen sie denn aus den bekannten Renommierregionen der Welt, ein kleines Vermögen kosten würden!


354407 Gauby, Vieilles Vignes, C.d.Roussillon Village, rouge 2007 19,80 Euro
Sinnliche Finesse trifft feinste Mineralität!
Uralte Grenache- und Carignanreben aus dem Ende des 19ten Jahrhunderts, dazu etwas Syrah und Mourvèdre (mit über 50 Jahren ebenfalls im besten Alter) ergeben einen der spektakulärsten, finessenreichsten und trinkanimierendsten Rotweine des gesamten französischen Südens, der neben seiner faszinierenden Frische und beispielhaften Mineralität ungemein dicht und gehaltvoll daherkommt – und dennoch von noblem aristokratischen Charakter geprägt ist. Die komplexe, fast explosive Aromatik dieses Weines verwöhnt, auf den Punkt gereift, ungemein subtil die Zunge: Keine Spur von marmeladiger Überreife, von Rumtopfnoten oder einer Alkoholdominanz, für wahre Kenner allesamt unerwünschte Parameter, die Gaumen und Nase unschön attackieren. Stattdessen brilliert dieser autochthone, tiefdunkle Botschafter des wilden französischen Südens mit einer sagenhaften Frische und Fruchttiefe: Edle, kühle, hochkomplexe, feinwürzige Beeren- und Kirscharomen, feinst unterlegt von Bitterschokolade- und Tabaknoten in Nase und Gaumen, dazu betört ein kohärenter innerer Spannungsbogen von der Zungenspitze bis in den phantastisch langen Nachhall mit seinen seidenen Tanninen.
Welch phänomenal großer Spitzenwein von einer unglaublichen, bis dato im Midi unerreichten burgundischen Finesse, der nicht nur im Roussillon, sondern selbst im internationalen Maßstab keinen (Preis-) Vergleich zu scheuen braucht! Meine persönliche Empfehlung des Jahres aus dem traumhaft schönen Roussillon! Solch einen grandiosen Stoff finden Sie weltweit in dieser Preisklasse kaum ein zweites Mal. Faszination und Versuchung pur! Ein Referenzwein für DEN neuen Stil des französischen Südens!


In Subskription, Auslieferung voraussichtlich im Frühjahr 2010!


354507 Gauby, „La Muntada”, C.d.Roussillon Village, rouge 2007 56,00 Euro
Weltklassebewertung im Classement 2008, der Bibel der französischen Weinkritik, mit 19/20 Punkten für den 2006er (damit auf Augenhöhe mit den teuersten Prestigegewächsen aus dem Bordelais und Burgund)! Und der 2007er Überfliegerjahrgang erhält in der Revue du vin de France die Idealnote von bis zu 20/20 Punkten!
Edle Syrahtrauben von einer traumhaften, nach Nordwesten ausgerichteten, großartigen Einzellage und uralte Grenache- und Carignanreben ergeben einen der Top-Favoriten für den besten Wein des französischen Südens im Jahrhundertjahrgang 2007. In diesem Jahrgang der Superlative in Südfrankreich regnete es im gesamten Frühjahr bis weit in den Sommer hinein überhaupt nicht (welch Unterschied zum Bordelais): Die Trauben befanden sich während der gesamten Vegetationsperiode in einem kerngesunden Zustand! Und als dann so langsam die Wasservorräte im Boden aufgezehrt waren und man befürchten musste, dass vielleicht ein Trockenstress eine optimale Reife der Trauben blockieren würde, gab es Mitte August leichte Regenfälle von einigen wenigen Millimetern. Es regnete gerade so viel, wie man brauchte, um Reifeblockaden zu verhindern, ohne irgendwelche Fäulnisprobleme zu bekommen, die im Bordelais den Winzern das Leben schwer machten. Es war einfach traumhaft, Wetterbedingungen, wie von den Winzern bestellt: Optimale Erntemöglichkeiten waren die Folge! „Höchste Qualitäten mit einer traumhaften Reife bei einer mengenmäßig kleinen Ernte”, urteilt Michel Bettane, der große alte Mann des französischen Weins begeistert. Und in den hoch gelegenen Terroirs von Calce mit den kühlen Nächten konnte Gérard Trauben lesen, die bei den Fassproben demonstrieren, dass er qualitativ selbst auf die Wahnsinnsjahrgänge 2004/5/6 nochmals eine kleine Schippe drauflegen konnte, woran natürlich auch die immer älter werdenden Rebstöcke und die konsequente handwerkliche Arbeit in den bio-dynamisch bearbeiteten Weinbergen beitragen.

Daher ist der Muntada 2007, dieses sensationelle Weinunikat, wohl das Größte, was Gérard Gauby in seiner bisherigen Winzerlaufbahn vinifiziert hat, selbst noch einmal einen Tick besser als die drei grandiosen Jahrgangsvorgänger: Eine fabelhafte Konzentration, Dichte, Tiefe und Extrakt (aber beileibe kein Konzentrationsmonster), dies alles wie bereits gewohnt, gepaart jedoch mit einer (durch die optimalen klimatischen Bedingungen geprägten) bisher einzigartigen Finesse, Frische und Mineralität formen einen sagenhaften Wein der absoluten Weltspitze mit dem Potential für eine Legende, der mediterrane Reife und phantastische Aromenvielfalt mit feinster burgundischer Eleganz und einzigartiger Bordelaiser Dichte und Konzentration vereint. Dieser subtile, hochkomplexe, beerenwürzige Wein setzt neue Maßstäbe für das Roussillon, betört, fasziniert, fordert die Sinne – er macht sprachlos gar. Seine noble Frucht, seine exorbitante Fruchtsüße, seine seidige Gerbstoffqualität, die von größten burgundischen Gewächsen nicht übertroffen werden kann, seine subtile, sich am Gaumen langsam aufbauende Aromenintensität, seine innere Balance, all dies macht dieses einzigartige Gewächs zum bisher unerreichten Vorbild aller Weine des gesamten Roussillon! Wurde schon der große 2001er, zu Recht, von der Schweizer Fachzeitschrift WEINWISSER mit der Weltklassenote von 19/20 Punkten beurteilt, so kann dieser Traum eines Weines, der bis dato gehaltvollste und dichteste, aromatischste und komplexeste „Muntada”, wohl nur ganz nahe der Idealnote bewertet werden. Trinken Sie dieses geniale Weinmonument in einer Blindprobe mit Ihren Freunden gegen die superteuren Luxuscuvées aus Italien wie den Sassicaia und Ornellaia oder gegen die renommiertesten Bordelaiser Gewächse. Das Ergebnis dieser Probe könnte vinologische Weltbilder einreißen. Riesiges Potential!


In Subskription, Auslieferung voraussichtlich im Frühjahr 2010!


Herzliche Grüße aus Saarwellingen,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann


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