BORDEAUX-SUBSKRIPTION 2007:

Unsere rigorose Auswahl der Besten!


Saarwellingen, 23. Mai 2008
Letzte Aktualisierung am: 19. Dezember 2008


Das Urteil:
2007 – In den traditionellen europäischen Anbaugebieten ein Jahrgang der qualitativen Extreme!

Der Wein-Jahrgang 2007 wird allen Kennern und Liebhabern lange im Gedächtnis bleiben! In den wichtigsten Weinanbaugebieten Europas folgten auf einen sehr milden Winter zwei Frühlingsmonate April (der trockenste und wärmste der letzten 200 Jahre) und Mai mit sehr warmen Temperaturen, was zu der seit Menschengedenken frühesten Traubenblüte beispielsweise in ganz Deutschland führte. Die längste Vegetationsperiode in der Weinanbaugeschichte – wegen der um drei Wochen vorgezogenen Blüte im Frühling, der geradezu ein Sommer war – erwies sich als bisher nie da gewesenes Geschenk der Natur an die Winzer. So ist 2007 in Deutschland potentiell ein Fabeljahrgang, der aufgrund seiner einzigartig langen Vegetationsperiode den Winzern in einem wunderschönen Altweibersommer alle Möglichkeiten bot, extrem langsam gereifte Träubchen mit einem traumhaften Extrakt zu ernten und die größten Weine zu vinifizieren, die es je in deutschen Landen gab: Eine Ode an die Qualität!

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© CIVB

Auch in Frankreich gibt es genügend Anlass zu ausgelassener Freude: An der Rhone gab es 2007 die (vielleicht zusammen mit 2006) besten Weißweine der Geschichte und die Rotweine brillieren durch eine traumhafte Frucht mit feinsten Tanninen. Sie schmecken wie eine hypothetische Mischung der Jahrhundertjahrgänge 2000, 2005 und 2006! Die Rhone hat dank optimaler klimatischer Gegebenheiten, insbesondere eines stets nach kleineren Regenfällen (die vor allem im August exakt zum rechten Zeitpunkt kamen zur Vermeidung von Trockenstress!) infolge des heftig wehenden Mistrals den fünften großen Jahrgang in Folge! Wir finden Weine in einer Balanciertheit, inneren Harmonie und Finesse, wie es sie an der südlichen Rhône kaum je zuvor gegeben hat! Und in der Toskana und wohl noch mehr im Piemont spricht man von einer Wiederholung der sensationellen Weine aus 2006 und 2004 und erwartet Spitzenweine auf absolutem Weltklasseniveau!

Doch ausgerechnet das größte und am stärksten im Fokus der internationalen Weinöffentlichkeit stehende Anbaugebiet der Welt lässt DEN Wermutstropfen in den Becher der Freude tröpfeln: Bordeaux hat keinen großen Jahrgang eingebracht. Punktum! Aber ist er ein Desaster? Beileibe nicht! Alle meine Verkostungen zeigen, dass es neben viel Schatten auch hell strahlende Fixsterne gibt, die schon in ihrer frühesten Jugend des kundigen Weinliebhabers Herz erfreuen werden! Es werden zwar viele schwache Weine auf den Markt kommen, die qualitativ unterhalb 2002, vielleicht gar hinter 1992 liegen. Aber es gibt auch phantastische Pretiosen in jedem Preissegment. Augen auf und strengste Selektion im schwer überschaubaren Dschungel des Jahrgangs lautet daher das Gebot der Stunde im Subskriptionskauf. Nur bei richtiger Auswahl kann der gut informierte Kunde wunderbar harmonische Weine mit einer traumhaften Frucht und voller Rasse und Raffinesse erwerben, die wegen ihrer Ausgewogenheit und Balanciertheit sowie ihrer wunderbar moderaten Alkoholgradation und ihrer perfekten, ausgeprägten Säurestruktur – bei aller Unterschiedlichkeit in ihrer Stilistik – mit dem Terminus „klassisch” im besten Sinne des Wortes umschrieben werden können. Es macht keinen Sinn, Ihnen, werte Kunden, eine gewohnt umfangreiche Bordeaux-Offerte zu unterbreiten: Der Enttäuschungen wären schlicht zu viele. Es tat uns zwar in der Seele weh, aber auch einige sehr gerühmte Namen, deren Weine wir in der Vergangenheit stets mit großer Freude getrunken haben, blieben in 2007 qualitativ zu weit von ihren eigenen Ansprüchen entfernt und die geforderten Preise stehen hier in keiner Relation zur betrüblichen Wahrheit im Glas. Diese Weine haben wir rigoros aussortiert, denn Ihre Zufriedenheit ist eine wesentliche Maxime unseres Handelns. Aber es gibt in 2007 eine kleine Zahl wunderschöner Spitzenweine und sensationeller Entdeckungen, letztere zu traumhaft günstigen Preisen, die in den ersten beiden Jahrzehnten nach der Flaschenfüllung grandiosen Trinkspaß bereiten werden, wenn man auf die großen 2005/6er noch lange wird warten müssen!

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© CIVB

Deshalb ist auch Parkers Urteil, den Jahrgang 2007 im Bordelais betreffend, absolut zutreffend: „The top terroirs, the finest addresses, and the most committed châteaux owners, by doing extensive work in the vineyard, and taking advantage of the Indian summer, have produced endearingly fruity, soft, silky-textured clarets that are filled with charm and purity. The finest 2007s tend to be dark ruby-colored with purple highlights, sweet, ripe berry fruit similar to black cherries and black currants, medium body, silky tannins, low acidity, and pure, round, charming personalities with good equilibrium. By and large, the wines lack density, structure, and serious long-term aging potential. Most will be drinkable as soon as they are bottled (actually, many are so precocious, they could have been gulped down as barrel samples), and should age surprisingly well for 10-15 years. Truthfully, most consumers will probably love the style of the vintage’s top wines because they are so flattering, seductive, and fruit-forward.”

Auch René Gabriel, einer der renommiertesten Bordeaux-Kenner weltweit (Herausgeber des WEINWISSER und Fachbuchautor: „Bordeaux Total”), kommt zu dem Schluss, dass unter den unzähligen problematischen Weinen des Jahrgangs dennoch einige große Weine herausragen: „Denn anlässlich der Primeurverkostung im Bordelais haben wir nach 700 Fassproben 84 Weine gezählt, die 18/20 respektive 19/20 Punkte erreichen.” Damit hat Gabriel (aber auch Parker gibt nur ca. 80 Weinen über 90 Punkte!) auch weitestgehend das Spektrum der Weine definiert, die es sich wirklich lohnt, in den Keller zu legen. Und dies sind unendlich viel weniger als in 2005. Aber um diese phantastischen Wein-Werte geht es in unserer Subskriptionskampagne 2007!

Übrigens schneien uns immer neue Jahrgangsbewertungen bei der Fertigstellung unseres Bordeaux-Mailings ins Haus, die unisono unser Urteil bestätigen: Der alte Bordeaux-Fuchs Rolf Bichsel beispielsweise ist in Vinum Juni/2008 hinsichtlich der schönsten Jahrgangsexemplare voll des Lobes. Wir zitieren: „Stilmäßig kommt der 2007 wie gerufen. Weil ein trockener, warmer und langer Herbst die Winzer rettete, wird 2007 als das Jahr der Fruchtigkeit und Frische in die Geschichte eingehen. Die meisten Weine werden schon in sechs, sieben Jahren Freude machen und dürfen mit ruhigem Gewissen getrunken werden, bevor wir die 2004er, 2005er oder 2006er entkorken. 2007 ist von klassisch-bekömmlicher Art (der natürliche Alkoholgehalt ist ein halbes bis ein ganzes Grad tiefer als in den letzten Jahren) und wird im besten Fall Rotweine ergeben, die herrliche Fruchtaromen besitzen und geschmeidiges, aber frisches Tannin.”


Die Ursachen für einen qualitativ extrem heterogenen Jahrgang:

Die Ursachen für die enormen qualitativen Unterschiede in 2007 liegen natürlich zunächst einmal an den klimatischen Bedingungen, die stets wesentlich den Charakter eines Jahrgangs prägen: Und hier glich Bordeaux einer klimatischen Achterbahnfahrt: Auf ein warmes und sehr zeitiges Frühjahr (die Blüte auch hier um Wochen im voraus) folgte ein kühler und im gesamten Bordelais zu nasser Hochsommer, der von einem der schönsten je erlebten Indian-Summer abgelöst wurde – mit traumhaften Erntebedingungen. Wir zitieren mit VINUM hierzu gerne eine neutrale Stimme: „Und dann kam der Sommer schließlich doch noch - im Herbst. Im September und Oktober fiel kaum Regen (knapp 70 Millimeter, nicht einmal halb so viel wie der langjährige Durchschnitt), und der Himmel schenkte den Weinbergen 40 bis 50 mehr Sonnenstunden als üblich. Das schöne Wetter liess die aufgeschwemmten Trauben wieder schrumpfen und die Zuckerwerte schnellten in die Höhe. Die Winzer nutzten das anhaltende Wetterhoch, um die bestmögliche Reife für jede Parzelle abzuwarten. Besonders der spät reife Cabernet (Sauvignon und Franc), der Anfang Oktober eingebracht wurde, profitierte von der langen Endreifephase, „die ihm schlussendlich ähnliche Zuckerwerte bescherte wie 2005.”

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Impressionen aus dem Fronsac
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Und jetzt kam es ganz entscheidend darauf an, wie intensiv man zuvor im Weinberg gearbeitet hatte: Denn die extrem lange Vegetationsperiode von der Blüte bis zur sehr späten Ernte (140 statt der gewohnten 110 Tage, weil der Sommer so kühl war) das ergibt erfahrungsgemäß sehr komplexe, vielschichtige und ausdrucksstarke Weine mit sehr geschliffenen Gerbstoffen und intensiver Frucht. Der kühle Sommer bewahrte dazu die Säure und Frische fast perfekt. Doch im Bordelais war es nicht nur zu kühl, sondern in den Sommermonaten auch zu nass! Das hieß: Extreme Weinbergsarbeit zum einen, extrem sorgfältige Kellerarbeit auf der anderen Seite. Keine Mühen und Kosten durften gescheut werden – Dann, und nur dann konnten wirklich große Weine erzeugt werden: „There were some very fine efforts produced in 2007, but the finest wines were expensive to make”, so daher auch das dezidierte Urteil von Robert M. Parker! Höhere Gestehungskosten waren natürlich kein Problem für die in den letzten Jahren außerordentlich gut verdienenden Blue Chips, doch so manches kleine Weingut mit extrem fairen Preisen musste in 2007 seine Preise mit spitzer Feder kalkulieren!

Außerdem: 2007 war mal wieder der Jahrgang der großen Terroirs. Mäßige Böden, welche die Wassermengen an die Reben weitergeben, waren eindeutig im Nachteil. Bei ebenen Flachlagen waren wasserdurchlässige Böden wie beispielsweise bei den Premier Crus aus dem Médoc, in Hanglagen paradoxerweise schwere lehmige Böden, bei denen der Regen ohne einzusickern komplett ablief, wie bei TOP-Lagen in Saint Émilion, ganz klar im Vorteil. Das Problem: Nur die besten ca. 100 Weingüter des gesamten Bordelais verfügen über eben diese perfekten Terroirs. Zudem mussten die Winzer, und hier gibt es durchaus Analogien zum Jahrhundertjahrgang in Deutschland, mit der Lese bis zur vollständigen physiologischen Reife warten, und das lange über die üblichen Lesezeitpunkte hinaus. Das setzte natürlich extrem penible Weinbergs- und Laubarbeit zur Vermeidung von Fäulnis und der besseren Ausreifung der Trauben voraus, sowie deren frühzeitige Ausdünnung. (Vor zwanzig Jahren wären Wetterkapriolen wie im Bordelais des Jahrgangs 2007 noch schwierig zu meistern gewesen) Allerdings konnte man, wiederum ähnlich den Gegebenheiten in Deutschland, auch zu lange warten und auf einmal sank die Säure dramatisch ab und die betörende Frucht, DAS Signum der schönsten Weine des Jahrgangs, war fast verschwunden! Folglich wurde die Summe der erstklassigen Weine des Bordelais nochmals reduziert und somit bleibt letztendlich eine sehr überschaubare Anzahl toller Weine, die es in 2007 in einem der renommiertesten Weinanbaugebiete der Erde wirklich zu kaufen gilt!

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Das Fazit:

Der Jahrgang ist in Teilen Europas ein Fabeljahrgang und auch im Bordelais in der Spitze besser als sein Ruf! Er ist jedoch nochmals heterogener im Ergebnis als sein Vorgängerjahrgang, dem wir bereits Qualitäten zwischen Himmel und Hölle bescheinigten. Daher belegt 2007 im Bordelais einmal mehr, dass pauschalisierende Jahrgangsbewertungen in Zeiten der globalen Klimaveränderung mit ihren uns allen bekannten örtlichen wie regionalen Wetterkapriolen und -extremen ihren Sinn weitgehend verloren. Natürlich auch wegen einer Winzerelite, die so gut ausgebildet ist wie nie zuvor und die dieses Wissen in schwierigen Jahrgängen wie 2007 konsequent in ihrer Weinbergsarbeit und im Keller umsetzt und damit in der Spitze eine niemals zuvor gekannte Qualitätskontinuität geschaffen hat. Doch ohne einen dramatischen Wetterumschwung im Herbst 2007 wäre auch der noch so qualitätsorientierte Bordelaiser Spitzenwinzer machtlos gewesen: Die Rettung für den 2007er Jahrgang kam mit den perfekten Wetterbedingungen im September und Oktober. Sonnige, trockene Tage ermöglichten eine Ernte unter idealen Bedingungen, sofern die großen Terroirs und eine penible Weinbergsarbeit im kühl-feuchten Sommer dafür die Basis gelegt hatten! So mutierten befürchtete hässliche Entlein unter diesen speziellen Bedingungen zu wunderschönen weißen Schwänen! Dieser Kampf gegen die Widrigkeiten der Natur forderte allerdings ihren Preis. So wählte beispielsweise Château Margaux nur ca. 30% der Ernte für den Erstwein aus. Niemals sonst in der langen Geschichte des Weingutes war der Anteil so gering! Das bedeutet natürlich auch einen extremen Run auf die ebenso raren wie herausragenden Weine.

Werte Kunden: 2007 Bordeaux in Subskription zu kaufen, ist (neben der Komplettierung Ihrer Lieblingsweine) insbesondere dann eine sinnvolle Investition, wenn Sie bei Ihrer Auswahl rigoros die Spreu vom Weizen trennen, um sich die schönsten Weine des Jahrgangs zu attraktiven Subskriptionspreisen zu sichern, die Sie bereits in „ihrer Jugend wegen ihrer schmeichlerisch-betörenden, verführerischen Stilistik, weichen Tanninen und ihrer tollen Frucht” (Parker) genießen können, um in Ruhe die Zeit abzuwarten, bis die großen Gewächse aus 2005/6 anfangen werden sich zu öffnen!

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Und vergessen Sie bitte nicht, dass die trockenen Weißweine und die edelsüßen Sauternes in 2007 absolutes Weltklasseniveau besitzen! Die schönsten Pretiosen begeistern mit Rasse, enormer Länge und großer Dichte und werden sich, dank einer sehr guten Säurestruktur, über mehrere Jahre hinweg traumhaft entwickeln. Die trockenen Weißweine erinnern stilistisch an das traumhafte Weißweinjahr 2004 und die Süßweine aus Barsac und Sauternes sind so gut oder besser noch als 2001. Süße Träume und absolute Highlights im edelsüßen Segment!

Am meisten freuen wir uns, Ihnen neben den absoluten Spitzengewächsen diesmal eine zwar nur sehr kleine, aber wahrlich feine Auswahl an Weinen von herausragender Qualität anbieten zu können, die wahre Schnäppchenqualitäten besitzen, da sie ein sensationellen Preis-Genussverhältnis adelt. Diese stammen von engagierten Winzerpersönlichkeiten im Bordelais, die handwerkliche Weine machen, die authentisch sind und so preiswert wie unsere Trouvaillen beispielsweise im Languedoc oder an der Rhône. Versprochen! Zwar sind auch die herausragenden Spitzenweine teilweise deutlich günstiger zu erwerben als in den beiden letzten Jahrgängen, doch geniale Schnäppchenqualitäten finden Sie bei unseren Entdeckungen: Hier zeigt Bordeaux seine andere Seite – Denn sehr guter Bordeaux muss überhaupt nicht teuer sein! Wer bereit ist, sich beim Einkauf seines Bordeauxkellers so zu bestücken, wie wir es neben den prestigeträchtigen Namen anempfehlen, kauft zum günstigen Budget von früher absolut preiswerte Weine von heute, und das in traumhaften Qualitäten!

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© CIVB

Ausgeliefert werden alle Weine im Frühjahr 2010 nach einer Avisierung unsererseits: Pinard de Picard versendet keine Subskriptionsweine, ohne den Versand vorher mit Ihnen bestmöglich abgestimmt zu haben!

P.S.: Bitte beachten Sie, werte Kunden, dass sich die Nachfrage der bestens informierten Weinfreunde natürlich auf diejenigen Gewächse konzentrieren wird, die wird Ihnen heute anbieten. Denn es sind schlicht „simply the best”. Daher werden viele Weine sehr rasch ausverkauft sein.

Pinard de Picard möchte Ihnen zudem vier phantastische Tropfen, die aufgrund ihrer hohen Qualität im Zusammenspiel mit ihren extrem günstigen Preisen in unseren Augen als größte Wein-Werte des Jahrgangs gelten, als unsere Bordeaux-Tipps des Jahrgangs ganz besonders anempfehlen: Echte Geheimtipps, die außerhalb der Stammkundschaft von Pinard de Picard in Deutschland noch kaum jemand kennt (ganz anders jedoch in Frankreich!), höchst authentische Bordelaiser Gewächse und absolute Trouvaillen. (mehr)


Unser Subskriptionsangebot:


Bordeaux Supérieur

  • Château Bolaire — leider bereits ausverkauft!
  • Château Eyrins, Cru Monplaisir
    Cru Monplaisir ist ein beeindruckender „kleiner” Bordeaux, ein neuer Stern in seiner so preiswerten Supérieur-Klasse, der viele wesentlich teurere Namen mühelos an die Wand spielt und daher ein ganz heißer Tipp in der Insiderszene von Bordeaux!
  • Château d’Agassac — leider bereits ausverkauft!

Haut-Médoc


Médoc


St. Estèphe


Pauillac


Saint Julien


Moulis


Margaux

  • Château des Eyrins (PdP: „best buy!”)
    Unter Preis-Genuss-Gesichtspunkten unser Favorit des Jahres in Bordeaux!
  • Château Giscours — leider bereits ausverkauft!
  • Clos du Jaugueyron
    „Ein grosser Margaux-Klassiker, den man in zehn Jahren bei Blindproben zu den ganz grossen Gewächsen stellen wird”, urteile René Gabriel, WeinWisser über den gleich guten Jahrgangsvorgänger.
  • Château Palmer
    René Gabriel, WeinWisser: „Einer der feinsten und doch aromatischsten Weine unter den Grands Crus. 19/20 Punkten.”
  • Château Margaux
    VINUM: „Topwein des Jahrzehnts!”

Graves / Pessac-Léognan

  • Château Les Carmes Haut Brion
    René Gabriel, WeinWisser: „Eine grossartige Réussite, einer der besten 2007er der Appellation, auch aufgrund des gelungenen Cabernet Franc.”
  • Château Haut Bergey — leider bereits ausverkauft!
  • Château Haut-Bailly
    René Gabriel, WeinWisser: „Haut-Bailly gehört wie die letzten Jahren schon zu den Besten der Appellation. 18/20 Punkten.“
  • Château Haut-Brion
    WeinGourmet: „Ein großer Erfolg! 95-96 Punkte.”
    VINUM: „Topwein des Jahres!”
  • Château La Mission Haut-Brion
    Der ewige Rivale von Haut-Brion. Parker sieht ihn bei bis zu 94 Punkten, offen, wer am Ende die Nase vorne haben wird.
  • Château Smith Haut Lafitte
    René Gabriel, WeinWisser: „Mit Fieuzal und Domaine de Chevalier der beste Weisswein des Jahrgangs. 19/20 Punkten.”

Saint Emilion


Pomerol

  • Vieux Château Certan — leider bereits ausverkauft!
  • Château L’Eglise-Clinet
    WeinGourmet: „Außergewöhnlich dicht, elegant und lang. Ein wahrer Erfolg. 93-94 Punkte” (und damit die zweithöchste Wertung aller Pomerol-Weine).
  • Château La Conseillante
    VINUM: „Wer wissen will, wie ein Conseillante schmeckt und wie sich ein grosses Terroir illustriert, der packe zu, solange es hat. 19/20 Punkten (Prädikat: Jahrhundertwein)”

Côtes de Castillon


Fronsac


Sauternes


Unsere vier Herzblut-Empfehlungen!

Château de Chainchon - Côtes de Castillon

Weingourmet: „Gehört zu den 50 besten Schnäppchen aus Bordeaux, und das zu kleinem Geld!”

Unser fast schon legendärer Geheimtipp vom rechten Ufer brilliert seit mehreren Jahren mit einer sensationellen Qualität, gegen die auch viele wesentlich teurere Grand Crus aus Saint Émilion keine Chance haben!

Weingut Keller
Patrick und Michele beim Begutachten ihrer Trauben

Ungemein spannend ist zurzeit die Entwicklung in den Satellitenappellationen um Bordeaux, wo erstklassige Qualitäten zu derart günstigen Preisen produziert werden, dass man selbst im Bordelais wieder „Schnäppchen auf Top-Niveau” (FEINSCHMECKER) finden kann. Folgerichtig urteilt auch die ‚Revue du vin de France’, die renommierte französische Weinzeitschrift, dass die Appellation Côtes de Castillon, die mit ihrem erstklassigen Terroir unmittelbar an die berühmten Lagen von St. Émilion anschließt und mit einem identischen Mikroklima gesegnet ist, zu einem neuen El Dorado des rechten Ufers geworden sei, mit großartigen Qualitäten und noch sehr attraktiven Preisen. Und Parker fordert die Bordeauxliebhaber ausdrücklich auf, sich in dieser noch weitgehend unbeachteten Region nach attraktiven Alternativen zu den Hochpreisprodukten umzuschauen.

Das haben wir bereits vor mehreren Jahren getan und eine damals in Deutschland noch völlig unbekannte Familiendomaine für Sie aufgespürt, die in kleinen Mengen erstklassige terroirbetonte Weine erzeugt, die mittlerweile zu den großen Rennern unseres Programms gehören. Verantwortlich für dieses kleine „Weinwunder” zeichnet Patrick Erésué, ein genialer Weinmacher spanischer Herkunft, der 1995 den väterlichen Betrieb übernommen hat. Zuvor war er über mehrere Jahre als Kellermeister und Önologe maßgeblich am kometenhaften Aufstieg des Grand Cru Classé Weingutes „Canon La Gaffelière” (St. Émilion, Besitzer Graf Neippberg) beteiligt. Mit dem dort erworbenen „Know-how” produziert er seither auf seinem eigenen Gut traumhafte Bordeauxweine, die Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen dürfen, da sie ein derart günstiges Preis-Genussverhältnis besitzen, wie man es nur ganz selten findet.

Weingut Keller
Patrick Erésué und seine Ehefrau Michele
vor ihrem Weinkeller

Neben seinem immensen önologischen Wissen nennt Patrick aber auch erstklassige Hanglagen in südwest- und südlicher Ausrichtung sein eigen, die zwar mineralstoffreich, aber ansonsten so mager und „arm” sind, dass keinerlei Ausdünnung der Trauben vorgenommen werden muss, da sie schon von Natur aus nie mehr als 40 hl/ha Ertrag erbringen. Eine für Bordelaiser Verhältnisse, wo gar die Premier Grand Cru Güter mehr als 50 hl/ha Trauben einfahren, geradezu extrem niedrige Ernte! Diese deutlich reduzierten Traubenerträge von teilweise sehr alten, teilweise neu angepflanzten Rebstöcken mit großem Potential (60 % Merlot, 40 % Cabernet-Sauvignon) werden anschließend von Patrick in seinem technisch so wohltuend einfach gehaltenen Keller möglichst sanft und behutsam in neuen sowie gebrauchten Barriques ausgebaut, ohne Schönung oder Filtration erleiden zu müssen.

Weingut Keller
Château Chainchon mit uralten Merlotreben in Hanglage

Daher präsentieren sich diese originären Gewächse auf der Flasche in einem wohltuend „altmodischen” oder besser gesagt, klassischen Bordelaiser Stil, haben natürlich keinen Mostkonzentrator gesehen, sind elegant, extrem finessenreich, dicht, harmonisch, geschmeidig, mit schmelziger Textur und sehr feinkörnigen Tanninen ausgestattet und besitzen eine dunkelbeerige Frucht. Es ist uns eine besondere Freude, Ihnen den fabelhaften 2007er Valmy Dubourdieu Lange anbieten zu dürfen, seit Jahren einer der beliebtesten Rotweine in unserem Programm, der viele seiner wesentlich berühmteren und teureren Nachbarn aus St. Émilion ganz schön alt aussehen lässt! Patrick hat in 2007 mit den besten Wein seiner Winzerkarriere vinifiziert, den ich auch im Kontext mehrerer vergleichender Fassproben–Bewertungen mit den berühmten Namen aus Saint Émilion sehr hoch bewertet habe. Phantastisches Preis-Genussverhältnis und meine ganz besondere Empfehlung!


512307 Valmy Dubourdieu Lange, Cotes de Castillon rouge 2007 10,90 Euro
Vom WEINGOURMET in einer Reportage zu den „50 besten Bordeaux-Schnäppchen zu vergleichsweise kleinem Geld” (bis 34,90 Euro!) gezählt: „Es gibt sie noch – gute Bordeaux zum reellen Preis!”

Ausschließlich aus im naturnahen Anbau gewachsenen, kerngesunden Merlottrauben mit optimaler physiologischer Reife vinifizierte Patrick ohne jegliche kellertechnische Manipulation einen tiefdunklen, attraktiven, klassisch-traditionellen Wein des rechten Ufers mit faszinierenden Anklängen an hoch aromatische, herrlich reife rote und schwarze Früchte (Cassis, Kirsche, Holunder, Blau- und Brombeeren), fein verwoben mit zarten Anklängen an edle Nougatschokolade, schwarzen Tee, Holunderblüten, feine Gewürze, Tabak und Walnüsse. Am Gaumen gleitet dieses faszinierende Extrakt fast zärtlich über die Zunge und ummantelt liebevoll eine perfekt eingebundene Säure, die ein gutes Entwicklungs- und Lagerpotential aufzeigt; dazu überzeugen faszinierend weiche, cremige, seidig-elegante Tannine und ein sehr moderater Alkoholgehalt von ca. 13%, der nicht ermüdet, sondern lustvoll animiert auf das nächste Glas! In seiner Stilistik nicht so konzentriert wie in 2005, aber von einer ungemein feinen und eleganten Art. Noblesse oblige!

Ein ganz großer Wurf von Patrick, der es sich mit seinem mutigen Schritt in die Selbständigkeit nicht leichte machte und sich nicht auf seinen Lorbeeren und seiner sicheren Anstellung als renommierter Kellermeister von Canon-La-Gaffelière ausruhte, stattdessen mit unermüdlichem Elan, höchstem vinologischem Können und enorm viel Intuition das alt eingesessene Gut an die Spitze der mittlerweile glänzend beleumdeten Aufsteiger-Appellation führte. Was mir so besonders an Patricks Weinen imponiert: So viele moderne Bordelaiser Gewächse sind mittlerweile vom aufdringlichen Holz dominiert, das in Wahrheit nur mangelnde Weinbergsarbeit unzulänglich kaschiert! Bei Patrick hingegen finden Sie das genaue Gegenteil: Komplexe Aromatik, Geschmeidigkeit, ein Hauch von zartherber Fruchtsüße, extrem feine Struktur, Tiefgründigkeit, Eleganz, Ausgewogenheit und Finesse pur, kernige, dennoch feinsaftige, cremige Tannine für ein großes Lager- und Entwicklungspotential und nicht den Hauch einer marmeladigen Opulenz.

Dieser große Wein ist nichts anderes als ein phänomenaler Triumph des Terroirs über alle moderne Kellertechnik. Ein unglaublich beeindruckendes Bordelaiser Gewächs, und das zu einem fabelhaft fairen Preis. Immer noch ein Geheimtipp klassischen Stils mit tiefgründiger Mineralität, der nicht nur Maßstäbe in seiner Preisklasse setzt, sondern wesentlich berühmtere Nachbarn in St. Émilion teilweise ganz schön alt aussehen lässt!

P.S.: Die WEINWELT urteilt in einer sehr interessanten Reportage über die Möglichkeiten, in Bordeaux noch „Entdeckungen zu besten Preisen” zu machen: „Bordeaux gilt als Herkunft teurer Weine. Ganz Bordeaux? Nein. Wir haben für Sie ausgiebig die fünf Côtes de Bordeaux durchkreuzt. Und haben entdeckt: In den historischen Randbezirken der Grands Crus lassen sich verborgene Schätze heben... Die Côtes de Castillon liegt nur den berühmten Steinwurf von den benachbarten Nobelvierteln Saint-Émilion und Pomerol entfernt”. Und dann werden 5 Weine mit 4 Sternen geadelt und damit als die besten Entdeckungen des Bordelais gefeiert: Darunter unser Valmy Dubourdieu Lange!



Château des Eyrins - Margaux

„CHAMPION DE BORDEAUX”: Frankreichs renommierte Weinzeitschrift REVUE DU VIN DE FRANCE feiert den Basiswein unseres Bordelaiser Kleinods als Referenzwein seiner Region!

Kein Wunder! Entstammt doch der geniale Winzer Eric Grangerou einer hoch angesehenen Kellermeisterdynastie: Sowohl sein Urgroßvater als auch sein Großvater und schließlich sein Vater waren von 1904 bis 1996 verantwortlich für eine der berühmtesten Domainen der Welt mit magischem Klang: Châteaux Margaux. So war Eric schon als Kind bei vielen Arbeiten in den Weinbergen und im Keller dieser renommierten Domaine mit Feuereifer dabei. Doch trotz seiner erblichen Vorbelastung entschied er sich nach einem Weinbaustudium und Praktika auf weiteren reputierten Domainen, nicht in die Fußstapfen seiner Vorfahren zu treten, sondern sich selbständig zu machen. Denn in ihm entflammte die Liebe für ein kleines Fleckchen Erde im Herzen der Appellation Margaux, einer nur 1ha großen Fläche, die zur Hälfte unmittelbar an die herausragenden Parzellen von Château Margaux angrenzt und die sein Vater und Großvater im Laufe ihrer jahrzehntelangen Tätigkeit als Kellermeister infolge ihrer Insiderkenntnisse und exzellenten Kontakte erwerben konnten. Ein Bravourstück. Denn hinter diesen Filetparzellen waren verständlicherweise sämtliche renommierten Güter der Region her wie der Teufel hinter der armen Seele. Mittlerweile hat Eric sein erstklassiges Terroir um 1,5 ha wertvoller alter Reben vergrößern können und mit weiteren Erwerbungen bester Parzellen im Haut Médoc verfügt er nunmehr über insgesamt 9 ha Besitz. Diese erstklassigen Lagen haben ihm den Schritt in die Selbständigkeit leichter gemacht und ihn den Lockrufen von Château Margaux widerstehen lassen. Denn sein großartiges Terroir ist wie prädestiniert, seinen großen Traum zu verwirklichen von exzellenten Weinen, die seinem von Margaux geprägten Geschmacksbild entsprechen: Finesse, Eleganz, Frische, Balance und ein harmonisches Gleichgewicht aller Faktoren im Wein. Natürlich werden alle drei Weine der Domaine aus optimal gereiften Trauben hergestellt, denen jedoch alles Überkonzentrierte, Marmeladige oder Pflaumige, das sich mittlerweile als Modetrend in so vielen Bordelaiser Gewächsen findet, völlig abgeht. Authentischer Ausdruck des Terroirs, Trinkfreude und Finesse kommen bei diesen phantastischen Weinen vor schierer Extraktion und Konzentration, die Sie in so vielen untereinander austauschbaren Önologenweinen finden. Erics Gewächse sind Meisterwerke klassischer Bordelaiser Winzerkunst, die nicht zuletzt wegen ihrer seidigen Tanninstruktur, die sie relativ früh trinkreif werden lässt, Maßstäbe setzen in ihrer jeweiligen Preisklasse. Sie gehören somit zu den ganz großen Juwelen unseres Programms!


570307 Château des Eyrins, Margaux rouge 2007 19,50 Euro
Dieser edle Margaux beeindruckt mit einer sagenhaften Finesse und Ausgewogenheit und seiner großen Dichte und wirkt auf faszinierende Weise frisch und duftig. Eric hat sein Ziel, ein optimales Reifestadium der Trauben zu erreichen, ohne aber in marmeladige Überreife abzugleiten, dafür aber die fruchtige und aromatische Seite der Trauben zu erhalten, mit Bravour erreicht. Von kardianlsroter, intensiv leuchtender Farbe demonstriert dieser herrlich saftige Wein in der Nase seine nobler Eleganz und Komplexität. Seine klassische Margauxnase offenbart intensiven Schwarzkirsch- und edlen Waldbeerengeruch, dezente Röstaromen, zarte Bitterschokoladentöne und differenzierte Gewürznoten. Die Zunge wird geradezu zärtlich gestreichelt von diesem feinst balancierten, mit einem festen mineralischen Kern versehenen, dabei so eleganten und finessenreichen Margaux traditionellen Stils, der mit Luftzufuhr fabelhafte Kirsch- und Cassisaromen freigibt. Sehr harmonische Tannine und lang anhaltender, superber Abgang (weiße Schokolade!) mit einem grandiosem mineralischen und frischen Nachhall. Dieser große, charaktervolle Wein mit den Leitideen Eleganz, Finesse und Harmonie ist ganz sicherlich einer der heißesten Tipps in Bordeaux zurzeit.
Unter Preis-Genuss-Gesichtspunkten einer unser Favoriten des Jahres in Bordeaux!

René Gabriel, WeinWisser: „Mitteldunkles Rubin-Granat. Angenehmes Holunderbouquet, gekochte, rote Kirschen, schöne Tiefe anzeigend. Im Gaumen mit pfeffriger Rasse, feiner Weichseltouch und Maulbeeren im Extrakt, aromatisches Finale. Ein guter Margaux-Wert! 17/20 Punkten”. Und damit gerade einmal mit einem Pünktchen weniger bewertet als der legendäre Château Margaux! Kein Wunder, dass Eric immer wieder Anrufe von  Margaux erreichen, um ihn doch wieder zurück in den „Schoß der Familie“ zu holen. Einmal wegen seines großartigen Talents. Aber auch wegen seiner fabelhaften Lagen! Was würde der Wein wohl kosten, wenn er in Château-Margaux-Flaschen abgefüllt wäre?! Aber Eric widersteht und so haben alle Weinfreunde die Möglichkeit, einen phantastischen Margaux zu einem unerhört günstigen Preis zu ergattern.

Und übrigens, die Revue du Vin de France wertet gar zwischen 18 und 20 Punkten! „Nez superbe de raffinement, avec une grande maturité de fruit et de jolies nuances florales; bouche ample, avec un fruit magnifique, une fine trame tannique, des arômes qui persistent longtemps et und belle fraîcheur pour ce margaux racé.”



570107 Cru Monplaisir, Bordeaux Supérieur, rouge 2007 7,95 Euro
Als „CHAMPION DE BORDEAUX” feierte die REVUE DU VIN DE FRANCE bereits den herausragenden 2004er unseres Kleinods aus dem Bordelais, der zudem in die Liste der 100 Bordelaiser Weine unter 15 Euro aufgenommen wurde, die unter 450 bereits vorselektierten Weinen „am meisten überzeugt haben und wunderbare Beispiele für die Region Bordeaux sind”! „A top-flight, sleeper of the vintage, bis 89 Punkte” lobt selbst Parker diese Preissensation im Jahrhundertjahrgang 2005!
Aus den klassischen Edelreben Cabernet Sauvignon und Merlot aus ausgezeichneten Parzellen in unmittelbarer Nähe der Gironde vinifiziert Eric auch in 2007 einen sehr feinen, intensiv aromatischen Wein mit ausgeprägter Frucht und harmonischer Balance. In der Nase zeigen sich die noblen Aromen klassischer Bordelaiser Rotweine zum Zeitpunkt dieser Fassprobe noch sehr verwoben, offenbaren aber bereits eine fabelhafte Komplexität, die in dieser Preisklasse einzigartig ist. Diese extrem tiefgründige, ungemein farbintenive Cuvée verwöhnt die Zunge mit cremigen, reifen Gerbstoffen, intensiven Anklängen an Schwarzkirschen, Waldbeeren und Schokoladenaromen und all diese Ingredienzien sind traumhaft verpackt in eine vielschichtige, anspruchsvolle Textur. Dazu präsentiert sich dieser extrem feine Wein etwas weniger opulent als in 2005 und mit weniger Alkohol versehen, dafür voller Rasse, Finesse und Eleganz und mit einem festen mineralischen, präzisen Kern auf der Zungenmitte. Was für ein leckerer Wein mit einem tollen Potential, der fein balanciert wirkt und überhaupt nicht „lautschreierisch”, der vielmehr von seiner kühlen, rassigen Stilistik geprägt wird und dies alles zu extrem fairem Preis. Cru Monplaisir ist ein beeindruckender „kleiner” Bordeaux, ein neuer Stern in seiner so preiswerten Supérieur-Klasse, der viele wesentlich teurere Namen mühelos an die Wand spielt und daher ein ganz heißer Tipp in der Insiderszene von Bordeaux! Das ist nicht nur ein Wein, der Spaß macht mit seiner weichen, süßen, saftigen Art, der hat sogar etwas richtig Sinnliches an sich, genial und fast nicht zu glauben für diesen Preis. Die Erklärung liegt bei seinem Produzenten Eric Grangerous. Die Grangerous waren über Generationen Kellermeister auf Château Margaux. Eric ist Winzer aus Leidenschaft und keltert nebst dem delikaten Château Eyrins auch diesen Cru Monplaisir. Die Reben befinden sich auf dem Gebiet der Gemeinde Margaux, aber außerhalb der Appellation, in der Nähe der Gironde.
Ein Klassiker im Programm von Pinard de Picard und eine ausdrückliche Demonstration dessen, dass man im Bordelais, entsprechende Recherche vorausgesetzt, großartige Qualitäten zu extrem fairen Preisen finden kann.

Produktabbildung


Château Brun - Saint Émilion

Ein funkelnder Edelstein und absoluter Geheimtipp aus Saint Émilion mit phantastischem Preis-Genussverhältnis

VINUM schwärmt begeistert über unser Kleinod: „Sie werden immer seltener, die authentischen Weine dieses Stils”.

Der wohl klingende Name einer weltberühmten Appellation garantiert noch lange keinen großen Wein. Und selten ist die Diskrepanz zwischen überteuertem Anspruch und banaler Wirklichkeit gravierender als in der Bordelaiser Renommierregion Saint Émilion. „Ein undurchsichtiger Dschungel von Klassikern, Aufsteigern, Einsteigern, Supercuvées und zu teuren Spitzenweinen”, erschwert dem Weinliebhaber die Orientierung, urteilt daher René Gabriel völlig zu Recht. Besagter Dschungel von Saint Émilion umfasst ca. 5.500 ha und wie viele Weingüter es hier letztendlich gibt, weiß niemand so genau. Auch das Klassifikationssystem, das anspruchsvolle Weine von industrieller Massenware unterscheiden soll, hat nur geringe Aussagekraft, was viele Weinliebhaber aus schmerzlicher Erfahrung wissen. Nur die Qualitäten in den Fässern und in der Flasche legen beredtes Zeugnis ab über die wahren Werte eines Weines. Bei meinen Verkostungen vor Ort bin ich vor zwei Jahren infolge eines exklusiven Tipps eines kompetenten Weinfreundes auf eine Domaine gestoßen, in der ein qualitätsbesessener Traditionalist in bester handwerklicher Tradition authentische Rotweine produziert, die zu finden heutzutage in Saint Émilion nur als großer Glücksfall bezeichnet werden kann. Die Konsequenz: Sie, liebe Kunden, haben uns dieses sensationelle Gewächs förmlich aus den Händen gerissen, das aus dem Stand zu einem unserer meist verkauften Rotweine überhaupt avancierte.

Château Brun
Historisches Château Brun

Wir präsentieren Ihnen daher heute mit großer Freude unseren dritten Jahrgang eines in Deutschland noch fast gänzlich unbekanntes Weingut (mit 9,6 ha Größe und produzierten durchschnittlich 45.000 Flaschen pro Jahr schlichtweg klein aber fein!), das sich bereits seit 1571 im Besitze der Familie Brun befindet und daher als älteste Familendomaine der gesamten Appellation gilt. Und dieses uralte Weingut, das über den wertvollen Schatz eines erstklassigen Kalksteinterroirs verfügt, schickt sich seit einigen Jahren an, unter Insidern einen legendären Ruf zu erwerben. Handverlesene 78% Merlot (von bis zu 65 Jahre alten Reben!), 20% Cabernet Franc und 2% Cabernet Sauvignon von optimal gepflegten Parzellen bringen keine fette oder gar marmeladige Struktur auf die Zunge, stattdessen faszinieren bei aller Cremigkeit und Dichte dieses leckeren, fruchtigen Rotweins eine präzise, straffe Textur mit klarer Frische und kalkgeprägter Mineralität, traumhaft eingehüllt in eine saftige süße Reife, die das Ergebnis vorbildlicher Weinbergsarbeit darstellt. Der Jahrgang 2007 von ‚Château Brun’ präsentiert sich daher als klassischer, tiefgründiger, etwas weniger füllig als in 2005, aber herrlich mineralisch geprägter Saint Émilion von traditioneller, ja im besten Wortsinne ‚altmodischer’ Stilistik.

Château Brun
Rosen an Rebzeile

Diese lange Zeit eher in Vergessenheit geratenen, heute aber von immer mehr Weinliebhabern wieder stark nachgefragten Eigenschaften dieses erstklassigen Weines verdanken wir dem sympathischen Eigner der Domaine, Hervé Brun, einem unbeirrbaren Charakterkopf, der nur eins im Sinne hat: Die Rückbesinnung auf die Traditionen und Wurzeln seiner berühmten Region. Hervé geht dabei unbeirrbar seinen eigenen Weg. Er vinifiziert nur einen einzigen Wein. Punktum. Dieser enthält logischerweise auch die besten Trauben seiner besten Parzellen. Nie im Traume dächte Hervé daran, eine hoch gehypte Supercuvée oder irgendeinen modischen, überteuerten Garagenwein auf den Markt zu bringen. Ganz bewusst steht auch auf dem Etikett nur der Name der Region, ohne Klassifizierung! „Saint Émilion, das muss genügen. Dieser berühmte Name steht für eine jahrhundertealte Tradition und für großen Wein. Alles andere ist nur modischer Schnick-Schnack ohne jegliche Aussagekraft!”, erläutert Hervé engagiert seine sympathische Philosophie. Auf Château Brun scheint die Zeit irgendwie stehen geblieben zu sein. Aber harte handwerkliche Arbeit ist auf der Domaine selbstverständlch: So wurde in 2007 erstmals eine grüne Lese im Sommer durchgeführt, so dass der Ertrag auf 40hl gesunken ist, was dem Niveau der absoluten Spitzengüter in St. Émilion entspricht. Geerntet wurde (im Unterschied zu anderen Gütern, deren Weine grüne, unreife Noten aufweisen) ganz spät, bis in die ersten Oktobertage hinein. Eine perfekte Entscheidung, weil man unter traumhften Wetterbedingungen ernten konnte, so dass die kerngesunden Träubchen in perfektem Reifezustand eingebracht werden konnten. Der Zustand des erlesenen Traubenmaterials war so phantastisch, dass man in 2007 mehr neues Barrique einsetzen konnte als in der Vergangenheit, um dem fertigen Wein noch mehr Kraft zu geben.

Château Brun
Blick über die gepflegten Rebzeilen

Doch Hervé ist kein weltfremder Spinner. So sensibel und sorgfältig er im Weinberg arbeitet, so schonend der Wein im Keller ausgebaut wird, immer darauf bedacht, „dass niemals das Holz den Wein dominieren darf”, so professionell arbeitet das gesamte Team der Domaine. Guillaume Brun, der jüngste Sohn, ist nach seinen Lehr- und Wanderjahren auf dem berühmten Château Angélus und der Domaine de Chevalier voller Tatkraft auf das alte Familienweingut zurückgekehrt und niemand anderes als Gilles Pauquet, der auch für die weltberühmten Güter Ausone und Cheval Blanc zuständig ist, zeichnet als Önologe verantwortlich! Davon unbeeinflusst bleibt jedoch der urwüchsige Stil der Domaine: Wie vor 100 Jahren schon erfolgt die Maischegärung in traditionellen Betontanks, der mindestens 18monatige Ausbau erfolgt nur zu einem Drittel in neuen Barriques, damit feinst balancierte Weine weit jenseits einer langweiligen „Moderne-Welt” Stilistik entstehen. Schön, dass es solche handwerklichen Tropfen heute noch gibt!

Château Brun
Hervé Brun beim Kontrollieren des Reifezustandes

Das findet übrigens auch VINUM: In einer großen Degustation in ihrer Maiausgabe 2006 bezüglich der „besten Schnäppchen aus dem Bordelais” wird Château Brun als einer von ganz wenigen Weinen seiner Preisklasse euphorisch gefeiert: „Fruchtig, saftig, macht Spaß. Sie werden immer seltener, die authentischen Weine dieses Stils”. Und genau diese urwüchsigen Gewächse verdienen meine ganz besondere Empfehlung!


524107 Château Brun, St. Emillion, rouge 2007 8,50 Euro
Dieser naturnah angebaute Wein ist ein charaktervolles Gewächs, mit großer Hingabe vinifiziert, aber ohne Konzentrationsverfahren, wie sie heute im Bordelais auf so vielen Châteaux üblich sind. So rührt die satte dunkelrote Farbe ausschließlich von den alten Merlotreben, aus denen dieser faszinierende Wein gewonnen wurde und aus den geringen, selektiv gelesenen Erträgen. In der Nase betört eine derart komplexe, feinbeerige, kirschige und zart würzige Aromatik (dazu ein Hauch von vanilligen Noten, Karamell, Nougat und geröstetes dunkles Brot), dass viele Kenner, die diesen weichen, verführerischen Wein erstmals probieren, den extrem genussfreundlichen Preis dieses phantastischen Tropfens kaum glauben wollen. Am Gaumen zeigt er sich finessenreich und verführerisch zugleich, nicht ganz so dicht und konzentriert wie in 05, dafür sehr verspielt und er bereitet ungemein viel Trinkfreude wegen seiner traumhaft weichen, cremigen, schmeichlerischen Tannine, seiner Frische und seiner moderaten Alkoholgradation. Dieses ungemein leckere, charaktervolle, facettenreiche Gewächs ist von modernem „Winemaking” erfreulich wenig berührt, fasziniert stattdessen durch seine feine Blaubeerenaromatik, feinst unterlegt von einer mineralischen Note und Graphitanklängen, eine kernig-cremige Struktur sowie eine rassige, tiefgründige Textur und eine mineralische Kühle. Handgelesen, spontan vergoren und nur ganz leicht filtriert vor der Füllung wirkt dieser urwüchsige Wein wie alles andere als ein glattgebügelter Saint Émilion, er ist stattdessen ein traumhaftes Beispiel der Vermählung von gelebter Tradition und den Segnungen der Moderne, die eine kleine Elite Bordelaiser Winzer meisterhaft in große Kunstwerke transmittiert. Es gibt sie also doch noch die raren, aber „authentischen Weine”, VINUM.

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