Saarwellingen, im April 2008

Weingut Keller – Rheinhessen

Die weltweit gesuchten Kultweine des sympathischen Winzeridols Klaus-Peter Keller gelten heute unter Weinliebhabern wie Fachjournalisten gleichermaßen als Archetypus großer deutsche Weltklasserieslinge:
Beseelte, Emotionen auslösende Grand Crus, Maßstab und Vorbild aller großen Terroirweine der Welt!

„Weingut des Jahres 2006 – beste Weißweinkollektion – einziger trockener Spitzenriesling mit 100 Punkten!” (Gerhard Eichelmann)

„Die deutschen Montrachets” (Jancis Robinson)

„Kollektion des Jahres 2004” (Gault Millau)

VON DER SYMPHONIE GROSSER TERROIRS

Jancis Robinson, eine der renommiertesten Weinkennerinnen der Welt, lobt euphorisch: „Wenn Sie jemandem beweisen möchten, wie großartig trockener deutscher Riesling mit seiner einzigartigen Finesse und großen Mineralität schmecken kann, dann präsentieren Sie Weine von Klaus-Peter Keller – die deutschen Montrachets!” Recht hat die Grande Dame der internationalen Weinszene: Kein deutsches Gut wurde im letzten Jahrzehnt derart mit Ehrungen und Preisen überhäuft und in den vinologischen Olymp erhoben wie „Deutschlands Winzer des Jahrzehnts, Klaus Keller”, so die einzigartige Auszeichnung eines großen Lebenswerks durch den „Gault Millau”, der dezidiert urteilt: „Keller hat als einziger Winzer in allen sieben Kategorien gepunktet. Keinem anderen Betrieb in Deutschland ist es bisher gelungen, zugleich beim Rotwein, weißen Burgundersorten, trockenem und halbtrockenem Riesling wie auch bei den Spät- und Auslesen und edelsüßen Weinen in den Top Ten mitzumischen”. Unter den schier unzähligen weiteren Elogen möchte ich hier nur eine besonders hervorheben: Auf der ‚Vin Italy’ erhielten die Kellers als bisher einziger deutscher Erzeuger den begehrten „International Award”, mit dem nur eine sehr kleine Elite absoluter Weltklassegüter (Preisträger: Margaux, Penfolds, Vega Sicilia) geehrt worden ist.

Weingut Keller
Die sanft geschwungene Hügellage der legendären Abtserde
weckt Erinnerungen an das große Terroir des Burgund

Trotz dieser in Deutschland bisher einmaligen Erfolgsgeschichte dachte Sohn Klaus-Peter („Schon als kleiner Junge konnte ich nie schnell genug aus der Schule nach Hause kommen, um im Weinberg mitzuarbeiten”) nicht im Traum daran, es gemütlicher angehen zu lassen, seit er mit dem Jahrgang 2000 hauptverantwortlich in die Weinbergs- und Kellerarbeit des rheinhessischen Traditionsgutes hineinwuchs, das er mittlerweile auch offiziell von seinem Vater übernommen hat. Voller Ehrgeiz und Enthusiasmus ging er ans Werk, eigene Ideen, die er während seines Studiums in Geisenheim und bei großen Winzern des Burgund entwickelt hatte, in die Weinbergs- und Kellerarbeit mit einzubringen.

Nicht die Revolutionierung der bisherigen Arbeit war sein Ziel, wie hätte dies aufgrund des vorgefundenen beispielhaften Qualitätsstandards auch sein können, sondern subtile, behutsame Weiterentwicklung. Den singulären Charakter des unverwechselbaren Terroirs der großen rheinhessischen Kalklagen, auch und gerade der neu erworbenen Westhofener Parzellen, im Einklang mit der Natur einfühlsam zu interpretieren und infolge extrem selektiver Lese im fertigen Wein so unverfälscht und authentisch wie nur irgend möglich zum Klingen zu bringen, darin investiert er kompromisslos all seine Tatkraft und sein herausragendes vinologisches Wissen.

Das Resultat: Unter der Führung des ebenso fachlich begnadeten wie menschlich sympathischen Klaus-Peter Keller schwingt sich die gesamte Region Rheinhessen zu einem vorher nie geahnten Höhenflug empor und steht heute als Synonym gar für trockenen Weltklasseriesling deutscher Provenienz. Der magische Klang, der wohlige Schauer, der Weißweinliebhaber in aller Welt erfasst, wenn denn edelsüße Gewächse aus der Hermannshöhle, dem Scharzhofberg oder der Wehlener Sonnuhr im Glase funkeln, geht jetzt für trockene Rieslinge von diesen großen Terroirs in Rheinhessen aus: Der Dalsheimer Hubacker und die Westhofener Lagen sind wie die Noten einer Partitur, die sich unter dem Dirigat einfühlsamer Künstler zu einer einzigartigen Sinfonie entfalten – Maßstab und Vorbild großer deutscher Terroirweine!

Weingut Keller
Die kleinbeerigen Träubchen des Morstein strahlen um die Wette:
Welch goldener Spätherbst 2006

Kein Wunder also, dass die trockenen wie edelsüßen Weißweine der Kellers, aber auch ein legendärer Rotwein, der in einer Blindprobe großer Pinot Noirs auf Augenhöhe mit den besten und teuersten Pretiosen des Burgund brillierte, heute weltweit derart gesucht werden, dass sie teilweise genau so schwer erhältlich sind wie die mythischen Weine von Romanée Conti! Bei diesem fulminanten Aufstieg in die kleine Riege absoluter Weltklassewinzer war es natürlich kein Nachteil, dass Klaus-Peter neben seinem unbedingten Einsatzwillen, seinem enormen vinologischen Wissen und seinem großen Geschick und Einfühlungsvermögen wie alle Winzer nördlich gelegener Anbauregionen auch von der Klimaerwärmung profitiert, welche die früher (zu) kühlen rheinhessischen Hügellagen mit ihrem fabelhaften kalkhaltigen Terroir enorm begünstigt! Kellers vorbildlich bearbeitetes, humushaltiges Terroir kann zudem das Wasser hervorragend speichern und verhindert somit jeglichen Trockenstress bei den Reben. Kein Wunder also, dass schon bei ähnlichen klimatischen Begebenheiten in einer Warmphase im Mittelalter die Rieslinge aus dem rheinhessischen Hügelland mit ihren Spitzenlagen auf den erstklassigen Kalkböden (die man wegen ihrer kalkreichen und felsigen Struktur mit den größten Terroirs des Burgund vergleichen kann) legendären Ruf besaßen. Bereits zu dieser Zeit waren die besten Lagen Dalsheims und Westhofens im klösterlichen Besitz, die bekanntermaßen nur in den Filetstücken der besten Weinbauregionen der Welt begütert waren. Klaus-Peter Kellers Spitzenterroir „An Abtes Erden” erinnert namentlich noch daran und heute gewinnen die Kellerschen Spitzen-Rieslinge quasi jede Auszeichnung, die es zu gewinnen gibt!

Was mir an Klaus-Peter Keller so imponiert, ist, wie souverän er, tatkräftig unterstützt von seinem Vater, die schwere Herausforderung meistert, das hohe Niveau des Weinguts als die unumschränkte Nr.1 Rheinhessens und als primus inter pares in ganz Deutschland nicht nur zu halten – dies allein wäre schon aller Ehren wert gewesen, wenn auch mancher Neider ihm hätte vorwerfen können, „nur” von einem großen Erbe zu profitieren – sondern den hohen Qualitätsstandard durch akribische Weinbergsarbeit und die dadurch bedingte transparente Herausarbeitung der Terroirs Jahrgang für Jahrgang immer weiter noch zu steigern! Konsequenterweise nehmen daher die Ehrungen des Weingutes stetig zu. Sie hier aufzuzählen, hieße, die berühmten Eulen nach Athen zu tragen. So sei hier nur erwähnt, dass seine Rieslinge als EINZIGE trockenen deutschen Weißweine zweimal mit der Traumnote 100 hymnisch gefeiert wurden und Jancis Robinson, eine der drei einflussreichsten Weinkritiker der Welt Kellers trockene Rieslinge mit den höchsten Bewertungen feierte, die sie jemals in der ganzen Welt trockenen Weißweinen zuerkannte!

Doch Klaus-Peter ist nicht nur erfolgreich. Er ist ungemein sympathisch (was nicht an unserer gemeinsamen Vorliebe für den gleichen Fußballverein liegt, wegen dessen Ergebnissen wir so oft gemeinsam leiden müssen) infolge der Bodenhaftung und Menschlichkeit, die er sich stets bewahrt hat: Alles Arrogante oder Überhebliche ist ihm wesensfremd, immer hat er ein offenes Ohr für seine Kollegen, mit denen er sich fachlich austauscht und freundschaftliche Beziehungen pflegt. Bei aller Professionalität, bei aller visionären Tatkraft, die ihn so auszeichnen, er hat es geschafft, den kleinen Jungen tief in seinem Innern zu bewahren, den ich vor meinem geistigen Auge sehe, seinen Schulranzen in die Ecke donnernd und mit seinen Eltern in die Weinberge aufbrechend: Ein Winzer mit Leib und Seele, der seine Berufung gefunden hat.

Weingut Keller
Fabelhafter Reifezustand der lockerbeerigen Trauben
im Kirchspiel im Herbst 2006

Dabei ist Klaus-Peter, allen Erfolgen zum Trotz, immer auf der Suche nach der weiteren Optimierung seiner weinberglichen Arbeit. In der Zeit, wenn andere erfolgreiche Winzer um die Welt jetten, um ihre Produkte auf Messen zu vermarkten (was bei ihm, der stets ausverkauft ist, auch gar keinen Sinn machen würde), findet man ihn garantiert im Weinberg. Dabei ist er in keinster Weise eigenbrötlerisch, im Gegenteil, ihn zeichnet ein ausgesprochen weltoffenes Wesen aus und privat bereist er zusammen mit seiner ebenso attraktiven wie tatkräftigen Frau Julia und seinen beiden Kindern die renommierten Weinbauregionen der Welt (besonders gerne das Burgund, eine uralte Liebe von ihm: Die roten Rieslinge, wie er diese grandiosen Pinot Noir gerne zu nennen pflegt, brillieren genau mit der gleichen Eleganz und Finesse wie seine eigenen Gewächse!) und trifft sich mit befreundeten großen Winzern zum Erfahrungsaustausch. Zumeist aber findet man ihn in den Weinbergen seiner rheinhessischen Heimat, wo er mit immer neuen Ideen versucht, die Qualitäten seiner Weine noch weiter zu steigern – sofern dies überhaupt möglich ist. Denn Klaus-Peter weiß, dass es viele Faktoren sind, zumeist eine Summe von Kleinigkeiten, selten revolutionäre Neuerungen, die zusammrn einen wirklich großen Wein ausmachen! Einbringen von Mulch und Kompost in Junganlagen, um die Feuchtigkeit in trockenen Sommern im Boden halten zu können, bestmögliche Rebenselektionen mit uraltem genetischen Material (statt moderner Massenklone), die dickschalige, lockerbeerige Träubchen erbringen, diese Reihe innovativer Maßnahmen im Weinberg ließe sich mühelos fortsetzen, alles der Prämisse untergeordnet, dass großer beseelter Wein nur in Weinbergen mit erstklassigem Terroir, mit ‚lebenden’ Böden voller Mikroorganismen wachsen kann und dass er letztendlich erst durch die einfühlsame Gestaltungskraft des Menschen seine endgültige Form findet.

Großer Wein wächst im Weinberg, aber entsteht in Kopf und Bauch eines visionären Winzers: Weine der absoluten Weltspitze zu vinifizieren setzt sehr viel Intuition voraus. Originäre, unverfälschte charaktervolle Weine kann man nicht am Reißbrett konzipieren und als Massenprodukt vermarkten. Da gehören Bauchentscheidungen und das intuitive Verstehen der Natur dazu, das Belauschen der Reben, die unbedingte Liebe zur Traube. Wie einfühlsame Pferdeflüsterer für den Laien wie von Zauberhand traumatisierte Tiere heilen, gibt es auch begnadete Rebenflüsterer. Männer und Frauen, die das ganze Jahr über ganz nah dran sind an ihren Trauben, die bei Wind und Wetter im Wingert stehen statt im Nadelstreifenanzug zu repräsentieren. Nach vielen Jahren der intensiven Beschäftigung mit dem Wein und seinen Machern ist mir klar geworden, dass das letzte Quäntchen an Qualität aus den Trauben herauszuholen, neben der unumstößlichen Voraussetzung des Besitzes großer Lagen, auch eine Frage der Intuition und des kreativen Kopfes ist, des wachen Intellekts. Klaus-Peter Keller ist ein solch kluger Kopf.

Der waschechte Rheinhesse ist in seinen jungen Jahren bereits zum Weltstar avanciert (eine Titulierung, die er wegen seiner Bescheidenheit selbst vehement ablehnen würde) – und genießt überall auf der Erde einen legendären Ruf. Doch jegliche Allüren sind ihm fremd. Er erweist sich im Gegenteil als ungemein sensible Persönlichkeit und einfühlsamer Interpret seiner großen Lagen – mit viel Gespür für ein Terroir, das sinnlich erlebbar den Gaumen verwöhnt. Sein Arbeitsleben ist oftmals durch einen 14-Stunden-Tag geprägt. Warum macht ein weltberühmter Winzer das? Die entwaffnende Antwort lautet schlicht: „Weil wir unsere Weine einfach selbst gern so trinken”. Und ich gestehe auch gerne: Ich bin seit Jahren bekennender Keller-Fan! Die Rieslinge des ebenso fachlich begnadeten wie menschlich sympathischen Klaus-Peter Keller begeistern mich ebenso wie viele andere Weinliebhaber auf der ganzen Welt. Denn Sie, liebe Kunden, empfinden und schmecken wohl ähnlich – unsere Verkaufszahlen sprechen eine beredte Sprache. Kellers beseelte Weine lösen tiefe Emotionen aus und können gar als Archetypus ihrer Edelreben gelten. Klaus-Peter ist jung an Jahren bereits eine der ganz großen Winzerpersönlichkeiten der Welt, mit ihm intensiv zusammenarbeiten zu dürfen, ein großes Geschenk! Danke.

Weingut Keller
Kellers Abtserde - Deutschlands Romanée Conti?

In den Jahrgängen 2004 wie 2005 und 2006 haben die Kellers nach Ansicht vieler Weinkenner die besten Kollektionen in Deutschland vinifiziert. Jancis Robinson, Gerhard Eichelmann, Sam Hofschuster in www.wein-plus.de, der Gault Millau, Vinum, Falstaff und der Weinwisser setzten abwechselnd oder gleichzeitig die Großen Gewächse an die Spitze aller deutschen Rieslinge! Und im Jahrgang 2007, der mir persönlich zu vorschnell als bester deutscher Jahrgang der Neuzeit angesehen wird (Dies trifft in der Spitze zu, aber nicht in der Breite! Leider haben zu viele Winzer nach dem traumhaften September zu früh geerntet, weil sie den Witterungsbedingungen nicht trauten und wohl nicht glauben konnten, dass der Oktober gleich phantastische Bedingungen bieten würde und raubten ihren Träubchen daher die Möglichkeit zur perfekten Ausreifung), hat sich Klaus-Peter infolge der besten Erntebedingungen, unter denen er jemals sein Lesegut einbringen konnte, nochmals selbst übertroffen! Er hat fabelhafte Weißweine vinifiziert, die in sich die Vorzüge zweier großer deutscher Riesling-Jahrgänge vereinen: Sie verfügen über die einzigartige Mineralität, die großartige Frische, die Finesse, die Präzision, die Rasse und das tänzerische Spiel der 2004er sowie die innere Dichte und Konzentration der 2005er. Alle meine bisherigen Fassproben deuten darauf hin, dass 2007 der bisher größte Jahrgang ist, der auf dem Weingut Keller vinifiziert worden ist!

Doch lassen wir hierzu Klaus-Peter Keller selbst zu Worte kommen, denn sein Jahrgangsbericht hat mittlerweile Tradition bei Pinard de Picard. Regelmäßig informieren wir Sie, liebe Kunden, aus berufenem Winzermund brandaktuell über die Qualitäten des neuen Jahrgangs und seine jeweiligen Besonderheiten. Und selten war die Spannung so groß wie beim Jahrgang 2007, der ja schon im Vorfeld mit Superlativen nur so überschüttet wird!


Klaus-Peter Keller berichtet: Von Farbenrausch und Winzerglück – Der Jahrgang 2007

„Liebe Freunde von Pinard de Picard und vom Weingut Keller,

wenn im letzten Herbst gleichzeitig mein Vater (Geburtsjahrgang 1949) und mein Großvater (Jahrgang 1926) ins Grübeln kommen, wann denn zuletzt ein Oktober so schön wie 2007 ausgefallen ist, muss ein außergewöhnlicher Jahrgang anstehen. Und das ist in 2007 der Fall! Nach sehr kurzem, feuchten Winter und mildem Frühjahr kamen Austrieb und Blüte früh wie nie zuvor in unserem rheinhessischen Hügelland. Da hieß es für die gesamte „Keller-Mannschaft” im Frühsommer abends Extraschichten im Weinberg leisten, um die schnell heranwachsenden Triebe aufzubinden und sie gerade zu richten, um für eine optimale Belichtung und Belüftung unserer Trauben zu sorgen. Ende Juli schien gar ein Erntebeginn in den letzten August- oder ersten Septembertagen wahrscheinlich, eine Vorstellung, die keine rechte Freude in mir aufkommen ließ, denn ein großer Riesling profitiert enorm von einer langen Vegetationsperiode und kühlen Nächten im Spätherbst. Diese Bedingungen sind ideal für rassig-mineralische Rieslinge mit größtmöglicher Aromenkomplexität.
Doch dann hatte der Wettergott ein Einsehen und ein äußerst kühler und feuchter August erfreute zwar nicht die Urlauber, ließ die Reben aber durchatmen. Wachstum und Reife verzögerten sich merklich – und die für die Versorgung unserer Reben mit Nährstoffen und Mineralien so wichtigen Wasservorräte wurden aufgefüllt, die Reben tankten Kraft und Energie für den nahenden Herbst. Insbesondere für den Riesling waren die klimatischen Bedingungen im August wie ein Geschenk des Himmels. Denn wie keine zweite Rebsorte profitiert diese Edelrebe von moderaten Temperaturen, kühlen Nächten und nicht zu heißen Tagen. Nur dann reifen ihre Früchte langsam heran, gewinnen an aromatischer Konzentration, Vielschichtigkeit und Mineralität und bilden dieses unverwechselbare Spiel aus zwischen Finesse, Eleganz und großartiger Säurefrische, das die großen Rieslingweine zu weltweit einzigartigen Unikaten macht.

Wie bestellt hielt dann im September ein herrlicher Altweibersommer Einzug. Temperaturen von 15 bis 20 °C sorgten für einen gleichmäßigen Reifeverlauf, die kühlen Nächte für eine phantastische Aromenreife. Und gerade einmal 4 mm Niederschlag fielen im gesamten Oktober (üblich sind ca. 60mm).Die Sonne strahlte mit den Trauben (und natürlich den Winzern) um die Wette. Unsere spätreifenden Sorten kamen somit in den Genuss einer bis zu 160-tägigen Vegetationszeit – und damit einer einmalig langen Ausreifephase der Träubchen am Rebstock! Welch Geschenk der Natur, das wir dankbar aufgriffen: Wir waren ununterbrochen über 6 Wochen Tag für Tag im Weinberg – um im Jahrgang 2007 für Sie und für uns das Gute vom Besten zu trennen. Traumhafte, paradiesische Erntebedingungen! Und es kommt extrem selten vor, dass ein Jahrgang sich über alle Rebsorten hinweg so homogen groß präsentiert. Doch in 2007 hatten wir diese Ausnahmesituation! Ob rot oder weiß – trocken oder edelsüß – es gab großartige Trauben in jeder Kategorie.”

Insbesondere die Rieslingtrauben unserer Spitzenlagen HUBACKER, KIRCHSPIEL, ABTSERDE und MORSTEIN profitierten enorm von den kalten Oktobernächten: Bei Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt verbesserte sich die Aromenstruktur der kleinbeerigen Träubchen von Tag zu Tag. Hier zahlte sich ganz besonders aus, dass wir in der Vegetationszeit mehr als 500 Arbeitsstunden zusätzlich in Pflegemaßnahmen zur Gesunderhaltung der Trauben (z.B. Entblätterung, Entfernen von Doppeltrieben, Halbierung von Trauben von Hand) investiert hatten. Die extraktreichen Moste unserer Filetstücke wiesen bei der Ernte zwischen 95 und 100° Oechsle auf bei Säurewerten um 8 g/l. Wir erwarten daher sehr hochwertige, finessenreiche trockene Rieslinge mit feinrassigem Säurespiel und prägnantem Terroirausdruck.

Auch in Zukunft werden wir versuchen, wie seit vielen Jahren bereits, in zahlreichen kleinen Schritten auf die sich abzeichnenden klimatischen Veränderungen in der Welt zu reagieren (z.B. engere Zeilenabstände der Reben zur besseren Beschattung und gestutzte Laubwände, damit durch eine niedrigere Assimilationsleistung die Trauben zur langsameren Ausreifung und komplexeren Aromenbildung geführt werden, eine höhere Stockdichte zur tieferen Einwurzelung und gleichmäßigere Versorgung der Pflanzen mit Nährstoffen). Wir haben den personellen Aufwand im Weinberg in den letzten Jahren immens erhöht, um uns und Ihnen alljährlich größtmöglichen Trinkspaß zu ermöglichen. Mit großer Vorfreude, Ihnen schon bald unsere ersten 2007er Weine präsentieren zu dürfen (ab März/April bietet Ihnen Pinard die Basisweine des neuen Jahrgangs an), wünsche ich allen Kunden von Picard de Picard zahlreiche genussvolle Stunden beim Wein,

Ihr Klaus-Peter Keller”.


Herzlichen Dank, Klaus-Peter, für Deinen spannenden Bericht, der uns hautnah miterleben lässt, warum der Jahrgang 2007 auf dem Weingut Keller alle Vorschlusslorbeeren rechtfertigt, die seit Monaten durch Weinforen und die Presse geistern. Die extrem lange Vegetationsperiode in einem Altweibersommer wie gemalt, Deine liebevoll gepflegten Rebstöcke, die ihr optimales Alter erreicht haben, das großartige, kalkgeprägte, energetische Terroir, das durch die jahrelange mühevolle Bodenarbeit ungemein feinkrümelig geworden ist, voll prallen Lebens durch die Aber-Milliarden von Kleinstlebewesen, die sich in jedem Quadratmeter dieser großen rheinhessischen Lagen tummeln, die schon in der Warmperiode des Mittelalters den Ruhm der dort produzierten Rieslinge in alle Welt hinausgetragen haben und all Deine Erfahrungen, die Du in Deiner langjährigen Kellerarbeit als ständiger Weggefährte Deines Vaters gesammelt hast, lassen in 2007 geniale, emotional zutiefst berührende Weine erstehen!

Liebe Kunden: Es gibt auf der ganzen Welt keinen ebenso erhebenden Weißwein wie den Riesling. Nicht einmal die berühmtesten Prestigegewächse des Burgunds können sich mit einem großen Riesling deutscher oder österreichischer Provenienz messen. Denn keine andere Weißweinrebe vermag wie der Riesling die Essenz des Terroir eins zu eins in die Flasche zu transmittieren und mit seiner einzigartigen Aromenkomplexität und singulären Mineralität Zunge, Kopf und Herz des Weinliebhabers wie ein samtener Strom zu umfluten. Große Winzerpersönlichkeiten wie Klaus-Peter Keller erzeugen aus dieser einzigartigen Rebe mit großer Hingabe ebenso wie mit wachem Verstand und harter Hände Arbeit in einer einzigartig langen Vegetationsperiode (welche die betörendsten Aromen in kerngesunden, sorgsam gepflegten Träubchen evoziert) Rieslinge auf absolutem Weltklasseniveau, die keinerlei Konkurrenz zu fürchten haben. Natürlich können solch große Weine nicht billig sein – Qualität hat immer ihren Preis –, doch im internationalen Vergleich gesehen sind sie noch immer gnadenlos unterbezahlt und geradezu ein Schnäppchen.

Doch die Zeiten beginnen sich dramatisch zu ändern: Auch im Ausland wächst die Nachfrage nach trockenem deutschen Riesling in einem vor wenigen Jahren noch unvorstellbaren Maße. Ein kleines Beispiel: Klaus-Peter Keller hat in 2006 60 Magnumflaschen Abtserde gefüllt. Diese wurden in Bad Kreuznach, bei der großen Jahres-Versteigerung des VDP Nahe, Pfalz und Rheinhessen, versteigert und erbrachten mit 420 Euro den höchsten Erlös, den jemals ein trockener deutscher Riesling erhielt: Die Qualität dieses Weines war einfach fabelhaft und versetzte alle Besucher der Versteigerung in Entzücken. Oscar-Preisträgerin und Rieslingliebhaberin Hilary Swank ließ sich beispielsweise unmittelbar danach 24 Flaschen für eine Wohltätigkeitsveranstaltung in die Vereinigten Staaten schicken und bedankte sich anschließend in einem persönlichen Brief für die spektakuläre Qualität dieses grandiosen Weins. Und der hohe Preis demonstriert die Wertschätzung, die diesem wundervollen Wein auf den Weltmärkten entgegen gebracht wird. Sie jedoch, werte Kunden, können sich freuen, dass Sie den neuen Jahrgang bei uns wieder für vergleichsweise wenig Geld erwerben können. Und dennoch sind sich alle Experten einig: Trockener deutscher Riesling wird nie wieder so günstig zu erstehen sein wie heute, denn er ist dabei, seinen alten Weltruf auf den internationalen Märkten zurück zu erobern: Um die vorletzte Jahrhundertwende war deutscher Riesling aus handwerklicher Produktion der begehrteste und teuerste Wein der Welt und kostete mehr als alle Bordelaiser Prestigegewächse! Dieses Phänomen ist gar nicht so schwer zu erklären: Ich selbst bin oft unterwegs, trinke auf meinen Reisen viele große Weine in den Prestigeregionen Europas, im Bordelais, im Burgund oder im Piemont, doch die Vorfreude auf einen trinkanimierenden großen trockenen deutschen Riesling nach meiner Rückkehr lässt mir immer wieder gar schon unterwegs einen wohligen Schauer über den Rücken gleiten. Der Rieslingvirus hat mich gepackt und lässt mich nicht mehr los.
Kompliment an unsere Winzer: Was ihr im letzten Jahrzehnt geschafft habt, ist einfach sensationell. Ihr habt dem deutschen Riesling seine Weltgeltung zurückgegeben!

Wir freuen uns sehr, Ihnen, liebe Kunden von Pinard de Picard, heute die grandiosen Gewächse von Klaus-Peter Keller in Subskription anbieten zu können. Die Auslieferung des Kirchspiels wie des Hubackers erfolgt im Spätherbst 2008, die Abtserde wird erst im Frühjahr 2009 frei gegeben. Wenn Sie über eine E-Mail Adresse verfügen, dann teilen Sie uns diese bitte mit. Dies erleichtert uns die Kontaktaufnahme zur Abklärung der exakten Auslieferung. Unser heutiges Angebot ist gültig, solange der Vorrat reicht. Und bitte beachten Sie: Seit dem Jahrgang 2005 waren alle Großen Gewächse vom Weingut Keller bei uns stets in Subskription ausverkauft, lange vor ihrer offiziellen Freigabe im September! Nutzen Sie daher unbedingt die Chance dieses privilegierten Erwerbs deutscher Spitzenrieslinge auf absolutem Weltklasseniveau!

Zu meinen Verkostungsnotizen: Die Beschreibungen setzen sich zusammen aus Notizen mehrerer Degustationen. Dabei ist sicherlich interessant für Sie, liebe Leser, zu wissen, dass sich einzelne Lagen – je nach Reifephase – dabei höchst unterschiedlich präsentieren, wie z.B. der Hubacker, der mal ungemein majestätisch und barock daherkommt und einige Wochen später eher von schlank-mineralischer Stilistik scheint. Auch wir sind erst dabei, die ganze Vielschichtigkeit, die enorme Komplexität, das großartige Reifepotential und die Verwandlungskünste der großen deutschen trockenen Rieslinge zu begreifen: Denn niemals zuvor in der Geschichte waren die Qualitäten so herausragend wie heute: Der Klimawandel, der die, abgesehen von der Warmperiode im Mittelalter, früher (zu) kühlen rheinhessischen Hügellagen mit ihrem fabelhaften kalkhaltigen Terroir enorm begünstigt, das immense Wissen, das die Spitzenwinzer heute besitzen, der Faustische Erkenntnisdrang, der den wachen Intellekt eines Klaus-Peter Kellers beflügelt, die abgeschlossenen Umstellungen einer beispielhaften Bodenarbeit und Rebenpflege, all diese Faktoren sind verantwortlich für eine niemals zuvor erlebte Qualitätsdimension. Dazu lasse ich in meine Beschreibungen die unzähligen Nachproben einfließen, die ich von den Vorgängerjahren notiere, denn ich selbst trinke und genieße in vollen Zügen keinen anderen Wein so oft wie trockenen deutschen Riesling. Beispielsweise haben wir mehrfach in einem kleinen Kreis von Rieslingexperten aus ganz Europa bei Klaus-Peter Keller großartige Proben veranstaltet, in denen wir alle Jahrgänge der großen Lagen seit 2001 genießen durften. Das Fazit: Alle Jahrgänge präsentierten sich ungemein jugendlich und bei aller Trinkfreude erst am Anfang einer großen Entwicklung. Ein großer Riesling bereitet, im Unterschied zu den anderen großen Weinen der Welt, in jedem Stadium seiner Entwicklung Trinkfreude pur: Kein Barriqueeinfluss hemmt im jugendlichen Stadium den hedonistischen Genuss und selbst ohne Holzstütze reifen edelsüße Rieslinge über Jahrzehnte hinweg fabelhaft, große trockene Rieslinge wie beste Weißweine aus dem Burgund etwa 20 Jahre und vielleicht noch länger, was neben ihrem Genussfaktor auch zu einer erstklassigen Kapitalanlage führt. Deutlich erkennbar waren auch die qualitativen Entwicklungen: 2001 war der erste Jahrgang in der Verantwortung von Klaus-Peter, die Umstellungen in der Weinbereitung und in den neu erworbenen Westhofener Lagen noch nicht abgeschlossen. Daher schmeckten die Weine aus 01 zwar vorzüglich, waren jedoch ähnlich wie die 2002er noch nicht ganz auf dem singulären Qualitätsniveau der großartigen 03er und der fabelhaften 04er, 05er und 06er, die miteinander um die Krone rangen, die bisher besten jemals abgefüllten trockenen Rieslinge zu sein und ein immenses Versprechen für die Weltklasse-Rieslinge aus 2007, Weißweine, wie sie besser nicht sein können, ultimative Provokationen der teuersten Prestigegewächse aus dem Burgund.

PS: Zwei Herzen schlagen übrigens heute in meiner Brust. Ich selbst bin ein begeisterter Sammler und Genießer der Keller’schen Grand Crus. Daher fällt es mir beim Jahrgang 2007 besonders schwer, mich von diesen Pretiosen zu trennen und ich hoffe sehr, dass sie in gute Hände gelangen mögen. Ein wenig geht es mir dabei wie Jancis Robinson, die, als sie über Klaus-Peters große Weine geschrieben hat, anmerkte: „Über Keller-Wein zu schreiben ist ein bisschen, wie sein Lieblings-Urlaubsziel preiszugeben. Man will davon schwärmen, aber möchte nicht, dass sich alle sofort dahin auf den Weg machen”.


951207 Westhofen Kirchspiel Riesling Großes Gewächs trocken 2007 26,50 Euro

„The German Chassagne-Montrachet brings tears to your eyes”, lobt Jancis Robinson begeistert und vergibt dem 2006er Kirchspiel 19,5/20 Punkten und damit die höchste Punktzahl, die sie jemals einem trockenen Riesling irgendwo auf der Welt gegeben hat.

„Bester trockener deutscher Riesling 2005” (Gault Millau)

Aus dem Urstromtal des Rheins heraus erheben sich sanft die süd-südöstlich exponierten Westhofener Weinberge bis zum Rand eines Hochplateaus, wo sich die großartige Lage ‚Kirchspiel’ wie ein Amphitheater zum Rhein hin öffnet und somit, bestens geschützt vor den kalten Westwinden, über ein optimales Mikroklima verfügt. Herausragende Parzellen mit einem phantastischen Potential demonstrieren Jahr für Jahr deutlicher die Früchte der Revolutionierung in der Weinbergsarbeit, die Klaus-Peter seit dem Kauf dieses rheinhessischen Filetstücks vorgenommen hat. Mittlerweile ist die Regeneration dieser phantastischen Lage abgeschlossen, die Böden sind durch Humusbeigaben und jahrelanges mühevolles Umgraben aufgelockert und lebendig wie nie zuvor: Daher ist trotz aller Erfolge der letzen Jahre für meinen persönlichen Geschmack das 2007er Kirchspiel, dessen Träubchen unter bisher einzigartigen Bedingungen in einem traumhaften Herbst geerntet wurden, schlicht das größte, was ich je aus dieser Renommierlage verkosten durfte. Und es ist wie stets bei großen Weinen das erstklassige Terroir dieses rheinhessischen Filetstücks – nackter Kalksteinfels im Untergrund mit rötlichen Eisenoxideinschüben – das die Basis für die großartige, rauchige, fast „dreckige” Mineralität (dieser Begriff ist unter Weinliebhabern keine Abwertung, sondern Ausdruck höchster Bewunderung für Weltklasseweine vom Kalkgestein) und unvergleichliche Würze dieses edlen Rieslings legt, der sich wie sein 06er Vorgänger ungemein dicht, cremig, tiefgründig und konzentriert präsentiert. Aber in erster Linie bezaubert das ‚Kirchspiel’ seine Liebhaber stets durch seine unvergleichliche Eleganz und Finesse, fasziniert mit feinstem, tänzerischem Spiel und deutet schon in seiner Jugend sein breites Aromenspektrum an, das von Aprikose und Orangenschalen über Jasmin, Minze und Feuerstein bis hin zu frischen, kräutrigen Noten reicht und von einer samtig-seidenen Mineralität unterlegt, ja geradezu liebkost wird. Dieses rassige, brillante Große Gewächs macht (fast) süchtig mit der Intensität seiner Aromen und seinem einzigartigen, authentischen Kirchspielcharakter, mit seiner ungemein verführerischen Mischung aus seidiger Mineralität und Komplexität, cremigem Mundgefühl und sagenhafter Finesse sowie seiner einmaligen Verspieltheit und tänzerischen Eleganz, den unverwechselbaren Insignien seines legendären Terroirs.

In seiner Jugend wird er bei Ihnen, liebe Kunden, Erinnerungen an einen klaren, frischen Gebirgsbach evozieren, der tänzelnd und übermütig ins tiefe Tal sich ergießt. Doch dann wird er sich über viele Jahre hinweg zu einem ebenbürtigen Konkurrenten größter Burgunder Gewächse entwickeln! Es mag Sie vielleicht ein wenig verwundern, dass ich einen deutschen Spitzenriesling in seiner Stilistik mit einem so anders gearteten Chardonnay vergleiche, doch die kalksteingeprägte Mineralität, das finessenreiche Spiel, die Cremigkeit und die schwebende Leichtigkeit des Kirchspiels lassen mich beim Genuss dieses großen Rieslings immer wieder an die besten Exemplare legendärer Terroirs aus der Bourgogne denken; insbesondere Erinnerungen an die sublimen Weine von Coche-Dury, Carillon oder Henri Boillot werden in mir wach: Die unvergleichliche Symphonie großer Burgunderlagen in einem deutschen Riesling zum Klingen zu bringen, dieser vor wenigen Jahren noch kaum für möglich gehaltene Traum, ist schönste Realität geworden. Das großartige Terroir des Kirchspiels, eine der größten Weißweinlagen Deutschlands, gebiert, in den Händen eines Weinmagiers sensibel interpretiert, den ersten „deutschen Chassagne-Montrachet, der dem Weinliebhaber Tränen in die Augen bringt” (so das auf den Punkt gebrachte dezidierte Urteil von Jancis Robinson, weltweit renommierte ‚master of wine’, dem ich nur insofern widersprechen möchte, dass mich das Kirchspiel eher an die präziseren, eleganteren Crus aus Puligny-Montrachet erinnert), den nur eines von seinen großen Vorbildern im Burgund unterscheidet: sein wesentlich günstigerer Preis!

Genießen Sie diese Ode an die einzigartige Finesse und Mineralität großer Rieslinge aus einer Lage, die ihrem Charakter und der enorm großen Palette ihres Ausdrucksvermögens in 2007 ihre bis dato schönste Ausprägung gegeben hat und die in den nächsten Jahren zu Weltruhm gelangen wird. Ab Freigabe im September 2008, Höhepunkt etwa 2011 bis nach 2025.

PS: Bei vielen Verkostungen ist dieser so spielerisch schwebende Riesling (Nomen est omen) der erste Wein, der geleert ist, gleich, welch andere große Namen zur Probe auf dem Tische anstehen!

leider bereits ausverkauft!
In Subskription, Auslieferung voraussichtlich im Herbst 2008

952007 Dalsheimer Hubacker, Riesling Großes Gewächs trocken 2007 29,90 Euro

„Glücklich darf sich schätzen, wer ein paar Flaschen ‚Hubacker’ im Keller liegen hat!” (René Gabriel, renommierter Schweizer Weinkritiker, Hrsg. des WEINWISSER und Fachautor: ‚Bordeaux Total’)

VINUM: „Bester trockener Riesling 2005” (gemeinsam mit Kellers Morstein)

Das legendäre Große Gewächs ‚Hubacker’ genießt schon über viele Jahre hinweg als weltberühmtes Aushängeschild des Weinguts Keller unter Weinliebhabern einen mythischen Ruf. Die sanft geschwungene Hanglage im Rheinhessischen Hügelland in Flörsheim-Dalsheim, deren beste Parzellen sich im Monopolbesitz der Familie befinden, profitiert im Wind- und Regenschatten des Donnersberges von seinem einzigartigen Mikroklima. Hinzu kommt der skelettreiche, von der Farbe her ins zart Gelbliche tendierende Mergelboden mit seinem mächtigem Kalkfelsen im Untergrund, der den Weinen seine feste mineralische Struktur und exotische Aromen verleiht und der im Laufe vieler Jahre naturnahen Anbaus und Winterbegrünung eine exzellente Humusauflage mit einer großen Wasserhaltekraft erhielt: ein unschätzbarer Vorteil in den immer wärmer und trockener werdenden Jahrgängen in Deutschland. Und welch monumentales Meisterwerk aus dem traumhaften 2007er Jahrgang, dem spektakulärsten in der glanzvollen Geschichte des Weinguts, spiegelt sich bei meinen Proben bei Kellers im Glase! Betörend die extrem tiefgründige und komplexe Nase, Faszination pur im mineralisch-würzigen Duft nach Mandarinen, Minze und verführerischen exotischen Früchten (DEM unverwechselbaren Signum seines Terroirs), sinnenverwirrend die enorm konzentrierte Frucht am Gaumen, eingebunden in eine perfekte Säurestruktur und eine herrlich cremige Textur voll vibrierender Vitalität und Energie. Hinzu kommt eine extrem tiefe, vielschichtige und rassige, erstmals im großen Jahrgang 2005 im Hubacker erlebte mineralische Würze: Ein herrlich balancierter, vibrierender, ungemein präziser Wein, der bei aller Dichte und sagenhaften Konzentration tänzerisch leicht über die Zunge gleitet und extrem lang anhält, dabei das hohe Lied erzählend von der Magie exotischer Düfte, insbesondere Mango, Litschi und etwas Kaffee. Gänsehautatmosphäre!

Weingut Keller


Das Große Gewächs ‚Hubacker’ wurde in den letzten Jahren mit Elogen überhäuft. Zu Recht! VINUM stellte den 04er wie den 05er an die Spitze aller Großen Gewächse, der Gault Millau bewertete ihn beide Male (hinter Kellers G-Max bzw. Kirchspiel) als zweitbesten Riesling, Gerhard Eichelmann vergab dem 2006er die zweithöchste Bewertung und René Gabriel zählt ihn zu den „Lieblingsweinen des WEINWISSER”. Jancis Robinson reiht diesen Rieslinggiganten ein in die „classic of the future (this is delicious and should age magnificently”). Mich persönlich verblüfft und erstaunt stets aufs Neue die ungeheure Wandlungsfähigkeit eines der größten Weißweine der Welt: „Opulenz und geschmeidige Eleganz” (so die Laudatio des Gault Millau) bilden hier keinen Gegensatz, sondern zwei betörende Seiten einer Medaille, die einander, je nach Entwicklungsstadium mehr oder weniger stark ausgeprägt, im Faszinosum dieses fabelhaften Rieslings ergänzen. Und der sensationell schöne 2007er demonstriert, wie sich die phantastischen rheinhessischen Terroirs unter dem einfühlsamen Dirigat von Klaus-Peter Keller Jahrgang für Jahrgang besser entfalten und immer mehr zu ihrem wahren Charakter finden. „L’homme fait la difference”, sagen die Franzosen über die unterschiedlichen Weinqualitäten, die insbesondere im Burgund in ein und derselben Lage drastisch schwanken können. Es ist die handwerkliche Arbeit des Winzers also, die im Weinberg entscheidet, ob und welche Qualität in der Flasche entsteht und keine noch so ausgefeilte Kellertechnik! Präsentierte sich der Hubacker in früheren Jahren als die erotische Grande Dame des Rieslings in verführerischer Abendgarderobe und tief ausgeschnittenem Dekolleté eher barock und lasziv, hat diese geschmeidige Schönheit seit dem großen 2004er eine Schlankheitskur hinter sich und ist dadurch nur noch sinnlicher geworden und einfach nur gewaltig schön. Wenn Sie, liebe Kunden, glücklicher Besitzer dieses Rieslingmonuments aus den Vorgängerjahren sein sollten, kann ich Ihnen nur empfehlen – trotz des noch großen Entwicklungspotentials – bereits jetzt die ersten Flaschen dieses majestätischen Weines zu öffnen: Sie werden überrascht sein, wie deutlich sich die Stilistik dieses Klassikers aus dem Hause Keller in den letzten Jahren verändert hat. Der Hubacker scheint wie alle Rieslinge von „Deutschlands Winzer des Jahrzehnts” einen dialektischen Prozess zu durchlaufen: Bei aller Dichte, Konzentration und Cremigkeit entwickelt sich dieser phantastische Weißwein zur Inkarnation von Mineralität, Eleganz und Finesse mit einer Präzision und einem Glanz, der alles überstrahlt, was jemals zuvor aus dieser legendären Parzelle produziert wurde. Im fesselnden, tabakig-mineralischen Finale zeigt der 07er eine großartige, irre Länge und wirkt in seinem jetzigen jugendlichen Stadium noch wie die berühmte Eisenfaust im Samthandschuh, wie die Franzosen solch monumentale Weine zu nennen pflegen, doch in etwa einem Jahr wird dieser Traum von Wein bereits Trinkvergnügen pur bereiten.

Große Weine sind wie geniale Musikkompositionen; sie vermögen Emotionen auszulösen und Sehnsüchte hervorzurufen, die man kaum in Worte fassen mag. Manchmal kaufe ich Weine ein, die ich nur ganz schwer weiter veräußern kann, da der Verkauf viel Herzblut kostet. So hoffe ich denn, dass dieses Große Gewächs Hubacker in gute Hände gelangen möge, nicht als Spekulationsobjekt missbraucht werde und stattdessen all diejenigen glücklich machen wird, die es jemals genießen dürfen.

leider bereits ausverkauft!
In Subskription, Auslieferung voraussichtlich im Herbst 2008

Weingut Keller


954007 Westhofen Abtserde Riesling Großes Gewächs trocken 2007 45,00 Euro

Der Premierenjahrgang 2006 schlug unter Kennern ein wie eine Bombe:
Jancis Robinson vergibt begeistert 19+/20 Punkten und damit die zweithöchste Punktzahl, die sie jemals einem trockenen Riesling irgendwo auf der Welt gegeben hat.

Der WEINWISSER wertet diesen „mineralischsten Riesling der Kellers aus dem Filetstück der Lage Brunnenhäuschen zwischen Morstein und Kirchspiel” mit 18/20 Punkten.

Die Abtserde brilliert mit einer unvergleichlichen Stilistik: Eine schwebende Transparenz, elfenartige Eleganz und moselanische Finesse paaren sich mit abgrundtiefer Mineralität! Daher ist dieser Weltklasseriesling mein persönlicher Favorit in 2007 – ein Wahnsinnsstoff mit dem Potential zur Legende!

Das große Terroir der Abtserde ist eine phantastische, von einer alten Trockenmauer nach Norden hin abgeschirmte Südlage mit dem höchsten Kalkgehalt aller großen Westhofener Lagen und einer unterirdischen Wasserader, die eine optimale Versorgung der alten Reben auch in trockenen Sommermonaten garantiert. Diese mikroskopisch kleine Traumparzelle, zwischen Morstein und Kirchspiel gelegen, erinnert von ihrer Exposition her sehr stark an die berühmtesten Lagen des Burgund, genau so wie das Band von rötlichem und weißem Kalkgestein, das in dieser vielleicht besten Lage Westhofens förmlich aus dem Boden zu wachsen scheint. Schon im Mittelalter, als die Rieslinge aus dem rheinhessischen Hügelland legendären Ruf besaßen, demonstrierte der Volksmundname dieses großen Terroirs, „an Abtes Erden” (bereits im Jahre 1380 in Urkunden erwähnt), die herausragende Stellung dieses gesegneten Stückchen Lands. Die Geschichte dieser Benennung möchte ich Ihnen gerne erzählen: Ein weinbegeisterter Bischof von Worms bezog seinen Lieblingsriesling aus Westhofen. Doch dann wurde er unzufrieden. Die Qualität war auf einmal nicht mehr dieselbe wie früher. Also schickte er einen Abt, seinen persönlichen Sekretär, auf die Reise, um die Ursache zu ergründen. Und dieser wurde schnell fündig. Die schlauen Bauern vor Ort waren nämlich auf die kluge Idee gekommen, nicht mehr die von Natur aus kleinbeerigen, nur Stecknadelkopf großen (und damit ertragsschwachen, aber dickschaligen, traumhaft aromenintensiven) Trauben dieser felsigen, extrem kalksteinhaltigen und nur sehr mühsam zu bearbeitenden Lage zum Riesling für den Bischof zu verarbeiten, sondern Trauben aus der wesentlich weniger Mühe kostenden Ebene von Westhofen. Zornig erließ der Abt ein strenges Dekret: Ab sofort durften für den bischöflichen Riesling nur noch die Trauben aus einer ganz bestimmten Parzelle verwendet werden, die denn danach bei den verdrießlichen Bauern „an Abtes Erden” hieß.

Doch der Bischof war ab dem nächsten Jahrgang wieder glücklich, ebenso wie all diejenigen Rieslingliebhaber, die sich diesen absoluten Weltklasseriesling, eine hypothetische Vereinigung all der positiven Attribute seiner berühmten Nachbarparzellen Morstein und Kirchspiel, in den Keller legen dürfen. Als ich diesen magischen Wein erstmals verkostete, war ich wie vom Donner gerührt und seither hat dieses berührende Gewächs mich stets zutiefst berührt: Ungläubiges Staunen ob seiner fabelhaften Kraftentfaltung, ungläubiges Staunen ob seiner elfenartigen Feinheit, ungläubige Beobachtung der eigenen Sinne. Welch Wunder der Natur, verletzlich, sinnlich, grazil in seiner schwebenden Transparenz, erschütternd in seiner bebenden Mineralität, ungemein berührend, ein seltenes Naturerlebnis. Einer der großen Weißweine der Welt, der dem staunenden Verkoster die Grenzen der eigenen Wahrnehmungsfähigkeit verdeutlicht. Ein grandioses Erlebnis. Es beginnt vorne auf der Zungenspitze ganz leise und zart, dann in der Mitte und im minutenlangen Nachhall Urgewalt pur. Es ist kaum vorstellbar, sich ein Mehr an Präzision, Noblesse und kaleidoskopartiger Komplexität vorzustellen, als sie diese Hommage an die urwüchsige Kalkstein-Mineralität mit ihrer einzigartigen Finesse, kristallklaren Tiefe und Eleganz in sich vereint! Worte klängen banal, wollten sie der inneren Harmonie und Balance, der cremigen Textur, der schwebenden Leichtigkeit, der seidenen Transparenz und der salzigen, tabakig-würzigen Mineralität dieses ungemein lange nachklingenden flüssigen Urgesteins gerecht werden. Und dennoch hat ein „leiser” Winzermagier, dessen zutiefst filigrane Pinot Noir nicht wenige Kenner als mit die größten Weine des Burgund ansehen, Frédéric Mugnier, der im Übrigen ein großer Liebhaber der Keller’schen Rieslinge ist, bei einer gemeinsamen Verkostung mit Klaus-Peter eine wunderbare Metapher für derart zugleich zutiefst mineralische und gleichzeitig einzigartig finessenreiche Weine gefunden. Er hat sie mit Mozarts feinsinnigen Violinkonzerten verglichen, wenn sie denn von hochkarätigen Interpreten vorgetragen werden, die über die nötige Sensibilität verfügen – denn auf eine schwebende Leichtigkeit und makellose Natürlichkeit kommt es dabei insbesondere an. Wenn sich die Solovioline aus der Stille mit lupenreinem Ton in langsamem, verträumtem Tempo löst, bevor sie jubilierend die Lebendigkeit des Orchesters wieder aufnimmt und die Seele verzaubert, mit unnachahmlich farbenreichem, warmem Klang: feinsinnig und beredt in der Lyrik, mit kleinen Delikatessen zwischendurch. ... So viel Leben, so viel Spontaneität – ein Hauch von feiner Melancholie, ein wenig Ungläubigkeit vielleicht? Um so purer und mitreißender wirkt sie noch lange nach – ein haltloser Ausbruch der Freude!

Ich persönlich möchte diesen magischen, verzaubernden Wein, der wie kein anderer Riesling die einzigartige Vermählung der abgrundtiefen Mineraliät des Morstein mit der elfenartigen Leichtigkeit und dem finessenreichen Tanz des Kirchspiels und damit eine wunderbare Leichtigkeit des Seins verkörpert, mit einer Auszeichnung ehren, die Pinard de Picard bisher erst zum dritten Mal überhaupt einem magischen Wein vergibt: coup de coeur, mein privater Lieblingsriesling! Dieses singuläre Rieslingunikat, ein Weißwein rarer Ausstrahlung und Authentizität, ein Monument an Finesse und Mineralität, möchte ich Ihnen ganz besonders ans Herz legen! Hier finden wir sie wieder, die andere, die helle Seite des Mondes, wie ich sie einmal bei einem von mir mit 100 Punkten bewerteten G-Max (dem traumhaft feinen 2005er) beschrieben habe: Bei aller inneren Kraft feiner, schlanker (ja, zerbrechlich fast in seiner Filigranität, aber sanft getragen von einem grandiosen inneren Spannungsbogen), mineralischer und spielerischer als jemals zuvor, ein atmosphärischer Riesling, der zwischen Himmel und Erde zu tanzen scheint. Ein zärtlicher Wein, ganz und gar ursprünglich, der alle Sinne streichelt und richtungweisend steht für eine neue Generation trockener deutscher Weltklasserieslinge. Sinnlicher Genuss in Vollendung.

Dieser magische Riesling ist einer jener großen Weine, der den Verkoster sprachlos und den Genießer gerührt hinterlässt, wie bei einer großen Liebe. Man hat Tränen in den Augen. Nichts, aber auch gar nichts ist hier laut oder aufdringlich – wie hinter einer geheimnisvollen Tür verbirgt sich jedoch Einmaliges und Unvergessliches!

leider bereits ausverkauft!
In Subskription, Auslieferung voraussichtlich im Herbst 2008

951607 Westhofen Morstein Riesling Großes Gewächs, trocken 2007 42,00 Euro

Leider bereits ausverkauft


951907 Riesling G-Max 2007 98,00 Euro

Leider bereits ausverkauft


Liebe Kunden,

Gleich für welche dieser in ihrer jeweiligen Stilistik einzigartigen Weltklasserieslinge Sie sich auch entscheiden mögen, Sie werden singuläre Weißweinmonumente erwerben, die Ihnen über mindestens zwei Jahrzehnte hinweg das großartige Potential einiger der größten Weinbergslagen der Welt widerspiegeln. Diese beseelten Weine erzählen von ihrem Land: Von tiefen Schichten aus Tonmergel, Muschelkalk und hartem Fels, in die sich die Wurzeln alter Rieslingreben hineingewunden, vom glockenklaren Klang der Mineralien, die sie dabei aufgenommen haben, von Regenphasen und Trockenheit, von kühlen Nächten und der Wärme des Sommers, von allen Faktoren eben, denen die Trauben während ihrer langen Vegetationsperiode Jahrgang für Jahrgang in unterschiedlicher Weise ausgesetzt sind, vor allem aber von der Hände Arbeit und den Visionen des begnadeten Winzermagiers, der sie meisterhaft geschaffen hat.

Viel Spaß mit einigen der größten Weinen der Welt!


Herzliche Grüße aus Saarwellingen,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann


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