Rebholz, „Ganz Horn” Riesling Großes Gewächs, Magnum 2011

12,5 Vol.% | Allergene: Sulfite |

Ich sag es frei und offen: Alle Großen Gewächse des Winzermagiers aus der Südpfalz faszinieren mich und alle Fachleute, mit denen ich bisher über diese berührenden Weinmonumente diskutieren konnte. Und dennoch habe ich einen persönlichen Favoriten in diesem Jahr: Den „Ganz Horn“!

Warum?

Weil dieser Grandseigneur gerade einmal 12,8 Volumenprozent Alkohol hat. Wo finden wir diesen Parameter denn heute noch in Grossen Gewächsen? Wahre Größe definiert sich nicht durch (alkoholische) Lautstärke!
Und weil wir hier einen sagenhaft salzigen und mineralischen Wein im Glase haben, mit schier unbeschreiblicher Präzision und kristalliner Reinheit! Erinnerungen werden wach an Klaus-Peter Kellers Morstein, obwohl dieser Vergleich, wie alle Vergleiche, natürlich hinkt. Kalk im Untergrund des Morsteins, Buntsandstein im Ganz Horn! Aber zweimal diese irre Mineralität. Und beide Male diese aristokratische Noblesse. Welch ein phantastischer trockener Weltklasse-Riesling aus kerngesundem Lesegut, welch ein heute noch völlig unentwickeltes Rieslingbaby, wohl der Antipode eines füllig-opulenten Pfälzer Schmusekätzchens, von enormer puristischer Klarheit, laserstrahlartiger Präzision und, es sei nochmals betont, abgrundtiefer Mineralität. Im komplexen rauchig-mineralischen Duft explosionsartige, feinste, ungemein komplexe, würzige Frucht: Anklänge an edle, reife Zitrusfrüchte, Weinbergspfirsich, Ananas, frisch gepflückte Kräuter, „fleur de sel“ und immer wieder Mineralität!

Und am Gaumen: „Power without weight“ – Unendliche Kraft und Dichte vermählen sich mit einer moselanischen Leichtigkeit und tänzerischem Spiel, einfach grandios die Ingredienzien, überwältigend, schlicht ein Riesling, der sprachlos werden lässt. Assoziationen bilden sich, Erinnerungen werden wach, ich träume mit offenen Augen und vernehme Gerüche nach heißen Steinen an einem Sommertag, nachdem es geregnet hat: der Dampf steigt auf ... Unglaublich langer Nachhall durch eine irre, meersalzige Mineralität (wie ein Reibeisen scheint sie über die Zunge zu gleiten!) und eine traumhaft reife Säure, wie ein Weißwein ihn ganz selten besitzt, ein sehniger Marathonläufer, der gewaltig kommen wird auf Dauer, nach Jahren etwas kuscheliger wird, aber nicht fett, immer von der glockenklaren Mineralität geprägt, großen weißen Burgundern nicht unähnlich. Welch intellektueller Riesling zur Meditation, aber auch so animierend im Trunk, einer der mineralreichsten Rieslinge in der Geschichte des traditionsreichen Gutes. Kategorie absoluter Lieblingswein! Wie schon der charismatische Großvater von Hansjörg Rebholz („Die Rieslinge vom Buntsandstein, durchzogen von Kiesel und Granitanteilen, sind immer die Liebe auf den zweiten Schluck“, wohl weil sie wahre Langstreckenläufer sind, sehr leise in ihrer Jugend, ungemein nobel und das Gegenteil von jeglicher Protzigkeit) haben viele Rieslingliebhaber auf der ganzen Welt eine enge innere Affinität zum Sonnenschein, der zwar in seiner Jugend eine den Kenner fordernde, ,intellektuelle‘ Stilistik besitzt, der erobert werden will, der aber über ein phänomenales Entwicklungspotential verfügt und im ausgereiften Zustand zu den größten Rieslingmonumenten der Welt gehört.

Dieses legendäre Gewann „Ganz Horn“, eine der absoluten Renommierlagen der Pfalz, gebiert unter den Händen des leidenschaftlichen Perfektionisten Hansjörg Rebholz einen der faszinierendsten deutschen Rieslinge – das filigranste seiner Großen Gewächse, stilistisch das völlige Gegenteil von Pfälzer Kuscheligkeit. Der feste Kern dieses extremen Langstreckenläufers sprüht nur so vor abgrundtiefer Mineralität, die den gesamten Mundraum kohärent durchzieht! „Rebholz kombiniert eine klare vollreife Fruchtaromatik und Säure, die eine Art Trägerrakete des im Weinberg herausgearbeiteten, im Keller erhaltenen und durch keinerlei Korrekturmaßnahmen geschönten Terroir-Ausdrucks sind“, kommentiert Stuart Pigott die Stilistik der phänomenalen Weine unseres Pfälzer Weltklassewinzers. Der grandiose Riesling ‚Ganz Horn‘ fliegt mit diesem Schub in die Unendlichkeit des Weinuniversums, um in wenigen Jahren als leuchtender Fixstern zu den großen Legenden deutscher Winzerkunst gezählt zu werden. Ein Meisterwerk nahe dem Ideal mit dem Potential für mehr als zwei Jahrzehnte! Unbedingt probieren, ein Muss in jedem ambitionierten Weinkeller!
Land: Deutschland
Region: Pfalz
Weingut: Weingut Ökonomierat Rebholz - Siebeldingen
   
Inhalt: Normalflasche 0,75 l
Weinart: Weisswein
Rebsorten: Riesling
   
Verschluss: Naturkork
Bestell-Nr.: DPF031711M
Bio-Kontrollstelle:
Alkohol: 12,5 % vol.
   
   
Allergene: Sulfite
  
Anschrift des Winzers: Weingut Ökonomierat Rebholz
Weinstraße 54
76833 Siebeldingen
Deutschland

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