Keller, Riesling RR, trocken 2007

12,5 Vol.% | Allergene: Sulfite |

Keller, Riesling RR, trocken 2007
Aus dem Urstromtal des Rheins heraus erheben sich sanft die süd-südöstlich exponierten Westhofener Weinberge bis zum Rand eines Hochplateaus, wo sich die großartige Lage ‚Kirchspiel’ wie ein Amphitheater zum Rhein hin öffnet und somit, bestens geschützt vor den kalten Westwinden, über ein optimales Mikroklima verfügt. Herausragende Parzellen mit einem phantastischen Potential demonstrieren Jahr für Jahr deutlicher die Früchte der Revolutionierung in der Weinbergsarbeit, die Klaus-Peter seit dem Kauf dieses rheinhessischen Filetstücks vorgenommen hat. Mittlerweile ist die Regeneration dieser phantastischen Lage abgeschlossen, die Böden sind durch Humusbeigaben und jahrelanges mühevolles Umgraben aufgelockert und lebendig wie nie zuvor: Daher sind trotz aller Erfolge der letzen Jahre für meinen persönlichen Geschmack die beiden 2007er Kirchspiele, deren Träubchen unter bisher einzigartigen Bedingungen in einem traumhaften Herbst geerntet wurden, schlicht das größte, was ich je aus dieser Renommierlage verkosten durfte. Und es ist wie stets bei großen Weinen das erstklassige Terroir dieses rheinhessischen Filetstücks, das die Basis für die großartige, rauchige, fast „dreckige” Mineralität (dieser Begriff ist unter Weinliebhabern keine Abwertung, sondern Ausdruck höchster Bewunderung für Weltklasseweine vom Kalkgestein) und unvergleichliche Würze dieses edlen Rieslings legt.

Und genau hier an dieser Stelle müssen wir Sie an einem „Geheimnis” einer der größten deutschen Weinbergslagen teilhaben lassen, das Weinliebhaber schon von einem anderen legendären Terroir kennen, von Bonnes Mares im Burgund, einer der mythischen, legendären Lagen der Welt. Denn wie dort finden wir im Kirchspiel zum einen den gelblichen Kalkböden, von dessen Parzellen das Große Gewächs, so wie Sie es seit Jahren kennen, vinifiziert wird. Ein legendärer Riesling von Weltruhm: „The German Chassagne-Montrachet brings tears to your eyes”, lobt beispielsweise Jancis Robinson begeistert und vergibt dem 2006er Kirchspiel 19,5/20 Punkten und damit die höchste Punktzahl, die sie jemals einem trockenen Riesling irgendwo auf der Welt verliehen hat. Und der Gault Millau feiert ihn als „besten trockenen deutschen Riesling in 2005”. Was aber nur wenige Eingeweihte wissen: Klaus-Peter Keller besitzt noch einen besonderen Schatz in seiner legendären Lage, hochwertigste Parzellen, die sich aus rötlichem Ton- und Kalkgestein zusammensetzen, deren Reben von einer der berühmtesten Lagen der Saar stammen und deren Träubchen einen stilistisch so unterschiedlichen Wein zu demjenigen vom gelben Kalkstein ergeben, dass er daraus einen eigenen Riesling vinifiziert, den er jedoch, obwohl qualitativ auf Augenhöhe mit seinem Pendant vom gelben Kalk, nicht als Großes Gewächs vermarkten wird, sondern als Doppel-„R” („Reserve vom roten Boden”), damit es, im Unterschied zu den Großen Gewächsen, bereits im Frühsommer den sehnsüchtig wartenden Weinliebhabern angeboten werden kann, um zu zeigen, mit welch grandioser Qualität die trockenen Spitzenrieslinge im neuen Jahrgang brillieren. Die Großen Gewächse der Kellers sind alle von gleich hoher Qualität, Maßstab und Vorbild aller großen deutschen Terroirweine, doch grundverschieden im Charakter! Und so fasziniert dieses grandiose Kirchspiel vom roten Boden mit einer Stilistik, die wie eine hypothetische Vermählung von Trauben aus den „gelben Parzellen” mit dem mythischen Morstein daherkommt. In der Nase brillieren Aromen von Grapefruit, wilden Kräutern und rauchig-mineralische Noten. Am Gaumen erinnert seine faszinierende Finesse und Feinheit an das typische Kirch–„Spiel”, doch dann zeigt sich die abgrundtiefe tabakige Mineralität, Tiefe, Konzentration und Dichte des Morsteins, so dass dieser gigantisch gute Riesling vom roten Terroir auf der Zunge bei aller Rasse und Präzision noch cremiger und damit noch verführerischer wirkt als das „normale„ Kirchspiel. Welch nobler, edler Wein mit einem irre langen, salzig-mineralischen Abgang, der noch lange nachklingt, wenn längst das letzte Glas geleert ist.

Die unvergleichliche Symphonie großer Burgunderlagen in einem deutschen Riesling zum Klingen zu bringen, dieser vor wenigen Jahren noch kaum für möglich gehaltene Traum, ist mit diesem Weißweinfaszinosum schönste Realität geworden. Das großartige Terroir des Kirchspiels, eine der größten Weißweinlagen Deutschlands, gebiert, in den Händen eines Weinmagiers sensibel interpretiert, tatsächlich den ersten „deutschen Chassagne-Montrachet, der dem Weinliebhaber Tränen in die Augen bringt” (so das auf den Punkt gebrachte dezidierte Urteil von Jancis Robinson, dem ich in der Vergangenheit lediglich insofern widersprechen musste, dass mich das „normale” Kirchspiel eher an Crus aus Puligny-Montrachet erinnert), den nur eines von seinen großen Vorbildern im Burgund unterscheidet: sein wesentlich günstigerer Preis!

Dieses brillante Geschwister des Großen Gewächses Kirchspiel macht (fast) süchtig mit der Intensität seiner Aromen und seinem einzigartigen, authentischen Charakter, mit seiner ungemein verführerischen Mischung aus seidiger Mineralität und Komplexität, seinem cremigem, burgundischen Mundgefühl und sagenhafter Finesse sowie seiner oftmals besungenen Eleganz, den unverwechselbaren Insignien seines legendären Terroirs.

Genießen Sie diese Ode an die einzigartige Finesse und Mineralität großer Rieslinge aus einer Lage, die ihrem Charakter und der enorm großen Palette ihres Ausdrucksvermögens in 2007 ihre bis dato schönste Ausprägung gegeben hat und die in den nächsten Jahren zu Weltruhm gelangen wird, ab sofort, Höhepunkt etwa 2010 bis nach 2020.
Land: Deutschland
Region: Rheinhessen
Weingut: Weingut Keller - Rheinhessen
   
Inhalt: 0,75 l
Weinart: Weisswein
Rebsorten: Riesling
   
Verschluss: Naturkork
Bestell-Nr.: DRH015107
Alkohol: 12,5 % vol.
   
   
Allergene: Sulfite
  
Anschrift des Winzers: Weingut Keller
Bahnhofstraße 1
67592 Flörsheim-Dalsheim
Deutschland

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