Keller, Hubacker, Riesling Großes Gewächs 2011

Allergene: Sulfite |

Keller, Hubacker, Riesling Großes Gewächs 2011
„Die Keimzelle des Aufschwungs in Rheinhessen“, FAZ

Le Grand Jury Europeen, eine Vereinigung berühmter Weinjournalisten aus aller Welt, urteilt nach einer großen Nachverkostung der besten deutschen, elsässischen und österreichischen Rieslinge aus 2005: Hubacker ist der größte Wein!

„Glücklich darf sich schätzen, wer ein paar Flaschen ‚Hubacker‘ im Keller liegen hat!“ (René Gabriel, renommierter Schweizer Weinkritiker, Hrsg. des WEINWISSER und Fachautor: ‚Bordeaux Total‘)

VINUM: „Bester trockener Riesling 2005“

„HUBACKER – ein Wein mit dem Charme eines Frühlingsmorgens und der süchtig machenden Magie einer Vollmondnacht.“ – N. Lewandowski in: Die größten Rieslinge der Welt.

Pinard de Picard: Feinsinniger, finessenreicher, präziser, mineralischer denn je: Wohl der größte Hubacker aller Zeiten. 98+ Punkte.

Das legendäre Große Gewächs ‚Hubacker‘ genießt schon über viele Jahre hinweg als weltberühmtes Aushängeschild des Weinguts Keller unter Weinliebhabern einen mythischen Ruf. Die sanft geschwungene Hanglage im Rheinhessischen Hügelland in Flörsheim-Dalsheim, deren beste Parzellen sich seit 1789 im Monopolbesitz der Familie befinden, profitiert im Wind- und Regenschatten des Donnersberges von seinem einzigartigen Mikroklima. Hinzu kommt der skelettreiche, von der Farbe her ins zart Gelbliche tendierende Mergelboden mit seinem mächtigen Kalkfelsen im Untergrund, der den Weinen ihre feste mineralische Struktur und exotischen Aromen verleiht und der im Laufe vieler Jahre naturnahen Anbaus und Winterbegrünung eine exzellente Humusauflage erhielt. Und welch monumentales Kunstwerk aus dem denkwürdigen Jahrgang 2011 spiegelt sich bei meinen Proben bei Rheinhessens Rebenmagier im Glase!

Betörend die extrem tiefgründige und komplexe Nase, Faszination pur im mineralisch-würzigen Duft nach weißem Weinbergspfirsich, Mandarinen, rosa Grapefruit, Passionsfrucht, Feuerstein und verführerischen exotischen Früchten (Mango!), DEM unverwechselbaren Signum seines großen Terroirs. In einem Kometen-Jahrgang wie 2011 mit einer späten Ausreifung in kühlen Spätherbstnächten besitzen diese exotischen Aromen eine Feinheit wie nie zuvor und sind eingebettet in eine spektakuläre kalkgeprägte Mineralität. Geradezu sinnenverwirrend die enorm konzentrierte Frucht am Gaumen, eingebunden in eine perfekte Säurestruktur und eine herrlich weiche, ungemein dichte Textur, die aber in keinster Weise schwer oder opulent wirkt, da voll vibrierender Vitalität und Energie. Hinzu kommt eine extrem tiefe, vielschichtige und salzig-mineralische Würze: Ein herrlich balancierter, vibrierender, majestätischer Wein mit präziser Rasse und enormer Frische (Diese zu erzielen war die ganz große Kunst in 2011!), der bei aller Dichte und sagenhafter Konzentration fast tänzerisch leicht über die Zunge gleitet und extrem lang anhält, dabei das hohe Lied singend von der Magie exotischer Düfte, insbesondere Mango, Litschi und etwas Kaffee. Ein erotischer Wein mit Gänsehautatmosphäre!

Das Große Gewächs ‚Hubacker‘ wurde in den letzten Jahren mit Elogen überhäuft. Zu Recht! VINUM stellte den 04er wie den 05er an die Spitze aller Großen Gewächse, der Gault Millau bewertete ihn beide Male (hinter Kellers G-Max bzw. Kirchspiel) als zweitbesten Riesling, Gerhard Eichelmann vergab dem 2006er die zweithöchste Bewertung und René Gabriel zählt ihn zu den „Lieblingsweinen des WEINWISSER“. Jancis Robinson reiht diesen RieslingGiganten ein in die „classic of the future (this is delicious and should age magnificently“). Mich persönlich verblüfft und erstaunt stets aufs Neue die ungeheure Wandlungs- und Entwicklungsfähigkeit eines der größten Weißweine der Welt: „Opulenz und geschmeidige Eleganz“ (so die Laudatio des Gault Millau) bilden hier keinen Gegensatz, sondern zwei betörende Seiten einer Medaille, die einander im Faszinosum dieses fabelhaften Rieslings ergänzen. Und der sensationell schöne 2011er demonstriert beispielhaft, wie sich die phantastischen rheinhessischen Terroirs unter dem einfühlsamen Dirigat von Klaus-Peter Keller Jahrgang für Jahrgang besser entfalten und immer mehr zu ihrem wahren Charakter finden.

„L‘homme fait la difference“, sagen die Franzosen über die unterschiedlichen Weinqualitäten, die beispielsweise im Burgund in ein und derselben Lage drastisch schwanken können und es ist genau die Person des Winzers, die in Deutschland 2011 die Schlacht um Qualität entschied! Es ist seine handwerkliche Arbeit im Weinberg und keine noch so ausgefeilte Kellertechnik!

Präsentierte sich der Hubacker in früheren Jahren in hohem Maße als die erotische Grande Dame des Rieslings in verführerischer Abendgarderobe und tief ausgeschnittenem Dekolleté eher barock und lasziv, hat diese geschmeidige Schönheit seit dem großen 2004er Jahrgang eine Schlankheitskur hinter sich und ist dadurch noch sinnlicher geworden und einfach nur gewaltig schön. Und in 2011 erotischer denn je zuvor! Wenn Sie, liebe Kunden, glückliche Besitzer dieses Rieslingmonuments aus den Vorgängerjahren sein sollten, kann ich Ihnen nur empfehlen – trotz des noch großen Entwicklungspotentials –, immer wieder einige Flaschen aus unterschiedlichen Jahrgängen dieses majestätischen Weines zu öffnen und über mehrere Abende hinweg (Was für eine unvergessliche Hubacker-Woche!) vergleichend zu degustieren: Sie werden überrascht sein, wie deutlich sich die Stilistik dieses Klassikers aus dem Hause Keller in den letzten Jahren verändert hat. Der Hubacker scheint einen dialektischen Prozess zu durchlaufen: Bei aller Dichte, Konzentration und Cremigkeit entwickelt sich dieser phantastische Weißwein zur Inkarnation von Mineralität, Eleganz und Finesse mit einer Präzision und einem Glanz, der alles überstrahlt, was jemals zuvor aus dieser legendären Parzelle produziert wurde. Im fesselnden, tabakig-mineralischen, ungemein rassigen Finale zeigt der 2011er, hierin den (fast) gleich grandiosen Vorgängern aus 08/09/10 sehr ähnlich, eine Wahnsinnslänge und wirkt in seinem jetzigen jugendlichen Stadium noch wie die berühmte Eisenfaust im Samthandschuh, wie die Franzosen solch monumentale Weine zu nennen pflegen, doch in etwa einem halben Jahr wird dieser Traum von Wein bereits Trinkvergnügen pur bereiten.

Große Weine sind wie geniale Musikkompositionen; sie vermögen Emotionen auszulösen und Sehnsüchte hervorzurufen, die man kaum in Worte fassen mag. Manchmal kaufe ich Weine ein, die ich nur ganz schwer weiter veräußern kann, da der Verkauf viel Herzblut kostet. So hoffe ich denn, dass dieses Große Gewächs Hubacker in gute Hände gelangen möge, nicht als Spekulationsobjekt missbraucht werde und stattdessen all diejenigen glücklich machen wird, die es jemals genießen dürfen.
Es ist schlichtweg ein einziges Fest für alle Sinne, für Herz und Verstand.

PS: Goethe hat es schon gewusst: „Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er hinterlässt, ist bleibend“. In diesem Sinne wird jede Flasche Hubacker 2011 seine Liebhaber über Jahre hinweg verzaubern! Der Magie, die von seinem Spiel, seiner knisternden Erotik und seiner vibrierenden Mineralität ausgeht, kann man sich nicht entziehen. Weinlage und Interpret sind füreinander bestimmt: Seelenverwandtschaften!

Mit großer Freude zu trinken ab Spätherbst 2012 wird sich dieses Rieslingbaby wie eine menschliche Persönlichkeit über Jahre hinweg in seinem Charakter weiterentwickeln und seinen Höhepunkt voraussichtlich zwischen 2016 bis nach 2035 erreichen.
Land: Deutschland
Region: Rheinhessen
Weingut: Weingut Keller - Rheinhessen
   
Inhalt: Normalflasche 0,75 l
Weinart: Weisswein
Rebsorten: Riesling
   
Verschluss: Naturkork
Bestell-Nr.: DRH010811
   
   
Allergene: Sulfite
  
Anschrift des Winzers: Weingut Keller
Bahnhofstraße 1
67592 Flörsheim-Dalsheim
Deutschland

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