Schäfer-Fröhlich, Felsenberg Riesling Großes Gewächs 2017

12,5 Vol.% | Allergene: Sulfite |

„Eine Punktlandung!“ – Tim Fröhlich

Schäfer-Fröhlich, Felsenberg Riesling Großes Gewächs  2017
96 Punkte von Sascha Speicher (Meininger)

Im mittleren Nahetal, unterhalb des berühmten Örtchens Schlossböckelheim gelegen, (Helmut Dönnhoff und Tim Fröhlich haben über viele Jahrgänge hinweg dessen Ruhm hinaus in die weite Welt getragen!) steigt nördlich der Nahe ein 40-60% steiler, felsiger Südhang zwischen 180 und 300 m auf: der legendäre Felsenberg. Dieser Felsgürtel im Hangrücken schützt die Reben vor kalten Fallwinden und dient gleichzeitig als optimaler Sonnenspeicher. Und der leicht erwärmbare Vulkangestein-Verwitterungsboden, das Urgestein des Felsenbergs, bringt mit seinen alten Rebanlagen besonders feinnervige Rieslinge hervor, die bei aller Feinheit und Dichte eine Wahnsinns-Mineralität besitzen, welche, wie bei den teuersten Prestige-Burgundern, mit einer salzigen Komponente alle olfaktorischen Sinne betören.

Eine kurze Anekdote über das Glück eines Winzers: Tim Fröhlichs Parzelle liegt etwas näher zum Fluss und tiefer als jene der Dönnhoffs und ist auch etwas flacher. Der Felsenberg ist damit eine absolut herausfordernde Lage, denn er neigt dazu, sehr schnell überreife Trauben abzuliefern. Die Entwicklung von perfekten Trauben zu überreifen vollzieht sich hier teilweise über Nacht und an sehr sonnigen Tagen innerhalb weniger Stunden, auch wegen der hohen Luftfeuchtigkeit, bedingt durch die Nähe zum Fluss. Tim Fröhlich hatte in 2017 bereits gut reife Trauben hängen, wollte aber gern noch etwas warten, um seinen angestrebten Traumzustand zu erreichen. Er nahm also einige Trauben aus dem Felsenberg mit ins Weingut und überprüfte die Säurewerte. Die waren gar höher als vermutet, also konnte er die Trauben noch hängen lassen. Doch dann war Regen gemeldet und Tim entschied sich zu lesen. Und genau jener Lesezeitpunkt erwies sich dann als Punktlandung! Denn als wir das Große Gewächs erneut probierten, kommentierte Tim erleichtert: „Was ein Glück, dass wir rechtzeitig gelesen haben!“.

Wir finden, dass Tim mit dem 2017er Felsenberg eines der schönsten Großen Gewächse gelungen ist. Für einen Schlossböckelheimer Riesling ist der Felsenberg dieses Jahr extrem fein und schlank, so wie Tim es sich immer gerne wünscht, besitzt eine attraktive, gut integrierte und reife Säure als Rückgrat, die so wichtig für einen hervorragenden Riesling ist. Mit mineralischer Brachialgewalt verströmt er rauchige Noten nebst Minze, Limette und sogar einem Hauch reifer Pampelmuse. Die Intensität des Bouquets schließt sich nahtlos an die beiden genialen 2015er und 2016er GGs vom Felsenberg an, und diese, werte Kunden, zählen für Tim selbst zu den allerbesten bisher erzeugten GGs aus dem Hause Schäfer-Fröhlich. Bei aller Dichte und Intensität der Aromen scheint dieser Wein am Gaumen zu schweben. Da ist diese gebirgsbachklare Aromatik am Gaumen, mit Aromen reifer Zitronen, frischen Kräutern, sogar Wacholder und einem steinigen Einschlag, der jedem Weinnovizen eindrucksvoll veranschaulicht, was man unter Mineralität versteht. Felsenberg, das fühlt sich an wie Steine lutschen! So wild dieser brachiale Riesling aktuell in der Nase ist, so entspannt und perfekt balanciert zeigt er sich am Gaumen. Dabei immer knochentrocken, nie Kompromisse eingehend, immer geradlinig und druckvoll und mit dem feinen Feursteinaroma ausgestattet, dass dann im Finale von frischem Zitronensaft weggeputzt wird und den Gaumen erfrischt. Das ist urwüchsige Kraft ohne Schwere, laserstrahlartig gebündelte Energie! Dunkle Vulkangesteinsaromatik, die zärtlich die Zunge ummantelt, eingebettet in einen cremigen Schmelz und innere Kraft, die diesen Weltklasseriesling zu einem Solitär in diesem Jahrgang werden lässt.

Natürlich ist der Felsenberg blutjung, wenn Sie ihn also nach Freigabe genießen möchten, so nehmen Sie sich die Zeit und beobachten ihn am besten über zwei Tage. Denn mit jeder Stunde der Belüftung kann man ihm eine neue Facette abgewinnen, die Frucht scheint dann expressiver, es kommen sogar Orangenzesten und weißer Pfeffer hinzu, der Felsenberg zeigt sich dann auch von seiner pikant würzigen Seite. Doch niemals erscheint er behäbig oder unproportioniert. Noblesse oblige! Weltklasse Riesling und so in dieser Steinigkeit nur bei Schäfer- Fröhlich zu haben!

Zu genießen ab Freigabe im Herbst (bitte gern Dekantieren, über mehrere Tage verkosten und intuitiv erfahren, wie große Rieslinge sich zu entwickeln vermögen), Höhepunkt 2020 bis 2035+
Land: Deutschland
Region: Nahe
Weingut: Weingut Schäfer-Fröhlich – Bockenau
   
Inhalt: Normalflasche 0,75 l
Weinart: Weisswein
Rebsorten: Riesling
   
Verschluss: Naturkork
Bestell-Nr.: DNA030217
Alkohol: 12,5 % vol.
Restzucker: 5,0 (g/L)
Gesamtsäure: 8,3 (g/L)
   
   
Allergene: Sulfite
  
Anschrift des Winzers: Weingut Schäfer-Fröhlich
Schulstraße 6
55595 Bockenau
Deutschland

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