Diel, Dorsheimer Goldloch Riesling Großes Gewächs, trocken, Doppelmagnum 2007

Allergene: Sulfite |

Mit gut fünf Hektar Rebfläche ist das Schlossgut Diel bei weitem der größte Besitzer in dieser legendären Steillage, in der nach alten Überlieferungen im 17. Jahrhundert nach Gold gegraben worden sein soll. Eine andere Deutung des Namens kommt aus dem Volksmund und besagt, dass früher die Winzer mit ihren Weinen aus dieser Spitzenlage viel Gold verdient hätten. (So erzielten Spätlesen aus dieser großartigen Lage vor 100 Jahren höhere Preise gar als die zu Recht gerühmten Gewächse von Château Latour!) Wie auch immer der Name entstanden sein mag, es ist der von einer dünnen Lehmauflage und Kieselsteinen bedeckte Urgesteinsboden auf felsigen Konglomeraten, der dem Wein seine immense Kraft, seine hohe Eleganz und formidable Tiefe zugleich verschwenderisch schenkt. Doch Vorsicht: Unmittelbar nach der Öffnung wird Sie der mineralische Extrakt dieses Weltklasserieslings mit seiner Urgewalt geradezu ‚anspringen’ und alle olfaktorischen Sinne betäuben. Bis etwa ein halbes Jahr nach der Füllung wird dieser Zustand so bleiben, dann wird sich dieser monumentale Wein – insbesondere mit Sauerstoffzufuhr im großen Burgunderglas (!) – immer mehr öffnen und mit ungemein komplexen, verführerischen, lasziven Noten begeistern, die ins Rotfruchtige gehen und mit saftigen reifen gelben Früchten wie Mango, Maracuja und Grapefruit sowie Noten von Anis und Flieder changieren. Reintönig, mächtig, konzentriert, opulent und zupackend am Gaumen, einem Symphonieorchester ähnlich, das zur Ode an die Mineralität und Komplexität großer trockener Rieslinge aufspielt, ungemein komplex in seiner Aromatik (deutlich wahrnehmbare Cassisaromen und Mandarinen), perfekte Balance zwischen phantastischem Schmelz, schmeichelnder Cremigkeit und vibrierender Stahligkeit, „eine eiserne Faust im samtenen Handschuh”, wie die Franzosen gerne solch gleichermaßen zupackende wie burgundische Noblesse ausstrahlende Weincharaktere beschreiben. Was mich an diesem aristokratischen Wein diesmal noch mehr fasziniert als in der Vergangenheit, ist, wie er sich im Mund nach hinten immer mehr aufbaut, fordernd und verführerisch zugleich mit einer Wahnsinnstextur und sensationellen rauchigen Mineralität.
Ein majestätischer Riesling, ein singuläres Unikat, ein würdiger, doch stilistisch völlig anders gearteter Rivale des puristischeren ‚Burgbergs’, vielleicht gar auf Dauer gesehen noch ein einen Tick besser? Die Zeit wird es zeigen!

Zu genießen ab seiner Freigabe im Herbst (am besten aus einem großen Burgunderpokal) bis wenigstens 2020.
Land: Deutschland
Region: Nahe
Weingut: Schlossgut Diel - Burg Layen, Nahe
   
Inhalt: 3 l
Weinart: Weisswein
Rebsorten: Riesling
   
Verschluss: Naturkork
Bestell-Nr.: DNA010107D
   
   
Allergene: Sulfite
  
Anschrift des Winzers: Schlossgut Diel KG
Burg Layen 16-17
55452 Rümmelsheim
Deutschland

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