Emrich-Schönleber, Halenberg, Riesling Großes Gewächs 2014

12,0 Vol.% | Allergene: Sulfite |

Emrich-Schönleber, Halenberg, Riesling Großes Gewächs 2014
Gault Millau 2013: „Ein steiniger Untergrund, die Reben müssen hier tief wurzeln. Das ‚Große Gewächs’ Halenberg gehört mit einer schier unglaublichen Regelmäßigkeit alljährlich zu den großen trockenen Rieslingen Deutschlands und zeigt aufs Feinste, wie sich Mineralik, Dichte und Filigranität vereinen lassen.“

„Werner Schönlebers Halenberg – Bester trockener Riesling Deutschlands“, Eichelmann ‚Deutschlands Weine 2008‘

„Schönlebers Halenberg – Bester trockener Riesling Deutschlands“, Feinschmecker!

„Schönlebers Halenberg – Zweitbester trockener Riesling Deutschland ex aequo mit Kellers Abtserde“, Gault Millau 2010

„Halenberg 2010 – eine Legende für die Ewigkeit“, WEINWISSER

Meine Liebe zu den Weinen der sympathischen Schönlebers findet ihren Ursprung genau in diesem fabelhaften Spitzenriesling vom Halenberg, einem wahrlich Großen Gewächs, das mich seit Jahren unentrinnbar in sein Gravitationsfeld gezogen und nie mehr losgelassen hat! Fasziniert das Frühlingsplätzchen wie ein liebreizendes junges Mädchen, das verträumt durchs Leben tänzelt, so kommt der Halenberg als aristokratischer Charakterkopf daher, aber auch einer rassigen südländischen Schönheit ähnlich, deren gelebtes Leben ihr eine faszinierende Reife und große Persönlichkeit verliehen hat. Und es ist der im Halenberg dominierende blaue Schiefer (an manchen Stellen trifft man sehr schnell auf nackten Fels), der die Basis für die komplexe, tiefgründige Mineralität dieses großen Rieslings legt, der enorm dicht, kompakt und konzentriert im Glase steht. Was für ein singulärer Terroirwein von einer zwar kleinen, aber zweifellos einer der besten und spannendsten Lagen innerhalb ganz Deutschlands!

Dieser noble, deutlich majestätischere Riesling (im Vergleich zum Frühlingsplätzchen) brilliert durch eine abgrundtiefe, extrem mineralisch-kräuterwürzige Nase mit reifen Steinobst- und Zitrusaromen, spektakulär schönen Grapefruit-, Nektarinen-, Birnen- und würzigen Anklängen, dazu Orangenschalen. Am Gaumen eine konzentrierte, strahlende, reife Frucht, dabei ungemein saftig, dicht, aber dennoch fest; faszinierend die ungemein reife, rassige Säure, betörend das mächtige mineralische Fundament, das vom vielstimmigen Klang der Mineralien aus den Tiefen des Felsenbodens erzählt und welches dem Fruchtextrakt einen sicheren Boden bietet. Welch rassiger Extrakt! Dazu gesellen sich eine enorme innere Kraft, Tiefe und Länge und eine feine, Kristallin-saftige Textur mit zartem Schmelz, die wohltuend seiden die Zunge umhüllt, gepaart mit einer Finesse und Filigranität, wie sie in dieser Kombination nur den großen Rieslingen der Nahe zu eigen sind. So viel Körper und so wenig Schwere! Der extrem lange, schier unfassbar salzig-mineralisch-„dreckige“ Nachhall dieses bestens balancierten, sinnlichen Rieslings von edler Gestalt und brillanter Struktur ist glockenklar und bleibt scheinbar endlos am Gaumen schmeckbar, scheinbar erst jetzt wird so richtig bewußt wahrnehmbar, wie ausdrucksstark die mineralische Basis dieser Rieslinglegende ist, es gibt kein Entkommen.

Diese grandiose Hymne an die Transzendenz und Komplexität großer deutscher Rieslinge ist ein beseelter Wein, die Inkarnation seines legendären Terroirs (wahrlich die Essenz der Schiefermineralität), der dem wahren Weinliebhaber einen Zipfel der Unendlichkeit erhaschen lässt. Ein Wahnsinnsstoff, wie ein majestätischer Adler auf breiten Schwingen schwerelos durch die Lüfte schwebend! Besser kann kein Riesling der Welt schmecken, nur anders.

Mit großer Freude zu trinken ab Frühjahr 2016 wird sich dieses Rieslingbaby wie eine menschliche Persönlichkeit über Jahre hinweg in seinem Charakter weiter entwickeln und seinen Höhepunkt voraussichtlich zwischen 2020 bis nach 2030 erreichen.

Die Großen Gewächse der sympathischen Schönlebers wurden in den letzten Jahrgängen stilistisch immer puristischer. Es wurden mehr und mehr klein- und lockerbeerige Trauben ausgewählt, bei denen nicht mehr als fünf Prozent Botrytis toleriert werden. Das macht vor allem den Halenberg in seiner Jugend nicht immer leicht zu trinken, denn das ist ein urwüchsiger Charakterwein, wie es nur wenige gibt. Weine mit Botrytis haben einen frühen Charme, haben Cremigkeit und Opulenz, doch reifen sie in einer gänzlich anderen Weise. Die extrem spät gelesenen Singerriedel von Franz Hirtzberger in der Wachau sind ein gutes Beispiel für letztere Stilistik, imposante Weine durchaus, aber mit einer botrytislastigen Opulenz. Der Halenberg jedoch betont die Mineralität in einer ganz reinen Form, aus der sich im Lauf der Lagerung eine tiefe kräuterige, hochkomplexe Aromatik entwickelt.
Land: Deutschland
Region: Nahe
Weingut: Weingut Emrich-Schönleber - Kultweingut aus Monzingen
   
Inhalt: Normalflasche 0,75 l
Weinart: Weisswein
Rebsorten: Riesling
   
Verschluss: Naturkork
Bestell-Nr.: DNA040214
Alkohol: 12,0 % vol.
   
   
Allergene: Sulfite
  
Anschrift des Winzers: Weingut Emrich-Schönleber
Soonwaldstraße 10
55569 Monzingen
Deutschland

Zum PDF-Datenblatt

Weiterempfehlen:

39,00 €
(entspricht 52,00 €/l | Preise inkl. 19% MwSt. und zzgl. Versandkosten)

Lieferstatus: Artikel ist sofort lieferbar.

Pinard de Picard GmbH & Co. KG
Erlesene Weine, Spirituosen & Feinkost
Alfred Nobel Allee 28
66793 Saarwellingen / Campus Nobel
Deutschland

☏ 06838/97950-0
Fax: 06838/97950-30
info@pinard.de


Öffnungszeiten & Verkostungsmöglichkeiten

Anfahrt
Ihre Vorteile bei uns Zu unserer Firmenphilosophie
Zahlungsarten
Versand
Unsere Angebote Service & Unternehmen