Saarlouis, im April 2005

PINwand Nº 96


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

Sie finden heute in unserer Pinwand zwei spektakuläre Subskriptionsangebote: Die Großen Gewächse vom Schlossgut Diel von der Nahe, im letzten Jahrgang im Handumdrehen ausverkauft, aus dem klassischen, großen Rieslingjahrgang 04, die beste Kollektion in der Geschichte des Weingutes, und den gleich sensationellen Jahrgang 04 von Château du Cèdre, den Pascal Verhaeghe als den besten Jahrgang in der Historie von Cahors sieht, einen Tick besser gar noch als den phantastischen 02er.
Mourgues du Grès produziert seit Jahren die beliebtesten - der FEINSCHMECKER meint, die schönsten - Roséweine des französischen Südens und unsere Neuaufnahme, das legendäre Château Beaucastel, brilliert mit phantastischen Alltagsweinen aus biologischem Anbau. Zudem sind frisch eingetroffen Weine aus den neuen Jahrgängen unserer ungemein beliebten Domainen Tour des Gendres aus dem Bergerac und Sarda-Malet aus dem Roussillon.


Christina Göbel (,Speisemeisterei’ Stuttgart, 2 Sterne im Guide Michelin), vom Gault Millau „zum Sommelier des Jahres 2005” gekürt ist begeistert vom Roc d’ Anglade 2002. Sie schreibt:

„Wer diesen Wein verkostet, wird mir sofort zustimmen, dass er etwas sehr Verführerisches hat, denn schon die Nase betört mit einer vielschichtigen Finesse unzähliger Aromen, die sich bei jedem Schwenken im Glas neu präsentieren. Ich rieche unter anderem Cassis, hochreife Schattenmorellen, frisch gepflückte Brombeeren, Schokolade, Leder, Lakritz, aber auch Veilchen und Anklänge von einer zarten balsamischen Note, erinnernd an Minze und Rosmarin. Fein verwoben sticht keines der Aromen dominierend hervor, sondern fügt sich ein in einen überaus komplexen Strauß von Vielfältigkeit.
Am Gaumen zeigt sich die gleiche Komplexität, eine erfrischende, jedoch perfekt integrierte Säure und eine feinkörnige Tanninstruktur, verbunden mit einer saftigen Frucht, die mit einer leichten Süße den Gaumen kitzelt. Der Wein hallt lange nach und man ist sofort bereit für einen zweiten Schluck.
Es fallen mir unzählige Gerichte ein, zu denen ich diesen Wein aufgrund seines belebenden Charakters servieren möchte; im Moment schenke ich ihn aus zu Kotelett und Torte vom Salzwiesenlamm mit Gremolataperlgraupen und gefüllter Nizza-Artichoke. Das saftige aromatische Lammfleisch vereint sich mit der Saftigkeit des Weines, die Säure spielt mit den gehaltvoll mit Olivenöl, Rosmarin, Thymian und getrockneten Tomaten abgeschmeckten Perlgraupen und nimmt dem ganzen etwas von seiner Opulenz. Die Röstaromen der pikanten Lammjus vermischen sich perfekt mit der würzigen Seite des Weines.
Der Roc d’Anglade 2002 fällt in die Kategorie der nicht sättigenden, dafür animierenden Weine - wenn man im Kreis von Freunden eine Flasche gelehrt hat, verlangt es alle, eine zweite zu öffnen.”

351102 Roc d’Anglade, VdP du Gard, rouge 2002 29,00 Euro

Roc d’Anglade, VdP du Gard, rouge



Big Point:

Unsere spektakulär preiswerte Beerenauslese ,Pius’ 03 (14,90 Euro) vom Weingut Keller wird ganz aktuell vom WINE SPECTATOR mit 93 Punkten („anmutig, feinst balanciert, sehr elegant, delikate Struktur, langes Finish”) geadelt!

952303 Keller, Beerenauslese Pius 2003 0,375 l 14,90 Euro



Zwei wichtige Termine, die Sie sich unbedingt vormerken sollten:

- Vom 28. April bis 8. Mai findet das von Dirk Würtz organisierte 2. Rheinhessenfestival mit ungemein spannenden Veranstaltungen unter Mitwirkung von Pinard de Picard statt.

- Zu einem wahren Gipfeltreffen großer Winzerpersönlichkeiten (Klaus-Peter Keller, Helmut Dönnhoff, Armin Diel, Johannes Leitz, F.X. Pichler, Jean-Pierre Perrin - Château Beaucastel) laden wir am Sonntagabend, dem 22. Mai 2005, ins Mainzer Nobelhotel Hyatt. Detaillierte Informationen ab Mitte April auf unserer Startseite und in der Maipinwand.


DEUTSCHLAND

Schlossgut Diel - Nahe

Er hat Ecken und Kanten, wie wenige andere. Wenn man sich an einem Charakterkopf in der deutschen Weinszene reiben will, dann an diesem „enfant terrible” der deutschen Weinmacher. Dabei ist diese durchaus schillernde Figur im privaten Gespräch eine ebenso charmante wie geistreiche und nicht nur in Bezug auf Wein ungemein gebildete Persönlichkeit, weltoffen und von großzügigem Wesen. Aber seine Biographie ist auch geprägt von seiner polarisierenden Vergangenheit als Restaurant- und Weinkritiker (ständige Veröffentlichungen u.a. in „Alles über Wein” und „Capital”, Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Jurys) und dabei ist er so manchem Winzer, Koch und Journalistenkollegen schon mal heftig auf die Füße getreten. Armin Diel, der ursprünglich im westfälischen Münster Rechtswissenschaften studierte, hat mit dem „Gault Millau Weinguide Deutschland” ein Lebenswerk geschaffen, das maßgeblich beigetragen hat, dem deutschen Wein zu seiner ihm gebührenden Anerkennung zu verhelfen und das mittlerweile als unverzichtbares Standardwerk zur jährlichen Pflichtlektüre eines jeden Liebhabers deutscher Weine gehört.

Doch Armin Diel ist nicht nur ein höchst angesehener Journalist (Neben vielen anderen Auszeichnungen erhielt er im Jahr 2003 vom Verband Deutscher Prädikatsweingüter die „Trophy Herkunft Deutschland” wegen seiner „herausragenden publizistischen Leistungen zum deutschen Wein”), 1987 übernahm er auch das väterliche Weingut in Burg Layen (erbaut im 12. Jahrhundert) an der Nahe, einen Weingutsbesitz mit mehr als 200jähriger Familientradition. Zunächst wandte er sich mit Verve der Erzeugung von trockenen Weinen zu, die man seit fast zwei Jahrzehnten auf allen wichtigen Karten der deutschen Spitzengastronomie findet. Seit 1990 erzeugt Diel auch wieder klassisch fruchtige und edelsüße Rieslinge, für die er höchste Anerkennung erhielt. So bewertete bereits vor über einem Jahrzehnt Robert Parker gleich zwei Eisweine des Jahrgangs 1992 mit sagenhaften 99 Punkten. Dennoch setzte ab 1995 nochmals eine fast revolutionäre Steigerung der Weinqualität im Schlossgut Diel ein, als mit dem gebürtigen Moselaner Martin Franzen (heute bei Müller-Catoir) ein exzellenter Weinmacher das Ruder übernahm. Ihm folgte im Jahr 1998 Christoph Friedrich, ebenfalls von der Mosel, der Franzens Arbeit nicht nur fortsetzte, sondern perfektionierte und mittlerweile Garant dafür ist, dass das Schlossgut Diel seinen Stammplatz in der kleinen Elite deutscher Weltklassedomainen behaupten wird.

Die Ursachen für die herausragenden Qualitäten der weißen und roten Burgundersorten wie der Spitzenrieslinge sind, wie sollte es anders sein, im Wingert zu suchen. Die besten, extrem steilen, südlich exponierten Weinbergslagen des Schlossgutes Diel liegen nahe der Burg Layen in den Ausläufern, aber auch im Wind- und Regenschutz des Rheinischen Schiefergebirges in der Gemarkung von Dorsheim - in einem Radius von gerade einmal 1.000 m - und ergeben dennoch aufgrund ihres unterschiedlichen Terroirs stilistisch sehr differenzierte Weine. Der Trollbach, ein Nebenflüsschen der Nahe, schnitt sich hier tief in das anstehende Gestein ein und schuf dabei einzigartige, bizarre Felspartien. Durch die erheblichen Temperaturunterschiede von Tag und Nacht (Schwankungen von 20 Grad und mehr sind keine Seltenheit), die natürlich auch für die Aromenbildung in den Trauben von unschätzbarem Vorteil sind, verwitterte das unterschiedliche Gestein bald zu größeren und kleineren Brocken und bildet so die extrem heterogenen Böden dieser großartigen Lagen. Zudem gehört das Trollbachtal zu den trockensten und wärmsten Regionen Deutschlands. Die nach Westen vorgelagerten Höhen des Hunsrück halten einen großen Teil der Niederschläge ab, vom Oberrheintal fließt dessen Wärme über die Niederung der Nahe auch in das kleine Seitental des Trollbachs. Naturnaher Anbau in seinen malerischen Steillagen, Einarbeitung von Humus in die Böden zur Nährstoffversorgung und zur Speicherung von Feuchtigkeit (ein immens wichtiger Vorteil in den immer häufiger vorkommenden trockenen Jahrgängen), extrem viel Handarbeit während der gesamten, sehr langen Vegetationsperiode - wie aufwändige Laubwerksarbeiten sowie selektivste Lese in mehreren Erntedurchgängen - sind unabdingbare Voraussetzungen für die spektakulären Resultate, die mittlerweile im Schlossgut erzielt werden.

Die Vinifizierung des Lesegutes erfolgt bei einem Perfektionisten wie Christoph Friedrich so schonend wie möglich: Der feinfühlige Ausbau der Rieslinge geschieht im kühlen, unterirdischen Schlosskeller in klassischen Holzfässern aus Eichenholz aus dem nahe gelegenen Soonwald. Die roten und weißen Burgunderweine hingegen werden im kleinen, teilweise neuen Eichenholzfass bester französischer Provenienz vinifiziert.

Dönnhoff, Emrich-Schönleber und auf gleicher Augenhöhe Armin Diel: Deutschlands kleines, aber feines Weinanbaugebiet Nahe brilliert in seiner Spitze mittlerweile mit höchst eigenständigen Interpretationen ihrer jeweiligen so unterschiedlichen Terroirs und erzeugt grandiose Kreszenzen auf höchstem nationalen wie internationalen Niveau! Unverkennbar die Stilistik dieser rassigen Weine mit unverwechselbarem Profil, die in sich die moselanische Eleganz, die Finesse des Rheingaus und die wollüstige Opulenz und Fülle bester Pfälzer Rieslinge zu vereinen scheinen, Parameter, die es heute nicht mehr nachvollziehbar erscheinen lassen, dass zu Beginn des letzten Jahrhunderts die Weine dieser auch landschaftlich so reizvollen Region unter dem Namen „Rheinweine” verkauft und dass erst im Weingesetz von 1971 die heutigen Grenzen des lange Zeit unterschätzten Anbaugebietes festgelegt wurden.

Das Echo in der Fachpresse ist einhellig: Marcus Hofschuster, Chefredakteur des Internet-Weinmagazins www.wein-plus.de und Verkoster des gleichnamigen Internetweinführers Deutschland urteilt: „Seit der Übernahme des Betriebes von seinem Vater hat Armin Diel die Weinqualität auf dem Schlossgut Stück für Stück vorangebracht. Größtes Kapital war hierbei der Besitz in den Dorsheimer Spitzenlagen Goldloch und Pittermännchen, zu dem vor einigen Jahren noch 1,8 Hektar im Burgberg hinzukamen. Doch das größte Lagenpotenzial und die gewissenhafteste Weinbergsarbeit wären nichts wert, könnte es niemand auch im Keller umsetzen. Auf Kellermeister Heribert Kastell folgte 1995 Martin Franzen von der Mosel und mit ihm ein neuer, erheblich filigranerer Weinstil. Inzwischen hat Christoph J. Friedrich die Leitung im Keller übernommen. Unter seiner genialen Regie und mit dem Jahrgang 2002, dem komplettesten seit langer Zeit, hat sich das Schlossgut Diel endgültig einen Platz unter den absolut besten Betrieben in Deutschland gesichert. Und der Jahrgang 2003 war für Armin ein Jahrgang wie aus dem Bilderbuch. Die Weißen Burgunderweine, aber auch die trockenen Spitzenrieslinge waren hier noch nie so gut wie in diesem Jahr. Ein restlos überzeugendes Sortiment.”
Kann es ein schöneres Kompliment geben als dieses fundierte Urteil der schreibenden Konkurrenz?

Ja, durchaus: So urteilte der „wine spectator” bereits vor 3 Jahren, das Schlossgut Diel habe im 2000er Jahrgang eine der besten Kollektionen in Deutschland vorgelegt und der Franzose Michel Bettane, einer der führenden Köpfe der europäischen Weinszene, meint in der Aprilausgabe 04 der „Revue du Vin de France”, Armin Diel sei der berühmteste Kritiker für die Weine seines Landes und produziere in den Schieferlagen von Dorsheim Rieslinge mit einer sagenhaften Finesse in den Aromen und einer moselanischen Mineralität. Folgerichtig zählt er in einem Ranking das Schlossgut Diel als eines von acht deutschen Weingütern zu den 113 besten Domänen der Welt außerhalb Frankreichs! Im Gault Millau werden Weine des Schlossguts Diel aus gutem Grund nicht bewertet. Denn Armin Diel besitzt als einer der beiden Herausgeber des Gault Millau das nötige Fingerspitzengefühl, die Beurteilung seiner eigenen Weine nicht zu veröffentlichen - auch, wenn er sich durch diese Entscheidung angesichts der spektakulären Qualitäten seiner Weine eines offensichtlichen Vorteils beraubt. Lassen Sie mich zu der herausragenden Kollektion der Diel’schen Weine die sehr kompetente Stimme von Carsten Henn (im übrigen Autor höchst amüsanter und vergnüglich zu lesender Kriminalromane aus der Winzerszene) zitieren, seit Jahren im Gault Millau zuständig für die Verkostung der Naheweine. Er stellt ausdrücklich Diels Kollektion zusammen mit den sensationellen Weinen von Dönnhoff und Emrich-Schönleber auf eine Stufe - und damit an die Spitze der Region - und urteilt weiter:„Schlossherr Armin Diel nimmt an der Nahe eine prominente Position ein - als VDP-Vorsitzender und als Kosmopolit in der Welt des Weins. Diels Ansprüche an sich selbst und die Weine des Hauses sind hoch. Bereits mit der 2002er Kollektion konnte Diel sich zur Spitze des Gebietes zählen. Die 2003er Kollektion steht dem Vorgänger in nichts nach, ja sie toppt ihn sogar noch. Die drei großen Gewächse beispielsweise gehören in ihrer Konzentration und Individualität deutschlandweit zu den herausragenden Weinen”. Der FALSTAFF, Österreichs renommiertes Weinmagazin, wertet den Goldloch unter den 6 besten Großen Gewächsen, ALLES über WEIN (1/05) gar als zweitbesten des Jahres in Deutschland! Der WEINWISSER (René Gabriel) und Marcus Hofschuster zählen unisono alle drei Großen Gewächse zu den herausragenden ihrer Zunft.

Und Sie, liebe Kunden, teilen diese Bewertung offensichtlich ganz ausdrücklich. Die Nachfrage nach den drei Großen Gewächsen des Jahrgangs 2003 von Diel war derart immens, dass wir Ihnen im aktuellen Verkauf nur noch einige Kisten des großartigen Goldlochs anbieten können. Doch was ich Ihnen in der letzten Pinwand bereits bezüglich der großartigen Kollektion der Keller’schen Weine aus Rheinhessen (wie erwartet sind der 04er ,Morstein’ und ,G-Max’ binnen Tagen restlos ausverkauft!) schreiben konnte, gilt genau so uneingeschränkt für die sensationellen Rieslinge des Schlossguts Diel: Bei aller bereits in der Vergangenheit produzierten Spitzenqualität wurden dennoch hier nie zuvor derartig schöne, lagenbetonte Weine erzeugt: Die Gegebenheiten eines ganz großen Jahrgangs und die begnadete Kunst eines genialen Kellermeisters, Christoph Friedrich, der das phantastische Terroir der Dorsheimer Lagen einfühlsam interpretiert, vermählen sich zu einem harmonischen Gesamtkunstwerk. Wir präsentieren Ihnen heute den ab sofort erhältlichen, herrlich mineralischen Basisriesling des Gutes, und in Subskription die drei Großen Gewächse, die im September 05 ausgeliefert werden.
An ihnen werden sich alle anderen großen Rieslinge des Jahrgangs, und dies nicht nur von der Nahe, messen lassen müssen. Meine ganz besondere Empfehlung!


932504 Diel, Riesling Classic 2004 9,90 Euro
Sehr sorgfältig selektierter Gutsriesling, dessen Trauben ebenso von Hand gelesen werden wie die aus den Dorsheimer Spitzenlagen des Gutes. Mineralischer und leicht kräutriger Duft nach wilden Aprikosen, Weinbergspfirsich und nach längerer Öffnung ein Hauch von schwarzen Johannisbeeren, alles eingebettet in eine reichhaltige Mineralität.
Am Gaumen dicht und mineralisch, deutlich schmeckbar eine erlesene Traubenpartie aus dem Johannisberg mit seinen verwitterten Schieferböden, zartsüße, beschwingte, rassige Frucht, wunderbare Säurestruktur, daher traumhaft erfrischend und animierend im Trunk; nach längerer Öffnung im Glas wiederum herrlich betörende Cassisaromen, dazu eine dezent unterlegte rauchige Note und ein beeindruckender Abgang. Phantastisches Preis-Genussverhältnis, großartiger Basiswein auf dem Niveau einer hochkarätigen trockenen Spätlese.
Zu genießen ab sofort bis mindestens Ende 2007.



932604 Diel, Dorsheimer Burgberg Großes Gewächs Riesling, trocken 2004 24,00 Euro
Erst seit Mitte der 90er Jahre besitzt das Schlossgut Diel 1,8 ha im extrem steilen Burgberg und damit exakt die Hälfte dieser mikroklimatisch einzigartigen Hanglage, die, wie ein Amphitheater nach beiden Seiten von den kalten Hunsrückwinden geschützt, im engsten, fast schroff wirkenden Teil des Tales zu finden ist. Der Name entstand in Anlehnung an die Burg Layen und soll die Besonderheit des einzigartigen Terroirs unterstreichen:
Der mit zerfallenem Schiefer und einer Unmenge an Kieselsteinen durchsetzte tiefgründige Lehmboden über nacktem Fels bietet exzellente Voraussetzungen für die Erzeugung hochfeiner, rassiger und mineralischer Rieslinge mit großem Alterungspotential. In der ungemein verführerischen Nase betört ein sehr kühler, traumhaft mineralischer und zart tabakiger Pfirsich- und Zitrusduft mit Noten von Ananas und Maracuja. Am Gaumen extrem vielschichtig und harmonisch, enorm dicht und konzentriert, dabei voller Eleganz und Finesse, feinsaftige, überwältigende Pfirsich-Zitrusfrucht, lebhafte Säure, griffige Mineralik, große Länge.

Ein monumentaler Riesling aus extrem niedrigen Erträgen, der trotz seiner gewaltigen Mineralität auf der Zunge einen Reigen zu tanzen scheint. Dies ist einer dieser so raren, großen Terroirweine, die eine ureigene Geschichte erzählen: Von tiefen Schieferschichten und von hartem Fels, in die sich die Wurzeln alter Rieslingreben hinein gewunden und vom glockenklaren Klang der Mineralien, die sie dabei aufgenommen haben. Kategorie Lieblingswein!

Im „managermagazin” Januar 2004 wurden 110 sorgfältig ausgesuchte trockene Rieslinge des Jahrganges 2002 aus ganz Deutschland einer großen Blindverkostung unterzogen. Hierbei erreichten alle drei eingereichten Grossen Gewächse von Schlossgut Diel das Finale der 24 besten Weine. Am höchsten wird dieses Große Gewächs aus dem Burgberg bewertet, das als drittbester trockener Riesling des Jahrgangs in Deutschland beurteilt wurde und das eine tiefe Seelenverwandtschaft mit dem 04er verbindet, der aber insgesamt noch einen Tick dichter, mineralischer daherkommt mit einer traumhaften Säurestruktur.
Zu genießen ab September bis etwa 2012.

In Subskription, Preis ab September 27,50 Euro!


932004 Diel, Dorsheimer Goldloch Riesling Großes Gewächs, trocken 2004 24,00 Euro
Mit gut vier Hektar Rebfläche ist das Schlossgut Diel bei weitem größter Besitzer in dieser legendären Steillage, in der im 17. Jahrhundert nach Gold gegraben worden sein soll. Eine andere Deutung des Namens kommt aus dem Volksmund und besagt, dass früher die Winzer mit ihren Weinen aus dieser Spitzenlage viel Gold verdient hätten. (So erzielten Spätlesen aus dieser großartigen Lage vor 80 Jahren höhere Preise gar als die zu Recht gerühmten Gewächse von Château Latour!)
Wie dem auch immer sei, der von einer dünnen Lehmauflage (teilweise nur 60 cm) bedeckte Urgesteinsboden auf felsigen Konglomeraten verleiht den Weinen eine immense Kraft, hohe Eleganz und formidable Tiefe zugleich.
Dieser monumentale Riesling besitzt in der hintergründigen Nase eine ausdrucksstarke, komplexe Aromatik, die ins Rotfruchtige changiert, mit mineralischen Nuancen und etwas Cassis im Hintergrund. Reintönig, mächtig, konzentriert, opulent und zupackend am Gaumen, einem Symphonieorchester ähnlich, das zur Ode an die Mineralität und Komplexität großer trockener Rieslinge aufspielt, ungemein komplex in seiner Aromatik, perfekte Balance zwischen phantastischem Schmelz, schmeichelnder Cremigkeit und vibrierender Stahligkeit, „eine eiserne Faust im samtenen Handschuh”, wie die Franzosen gerne solch gleichermaßen zupackende wie Noblesse ausstrahlende Weincharaktere beschreiben.
Was mich an diesem Wein noch mehr fasziniert als in der Vergangenheit, ist, wie er sich im Mund nach hinten immer mehr aufbaut, fordernd und verführerisch zugleich mit einer Wahnsinnstextur. Ein majestätischer Riesling, ein großer Wein, mehr als eine tolle Bestätigung der Kritiken seines Jahrgangsvorgängers, der von ALLES ÜBER WEIN (1/05) als zweitbester des Jahrgangs in Deutschland bewertet wurde!
Zu genießen nach seiner Freigabe im September (am besten aus einem großen Burgunderpokal) bis wenigstens 2012.

In Subskription, Preis ab September 27,50 Euro!


932904 Diel, Dorsheimer Pittermännchen Riesling Großes Gewächs, trocken 2004 22,00 Euro
Mit einem Besitz von nur einem Hektar ist das „Pittermännchen”, das sich in seiner Stilistik enorm von seinen beiden Nachbarlagen unterscheidet, ein sprichwörtliches Kleinod in der Kollektion des Schlossgut Diels.
Die Bezeichnung geht zurück auf das 16. Jahrhundert, als ein „Pittermännchen” eine kleine Silbermünze war. Der Erzbischof von Trier ließ diesen „Weißpfennig” erstmals Ende des 16. Jahrhunderts prägen. Sie zeigt auf der Vorderseite den heiligen Petrus mit Bart und Schlüssel. 32 „Pittermännchen” gingen auf einen Gulden. Mit dieser Lagenbezeichnung sollte wohl die hohe Wertigkeit der hier erzeugten Weine belegt werden.
Der tiefgründige Lehmboden dieser steilen Südlage weist einen hohen Anteil an Schiefer und wiederum zahlreichen Kieselsteinen auf, was den feinrassigen Weinen eine erfrischende mineralische Note verleiht. In der Nase fasziniert ein kühler, kräutrig-minziger Duft vom Schiefer, der dieses Idealbild eines moselanischen (!) trockenen Rieslings in seiner gesamten Stilistik prägt.
Nach längerer Öffnung verführerische Noten nach Äpfeln und Pfirsichen mit Noten von grünen Beeren und einer Spur Cassis. Am Gaumen eine betörende schlanke, süße Frucht (filigrane Pfirsichnote) mit animierendem Säurespiel, ungemein feingliedrig, zart, fast zerbrechlich wirkend und dennoch von famoser Struktur und vibrierender Strahlkraft, kein Riesling für Körpertrinker! Feinst ziselierte Säure, großartiges Spiel, bestens eingebundene Mineralität, fruchtiger, kräutriger und lang anhaltender Abgang.
Zu genießen ab September bis mindestens 2010.

In Subskription, Preis ab September 25,00 Euro!


In diesen edlen Weinen des Schlossguts Diel wird Terroir sinnlich erlebbar, mit „Aromen aus geologischen Tiefen und einer Frische wie von einem Wasser, das über Felsblöcke in eine kühle Schlucht sich ergießt”, wie Stuart Pigott dies einmal so treffend beschrieben hat. Eine wunderschöne Metapher, die mir so manches Mal bei dem Genuss der besten Gewächse aus Deutschlands großen Weinanbauregionen in den Sinn kommt. Diels Weine reichen in ihrer großen, terroirbedingten Bandbreite in ihrer Stilistik von wollüstig-opulent (man denke nur an die ,Cuvée Victor’ oder den Riesling ,Goldloch’) über den noblen Charakter eines ,Burgbergs’ bis hin zur moselanischen Finesse und Verspieltheit eines Pittermännchens und verdienen daher allesamt meine ganz besondere Empfehlung! Je nach Gelegenheit wähle ich lustvoll unter diesen subtilen Interpretationen ihres einzigartigen Dorsheimer Terroirs: „Das Pittermännchen, kräuterwürzig und vom grauen Schiefer dominiert, das Goldloch, welches vor Honigaromen und fast pfälzischer Fülle strotzt, während der Burgberg stets auf Mineralität und Zitrusaromen setzt”, so nochmals die seriöse Stimme von Carsten Henn.

Armin Diel: Der Mann will viel und erreicht (fast) alles, Winzerkollegen wie diejenigen der schreibenden Zunft attestieren ihm, dass das Schlossgut Diel mittlerweile zu den Top-Ten der deutschen Winzerelite zählt! Wir laden Sie herzlich ein, sich ein eigenes Urteil zu einer der schönsten Kollektionen terroirgeprägter Weine in Deutschland zu bilden!


FRANKREICH

Château Mourgues du Grès - Côstières de Nîmes

„Mourgues du Grès erstrahlt zurzeit wie ein Leuchtturm in den Costières de Nîmes, dank seiner herausragenden Roséweine, die überwiegend aus der Syrahtraube vinifiziert werden”, so lobt Frankreichs renommiertester Weinführer, das „Classement 2005” dieses Kleinod, südlich der alten Römerstadt Nîmes und nördlich der Camargue gelegen. Es grenzt unmittelbar an beste Lagen der südlichen Rhône an, mit gleichen Bodenstrukturen und ähnlicher Charakteristik der Weine. Im äußersten Zipfel dieser sonnendurchfluteten Region, auf extrem steinhaltigen roten Sandböden, denen von Châteauneuf-du-Pape in ihrer Qualität sehr ähnlich, liegt das Château Mourgues du Grès („Grès” ist der provenzalische Ausdruck für die „galets”, die großen Kieselsteine) in einer privilegierten Zone mit einem speziellen Mikroklima.
Auf dem Gelände des Gutes befinden sich Quellen, die in diesem extrem heißen und trockenen Gebiet den Wurzeln der Rebstöcke die notwendige Feuchtigkeitszufuhr gewährleisten. Diese tief in den Boden wachsenden, naturnah behandelten Reben, deren Blattwerk zur Erzielung bestmöglicher physiologischer Reife der Trauben an Palisaden hochgezogen wird, sind verantwortlich für den ausgeprägten Terroircharakter, die reiche Frucht, die üppigen Aromen und die bemerkenswerte Konzentration dieser wirklich exzellenten Weine.

Nicht nur die französische Fachpresse beurteilt die so vorbildlich preiswerten Weine euphorisch: Parker zählt alle drei Rotweine des Gutes zu den „best values” und bewertete beispielsweise den 2000er Basisrosé „Galets” mit 89 Punkten, der Feinschmecker kürte diesen in seiner Ausgabe 6/01 gar zum Sieger in einem groß angelegten Test der besten südfranzösischen Rosés! Diese großartigen Erfolge haben dazu geführt, dass diese herausragenden Rosés nur noch streng limitiert (!) an ausgewählte Händler zugeteilt werden können.

So freuen wir uns sehr, Ihnen wiederum zwei Roséweine dieser Ausnahmedomaine aus dem herausragenden Jahrgang 2004 (alle Weine des Jahrgangs, die ich bisher an der südlichen Rhône probieren konnte, besitzen neben aller Dichte, Konzentration und Komplexität eine nie zuvor erlebte Frische) als ganz besondere Empfehlungen für laue Frühlings- oder warme Sommerabende auf der Terrasse ans Herz legen zu können, solo genossen oder als vorzügliche Essensbegleiter.


136404 Mourgues du Grès, „Fleur Eglantine”, rosé 2004 5,70 Euro
Die „Einstiegsdroge”: Wunderbar frischer, fruchtiger, tänzelnder Alltagsrosé (Syrah, Grenache, Carignan), duftet nach Himbeeren, Erdbeeren und Johannisbeeren; hervorragender Aperitifwein und Durstlöscher, wird in Südfrankreich aber auch sehr gerne zu gegrilltem Fisch oder hellem Fleisch getrunken.
Zu trinken stets im ersten Jahr nach der Abfüllung.



136104 Mourgues du Grès, „Les Galets Rosés”, rosé 2004 6,60 Euro
Welch ein Trinkgenuss für wirklich anspruchsvolle Liebhaber eines erfrischenden und dennoch aromatischen Rosés. Aber auch Verächter dieser Weinsorte sollten diesen hochwertigen, frischen, fruchtigen aus Syrah und Grenache vinifizierten Nachfolger des oben angesprochenen Ausnahmerosés unbedingt einmal probieren. Schmeichlerische, intensive Aromen von Himbeeren, Kirschen und Erdbeeren, am Gaumen frisch, weich und saftig, viel Rückgrat, harmonisch, schöne Struktur, intensive Frucht, herausragend!
Zu genießen jetzt und aufgrund seines Entwicklungspotentials auch noch bis ins Jahr 2006: Ein idealer „Zechwein” für laue Sommerabende, aber auch ein guter Begleiter zu südländischen Grillgerichten wie Lammkoteletts, Merguez und zu vielen Arten von Fisch.



136603 Mourgues du Grès, Terre d’ Argence, rouge 2003 9,90 Euro
Welch Triumph handwerklicher Winzerkunst und einer extremen Selektion von alten Parzellen mit nur noch geringem Ertrag! In der Nase dunkelwürzig, kühl, mit ,blauen’ attraktiven Frucht- und Beerenaromen. Auf der Zunge breitet sich der Wein sanft und kernig zugleich aus, mit einer tollen Opulenz und Dichte; würzige Fruchtkomponenten schmelzen am Gaumen ab in faszinierend transparenter Komplexität, wobei sie ein wohliges Gefühl von würzigem Schmelz und spürbarer Aromentiefe verursachen, das in dieser Qualität und Perfektion an der südlichen Rhône in einem heißen Jahrgang wie 03 zu den großen Ausnahmen gehört.
In dieser spannenden Cuvée (überwiegend Syrah, dazu Grenache) beweist der Jahrgang 2003 Klasse und Eigenart in Form von seltener Feinheit und Subtilität, von bemerkenswerter Frische und vibrierender Rasse, mit reifen, feinen, cremigen Gerbstoffen.
Binnen 4 Wochen nach Präsentation der Weine in Pinwand Nr. 94 sind bereits zwei der vorgestellten Rotweine restlos ausverkauft. Nur von dieser Topcuvée konnten wir noch einmal eine nennenswerte Menge nachkaufen: Ein Meisterwerk, wurde von Parker mit 91 Punkten geadelt!
Zu genießen ab sofort (Dekantieren), Höhepunkt 2007 bis 2015.



Le Clos du Caillou - Châteauneuf-du-Pape

Seit Jahren einer der Klassiker unseres Programms sind die Weltklasseweine von Clos du Caillou in ihrem unverwechselbaren, eleganten Stil. Viele Kunden haben sich seither diese großartigen, langlebigen, sinnlichen, verführerischen Gewächse, die sich ihres ausgeprägten Terroircharakters wegen ungemein authentisch präsentieren, in ihren Keller gelegt, bieten sie doch in ihrer jeweiligen Preisklasse ein unübertreffliches Preis-Genussverhältnis! Parker vergibt Traumnoten, sowohl für die preiswerten „spektakulären CdR, die viele Châteauneufs in Verlegenheit bringen” und erst recht für die „fabulösen Châteauneufweine selbst, die zu den besten Weinen der Welt gehören”.
Es sind Glücksfälle von Wein, dichte, kraftvolle, tiefe und dennoch feine, elegante Gewächse, mit großer Fülle und Komplexität, die ihresgleichen suchen und die wie üblich ungeschönt sowie unfiltriert abgefüllt wurden. Wir haben in der Vergangenheit schon mehrfach darauf hingewiesen, dass alle Weine von Clos du Caillou wegen ihrer einzigartigen Finesse und ihrer reichhaltigen Frucht in uns Anklänge an berühmte burgundische Grand Crus wach werden lassen, die Weine aus diesem großartigen Jahrgang 2003 sind dafür der überzeugende Beleg. Als ersten Wein der Domaine können wir Ihnen einen der über Jahre hinweg meist verkauften Weine unseres Programms anbieten, den ,Bouquet des Garrigues’, einen absoluten Knaller in seiner genussfreundlichen Preisklasse.


154103 Clos du Caillou, „Bouquet des Garrigues”, CdR rouge 2003 11,90 Euro
„Die eigentliche Sensation im Angebot von Clos du Caillou”, so Deutschlands renommierteste Sommelière und Buchautorin, Paula Bosch, in einer liebevollen Besprechung des 01er in ihrer Weinempfehlung in der „SZ” vom 8.8.2003. Qualitativ liegt er auf der Ebene ansprechender Châteauneufs, preislich aber nur auf der eines guten Côtes-du-Rhône. Die Ursache für diese Diskrepanz liegt darin, dass die erstklassigen Weinberge, aus denen die Trauben stammen, zwar 1931, zur Zeit der Gründung der AOC, in die Appellation aufgenommen werden sollten, aber die damaligen Vorbesitzer sich weigerten, die dafür fälligen Gebühren zu bezahlen, so dass seither die vorzüglichen Trauben dieses ausgezeichneten Terroirs „nur” zu einem Côtes-du-Rhône verarbeitet werden dürfen.
So haben wir das Vergnügen, Ihnen zu extrem fairem Preis einen erstklassigen Wein anbieten zu können, der in jedem Jahr zu unseren beliebtesten Angeboten gehört. Diesmal von leuchtendem Rot in der Farbe, in der Nase vermählen sich Würznoten der Garrigue (Nomen est Omen) und Pfefferanklänge mit einem verführerischen Schwarzkirschenbukett und feinen Brombeeraromen, im Mund leicht süßliche, weiche Tannine, ein Wein, der in diesem Jahrgang ausbaubedingt noch mehr von seiner Eleganz und Finesse geprägt wird denn von schierer Kraft.
Dieser samtig elegante Tropfen ist einer unserer meist verkauften Roten überhaupt und wurde in der Vergangenheit mit Auszeichnungen überhäuft: So belegte beispielsweise der 99er im weltweiten Grenachetest des FEINSCHMECKER 3/02 mit einem überragenden Preis-Genussverhältnis den 7. Platz und der 01er erhielt 91 Parkerpunkte.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2006 bis mindestens Ende 2009.



Noch wenige Kisten vorrätig haben wir von zwei bereits voll genussreifen Weinen der Vorgängerjahre:

154701 Clos du Caillou, „Côtes du Rhône Villages”, rouge 2001 17,50 Euro



154202 Clos du Caillou, Châteauneuf-du-Pape, rouge 2002 29,90 Euro
Der weise Verzicht auf die Produktion der Spitzencuvées Quartz und Réserve und die Einbringung aller Trauben in die „normale” Cuvée haben wiederum zu einem großen Erfolg beigetragen: Als einer von gerade mal zwei Weinen erhielt dieser Châteauneuf-du-Pape die höchste Auszeichnung des ,Guide Hachette’, drei Sterne und einen „coup de coeur” (Lieblingswein)! Zu genießen bis 2009.

Clos du Caillou, Châteauneuf-du-Pape, rouge



Château Beaucastel - Châteauneuf-du-Pape

Châteauneuf-du-Pape ist der Ort auf Erden, der unzweifelhaft die größte Zahl von Weltklassegütern sein eigen nennen darf. Davon haben einige wenige unter Weinliebhabern wegen ihrer langen, ruhmvollen Vergangenheit und ihrer originären, unverwechselbaren Stilistik einen legendären Ruf. Eine dieser Domainen mit magischem Klang ist Château Beaucastel.

„Es ist unbestreitbar, dass Beaucastel nicht nur die langlebigsten Rot- und Weißweine der südlichen Rhône hervorbringt, sondern auch einen der größten und charaktervollsten Weine des gesamten Rhônetals: Es sind die weißen und roten Referenzweine!” urteilt beispielsweise Parker, dessen journalistische Kompetenz für die so verschiedenartigen Appellationen der Rhône unstrittig ist, voller Enthusiasmus. Und da die Gewächse dieser in biodynamischer Anbaumethode arbeitenden Vorzeigedomaine auch zu meinen persönlichen Favoriten gehören, haben wir Château Beaucastel ab sofort neu ins Programm aufgenommen. Heute präsentieren wir Ihnen drei erstklassige Bio-Alltagsweine mit erstaunlichem Gegenwert zu ihren extrem fairen Preisen, die großen Gewächse der traditionsreichen Familiendomaine folgen in den nächsten Wochen und Monaten.


174104 Perrin, Côtes du Ventoux Rosé 2004 , statt 5,50 nur 4,95 Euro
Aus Cinsault, Grenache und Syrah besteht dieser würzig-blumige Rosé, dessen animierender, intensiver Duft mit seinem Hauch von Anis Erinnerungen an die traumhafte Landschaft der blühenden Provence hervorruft und der aus Vorfreude auf das knackig-frische Genusserlebnis das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt.
Am Gaumen eine belebende, frische, ganz feine Säure, eine subtile Fülle und eine kühle Textur, Anklänge an Himbeeren, Erdbeeren und duftende Wiesenkräuter. Dieser herrlich leckere Rosé erweckt Assoziationen an Sommergerüche schönster Art; mit diesem zarten Wein im Glas, solo genossen oder als erstklassiger Essensbegleiter, wird jeder laue Frühlingsabend zu einem sinnlichen Genuss. Wirklich gute Rosés sind extrem rar. Doch hier finden Sie einen richtig seriösen, biologisch angebauten Wein mit viel Geschmack, Ausdruck und Tiefe - ein Meisterwerk vom Fuße des malerischen Mont Ventoux!

Ankunftsofferte bis 24. April, danach 5,50 Euro


174203 Perrin, Côtes du Ventoux rouge 2003 , statt 5,50 nur 4,95 Euro
Diese faszinierend elegante, frische und sensationell trinkfreudige, feinwürzige Cuvée aus Grenache, Syrah, Carignan und Cinsault bietet eine tiefrubinrote Farbe und verführerische Düfte nach schwarzen Kirschen und reifen Waldbeeren. Seine zarte Transparenz in Duft und Geschmack, sein Schmelz auf der Zunge und die butterweichen Tannine machen ihn im positivsten Sinne zu „everybodys darling”, ein ungemein schmeichlerischer, leckerer, köstlicher Biowein mit moderatem Alkoholgehalt zu unschlagbar günstigem Preis.
„Eine bemerkenswerte Leistung, die nirgendwo sonst in der Welt auf diesem Qualitätsniveau zu diesem sympathischen Preis produziert werden kann”, urteilte Parker begeistert über einen (fast) gleich guten Jahrgangsvorgänger!
Zu genießen ab sofort bis 2008.

Ankunftsofferte bis 24. April, danach 5,50 Euro


174303 Perrin „Les Cornuds”, Vinsobres Village 2003 9,90 Euro
Die Côtes-du-Rhône-Village-Weine von Vinsobres sind in Deutschland noch wenig bekannt. Doch dies wird sich sehr bald ändern, bietet doch diese Region aufgrund ihrer Exposition am nördlichsten Rande der südlichen Rhône und ihrer Höhenlage, die auch im Sommer relativ kühle Nächte mit sich bringen (ideal geeignet zur Herausbildung komplexer Aromen!), optimale Bedingungen. Insbesondere die Syrahrebe fühlt sich hier, ähnlich den Gegebenheiten an der nördlichen Rhône, pudelwohl.
Zusammen mit erstklassigen Grenachetrauben ergibt dies einen zugleich kräftigen, dichten als auch eleganten, samtweichen Wein mit kühler Stilistik: welch Triumph des Terroirs! Dem Glase entströmen köstliche Aromen von roten Früchten, Lakritze, Pfeffer und schwarzen Kirschen, fein mineralisch unterlegt und deutlich syrahgeprägt. Im Mund wirkt der tiefdunkle, würzige Wein lang und komplex, und, was am wichtigsten ist, seine feine Säure löst das Gefühl von angenehmer Frische auf der Zunge aus, so dass diese animierende Cuvée trotz ihres Extrakts und ihrer Tiefe nicht schwer, sondern duftig und transparent erscheint. Welch herrliche Vermählung von Kraft und Finesse.
Zu genießen ab sofort bis 2008.



Domaine Sarda-Malet - Côtes du Roussillon

Jérôme Malet gilt vielen Kennern der Region zusammen mit Gérard Gauby als primus inter pares innerhalb der noch sehr kleinen Winzerelite des bezaubernd schönen Roussillon. Bereits seit Mitte der 90er Jahre wurden die Weine der in der Ebene von Perpignan gelegenen Domaine Sarda-Malet aufgrund des zunehmenden Alters der Rebstöcke immer besser, seit Ende des Jahrzehnts jedoch gelingen spektakuläre Resultate.
So bewertet beispielsweise der „Weingourmet” in einem Special (2/2000) zum Languedoc-Roussillon den 98er Jahrgang der Spitzencuvée „Terroir Mailloles” als den besten Wein des gesamten Roussillon. Bettane und Desseauve postulieren bereits in ihrem einflussreichen „Classement 2002”, dem Standardwerk, ja der „Bibel” (Figaro) der französischen Weinkritik, dass „die 99er und 2000er von Sarda-Malet die qualitative Spitze ihrer Region bilden”, im„Classement 2004” wurden die Weine des wohl bis dato besten Jahrgangs aller Zeiten im Roussillon, des 2001ers, enthusiastisch bewertet. So erhielt die Spitzencuvée „Terroir Mailloles” als einziger Wein des gesamten Roussillon die extrem selten vergebene, traumhafte Bewertung von 9,5/10 Punkten, mit der beispielsweise im gesamten Bordelais nur drei - mehr als 10mal teurere - Spitzenrotweine ausgezeichnet wurden. Stilistisch gesehen produziert die Domaine Sarda-Malet feinste, finessenreiche Weine von hoher Aromenkonzentration, terroirgeprägt, mit einer erstaunlichen Dichte, einer außerordentlichen Eleganz, einer zarten Mineralität, einer großen Frische, einer wunderbaren inneren Harmonie und seidenen Tanninen:„Die elegantesten Weine des Roussillon, der Terroir Mailloles mit einer Finesse ohnegleichen”, so nochmals das „Classement 2004” in seiner Würdigung dieser großen Gewächse.

In unserem neuen Katalog, der sich zurzeit in Drucklegung befindet, werden Sie auf den Seiten 213ff eine ausführliche Würdigung von Jérôme Malet, dem klugen Kopf hinter diesen Ausnahmequalitäten finden. Heute möchte ich Ihnen gerne einen Ausschnitt aus dem aktuellen FEINSCHMECKER (Aprilausgabe 05) zitieren, einen unbedingt lesenswerten Artikel über die Winzer des Roussillon. Autor Stephan Reinhardt, der ,natürlich’ ebenfalls Gauby und Sarda-Malet an die Spitze der Region stellt, urteilt sehr dezidiert:„Hier, im sonnenverwöhnten Winkel zwischen Pyrenäen, Corbières und Mittelmeer, ist alles möglich. Monströse Powerweine werden auf die Flasche gezogen, aber auch elegante, frische Gewächse, die den vielschichtigen Charakter der Region Roussillon und ihrer zahllosen Terroirs widerspiegeln. Auf den kalkhaltigen Lehmböden im küstennahen Flachland von Perpignan etwa wachsen die sehr stilvollen, nach dunklen Waldbeeren duftenden Roten der Domaine Sarda-Malet. Diese klar strukturierten Weine zählen nicht nur zu den schönsten, sondern auch zu den preiswertesten im Roussillon.

,Wichtig ist, dass die Reben auf den Pic du Canigou sehen’ - den höchsten Gipfel der Gegend - ,und die Trauben mittags den Schatten des Laubs genießen’, zitiert Winzer Jérôme Malet seinen Vater Max. Der hat zwischen 1935 und 1958 vor allem Grenache und Carignan gepflanzt, in Zeilen, die von Nord nach Süd, also Richtung Pyrenäen führen. Inzwischen gedeihen dort auch Syrah und Mourvèdre. ,Diese Exposition, aber auch die kühlen Nächte hier in der Nähe der Berge und der sorgsam aufgelockerte Boden verhindern, dass unsere Trauben zu schnell zu viel Zucker einlagern’, erklärt Malet. ,Sie reifen gleichmäßig aus und bewahren bis zur Lese ihren frischen Fruchtcharakter’. Nur die Grenache Noire bleibt hier lange hängen: Aus diesen Trauben werden auf Sarda-Malet vorzügliche Rivesaltes erzeugt, die zu den feinsten Süßweinen der Region zählen.
Sarda-Malet ist ein Klassiker im Roussillon”.

Wir freuen uns sehr über diese zutreffende Analyse von Stephan Reinhardt und präsentieren Ihnen heute den auf unserer Vorzeigedomaine herausragend gelungenen 2002er Jahrgang:


340202 Sarda-Malet, Réserve, rouge 2002 11,50 Euro
Welch betörende Cuvée aus Syrah, Mourvèdre, uralter Grenache und ein wenig Carignan (zur Hälfte im Barrique ausgebaut) mit leuchtender rubinroter Farbe! Jérôme verzichtet bewusst auf übermäßiges Extrahieren, um nur die feinsten Tannine aus der Traubenhaut zu lösen. Finesse und Eleganz prägen daher diesen ebenso leckeren wie anspruchsvollen Terroirwein, dessen natürliche Ursprünglichkeit sich so wohltuend von kellertechnisch gemachten Weinen unterscheidet.
In der Nase eine konzentrierte, reife, sehr vielschichtige Frucht, ein Blumenstrauß voller traumhafter Aromen im traditionellen Stil der Domaine. Will heißen, in keinster Weise aufdringlich, eher noch ein wenig distinguiert. Der von einer feinen Säure durchzogene, würzige Beerengeschmack auf der Zunge sorgt für ein herrliches Mundgefühl. Konzentration, Dichte, Eleganz und Finesse befinden sich in perfektem Gleichgewicht und die sorgfältige Verarbeitung ohne Schönung oder Filtration führt zu einer faszinierenden Gerbstoffqualität, die sich mit einer raren Feinheit und Intensität am Gaumen ausbreitet. Dabei sind die weichen, saftigen, seidenen Tannine bestens in die reichhaltige, frische, expressive Frucht integriert. In seinem höchst fairpreisigen Segment ein faszinierendes, harmonisches Gesamtkunstwerk.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2006 bis mindestens 2008.



340302 Sarda-Malet, „Terroir Mailloles”, rouge 2002 22,00 Euro
Tief violette Farbe, gewohnt frische, ungemein komplexe Aromen voller Finesse und mit einer ungeheuer puristischen Reinheit und Klarheit, Anklänge an schwarze, pralle, bläuliche Waldbeeren, Cassis, zarte Kaffeearomen, Rauch, feinste Gewürzanklänge, faszinierende Fruchtsüße. Im Mund offenbart sich bereits die ganze Größe dieses Weines, seine Konzentration und Dichte, herrührend von den extrem niedrigen Erträgen (unter 20 hl/ha, Syrah und alte Mourvèdre, vom besten Terroir der Domaine), eingebunden in eine weiche, saftige, rassige, ja eine ultrafeine, finessenreiche Textur, tief in seinen Dimensionen, komplex, vielschichtig.
Die animierende ,kühle’ Fruchtsüße betört schmeichlerisch den Gaumen, füllt den Mund bis in den letzten Winkel. Die seidenen Tannine sind von großartiger Qualität, dicht und fein und perfekt integriert, das enorme Entwicklungspotential eindrucksvoll demonstrierend. Das neue Holz der erstklassigen Barriques ist traumhaft eingebunden und unterstreicht die kühle, saftige Stilistik.
Ein brillanter Wein, bei dem die Frische und Eleganz die Konzentration überwiegen, obwohl er eine satte Extraktion offenbart.
Zu genießen ab Mitte des Jahres, Höhepunkt 2006 bis mindestens 2012.



Als besondere Delikatesse empfehle ich Ihnen auch die hoch gerühmten roten wie weißen Süßweine der Domaine:

340501 Sarda-Malet, „Rivesaltes La Carbasse”, rouge 2001 19,90 Euro



340804 Sarda-Malet, Muscat de Rivesaltes Vin doux naturel blanc 2004 12,90 Euro



Château du Cèdre - Cahors

2004: Weltklassequalitäten aus dem größten Jahrgang aller Zeiten im Cahors - selbst dem 02er nochmals einen Tick überlegen!

Das Potential unserer Region ist gewaltig und gleichwertig mit dem des Bordelais!” Diese auf den ersten Blick manchem Weinfreund gewagte These Pascal Verhaeghes findet ihre Bestätigung nicht nur in historischen Texten der Vergangenheit, in denen gar von einer Überlegenheit des „black wine” aus dem Cahors über die Konkurrenz aus dem Bordelais die Rede ist, davon überzeugt jeder Schluck der großartigen Weine von Château du Cèdre.

Unser Freund Pascal, ein ungemein sympathischer, visionärer und innovativer Weinmacher belgischer Herkunft, von so manchem Winzerkollegen hinter vorgehaltener Hand respektvoll als Primus inter pares seiner Zunft in Frankreich apostrophiert, ist zweifellos der Initiator und die Seele der Renaissance der großen Weine des Cahors, die lange genug von einer Reputation lebten, die mit den tatsächlichen „Qualitäten” in der Flasche nicht mehr übereinstimmte.
Doch seit fast 15 Jahren hat Pascal einen Kreis von Gleichgesinnten, zu denen auch sein Freund Luc de Conti (Tour des Gendres) gehört, um sich geschart, man diskutiert gemeinsam neue Ideen und Pascal hat einen Cahorswein geschaffen, der nichts, aber auch gar nichts mit den bäuerlichen, harten Cahors zu tun hat, die vielfach noch heute den Markt überschwemmen. Pascal produziert auf kargen Kalksteinlagen, die für die Finesse und Mineralität in den Weinen verantwortlich sind, sowie extrem steinigen Lehmböden (auf diesen findet man die ,galets rouges’, die berühmten roten Steine aus Châteauneuf, welche die Hitze des Tages speichern und für Fülle und Opulenz in den Weinen sorgen) zwar ebenfalls sehr kraftvolle, konzentrierte, dunkelrubinrote bis pechschwarze, extrem farbintensive Gewächse, die dem Image des „black wine” gerecht werden; doch seine Weine besitzen mittlerweile auch eine ungemein vielschichtige und feine Frucht, eine extrem rare Komplexität und eine faszinierende Eleganz, die man nur bei wenigen großen Weinen auf der Welt überhaupt findet.

Pascal Verhaeghes „neue” Qualitäten besitzen zweifellos singulären Charakter, betören mit einer unvergleichlichen Finesse und demonstrieren mit ihrem authentischen Terroir- und Rebsortencharakter die Referenzqualität einer traditionsreichen Region.
Die Ursachen für diesen Stilwandel und die damit nochmals verbundene Steigerung der Qualität liegen in den ständig älter werdenden Rebstöcken, der Jahr für Jahr verbesserten Weinbergsarbeit und der nach über einem Jahrzehnt abgeschlossenen Umstellung der Böden von einer intensiven Bewirtschaftung auf biologischen Anbau und dem damit verbundenen Verzicht auf jegliche chemische Substanzen, einer noch feinfühligeren Extraktion und sensiblem Holzeinsatz. So verfügen die unfiltriert abgefüllten Weine noch immer über enorm viel Dichte und Rückgrat, Kraft und Komplexität und den originären Charakter der Region.
Sie besitzen aber mehr denn je eine phantastische Eleganz, eine typische, erfrischende Säure, eine wunderbare Harmonie zwischen Frucht und Holz und ein charakteristisches Bukett von wild wachsenden schwarzen Beeren, Veilchen, Lakritze und deutlichen Gewürzanklängen. Dabei sind die vibrierend rassigen Weine von du Cèdre trotz aller Dichte und Konzentration keine Kraftprotze und parkerisierte Fruchtbomben, sondern reinste „Haute Couture”: eigenständige, handwerklich produzierte Persönlichkeiten aus Samt und Seide. Sie setzen schlichtweg neue Maßstäbe, nicht nur für ihre Region, und sind unter Preis-Leistungsgesichtspunkten mehr als eine unerhörte Provokation für die gerühmten Bordelaiser Gewächse.
Und so erscheint es nur noch auf den ersten Blick überraschend, bei genauerem Hinsehen jedoch folgerichtig, dass sich mittlerweile etliche Châteaubesitzer aus Bordeaux nach Cahors auf den Weg machen - um bei Pascal zu lernen, wie er aus der nicht leicht zu handhabenden, aber großartigen, uralten Rebsorte Malbec diese faszinierenden Spitzenweine vinifiziert.

Wenn Sie, liebe Kunden, jemals die Möglichkeit haben, diese Domaine im schönen Tal des wildromantischen Lot zu besuchen, dann sollten Sie Pascal überreden, dass er Sie die einzelnen Cuvées aus den unterschiedlichen Barriques der besten Tonneliers probieren lässt: Einen besseren Anschauungsunterricht, wie sich unterschiedliche Barriquesorten auf den Wein auswirken, werden Sie nirgendwo erhalten und Sie bekommen gleichzeitig eine Vorstellung, wie ein im positiven Wortsinn Qualitätsbesessener seine Weine in aufwendiger Arbeit komponiert, mit einer Stilistik, die Maßstäbe setzt für die großen Weine der Welt. Pascal kreiert eigenständige und komplexe Weine mit kräftigen, jedoch seidigen Tanninen, die zugleich an große Bordeaux-, als auch an beste Gewächse der nördlichen Rhône erinnern, Weine, die allerdings ein Vielfaches dieser tiefdunklen Cahors-Weine mit ihren betörenden Beerenaromen kosten.

Nehmen Sie uns beim Wort und probieren Sie diese herausragenden Weine: Der Jahrgang 2004 bot, wie auch an der südlichen Rhône, die erdenklich besten klimatischen Voraussetzungen. Nach einem optimalen Sommer, es war warm, aber nicht zu heiß, fiel von Anfang September bis Mitte Oktober, bis zum Ende der Ernte also, kein einziger Tropfen Regen, so dass alle Trauben in kerngesundem Zustand eingebracht werden konnten. Die Weine, die unser Freund Pascal daraus erzeugt hat, sind mit dem Begriff spektakulär nur unzureichend beschrieben, Weine mit einer Finesse, Rasse, Eleganz und insbesondere einer Komplexität wie nie zuvor. Ich verspreche Ihnen persönlich:
Es sind schlichtweg die besten Weine in der glanzvollen Historie dieser großartigen Domaine mit einer bis dato unvorstellbar feinen, cremigen Tanninstruktur und damit bereits früh zu genießen und doch sehr lange haltbar! Dabei sind die Nuancen zu den ebenfalls phantastischen 2002ern, auch in der Stilistik, sehr gering. Im Abstand von drei Monaten habe ich jetzt zwei Fassproben aller Weine probiert und kann mich nur dem Urteil von Pascal Verhaeghe anschließen:„Die Weine haben die gleiche Balanciertheit, Finesse und Eleganz, bei aller Dichte und Konzentration, wie in 02, doch irgendwie von allem einen Tick mehr!”

Wo auf der Welt gibt es noch ähnlich phantastische Weine zu solch moderaten Preisen?


502204 Château du Cèdre, „Le Cèdre”, rouge 2004 21,00 Euro
Wir arbeiten bereits seit mehreren Jahren eng und erfolgreich mit Pascal zusammen, der uns in dieser Zeit ein Freund geworden ist. So teilt er uns auch stets eine große Partie seiner Luxuscuvée „Le Cèdre” zu, die zu 100 % aus alten Malbectrauben mit niedrigem Ertrag vinifiziert und 20 Monate in neuen Barriques ausgebaut wird.
Dieser Weinriese steht wie dickflüssige Tinte im Glas und zeigt eine undurchdringliche schwarze Farbe mit kardinalsroten Reflexen. Er besitzt eine schier unglaubliche aromatische Fruchtkonzentration, verfügt dabei aber über eine (mit Ausnahme des 02ers) nie zuvor erlebte Cremigkeit, Finesse und Weichheit in seiner Textur. Dieses scheinbare Paradoxon erlebe ich häufig bei den ganz großen Weinen der Welt. Selbst Rieslinge der absoluten Spitzenklasse, wie die von Keller oder van Volxem, faszinieren mit diesem grandiosen Spannungsbogen.
In der Nase ein ausdrucksstarkes, explosives Beerenbukett, kleine, schwarze Heidelbeeren, Veilchen, Bitterschokolade, leicht süßliche Würze, schwarze Oliven, mineralische Anklänge sowie Feuersteinaromen, gepaart mit einer Minzfrische, die an einen Mouton-Rothschild erinnert. Am Gaumen feinste Struktur, ein selten dichter, konzentrierter, körperreicher, fast öliger und dennoch ungemein frischer (erstklassige Säurestruktur!), eleganter, rassiger und finessenreicher Wein mit präsenter, perfekt eingebundener Säure für eine lange Entwicklungs- und Lagerzeit.
Die Tannine für einen Cahorswein ungemein seiden, weich und saftig, aufgrund der geringen Erträge noch etwas extraktreicher als bei seinen Vorgängern, sehr langes Finale.

Ein nobler Cahors, gewirkt wie ein edler Samtteppich, der den Gaumen mit seinen überaus wohlschmeckenden Aromen vollständig auskleidet und die Zunge mit einer Finesse in der Textur verwöhnt, wie es sonst nur die größten Burgunder vermögen.

Welcher Wein aus dem Bordelais kann zu solch akzeptablem Preis eine ähnliche Klasse aufweisen? Wahrscheinlich keiner! Vielmehr ist dieser Wein die neue Referenz, an der sich die besten Weine aus Bordeaux messen lassen müssen. Das ist der Stoff, aus dem Legenden geboren werden! Denn bei dieser enormen Extraktion diese rassige Frucht und transparente Kühle in den hochfeinen Gerbstoffen herauszuarbeiten, das ist höchste handwerkliche Kunst. Welche Noblesse, welche Extraktsüße, welch explosive Fruchtfülle und welch enormes Finale!
Das ist ein gigantischer Stoff, aus dem die Träume des ambitionierten Weinliebhabers bestehen, ein hoch konzentrierter Extrakt in Abendgarderobe aus Samt und Seide, geschaffen von einem begnadeten Winzer, der in der Region Cahors bereits zur Legende geworden ist.

Übrigens: LES PLUS GRANDS VINS DE FRANCE beurteilt: „Die Cuvée ’Le Cèdre’ ist sicherlich der größte aus der Malbectraube vinifizierte Wein Frankreichs”
Potential bis nach 2020.

In Subskription, späterer Preis 26,00 Euro!


502404 Château du Cèdre, „Grande Cuvée”, rouge 2004 9,90 Euro
Schlichtweg das Non plus Ultra! Ein großes Gewächs mit einer legendären Aura, in der Stilistik dem Le Cèdre zwar ähnlich, aber mit dem letzten kleinen, entscheidenden Kick mehr. Mehr an allem, an Mineralität, Komplexität, Konzentration, Dichte, Eleganz und explosivem Extrakt. Ein Traum aus Seide und Finesse mit einer bisher im französischen Süden, außer bei Gaubys „Muntada”, nicht gekannten Tanninstruktur feinster Ausprägung.
Dieser Wein läutet in der so dynamischen Region Cahors eine neue Ära ein! Worin liegen die Ursachen für die nochmalige Steigerung der Qualität im Vergleich zum schon so großartigen „Le Cèdre”? Nun, zum einen in den noch geringeren, verrückt kleinen Erträgen, (unter 20 hl/ha bester Malbectrauben liefern den Stoff, aus dem die Träume sind), in der extremen Selektion der ältesten Rebstöcke der Domaine, im Einsatz der besten und teuersten Barriques der französischen Spitzentonneliers und in einer von Pascal entwickelten besonderen Art der Vinifizierung:
Schon die Vergärung findet in offenen, 500 l fassenden neuen Eichenholzfudern statt, was zu einer maximalen Extraktion der Frucht beiträgt und - so bizarr der Gedankengang im ersten Moment auch sein mag - die Vergärung im neuen Holz führt dazu, dass im fertigen Wein der Einfluss des Holzes wesentlich geringer ist als sonst. Die komplizierten chemischen Prozesse, die hierbei eine Rolle spielen, führen zusammen mit dem Einfluss des Sauerstoffs im offenen Bottich zu fabelhaft seidenen, weichen Tanninen und gleichzeitig besitzt der majestätische Wein eine enorme Konzentration, Dichte, Tiefe und eine unendliche Länge.
Und genau dieses Gleichgewicht zwischen Kraft und Konzentration auf der einen Seite und Finesse, Eleganz und seidener Tanninstruktur auf der anderen Seite zu erreichen, das ist höchste winzerliche Handwerkskunst, die Pascal wie kaum ein Zweiter beherrscht.

Diese ultimative Herausforderung Bordelaiser Premier Grand Crus mit einem schier unglaublichen Extrakt hat ein Potential für eine über 20jährige Entwicklungs- und Lagerzeit, nur 7.500 Flaschen wurden abgefüllt, Kultweinstatus, ein aristokratischer Wein, der einen neuen Mythos begründen wird! 98-100 PdP-Punkte und zusammen mit dem 02er wohl der spektakulärste Wein, der jemals im Cahors produziert wurde.
Eine solche Qualität, einen Rotweingiganten mit dieser emotionalen Ausstrahlung, der mir in seiner Aromatik und Stilistik erscheint wie eine hypothetische Vermählung zwischen den größten Weinen des Bordelais und dem Priorat hat man nur sehr, sehr selten im Glase.

In Subskription, späterer Preis 59,90 Euro!


Diese Subskription ist befristet bis 30.04.2005 und solange Vorrat reicht. Auslieferung der Weine voraussichtlich Spätherbst 2006.


Sofort lieferbar sind Pascals ebenfalls sensationell schöne Weine aus dem fast schon legendären Jahrgang 2002 und sein ,kleiner’ Basiswein aus dem ebenfalls großen Jahrgang 2001:


502501 Château du Cèdre, „Héritage”, rouge 2001 7,50 Euro

Château du Cèdre, „Héritage”, rouge



502102 Château du Cèdre, „Le Prestige”, rouge 2002 12,90 Euro

Château du Cèdre, „Le Prestige”, rouge



502202 Château du Cèdre, „Le Cèdre”, rouge 2002 26,00 Euro

Château du Cèdre, „Le Cèdre”, rouge



502402 Château du Cèdre, „Grande Cuvée”, rouge 2002 59,90 Euro

Château du Cèdre, „Grande Cuvée”, rouge



In letzter Minute:

Château Tour des Gendres - Bergerac

Seit Jahren gehören die rein biologisch produzierten Rot- wie Weißweine des liebenswerten, intellektuellen Weinfanatikers Luc de Conti, der „ersten Adresse des Bergerac” (Vins et vignobles en France) und einer der größten Persönlichkeiten im Weinanbau überhaupt, zu den großen Rennern unseres Programms. Daher möchten wir Ihnen in aller Kürze die drei ersten, frisch eingetroffenen Weine aus Bergeracs großem Jahrgang 2003 wärmstens anempfehlen, detaillierte Beschreibungen finden Sie im Internet und im neuen Katalog:


510103 Tour des Gendres, Cuvée des Conti, blanc 2003 7,40 Euro
Die Domaine Tour des Gendres unseres langjährigen Freundes Luc de Conti zählt gerade ihrer spektakulären komplexen Weißweine wegen zu den besten Weingütern des französischen Südens. In seiner genussfreundlichen Preisklasse seit Jahren in Frankreich für viele Weinliebhaber unerreicht ist Lucs Basiswein „Cuvée des Conti” mit einem faszinierenden mineralischen und leicht exotischen Bukett.
Dies ist ein sehr reif gelesener Weißwein aus der Semillontraube und einem kleinen Anteil Muscadelle (die Rebflächen gehören zu den besten Parzellen der Domaine), äußerst dicht und konzentriert, ausgewogen, von traumhafter Eleganz und Finesse, der nicht nur solo getrunken Freude pur bereitet, sondern hervorragend zu Fisch und hellem Fleisch wie auch zur asiatischen Küche mundet.
Reiche mineralische Frucht, bestens integrierte Säure und daher von erstaunlicher Frische, deutliche Anklänge an Zitrusfrüchte, weiße Pfirsiche, Aprikose, Birnen und Blüten, feinste Mineralität, zart exotische Anklänge, dicht, konzentriert, tiefgründig, weich, fast cremig, komplex, ausgewogen, harmonisch. Von diesem großartigen Wein ordern wir immer Lucs letzte Abfüllung, die länger im Fass ausgebaut wird und dadurch fülliger und aromatischer ausfällt.
Sein ebenso guter Jahrgangsvorgänger belegte übrigens bei einer großen Verkostung der besten Bergerac-Weine mit deutlichem Vorsprung vor zum Teil erheblich teureren Weinen den ersten Platz!

Und das Beste: Der Preis für diesen tollen Bio-Wein ist seit Jahren unverändert. Bravo, Luc!
Kann schon jetzt mit höchstem Genuss getrunken werden, 1-2 stündiges Dekantieren lohnt sehr, Höhepunkt Mitte 2005 bis 2007.



510203 Tour des Gendres, „Moulin des Dames”, blanc 2003 17,50 Euro
Unfiltrierte, im nur ganz dezent schmeckbaren Barrique ausgebaute Weißweinrarität (40 % Sémillon, 60 % Sauvignon) mit einem unvergleichlichen, komplexen, ausdrucksstarken Bukett, voll und kraftvoll im Mund, langer Nachhall, ein Wein zum Süchtigwerden aus ganz großem Jahrgang für Tour des Gendres: Die Überlegenheit des seit Jahren praktizierten biologischen Anbaus war gerade in einem heißen Sommer wie 03 evident, da die tief wurzelnden Reben und die optimale Belüftung der Böden keinen Trockenstress entstehen ließen!
So vinifizierte Luc wiederum einen der faszinierendsten Weißweine Frankreichs überhaupt, ein absolut ungewöhnlicher, beeindruckender Wein mit einer fein unterlegten Mineralität und einer cremigen Weichheit, die mich an große weiße Burgunder der Spitzenklasse erinnert.
Und genau zu dieser Einschätzung kommt Wolfgang Fassbender, renommierter Journalist und Weißweinliebhaber, der in einem in der Zeitschrift DM/EURO veröffentlichten Artikel über „Kultweine” bereits den 2000er als „grandiose, preiswerte Alternative, komplex und ungeheuer charmant, zu den legendären Lagen des Burgund, wie Montrachet & Co” empfiehlt!
In Nase und Mund faszinieren Pampelmuse, kandierte Früchte (Aprikose, Birne), Quitten und Mineralien, Finesse paart sich mit Konzentration und man findet ein schier unübertreffliches Gleichgewicht aller so ungemein komplexen Bestandteile dieses Weltklasseweines. Phänomenaler Nachklang. Unglaublich fast der betörende Duft, der noch minutenlang nach dem Austrinken dem leeren Glas entströmt!
Zu genießen ab sofort (Dekantieren!) bei etwas höheren Temperaturen als sonst beim Weißwein üblich, Potential bis mindestens 2011.



510703 Tour des Gendres, Merlot 2003 6,80 Euro
Herrlicher, tiefdunkler Merlot aus einem der bisher besten Rotweinjahrgänge auf Tour des Gendres, fast schwarz in der Farbe, verführerische Aromen von Erdbeeren, Heidelbeeren, reifen Pflaumen, Rauch und Gewürzen. Am Gaumen dicht, saftig, weich und überraschend frisch für den Jahrgang und sehr komplex für seine Preisklasse, cremige seidene Tannine, kaum schlagbares Preis-Genussverhältnis.
Zu genießen voraussichtlich Mitte 2005 bis 2008.



Wieder lieferbar sind auch unser herrlich leckerer Chianti für alle Tage von der Tenuta Cerro del Masso sowie der ,Dehesa Gago’ 03 vom ,Wunderknaben’ des spanischen Weinbaus, Telmo Rodriguez.


623103 Cerro del Masso, Chianti, DOCG rosso 2003 6,90 Euro



420403 Rodriguez, „Dehesa Gago”, tinto 2003 7,95 Euro

Rodriguez, „Dehesa Gago”, tinto




Herzliche Grüße aus Saarlouis,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann