Saarlouis, im Januar 2005

PINwand Nº 92


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

wir wünschen Ihnen von ganzem Herzen ein gesundes, erfolgreiches und friedliches Jahr 2005 mit vielen genussreichen Stunden.

In unserer ersten Pinwand des Jahres präsentieren wir Ihnen aus dem französischen Südwesten die Weine von Château Lamartine, die in der Revue du vin de France mit spektakulären Bewertungen ausgezeichnet wurden. Zudem können wir Ihnen den neuen Jahrgang des „gesündesten Weines der Welt” (Ärztezeitung), unseren beliebten Charles de Batz der Domaine Berthoumieu, anbieten.
Der Spitzenwein von Aires Hautes aus dem Languedoc wurde von der Bibel der französischen Weinkritik, dem „Classement 2005 der besten Weine” (Hrsg. Bettane & Desseauve), zu den 10 größten Rotweinen des Languedoc gezählt. Vincent Girardin brilliert im herausragenden Burgunderjahrgang 2002 mit einem phantastisch preisgünstigen Premier Cru und aus Österreich kommen traumhafte neue Weiß- und Rotweine vom Weingut Prieler.

An der Mittelmosel wurden im extrem heterogenen Jahrgang 2003 ähnlich spektakuläre Rieslinge vinifiziert wie an der Nahe: Bernhard Kirsten und Theo Haart brillieren mit erstklassigen Kollektionen!

Telmo Rodriguez hält seinen Basa 2004 für seinen bisher größten Wurf und aus Apulien präsentieren wir vom Weingut Felline großartige Alltagsweine aus autochthonen Reben der Region. Bartolo Mascarello, Traditionalist und Doyen der Piemonteser Winzerszene, verzaubert mit seinem 2000er Barolo auf Weltklasseniveau!

News:

Christina Göbel (Speisemeisterei Stuttgart, 2 Sterne im Guide Michelin), ganz aktuell vom Gault Millau „zum Sommelier des Jahres 2005” gekürt (Herzlichen Glückwunsch, Christina!), präsentiert im aktuellen FEINSCHMECKER 1/05 ihre 10 Entdeckungen des Jahres. Darunter gleich zwei Weine aus dem Sortiment von Pinard de Picard! Wir zitieren:
Domaine Montpezat, Languedoc, „Le Prestige”, rouge 2001, 14,90 Euro: „Diese Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Syrah läuft ölig und fast schwarz ins Glas. Ausgeprägte Cassisnote, gekochte Paprika, aber auch Lakritze und dunkler Tabak. Am Gaumen ebenso vielschichtig. Feine Tannine und dezente Säure sowie die leichte Süße machen den Wein zum idealen Partner (nicht nur) für Zigarren und Käse”.
Weingut Sepp Muster, Südsteiermark, Sauvignon Blanc Graf 2002, 17,90 Euro: „Feiner Sauvignon mit den typischen Aromen von Cassis und Stachelbeere. Am Gaumen saftig, nachhaltig mit spritziger Säure und einer ausgeprägten mineralischen Note”. Wir freuen uns sehr, dass unsere Weißweinentdeckung des Jahres nach unseren Kunden auch den Gaumen von Deutschlands bester Sommelière verwöhnt!

Im soeben erschienenen Special der „Revue du vin de France” über die besten Weine Frankreichs wird Jérôme Malet (Sarda-Malet) wegen der großartigen „Trilogie von extremer Finesse, Rasse und Eleganz” in seinen Weinen zu einem der ‚Männer des Jahres’ gewählt und der 2001er „Terroir de Mailloles” wegen seiner „unvergleichlichen rassigen und seidenen Textur, seiner phantastischen Ausgewogenheit und seiner perfekten Reife als einer der größten Weine des französischen Südens” gefeiert und mit einem „coup de coeur” geadelt!

Drei traumhaft preis’werte’ Weine und Klassiker unseres Programms aus dem Süden Frankreichs waren in unserem Weihnachtsgeschäft der absolute Renner: Wir waren bis auf die buchstäblich letzte Flasche leer gekauft! Mittlerweile haben wir nachgeordert, können wieder liefern und empfehlen Ihnen gerne nochmals diese leckeren, fröhlichen Alltagsweine:

Pierre Clavel, Kultwinzer aus dem Languedoc und Sympathieträger par excellence, hat sich im großen Jahrgang 2003 selbst übertroffen und zwei phantastische Spaßweine vinifiziert, die in den Keller eines jeden Weinliebhabers gehören:

311303 Pierre Clavel, „Le Mas”, Coteaux du Languedoc rouge 2003 6,50 Euro

Pierre Clavel, „Le Mas”, Coteaux du Languedoc rouge



und

311103 Pierre Clavel, Les Garrigues, rouge 2003 7,90 Euro



Der Jahrgang 2002 war an der südlichen Rhône alles andere als einfach. Doch unsere beliebte Domaine Clos du Caillou aus Châteauneuf-du-Pape begeistert mit einem Klasse-Einstiegswein:

154102 Clos du Caillou, „Bouquet des Garrigues”, CdR rouge 2002 11,50 Euro

Clos du Caillou, „Bouquet des Garrigues”, CdR rouge



FRANKREICH

Château Lamartine - Cahors

„Schade, dass man Wein nicht streicheln kann”, Kurt Tucholsky, deutscher Schriftsteller und Friedensnobelpreisträger.

„Ich mache hier die Pinot Noirs aus Cahors”, charakterisiert Winzerpionier Alain Gayraud ohne Überheblichkeit, aber voller Selbstbewusstsein seine stilistisch so eigenständigen Weine. Sie sind subtil und delikat, tief und dicht, vollkommen harmonisch und von einer raren Eleganz und Finesse - fürwahr Cahors’sche Crus. Die Weinberge, insgesamt 30 Hektar, liegen in idealer süd-südwestlicher Exposition auf der zweiten und dritten Terrasse über dem Tal des malerischen Flüsschens Lot. Die kargen, gut drainierten Böden sind stark kalkhaltig wie im Burgund, hohe Eisenanteile sorgen für Komplexität und feine Würze im fertigen Wein.
Zudem liegt Château Lamartine am westlichsten Punkt der Appellation Cahors und verfügt somit über ein einzigartiges Mikroklima, welches neben südlichen Einflüssen auch vom Atlantik geprägt wird, so dass die sehr tief wurzelnden Reben auch heiße Sommer ohne Wassermangel ertragen.

Alains Spitzenwein ist ein wahrer Grand Cru aus Cahors: „Cuvée Expression”. Der Name kommt nicht von ungefähr: Es ist der vollkommene Ausdruck (Expression!) der Malbec-Traube und eines besonderen Terroirs. „Ein Kriegsgefangener pflanzte 1943 auf einer 3 Hektar großen Parzelle Malbec-Stöcke, diese haben wie durch ein Wunder den verheerenden, mehrwöchigen harten Frost von 1956 überlebt, dem damals 99 % aller Anpflanzungen im Cahors zum Opfer fielen,” erzählt Alain voller Stolz. Diese wertvollen Trauben von alten Rebstöcken besten genetischen Ursprungs liefern die Basis für den komplett in neuen Barriques ausgebauten reinsortigen Malbec, einen der großen Klassiker der Region.

Für die führende französische Weinzeitschrift „Revue du Vin de France” - sie widmete in ihrer Märzausgabe 02 den südwestfranzösischen Weinen ein großes, euphorisches Special unter dem Titel „ Das große Erwachen im Südwesten” - ist es schlicht der „größte unter allen verkosteten Weinen”. Der delikate, vanilleartige Holzton ist nur dezent zu spüren, weswegen Alain des öfteren gar angefochten wird. „Gerade erst kürzlich warf mir ein Önologe aus der Region vor, dass meine Weine zu wenig Holz hätten, um hoch bepunktet zu werden. Doch ich möchte Weine machen, die man immer trinken kann. Das ist der Wein eines Winzers, nicht der eines Önologen.”
Und wie sehr seine Weine gefallen, beweist die „Revue du Vin de France”: Sie setzt in der bereits erwähnten März-Ausgabe „Château Lamartine” mit ihren Terroirweinen erster Güte und ihren begnadeten, so ganz und gar „unmodern” scheinenden Winzer an die Spitze der Appellation Cahors!


508102 Château Lamartine, rouge 2002 8,50 Euro
Bereits dieser zu einem Drittel in gebrauchten Barriques ausgebaute Alltagswein aus dem bisher wohl größtem Jahrgang im Cahors, vinifiziert aus selektierten Malbec- und Merlottrauben, besticht durch seine klare, feingliedrige Struktur und eine traumhafte Aromatik. Leuchtend dunkles Purpurrot; ein intensives Bukett von kleinen roten und schwarzen Beeren, zart mineralisch unterlegt, dazu ein wenig Lakritze, feine, hochreife Amarenakirsche sowie dezente Noten von verführerischem Zimt schmeicheln der Nase.
Im Mund saftig, komplex und dicht, gleichzeitig von betörender Weichheit und schmelziger, feingliedriger Struktur, finessenreich, charaktervoll, versehen mit einer präsenten Säurestruktur mit ungewöhnlich langem Entwicklungs- und Reifepotential für einen Wein in dieser so genussfreundlichen Preisklasse.
Wegen seiner cremigen und geschmeidigen Tannine und seiner spielerischen Eleganz ab sofort herrlich zu trinken (Dekantieren empfehlenswert), Höhepunkt wohl Ende 2006 bis mindestens 2012.



508201 Lamartine, Cuvée Particulière, rouge 2001 11,80 Euro
Satte, zutiefst purpurrote Farbe, sehr komplexe, „generöse” Aromen umschmeichelten, ja betörten bereits bei meiner ersten Fassprobe die Nase: Noten von kleinen prallen, süßen Waldfrüchten und wilden Erdbeeren, ein Hauch von Gewürzanklängen, ein wenig Minze und feine Raucharomen. Dieses faszinierende Spektrum findet sich auch im Mund wieder, mit Anklängen an Brotkruste, Minze und feine Kräuter. Erstklassige Struktur, großartige Fruchtdichte mit burgundischer Eleganz und Finesse, ein großer Terroirwein des Cahors!
Die 1988 erstmals vinifizierte „Cuvée Particulière” ist ein Ausbund an Kraft, Konzentration und Feinheit gleichermaßen. Das Potenzial dieses in gebrauchten und neuen Barriques ausgebauten Weins (90 % Malbec, 10 % Tannat) ist enorm. Dessen konnte ich mich bei meinem letzten Besuch vergewissern, als mich Alain den 1990er probieren ließ, einen durch sein edles Rosenparfum und Aromen von kleinen Griotte-Kirsche zutiefst beeindruckenden Wein. Die dezente Süße in den Tanninen wird belebt durch mineralische Frische und einen stringenten Säurenerv - ein großer Wein, Charakter pur, zum mehr als fairen Preis!

Von der „Bibel” der französischen Weinkritiker, dem ”Classement 2004” mit 8/10 Punkten ausgezeichnet und der Zusatzbewertung ”ausgezeichnetes Preis-Genussverhältnis” geadelt.
Unbedingt zwei, drei Stunden vor dem Trinken dekantieren, dann können Sie diesen großen Wein bereits jetzt zu dunklen Fleischgerichten genießen; seine wahre Größe zeigt sich jedoch erst in drei bis vier Jahren, wenn der mächtige Tanninkern abgeschmolzen und die Säure perfekt integriert sein wird.



508301 Lamartine, Expression, rouge 2001 25,90 Euro
„Schade, dass man Wein nicht streicheln kann”, seufzte dereinst Kurt Tucholsky nach dem Genuss eines wahrhaft großen Gewächses. An diese Worte des genialen deutschen Schriftstellers fühle ich mich beim Degustieren dieses charismatischen Weines stets erinnert. Dieser komplett in neuen Barriques ausgebaute reinsortige Malbec ist einer der großen Klassiker der Region, schlicht der „größte unter allen verkosteten Weinen des französischen Südwestens”, so die Eloge der „Revue du Vin de France” bereits über den 99er, der, obschon ein großer Jahrgang, vom 2001er noch, ja, ich muss es so deutlich schreiben, klar übertroffen wird.
Ein Wein zum Verlieben, zu einem Preis, der angesichts der großartigen Qualität kaum nachvollziehbar ist. Erwarten Sie jedoch bei dieser Spitzencuvée keinen hyperkonzentrierten Monsterwein, im Gegenteil: Sie genießen einen zutiefst purpurroten Wein mit violetten Reflexen und einem kardinalsroten, irisierenden Rand und mit einer, bei aller Dichte und Konzentration, schwebenden Leichtigkeit und einer traumhaften Finesse und Eleganz.
In der Nase eine komplexe, tiefgründige Aromenintensität (enorme Beerenfrucht, Mon Cheri-Kirschen, Schinkenrauchnote, schmelzige Schokolade, delikater, kaum wahrnehmbarer vanilleartiger Holzton); am Gaumen präsentiert sich dieser spektakulär schöne Wein extrem saftig, dicht, cremig, mineralisch und glycerinreich, faszinierend die kühle, beerige Frucht, dazu ein Hauch von Gewürznoten sowie eine zarte Kirscharomatik und immer wieder Finesse, Finesse und noch einmal Finesse.
Dieser feinst balancierte Riese von Wein steht idealtypisch für eine neue Dimension Cahors’scher Spitzencuvées mit einer phantastischen Säurestruktur und einer außergewöhnlichen Expressivität; „ultrafein” in den rassigen, extrem weichen, seidenen Gerbstoffen, ungemein geschliffen, harmonisch, noch klassischer, edler, distinguierter gar als die großartigen 99/2000er. Ein Wein, der niemals satt macht, stattdessen Verführung pur zum Weitertrinken. Trotz Anklängen auch an die Frische großer Bordelaiser Gewächse stilistisch zweifellos DER Burgunder unter allen südwestfranzösischen Weinen mit einem immens langen Nachhall, den man so schnell nicht wieder vergisst.

Übrigens: Christina Göbel, im aktuellen Gault Millau 2005 als Sommelier des Jahres geehrt, schwärmt von diesem „verführerischen Wein als „perfekte Ergänzung für intensive Wildgerichte mit fruchtig süßlichen Einschlägen. Da dieser große Wein aber trotz seiner Opulenz über eine prononcierte Tannin- und Säurestruktur und einen für diese Kategorie mäßigen Alkoholgehalt verfügt, bereitet er Liebhabern großer französischer Rotweine ein harmonisches und zugleich spannendes Geschmackserlebnis. ”
Zu genießen aus einem großen (Burgunder-) Glas ab sofort, insbesondere nach mehrstündigem Dekantieren. Dieser emotional tief berührende Wein wird sich eventuell noch einmal gänzlich verschließen, was zurzeit jedoch sehr schwierig einzuschätzen ist, Höhepunkt voraussichtlich 2007 bis nach 2020.



Domaine Berthoumieu - Madiran

Didier Barré, Winzergenius und Gascogner wie aus dem Bilderbuch, gilt als „Primus inter pares” innerhalb der jungen Winzergeneration im Madiran. Denn Didier, dem jungen, ambitionierten Eigentümer der 24 ha großen Domaine Berthoumieu, deren bis zu über 100 Jahre alte Rebstöcke überwiegend im Westen des kleinen Ortes auf privilegierten südlich gelegenen Hanglagen gepflanzt sind, ist es auf vorbildliche Art gelungen, die aus der kleinbeerigen Tannattraube gewonnenen „Tanninmonster” zu zähmen.
Dies erreicht er durch aufwendige Laubwerksarbeit, eine extrem späte Lese streng selektionierten, ganz reifen Lesegutes, die Assemblage mit Cabernet Sauvignon, den feinfühligen Ausbau in neuen Barriques und durch den überaus gekonnten Einsatz der Mikrooxidation, was bedeutet, dass beim Ausbau der Weine diesen in geringer Dosierung Sauerstoff zugeführt wird, um sie geschmeidiger, weicher und saftiger werden zu lassen, ohne dass sie ihre ureigene Identität verlieren. So produziert Didier Barré individuelle Gewächse voller Charakter und Authentizität, mit einem Preis-Genuss-Verhältnis, das nicht zu überbieten ist.

Viele von Ihnen wissen, dass Didiers Spitzencuvée „Charles de Batz”, einem unserer meist verkauften Rotweine, eine ganz besondere Ehre zuteil wurde: „Der gesündeste Wein der Welt”, sei er, meint Dr. Roger Corder vom Londoner William Harvey-Institut für Kreislaufforschung. Dieser hatte das so genannte French Paradox genauer untersucht, das besagt, dass Menschen in Süd- und Südwestfrankreich seltener Herzinfarkte haben als Menschen in anderen Industrienationen, obwohl sie sich fettreicher und üppiger ernähren. Und Corders Experiment hatte einen eindeutigen Sieger: unseren tiefdunklen, fast schwarzen Madiran „Cuvée Charles de Batz”, hergestellt aus der Tannat-Rebe.


506402 Berthoumieu, Cuvée Tradition, rouge 2002 7,50 Euro
„Die einzige Möglichkeit, einen wirklich großen Wein zu machen, besteht darin, die meiste Zeit des Jahres im Weinberg zu verbringen”. Didier Barré, ein Musketier der Gascogne, spricht die simple Wahrheit der großen Weinmacher der Welt gelassen aus. Und schon seine großartige Basiscuvée demonstriert eindrücklich die spektakulären Qualitäten, die auf DER Aufsteigerdomaine des französischen Südwestens erzeugt werden.
Tiefstes dunkles Rot in der Farbe mit purpurnen Reflexen, beeindruckende Cuvée aus 40-50 Jahre alten Reben, Tannat, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und Fer Servadou, in der Nase Anklänge an wilde Waldbeeren und Johannisbeerlikör, dazu Sauerkirsche, im Mund sehr dicht, komplex, strukturiert, saftig und einschmeichelnd cremig. Nie zuvor habe ich einen Madiranwein in der beliebten „Tradition-Klasse” getrunken, der jung schon so zugänglich ist und ein derartig überzeugendes Preis-Genussverhältnis besitzt: Die leicht süßlichen, unglaublich rund und weich wirkenden Tannine lassen diesen urwüchsigen, unverfälschten Wein schon jetzt zum idealen Begleiter dunkler Fleischgerichte mit einer kräftigen Soße werden.
Ab sofort (Dekantieren!), Höhepunkt Ende 2006 bis 2010.



506502 Berthoumieu, Cuvée Charles de Batz 2002 11,90 Euro
Ein grandioser Madiran von exponierten Lagen - ein singulärer Charakter im Konzert der große Weine Frankreichs! Beeindruckend wie in den Vorjahren brilliert zunächst die extrem tiefe, fast schwarze Farbe dieser barriqueausgebauten Spitzencuvée. Die Überraschung folgt jedoch in der Nase und am Gaumen: Didier hat es aufgrund einer nochmals verfeinerten Mikrooxidation in einem der größten Jahrgänge in der Geschichte des Madiran geschafft, diese begeisternde Spitzencuvée noch weicher, cremiger und früher zugänglicher zu machen als in den schon exzellenten Vorgängerjahren.
So wirkt diese finessenreiche, elegante Cuvée aus 90 % bester Tannattrauben und 10 % reifem Cabernet-Sauvignon aus ultraselektiver Auslese weniger „wollüstig” als in der Vergangenheit, vielmehr fasziniert eine zart süßliche, komplexe Beerenfrucht, an große Syrah erinnernd. Nach längerer Belüftung entströmen dem Glase betörende, expressive Duftnoten von reifen, dunklen Johannis- und Schwarzbeeren, zarten Würz-, Schokoladen- und Röstaromen und subtile Anklänge an Zedernholz.
Am Gaumen wie immer eine phantastische Konzentration und Dichte, dazu ungemein mundfüllend, opulent, aber frisch, viel Extrakt, ausgewogen, harmonisch, eine mehr von nobler Kühle geprägte Stilistik als der eher „sexy” 2001er. Dunkle, kühle, würzige Beerenaromen umhüllen die dichten, kühlen Gerbstoffe, doch diese für einen tannatgeprägten Wein sensationell weichen, seidenen und ultrafeinen Tannine sind noch wesentlich geschliffener als in der Vergangenheit und geben diesem authentischen Madiranwein ein Wahnsinnspotential!
Trotz seiner frühen Zugänglichkeit ein „grand vin de garde” und bereits heute ein hervorragender Begleiter zu allen kräftigen Fleischgerichten. Dieser unverfälschte große Madiran, in Frankreich längst mit Kultstatus versehen, zeigt Mut zu Ecken und Kanten, doch wegen seiner wilden, natürlichen Schönheit und seiner phantastischen Gerbstoffstruktur wird er seinen Höhepunkt bereits 2007 bis 2015 erleben; in dieser Zeit wird er zu einem grandiosen Meisterwerk mit Dichte und Schmelz, faszinierender Eleganz und großer Feinheit reifen. Ich glaube kaum, dass sich dieser Riese von Wein, der in sich die Frische großer Bordelaiser Gewächse, die Eleganz der nördlichen Rhône und die Wärme des Südens vereint, zwischenzeitlich noch einmal verschließen wird.



Domaine des Aires Hautes - Minervois

„Das Minervois hat vielleicht auf lange Sicht das beste Potential aller Appellationen im Gebiet Languedoc-Roussillon”, urteilt Robert M. Parker. Warum ist dem so? Nun, die besten Weingärten im Herzen des Minervois liegen relativ hoch auf sanften, nach Süden ausgerichteten Hängen (viel Steine, nur wenig Bodenauflage) in „La Livinière” am Fuße der Montagne Noir, welche vor atlantischen Tiefausläufern schützen, gleichzeitig aber in der Nacht frische, ja kühle Luftmassen von den Bergkämmen zu den Weinbergen führen. Diese bedingen extreme Temperaturunterschiede (entscheidend für die Komplexität der Weine), denn am Tage findet sich in dieser Subregion das heißeste Mikroklima des gesamten Languedoc mit extrem wenig Niederschlägen. Der vegetative Zyklus dauert relativ lange von Anfang April bis Mitte Oktober und gewährleistet so einen idealen Reifeprozess. Das dominierende Terroir in „La Livinière” besteht aus harten Kieselsteinen und Löss. Die geringe natürliche Fruchtbarkeit dieses Bodens verbindet sich mit seiner wenig ausgeprägten Fähigkeit, Wasser zu speichern, so dass die Erträge schon von Natur aus gering ausfallen.

In dieser derart privilegierten Region erlebte unsere beliebte Domaine „Aires Hautes” der sympathischen Familie Chabbert in den letzten Jahren einen märchenhaften Aufstieg nicht nur an die Spitze des Minervois, sondern in die kleine Eliteklasse der südfranzösischen Domainen überhaupt: Gilles Chabbert ist wohl ein vinologisches Naturtalent. Er hat zwar auch eine Landwirtschaftsschule besucht, die ihm aber seiner Meinung nach zur Erzeugung wirklicher Spitzenweine nur wenig gebracht hat. Entscheidend für ihn waren vielmehr die unzähligen Stunden gemeinsamer Diskussionen mit gleich gesinnten jungen Winzern des Languedoc und die Literatur zur Produktion biologischer Weine, die er geradezu verschlang.

Angewandt auf die Praxis heißt dies: starker Rückschnitt der Stöcke, hohe Rankhilfen, die eine optimale Sonneneinstrahlung und ein enormes Wachsen des Blattwerkes (hohe physiologische Reife der Trauben) gewährleisten, rein organische Stoffe pflanzlicher Herkunft zur Düngung der extrem ärmlichen Böden, intensive Bodenbearbeitung und ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem zur Vermeidung von sommerlichem Trockenstress, manuelle Lese sehr reifer Trauben und rigorose Selektion. So entstehen dichte, tiefgründige, elegante, biologisch erzeugte Weine mit einer ausladenden Frucht und von beeindruckenden Balance und Frische. Die Fachpresse ist voll des Lobes für die Erzeugnisse unseres Kleinods:
Die Domaine Aires Hautes gehört heute unzweifelhaft zur kleinen Elite der Weingüter des Languedoc!


301402 Aires Hautes, Minervois, rouge 2002 6,90 Euro
Tiefdunkles dichtes Rot, in der Nase verschwenderische Aromen von vollreifen schwarzen Beeren, Oliven, weißem Pfeffer und verführerischer Amarena-Kirsche, im Mund gesellt sich frisch gemahlener schwarzer Pfeffer hinzu, der Wein präsentiert sich weich, harmonisch und feingliedrig, die cremigen Gerbstoffe kaum vernehmlich, respektabler, feinherber Nachhall. Leicht gekühlt auch ein faszinierender Rotwein für wärmere Tage, ansonsten ein wunderschöner Alltagsrotwein aus niedrigen Erträgen von unter 30 hl/l. Rebsorten: Syrah, Grenache, Carignan und Cinsault;
zu genießen Ende 2004 bis 2007.

Aires Hautes, Minervois, rouge



301503 Aires Hautes, Malbec, rouge 2003 7,50 Euro
Ein gleich überragendes Preis-Genussverhältnis wie der Basiswein der Domaine bietet dieser verführerische, rebsortenreine Malbec, dessen Jahrgangsvorgänger bereits in „Alles über Wein” 6/02 im großen Report über die Weine des Languedoc zu den besten Schnäppchen der gesamten Region gezählt wurde.
Extrem dichtes, tiefes Rot mit purpurnen Reflexen, animierender Duft von sehr reif geernteten Brombeeren, Veilchen und Gewürzen der Garrigue, dazu ganz zarte Wildanklänge, im Mund sehr saftig, dicht, schmelzig, „warme Aromen”, reife Frucht, wunderbar weich am Gaumen, viel Fülle und Fruchtextrakt, dabei elegant und lang anhaltend, schöne Struktur, Aromen von Amarone im schmeichlerischen Abgang.
Vergessen Sie alles, was Sie bisher an unzugänglichen Malbec-Weinen aus anderen Regionen getrunken haben, dieser Wein bereitet trotz noch präsenter, jedoch weicher Tannine ab sofort hohen Genuss und ist ein idealer Begleiter zu Wildgerichten. Am zweiten Tag präsentiert er sich am schönsten, noch eleganter, harmonischer, weicher als unmittelbar nach der Öffnung, mit einer subtilen Aromatik. Extrem gutes Preis-Genussverhältnis; Potential bis mindestens 2007.



301602 Aires Hautes, „La Livinière”, rouge 2002 9,90 Euro
Seit Jahren ist der Preis für einen unserer meistverkauften Rotweine unverändert günstig geblieben. Denn die Brüder Eric und Gilles haben verstanden: Sie, die sie nie die Wurzeln ihrer bäuerlichen Herkunft vergessen haben, sie, bei denen Gastfreundschaft keine leere Worthülse ist, sondern unvergessliche Abende mit himmlischen leiblichen Genüssen und intensiven Gesprächen bedeutet, haben wirklich begriffen: Das Languedoc darf niemals seinen einzigartigen Vorsprung verlieren, der diese von ihren so unterschiedlichen, aber jeweils erstklassigen Böden und ihrem privilegierten Klima gesegnete Region in den letzten Jahren zu einem weltweit einzigartigen El Dorado für preisbewusste Weinliebhaber hat werden lassen: herausragende Terroirweine mit einem großartigen Preis-Genussverhältnis zu produzieren, was ihren legendären Ruf bei Liebhabern in aller Welt vor mehr als einem Jahrzehnt begründet hat. Diese verführerisch duftende, zutiefst dunkelrote Cuvée aus Syrah, Grenache und Carignan besitzt ausladende, komplexe Aromen nach reifen Beeren (Heidelbeeren und Cassis), feinen orientalischen Gewürzen, Oliventapenade, Pfeffer, Kakao und, nach längerer Öffnung immer deutlicher vernehmbaren Schokoladentönen.
Am Gaumen von eleganter Struktur, opulenter Reife sowie einer eher kühlen, expressiven Aromatik; dabei dicht und füllig sowie samtig weich. Ungemein schmeichlerisch schmiegt sich die reife, cremige Frucht bis in den letzten Winkel der Mundhöhle, es betören verführerische, noble Schokoladenaromen. Hinzu kommt eine für einen Languedocwein wunderbare Frische infolge perfekt eingebundener, weicher Säure, enorm viel Nachhall, die rassigen, reifen Gerbstoffe bestens integriert, eine perfekte Balance von Frucht, Körper, Tannin, Säure und Extrakt und daher ein phantastischer Essensbegleiter.

Der Verzicht auf die separate Abfüllung der Spitzencuvée Clos Escandil und die Beigabe der hiervor vorgesehen Fässer in diese Cuvée hat zu diesem sensationellen Erfolg beigetragen.
Paula Bosch, Deutschlands bekannteste Sommelière („Tantris”, München), würdigte den vergleichbaren Vorgänger dieses Wein in ihrer wöchentlichen Kolumne in der Süddeutschen Zeitung „als zweifellos zum Besten gehörend, was das Languedoc zu bieten hat. Ein Schmusewein ohne langweilige vordergründige Frucht, mit langem kraftvollem Finale. Eine einzige Verführung zum Weitertrinken.”
Bereits ab sofort ein schmeichlerischer Hochgenuss, Höhepunkt Ende 2005 bis 2008.

Aires Hautes, „La Livinière”, rouge



301701 Aires Hautes, „Clos de l’Escandil”, rouge 2001 , statt 21,00 nur 19,50 Euro
Dieses großartige Elixier von perfekt gereiften Trauben sehr alter Rebstöcke aus dem besten Terroir von „La Livinière” gehört zweifellos zu den größten Weinen des gesamten Midi! Steht fast schwarz im Glase mit rubinroten Reflexen; die Nase wird betört von einem Strauß verführerisch duftender Aromen, enorm viel süße Frucht, ähnlich großen Prioratweinen, vollreife, „dralle”, schwarze Beeren, dazu exotische Aromen, wirkt ungemein sinnlich, ja lasziv fast, feine Schwarzkirschenanklänge, das Holz bester Tonneliers aus dem Burgund perfekt integriert.
Am Gaumen sehr konzentriert, dicht, enorm füllig, südliche Wärme, wirkt wollüstig in seiner barocken Fülle und verfügt dennoch über eine enorme Frische und Finesse. Ein großer, herrlich balancierter Wein mit dem Potential zum Kultstaus, ein sinnliches Gewächs, das verzaubert und das mir bei meinem letzten Besuch auf der Domaine zu einem von Gilles erlegten und von „Mama” Chabbert am offenen Kaminfeuer im Wohnzimmer traumhaft zubereiteten Wildhasen phantastisch mundete. Großer Stoff, kleiner Ertrag (22 hl/ha) aus den Edelreben Syrah, Mourvèdre und Grenache!

Die französische Fachpresse überschlägt sich mit Lobeshymnen: „Coup de coeur” im Guide Hachette; Bettane & Desseauve, Hrsg. der Bibel der französischen Weinkritik, des „Classement 2005 der besten Weine”, zählen ihn zu den 10 größten Rotweinen des Languedoc. Und in einem Anfang Dezember 04 erschienen Special der Revue du vin de France über die besten Weine Frankreichs wird Gilles wegen dieses „reichhaltigen, kraftvollen, aromenintensiven Weines mit seinen phantastisch reifen Tanninen und der gleichzeitig großartigen Frische und Finesse, einer Cuvée also höchster Qualität zu weisem Preis, zu einem der ‚Männer des Jahres’ gewählt:” Herzlichen Glückwunsch Gilles Chabbert für diesen emotional aufwühlenden Referenzwein aus Frankreichs wildem Süden!
Bereitet jetzt schon großes Trinkvergnügen, wird noch harmonischer mit der Zeit, Höhepunkt Ende 2006 bis 2015.

Einführungspreis, gültig bis 28. Januar 2005, danach 21,00 Euro!


Die letzten Flaschen des ebenfalls hervorragenden, bereits trinkreifen 2000ers bieten wir zum Schnäppchenpreis:

301700 Aires Hautes, „Clos de l’Escandil”, rouge 2000 , statt 21,00 nur 18,00 Euro

Aires Hautes, „Clos de l’Escandil”, rouge



Domaine Vincent Girardin - Santenay

Vincent Girardin ist einer der ehrgeizigsten Winzer des Burgund: Naturnaher Anbau, ertragsschwache Klone, schwachwüchsige Unterlagsreben und teilweise sehr alte Rebstöcke sind die Basis zur Erzeugung wahrlich großer weißer und roter Burgunder, Weine voller Klarheit, Finesse und exzellenter Struktur, großer Komplexität und faszinierender Tiefe, mit einer schönen Balance und einer hervorragenden Konzentration. Heute präsentieren wir Ihnen aus dem großen Burgunderjahrgang 2002 unseren seit Jahren beliebten Premier Cru aus Maranges, einen Pinot Noir „mit ähnlichen Qualitäten wie 1985, aber noch deutlich strukturierter” (Girardin), den sich Liebhaber dieser kapriziösen Rebsorte auf keinen Fall entgehen lassen sollten!


212302 Girardin, Maranges 1er Cru „Clos des Loyères”, Vieilles Vignes rouge 2002 17,90 Euro
Für viele Liebhaber und Kenner besitzt dieser exzellente Pinot Noir ein unerreichtes Preis-Genussverhältnis im gesamten Burgund und bildet so die eigentliche Sensation im Portfolio von Girardin. Seit mehreren Jahren schon zeigt dieser Wein eine Klasse, dass man sich verwundert fragt, warum denn nicht mehr Winzer solche Spitzenburgunder zu so angenehmen Preisen anbieten können. Dunkelrote Farbe, im Duft eine sehr feine Frucht, insbesondere süßliche schwarze Beeren, nach längerer Öffnung auch Kakao und pralle, reife, süße Kirschen, dazu ein Hauch getoastetes Holz, am Gaumen sehr dicht, saftig, überraschend tiefe und reichhaltige Frucht, feinst balanciert, harmonisch und angenehm weich zugleich, lang anhaltend, festes, kompaktes, seidiges Tanningerüst.

Clive Coates, einer der renommiertesten Kenner des Burgund, schwärmt von diesem „sehr konzentrierten, herrlichen, prachtvollen Wein” und vergibt angesichts des moderaten Preises sensationelle 17/20 Punkten!
Nach mehrstündigem Dekantieren bereits ab sofort als Essensbegleiter ein großer Trinkgenuss, Höhepunkt 2007 bis 2015.



ÖSTERREICH

Weingut Prieler - Neusiedlersee-Hügelland

„Du musst die Natur belauschen. Das Wechselspiel zwischen Klima und Boden nutzen. All Deine Erfahrungen einbringen, die Du in vielen Jahren rund um die Faktoren Wärme, Licht und Feuchtigkeit gesammelt hast. Und vor allem musst Du mit der Natur arbeiten. Niemals gegen sie. Daher haben wir bereits seit Jahren auf naturnahen Anbau umgestellt. So einfach sind die Grundlagen für große Weine von authentischer Qualität”. Was Engelbert Prieler so gelassen ausspricht, als „einfache” Wahrheit bezeichnet, ist in der Realität das Resultat harter handwerklicher Arbeit auf großartigen Böden in besten, geschützten Lagen im einzigartigen Mikroklima des Neusiedler Sees mit einer intensiven Sonneneinstrahlung. „Nicht der Mensch, der Boden macht den Wein”, ergänzt Silvia Prieler, promovierte Mikrobiologin, die seit 1997 tatkräftig ihren Vater in Weinberg, Keller und Marketing unterstützt.

Und die Region Neusiedlersee-Hügelland, traumhaft am Westufer des Sees gelegen, erweist sich als äußerst vielseitig, was ihre Böden und Rebanlagen betrifft. In den sonnenverwöhnten, sanft hügeligen Spitzenrieden von Schützen am Gebirge liegen alle Top-Lagen der Prielers inmitten eines romantischen Naturschutzgebietes. In der Kessellage des Seebergs reifen Weißburgunder- und Chardonnaytrauben auf hellen, steinigen Kalkböden, die für Fülle und eine feine Mineralität im fertigen Wein sorgen.
Tiefgründiger, sandiger Lehm findet sich auf der Johanneshöhe. Dort bringt die Sorte Blaufränkisch fruchtige, saftige Weine mit pfeffriger Würze hervor - burgenländische Klassiker. Der Lehm speichert die Feuchtigkeit, weshalb diese Lage in den häufig trockenen Sommern besonders begünstigt ist. Karger Schieferboden, mit Ton und Lehm unterzogen, ist am Goldberg Fundament für herausragende Blaufränkische Weine von mächtiger Dimension und mineralischer Vielschichtigkeit. Die windgeschützten Rebhänge sind großteils nach Süden und Osten ausgerichtet und fangen die ganze Kraft der Sonne ein. Der steinige Untergrund speichert die Wärme des Tages und gibt sie in den Nächten wieder ab. Der nahe gelegene See sorgt für ein unvergleichliches Mikroklima mit warmen Herbsttagen und milden Temperaturen das ganze Jahr. Er verhindert die gefürchteten Spätfröste im Frühling, in der Trockenheit des Sommers spendet er willkommene Feuchtigkeit und er mildert die kalten Herbstnächte. Ein zweiter wichtiger Einflussfaktor ist das Leithagebirge im Rücken der Kessellagen. Es schützt die Riede vor kalten Westwinden und sorgt umgekehrt an heißen Sommerabenden für Kühlung. See und Gebirge ermöglichen den Trauben eine lange Vegetationsperiode und ein optimales Ausreifen und somit die conditio sine qua non einer komplexen Aromenbildung.

Naturnaher Anbau, eine rigorose Mengenbeschränkung, ein kurzer Rebschnitt, aber eine hohe Laubwand zur besseren Photosynthese sowie eine rigorose mehrfache Traubenselektion von Hand sind die wesentlichen Kennzeichen der Prieler’schen Qualitätsphilosophie in den Rieden, vorsichtige Pressung, soweit als möglich Verwendung von weineigenen Hefen, temperaturkontrollierte Vergärung sowie schonender Ausbau im Edelstahl und in gebrauchten wie neuen Holzfässern kennzeichnen die sensible Arbeit im Keller:
Das so sympathische und ungemein gastfreundliche Ehepaar Prieler, Engelbert und Irmgard, das 1972 das elterliche Gut übernahm, hat, zusammen mit ihrer innovativen Tochter Silvia, ihren ureigenen Stil gefunden und ihren Weinen eine unverwechselbare Handschrift gegeben mit einprägsamer Frucht, großartigem Rebsorten- und subtilem Terroircharakter.

In Österreichs Fachpresse werden sie, völlig zu recht, hymnisch gefeiert (so bezeichnet beispielsweise der Gault Millau die Domaine als burgenländisches Paradeweingut, Auszeichnungen wie „Österreichs Winzer des Jahres” u.a. aufzuzählen, hieße die bekannten Vögel, von denen man in den Pinwänden gemeinhin wenig hört, nach Athen tragen) und ihre Weine mit Preisen überhäuft. Engelbert Prieler, Frohnatur und Genussmensch gleichermaßen, mit strahlenden Augen und großen, zupackenden Händen, vermittelt im engagierten Gespräch eine profunde Kompetenz und ist ein höchst kreativer Perfektionist, der nicht nur zu den besten Winzern des Burgenlands gehört, sondern mittlerweile zur Elite der gesamten österreichischen Winzerszene.


731103 Prieler, Pinot Blanc Seeberg 2003 9,50 Euro
Von alten Reben auf kalkigen Sandböden aus relativ hoch gelegenen und damit kühleren Lagen stammt dieser feinfruchtige, ungemein süffige Weißburgunder, ausschließlich spontan vergoren, lange auf dem Hefelager belassen und ausgebaut im Edelstahl. Schönes, sattes Gelbgrün in der Farbe, tiefgründige, intensive Aromen von Grapefruit, Orangen, Kräuter und würzige Haselnuss-Mandel-Noten. Am Gaumen eine bemerkenswerte Fruchttiefe und Extraktsüße, ein sehr harmonischer, cremiger Wein mit viel Finesse und Spiel und zart mineralischen Noten sowie, infolge einer feinsaftigen, lebendigen Säure, ein verführerischer, jugendlicher Charme in Verbindung mit kraftvoller Eleganz und saftig-geschmeidigem Schmelz.

Der beliebte Jahrgangsvorgänger wurde von A LA CARTE 2004 mit sensationellen 93 Punkten angesichts seines so genussfreundlichen Preises geadelt. Der heute präsentierte große 2003er (Vinaria: „Best buy unter 12 Euro, Platz 1” und eine herausragende Punktewertung) wird vom Gault Millau 2005 mit dem Prädikat „Extraklasse” als besonderer Tipp gefeiert. Jancis Robinson, international hoch angesehene Weinexpertin und „Master of Wine” urteilt treffend: „As for Pinot Blanc in Burgenland, the champion here is Prieler”.
Zu genießen ab sofort bis mindestens 2007.



731603 Prieler, Chardonnay Sinner 2003 9,90 Euro
Von mageren, kalkigen Sandböden stammen die handverlesenen Trauben dieses spontan vergorenen, köstlichen klassischen Chardonnays, der nichts, aber auch gar nichts mit den uniformen, austauschbaren, langweiligen und vom Holz dominierten Weinchen aus Übersee zu tun hat, die Sensorik und Magen in geradezu penetranter Art und in durchaus vergleichbarer Weise wie handelsübliche Softdrinks traktieren.
Dahingegen begeistert dieser im Edelstahltank ausgebaute „von kühlen Fruchtaromen und Weißbrotnoten durchsetzte Chardonnay Sinner, der am Gaumen Saft und Kraft vereint vom ersten Schluck im Glase an und stellt im Jahrgang 2003, einem hervorragenden burgundischen Jahrgang mit viel Schmelz und Cremigkeit, eine Bank dar”, urteilt euphorisch Österreichs Weinmagazin VINARIA, 5/2004. Uns begeistert der schöne würzige Duft mit gelben Früchten und zarten Kräutern sowie die tiefe Birnenfrucht und das feine Spiel am Gaumen. „A la Carte 2005” lobt die „knackige Mineralik; den saftigen Biss, die feinen Vanilleschoten, die Saftigkeit, Feinheit und schöne Länge” und vergibt zu Recht 90 Punkte.
Zu genießen jetzt bis mindestens 2008.



731502 Prieler, Chardonnay Seeberg 2002 19,90 Euro
Einen großen barriqueausgebauten Chardonnay dieser absoluten Spitzenklasse aus Österreich haben Sie garantiert noch nicht im Glase gehabt: „In der Nase feine Feuersteinanklänge, fast wie ein Chablis, am Gaumen frisch, stoffig und mineralisch, sehr schwungvoller Stil, feiner Grapefruittouch im langen Abgang”, urteilt begeistert der FALSTAFF und nimmt ihn mit 92-94 Punkten in die „Ehrentafel der (kleinen Elite) der besten Weißweine Österreichs der Jahrgänge 200/2/3” auf. Infolge einer späten Handlese Anfang Oktober und der Vergärung und Lagerung in neuen Barriques erlauchter Provenienz auf der Feinhefe für 20 Monate betören in der dicht gewirkten, holzwürzigen Nase feinste Feuersteinanklänge, Mineralien und etwas Rauch in bester burgundischer Tradition.
Am Gaumen komplex, stoffig und wiederum tief mineralisch, ein eleganter, fast tänzerischer Stil, dazu eine saftige Frucht mit bestens integriertem Holz, ausgezeichnet strukturiert, hat Biss und Tiefe sowie eine tolle Länge.

Die gelungenen Weine des Jahrgangs 2002 sind in ganz Österreich grandios. Sie sind hocharomatisch, bestens gereift und beseelt von einer inneren Harmonie, wie sie nur ein großer Jahrgang aus extremen Bedingungen zusammenführen kann - sie präsentieren sich frisch, duftig, dicht und gewaltig zugleich - und sind dabei alles andere als alkoholisch oder säurearm!
Ganz aktuell, am 7. Dezember 2004 präsentierten sich die „Besten der Besten” im Schloss Schönbrunn zur größten Weinverkostung Österreichs, der „international austrian wine challenge”. Und der Sieger der Rubrik Chardonnay im großen Jahrgang 2002 ist - der Chardonnay Seeberg unserer sympathischen Prielers. Herzlichen Glückwunsch!
Probieren Sie unbedingt diesen charaktervollen Chardonnay mit legendärem Entwicklungspotential: Er entlarvt gnadenlos die meisten Übersse-Chardonnays und viele teure Prestigeweine aus Burgund als das, was sie sind: stinklangweilig und eindimensional.

Zu diesem Preis ein grandioses Trinkvergnügen - ein Maßstab in seiner Preisklasse, der unerreicht sein dürfte. Endlich kann man Chardonnay - neben all unseren tollen Rieslingen - wieder mit größter Freude genießen!
Zu genießen ab sofort (Dekantieren), Höhepunkt 2006 bis 2015.



731202 Prieler, Blaufränkisch Johanneshöhe 2002 9,90 Euro
Von sandigen Lehmböden, mit Kieselsteinen durchsetzt, stammen die handverlesenen, extrem selektierten, kleinbeerigen Trauben, die spontan im Edelstahl vergoren und danach 18 Monate in großen Eichenfässern bzw. gebrauchten Barriques ausgebaut wurden. In der Nase ein faszinierend kühler, mineralischer, zart rauchiger Duft von Sauerkirschen, frischen Brombeeren, schwarzen Johannisbeeren und weißem Pfeffer; sehr einladend. Am Gaumen eine feste, würzige, profunde Fruchttiefe, ein zugleich eleganter als auch dichter Körper, cremige Tannine, griffige Art, mit sehr gut integriertem Holz, würzig-mineralischer, finessenreicher Abgang.

Übrigens: FALSTAFF zählt unseren 2002 Blaufränkisch Johanneshöhe - zu den „BEST BUYS” und VINARIA urteilt, dass dieser „fruchtbetonte, pikante Rotwein alle seine Vorgänger klar übertrifft”. Und wir wissen, wie gut Ihnen bereits der 2001 gemundet hat!
Zu genießen ab sofort, doch ein eindrucksvolles Vergnügen bis wenigstens 2008, ein idealer Begleiter zu allen Arten von Wildgerichten, Rind und Pasta.



731702 Prieler, Schützner Stein, rot 2002 21,00 Euro
Durch die idealen Wachstumsbedingungen rund um das Naturschutzgebiet des Schützner Steins mit seinen optimalen mikroklimatischen Bedingungen besitzen die besten Weine von handwerklich arbeitenden Betrieben wie die der Prielers viel Frucht, saftig-weiche Gerbstoffe und eine schmelzige Textur, so dass der Rotweine weich, reif und verführerisch über die Zunge gleiten.
Dunkle Beeren, Weichseln, schwarze Johannisbeeren mit feiner Kräuterwürze, Thymian, ein Hauch von Bitterschokolade und Kaffee sowie feine mineralische Noten faszinieren in der Nase. Am Gaumen präsentiert sich diese phantastische Cuvée aus Blaufränkisch und Merlot saftig und fruchtig, mit herrlichen Wildkirschnoten, feinen Röstaromen und toller Struktur, Würze und Balance, viel Power mit elegantem mineralischem Spiel, feinen Tanninen und schöner Länge, im betörenden Abgang wieder dunkle Frucht und mineralische Noten.
Von „A La Carte 2005” mit 93 Punkten geadelt!
Toller Essensbegleiter! Schon jetzt angenehm zu trinken, am besten aber zwischen 2006 und 2015.



731400 Prieler, Blaufränkisch Goldberg 2000 55,00 Euro
Für mich einer der großen Rotweine Österreichs, ein exemplarischer Referenzwein der neuen Winzergeneration Austrias, das im Konzert der großen Rotweine der Welt als Charakterdarsteller in der obersten Liga mitspielt - und brilliert.
Komplett im neuen Barrique reift Prielers Selektion von großartigen Reben der österreichischen Paraderebsorte, die von seinen besten Parzellen der Spitzenried Goldberg stammen. Der sehr steinige Schieferboden ist Teil einer erstklassigen Hanglage, die sich aufgrund des hohen Schieferanteils sehr schnell erwärmt.
Gepaart mit kühlen Nächten und rigoroser Ertragsbeschränkung (30 hl/ha) ergibt dies einen traumhaften Wein mit sehr viel Mineralität, feiner Eleganz und enormer Kraft.

26 Monate liegt dieser Riese von Wein, der zu den eindrücklichsten, aber zugleich auch feinsten Weinerlebnissen gehört, denen man im Laufe eines Weintrinkerlebens begegnen kann, im neuen Barrique und gewinnt hier eine aromatische Komplexität, die ihn den größten Rotweinen der Welt ebenbürtig macht.
In der Farbe ein dunkles Rubingranat mit zarter Randaufhellung, in der Nase ein sehr tiefer, mineralischer, fest gewirkter Duft von Kirschen und schwarzen Beeren, dabei holzwürzig und zarte Anklänge von Bitterschokolade, am Gaumen zeigt sich nach längerer Öffnung eine ungemein dichte, noble und sehr nachhaltige, perfekt gebaute Brombeerfrucht, schokoladige Textur, elegant und stoffig zugleich, die Tannine ungemein geschliffen, reif und edel, fein mineralisch, extrem nachhaltig, große Länge, riesiges Potential.
Eine solche überzeugende Kombination von Fruchtfülle, seidiger Würze und großartiger Tanninqualität, die in Europa sehr selten ist, eher die großen Gewächse von Clarendon Hill anklingen lässt, findet man nirgendwo sonst außer im Burgenland: Österreichischer Weltklassewein, eindrucksvoll strukturiert, mit großer Individualität, unverwechselbar in Stil, Charakter und Geschmack, Referenzcharakter!

Dieser große Wein wird mit Elogen überschüttet. So vergibt ihm A LA CARTE 2004 mit 96 Punkten die höchste Bewertung aller österreichischen Rotweine der Jahrgänge 99/2000/2001, ALLES ÜBER WEIN zählt ihn in einer großen gemeinsamen Verkostung der Jahrgänge 99/2000 zu den 10 besten Rotweinen des Burgenlands und ganz aktuell gewann er auf dem Hamburger Weinsalon zusammen mit einem Konkurrenten die Auszeichnung ROTWEIN DES JAHRES 2003.
Kultweinstatus!
Enormes Potential bis sicherlich nach 2015.

Prieler, Blaufränkisch Goldberg



DEUTSCHLAND

Weingut Kirsten

Die seit Jahren unverändert preis„werten” Weine von Bernhard Kirsten aus Klüsserath brillieren stets durch ihre regionsspezifisch ausgeprägte Fruchtigkeit, ihre Mineralität, ihre Konzentration und ihre Vollmundigkeit: Es sind Referenzweine dafür, mit welch cremiger Textur, „Feinheit, Würze und Tiefe” (Gault Millau) die großartigen Rieslinge von ambitionierten Winzern der Mittelmosel Liebhaber in aller Welt begeistern. Und da das junge, sympathische, weltoffene Winzerpaar Inge und Bernhard, das Ende der achtziger Jahre den Familienbetrieb übernommen hat, noch nicht den gleichen Bekanntheitsgrad und die internationale Reputation hat wie andere Top-Adressen der Mosel, besitzen ihre Weine auch nicht das Preisniveau, das ihren großartigen Qualitäten längst angemessen wäre.

Im extrem heterogenen 2003er Jahrgang hat Bernhard wiederum sein ‚goldenes’ Händchen bewiesen: Niedrige Erträge, ausreichend Kompostdüngung im Weinberg, tief reichende Wurzeln im feinerdigen Schieferboden und das Glück, des Tüchtigen - lokale Regenschauer zur rechten Zeit - haben ihn herrlich kraftvolle und fruchtbetonte Rieslinge mit sehr moderatem Alkoholgehalt vinifizieren lassen, eine wahre Wohltat in diesem heißen Jahrgang, der bei Kirstens neben dem 99er und dem in der Stilistik sehr ähnlichen 01er wohl der gelungenste ist, der bisher auf diesem Aufsteigergut produziert wurde: Unter Preis-Genussgesichtspunkten ist das Weingut Kirsten in diesem an der traditionsreichen Mittelmosel wahrlich großen Jahrgang nur schwerlich zu schlagen!
Dementsprechend lobt Eichelmann in „Deutschlands Weine 2005”: „Im Jahrgang 2003 überzeugt bei Kirsten wiederum jeder Wein. Alle sind sehr reintönig, füllig und konzentriert, ohne aber jemals dick oder sättigend zu wirken”. Und der Gault Millau urteilt begeistert: „Äußerst gelungene trockene Rieslinge, eine starke und beeindruckende Kollektion”. Vinophiles Herz: Was begehrst du mehr?


913103 Kirsten, Gutsriesling trocken 2003 5,80 Euro
Ein herrlicher zart-würziger Pfirsich-Apfelduft, unterlegt mit einer ausdrucksstarken mineralischen Note, begeistert schon in der Nase. Am Gaumen verwöhnt eine reife, geradlinige Frucht, perfekt eingewoben in eine feingliedrigre Säure, dazu zart kräutrig und wiederum eindrucksvoll mineralisch.
Rassig, feinsaftig und kraftvoll gleitet dieser so angenehm frische Riesling mit angenehm niedrigem Alkoholgehalt (gerade einmal 12%, eine Wohltat nicht nur im heißen Jahrgang 03) über die Zunge, absolute Spätlesequalität, daher in seiner so konsumentenfreundlichen Preisklasse ein herausragender Genuss- und Schnäppchenfaktor; sehr nachhaltig im harmonischen Abgang.
Einer der besten Gutsrieslinge des Jahres in Deutschland, ungemein süffig und traumhaft lecker!
Zu genießen ab sofort bis Ende 2006.



913203 Kirsten, Weißburgunder, trocken 2003 6,70 Euro
Dieser unkomplizierte im Edelstahl ausgebaute Weißburgunder fasziniert durch sein rebsortenspezifisches Aromenspiel, wirkt am Gaumen dicht und füllig, aber ebenfalls nicht wuchtig, vielmehr von eleganter Stilistik, da auch nur 12% Alkohol und daher angenehm frisch, extraktreich und mineralisch, ein traumhafter, ‚süffiger’, leckerer Terrassenwein und Essensbegleiter;
zu genießen jetzt bis Mitte 2006.



911003 Kirsten, Riesling Herzstück Klüsserather Bruderschaft Spätlese trocken 2003 9,80 Euro
Wohl balancierter, herrlich komplexer Riesling, vinifiziert aus perfekt gereiften, extrem selektierten Trauben aus dem Herzstück der erstklassigen Kernlage der Klüsserather Bruderschaft - von verwitterten Schieferböden mit feinerdiger Unterlage und großer Wasserhaltekraft. Tief mineralische Nase und die fruchtigen, glasklaren Aromen eines strahlenden Frühlingstages: Pfirsiche, Aprikose, kandierte Zitrusfrüchte Sehr eindringlich und wunderschön reintönig im Mund, kraftvoll, cremig, lang anhaltend, wohl noch dichter, fülliger und insbesondere mineralischer als der große, allseits so beliebte 01er; fein ziseliertes, tänzerisches Spiel zwischen einer milden Säure und leichtem Restzucker, der die Faszination dieser großen Spätlese ausmacht, die idealtypisch die Stilistik der weltweit gerühmten Rieslinge der Mittelmosel verkörpert.
Zu genießen ab sofort bis 2008.



911803 Kirsten, Riesling Spätlese „Alte Reben”, trocken 2003 12,50 Euro
Aus einem erst vor ein paar Jahren erworbenen, nur 1/2 Hektar großen „Paradewingert” (alte, ertragsarme Reben mit sehr kleinbeerigen, traumhaft aromatischen Trauben) in der Klüsserather Bruderschaft kommt dieser expressive, komplexe, trockene schmeckende Spitzenriesling.
In der Nase komplexe Aromatik , nobel und herrlich feinduftig, im Mund dann stoffig, enorm füllig, harmonisch, feinst ausbalanciert von der Zungenspitze bis zum betörenden Abgang, herrliche Frucht, verwoben mit tiefgründiger Mineralität. Seine Länge, die innere Dichte, die hochfeine Mineralität und die ungewöhnlich aromatische Konzentration machen diese großartige Spätlese zu einem eindrucksvollen Weinerlebnis. Welch ein Extrakt, welche Filigranität, wiederum mein Lieblingswein der Kirstens in ihrem herausragend gelungenen Jahrgang.
Zu genießen ab sofort bis wenigstens 2008.



911303 Kirsten, Riesling Auslese Klüsserather Bruderschaft 2003 0,5 l 13,50 Euro
Phantastische Auslese aus kerngesundem Lesegut (keinerlei Botrytis), die feinste Frucht mit großer Dichte grandios vermählt: sehr eindringliche, klare, reife Frucht, rassige Noten von Zitrusfrüchten, Aprikosen und Weinbergspfirsich, brillante Mineralität. Konzentriert legt sich dieser mächtige Riesling auf die Zunge, die cremige Substanz, der feine Körper, die großartige Struktur, die edle Mineralität werden schmeckbar und begeistern.
Herrlich stoffig, dicht, delikates Spiel zwischen Süße und bemerkenswerter Säure, bemerkenswerte Frische, sehr harmonisch, feine Balance, Klarheit, Finesse, sehr lang anhaltend. Unter Preis-Genussgesichtspunkten können Sie 2003 in Deutschland schwerlich eine bessere Auslese finden!
Zu genießen jetzt bis nach 2015.



913001 Kirsten, Rieslingsekt trocken 2001 9,50 Euro
Einer der genialsten dt. Rieslingsekte und seit Jahren ein Renner in unserem Programm, mit einer Cremigkeit und Finesse wie nie zuvor!



Weingut Reinhold Haart - Piesport

Die Familie Haart betreibt als die älteste Winzerdynastie im malerischen Piesporter Moselbogen bereits seit Jahrhunderten (1. urkundliche Erwähnung 1337) qualitativen Weinbau. Unter Kennern gilt die Lage Piesporter Goldtröpfchen als eines der herausragenden Terroirs der Mosel, da sie „von allen Lagen die überschwänglichsten Aromen hervorbringt” (Stuart Pigott) und in jeder Blindprobe durch ihre typische Aromatik, ihr feinduftiges Bukett und ihre Komplexität leicht identifiziert werden kann. Sie umfasst die untere Hälfte des beeindruckenden, nach Süden ausgerichteten steilen Hanges, der wie ein großartiges natürliches Amphitheater antiken Ausmaßes geformt ist und auch die letzten Strahlen der untergehenden Abendsonne wie ein riesiger Brennspiegel einfängt. Die Sonne heizt so ungehindert den Schiefer auf, wobei die Wasserfläche die Strahlen zusätzlich in die steilen Lagen reflektiert. In diesem besonders warmen, einzigartigen Mikroklima entwickeln die Weine eine für die Mosel rare Fülle und Saftigkeit sowie eine tolle Fruchtaromatik. Sehr privilegiert war diese so attraktive Region im heißen Jahrgang 03, da hier keinerlei Trockenstress aufgetreten ist: Der Schiefer ist bereits seit Äonen zu tiefgründiger Feinerde mutiert mit hoher Wasserhaltekraft, welche den Regen lokaler Gewitter wie einen Schwamm aufgesogen hat. Die lockerbeerigen Trauben lieferten somit ein kerngesundes Lesegut mit hohen Mostgewichten, die spontan vergoren fein ausbalancierte Weine ergaben.

Theo Haart, dieser sympathische Winzer, einer der Stillen im Lande, der immer nur die Qualität seiner filigranen Rieslinge im Glase sprechen lässt, bringt im an der Mittelmosel traumhaften Jahrgang 2003 („solche Jahre mit wenig Feuchtigkeit sind DIE Piesporter Jahrgänge schlechthin”) eine sensationell schöne Kollektion, „besser noch als die Vorgängerjahre” (Gerhard Eichelmann), auf den Markt, welche „perfekt die dichte, reife Frucht mit finessenreicher Säure (!) in Einklang bringt” (Gault Millau 2005).


915703 Haart, Piesporter Goldtröpfchen Riesling Kabinett 2003 8,90 Euro
Vor allem aus der Traumlage Goldtröpfchen kommen die Trauben für diesen mineralischen, verspielt klassischen Kabinett, der für viele Kenner der Szene zu den 10 besten Kabinetten des Jahrgangs in Deutschland gehört! Lassen Sie mich hierzu die Bewertung des renommierten Verkosters Sam Hofschuster im Internetweinführer www.wein-plus.de zitieren: „Sehr tiefer, intensiv mineralischer Steinobstduft. Dicht und saftig im Mund, sehr reife, süße Frucht und hochfeine Säure, mineralisches Fundament, perfekte Balance, nachhaltig, sehr animierend, lang. Ein großartiger Kabinett, hervorragend, 89 Punkte, zu genießen bis 2020.”
Dieser fein ziselierte Riesling demonstriert beeindruckend, warum ein Kabinett für viele Liebhaber den klassischen Moselwein par excellence darstellt, nicht zuletzt wegen seiner Leichtigkeit im Alkohol, die ihn zu einem wunderbaren Zechwein werden lässt, aber auch zum idealen Begleiter für leichte, feine Speisen.



915903 Haart, Piesporter Goldtröpfchen Riesling Erste Lage 2003 15,90 Euro
Tiefer, sehr komplexer Duft nach hochreifen Zitrusfrüchten und Steinobst mit präsenter Mineralik. Sehr fest gewirkt im Mund, klar und kühl, präsente Mineralität, zitrusartige, erfrischende Säure, tolle Finesse und beste innere Balance, sehr nachhaltig, hat Biss und einen mineralischen Abgang. Trotz seiner 16 g Restzucker bereits heute trocken schmeckend, ein Muss auch für Liebhaber erlesener Rieslinge, die sonst immer noch vor fruchtsüßen Weinen zurückschrecken.
Von ALLES ÜBER WEIN mit 92 Punkten bewertet und zu 10 besten Großen & Ersten Gewächsen/Lagen Deutschlands gezählt.
Zu genießen ab sofort bis mindestens 2008.



915203 Haart, Piesporter Goldtröpfchen Riesling Spätlese Erste Lage 2003 15,90 Euro
Tiefer, sehr mineralischer Duft nach kandierten Äpfeln, Aprikosen und Pfirsichen sowie ein Hauch von Cassis (typisch für die Lage Goldtröpfchen), auch Zitrusaromen mit einer intensiven Mineralik und feinster Kräuterwürze, dazu eigenwillige rauchige Aromen. Ungemein saftige Frucht mit feiner Säure, die sich traumhaft paart mit einer betörenden Fruchtsüße, enorme Finesse, durchdringendes mineralisches Rückgrat, zartwürzige Schiefernoten, große Tiefe, feines Spiel, komplex und sehr dicht, konzentriert, packender, endlos mineralischer Nachhall, hervorragende Länge. Eine sensationell gute Spätlese, elegant und verspielt, ein absolutes Meisterwerk mit nur 7,5% Alkohol!
Einer meiner persönlichen Favoriten: Terroir im Glas, sinnlich erfassbar; schier unglaublich gutes Preis-Genussverhältnis! Der gleich gute Jahrgangsvorgänger wurde vom Gault Millau zu den 10 besten Spätlesen des Jahres in Deutschland gezählt.
Zu genießen ab sofort bis 2015.



918103 Haart, Wintricher Ohligsberg Riesling Spätlese Erste Lage 2003 15,90 Euro
Die Rivalin! Tiefer, mineralischer, faszinierend süßlicher Duft von Pfirsichen, Limetten, Grapefruit und Aprikose. Am Gaumen sehr saftige, fest gewirkte Frucht mit intensiver, extrem feingliedriger mineralischer Würze. Eine fein ziselierte Säure und die noble Süße ergeben eine perfekte Balance, tänzelnder noch auf der Zunge, ‘nerviger‘ als die Spätlese Goldtröpfchen, konzentriert, dicht und nachhaltig, sehr klar und harmonisch, Schliff und subtiles Spiel, aber auch Fülle, Kraft und Cremigkeit, enormer Schmelz, ausgezeichnete Struktur, tiefgründig, extraktreich und sehr langes, ausdrucksstarkes Finale. Ein phantastischer, aristokratischer Rieslinggigant mit gerade einmal 7,5 % Alkohol, gewonnen aus einer Traube pro Trieb!
Nirgendwo auf der gesamten Welt gibt es noch einmal solche Parameter in einem großen Wein: Der lange Zeit in Vergessenheit geratene Ohligsberg (in alten Preislisten aus dem Jahr 1857 wird er allerdings als einer der teuersten Weine der Mosel ausgewiesen), eine extreme Steillage unmittelbar am Wasser, erlebt eine glänzende Renaissance, Kategorie persönlicher Lieblingswein!
Der Gault Millau urteilt: „Diese Spätlese mit dem Zeug zur Auslese brachte uns ins Schwärmen”.



915403 Haart, Piesporter Goldtröpfchen Riesling Auslese Erste Lage 2003 23,90 Euro
Tiefer, klarer, jugendlicher Duft von Steinobstaromen, reifem Pfirsich, exotischen Früchten, Mineralien und feinster Würze. Dicht gewirkte, feinsaftige Frucht, elegante Säure, sehr mineralisch am Gaumen und viel Druck, elegant und finessenreich, „sensible”, vibrierende Feinheit, ausgesprochen nachhaltig, besitzt enorm viel saftige Fülle und Tiefe, beste Balance, viel Frische, herausragende Mineralität, sehr lang.
Ein terroirgeprägter Weltklasseriesling mit einer mineralischen Extravaganz und unnachahmlichem Rieslingcharakter verleiht. Ein großer, souveräner, genialer Riesling, der emotional berührt, meine unbedingte Empfehlung! Vom Gault Millau mit 94 Punkten geadelt!
Noch verschlossen, aber ein Rieslingmonument erster Güte, das zwischen 2007 und 2030 mit zum besten gehören wird, was die Mittelmosel an Auslesen hervorbringen kann, eine perfekte Harmonie aller Aromen.



SPANIEN

Telmo Rodriguez

Telmo Rodriguez, der vielleicht begabteste und kreativste Kopf innerhalb der spanischen Winzerelite, produziert hochwertige Spitzenweine auf Weltklasseniveau genauso wie vorzügliche Alltagsweine mit einem phänomenalen Preis-Genussverhältnis. Heute präsentieren wir einen herausragenden Weißwein für den täglichen Genuss, der seit langem bereits zu den meist verkauften Weinen unseres Programms gehört. Kein Wunder: Die Compañía de Vinos Telmo Rodriguez erzeugt in modernem Stil hervorragende Weine mit einer ureigenen Handschrift, die einen ausgeprägten Terroircharakter besitzen und als Vorbild gelten für viele Weine Spaniens der neuen Generation.


420104 Rodriguez, Basa, Vino de Rueda blanco 2004 6,50 Euro
Einer der interessantesten trockenen spanischen Weißweine für unfassbar wenig Geld, eine sehr erfrischende Cuvée aus Verdejo (85%), Viura und Sauvignon Blanc. Explosive Nase, fruchtig, würzig, angenehme Säurestruktur, Aromen von Aprikosen, Pfirsich und exotischen Früchten, dazu mineralische Anklänge von der Verdejotraube. Frisch, fein balanciert und versehen mit einer seltenen Reinheit der Aromen und enorm viel Finesse für einen südländischen Weißwein.
Telmo Rodriguez selbst meint, er habe noch niemals einen Basa in einer derartigen Qualität vinifiziert!
Dieser herrliche Alltagswein aus einem großen Jahrgang im Nordwesten Spaniens (insbesondere in der Region Rueda, die von einem besonders günstigen Klima vor und während der Weinlese profitierte) ist für den baldigen Trinkgenuss konzipiert, also etwa bis Mitte 2006.



ITALIEN

Azienda Agricola Felline

In Apulien erzielen seit wenigen Jahren qualitätsorientierte Winzer vorwiegend mit den einheimischen Rebsorten große Erfolge und erlangten internationale Reputation. Voraussetzung für diesen Qualitätssprung war die Verknüpfung von Tradition im besten Sinne - insbesondere die Verwendung der regionalen autochthonen Rebsorten sowie eine radikale Mengenbegrenzung in den Hektarerträgen - mit einer modernen Verarbeitungstechnik in vollständig renovierten oder neu konstruierten Kelleranlagen. Eines der Vorzeigeobjekte für diese neuen Weine mit einem großartigen Preis-Genussverhältnis ist die Kellerei Felline in Manduria. Die Gebrüder Perucci produzieren unter Anleitung eines der renommiertesten - manche meinen gar des besten - italienischen Önologen, Roberto Cipresso, Rotweine voller Originalität zu kleinen Preisen.


681103 Felline, Alberello, rosso 2003 5,95 Euro
Dunkles Kirschrot in der Farbe, dem Glase entströmt eine betörende, leicht süßliche Fruchtnase, dazu Kirsche, Pflaumen und Veilchen; wie seine Vorgänger ein Schmeichler des Gaumens mit seiner herrlich reifen, saftigen Frucht, dazu reife Kirschen und feinste Gewürzanklänge. Die präsente, sehr angenehme Säure verleiht dem Wein eine traumhafte Frische, mit der für seine Preisklasse selten anzutreffenden Dichte und Eleganz erfreut er die Zunge, die cremigen, Tannine sind perfekt eingebunden in die zarte Frucht: Ein Musterexemplar für die neue Generation süditalienischer Alltagsweine, die wieder so richtig Lust machen, sich den Weinen dieses wunderschönen Landes zuzuwenden. Phantastisches Preis-Genussverhältnis.
Zwei Gläser im Gambero Rosso 2005 und die Auszeichnung für ein besonders gutes Preis-Genussverhältnis!
Zu trinken ab sofort bis 2007.

Felline, Alberello, rosso



681203 Felline, Primitivo di Manduria, rosso 2003 9,30 Euro
Tiefes, dunkles, sattes Rot in der Farbe, in der Nase sehr tiefgründige, feinwürzige Beerenaromen, dazu reife Pflaumen und balsamische Noten; am Gaumen dicht, füllig, sehr saftig, samtige Beerenfrucht, Noten von Lebkuchen, Zimt und Nelken, dazu weiche, herrlich cremige Tannine. Dieser Schmeichler der Sinne macht von Glas zu Glas mehr Lust zum weiter „Süffeln”, bemerkenswert seine fast ungewöhnlich „kühle” Stilistik für einen Süditaliener. Jahrgangsbedingt nochmals besser als seine auch schon herausragenden Vorgänger, der 01er, der wie der 03er vom Gambero Rosso mit zwei Gläsern und einem Stern für sein ausgezeichnetes Preis-Genussverhältnis ausgezeichnet wurde und der 02er, der von VINUM mit 17/20 Punkten als Top-Tipp des Monats und der Empfehlung „unbedingt kaufen” geadelt wurde.

Felline, Primitivo di Manduria, rosso



Bartolo Mascarello - Piemont

„Der letzte Mohikaner”

Sein Name ist Programm: Zusammen mit Giacomo Conterno und Bruno Giacosa zählt Bartolo Mascarello, ein hoch gebildeter und sich nimmer müde der Wahrheit verpflichtend fühlender Humanist, zu den berühmten Traditionalisten des Piemont, dem „Land am Fuße der Berge”, dieser herben, aber bezaubernden Schönheit und kulinarischen Perle im Nordwesten Italiens. Hier in Barolo verbrachte Mascarello sein gesamtes Leben, in seinem kleinen Haus und in seiner kleinen altmodischen Kellerei, ohne jemals, und dies klingt fast unglaublich bei seiner Erfolgsgeschichte, den Verlockungen des Ruhmes oder des Geldes zu erliegen.

Seit jeher besitzt seine Familie die gleichen exzellenten, ökologisch bewirtschafteten Weinberge („das schönste Fleckchen Erde auf der Welt”) mit alten Rebstöcken, die er hegt und pflegt wie seine Kinder und seit jeher macht er nur EINEN einzigen, streng selektierten Wein aus kleinen Erträgen, der die komplexen Aromen seiner unterschiedlichen, hochwertigen Terroirs (Cannubi, San Lorenzo, Rué, Rocche di Torriglione) in unnachahmlicher Harmonie in sich vereint: Einzellagen- oder gar Barriqueausbau hasst er zumindest ebenso wie die Jagd nach Journalistenpunkten.

„Ich bin Traditionalist”, erläutert Mascarello seine Lebensphilosophie. „Ein Baroloproduzent sollte authentischen Barolo erzeugen, denn ein Kunde, der einen Wein trinken will, der nach Cabernet schmeckt, kann diesen in Bordeaux oder Australien kaufen. Vielleicht bin ich so etwas wie der letzte Mohikaner, aber ich mache einen traditionellen Wein für Feinschmecker, der gereift so schmeckt, wie ein großer Barolo schon immer geschmeckt hat: ein unvergleichlicher Duft nach verwelkten Rosenblüten und Veilchen, aber kein Hauch von Barrique oder Vanille”.

619100 Mascarello, Barolo 2000 55,00 Euro
Wie stets in seinem Jungweinstadium noch etwas unnahbar, aber bereits seine große Eleganz, seine Komplexität und seinen ganzen Finessenreichtum andeutend, zeigt dieser herrlich traditionelle Barolo „aus einem Jahrhundertjahrgang” (WINE SPECTATOR) dennoch schon die Charakteristika seiner großen Lagen, aus denen das erstklassige Traubenmaterial stammt: In der Farbe ein mittleres Rubin-Granatrot mit typischem Orangenrand, dann eine wunderbar reintönige, dicht gewirkte, tiefgründige, ‚burgundisch’-finessenreiche Nase von roten Früchten, schwarzen Kirschen, Rosen, geräucherten Schinken, unterlegt von einem Hauch von Zimt und Teeblättern. Am Gaumen Anklänge an mineralische Noten, Tabak, Leder und Teer, dazu feine, seidene Tannine von klassischer Adstringens, herausragende. Struktur, perfekt eingebundenes, markantes Säuregerüst und eine feinst fokussierte Länge. Ein sehr authentischer, klassischer Wein, noch mit Ecken und Kanten versehen, die sich im Laufe der nächsten Monate und Jahre abschleifen und einer großen inneren Harmonie und einer phantastischen Finesse Platz machen werden.
Großes Alterungspotential wie bei allen Baroli von Mascarello, zu genießen ab Herbst 2006, Höhepunkt 2008 bis nach 2020.




Herzliche Grüße aus Saarlouis,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann