Saarlouis, im November 2004

PINwand Nº 90


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

in unserer heutigen Pinwand präsentieren wir Ihnen vom sizilianischen Weingut Cusumano den Rotwein mit dem besten Preis-Genuss-Verhältnis ganz Italiens, so das Urteil des Gambero Rosso.

Von Freunden großer deutscher Rieslinge sehnlichst erwartet werden die herausragenden 03er Weine von Dirk Würtz.

Auf der iberischen Halbinsel brilliert wieder einmal mehr Telmo Rodriguez mit großen Rotweinen und aus dem Dourotal bieten wir Ihnen große Portweine der Quinta das Heredias zu sensationell niedrigen Preisen.

Aus Bordeaux kommt ein atemberaubend schöner und bezahlbarer Rotwein von Château d’Agassac und aus dem Süden Frankreichs präsentieren wir Klassiker unseres Programms von Força Real, Pierre Clavel, Santa Duc sowie der Domaine Fondrèche.


Herzlichen Dank für Ihre überwältigende Resonanz auf unsere Dankeschön-Aktion der letzten Pinwand, auf vielfachen Wunsch Ihrerseits verlängern wir dieses Angebot für alle Artikel unseres Programms bis zum 30.11.2004:

Ab 130,- Euro Bestellwert aus unserem gesamten Sortiment schenken wir Ihnen aus Griechenland 41545 Agro Vim, Iliada, Bio Organic, Olivenöl Extra Vergine, PDO Kalamata (0,5 l, 7,20 Euro, im Feinschmecker unter den besten 35 Olivenölen der Welt gelistet),
ab 250,- Euro das wohl beste portugiesische Öl überhaupt, 31221 CARM, „Grande Escolha” D.O.P., Olivenöl Extra Vergine (0,5 l, 14,90 Euro) von Carm und
ab 400,- Euro Bestellwert das in der letzten PINwand beschriebene Kultöl aus Ligurien von Roi von über 400jährigen Olivenölbäumen, 31106 ROI, Cru Riva Gianca, Olivenöl Extra Vergine D.O.P. (0,25 l, 35,00 Euro)


Wiesbadener Event:

Am 27. November 2004, dem ersten Adventssamstag, präsentiert Pinard de Picard von 13.00 - 19.00 Uhr inmitten der Wiesbadener Innenstadt (Taunusstrasse 19), in einem renommierten Club, dem „Plan-B”, einem interessierten Publikum die Pilotsendung des TV-Magazins „Vinum”, in Zusammenarbeit mit dem Produzenten der Sendung, Markus Vahlefeld, sowie ihrem Moderator, dem bekannten Fernsehjournalisten Ulrich Kienzle („Frontal”, Kienzle & Hauser).
Aus diesem Anlass kann ein attraktiver Querschnitt von Weinen aus unserem Sortiment verkostet und anschließend auch erworben werden. Wir laden alle unsere Kunden herzlich ein, an dieser Veranstaltung teil zu nehmen. Nicht nur Markus Vahlefeld, Ulrich Kienzle und Tino Seiwert, sondern auch Roman Niewodniczanski vom Weingut Van Volxem, Deutschlands Shooting-Star von der Saar und porträtierter Winzer der Sendung, werden persönlich anwesend sein und zum Fachsimpeln zur Verfügung stehen.
Gute Parkmöglichkeiten bestehen in den Parkhäusern „Coulinstraße” und „Am Markt”.


In letzter Minute eingetroffen, daher noch ohne Beschreibung, aber Freunden der betreffenden Weingüter wärmstens anempfohlen, sind folgende Klassiker unseres Programms:

111103 Kreydenweiss, Kritt Pinot Blanc „Les Charmes” 2003 9,90 Euro



111403 Kreydenweiss, Gewürztraminer Kritt „Les Charmes” 2003 15,50 Euro



911103 Kirsten, Riesling Wolkentanz trocken 2003 5,50 Euro



In Pinwand 88 präsentierten wir Ihnen die großartigen Weine von Château du Cèdre aus dem Jahrhundertjahrgang 2002 im Cahors. Die Resonanz war überwältigend, deutlich größer noch als in den Vorgängerjahren, Direktorder und begeisterte Nachbestellungen plünderten unser nicht unbeträchtliches Kontingent im Handumdrehen.
Pascal Verhaeghe, ungemein sympathischer, visionärer und innovativer Weinmacher belgischer Herkunft, von so manchem Winzerkollegen hinter vorgehaltener Hand respektvoll als primus inter pares seiner Zunft in Frankreich apostrophiert und zweifellos der Initiator und die Seele der Renaissance der großen Cahorsweine, half uns mit weiteren Zuteilungen aus der Patsche, so dass wir Ihnen seine phantastischen 02er noch einmal anbieten können:

502102 Château du Cèdre, „Le Prestige”, rouge 2002 12,90 Euro

Château du Cèdre, „Le Prestige”, rouge



502202 Château du Cèdre, „Le Cèdre”, rouge 2002 26,00 Euro

Château du Cèdre, „Le Cèdre”, rouge



502402 Château du Cèdre, „Grande Cuvée”, rouge 2002 59,90 Euro

Château du Cèdre, „Grande Cuvée”, rouge



Verlängerte Öffnungszeiten:

An den drei Adventssamstagen im Dezember haben wir unser Ladengeschäft jeweils von 10.00 - 17.00 Uhr für Sie geöffnet.


ITALIEN

Cusumano - Sizilien

Aktueller Gewinner des „National Oscar” des Gambero Rosso für den Rotwein mit dem besten Preis-Genussverhältnis ganz Italiens!

Sizilien, ein Fächer voller unterschiedlicher Böden, vielfältiger Landschaften und intensiver Farben, umrahmt vom blauen Schimmer des nahen Meeres, ein Land voller Schönheit - aber auch innerer Widersprüche: So will es Kennern der Szene partout nicht einleuchten, dass in einer klimatisch derart privilegierten Region, die im Durchschnitt immerhin acht Millionen Hektoliter Wein jährlich produziert, ein beachtlicher Teil des gekelterten Rebsaftes gemäß der EU-Praxis zur Bewältigung von Überschüssen steuergeldsubventioniert in den Destillieranlagen endet und dass der Anteil an empfehlenswerten Weinen überhaupt vielleicht gerade einmal 5% der Gesamtproduktion ausmacht, die Spitzenweine gar noch wesentlich dünner gesät sind.
Denn Sizilien bietet mit seinem ungeheuer vielfältigen Terroir seit jeher optimale Voraussetzungen für den Weinanbau: Hohe Sonneneinstrahlung zur Erzielung kerngesunden, vollreifen Lesegutes, wenig Niederschläge, gebirgiges Terrain mit vorzüglichen Hanglagen in exzellenter Ausrichtung und teilweise extrem ärmliche Böden, große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht infolge der Höhenlage vieler Weinberge und der Erhalt wertvoller autochthoner Rebsorten, all diese Faktoren sind wie geschaffen zur Erzeugung großer, eigenständiger, unverwechselbarer Weinunikate.

Doch nur ganz langsam kommt das sizilianische Weinschiff nach Jahrzehnten des Dahindümpelns in Fahrt. Somit gibt es erst einige wenige Namen großer Persönlichkeiten, die weit über Insiderkreise hinaus bei Liebhabern italienischer Weine einen magischen Klang besitzen und die für den entschiedenen Kurswechsel der letzten Jahre innerhalb der kleinen Winzerelite verantwortlich zeichnen.

Das Resultat: Eine Qualitätsrevolution in der Spitze, wie sie in dieser Form in kaum einer anderen Region in Italien geglückt ist. Als einer der großen neuen Namen der Region gilt das Familienweingut Cusumano, das sich infolge einer spektakulären Auszeichnung durch den Gambero Rosso auch international einen exzellenten Ruf erwerben wird: Sein preiswertester Rotwein aus dem großen Jahrgang 2003, vinifiziert aus der uralten autochthonen Rebsorte der Insel, Nero d’Avola, wird als DER Rotwein Italiens mit dem besten Preis-Genussverhältnis mit dem einzigartigen „National Oscar” gefeiert!

Von dieser Ehrung hat Vater Francesco Cusumano nicht mal zu träumen gewagt, als er den Betrieb vor nunmehr vierzig Jahren gründete. Er war in seinem ganzen arbeitsamen Leben immer nur eins, Winzer mit Leib und Seele, und er schuftete unermüdlich für seinen sizilianischen Wein. Er war bereits zutiefst überzeugt, dass man auf dieser herrlichen Insel Spitzenweine vinifizieren kann, als noch kaum sonst jemand an das große Potential Siziliens glaubte. Francesco arbeitete daher wie besessen an seinem Lebensziel; seine Grundidee war dabei eigentlich eine ganz einfache: der Cru-Gedanke. Für jede Rebsorte gilt es auf der topographisch und klimatisch so unterschiedlichen Insel, die man daher als einen eigenen Weinkontinent betrachten muss, einen optimalen Standort zu finden, in der sich die Charakteristika von Böden und Mikroklima optimal mit den autochthonen Rebsorten Siziliens wie der internationaler Edelreben vermählen. Daher kaufte er Weinberge in herausragenden Lagen in ganz unterschiedlichen Zonen Siziliens und erarbeitete sich nach und nach unter Insidern einen ausgezeichneten Ruf.

In den 90er Jahren traten die Söhne Alberto und Diego in den Betrieb ein - und gemeinsam schafften sie einen enormen qualitativen Sprung. Die klimatisierten Kelleranlagen wurden auf den neusten Stand gebracht, Gärtanks aus Stahl mit Temperaturkontrolle und Barriques aus französischer Eiche bester Provenienz angeschafft. Doch die Familie Cusumano kreiert auch nach diesen notwendigen Modernisierungen keine seelenlosen Technoweine, ihre Gewächse besitzen vielmehr eine Persönlichkeit und tragen die ureigene Handschrift ihrer so unterschiedlichen Weinberge:
In ihnen vermählt sich die Tradition mit der Moderne, eine unglaubliche Fülle von attraktiven, betörenden Fruchttönen mit dem sinnlichen Schmelz und Charme des mediterranen Südens. So gehören seit einigen Jahren die Weine von Cusumano zum Besten, was im gesamten südlichen Italien erzeugt wird und wir freuen uns sehr, unser Sortiment mit diesen sensationell preis„werten” Weinen zu erweitern.

Unsere ersten vier Weine, die wir Ihnen heute präsentieren, entstammen alle dem Jahrgang 2003, „einer Ernte mit tausend Gesichtern, wo jedes Stück Boden, jeder Weinberg auf besondere Art auf die Klimasituation reagiert hat, der diese ausgesetzt waren. Sizilien hat quasi zwei Weinernten erlebt, denn die brennende und trockene Hitze, die in dieser Gegend üblich ist, wurde von ausgedehnten Regenfällen Mitte September abgelöst.
Was, wie bei uns, vor dem Regen gelesen wurde, ist von optimaler Qualität, der Rest musste einer starken Selektion unterworfen werden”, erläutert mir Mario Ronco, ein gebürtiger Piemonteser Önologe, dessen Verpflichtung sich als ein weiterer Glücksfall für unser neues Kleinod aus einer traumhaft schönen Landschaft herausgestellt hat. Doch probieren und urteilen Sie selbst, derartig großartige Alltagsweine zu solch fairen Preisen, die kein Loch ins Budget der Verbraucher reißen, erinnern an das Finden der Stecknadel im berühmten Heuhaufen!


691203 Cusumano, Nero d’Avola, rosso 2003 6,90 Euro
Zwei Gläser im Gambero Rosso 2005 und Auszeichnung mit dem „National Oscar” für den Rotwein mit dem besten Preis-Genussverhältnis ganz Italiens!
Die autochthone uralte Rebe Nero d’Avola wird von der Familie Cusumano vor allem in zwei dafür optimal geeigneten Zonen angebaut: Zum einen auf einer Höhe von 700 Metern in einem hügeligen Gebiet der Piana degli Albanesi, umgeben von den herrlichen Wäldern von Ficuzza.
Der Boden ist lehmig und die Weinbergslagen variieren von Nordost bis West. Die unterschiedlichen Ausrichtungen und die Höhenlage sorgen für beträchtliche Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sowie mäßige Höchsttemperaturen im Sommer, was der Rebe einen längeren Vegetationszyklus ermöglicht und eine langsamere Reifung, ein Faktor, der das Ansammeln von komplexen, frischen Aromen und feinen Polyphenolen begünstigt.
Des weiteren findet sich die Rebsorte in dem Viertel San Giacomo auf dem Gebiet von Butera, 400 Meter über dem Meeresspiegel, in dem sich die Sonne über den „Trubi”, den typischen weißen Sedimentböden Siziliens spiegelt und in dem auch die Mandelbäume bestens gedeihen. Von hochreifen Trauben dieser beiden exzellenten Terroirs also stammt der sensationell preisgünstige Basiswein des Gutes, ein komplexer, eigenständiger Tropfen, der das großartige Potential Siziliens und der autochthonen Rebsorte Nero d’Avola eindrucksvoll widerspiegelt.
Sattes Purpur-Granat in der Farbe, zart süßliche, verführerische, dunkelbeerige Frucht, reife Kirschen, Holunderbeeren, Anklänge an Lakritze. Geschmeidig am Gaumen, in keinster Weise aufdringlich oder rustikal, vielmehr sehr elegant, verführerische Primärfrucht, wiederum rote Kirschen, reife Waldbeeren, frische Fruchtsäure und gute Balance zwischen sattem Tannin und cremigem, saftigem Extrakt, immer wieder Kirschanklänge, dazu Zimt, schöner Nachklang.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Frühjahr 2005 bis mindestens 2007.



691303 Cusumano, Merlot, rosso 2003 7,30 Euro
Vater Francesco hat in mühevoller jahrzehntelanger harter Arbeit die Grundlage gelegt, die Brüder Diego und Alberto katapultierten das Familiengut schließlich an die Spitze Siziliens. Was die Cusumanos in den letzten Jahren geleistet haben, ist schlicht und einfach sensationell. Bestes Beispiel hierfür ist der reinsortige Merlot, der sich in seinen Refugien auf der malerischen Insel ausgesprochen wohl zu fühlen scheint.
In der Nase ein animierender Duft nach reifen Himbeeren und dunklen Kirschen, der anschließend seidig, fruchtig und hochelegant über die Zunge läuft. Reife, zart kernige, aber wiederum sehr feine Tannine geben ihm einen zarten Schmelz und eine elegante Struktur.
Das ist keiner dieser langweiligen Allerwelts-Merlots mit marmeladigem Touch, wie er häufig in Übersee produziert wird, sondern ein erfrischender, herrlicher Alltagswein mit Anspruch und Finesse, der das große vinologische Können der Familie eindrucksvoll untermauert.

„Natürlich” 2 Gläser im Gambero Rosso!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Mitte 2005 bis 2007.

PS.: Im aktuellen WEINGOURMET Dezember 2004 als besonderes Merlot-Schnäppchen gefeiert: „Tolle Qualität für’s kleine Budget!”



691503 Cusumano, „Benuara”, rosso 2003 11,00 Euro
Was für ein traumhafter Sizilianer: In der Farbe ein sattes, tiefes Rubinrot, in der Nase ein sehr charaktervolles, explosives, authentisches und dennoch schmeichlerisches Bukett, Anklänge an Waldbeeren, Pflaumen, Kirschen, Wacholderbeeren, orientalische Gewürze und schwarze Oliven, nach längerer Öffnung gesellt sich eine feine, subtile Mineralität hinzu.
Im Mund begeistern zart süßliche Pflaumen- und Pimentanklänge, herrliche Extraktfülle, dicht und konzentriert, die herrliche Fruchtsüße, unterlegt mit Schokoladennoten und Mokka, wirkt nicht breit oder plump, sondern wird von einer faszinierenden Kühle und einer bemerkenswerten Eleganz geprägt, cremige, seidene Tannine vom behutsamen Gebrauch neuer Barriques, lang anhaltend, ein ungemein leckerer Wein.
Ein absolut überzeugender Wein, dessen sensationelles Preis-Genuss-Verhältnis viele sündhaft teuer gehandelte Weine aus den Renommierregionen wie der Toskana zur Makulatur werden lässt; das ist ein großartiges Weinunikat, das weit aus der Masse so vieler belangloser, austauschbarer Billigweinchen herausragt und dem man angesichts seiner spektakulären Qualität Referenzcharakter für die gesamte Region bescheinigen muss.

Zwei rote Gläser im Gambero Rosso, was bedeutet, nur knapp in der Endausscheidung um die begehrten „ Tre Bicchieri” gescheitert.
Zum sofortigen Genuss bitte dekantieren und leicht gekühlt bei ca. 17° trinken, Höhepunkt Mitte 2005 bis nach 2008.



691103 Cusumano, Insolia, bianco 2003 6,20 Euro
Einer der zugleich leckersten und preiswertesten Weißweine Süditaliens, vinifiziert aus der autochthonen Rebsorte Siziliens (Insolia), in dessen betörendem, würzigen Duft sich die Seele seiner mediterran-sizilianischen Heimat widerzuspiegeln scheint; es sind sommerliche Aromen, mit denen man unweigerlich den Geruch von blauen Lavendelfeldern und von einem sich in der Sonne spiegelnden Meer assoziiert.
Ein Glas dieses so hocharomatisch nach Pfirsich und Äpfeln, den Kräutern des Mittelmeeres und einer farbenfrohen Blumenwiesen duftenden, saftigen, dichten, charaktervollen, fein mineralischen, erfrischenden Weißweins aus großem Jahr zur mediterranen Küche oder abends auf der Terrasse: Erinnerungen an die unvergleichliche Landschaft einer wunderschönen Mittelmeerinsel werden wach und verführen zum Träumen.

Im WINE SPECTATOR November 2004 mit 89 Punkten ausgezeichnet und als „best buy” gefeiert!
Zu genießen ab sofort bis Ende 2006.



FRANKREICH

Château d’Agassac - Haut-Médoc

Robert M. Parker urteilt enttäuscht: „Auf Château d’Agassac fallen die Weine ungleichmäßig aus, sie sind robust und lassen häufig Charme und Frucht vermissen”. Und: Parker hat mit seinem Urteil mal wieder recht - allerdings nur, was die Jahrgänge von d’Agassac vor 1998 betrifft.
Denn in der Tat waren die Erzeugnisse dieses traditionsreichen Gutes, dessen Anfänge bis ins 11. Jahrhundert zurückdatieren, in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zumeist auf einem unverständlich bescheidenen Niveau. Dies verwundert um so mehr angesichts der Tatsache, dass alte Rebstöcke mit bestem genetischen Material auf einem optimalen tiefgrundigen Kiesplateau im südlichen Médoc, in Ludon, in unmittelbarer Nachbarschaft zur prestigereichen Appellation Margaux gelegen, schon immer ideale Voraussetzungen zur Erzeugung großer Terroirweine boten.

Zahlreiche Auszeichnungen aus dem 19. Jahrhundert demonstrieren entsprechend eindrucksvoll eine ruhmreiche Vergangenheit dieses architektonischen Kleinods, einer schönen mittelalterlichen Burg, die zu den eindrucksvollsten Bauten des Bordelais gehört. Seine Lage inmitten eines kleinen, von einer steinernen Brücke überspannten Wassergrabens, der zentrale, in einem eleganten Stil ermauerte Gebäudetrakt mit seinen zwei schlanken, schiefergedeckten Türmen sowie der Park mit dem umliegenden Wald haben diese majestätische Anlage schon lange zu einem Blickfang für Besucher werden lassen, die den kleinen Umweg von der weltberühmten Weinstraße D 2 Richtung Gironde lohnt.
Doch Sie wissen: Ein malerisches Schloss und selbst optimale natürliche Voraussetzungen im Weinberg garantieren allein noch lange keinen großen Genuss, untrennbar ist die herausragende Qualität großer Weine verbunden mit der Gestaltungskraft und dem Willen der handelnden Personen. Van Volxems Renaissance der edlen Saarrieslinge sei Roman Niewodniczanski zu Dank als leuchtendes Beispiel genannt.

So war es auch ein Besitzerwechsel, der 1996 die Trendwende auf Château d’Agassac einleitete. Eine große Versicherungsgesellschaft kaufte das Gut, investierte große Summen in die Renovierung des Schlosses und der Kelleranlagen. Der entscheidende Coup war jedoch die zwei Jahre später erfolgte Verpflichtung des jungen Elsässers Jean-Luc Zell als Regisseur; dieses vinologische Naturtalent, ein hervorragend ausge-, aber nicht verbildeter Önologe, hatte auf verschiedenen Stationen im In- und Ausland viel gelernt.
Behutsam, aber konsequent restaurierte er die Weinberge des Château, stellte die Arbeit in den warmen, einen guten Wasserabzug bietenden Kiesböden, eine der früh reifenden Zonen im Médoc, von konventioneller Bordelaiser Anbautechnik mit viel Agrarchemie auf naturnahen Anbau um, praktiziert seither eine strenge Selektion der handgelesenen Trauben, kaufte kleinere Gärtanks und konzipierte die Kellerarbeit neu. Er reduzierte den Einsatz neuer Barriques in der Weinbereitung und verminderte sensibel die Extraktion zugunsten einer hochwertigen Tanninqualität und einer phantastischen Frucht im fertigen Wein.
„Als wir das Weingut übernommen haben, wollten wir keineswegs einen radikalen Strich unter die Vergangenheit ziehen. Vielmehr war es unser Ziel, einen Wein zu produzieren, welcher der Ausdruck seines Terroir, also des lagenspezifischen Charakters ist, und eben nicht nur der Ausdruck der Anwendung bester technischer Hilfsmittel, wie dies heute im Bordelais weit verbreitet ist. Unser Wirken stellt sich also in die Kontinuität des großen Terroirs von Agassac, so wie es in den Verkostungen ganz alter Jahrgänge zum Vorschein tritt”, erläutert Jean-Luc seine sympathische Philosophie.

Und dieser war ein sensationeller Erfolg beschieden: Heute, bereits wenige Jahre nach Jean-Lucs einschneidenden Veränderungen, präsentieren sich die spektakulär schönen neuen Weine eines fast vergessenen Gutes als reife, dichte, geschmeidige Bordelaiser Gewächse, bar jeglicher in die Überreife und ins Marmeladige abgleitender Parameter, die bei aller Dichte und Konzentration von großer kühler Eleganz und burgundisch anmutender Finesse geprägt sind; es sind herrlich authentische Bordeauxweine mit großem Entwicklungspotential, die auch schon jung mit hohem Genuss getrunken werden können.

Nur Parkers oben angesprochener veralteter Beurteilung sowie der Lage dieses architektonischen Kleinods knapp außerhalb der Grenzen der berühmten und teuren Appellation Margaux verdanken wir diesen großartigen Haut-Médoc zu einem solch phantastischen Preis-Genussverhältnis, dass gegen ihn viele höher bepreiste Prestigegewächse des Bordelais keine Chance haben.
Ein großer Bordeaux zu äußerst fairem Kurs - und damit eine absolute Rarität auf dem Weltweinmarkt, denn zu diesen konsumentenfreundlichen Preis ist kaum mehr ein qualitativ vergleichbarer Wein im Bordelais zu finden, von vordergründig in Weinkellern getunten Billigkopien aus Übersee ganz zu schweigen.

P.S. Ganz aktuell (Wine Advocate 153) hat auch Parker Notiz genommen von dem fulminanten Wiederaufstieg dieser einstmals berühmten Domaine und fordert seine Leser auf, „ein waches Auge auf das sich im rasanten Aufstieg befindliche Gut mit seinem großen Potential zu werfen”. Es ist angesichts der spektakulären Qualitäten ohnehin nur eine Frage der Zeit, bis dieses traumhafte Schlossgut endgültig in aller Munde ist!


569101 Château d’Agassac, Haut-Médoc, Cru Bourgeois rouge 2001 19,50 Euro
In der Nase begeistern komplexe Schwarzkirsch-, Tabak- und Kaffeenoten sowie Anklänge an Cassis und Sandelholz. Die ausgewogene Rebsortenmischung von 47% Cabernet-Sauvignon und 50% Merlot (hinzu kommen 3% Cabernet-Franc) und ungewöhnlich niedrige Erträge von 35 hl/ha bestimmen den autochthonen Charakter dieses ungemein feingliedrigen und harmonischen Weines auch am Gaumen: Dieser brillant gelungene, höchst niveauvolle 2001er überragt selbst noch den schon überzeugenden 2000er und, raffiniert strukturiert, bereitet er bereits heute größtes Vergnügen auf der Zunge.
Er besitzt bei aller Reife eine kühle Dichte und eine enorme Komplexität sowie eine kernige, aber zugleich geschliffene Tanninpräsenz, ist von bestechender Rasse und Eleganz und demonstriert eine herausragende Balance mit betonter Fruchtextraktion: dunkelwürzige, süße Aromen von prallen Kirschen und reifen Beeren faszinieren im langen Abgang, durchzogen von einem feinen Hauch von Mokka, mineralisch-würzigen Noten und zarten, kaum vernehmlichen Holzanklängen.
Dieser spektakuläre, traumhaft gelungene Cru Bourgeois macht selbst etablierten und wesentlich teureren Cru Classés ernsthafte Konkurrenz, was er in mehreren Vergleichsproben überzeugend unter Beweis stellte: Daher unsere ganz besondere Empfehlung!
Zu genießen ab sofort bis mindestens 2015.



5691101 Château d’Agassac, Haut-Médoc, Cru Bourgeois rouge, Magnum 2001 1,5 l 42,00 Euro



P.S. Ganz aktuell (Wine Advocate 153) hat auch Parker Notiz genommen von dem fulminanten Wiederaufstieg dieser einstmals berühmten Domaine und fordert seine Leser auf, „ein waches Auge auf das sich im rasanten Aufstieg befindliche Gut mit seinem großen Potential zu werfen”. Es ist angesichts der spektakulären Qualitäten ohnehin nur eine Frage der Zeit, bis dieses traumhafte Schlossgut endgültig in aller Munde ist!


Beliebte Klassiker aus Südfrankreich - frisch abgefüllt oder wieder neu eingetroffen

Seit Jahren gehören Sie zu den beliebtesten Weinen unseres Programms und sind den meisten von Ihnen bestens bekannt. Die Winzer, die sie vinifizieren, haben Kultstaus erreicht, ihre Philosophie ist in unserem Katalog ausführlich beschrieben. Daher stellen wir Sie Ihnen hier nur in aller Kürze vor und besprechen insbesondere deren neu oder wieder eingetroffene Weine, die alle eines verbindet: ihre hohe Qualität zu extrem fairen Preisen!


Domaine Força Real - Roussillon

Jean-Paul Henriquès, genialer Winzer und Eigner der adlerhorstartig 400 m hoch über der Ebene von Perpignan gelegenen Domaine, setzt Jahrgang für Jahrgang ein unübersehbares Ausrufezeichen für die gesamte Region, mit Qualitäten, spektakulär wie ein Donnerhall!

Der ungewöhnlichen Höhenlage ihrer Reben mit starken Temperaturschwankungen von Tag und Nacht (trockene Winde, schützende Bergketten, Sonnenbestrahlung von früh morgens bis spät abends bieten ein optimales Mikroklima) und dem herausragenden Terroir aus ärmlichen Schieferböden verdanken die Weine von Força Real ihre so traumhafte, sonst nur selten anzutreffende Kombination einer reifen, sehr weichen, expressiven Frucht mit einer faszinierenden Finesse und Eleganz und einer frischen Säurestruktur.


344103 Força Real, „Mas de la Garrigue”, rouge 2003 6,80 Euro
Einer der schönsten Alltagsrotweine des französischen Südens: Herrlich beerige Fruchtaromen und Gewürznoten, attraktiv eingebettet in saftige Gerbstoffe, so überzeugt dieser Lieblingswein vieler unserer Kunden aus großem Roussillonjahr mit einem ausgewogenen Verhältnis von Kraft, Dichte und delikatem Spiel auf der Zunge, bestens unterlegt mit einer fein ziselierten Säure im erstaunlichen Nachklang. Kurzum: Mit viel leckerem Stoff für noch kleines Geld ist dieser Wein von großer Güte und eine Demonstration der potentiellen Möglichkeiten des Roussillon.
Wie Sie nach mehreren Jahren fröhlichen Zechgenusses mit diesem leckeren Trinkwein wissen, ist er alsbald nach der Abfüllung wegen seiner weichen Tannine bereits angenehm zu trinken, doch mehrere Wochen der Reifung und der Abrundung auf der Flasche verbessern nochmals die Qualität, Höhepunkt daher erst im Frühjahr 2005 bis nach 2007.



344302 Força Real, „Les Hauts de Força Real”, rouge 2002 14,80 Euro
Zweifellos seit Jahren einer der schönsten reinsortigen Syrahweine des gesamten Midi, ausgebaut in neuen, bestens integrierten Barriques, von tiefdunkler Farbe und expressiver, würziger Beerenaromatik, v.a. betörende Cassisaromen. Fein, geschliffen, geradezu zärtlich gleitet der Wein über die Zunge, füllt mit seiner eleganten, dichten Textur den Gaumen vollständig aus, bleibt haften, verzaubert, die Zartheit des Holztones verbindet sich mit der Komplexität der Aromen zu einer beeindruckenden Geschmackssinfonie.
Dieses im Jahrgangskontext geradezu als vinologisches Meisterwerk anzusehende Gewächs verfügt über kernige Gerbstoffe mit Fülle und faszinierender Kühle, welche die seltene Qualität besitzen, lange und dicht auf der Zunge nachzuklingen, ohne trocken oder dominant zu erscheinen, da sie meisterhaft von süßlichen Fruchtaromen umhüllt werden, so dass sie zugänglich, kühl, fast seiden wirken. Dieser wunderbar ausbalancierte Tropfen, ein Kraftprotz in Abendgarderobe aus Samt und Seide, ist ein originärer, ausgesprochen leckerer, charaktervoller Terroirwein aus einem der heterogensten Jahrgänge aller Zeiten im Roussillon, der eindrucksvoll belegt, dass herausragende Weine nicht teuer sein müssen.

Übrigens: VINUM 10/04 beurteilt diesen authentischen Wein des Südens wie folgt: „Voller Charakter, mit gutem Reifepotential, gehört zu den besten Weinen seiner Region und hat internationales Format; sehr empfehlenswert”!
Mit Genuss trinkbar ab sofort, Höhepunkt Mitte 2005 bis 2009.



Übrigens: VINUM 10/04 beurteilt diesen authentischen Wein des Südens wie folgt: „Voller Charakter, mit gutem Reifepotential, gehört zu den besten Weinen seiner Region und hat internationales Format; sehr empfehlenswert”!


Domaine Pierre Clavel - Coteaux du Languedoc

Kaum ein Winzer aus dem Languedoc hat in den letzten Jahren für so viel Furore unter den Weinliebhabern und in der internationalen Fachpresse gesorgt wie unser Freund Pierre Clavel, zu gigantisch die Qualitäten seiner Weine, zu unverschämt niedrig die verlangten Preise, die sowohl Kritiker als auch Liebhaber ins Schwärmen geraten lassen. Pierre ist aber nicht nur ein begnadeter Winzer, sein verschmitztes, schelmisches Lächeln, seine permanent gute Laune und ansteckende Fröhlichkeit machen ihn zu einem außerordentlichen Sympathieträger, bei Winzerkollegen, Händlern und Weinliebhabern gleichermaßen.


311303 Pierre Clavel, „Le Mas”, Coteaux du Languedoc rouge 2003 6,50 Euro
Der neue Jahrgang unseres meistverkauften Rotweines aus dem Languedoc fasziniert vom ersten Schluck an. Was ist das für ein leckerer Trinkspaß für jeden Tag aus reifen Carignantrauben, dazu Grenache und Syrah, der mit einer Stilistik betört, wie sie burgundisch inspirierte Weine aus Châteauneuf-du-Pape und Umgebung aufweisen: eine frische, beerige, animierende Frucht mit zart kräuterwürzigen Anklängen und einer saftigen, schmeichlerischen, würzigen Frucht, in 2003 konzentrierter noch als alle seine Vorgänger, dichter, wie immer terroirgeprägt, mit sehr weichen, angenehmen Tanninen.
In seiner so genussfreundlichen Preisklasse ein nur schwerlich zu übertreffender Leckerbissen, was auch Joel Payne in seiner großen Languedocreportage in „Alles über Wein”, indem er einen Jahrgangsvorgänger dieses herrlichen Alltagsweins zu den besten Schnäppchen des Languedoc zählt. Unbedingt probieren!
Im Jahrgang 2003 ist die Qualität so überragend, dass dieser „kleine” Wein selbst mit manch wesentlich teurerem Châteauneuf-du-Pape konkurrieren kann. Zu einer ähnlich euphorischen Bewertung kommt VINUM in ihrer Oktoberausgabe 04 in einer Selektion von 50 Weinen des Languedoc-Roussillon: Für seine so konsumentenfreundliche Preisklasse wurden herausragende 15,5/20 Punkten vergeben, die gleiche Beurteilung, die dem vielfach teureren Prestigewein Mas de Daumas Gassac zuerkannt worden ist!
Zu genießen jetzt bis mindestens 2007, Höhepunkt ab Spätherbst 2004.

Pierre Clavel, „Le Mas”, Coteaux du Languedoc rouge



311103 Pierre Clavel, Les Garrigues, rouge 2003 7,90 Euro
Neben dem „Copa Santa” zählt Pierre Clavels Cuvée (je 50% alte Syrah- und Grenachereben) „Les Garrigues” zu den mittlerweile legendären und gesuchtesten Weinen des gesamten Languedoc, da hier die Relation moderater Preis und hoher Genuss unübertrefflich gut erscheint. In der Farbe zeigt dieser leckere Wein aus ganz großem Jahr ein sehr tiefes dunkles Rot, in der Nase verführen schwarze Beerenaromen (Blaubeeren und Cassis), saftige Kirschen sowie Kräuter der Garrigue, dazu etwas Leder, Wildbret und Pfeffer.
Am Gaumen präsentiert er sich sehr saftig mit einer zart süßlichen Frucht, wiederum reife schwarze Beeren und dazu Schokolade, viel Extrakt und Dichte, konzentriert, geschmeidig, weiche Tannine, wie immer ein „fröhlicher” Wein, die Persönlichkeit seines sympathischen Produzenten bestens widerspiegelnd. Ein leckerer und attraktiver Tropfen, der unbeschwerten Trinkgenuss bereitet.

Paula Bosch, Deutschlands renommierteste Sommelière („Tantris”, München), hatte den 2001er im Magazin der Süddeutschen Zeitung euphorisch gefeiert; der 03er ist selbst diesem großen Wein nochmals leicht überlegen. Unsere unbedingte Empfehlung!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt ab Herbst 2005 bis 2008



Domaine Santa Duc - Gigondas

Yves Gras steht seit Jahren unangefochten in vorderster Reihe der Spitzenerzeuger an der südlichen Rhône („Ausnahmegut für erstklassige Gigondas, die beste Adresse in diesem Gebiet”, Parker) und ist damit DER Spitzenwinzer der Appellation Gigondas, die am Fuße der Dentelles de Montmirail in einer der landschaftlich schönsten Regionen Südfrankreichs gelegen ist. Auf rund 15 Hektar exponierter, sehr steiniger Lagen entstehen grandiose Weine, die zu den gesuchtesten Gewächsen Frankreichs gehören und weltweit ein hohes Ansehen genießen. Kennzeichen der Weine von Yves sind ihre enorme Konzentration, ihr üppiges beeriges Aromenbukett, ihre hervorragende Reife, ihre weichen, seidenen, geschmeidigen, runden Tannine und ihr enormes Entwicklungs- und Lagerpotential.


148603 Santa Duc, „Les Plans”, Vins de Pays de Vaucluse, rouge 2003 4,95 Euro
Von ausgezeichneten Weinbergen in Roaix kommt ein wunderschöner „kleiner” Rotwein aus einem großen Jahrgang. Zur Hälfte 40 Jahre alte Grenachereben, dazu 30 % Syrahtrauben (der Rest: Merlot, Cinsault, Alicante) ergeben einen schmeichlerischen, tiefdunkelroten Wein, den zu genießen Trinkspaß pur bereitet und der mit seinen Vorgängerjahren für erheblichen Wirbel sorgte: Zu spektakulär fast die Qualität dieses Alltagsweines bei gleichzeitig äußerst fairem Preis, daher waren wir in der Vergangenheit auch immer viel zu schnell ausverkauft.
Im hier präsentierten 03er dominieren im Duft Aromen von reifen, süßlichen, schwarzen Beeren, dazu feinste Würze, pralle, saftige Süßkirschen und Mineralien, im Mund präsentieren sich die zarten, weichen Tannine bestens integriert, eingehüllt in reichlich viel Frucht und feinst strukturiert.
Yves Vin de Pays erhebt sicherlich nicht den Anspruch, ein großer Wein zu sein, doch er bietet Qualitäten, die Sie in so manch teurem Prestigegebiet nicht finden, und das zu einem sensationell günstigen Preis!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2005 bis nach 2007.



148303 Côtes du Rhône Santa Duc „Les Quatre Terres”, rouge 2003 8,50 Euro
Yves Gras gelingt die jährliche Gratwanderung zwischen vertret-, da bezahlbarem Aufwand in Weinberg und Keller und der schmeckbaren Qualität in der Flasche immer so überzeugend, dass die Weinwelt kaum einen anderen derart guten feinwürzigen Côtes du Rhône zu ähnlich günstigem Preis kennt.
Kein Wunder, dass bei solch zuverlässiger Konstanz und höchst authentischem Rhône-Vergnügen diese so fairpreisige Einstiegscuvée, insbesondere in Jahrhundertjahrgängen wie 2003, immer viel zu schnell ausverkauft ist. Leuchtend rubinrot steht dieses Aushängeschild eines erstklassigen, expressiven, grenachedominierten Côtes-du-Rhône im Glas, in der Nase komplexe, verwobene Aromen von reifen Waldbeeren und Pflaumen, dazu feine Kräuter der Provence.
Am Gaumen präsentieren sich die weichen Tannine bestens integriert, eingehüllt in reichlich viel Frucht und bestens ausbalanciert. Yves CdR sind - stets unverkennbar in ihrer Stilistik - terroirbetonte expressive Tropfen mit unverwechselbarer Fruchtsüße und reifer Säure von spät geernteten Trauben mit höchster physiologischer Reife, „nicht unähnlich einem sehr guten Châteauneuf-du-Pape” (so Parker über einen seiner gleich überzeugenden Jahrgangsvorgänger), doch zu welch extrem günstigen Preis!
Trinkbar ab sofort, Höhepunkt nach mehrwöchiger Flaschenlagerung etwa ab Frühjahr 2005 bis 2008.



148201 Santa Duc, Gigondas, rouge 2001 18,50 Euro
Ein wiederum tiefdunkler Wein, in der Nase vermählen sich Würznoten der Garrigue und Pfefferanklänge mit einem ausdrucksstarken Schwarzkirschenbukett, reifer, süßlicher Cassis Oliven, Kirschen und Mineralien.
Am Gaumen eine faszinierende kühle, beerige Frucht, eine Fülle an Aromen, mit einer Komplexität und Dichte, einer Struktur und Textur, die nur in ganz großen Jahrgängen erreichbar ist; feinst balanciert, ausgewogen, saftige, seidene Tanninstruktur. Dieser meisterhaft bereitete Wein trägt in sich die kühle Kraft des Mistrals, vermählt mit feinwürzigen Beeren, Eleganz, Finesse und Schmelz im langen Abgang, 90-92 Parkerpunkte;
zu genießen ab Ende 2004, Höhepunkt 2006 bis 2015.



Domaine de Fondrèche - Côtes-du-Ventoux

Die Domaine de Fondrèche ist ein wahres Kleinod im schier unerschöpflichen Reservoir des französischen Südens. Gelegen am Fuße des malerischen Mont Ventoux, des heiligen Berges der Provenzalen, unweit von Châteauneuf-du-Pape, sorgt sie seit Mitte der 90er Jahre unter der engagierten Leitung des jungen, begnadeten Weinmachers Sébastien Vincenti für erhebliches Aufsehen in der Fachpresse wie bei Liebhabern. Seine Weine zählen aufgrund ihres phantastischen Preis-Genussverhältnisses zu den gefragtesten der südlichen Rhône überhaupt und erfreuen sich bei unseren Kunden größter Beliebtheit. Es sind zweifellos die Referenzweine ihrer aufstrebenden Appellation aus einer traumhaft schönen Landschaft mit ihrem faszinierenden provenzalischen Licht, die trotz Parkers Elogen noch immer zu diesen sehr fairen Preisen verkauft werden und angesichts ihrer großartigen Qualitäten geradezu als Schnäppchen gelten müssen, erst recht in einem Jahrhundertjahrgang wie 2003!


151703 Fondrèche, Sud Absolu, rouge 2003 5,95 Euro
Seit 2 Jahren beschäftigen wir uns zusammen mit Sébastien mit einem Projekt, Ihnen wiederum einen so herrlich süffigen und sagenhaft günstigen Rotwein anzubieten wie den fast schon legendären „La Tonnelle“, der einer unserer erfolgreichsten Rotweine bisher überhaupt war. Kein leichtes Unterfangen, hat doch Sébastien nie genügend Trauben, um alle Wünsche nach seinen etablierten Weinen auch nur annähernd befriedigen zu können. Doch endlich können wir Ihnen wieder einen herausragenden Alltagswein zu einem ungemein fairen Preis anbieten.
Exklusiv für Pinard de Picard vinifizierte Sébastien einen Spaßwein, der wesentlich teurere Konkurrenz mühelos aus dem Feld schlägt. Zusammen mit seinem Önologen Didier Robert fuhr er durch die Region, suchte hervorragende Parzellen aus, die er von den Eigentümern pachtete. Didier übernahm die Verantwortung für die Weinbergsarbeit und Sébastien vinifizierte das perfekt gereifte Traubenmaterial (Grenache und Syrah) im gewohnt erstklassigen Stil auf seiner Domaine, mit sensationellem Erfolg: Ein ungemein „sexy” Wein, von, Nomen est Omen, unverkennbar südlicher Stilistik, einfach Trinkspaß pur.
Expressive Aromen von Schwarzbeeren, reifen Kirschen und den verführerischen Düften der Provençe. Ausladend, füllig, schmeichlerisch am Gaumen, cremige, weiche Tannine.

Bernd Kreis, u.a. ausgezeichnet als bester Sommelier Deutschlands und Europas, bescheinigt diesem herrlichen Alltagswein, „einem blutjungen Gewächs”, in seinem ganz aktuell erschienen Einkaufsführer empfehlenswerter „500 Weine unter 10 Euro” (Hallwag Verlag) noch viel Potential. Wahrlich eine Rarität in seiner sinnenfrohen Preisklasse!
Jetzt und in den nächsten zwei bis drei Jahren ein ungemein leckerer Trinkgenuss.

Fondrèche, Sud Absolu, rouge

Reservierbar, wieder lieferbar Mitte November


SPANIEN

Telmo Rodriguez

Er ist der vielleicht begabteste und kreativste Kopf innerhalb der spanischen Winzerelite. Telmo Rodriguez produziert hochwertige Spitzenweine auf Weltklasseniveau genauso wie vorzügliche Alltagsweine mit einem phänomenalen Preis-Genussverhältnis. Heute präsentieren wir einen vorzüglichen Dessertwein und drei ausgesprochene Rotwein-„Knaller” dieses so sympathischen Jungwinzers aus großen Jahrgängen, die seit langem bereits zu den meist verkauften Weinen unseres Programms gehören. Kein Wunder: Die Compañía de Vinos Telmo Rodriguez erzeugt in modernem Stil hervorragende Weine mit einer ureigenen Handschrift, die eher an elegante Pinot Noirs oder Nebbioloweine erinnern als an spanische Kraftmonster, die einen ausgeprägten Terroircharakter besitzen und als Vorbild gelten für viele Weine Spaniens der neuen Generation.


420203 Rodriguez, Al Muvedre, Vino Alicante, tinto 2003 5,30 Euro
Einer unserer preis„wertesten” Alltagsweine wurde vom STERN unter dem zutreffenden Titel „Al Muvedre - Schrecken des Supermarkts” zum Weintipp der Woche (13/03) erkoren:
„Es sind nicht unbezahlbare Ego-Weine, mit denen der junge Telmo Rodriguez nach Ruhm und Ehre greift. Eher sind es die bodenständigen Tropfen. Einer der kreativsten unter den Star-Weinmachern Spaniens, sucht er in seiner Heimat nach typischer Expression von Herkunft, Rebsorte und Klima. In Alicante, sonst vinologisches Niemandsland, entdeckte er Terrassenanlagen mit alten Rebstöcken der Sorte „Monastrell”, frankophilen Weintrinkern unter den Namen „Mourvèdre” bekannt. Nun ist die Gegend von Alicante zwar die Heimat dieser dickschaligen Rebsorte, gleichwohl wussten die Bauern dort deren Kraft und Würze bis vor kurzem nicht in Weinqualität umzusetzen. Telmo Rodriguez kam, half und liefert nun auf herzerfrischende Weise authentischen Monastrell. Die Ausstattung der Flasche wirkt durch gekonnte Simplizität edel und raffiniert.
„Al” steht für Alicante, „Muvedre” für die Rebsorte. Der unkomplizierte Wein erfreut das Herz des preisbewussten Weintrinkers, den die anonymen Supertropfen immer wieder quälen, der aber vom Geizen nicht lassen kann. Hier wird er zu einem Spottpreis glücklich! Herrlich wild zeigt der Wein Charakter in Duft und Geschmack, milde Gerbstoffe tragen saftige Würze an den Gaumen. Mit dunklen Beeren, getrockneten Sommerkräutern und dem Alkohol des Südens. Im Repertoire schmeckt er nach deutlich mehr, als er kostet - da hat der Supermarktwein nichts zu melden.”

Ähnlich wie beim fast schon legendären 03er Basa hat Telmo auch beim Al Muvedre den besten Wein seiner großartigen Karriere vinifiziert unter traumhaften klimatischen Bedingungen, da in der Region Alicante keinerlei Trockenstress zu vermelden war.

Unbedingt zugreifen, denn es sind bereits unsere letzten reservierten Paletten, die wir Ihnen heute anbieten können!
Zu genießen ab sofort bis etwa 2007.

Rodriguez, Al Muvedre, Vino Alicante, tinto



422002 Rodriguez, „Gago”, tinto 2002 15,50 Euro
Im Westen Kastiliens, in der so ungemein dynamischen Region Toro mit ihren extremen klimatischen Bedingungen, auf sehr ärmlichen, uralten Rebbergen mit einer extrem exponierten Sonneneinstrahlung produziert Telmo, dieser sympathische „Wunderknabe des spanischen Weinbaus”, aus 100% Tinta de Toro-Trauben von 40 bis 70 Jahre alten, teilweise wurzelechten Weinstöcken einen Wein mit einem berauschenden Bukett nach Brombeeren, Pflaume, Kirschen, schwarzem Pfeffer, rauchigen Mineralien und zarten Schokolade- und Vanilleanklängen.
Am Gaumen mit einer reifen, süßlich-würzigen Fruchtexplosion versehen, besitzt er eine kühle Dichte, ist sehr reichhaltig, komplex, fleischig und generös, hinzu kommt eine massive, aber zugleich raffiniert feine Tanninpräsenz und eine bestechende Rasse und Eleganz.
Seine kompakte Gerbstoffstruktur mit tabakig-würzigen Noten verleiht ihm noch ein großes Entwicklungs- und Reifepotential; zu genießen ab sofort (unbedingt Dekantieren), Höhepunkt 2006 bis nach 2009.



422299 Rodriguez, „Pegaso”, Barrancos de Pizarra, Castilla y Léon tinto 1999 22,00 Euro
In der Castilla, nördlich von Madrid, liegt ein kleiner legendärer Weinberg mit Namen Cebreros, einer der historischen Spaniens, der fast in Vergessenheit geraten war, wohl, weil die extrem harte Bearbeitung in dem unwegsamen Gelände nur mit Hilfe von Pferden möglich war. Doch diese herrlichen, sehr steilen Hügel in über 1.000 m Höhe („eine Art Priorat mit kühlen, für die komplexe Fruchtausbildung idealen Nächten”, so Telmo) aus Schiefer!- und Tonböden trugen einen regelrechten Schatz - über 80 Jahre alte Grenachereben besten genetischen Materials mit extrem geringem Ertrag von unter 20 ha/hl.
Für Telmo Rodriguez, diesen stets wachen, umtriebigen Geist die ideale Gelegenheit, einen spektakulären Terroirwein zu erzeugen, der sich in seiner stilistischen Einzigartigkeit von den anderen großen spanischen Rotweinen unterscheidet. Grundlage dieses phantastischen Weines, der sein Pendant eher in finessenreichen Châteauneuf-du-Pape burgundischer Prägung wie Rayas oder Clos du Caillou zu finden vermag, sind die nicht standardisierten oder überzüchteten Trauben von Rebstöcken absolut authentischer Qualität.

Was ist das für ein betörender, vielschichtiger Wein, meilenweit von allen modisch marmeladigen Tendenzen entfernt, wie ein ferner Gruß aus einer verschollenen Zeit wirkend, in der die Qualität eines großen Gewächses noch ausschließlich im Weinberg erzielt wurde. Tiefrote Grenachefarbe, ungemein faszinierende, aber völlig unaufdringliche Understatement-Nase mit Aromen von reifen schwarzen Beeren, Kirschen und mediterranen Kräutern, dazu zarte Anklänge an Pfeffer und Mineralien.
Im Mund eine saftige, fast burgundische Textur, dicht und ungemein finessenreich, dazu eine komplexe und sehr harmonische Fruchtstruktur, kompakte, aber seidene, cremige Tannine und sehr lang anhaltend.
Ein großer Wein, den ich insbesondere Liebhabern filigraner, finessenreicher Weine anempfehlen möchte, für die die wahre Weinwelt erst jenseits der Vordergründigkeit von modernen Extraktionsbomben beginnt!
Telmo Rodriguez hat diesen in winzigen Mengen erzeugten Wein erst jetzt frei gegeben, da er ihn bis zur ersten Trinkreife zurück halten wollte. Doch welch ein Entwicklungs- und Lagerpotential für sicher noch weit mehr als ein Jahrzehnt.



422103 Rodriguez, „MR”, Malaga, blanco 2003 0,5 l12,50 Euro
Einer der spektakulären Süßweine Spaniens, der kleinere, noch deutlich preiswertere Bruder des schon legendären Moulina Real; schlichtweg ein Wein zum Verlieben! In der Nase Anklänge an exotische Früchte, Mineralien und zarte Raucharomen, im Mund eine ungeahnte Fülle, infolge höherer Säurewerte deutlich mehr Frische als beim Moulina, dabei hocharomatisch und höchst eigenständig, dank der hochreif geernteten Moscateltrauben! Unbedingt probieren, einfach nur so, solo getrunken über mehrere Tage aus der geöffneten Flasche oder als ausgezeichneter Dessertbegleiter!



PORTUGAL

Quinta das Heredias - Douro
Sensationelle Portweine zu fairsten Preisen!

Liebhaber trinken Portweine zu vielen Gelegenheiten, zu Desserts auf Schokoladenbasis, zu Käse, als Aperitif, zur Zigarre oder, solo genossen, einfach nur zum Spaß. Große Portweine bieten einen raren hedonistischen Genuss - und sind zumeist sehr teuer. Nicht so bei unserer Neuentdeckung, der Quinta das Heredias, die zwar eine der ältesten Quintas im Dourotal (Weinbereitung seit dem 13. Jahrhundert) ist, die jedoch erst in den letzten Jahren dabei ist, mit Hilfe eines neuen Önologen, Jean-Hugues Gros, der sich seine ersten Meriten im Burgund verdient hat, ihr gigantisches Potential adäquat zu nutzen und sich mit an der Spitze der Region zu etablieren. Klein, aber fein, sind ihre Süßweinspezialitäten von einer superben Qualität, wie sie nur ganz wenige andere Top-Produzenten erzeugen können. Unbedingt Probieren!


457100 Heredias, Ruby Porto Special Reserve 12,50 Euro
„Einer der feinsten Ruby-Ports, die ich jemals degustiert habe”, so jubelt nicht nur Robert M. Parker angesichts der phantastischen Qualität dieses extrem preiswerten, ungeheuer intensiven, tiefdunklen Ports, dessen dichte, konzentrierte Fruchtexplosion (ohne aufdringlich zu wirken) die Zunge betört und die bacchantische Seele liebkost. Welch expressives, komplexes Aromenspektrum von unterschiedlichsten Früchten, dominierend zurzeit saftige Waldbeeren, dazu Noten von Kakao, gegrilltem Fleisch und zarten Teeranklängen.
Wir versprechen Ihnen, dieser faszinierende Ruby schmeckt mindestens genau so gut, wie bis zu fünfmal teurere Vintage-Ports von Prestigegütern! So urteilt auch Parker euphorisch, dass dieses Kleinod „im vollkommenen Kontrast steht zu den industriell produzierten Ruby-Ports der großen Portweinhäuser”.
Ein absolutes Muss für Liebhaber einer Süßweinspezies, die bereits seit längerem eine regelrechte Renaissance unter Insidern feiert.
Großer Stoff zu extrem fairen Preis, zu genießen jetzt bis 2010.



457299 Heredias, Late Bottled Vintage 1999 14,50 Euro



457301 Heredias, Vintage Port 2001 25,00 Euro



457400 Heredias, Tawny, 20 years 33,50 Euro



457500 Heredias, Tawny, 40 years 115,00 Euro



DEUTSCHLAND

Weingut Dirk Würtz
Unsere letztjährige Entdeckung des Jahres in Deutschland!

„Es gibt keine Zwischenstufe zwischen Qualität und Nichtqualität”. Dirk Würtz nimmt kein Blatt vor den Mund. Erfrischend unangepasst formuliert dieser eigenwillige, kluge Kopf, ein engagierter Querdenker, der genau weiß, was er will, seine Ansichten zur deutschen Weinszene. Ein Winzer mit Ecken und Kanten, wie seine Rieslinge, voller Charakter und Authentizität eben. Seine Weinberge liegen im rheinhessischen Rebenmeer, auch er tut, wie die Kellers und Wittmanns, mit seiner strikt qualitätsorientierten Arbeit enorm viel für das arg ramponierte Image der Region. Unsere letztjährige Entdeckung des Jahres hat daher auch Marcus Hofschuster, dem renommierten Degustator des Internetweinführers Deutschland auf www.wein-plus.de, ungemein imponiert. So stuft er ihn mit 4 von 5 möglichen Sternen unmittelbar hinter Keller und Wittmann bereits als Nummer 3 der Region ein - welch ein Katapultstart in die erste Liga! Der schlafende Riese Rheinhessen erwacht. Dirks Weinberge werden biologisch bewirtschaftet (für Dirk unumgängliche Voraussetzung, um extraktreiche, aromatische Weine zu gewinnen), die dicht bepflanzten Rebreihen von einem befreundeten Winzer, „einem Genie im Weinberg, einem wirklichen Landarbeiter”, penibelst bearbeitet, auch von Vertragswinzern, die strikt nach seinen strengen Vorgaben arbeiten müssen. „Ich selbst verstehe ja nichts von Weinbergsarbeit, ich bin nur der Kellermeister”, stellt Dirk seine großartigen Fähigkeiten bescheiden unter den Scheffel.

Er besitzt nur 6 ha Weinberge, er will sich auch nicht vergrößern, sondern ein „Garagenwinzer” bleiben, aber mit den Trauben aus diesen exzellenten Weinbergen spektakuläre Qualitäten erzeugen. Dirks Devise für den Keller klingt provokativ: „Kontrolliertes Nichtstun”. Das kostet viele schlaflose Nächte, beinhaltet extrem sensibles Eingreifen in die Weinwerdung nur dann, wenn unbedingt nötig, Ausführung aller Kellerarbeiten nur mit Hilfe der Schwerkraft und so gut wie keine Filtration. „Ich mache langlebige, charaktervolle Weine für meine Sympathisanten, keine Journalistenweine”, so Dirks herzerfrischend unangepasstes Statement.

Heute bieten wir Ihnen Dirks sensationell gelungenen 2003er Jahrgang an, mit einer kleinen Überraschung übrigens, die alle Liebhaber des bereits lange ausverkauften Potate erfreuen dürfte!


950803 Würtz, Potate semisiccus 2003 4,95 Euro
Wir befinden uns im Herbst des Jahres 2004 nach Christus. Ganz Potate ist ausgetrunken! Ganz Potate? Nein! Ein von unbeugsamen Hefestämmen im hintersten Keller bevölkertes Fass, eine eigentlich für unseren Kultriesling vorgesehene Charge, wollte partout im letzten Frühling nicht durchgären und blieb im halbtrockenen Bereich stecken. Auch nicht schlecht, denn so können wir Rieslingfreunden, die keine Angst vor ein wenig Restsüße haben, einen herrlichen „Schlabberwein” anbieten mit Anklängen an Aprikose, Weinbergspfirsich und Erdbeeren, unterlegt mit einer feinen Mineralität, filigran, elegant, frisch im Mund, Trinkspaß pur für kleines Geld!
Zu genießen ab sofort bis 2007.



950703 Würtz, Silvaner trocken 2003 5,95 Euro
Dieser wegen seiner Eleganz und prickelnden Frische auf der Zunge tänzelnde Silvaner gehört zu denjenigen Weinen, die unsere Sehnsucht nach den ersten Sonnenstrahlen des Frühlings und die Freude auf die leichte und frische Küche dieser Jahreszeit wecken. Auch wenn der Silvaner als Empfehlung zum Spargel nichts Neues, sondern etwas Urtraditionelles ist, möchte ich Ihnen diesen herrlichen Wein mit seiner saftigen, ausgeprägten Frucht, erinnernd an reife Äpfel und Mirabellen, und seiner milden Säure ausdrücklich zu Spargelgerichten aller Art ans Herz legen. Aber auch solo genossen schmeckt dieser unglaublich süffige, phantastische Wein einfach nach einem Glas mehr; Phantastisches Preis-Genussverhältnis!

Würtz, Silvaner trocken



950103 Würtz-Maas II Riesling, trocken 2003 8,90 Euro
Welch ein Zweitwein, natürlich wie sein Jahrgangsvorgänger spontanvergoren: Kein billiges Weinchen, das durch gefällige Primäraromen zu schmeicheln versucht, stattdessen ein sehr komplexes Aromenspektrum, insbesondere Blutorangenschalen, dazu Quitten, Pfirsich, Litschi, Ananas, deutliche Würze, feine Mineralität. Nach mehrtägiger Öffnung intensive Entwicklung der Aromatik hin zu Cassis, weißen Holunderblüten und Stachelbeeren, so dass man fast glaubt, einen hochwertigen Sauvignon Blanc im Glase zu haben, wenn da nicht die rieslingtypische Frische und stahlige Säure wäre.
Am Gaumen dicht und füllig, saftig und bemerkenswert cremig; aufgrund des deutlich oxydativeren Ausbaus mit bis zu 2 Tagen Maischestandzeit und des vollständigen Entrappens noch mehr Frucht, mehr Extrakt und mehr Stoff als seine Vorgänger (der 01er schmeckt übrigens beim Verfassen dieser Zeilen im Herbst 04 hervorragend), ein sehr harmonischer, lang anhaltender Wein.
Mundet bereits jetzt (am besten nach mehrstündigem Dekantieren) bestens, wird aber als typischer Langstreckenläufer in naher Zukunft (bis 2008) erst richtig brillieren.



950203 Würtz, „Geyerscheiß”, Riesling trocken 2003 19,90 Euro
Endlich ist er eingetroffen - erstmals exklusiv mit dem von Sonja Friedrich künstlerisch gestalteten Lagenetikett des „Geyerscheiß”. Zu unserer großen Freude hat sich Dirk nunmehr entschieden - entgegen seiner ursprünglichen Idee, Lagennamen nicht zu verwenden - den Namen seines großartigen Terroirs zu verwenden.
Ganze 1.200 Flaschen wurden von diesem großen Wein gefüllt, der zwar nicht mit einfachen Primärfruchtaromen zu schmeicheln versucht, der sich aber, bei aller vornehmen Zurückhaltung der Aromen unmittelbar nach der Öffnung, als deutlich zugänglicher erweist als in der Vergangenheit: Anklänge an Pfirsichduft, schwarze Johannisbeeren, Veilchen! Zitrusfrüchte, Blutorangenschalen und Kiwi entströmen bereits zart dem Glas, dazu eine betörende kühle Mineralik. Da die Trauben wie immer extrem wenig Saft enthielten (sehr alter Niedrigertragsklon), waren auch diesmal die Erträge äußerst gering, sagenhafte 18hl/ha, und dementsprechend dicht, tiefgründig und konzentriert präsentiert sich dieser phantastische Riesling.
Doch eins ist ganz anders als in der Vergangenheit: „Im kompliziertesten Jahrgang, den ich je erlebt habe, habe ich erstmals auch in meiner Qualitätsspitze einen Wein produziert, den Frauen genießen können. Dieser feminine Stil, jenseits allen Monströsen und aller Alkohollastigkeit, demonstriert eindrucksvoll die Überlegenheit des biologischen Anbaus über konventionelle Methoden”, versucht Dirk das herrliche Mundgefühl dieses großen, harmonischen, tief mineralischen Weines zu erklären. Bei Dirk, diesem im positiven Wortsinne „Verrückten”, ist man zwar vor keiner Überraschung sicher; doch dieser erstklassige trockene Wein, Terroir pur (Dirk spricht übrigens von „Heimatweinen” statt „Terroirweinen”) wird wohl nicht in eine „Untrinkbarkeitsphase” fallen wie der 2001er.
Wenn Sie diesen großen Rheinhessenriesling im Glase haben, werden Sie sicherlich verstehen, warum Mario Scheuermann den charaktervollen 01er auf dem Hamburger Weinsalon zusammen mit Laibles „Achat” und Breuers „Nonnenberg” als einen der drei besten deutschen trockenen Rieslinge aus dem großen Jahrgang 2001 bewertet hat!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt voraussichtlich Ende 2005 bis 2012.




Herzliche Grüße aus Saarlouis,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann