Saarlouis, im November 2004

PINwand Nº 89


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

in Frankreich brillieren Pierre Clavel, Château Mansenoble und die Domaine Clos du Caillou mit großartigen Qualitäten, im Burgenland hat Josef Pöckl, von FALSTAFF, Austrias renommierter Weinzeitschrift, ganz aktuell zum „Winzer des Jahres 2004” gewählt, im Jahrgang 2003 Rotweine produziert, die das beste sind, was bisher jemals in Österreich in diesem Bereich gewachsen ist, herausragende Alltagsweine genau so wie absolute Weltklasseweine.
An der Ruwer vinifizierte Christoph Tyrell vom Karthäuserhof in 2003 wohl die größten Gewächse in der langen Historie des traditionsreichen Gutes und das Weingut Keller hat im edelsüßen Segment - hier entstanden in Deutschland die besten Weine seit dem legendären 1959er - eine Beerenauslese produziert, die ein Preis-Genussverhältnis aufweist, wie wir es bisher auf dieser Qualitätsstufe noch nie erlebt habe und zu einem derart sensationell niedrigen Preis (für unter 15 Euro!), dass ein ähnliches Angebot nach menschlichem Ermessen in den nächsten Jahren nicht mehr wieder kommen wird.

Sie hat schon Tradition: Zwei bis dreimal pro Jahr bedanken wir uns bei Ihnen für Ihre Treue und Ihre Weiterempfehlungen, denen Pinard sein Wachstum auch in schwierigen Zeiten verdankt, mit einer Dankeschön-Aktion, diesmal gültig bis zum 20. November 2004.
Ab 130,- Euro Bestellwert aus unserem gesamten Sortiment schenken wir Ihnen aus Griechenland das Iliada, Bio Organic, Olivenöl Extra Vergine, PDO Kalamata (0,5 l, 7,20 Euro, im Feinschmecker unter den besten 35 Olivenölen der Welt gelistet),
ab 250,- Euro das wohl beste portugiesische Öl überhaupt, CARM, „Grande Escolha” D.O.P., Olivenöl Extra Vergine (0,5 l, 14,90 Euro) von Carm und
ab 400,- Euro Bestellwert das im folgenden beschriebene Kultöl aus Ligurien von Roi, Cru Riva Gianca (0,25 l, exklusiv in Deutschland bei Pinard de Picard).

31106 ROI, Cru Riva Gianca, Olivenöl Extra Vergine D.O.P. 0 0,25 l 35,00 Euro
Viele unserer Kunden kennen und schätzen bereits das Olivenöl Carte Noir aus der weltberühmten Ölmühle Roi in Ligurien, mittlerweile eines der meistverkauften Olivenöle in unserem Programm und im letzten Jahr Sieger der großen FEINSCHMECKER-Olivenölverkostung. Nun können wir Ihnen eine einzigartige Rarität von ROI exklusiv für Deutschland anbieten, das Grand Cru-Öl Riva Gianca, von dem insgesamt nur 884 Liter produziert werden, denn die Bäume, von denen die Taggiasca-Oliven für diese Delikatesse geerntet werden, haben ein Durchschnittsalter von über 400 Jahren! Entsprechend klein ist zwar die Menge, aber welch grandiose Oliven-Qualitäten gedeihen hier seit Jahrhunderten auf den sandigen Böden ca. 70 Meter über dem Meeresspiegel in der Gemeinde Taggia.
Von großer Frische geprägter Duft nach reifen Oliven und Tomaten. Im Mund Harmonie pur, es dominieren die regionstypischen leicht süßlichen Noten in ihrer schönsten Ausprägung, feinfruchtiger Geschmack nach Pinienkernen, sehr duftig und bei aller Intensität wundervoll weich. Gekrönt wird dieses äußerst delikate Geschmackserlebnis von einem sehr langen, dezent pikanten Abgang. So können nur herausragende Öle ligurischer Provenienz schmecken.
Geliefert werden die einzeln nummerierten Flaschen im edlen Holzschuber und mit passendem Ausgießer - somit auch als repräsentatives Präsent ideal geeignet.

ROI, Cru Riva Gianca, Olivenöl Extra Vergine D.O.P.



In letzter Minute:

Kurzfristig vergriffen, aber wieder frisch eingetroffen sind drei unserer beliebtesten Alltagsrotweine, der herausragende „La Livinière” von Aires Hautes sowie die beiden leckeren Rotweine von Felline aus Apulien. Hierzu notiert die renommierte Weinzeitschrift DECANTER: „Süditalien ist das neue Kalifornien - nur viel billiger”. Diese Aussage trifft den Kern einer ungemein spannenden Entwicklung im ehemaligen Armenhaus Italiens. Beide Rotweine von Felline, der Alberello wie der Primitivo di Manduria, werden im Übrigen vom Decanter mit vier von fünf Sternen ausgezeichnet, was bedeutet „highly recommended”.

301602 Aires Hautes, „La Livinière”, rouge 2002 9,90 Euro

Aires Hautes, „La Livinière”, rouge



681103 Felline, Alberello, rosso 2003 5,95 Euro

Felline, Alberello, rosso

Reservierbar, wieder lieferbar Anfang November


681203 Felline, Primitivo di Manduria, rosso 2003 9,30 Euro

Felline, Primitivo di Manduria, rosso



ÖSTERREICH

Weingut Pöckl - Neusiedlersee
„Winzer des Jahres 2004”, FALSTAFF

„Meine Weine sollen unverkennbar die Eigenheiten des Bodens, auf dem ihre Trauben gewachsen sind, die Besonderheiten des Mikroklimas und die Aromen der Rebsorten erkennen lassen”, erläutert Josef Pöckl, handwerklicher Qualitätsfanatiker und visionärer Genius in einem, der den meisten Winzerkollegen im Burgund intellektuell um Jahre voraus scheint, engagiert seine Philosophie. Denn sein erklärtes Ziel ist es, ohne Mostkonzentration oder andere „Segnungen” moderner önologischer Techniken, die in Österreich mittlerweile weit verbreitet sind, herausragende Rotweine auf absolutem Spitzenniveau zu erzeugen. So sind Pöckls Weine stilistisch - bei aller Konzentration und Dichte, Tiefe und Kraft - von einer edlen Finesse und einer raren Eleganz durchzeichnet, Parameter, die im Weinberg, nicht im Keller ihren Ursprung haben, natürlich nur mit weineigenen Hefen spontan vergoren und qualitativ derart herausragend in Ausstrahlung und Textur, dass sie zusammen mit den Rotweinen von Gernot Heinrich aus dem benachbarten Gols als Referenz für die Weine des Anbaugebietes Neusiedlersee angesehen werden müssen.

Sehr selten nur in der gesamten europäischen Weinwelt findet man eine derart stimmige Konzentration in tiefgründiger Frucht und komplexer Aromatik, die wiederum geprägt ist von cremiger Fülle, kühler Finesse und bemerkenswerter Frische sowohl in ihrer Struktur als auch in den edlen, schmelzigen Gerbstoffen. Josef Pöckls Weine sind eigenständig und authentisch, Originale voller Charakter und von faszinierender Stilistik. Mit diesen herausragenden Rotweinen wird definitiv die qualitative Grenze zwischen Österreichs Spitzenrotweinen und den großen Weinen der Welt, aus den Renommierregionen des Bordelais, des Burgund oder des Piemont, verwischt; sie sind weit entfernt von den dicken Rotweinsuppen internationaler Machart, die kundige Weinliebhaber immer mehr verschmähen zugunsten schmackhafter Terroirweine mit raffinierter Frische und spielerischer Finesse. Kein Wunder, dass Pöckls Spitzenweine in kürzester Zeit „Kultstatus weit über die Grenzen Österreichs hinaus erlangten (und stets im Voraus ausreserviert sind), es gibt in ganz Österreich nicht viele Betriebe, die mit der Winzerfamilie aus Mönchhof in einer Liga spielen” (Gault Millau 2003).

Pöckls Weine sind, wie alle wirklich großen Weine der Welt, das Resultat eines erstklassigen Terroirs und der harten, aber einfühlsamen Gestaltungskraft enthusiastischer Menschen mit Visionen und Tatkraft. Der Heideboden am Ostufer des Neusiedlersees bietet wegen seiner guten Durchlässigkeit und wegen des heißen, trockenen Klimas die denkbar besten Voraussetzungen zur Erzeugung großer Rotweine auf absolutem Weltklasseniveau, eine Tatsache, die in der Region selbst lange nicht erkannt wurde; vielerorts spielte der Weißwein lange Zeit die entscheidende Rolle. Doch in der letzten Dekade des 20. Jahrhunderts begann der Rotwein zu boomen, bekamen Weinorte wie die benachbarten Gols (hier ist Gernot Heinrich zu Hause) oder Mönchhof, wo sich das traditionsreiche Familiengut Pöckl befindet, in den Ohren von Insidern einen magischen Klang: Mittlerweile schicken sich diese bei aller Fülle, Dichte und explosiver Frucht animierend finessenreichen Weine an, etablierte Regionen in aller Welt das Fürchten zu lehren.

Die Region Neusiedlersee, dieser faszinierende, im Landschaftsbild an die ungarische Puszta erinnernde Teil des Burgenlandes, breitet sich im Norden und Osten des gleichnamigen Sees aus und erweist sich infolge des milden pannonischen Klimas mit über 2.000 Stunden Sonneneinstrahlung jährlich als wärmstes Anbaugebiet Österreichs. Die starken Temperaturunterschiede zwischen heißen Sommern und relativ kalten Wintern sowie die häufigen Ostwinde sorgen für Trockenheit und halten kontinentale Einflüsse mit feuchten Winden zumeist fern, die gigantische Wasseroberfläche des größten Steppensees Mitteleuropas wirkt dabei infolge der von ihr ausgehenden Luftfeuchtigkeit ausgleichend und sorgt mit für den perfekten Reifezustand der Trauben. Die besten Parzellen in dieser klimatisch derart privilegierten Region befinden sich auf den sanft gewellten, südlich exponierten Abhängen der Parndorfer Platte (die sich wie ein Band von Weiden über Gols bis Mönchhof zieht) zum nahen See hin, eine variantenreiche Mischung unterschiedlichster Bodenformationen und Terroirtypen (extreme Sandböden bis hin zu schweren Lehmböden, allesamt mit den Wein prägenden eisenhaltigen Einschüben versehen), die ideal geeignet sind zur Produktion individueller, ausdrucksstarker Rotweine: Österreichs große autochthone Rebsorte, der Zweigelt, fühlt sich hier augenscheinlich ebenso wohl wie internationale Edelreben und auch der Blaufränkisch, der speziell im Burgenland qualitativ herausragende Ergebnisse erbringt.

Deutlich sichtbar heben sich die Pöckl’schen Rebstöcke von denen ihrer Nachbarn ab, denn bereits Theodor Pöckl, Josefs Vater, hatte die so genannte Doppelstockerziehung eingeführt, aus Kostengründen übrigens. In dieser ehemals extrem armen Region reicht(e) somit ein Stock, um zwei Reben Halt zu geben und dieses Faktum erweist sich als Glücksfall: die harte Konkurrenz der unmittelbar nebeneinander wachsenden Rebstöcke zwingt die Wurzeln zur Nahrungsversorgung tief in die Erde und sorgt so für einen hohen Extrakt in den Trauben, die im übrigen niemals rosiniert geerntet werden, um jeden marmeladigen Anflug im fertigen Wein zu vermeiden.

In den neu erbauten, hochmodern eingerichteten, kühlen unterirdischen Vergär- und Barriquekellern wird auf im besten Wortsinne traditionelle Art und Weise, mit viel Fingerspitzengefühl und so schonend wie möglich, „nur” noch das Geschenk der Natur, ein extrem selektiertes, hochwertiges Lesegut, so unverfälscht wie möglich in die Flasche transformiert; Spontanvergärung, schonendster Ausbau und Arbeiten nur mit Hilfe der Schwerkraft, geringst möglicher Schwefeleinsatz und Verzicht auf jegliche Manipulation des Weines, auch legaler Methoden wie der Mostkonzentration, sind eine pure Selbstverständlichkeit. Computer gesteuerte Vergärung ist verpönt, Geruch und Geschmack des Mostes sind die entscheidenden Parameter, Gefühl und menschliche Intuition für ein lebendiges Naturprodukt sind wichtiger als jede noch so ausgeklügelte Technik - und insbesondere die Zeit. „Die Zeit ist zwar der teuerste, für uns aber wichtigster Faktor bei der Weinwerdung”, erläutert René Pöckl, der zwar noch junge, aber ungemein talentierte und ehrgeizige Sohn des Hauses, seit 2001 Kellermeister und immer mehr in die Gesamtverantwortung des Gutes hineinwachsend (Josefs Ehefrau Theresa kümmert sich ebenso liebevoll wie engagiert um Marketing und Verkostung). „Ich bin nur mehr der Traktorfahrer im Weinberg”, schmunzelt Josef Pöckl, „René macht mittlerweile den Großteil der Arbeit, nur bei der Zusammenstellung der Cuvées entscheide noch ich selbst. Ansonsten hat René bereits freie Hand”.

Es ist ein langer, couragierter Weg, den Josef Pöckl seit der Übernahme des Gutes 1979 bis hin zur in wenigen Jahren anstehenden völligen Stabübergabe an René zurück gelegt hat, geprägt von intensiven Lernprozessen infolge nächtelanger Diskussionen und Verkostungen, insbesondere mit den benachbarten Golser Kollegen um seinen Freund Gernot Heinrich. Der Blick über die engen Grenzen seiner Heimat hinaus, die Reisen in die renommierten Rotweinregionen der Welt und die Verkostung und Analyse ihrer Weine prägten stilbildend seinen Geschmack; auch Sohn René praktizierte fern der Heimat bei den Großen der Zunft. „Nur Kraft oder Frucht allein ergeben keinen großen Wein. Natürlich muss Körper da sein, muss das Terroir stimmen, die perfekte Tanninstruktur ist Grundvoraussetzung für ein großes Entwicklungspotential, doch entscheidend ist die Harmonie des Weines, die ideale Abstimmung aller Komponenten”, plädiert Josef Pöckl vehement für elegante und finessenreiche Weine internationalen Formats. In den Händen begnadeter Winzer wie die immer die eigenen Wege suchenden Pöckls entstehen so stilistisch unverwechselbare Unikate, herrlich bekömmliche Weine, die über ein enormes Reifepotential verfügen, die (selbst bei den Basisweinen) auch ein klein wenig Geduld nach ihrer Abfüllung benötigen und ab dem zweiten Jahr nach ihrer Freigabe gewaltig in der Qualität zulegen.

Das Ideal all dieses unerbittlichen und kompromisslosen Qualitätsstrebens ist es, „den perfekten Wein zu kreieren, auch wenn wir wissen, dass dieses Ziel eigentlich unerreichbar ist” (Josef Pöckl). Die Fachwelt ist jedenfalls begeistert: Seit Jahren wird die sympathische Familie mit Auszeichnungen überhäuft: „Höchstprämiertes Weingut”, „bestes Rotweingut Österreichs”, „bester Winzer Österreichs” und aktuell „Winzer des Jahres 2004” im FALSTAFF, Österreichs renommiertem Weinmagazin. Unverkennbar sind „die großen finessenreichen Bordelaiser Gewächse, in erster Linie Margaux und Latour, unser Vorbild, aber wir wollen keine, wenn auch noch so gute Kopie erzeugen. Unser Ideal ist der authentische Burgenländer Wein, der unverwechselbare Stil des Gutes Pöckl”, so Renés vehementes Bekenntnis zum ureigenen Pöckl’schen Weg. Terroireinflüsse, nachvollziehbarer Herkunftscharakter also, Finesse und Spiel sind noch immer sehr selten bei Österreichs Top-Rotweinwinzern anzutreffen, Pöckls Weine aber besitzen für diese Parameter Vorbildcharakter. Doch probieren und urteilen Sie selbst: 2002 war im Burgenland ähnlich französischen Regionen wie dem Burgund und Cahors ausgezeichnet, 2003 zweifellos ein Jahrhundertjahrgang, in dem ein Gewitter Ende Juli, wie bestellt, die notwendigen Regenmengen zur optimalen Ausreifung der Trauben brachte. Wir freuen uns ungemein auf eine spannende Zusammenarbeit in den nächsten Jahren: Die Familie Pöckl und ihre Weine sind ein edles Kleinod in unserem Programm.


730103 Pöckl, Zweigelt 2003 7,20 Euro
Leuchtendes sattes Granatrot in der Farbe; sehr verführerische, klassische Aromen von saftigen Kirschen, Zwetschgen und feinen dunklen Beerenfrüchten schmeicheln der Nase. Am Gaumen fruchtig mit feinen Weichselaromen und Noten von schwarzen Beeren, klare Struktur und eine feine, sehr erfrischende Säure, dicht, stoffig, saftig, mehr Schmelz als gewohnt, schön balanciert, noch präsentes, doch weiches Tannin, angenehm fruchtiges Finale mit Heidelbeeranklängen. Ein animierender, anspruchsvoller Rotwein für jeden Tag und zu allen Gelegenheiten, da seine saftigen, cremigen Gerbstoffe die Zunge weich umhüllen und viel Frucht transportieren; großartiges Preis-Genussverhältnis.
Zu genießen ab sofort (nur 12,5 % Alkohol!), ein hervorragender Begleiter zu allen Arten von Pastagerichten, Höhepunkt Herbst 2005 bis ca. 2009.

Pöckl, Zweigelt



730203 Pöckl, Zweigelt Classic rot 2003 11,00 Euro
Acht Monate in drei- und vierjährigen Barriques ausgebauter kardinalsroter, herrlich schmeichlerischer Zweigelt aus älteren Rebbeständen mit dunklem Kern und violetten Reflexen, in der Nase reife schwarze Beeren, Weichselkirschen und eine betörende zarte Würze.
Am Gaumen elegant strukturiert, feste Textur und eine knackige, erstaunlich tiefe Frucht. Der animierend cremige, kompakte, elegante und gleichzeitig frische, den gesamten Gaumen auskleidende und betörende Geschmack dieses extrem preis„werten” Weines fasziniert durch eine kühle Aromatik, die an schwarze Beeren erinnert, an Wacholder und zart mineralische Noten, an Kräuter und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer. Im langen Nachhall nochmals kompakte dunkle Frucht sowie ein elegantes, feines Tanningerüst mit einem zart fruchtsüßen, schokoladigen Nachhall; exzellenter Speisenbegleiter!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt erst Ende 2005 bis nach 2012; das Reifepotential dieses Klassikers, eines Alltagsweins de luxe, aus dem Hause Pöckl ist legendär!

Pöckl, Zweigelt Classic rot



730703 Pöckl, Solo Rosso 2003 9,90 Euro
Die neueste Kreation aus dem Hause Pöckl: Je 50 % Zweigelt und Blaufränkisch prägen diesen extrem charmanten Jungfernjahrgang. Im Unterschied zum Classic präsentiert er sich deutlich zugänglicher, mit einer noch schmeichlerischen, da süßlichen Frucht ausgestattet; am Gaumen fülliger und üppiger, ein ungemein ‚sexy’ Wein, der Trinkspaß pur ab sofort bietet, aber auch nicht ganz das langjährige Entwicklungspotential des Classic besitzt. Wir haben diesen herrlichen Schmeichler der Sinne erst einmal, im Mai diesen Jahres, vor Ort degustiert und werden daher eine detaillierte Verkostungsnotiz nachliefern, da der Wein beim Schreiben dieser Zeilen noch nicht bei uns in Saarlouis eingetroffen ist.

Pöckl, Solo Rosso

Einführungspreis, gültig bis 20. November 2004, danach 11,00 Euro!


730302 Pöckl, Rosso e Nero, rot 2002 19,90 Euro
Der „beste Zweitwein Österreichs”, wie ihn die Presse gerne feiert, ist eine Cuvée aus den heimischen Sorten Zweigelt (50 %) und Blaufränkisch, mit je einem Schuss Syrah und Cabernet Sauvignon. Da der „Admiral”, sicherlich einer der fünf besten Rotweine Österreichs, viel Zeit der Reife benötigt, produzieren die Pöckls den Rosso e Nero als elegante Alternative für den frühen Genuss. 20 Monate ausgebaut in neuen und einjährigen Barriques präsentiert sich dieser Schmeichler der Sinne mit einer kräftigen, rubin-granatroten Farbe mit violetten Reflexen und in der Nase mit einer dichten, verführerischen roten Beerenfrucht, feinen Anklängen an Edelhölzer, noble Bitterschokolade und zart-würzigen Tabaknoten.
Am Gaumen überzeugt eine rassige Frucht, gewürzt mit Karamell und Zimt, die geradezu zärtlich die Zunge umhüllt, und ein perfekt eingebundenes Holz, dazu feste, aber cremige, schmelzige Tannine und eine geradlinige Struktur sowie eine animierende, erfrischende Säure. Dieser verführerische und dennoch charaktervolle Wein besitzt Biss, eine vibrierende Spannung und Tiefe, einen frischen Abgang mit Schokoladenanklängen und demonstriert eindrucksvoll die perfekte Adaption auch der „fremden” Reben an Klima und Böden und zeigt eine große Länge; toller Genussfaktor.
Zu trinken etwa ab Mitte 2005 bis ca. 2015.



730402 Pöckl, Pinot Noir 2002 28,00 Euro
Bei keiner Rebsorte der Welt gibt es deutlichere Diskrepanzen zwischen Anspruch und Wirklichkeit wie beim zickigen Pinot Noir, oder kennen Sie einen Weinliebhaber, der sich nicht bereits massiv über Fehleinkäufe im Burgund geärgert hat? Und dennoch ist es ein unvergleichliches Erlebnis, wenn man wahrhaft große Pinot Noir im Glase hat und einer dieser so seltenen Exemplare kommt - aus Österreich. Sensationell, was die rührigen Pöckls hier auf die Flasche gezaubert haben. In der Nase ein tiefer, klassischer, feiner Burgunderduft, sehr komplex und vielschichtig:
Dunkle Beeren, zarte Gewürznoten und reife Sauerkirschen changieren im Duft, dazu Anklänge an Röstaromen und feinsten Nougat. Am Gaumen sehr reichhaltig, dicht, viel Frucht und Mineralität, eleganter Körper und immens viel Spiel, bestens balanciert, feine Tanninstruktur, schöner, langer fruchtbetonter Nachhall und enorm viel Potential. Dekantieren Sie diesen großen Wein ausreichend und genießen Sie seine faszinierende Transparenz und aromatische Konzentration: Jahr für Jahr einer der großen stilistischen Pinot Noirs Österreichs.
Braucht noch etwas Zeit zur Entwicklung, zu trinken am besten zwischen 2006 und 2016.

Pöckl, Pinot Noir



730502 Pöckl, Admiral, rot 2002 38,00 Euro
Traumhafte Cuvée aus 65% Zweigelt, 15% Blaufränkisch, 15% Cabernet Sauvignon und 5% Syrah - schlicht einer der größten Rotweine Österreichs! In der Farbe ein sehr dunkles Rubingranat mit einem tief schwarzen Kern, die Nase wird betört von fein nuancierten Aromen von schwarzen Johannisbeeren, süßen Kirschen und Schokolade, dazu eine feine mineralische Würze, Zimtanklänge und Röstnoten. Die Zunge taucht ein in eine Orgie komplexer Aromen, der Mund wird überschwemmt von einer fein süßlichen, bestens balancierten Fruchtexplosion, der irre extraktreiche Wein betört den Gaumen, verweilt, man will nicht loslassen, nicht unterschlucken.
Dieser phänomenale Tropfen präsentiert sich elegant und finessenreich, dabei ist er ungemein dicht, konzentriert und mit einer erfrischenden Säure versehen, die Tanninstruktur scheint perfekt für ein großes Reife- und Entwicklungspotential - und dann welch grandioser Abgang mit langem Nachklang!
Ein erotisierender Wein, der trotz seiner heimatlichen Rebsortendominanz Anklänge an einen großen Wein aus dem Pauillac evoziert!
Zu genießen ab 2006, Höhepunkt 2008 bis etwa 2020.

Pöckl, Admiral, rot



730802 Pöckl, Rêve de Jeunesse, rot 2002 49,00 Euro
Dieser große, nur in homöopathischen Mengen zur Verfügung stehende Rotwein voll Kraft und Finesse auf internationalem Spitzenniveau ist in Österreich bereits jeweils unmittelbar nach der Ernte sowohl ab Weingut als auch bei den meisten Händlern ausreserviert und für Liebhaber erlesener Tropfen faktisch schwerer zu erhalten als begehrte Crus aus den französischen Renommierregionen.
Dieser einzigartige, bereits heute legendäre „Traum der Jugend”, den René schon 1996 als 18jähriger! erstmals in alleiniger Verantwortung vinifizierte, wurde bereits zweimal von FALSTAFF zum besten Rotwein Österreichs gekürt! Mit diesem grandiosen Gewächs aus großem Jahr ist René seinem Traum („Ich will den besten Wein Österreichs machen”) ein erhebliches Stück näher gekommen.

Pöckl, Rêve de Jeunesse, rot



730600 Pöckl, Beerenauslese 1999 / 2000 0,375 l 19,90 Euro
Die Region um den Neusiedlersee ist aufgrund ihrer mikroklimatischen Besonderheiten seit langem bekannt für Süßweine auf absolutem Weltklasseniveau. Und nicht irritieren lassen, diese „süße Versuchung” (Rebsorten: Scheurebe, Chardonnay, Welschriesling) zu einem für deutsche Verhältnisse unfassbar günstigen Preis ist in der Tat ein Verschnitt zweier Jahrgänge.
Lassen Sie mich zur Beschreibung den österreichischen Fachjournalisten Helmut Knall zitieren, der in seinem von mir bereits mehrfach empfohlenen Internetweinführer für österreichische Weine „En Primeur” auf www.wein-plus.de in seiner bekannt knappen, aber analytisch zutreffenden Art folgendermaßen urteilt: „Tiefer, rassiger Duft von Honig, Aprikosen, kandierten Zitrusfrüchten und Dörrobst. Satte, cremige Frucht, honigwürzig, sehr süß, ausgezeichnete Säure, viel Kraft am Gaumen, ausgesprochen reintöniger Stil, tief und nachhaltig am Gaumen, beste Balance, sehr langer, cremig-fruchtiger Abgang. 96 Punkte”.
Wo, um alles in der Welt, bekommen Sie noch einmal eine edelsüße Rarität zu einem solchen Preis?
Ewiges Potential!

Pöckl, Beerenauslese 1999 / 2000



FRANKREICH

Château Mansenoble - Corbières
„Das Wunder des Jahrgangs”

„Héros du millésime, Held des Jahrgangs”, diese einzigartige Auszeichnung wurde Guido Jansegers im großen 98er Jahrgang von der renommierten französischen Fachzeitschrift „Revue du vin de France” zuteil. Dies war keine Überraschung, ist doch die außergewöhnliche Qualität sämtlicher Weine von Château Mansenoble, das am Fuße des 600 Meter hohen Berges Alaric in der reizvollen Landschaft der vom Tourismus noch fast unberührten Region der Corbières gelegen ist, dafür verantwortlich, dass diese zu den absoluten Favoriten unserer Kunden gehören und daher längst zu großen Klassikern unseres Programms avanciert sind.

Aber unser Freund Guido reüssiert nicht nur in großen Jahrgängen. Seine akribische handwerkliche Arbeitsweise trägt vor allem in klimatisch nicht so einfachen Jahren ihre Früchte. „Un miracle du millésime, ein Wunder des Jahrgangs” urteilt dementsprechend euphorisch der renommierte französische Weinführer „Guide Hubert” 2004 über den 2002er Réserve und vergibt ihm gleich die höchst mögliche Bewertung von 5 Gläsern!

Zwar kann ich diesem begeisternden Urteil vorbehaltlos zustimmen, doch sind Guidos großartige Weine aus 02 alles andere als ein Wunder, sondern das Resultat einer Selektion ohnegleichen! Bis zu 50% aller Trauben wurden ausgeschieden und nur aus diesem Grund hat unser sympathischer Quereinsteiger aus Belgien, ein ehemaliger Weinjournalist, exzellenter Verkoster (daher der Spitzname: „le nez, die Nase”) und Versicherungsmakler wieder einmal eine der besten Kollektionen des Jahrgangs vinifiziert. Guidos Leidenschaft für große Weine ließ ihm bei dieser wirtschaftlich nicht einfachen Entscheidung - denn er erhöhte die Preise nicht - keine andere Wahl, doch sein fröhliches Lächeln in seinen Augen demonstriert, dass sein Optimismus, die Zukunft der Weine des Languedoc betreffend, ungebrochen ist, ja noch größer scheint als vor 10 Jahren.
„Bordeaux ist die Tradition, wir sind die Zukunft”, nie habe ich seine programmatische Aussage von unserem ersten Zusammentreffen vergessen. Damals, mit Beginn seines fünften Lebensjahrzehntes, hatte er seine gesicherte Existenz aufgegeben und investierte seine gesamten Ersparnisse in seine neue Lebensaufgabe. Innerhalb nicht mal eines Jahrzehntes führten er und seine Lebensgefährtin Marie- Annick das zuvor relativ verwahrloste 20 ha große Château (nicht nur) an die Spitze der Appellation Corbières; „Vins et Vignobles en France” zählt das Gut mittlerweile zu den Top-Ten des Languedoc, und Robert M. Parker stuft es gar bei den weltweit besten Weingütern ein.

Dieser märchenhafte Aufstieg findet seine Grundlage in den besonderen mikroklimatischen Bedingungen der Region, die auf einer Art Hochplateau zwischen dem Minervois und dem Roussillon angesiedelt ist: Das exzellente, extrem karge Terroir von Mansenoble profitiert dank einer Art Scharnierposition sowohl von den sonnigen, trockenen, häufig heißen Gegebenheiten des Mittelmeerklimas als auch von mäßigenden Einflüssen des Atlantiks (genügend Wasserzufuhr und immer wieder kühlen Luftmassen), die zu einer langsameren Reifung führen und Voraussetzung sind für die Feinheit und den Aromenreichtum dieser großen Weine. Von gleicher Bedeutung ist natürlich die Arbeit im Weinberg und im Keller und hier bewies Guido einmal mehr sein berühmtes „Näschen”, als er sich für eine Zusammenarbeit mit einem innovativen Önologen entschied, Pierre Roque, der in der Region zwar als Querdenker misstrauisch beäugt wurde, der aber mit seinen kreativen Ausbaumethoden wesentlich zur Qualität der einzelnen Cuvées beigetragen hat.

Alle Weine dieses Ausnahmegutes sind in ihrer jeweiligen Preisklasse gekennzeichnet durch eine Textur und Komplexität, wie man sie nicht nur im französischen Süden ganz selten findet, durch eine große Konzentration und Kraft sowie würzige Noten, viel Schmelz und Fülle sowie eine beeindruckende Dichte und Extraktion, wie sie den besten Rotweinen des Midi zu eigen sind, gepaart jedoch mit den feinen Fruchtaromen und der Anmut eines exzellenten Bordeaux, allerdings zu wesentlich günstigeren Preisen.
Dabei halten wir Guido besonders zu Gute, dass er bei der Zubereitung seiner Weine auf jeden modischen Schnickschnack verzichtet und seit Jahren seiner Linie treu bleibt, herausragende Terroirweine zu produzieren, die den Charakter ihrer Region widerspiegeln, die jedoch die Rustikalität, die den meisten Gewächsen des Corbières noch immer zu eigen ist, weit hinter sich gelassen haben. Zudem sind diese Glücksfälle von Weinen immer noch zu extrem fairen Preisen zu haben, denn trotz aller Erfolge und Elogen: Guido verliert nie die Bodenhaftung und belässt auch beim fünften Jahrgang nacheinander die Preise unverändert. Wenn doch nur alle Winzer ein solches Augenmaß bei ihrer Verkaufspolitik beweisen würden!


305102 Mansenoble, Le Nez, Vdp des Coteaux de Miramont, rouge 2002 5,95 Euro
Was für ein charaktervoller kerniger Landwein aus reifen Merlot- und konzentrierten Carignantrauben, strotzend vor tiefdunkler Farbe und Frucht: in der Aromatik geprägt von Sauerkirschen und Waldbeeren, Kräutern und Tabak; am Gaumen dicht und kräuterwürzig. Ein extrem fairer Preis, daher nicht umsonst seit Jahren ein absoluter Renner in unserem Programm;
zu genießen jetzt bis Ende 2006.

Mansenoble, Le Nez, Vdp des Coteaux de Miramont, rouge



305302 Mansenoble, Merlot-Cabernet, Le Cyprès, rouge 2002 6,90 Euro
Wenn man diese ungemein leckere Cuvée verkostet, eine Assemblage aus reifen Merlot-Trauben (60 %) und aus erstklassigem Cabernet Sauvignon (die Flasche ausgestattet mit einem neuen, modernen Etikett), ist man jedes Mal aufs Neue überrascht, denn das typische Bukett von schwarzen Johannisbeeren und süßen Kirschen, von Kräutern, Tabak und in diesem Jahrgang auch frische Paprika, die Dichte, Frische und Würze dieses so angenehm saftigen Stoffes im Mund sowie die feinwürzige Tanninstruktur, all dies lässt einen weit eher an Weine aus dem Haut Médoc zu einem wesentlich höheren Preis denken, denn an solche aus Corbières. Aufgrund extremer Selektion und einer daher deutlich niedrigeren Erntemenge als in den Vorjahren hat Guido es geschafft, die Qualität auf dem bekannt hohen Niveau zu halten, bravo!
Zu genießen ab sofort bis 2007.

Mansenoble, Merlot-Cabernet, Le Cyprès, rouge



305402 Mansenoble, Corbières Tradition „Montagne d’Alaric”, rouge 2002 7,90 Euro
Die Cuvée d’Alaric (Syrah, Grenache, Carignan), seit dem 2000er Jahrgang mit ähnlich edler Flaschenausstattung versehen wie der Réserve, was die grandiose Qualität dieses Klassikers auch rein optisch demonstrieren soll, besitzt ein feinwürziges Aroma (Waldbeeren, kleine rote Früchte, zart Paprika, Rauch, Leder), präsentiert sich markant, komplex, dicht, weich und ausdrucksstark am Gaumen, finessenreicher auch als in der Vergangenheit, fein balanciert, mit saftigen Tanninen. Ein sehr günstiger Alltagswein, der nach ein paar Monaten der Flaschenreife bereits lecker schmecken und in ein bis zwei Jahren seinen Höhepunkt erreicht haben wird, wenn Sie sich angesichts seiner Qualität solange beherrschen können. Viel Wein für kleines Geld!

Mansenoble, Corbières Tradition „Montagne d’Alaric”, rouge



305202 Mansenoble, Réserve du Château Mansenoble, rouge 2002 12,90 Euro
„Das Wunder des Jahrgangs ”
Tiefes Brombeerrot mit lila Reflexen am Rande, sehr sinnliche Nase mit betörender Fruchtsüße, eine Sinfonie aus reifen Waldbeeren, Kirschen und einem Hauch Lakritze (nach längerer Öffnung Anklänge an Cassis, wild wachsende provenzalische Gewürze, balsamische Noten und ein wenig Vanille), eine konzentrierte, dichte, harmonische, weiche, samtige, komplexe Cuvée (Syrah, Grenache, Mourvèdre, Carignan) mit Fülle und Schmelz, Eleganz und Finesse, insgesamt von kühlerer Stilistik als im Vorjahr, feinster Fruchtextrakt am Gaumen, die Tannine enorm cremig, frisch und von feiner Struktur, ein edler Trinkspaß! Nicht erst, seit der FEINSCHMECKER diesen Klassewein zu den „100 besten Weinen der Welt” zählte, gehört er zu den großen Klassikern in unserem Programm!
Zu genießen ab sofort in seiner schönsten Primärfruchtphase, Höhepunkt 2006 bis mindestens 2010.

Mansenoble, Réserve du Château Mansenoble, rouge



Domaine Pierre Clavel - Coteaux du Languedoc

Kaum ein Winzer aus dem Languedoc hat in den letzten Jahren für so viel Furore unter den Weinliebhabern und in der internationalen Fachpresse gesorgt wie unser Freund Pierre Clavel, zu gigantisch die Qualitäten seiner Weine, zu unverschämt niedrig die verlangten Preise, die sowohl Kritiker als auch Liebhaber ins Schwärmen geraten lassen. Pierre ist aber nicht nur ein begnadeter Winzer, sein verschmitztes, schelmisches Lächeln, seine permanent gute Laune und ansteckende Fröhlichkeit machen ihn zu einem außerordentlichen Sympathieträger, bei Winzerkollegen, Händlern und Weinliebhabern gleichermaßen.
Wer je das Glück hatte, ihn näher kennen zu lernen, weiß natürlich auch um Pierres ernsthafte Seiten. Seine zu später Nacht in geselliger Runde vorgetragenen melancholischen südfranzösischen Weisen zeichnen einen sensiblen Menschen, dem Ruhm sehr wenig bedeutet und der seine Weine für so kleines Geld verkauft, dass hier das Preis-Genussverhältnis erheblich gestört ist, jedoch zu Gunsten des Konsumenten. Frisch eingetroffen ist der neue große Jahrgang von Pierres wohl fröhlichstem Wein, den Les Garrigues, dazu können wir ihnen wieder seine herrliche Basiscuvée anbieten und den im Kontext des Jahres hervorragenden 02er Copa Santa.


311303 Pierre Clavel, „Le Mas”, Coteaux du Languedoc rouge 2003 6,50 Euro
Der neue Jahrgang unseres meistverkauften Rotweines aus dem Languedoc fasziniert vom ersten Schluck an. Was ist das für ein leckerer Trinkspaß für jeden Tag aus reifen Carignantrauben, dazu Grenache und Syrah, der mit einer Stilistik betört, wie sie burgundisch inspirierte Weine aus Châteauneuf-du-Pape und Umgebung aufweisen: eine frische, beerige, animierende Frucht mit zart kräuterwürzigen Anklängen und einer saftigen, schmeichlerischen, würzigen Frucht, in 2003 konzentrierter noch als alle seine Vorgänger, dichter, wie immer terroirgeprägt, mit sehr weichen, angenehmen Tanninen.
In seiner so genussfreundlichen Preisklasse ein nur schwerlich zu übertreffender Leckerbissen, was auch Joel Payne in seiner großen Languedocreportage in „Alles über Wein”, indem er einen Jahrgangsvorgänger dieses herrlichen Alltagsweins zu den besten Schnäppchen des Languedoc zählt. Unbedingt probieren!
Im Jahrgang 2003 ist die Qualität so überragend, dass dieser „kleine” Wein selbst mit manch wesentlich teurerem Châteauneuf-du-Pape konkurrieren kann. Nehmen Sie uns beim Wort!
Zu genießen jetzt bis mindestens 2007, Höhepunkt ab Spätherbst 2004.

Pierre Clavel, „Le Mas”, Coteaux du Languedoc rouge



311103 Pierre Clavel, Les Garrigues, rouge 2003 7,90 Euro
Neben dem „Copa Santa” zählt Pierre Clavels Cuvée (je 50% alte Syrah- und Grenachereben) „Les Garrigues” zu den mittlerweile legendären und gesuchtesten Weinen des gesamten Languedoc, da hier die Relation moderater Preis und hoher Genuss unübertrefflich gut erscheint. In der Farbe zeigt dieser leckere Wein aus ganz großem Jahr ein sehr tiefes dunkles Rot, in der Nase verführen schwarze Beerenaromen (Blaubeeren und Cassis), saftige Kirschen sowie Kräuter der Garrigue, dazu etwas Leder, Wildbret und Pfeffer.
Am Gaumen präsentiert er sich sehr saftig mit einer zart süßlichen Frucht, wiederum reife schwarze Beeren und dazu Schokolade, viel Extrakt und Dichte, konzentriert, geschmeidig, weiche Tannine, wie immer ein „fröhlicher” Wein, die Persönlichkeit seines sympathischen Produzenten bestens widerspiegelnd. Ein leckerer und attraktiver Tropfen, der unbeschwerten Trinkgenuss bereitet.

Paula Bosch, Deutschlands renommierteste Sommelière („Tantris”, München), hatte den 2001er im Magazin der Süddeutschen Zeitung euphorisch gefeiert; der 03er ist selbst diesem großen Wein nochmals leicht überlegen. Unsere unbedingte Empfehlung!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt ab Herbst 2005 bis 2008



311202 Pierre Clavel, La Copa Santa, rouge 2002 12,90 Euro
Über diese spektakuläre barriqueausgebaute Cuvée (Syrah, Grenache, Mourvèdre) sind in den letzten Jahren in der Fachpresse als auch von Weinliebhabern wahre Lobeshymnen verfasst worden, in unzähligen Tests wurde er zu den besten Weinen des gesamten französischen Südens gezählt und manche Degustation gewann er gar, zu Recht!
Und was hat unser liebenswerter Freund Pierre im wahrlich nicht einfachen Jahr 2002 für eine Qualität hingezaubert: In der Farbe ein sattes Dunkelrot, in der Nase ein großartiges, komplexes Aromenspektrum, geprägt von wilden, dunklen Beeren, intensive, jedoch sehr feine Gewürzanklänge und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, großen Châteauneufweinen sehr ähnlich, am Gaumen wunderbar weiche Textur, cremig, reife, opulente Frucht, wiederum feinwürzig, für den Jahrgang ungemein dicht, geschmeidig, elegant, finessenreich, kernige und dennoch schmelzig-seidene Tanninstruktur, lang anhaltend.
Von ähnlicher Qualität, wenn auch von anderer Stilistik wie sein von der französischen Fachzeitschrift TERRE DE VINS mit der Höchstbewertung von 4 Gläsern und 18/20 Punkten ausgezeichnete Jahrgangsvorgänger, Kultweinstatus!

PS.:Pierre Clavel, so sensibel als Mensch wie feinfühlig als Winzer, hat angesichts des zurzeit relativ turbulenten Weinmarktes den Preis für seine Spitzencuvée deutlich gesenkt; bravo Pierre!
Zu genießen voraussichtlich ab Spätherbst 04, Höhepunkt Ende 2005 bis mindestens 2009.

Pierre Clavel, La Copa Santa, rouge



Le Clos du Caillou - Châteauneuf-du-Pape

Jean-Denis Vacheron, Weltklassewinzer aus Châteauneuf-du-Pape und mehrere Monate zuvor von Robert M. Parker zur „Wine Parsonality of the Year” gekürt, verstarb im Frühjahr 2002 auf tragische Weise bei einem Autounfall, seine Frau Sylvie, mit der er das alte Familienweingut innerhalb weniger Jahre zu einer Spitzendomaine entwickelt hatte, blieb mit zwei kleinen Kindern allein zurück.
Die Freunde der Familie waren ebenso geschockt und traurig wie die Liebhaber in aller Welt, die sich um die spektakulär schönen Weine dieser Ausnahmedomaine förmlich gerissen haben. Sylvie ist mittlerweile dabei, sich von dem furchtbaren Schock zu erholen, die phantastischen Qualitäten des 01er Jahrgangs auf der Flasche zeigten bereits, dass das Engagement von Philippe Cambié, der u.a. auch für die Domaine Pégau als beratender Önologe tätig ist, sowie von Bruno Gaspard, der schon lange in der Region einen guten Namen hatte, als neuer Regisseur des Gutes sofort erkennbar Früchte trug. Und gerade der unter schwierigen Witterungsbedingungen eingebrachte Jahrgang 2002 demonstriert eindrücklich, dass Philippe und Bruno das exzellente Terroir dieser großartigen Domaine eindrucksvoll zu nutzen wissen:
So erhielt der heute präsentierte 02er Châteauneuf als einer von gerade mal zwei Weinen die höchste Auszeichnung des Guide Hachette, drei Sterne und einen „coup de coeur” (Lieblingswein). Herzlichen Glückwunsch Sylvie, Bruno und Philippe!


154102 Clos du Caillou, „Bouquet des Garrigues”, CdR rouge 2002 11,50 Euro
Unter Preis-Leistungsaspekten seit Jahren ein absoluter Knaller, ist dieser Wein seit Jahren „die eigentliche Sensation im Angebot von Clos du Caillou”, so Deutschlands renommierteste Sommelière und Buchautorin, Paula Bosch, in einer liebevollen Besprechung des 01er in ihrer Weinempfehlung in der „SZ” vom 8.8.2003, qualitativ liegt er auf der Ebene ansprechender Châteauneufs, preislich aber nur auf der eines guten Côtes-du-Rhône.
Die Ursache für diese Diskrepanz liegt darin, dass die erstklassigen Weinberge, aus denen die Trauben stammen, zwar 1931, zur Zeit der Gründung der AOC, in die Appellation aufgenommen werden sollten, aber die damaligen Vorbesitzer sich weigerten, die dafür fälligen Gebühren zu bezahlen, so dass seither die vorzüglichen Tauben dieses ausgezeichneten Terroirs „nur” zu einem Côtes-du-Rhône verarbeitet werden dürfen.
So haben wir das Vergnügen, Ihnen zu extrem fairem Preis einen erstklassigen Wein anbieten zu können, der in jedem Jahr zu unseren beliebtesten Angeboten gehört. Diesmal von mittlerem Rot in der Farbe, in der Nase vermählen sich Würznoten der Garrigue (Nomen est Omen) und Pfefferanklänge mit einem ausdrucksstarken Schwarzkirschenbukett und feinen Brombeeraromen, im Mund leicht süßliche, weiche Tannine, ein Wein, der jahrgangsbedingt noch mehr von seiner Eleganz und Finesse geprägt wird denn von schierer Kraft. Dieser elegante Tropfen ist einer unserer meist verkauften Roten überhaupt und wurde in der Vergangenheit mit Auszeichnungen überhäuft:
So belegte beispielsweise der 99er im weltweiten Grenachetest des FEINSCHMECKER 3/02 mit einem überragenden Preis-Genussverhältnis den 7. Platz und der 01er erhielt 91 Parkerpunkte.
Zu genießen ab sofort bis 2006.

Clos du Caillou, „Bouquet des Garrigues”, CdR rouge



154202 Clos du Caillou, Châteauneuf-du-Pape, rouge 2002 29,90 Euro
Mittleres Purpurrot in der Farbe, feinwürziges, pfeffriges und verführerisch süßliches, kirschiges Aromenbukett mit Anklängen an Zimt, Lakritze und Holundersaft; auf der Zunge für den Jahrgang sehr kraftvoll, dicht, tief, komplex, ausladend, mit einer reifen Textur und würzigen, feinst strukturierten Tanninen, die demonstrieren, dass die Gerbstoffqualität maßgeblich die Qualität eines Weines bestimmt; lang anhaltend.
Der weise Verzicht auf die Produktion der Spitzencuvées Quartz und Réserve und die Einbringung aller Trauben in den „normalen” Châteauneuf haben wiederum zu diesem großen Erfolg beigetragen: Als einer von gerade mal zwei Weinen erhielt er die höchste Auszeichnung des Guide Hachette, drei Sterne und einen „coup de coeur” (Lieblingswein)!
Zu genießen voraussichtlich bereits ab Mitte 2005 bis 2009.

Clos du Caillou, Châteauneuf-du-Pape, rouge



DEUTSCHLAND

Weingut Karthäuserhof

Die herrlich klaren und kraftvollen, dabei mit einer feinen Säure ausgestatteten Rieslinge des traditionsreichen Karthäuserhof demonstrieren eindrücklich die Typizität großer Ruwerweine, nämlich die Vermählung ihrer stahligen Rasse mit intensiver Mineralik, hinzu kommen ihre faszinierende Frucht, ihre unnachahmliche Eleganz und ihre einzigartige, regionsspezifische Filigranität. So präsentieren sich die trockenen Weine schlank, mineralisch, filigran, feingliedrig und sehr fruchtbetont; die fruchtsüßen Weine sind extrem rassig, saftig und elegant, schmecken bereits in der Jugend sehr verführerisch und verfügen über ein enormes Alterungspotential.
Die Grundlage für diese herausragenden Qualitäten werden wie bei allen großen Winzern natürlich im Weinberg gelegt, dem unmittelbar am wunderschönen Gut gelegenen steilen, konvex geformten, extrem mineralhaltigen Eitelsbacher Karthäuserhofberg mit seinem hohen Eisenanteil, eine der absoluten Spitzenrieslinglagen an Mosel-Saar-Ruwer und im Monopolbesitz von Christop Tyrell, der in den letzten Jahren das Gut wieder zu einer der ersten Adressen in Deutschland machte. Wenn Sie erfahren wollen, wie umwerfend gut Weine von der Ruwer munden können, dann probieren Sie unsere Selektion des 2003er Jahrgangs, dem Inbegriff großer Weine des Karthäuserhofs. Selten werden Rieslingkollektionen Sie derart begeistert haben wie diese Traumweine aus dem kleinen Ruwertal.


Zum Jahrgang 2003 des Karthäuserhofs:

Lassen Sie mich zur Einschätzung dieses deutschlandweit zum Jahrhundertjahrgang hoch gejubelten, in Wahrheit jedoch sehr heterogenen Jahrgangs mit Sam Hofschuster, renommierter Verkoster des Internetweinführer www.wein-plus.de , eine unabhängige Stimme zitieren: „2003 dürfte als einer der großen Jahrgänge in die Annalen des Weinguts eingehen. Ein Wein ist hier besser als der andere. Alle glänzen sie mit großer Reintönigkeit und Präzision, fester Struktur und einer mineralischen Präsenz, wie sie selbst hier nur selten anzutreffen ist. Interessanterweise ist der trockene Qualitätswein in diesem Jahr dem restsüßen deutlich überlegen. Überhaupt sind die trockenen Rieslinge, aber auch die exzellenten Weißburgunder, mindestens auf dem Niveau der besten vergangenen Jahrgänge, setzen in der Spitze aber vermutlich noch einen drauf. Die beiden trockenen Auslesen werden wohl noch einige Zeit brauchen, um zu zeigen, was sie wirklich können. Die Serie edelsüßer Auslesen ist brillant. Auch hier sind Steigerungen mit etwas Reifezeit nicht auszuschließen. Großes Kompliment!”


Fazit:

Im kleinen, nördlich gelegenen Ruwertal mit seinen spezifischen klimatischen Bedingungen war 2003 in der Tat ein Jahrhundertjahrgang, was auch der WEINGOURMET bestätigt, der in seinem 2004er Kompendium der besten deutschen Weingüter (dessen Einschätzungen in einigen anderen Fällen nicht nur bei mir sehr viel Unverständnis ausgelöst haben) zu Recht urteilt, dass der „Karthäuserhof auch 03 seine qualitative Beständigkeit mit einer glanzvollen Kollektion beweist. Die strahlend klaren Rieslinge verfügen über eine optimale Balance zwischen Frucht und Säure, elegant und finessenreich bestechen die Weine mit einer außergewöhnlich feinen Struktur”. Die logische Konsequenz einer solchen Laudatio: Höchsteinstufung des Weinguts in die kleine Elite der besten deutschen Winzer!


910103 Karthäuserhof, Weißburgunder Qualitätswein trocken 2003 9,20 Euro
Christoph Tyrells „einfacher” Weißburgunder ist einer der gelungensten seiner Art in Deutschland. Ruwertypisch durch und durch entströmt dem Glase ein leicht mineralischer Duft nach Pistazien, Honigmelonen und Äpfeln. Die charakteristische feinwürzige Frucht auf der Zunge und seine nussige Fülle am Gaumen machen diesen kompromisslos trockenen, würzigen, balancierten, von feiner, kühler Säure durchzogenen und von einer belebenden Mineralität erfüllten Weißburgunder zu einem erfrischenden Genuss (solo getrunken) und zu einem idealen Begleiter würziger Sommerküche, der auch im Herbst und Winter ausgezeichnet mit anspruchsvoller Küche harmoniert. Viel Schmelz und wiederum feine Säure im würzigen Abgang;
zu genießen jetzt bis 2006.

Karthäuserhof, Weißburgunder Qualitätswein trocken



920203 Karthäuserhof, Riesling QbA trocken 2003 7,20 Euro
Ein ausgezeichneter Gutsriesling, der eindeutig mit zum allerfeinsten gehört, was in 03 in allen Anbauregionen zusammen vinifiziert worden ist. Klarer, eindringlicher Pfirsich-Zitrusduft mit verspielten mineralischen Noten und einem Hauch Cassis. Am Gaumen klar strukturiert, geradlinig und feinsaftig, sehr schönes Spiel, feinste Kräuteraromen und perfekt eingebundene Mineralität, recht nachhaltig, harmonisch ausbalanciert, gute Länge;
zu genießen ab sofort bis Ende 2006.



910303 Karthäuserhof, Riesling Spätlese trocken 2003 13,50 Euro
In der Nase ein animierender, prägnant klarer Pfirsich-Apfelduft mit zarten Kräuternoten und feingliedriger Mineralik. Auf der Zunge elegant und klar strukturiert, hochfeine Säure, wiederum Kräuteraromen, dazu eine präsente mineralische Würze, nachhaltig am Gaumen, perfekt balanciert, sehr harmonisch, gute Länge. Ein überzeugender, vibrierender Riesling, ein authentischer Wein mit Charakter, Seele und Ausstrahlung, der eindrucksvoll sein Terroir widerspiegelt und einen der großen Werte des Jahrgangs repräsentiert. Bravo!
Zu genießen ab sofort bis 2007.



920303 Karthäuserhof, Riesling Spätlese feinherb 2003 13,50 Euro
In der Nase ein betörender mineralischer Duft nach Pfirsichen mit Zitrusaromen; wirkt am Gaumen duftig und transparent, frisch und stoffig zugleich. Animierend fruchtbeladen, mit feiner Säure und deutlicher Mineralität, dazu schwarze Beeren im Hintergrund, integriert er weich und mineralisch in perfekter Form das kleine Zuckerschwänzchen; sehr gute Struktur, bestens balanciert, feine Kräuter, Mineralien und Cassis im lang nachklingenden Abgang.
Den halbtrockenen Weinen des Karthäuserhofs ist stets eine wunderbare, nirgendwo kopierbare Balance von Frucht, Säure und Süße eigen, wobei letztere so diskret ist, dass für mich diese Weine nach einer gewissen Reife harmonisch trocken schmecken.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Frühjahr 2005-2009.



910503 Karthäuserhof, Riesling Spätlese 2003 13,30 Euro
In der Nase ein herrlicher, reintöniger, mineralischer Pfirsichduft und Cassisaromen. Dicht und feinsaftig brilliert er mit seiner verspielten Säure und seiner schmelzigen Finesse am Gaumen. Dazu betört dieser traumhafte Riesling mit seinem mineralischen Rückgrat und seinen Cassisanklängen die Zunge, weich und pikant reizt er spielerisch und intensiv zugleich die Sinne; ausgezeichnete Balance, sehr nachhaltig am Gaumen, langer Abgang mit schwarzbeerigen Noten, eine traumhafte Spätlese in ihrer schönsten Form.
Zu genießen ab sofort bis nach 2010.



920003 Karthäuserhof, Riesling Auslese 2003 17,50 Euro
In der Nase ein kühler, intensiv mineralischer Duft nach Pfirsichen und Zitrusfrüchten, unterlegt von einer Spur schwarzer Johannisbeere. Mit laserstrahlartiger Fokussierung gleitet diese filigrane Auslese zärtlich über die Zunge, lange Fruchtspuren von weißen Pfirsich, Aprikose und exotischem Obst hinterlassend, dicht und nachhaltig, dabei ungemein filigran, wie man es in dieser Kombination nur in den besten Exemplaren von der Ruwer findet, dabei animierend frisch und herrlich saftig, perfekt integrierte, feingliedrige Säure und hochfeine Mineralität, sehr nachhaltig am Gaumen, gute Tiefe, harmonisch, bestens balanciert, wie aus einem Guss, sehr schöne Länge;
zu genießen jetzt bis nach 2018.



920103 Karthäuserhof, Riesling Auslese Nr. 38 2002 35,00 Euro
Hochkomplexer Riesling, barocke Fülle vereint mit großer Eleganz extrem feiner, intensiv mineralischer Duft nach Pfirsichen, Äpfeln, Ananas und Kräutern mit zarten Cassisnoten. Am Gaumen feingliedrige, süße, mineralisch-würzige Frucht, absolut reintönig, rassige und hochelegante Säure mit mineralischem Rückgrat, dabei einen großen Spannungsbogen aufweisend, über den nur die besten Rieslinge der Welt verfügen, sehr verspielt, aber auch dicht gewirkt, hervorragende Balance, traumhafter, fruchtig-würziger Nachhall, Weltklasseauslese!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2007 bis nach 2020.



Weingut Keller

Ich gestehe gerne: Ich bin seit mehreren Jahren bekennender Keller-Fan. Die Rieslinge des ebenso fachlich begnadeten wie menschlich sympathischen Tandems Vater (Klaus) und Sohn (Klaus-Peter) begeistern mich ebenso wie viele andere Weinliebhaber auf der ganzen Welt und lösen Emotionen aus. Sie, liebe Kunden, empfinden und schmecken wohl ähnlich, denn unsere Verkaufszahlen sprechen eine beredte Sprache. Und im Jahrgang 2003 haben die Kellers für mich und für viele andere Experten die beste Kollektion des Jahres in Deutschland vinifiziert: Im trockenen Bereich besitzen ihre Rieslinge neben aller Kraft und inneren Dichte eine Finesse und Frische, die als Referenz für diesen heißen Jahrgang angesehen werden muss, im Segment der edelsüßen Weine - hier wurden in Deutschland die besten Weine seit dem legendären 1959er erzeugt - haben Sie Qualitäten auf absolutem Weltklasseniveau produziert - und eine Beerenauslese, die ein Preis-Genussverhältnis aufweist, wie ich es bisher auf dieser Qualitätsstufe noch nie erlebt habe, zu einem solch sensationellen Preis, dass ein derartiges Angebot nach menschlichem Ermessen niemals wieder kommen wird. Diese phantastische BA möchte ich ihnen heute ebenso empfehlen wie einen barriqueausgebauten exzellenten Grünen Silvaner, der selbst große Burgunder das Fürchten lehrt sowie zwei herausragende trockene Rieslinge, die sich zum vergleichenden Genuss hervorragend eignen, denn das reife Lesegut stammt vom gleichen Terroir und sie unterscheiden sich nur durch ihre jeweilig unterschiedliche Ausbauart.


951103 Keller, Silvaner trocken -S- 2003 18,70 Euro
Im Barrique ausgebautes großes Gewächs, in seiner gesamten Stilistik an noble Weißweine aus dem Burgund erinnernd, obwohl grundverschiedene Rebsorten, so sehr ist es den Kellers gelungen, diesen ungemein cremigen, fülligen, fast opulenten, sehr dichten Wein mit einer burgundischen Finesse und Eleganz zu versehen.
Unmittelbar nach der Öffnung zeigt er sich noch sehr verschlossen, braucht daher viel Luft zum Atmen (am besten Dekantieren und aus einem großen Burgunderglas genießen), es betören faszinierende Aromen von Johannisbeeren, Kräutern, intensiv duftenden Blüten und hochreifen Birnen, unterlegt von einer feinen Mineralität und einer fein ziselierten Säure, traumhafte Vermählung zwischen Holz und Frucht, der Holzeinfluss geht dabei von Minute zu Minute zurück, gibt dem Wein aber eine außergewöhnliche Struktur, Schichten um Schichten feiner Aromen werden freigesetzt, der Wein entblättert sich geradezu über Stunden und Tage, großartiger Schmelz und Extraktsüße, lang anhaltend, fulminanter fruchtig-mineralischer Abgang, eine eindrucksvolle Demonstration des völlig verkannten Potentials einer maßlos unterschätzten Rebsorte. Dies ist höchste winzerliche Handwerkskunst, bravo!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Mitte 2005 bis 2009.

Keller, Silvaner trocken -S-



952103 Keller, Riesling Spätlese trocken -S- 2003 16,50 Euro
Der Buchstabe „S” steht für die Selektion bester Trauben aus alten Reben bester Großer Gewächslagen und so liefert diese phantastische Spätlese einen gleichermaßen kraftvollen wie komplexen Wein, dessen prickelnde, ungemein zupackende expressive Mineralität vom Klang der Mineralien aus den Tiefen des Bodens erzählt, die den großen Westhofener und Dalsheimer Lagen ihr einzigartiges, unverwechselbares Profil verleihen.
In der Nase sehr komplexes, nach längerer Öffnung und - genossen aus einem großen Glas - bereits jetzt erkennbares weites Aromenspektrum (Pfirsich, Aprikose, Grapefruit und Cassis), unterlegt mit einer intensiven, abgrundtiefen mineralischen Würze, die dem Glase regelrecht zu entspringen scheint. Am Gaumen anfangs verschlossen, legt dann nach mehreren Minuten ungemein zu, feinfruchtig, cremig, dicht und wiederum extrem mineralisch; animierende Säure.
Mit verführerischem Schmelz auf der Zunge, tief und herrlich saftig, komplex und hochelegant, von seidener Textur genügt diese herrliche Spätlese höchsten Ansprüchen verwöhnter Rieslingfreaks und bereitet durch ihr betörendes Spiel dennoch bereits heute Trinkspaß pur; zupackend, langer Nachhall.
Zu genießen bis nach 2006, doch dürfte wohl kaum eine Flasche diese Zeit im Keller überstehen, da Suchtgefahr!

Keller, Riesling Spätlese trocken -S-



952603 Keller, Riesling Spätlese trocken -R- 2003 18,50 Euro
Auch bei diesem Riesling handelt es sich um eine Selektion bester Trauben aus alten Reben der Großen Gewächs-Lagen, der geschmackliche Unterschied zum ‚S’ beruht ausschließlich im Ausbaustil. Während der filigranere ‚S’ im Edelstahltank ausgebaut wurde, reifte der fülligere ‚R’ nach einer längeren Maischestandzeit in großen Holzfässern seiner Weinwerdung entgegen, was ihn in seiner tabakig-mineralischen Stilistik noch extraktreicher, cremiger und schmelziger hat werden lassen. „Großes Kino!”
Zu genießen ab sofort bis nach 2007.

Keller, Riesling Spätlese trocken -R-



952403 Keller, Beerenauslese 2003 0,375 l 13,90 Euro
Diese Beerenauslese basiert auf phantastischem Lesegut, nämlich rosinenartig geschrumpften Trauben von Scheurebe, Rieslaner und Huxelrebe. Das Mostgewicht lag bei 130 Grad Öchsle. In der Nase fasziniert ein zarter Blütenduft, dazu Aromen von Äpfeln, Birnen, Magnolien sowie ein exotischer Fruchtansatz von Ananas und Mango.
Im Mund dicht, ein feines, harmonisches Spiel von Fruchtsüße und Säure, cremige Textur, brillante Frucht im reintönigen Finish. Ein schier unglaublicher Preis für eine großartige Beerenauslese mit einem gigantischen Reife- und Entwicklungspotential, ein Angebot, das in dieser Form bisher noch nie existierte und vielleicht auch nie wieder kommen wird.
Ein herrlicher Begleiter zu vielen Arten von süßen Desserts oder auch nur solo genossen, dank seiner bemerkenswerten Frische. Entwickelt sich über mehrere Tage in der geöffneten Flasche hervorragend, lassen Sie sich diese einzigartige Trouvaille auf keinen Fall entgehen!

Keller, Beerenauslese

Einführungspreis, gültig bis 20. November 2004, danach 14,90 Euro!



Herzliche Grüße aus Saarlouis,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann