Saarlouis, im September 2004

PINwand Nº 87


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

in unserer heutigen Pinwand präsentieren wir Ihnen eine ganze Reihe von ungemein preis’werten Alltagsweinen mit spektakulären Qualitäten aus Italien, Felline, von der südlichen Rhône, Les Cailloux und Laurence Féraud (Domaine Pégau, deren neuen Châteauneuf-Jahrgang wir ebenfalls vorstellen) und man glaubt es kaum, aus Bordeaux.

Offensichtlich müssen die einzelnen Weinbauregionen weltweit in regelmäßigen Zyklen von tiefen Krisen heimgesucht werden, damit die Vernunft bezüglich der Preisgestaltung (hier wollen wir die 2 Dutzend Spekulationsgüter außer Acht lassen, mehr dazu unten) wieder Einzug hält. So wie wir Ihnen mittlerweile aus Spanien und Italien wieder herausragende Weine zu sehr fairen Preisen anbieten können (ein Paradebeispiel ist sicherlich 435303 Olivares, Panarroz, tinto 2003, mit 90 Parkerpunkten geadelt und dennoch für unter 6 Euro zu haben, den Sie uns kistenweise aus den Regalen räumen), haben wir bei unseren Reisen ins Bordelais vor Ort am linken wie am rechten Ufer Domainen aufgetan, die klassische Weine bester Qualität zu derart günstigen Preisen anbieten, wie es bis vor kurzem noch nicht für möglich gehalten wurde. Und wir sehen an Ihrem Kaufverhalten, wie sehr Sie auf derartige elegante und finessenreiche Weine großer Terroirs gewartet haben. Wir werden in den nächsten Monaten und Jahren unser Bordeauxangebot, jenseits der ausgetrampelten Pfade, deutlich ausweiten.

In der aktuellen VINUM 9/04 werden 10 Top-Buys aus über 400 während der großen Primeurverkostung vor Ort degustierten Rotweine des 2003er Jahrgangs empfohlen. Der mit Abstand preiswerteste Wein dieser best buys ist unser mittlerweile ab Gut und bei Pinard selbst restlos ausverkaufte Lousteauneuf.
Auf Lousteauneuf machte man uns auch mit dem Besitzer eines weiteren, in Deutschland noch fast gänzlich unbekannten Kleinodes bekannt, das wir Ihnen heute präsentieren, das bei Insidern in Frankreich bereits Kultstatus besitzt und dessen Spitzenwein von der Revue du vin de France in ihrer Jahrgangsbewertung 2003 mit ihrer selten vergebenen höchsten Auszeichnung, einem ,coup de coeur’ („Lieblingswein”), bewertet wurde: Château des Eyrins - Margaux.

Aus Deutschland bieten wir Ihnen zwei Kollektionen auf absolutem Weltklasseniveau aus dem Jahrgang 03 an, von Van Volxem und von Dr. Crusius, die mit zum besten gehören, was jemals in unseren Landen produziert wurde, trockene und fruchtsüße Rieslinge zum Verlieben.


In letzter Minute:
Frisch eingetroffen und daher noch nicht in der Pinwand beschrieben sind drei unserer beliebtesten Alltagsrotweine, seit Jahren Klassiker und Dauerbrenner unseres Programms, von Château Mansenoble aus den Corbières, Jahrgang 02:

305102 Mansenoble, Le Nez, Vdp des Coteaux de Miramont, rouge 2002 5,95 Euro

Mansenoble, Le Nez, Vdp des Coteaux de Miramont, rouge



305302 Mansenoble, Merlot-Cabernet, Le Cyprès, rouge 2002 6,90 Euro

Mansenoble, Merlot-Cabernet, Le Cyprès, rouge



305402 Mansenoble, Corbières Tradition „Montagne d’Alaric”, rouge 2002 7,90 Euro

Mansenoble, Corbières Tradition „Montagne d’Alaric”, rouge



Schnäppchen:
Zum Kennenlernen der neuen Jahrgänge bieten wir Ihnen ein 12er Paket herausragender Alltagsweine an, die wir in dieser Pinwand vorstellen:

80204 Paket „Rotweine für jeden Tag” (9 l) statt 75,00 Euro nur 65,00 Euro
Je 2 Flaschen von der Rhône, Domaine L’Enclos Côtes du Rhône 2003, André Brunel Sommelongue 2003 und Domaine Pégau Pelican 2003, aus dem Languedoc von Château Mansenoble, VdP des Coteaux de Miramont 02 und Le Cyprès 2002 sowie aus Apulien der Klassiker Alberello 2003 von Felline.



80304 Roussillon-Paket (4,5 l) statt 89,60 Euro nur 79,90 Euro
Im aktuellen Weingourmet 3/04 wird ein Test der besten Rotweine des Roussillon veröffentlicht, 4 unserer Weine gehören zu den 10 Siegern. Wir bieten Ihnen diese herausragenden Rotweine und zwei weitere Weine der ausdrücklich als besonderes Schnäppchen gelobten Domaine Boudau an:

Je 1 Flasche von der Domaine Marcevol, Prestige 2001, von Sarda-Malet , Terroir Mailloles 2001 sowie der Reserve 2001 (im Test war der vergleichbare, aber bereits ausverkaufte Jahrgang 2000), von Gauby Le Soula 2001 sowie von Boudau Le Clos 2003 und die Cuvée Henri Boudau 2002, die gerade erst die begehrte Saint Bacchus-Trophäe gewonnen hat, um die sich insgesamt 390 Weine beworben hatten.



DEUTSCHLAND

Weingut Van Volxem - Wiltingen Saar

Am Anfang stand eine Vision: Es müsste doch möglich sein an der Saar, in dieser zwar arg gebeutelten, fast vergessenen, doch immerhin sehr traditionsreichen deutschen Weinbauregion den Schiefer im Riesling wieder zum Klingen zu bringen. Kompromisslos sollte ein Weg beschritten werden in die Welt des authentischen und komplexen Geschmacks, um den Weinen ihren angestammten Platz in der Weltspitze zurück zu geben.

Van Volxem - Wiltingen, Saar


Denn bevor der Saarriesling, von wenigen rühmlichen Ausnahmen abgesehen, in die Bedeutungslosigkeit versank und, wohlwollend formuliert, elfenhaften Charakter annahm, war er zu Ende des 19. Jahrhunderts aus ganz anderem Holz geschnitzt:
Majestätisch und kraftvoll, zutiefst mineralisch und komplex erstrahlte er im Glase, seine Noblesse reihte ihn ein in die rarsten, begehrtesten und damit teuersten Weine der Welt, gegen die selbst die großen Namen des Bordelais heut zu Tage vergleichsweise billig gehandelt werden: Als renommierte deutsche Weine, einschließlich der großen Saarrieslinge, vor über 100 Jahren auf der Weltausstellung in Paris als die besten der Welt ausgezeichnet wurden und man für eine Flasche eines solchen Spitzenweins 80 Goldmark bezahlte, hätte man zu jener Zeit in der Stadt an der Seine für dieses Geld über zwei Monate lang im Frankfurter Hof, dem ersten Haus am Platze, wohnen können!

Doch dies klingt wie eine Mär aus grauer Vorzeit, die Realität sah bis vor kurzem anders aus: Saarwein wurde zumeist billigst verramscht (Egon Müllers legendäre Rieslinge und die einiger weniger Kollegen waren nichts anderes als die berühmten Ausnahmen), Weinliebhaber in aller Welt zeigten sich entsetzt über die Verbrauchertäuschung Mitte des 20 Jahrhunderts, als durch die „Ausweitung” der Toplagen in die Ebene die Qualitäten drastisch verwässert wurden und zeigten dem ,neuen’ Stil die kalte Schulter.
Die tragische Konsequenz: Ein Weingut nach dem anderen scheiterte an den enorm hohen Kosten des Steilhanganbaus; die meisten Jungen waren nicht mehr bereit, den unprofitablen elterlichen Betrieb zu übernehmen mit der Folge, dass die einst weltberühmten Steillagen aufgegeben wurden.

Roman Niewodniczanski


Diese Ausgangssituation war es, die den Wirtschaftsgeographen und jüngsten Spross einer Eifeler Brauereidynastie, Roman Niewodniczanski, reizte. Er selbst, ein begeisterter Liebhaber großer Weine aus aller Welt mit einer enormen Verkostungserfahrung, hatte den Weinbau dieser Region, den der verblassten Blütejahre und der tristen Gegenwart, an der Universität Trier studiert und möchte irgendwann sein Thema „Reprofilierung des Weinanbaugebietes Mosel-Saar-Ruwer” mit der Promotion abschließen; doch dafür wird er wohl keine Zeit mehr haben.
Denn nach lehrreichen Studienaufenthalten in großen Weinanbauregionen rund um den Erdball lernt er 1999 auf einem Balkon bei einer privaten Verkostung großer Bordelaiser Gewächse Gernot Kollmann kennen, der sich damals um das Marketing der Bischöflichen Weingüter Trier kümmerte. Ihre Diskussionen kreisen an jenem Abend nur um ein Thema, ob man solche Weltklasseweine, wie gerade im Glase, nicht auch wieder an der Saar vinifizieren könne.
Aus diesem leidenschaftlichen Diskurs erwächst die bereits oben skizzierte Vision: Roman kauft im Jahr 2000 entschlossen einen traditionsreichen, berühmten Betrieb, ein ehemaliges Klosterweingut im historischen Zentrum von Wiltingen, der bedeutendsten Weinbaugemeinde der Saar, der in Konkurs geraten war und Gernot wird sein Kellermeister. Um die Rückbesinnung auf einen Stil stoffiger, mineralischer, gehaltvoller Rieslinge von Weltruf, mit einer unverwechselbaren eigenen Identität, mit höchst möglicher Komplexität und einer harmonisch integrierten natürlichen Fruchtsüße nach außen zu demonstrieren, gibt er dem Gut seinen alten Namen zurück, der einst strahlenden Klang an der Saar besaß: Van Volxem, mit großem Besitz in den Kernlagen der berühmtesten Saarlagen mit ihren völlig unterschiedlichen Terroirs auf engstem Raum und einem besonderen Schatz: alten, z.T. wurzelechten Rebstöcken auf skelettreichen Schieferböden.

Van Volxem - Gutshof


Dann beginnt eine sehr harte handwerkliche Arbeit. Das Gut wird renoviert, in den hoch und steil über der Saar und einem Nebental liegenden weltberühmten Weinbergen werden die sich in einem durchaus guten Zustand befindlichen Böden (dank der sorgfältigen Arbeit des Vorbesitzers) aufgelockert und Unmengen von Humus eingebracht. Diese Maßnahme dient der Erhöhung der Wasserhaltekraft und, wie die teilweise Begrünung, der Vitalisierung der Böden, die Mikroorganismen kehren infolge der biologischen Wirtschaftsweise zurück (mit chemischem Dünger und Pestiziden behandelter Boden ist fast so tot wie der Saharasand), aufwändige Laubwerksarbeiten an den zumeist alten, wertvollen Rebanlagen mit ihren tief ins Mineralreich wachsenden Reben werden zur Selbstverständlichkeit. Niedrigertragsreben aus genetisch wertvollem Material werden hinzugepflanzt, die Pflanzdichte selbst drastisch erhöht. Massive Ausdünnung der Trauben (unter 35 hl/ha, in Spitzenlagen noch viel weniger) führt dazu, dass die völlig unterschiedlichen Mineralien des je nach Parzelle differierenden Grau-, Blau- und Rotschieferanteils ebenso wie die der Feinerde- und Grauwackenanteile im fertigen Wein stilistisch deutlich schmeckbar werden.

Natürlich profitieren die Reben auch vom relativ kühlen Klima dieses nördlichen Anbaugebietes. Bei Weinen, die sich bei aller Komplexität und Kraft über Finesse, Eleganz und Filigranität definieren, garantiert die ausreichend lange Vegetationsperiode von bis zu 160 Tagen von der Blüte bis zur Vollreife der klein- und lockerbeerigen Trauben (optimales Verhältnis der die Inhaltsstoffe beherbergenden Haut zum Saft), dass sie ihre subtilen Aromen langsam ausreifen lassen können. Der Riesling, diese uralte Rebe, trotzt mit seiner schier unglaublichen Vitalität Kälte und Regen, Hitze und Trockenheit und transformiert mit seinen bis zu mehr als 10 m tief in die Felsböden reichenden Wurzeln den Eigengeschmack der unterschiedlichen Schieferarten in die vollreifen Trauben.

Roman lässt den Trauben viel Zeit, ihre volle physiologische Reife zu erlangen. Sehr spät wird extrem selektiv in mehreren Durchgängen geerntet, die Spitzenlagen tief im November. Die gleiche Zeit erhält der Most nach einer schonenden Pressung und einer je nach Traubenqualität unterschiedlich langen Maischestandzeit (bis zu 2 Tagen) im kalten Keller in seinen Holzgebinden, spät erst ist die Umwandlung des spontan vergorenen Traubenzuckers (um die Stilistik der einzelnen Lagen unverfälscht zu erhalten sind industrielle Hefen verpönt) in Alkohol abgeschlossen, lange verbleibt der ungeschwefelte Wein auf der Feinhefe, wird cremig und hochkomplex und - aller Jungweinhysterie zum Trotz - erst im September des Folgejahres abgefüllt, so wie in den großen Zeiten des Saarrieslings üblich.

Van Volxem - Wiltinger Kupp


Solch immenser Aufwand, solch durchdachte Sorgfalt im Detail, solche Liebe bei der täglichen Arbeit trägt erkennbar schnell Früchte: Das Duo Roman und Gernot hat sofort Erfolg: Die Fachwelt ist voll des Lobs und versieht die beiden Jungwinzer mit Attributen wie „Senkrechtstarter”, „aufsteigender Stern” und „junge Wilde”. Der Gault Millau kürt sie zur „Entdeckung des Jahres 2002 in Deutschland”, der Internetweinführer www.wein-plus.de ehrt sie gar für „das beste Sortiment des Jahres aus dem Anbaugebiet Mosel-Saar-Ruwer mit der Auszeichnung Kollektion des Jahres 2004”. Dennoch wirken die Weine anfangs auch polarisierend beim breiten Publikum, der ,neue’ alte Stil ist ungewohnt, manch einer störte sich auch an der - allerdings kaum schmeckbaren - Restsüße.
Doch Roman hat aus den Erfahrungen der ersten drei Jahrgänge Schlüsse gezogen, beherrscht seine Lagen immer mehr („Winzer sein heißt lebenslanges Lernen im Weinberg und Keller”), hat subtile Verbesserungen vorgenommen und somit stellt der heute präsentierte 2003er Jahrgang „die beste Kollektion” (FALSTAFF 5/04) dar, die auf Van Volxem in seiner neuen Ära vinifiziert wurde. Die Aromatik ist noch terroir- und lagenbetonter als in der Vergangenheit, die fein ausbalancierte Harmonie lässt diese großen individuellen Rieslinge trockener erscheinen, ohne jede schmeckbare Süße; diese genialen Gewächse sind die ultimativen Referenzweine für eine ganze Region!

Die moderate Veränderung in der Stilistik hängt auch ein wenig zusammen mit personellen Wechseln: Gernot Kollmann hat sich neuen beruflichen Ufern zugewandt und das Weingut in Freundschaft verlassen. Als seinen Nachfolger konnte Roman mit Dominik Völk einen jungen leidenschaftlichen Kellermeister engagieren, der „zwar noch jung ist, aber ein neugieriger, wacher Geist, der die richtigen Fragen stellt, der weiß, dass Qualität zuvörderst im Weinberg entsteht und diese im Keller nur noch bewahrt und behutsam in Wein umgesetzt wird, ohne Reinzuchthefen, Enzyme, Schönungsmittel und die sonstigen ,Segnungen’ der Kellerchemie, die in Spitzenweingütern keinen Platz haben sollten. Ein guter Kellermeister lässt der Natur weit gehend ihren freien Lauf. Er soll auch kein Künstler sein, unsere Hauptdarsteller sind die Reben,” so Romans engagiertes Plädoyer. Zudem konnte er für die Weinbergsarbeiten mit Hermann Tapp einen weiteren engagierten Mitarbeiter gewinnen, der über langjährige Erfahrungen im ökologischen Weinbau verfügt, der daher verantwortlich ist für die schrittweise Umstellung des gesamten Betriebes auf biodynamische Bewirtschaftung.

Van Volxem - Wiltingen


Wer Roman Niewodniczanski persönlich kennt, weiß um die charismatische Begeisterungsfähigkeit und die besondere Aura, die ihn umgibt. Dabei ist er alles andere als ein weltfremder Träumer oder Esoteriker. Er ist unübersehbar ein gestandenes Mannsbild, steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Aber wenn ich mit ihm durch seine imposanten Weinberge kraxele, wenn er sich in jeder Lage buchstäblich in die Rebzeilen hinein kniet, mit leuchtenden Augen die harmonisch duftende, ,lebendige’ Erde durch die Finger rieseln lässt, die augenscheinlich die Grundlage seiner großen Rieslinge bildet, dann sehe ich, wie in der imposanten Gestalt eines Riesen (immerhin stolze 203 cm misst der Hüne) der kleine begeisterungsfähige Junge steckt, der, häufig genug tief verborgen, in jedem von uns weiter lebt und der dabei ist, seinen großen Traum zu verwirklichen. Wenige Winzer tragen diese Bestimmung und dieses Feuer in sich; bei Luc de Conti, dem genialen Winzer aus dem Bergerac habe ich es gesehen, bei Didier Barral, bei Gauby und bei Deiss, bei Klaus-Peter Keller, bei Reinhard Löwenstein, bei Helmut Dönnhoff (wenn er von seinen Rebstöcken wie von seinen Kindern spricht) und einigen wenigen anderen.
Und genau wie diese begnadeten Winzer hat es Roman in dem schwierigen, da extrem heißen 2003er Jahrgang, aber seinem eindeutig besten bisher, geschafft, tiefgründige Weine mit sensationeller Dichte auf absolutem Weltklasseniveau ohne jegliche Alkohollastigkeit zu erzeugen: infolge sehr langer Reifung der Trauben, niedrigster Erträge, einer extrem aufwändigen Bodenbearbeitung sowie Blattwerksarbeiten wie noch nie, letzteres zur Verhinderung von Sonnenbrand und zur Schaffung eines optimalen Laub-Fruchtverhältnisses und dem Einbringen großer Mengen Humus, der auch das Wasser gut halten kann.

Diese Weine zählen zu den besten Kollektionen in ganz Deutschland; es sind begeisternde Rieslingunikate mit opulenter Frucht, gewachsen auf großen, steilen Lagen mit einzigartigem Terroir, nirgendwo auf der Welt kopierbar. Sie besitzen neben ihrer komplexen Aromatik ein traumhaftes Mundgefühl, sind kraftvoll und komplex, sagenhaft mineralisch und enorm extraktreich, dabei fein, elegant und höchst finessenreich, voll von subtilem Spiel und innerer Frische. Zudem sind sie herausragende Essensbegleiter, auch hierin großen weißen Burgundern absolut ebenbürtig. Roman hat seine Vision, die bereits Realität war vor über 100 Jahren, wieder Wirklichkeit werden lassen. Bei Roman hat das Denkbare über das vermeintlich Machbare gesiegt, er kennt keine Kompromisse und wer um seinen Enthusiasmus weiß, der ahnt, dass sein Weg noch lange nicht zu Ende ist. Wir freuen uns sehr, ihn zusammen mit Ihnen in den nächsten Jahren auf dieser spannenden Reise zu begleiten.

Das Eintauchen in die magische Welt der großen, zutiefst bekömmlichen Weine Roman Niewodniczanskis ist vergleichbar nur noch der kontemplativen Betrachtung des Ozeans oder einer lustvollen erotischen Begegnung, der Augenblick verschmilzt mit dem Unendlichen, die Zeit scheint still zu stehen - Glück stellt sich ein.

Probieren Sie und nehmen Sie uns beim Wort. Die Weine dieses ebenso ehrgeizigen wie sympathischen Winzers zählen zu meinen persönlichen Favoriten! Sie werden entscheidend dazu beitragen, der Region Saar die internationale Reputation zurück zu geben, die sie aufgrund ihres großen Terroirs verdient.


907103 Van Volxem, Saar Riesling, trocken 2003 8,30 Euro
Reife gelbe Früchte, feinste Würze und nach längerer Öffnung mineralische Noten dominieren den faszinierend intensiven Duft, der betörend dem Glas entströmt. Am Gaumen präsentiert sich dieser im Unterschied zu seinem Jahrgangsvorgänger absolut trockene Riesling dicht, elegant und komplex mit einer tollen Säurestruktur und einer für den Jahrgang atypischen, animierenden Frische; in der Aromatik zeigen sich Anklänge von Mirabelle und tropischen Früchten und im bemerkenswert langen Nachhall eine feine Mineralität; phantastisches Preis-Genussverhältnis;
zu trinken jetzt bis 2007.

Van Volxem, Saar Riesling, trocken



907203 Van Volxem, Saar Riesling Alte Reben, trocken 2003 12,50 Euro
Das Potential an alten Reben an der Saar ist gewaltig und bundesweit gesehen äußerst selten, da in anderen Anbauregionen solch erstklassige Reben zumeist Flurbereinigungsmaßnahmen zum Opfer fielen.

Erstmals hat Roman in 2003 einen Riesling aus diesen Reben separat vinifiziert, der Sie angesichts seines moderaten Preises sprachlos werden lässt - auch wegen seines phantastischen Mundgefühls, auf das Roman so viel Wert legt und das in dieser Preisklasse äußerst selten zu finden ist.

Dieser Klassewein präsentiert sich noch wesentlich dichter und komplexer in der Aromatik als sein kleiner Bruder, am Gaumen beeindrucken eine vibrierende Mineralität, eine animierende Frische und eine Wagenladung voll Frucht, insbesondere Mirabellen, reife Birnen und Weinbergspfirsich. Obwohl die Zunge von einer fast wollüstigen, cremigen Textur betört wird, fasziniert dieser harmonisch trockene Wein durch seine Transparenz, sein Spiel und seine noble Finesse, die Leichtigkeit des Seins an magischen Abenden ideal widerspiegelnd.

Viel Schmelz im ungemein langen, mineralischen Abgang, ein wundervoller Wein.
Zu genießen ab sofort (Dekantieren), Höhepunkt Herbst 2005 bis nach 2010.



Der Saar-Riesling und sein größerer Bruder, der Saar-Riesling ,Alte Reben’, entstammen einem Projekt, dessen ihm zugrunde liegende Idee in anderen Weinanbauregionen der Welt, wie etwa im Burgund, so neu nicht ist, wenngleich sie in diesem Fall infolge Romans kompromisslosen Qualitätsansprüchen konsequenter und mit strengeren Auflagen denn je umgesetzt wird.
Er hat sich Partnerwinzer mit erstklassigen Lagen an der Saar und mindestens 25 Jahre alten Rieslingreben gesucht, die er das ganze Jahr hindurch bei ihrer Arbeit im Weinberg betreut und denen er dann zu fest vereinbarten Preisen, die deutlich über denen liegen, welche die Winzer ansonsten realisieren könnten, das hochwertige Lesegut abkauft. Zudem werden die Besitzer der Weinberge in langfristigen Verträgen gebunden, in denen klare Vorgaben über die Art der Weinbergsbewirtschaftung (Bodenbearbeitung, Rebschnitt, Laubwerksarbeit, Kompostierung, späte Lese) fest geschrieben sind.
Durch ständige Kontrolle und die oben angesprochene intensive Beratung vor Ort wird das Qualitätsniveau gesichert. Die Weine werden schließlich auf Van Volxem ausgebaut und das Ergebnis sind Rieslinge, wie sie in dieser Qualität und zu diesem Preis kaum sonstwo zu finden sind. Während das Saar-Riesling-Projekt also stets eine Cuvée aus verschiedenen Lagen darstellt, legt Roman bei seinen eigenen Rieslingen größten Wert auf eine klare Trennung nach Lagen und eine präzise Wiedergabe der Standortcharakteristik in den Weinen. Wer die nachfolgenden Lagenweine nebeneinander probiert, wird fasziniert sein, wie gewaltig die stilistischen Unterschiede zwischen (fast) identisch ausgebauten Rieslingen sein können!


907403 Van Volxem, Wiltinger Kupp Riesling 2003 15,00 Euro
Die Kupp mit ihrem harten, rötlichen Boden liegt wie ein Reflektor inmitten der großen Wiltinger Lagen, ist damit der wärmste Punkt und erbringt Rieslinge, die dramatisch anders sind im Charakter als die übrigen Rieslinge und die mehr von der Kraft, der Fülle und der Opulenz geprägt sind denn von reiner Finesse. Die Aromen weisen mehr ins Rotfruchtige (Johannisbeeren, Kirschen, Erdbeere) und Speckige, auf der Zunge zeigt sich ein mächtiger mineralischer Kern, weich eingebettet jedoch in eine füllige, geschmeidige, ölige Gesamtkomposition. Intensiver, lang anhaltender, tief mineralischer Abgang;
zu genießen ab sofort (nach längerem Dekantieren), Höhepunkt 2006 bis nach 2012.

Van Volxem, Wiltinger Kupp Riesling



907303 Van Volxem, Wiltinger Braunfels Vols Riesling 2003 18,50 Euro
Aus einer besonders wertvollen, südwestlich ausgerichteten Spitzenlage, unmittelbar an den Scharzhofberg angrenzend, mit seinen skelettreichen Braun- und Blauschieferböden und 60 Jahre alten Reben stammt dieser feingliedrige phantastische Riesling mit seiner mineralisch-finessenreichen Stilistik, den bei fast identischen Analysewerten und gleicher Ausbauart eine ganze Welt vom Kuppriesling unterscheidet:
Welch ein Triumph des Terroirs, der deutlich macht, wie wenig einzelne isolierte Parameter über einen Wein aussagen. Die Aromen sind geprägt von gelben Früchten (Aprikose insbesondere), würzigen Kräutern und einer rauchigen Aromatik, am Gaumen kommen verführerische nussige Komponenten hinzu. Auf der Zunge eine vibrierende Mineralität, die süchtig machen kann, herrliches Saartypisches Spiel und eine tolle Frische bei aller Opulenz und Dichte (immer wieder verfügen Romans Rieslinge über dieses nur scheinbare Paradox), die Aromen verschieben sich nach längerer Öffnung hin zu Mandarinen- und Orangentönen, meinen bevorzugten Fruchtaromen in wahrhaft großen Rieslingen. Grandioser, lang anhaltender, zutiefst mineralischer Abgang;
zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2006 bis nach 2012.

Van Volxem, Wiltinger Braunfels Vols Riesling



907503 Van Volxem, Wiltinger Klosterberg Millichberg Riesling 2003 18,00 Euro
Der rötlich schimmernde magere Boden (Schiefer und roter Sandstein) und das spezielle Mikroklima dieser Lage unmittelbar neben dem Gottesfuß sind verantwortlich für dieses traumhafte Elixier, das Feinheit und Finesse der größten Rieslinge der Welt in sich vereinigt.
Er bezaubert mit seiner frischen kräutrigen Aromatik und feinstem Spiel und deutet schon in der Jugend sein breites Fruchtspektrum an, das von Cassis über Sauerkirsche bis hin zu zart exotischen Anklängen reicht und macht fast süchtig in der Intensität der Aromen, in der Reinheit seiner geschmacklichen Komponenten und dem unverkennbaren authentischen Rieslingcharakter seiner großen Lage: Eine faszinierende Mischung aus stahliger Mineralität und Komplexität, Kraft und Finesse, die nur wenige große Winzer auf die Flasche zu zaubern vermögen. Ein brillanter, sehr harmonischer Riesling mit viel Charakter.

Übrigens: Der Name Millichberg leitet sich von Milch ab und verdeutlicht, dass bereits in alter Zeit diese Lage so berühmt und damit gewinnbringend war, dass die Weinbauern, die hier Parzellen besaßen, über genügend ,Milch’ verfügen konnten.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2006 bis etwa 2015.

Van Volxem, Wiltinger Klosterberg Millichberg Riesling



907603 Van Volxem, Scharzhofberger Pergentsknopp Riesling 2003 24,50 Euro
Welch gewaltiges Meisterwerk: Es trägt konzentrierte Steinobstaromen ebenso in sich wie hochreife Birnen- und Zitrusaromen, die sich auf raffinierte Weise mit intensiven Gesteinsnoten und frisch gemahlenem weißem Pfeffer zu einem faszinierenden, komplexen Kunstwerk vereinen. Ungewöhnlich kraftvoll spielt dieser Rieslinggigant mit seiner Herkunft: Blauer und roter Schiefer prägen die fast schmerzhafte Mineralität, mit der er die Zunge attackiert; seine enorme Komplexität, die großartige Struktur und eine geradezu intellektuelle Textur machen jedem Genießer eindrücklich klar, warum der Scharzhofberg einer der drei wertvollsten Rieslinglagen der Saar ist.
Roman Niewodniczanski erweist sich als sensibler Interpret mit viel Gespür für ein Terroir, das sinnlich erlebbar den Gaumen verwöhnt: ungemein dicht und saftig, enorm viel Druck, pralle Opulenz und fordernde Tiefgründigkeit, feinwürzig, kühl und fordernd in der Stilistik, große Länge.
Ein Weinmonument, das man noch Tage nach der Verkostung glaubt auf der Zunge zu spüren. Alte Lagenklassifikationen werden mit derart großen Weinen mit neuem Leben erfüllt!
Zu genießen ab sofort (unbedingt Dekantieren), Höhepunkt 2006 bis nach 2015.

Van Volxem, Scharzhofberger Pergentsknopp Riesling



907803 Van Volxem, Wiltinger Gottesfuß Riesling Alte Reben 2003 29,80 Euro
Dieser extrem steile Prachthang, einem Amphitheater nicht unähnlich, mit warmer Thermik vom Fluss verwöhnt, verfügt über extrem skelettreiche steile Rot- und Blauschieferböden mit hohem Eisengehalt, die Pflanzdichte (über 11.000 Pflanzen pro Hektar!) der bis zu über 120 Jahre alten wurzelechten Reben ist so dicht, dass es keine Bodenbesonnung gibt und die Reben infolge der Konkurrenzsituation gezwungen sind, extrem tief zu wurzeln - Grundstein für diesen phantastischen Riesling mit einer sagenhaften Mineralität.
Ungeheuer war der Arbeitsaufwand in dieser einst renommiertesten Wiltinger Lage (ja, sie war angesehener noch als der weltberühmte Scharzhofberg und ich bin ganz sicher, Roman wird diesem Terroir seinen gebührenden Rang wieder geben); Tausende von Einzelpfählen mit Wagenladungen von Draht und Nägeln wurden ausgetauscht, Selektionsreben von Hand nachgepflanzt, Tonnen von Pferdemist, Stroh und diversen Komposten eingebracht und nicht zuletzt wurden die Rebstöcke in mehreren Etappen durch Runterschneiden ,tiefer gelegt’, damit die Wärme des Schieferbodens die Trauben optimal erreichen kann.

Das Resultat: Ein gewaltiges Weinmonument mit einer ungeheuren Komplexität in den Aromen: ein exotischer Früchtekorb und reifes Kernobst (zurzeit dominiert die Sauerkirsche). Dieser phantastische Wein vibriert am Gaumen vor Mineralität, verwöhnt mit seiner opulenten Frucht und belegt, eindrucksvoll dimensioniert, mit dichtem kompaktem Kern, aber auch gleichzeitig mit einer cremigen, weichen und seidigen Textur die Zunge; hier ist sie wieder, die von mir mehrfach beschriebene innere Paradoxie, der begeisternde Spannungsbogen, der den großen Rieslingen Van Volxems zu eigen ist. Kraft und Muskeln, die mächtige Konzentration und die enorme innere Dichte, sie werden quasi aufgehoben, wirken ,leicht’ im faszinierend subtilen Spiel, das den fein balancierten, harmonischen Weltklassewein von der Zungenspitze bis zum gewaltigen Abgang kohärent durchzieht.

Ein großer transzendentaler Riesling mit Seele, ein göttlicher Wein, der Emotionen auslöst und dessen Ausstrahlung sich niemand wird entziehen können;
zu genießen ab sofort (am besten über mehrere Tage aus der geöffneten Flasche probieren), Höhepunkt 2007 bis nach 2020.

Van Volxem, Wiltinger Gottesfuß Riesling Alte Reben



907703 Van Volxem, Kanzemer Altenberg Riesling Alte Reben 2003 29,80 Euro
Die Geheimnisse der großen Weine der Welt liegen in ihrem unverwechselbaren Terroir, dem schöpferischen Zusammenspiel von Boden, Mikroklima und Rebe, sowie der Gestaltungskraft und Vision des Winzers und kumulieren in einem einzigartigen, authentischen Sinnenerlebnis. Wenn Sie von Kanzem kommend die Saar überqueren, erhebt sich vor Ihnen eine extrem steile Wand, der legendäre Altenberg, seit alters her DIE Traumlage der Saar, bepflanzt mit alten Reben besten genetischen Materials.
Romans lang gehegter Wunsch, in dieser Weltklasselage die besten und ältesten Parzellen zu erwerben, ging vor zwei Jahren in Erfüllung. Voller Enthusiasmus ging er die alles andere als leichte Aufgabe an, diese Steillage hoch über der Saar mit ihrem herrlichen Ausblick, in der man sich kaum vernünftig bewegen, geschweige denn arbeiten kann, zu restaurieren. 9.000 Pfähle zur Stütze der Reben wurden ausgetauscht, die Böden (Grauschiefer mit roten Einschlüssen) mit Humus durchmischt, die Pflanzen behutsam regeneriert.

Das Resultat: Der Jungfernjahrgang 2003 liefert aus rosinenartig geschrumpften, jedoch kerngesunden Trauben, vinifiziert in dreijährigen Halbfuderfässern bester Provenienz, einen majestätischen Riesling singulären Charakters, wie Sie ihn von der Saar garantiert noch nie im Glase hatten. Die Nase ist irrsinnig komplex und in der Aromatik terroirbedingt völlig anders als alles, was Sie bisher von der Saar kennen: Heublumen, feinste Mineralität, Sandelholz, nach längerer Öffnung Mandarinen.
Am Gaumen ungemein cremig, so dass sich nicht die bekannte Stahligkeit von Saarrieslingen einstellt, sondern ein Mundgefühl wie beim Genuss exzellenter burgundischer Grand Crus, dazu extrem konzentriert und dicht infolge verrückt kleiner Erträge (deutlich unter 30 hl/ha) dennoch von vibrierender Vitalität und enormer Finesse, große Tiefe, vielschichtig und rassig, nach hinten heraus öffnet sich der Wein noch einmal und gewinnt so eine neue Dimension an Komplexität, schmeckbar die hohe Reife des Lesegutes, sinnenverwirrendes Frucht-Säurespiel, welches die eingelagerte Mineralität noch überdeckt: Ein traumhaft balancierter Riesling, der extrem lang anhält, dabei das hohe Lied erzählend von der Magie seiner großen Lage.

Einer der absoluten Spitzenrieslinge Deutschlands aus einem denkwürdigen Jahrgang, nahe dem Ideal, der in den Keller eines jeden ambitionierten Weinliebhabers gehört!
Riesiges Potential, zu genießen ab sofort nach mehrstündigem Dekantieren, Höhepunkt sicherlich erst zwischen 2007 bis nach 2015.

Van Volxem, Kanzemer Altenberg Riesling Alte Reben



907903 Van Volxem, Kanzemer Altenberg Riesling Spätlese 2003 18,50 Euro
Erstmals entschloss sich Roman in diesem großen Jahr an der Saar, eine restsüße Spätlese auf Van Volxem zu vinifizieren: die optimale Reife des Lesegutes infolge spätest möglicher Lese und verrückt niedriger Erträge verführten zu diesem Schritt. Das Ergebnis ist spektakulär: In der Nase ein kühles, expressives, komplexes Bukett, ein Pfauenrad an Aromen, die noch stark changieren, je nachdem, wie lange sich der Wein im Glas entfalten darf; Mandarine, rote und exotische Früchte sowie Edelhölzer! schmecken ganz zart hervor, unterlegt von einer faszinierenden Mineralität. Am Gaumen dicht, konzentriert, tolle Säurestruktur, sehr intensiver mineralischer, fast salziger Nachklang, das große Terroir eindrucksvoll widerspiegelnd, ein faszinierender Riesling mit hintergründiger Finesse und fruchtiger Frische, herrliches Spiel, lang anhaltend.
Große Weine und geniale Musikkompositionen vermögen Emotionen auszulösen: Und diese phantastische Spätlese erinnert an erlesene klassische Musik, nicht der getragenen Art, sondern an fröhliche, optimistische, südländische Arien, die verzaubern, berühren und in eine magische Welt entführen.
Zu genießen ab sofort bis nach 2015.

Van Volxem, Kanzemer Altenberg Riesling Spätlese



Weingut Dr. Peter Crusius - Nahe

„Die Traiser Bastei ist ein Terroir wie eine Festung: ein archaisches Naturmonument. Ein ,huis clos’ des Guten für Winzer, Sonnenfalle für die wenigen Reben, die sich am Fuß des vulkanischen Massivs in das poröse Gestein krallen. Am 31. Mai 2003 fiel auch diese Bastion an der Nahe. Eine dunkle, mächtige Wolkenwand verfinsterte den Himmel. Dann kam der Hagelschlag.

Es sollte noch Monate dauern, bis Dr. Peter Crusius begreifen konnte, welches Glück ihm widerfahren war: Der Himmel hatte um 50 Prozent ausgedünnt. Als dann die Gluthitze die mühsam wieder hergerichteten Weinberge förmlich buk, geschah das Wunder: Die wenigen Beeren wurden trotz der Bruthitze praller und saftiger, als Crusius es je für möglich gehalten hätte: ,Wir konnten noch Erträge von 40 Hektoliter pro Hektar einfahren - ein Drittel weniger als sonst.’ So floss in die Kelter der erstaunlichste Saft, der auf dem traditionsreichen Weingut an der Nahe je eingebracht wurde.”

Diese zutreffende Analyse verfasst Manfred Lüer, Chefredakteur VINUM-Deutschland unter der Schlagzeile „Bastei des guten Geschmacks” in der aktuellen Heftausgabe 9/04 und resümiert: „Das Lagenportfolio in und um Traisen mit der vulkanischen Steilwand Bastei ist gewaltig. 2003 stieg die Rieslingqualität in ungeahnte Höhen”.

Und da auch wir bei unseren umfangreichen Verkostungsreisen für den sehr heterogenen Jahrgang 2003 zur gleichen Auffassung kamen, die auch Markus Hofschuster (Internetweinführers www.wein-plus.de), in seinem herrlich geistreichen Essay „Gott lebt an der Nahe” postuliert: „Ich hab noch nie bessere Weine von der Nahe probiert. Hier ist 2003 definitiv ein Jahrhundertjahrgang”, haben wir keinen Augenblick gezögert, die Weine von Crusius erstmals ins Programm zu nehmen, auch, da sie über ein sagenhaftes Preis-Genussverhältnis verfügen.

Seit 1576 ist die Familie Crusius bereits im idyllischen Traisen ansässig, berühmt wegen seiner spektakulär in die Landschaft ragenden, die Nahe majestätisch überthronenden gewaltigen Felswand, die Bastei, ein einzigartiges Naturschauspiel nördlich der Alpen.
Exzellente Lagen und die kompromisslose Arbeit in Weinberg und Keller bereits durch Vater Hans Crusius sind seit langem verantwortlich für die erstklassige Reputation des Gutes. In den letzten Jahren hat Peter Crusius den Betrieb auf mittlerweile 15,5 Hektar in den Spitzenlagen von Traisen, Norheim, Niederhausen und Schlossböckelheim erweitert und das Gut mit vorsichtiger Hand modernisiert, es behutsam weiterentwickelt und es so geschafft, es fest in der „Spitzengruppe des Gebietes” (Gault Millau) zu etablieren.

Neben der schon lange vorbildlichen Weinbergsarbeit (hier wurde in den letzten Jahren nochmals die Kompostzugabe deutlich erhöht) hat sich in der Kellerarbeit Entscheidendes getan: Anschaffung einer neuen pneumatischen Presse, um die angelieferten, extrem selektierten Trauben so schonend wie möglich zu verarbeiten, Maischestandzeiten, sensibler Ausbau der Weine in großen Holzfässern nach der Vergärung in neu angeschafften Edelstahltanks und vorsichtige Eingriffe in die Weinwerdung nur dann, wenn unbedingt notwendig; alles immer dem Ziel untergeordnet, die in den Weinbergen erzielten großen Qualitäten ohne Substanzverlust in die Flasche hinüber zu retten und die Eigenart ihrer erstklassigen Lagen zu bewahren:
Der charakteristische, unverkennbare Stil des Gutes wird bei aller stoffigen Dichte geprägt von einer feinfruchtigen Eleganz und einer subtilen, filigranen Mineralität.

Lassen Sie mich zum phänomenalen Jahrgang 2003 zurückkommen. Ich möchte hierzu noch einmal Markus Hofschuster als neutralen Verkoster zitieren: „Die 2003er Weine von Hans und Peter Crusius sind so überwältigend, dass man mit großer Sicherheit vom überragenden Jahrgang in der Geschichte des Betriebes sprechen kann. Sie verbinden in einmaliger Weise Konzentration und Dichte mit Brillanz, Eleganz und Rasse. Schon die trockenen Weine sind erstklassig, doch das Feuerwerk der rest- und edelsüßen Rieslinge verschlägt einem glatt die Sprache. Alle Rieslinge sollten unbedingt noch etwas reifen und in einigen von ihnen steckt durchaus Potenzial für eine weitere Steigerung. Großes Kompliment!”

Peter Crusius selbst führt die phänomenalen Qualitäten des 03er Jahrgangs, bei aller handwerklich harten Arbeit und seinem vinologischen Geschick, auch auf die optimalen klimatischen Bedingungen zurück. Der oben angesprochene Hagelschlag von Ende Mai wirkte wie eine natürliche Ausdünnung extrem qualitätssteigernd, „da unsere Reben in der heißen und trockenen Phase des Sommers 2003 wesentlich weniger Trauben mit Wasser zu versorgen hatten. Dieser Vorteil führte zusammen mit den hohen Temperaturen zu einer optimalen physiologischen Traubenreife in allen Weinbergen.
Mostgewichte um 100° Öchsle wurden so fast zum Standard - ein Traumergebnis. Ein leichter Botrytisbefall nach sehnlichst erwarteten Niederschlägen Anfang September eröffnete die Möglichkeit zur Ernte hochwertigster Auslesen, Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen. Diese Chance haben wir mit Beginn einer 10-tägigen traumhaft goldenen Sonnenscheinperiode Mitte Oktober intensiv genutzt. Samstagsarbeit, Sonntagsarbeit, Überstunden, Schulfrei - alle Register wurden gezogen um zu selektieren, positiv wie negativ auszulesen, mehrere Sortiervorgänge einzulegen, beinahe jede Traube einzeln zu begutachten - und dies in einem hochreifen Jahrgang bei besten äußeren Bedingungen in den Spitzenlagen des Weingutes.
Daraus resultieren die besten Ergebnisse, die wir in unseren Weinbergen je erzielen konnten, Trauben im optimalen Gesundheitszustand voller Konzentration mit zugleich feinem Säurespiel und großartiger Mineralität”, so beschreibt Peter Crusius mit leuchtenden Augen die mikroklimatischen Besonderheiten während des Ausnahmejahrgangs 2003.

Für den promovierten Önologen Dr. Peter Crusius ist seine phantastische Kollektion in 03 jedenfalls Ansporn und Motivation zugleich, dieses extrem hohe Qualitätsniveau, das ihn auf eine Stufe stellt mit den drei Granden der Nahe, in den nächsten Jahren zu bewahren und vielleicht gar noch zu erhöhen. Wir freuen uns jedenfalls sehr darauf!


936103 Crusius, Traiser Riesling QbA, trocken 2003 6,90 Euro
Bereits dieser herrlich süffige Gutsriesling überzeugt mit einer dezenten, eleganten Säure und schöner Frucht; er duftet verführerisch nach Kräutern, Mineralien, weißem Pfirsich, Zitrus und grünen Beeren. Am Gaumen mineralisch-würzig, kraftvoll, aber auch verspielt, recht saftig, griffige Säure, jetzt schon sehr ausgewogen, harmonisch und rund, guter Abgang. Ein echter Knaller in seiner so konsumentenfreundlichen Preisklasse.
Zu genießen jetzt bis Ende 2006.

Crusius, Traiser Riesling QbA, trocken



936203 Crusius, Traiser Weißburgunder QbA, trocken 2003 6,95 Euro
In der Nase ein kühler, mineralischer Duft nach Honigmelonen und Äpfeln; am Gaumen eine feinsaftige, zupackende Frucht (Pfirsich, Birnen) und eine verspielte Säure, zart unterlegt mit einer mineralischen Note. Sehr eleganter Stil, tolle Frische, nachhaltig, wiederum schöne Länge.
Zu genießen jetzt bis Mitte 2006.

Crusius, Traiser Weißburgunder QbA, trocken



936003 Crusius, Traiser Rotenfels Riesling Spätlese, trocken 2003 11,50 Euro
Was für ein herrlich feiner trockener Riesling! Intensive Aromen betören die Nase, zuvörderst die mineralischen Noten des porphyrhaltigen Rotenfels, einer hohlspiegelartig optimal nach Süden ausgerichteten großen Lage, unterlegt von Zitrusfrüchten, Äpfeln und Pfirsichen.
Am Gaumen enorm viel saftige Frucht, würzige, ja tabakige und erdig-mineralische Anklänge, viel Stoff, Dichte und Schmelz, dabei aber auch ein subtiles Spiel, erstklassige Struktur, viel Nachdruck, hervorragende Länge;
zu genießen ab sofort bis 2008.

Crusius, Traiser Rotenfels Riesling Spätlese, trocken



936603 Crusius, Traiser Bastei Riesling Spätlese, trocken 2003 13,50 Euro
Gleich brillant wie die eher verspielte, femininere Spätlese vom Rotenfels begeistert ihr von der Stilistik her ganz andersartiges Pendant vom Fuße der majestätischen Bastei, dem landschaftlich wohl spektakulärsten Abschnitt der Nahe, mit ihrem ganz speziellen Mikroklima. Die Rebstöcke krallen sich in einem schmalen, nur 5 Zeilen umfassenden Band zwischen der Felswand und der Eisenbahnlinie sowie der Nahe in die felsige Erde und die Trauben profitieren von den Wärmereflektionen vom Fluss und der Wand und ergeben so eine maskulinere, fester gewirkte, noch mineralischere, monumentale Spätlese.
In der Nase ein reintöniger, sehr tiefer und intensiv mineralischer Pfirsich-Aprikosenduft mit kühlen Zitrusaromen. Am Gaumen begeistert eine sehr saftig-würzige Frucht und eine zupackende, enorme Mineralität, faszinierend cremige und dichte Textur auf der Zunge, sehr kraftvoll, langer, fruchtig-mineralischer Abgang.
Zu genießen ab sofort nach längerem Dekantieren, denn diese fulminante Spätlese braucht viel Luft, Höhepunkt Mitte 2005 bis 2009.

Crusius, Traiser Bastei Riesling Spätlese, trocken



936303 Crusius, Norheimer Kirschheck Riesling Großes Gewächs, trocken 2003 26,50 Euro
Betörend tieffruchtige Nase mit Aromen von Pfirsichen, Aprikosen, Grapefruit, Kiwis und Cassis, unterlegt mit einer phantastischen mineralischen Würze und Anklängen an Tabaknoten, somit „eine Ahnung gebend von einer frühzeitlichen Porphyrwelt mit kristallklaren Bächen” (VINUM).

Am Gaumen anfangs verschlossen, legt dann im großen Glas ungemein zu, präsentiert sich feinfruchtig, zartrauchig, mit einer zutiefst mineralischen Strahlkraft und - DAS Signum dieses majestätischen Rieslings - traumhaft balanciert: alle Komponenten befinden sich einem perfekten harmonischen Gleichgewicht. Animierende, für diesen heißen Jahrgang ungemein präsente, belebende Säure, saftig, traumhaft komplex, cremige Textur, großen Chardonnays aus dem Burgund darin ebenbürtig, dabei hochelegant, betörendes Spiel, ,gaukelt’ eine faszinierende Leichtigkeit vor, ist dabei aber extrem dicht, konzentriert und zupackend, verfügt über eine exzellente Struktur und ist in seiner Tiefe schier unergründlich, enorm langer, fein mineralischer Abgang.

Einer der größten trockenen Rieslinge aus legendärem Jahrgang, der sich, dieses Rieslingmonument beweist es, an der Nahe in der Tat als Jahrhundertjahrgang präsentiert; gehört auf jeden Fall zu den 10 schönsten trockenen Rieslingen des Jahres in ganz Deutschland und zu meinen persönlichen Favoriten!
Zu genießen ab sofort (Dekantieren), Höhepunkt Mitte 2005 bis etwa 2012.

Crusius, Norheimer Kirschheck Riesling Großes Gewächs, trocken



936403 Crusius, Traiser Riesling Spätlese Goldkapsel 2003 17,90 Euro
Diese edelsüße Spätlese war der Auslöser von Sam Hofschusters elysischer Ode „Gott lebt an der Nahe”. Lassen Sie mich daher seine Bewertung im Internetweinführer www.wein-plus.de zitieren: „Abgrundtiefer, rassiger Aprikosenduft mit präsenter, verspielter Mineralik. Dicht, süß und saftig im Mund, glasklare Frucht und herrliche Säure, betörend am Gaumen, mineralisches Rückgrat, viel Biss und Temperament, große Länge. Zum Hinknien. Bewertung: Groß, 95 Punkte.
Zu genießen 2005-2020.

Crusius, Traiser Riesling Spätlese Goldkapsel



936503 Crusius, Traiser Rotenfels Riesling Spätlese Goldkapsel 2003 13,90 Euro
Die Rivalin! Voll lebendiger, saftiger komplexer Pfirsich- und Aprikosenfrucht präsentiert sich auch diese restsüße Spätlese Goldkapsel, zart unterlegt von Mineralien und exotischen Anklängen, vielleicht noch etwas feiner gewoben und mit einem unglaublich schönen Spiel versehen. Traumhaft cremig und sinnlich umhüllt dieser erotische Wein die Zunge: Süße im Wein kann so köstlich und stimmig sein, insbesondere, wenn sich wie hier Frische paart mit strahlender Mineralität. Grandiose Qualität zum unglaublich fairen Preis.
Zu genießen jetzt bis nach 2018.

Crusius, Traiser Rotenfels Riesling Spätlese Goldkapsel



936703 Crusius, Schlossböckelheimer Felsenberg Riesling Auslese 2003 16,90 Euro
Betörende, elegante Auslese voller Finesse und subtilem Spiel: Tiefer, rassiger und sehr mineralischer Pfirsich-Ananasduft mit Apfelnoten, kandierten Limonen und exotischen Anklängen unterlegt. Am Gaumen brillante, saftige Frucht mit hochfeiner Säure, ungemein verspielt und animierend, straffe Mineralität, sehr nachhaltig am Gaumen, viel Biss, Tiefe und eine enorme Länge. Das genaue Gegenteil so vieler fetter Auslesen, die erschlagend und ermüdend wirken und von denen man höchstens ein Glas trinken möchte; bei dieser Schlossböckelheimer Auslese besteht dagegen Suchtgefahr! Im Auslesebereich mit einem unschlagbaren Preis-Genussverhältnis in ganz Deutschland ausgestattet!

In solch genialen restsüßen Rieslingen zeigt sich die eigentliche Stärke deutscher Weinkultur, nirgendwo auf der Welt in seinem unvergleichlichen Süße-Säurespiel und seiner inneren Balanciertheit kopierbar. Großes Kino! 2003 waren viele Beeren infolge der klimatischen Bedingungen nur eingeschrumpft oder wiesen, wenn überhaupt, eine kerngesunde Botrytis auf - so war es zuletzt im Jahrhundertjahrgang 1959, in dem einzigartige Rieslinge auf absolutem Weltklasseniveau erzeugt wurden.
Braucht noch etwas Zeit, zu genießen zwischen 2006-2020.

Crusius, Schlossböckelheimer Felsenberg Riesling Auslese



936803 Crusius, Traiser Bastei Riesling Beerenauslese 2003 0,5 l 40,00 Euro
Potential zur Legende, Marcus Hofschuster 94-97 Punkte.



936903 Crusius, Traiser Rotenfels Riesling Trockenbeerenauslese 2003 0,5 l 80,00 Euro
Ein nektarähnliches Elixier, das noch nach über 100 Jahren in Bestform sein wird!
Marcus Hofschuster 98 Punkte.



FRANKREICH

Bordeaux in der Krise

Pinard de Picard hat sich in den letzten Jahren mit Angeboten Bordelaiser Gewächse sehr zurückgehalten, trotz unserer Vorlieben für die herausragend guten Weine der Region. Aber wir waren nicht bereit, die teilweise aberwitzigen Preiserhöhungen mitzutragen, die in der Spekulationshysterie vor 2 Jahren gipfelten, den qualitativ exzellenten Jahrgang 2000 mit den drei magischen Nullen betreffend und aktuell den in Wirklichkeit sehr heterogenen, von interessierten Kreisen aber zum Jahrhundertereignis hoch gepuschten 2003er Jahrgang - wahrlich ein Zirkus Irrealis.

Doch die Zeiten beginnen sich dramatisch zu ändern. Zwar erzielen einige wenige Grands Crus Classés immer höhere Rekordpreise, die von vielen Weinliebhabern zähneknirschend hingenommen werden müssen, doch insgesamt steckt das weltberühmte Anbaugebiet in einer tiefen Krise. Bedingt ist diese zum einen durch das Negativimage infolge der völlig überhöhten Preise eben jener weniger hoch bepunkteten Domainen, insbesondere aber durch die ziellose Ausweitung des bepflanzten Terrains in den 90er Jahren auf 120.000 Hektar, noch 1980 waren es nur 75.000. Die ca. 10.000 Winzer im Bordelais erzeugen gut sieben Millionen Hektoliter Wein, können davon aber nur mehr fünf Millionen absetzen. Die Preise sind daher - jenseits der im Focus der Öffentlichkeit stehenden Prestigegüter - im freien Fall nach unten. Damit einher geht eine bereits seit einigen Jahren eingeläutete Qualitätsoffensive bei bisher völlig unbekannten Gütern, nicht nur in den weniger bekannten Sattelitenappellationen, zumeist von einer jungen Generation engagierter, ehrgeizige Winzertalente eingeleitet. Die Konsequenz: Das Bordelais wird auf einmal für uns wieder höchst interessant. Denn, wen das Fieber ihrer Weine einmal gepackt hat, den lässt es nicht mehr los: die Faszination Bordeaux ist ungebrochen.


Château des Eyrins - Margaux

Eric Grangerou entstammt einer der berühmtesten Kellermeisterdynastien des Bordelais. Sein Urgroßvater, sein Großvater und sein Vater waren von 1904 bis 1996 verantwortlich für eine der berühmtesten Domainen der Welt mit magischem Klang: Châteaux Margaux. So war Eric schon als Kind bei vielen Arbeiten in den Weinbergen und im Keller dieser großartigen Domaine dabei, doch trotz seiner erblichen Vorbelastung entschied er sich nach einem Weinbaustudium und Praktika auf weiteren reputierten Domainen, nicht in die Fußstapfen seiner Vorfahren zu treten, sondern sich selbständig zu machen. Denn ihn hatte das Fieber eines kleinen Fleckchens Erde im Herzen der Appellation Margaux gepackt, einer nur 1ha großen Fläche, die zur Hälfte unmittelbar an Château Margaux angrenzt und die sein Vater und Großvater im Laufe ihrer jahrzehntelangen Tätigkeit als Kellermeister infolge ihrer erstklassigen Kontakte erwerben konnten. Ein Bravourstück, denn hinter diesen Filetparzellen waren verständlicherweise sämtliche renommierten Güter der Region her wie der Teufel hinter der armen Seele.

Mittlerweile hat Eric sein erstklassiges Terroir mit besten Lagen zwischen den Domainen Lascombes und Margaux (unmittelbar zur linken Seite, wenn man von Margaux Richtung Pauillac fährt) um 1,5 ha wertvoller alter Reben vergrößern können und mit weiteren Erwerbungen bester Parzellen im Haut Médoc verfügt er nunmehr über insgesamt 9 ha Besitz.
Diese erstklassigen Lagen haben ihn den Schritt in die Selbständigkeit leichter werden und den Lockrufen von Château Margaux widerstehen lassen, denn dieses großartige Terroir ist wie prädestiniert, seinen großen Traum zu verwirklichen von exzellenten Weinen, die seinem von Margaux geprägten Geschmacksbild entsprechen: Finesse, Eleganz, Frische, Balance und harmonisches Gleichgewicht aller Faktoren im Wein.

Natürlich werden alle drei Weine aus optimal gereiften Trauben hergestellt, denen jedoch jegliche Überreife, alles Überkonzentrierte, Marmeladige oder Pflaumige, das Sie mittlerweile als Modetrend in so vielen Bordelaiser Gewächsen finden, völlig abgeht. Erics Weine sind Meisterwerke klassischer Bordelaiser Winzerkunst, die nicht zuletzt wegen ihrer seidigen Tanninstruktur, wie man sie von Spitzengewächsen Australiens kennt (und die sie relativ früher trinkreif werden lassen) Maßstäbe setzen in ihrer jeweiligen Preisklasse und sie gehören somit zu den Juwelen unseres Programms!

Unmittelbarer Ausdruck des Terroirs, Trinkfreude und Finesse kommen bei diesen phantastischen Weinen, die infolge ihres großartigen Tanninmanagements eine neue und insgesamt doch so traditionsreiche klassische Stilistik aufweisen, vor schierer Extraktion und Konzentration, die Sie in so vielen, untereinander austauschbaren Önologenweinen finden. Mit solch kompromisslos eleganten, dichten, geschmeidigen Terroirweinen zu ungemein fairen Preisen werden wir unser Bordeauxprogramm in den nächsten Jahren weiter ausbauen!


570103 Eyrins, Cru Mon Plaisir, Bordeaux Supérieur, rouge 2003 8,90 Euro
Aus den klassischen Rebsorten Cabernet Sauvignon und Merlot von Parzellen in unmittelbarer Nähe der Gironde vinifiziert Eric einen sehr feinen, intensiv aromatischen Wein mit ausgeprägter Frucht und harmonischer Ausgewogenheit.
In der Nase zeigen sich die noblen Aromen klassischer Bordelaiser Rotweine noch sehr verwoben, der tiefgründige Wein offeriert auf der Zunge eine erstaunliche Dichte mit süßen, reifen Gerbstoffen, mit intensivem Bukett nach Schwarzkirschen, Waldbeeren und Cassis und alles verpackt er in erstaunliche Fülle und eine vielschichtige, anspruchsvolle Textur; dazu präsentiert er sich voller Rasse und Eleganz und mit einem festen mineralischen Kern auf der Zungenmitte.
Was für ein leckerer Wein, der richtig Spaß machen wird, wenn er denn erst fertig ausgereift ist, denn bei aller Dichte wirkt er vornehm und nicht lautschreierisch, zeigt sich von kühler, rassiger Stilistik und dies alles zu nachvollziehbar sehr fairem Preis.
Cru Mon Plaisir ist ein beeindruckender kleiner Bordeaux, ein neuer Stern in seiner so preiswerten Supérieur-Klasse und ein heißer Tipp in der Insiderszene von Bordeaux!
Zu genießen durchaus schon ab Spätherbst (2-3 Stunden Dekantieren), Höhepunkt jedoch erst Ende 2005 bis 2008.

Eyrins, Cru Monplaisir, Bordeaux Supérieur, rouge

Einführungspreis, gültig bis 15. Oktober 2004, danach 9,50 Euro!


570203 Eyrins, Sélection Grangerou, Haut Médoc, rouge 2003 In Subskription 11,90 Euro
Die Sélection Grangerou (70% Cabernet Sauvignon, 30% Merlot), gewidmet Erics berühmten Vorfahren, ist ein beeindruckender Haut Médoc von steinigem Kalkboden in unmittelbarer Nähe von Margaux, der noch mehrere Monate in seinen Barriques reifen wird, um seine späteren Genießer mit spielerischer Konzentration, kühler Finesse und reifer Tanninstruktur zu erfreuen.
Im komplexen, dunkelfruchtigen Bouquet wirkt diese Cuvée aus heißem Jahr kraftvoll, würzig, edel und reif, aber ohne jegliche marmeladige Überreife, die so viele Weine des Jahrgangs zeigen und mit neuem Holz zu übertünchen versuchen.
Am Gaumen fasziniert eine feinnervige Frische, tiefgründige Gewürz-, Holz- und Beerennoten sorgen für Fülle und Komplexität, dazu eine satte Fülle und nachhaltige Länge - dies wird ein großer Haut Médoc mit dem Potential zum Klassiker, ein Bordeauxwein, den man sich noch leisten kann und der dennoch alle positiven Charakteristika des großen Jahrgangs ins Glas bringt; die Tannine sind saftig und reif, aber noch sehr präsent und benötigen noch ein bis zwei Jahre der Reife.
Zu genießen 2006 bis nach 2012.

In Subskription, späterer Preis 14,90 Euro!


570303 Château des Eyrins, Margaux rouge 2003 In Subskription 21,00 Euro
„Wie ein Alchimist hat Eric Grangerou das Ausufern der Temperaturen im heißen Sommer 2003 gemeistert”, huldigt die „Revue du vin de France” in der Jahrgangsbewertung 2003 in ihrer Laudatio diesem großartigen Margaux und verleiht ihm ihre sehr selten vergebene, höchste Auszeichnung, den ,coup de coeur’ („Lieblingswein”).
Und in der Tat kann Eric sehr stolz sein auf das, was er auf seinem nur 2,5 ha erstklassigem Terroir mit seinen mehr als 40 Jahren alten Reben( mit einem sehr hohen Anteil an Cabernet Sauvignon (70%, der Rest Merlot, 25%, und Petit Verdot) geleistet hat. Aus niedrigstem Ertrag von unter 30 hl/ha hat er eine brillante Qualität vinifiziert, einen der Stars des Jahrgangs, und das nicht nur in der angesichts seiner Qualität fast unglaublich günstigen Preisklasse!

Dieser edle Margaux beeindruckt mit einer sagenhaften Finesse und Ausgewogenheit und seiner großen Fülle, die aber auf faszinierende Weise frisch wirkt und duftig; Eric hat sein Ziel, ein optimales Reifestadium der Trauben zu erreichen, ohne aber bis zur Überreife zu gehen und die fruchtige und aromatische Seite der Trauben zu erhalten, mit Bravour erreicht. Von sehr dichter Farbe zeigt sich der herrlich saftige Wein in der Nase von exquisiter Eleganz und Komplexität, seine opulente Duftfülle offenbart intensiven Schwarzkirsch- und Waldbeerengeruch, dezente Röstaromen und differenzierte Gewürznoten und über die Zunge rollt der fleischige, dabei so elegante und finessenreiche Wein mit unglaublicher Länge und Vielschichtigkeit, dabei in seiner noblen Textur ein herrliches Mundgefühl vermittelnd; sehr harmonische Tannine und lang anhaltender, superber Abgang mit grandiosem Nachhall. Dieser große Wein mit der Leitidee Eleganz, Finesse und Harmonie ist ganz sicherlich einer der heißesten Tipps in Bordeaux zurzeit.
Zu genießen schon bald nach seiner Auslieferung im Frühjahr 2005 bis nach 2012.

In Subskription, späterer Preis 26,00 Euro!


Les Cailloux - Châteauneuf-du-Pape

Zu den ambitioniertesten Winzern der südlichen Rhône gehört zweifellos André Brunel. Seine legendären, gewaltigen, terroirgeprägten, traditionellen Châteauneufweine sind geprägt durch reife Grenachetrauben von uralten Reben, die auf kieseligem Terroir wachsen. So großartig jedoch Brunels Châteauneufweine auch sind, die eigentliche Überraschung, eine preisliche Sensation gar, bildet eine unter dem Etikett Domaine L’Enclos vermarktete Cuvée aus 70% phantastisch reifer Grenache- und Syrahtrauben, die vom rechten Ufer der Rhône von sehr kalkhaltigen Terrassen stammen. Im Überfliegerjahrgang 2003 hat André mit diesem sofort mit höchstem Genuss trinkbaren, unglaublich preis’werten’ Wein regelrecht Geschichte geschrieben!


144203 L’Enclos, rouge 2003 5,40 Euro
In der Nase Aromen von Kirschen und feinen Kräutern der Provence am Gaumen für seine Preisklasse ungewöhnlich dicht, schmeichlerisch, „gefällig” im besten Sinne des Wortes, Anklänge an Kirschen, zart süßliche Waldbeeren, Pfeffer und Gewürze, feine Tannine, sehr angenehmes, ganz weiches Finale, ein absolut unschlagbares Preis-Genussverhältnis, auch, weil André den Preis seit Jahren nicht erhöht hat. Bravo!
Zu genießen ab sofort bis 2006.

L’Enclos, rouge



140303 Les Cailloux, CdR „Cuvée Sommelongue” rouge 2003 7,80 Euro
Einer unserer beliebtesten Klassiker überhaupt ist die traditionell vinifizierte Cuvée Sommelongue aus 75% erstklassiger Grenachetrauben, dazu Syrah, Mourvèdre, Cinsault und Clairette. Sie erinnern sich noch an die überschwängliche Bewertung zweier Jahrgangsvorgängers durch Robert M. Parker, in der er diese so vorbildlich preis„werten” CdR enthusiastisch feiert, ihnen 90 Punkte gibt und wörtlich bemerkt, dass er zu den „ besten Schnäppchen gehört, die ich in vielen Jahren getestet habe”!
Der leicht süßliche, fein verwobene Duft, subtil geprägt von schwarzen Kirschen, Brombeeren, Pfeffer, schwarzen Oliven und würzigen Kräutern der Garrigue fasziniert selbst Kenner, die sonst nur wesentlich teurere Weine genießen. Die samtene Textur des Weines, sein bestens eingebundenes Tannin, das die Zunge nicht attackiert und sein beeindruckender Nachhall heben ihn deutlich aus der Masse seiner Konkurrenten hervor.
Dieser herrliche CdR aus großem Jahr ist das genaue Gegenteil eines marmeladigen, überkonzentrierten Monsterweins, es dominieren Eleganz und Finesse. Charaktervoller Trinkspaß für jeden Tag;
zu genießen ab Spätherbst bis 2007.

Les Cailloux, CdR „Cuvée Sommelongue” rouge



Domaine du Pégau - Châteauneuf-du-Pape

Paul Féraud, diese so bodenständige und sympathische Persönlichkeit, und seine ebenso innovative wie attraktive Tochter Laurence wurden mit ihrem relativ kleinen Weingut gleichsam über Nacht berühmt, als ihr inzwischen legendärer 90er Jahrgang die Fachwelt in Erstaunen versetzte (96 Parker-Punkte; Feinschmecker: gehört zu den 100 besten Weinen der Welt). Für Insider war das jedoch keine Überraschung, vinifizieren die Férauds doch schon seit Beginn der 80er Jahre in schöner Regelmäßigkeit grandiose, unverwechselbare ,hand’-werklich hergestellte Weine, denen kaum jemand widerstehen kann. Vor allem beeindruckt uns der ureigene, traditionelle, majestätische Stil ihrer Weine, der sich so wohltuend vom „Einheitsgeschmack” technisch-cleaner, gestylter Modeweine unterscheidet, die, obwohl gut gemacht, viel zu sehr vom Holz dominiert werden und wegen des Verlustes ihres ureigenen Charakters völlig austauschbar geworden sind. Heute können wir Ihnen von dieser so beliebten Domaine einen herausragenden Alltagswein anbieten sowie den neuen Jahrgang ihres Châteauneuf-du-Pape traditionellen Stils, seit Jahren unser meistverkaufter Wein dieser großartigen Appellation.


141703 Pégau, Pelican, VdP d’Oc, rouge 2003 5,90 Euro
Wunderbarer Rotwein für jeden Tag, der das Genießerherz erfreut und den Geldbeutel schont, vinifiziert aus Trauben, die nicht für den großen Châteauneufwein genommen werden!

Pégau, Pelican, VdP d’Oc, rouge



141102 Pégau, Châteauneuf du Pape rouge 2002 23,00 Euro
Kenner großer Châteauneufweine wissen seit Jahren, dass Vater und Tochter Féraud in den großen Jahrgängen der südlichen Rhône majestätische Weltklassegewächse traditionellen Stils mit einem riesigen Reifepotential erzeugen, die über Jahre hinweg in den Kellern von Liebhabern ihrem Höhepunkt entgegenschlummern.
Kenner wissen aber auch, dass die sympathischen Férauds ihre ganze Klasse gerade in schwierigen Jahrgängen überzeugend demonstrieren mit Weinen, die jung getrunken werden können und dabei großes Trinkvergnügen bereiten. Verweisen möchte ich hier zum einen an den erstklassigen Roten aus 97, den Sie uns nach anfänglicher Skepsis wegen der problematischen Reputation des Jahrgangs förmlich aus den Händen gerissen haben oder an den schmackhaften 92er aus einem Katastrophenjahr, der als „einer der drei besten Weine des Jahrgangs” durch Robert M. Parker geadelt wurde.

So präsentieren wir Ihnen aus dem in Châteauneuf alles andere als einfachen Jahrgang 2002 einen delikaten, schmackhaften Châteauneuf, der aufgrund der Imageprobleme des Jahrgangs zu einem deutlich niedrigeren Preis angeboten wird als üblich.
Wer seinem eigenen Geschmack vertraut und weiß, welch gelungene Weine auch in problematischen Jahren von Spitzenwinzern erzeugt werden, steht hier vor einem echten Schnäppchenkauf: intensive Aromen von Kirsche und wilden provenzalischen Kräutern, überraschend viel süßliche Frucht, erdig, sinnliche Note, mit einer Farbe ausgestattet, die einer der kräftigsten des ganzen Jahrgangs an der südlichen Rhône ist und die zeigt, wie wenig Probleme Laurence und Paul mit der Farbextraktion ihrer Grenachetrauben hatten.
Elegante, gänzlich andere Struktur als beispielsweise der geradezu übermächtige 01er, ein früh genussreifer Wein, der sich ab Frühjahr 2005 bestens trinken lässt und bis etwa 2008 ansprechend entwickeln wird, am besten 2-3 Stunden dekantieren, damit er seine Aromen voll entfalten kann.

Pégau, Châteauneuf du Pape rouge



Domaine de Limbardié - Cessenon

In Deutschland immer noch eine Art Geheimtipp zu extrem fairen Preisen, entwickeln sich die Weine unserer ureigenen Entdeckung Domaine Limbardié zu begehrten Objekten unter Weinliebhabern und avancierten in den letzten drei Jahren mit zu unseren meistverkauften Rotweinen überhaupt. Kein Wunder, denn der so bescheidene Winzer Henrik Boukandoura schafft es in fast jedem neuen Jahrgang, noch einmal die Qualitäten zu steigern, liefern doch die älter werden Rebstöcke immer besseres Ausgangsmaterial, trägt die konsequente Weinbergsarbeit zunehmend Früchte und bietet jetzt auch der neu gebaute Barriquekeller mit idealen klimatischen Bedingungen optimale Reifungsmöglichkeiten. Was an den Weinen dieser Domaine so fasziniert, ist ihre gänzlich eigenständige Charakteristik, die sich aus dem Zusammenspiel der Edelrebsorten mit den Gegebenheiten des südfranzösischen Terroirs ergibt, was uns geradezu sprachlos werden lässt, ist der unverschämt niedrige Preis, zu dem man sowohl den „einfachen” Wein für jeden Tag als auch die Spitzencuvée erhalten kann. Eingetroffen ist der frisch abgefüllte, ungemein preis’werte’ Basisrotwein Murviel aus dem großen Jahr 2003, nochmals „ergattern” konnten wir eine Palette des so beliebten Tradition 2001, einem reinsortigen Merlot mit einem ebenfalls herausragenden Preis-Genussverhältnis.


323203 Limbardié, VdP „Murviel”, rouge 2003 4,95 Euro
Viele tausend Flaschen verkaufen wir jährlich von diesem ungemein charaktervollen Wein, der über mehrere Jahrgänge hinweg bereits als herausragender, handwerklich produzierter Wein im Weineinkaufsführer der empfehlenswerten Weine unter 12 Euro enthusiastisch gelobt wurde und einen Zusatzstern erhielt, was bedeutet: Hervorragendes Preis-Genuss-Verhältnis.

Das zutiefst dunkle Rot in der Farbe deutet bereits auf die geschmackliche Konzentration der Cuvée aus Merlot (80%) und Cabernet dieses engagierten Weingutes hin. Der Duft, der sich erst allmählich im Glas entfaltet, erinnert an Pflaumen, schwarze Johannisbeeren und Kräuter. Am Gaumen dem gleich phantastischen 2001er in der Dichte und Konzentration sehr ähnlich, besitzt er aber infolge der älter werden Rebstöcke noch mehr Eleganz und Finesse und ist wie immer geprägt von einer inspirierenden, von Jahr zu Jahr subtiler werdenden, bestens eingebundenen animalischen Wildheit und Ursprünglichkeit.
Junge, noch deutlich präsente, aber sehr weiche und cremige Tannine, die nicht aus dem Holzfass, sondern ausschließlich aus den Trauben stammen, sorgen für Struktur. Henri Boukandoura ist es mehr denn je gelungen, die Eleganz des Nordens mit der Expressivität des Südens zu vereinen.
Zu genießen ab sofort bis 2007

Limbardié, VdP „Murviel”, rouge



323301 Limbardié, Tradition, rouge 2001 12,50 Euro
Als 100%iger Merlot aus dem Languedoc „nur” als vin de pays einzustufen, aber welch großartige Vermählung geht im herausragenden Jahrgang 2001 die Merlottraube wiederum ein mit der „wilden” Aromatik des französischen Südens! Dieser elegante, verführerische Wein erinnert in der Nase an große Crus aus St. Emilion, die jedoch ein Mehrfaches kosten, er spielt geradezu mit den Aromen der Edelrebe Merlot und der Genießer spürt die beerige (Cassis!), kernige, leicht süßliche Frucht und die kühle Eleganz des Bordelais so deutlich wie bei seinen großen Vorgängern 98 und 2000.
Zurzeit besitzt dieser herrliche Wein noch unmittelbar nach der Öffnung (wie alle seine Vorgänger übrigens auch) eine zart animalische Note, die jedoch nach wenigen Minuten verfliegt und in ein paar Monaten überhaupt nicht mehr anzutreffen sein wird. Nach einiger Zeit der Öffnung taucht die Zunge ein in eine faszinierende Aromatik von Schwarzkirschen sowie mediterranen Gewürzen, dazu gesellt sich eine zarte Pfeffernote, auch ein wenig grüner Tee und Leder.
Am Gaumen weicher, ja molliger noch als der 2000er, dazu gewohnt cremig, die kompakte Frucht eingepackt in reife, sehr saftige, ausbalancierte Tannine, ein vielschichtiger, bestens strukturierter Wein mit einer komplexen Fülle und zart anklingenden warmen Barriquetönen, sehr konzentriert und dicht. Ein Hochgenuss sowohl für die Liebhaber südfranzösischer Weine als auch vorzüglicher Bordelaiser Gewächse.
Aufgrund seiner extrem weichen Gerbstoffe durchaus schon mit Genuss zu trinken, Höhepunkt sicherlich Mitte 2005 bis wenigstens 2010.

Limbardié, Tradition, rouge

Reservierbar, wieder lieferbar Ende September


ITALIEN

Azienda Agricola Felline

In Apulien wurden in der Vergangenheit fast ausschließlich profillose Billigweine in großen Mengen erzeugt, in den letzten Jahren jedoch erzielten qualitätsorientierte Winzer vorwiegend mit den einheimischen Rebsorten erste große Erfolge und erlangten internationale Reputation.
Voraussetzung für diesen Qualitätssprung war die Verknüpfung von Tradition im besten Sinne - insbesondere die Verwendung der regionalen autochthonen Rebsorten sowie eine radikale Mengenbegrenzung in den Hektarerträgen - mit einer modernen Verarbeitungstechnik in vollständig renovierten oder neu konstruierten Kelleranlagen.

Eines der Vorzeigeobjekte für diese neuen Weine mit einem großartigen Preis-Genussverhältnis ist die Kellerei Felline in Manduria. Die Gebrüder Perucci produzieren unter Anleitung eines der renommiertesten - manche meinen gar des besten - italienischen Önologen, Roberto Cipresso, Rotweine voller Originalität zu kleinen Preisen.

Insbesondere der Primitivo von Manduria, der Stammvater des zur Zeit so populären, aber leider immer teurer werdenden kalifornischen Zinfandels, eine Rebsorte, die wie keine andere die Zukunft und das Potential Apuliens verkörpert, wird hier vom genialen Weinmacher Cipresso neu interpretiert. Durch harte Arbeit im Weinberg, strenge Auslese der Trauben, Reduzierung des Blattwerkswachstums, unterschiedliche Vinifizierung der Trauben je nach Standort und Qualität bringt er die Vorzüge dieser so dickschaligen und schwer ausreifenden Rebsorte unter den besonderen klimatischen Bedingungen Apuliens optimal zur Geltung, es entstehen herrliche, komplexe Trinkweine mit einem fast unwiderstehlichen attraktiven Charakter, durchaus ihre süditalienische Herkunft nicht verleugnend, mit einer sinnlichen Frucht und einer würzigen Note.

In Apulien wurden in der Vergangenheit fast ausschließlich profillose Billigweine in großen Mengen erzeugt, in den letzten Jahren jedoch erzielten qualitätsorientierte Winzer vorwiegend mit den einheimischen Rebsorten erste große Erfolge und erlangten internationale Reputation. Voraussetzung für diesen Qualitätssprung war die Verknüpfung von Tradition im besten Sinne - insbesondere die Verwendung der regionalen autochthonen Rebsorten sowie eine radikale Mengenbegrenzung in den Hektarerträgen - mit einer modernen Verarbeitungstechnik in vollständig renovierten oder neu konstruierten Kelleranlagen.

Eines der Vorzeigeobjekte für diese neuen Weine mit einem großartigen Preis-Genussverhältnis ist die Kellerei Felline in Manduria. Die Gebrüder Perucci produzieren unter Anleitung eines der renommiertesten - manche meinen gar des besten - italienischen Önologen, Roberto Cipresso, Rotweine voller Originalität zu kleinen Preisen. Insbesondere der Primitivo von Manduria, der Stammvater des zurzeit so populären, aber leider immer teurer werdenden kalifornischen Zinfandels, eine Rebsorte, die wie keine andere die Zukunft und das Potential Apuliens verkörpert, wird hier vom genialen Weinmacher Cipresso neu interpretiert.

Durch harte Arbeit im Weinberg, strenge Auslese der Trauben, Reduzierung des Blattwerkswachstums, unterschiedliche Vinifizierung der Trauben je nach Standort und Qualität bringt er die Vorzüge dieser so dickschaligen und schwer ausreifenden Rebsorte unter den besonderen klimatischen Bedingungen Apuliens optimal zur Geltung, es entstehen herrliche, komplexe Trinkweine mit einem fast unwiderstehlichen attraktiven Charakter, durchaus ihre süditalienische Herkunft nicht verleugnend, mit einer sinnlichen Frucht und einer würzigen Note.


681103 Felline, Alberello, rosso 2003 5,95 Euro
Dunkles Kirschrot in der Farbe, dem Glase entströmt eine betörende, leicht süßliche Fruchtnase, dazu Kirsche, Pflaumen und Veilchen; wie seine Vorgänger ein Schmeichler des Gaumens mit seiner herrlich reifen, saftigen Frucht, dazu reife Kirschen und feinste Gewürzanklänge. Die präsente, sehr angenehme Säure verleiht dem Wein eine traumhafte Frische, mit der für seine Preisklasse selten anzutreffenden Dichte und Eleganz erfreut er die Zunge, die cremigen, Tannine sind perfekt eingebunden in die zarte Frucht:
Ein Musterexemplar für die neue Generation süditalienischer Alltagsweine, die wieder so richtig Lust machen, sich den Weinen dieses wunderschönen Landes zuzuwenden. Phantastisches Preis-Genussverhältnis;
zu trinken ab sofort bis 2007.

Felline, Alberello, rosso



681203 Felline, Primitivo di Manduria, rosso 2003 9,30 Euro
Tiefes, dunkles, sattes Rot in der Farbe, in der Nase sehr tiefgründige, feinwürzige Beerenaromen, dazu reife Pflaumen und balsamische Noten; am Gaumen dicht, füllig, sehr saftig, samtige Beerenfrucht, Noten von Lebkuchen, Zimt und Nelken, dazu weiche, herrlich cremige Tannine.
Dieser Schmeichler der Sinne macht von Glas zu Glas mehr Lust zum weiter „Süffeln”, bemerkenswert seine fast ungewöhnlich „kühle” Stilistik für einen Süditaliener. Jahrgangsbedingt nochmals besser als seine beiden auch schon herausragenden Vorgänger, der 01er, der vom Gambero Rosso mit zwei Gläsern und einem Stern für sein ausgezeichnetes Preis-Genussverhältnis ausgezeichnet wurde und der 02er, der von VINUM mit 17/20 Punkten als Top-Tipp des Monats und der Empfehlung „unbedingt kaufen” geadelt wurde.

Felline, Primitivo di Manduria, rosso




Herzliche Grüße aus Saarlouis,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann