Saarlouis, im September 2004

PINwand Nº 86


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

in unserer letzten Pinwand haben wir Ihnen die ungemein preis„werten” Alltagsweine der Bodegas Olivares, „die unter Preis-Leistungsgesichtspunkten zum besten gehören, was die iberische Halbinsel zurzeit zu bieten hat,” (Weinführer „Die besten Weine Spaniens 2004/5”) vorgestellt, die dazu noch von Parker in ihrem Preissegment geadelt werden. Infolge Sommerferien auf der Bodega und wegen einer unerwartet hohen Bestellmenge Ihrerseits konnten wir kurzzeitig nicht mehr liefern. Mittlerweile sind die Weine wieder bei uns eingetroffen und der „Panarroz” hat eine weitere phantastische Bewertung erfahren.
Dazu eben so mehr in unserer heutigen Pinwand wie zu ähnlich spektakulären Qualitäten zu gleich günstigen Preisen von zwei unserer Klassiker aus dem Süden Frankreichs: Frisch abgefüllt wurden drei Renner unseres Programms, der „Fayard” der Domaine Fondrèche aus dem Jahrhundertjahrgang 2003 an der südlichen Rhône und unsere meistverkauften Rotweine aus Frankreich überhaupt von der Domaine Aires Hautes aus dem Languedoc.

Weitere hervorragende Alltagsweine, aber auch große Weine auf absolutem Weltklasseniveau kommen von der Nahe von Emrich-Schönleber, einem von 8 deutschen Winzern, die im Gault Millau mit 5 Trauben zur absoluten Winzerelite gezählt werden sowie aus Österreich: Die Ikone der österreichischen Weißweinwinzer, F.X. Pichler aus der Wachau, hat die vielleicht besten Grünen Veltliner seiner Karriere vinifiziert sowie ungewöhnlich finessenreiche Rieslinge; Austrias Fachpresse hat diese dementsprechend, zu Recht, euphorisch bewertet.
Von gleich phantastischer Qualität sind die Rotweine von Gernot Heinrich aus dem Burgenland. Das renommierte Weinmagazin FALSTAFF wählte Heinrich zum „Winzer des Jahres 2000” und kürt ihn in Ausgabe 6/2003 zum Sieger der großen Rotweinverkostung von über 1.000 österreichischen Weinen. Lassen Sie sich diese eleganten Weine, fernab jeder marmeladigen Konsistenz oder Alkoholdominanz, auf keinen Fall entgehen!


Einladung:
Am Samstag, dem 11. September 04, findet in der Innenstadt von Saarbrücken im beliebten Hotel Domicil Leidinger in der Mainzerstraße 10 das 3. Wein- und Gourmet-Festival statt, Beginn 12.00 Uhr, Eintritt 10,- Euro. Bis 18.00 Uhr gibt es die Gelegenheit, erlesene Tropfen aus den Programmen bekannter saarländischer Weinhändler zu verkosten. Auch Pinard de Picard nimmt an diesem Festival teil und wird eine spannende Weinauswahl aus Südfrankreich und Österreich präsentieren. Zudem gewähren wir auf alle Bestellungen vor Ort einen Festivalrabatt von 10 %. Ein Highlight der Veranstaltung ist zweifellos die Anwesenheit von Armin Diel (Schlossgut Diel, Nahe, und Herausgeber des Gault Millau, des erfolgreichsten deutschen Weinführers) und Manfred Loch (Weinhof Herrenberg, Saar, DER Aufsteiger der letzten Jahre), die ihre Weine an unserem Stand persönlich präsentieren werden.

Kulinarisch abgerundet wird das Festival durch ein Menu vom Gourmet-Bistro-Seimetz (35,50 Euro ohne Weine) und Leckereien vom bekannten Sternekoch Jörg Glauben, Fasanerie Zweibrücken. Genauere Informationen erhalten Sie im Domicil Leidinger, wo Sie auch auf das Angenehmste übernachten können, Tel.: 0681-93270.


Im Abverkauf:

732102 Heinrich, Weißburgunder 2002 8,90 Euro

Heinrich, Weißburgunder



151202 Fondrèche, Cuvée Carles Nadal, rouge 2002 11,50 Euro

Fondrèche, Cuvée Carles Nadal, rouge



151102 Fondrèche, Cuvée Fayard, rouge 2002 7,90 Euro

Fondrèche, Cuvée Fayard, rouge



In letzter Minute:
Frisch eingetroffen sind aus dem großen Jahrgang 2003 zwei phantastische Alltagsrotweine, seit Jahren Klassiker und Dauerbrenner unseres Programms:

323203 Limbardié, VdP „Murviel”, rouge 2003 4,95 Euro



681103 Felline, Alberello, rosso 2003 5,95 Euro
Mittleres Kirschrot in der Farbe, eine leicht süßliche Fruchtnase, dazu Kirsche, Pflaumen und Veilchen, wie seine Vorgänger ein Schmeichler des Gaumens; reife Frucht, feinste Gewürzanklänge, die präsente, sehr angenehme Säure verleiht dem Wein eine wunderschöne Frische, dicht und elegant, die Tannine sehr gut eingebunden in die zarte Frucht, ein Musterexemplar für die neue Generation süditalienischer Alltagsweine, die wieder so richtig Lust machen, sich den Weinen dieses wunderschönen Landes zuzuwenden;
zu genießen jetzt bis 2007.



Wieder lieferbar, die letzten 600 Flaschen:

681202 Felline, Primitivo di Manduria, rosso 2002 9,30 Euro



sowie von Pierre Clavel und von Falesco die kurzzeitig ausverkauften Le Mas 2003 und Vitiano 2003.

311303 Pierre Clavel, „Le Mas”, Coteaux du Languedoc rouge 2003 6,50 Euro



660103 Falesco, Vitiano, rosso 2003 8,40 Euro



DEUTSCHLAND

Emrich-Schönleber - Nahe

Trotz seiner großen Gestalt gehört er zu den Stillen im Lande, alles Lautsprecherische ist ihm fremd. Aber das hat er auch gar nicht nötig, denn die Qualität seiner stets schnell ausverkauften Weine spricht ebenso für sich wie die zahlreichen Ehrungen der letzten Jahre. Werner Schönleber und seine Frau Hannelore haben binnen zwei Jahrzehnten das über 250 Jahre alte Weingut von einem soliden Familienbetrieb zu einem im aktuellen Gault Millau 2004 mit der fünften Traube geadelten und damit in den kleinen (acht Winzer insgesamt) Olymp deutscher Weltklasseerzeuger aufgenommenen Spitzengut entwickelt.

Sehr gerne besuche ich dieses gastfreundliche Weingut an der oberen Nahe: Die Gespräche mit den sympathischen, grundehrlichen Schönlebers sind immer wohltuend, ihre Analysen von profundem Tiefgang und ungeschminkt in der Sache. Selbstkritisch werten sie ihr eigenes Tun, freuen sich aber auch zutiefst über gelungene Weine, denn allein deren herausragende Qualität und große Erfolge bei Vergleichsproben haben den mittlerweile legendären Ruf des Weingutes begründet und keine Marketingstrategie. Werner Schönlebers unermüdliches Schaffen dient ausschließlich der Transformierung seines phantastischen Terroirs in großen Wein. So produziert er mit großer Leidenschaft und handwerklicher Sorgfalt aus den Monzinger Spitzenlagen Halenberg und Frühlingsplätzchen, die mit ihren steinigen, stark schieferhaltigen Böden ausgesprochen fest strukturierte, mineralische Weine mit ausgezeichnetem Alterungspotential hervorbringen, Rieslinge mit einer Rasse, Tiefe und Komplexität, wie man sie sich weltweit kaum beeindruckender vorstellen kann.

Nichts von alledem, was Schönleber macht, wirkt spektakulär, geheimnisvoll oder wichtigtuerisch. Es sind vielmehr viele kleine, wohlüberlegte Schritte, Arbeit an den so wichtigen Details, im Weinberg wie im Keller, die den Durchbruch zur Spitze gebracht haben und seine gesamte Kollektion zu einem Aushängeschild bester deutscher Weinbautradition haben werden lassen. „Ausrutscher – auch bei kleinen Weinen – gibt es bei ihm nicht”, urteilt zu Recht der Gault Millau 2004 und lobt weiter: „In den letzten beiden Jahren konnte das Weingut die wohl beste Kollektion an der Nahe präsentieren, darunter einige der besten edelsüßen Weine Deutschlands. Und beim 2002er fanden sich selbst deutschlandweit nur wenige Konkurrenten, weshalb wir Werner Schönleber den Ehrentitel „Kollektion des Jahres” zuerkennen. Ob beim trockenen Riesling oder beim Eiswein – Schönleber überzeugt auf der vollen Bandbreite. In fünf von sieben Kategorien hat er bei der Finalrunde seine Weine unter den besten zehn platziert, sein Eiswein Goldkapsel erhielt gar die Traumnote 100, die erst zum vierten Mal in elf Jahren vergeben wurde.”

Solche Elogen werden den Schönlebers in ähnlicher Form von allen Weinkritikern geflochten. Lassen Sie mich jedoch nur noch Sam Hofschuster, den renommierten Verkoster des Internetweinführers www.wein-plus.de , zitieren: „Überhaupt Emrich-Schönleber: Was bleibt einem anderes als den Hut vor diesem Gut zu ziehen, das nun schon das dritte Jahr in Folge die überzeugendste Gesamtkollektion in einem Gebiet präsentiert, das wahrlich mit harter Konkurrenz gesegnet ist? Trockener Riesling, halbtrockener Riesling, Riesling Spätlese, Riesling Auslese, edelsüß – Werner Schönleber hat immer die Nase vorn.”
Diese grandiosen Qualitäten haben ihren Ursprung, wie sollte es auch anders sein, in einem großen Terroir. So genossen die Monzinger Steilhänge bereits zu Anfang des 19. Jahrhunderts allerhöchstes Ansehen: Dies hielt beispielsweise Johann Wolfgang von Goethe in seinen Reisenotizen ausdrücklich fest. Doch hat erst Werner Schönleber – angetrieben vom Ehrgeiz, diese alte Wertschätzung wieder zu erreichen – den Lagen Frühlingsplätzchen und Halenberg durch viel persönliches Engagement in ihre Erhaltung und Rekultivierung zu dem ihnen gebührenden Ruhm unter Deutschlands besten Lagen verholfen, indem er ihr wahrhaft großes Potenzial mit seinen phänomenalen Rieslingen – filigran, feinfruchtig und terroirbetont – aufgezeigt hat.
Das „Frühlingsplätzchen” – hier in dieser Lage, Nomen est Omen, zieht sich der Winter immer zuerst von der Nahe in den Hunsrück zurück – verfügt über blaue Schieferböden (teilweise auch roter und grün-grauer Schiefer), durchsetzt mit rotem Lehm und bietet einen wunderschönen Ausblick über das hier an der oberen Nahe wesentlich breitere Tal als im mittleren Abschnitt, wo sich beispielsweise Dönnhoffs große Lagen befinden. Die kleinste Monzinger Lage, von der Schönleber mit 4 ha den Löwenanteil hält, ist der Halenberg, der Boden besteht überwiegend aus blauem Schiefer, Quarzit und Kiesel, enthält kaum lehmige Anteile und ist sehr leicht erwärmbar.

Die weitaus größte Rebfläche besteht aus steilen Süd- bis Südwesthängen, die optimal von der warmen Mittagssonne beschienen werden und die sich durch ein jeweils ganz spezielles Mikroklima auszeichnen, da die aus dem Tal über die Hänge „kletternde” Warmluft nicht nur Schutz vor kalten Fallwinden während der Nacht bietet, sondern auch für bedeutende qualitative Unterschiede in den einzelnen Hangbereichen verantwortlich ist. Dort wo die Hänge schon nach den ersten Sonnenstrahlen im Frühling wieder schneefrei sind, wo die Greifvögel am Himmel majestätisch und scheinbar schwerelos ihre Kreise ziehen, dort ist die Thermik, der Aufstieg warmer Luft aus dem Tal, am deutlichsten zu spüren. In diesen speziellen Parzellen mit ihren leichten schiefrigen Böden bleiben die Trauben in der Regel deutlich kleinbeeriger als sonst üblich und werden dafür – infolge des optimalen Verhältnisses zwischen Saft und Haut – um so aromenreicher, die Erntemenge ist gering. Erst bei sehr hoher Reife und wesentlich später als bei prallen, dicht gepackten Reben setzt unter diesen Bedingungen (lockerbeerige Trauben, die sich nicht berühren) die Edelfäule ein, so dass auch die edelsüßen Weine von besonders klaren, feinen Fruchtnoten geprägt sind.

Werner Schönleber geht sehr behutsam und äußerst sensibel mit seinem Geschenk der Natur um: Aufwändige Boden- und Laubarbeiten, Ausdünnen der Triebe, späte selektive Lese sehr reifer Trauben ausschließlich von Hand, schonende Pressung der Trauben, kühle Vergärung und sorgsamer Weinausbau, mit dem Vorsatz, möglichst wenig menschlichen Einfluss auf die ureigene Werdung des Weines zu nehmen, bieten die bestmögliche Entwicklung und Bewahrung der terroirgeprägten Frucht und Mineralik in seinen großen Rieslingen.
„Das Potential und das Charakteristische der Lage, der Rebsorte und der klimatischen Bedingungen des Jahrgangs möglichst unverfälscht in die Flasche zu bringen”, lautet Schönlebers Maxime. Nicht selten haben seine durch Spontangärung im Holzfuder und Edelstahltank ausgebauten Rieslinge, die keinerlei Manipulationen ausgesetzt sind, um früh auf Jungweinverkostungen brillieren zu müssen, nach der Flaschenfüllung einen kleinen Durchhänger im Sommer nach der Ernte, doch umso brillanter präsentieren sie sich im Herbst danach.

Meine eigene Liebe zu den Weinen der Schönlebers findet ihren Ursprung im trockenen Spitzenriesling vom Halenberg, einem wahrhaft Großen Gewächs, das mich seit Jahren unentrinnbar in sein Gravitationsfeld gezogen und nie mehr los gelassen hat: So sehr spielt dieser elegante, finessenreiche Wein bei aller inneren Dichte mit allen Sinnen! Er steht beispielhaft für den ureigenen Charakter der gesamten Kollektion der Schönleber’schen Rieslinge, die stets leichtfüßig und verspielt über die Zunge tanzen, die sich trotz ihrer Leichtigkeit festbeißen und mit ihrer rassigen Fruchtsäure zum Weitertrinken animieren.

Ein großer Riesling transportiert wie keine andere Rebsorte das Terroir, aus dem er stammt, ist ein einzigartiges Unikat, ein Heimatwein mit unverwechselbarer Seele. Werner Schönleber hat diese Seele niemals verkauft, seine grandiosen Charakterweine, ein Spiegelbild seiner eigenen unverfälschten Persönlichkeit, stehen in der großen Tradition einer jahrhundertealten Kultur und gehören zur schönsten und edelsten Ausprägung ihrer Sorte: Diese komplexen Rieslinge lösen Emotionen aus, können gar als Archetypus der grandiosen Weine ihrer Anbauregion gelten. Meine ganz besondere Empfehlung, Kategorie persönliche Lieblingsweine!

Zum Jahrgang 2003: Sie wissen, dass Markus Hofschuster (Internetweinführers www.wein-plus.de), ein erstes Resümee gezogen hat, den Jahrgang 2003 in Deutschland betreffend. Er urteilt in einem herrlich geistreichen Essay („Gott lebt an der Nahe”): „Ich hab noch nie bessere Weine von der Nahe probiert. Hier ist 2003 definitiv ein Jahrhundertjahrgang”. Trockenstress war bei den Reben viel seltener anzutreffen als in südlicher gelegenen Regionen (Pfalz, Baden), denn die Nahe profitierte zum einen von ihrer nördlichen Lage aber auch von den kühlen Winden, die kontinuierlich über den Hunsrück streichen. Diese sorgten für Abkühlung in den Nächten, die Trauben behielten so ihre natürliche Säurestruktur, zudem wurden die Böden dadurch vorm Austrocknen bewahrt. Werner Schönleber konnte in einem Bilderbuchherbst sehr spät! (wichtig für die Aromenbildung in der Haut) Trauben im optimalen Gesundheitszustand voller Konzentration mit zugleich feinem Säurespiel und großartiger Mineralität ernten. Dabei war deren Qualität auf einem solch hohen Niveau, dass es nur potentielle Spät- und Auslesen gab, die „kleinen” Weine also Understatementweine im besten Wortsinne sind, die dem Kunden einen zusätzlichen Benefit erbringen.


934103 Schönleber, Monzinger Grauburgunder Spätlese trocken 2003 11,95 Euro
„Pinot Grigio! Ausgelutscht sagen sie? Dann probieren Sie mal Grauburgunder”, schrieb jüngst die Süddeutsche Zeitung. „Zwei Stöffchen aus der gleichen Rebe und doch schlug die Deutsche Version den Latin Lover um Längen.” Es ging hierbei um einen direkten Vergleich einer ganzen Reihe der besten deutschen Grauburgunder und italienischen Pinot Grigios, der von je fünf Experten der deutschen und der italienischen Sommelier Union in München durchgeführt wurde. Das Resultat: Die ersten vier Plätze wurden allesamt von Grauburgundern belegt, dann erst kamen die ersten Italiener. Die Nummer 1 der Jury: Emrich-Schönleber, 2002 Grauburgunder Spätlese trocken!”

Der 03er ist jahrgangsbedingt noch einmal dichter, reichhaltiger und sehr kraftvoll, jedoch ohne jegliche Schwülstigkeit, kriecht geradezu bis in den letzten Mundwinkel. Er überzeugt mit einem feinwürzigen Kürbisduft mit Anklängen von Honigmelonen und schöner Würze, am Gaumen sehr mineralisch, ziemlich nachhaltig, glasklare Sortentypizität, lang. Gewinnt mit Luft noch an mineralischer Tiefe, daher unbedingt dekantieren.
Wer braucht bei solch grandiosen charaktervollen Grauburgundern eigentlich noch einen seelenlosen Pinot Grigio aus dem Supermarkt?
Zu genießen jetzt bis 2007.



934203 Schönleber, Monzinger Halenberg Riesling Kabinett trocken 2003 9,20 Euro
Von der Leichtigkeit des Schiefers hat dieser Understatement-Kabinett die fein gewobene Struktur, die ihn vibrierend über die Zunge tanzen lässt. Schon die rassige, brillante Nase erfasst die lagentypische Mineralität; dazu feine Grapefruit-Aromen, Aprikosen, Pfirsiche und eine enorme Länge.
Zu genießen ab sofort bis mindestens Ende 2006.



934403 Schönleber, Monzinger Halenberg Riesling Spätlese trocken 2003 15,50 Euro
Phantastische trockene Spätlese mit ungemein viel Biss, die von der Wärme des Bodens den ästhetisch muskulösen Körper erhalten hat und von den Mineralien des Gesteins den frischen und herrlich langen Nachhall. Sie spiegelt das große Monzinger Terroir in all seinen Facetten wieder, ein enorm vielschichtiger, eleganter Wein mit beeindruckender Tiefe und Mineralität, der jeden Liebhaber trockener Rieslinge deutscher Provenienz in seinen Bann zu ziehen vermag.

Die faszinierenden Aromen sind ungemein komplex, noch sehr verwoben, sie werden mit Luftzufuhr über Stunden immer expressiver, am Gaumen cremig, füllig, geschmeidig, geschliffene Textur, enorm zupackende, tiefgründige Mineralität. Tolles Preis-Genussverhältnis!
Zu genießen ab sofort bis nach 2007.



934503 Schönleber, Monzinger Halenberg, Riesling Großes Gewächs trocken 2003 22,50 Euro
Es ist der im Halenberg dominierende blaue Schiefer, der die Basis für die komplexe Mineralität dieses großen Rieslings legt, der dicht, kompakt und konzentriert daherkommt. Was für ein Terroirwein erster Güte von der kleinsten, aber zweifellos besten Monzinger Lage und einer der spannendsten innerhalb ganz Deutschlands!
Vor kalten Fallwinden geschützt liegt der südlich exponierte Steilhang prall in den warmen aufsteigenden Luftströmen aus dem Tal, Greifvögel ziehen, scheinbar schwerelos gleitend, am blauen Himmel ihre Kreise. Der Boden ist sehr leicht erwärmbar und unterstützt Schönlebers Trachten nach kleinbeerigen, aromareichen Trauben, die im Wein zu besonders klaren, feinen Fruchtnoten führen.
In erster Linie faszinieren die Rieslinge dieser Lage durch enorm viel Eleganz, Spiel und Finesse und deuten schon in ihrer Jugend ihr breites Fruchtspektrum an. Der Halenberg 03 betört durch eine abgrundtiefe, extrem mineralische Nase mit intensiven Steinobst, Grapefruit- und Zitrusaromen. Am Gaumen konzentrierte, strahlende Frucht, ungemein saftig und dicht, reife, rassige Säure, wiederum mächtiges mineralisches Fundament, dazu eine enorme Kraft, Tiefe und Länge und eine feine, cremige Textur.

Ein Traumriesling, der fast süchtig macht in der Intensität seiner Aromen, in der Reinheit seiner geschmacklichen Komponenten und dem unverkennbaren authentischen Rieslingcharakter, wie ihn nur begnadete Künstler wie Werner Schönleber in dieser Mixtur aus Mineralität und Komplexität, Kraft und Finesse auf die Flasche zu zaubern vermögen. Ein Rieslingmonument mit großem Potential!

Übrigens: Der gleich gute Jahrgansvorgänger wurde mit Auszeichnungen überhäuft: Der Gault Millau 2004, Eichelmann Deutsche Weine 2004 und Marcus Hofschuster im Internetweinführer www.wein-plus.de zählen ihn zu den besten trockenen deutschen Rieslingen. Die WELT berichtet ganz aktuell in ihrer Ausgabe vom 27.6. 2004 von einer in Wien anlässlich der Vivinum durchgeführten Verkostung „Große Rieslinge aus der ganzen Welt”, in der 47 renommierte trockene Rieslinge aus 19 Anbaugebieten der Welt von 34 Fachjuroren aus 18 Ländern und vier Kontinenten bewertet wurden. Auf Platz zwei der Degustation trumpft mit „klarer Frucht, mineralischer Finesse und edlem Körper”, vor vielen renommierten Rieslingen aus der ganzen Welt, Schönlebers Halenberg 2002 auf!



934303 Schönleber, Monzinger Frühlingsplätzchen Riesling Kabinett halbtrocken 2003 9,20 Euro
Fein mineralischer, vielschichtiger, fast trocken schmeckender Kabinett, der einem den Atem raubt und dessen Fruchtaromen (Cassis, Pfirsich und Aprikosen) ihn funkeln lassen wie einen strahlenden Diamanten.
Der geringe Anteil nicht vergorenen Fruchtzuckers ist verantwortlich für eine feine Fruchtigkeit und ein herrliches Spiel auf der Zunge, wo er sich lebendig, finessenreich und tänzelnd präsentiert. Dennoch hat dieser zarte Wein eine gewaltige Kraft; Konzentration und Finesse ergänzen sich zu perfekter Harmonie, faszinierender Nachhall.
Der Beweis, dass auch in diesem heißen Jahr 03 ein stilistisch perfekter Kabinett zu vinifizieren war!
Zu genießen jetzt bis 2007



934603 Schönleber, Monzinger Halenberg Riesling Spätlese 2003 15,50 Euro
Ein Rieslingduft von genialer Komplexität, aus dem die Träume des Liebhabers bestehen: die herrliche mineralische Frucht springt förmlich in die Nase, faszinierende Anklänge von weißem Pfirsich, reifem Apfel und rosa Grapefruit gepaart mit mineralischer Komplexität und dezenter Süße. Ein Gaumenschmeichler, beladen mit verführerischen Fruchtaromen, dazu eine betörende Rasse und Finesse, im minutenlangen mineralischen und Grapefruitbetonten Nachhall tanzen die Aromen Samba.
Monumentale Spätlese!
Zu genießen ab sofort bis 2018.



934702 Schönleber, Monzinger Halenberg Riesling Auslese*** Goldkapsel 2002 0,5 l 65,00 Euro
Lassen Sie mich zu diesem Monument deutscher Winzerkunst die Bewertung des Internetweinführer www.wein-plus.de anführen: „Tiefgründiger, betörender Duft nach Steinobst, Ananas und kandierten Zitrusfrüchten mit mineralischem Spiel. Umwerfend saftige Frucht, rassig und vollkommen reintönig, brillantes Säurespiel, sehr konzentriert, Honigaromen am Gaumen, große Nachhaltigkeit und Tiefe, noch extrem jung, enorme Länge. Braucht tagelange Luftzufuhr. Ein Meisterwerk. Groß. 97 Punkte. 2005-2030”.



934803 Schönleber, Monzinger Halenberg Riesling Beerenauslese 2003 65,00 Euro
Große Lage, großer Jahrgang, perfekt rosinenartig geschrumpfte Beeren aus akribischer Selektion ergeben einen transzendentalen Wein mit ewigem Potential!



Weingut Dirk Würtz

Stephan Reinhardt berichtete in einer ausführlichen Reportage in der WELT AM SONNTAG vom 8.8.04 unter der Schlagzeile „Generation Riesling” über junge Winzer, die mit „Leidenschaft und handwerklicher Sorgfalt” Deutschlands Paraderebsorte „an die Spitze führen”. Als einer von fünf besonders herausgehobenen Rieslingen wird der „Potate”, unser meist verkaufter Weißwein überhaupt, sowohl für seine Qualität als auch für sein tolles Preis-Genussverhältnis ausdrücklich gelobt.
Reinhardt schreibt: „Sauft, Brüder”, heißt dieser ökologisch erzeugte Riesling mit Schraubverschluss aus Rheinhessen. Damit sich weniger Leute durch den Namen abgestoßen oder gar ausgegrenzt fühlen, hat Winzer Dirk Würtz den Imperativ in lateinischer Sprache aufs Etikett gesetzt: Potate! Der Name ist Programm: Die frische und leichte Einstiegsdroge zum Thema „Riesling trocken” eignet sich für alle Anforderungen des Lebens, etwa zum Vergessen, Verlieben, Durstlöschen und Sparen (4,95 Euro).”

Unsere letzte Palette ist eingetroffen, decken Sie sich bei Interesse noch einmal mit diesem leckeren Riesling ein, bevor wir alle zusammen bis nächstes Frühjahr auf den 04er warten müssen – die letzten Flaschen limitiert auf max. 12 Flaschen / Kunde.

950403 Würtz, „Potate”, Riesling trocken (DV) 2003 4,95 Euro

Würtz, „Potate”, Riesling trocken (DV)



ÖSTERREICH

Weingut Gernot Heinrich - Neusiedlersee

Viele Kenner und Liebhaber exzellenter österreichischer Rotweingewächse betrachten Gernot Heinrich aus Gols, dem berühmtesten Weinort am Ostufer des malerischen Neusiedlersees, als primus inter pares seiner Zunft. Dabei stehen Heinrichs Weine geradezu als Synonym für elegante, finessenreiche, feinfruchtige Weine, die meilenweit entfernt sind von den marmeladigen Brühen, die mittlerweile in vielen Regionen der Welt produziert werden und die alkohollastig und monströs im Glase krachen. Diesem „Terror” der weltweit zunehmenden Gleichförmigkeit und Nivellierung stellt Heinrich genussvolle Trinkweine gegenüber, die bei aller Dichte und Opulenz von ihrem großartigen Terroir geprägt sind, mit Eleganz und Finesse brillieren und die zuallererst das Resultat sind von harter handwerklicher Arbeit in seinen Spitzenlagen an den Südhängen der Parndorfer Platte.

Gernot Heinrich selbst ist als Winzer nicht so leicht zu fassen und erst recht nicht in eine Schublade zu stecken, denn sein vinologisches Wirken ist wesentlich facettenreicher als das seiner meisten Kollegen.

Einerseits kann er im besten Sinne des Wortes als Traditionalist bezeichnet werden, der sich insbesondere dem Anbau der autochthonen Rebsorten seiner Heimat widmet. „Die Basis aller Qualität wird im Weinberg gelegt. Extreme Selektion der besten Trauben, niedrige Erträge und aufwändige Laubwerksarbeiten sind unumgängliche Voraussetzungen, große Weine zu schaffen,” erläutert Gernot Heinrich bei einer gemeinsamen Wanderung durch seine sanft geschwungenen Spitzenlagen in den sonnigen, südlich exponierten Hängen am Rande von Gols. „Der Heideboden hier am Ostufer des Neusiedlersees, eine variantenreiche Mischung unterschiedlichster Bodenformationen, bietet wegen seiner guten Durchlässigkeit und wegen des heißen, trockenen Klimas die denkbar besten Voraussetzungen zur Erzeugung großer Rotweine auf internationalem Top-Niveau. Denn für mich ist das Entscheidende, dass die Qualitäten in der Flasche originär, unverwechselbar und kompromisslos im einzigartigen Terroir der Parndorfer Platte ihre Wurzeln finden. Dabei bilden die regionalen Rebsorten meiner Heimat das Fundament der Weine, bereichert und abgerundet wird die regionale Sortenpalette durch Merlot; Pinot Noir, Syrah und Cabernet Sauvignon, die aber, sensibel eingesetzt, mengenmäßig nur eine kleine Rolle in den Cuvées spielen.”

So traditionell Heinrichs Schaffen sich bis hierher anhört, bei der Vinifizierung beginnt eine höchst kreative, innovative Vermählung aus Tradition und Moderne, die auf diesem Vorzeigegut zur Perfektion ausgereift ist. Wohlüberlegt und sehr professionell zeichnen sich die Konturen des neuen Weges, den Gernot Heinrich gegangen ist, in Weinberg und Keller. Nach einem Studium der Biotechnologie und nach ausgedehnten Weinreisen, seinen Lehr- und Wanderjahren durch die renommierten Weinbauregionen der Welt, auf denen der Winzersohn neue vinologische Verfahren kennen gelernt hatte, entschied er sich, Weine zu produzieren, deren Idealbilder zunächst in seinem Kopf gewachsen waren. So verknüpft er die burgenländische Tradition mit seinem ureigenen Weinstil, kreiert Weine voller Schönheit und innerer Kraft, voll samtener Fülle und dichter Frucht, voll Harmonie, Eleganz und beispielhafter Struktur. Kopf und Herz gehen eine faszinierende Symbiose ein und zeigen uns einen eigenwilligen jungen Winzer, der sich nicht in ein Klischee pressen lässt. Seine eigenen Wege spiegeln sich schon rein äußerlich in einer sowohl geradlinigen als auch schöpferischen architektonischen Formensprache eindrucksvoll in seinem beeindruckenden „Wohn-Arbeits-Lebens-Traumhaus” wider, das inmitten der exzellenten Weingärten der Parndorfer Platte entstanden ist, beispielhaft den Charakter Pannoniens reflektierend und die Natur gleichsam ins Haus transportierend.

So ist die gesamte Architektur des rational bis ins kleinste Detail gestalteten hochmodernen, sich auf drei Ebenen befindlichen Kellers den Gesetzen der Schwerkraft unterworfen, um die Verarbeitung der Trauben zu Wein so schonend wie nur irgend möglich und ohne jegliches mechanisches Umpumpen zu gestalten, was nach Heinrichs Ansicht entscheidend ist, um eine grüne Tanninstruktur zu vermeiden und fern jeder Rustikalität die Eleganz und Finesse zu erzielen, für die seine Weine weltweit berühmt sind: Zu ebener Erde werden die Trauben eingebracht, noch einmal auf einem Sortierband strengstens selektiert, eine Etage darunter werden die Basisweine in Edelstahltanks, die gleich hoch wie breit sind, um eine große Kontaktfläche zwischen Saft und Tresterkuchen zu ermöglichen, sehr sensibel und relativ lange vergoren, um möglichst alle Inhaltsstoffe zu extrahieren; für die großen Weine gilt das gleiche, nur dass diese in großen, geschlossenen Holzbottichen vergärt werden. Im tiefsten Keller lagert und reift der Wein dann temperatur- und luftfeuchtigkeitskontrolliert in großen Holzfässern oder besten Barriques unterschiedlicher Provenienz seiner wahren Größe entgegen.

Gernot Heinrich tritt sehr bescheiden und ruhig auf, vermittelt jedoch im engagierten Gespräch eine profunde Kompetenz, ist ein höchst kreativer Perfektionist und das Burgenland hat ihm sehr viel zu verdanken: Er ist mit seinen herausragenden Rotweinen zu einer Lokomotive geworden für die ganze Region. Aber, nur von Gernot Heinrich zu sprechen, wäre sehr unfair. Denn zusammen mit seiner aus Bayern stammenden und ihn tatkräftig unterstützenden attraktiven Frau Heike bildet er ein kongeniales, dynamisches Paar, das bewusst die Grenzen zwischen Privatem und Geschäftlichem im Fließenden belässt, symbolhaft ausgedrückt in ihrem Arbeits- und Lebenshaus, von wo aus der Blick auf die Parzellen Salzberg und Gabarinza schweift, des wohl großartigsten Terroirs innerhalb der Parndorfer Platte, einer eiszeitlichen Ablagerung mit bis zu 10 Meter Mächtigkeit: Die moderne Technik in Haus und Keller, sie ist, sensibel und behutsam eingesetzt, nichts anderem als dem Hedonismus und dem unbedingten Genuss verpflichtet.

So stellen die Weine der sympathischen Heinrichs meines Erachtens nach – zusammen mit denen seines Freundes Josef Pöckl aus dem benachbarten Mönchhof – die Referenz dar für die neue österreichische Rotweinelite, die rund um den Neusiedlersee spektakulär schöne Weine produziert und die den qualitativen Vergleich mit keiner anderen Anbauregion in der Welt zu scheuen braucht. In Österreich hieße es, Eulen nach Athen zu tragen, wollte man alle Ehrungen aufzeigen, die dem trotz aller Erfolge wohltuend bodenständig gebliebenen Ehepaar Heike und Gernot Heinrich zuteil wurden. Unseren deutschen und europäischen Kunden außerhalb Austrias wollen wir die wichtigsten Auszeichnungen jedoch nicht vorenthalten: So ernannte das Weinmagazin FALSTAFF Heinrich zum „Winzer des Jahres 2000” und kürt ihn in ihrer Ausgabe 6/2003 zum Sieger der großen Rotweinverkostung von über 1.000 Weinen. VINARIA, „Die besten Weine 2004/5” meint, „das Renommee der Heinrich’schen Rotweine zu preisen, hieße Wasser in den Neusiedlersee zu gießen” und der GAULT MILLAU 2003 urteilt: „Das Weingut von Gernot und Heike Heinrich zählt zur absoluten Spitze unter den österreichischen Rotweinerzeugern, ... auch die kleine Weißweinpalette des Hauses verdient immer eine Empfehlung”.

Zu den Jahrgängen 2002/3: Einfach phantastisch! So urteilt der Falstaff Weinguide 2004/2005: „Im Top-Jahrgang 2002 sind Österreichs Rotweine überaus elegant ausgefallen” und 2003 schickt sich gar an, der größte Rotweinjahrgang aller Zeiten zu werden, was Heinrichs heute präsentierte geniale Basisweine eindrucksvoll demonstrieren!


732103 Heinrich, Weißburgunder 2003 10,60 Euro
„Der Weißburgunder zählt immer zu den besten des Landes”, urteilt zu Recht der FALSTAFF über diesen Trinkgenuss pur versprühenden, im Edelstahl ausgebauten, unkomplizierten Wein. In der Nase Anklänge an verführerische kandierte Früchte, am Gaumen saftig und dicht, tolle Frische infolge perfekt integrierter Säure, wiederum sehr angenehme Frucht und eine cremige Textur aufgrund eines langen Hefelagers, schmeichlerischer, langer Nachhall.
Zu genießen ab sofort bis Ende 2006.



732203 Heinrich, Zweigelt 2003 9,50 Euro
Eindrucksvoll demonstriert dieser enorm leckere Wein, dass der Zweigelt Heinrichs heimliche Liebe darstellt, „mit dem er umzugehen versteht wie kaum ein anderer” (Falstaff). In der Farbe ein noch junges, aber tiefdunkles Rubingranat mit violettem Rand; in der Nase intensive Cassis- und Brombeeraromen, dazu Anklänge von Sauerkirsche und noble Gewürze; am Gaumen wiederum dunkle Beeren und ein Hauch von Kaffee, saftig, frisch, viel Kraft, Fülle und innere Dicht. Dieser wunderschöne Trinkwein begeistert durch einen schönen Schliff und eine feine Mineralität (Ursache sind die hervorragenden Kalkböden, auf denen die Trauben wachsen), ist extraktreich und bereits sehr harmonisch, besitzt saftige, zart süßliche, schmelzige, verführerische Tannine (aufgrund seines Ausbaus im unmerklichen großen, gebrauchten Holz) und eine gute Länge.
Seinem sehr guten Jahrgangsvorgänger aufgrund der traumhaften klimatischen Bedingungen nochmals – deutlich – überlegen, ein absoluter Preis-Leistungshammer und meine ganz besondere Empfehlung!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2005 bis 2009.

Ankunftsofferte bis 26. September, danach 10,50 Euro


732303 Heinrich, Blaufränkisch 2003 10,50 Euro
Nicht jeden Tag kann und will man sich mit komplexen Weinen auseinandersetzen, die einen hohen Anspruch haben und mit denen man sich intensiv beschäftigen muss. Heinrichs Basisrotweine sind als Weine konzipiert, die man mit großem Vergnügen trinkt, ohne sich intellektuell damit auseinander setzen zu müssen. Dieser reinsortige Blaufränkisch besticht durch eine ungewöhnliche Feinheit und Eleganz, da alle rosinenartigen Trauben ausselektiert wurden, um eine überreife, marmeladige Stilistik zu vermeiden. Leuchtendes dunkles Rot in der Farbe, dunkelwürziges, fruchtbeladenes Bukett mit Pflaumen- und Tabaknoten. Am Gaumen samtige, schmeichelnde, ausladenden Aromen, die eine spezielle würzige Terroirprägung erkennen lassen, ein spannender geschmeidiger Wein mit noch viel Potential für die Zukunft!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2006-2009.



732503 Heinrich, St. Laurent 2003 14,95 Euro
In der Farbe ein tiefes Rubingranat mit schwarzem Kern und violetten Reflexen, in der Nase eine betörende mineralische Würze und ein tiefer dunkler Duft nach schwarzen Kirschen und Zwetschgen, dazu zarte Anklänge an Cassis, Wacholder und süße, würzige Röstaromen. Am Gaumen kräftig, schmelzig und samtig, aber auch sehr feingliedrig, beeindruckende zart mineralische Note im Hintergrund, faszinierende, saftige, dichte Beerenfrucht, kühle Stilistik, komplex, bereits sehr harmonische, runde, geschmeidige Tannine vom Ausbau im gebrauchten Barrique, dezente Fruchtsüße (Brombeeren) und erfrischende Säurestruktur im langen, würzig-pfeffrigen Abgang. Hervorragendes Preis-Genussverhältnis!
Jetzt schon schön zu trinken, Höhepunkt Mitte 2005 bis mindestens 2012.



732602 Heinrich, Pinot Noir 2002 30,70 Euro
Die kühlen Herbstnächte in 02 und die Ausrichtung der Lagen nach Norden sind neben Heinrichs vinologischer Kunstfertigkeit verantwortlich für die große Finesse dieses herausragenden, spontan vergorenen Burgunders. Darf ich Ihnen die Bewertung des renommierten österreichischen Fachjournalisten Helmut Knall zitieren? „Eine Nase zum Verlieben, zuerst duften Himbeeren, dann Kirschen, Weichseln, wieder Himbeere und ein bisschen Schokolade und Würze, je nach Luft und Wärme. Am Gaumen dominiert wieder die Frucht, begleitet von feinen Tanninen, die Struktur verleihen, wunderbares Spiel von mineralischen Noten und sanfter Säure, hat Power und ist doch elegant. Sehr, sehr gut. Trinkspaß pur und guter Speisenbegleiter zum Beispiel zur getrüffelten Ente. Hervorragend, (92-94 Punkte). Riesenpotential. 2007-2020.”

Bereits der Jahrgangsvorgänger dieses großen Konkurrenten bester Burgundischer Gewächse aus etwas schwierigerem Jahr wurde von FALSTAFF als bester Pinot Noir Österreichs ausgezeichnet!



732402 Heinrich, Pannobile, rot 2002 23,50 Euro
Mehrere der besten Winzer am Neusiedlersee bieten unter dem Begriff „Pannobile” hochwertige Cuvées an, die immer aus einheimischen Sorten bereitet und im Barrique ausgebaut sind: Konzentrierte Rotweine, die trotz kräftiger Tanninstruktur von einer weichen Fülle geprägt sind und frühe Trinkbarkeit mit einem hohen Lagerungspotential verbinden. Diese herrliche Cuvée aus 80% Zweigelt und Blaufränkisch besitzt ein leuchtendes, dunkles Rubingranatrot mit einem zartern violetten Rand; in der Nase Edelhölzer, ein faszinierendes Kräuterbukett und mit zunehmendem Sauerstoffkontakt fruchtige, saftige Amarenakirschen, Minze und wilde, schwarze Beeren. Am Gaumen sehr harmonisch, füllig, konzentriert, frisch und elegant, die verführerische, saftige, rauchig-speckige, dunkelwürzige und beerig-süße kühle Frucht kleidet den ganzen Gaumen schmeichlerisch aus, betört, will nicht mehr loslassen, erzählt von ihrem Land, vom herausragenden Terroir ihrer sanften, sonnenverwöhnten Südlagen.
Welch faszinierende Demonstration des großen Potentials seiner pannonischen Heimat, ein Trinkvergnügen pur, das nach jedem Glase einlädt zum Weitergenießen und Meditieren. Ein großer charaktervoller Wein mit samtigem Tanninschmelz von absolut eigenständigem Profil mit dem Potential zum Klassiker!
Nach längerem Dekantieren bereits ab jetzt trinkbar, Höhepunkt 2005 bis nach 2010.



Weingut Franz Xaver (F.X.) Pichler - Wachau

Der österreichische Wein zählt mittlerweile ohne Zweifel zur Weltspitze und die Wachauer Winzer waren die ersten, die diesen Siegeszug einleiteten. Und wenn es in dieser landschaftlich so faszinierenden Region auch ein halbes Dutzend absoluter Spitzenwinzer gibt, steht einer wohl über allen und wird gar als der Doyen der gesamten österreichischen Weinszene angesehen: F.X. Pichler, der „Herr der Smaragde”, wie er gerne auch liebevoll tituliert wird und dessen eindrucksvolle Gewächse nebst denen von Hirtzberger und Knoll vor fast 20 Jahren meine Leidenschaft für österreichische Weine entfachten, die bis heute andauern sollte.

Pichlers Reben wachsen zum Großteil in den besten und steilsten Lagen von Dürnstein und Loiben: der Dürnsteiner Kellerberg, der Loibner Loibenberg und das Loibner Steinertal. Es sind Bergterrassen, die aus dem 13. Jahrhundert stammen und die seit jeher von Hand bewirtschaftet werden. Dieses einmalige Terroir, verwitterte, karge Urgesteinsböden, oft eisenhaltig, mit Gneis-, Granit- und Glimmerschieferlagen, schaffen Weine mit unverwechselbarer Komplexität, Rasse, Tiefe, Feinheit und Mineralität. Aber nicht nur die großartigen Böden, auch das spezielle Mikroklima begünstigt die besondere Aromenausbildung der Trauben. Es treffen hier, von Osten kommend, Pannonische Strömungen (verantwortlich für die Fülle und den Bukettreichtum der Weine) aus dem Kremser Becken mit kontinental geprägten Winden aus dem Westlauf der Donau (die als Wärmespeicher fungiert) zusammen, die starken Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sind unentbehrlich für die rassige Säure und die Intensität der Aromen: „Der Dürnsteiner Kellerberg und der Loibner Loibenberg gehören schlichtweg zu den besten Einzellagen der Welt” (Falstaff Weinguide 2004/5) und ergeben in den Händen des begnadeten Magiers F.X. Pichler und seines immer mehr in die Verantwortung wachsenden Sohnes Lukas phänomenale, hochkomplexe, lang lagerfähige und stets einzigartige Weine, die sich durch ihre Mineralik und aromatische Einzigartigkeit auszeichnen.

Es ist wie immer bei den ganz großen Winzern der Welt: Das erstklassige, unverwechselbare Terroir, ein unvergleichliches Geschenk der Natur, erbringt zusammen mit der tatkräftigen, aber auch einfühlsamen Gestaltungskraft des Menschen wahre Größe im Wein. Rigorose Qualitätspolitik ist die Maxime der Pichler’schen Weinbereitung! Für die Familie Pichler besteht die Herausforderung schlicht darin, durch strikte Ertragsbegrenzung und extrem selektive Lese sehr individuelle Weine zu erzeugen, die das Terroir dieser wunderbaren Landschaft und ihr spezielles Mikroklima bestens widerspiegeln. Im Keller werden die Weine so schonend wie möglich und abhängig von den Gegebenheiten des Jahrgangs und der Riede in großen Holzfudern oder Stahltanks ausgebaut, alles dem Ziel untergeordnet, die Typizität des Terroirs in die Flasche hinüber zu retten. Diese betörenden Weine sind geradezu die Inkarnation der großen Wachauer Lagen, kristallklare, gemeißelte Skulpturen, transzendentale Gewächse, die zum andächtigen Genuss verleiten und eine Liebkosung der bachiantischen Seele.

„Wer Wachau sagt, muss auch F.X. Pichler sagen”, urteilt der Gault Millau 2003, der die Weingüter Pichler und Hirtzberger gemeinsam an die Spitze aller österreichischen Domainen setzt. „Es ist schon mehr als nur beeindruckend”, fährt der Gault Millau fort, „wie dieser Weinbaubetrieb es Jahr für Jahr schafft, seinen fast unübertreffbaren Qualitätsstandard nicht nur zu halten, sondern zum Teil noch weiter auszubauen”. Alle Erfolge und Elogen aufzählen zu wollen, wäre ein hoffnungsloses Unterfangen. René Gabriel, der Wine Spectator und Robert Parker sind unisono begeistert und überhäufen das Gut mit Belobigungen: „Was Romanée Conti für die Burgund ist, das bedeutet F.X. Pichler für die Wachau,” so das Statement von Parker. Doch wir möchten Sie herzlich einladen, diese Weinunikate von einzigartiger Brillanz selbst zu probieren und sich ein eigenes Urteil zu diesen traumhaft schönen Gewächsen zu bilden.

P.S.: F.X. Pichler ist ein kompromissloser Perfektionist im Keller und ein im positiven Wortsinne „Besessener” im Weinberg. Und ausgerechnet von ihm stammt eine nachdenklich stimmende Aussage, die mich schon lange beschäftigt: „Großer Wein”, hat er gesagt, „großer Wein wächst weder im Weingarten noch im Keller, sondern im Kopf.” Franz Xaver Pichler, ein unbändiger Geist, scheint mir in seinem Streben nach absoluter Erkenntnis der Faust des Weinbaus.

Zum Jahrgang 2003 möchte ich zunächst Lukas Pichler zu Wort kommen lassen: „Wir hätten es angesichts der heißen Witterung kaum für möglich gehalten, solch schlanke Rieslinge zu produzieren, die ausgewogen, elegant, harmonisch und voller Extrakt, Frucht, Mineralität und Rasse daherkommen. Und für unsere Grünen Veltliner ist es einer der besten Jahrgänge aller Zeiten!” Die Fachpresse urteilt euphorisch: „Die spektakuläre Serie an Grünen Veltlinern” (Vinaria) und Rieslingen führt dazu, dass sowohl Vinaria als auch Falstaff (Grüner Veltliner ‚Unendlich’ bester Wein des Jahrgangs) die gesamte Kollektion mit Höchstbewertungen überhäufen!


721403 Pichler, Grüner Veltliner Loibner Klostersatz Federspiel 2003 12,90 Euro
Dieser betörende Wein, qualitativ an der Grenze zum Smaragd, stammt von einem der ältesten Klosterbesitze am Fuße der erstklassigen Dürnsteiner Lagen. In der Farbe ein helles Grüngelb, in der Nase feinfruchtig mit einer zarten Kräuterwürze, es betört ein kühler, verspielter Duft nach reifem Apfel, Maracuja, weißem Pfeffer, Mineralien und Tabak. Ein eindrucksvoller Veltliner, sehr komplex, gehaltvoll, extraktreich, mit viel Potential, der dennoch bereits nach einigen Monaten Flaschenreife verführerisch lecker und animierend daherkommen wird; am Gaumen dicht und kraftvoll, opulent, aber dennoch filigran, durchzogen von der faszinierenden Frische, herrlichen Saftigkeit und typischen Pfeffrigkeit dieser großen Rebsorte, die eines Meisters wie F.X. Pichler bedarf, um Eleganz mit Kraft sowie Finesse mit Mineralität zu vermählen. Ein großer Veltliner, ein phantastischer Einstieg in die magische Welt der Pichler’schen Weine!
Zu genießen ab Spätherbst 2004 bis 2010.



721503 Pichler, Grüner Veltliner Kellerberg, Smaragd 2003 39,50 Euro
In einem der größten Veltlinerjahrgänge aller Zeiten zeigt die „Diva” vom Kellerberg in der Farbe ein animierendes, leuchtendes, sattes Grüngelb wie nie zuvor; in der Nase ist dieser „Burgunder” unter den Veltlinern sehr deutlich durch seine charakteristische Mineralik geprägt und er braucht noch viel Luft, um sich gänzlich zu öffnen: zarte Anklänge an Apfel, aber auch Steinobst, frische Feigen, Tabak, Würze und weißer Pfeffer, insgesamt ein sehr vielschichtiges Aroma, das nach längerem Dekantieren deutliche Anklänge an exotische Früchte entwickelt.
Wirkt am Gaumen trotz des mächtigen Körpers tänzerisch, fast zerbrechlich gar, dies ist kein Muskelprotz à la Schwarzenegger, vielmehr scheint der leider allzu früh verstorbene Nurejew wieder sein unvergessliches Ballett zu tanzen. Viel Frucht und eine hohe Extraktsüße, cremig, fabelhafte Textur durch die mineralischen Noten, feine Säure und rassiges Fruchtspiel im langen nervigen Nachhall.
Dieser Grüner Veltliner voller Kraft und Ausstrahlung ist kein Blender oder vordergründiger Monsterwein, sondern ein subtil gewirkter, großer Wein voller Kraft und Ausstrahlung von einer der legendären Lagen der Wachau, der Zeit braucht, um seine wahren Qualitäten zu offenbaren, um dann aber mit höchster Eleganz und Finesse, spektakulärer Tiefe und enormer Komplexität zu brillieren. Hier ist sie wieder, die kristallklare, gemeißelte Skulptur, ein unkopierbares Weinunikat, Hedonismus pur!

Falstaff: 93-95 Punkte, Vinaria 3 rote Sterne, entsprechend den 3 Gläsern des Gambero Rosso, nur viel seltener vergeben!
Trotz seines großen Potentials ab sofort mit Genuss antrinkbar; Höhepunkt Ende 2005 bis nach 2015.



721703 Pichler, Grüner Veltliner „Unendlich” 2003 79,00 Euro
Nur die allergrößten Rieslinge oder Veltliner erhalten den Zusatz „Unendlich”, die ultimative Adelung als monumentaler Wein und auf der ganzen Welt mit Kultstaus versehen. Ein fast übersinnliches Aromenbündel, ein edles Fruchtpaket mit ungeheuer viel Würze und Mineralität, das sich noch einer exakten Beschreibung entzieht Am Gaumen zeigt dieses Monument alles, was man sich von einem grossen Wein wünscht, Fülle, Konzentration, Komplexität, Extrakte, die die meisten Rotweine nicht besitzen, samtene Weichheit und eine fulminante Rasse im minutenlangen, feinst balancierten Nachhall. Dieser Veltliner besitzt eine knisternde Sinnlichkeit, sie bis ins Letzte auszukosten, ist ein unbeschreibliches Erlebnis, verschwenderischer Überfluss und Lebenselixier in einem, das ist schlichtweg Perfektion und einer der größten Veltliner aller Zeiten.

97 Punkte von Falstaff, ausgereift wohl nur noch mit der Idealnote zu bewerten!
Zu genießen 2006 bis nach 2020.



721803 Pichler, Riesling Steinertal Smaragd 2003 32,50 Euro
Das in seiner Stilistik noch kühlere Pendant zu Knolls berühmtem Schütt, da dieser westliche Ausläufer des Loibnerbergs mit seinen tiefgründigen Urgesteinsböden südöstlich exponiert ist und stets phantastisch mineralische Rieslinge erbringt.

Der überwältigende Duft, der aus diesem Glas in die Nase springt, ist unbeschreiblich zart und dennoch von gigantischer Komplexität: Sehr mineralisch braucht dieser große Riesling noch viel Luft, um sein vielschichtiges Bukett komplett zu entwickeln, konzentrierte Steinobstanklänge, insbesondere Marillen, dazu Pfirsiche und Feigen, zart rauchig, mineralische Noten und ein Kräutersträußchen. Mächtig und druckvoll am Gaumen ist er dennoch von delikater Finesse und nicht so opulent wie der nachfolgende Loibner Berg, saftige (Pfirsich-)Frucht, berauschend subtile Aromen, feine Extraktsüße, eingebettet in enorme Mineralik, straffe, frische Säurestruktur, tolle Länge, kraftvoller Abgang mit Anklängen an exotische Aromen und Litschi.
„Der beste Steinertaler seit Jahren” (Vinaria) erhielt von Falstaff herausragende 94-96 Punkte!

In seiner Stilistik konträr zu allen anderen Weinen von Pichler, am stärksten von Eleganz und Finesse geprägt, DER Rheingauer unter den opulenten Wachauer Weinen.
Wirkt fast schon trinkfertig und dennoch tolles Potenzial, zu genießen jetzt bis 2015.



721903 Pichler, Riesling Kellerberg, Smaragd 2003 42,50 Euro
Unglaublich vielschichtiger verspielter Duft, dem Glase entströmt eine Orgie von Aromen, man will nicht mehr loslassen und minutenlang nur hinein riechen. Tiefste Mineralität, eine vibrierende Nase voller Komplexität, von Steinobst über exotische Früchte, Limonen und frische Kräuter spannt sich der faszinierende Bogen.
Am Gaumen eine schier unglaubliche Rasse und Eleganz für einen Wachauer Riesling, dazu eine gewaltige Kraft und ein tolles Spiel, weich und cremig, dabei eine phantastische mineralische Finesse und Struktur, im Hintergrund verspielte Frucht- und Kräuteraromen, vibrierend, „singt auf der Zunge”, voller Harmonie und Ausgewogenheit, bleibt unendlich lange haften, extreme Länge und ein Wahnsinnspotential.

Dieses Weinmonument hat neben monumentaler Fülle auch eine unglaubliche Frische und macht fast süchtig in der Intensität seiner Aromen, in der Reinheit seiner geschmacklichen Komponenten und dem unverkennbaren authentischen Lagencharakter; das ist höchste handwerkliche Kunst, hier spielen Rebsorte und Terroir ihre glockenklare Melodie, dies ist ein Triumph der Nicht-Intervention im Weinkeller und eine Ode an das großartige Terroir, ein fast erotischer Stoff, wie ihn in dieser Mischung aus Mineralität und Komplexität, Kraft und Finesse nur wenige Winzer auf der Welt auf die Flasche zu zaubern vermögen.

FALSTAFF bewertet diesen Traum von Wein als „absolute Weltklasse”, Helmut Knall vergibt 96-98 Punkte!
Durchaus schon zu genießen (Dekantieren), Höhepunkt jedoch erst zwischen 2007 und 2020.



FRANKREICH

Domaine de Fondrèche - Côtes-du-Ventoux

Die Domaine de Fondrèche ist ein einzigartiges Kleinod aus dem schier unerschöpflichen Reservoir der südlichen Rhône, von dessen Qualitäten, insbesondere jedoch vom wiederum sensationellen Preis-Genussverhältnis seiner Weine, Fachpresse und Weinliebhaber gleichermaßen überzeugt sind. Gelegen am Fuße des malerischen Mont Ventoux, des heiligen Berges der Provenzalen, sorgt sie seit Mitte der 90er Jahre unter der engagierten Leitung des jungen, begnadeten Weinmachers Sébastien Vincenti, einem der größten Winzertalente Frankreichs, dem mittlerweile selbst die Ikone des Midi, Gérard Gauby, verdientermaßen seine Aufwartung macht, für erhebliches Aufsehen. Hier werden in höchst arbeitsintensivem, naturnahem Anbau authentische Weine produziert, die, perfekt vinifiziert, eine saftig-fleischige Textur aufweisen, verbunden mit einer sinnlichen, überbordenden Frucht, die zudem ihre ursprüngliche Wildheit nicht verloren haben und dennoch elegant und finessenreich erscheinen. Das sind zweifellos die Referenzweine dieser aufstrebenden Appellation aus einer traumhaft schönen Landschaft mit ihrem faszinierenden provenzalischen Licht.

151103 Fondrèche, Cuvée Fayard, rouge 2003 7,90 Euro
Unser junger Freund Sébastien Vincenti hat im Jahrgang 2003 wohl die bisher besten Weine seiner Karriere gemacht! Zum einen sind seine Weinberge nach jahrelanger liebevoller Restaurierung in einem optimalen Zustand, zum anderen hat Sébastien die Anforderungen des potentiell großen Jahrgangs perfekt gemeistert: „Wer in 03 zu stark extrahierte, der hat zu viele und auch harte Tannine in seine Weine gebracht, auch ein Jahrgang wie 03 ist ein Jahr des Winzers, das im Idealfall Jahrhundertweine mit großem Charakter hervorgebracht hat”.

Wir offerieren Ihnen heute Sébastiens köstlichen Alltagswein „Fayard”, von Parker in der Vergangenheit bereits mehrfach mit 89 Punkten bewertet und so komplex, fruchtig, dicht und süffig wie nie zuvor. Ein „sexy”-Wein, mit expressiven würzigen Aromen von Schwarzbeeren und reifen Kirschen, ausladend, füllig am Gaumen, spürbar cremigere, aber auch kompaktere Tannine als früher, die ein noch höheres Lager- und Reifepotential versprechen. Ein Referenzwein in seiner konsumfreundlichen Preisklasse;
zu genießen 2005 bis nach 2009.



Domaine des Aires Hautes - Minervois

Unsere meistverkauften Rotweine des Languedoc kommen aus dem Minervois. Kometenhaft katapultierte sich in den letzten beiden Jahren unsere Vorzeigedomaine Aires Hautes nicht nur an die Spitze der Region, sondern stieg auf in die kleine Eliteklasse der südfranzösischen Domainen überhaupt: Die Brüder Eric und Gilles Chabbert sind die Eigner dieses wohl größten Kleinods in einer klimatisch privilegierten Region. Ihre dichten, tiefgründigen, eleganten, biologischen Weine besitzen eine ausladende Frucht und sind durchzeichnet von einer beeindruckenden Finesse, Balance und Klarheit. Endlich können wir Ihnen die frisch eingetroffenen Weine aus neuem Jahrgang der sympathischen Brüder anbieten, auf die viele von Ihnen schon sehnsüchtig gewartet haben.


301402 Aires Hautes, Minervois, rouge 2002 6,90 Euro
Tiefdunkles dichtes Rot, in der Nase verschwenderische Aromen von vollreifen schwarzen Beeren, Oliven, weißem Pfeffer und verführerischer Amarena-Kirsche, im Mund gesellt sich frisch gemahlener schwarzer Pfeffer hinzu, der Wein präsentiert sich weich, harmonisch und feingliedrig, die cremigen Gerbstoffe kaum vernehmlich, respektabler, feinherber Nachhall. Leicht gekühlt auch ein faszinierender Rotwein für wärmere Tage, ansonsten ein wunderschöner Alltagsrotwein aus niedrigen Erträgen von unter 30 hl/l. Rebsorten: Syrah, Grenache, Carignan und Cinsault;
zu genießen Ende 2004 bis 2007.



301602 Aires Hautes, „La Livinière”, rouge 2002 9,90 Euro
Seit Jahren ist der Preis für einen unserer meistverkauften Rotweine unverändert günstig geblieben denn Eric und Gilles haben die Zeichen der Zeit verstanden. Sie, die sie nie die Wurzeln ihrer bäuerlichen Herkunft vergessen haben, sie, bei denen Gastfreundschaft keine leere Worthülse ist, sondern unvergessliche Abende mit himmlischen leiblichen Genüssen und intensiven Gesprächen bedeutet, haben wirklich begriffen: Das Languedoc darf niemals seinen einzigartigen Vorsprung verlieren, der diese von ihren so unterschiedlichen, aber jeweils erstklassigen Böden und ihrem privilegierten Klima gesegnete Region in den letzten Jahren zu einem weltweit einzigartigen El Dorado für preisbewusste Weinliebhaber hat werden lassen: herausragende Terroirweine mit einem großartigen Preis-Genussverhältnis zu produzieren, was ihren legendären Ruf bei Liebhabern in aller Welt vor nunmehr mehr als einem Jahrzehnt begründet hat.

Diese verführerisch duftende, zutiefst dunkelrote Cuvée aus Syrah, Grenache und Carignan besitzt ausladende, komplexe Aromen nach reifen Beeren (Heidelbeeren und Cassis), feinen orientalischen Gewürzen, Oliven, Pfeffer, Kakao und nach längerer Öffnung immer deutlicher vernehmbare Schokoladentöne. Am Gaumen von eleganter Struktur, opulenter Reife sowie einer eher kühlen, expressiven Aromatik; dicht und füllig, samtig weich. Ungemein schmeichlerisch schmiegt sich die reife Frucht bis in den letzten Winkel der Mundhöhle, anhaltend, cremig, verführerische, noble Schokoladenaromen. Hinzu kommt eine für einen Languedocwein wunderbare Frische infolge perfekt eingebundener, wiederum sehr weicher Säure, enorm viel Nachhall, die rassigen, reifen Gerbstoffe bestens integriert, eine perfekte Balance von Frucht, Körper, Tannin, Säure und Extrakt, wiederum ein Schmusewein und ein phantastischer Essensbegleiter;
bereits ab Herbst ein schmeichlerischer Hochgenuss, Höhepunkt Ende 2005 bis 2008.



Noch einmal können wir Ihnen ein spektakuläres Angebot bezüglich des Flaggschiffs des Hauses, des „Escandil” 2000 machen. Dieses großartige Elixier von perfekt gereiften Trauben sehr alter Rebstöcke aus dem besten Terroir von „La Livinière” gehört zweifellos zu den größten und leider auch rarsten Weinen des gesamten Midi! Von der renommierten französischen Weinzeitschrift REVUE DU VIN DE FRANCE als bester Wein des großartigen Jahrgangs 2000 in Minervois La Livinière ausgezeichnet, sind immer noch einige von einem amerikanischen Importeur nicht abgerufene Paletten dieses großartigen Weines auf der Domaine auf Lager. Eric hat jetzt auch diese Charge frei gegeben, wir haben zugegriffen und können zum Sonderpreis wieder anbieten:

301700 Aires Hautes, „Clos de l’Escandil”, rouge 2000 statt 21,00 Euro nur 18,00 Euro

Aires Hautes, „Clos de l’Escandil”, rouge



301800 6 Flaschen Aires Hautes, „Clos de l’Escandil”, rouge 2000 4,5 l, statt 126,00 Euro nur 105,00 Euro
Dieses großartige Elixier von perfekt gereiften Trauben sehr alter Rebstöcke aus dem besten Terroir von "La Livinière" gehört zweifellos zu den größten und leider auch rarsten Weinen des gesamten Midi!
Steht fast schwarz im Glase mit rubinroten Reflexen, die Nase wird betört von einem Strauß verführerisch duftender Aromen, enorm viel süße Frucht, ein Hauch gar von Überreife, ähnlich wie bei vielen großen Prioratweinen, vollreife, "dralle", schwarze Beeren, dazu exotische Aromen, wirkt ungemein sinnlich, ja lasziv fast, evoziert Assoziationen an traumhafte Portweine, feine Schwarzkirschenanklänge, das Holz bester Tonneliers aus dem Burgund ist geradezu unmerklich, da perfekt integriert, am Gaumen sehr konzentriert, dicht, südliche Wärme, wirkt wollüstig in seiner barocken Fülle.
Ein großer Wein mit dem Zeug zum Kultstaus, ein sinnlicher Wein, der verzaubert und der zu einem von Gilles erlegten und von "Mama" Chabbert bei meinem letzten Besuch Ende Oktober am offenen Kaminfeuer im Wohnzimmer traumhaft zubereiteten Wildhasen phantastisch mundete. Großer Stoff, kleiner Ertrag (22hl/ha) aus den Edelreben Syrah, Mourvèdre und Grenache!
Bereitet jetzt schon großes Trinkvergnügen, wird noch harmonischer, stimmiger mit der Zeit, Höhepunkt 2004 bis 2010.



SPANIEN

Bodegas Olivares - Jumilla

In der letzten Pinwand haben wir einen herausragenden Alltagsrotwein aus Spanien vorgestellt, der über ein nur als sensationell zu bezeichnendes, da extrem günstiges Preis-Genussverhältnis verfügt. Da Parker zudem diesen Wein mit 90 Punkten bewertet, richteten wir uns auf eine dementsprechende Bestelllawine ein und orderten großzügig. Doch was dann an Nachfrage über uns herein brach, übertraf selbst unsere optimistischen Erwartungen. Binnen Tagen verkauften wir viele tausend Flaschen, dementsprechend war unser Lager blitzartig geräumt und wir konnten wegen Ferien auf der Bodega kurzfristig nichts nachordern. Mittlerweile sind neue Paletten in Saarlouis eingetroffen und wir können quasi unbegrenzt wieder liefern, da wir seit drei Jahren erfolgreich mit dem Gut zusammenarbeiten und den Wein in großen Mengen reserviert hatten, bevor Parker ihn entdeckte und der vergebliche Run der anderen Händler einsetzte. Inzwischen hat es eine weitere spektakuläre Bewertung dieses phantastisch leckeren Alltagsweines gegeben:

Markus Hofschuster, renommierter Degustator des Internetweinführers www.wein-plus.de , der die „tiefdunklen, charaktervollen Weine der Bodegas Olivares aus optimal ausgereiften Trauben mit fast unwirtschaftlich niedrigen Erträgen (von teilweise unter 20 hl/ha), die unter Preis-Leistungsgesichtspunkten zum besten gehören, was die iberische Halbinsel zurzeit zu bieten hat,” im ganz aktuell erschienenen empfehlenswerten „al punto wein.plus.de” Führer „Die besten Weine Spaniens 2004/5” entsprechend würdigte, hat mittlerweile auch den „Panarroz” getestet und seine Bewertung im oben angesprochenen Internetweinführer veröffentlicht:

„Sehr dicht in der Nase, duftet nach Kirschen, wilden Beeren, Mineralien und Schokolade. Im Mund straff und saftig, noch jung, viel feines, reifes Tannin, feste Struktur und präsente Mineralität, gute Nachhaltigkeit am Gaumen, hat Biss und Kraft, mittellang. Darf noch etwas reifen und legt vielleicht noch zu.” Marcus Hofschuster billigt dem Wein mit seiner Trinkempfehlung von 2005 bis 2009 ein größeres Potential zu, als ich es in meiner eher vorsichtigen Empfehlung getan habe und urteilt dann: „Ausgezeichneter Wein, 87+ Punkte”.

Dazu sollten Sie noch wissen, dass Hofschuster eine Interpretation des 100 Punkte-Systems bevorzugt, die anders ist als die bekannter Kritiker. Er erläutert selbst: „Im Gegensatz auch zu einigen immer wieder erwähnten Weinkritikerpäpsten und zu Ihrer größeren Genießerfreude sind wir für eine strenge Benotung. So fangen bei uns mit 80 Punkten die „sehr guten” Weine an. Denken Sie immer an diese Benotungsgrundlage, wenn Sie DIE BESTEN WEINE SPANIENS benutzen, da sie für das Verhältnis der Bewertung unerlässlich ist.” Und dann erläutert Hofschuster die Kategorie zwischen 85 und 90 Punkten (Ausgezeichnete Weine):
„Spitzenweine von ausgesuchter Qualität, die die Aufmerksamkeit jedes anspruchsvollen Weintrinkers verdienen. Bis 25 Euro stets eine Gelegenheit.”

Kann es eine bessere Empfehlung geben für diese qualitative wie preisliche Provokation?


435303 Olivares, Panarroz, tinto 2003 5,90 Euro



Ebenfalls sofort ausverkauft war der noch konzentriertere und stilistisch sehr eigenständige „große Bruder”, den wir ebenfalls noch einmal nachordern konnten, von dem aber insgesamt nur noch eine kleine Partie zur Verfügung steht:

435102 Olivares, Altos de la Hoya, tinto 2002 6,50 Euro




Herzliche Grüße aus Saarlouis,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann