Saarlouis, im August 2004

PINwand Nº 85


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

selten in unserer Händlergeschichte haben wir Ihnen eine derart erlesene Auswahl von im besten Wortsinne preis„werten” Alltagsweinen präsentieren können wie heute. Schlichtweg sensationell ist unser Angebot aus Spanien: Die Weine der Bodegas Olivares, „die unter Preis-Leistungsgesichtspunkten zum besten gehören, was die iberische Halbinsel zurzeit zu bieten hat,” so das hohe Loblied des gerade erschienen Führers „Die besten Weine Spaniens 2004/5”, bereiten Trinkspaß pur. Der „kleinste” Wein des Gutes kostet nicht einmal 6 Euro und wird im aktuellen WINE ADVOCATE Nr. 153 von Parker mit 90 Punkten bewertet.

Ähnlich spektakuläre Qualitäten zu gleich günstigen Preisen bietet seit Jahren unsere Domaine Terre Mégère aus dem Languedoc, deren Rebsortenklassiker daher zu Recht zu unseren meist verkauften Rotweinen gehören: Der großartige Jahrgang 2003 ist eingetroffen! Und den Freunden hervorragender Weißweine zu kleinstem Preis empfehlen wir einen Grünen Veltliner von Wolfgang Bäuerl, „einem echten Geheimtipp aus dem Herzen der Wachau” (FALSTAFF Weinguide Österreich 2003/4), der hervorragend als Essensbegleiter geeignet ist und die letzten Sommertage auf der Terrasse angenehm versüßt.
Weitere hervorragende Alltagsweine finden Sie teilweise auch bei folgenden Winzern, die darüber hinaus insbesondere im mittleren und gehobenen Preissegment brillieren. Gérard Gauby vinifiziert im Spitzenjahrgang 2003 endlich wieder seinen beliebten Einstiegswein, die Domainen Saint Cosme und La Côte de l’Ange reüssieren in den Jahrhundertjahrgängen 01/03 an der südlichen Rhône, Remy Pedreno katapultiert sich mit seinen Weinen von Roc d’Anglade in den kleinen Kreis der absoluten Winzerelite Südfrankreichs, unser beliebtes Château Lavabre gibt endlich den lang ersehnten 01er Jahrgang frei und aus Österreich kommt ganz großes Kino: Martin Nigl hat in 03 im Kremstal Rieslinge und Grüne Veltliner der absoluten Weltklasse vinifiziert!

Versteigerungsweine Nahe: Viele unserer Kunden haben sich vom Jahrgang 03 an der Nahe bestens eingedeckt. Sie wissen, dass diese kleine, aber feine Region in diesem Hitzejahrgang die besten Resultate in ganz Deutschland erbracht hat. Die absoluten Spitzenweine des Jahrgangs werden, alter deutscher Tradition entsprechend, am 19.9 04 in Bad Kreuznach versteigert. Wenn Sie an diesen Jahrhundertweinen mit ihrem ewigen Potential interessiert sind, kontaktieren Sie uns bitte persönlich (verlangen Sie Herrn Zimmermann oder mich selbst). Wir beraten Sie gerne und werden die Sie interessierenden Weine in dem von Ihnen vorgegebenen Preisrahmen für Sie zu ersteigern suchen.


Im Abverkauf:

519102 Saubagnère, Ugni Blanc Colombard, VdP des Côtes de Gascogne 2002 statt 4,90 Euro nur 3,95 Euro

Saubagnère, Ugni Blanc Colombard, VdP des Côtes de Gascogne



519202 Saubagnère, Sauvignon Blanc, VdP des Côtes de Gascogne 2002 statt 5,95 Euro nur 4,95 Euro

Saubagnère, Sauvignon Blanc, VdP des Côtes de Gascogne



306298 Montpezat, „Les Palombières”, rouge 1998 statt 11,80 Euro nur 7,90 Euro

Montpezat, „Les Palombières”, rouge



In letzter Minute: Frisch eingetroffen sind zwei weitere hervorragende Alltagsweine zu phantastisch günstigem Preis, die wir Ihnen in Pinwand 83 präsentierten und die leider im Handumdrehen ausverkauft waren. Denn die Domaine Pégau erzeugt im an der Rhône herausragenden Jahrgang 03 mit dem Plan Pégau (vinifiziert aus Trauben, die nicht für den großen Châteauneufwein genommen werden) und dem Pelican zu zwei großartige Rotweine für jeden Tag, die das Genießerherz erfreuen und den Geldbeutel schonen! Unsere langjährigen freundschaftlichen Beziehungen zu Laurence und Paul Féraud haben uns eine Nachorder ermöglicht.

141303 Pégau, Plan Pégau, Vin de Table rouge 2003 7,50 Euro



141703 Pégau, Pelican, VdP d’Oc, rouge 2003 5,50 Euro



SPANIEN

Bodegas Olivares - Jumilla

In Spanien ist zurzeit - in eher unbekannten Anbauregionen - eine ähnlich revolutionäre Aufbruchstimmung im Gange, wie wir sie vor Jahren in Frankreichs Süden erstmals kennen lernten. Vielleicht die charaktervollsten Weine ganz Südostspaniens produziert der Önologe Paco Selva in seinen extrem hoch gelegenen Weinbergen (650-760 m über dem Meeresspiegel) in nordöstlicher Ausrichtung, mit der höchst angenehmen Konsequenz, dass die Weine infolge dieser ungewöhnlichen Exposition der erstklassigen, teilweise uralten Mourvèdrereben und der großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sowie der längeren Vegetationsperiode über eine ganz ungewöhnliche Frische und Eleganz verfügen. In Jumilla, einer DER Aufsteigerregionen Spaniens, ist ein infolge der ständig wehenden Seewinde abgemildertes kontinentales Klima mit kalten Wintern und heißen, trockenen Sommern bestimmend, Probleme mit zuviel Regen sind jedenfalls völlig unbekannt.

Das Resultat dieser klimatischen Bedingungen sind „tiefdunkle, charaktervolle Weine aus optimal ausgereiften Trauben mit fast unwirtschaftlich niedrigen Erträgen (von teilweise unter 20 hl/ha), die unter Preis-Leistungsgesichtspunkten zum besten gehören, was die iberische Halbinsel zurzeit zu bieten hat,” so das hohe Loblied des ganz aktuell erschienenen al punto wein.plus.de Führers „Die besten Weine Spaniens 2004/5” (Hrsg.: Jürgen Fahrenkamp/Markus Hofschuster). Beide heute präsentierten Weine verdienen meine ganz besondere Empfehlung!


435303 Olivares, Panarroz, tinto 2003 5,90 Euro
90 Parker-Punkte, phantastisches Preis-Genussverhältnis!
Tiefstes dunkles Rubin-Purpurrot mit kardinalsroten Reflexen am Rand, in der Nase eine herrliche süßliche Beerenfrucht (Schwarzbeeren und Cassis), die nicht von Überreife, sondern von einer noblen Zurückhaltung geprägt ist, dazu Noten von Graphit und Tinte gar. Am Gaumen herrlich süßliche Frucht, Mineralität und wiederum diese Graphitnote, die Kenner bei Mouton-Rothschild-Weinen so sehr schätzen, feinwürzig, lecker, sexy Textur, erfrischende Säurestruktur, dazu viel Eleganz und Finesse. Mit sinnlich faszinierender Transparenz und Leichtigkeit betört dieser großartige Alltagswein die Geschmackspapillen der Zunge, ohne es an Dichte und Struktur fehlen zu lassen, für seine Preisklasse ein völlig erstaunlicher, feinfruchtiger, betörender Abgang.
Ein Klassewein für alle Gelegenheiten, die Party wie das festliche Mahl, kaum glaublich, dass ein filigraner Wein dieser Anti-Monster-Stilistik von Parker mit 90 Punkten bewertet wurde. So lobt er in seinem aktuellen WINE ADVOCATE diese Cuvée (etwa je ein Drittel Syrah, Mourvèdre und Grenache von über 50 Jahre alten Reben) unter der Rubrik „Weinschnäppchen” zu Recht als „super value from Jumilla”, doch hat er meines Erachtens mit seiner Punktzahl hier ein wenig zu hoch gegriffen. Aber, das Preis-Genussverhältnis ist dennoch schlichtweg sensationell! Ein Wein, den Sie sich kistenweise in den Keller legen sollten, Ihre Gäste werden es Ihnen danken.
Zu genießen ab sofort bis 2006.

Reservierbar, ab Mitte August lieferbar!


435102 Olivares, Altos de la Hoya, tinto 2002 6,50 Euro
Die Steigerung: Tiefes Dunkelrot in der Farbe, eigenständiges Bukett, das zwar die südspanische Heimat der Monastrellreben nicht verleugnet, das jedoch durch eine anregende Frische bezaubert. Anklänge an reife schwarze Kirschen, Waldbeeren und feine Würznoten, im Mund fest gewirkte kühle Frucht und wiederum feine Gewürzanklänge, erstaunliche Extraktfülle, dicht, harmonisch, lang anhaltend, 6 Monate zur Abrundung in 500 l-Fässern aus französischer und amerikanischer Eiche gereift, der Fruchtkern ist dabei so mächtig, dass der Ausbau im Holz kaum schmeckbar ist, originelles, urwüchsiges Geschmackserlebnis, frische Säure und im Finale ein deutlich präsentes, jedoch weiches, schön eingebundenes Tanninkorsett. Phantastisches Preis-Genussverhältnis, der meines Erachtens im Vergleich etwas schwächere 01er erhielt bereits 91 Parkerpunkte!
Zu genießen ab Winter 2004, Höhepunkt Ende 2005 bis 2008.

Reservierbar, ab Mitte August lieferbar!


FRANKREICH

Domaine Gauby

Seit Jahren gehört Gérard Gauby zu den besten Winzern des gesamten französischen Südens: Bis zum Jahrgang 1998 waren seine Weine ungeheuer konzentriert, dicht, ja gewaltig, es fehlte ihnen aber für meinen Geschmack ein wenig an Finesse und Eleganz. Doch mit Gaubys großartigen Jahrgängen 99/2000 setzte ein Stilwandel und damit verbunden ein qualitativer Sprung ein, der mit seinen grandiosen Meisterwerken in 2003 seinen vorläufigen Höhepunkt findet.

Gauby hat als einer der ersten Winzer des Languedoc-Roussillon begriffen, dass die Zeit der überkonzentrierten Monsterweine vorbei ist, dass der kundige Weinliebhaber zwar dichte, aber keine überextrahierten Weine, zwar vollmundige und geschliffene Gewächse, aber keine Fruchtbomben mehr im Glase haben möchte: Delikate Finesse und hochfeine Eleganz, gepaart mit feinster Mineralität, betörender Fruchtfülle, animierender Frische, vibrierender Rasse und sagenhaft weichen, seidenen, cremigen Tanninen, Trinkgenuss pur statt marmeladiger Punktehamsterer („Marmelade ist gut fürs Brot, aber nicht für den Wein”), Gaubys extraktreiche Weine demonstrieren exemplarisch die Zukunft dieser großartigen Region und die wahre Alternative zu Bordelaiser Hochpreisgewächsen.

In seinem bisher größten Jahrgang hat Gauby endlich wieder seinen beliebten Einstiegswein vinifiziert, der qualitativ nahe an seinen berühmten Viellies Vignes heranreicht, aber preislich noch weit darunter angesiedelt ist, ein Wein, der in seiner Preisklasse zu meinen absoluten Favoriten gehört und damit eine besondere Empfehlung verdient.


354103 Gauby, Les Calcinaires, Côtes du Roussillon Villages rouge 2003 10,90 Euro
Ankunftsofferte bis 31.8.04, danach 11,90 Euro
Ein Traum von Wein aus ganz großem Jahrgang vom Hochplateau von Calce im äußersten südwestlichen Zipfel der französischen Mittelmeerküste, ein fein balancierter, harmonischer Côtes du Roussillon, der geprägt ist von seiner für den französischen Süden raren seidigen Finesse. Die Nase wird betört von einem gleichzeitig dichten und dennoch filigranen Kirsch- und Cassisbukett mit würzigen Anklängen, fein unterlegt von einer tiefgründigen Mineralität.
Die expressive Frucht betört gleichermaßen einschmeichelnd den Gaumen, hüllt ihn ein mit ihrem samtenen Tuch, verweilt, lässt nicht mehr los. Ein herrlich runder, harmonischer, delikater Wein, mit einer faszinierenden Frische und Kühle in den cremigen Gerbstoffen vom Ausbau im fast unmerklichen Barrique, ein Zungengefühl von zartem Schmelz und subtiler Mineralität, ein kleiner Geniestreich von Gérard Gauby, Terroir pur, WeinGENUSS in Vollendung.
Gérards Meisterwerk ist in seiner Preisklasse selbst im Süden Frankreichs fast ohne Konkurrenz und bietet ungewöhnlich viel Gegenwert fürs Geld.

Übrigens: In der Juniausgabe 04 der REVUE DU VIN DE FRANCE , die alljährlich den neuesten Jahrgang aller Anbauregionen Frankreichs beurteilt, erhält die Domaine Gauby als eine von zwei Weingütern aus dem riesigen Gebiet des Languedoc-Roussillon einen „coup de coeur” und unser heute präsentierter Calcinaires wird ausdrücklich wegen „seiner verführerischen Frucht und seiner großartigen Tanninstruktur” gefeiert.
Zu genießen ab sofort (Dekantieren), Höhepunkt 2006 bis etwa 2010.



Château Saint Cosme - Gigondas

Mitten im Herzen der malerischen Appellation Gigondas an den Hängen der wildromantischen Dentelles de Montmirail, etwa 300 m vom Dorf entfernt, liegt das Château Saint Cosme, die älteste aller Gigondas-Domainen (seit 1490 in Familienbesitz). Seit der jüngste Spross der Familie, Louis Barruol, das Weingut vor 10 Jahren von seinem Vater übernommen hat, ging die Qualität und damit der Bekanntheitsgrad der Domaine steil nach oben: Heute ist Château Saint Cosme „one of the stars of Gigondas” (Parker)!

Louis stilistisch so eigenständige Weine sind zuallererst das Resultat einer äußerst geringen Produktion von durchschnittlich 27 hl/ha in seinen alten Weinbergen (im Schnitt 60 Jahre!) auf einem Terroir, das - selten genug in Gigondas - im fertigen Wein Eleganz, Finesse, Komplexität und eine bemerkenswerte Frische mit Konzentration und Dichte vereint. Ursachen für diese faszinierende Stilistik sind die relativ hohe Lage seiner Parzellen inmitten der pittoresken Landschaft der Dentelles de Montmirail, die besonders großen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht und die nördlich orientierte Ausrichtung der Parzellen auf sehr unterschiedlichen Bodenformationen, die eine späte Lese sehr aromatischer, hochreifer Trauben aus einem relativ langen Vegetationszyklus ermöglichen. Nach einer extrem selektiven Handlese findet die schonende Vinifizierung in den uralten (es existieren noch in Stein gehauene „Vinifizierungsbehälter” aus der Römerzeit) unterirdischen, in die Felsen getriebenen Kelleranlagen statt, über optimalere klimatische Bedingungen verfügt kein anderer Winzer in der Region!

Übrigens: Louis hält seine 2003er für einen der besten Jahrgänge der letzten 50 Jahre und sieht seine CdR auf dem Level von wesentlich teureren Châteauneuf-du-Pape!


171303 Saint Cosme, „Les deux Albion”, Côtes du Rhône rouge 2003 9,90 Euro
Dieser großartige, nicht nur wegen seines 10% Anteils an der Weißweinrebe Clairette völlig eigenständige, unfiltrierte CdR ist eine Hommage von Louis Barruol an Guigals legendären Côte Rôtie La Mouline: eine phantastische Cuvée (50% Syrah, 30% Grenache, 10% Carignan von uralten Weinbergen, 10% Clairette), „auf einem noch höheren Qualitätsniveau als der 2001er” (da der Sommer sehr heiß war, es aber keinerlei Trockenstress auf ihren Parzellen gegeben hat), der von Parker euphorisch „als ein Wein, so sexy wie ein CdR nur sein kann, ein kleiner La Mouline des Südens” beschrieben und mit 90 Punkten bewertet wurde.
Expressiver, phantastischer Duft nach roten und schwarzen Früchten sowie Cassis, Pfeffer und Kräuter der Provence. Am Gaumen ungewöhnlich tief für einen Rotwein dieser Preisklasse, enorm kraftvoll, dicht, ausgewogen, komplex, sehr fruchtig, dabei viel Finesse, lang anhaltend, ein Schmeichler der Sinne, der Louis’ Philosophie, schmackhafte Trinkweine statt konzentrierter Monsterweine zu produzieren, eindrucksvoll widerspiegelt.
Zu genießen ab sofort (Dekantieren), Höhepunkt 2006 bis nach 2009, doch Vorsicht: Suchtgefahr!



Nach einer weiteren Zuteilung durch Louis Barruol können wir Ihnen nochmals die bereits in Pinwand 81 vorgestellten Einstiegsweine aus dem großen 03er Jahrgang anbieten, die aufgrund ihrer tollen Qualitäten im Handumdrehen ausverkauft waren.

171703 Saint Cosme, Little James, VdT rouge 2003 6,30 Euro

Saint Cosme, Little James, VdT rouge



171203 Saint Cosme, Côtes du Rhône rouge 2003 7,80 Euro

Saint Cosme, Côtes du Rhône rouge



Domaine de la Côte de L’Ange - Châteauneuf-du-Pape

Dieses Gut war in Deutschland noch gänzlich unbekannt, bevor wir es im letzten Frühjahr erstmals präsentierten, mit großem Erfolg. Es war ein Tipp eines Insiders, eines befreundeten Önologen, der mehrere Spitzengüter in Châteauneuf betreut, der mich bei meinen Recherchen vor Ort regelrecht auf die uralte, im Ortskern ansässige Domaine de la Côte de L’Ange „verschleppte”, da deren Weine in der Vergangenheit, wenn ich sie denn auf meinen Reisen verkostete, keine rechte Begeisterung aufkommen ließen, zu durchschnittlich damals noch die Qualitäten. Doch wie bei so vielen Weingütern in der Welt: Ein Generationenwechsel auf dieser uralten Familiendomaine, die früher ihre Trauben zumeist an Négociants verkaufte, und unter der Ägide von Corinne Gasparri und ihrem Mann Yannick sind in den letzten Jahren die Qualitäten drastisch angestiegen, um im Jahrhundertjahrgang 2001 erstmals wirklich groß zu sein.

Die Quelle dieser außerordentlich schönen Weine ist in dem erstklassigen, zumeist im Norden von Châteauneuf-du-Pape gelegenen unterschiedlichen, teilweise sandigen, teilweise mit den berühmten großen roten Steinen bedeckten Terroir zu suchen, das durch seine Heterogenität zur großen Komplexität der Weine beiträgt und das mit teilweise uralten Rebstöcken bepflanzt ist. Das Flaschenetikett, das noch von den Großeltern übernommen wurde und aus der Zeit um 1900 stammt, zeigt übrigens die Côteaux de L’Ange, die Weinberge, wo sich der größte Teil der Reben befindet und von wo aus man einen herrlichen Blick auf den Mont Ventoux werfen kann.

Wir freuen uns, Ihnen heute dieses wahre Kleinod wieder anbieten zu können: Wo finden Sie heute noch von Parker mit um die 90 Punkte beurteilte große Châteauneuf-du-Pape aus 01 für unter 20,00 Euro? Leider war dieser Wein trotz großer Zuteilung bereits vor mehreren Monaten komplett ausverkauft, doch wie das zur Zeit so ist: Ein amerikanischer Importeur hat seine Reservierung nicht abgerufen und wir griffen sofort zu, als Corinne Gasparri mir während einer Verkostung des heute ebenfalls präsentierten, ungemein „preiswerten” CdR aus dem äußerst gelungenen Jahrgang 03 die letzten Flaschen des 01er Châteauneuf angeboten hat. Freuen Sie sich auf dieses erstklassige Schnäppchen!


170103 L’Ange, Côtes du Rhône, rouge 2003 7,80 Euro
Diese in gebrauchten Barriques ausgebaute Cuvée, vinifiziert aus 85% Grenachetrauben, dazu Syrah und Mourvèdre, stammt aus erst in 2000 erworbenen erstklassigen, sandigen Parzellen bei Roquemaure, unmittelbar an Châteauneuf angrenzend, und kann nur als preisliche Sensation bezeichnet werden.
Welch herrlich saubere, klare, frische Kirschen- und Beerenfrucht, Anklänge an Sandelholz, zarte Würznoten von Thymian und Lavendel, für seine Preisklasse erstaunlich dicht und konzentriert, aber insbesondere imponiert die Eleganz und burgundische Feingliedrigkeit dieses leckeren CdR, pfeffriger Abgang, in seiner Stilistik an traditionelle Châteauneuf erinnernd.

Auch der 01er dieses CdR war ein sehr großer Erfolg und viel zu früh vergriffen, nicht zuletzt, weil Pit Falkenstein, seit 30 Jahren Weinautor beim Handelsblatt, dort diesen Wein unter dem Titel „Sanfter Tropfen vom Engelsflügel” euphorisch beschrieb.
Zurzeit sind die Tannine unmittelbar nach der Öffnung noch sehr kernig, doch nach 24stündiger Öffnung gewinnt der Wein bereits eine neue Dimension an Weichheit, Cremigkeit und Finesse, daher Trinkspaß pur bereits ab Herbst des Jahres, Höhepunkt Ende 2005 bis mindestens 2008.



170201 L’Ange, Châteauneuf-du-Pape, rouge 2001 19,90 Euro
Purpur- bis rubinrote Farbe, das überwältigende Aromenspektrum, das dem Glase entströmt, wird zurzeit noch dominiert von einem Strauß provenzalischer Kräuter, asiatischer Gewürze und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer, nach längerer Öffnung süßliche schwarze Kirschen und schwarze Früchte. Parker bemerkt wörtlich, dieser dichte Wein sei „im Stil von Pégau und Henri Bonneau gemacht”, ich selbst finde Anklänge an Brunels „Les Cailloux”, eine bemerkenswerte Frische und keinerlei Anzeichen von Überreife, die in 2001 in vielen Châteauneuf-du-Pape-Weinen dominiert und mag diesen eher schlanken, völlig eigenständigen Stil sehr.

89-91 Parker-Punkte.
Zurzeit hat sich der Wein ein wenig verschlossen, wird sich wohl in Anfang - Mitte 2005 wieder öffnen, zu genießen dann bis 2015.

L’Ange, Châteauneuf-du-Pape, rouge



Roc d’Anglade

Remy Pedreno ist ein Name, der unter Kennern südfranzösischer Weine einen großen Klang hat, katapultierte er sich doch spätestens mit seinem 2001er Jahrgang in die Top 10 der absoluten Spitzenwinzer des französischen Südens, mit Rotweinen, die selbst langjährige Beobachter der Szene ehrfürchtig nur als Weinmonumente bezeichnen können.

Wir hatten schon einige Jahre ein Auge geworfen auf diesen ehrgeizigen jungen Mann. In seinem „früheren Leben” war er Informatikingenieur und schon damals ein begeisterter Weinliebhaber. Dann verlor er die Lust am alten Job, der Weinvirus hatte ihn mehr und mehr gepackt und er besuchte große Winzer an der Rhône und im Burgund - um zu lernen. Spektakulär die Anfangserfolge des Autodidakten auf einer gepachteten Parzelle in der Nähe von St. Gilles in der Camargue. Aus der Edelrebe Syrah vinifizierte er nach seinen ureigenen Vorstellungen einen unter Kennern heiß begehrten Wein in leider nur homöopathischen Dosen, den „Cos de la Belle”, der durch seine für die Costières de Nîmes noch nie zuvor erlebte Komplexität und Eleganz zur Legende wurde und infolge seiner Stilistik Erinnerungen wachrief an die größten Syrah der nördlichen Rhône. Leider haben nur wenige Liebhaber jemals das Glück gehabt, diesen Wein zu verkosten, zu mikroskopisch winzig die Menge.

Doch Remy Pedreno sann auf Abhilfe. Mit wachem Auge für das beste Terroir der Region kaufte er in den letzten Jahren zuvor verwahrloste Lagen von spektakulärem Potential in der Nähe von Nîmes - knappe 60 cm ärmliche Böden bedecken den darunter liegenden nackten Fels - regenerierte diese mühsam und stellte auf biodynamischen Anbau um. Sein 1999er Jahrgang, unter provisorischen Bedingungen in einem alten Keller der Eltern vinifiziert und unter der neuen Firmierung Roc d’Anglade vermarktet, ließ bereits wieder aufhorchen, war aber noch nicht der ganz große Wurf. Mit dem dann fertig gestellten eigenen modernen Weinkeller und somit unter optimalen Voraussetzungen brachte Remy den 2000er aus großem Jahr auf den Markt, der bereits die Richtung wies: Seither gehören diese charaktervollen Gewächse, die weder geschönt noch filtriert sind, zur neuen Generation von großen autochthonen Weinen aus dem Languedoc!

Visionäre Winzer wie Remy oder beispielsweise Laurent Vaillé (Grange des Pères) schaffen mit harter handwerklicher Arbeit in den besten Weinbergen infolge gezielt niedriger Erträge und hochsensibler, rein manueller Vinifizierungskünste im Keller elegante, finessenreiche Weine, welche die Typizität ihres Terroirs und ihrer Reben so authentisch wie möglich mit ihrem unverwechselbaren Charakter interpretieren. Trotz des durchaus auf breiter Front zu konstatierenden Qualitätsanstiegs im Languedoc im Vergleich zu den vor 20 Jahren produzierten Weinen, sind doch viele Winzer in ihrer Entwicklung stehen geblieben, vinifizieren vielfach irgendwie gleich schmeckende, fast schon ermüdend uniforme „Garrigueweine” des französischen Südens. Die Weine von Spitzenwinzern wie Remy Pedreno wirken dagegen elegant und nobel, besitzen eine kühlere, cremigere Tanninstruktur und statt mit vordergründiger mediterraner Wärme brillieren diese Gewächse mit einer subtilen, komplexen Aromenvielfalt und unverkennbarem deutlichen Terroircharakter. Trotz dieser originären Stilistik kann man sie aufgrund ihrer komplexen und zugleich subtilen Aromatik und ihrem hohen Anspruch mit großen Weinen von der Côte Rôtie, aus Châteauneuf-du-Pape oder Bordelaiser Gewächsen vergleichen. Zu dieser kleinen Elite der herausragenden individuellen Weine des Languedoc gehören die heute präsentierten großen Gewächse von Remy Pedreno!


351102 Roc d’Anglade, VdP du Gard, rouge 2002 29,00 Euro
Der Jahrgang 2002 ist aufgrund der heftigen Regenfälle im September an der Rhône und auch im angrenzenden östlichen Languedoc alles andere als einfach. Zwei Winzer jedoch haben hier Qualitäten eingebracht, die mit denen des großartigen 01er Jahrgangs absolut vergleichbar sind. Marc Kreydenweiss, der vor dem Regen die gesamte Ernte abgeschlossen hatte und Remy. Dabei ist sein 02er CdL von gänzlich anderer Stilistik als der hoch konzentrierte 01er, ist vielmehr von einer fabelhaften burgundischen Finesse geprägt. Auf der bedeutendsten Messe für südfranzösische Weine, der „vini sud“ in Montpellier im Februar dieses Jahres, sorgte dieser Klassewein für ein ungläubiges Raunen unter Insidern. Die Ursachen für seine fabelhafte Qualität liegen zum einen in einer Laune der Natur - es regnete lokal im Bereich der Parzellen von Remy nicht einmal die halbe Menge wie sonst - und zum anderen in den extrem ärmlichen Böden der Domaine, die kaum Wasserhaltekraft besitzen, so dass der Regen, ohne in die trockene Erde einzudringen, sofort abfloss. Zudem werden bei den tief wurzelnden Reben mehrfach jährlich die nahe der Oberfläche befindlichen seitlichen Wurzeln abgeschnitten, so dass das Oberflächenwasser nicht aufgenommen wurde.

Das Resultat: Ein faszinierender Wein voller Eleganz und Finesse mit der unverkennbaren terroirgeprägten Stilistik der Domaine. In der Nase eine vielschichtige, fein süßliche geprägte, konzentrierte Aromatik von Cassis, reifen Waldbeeren, Gewürzen, Minze, Anklänge an eine herrlich duftende sommerliche Gebirgsblumenwiese, dazu gelbe, exotische Früchte, ungemein verführerisch und sinnlich. Am Gaumen verbindet sich die rare aromatische Komplexität mit einer faszinierenden Frische, einer hohen Mineralität (Es ist DAS Ziel Remys, die Mineralität seines Terroirs im Wein transparent werden zu lassen) und einer großen Harmonie aller Komponenten zu einem wirklich beeindruckenden Wein mit einer faszinierende Seidigkeit und einer terroirgeprägten Struktur.

Remy vinifiziert seine Weine ohne jegliche Manipulation in offenen 300 Liter Fässern, verzichtet selbstverständlich auf Methoden wie Farbstabilisierung und Ent- oder Aufsäuerung und baut den Wein 18 Monate in Barriques aus (davon 20% neu). So wirkt diese Cuvée (60% Syrah-, je 20% Grenache- und Carignantrauben mit höchster physiologischer Reife) bereits auf den ersten Schluck betörend und breitet ein präsentes, aber seidiges, dichtes Gerbstoffgerüst mit langem würzigen Nachhall am Gaumen aus. Hier dominieren Finesse, Frische, Reinheit und Eleganz, dieser hochkomplexe Wein schmeckt wie eine hypothetische Vermählung zwischen einem großen Wein der Côte Rôtie und einem verführerischen Burgunder und demonstriert eindringlich das große Terroir des französischen Südens.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2005 bis 2009.



351201 Roc d’Anglade, „Clos de la Belle” VdP du Gard rouge 2001 35,00 Euro
Das ist er, der legendäre, extrem rare Wein (nur ca. 800 Fl. wurden gefüllt) von einer winzigen Parzelle in der Nähe von Saint Gilles in der Camargue. Auf einem für das Languedoc einzigartigen Terroir, das aus einem etwa 10 m mächtigen Kieselbett besteht, besten Lagen in Châteauneuf nicht unähnlich, wachsen die Syrahtrauben für diesen spektakulären Rotwein, den man, blind verkostet, für ein hochwertiges Prestigegewächs von der Côte Rôtie halten kann. Am Gaumen verbinden sich eine fabelhafte Konzentration und eine expressive aromatische Komplexität mit einem Reichtum an Materie und edler Beerenfrucht, wie es nur wirklich großen Weinen der Welt zu eigen ist;
zu genießen frühestens 2006 bis nach 2012.

Limitiert auf maximal 3 Flaschen pro Kunde!


Domaine Terre Mégère - Coteaux du Languedoc

Michel Moreau, der ursprünglich Landwirtschaft studierte, gehört nicht mehr zu den „jungen Wölfen” der Region und alles Laute, Marktschreierische ist diesem sympathischen, bescheidenen, bodenständigen Winzer mehr als zuwider, aber in Punkto Leidenschaft und Erfolg steht er niemandem nach. Seit mehreren Jahren produziert er auf seinem 20 ha großen Weingut mit seinen auffallend trockenen Sandsteinböden im Herzen des Languedoc - durch umliegende Berghänge, an denen es sich in feuchten Jahren abregnet, vor Wetterunbilden weitestgehend geschützt - unverwechselbare, gehaltvolle Weine voller Individualität.
Es sind sehr würzige, vollmundige Exemplare mit einer satten Frucht und angenehm niedrigen Preisen, anspruchsvolle Weine für jeden Tag, die den Geldbeutel nicht strapazieren und sie gehören daher zu unseren meist verkauften Rotweinen der letzten Jahre. Michel hat seine Rebparzellen aus der sie umgebenden Garriguelandschaft herausgerodet, so dass sich in seinen Weinen in faszinierender Weise das exzellente Terrain und das für den Weinanbau so vorzügliche mediterrane Klima seiner Domaine widerspiegeln. Hinzu kommt, dass die Trauben für die Rotweine erst in sehr reifem (aber nicht überreifem!) Zustand geerntet werden, was diesen Weinen einen betörenden Reiz verleiht, was aber auch dazu führt, dass sie über relativ wenig Säure, dafür aber über sehr weiche Tannine verfügen und somit bereits jung mit viel Genuss getrunken werden können.

Der Ausbau im Keller erfolgt zum einen auf sehr handwerkliche Art nach althergebrachten Traditionen, zum anderen verwendet Michel durchaus moderne Erkenntnisse der Önologen. So wird beim Ausbau der Syrahtrauben die so genannte Mikrooxidation eingesetzt, eine Methode, bei der die Winzer dem Most mit Hilfe dünner Kapillaren gezielt winzige Mengen Sauerstoff zugeben, so dass die Tannine reifer, weicher und saftiger erscheinen. Die daher sehr schmackhaften, weder geschönten noch gefilterten Weine dieser Domaine sind konzentriert und dicht und bestechen durch ihre unverwechselbare Typizität, ihre ausgesprochen würzigen Aromen, ihre üppigen, reifen Fruchtnoten und ihre weichen Tannine. Und das wiederum zu fast unverschämt günstigen Preisen, denn auch im Languedoc ist ein solch exzellentes Preis-Genussverhältnis für derart traumhafte Alltagsweine eine absolute Rarität, Michels Rebsortenklassiker zählen nicht ohne Grund seit Jahren zu den erklärten Lieblingsweinen unserer Kunden.


310103 Terre Mégère, Vin de Pays d’Oc, Merlot 2003 5,90 Euro
Seit mehreren Jahren einer unserer meistverkauften Rotweine und kaum glaublich, aber wahr: Der 2003er Merlot ist noch besser ausgefallen als alle bisherigen Jahrgänge, selbst als der bei Ihnen ungemein beliebte 2001er.

Handverlesene Ernte reifer Trauben von Rebstöcken im besten Alter von sandigen Böden; tiefstes dunkles Rot in der Farbe, in der Nase Noten von reifen Beeren, Wildkräutern, trockenen Früchten und Pflaumen, am Gaumen schöne Struktur und Eleganz, würzig, dicht, reife Frucht, weiche, geschmeidige Tannine, ein Schmeichler der Sinne, der die Zunge verwöhnt. Selten (nie?) habe ich einen Merlot dieser Preisklasse auf einem solchen Qualitätsniveau getrunken, eine absolute Rarität in seinem Preissegment. Bitte nicht missverstehen, dies ist kein großes Gewächs, doch ein selten attraktiver Alltagswein; im Bordelais zahlen Sie für diese Qualität mindestens das Doppelte;
zu genießen ab sofort bis 2008.



310503 Terre Mégère, Vin de Pays d’Oc, Cabernet-Sauvignon 2003 6,40 Euro
Dieser Cabernet besitzt eine Qualität, die mich angesichts seines Preises hat sprachlos werden lassen! Tiefdunkel, ja schwarz funkelt er im Glase, dem opulente Aromen von Cassis und wilden Kräutern entströmen. Am Gaumen für einen Alltagswein fast schon sensationell dicht, konzentriert und extraktreich, dabei hoch aromatisch, reife Beerenfrucht vermählt mit der Würze des Südens, die reifen, knackigen Tannine eingebettet in eine Fruchtorgie und völlig ohne grüne Noten, die viele Bordelaiser Weine in diesem Preissegment besitzen. Ein echter Knüller, ein unübertrefflicher Geschmacksreichtum für einen Wein, den man sich kistenweise in seinen Keller legen kann! Genießen Sie diesen schmackhaften Roten Glas für Glas und vergessen Sie alle Preisorgien des Bordelais!
Zu genießen jetzt bis mindestens 2007.



310302 Terre Mégère, Les Dolomies, CdL Grés du Montpellier rouge 2002 8,90 Euro
Sie wissen, dass der Jahrgang 2002 im Languedoc sehr heterogen ausgefallen ist, dass nur mikroklimatische Besonderheiten und/oder extreme Selektion handwerklich arbeitender Spitzenwinzer zu hervorragenden Weinen in jedem Preissegment führten. Im März 2004 veröffentlichte der deutlich zurückhaltender als Parker punktende Gerhard Eichelmann in MONDO einen großen Verkostungsbericht zu den Weinen des Languedoc, überwiegend die Jahrgänge 2000 bis 2003 betreffend. Dabei bewertete er diesen Klassiker unseres Programms mit 90 Punkten, vergab damit zu Recht nur einen weniger als dem bei Ihnen so beliebten großen 01er und notierte: „75% Syrah, dazu Grenache und Mourvèdre, herrlich konzentriert im Bouquet, reife süße Früchte, wunderschön klar und eindringlich; am Gaumen wiederum viel reife Frucht, klar und konzentriert, herrlich reintönig, füllig, Struktur, feiner Nachhall, ganz feine Bitternote im Hintergrund, jugendlich.”

Dieser schmeichlerische Wein ist leicht gekühlt auch ein idealer Rotwein für sommerliche Abende auf der Terrasse. Die REVUE DU VIN DE FRANCE, Frankreichs renommierte Weinfachzeitschrift, zählte den Jahrgangsvorgänger zu den 13 besten Weinen der Appellation Coteaux du Languedoc mit der höchsten Bewertung: „Nous avons beaucoup aimé”!
Zu genießen ab sofort bis 2006.



310601 Terre Mégère, Clapas, CdL Grés du Montpellier rouge 2001 12,50 Euro
Im großen Jahrgang 2001 produzierte die Domaine erstmals eine Spitzencuvée aus Mourvèdre, Grenache und Syrah in relativ kleiner Menge (5.000 Flaschen wurden gefüllt) und, was noch viel erfreulicher ist, in Relation zur hohen Qualität auch zu einem verdammt niedrigen Preis, was wiederum typisch ist für den so sympathischen, niemals die Bodenhaftung verlierenden Michel. Ähnlich wie die Parzellen von Peyre Rose, an deren Weine diese Cuvée wegen ihrer ungezähmten, zart wilden Aromatik auch erinnert, bestehen die Lagen, von denen die Trauben stammen, aus sehr ärmlichen kalkhaltigen Garrigueböden, die umgeben sind von Eichen und Thymianfeldern, die ihre Düfte auf die Außenhaut der Beeren übertragen.

Wichtig für die Aromenbildung sind auch die kühlen und feuchten Meereswinde, die nachts das tagsüber sehr heiße Terrain bestreichen. In der Nase begeistert ein sehr eigenständiger konzentrierter Duft von Holunder, Waldbeeren, Wacholder und Wildbret (eine Stilistik von reifer, aber eher feinherber denn süßlicher Frucht); am Gaumen wunderschön füllig und von cremiger Textur, die verdeutlicht, dass der Wein zu einem Drittel im neuen, überhaupt nicht schmeckbaren Barrique ausgebaut worden ist, prägnante Struktur, weiche, fast seidene Tannine, sehr feiner Nachhall.
Zu genießen ist Michels Meisterwerk ab sofort, Höhepunkt Mitte 2005 bis 2008.



Domaine de Lavabre - Pic Saint Loup

Die Weine von Château Lavabre, im nördlichsten, sehr waldreichen Teil des mythischen Bergmassivs des Pic St. Loup im wildromantischen Hinterland von Montpellier gelegen, gehören mit zum besten, was Sie im gesamten französischen Süden finden können. Olivier Bridel, ein etwas eigenbrötlerischer, aber sehr sympathischer Winzer, der früher in der Normandie mit großem Erfolg eine Firma für Elektrotechnik betrieben hatte, kaufte Anfang der 90er Jahre ein verwahrlostes Gut, das unmittelbar unterhalb der riesigen Felsenwand, die diese Region wie ein unüberwindlicher Wächter nach Norden begrenzt, abgeschieden in die paradiesisch schöne Landschaft gebaut worden war. Das großartige Terroir, eines der besten der gesamten Appellation, und die alten Rebstöcke (Syrahreben von 1961!, hier eine Rarität) boten ideale Voraussetzungen, Oliviers Lebenstraum zu erfüllen, große, autochthone Rotweine des französischen Südens zu vinifizieren.

Doch zunächst mussten die erstmals im 18. Jahrhundert angelegten, aber mittlerweile heruntergekommenen Weinberge und alten Rebstöcke liebevoll restauriert, teilweise auch neu bepflanzt und die Gebäudeteile des Hofes mitsamt den Kellern von Grund auf renoviert werden. Ende der 90er Jahre gelangen dann nach aufwendigen Laubarbeiten an den Reben und infolge sehr geringer Erträge die ersten viel versprechenden Weine, die für viel Aufsehen in der Fachwelt sorgten, die längst ausverkauften 2000er waren bereits spektakulär gelungen und reifen derzeit in den Kellern ihrer optimalen Trinkreife entgegen, doch die jetzt frei gegebenen Nachfolger aus wohl noch größerem Jahr gehören zu den schönsten Weinen, die in letzter Zeit im Languedoc produziert wurden!

Diese herrlichen Trinkweine gefallen mir vor allem deshalb so gut, weil Olivier keine hyperkonzentrierten Monsterweine produziert, die dann noch vom Holz dominiert werden; seine authentischen Gewächse brillieren vielmehr durch ihre betörende Beerenfrucht, ihre unvergleichliche Eleganz und Finesse und eine kühle Expressivität. Denn im Norden des Pic St. Loup herrschen immer etwas andere klimatische Bedingungen als im übrigen Teil der Appellation: In schwierigen Jahrgängen wie 99 hat Olivier immer mit viel Regen und den entsprechenden Folgen zu kämpfen, in heißen Jahrgängen wie 2000/1 jedoch lassen die besonderen mikroklimatischen Bedingungen seiner Weinberge unterhalb des großen Felsenareals unvergleichlich schöne Weine entstehen. Die besonders großen Temperaturunterschiede zwischen extrem heißen Tagen und sehr kühlen Nächten und die von den hohen Felsen herabfallenden kalten Winde prägen die ausdrucksstarke Stilistik dieser wunderbaren Weine. Im ganz großen Jahrgang 2001 gehört die wunderschöne, sublime Spitzencuvée der Domaine de Lavabre in ihrer Preisklasse zur kleinen Elite der Weine des gesamten Languedoc!


343101 Lavabre, Coteaux du Languedoc, rouge 2001 6,50 Euro
Für seine attraktive Preisklasse besitzt diese delikate, herrlich leckere, beerenfruchtige Basiscuvée, von Olivier ohne jeglichen Holzausbau vinifiziert, eine sehr tiefdunkle Farbe. Am Gaumen für einen Alltagswein erstaunlich dicht und extraktreich, dabei hoch aromatisch, beerig und zartwürzig, in seiner Stilistik durchaus ein „flatteur” im schönsten Wortsinne, die reifen Tannine noch kernig und dennoch bereits weich, rund und bestens eingebunden, ein günstiger Wein für den unbeschwerten Trinkgenuss für jeden Tag, der die unvergleichliche Leichtigkeit des Seins, die viele Menschen bei ihren Aufenthalten im französischen Süden verspüren, seiner wunderbaren Eleganz und bemerkenswerten Frische wegen in unnachahmlicher Weise im Glase verströmt. Das genau ist der Typus von Wein, der verantwortlich ist für den legendären Ruf der Weine des Languedoc, er bietet in seiner bescheidenen Preisklasse ungemein viel Wein fürs Geld;
zu genießen ab sofort, Höhepunkt Winter 2004 bis mindestens 2007.



343301 Château Lavabre, rouge 2001 14,50 Euro
In der Farbe ein zutiefst dichtes, dunkles Rot, an den Rändern purpurne Reflexe, die Nase in keinster Weise marmeladig oder schwülstig, stattdessen ungemein komplex und geschliffen: Ein betörender Duft süßlicher schwarzer und blauer Waldbeeren und reifer Cassis entströmt dem Glas, dazu Amarenakirschen, zartes Zedernholz, feinwürziger Tabak, schwarzer Pfeffer und ein wenig Vanille.

Am Gaumen faszinieren aromatische blaue Beeren, dazu feinste Gewürze, wiederum Pfeffer, die reife, expressive Frucht evoziert zwar wie bei seinem großen Jahrgangsvorgänger eine betörende südliche Stilistik, verwöhnt den Gaumen, schmeichelt sich ein, doch besitzt er in diesem Traumjahrgang am Pic St. Loup bei aller inneren Dichte eine großartige Eleganz und Finesse, die in dieser Form im Languedoc äußerst selten anzutreffen ist. Daher wirkt er in seiner Textur mehr wie eine Verschmelzung eines großen Gewächs der nördlichen Rhône mit einem extrem finessenreichen, burgundisch inspirierten Châteauneuf denn als ein Cru aus dem Süden Frankreichs.

Das ist Faszination pur: eine harmonische Cuvée, (70 % Syrah, 30 % Grenache, perfekt im Barrique ausgebaut), ein delikater Wein mit einer faszinierenden Kühle und zartem Schmelz in den seidenen, samtigen Tanninen, ein galanter Verführer par excellence, ein herrlich runder, charaktervoller, lang anhaltender Wein mit moderatem Alkoholgehalt, ein Sinnenzauber für anspruchsvolle Genießer, der auf unnachahmliche Weise die mediterrane Aromatik mit der Eleganz und Finesse großer Nordrhônegewächse vereint.
Wegen seiner weichen Tannine zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2005 bis etwa 2010.



ÖSTERREICH

Weingut Martin Nigl - Kremstal

Bei Krems, einer der ältesten Weinstädte Österreichs am östlichen Eingang zur Wachau, öffnet sich das enge Donautal zur sonnendurchfluteten Ebene, doch liegen die Spitzenlagen unseres Kleinods talaufwärts spektakulär schön auf steilen, terrassierten Hängen mit erstklassigen Urgesteinsböden inmitten des kleinen Tales (heiße Tage, kalte Nächte) hoch über dem idyllischen Flüsschen Krems. Die hier von Martin Nigl in naturnahem Anbau produzierten Weine sprechen sowohl die Eleganz- als auch die Körpertrinker an: Opulenz und Finesse, beides findet sich im Übermaß in diesen großartigen Gewächsen.

„Zu schön für unsere Ohren”, soll Joseph II. nach der Uraufführung der Oper „Die Entführung aus dem Serail” gesagt haben, „gewaltig viel Noten, lieber Mozart”. Dessen Antwort ist klassisch: „Gerade so viel, Eure Majestät, als nötig ist”. Diese Gedanken schießen mir immer wieder durch den Kopf, wenn ich mit Martin Nigl, einem eher leisen, zurückhaltenden, sympathischen Winzer in seinem Keller jeweils den neuen Jahrgang verkoste, denn seine famosen Rieslinge und Grünen Veltliner, alle mit feiner Hand lagenrein und terroirgeprägt ausgebaut, besitzen akkurat diese vielschichtigen, komplexen Aromen, welche die größten Weißweine der Welt auszeichnen: Glockenklare Weine von höchster mineralischer Eleganz und Finesse und einer unübertrefflichen Extraktfülle, in der die filigranen Unterschiede seiner berühmten Lagen meisterlich herausgearbeitet sind. Nigls Weinbergsarbeit ist vorbildlich, im Keller versucht er nur noch die Aromen seiner großen Lagen in die Flasche zu retten. Wie sehr ihm dies gelingt, zeigen die Elogen, die ihm völlig zu Recht in der österreichischen und internationalen Presse zuteil werden und die Ihnen einen kleinen Eindruck vom Stellenwert Nigls in seiner Heimat verschaffen sollen:

Der GAULT MILLAU 2004 urteilt begeistert: „Auf der Suche nach den besten Grünen Veltlinern und Rieslingen Österreichs führt kein Weg an Senftenberg und dem Weinmacher Martin Nigl vorbei. Mit beeindruckender Konstanz erzeugt dieses Weingut Jahr für Jahr herausragende Qualitäten. Und die Wahl beim Weineinkauf fällt nicht leicht, denn den Lagenweinen mit der Zusatzbezeichnung „privat” stehen die „normalen” Lagenweine kaum nach, am liebsten möchte man alle Weine haben”.

VINARIA, Österreichs bekannte Weinfachzeitschrift, lobt in einem Test der besten 2001er Rieslinge des Landes, in der Ausgabe 1/2002: „Martin Nigl, seine Senftenberg Reserve ist eine nicht deklarierte trockene Auslese (Nigl benennt immer nur die Lagen, nie eine Qualitätsstufe) - und die war heuer unschlagbar”.

Das Weinmagazin FALSTAFF wählte Nigl zum Winzer des Jahres 1995, auf der Pro Wein 1999 wurde er Sieger der Rieslingverkostung, das New Yorker Magazin WINE & SPIRITS erkor das Weingut 1997 und 2000 zur „Winery of the Year”, der WINE Spectator, der Welt größte Weinzeitschrift, vergab Nigl den „Critics Choice Award” und bewertete seinen Riesling Privat 2000 als „den besten trockenen Weißwein Österreichs”; Sam Hofschuster, Verkoster des ersten Internetweinführers der deutschen Weine, veröffentlichte im Magazin von www.wein-plus.de eine Degustation der besten österreichischen und deutschen Rieslinge, die durchgeführt wurde, „um die in der einschlägigen Fachpresse höchstbewerteten 2001er Rieslinge beider Länder einer genauen Prüfung zu unterziehen”, mit dem Ergebnis: eindeutiger Sieger mit spektakulären 97 Punkten, der 2001er Senftenberger Piri Privat von Martin Nigl, „ein monumentales Meisterwerk”.

Neugierig geworden? Sie wissen, ich benutze selten Begriffe wie „der beste Winzer eines Landes” oder „der beste Wein einer Region”, aber es gibt wohl, von der lebenden Legende F.X. Pichler einmal abgesehen, im Weißweinbereich wirklich keinen besseren Weinmacher in Österreich als Martin Nigl, höchstens eine Handvoll gleich gute und ich kann Ihnen Nigls große Rieslinge und Grüne Veltliner nur wärmstens anempfehlen: Sie sind eine große Bereicherung eines jeden ambitionierten Weinkellers!

Wir haben noch einige wenige Kisten der beiden Spitzenrieslinge Nigls aus seinem großen Jahrgang 2002 auf Lager. Sein zweitbester Wein, der Riesling Privat, wurde von zwei seriösen österreichischen Weinführern mit Elogen überhäuft. Im Weinmagazin „A la Carte”, Ausgabe 3/2003 vergibt Michael Pronay, einer der renommiertesten Fachjournalisten Österreichs, Nigls Riesling „Privat” 2002 mit 95 Punkten die zweithöchste Bewertung aller Rieslinge. Auch das Weinmagazin Vinaria hat diesen Wein in einer großen Verkostung der Rieslinge des Jahrgangs 2002 zum zweitbesten des Landes gewählt, mit 19,1/20 Punkten. Seine nur in homöopathischer Dosis ausgebaute Cuvée Reserve, die von Parker im 2000er Jahrgang mit 96 Punkten bewertet wurde (seither gab es keine weitere Verkostung mehr), präsentiert sich noch kompromissloser und schier unfassbar tiefgründig mineralisch, so dass ich sie nur echten Rieslingfreaks anempfehlen kann.


709502 Nigl, Riesling „Privat”, trocken 2002 24,80 Euro

Nigl, Riesling „Privat”, trocken



709602 Nigl, Riesling „Reserve”, trocken 2002 28,50 Euro

Nigl, Riesling „Reserve”, trocken



Frisch eingetroffen sind Nigls Weine aus dem Jahrgang 2003: Die klimatischen Bedingungen waren im Kremstal, ähnlich wie in ganz Österreich, für trockene Weißweine optimaler als in Deutschland. Zwar gab es auch hier ein Hitzejahr, das zwischen Mai und August die heißesten 4 Monate aller Zeiten bescherte, doch kühlte es in den relativ hohen Terrassenlagen des Kremstals nachts erheblich ab, zudem gab es wenigstens dann und wann etwas Regen und die Spitzenwinzer bewässerten im rechten Maße:
„Martin Nigl hat den kniffligen Hitzejahrgang 2003 hervorragend gemeistert und damit seine Stellung als einer der besten Weißweinproduzenten Österreichs eindrucksvoll untermauert”, urteilt zu recht der VINARIA-Weinguide 2004/5. Unfreiwillige Hilfestellung zu Martin Nigls sensationell gelungenen Weinen lieferte ein schwerer Hagelsturm, der bereits im Juni die Erträge so drastisch reduziert hatte, „dass nur noch kleine Erträge zu erzielen waren. Der geringe Traubenbehang führte jedoch dazu, dass die Reben weniger unter Trockenstress litten. Zudem haben wir bewässert und die Böden nicht mit Gründüngung bepflanzt, so dass es keine Wasserkonkurrenz mit den Rebwurzeln gab. Die Ernte haben wir in der ersten Novemberwoche abgeschlossen, damit die Reife nicht zu hoch wird. Dennoch hatten wir eine gleich lange Vegetationsperiode, die zur Aromenbildung enorm wichtig ist, wie in 02, da die Blüte drei Wochen früher war als gewöhnlich”, erläutert Martin Nigl mit sichtlichem Stolz die Ursachen für eine phantastische Kollektion, die im Kremstal unerreicht ist, aber auch für ganz Österreich gesehen keine Konkurrenz zu fürchten hat.
Herzlichen Glückwunsch Martin Nigl für diese überragende Serie großartiger Weine im gesamten letzten Jahrzehnt!


709103 Nigl, Grüner Veltliner „Kremser Freiheit” (PK) 2003 7,90 Euro
Von tiefgründigen Lösslagen aus Krems stammt dieser - im Kontext der übrigen Niglweine - „leichtere” Grüne Veltliner: Kühler, expressiver Duft nach frisch gemahlenem weißen Pfeffer, Melonen, Schwarzbrot, Mineralien und Kräutern. Am Gaumen feinste Frucht, zarte Kräuternoten, pfeffrige Würze, füllig, dicht und saftig, sehr komplex, herrlich lebendige Säure wie in fast jedem Jahr, die in 03 durch eine relativ frühe Lese der Kremser Parzellen bewahrt wurde, animierendes Spiel, schöne Ausgewogenheit und Länge, tolle Frische, daher auch als Sommerwein hervorragend geeignet, herausragendes Preis-Genussverhältnis.
Sein beliebter, leider viel zu schnell ausverkaufter Vorgänger erhielt 90 Punkte vom Wine Spectator, der heute präsentierte 03er wird von Vinaria mit der begehrten Auszeichnung „Ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis” belohnt!
Zu trinken jetzt bis 2008.



709303 Nigl, Grüner Veltliner „Kremser Alte Reben” 2003 14,50 Euro
Welch ungemein mächtiger, kräftiger, konzentrierter und dennoch finessenreicher Grüner Veltliner der absoluten Spitzenklasse von alten, tief in der mineralischen Erde (Löss und Urgesteinsböden) wurzelnden Rebstöcken. „Grandios ist heuer der opulente Veltliner ‚Alte Reben’, der vor Aromen von Marillen (Aprikosen), türkischem Honig, Wachs, Oliven, Tomaten und Tabak schier übergeht und in Sachen Klarheit und Reichhaltigkeit seine Vorgänger locker überflügelt”, lobt VINARIA 2004/5 völlig zu Recht diesen grandiosen, vielschichtigen Wein und empfiehlt ihn als „Tipp für einen Wein, den wir ganz besonders ans Herz legen”.
Am Gaumen bezaubert er mit seiner Cremigkeit, Fülle und feinen Mineralität; dazu bereits zart tabakige Noten, eine köstliche Fruchtsüße, enorme Länge und großer Tiefgang. Dieser grandiose GV evoziert Anklänge an große weiße Burgunder und bietet einen hochqualitativen Einstieg in die magische Weinwelt von Martin Nigl und ist ein hervorragender, universeller Essensbegleiter.
Braucht noch etwas Zeit, zu genießen 2005 bis etwa 2015.



709403 Nigl, Grüner Veltliner „Privat” 2003 16,95 Euro
Was für ein Terroirwein! Erst sehr spät, Mitte November, wurden ausgewählte Trauben von besten Parzellen für diesen Weingiganten geerntet! Ungemein expressiver, sehr mineralischer und von einer süßen Kräuterwürze begleiteter Duft nach Mirabellen, Birnen, Kokos, Stachelbeeren, Kräuteraromen und etwas Tabak. Am Gaumen sehr saftige, dicht und straff gewirkte Frucht und eine feine Säure für den heißen Jahrgang. Herrlich würzige Mineralität, fülliger, opulenter und von noch größerer Tiefe als in 2002, viel Charakter, unglaublich komplex und ölig, erinnert an beste Weißweine aus dem Burgund, blüht im Glase enorm auf, große Länge.
Ein irrsinns Langsteckenläufer; für mich einer der 5 besten Grünen Veltliner Österreichs aus dem großen Jahrgang 2003, die ultimative Herausforderung und eine preisliche Provokation der besten Wachauer Gewächse!
Zu genießen ab Ende 2005 (da beginnt erst richtig die Primärfruchtphase) bis 2015.



709703 Nigl, Riesling „Senftenberger Piri”, trocken 2003 15,90 Euro
„Eine Riesenüberraschung bietet heuer der üblicherweise im oberen Kabinettbereich angesiedelte Piri, der 2003 bei der Reife davonzog und mit überwältigender Frucht und messerscharfer Struktur punktet”, urteilt begeistert Österreichs Weinmagazin Vinaria, das ihn ebenfalls als „Tipp für einen Wein, den wir ganz besonders ans Herz legen,” auszeichnet.
In der Nase betörende Aromen von Marillen, Pfirsich, Grapefruit, Rosenblätter und deutliche mineralische Anklänge. Am Gaumen exotische Finesse, Zitrusfrucht und herrlich verspielte Mineralik, fein ziselierte Säure, dicht und straff, aber auch schmelzig betört er die Zunge, lang anhaltend.
Zu genießen ab sofort bis 2009.



709503 Nigl, Riesling „Privat”, trocken 2003 24,90 Euro
Wiederum ein monumentales Meisterwerk, den alles überragenden Jahrgangsvorgängern zumindest ebenbürtig. Extrem vielschichtige und komplexe Nase von Steinobst, Pfirsich, Birnenkompott, Maracuja, Litschi, Feuerstein und Cassis und eine derart tiefgründige Mineralität, wie sie in dieser Region wohl nur die besten Parzellen des Senftenberg ergeben. Am Gaumen nicht nur Kraft und Muskeln, sondern ein sehr subtiles, finessenreiches Spiel, das den Wein transparent durchzieht und die mächtige Konzentration kaum spüren lässt, eine fast sinnenverwirrende, konzentrierte Frucht und ein herrlicher Säurebogen, vibrierende Struktur, tief, kernige mineralische Würze, dazu eine irrsinnige Fruchtsüße und ein Riesenschmelz, extrem langer Nachhall mit expressiver Pfirsicharomatik.
Insgesamt wohl noch etwas stoffiger, opulenter, mächtiger, stahliger und mineralischer als der großartige 02. Das Alter der Reben, zwischen 40 und 50 Jahre, mit ihren tief reichenden Wurzeln war in diesem heißen Jahrgang wohl entscheidend für die sagenhafte Qualität dieses majestätischen Rieslings!
Dieser große Wein zeigt eine innere Harmonie, er begeistert mit einer feinen, in sich stimmigen, frischen, fruchtig-mineralischen Stilistik und einem herrlichen Extrakt, der sich wie Seide um die Zunge hüllt und sich im grandiosen Finale mit Mineralität und Rasse vermählt, ein Wein, nahe der Idealnote.
Dieser „endlos lange, mächtige” Riesling wurde sowohl von VINARIA als auch von FALSTAFF zu den größten Weißweinen des Jahres gewählt!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2005 bis nach 2015.



Weingut Wolfgang Bäuerl - Wachau

Die Wachau, 70 km westwärts von Wien entlang der Donau zwischen Melk und Krems gelegen, beheimatet ein weltweit legendäres Anbaugebiet für hochwertige, sehr gesuchte Weißweine, die dementsprechend auch ihre - durchaus berechtigten - stolzen Preise haben. Ganz anders bei unserem letztjährig entdeckten Juwel, „einem echten Geheimtipp aus dem Herzen der Wachau” (FALSTAFF Weinguide Österreich 2003/4): Wolfgang Bäuerl produziert auf seinem nur 3 ha großen Weingut nach ökologischen Gesichtspunkten exzellente mineralische Weißweine; den neuen Jahrgang zu extrem fairen Preisen stellen wir Ihnen im September ausführlich vor. Nur einen Grünen Veltliner präsentieren wir bereits heute, da er nicht nur ein exzellenter Essensbegleiter ist, sondern als hervorragender Terrassenwein auch die letzten Sommertage stimmungsvoll begleiten kann:


720103 Bäuerl, Grüner Veltliner Federspiel „L” trocken 20035,95 Euro
Von älteren Reben aus Ausläuferparzellen vom berühmten Loibnerberg stammt dieser würzige, pfeffrige, tabakige, herzhaft saftige Veltliner. Feines Strohgelb in der Farbe, in der Nase eine glasklare, saubere Frucht, feinwürzig, animierende Noten von frischen gelben Äpfeln, Birne, Melisse und Blütendüften.
Erinnert am Gaumen wiederum an saftige Äpfel und würzige Kräuter, ausgewogene Balance von Frucht und Säure, belebendes Spiel, viel Eleganz und Finesse, ein sehr frischer Wein mit herzerfrischendem pfeffrigen Abgang, sowohl ein toller „swingender” Sommerwein für die abendliche Terrasse als auch ein passender Essensbegleiter für jede Jahreszeit zu kalten Vorspeisen, Fisch, weißem Fleisch und insbesondere auch zu Spargel.
Vom österreichischen Autor und Verkoster des Internetweinführers www.wein-plus.de, Helmut Knall, mit „sehr gut” bewertet und zusätzlich für sein traumhaftes Preis-Genussverhältnis ausgezeichnet!
Zu genießen ab sofort bis Ende 2005.



In letzter Minute:

VINARIA, Österreichs renommierte Weinzeitschrift, bewertet in ihrer aktuellen Ausgabe 4/04 Hannes Hirschs Grünen Veltliner „Heiligenstein” 2003 als einen der drei besten Veltliner des Landes mit unter 12,5% Alkohol

Für Weinkenner ist das Kamptal ein Paradies, verleiht dieses spezielle Klima doch den Rieslingen und Grünen Veltlinern (die hier besonders „pfeffrig” ausfallen und über ein immenses Alterungspotential verfügen) zusammen mit einem großartigen Terroir - verwittertes Urgestein auf den Berglagen, das auf den Osthängen von Löss oder Lehm abgelöst wird - eine würzige, nuancierte Aromatik, ein feines Säurespiel, einen großen Aromenreichtum und einen kristallklaren, mineralischen Charakter. Das in Deutschland noch am wenigsten bekannte Spitzengut aus dem Kamptal ist einer DER Aufsteiger der letzten Jahre schlechthin innerhalb der österreichischen Winzerelite: das Weingut Hirsch. Viel Aufsehen erregt unser Shooting-Star nicht nur wegen seiner großartigen Qualitäten, sondern weil ab dem großen Jahrgang 2003 alle Flaschen mit einem Schraubverschluss versehen sind. Wir garantieren daher ungetrübten Genuss garantiert ohne Kork! Was uns genau so freut: In ihrer aktuellen Ausgabe 4/04 bewertet Österreichs renommierte Weinzeitschrift Vinaria den von uns in Pinwand 81präsentierten Grünen Veltliner „Heiligenstein” 2003 als einen der drei besten Veltliner Österreichs mit unter 12,5% Alkohol, also genau in dem Segment, in dem man auch mal ein Gläschen mehr trinken kann. Die Nachfrage nach diesem süffigen und gleichzeitig erstklassigen Veltliner ist enorm, greifen Sie zu, bevor wir wieder einmal ‚ausverkauft’ melden müssen.


701203 Hirsch, Grüner Veltliner „Heiligenstein” (DV) 2003 9,95 Euro
Vom Fuß des legendären Heiligensteins, der wohl besten Lage des Kamptals, stammt dieser elegante, feinwürzige, traumhaft schöne Essensbegleiter, pfeffriger Duft und Anklänge an Honigmelonen, ein Überschwang an feinduftigen Aromen. Am Gaumen fest gewirkte, stahlig trockene, phantastische Frucht (fast Rieslingcharakter), mineralisch und pfeffrig, enorm dicht, stoffig fülliger noch als in 2002 und dennoch sehr elegant, bemerkenswerter Abgang;
zu genießen ab sofort bis mindestens 2008.

Hirsch, Grüner Veltliner „Heiligenstein” (DV)




Herzliche Grüße aus Saarlouis,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann