Saarlouis, im Juni 2004

PINwand Nº 82


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

es ist wieder einmal Zeit, sich bei Ihnen zu bedanken, denn Pinard de Picard befindet sich weiterhin in einer sehr dynamischen Entwicklung: trotz allgemeiner Konsumzurückhaltung wachsen wir im ersten Halbjahr 2004 nochmals um mehr als 30%. Wir belassen unser Dankeschön an Sie, liebe Kunden, wie gewohnt nicht bei Worten, wir möchten Sie aktiv teilnehmen lassen an unserer Freude und wiederholen eine sehr erfolgreiche Aktion aus dem letzten Jahr:

Wir schenken Ihnen hochwertige Olivenöle, die alle drei vom FEINSCHMECKER nach Verkostung vom mehr als 1.000 Ölen zu den 35 besten der Welt gezählt und mit dem Prädikat „TOP 35” ausgezeichnet wurden.

Ab einem Bestellwert von
150,- Euro erhalten sie kostenlos: 1 Flasche Agro Vim, Bio Organic, Griechenland, 0,5 l, normaler Preis 7,20 Euro,
ab 250,- Euro Bestellwert: 1 Flasche „L’Affiorato” Apulien, 0,5 l, normaler Preis 13,90 Euro,
ab 400,- Euro Bestellwert: 1 Flasche Ravida, Sizilien, 0,75 l, normaler Preis 23,80 Euro.
Als Alternative bieten wir Ihnen an: Sie ordern Waren für mindestens 400,- Euro und das gerade erschienene 312seitige, herrlich bebilderte Kochbuch, eines der schönsten und interessantesten des letzten Jahrzehnts, von Christian Bau – Wohlfarth-Schüler und jüngster 2-Sternekoch Deutschlands auf Schloss Berg im saarländischen Perl-Nennig, Preis 58,00 Euro, dann schreiben wir Ihnen 30,00 Euro auf die (Wein/Feinkost-)Bestellung gut.

3865282 Christian Bau – Das Kochbuch 58,00 Euro

[Christian Bau - Das Kochbuch]



Diese Aktion gilt bis 30.06.2004 und bezieht sich auf alle Artikel aus unserem Programm! Selbstverständlich erhalten auch alle Kunden, die in den vergangenen Tagen bei uns Bestellungen auf unseren Dönnhoff/Leitz-Newsletter hin getätigt haben, die Beigaben aus dieser Aktion.


Unsere heutige Pinwand ist wieder zweigeteilt: Im Rieslingteil finden Sie Helmut Dönnhoffs und Johannes Leitz’ traumhaft gelungenen 2003er Kollektionen, danach folgen traumhaft preis„werte” Alltagsweine und Weltklassegewächse aus Italien (Saladini Pilastri, Falesco), Spanien (Telmo Rodriguez, Bodegas Mauro und Aalto), Frankreich (Domaine Puech Auriol, Château de Montpezat, Domaine de Fondrèche, Domaine de Cascavel), Österreich (Weingut Kurt Angerer) und nochmals Deutschland (Kirsten, Würtz, Diel, Molitor).


Kurzinformationen:
Unsere österreichischen Winzer sorgen nicht nur mit ihren grandiosen Rieslingen und Grünen Veltlinern für Furore, sondern auch mit ihren großen Rotweinen, was in Deutschland aber noch gar nicht so richtig wahrgenommen wird. FALSTAFF, Österreichs renommiertes Weinmagazin, feiert Gernot Heinrich als Rotweinwinzer, Josef Pöckl gar als Winzer des Jahres. Herzlichen Glückwunsch unseren beiden sympathischen Preisträgern!
Wir bieten zum Mitfeiern ein sehr attraktives Rotweinpaket:

81701 Österreich-Paket, statt 60,55 Euro nur 49,00 Euro:
Je 1 Flasche Heinrich Zweigelt 2003 und Blaufränkisch 2002, Pöckl Zweigelt und Zweigelt Classic 2002, Prieler Blaufränkisch Johanneshöhe 2001 sowie Angerer St. Laurent 2002.



MONDO – Weine der Welt hat in ihrer Ausgabe 37 einen 25seitigen, sehr empfehlenswerten Testbericht zu den Weinen des Languedoc veröffentlich: Best beurteilter Wein der großen Degustation ist der erst vor ein paar Wochen frei gegebene 98er Syrah Leone von Peyre Rose, der von Gerhard Eichelmann höher gar bewertet wird als Neglys Spitzenweine Clos des Truffiers und Porte du Ciel! Die Verkostungsnotiz: „Syrah mit ein klein wenig Mourvèdre; herrlich konzentriert im Bouquet, eindringlich Brombeeren, enorm fruchtbetont und überwältigend, dann ein wenig Pfeffer und Gewürze; herrlich viel Frucht auch am Gaumen, Frische, füllig, intensiv Brombeeren, rote Früchte, schmeichelnd, wunderschön lang und nachhaltig”.

303298 Clos Syrah Léone, rouge 1998 55,00 Euro

[Peyre Rose, Clos Syrah Léone]



Paula Bosch, Deutschlands renommierteste Sommelière („Tantris”, München, 2 Michelinsterne), hat in ihrer wöchentlichen Kolumne in der Süddeutschen Zeitung einen unserer herrlichen Alltagsweine aus Spanien euphorisch gefeiert: „Nach der interessanten Verkostung des Sur „S” Tinto aus Spanien überlegte ich lange, was an ihm wohl reizvoller ist: seine enorme Qualität oder das unglaubliche Preis-Leistungsverhältnis? Die Bodega Inurrieta verfügt über 200 ha Rebfläche, die überwiegend mit Merlot, Syrah und Cabernet-Sauvignon bepflanzt sind. Die drei zurzeit angebotenen Rotwein – Norte, Sur und Crianza – sind jeder für sich eine Entdeckung. „Sur” weckte in mir größte Zustimmung. Der komplexe Wein aus Garnacha, Tempranillo und Graciano weckt Neugier mit seinem üppigen Aromenrad. Rote, blaue und schwarze Beeren, Wacholder, Gewürznelke, Piement, schwarzer Pfeffer, Bitterschokolade, Schwarzgeräuchertes. Im Gaumen schmeichelnde reife Tannine, dichter Stoff mit Tiefgang, süßlich, weich, mit Feuer und spielerischer Grandezza.” Paula Bosch, immer hat die „Grande Dame” der deutschen Sommelierszene das Gespür für Trends und den Riecher für höchst interessante Entdeckungen!

429202 Sur „S”, tinto 2002 6,50 Euro



429102 Norte „N”, tinto 2002 6,50 Euro



429301 Crianza tinto 2001 8,80 Euro



DEUTSCHLAND

Weingut Josef Leitz – Rheingau

Johannes Leitz ist ein ungemein sympathischer Typ („ein Pfundskerl, eine echte Rheingauer Trouvaille”, VINUM), mit blitzenden Augen und wachem Intellekt und mit großen gegerbten Händen, die zupacken können, die augenscheinlich demonstrieren, dass seine großartigen Rieslinge in harter handwerklicher Arbeit in den steilen Wingerten entstehen. Und Leitz hat in den letzen Jahren hart gearbeitet, sehr hart sogar, hat sich in den Schiefersteillagen abgerackert wie kaum ein zweiter, um ihnen ein Optimum an Qualität abzuringen.
Der Lohn: Der GAULT MILLAU setzt ihn im schwierigen Jahr 2000 an die „erste Stelle” der Rheingauer Winzer, bescheinigt ihm, „exzellente Rieslinge” im trockenen Bereich produziert zu haben wie auch mit „edelsüßen Spezialitäten der Extraklasse zu brillieren”. Und im großartigen Jahrgang 2001 habe „kein anderes Rheingauer Weingut eine bessere Kollektion präsentiert: Gäbe es den Titel des regionalen Winzers des Jahres zu verleihen, Johannes Leitz bekäme ihn. Im 2002er Jahrgang suchten wir vergeblich nach einem Betrieb, der es von den trockenen Rieslingen über die feinfruchtigen Spätlesen bis hinauf zu den Beerenauslesen mit dem leutseligen Rüdesheimer aufnehmen kann. Wo sollen wir anfangen mit unseren Lobeshymnen und wo aufhören?” so die rhetorische Frage des Gault Millau.

Und im Jahrgang 2003 hat Johannes Leitz sich selbst übertroffen. Dieser Jahrgang ist aufgrund seiner besonderen klimatischen Bedingungen – Sie erinnern sich an den extrem heißen und niederschlagsarmen Sommer – bei den trockenen Weißweinen keinesfalls der Jahrhundertjahrgang, als der er von Teilen der Fachpresse in seiner gesamten Breite vorschnell hoch gejubelt wird. Vielmehr schwanken die Qualitäten zwischen Himmel und Hölle, findet der Weinliebhaber breite, ausgezehrte, alkoholreich-plumpe Weine neben grandios dichten und finessenreich-eleganten Gewächsen. Zwar scheint mir der Rheingau ähnlich wie die Nahe in diesem außergewöhnlichen Jahrgang mikroklimatisch begünstigt, dennoch standen die Winzer auch in diesen Regionen vor einer extrem schwierigen Aufgabe, die unkonventionelle Maßnahmen erforderte. Wer hier „business as usual” betrieb, hatte keine Chance, große Weine zu erzeugen.
Johannes Leitz reduzierte die Erträge radikal, schnitt die Trauben von jungen Reben, die besonders unter der Trockenheit litten, komplett auf den Boden („Ich sprang durch die Rebzeilen wie ein tasmanischer Teufel, um die Traubenanzahl zu reduzieren; insgesamt fast 70% der Trauben wurden aussortiert”) und schnitt das Blätterwerk auf der Ostseite, das keinen Sonnenschutz bieten musste, stark zurück, um die Assimilationsfläche zu reduzieren. „Zudem glaube ich, dass meine Reben sich bereits seit Anfang der 90er Jahre, in der sich die Rüdesheimer Lagen zu den trockensten und wärmsten Deutschlands entwickelt haben, an diese extremen Bedingungen angepasst und ihre Wurzeln tief in den Untergrund getrieben haben”, so der junge visionäre Johannes Leitz, ein echter Kerl mit Ecken und Kanten, der, bei aller renommierten Konkurrenz aus dieser so traditionsreichen Region, mittlerweile zur dortigen unumschränkten Nummer 1 aufgestiegen ist mit einer phantastischen Kollektion in 2003: „Auch bei meinen trockenen Weinen gibt es sicherlich im Vergleich zu 2002 nochmals eine Steigerung, doch meine Edelsüßen haben schier unglaublich von diesem einzigartigen Jahrgang profitiert”.

So sind die heute präsentierten traumhaften Rheingauer Rieslinge von Johannes Leitz aus (Schiefer-) Steillagen Weine in perfekter Vollendung, bei aller Dichte und Konzentration dennoch vibrierend „leicht”, spritzig, ungemein elegant und finessenreich, traumhaft mineralisch, mit einer Ursprünglichkeit, die niemals durch eine noch so ausgefeilte Kellertechnik zu kopieren ist. Solche Weine tragen zweifellos die Handschrift ihres genialen Produzenten, doch es wäre auch unter den begnadeten Händen eines Winzermagiers wie Johannes Leitz nicht möglich, derart große Gewächse zu schaffen, ohne das einzigartige, gewaltige Terroir der Rüdesheimer Steillagen, einer der besten Rieslinglagen Deutschlands, mit ihrem einzigartigen Mikroklima, das für eine ganz spezielle Flora und Fauna verantwortlich ist und vom naturnahen Anbau, der auch seltenen Tieren eine ökologische Nische bietet.
Johannes Leitz, unbeirrbar arbeitet er Jahrgang für Jahrgang daran – mittlerweile tatkräftig unterstützt vom dynamischen Marcus Pretzel und der ebenso sympathischen wie attraktiven Eva Fricke, einer diplomierten Weinbauingenieurin – die ultimative Vision großer Rheingauer Rieslinge zu verwirklichen, die ihr jeweiliges Terroir ideal widerspiegeln, was ihm mittlerweile mit schier unglaublicher Konstanz gelingt. Beim Genuss seiner großartigen Gewächse schießt mir unwillkürlich die Bewertung von Hugh Johnson durch den Kopf, die er in seinem berühmten Weinatlas vorgenommen hat:
„Im Rheingau erreicht der Weinbau seine höchste Vollendung... Der Rheingauer kann in seiner Höchstform den edelsten Charakter aller deutschen Weine erreichen”.
Johannes Leitz gehört zweifellos zu den Perlen unseres Programms!


960003 Rüdesheimer Bischofsberg Riesling Spätlese trocken 2003 8,90 Euro
Ankunftsofferte bis 30.6.03, danach 9,50 Euro
Welch ein famoser Einstiegswein eines der größten deutschen Winzertalente! Welch sensationell günstiges Preis-Genussverhältnis:
Johannes Leitz hat sich mit seinem 2003er Basisriesling, einer fulminanten Spätlese vom Bischofsberg, der mit seiner fein integrierten Säure und seiner Verspieltheit die Typizität des unteren Rheingaus idealtypisch verkörpert, nochmals selbst übertroffen. In der Nase eine reintönige, frische, klare, zartherbe Rieslingfrucht, Anklänge an Zitrusaromen, gelbe Früchte und Cassis; am Gaumen wirkt dieser unkomplizierte Riesling enorm saftig und herrlich frisch, wodurch man ihn bereits ab sofort bis mindestens 2007 wunderschön genießen kann mit seinem faszinierenden, lebhaften Spiel zwischen Frucht und Säure, fein balanciert, viel Biss, nachhaltig, zart mineralisch.



961003 Rüdesheimer Bischofsberg Riesling Auslese trocken 2003 11,90 Euro
Ankunftsofferte bis 30.6.03, danach 13,90 Euro
Die ultimative Steigerung! Delikate, feinwürzige Rieslingfrucht, Anklänge an Zitrusaromen, gelbe Früchte, hochreife, feinste Quittenkonfitüre und Cassis, nach längerer Öffnung einprägsame Mineralität, insgesamt sehr komplex, keine Dominanz von Primärfruchtaromen, stattdessen sehr nuanciert. Am Gaumen ausgewogen, harmonisch, mundfüllend, druckvoll, mineralisch, sehr saftig, füllig, großartige Harmonie und Balance. Dieser Understatement-Wein brilliert mit seiner feinen Mineralität, wird getragen von einer hintergründig raffiniert eingebundenen Säure, welche die geleehaft verdickten, auf den Punkt gereiften Fruchtkomponenten bestens ausbalanciert, enorm anhaltend, eine Auslese zu einem unschlagbar günstigen Preis! Zu genießen ab sofort bis wenigstens 2008.



961303 JJL Rüdesheimer Berg Rottland Riesling Spätlese trocken 14,90 Euro
Ankunftsofferte bis 30.6.03, danach 16,90 Euro
JJL, als Kürzel für Johannes Josef Leitz, wurde dessen Spitzname bei Flipperspielzeiten der Belegschaft in Ruhephasen während der Ernte. Dieser beeindruckende, tiefgründige Riesling stammt von wunderschön reifen Reben aus einer vorzüglichen Rottlandlage, der deutlich die Typizität seiner großen Lage widerspiegelt: Aromen von roten Früchten, Cassis, Orangen, Rosenblüten, ein Hauch von Zitronengras; am Gaumen sehr dicht, die feinwürzige Mineralität kleistert förmlich die Zunge ein. Verbunden mit einer fast burgundischen Fülle und Cremigkeit wirkt dieser exzellente Riesling wie eine hypothetische Vermählung zwischen einer großen Rüdesheimer und Burgunder Lage und ist mehr als nur eine Herausforderung für seinen berühmten großen Bruder; zu genießen ab sofort bis wenigstens 2008.



960303 Rüdesheimer Berg Rottland Riesling Spätlese, trocken 2003 26,00 Euro
Was hat der Jahrgangsvorgänger dieses Weltklassrieslings im letzten Jahr für Furore gesorgt: Die Zeitschrift CAPITAL erkor ihn in ihrem großen Test der deutschen Weißweine zum besten trockenen Riesling des Jahres, der GAULT MILLAU gab ihm hinter Kellers G-Max die zweithöchste Bewertung aller trockenen Rieslinge, die Zeitschrift VINUM sprach von einem „Superknaller, der im Rheingau neue Maßstäbe setzt. Er trägt die Paradoxien großer Weine in sich: Zartheit und Festigkeit, Fleisch und Mineralität.” Nach diesen Elogen war dieser große Riesling im Handumdrehen ausverkauft, viele Weinliebhaber gingen wegen der enormen Nachfrage leer aus, doch ich verspreche Ihnen, der jetzt auf den Markt kommende 03er ist noch einmal besser! Die Aromen sind tiefgründig und komplex, sie brillieren mit ihrer Rottlandtypischen Stilistik (Mango, Weinbergspfirsich, Limone), changieren je nach Dauer der Öffnung und nach Größe des Glases (ich empfehle ein großes, voluminöses Burgunderglas!), am Schluss dominiert betörende Cassis. Am Gaumen zeigt sich die Einzigartigkeit dieses Weines in seiner schönsten Form: Er vereint auf geniale Weise die Cremigkeit und das Burgundische des 02ers (die Trauben stammen in beiden Jahrgängen aus einem hohen Anteil gesunden Botrytisleseguts) mit der Mineralität der großen Rüdesheimer Lage. Geradezu ölig fließt er ins Glas, frivol, saftig und mit großer innerer Dichte präsentiert er sich auf der Zunge, aber auch fein gewoben und filigran, genossen aus dem großen Glas blüht er zu voller Kraft auf, zeigt seine ganze Geschmeidigkeit und immense Finesse, erinnert gleichzeitig an große Wachauer Rieslinge und erstklassige Chardonnay aus dem Burgund. Sehr langer Nachhall, ein monumentales Meisterwerk! Zu genießen ab sofort bis nach 2008.



Exklusiv bei Pinard de Picard:

961103 Rüdesheimer Schlossberg Alte Reben Riesling Spätlese trocken 24,00 Euro
Die weltberühmte große Lage für den besten Rheingauer Riesling, seit jeher gerühmt als das „Bordeaux des Riesling”, ist der Rüdesheimer Schlossberg, eine Schiefersteillage, in der exzellente Rieslinge wachsen, die weltweit keine Konkurrenz zu fürchten haben. Wenn Sie als Liebhaber großer deutscher Rieslinge begreifen möchten, wie diese traumhaften Qualitäten entstehen, dann empfehle ich Ihnen einen Besuch in diesem Wingert. Wenn Sie dort – hoch über dem Rhein – herumkraxeln, beginnen Sie, den Ursprung für die vibrierende mineralische Spannung in einem großen Rheingauer Gewächs zu verstehen, Sie begreifen den Einfluss des warmen Sonnenlichts auf die Vegetation und die Schieferböden, Sie entwickeln ein Gefühl für das einzigartige Terroir, den verwitterten roten Schiefer (darunter nach 200 cm der blanke Felsen) und für den Einfluss von Wasser und Wald. Wanderfalken segeln über Ihre Köpfe, Eidechsen huschen in den Schutz der alten Steinmauern, ein Moment zum Innehalten und Meditieren. Der extrem karge Boden prägt diesen großen Riesling aus den ältesten Trauben des Steilhangs, der bei aller Reife und Fülle expressiv mineralisch-fruchtig (Cassis, exotische Aromen) daherkommt. Dies ist keine leichte, von gefälligen Primäraromen geprägte Fruchtbombe, die in ihrer Jugend brilliert und schon bald verwelkt, dies ist ein ganz großes, eindringliches, konzentriertes, dichtes, extraktreiches, extrem trockenes (um 2 g Restzucker), terroirgeprägtes, ungemein finessenreiches Gewächs, Brillanz in der Struktur, am Gaumen fein ziseliert, mit viel Schmelz und einer fast staubigen, aber dennoch filigranen Mineralität, das zu den besten trockenen Rieslingen zählt, die bisher im Rheingau und darüber hinaus in ganz Deutschland produziert wurde. Phantastischer Nachhall infolge seiner enormen Glycerinhaltigkeit und seiner faszinierenden Fruchtsüße; der großartig strukturierte, enorm puristische Wein lässt nicht los, packt immer wieder, kehrt zurück, ein Weinmonument!
Zu genießen voraussichtlich ab Ende 2005 bis mindestens 2012.

Mein persönlicher Lieblingswein in 03 von Johannes Leitz, den unser Freund exklusiv für sich selbst und für Pinard de Picard abgefüllt hat; die extreme Weinbergsarbeit in auch der vom Winzer selbst favorisierten Steillage und die selektiven Auswahl nur von den ältesten Reben haben einen Riesling ergeben, den man, als Winzer wie als Händler, am liebsten gar nicht verkaufen, sondern komplett in seinem eigenen Keller einlagern möchte!



960403 Rüdesheimer Berg Kaisersteinfels Riesling Alte Reben 2003 24,00 Euro
Der große Rivale des Schlossberg-Rieslings von hervorragendem Terroir, aus der gleichen Parzelle, nur ganz oben am extrem schwierig zu bearbeitenden Waldrand gelegen, von Taunusquarzitböden geprägt, sehr spät gelesen: ein typischer Rüdesheimer Riesling, seine große Herkunft eindrucksvoll demonstrierend. In der Nase ein kühles, expressives, sehr reintöniges Bukett, herrlich mineralische, frische Frucht, zur Zeit noch etwas verdeckt, verwobene, komplexe, zart rauchige Aromen, dazu schmecken Zitrusfrüchte, Äpfel und Aprikosen ganz zart hervor. Am Gaumen dicht, konzentriert, geradlinig, fast stahlig, tolle Säurestruktur, lang anhaltend, sehr intensiver mineralischer, fast salziger Nachklang, sein Terroir eindrucksvoll widerspiegelnd, ein faszinierender Riesling mit hintergründiger Finesse und fruchtiger Frische, herrlich moselanisches Spiel, ein ungemein süffiger Wein im positiven Wortsinn.
Auf der Mainzer Weinbörse, der großen Präsentation der VDP-Güter Deutschlands im April dieses Jahres, unter Insidern DER absolute Geheimtipp und in aller Munde! Die „Hassliebe” des Winzers zu diesem extrem steilen, im Sommer fast unmenschlich heißen und daher extrem schwer zu bearbeitenden Weinberg wird expressiv spürbar in diesem höchst eigenständigen und unglaublich faszinierenden Rieslingunikat!
Zu genießen ab sofort bis wenigstens 2012.



In Deutschland exklusiv bei Pinard de Picard:

960603 Rüdesheimer Berg Roseneck Riesling Spätlese 2003 21,70 Euro
Wogen köstlicher Aromen entsteigen dem Glas, lösen wohlige Schauer und Entzücken aus, feinste Mineralität, die den Wein trockener, „knackiger”, rassiger erscheinen lässt, als er wirklich ist, dazu Anklänge an gelbe Früchte und Limonen, auch fein duftende Rosen (Nomen est Omen, erwandern Sie sich diese großartige Lage und Sie werden verstehen) und Feuerstein, am Gaumen traumhafte Harmonie, fein balanciert, herrliches Spiel zwischen Süße und Säure, wunderbar reintönige Rieslingfrucht, zart mineralisch, im Nachhall öffnet sich ein wahres Pfauenrad an betörenden Aromen, enorm süffig bereits in seiner Jugend, doch mit einem immensen Potential für eine jahrelange Entwicklung (20 Jahre und mehr) ausgestattet. Diese großartige Spätlese auf absolutem Weltklasseniveau demonstriert eindrucksvoll, warum um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert solche Rheingaurieslinge zu den am meisten geschätzten, gesuchtesten und damit teuersten Weinen der Welt gehörten (Spitzengewächse kosteten nach heutiger Kaufkraft etwa 1.000 Euro!), noch vor den renommierten Burgunder und Bordelaiser Gewächsen. Parker vergab dem 2002er bereits zu recht 92 Punkte, der 03er, ich verspreche es Ihnen, schlägt ihn gar um Längen. Großartige Spätlese, über 100 g Restzucker, absolut gepuffert von der Mineralität, eine Weltklassespätlese, wie sie nur in den begnadeten Händen großer deutscher Winzer aus den besten Lagen mit ihrem einzigartigen Terroir gedeihen kann.



961203 Rüdesheimer Schlossberg Riesling Spätlese 2003 21,70 Euro
Was für ein Riesling: Eine tiefgründige Mineralik von rotem Schiefer umschmeichelt betörend die Nase, ungemein straffe Frucht, geradliniger als der Roseneck, mehr Pfirsich- und Aprikosenaromen als Zitrusanklänge, am Gaumen „Grande Dame”, weniger wollüstig, dafür gebündelter, geradliniger, sehniger in der Stilistik, sehr mineralisch, daher fast trocken wirkend, ungemein straffe Frucht, ein Marathonläufer, der eine immense Zukunft hat, unglaubliche schöne, faszinierende Balance zwischen Süße und Säure, dazu enorm dicht, stoffig, sehr langer Nachhall, zu genießen wiederum am besten im großen Burgunderglas, gewinnt infolge der reduktiven Ausbauweise ungemein mit Luftzufuhr; jetzt bis nach 2025. Bereits der grandiose Jahrgangsvorgänger erhielt von Parker 94 Punkte, doch Sie wissen, im Jahrgang 2003 hat Johannes Leitz die schönste Kollektion seiner bisher an Höhepunkten so reichen Winzerkarriere vinifiziert.



Weingut Hermann Dönnhoff – Nahe

Helmut Dönnhoff, fachlich ungemein versiert und äußerst sympathisch, gehört zweifellos zum knappen Dutzend Weltklassewinzer in Deutschland, deren Ausnahmestatus von Weinliebhabern und -kritikern gleichermaßen uneingeschränkt anerkannt wird. Dabei hat der immense Erfolg der letzten Jahre ihm nicht den Kopf verdreht, ist er immer ein bescheidener Mensch geblieben, so vielfältig die Elogen auch sein mögen, die man ihm gesungen hat. Weltweit gibt es keinen Kenner großer Rieslinge, der die Gewächse von Helmut Dönnhoff nicht zu den besten Weißweinen der Welt zählen würde: Der FEINSCHMECKER und der GAULT MILLAU wählten ihn zu Deutschlands Winzer des Jahres 1999 und letzterer, wohl Deutschlands einflussreichster Weinführer, bewertet ihn als einen von acht deutschen Winzern mit 5 Trauben, der „Höchstnote für die weltbesten Weinerzeuger”. In England und in den USA erlangten seine Weine schon lange absoluten Kultstatus, werden gesucht wie wenige andere und mit Phantasiepreisen, weit über dem in Deutschland verlangten Kurs, bezahlt – wenn man sie denn überhaupt erhält. Hier wird Dönnhoff – zu Recht – der gleiche Ruhm zuteil, wie sonst nur den größten Winzern aus dem Burgund mit ihren wesentlich teureren Prestigeweinen. Daran nicht ganz unschuldig ist Robert M. Parker bzw. sein Adlatus Rovani, bewertet er doch, seitdem er sich intensiver mit deutschem Wein beschäftigt, in den großen Jahrgängen 01 und 02 die meisten Weine mit spektakulären 94 bis 100 Punkten. Helmut Dönnhoff selbst hat trotz Parkers Punktesegen seine Preise weitestgehend stabil gehalten, eine fast altruistisch anmutende beispielhafte Einstellung.

Seit Dönnhoff 1971 den alteingesessenen Familienbetrieb übernahm, legt er Jahrgang für Jahrgang größten Wert auf ausgereiftes, kerngesundes Lesegut, das er traditionell und behutsam, mit so wenigen Eingriffen wie nur irgend möglich, im Weinkeller zu absoluten „Traumweinen, den besten an der Nahe” (Stuart Pigott), aromatischen, expressiven Rieslingen mit äußerster Eleganz und unnachahmlicher Finesse vinifiziert. Diese spiegeln die jeweiligen Jahrgangsgegebenheiten zwar in unnachahmlicher Weise wider, sind aber jeweils von Dönnhoffs unverwechselbarem Stil geprägt, der sich niemals an irgendwelchen Modetorheiten orientiert, sondern immer die Herausarbeitung ihrer großen Terroirs als Prämisse begreift. Lange Jahre wurde das kleine Weinanbaugebiet der Nahe unterschätzt: Dank Helmut Dönnhoff, Sympathieträger und leuchtender Fixstern in einem, hat sich die Einstellung zur Nahe unter den Weinliebhabern radikal geändert, er ist DIE Verkörperung des Aufschwungs einer Region im Erwachen, die dabei ist, ihr exzellentes, Terroir, ihre unvergleichlichen Lagen in wahrhaft große Weine umzusetzen.

Zum Jahrgang 2003: Helmut Dönnhoff klang bei mehreren Gesprächen, die wir im heißen Sommer 03 miteinander führten, stets ein wenig skeptisch, verwies auf die Probleme mit Trockenstress infolge fehlender Niederschläge. Bei unserer gemeinsamen Verkostung seiner Jahrgangskollektion vor ein paar Wochen war er wieder ganz gelassen und resümierte in bester Stimmung: „In der Tat war ich im Sommer 03 trotz der eigentlich hervorragenden klimatischen Bedingungen besorgt, denn ich habe die Reben wegen des Wassermangels leiden sehen. Und jeder Vater ist bekümmert, wenn es seinen „Kindern” gesundheitlich schlecht geht. Doch im Nachhinein muss ich sagen, dass die Reben sich als zäher erwiesen haben als gedacht. Nur in jungen Anlagen hat es letztendlich Probleme gegeben. Ansonsten bin ich mit den Ergebnissen in meinen Altanlagen, wo die Reben tief wurzeln, sehr zufrieden. Extrem wichtig waren aufwändige Laubwerksarbeiten und niedrige Erträge, damit die Nährstoffversorgung ausreichend war, was allerdings zu einer kleineren Erntemenge als im Durchschnitt der Jahre führte. Als großer Vorteil erwies sich zudem unsere seit Jahren praktizierte Humuszugabe in die Böden. Diese organische Masse besitzt eine tolle Wasserhaltekraft. Zudem haben die Regenfälle im September noch einmal sehr genützt. Denn ich habe auch dieses Jahr spät geerntet, die Haupternte erst Anfang November abgeschlossen. Rückblickend muss ich sagen, mit diesem Jahrgang ist ein kleines Wunder passiert. Von der Stilistik her gesehen haben wir wunderbar reife Weine erhalten in einem opulenteren, muskulöseren Stil als in 2002, mit einer feinen Mineralität unterlegt. Fast alle Trauben hatten Auslesemostgewichte, doch ich werde viele Weine als Spätlesen auf die Flasche bringen, was für den Kunden unter Preisgesichtspunkten natürlich einen zusätzlichen Benefit bedeutet. Doch entscheidend ist, dass meine Spätlesen auch wie Spätlesen schmecken, mit entsprechender Klarheit, Eleganz, Finesse, Frucht und Rasse ausgestattet. Zwar haben allgemein die 2003er Weine analytisch weniger Säure als in der Vergangenheit. Doch dies hat wenig zu sagen. Denn der Anteil der Weinsäure ist hoch, nur die Apfelsäure, die von den Rebstöcken veratmet wurde, ist gering. So ist das Zusammenspiel der Säure mit den basischen Stoffen, welche die Säure abpuffern, dieses Jahr aufgrund des hohen Weinsäureanteils ganz anders als in der Vergangenheit. Daher präsentiert sich die Säure im Wein deutlich vernehmbar, sie schmeckt höher, als sie in Wirklichkeit ist und die Weine sind feinst balanciert. Das zeigt wieder einmal, wie wenig aussagekräftig einzelne Analysewerte sind und wie wichtig dagegen das Zusammenspiel aller Komponenten. Wir müssen uns vor einer Analysehörigkeit hüten (ein guter Koch kocht auch nicht streng nach Kochbuch, sondern mit Intuition) und uns wieder mehr auf unser Gefühl verlassen und mit der Natur arbeiten, d.h. sensibel auf die Jahrgangsgegebenheiten reagieren, dann erzeugen wir wahrhaft große Weine.”

Parker, genauer sein Mitdegustator Rovani, urteilt bereits in seinem ADVOCATE 151 vom Februar 2004 enthusiastisch: „Jahr für Jahr teste ich die größten Weine der Welt, als Händler und als Kritiker, doch bereiteten diese mich nicht ausreichend vor für die Ehrfurcht einflößenden Erfahrungen, die ich mit der Verkostung von Dönnhoffs 01ern und 02ern gemacht habe. Diese sind von magischer Qualität, Emotionen hervorrufend, Atem beraubend. Worte können Ihnen nicht gerecht werden”. Und doch sind diese Wahnsinnsqualitäten nur der Vorgeschmack, auf das, was der Magier Dönnhoff in 03 geschaffen hat. Heute bieten wir Ihnen die ersten 6 Weine aus Dönnhoffs bisher größtem Jahrgang 2003 zum Kauf, die übrigen Weine werden in den nächsten beiden Pinwänden vorgestellt. (Natürlich können Sie ALLE Weine von Dönnhoff ab sofort per Internet oder telefonisch bei uns bestellen.) Denn Dönnhoffs gesamte Kollektion ist so unfassbar gut, dass wir alle Lagen, trocken wie edelsüß, gekauft haben, die dieser geniale Winzer vinifizierte. Lassen Sie sich diese einzigartigen Rieslinge auf keinen Fall entgehen und beachten Sie bitte, dass die Nachfrage nach Dönnhoffs Weinen immens ist: Viele seiner Weine werden sehr schnell ausverkauft sein!


930003 Riesling QbA, trocken 2003 7,80 Euro
Wunderschöner, herzhaft trockener, zart cremiger, fülliger, eleganter, mineralischer Gutsriesling auf Spätleseniveau, florale Anklänge, dichter noch als in 02, dabei nur mit 11,5% Alkohol ausgestattet, zu genießen ab sofort mit großem Vergnügen bis etwa 2006. Dönnhoff selbst hält ihn für einen seiner besten je produzierten Gutsrieslinge – für mich einer der feinsten in ganz Deutschland, die ich je degustieren durfte!



930803 Weißburgunder, trocken 2003 8,60 Euro
Dieser inspirierende Weißburgunder fasziniert durch sein rebsortenspezifisches Aromenspiel, dicht, füllig, kräftig, aber nicht zu wuchtig, eher die elegante Richtung, angenehm frisch, extraktreich, mineralisch, traumhafter Terrassenwein und fabelhafter Essensbegleiter, DIE Alternative zu den belanglosen Pinot Griiiigios, die noch immer den Markt überschwemmen. Phantastisches Preis-Genussverhältnis; zu genießen jetzt bis 2005.



930103 Oberhäuser Leistenberg, Riesling Kabinett trocken 2003 11,50 Euro
Erstklassige Schieferverwitterungsböden aus einer klassischen Lage, die nicht so populär ist wie die großen Namen der Nahe, doch zu Dönnhoffs Lieblingswingerten gehört, ergeben einen feinfruchtigen, finessenreichen Wein mit sehr eleganter Säure am Gaumen und einer moselanischen Stilistik: Dieser herrliche Kabinett scheint auf der Zunge zu tanzen, ist herrlich frisch und voller Finesse, harmonisch, dicht, füllig, schmelzig, mit einer komplexen Aromatik ausgestattet und sehr mineralisch, das Paradebeispiel eines klassischen Rieslings der Nahe. Ein animierender, sommerlicher, „freundlich-optimistischer” Wein (nur 11,5% Alkohol), bei aller Konzentration wirkt er sehr leicht und beschwingt, ein vibrierender Riesling, die wunderbare Leichtigkeit des Seins in lauen Sommernächten traumhaft widerspiegelnd; jetzt mit großem Genuss zu trinken bis mindestens 2006.



930303 Niederhäuser Herrmannshöhle, Großes Gewächs Riesling trocken 2003 24,00 Euro
In Subskription, ab September 28,00 Euro
Wohl DIE Spitzenlage der Nahe: Windoffener (daher kaum Botrytis), steiler Südhang zur Nahe, Niedrigerziehung der Rebstöcke wegen Ausnutzung der Bodenwärme, Kompostierung der Böden, um die Feuchtigkeit optimal zu speichern, Grauschieferverwitterung und komplexe Mischung verschiedener Gesteinstypen: „Heute wird der Name Niederhäuser Herrmannshöhle von Weinfreunden auf der ganzen Welt mit Ehrfurcht ausgesprochen, Helmut Dönnhoff verhalf den Weinen aus dieser Lage zu mehr als nur Beachtung und Bewunderung – er gab ihnen eine Aura”, so urteilt Stuart Pigott zu Recht im WEINGOURMET 3/2003. Diese Lage mit ihren bis zu über 60 Jahre alten Reben bringt intensivst mineralische Weine hervor, sehr komplex, ungemein konzentriert, füllig, dicht, elegant, extraktreich, extrem tiefgründig, mit herrlichen Pfirsich- und Zitrusaromen, am Gaumen druckvoll, schöne Balance, unfassbar lang, über 1 Minute anhaltend. Dieser große spektakuläre Riesling gehört zu den besten trockenen Weißweinen des Jahres in ganz Deutschland und demonstriert durch seine Stilistik eindrucksvoll, warum in Weinbauregionen kalte Nächte und somit große Temperaturunterschiede zum Tag eminent wichtig sind: welch fabelhafte Frische, welch große Eleganz und Finesse, welch beeindruckende mineralische Strahlkraft und welch perfekte Säurestruktur! Doch wird dieses Rieslingunikat noch eine Weile unnahbar bleiben: Zwar erbringt die große Lage Herrmannshöhle infolge der Vielfalt ihrer Gesteinstypen Rieslinge, die auch schon in der Jugend phasenweise infolge ihrer Harmonie, ihrer aromatischen Komplexität und dem perfekten Zusammenspiel aller Faktoren dem Kenner große Freude bereiten, doch machen sie immer wieder trotz ihrer Noblesse Phasen der „Aufsässigkeit” durch. Und dieses Große Gewächs, wohl der beste trockene Riesling, den Dönnhoff jemals produzierte, wird infolge seiner „ungeheuren” Mineralität, Tiefgründigkeit, Stoffigkeit, nie zuvor erlebten Fülle und Wuchtigkeit einige Zeit der Reife benötigen; daher zu genießen voraussichtlich erst Ende 2005 bis nach 2012. Ein Weltklasseriesling fast jenseits der sprachlichen Beschreibbarkeit, ein großer Wein, der sich beim meditativen Genuss dem kundigen Liebhaber von selbst erklären wird.



931303 Schlossböckelheimer Felsenberg, Riesling Spätlese 2003 17,90 Euro
Der Schlossböckelheimer Felsenberg besteht ausschließlich aus vulkanischem Schotter; das einzigartige Terroir gibt diesem exzellenten Riesling sein markantes, fast „staubiges”, aber auch zart exotisches Gepräge. In Nase und Mund faszinieren komplexe Aromen von Pfirsich und Aprikose sowie eine durchdringende Mineralität, die jedoch ganz anders daher kommt als die eher strenge Mineralität, die Rieslinge von Schieferböden erhalten. Sie wirkt weniger schlank, ist eher vergleichbar mit einer rassigen Schönheit südländischen Typus, ist dabei sehr fordernd und anspruchsvoll sowie geprägt von einer bemerkenswerten Frische und einer erstklassigen Säurestruktur. Nach längerer Öffnung im großen Glas – diese traumhafte Spätlese braucht viel Luft – entwickeln sich, wie beim von Parker mit 95 Punkten bedachten 02er, Aromen von schwarzen, wild wachsenden Himbeeren, ergießen sich wollüstige, saftige Wogen von Cassis, Feuerstein und würziger Mineralität über die Zunge, kleiden den Gaumen aus bis in den letzten Winkel, setzen sich fest, wollen nicht mehr loslassen; ungemein langer Nachhall, zu genießen ab sofort bis nach 2025. Geniale Spätlese, ihrem großartigen Jahrgangsvorgänger nochmals überlegen, die deutlich macht, warum viele Kenner den 03er Jahrgang dem besten Jahrgang des letzten Jahrhunderts, dem 1959er, zumindest als ebenbürtig, wahrscheinlich gar als überlegen ansehen. Eine Spätlese, die eine Legende begründen wird!



930203 Norheimer Dellchen, Riesling Spätlese 2003 18,90 Euro
Von klassischen steilen Schieferterrassen in einer Felsmulde, in die auch vulkanische Elemente eingeschlossen sind, stammt diese große Spätlese mit subtilen exotischen Aromen, auch Zitrus, weiße Blüten und Birne. Herrlich mineralisch, sehr dicht, verspielt, saftig, lebhafte Säure, ein unendlich langer Nachhall, doch was diese Spätlese insbesondere auszeichnet, ist ihre unnachahmliche Feinheit, Finesse und Cremigkeit, die große Rieslinge nur in absoluten Ausnahmejahrgängen in besten Lagen gewinnen können. Große Weine vermögen, ähnlich genialen Musikkompositionen, Emotionen auszulösen: Diese phantastische Spätlese erinnert an brillante klassische Musik, nicht der getragenen, feierlichen Art, sondern an fröhliche, optimistische, südländische Arien, die verzaubern, berühren und in eine magische Welt entführen. Welch phantastische Spätlese, den größten Weißweinen der Welt ebenbürtig, jedoch zu einem im Vergleich unfassbar niedrigen Preis. Parker vergab dem herrlichen Jahrgangsvorgänger bereits 97 Punkte, eine Bewertung, die angesichts seines so moderaten Preises wie eine Bombe einschlug und zu hektischen Nachfragen und vergeblichem Suchen auf dem Weltweinmarkt führte. Nach mehreren ausführlichen Degustationen des 03er Jahrgangs bin ich sicher: Diese gigantische 03er Spätlese aus dem Norheimer Dellchen überragt nochmals ihren Vorgänger, ist vielleicht eine der schönsten süßen Spätlesen, die Helmut Dönnhoff bisher vinifizierte: Jedenfalls meine persönliche Lieblingsspätlese in 03 dieses genialen Winzers, ein Wein zum Meditieren, der Genuss in Ruhe und Entspanntheit bedarf und ehrfürchtige Schauer in Ihnen auslösen wird. Probieren Sie diesen großen Riesling, der in jeden Keller eines ambitionierten Weinliebhabers gehört, ab sofort oder lagern Sie ihn für sich oder Ihre Kinder ein bis nach 2025.



930503 Oberhäuser Brücke, Riesling Auslese Goldkapsel 2003 0,375 l 23,00 Euro
Nur 1 ha große, sehr geschützte Parzelle in Monopolbesitz und unmittelbar neben der Nahe liegend (großer Vorteil in trockenen Jahren wie 03!), die aufgrund ihrer besonderen Bodenstruktur (hohe Wasserhaltekraft) und ihrer typischen Weine als kleinste Einzellage der Nahe klassifiziert wurde, ein Terroirwein erster Güte. Tiefe, mineralische Würze setzt er im Bukett frei, ein sehr komplexer Aromenbogen, phantastische Fruchtanklänge (rote Früchte und schwarze Johannisbeeren), Rauch und florale Noten. Am Gaumen explosive Aromatik, herrlich frisch, perfekte Säurestruktur, sehr konzentriert und opulent, enormer Extrakt, großer Druck, kerniger Körper, traumhafte Balance zwischen komplexen, noch sehr miteinander verwobenen Aromen sowie Säure und Süße. Der Wein legt sich seidig auf die Zunge und attackiert dennoch gewaltig den Gaumen, ein ganz großer Riesling, der in sich die mineralischen Geheimnisse dieser großen Nahelage birgt; zu genießen ab sofort bis nach 2030. Ein monumentaler, sensationell komplexer Riesling (97 Punkte vergab Parker bereits dem Vorgänger), ganz nah dem Ideal. Bei den Trauben für diese majestätische Auslese hat Helmut Dönnhoff mit einem sehr späten Lesezeitpunkt hoch gepokert – „Es war ein Tanz auf des Messers Schneide” – und alles gewonnen!



Folgende Weine werden in den nächsten beiden Pinwänden detailliert beschrieben. Alle Weine sind jedoch ab sofort bei uns erhältlich; daher geben wir Ihnen als erste Orientierung Parkers Bewertung der beiden Jahrgangsvorgänger.
ALLE 03er Weine halten wir aufgrund der für klassisch fruchtige und edelsüße Rieslinge herausragenden klimatischen Bedingungen, wohl die besten seit 1959, noch gelungener als die schon herausragenden 2001/2er.
Ein absoluter Jahrhundertjahrgang, Weine für die Ewigkeit!


931703 Dönnhoff Norheimer Dellchen, Riesling Spätlese trocken 2003 19,90 Euro



931803 Dönnhoff Schloßböckelheimer Felsenberg, Riesling Spätlese trocken 2003 17,90 Euro



931603 Dönnhoff Riesling QbA 2003 8,40 Euro
Die beiden Jahrgangsvorgänger erhielten von Parker 89 und 90 Punkte



931003 Dönnhoff Oberhäuser Leistenberg, Riesling Kabinett 2003 12,50 Euro
Die beiden Jahrgangsvorgänger erhielten von Parker 92 und 92+ Punkte



931103 Dönnhoff Norheimer Kirschheck, Riesling Spätlese 2003 15,50 Euro
Der 01er Jahrgangsvorgänger erhielt von Parker 94 Punkte



930903 Dönnhoff Schloßböckelheimer Kupfergrube, Riesling Spätlese 2003 19,90 Euro
Die beiden Jahrgangsvorgänger erhielten von Parker 95 und 97 Punkte



930403 Dönnhoff Oberhäuser Brücke, Riesling Spätlese 2003 21,50 Euro
Die beiden Jahrgangsvorgänger erhielten von Parker 94 und 97 Punkte



931203 Dönnhoff Niederhäuser Herrmannshöhle, Riesling Spätlese 2003 23,90 Euro
Die beiden Jahrgangsvorgänger erhielten von Parker 96 und 98 Punkte



931403 Dönnhoff Oberhäuser Leistenberg, Riesling Auslese 2003 23,90 Euro
Der 01er Jahrgangsvorgänger erhielt von Parker 95 Punkte



931503 Dönnhoff Norheimer Dellchen, Riesling Auslese 2003 24,50 Euro
Der 01er Jahrgangsvorgänger erhielt von Parker 95 Punkte



930603 Dönnhoff Niederhäuser Hermannshöhle, Riesling Auslese 2003 (0,375l) 25,00 Euro
Der 02er Jahrgangsvorgänger erhielt von Parker 94 Punkte



930703 Dönnhoff Oberhäuser Brücke, Riesling Eiswein 2003 (0,375l) 110,00 Euro
Noch besser! als die beiden Jahrgansvorgänger, die von Parker mit jeweils 100 Punkten bewertet wurden. Vielleicht der schönste edelsüße Wein – mit einem exotisch-rauchigen Bukett – den ich bisher je genießen durfte!



Kirsten - Würtz - Diel - Molitor

Bisher stellten wir Ihnen aus Deutschland ausführlich den neuen Jahrgang 2003 von Dönnhoff und Leitz vor. In aller Kürze wollen wir Ihnen noch einige weitere großartige Weine anderer deutscher Top-Winzer ans Herz legen: Über ein tolles Preis-Genussverhältnis verfügen sowohl unser seit Jahren meistverkaufter trockener Wein von der Mosel, der „Wolkentanz” vom Weingut Kirsten, der im neuen Jahrgang 03 herrlich saftig und cremig ausgefallen ist sowie der hervorragende Terrassenwein und Essensbegleiter von Dirk Würtz, sein trockener Silvaner 03. Im neuen VINUM, Heft Juni 04, wurde erstmals eine Silvaner-Trophy vergeben, an der Dirk, als Gastgeber der Endverkostung, nicht teilnehmen konnte. Doch VINUM widmet seinem vorzüglichen Silvaner eine Extrawürdigung: „Veranstalter Dirk Würtz kelterte aus ökologischem Anbau einen besonders guten Silvaner mit Struktur und Pfiff, der bei der Trophy Siegchancen gehabt hätte. Aus Pietätsgründen stellte Dirk Würtz jedoch nicht an: Mineralisch-wür(t)zige Nase, mit leichten Fruchtakzenten von Birnen, Nüssen und Melonen. Am Gaumen zunächst schlank und geradlinig, blüht dann stoffig auf und zeigt im Nachhall mineralische Schärfe: ein pikantes „Pfefferl” und einen distinguierten Mandeltouch. Harmonisch, rund und bekömmlich. Ein toller Wein!”. In der letzten Pinwand präsentierten wir Ihnen erstmals die Weine vom Weingut Diel an der Nahe, mit sensationellem Erfolg, so dass zwei große Weine im Handumdrehen ausverkauft waren. Beide Weine konnten wir nochmals nachordern und legen Ihnen diese phantastisch filigranen Weine aus dem exzellenten, klassischen 02er Jahrgang ebenso sehr ans Herz wie zwei Rieslinge von Markus Molitor, unbestritten zur absoluten Winzerelite der Mosel und damit ganz Deutschlands zählend:


911103 Kirsten, Wolkentanz 2003 5,50 Euro



950703 Würtz, Silvaner trocken 2003 5,95 Euro

[Würtz, Silvaner]



932602 Diel, Dorsheimer Burgberg Großes Gewächs Riesling 2002 19,90 Euro



932502 Diel, Riesling Classic 2002 9,90 Euro



916902 Molitor, Graacher Domprobst Riesling Kabinett trocken 2002 9,20 Euro



916802 Molitor, Zeltinger Sonnenuhr Auslese* trocken 2002 19,90 Euro



ÖSTERREICH

Weingut Kurt Angerer – Kamptal

„Qualität kommt von Qual”, so das mittlerweile weithin bekannte Bonmot des ungemein sympathischen und quirligen Naturburschen Kurt Angerer, in Deutschland mittlerweile wie in Österreich in aller Munde, da geradezu phantastisch seine Qualitäten – und in Relation hierzu ungemein niedrig die verlangten Preise. Und wer von Ihnen jemals inmitten seiner extrem gepflegten Weinberge steht, begreift blitzartig die doppelte Botschaft, die in Kurtis Worten liegt. Welch immenser körperlicher Anstrengung bedarf es, die Riede (der in Österreich übliche Begriff für die Weingärten) in einen solch optimalen Zustand zu versetzen, wie aufwändig werden die Blattwerksarbeiten betrieben, um eine bestmögliche Photosynthese und Sonneneinstrahlung zu erreichen und wie sehr müssen die Reben gegen die Grünbepflanzung inmitten ihrer Reihen ankämpfen; welchem Konkurrenzkampf sind so ihre Wurzeln ausgesetzt, wie tief müssen sie ins Erdreich eindringen, um Wasser zu finden und damit gleichzeitig Mineralien in die Trauben zu transportieren.
Im fertigen Wein spiegelt sich diese Philosophie von Kurt Angerer in einer feinwürzigen Mineralität, in Kompaktheit, Dichte, Kraft und Konzentration wieder, die in unverwechselbarer Weise den Stil seiner Grünen Veltliner, Rieslinge und Rotweine prägen. Seit er im letzten Jahr geradezu sensationell mit einem seiner „kleinen” Veltliner die große VINARIA-Verkostung vor allen bekannten Namen des gesamten Landes gewann, kann er sich vor Nachfragen nach seinen Weinen kaum mehr retten: Die Qualität seiner 2002er und 2003er Weine ist derart brillant, dass sie viele wesentlich teurere Gewächse von berühmten Kollegen mühelos in den Schatten stellen!


700103 Grüner Veltliner „Kies” 2003 6,90 Euro
Kühler, expressiver Duft nach weißem Pfeffer, Limetten, grünen Äpfeln, Maracuja, Mineralien und Kräutern. Am Gaumen klare schlanke Frucht, feine Kräuternoten, pfeffrige Würze, zart und saftig, lebendige Säure, schönes Spiel, sehr animierend, gute Nachhaltigkeit und Länge, sehr moderater Alkoholgehalt, tolle Frische, herrliche Balance, daher sowohl als Essenbegleiter als auch als beschwingter Sommerwein für die Terrasse hervorragend geeignet. Im Stahltank ausgebaut, kaum glaubliches Preis-Genussverhältnis. Jeder Schluck macht Lust aufs nächste Glas! Zu genießen jetzt bis 2008.



700203 Grüner Veltliner „Spies” 2003 10,50 Euro
Der Überflieger und jahrgangsbedingt noch bessere! Nachfolger des letztjährigen Siegers der großen Verkostung aller Veltliner Austrias in Österreichs renommiertem Weinmagazin Vinaria: Sehr präsenter, frischer Duft nach Pfeffer, Steinobst und Birnen, feste, griffige Mineralik, etwas Minze. Am Gaumen enorm viel saftige, dichte, frisch gewirkte Frucht, Kraft und Struktur, kompakter und konzentrierter als der „Kies”, feingliedrige Säure, wieder sehr mineralisch (hoher Anteil an Granitböden) und zupackend, nachhaltig, langer, fruchtig-würziger Abgang, vielschichtig, sensationelle Qualität für relativ wenig Geld; zu genießen jetzt bis 2012.



700802 St. Laurent, rot 2002 11,80 Euro
In der Nase ein sehr angenehmer, „kühler” Duft nach Sauerkirschen und schwarzen Beeren, eine Aromatik, die sich auch am Gaumen fortsetzt. Herrlich saftig, auch auf der Zunge kühl wirkend und sehr geradlinig, schöne Dichte, angenehm reifes Tannin, nachhaltig und bemerkenswerte Länge. Ein ungemein ehrlicher Rotwein, der einen immensen Trinkspaß vermittelt und nicht mehr sein will, als er ist. Vor Ort in Saarlouis von vielen Kunden mit großer Begeisterung aufgenommen; zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende des Jahres bis 2008.



700601 Zweigelt Granit, rot 2001 14,95 Euro
Was für ein herrlich saftiger, verführerischer lasziv-erotischer Wein, in seiner Stilistik komplett verschieden vom „kühleren” St. Laurent.
Faszinierende Kirsch- und Beerendüfte mit harmonischer Holzwürze schmeicheln der Nase, am Gaumen herrlich saftige, aber auch mineralische Frucht, cremige, seidene Tannine, noch präsentes, doch relativ weiches Holz, viel Kraft und Struktur und sehr nachhaltig. Dieser herrliche Sinnenschmeichler mundet ab sofort bis wenigstens 2008.



ITALIEN

Saladini Pilastri – Marken

Unsere meistverkauften italienischen Rotweine kommen aus den Marken (malerisch gelegen zwischen der Adria und den Hügeln der Abruzzen), einer Region, die in den letzten Jahren eine ähnliche Erfolgsstory infolge sensationeller Qualitätssteigerungen unter Beibehaltung sehr moderater Preise aufzuweisen hat wie das Languedoc-Roussillon in Frankreich. Saladini Pilastri, „eine dieser Spitzenkellereien in den Marken, die in den letzten Jahren die Qualität des gesamten Sortiments deutlich gesteigert und sich diesmal selbst übertroffen hat”, so der Gambero Rosso, verfügt über Top-Lagen mit erstklassigem Terroir, die sich in südlicher Ausrichtung über dem Trontotal erstrecken und von den langen, heißen Sommern genauso profitieren wie vom kühlenden Einfluss des Flusses und des nur 10 km entfernten Meeres. Als wahrer Glücksfall für das Gut erwies sich die 1995 eingegangene Partnerschaft mit den Starönologen Roberto Cipresso und Domenico d’Angel, seit neuestem ist der nicht minder renommierte Alberto Antonini verantwortlich. Seither besitzen die Rotweine Referenzcharakter für ihre gesamte Region, verfügen über eine enorme Farbtiefe, eine unglaublich reichhaltige, würzige, saftige, beerige, leicht süßliche Frucht, eine bemerkenswerte Struktur, einen sensationellen Extrakt und eine enorme Konzentration, sie sind harmonisch, ausgewogen und elegant. Kurzum, solch charaktervolle, eigenständige Weine zu so niedrigen Preisen haben wir seit Jahren in Italien kaum mehr gefunden, phantastische Preis-Genussverhältnisse („hochklassige Weine zu erschwinglichen Preisen”, Gambero Rosso) und wahre Glücksfälle im Leben eines Weinliebhabers und -händlers!


652103 Rosso Piceno 2003 (PK) 5,60 Euro
Der tief dunkelrote Piceno 2003 präsentiert sich dichter, aber auch eleganter und weniger marmeladig als seine beliebten Vorgänger und bietet daher noch deutlich leckereren Zechgenuss als in der Vergangenheit. Mit seinen feinwürzigen und beerigen Aromen in Nase und Mund und seinen saftigen, ungemein cremigen, sehr weichen Tanninen präsentiert er sich bereits heute von seiner schönsten Seite, Höhepunkt Ende des Jahres bis 2007, ein Klasse-Alltagswein, der in seiner Kategorie keine Konkurrenz zu fürchten braucht, mit einem unschlagbar günstigen Preis-Genussverhältnis!



652201 Vigna Piediprato, rosso 2001 8,90 Euro
Sinnlich-verführerische, sehr farbintensive Cuvée aus Montepulciano und Sangiovese, betörende, expressive, zart süßliche Frucht, beerige Aromatik, Sauerkirschen, Kaffee und weiße Trüffeln. Am Gaumen schmeichlerisch, saftig, dicht, konzentriert und elegant, mit reifen, schmelzigen Tanninen, im lang anhaltenden Abgang Schokolade und Dörrpflaumen, phantastisch guter Alltagswein mit Feuer und italienischem Charme; herrlicher Trinkspaß ab sofort, Höhepunkt 2005 bis mindestens 2010. In der Vergangenheit bereits mehrfach mit 2 Gläsern gefeiert und zusätzlich mit der Auszeichnung für ein besonders günstiges Preis-Genussverhältnis im Gambero Rosso geadelt; von Parker im aktuellen Wine Advoacte 152 mit 89 Punkten bewertet!



652601 Pregio del Conte, rosso 2001 11,00 Euro
Nur noch wenige Flaschen dieser von Parker mit sensationellen 92 Punkten bewerteten, höchst eigenständigen Cuvée aus Montepulciano und Aglianico mit seinem faszinierenden Bukett von erdigen Noten, dunklen Früchten, Rauch, Lakritze und Kaffee sind verfügbar. Zu genießen 2006 bis nach 2015.



652301 Vigna Monteprandone, rosso 2001 12,90 Euro
Tiefrote Farbe, in der Nase fasziniert ein komplexes Aromenspektrum, es dominiert ein reifer, süßlicher Beerenduft, dazu Anklänge an Pflaumen, Tabak und Rauch, zart marmeladenartige Konsistenz, leicht animalisch-wilde und würzige Noten, kraftvoll und intensiv am Gaumen, extraktreiche, mächtige, aber insbesondere saftig-weiche Tannine, ein fast dekadent anmutender Wein, einer der besten Roten (Montepulciano/Sangiovese), die je in den Marken erzeugt wurden, barriqueausgebaut, unfiltriert, zu unglaublich niedrigem Preis. Diesen nur in großen Jahrgängen erzeugten Wein voller regionsspezifischer Typizität und autochthonem Rebsortencharakter müssen Sie einfach probieren, eine Stunde vorher bitte dekantieren! Der Jahrgangsvorgänger wurde im Gambero Rosso mit den begehrten drei Gläsern ausgezeichnet, sein heute präsentierter, zumindest gleich guter Nachfolger erhielt 2 rote Gläser, was bedeutet, erst in der Endausscheidung um die 3 Gläser gescheitert.; Robert Parker, besser gesagt sein jetzt für Italien zuständiger und wesentlich zurück haltender punktende Mitarbeiter Daniel Thomases vergibt im aktuellen Wine Advocate 91 Punkte und damit deutlich mehr, als so manchem wesentlich teureren Prestigechianti aus der Toskana. Ziemlich viel Lob für dieses immer noch sehr preis„werte“ Juwel aus den Marken; zu genießen ab sofort bis etwa 2008.



Falesco – Umbrien

Erst 1979 wurde dieses Weingut gegründet, das wie kaum ein zweites in den letzten Jahren für Aufsehen und kontroverse Diskussionen sorgte, sowohl in der Fachpresse als auch bei den Liebhabern exzellenter italienischer Weine. Kritiker monieren, diese Weine seien zu sehr „gemacht”, zu gefällig, besäßen zu wenig eigenen Charakter, seien „parkerisiert”. Aufhalten konnten solche Stimmen jedoch den fast einmaligen Siegeszug der Weine von Falesco und ihres italienischen Starönologen Riccardo Cotarella nicht.
Diesem begnadeten Önologen gebührt der Hauptverdienst an der fast unglaublichen Steigerung des Qualitätsniveaus und der dadurch ausgelösten – und das müssen auch Kritiker konzedieren – großen Renaissance erstklassiger Weine in Mittel- und Süditalien.
Cotarellas Philosophie: Handlese nur physiologisch reifer Trauben, Herausarbeiten üppiger Aromen, einer reifen Frucht und einer herausragenden Struktur, weitestgehender Verzicht auf Schönung und Filtration und mehr oder wenig deutlich vernehmbarer Barriqueausbau. Falesco gehört seither zweifellos zu den bekanntesten Weingütern Italiens und die Region Umbrien demonstriert mit diesen Weinen eindrücklich ihr großes Potential.


660303 „Belfiore”, Rosato Lazio IGT 2003 6,90 Euro
Einer der schönsten und auch anspruchvollsten Rosés Italiens vinifizierte Starönologe Riccardo Cotarella aus Merlot- (90%) und Aleaticotrauben von Reben, die auf exzellenten Böden vulkanischen Ursprungs gewachsen sind. Zum ersten Mal überhaupt hat das umbrische Spitzenweingut in 2003 diesen Rosé erzeugt, der von der gleichen überragenden Qualität ist wie sein roter Bruder Vitiano. Perfekt vinifizierter Wein mit einem feinen, ausdrucksstarken, feinwürzigen Beerenduft und pikanter Frucht. Köstlich als Durstlöscher an heißen Tagen auf der Terrasse, aber auch als Begleiter sommerlicher Grillgerichte und Fischspeisen.



660103 Vitiano, rosso 2003 8,40 Euro
Von malerischen Hügeln um Montecchio, einem kleinen Ort südlich von Orvieto, stammen die Trauben von vorzüglichen Merlot-, Cabernet- und Sangiovesereben, die einen verführerischen Trinkwein der Spitzenklasse erbringen, von dem Parkerin beim 2000er behauptet (Wine Advocate Nr. 135 ) hat, dieser „besitze vielleicht den unglaublichsten Weinwert auf dem Markt”. Ein Hochgenuss für Liebhaber cremiger, geschmeidiger Rotweine, die dennoch Dichte, Struktur und Charakter besitzen. Tiefstes, dunkles Rot in der Farbe, in der Nase faszinierende, leicht süßliche Noten von reifen dunklen Waldbeeren, Cassis, feinen Kräutern und Gewürzen und Minze, subtile Röstaromen vom Barrique, nach längerer Öffnung immer mehr satte, reife, schwarze Kirschen, am Gaumen wiederum zart süßliche Frucht, dicht, herrlich ausgewogen weiche, geschmeidige, dennoch kraftvolle Tannine, schon durchaus schmeichlerisch, aber auch noch Potential. Ein Maul voll Wein mit einer schönen Länge und ein absoluter Knüller in seiner Preisklasse! Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Mitte 2005 bis wenigstens 2008, wohl der beste Vitiano, der bisher produziert worden ist.



660200 Montiano, rosso 2000 27,90 Euro
Die letzten Flaschen dieses großen umbrischen Weins (drei Gläser Gambero Rosso, 94 Parkerpunkte) sind eingetroffen; großes Potential!



SPANIEN

Compañía de Vinos Telmo Rodriguez

Telmo Rodriguez, der vielleicht begabteste und kreativste Kopf innerhalb der spanischen Winzerelite, dem selbst die REVUE DU VIN DE FRANCE einen geradezu euphorischen Artikel mit spektakulären Bewertungen unter dem zutreffenden Titel: „Un Bordeaux en Espagne” widmete, produziert hochwertige Spitzenweine auf Weltklasseniveau genauso wie vorzügliche Alltagsweine für unfassbar wenig Geld mit einem phänomenalen Preis-Genussverhältnis. Heute präsentieren wir vier ausgesprochene „Knaller” dieses so sympathischen Jungwinzers aus ganz großen Jahrgängen, die seit langem bereits zu den meist verkauften Weinen unseres Programms gehören. Kein Wunder: Die Compañía de Vinos Telmo Rodriguez erzeugt in modernem Stil hervorragende Weine mit einer ureigenen Handschrift, die eher an elegante Pinot Noirs oder Nebbioloweine erinnern als an spanische Kraftmonster, die einen ausgeprägten Terroircharakter besitzen und als Vorbild gelten für viele Weine Spaniens der neuen Generation.


420103 Basa, Rueda blanco 2003 5,90 Euro
Einer der interessantesten trockenen spanischen Weißweine für unfassbar wenig Geld, eine sehr erfrischende Cuvée aus Verdejo, Sauvignon und Viura, explosive Nase, fruchtig, würzig, angenehme Säurestruktur, Aromen von Aprikosen, Pfirsich und exotischen Früchten, dazu mineralische Anklänge. Wirkt wesentlich frischer und schlanker am Gaumen als in den Vorjahren, da deutlich höherer Anteil an Sauvignon blanc-Trauben. Unsere Kunden vor Ort sind begeistert und schwärmen vom besten Basa aller Zeiten. Dieser herrliche Alltagswein ist für den baldigen Trinkgenuss konzipiert, also bis Mitte 2005.



420203 „Al Muvedre”, tinto 2003 5,30 Euro
Einer unserer preis„wertesten” Alltagsweine wurde vom STERN unter dem zutreffenden Titel „Al Muvedre – Schrecken des Supermarkts” zum Weintipp der Woche (13/03) erkoren: „Es sind nicht unbezahlbare Ego-Weine, mit denen der junge Telmo Rodriguez nach Ruhm und Ehre greift. Eher sind es die bodenständigen Tropfen. Einer der kreativsten unter den Star-Weinmachern Spaniens, sucht er in seiner Heimat nach typischer Expression von Herkunft, Rebsorte und Klima. In Alicante, sonst vinologisches Niemandsland, entdeckte er Terrassenanlagen mit alten Rebstöcken der Sorte „Monastrell”, frankophilen Weintrinkern unter den Namen „Mourvèdre” bekannt. Nun ist die Gegend von Alicante zwar die Heimat dieser dickschaligen Rebsorte, gleichwohl wussten die Bauern dort deren Kraft und Würze bis vor kurzem nicht in Weinqualität umzusetzen. Telmo Rodriguez kam, half und liefert nun auf herzerfrischende Weise authentischen Monastrell. Die Ausstattung der Flasche wirkt durch gekonnte Simplizität edel und raffiniert. „Al” steht für Alicante, „Muvedre” für die Rebsorte. Der unkomplizierte Wein erfreut das Herz des preisbewussten Weintrinkers, den die anonymen Supertropfen immer wieder quälen, der aber vom Geizen nicht lassen kann. Hier wird er zu einem Spottpreis glücklich! Herrlich wild zeigt der Wein Charakter in Duft und Geschmack, milde Gerbstoffe tragen saftige Würze an den Gaumen. Mit dunklen Beeren, getrockneten Sommerkräutern und dem Alkohol des Südens. Im Repertoire schmeckt er nach deutlich mehr, als er kostet – da hat der Supermarktwein nichts zu melden.”
Kein Wunder, dass bei derartigen Elogen dieser phantastische Alltagswein von unseren Kunden kistenweise gekauft wurde und schnell vergriffen war. Doch ich gebe Ihnen mein Wort, ähnlich wie beim 03er Basa hat Telmo auch beim Al Mourvèdre den besten Wein seiner großartigen Karriere vinifiziert unter traumhaften klimatischen Bedingungen, da in der Region Alicante keinerlei Trockenstress zu vermelden war. Zu genießen ab sofort bis etwa 2007.



420403 „Dehesa Gago”, tinto 2003 7,95 Euro
Im Westen Kastiliens, in der so ungemein dynamischen Region Toro mit ihren extremen klimatischen Bedingungen, auf sehr ärmlichen, uralten Rebbergen mit einer extrem exponierten Sonneneinstrahlung produziert Telmo, dieser sympathische „Wunderknabe des spanischen Weinbaus”, einen Wein, der von Parker seit Jahren zu den „awesome wine values” gezählt wird, die ein Preis-Genussverhältnis bieten, das seiner Meinung nach geradezu unglaublich ist. 100% Tinta de Toro-Trauben aus 40 bis 70 Jahre alten, teilweise wurzelechten Weinstöcken, tiefdunkle Farbe, berauschendes Bukett nach Crème de Cassis, Brombeeren, Pflaume und Kirschen, süßlich-würzige Fruchtexplosion im Munde, sehr dicht, reichhaltig, fleischig, generös, herrliche Tanninstruktur, „zu gut um wahr zu sein” (Parker), ein Wein, der bereits im 99er Jahrgang vom FEINSCHMECKER zu den 100 besten Weinen der Welt gezählt wurde (und welche Fortschritte wurden seitdem in der Vinifizierung dieses Weines erzielt!) und der mit einem der besten Preis-Genussverhältnisse in ganz Spanien ausgestattet und einer unserer meist verkauften Rotweine überhaupt ist; zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2003 bis 2008.



420701 „Matallana”, Ribera del Duero, tinto 2001 59,00 Euro
Dieser tiefdunkle, einzigartige Wein mit einer ungeheuren Dichte und Konzentration (aber kein Monsterwein, im Gegenteil, er präsentiert sich voller Eleganz, Finesse und Feinheit) stammt aus einem Weinberg von nur 7 ha, dessen Rebstöcke des Tinto Fino über 60 Jahre alt sind. Sehr komplexe, nuancierte Aromen von schwarzen Früchten, Cassis, Kirschen, Lakritze, sehr feinen Gewürzen und zarte Toastanklänge vom neuen Barrique, am Gaumen eine traumhafte Struktur, Harmonie, Tiefe, reichhaltig, ein betörender Sinnenzauber mit Tanninen von einer äußerst raren Seidigkeit.
Einer dieser so seltenen Weine, von denen ich, inspiriert von den Anmerkungen eines sehr sympathischen und liebenswerten Weinfreundes aus Hamburg in meinen Notizen notiert habe: „Ein Kraftprotz in Abendgarderobe aus Samt und Seide” . Ein ungemein komplexer, feiner, perfekt ausbalancierter großer Wein, dessen ähnlich guter 99er Jahrgangsvorgänger bereits mit 4,5/5 Sternen die sehr selten vergebene Höchstnote in der Revue du vin de France erhielt! Dies ist ein Rotwein der absoluten Spitzenklasse und mit das beste, was Sie derzeit in Spanien finden können! Zu genießen ab sofort, (Dekantieren), Höhepunkt 2006 bis nach 2012.



Bodegas Mauro und Aalto – Mariano Garcia

Liebhaber großer spanischer Weine sprechen seinen Namen mit großer Ehrfurcht aus: Mariano Garcia. 30 Jahre lang war er Weinmacher bei Vega Sicilia, dem unbestrittenen Flaggschiff des spanischen Weinbaus, d.h. er hatte die renommierteste Stellung inne, die ein Önologe in Spanien erreichen konnte: Er war der Mann hinter dem legendären Único.

Nach seinem spektakulären Abschied bei Vega Sicilia im Jahre 1998 wandte sich Mariano Garcia zunächst seinem bereits 1980 gegründeten Familienbetrieb Mauro zu und steigerte die Qualität dort dermaßen, dass sich Mauro heute zur absoluten Spitzenklasse der spanischen Weine zählen darf. Zudem erhielt Garcia das verlockende Angebot, Mitinhaber und önologischer Leiter eines neuen Projekts in Ribera del Duero namens Aalto zu werden. Mit einer Gruppe finanzkräftiger spanischer Weinafficionados nahm das Vorhaben nach einigem Zögern Marianos Gestalt an. Das erklärte Ziel aller Beteiligten war, aus den besten verfügbaren Rebstöcken in Ribera del Duero eine moderne Interpretation des großartigen Terroirs dieser Region auf allerhöchstem Niveau zu erzeugen, koste es, was es wolle. Dieses kompromisslose Bekenntnis zur Topqualität, jenseits aller ökonomischen Zwänge, gab für Mariano schließlich den Ausschlag, diese neue große Herausforderung anzunehmen und sein immenses Können und Wissen zur Verfügung zu stellen.

Heute gehören die Weine von Mauro und Aalto zu den meistgesuchten Top-Weinen Spaniens. Frisch eingetroffen ist der gerade abgefüllte Spitzenwein Aalto 2001, eine Perle der neuen spanischen Rotweinkultur!


426101 „Aalto”, tinto 2001 32,00 Euro
Tiefstes dunkles Rot in der Farbe, in der Nase saftige Schwarzbeerenaromatik, Cassis, feine, noble Schokoladenaromen, Weihrauch, Zimt, Sandelholz und dezente Rauchanklänge vom neuen Holz. Am Gaumen eine phantastisch komplexe, ungemein spannende Aromatik, die immer neue Wahrnehmungen und Nuancierungen ermöglicht. Ein subtiler Wein zum Meditieren, kein Monsterwein, der erschlägt und ermüdet. Sehr glycerinreich, dazu eine präsente, fein integrierte Säure und ungemein saftige, weiche, seidene Tannine, braucht noch ein wenig Zeit, sich zu harmonisieren, doch in ca. 2 Jahren bietet dieser großartige unfiltrierte Wein aus 45-100jährigen Tempranilloreben, ausgebaut in französischen Barriques bester Provenienz, eine spektakuläre Qualität zu einem angesichts seiner herausragenden Qualität enorm fairen Preis, der seine schon hervorragenden Vorgänger nochmals übertrifft. Ein Meisterwerk, einer der großen Tempranillos Spaniens, ein unglaublich vielschichtiger, verführerischer Stoff von betörender Eleganz, qualitativ auf einer Augenhöhe mit dem genialen Vega Sicilia, dem großen Vorbild und ebenfalls einst von des Meisters Hand geschaffen, wenn auch stilistisch völlig anders; Höhepunkt 2006 bis mindestens 2010. Parker hat übrigens dem im Herbst auf den Markt kommenden Aalto PS 2001 98+ Punkte gegeben (bei Interesse unbedingt reservieren), der heute angebotene reguläre Aalto ist nur um Nuancen dahinter anzusiedeln!



In der letzten Pinwand hatten wie Sie bereits informiert: Parker adelt die spanischen Rotweine von Mariano Garcia und bescheinigt ihnen Weltklasseniveau Im neuen Wine Advocate 152 verkostete Parker Marianos großen Gewächse und urteilte spektakulär. So erhielt der „normale” Mauro 2001 93 Punkte, die 99er Vendimia Seleccionada 95 Punkte, der Aalto PS 2000 gar 96 Punkte. Herzlichen Glückwunsch Mariano Garcia! Noch haben wir einige Kisten dieser großen Gewächse vorrätig:

419101 Mauro 2001 23,50 Euro

[Mauro]



419299 Mauro, Vendimia Seleccionada, tinto 1999 59,90 Euro

[Mauro, Vendimia Seleccionada]



426200 Aalto PS, Tinto 2000 57,50 Euro

[Aalto PS, Tinto]



FRANKREICH

Domaine Puech Auriol – Languedoc

Es war erstmals im März 2002 auf einer Verkostung großer Weine des französischen Südens, als ich eine Fassprobe des Jungfernjahrgangs dieses neuen Weingutes, DES Senkrechtstarters der beiden letzten Jahre im Languedoc, verkostete. Und ich war wie elektrisiert, ja geradezu schockiert angesichts der sensationellen Qualität, die sich tiefschwarz in meinem Glase spiegelte. Stéphane Yerle, so heißt der sympathische Winzer baskischer Herkunft, war mir zwar als einer der jungen, „wilden”, innovativen Spitzenönologen Frankreichs schon lange ein Begriff (so hat er seit Beginn der 90er Jahre in verantwortlichen Positionen auf besten Weingütern in Spanien und im Madiran, auf Montus und bei Patrick Ducournau, gearbeitet), doch dass er sich nebenbei als „Wochenendwinzer”, wie er sich selbstironisch zu titulieren pflegt, niedergelassen hatte, war mir damals noch neu.

Und was hat er sich für herausragende terrassierte Parzellen mit altem Rebbesatz (die nur noch wenig Trauben tragen und daher dem Vorbesitzer zu wenig Ertrag abwarfen!!) im Département Hérault im Herzen des Languedoc gekauft, sandige, kalkhaltige, sehr steinige Böden, geradezu ideal zur Erzeugung großer Grenacheweine. Ganze 2,6 ha bewirtschaften Stéphane und seine junge Frau Cécile in extrem arbeitsintensiver Weise naturnah und eben vorwiegend am Wochenende, wenn Stéphane, von seiner Önologentätigkeit „befreit”, sich zu Hause in Ruhe seinem eigenen Weingut widmen kann. Diese Arbeiten betreibt er mit einem Aufwand und einer Feinfühligkeit, wie ich sie bisher nur ganz selten bei wirklich großen Winzern angetroffen habe. Sorgfältige Handarbeit in den extrem gepflegten Parzellen, penible Auslese bei der Ernte, für die, der geringen Größe des Weingutes sei Dank, keinerlei „unkundige” Fremdarbeiter engagiert werden müssen, naturgegeben kleine Erträge von sehr reifen Trauben alter Rebstöcke, extrem schonende Vinifizierung mit Hilfe einer alten, liebevoll restaurierten Presse, langes Belassen des Mostes auf der Hefe, was zu einer betörenden Frucht im fertigen Wein beiträgt, gekonnter Einsatz der Mikrooxydation, deren „Erfinder”, Patrick Ducournau, sein kongenialer Lehrmeister war, keinerlei Pumparbeiten, aber subtiler, feinfühliger Ausbau in gebrauchtem Holz unterschiedlicher Größe und Provenienz. Das Resultat dieser ungemein sorgfältigen und engagierten Arbeit im Keller und Weinberg: ALLES ÜBER WEIN, Ausgabe Dez. 02/Jan. 03, feiert unsere NEUENTDECKUNG DES JAHRES 2002 Puech Auriol in ihrem umfangreichen Report über die aktuelle Entwicklung im Languedoc euphorisch als einen der „Spitzenerzeuger im Languedoc” und konstatiert, dass Stéphane und Cécile, die ihre Weinberge „mit Liebe und Passion ausschließlich manuell bearbeiten, fast wie im deutschen Schrebergarten, begeisternde Weine produzieren, aromatisch, warm, einladend – südlich in des Wortes bestem Sinne, authentische Weine ihrer Region.” Sensationelle Qualitäten in ihrer jeweiligen Preisklasse eben, faszinierende Weine zum Süchtigwerden und Verlieben!


349303 VdP d’Oc, rosé 2003 6,60 Euro
Einer der wenigen herausragenden Rosés aus dem Meer nichtssagender Weinchen ist diese so würzige, erfrischende, aber auch phantastisch cremige Cuvée aus Grenache-, Cinsault- und Carignantrauben aus niedrigen Erträgen von 40hl/ha!, lachsfarben, mit einem interessanten, ungewöhnlich komplexen Aromenspektrum: Himbeeren, Erdbeeren, Kirschen, Granatäpfel, Pampelmuse, Mandarinen und Passionsfrüchte. Infolge seiner großartigen Säurestruktur ist dieser absolute Ausnahmerosé kein billiges Weinchen, das innerhalb weniger Wochen weggetrunken werden muss, sondern ein ernst zu nehmender Wein, der sich über ein bis zwei Jahre hervorragend entwickeln wird. Ein idealer „Zechwein” für sommerliche Grillpartys, aber auch ein idealer Begleiter zu allen Arten von Mahlzeiten.



349102 VdP des Coteaux d’Ensérune, rouge 2002 9,90 Euro
Dichtes, tiefdunkles, leuchtendes Rot, ja, fast schwarz in der Farbe, dem Glase entsteigt eine komplexe Aromatik, vielschichtig, verwoben, Anklänge an schwarze Waldbeeren, saftige, reife Kirschen und Gewürze der Garrigue, Zimt, gemahlener schwarzer Pfeffer, Wacholder, ein Hauch schwarzer Schokolade, Noten von Zedernholz, Leder und unterschiedliche mineralische Anklänge, die von den kalkhaltigen Böden stammen. Tolle Fülle am Gaumen, dazu eine bemerkenswerte Dichte, traumhaft saftig, deutlich vernehmbar noch die cremigen Tannine, die aber wunderbar weich und harmonisch in die ausladende Frucht integriert sind. Schöne Frische infolge einer zartherben Säure, sehr glycerinreich, ein im besten Wortsinne südliche, „warme” Cuvée (Carignan und Grenache), dennoch sehr elegant und finessenreich; trinkbar ab sofort (1-2 Stunden dekantieren), Höhepunkt Ende 2004 bis voraussichtlich 2008. Noch gelungener als sein ungemein beliebter Vorgänger, in seiner konsumentenfreundlichen Preisklasse vielleicht der beste Rotwein des Jahres 2002 im gesamten Languedoc, unfiltriert und verschlossen mit erstklassigen Korken, die sonst nur wesentlich teureren Weinen zugedacht sind!



349201 „Tourments”, VdP des Coteaux d’Ensérune, rouge 2001 22,00 Euro
Im Jahrgang 2000 entschloss sich Stéphane erstmals zur Produktion dieser fulminanten Spitzencuvée, der ein phantastischer Erfolg beschieden war. Im großen Languedoctest von ALLES ÜBER WEIN (Dez. 02/Jan. 03) konnte er sich den zweiten Platz unter mehr als 200 verkosteten Spitzenweinen sichern, nur einen Punkt übertroffen von unserem Testsieger, dem auch wesentlich teureren „La Porte du Ciel” von Château de la Negly.
Christina Göbel (Sommelière in der „Speisemeisterei” Stuttgart, 2 Michelinsterne), Deutschlands Sommelière des Jahres 2003, schwärmte im FEINSCHMECKER begeistert von diesem Wein: „Meine allerneueste Entdeckung: fast schwarz, mit Aromen von reifen süßen Amarenakirschen, Cassis und Johannisbeerkonfitüre. Helle Tabake, Lebkuchen und Sandelholz. Dennoch kühl und elegant. Seidige, reife Tannine, noch präsente, aber gut gepufferte Säure.” Und dieser erstklassige Wein wird qualitativ nochmals von seinem Nachfolger übertroffen, der phantastischen Jahrgangsqualität wegen und infolge weiterer Fortschritte im Weinberg und im Keller. Die selektiv geernteten, extrem reifen Trauben von alten Grenache- (80%) und Carignanreben wurden zuerst traditionell im großen Bottich auf der Maische angegoren, um anschließend in gebrauchten 600 Liter-Fässern die Gärung abzuschließen. Diese hat Stéphane Yerle dann, ähnlich wie es Pascal Verhaeghe von Château du Cèdre mit seiner „Grande Cuvée” praktiziert, während der Gärung vorsichtig gerollt, um eine möglichst subtile Tanninausbeute zu erzielen. Zur malolaktischen Gärung wurde der Most mit ultrareifem Carignan-Most vermählt und in Barrique-Fässer abgezogen. Und wie hat sich dieser Aufwand gelohnt! Tiefstes Violett, ja fast schwarz in der Farbe, in der Nase ungemein komplex, konzentriert und reich, Anklänge an reife, süße, dunkle Waldkirschen, danach Blätter von schwarzen Johannisbeeren, heller Tabak, noble Kaffeearomen, ein Hauch von Lebkuchen und edlem, süßlichem Sandelholz. Dazu entströmt dem Glas, eine Folge der uralten Reben mit ihren tiefen Wurzeln und dem geringen Ertrag, ein ganzer Basar orientalischer Gewürze und die kühle Stilistik des Weines evoziert Anklänge an große Prioratweine. Aber auch grenachebetonte Weltklasseweine aus Châteauneuf-du-Pape erinnern an dieses großartige Gewächs, das jedoch mit seinem eigenständigem Languedoc-Charakter ein einzigartiges Unikat darstellt und schon heute als der vielleicht beste Grenachewein gilt, der je im Midi erzeugt wurde.
Am Gaumen sehr dicht, konzentriert, aber beileibe kein Konzentrationsmonster, enorm extrakt- und glycerinreich, feinste Würze, kompakte, seidene, reife, edle Tannine, perfekt in die überwältigend reiche, enorm tiefe Frucht eingebunden, ebenso wie die noch präsente Säure, ein ungemein harmonischer Wein, bestens ausbalanciert, wunderschöne Textur, unwahrscheinlich lang anhaltend, gewinnt noch einmal deutlich beim Abgang, ein durch und durch mediterraner Wein mit einem großen Potential, weder geschönt noch filtriert, ganz moderat geschwefelt, trinkbar ab sofort nach mehrstündigem Dekantieren, Höhepunkt 2005 bis mindestens 2012. Einer der originärsten und besten je im Languedoc produzierten Weine, was auch unter Winzerkollegen neidlos anerkannt wird, Kultweinstatus! Ganze 1200 Flaschen dieses in seiner Stilistik so einzigartigen Weines gelangen nach Deutschland, meine ganz besondere Empfehlung!



Château de Montpezat – Languedoc

Christophe Blanc hat zusammen mit seinem begnadeten Önologen Jean-Philippe Escorne seit Mitte der 90er Jahre dieses bei Pézenas im Herzen des Languedoc auf erstklassigen Böden gelegene Gut mit grandiosen, dichten, fruchtbetonten und faszinierend eleganten Weinen, vinifiziert aus autochthonen Reben der Region wie aus neu interpretierten internationalen Edelreben, an die Spitze der Appellation geführt. Bereits mit dem großartigen 95er Jahrgang brachte Christophe erstmals eine spektakuläre Ernte ein, mit Folgen: Parker adelte den „Prestige” überschwänglich als den „Le Pin des Languedoc”. Und ich verspreche Ihnen: Der großartige 2001er ist der mit Abstand beste Wein, den Christophe jemals vinifizierte! Im Languedoc gibt es immer mehr bemerkenswerte Weine aus den großen Edelreben der Welt, Cabernet und Syrah, häufig durchaus gut „gemacht”, doch so originäre Weine zu finden, von so expressivem Charakter, eigenständige Interpretationen, Weine, die man, einmal getrunken, so schnell nicht wieder vergisst, das ist schon ein absoluter Glückstreffer.


306301 „Le Prestige”, rouge 2001 14,90 Euro
Tiefstes Purpurrot, ja fast schwarze Farbe mit einem kardinalsroten Rand, in der Nase unverkennbar die betörende mediterrane Aromatik des französischen Südens, eingebettet in eine allerdings rare Eleganz und Finesse, wie sie großen Bordelaiser Gewächsen zu eigen ist. Die explosiv dem Glase entsteigende ungemein betörende Cassisfrucht fasziniert und betört von der ersten Duftempfindung an, so dass man am liebsten eintauchen möchte in das komplexe, beerendominierte Aromenspektrum (dazu feinste Tabakaromen, dunkle Kirschen, Schwarzbeeren, subtilste Gewürzaromen), welches delikat den Gaumen reizt. Dieser „dramatische”, unfiltrierte und ungeschönte Wein ist hochkonzentriert, dicht, tief, von erstklassiger Struktur, wunderbar ausbalanciert und seine dunkelwürzigen Fruchtspuren verlieren sich in einem Meer cremiger, aber präsenter Tannine. Versehen mit einem sehr langen fruchtbetonten Nachhall und einem großem Reifepotential sind die kernigen Gerbstoffe der Cabernettrauben zwar noch deutlich vernehmbar, besitzen aber die seltene Qualität, lange und dicht auf der Zunge nachzuklingen, ohne trocken oder dominant zu erscheinen, da sie meisterhaft von süßlichen Fruchtaromen umhüllt werden, so dass sie zugänglich, kühl, fast seiden wirken.
Wurde bereits der 95er Jahrgang von Parker mit 92 Punkten bewertet, so stellt der 2001er (dicht gefolgt vom ebenfalls großartigen 2000er) aus potentiell großem Jahr den grandiosen Höhepunkt im bisherigen Schaffen von Christophe Blanc. Das ist wahre handwerkliche Kunst für anspruchsvolle Genießer, hier triumphieren reife Trauben aus niedrigen Erträgen von sehr gepflegten Rebstöcken und der unverkennbare Terroireinfluss und lassen viele modisch „gemachte”, wesentlich teurere Weine ganz schön alt aussehen: Ein Kraftprotz in Abendgarderobe aus Samt und Seide, ein Sinnenzauber für anspruchsvolle Genießer, eine Herausforderung erstklassiger Bordelaiser Gewächse, die in dieser Qualitätsliga mehr als das Doppelte kosten! Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2005 bis mindestens 2012.



306400 „La Pharaonne”, CdL rouge 2000 – die letzten Flaschen – 14,90 Euro
Einen unserer meist verkauften Rotweine aus dem Languedoc in der Preisklasse um 15 Euro können wir Ihnen dank Christophs unerwarteter Zuteilung mit großer Freude nochmals anbieten: Intensiv rote Farbe mit violetten Reflexen, Mourvèdre dominiert, dazu sehr reife Grenache (sehr geringe Erträge), überbordende Aromen von prallen, schwarzen Beeren, Rauch und herrlich duftende Kräuter. Am Gaumen erstaunliche Konzentration an Inhaltsstoffen sowie eine faszinierende Finesse und eleganter Schliff, Anklänge an schwarze Johannisbeeren, Pflaumen und Leder, eine kräutrig-wilde Aromatik, aber gleichzeitig eine erstaunliche Noblesse, geschmeidiger, feiner Körper, dicht, konzentriert, elegant, komplex, sehr cremig, viel Struktur, subtiles Spiel, seidene, reife Tannine, lang anhaltend.
Man ist fasziniert von einer reifen, beerigen, frischen kühlen Süße, die zunächst an den Zungenrändern spürbar ist, von wo sie sich verführerisch bis in den letzten Winkel des Gaumens schleicht. Der delikaten balsamisch wirkenden Fülle dieser wunderschönen Cuvée träumt man lange hinterher; sie beschäftigt einen, sie wird mit jedem Schluck intensiver, dichter und komplexer, immer deutlicher wird eine traumhafte Balance, die auf subtiler Finesse basiert und trotz Kraft und Dichte filigran und angenehm kühl im langen Abgang wirkt. Ein hervorragender Essensbegleiter, bereits der Jahrgangsvorgänger aus etwas schwächerem Jahr erhielt im übrigen 92 Parkerpunkte, doch der 2000er ist, mein Wort darauf, der beste „Pharaonne” aller Zeiten, wiederum phantastisches Preis-Genussverhältnis; nach mehrstündigem Öffnen ab sofort höchstes Trinkvergnügen, Höhepunkt jedoch erst Ende des Jahres bis mindestens 2010!



306103 Sauvignon blanc 2003 (PK) 5,90 Euro
Frisch eingetroffen ist einer unser beliebtesten Weißweine aus dem Süden Frankreichs, der herrlich reintönige Sauvignon mit expressiven Aromen von Stachelbeeren, frischem Heu, zart exotischen Noten sowie feinen Mineralien; am Gaumen klar, fruchtig, frisch, feingliedrig, ausgestattet mit einer bemerkenswerten Frische (Die Trauben werden zwischen Mitternacht und 5 Uhr früh sehr kühl geerntet!), viel Qualität für kleines Geld und weit mehr als nur ein einfacher Sommerwein.



Domaine de Fondrèche – Côtes-du-Ventoux

Die Domaine de Fondrèche, gelegen am Fuße des malerischen Mont Ventoux, des heiligen Berges der Provenzalen, sorgt seit Mitte der 90er Jahre unter der engagierten Leitung des jungen, begnadeten Weinmachers Sébastien Vincenti, einem der größten Winzertalente Frankreichs für erhebliches Aufsehen. Hier werden in höchst arbeitsintensivem, naturnahem Anbau authentische Weine produziert, zweifellos die Referenzweine dieser aufstrebenden Appellation aus einer traumhaft schönen Landschaft mit ihrem faszinierenden provenzalischen Licht. Die Qualitäten in 03 sind von außergewöhnlicher Güte, die Nachfrage dermaßen hoch, dass wir, mit Ausnahme des von uns exklusiv angebotenen Sud Absolu, eigentlich schon ausverkauft waren und dementsprechend viele Kunden enttäuschen mussten. Doch manche Händler rufen derzeit ihre Reservierungen nicht ab, unser Freund Sébastien gibt uns die Weine gerne weiter, so dass wir Ihnen nochmals seine extrem nachgefragten Klassiker aus dem großen Jahrgang 2003 anbieten können:


151503 Côtes du Ventoux, L’Eclat, blanc 2003 7,80 Euro
Einer der schönsten Sommerweine Frankreichs, vinifiziert (teilweise im neuen Holz, das zwar unschmeckbar ist, dem Wein aber seine cremige Textur verleiht) aus autochthonen Rebsorten des Südens (Grenache blanc, Roussanne, Clairette), in dessen betörendem, würzigen Duft sich die Seele seiner provenzalischen Heimat widerzuspiegeln scheint. Es sind sommerliche Aromen, mit denen man unweigerlich den Geruch von Kräutern, von blauen Lavendelfeldern und von einem sich in der Sonne spiegelnden Meer assoziiert. Ein Glas dieses herrlichen Weines, genossen zur mediterranen Küche oder abends solo auf der Terrasse: Schon werden Erinnerungen wach an die unvergleichliche Landschaft der Provence und verführen unweigerlich zum Träumen.

[Fondrèche, Côtes du Ventoux, blanc]



151403 Côtes-du-Ventoux, L’Instant, rosé 2003 6,50 Euro
Sie wissen, dass wir nur wenige Rosés in unserem Programm führen, da sie zu selten unseren Ansprüchen genügen. Einer dieser raren Weine ist diese so würzige, erfrischende Cuvée aus Grenache, Cinsault und Syrah, von kräftiger Farbe, mit einem interessanten Aromenspektrum; jeder Schluck dieses Ausnahmerosés lässt Parkers Elogen verständlich werden, der einen seiner Vorgänger mit sensationellen 89 Punkten bewertete und ihm Vorbildcharakter für seine Gattung bescheinigte. Der fruchtige, frische 2003er ist nach Sébastiens Meinung der beste Rosé, den er bisher produzierte und demonstriert eindrucksvoll, warum er in der großen „FEINSCHMECKER-Rosédegustation Südfrankreich” im Sommer 2001 zu den drei besten! gezählt wurde. Ein idealer „Zechwein” für laue Sommerabende, aber auch ein guter Begleiter zu südländischen Grillgerichten, wie etwa Lammkoteletts oder Merguez.

[Fondrèche, Côtes du Ventoux, rosé]



151703 Sud Absolu, rouge 2003 5,95 Euro
Seit 2 Jahren beschäftigen wir uns zusammen mit Sébastien mit einem Projekt, Ihnen wiederum einen so herrlich süffigen und sagenhaft günstigen Rotwein anzubieten wie den fast schon legendären „La Tonnelle“, der einer unserer erfolgreichsten Rotweine bisher überhaupt war. Kein leichtes Unterfangen, hat doch Sébastien nie genügend Trauben, um alle Wünsche nach seinen etablierten Weinen auch nur annähernd befriedigen zu können. Doch endlich können wir Ihnen wieder einen herausragenden Alltagswein zu einem ungemein fairen Preis anbieten. Exklusiv für Pinard de Picard vinifizierte Sébastien einen Spaßwein, der wesentlich teurere Konkurrenz mühelos aus dem Feld schlägt. Zusammen mit seinem Önologen Didier Robert fuhr er durch die Region, suchte hervorragende Parzellen aus, die er von den Eigentümern pachtete. Didier übernahm die Verantwortung für die Weinbergsarbeit und Sébastien vinifizierte das perfekt gereifte Traubenmaterial (Grenache und Syrah) im gewohnt erstklassigen Stil auf seiner Domaine, mit sensationellem Erfolg: Ein ungemein „sexy” Wein, von, Nomen est Omen, unverkennbar südlicher Stilistik, einfach Trinkspaß pur. Expressive Aromen von Schwarzbeeren, reifen Kirschen und den verführerischen Düften der Provençe. Ausladend, füllig, schmeichlerisch am Gaumen, cremige, weiche Tannine, ein absoluter Maßstab in seiner so konsumfreundlichen Preisklasse; jetzt und in den nächsten zwei bis drei Jahren ein ungemein leckerer Trinkgenuss.

[Fondrèche, Sud Absolu]



Domaine de Cascavel – Côtes-du-Ventoux

In den südlichen Ausläufern des wildromantischen Massivs des Mont Ventoux, in dieser so bezaubernd anmutigen Landschaft mit ihrem faszinierenden fahlen Licht, kaufte sich Raphael Trouiller im Jahr 2000 beste, extrem steinige Parzellen mit altem Rebbesatz in einer klimatisch begünstigten Höhenlage (große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sorgen für eine längere Vegetationsperiode als im benachbarten Rhônetal, damit für eine noch optimalere Ausreifung der Trauben, für eine perfekte Säurestruktur und eine große Finesse im fertigen Wein) und gründete zusammen mit seinem Partner Olivier Baguet voller Enthusiasmus die Domaine „Cascavel”, beseelt von der Idee, erstklassige Weine nach den Prinzipien des biologischen Anbaus zu produzieren. Unser Freund Jean Marot von der Domaine le Murmurium stand mit Rat und Tat zur Seite, so dass bereits der Jungfernjahrgang 2000 zu einem großen Erfolg wurde und die Domaine Cascavel auf Anhieb zu einem unserer beliebtesten Weingüter der südlichen Rhône avancierte. Die große Nachfrage nach allen Weinen unserer drei Domainen vom Fuße des Mont Ventoux und ihre hohen Punktebewertungen in der Fachpresse (bei mehr als fairen Preisen) zeigen ausdrücklich das große Potential dieser lange unterschätzten Region!


137202 „Les Amidyves”, rouge 2002 Preissenkung! 8,90 Euro
Die Weine vom Fuße des Mont Ventoux sind aufgrund ihres superben Preis-Genussverhältnisses noch immer ein Art Geheimtipp für preisbewusste Weinliebhaber, kein Wunder, dass sich diese Spitzencuvée von Cascavel binnen zweier Jahre zu einem Renner in unserem Programm entwickelte: Herausragend die Resultate unserer Jungwinzer im Jahrhundertjahrgang 2001, mindestens genauso bemerkenswert ihre Leistung im an der Rhône nicht gerade einfachen Jahrgang 2002. Grenache und Syrah prägen diese schöne, barriqueausgebaute Cuvée, sehr komplexe Nase, viel reife süße Frucht, Pflaumen, ein Hauch von Feigen, Gewürznoten, zarte Anklänge an Schokolade, auch die perfekt eingebundenen Holznoten sind noch vernehmlich, im Mund für den Jahrgang erstaunlich konzentriert, füllig, kompakt, schmelzig, elegant und gut strukturiert, samtene, reife Frucht, wiederum Zimt, Schokolade, süßlicher Fruchtextrakt, knackige und dennoch weiche, fast seidene Tannine. Viele wesentlich teurere Châteauneuf-du-Pape-Weine haben auch in 02 gegen diese Klassecuvée keine Chance! Schon jetzt ein schöner Genuss, doch gönnen Sie diesem faszinierenden Wein noch ein klein wenig Zeit der Reife bis Ende dieses Jahres, um das Holz perfekt zu integrieren, Höhepunkt Mitte 2005 bis mindestens 2008. Und das Schönste: Raphael und Olivier ist bewusst, dass dieser Wein, bei aller Klasse, nicht ganz das sensationelle Niveau seines Vorgängers aus einem Jahrhundertjahrgang besitzt und haben daher eine Preissenkung vorgenommen. Wenn doch nur alle Winzer derart den Kunden entgegen kommen würden. Bravo!



152401 Caravinsérail „in fine”, rouge 2001 6,50 Euro
Raphael, Olivier und ihr Freund und Helfer Jean Marot von der Domaine Murmurium, deren Güter nur wenige Kilometer voneinander entfernt am Fuß des Mont Ventoux gelegen sind und die neben ihrer Freundschaft eine ähnliche Philosophie der Weinbereitung verbindet, haben sich zusammengetan und ein gemeinsames Projekt in Angriff genommen. Zusammen mit ausgewählten Vertragswinzern der Umgebung haben sie sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, einen erstklassigen Alltagswein mit einem herausragenden Preis-Genussverhältnis zu kreieren, ein Vorhaben, dass ihnen im großartigen Jahrgang 2001 an der südlichen Rhône, dem besten der letzten 25 Jahre, nicht schwer gefallen ist. Jean und Raphael haben in den Gemeinden Mazan und Mormoiron bei engagierten Weinbauern perfekt gereifte Trauben der Sorten Grenache und Syrah ausgewählt, um aus ihnen diesen charaktervollen, harmonischen, preis„werten” Wein mit der gleichen Sorgfalt zu vinifizieren, den sie ihren eigenen Trauben zukommen lassen.
Beide Dörfer haben ihre Eigenheiten des Mikroklimas und ein differenziertes, hochwertiges Terroir. Die ärmlichen Böden inmitten der Garrigue in der Umgebung von Mazan sind seit langem für ihre herausragenden Grenacheweine mit viel Fülle und einem weichen, runden Geschmack berühmt. Dagegen begünstigen die Höhenlage von Mormoiron, die dortige Kühle und die Beschaffenheit der Böden einen sehr expressiven Syrahcharakter mit feinen Tanninen. Die fertige Cuvée vereinbart schmeckbar die Vorzüge beider Terroirs.
Der Wein ist von einer satten, tiefroten Farbe, wirkt bei aller Dichte dennoch sehr elegant und fasziniert durch seine animierende Würze und Reife und eine feinbeerige Frucht; er ist vollmundig im Geschmack und verweilt lange auf der Zunge. Gerade abgefüllt braucht er noch etwa zwei bis drei Monate Flaschenreife, um sich abzurunden. In seiner so genussfreundlichen Preisklasse ein absoluter Preis-Leistungshammer aus einem wirklichen Jahrhundertjahrgang. Unsere Freunde haben uns noch einmal eine Palette dieses herrlichen Alltagsweines zukommen lassen, herzlichen Dank dafür.




Herzliche Grüße aus Saarlouis,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann