Saarlouis, im April 2004

PINwand Nº 79


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

unseren Freunden französischer Gewächse präsentieren wir heute ein Feuerwerk großartiger Alltagsweine und gleich vier große Gewächse auf Weltklasseniveau: Sehnlichst erwartet der neue Jahrgang der „guten Hexe” des Languedoc, Marlène Soria von der Domaine Peyre Rose, und die von Parker mit bis zu 98+ Punkten bewerteten Rotweine von Château Negly.
Weitere spannende Weine kommen von der Domaine Saint Antonin, der neuen Referenz in Faugères, von unserem Freund Pierre Clavel und von Clos du Caillou; letztere Domaine hat wohl die beste Kollektion des Jahrhundertjahrgangs 2001 an der südlichen Rhône produziert. Mariano Garcia, der frühere legendäre Weinmacher von Vega Sicilia, produziert Spitzengewächse aus großem Jahr in Spanien; das Gut Felline aus Apulien begeistert mit ungemein preis„werten” italienischen Weinen.
In Rheinhessen brilliert „Deutschlands Winzer des Jahrzehnts” (Gault Millau) Klaus Keller mit einem herausragenden Alltagswein aus dem monumentalen Jahrgang 2003 und höchst bewerteten edelsüßen Rieslingen.

Weinempfehlung:
Christina Göbel, die sich als Siegerin der „Trophée Ruinart”„bester Sommelier Deutschlands 2003” nennen darf (und gleich auch noch vom Bertelsmann Restaurantführer zur „Sommelière des Jahres 2004” gekürt wurde), arbeitet in einem der renommiertesten Restaurants Deutschlands, in Stuttgart in der „Speisemeisterei”, mit 2 Michelinsternen hoch dekoriert. Christina degustierte den in der heutigen Pinwand vorgestellten herrlichen Grünen Silvaner vom Weingut Klaus Keller, der über ein sagenhaft günstiges Preis-Genussverhältnis verfügt, zu einem klassischen Spargelgericht ihres genialen Küchenchefs Martin Öxle und schreibt:

„Der 2003er Grüne Silvaner vom Weingut Klaus Keller aus Flörsheim-Dalsheim gehört zu den Weinen, die unsere Sehnsucht nach den ersten Sonnenstrahlen des Frühlings und die Freude auf die etwas leichtere und frischere Küche wecken . Auch wenn der Silvaner als Empfehlung zum Spargel nichts Neues ist, möchte ich trotzdem auf diese klassische Verbindung zurück kommen, denn für mich stellt dieser Wein den idealen Partner zu einer Chatreuse von weißem und grünem Spargel mit Flusskrebsen und Morchelvinaigrette dar.
Die saftige ausgeprägte Frucht, erinnernd an reife Äpfel und Mirabellen, und die milde Säure des Weines harmonieren mit der fruchtigen, anregenden und säuregeprägten Vinaigrette, während sich die nussigen Aromen des Spargels und die erdigen Nuancen der Morcheln im langen und deutlich würzigen Nachhall des Weines treffen. Etwas Spiel kommt durch das zarte Krebsfleisch in diese Verbindung, wobei die feine Fruchtsüße des Silvaners die leichte Süße des Krebsfleisches perfekt unterstreicht. Aber auch solo genossen schmeckt dieser unglaublich süffige, phantastische Wein einfach nach einem Glas mehr.”


Aktuell:
Unser Weingut Klaus Keller wird vom Internetweinführer www.wein-plus.de mit der Auszeichnung Kollektion des Jahres 2003 in Rheinhessen geehrt. Damit werden die Erzeuger besonders gewürdigt, die für ihr Anbaugebiet im Vorjahr das beste Sortiment mit einer herausragenden Qualität präsentiert haben.
Zudem hat Parker eine Bewertung korrigiert, die ich nie akzeptiert habe und endlich den „Da Capo” 2000 der Domaine Pegau auf 100 Punkte hoch gestuft. Herzlichen Glückwunsch unseren erfolgreichen Winzern!


Vorankündigung:
Vom 22. bis 26. April findet auf Schloss Sörgenloch in Rheinhessen das erste Rheinhessenfestival statt, an dem wir uns aktiv beteiligen. Insbesondere den Samstagnachmittag mit der Präsentation der Großen Gewächse aus Rheinhessen sowie einem bestens bestückten Ausschankstand von Pinard de Picard, an dem wir neben großen Rhôneweinen auch die aktuellen Jahrgänge von Peyre Rose und der Domaine de Trévallon präsentieren, möchten wir Ihnen ans Herz legen.
Genaue Informationen über das gesamte Programm erhalten Sie ab sofort im Internet unter www.rheinhessenfestival.de . Gerne senden wir Ihnen auf Anfrage auch die Festivalbroschüre zu.


Schnäppchenangebot:
Die letzten Kisten von

315400 Saint Andrieu „Les Marnes bleus 2000” statt 14,90 Euro nur 9,90 Euro



und

163100 Vins de Vienne „Sotanum 2000” statt 29,00 Euro nur 15,00 Euro



bieten wir zu deutlich reduzierten Preisen im Resteverkauf an.


DEUTSCHLAND

Weingut Klaus Keller – Rheinhessen

Sie wissen es natürlich längst: Kein anderes deutsches Weingut wurde im letzten Jahrzehnt derart mit Ehrungen und Preisen überhäuft wie „Deutschlands Winzer des Jahrzehnts, Klaus Keller”, so die einzigartige Auszeichnung durch den Gault Millau: Und diese Eloge erhielt das kongeniale Tandem von Vater und Sohn Klaus und Klaus-Peter Keller völlig zu recht, schwingt sich doch unter ihrer Vorreiterrolle die gesamte Region Rheinhessen zu einem vorher nie geahnten Höhenflug empor und steht heute als Synonym gar für trockene Weltklasserieslinge deutscher Provenienz. Sie haben als Weinliebhaber viel gelesen in den letzten Wochen über den Jahrgang 2003 in Deutschland, der von vielen Kritikern in den vinologischen Olymp erhoben wird – und Sie haben nach der Präsentation des Gutsrieslings in unserer letzten Pinwand bereits ausgiebig die Möglichkeit genutzt, sich ein eigenes Urteil über diesen großen Jahrgang zu bilden. Doch das Weingut Keller überzeugt nicht nur mit seinem Basisriesling, der (unübertreffliche?) Maßstäbe setzt für das gesamte Land, die Kellers brillieren auch mit ihrem ungemein preiswerten Grünen Silvaner.


951003 Grüner Silvaner trocken 2003 (PK) 6,50 Euro
Von über 30 Jahre alten Reben auf Muschelkalk- und Lössboden kommt dieser wunderschön fruchtige und frische Trinkwein mit einer beeindruckenden Mineralität und faszinierenden Anklängen an Pfeffer, Kräuterwürze und aromatische grüne Äpfel. Am Gaumen für seine Preisklasse erstaunlich komplex und anhaltend, mit noch mehr Substanz und Dichte als im Jahrgang 2002, dabei aber wiederum von einer traumhaften vibrierenden Luftigkeit, Frische und Transparenz, die wunderbare Leichtigkeit des Seins an lauen Frühlingsabenden trefflich widerspiegelnd. Feingliedrige Säure, herrliche mineralische Würze, beste Balance, schöner Abgang, in seiner gesamten Stilistik sehr an Grüne Veltliner aus der Wachau oder dem Kremstal erinnernd und wie diese ein vorzüglicher Essensbegleiter (hervorragend geeignet zu allen Spargelgerichten!), ob seines phantastischen Preis-Genussverhältnisses seit Jahren ein Renner unter den „Keller”- Liebhabern. Wie viele höchst banale Silvaner habe ich in den letzten Jahren probieren müssen und was haben die Kellers für ein herrliches, belebendes, mineralisches, ausdrucksstarkes, authentisches Gewächs aus dieser so arg malträtierten Rebsorte vinifiziert. Zu genießen ab sofort und in den nächsten beiden Jahren.



Zudem empfehlen wir den frisch wieder eingetroffenen, in der letzten Pinwand erstmals präsentierten herausragenden Gutsriesling vom Weingut Keller:

9518603 Riesling, trocken 2003 – Glasverschluss – 6,90 Euro
Herrlicher betörender Pfirsich-Apfelduft, unterlegt mit einer ganz feinen mineralischen Note. Am Gaumen verwöhnt eine reife, geradlinige Frucht mit feingliedriger Säure, zart kräuterig und mineralisch, feine Noten von schwarzen Beeren, in seiner so konsumfreundlichen Preisklasse von herausragender Qualität, recht nachhaltig im harmonischen Abgang. Zu genießen ab sofort bis 2006.



Ganz aktuell werden drei spektakulär schöne edelsüße Rieslinge Kellers aus dem ebenfalls großen Jahrgang 2002 sowohl von der größten Weinzeitschrift der Welt, dem WINE SPECTATOR, als auch von Parker bzw. Rovani mit Weltklassenoten geadelt: Herzlichen Glückwunsch unseren sympathischen Kellers!

951302 Riesling Auslese Dalsheimer Hubacker 2002 25,50 Euro
92 Punkte Winespectator, 92+ Parker

[Keller, Riesling Auslese Dalsheimer Hubacker]



951402 Riesling Auslese Dalsheimer Hubacker Nr. 42 (0,375 l) 2002 29,00 Euro
93 Punkte Winespectator, 93 Punkte Parker

[Keller, Riesling Auslese Dalsheimer Hubacker]



951502 Riesling Auslese *** Dalsheimer Hubacker (0.375 l) 2002 42,00 Euro
96 Punkte (beste Auslese des Jahrgangs in Deutschland!) Winespectator, 92+ Parker

[Keller, Riesling Auslese Dalsheimer Hubacker]



Sie wissen: Pinard erhöht niemals die Preise, wenn unsere Weine noch so hoch bepunktet werden und wir verscherbeln sie auch nicht für viel Geld auf internationalen Märkten. Im Gegenteil: So bieten wir Ihnen heute diese drei großartigen Rieslinge im Paket „Edel & Süß” an, zusammen mit einer toskanischen Gebäckspezialität mit gerösteten apulischen Mandeln, den Cantucci classici (300 g) von der Bottega del Pane, zum Spezialpreis von nur 89,95 Euro statt 102,40 Euro.

81005 Paket „Edel & Süß” statt 102,40 Euro nur 89,95 Euro



FRANKREICH

Domaine Pierre Clavel – Coteaux du Languedoc

Kaum ein Winzer aus dem Languedoc hat in den letzten Jahren für so viel Furore unter den Weinliebhabern und in der internationalen Fachpresse gesorgt wie unser Freund Pierre Clavel, zu gigantisch die Qualitäten seiner Weine, zu unverschämt niedrig die verlangten Preise, die sowohl Kritiker als auch Liebhaber ins Schwärmen geraten lassen. Pierre ist aber nicht nur ein begnadeter Winzer, sein verschmitztes, schelmisches Lächeln, seine permanent gute Laune und ansteckende Fröhlichkeit machen ihn zu einem außerordentlichen Sympathieträger, bei Winzerkollegen, Händlern und Weinliebhabern gleichermaßen. Wer je das Glück hatte, ihn näher kennen zu lernen, weiß natürlich auch um Pierres ernsthafte Seiten. Seine zu später Nacht in geselliger Runde vorgetragenen melancholischen südfranzösischen Weisen zeichnen einen sensiblen Menschen, dem Ruhm sehr wenig bedeutet und der seine Weine für so kleines Geld verkauft, dass hier das Preis-Genussverhältnis erheblich gestört ist, jedoch zu Gunsten des Konsumenten


311102 „Les Garrigues”, rouge 2002 7,90 Euro
Neben dem „Copa Santa” zählt Pierre Clavels Cuvée (je 50% alte Syrah- und Grenachereben) „Les Garrigues” zu den mittlerweile legendären und gesuchtesten Weinen des gesamten Languedoc, da hier die Relation moderater Preis und hoher Genuss unübertrefflich gut erscheint. In der Farbe zeigt der neue Jahrgang ein mittleres Rot, in der Nase schwarze Beerenaromen, Kirschen sowie Kräuter der Garrigue, dazu zarte Anklänge von Leder, Wildbret und Pfeffer, am Gaumen saftig, verführerisch, leicht süßliche Frucht, wiederum reife schwarze Beeren, für den Jahrgang ausgesprochen dicht und geschmeidig, bereits recht weiche Tannine, irgendwie ein „fröhlicher” Wein, die Persönlichkeit seines sympathischen Produzenten bestens widerspiegelnd. Ein leckerer und attraktiver Tropfen, der unbeschwerten Trinkgenuss bereitet; zu genießen ab sofort, Höhepunkt ab Herbst 2004 bis 2006.



Domaine Peyre Rose – Coteaux du Languedoc

Diese verträumt in der wildromantischen Landschaft der Garrigue liegende Domaine ist mittlerweile wohl zu DEM Klassiker des Languedoc überhaupt avanciert: Es ist bereits über 15 Jahre her, dass Marlène Soria für ihren zweiten selbst abgefüllten Jahrgang, den 90er, enthusiastisch gefeiert wurde, denn solch dunkle, konzentrierte, „maskuline” Weine in derart umwerfender Qualität kannte man bis dato höchstens von der Côte Rôtie, aber nicht aus Frankreichs damals noch völlig vergessenem Süden. So war die Fachwelt von Beginn an voll des Lobes für dieses äußerst rare „Kleinod” aus dem Languedoc, das in zahlreichen Blindverkostungen berühmte, vielfach teurere Weine der nördlichen Rhône mühelos an die Wand spielte.
Diese Weine aus biodynamischem Anbau mit extrem niedrigen Erträgen (unter 20 hl/ha!) erschienen bereits damals wie von einem anderen Stern. Und gerade heute, da sich die Szene in Frankreichs Süden in einem gewaltigen Umbruch befindet, immer mehr Winzer die Genossenschaften verlassen und mit eigenen Produkten auf den Markt drängen, dabei zumeist nicht wirklich große, aber auch nicht unbedingt schlechte, jedoch sehr austauschbare Weine produzieren und das Languedoc auf der Suche nach seiner ureigenen Identität ist, da sind diese konzentrierten, dichten und dabei so eleganten wie finessenreichen Terroirweine „der guten Hexe des Languedoc”, so ein von der Fachpresse gern benutzter Kosename für Marlène, DER Maßstab, an dem sich alle anderen großen Syrahweine der Region messen lassen müssen!

Dabei sind diese großen Weine ausschließlich das Resultat der biologisch angebauten Reben (Syrah, dazu etwas Grenache und Mourvèdre) in dieser wilden, kargen, schwer zu bearbeitenden Garriguelandschaft, in der die Rebstöcke von duftenden Kräutern und Kiefernbäumen umgeben sind, deren faszinierende Aromen über die Außenhaut der Trauben aufgenommen werden und die zusammen mit den sehr differenzierten, unterschiedlichen Böden den Charakter der Weine prägen. Denn im Keller geschieht nicht mehr viel: Zwar hat Marlène, die „beste, verrückteste, unbändigste Weinmacherin des ganzen Languedoc” (Vinum) mittlerweile ein ideal temperiertes Gebäude errichtet, so dass der Ausbau der Weine auch im heißen Sommer unter optimalen klimatischen Bedingungen geschieht, doch findet die Weinwerdung ohne jeglichen Holz- oder gar Barriqueeinsatz statt, was man kaum für möglich hält, wenn man diese so dichten und cremigen Weine erstmals im Glase hat. Aber darin liegt ja gerade der große Zauber dieser phantastischen Gewächse, dass sie nichts anderes widerspiegeln als die Charakteristik ihrer Traubensorten und das große Terroir, auf dem sie gewachsen sind. In unmittelbarer Nachbarschaft stehen übrigens die Rebstöcke, auf denen Neglys „Clos des Truffiers” produziert wird, der infolge seines Ausbaus im neuen Barrique von gänzlich anderer Stilistik ist.

Die neue Kelleranlage erlaubt Marlène im übrigen, sich einen großen Traum zu erfüllen, nämlich ihre tiefdunklen, dichten, aber keinesfalls marmeladigen, überkonzentrierten, dafür jedoch so komplexen, finessenreichen und eleganten Weine so lange in Ruhe reifen zu lassen, bis sie trinkreif auf den Markt kommen. Auf der diesjährigen großen Weinmesse in Montpellier, der Vinisud, war die „gute Hexe” jedenfalls eine der begehrtesten Winzerinnen, wartet die ganze Fachwelt doch seit Jahren auf die Freigabe der sensationellen 98er Weine, da dieses von der Natur begünstigte Jahr in seiner qualitativen Spitze einer der größten jemals im Languedoc produzierten Jahrgänge war. So sorgte die begnadete Autodidaktin mit ihren beiden Gewächsen für ein großes Raunen unter der anwesenden Händlerschar, die sich wie nirgendwo sonst, außer bei Gauby und Negly, derart drängte, einen Schluck von ihren Proben zu erhaschen. Und ähnlich reißen sich Liebhaber aus der gesamtenWelt um diese raren Weine, die wie wenige andere den Aromenreichtum des französischen Südens widerspiegeln.
Und welch ein qualitativer Sprung ist Marlène, begünstigt durch die exzellenten klimatischen Bedingungen und die immer älter werden Rebstöcke gelungen. Zwar zählen beide Weine bereits seit den exzellenten 95ern zu den größten Weinen des französischen Südens, was beispielsweise eine vom WEINGOURMET durchgeführte Verkostung der 80 besten Syrah des Languedoc eindrucksvoll bestätigte, als Marlènes Cuvées die Plätze eins und drei belegten; doch erreicht die Domaine Peyre Rose mit dem 98er Jahrgang eine neue Qualitätsdimension: Stilistisch zwischen den opulenten, fülligen, schmeichlerischen Spitzencuvées von Negly und dem ungemein finessenreichen, komplexen Grange des Pères angesiedelt, scheinen beide Weine die edelsten Vorzüge der großartigen authentischen Garrigueweine des Languedoc in sich zu vereinen: Terroir pur statt des Versuchs, große Weine aus renommierten Regionen zu kopieren.


Meine ganz besondere Empfehlung in unserer heutigen Pinwand!

303298 Clos Syrah Léone, rouge 1998 55,00 Euro
Von dunkelrubinroter, ja fast schwarzer Farbe beeindruckt dieser Weltklassewein mit einer ganz selten im französischen Süden erlebten Eleganz und Finesse und einer sehr differenzierten, ungemein vielschichtigen Struktur, wie sie sonst nur großen Weinen der Côte Rôtie zu eigen ist. Von schier unglaublicher Dichte explodiert diese Cuvée (90% Syrah, 10% Mourvèdre) mit ihrer betörend süßlichen Frucht geradezu im Glase und fasziniert mit ihren Aromen von Cassis, Wildkräutern, Gewürzen, Pfeffer, geröstetem Kaffee und roten Kirschen. Im Mund dominieren Anklänge an schwarze Schokolade, Tapenade, Trüffel, Oliven und kleine, reife Beeren, dazu hochreife, zart süßliche, cremige, noble Tannine, eine enorme Fülle und große Komplexität, die zusammen mit der einzigartigen Eleganz und Finesse einen phänomenalen Wein von atemberaubender Tiefe und langer Nachhaltigkeit ergeben; zu genießen ab sofort bis nach 2012.



303198 Clos des Cistes, rouge 1998 55,00 Euro
Wie stets zeigt sich diese Cuvée aus Syrah (85%) und Grenache aus Minierträgen von 14 hl/ha in der Jugend ungestümer, wilder, noch ursprünglicher und ungebärdiger als die nobler und subtiler erscheinende Schwestercuvée, weniger eine Folge der ja gar nicht so unterschiedlichen Rebsortenzusammensetzung als vielmehr des Terroirs: schroffe Böden mit runden Steinen und hartem Felsuntergrund, die zudem stark einem häufig heftig wehenden Wind ausgesetzt sind, ein Spiegelbild ihrer wildromantischen, einsamen Landschaft! In der Nase deutlichere Anklänge noch an Wildkräuter, Leder und Gewürze, natürlich auch hier wieder verführerische Cassis, Blaubeeren, Veilchen und intensiv würziger Pfeffer. Am Gaumen erscheint diese Cuvée ebenfalls noch ungeschliffener und wilder, betört andererseits mit herrlichen Noten von Oliventapenade, Trüffeln und Cassis, das Tannin fein und edel, dennoch kerniger als beim „Léone”, unendlich langer Nachhall am Gaumen; auf Dauer gesehen ein ebenbürtiger, vielleicht gar der bessere Wein. Ebenfalls zu genießen ab sofort, Höhepunkt Mitte 2005 bis 2012.



Fast eine Liebeserklärung: Die Weinwelt ist heute mehr denn je mit einer Globalisierung des Geschmacks konfrontiert. Die Weinstilistik wird vielfach von der modernen Kellertechnik bestimmt. Viele Rotweine schmecken derart standardisiert, dass sie aus jedem Winkel unserer Erde kommen könnten, in dem Reben wachsen und Weine produziert werden. Bedauerlicherweise geht die Typizität ihrer Herkunft und ihrer großen Terroirs durch die technische Gleichmacherei weitgehend verloren. Gut gemacht sind viele dieser Weine.
Die beiden so originären Gewächse von Peyre Rose dagegen verkörpern eine einzigartige, unverwechselbare Sinfonie von Reben und Terroir, die man, wenn man sie einmal genossen, nie mehr vergisst; sie besitzen außerdem eine Textur und Komplexität, die man nicht nur im Languedoc ganz selten findet: Welch grandioser Sinnenzauber, Kultweinstatus mit magischem Klang, das ist der Stoff, aus dem Legenden entstehen!


Château de la Negly, La Clape – Languedoc

Diese Paradedomaine, deren Weinberge auf privilegierten hügeligen, sehr steinigen und kalkhaltigen Böden nahe der Mittelmeerküste gelegen sind, produziert schon seit Jahren mit die spektakulärsten Weine des Languedoc. Die Aufsehen erregenden Erfolge der letzten Jahre beruhen auf den einschneidenden Veränderungen, die der ehrgeizige Perfektionist Jean Rosset nach der Übernahme des Château 1996 eingeleitet hat: Penible Selektion perfekt gereifter Trauben auf einem Fließband im Keller des Weingutes, eine nicht zu übertreffende Sorgfalt bei der Vinifikation, Entrappung von Hand, Vergärung in nagelneuen offenen Gärbehältern aus Eichenholz, dabei vorsichtiges Untertauchen des Tresterhutes von Hand, generell möglichst wenig Eingriffe während der extrem schonenden Vinifizierung und vollständiger Verzicht auf Manipulationen jeglicher Art, so dass jeder Jahrgang, jede Rebsorte, jedes Terroir ihren expressiven Ausdruck finden und letztendlich feinfühliger Ausbau in neuen Barriques und Lagerung in einem sehr kühlen, optimalen Fasskeller.

Dieser Aufwand bei der Auslese und Vinifizierung der Trauben, den in dieser rigorosen Konsequenz nur ganz wenige Winzer betreiben, führt im Zusammenspiel mit den exzellenten Böden und dem einzigartigen Mikroklima in unmittelbarer Nähe des Mittelmeeres zu selten saftigen, ungemein attraktiven Weinen mit überbordender Frucht und großer Eleganz. Dabei sind diese Schmeichler der Sinne hoch konzentriert, komplex, weich, cremig und mit feinen Tanninen ausgestattet, dazu geprägt von einer exotischen Würze, es sind Weine, die unter unseren Kunden, aber auch in der internationalen Fachpresse für ein bis dahin selten gekanntes Aufsehen gesorgt haben.

So urteilt Parker in der Ausgabe Nr. 139 des Wine Advocate ganz explizit, dass Château de la Negly an der Spitze aller Weingüter des Languedoc stehe und maßgeblich verantwortlich zeichne für die Reputation und den enormen Qualitätssprung der gesamten Region!
Und ganz aktuell (Anfang Februar 04) veröffentlicht Parker im Internet seine persönlichen Verkostungsnotizen (und nicht die seines Adlatus Rovani, der sonst für das Languedoc zuständig ist) des 2000/1er Jahrgangs, mit spektakulären Bewertungen. Die heute präsentierten raren Spitzencuvées (nur jeweils 3.000 Flaschen wurden gefüllt) werden als die „besten jemals produzierten Neglyweine” mit bis zu 98+ Punkten beurteilt, aber die eigentliche Sensation ist Parkers Bewertung der noch so ungemein preis„werten” Einstiegsweine der Domaine, deren großartige Jahrgangsnachfolger Maßstäbe setzen für den in einigen Regionen nicht einfachen Jahrgang 2002 im Languedoc.


318102 „La Côte”, rouge 2002 8,50 Euro
In der letzten Pinwand vorgestellt, war der großartige Nachfolger des von Parker mit 91 Punkten sensationell bewerteten „kleinen” Negly blitzartig vergriffen. Wir haben nachgeordert und können wieder liefern.



318202 „La Falaise”, rouge 2002 13,90 Euro
In der Farbe zeigt der großartige 2002er ein extrem tiefes, dunkles, sattes Rubinrot, dazu ein ungemein komplexes, faszinierendes, opulentes, frisches Bukett, dabei ganz deutliche Anklänge an große Côte Rôtie evozierend: Faszinierende Kühle, kaltes Rauchfleisch, geräucherter Speck und Cassis sowie Himbeeren, Schokolade und schwarze Oliven. Jedoch zeigt sich der 2002er in seiner Stilistik etwas schmeichlerischer, weicher, zugänglicher als der 01er, der gerade von Parker mit 92 Punkten geadelt wurde. So ist diese expressive, syrahgeprägte Cuvée (dazu Grenache und Mourvèdre) bereits in ihrer Jugend (etwa 4-6 Monate braucht dieser behutsam und unmalträtiert ausgebaute Wein allerdings immer, um sich nach dem Trauma seiner Abfüllung zu harmonisieren) wesentlich angenehmer zu genießen als ihre Pendants von der nördlichen Rhône, da sich am Gaumen die wesentlich niedrigere Säure traumhaft mit einer mediterranen Aromatik (Gewürze, Schwarzbeerenaromatik, Cassis) und Stilistik paart. Hervorragende Struktur, enorm dicht, füllig, dabei sehr weiche, aber feste Tannine, der faszinierende süßliche Fruchtextrakt setzt sich bis in den lang anhaltenden Abgang hinein fort und umhüllt vollständig das Holz des neuen Barrique bester französischer Provenienz. Zu genießen ab Herbst 2004 bis 2010.



318902 Domaine de Boède, „Les Grès“, rouge 2002 13,50 Euro
Im Jahr 2000 hat Jean Rosset das benachbarte Weingut Domaine de Boède gekauft, nachdem er gemeinsam mit seinem Önologen zur Überzeugung kam, dass dieses Gut über zumindest das gleich gute Mikroklima verfügt wie de la Negly selbst. Die Unterschiede im Terroir ergeben daher auch keine Kopie der Negly’schen Weine, sondern eine höchst eigenständige, grenachebetontere Alternative zum „Falaise”. In seiner Preisklasse mit einer phänomenalen Qualität versehen, reift diese Cuvée (70 % Grenache, 20 % Syrah, 10 % Carrignan) 14 Monate im Holzfass, bevor sie ungeschönt und unfiltriert abgefüllt wird. Resultat dieses relativ langen Ausbaus im perfekt integrierten Holz ist ein atemberaubender Wein. Enorm farbdicht fließt dieses schmeichlerische Extrakt ins Glas, intensiv nach reifen wilden Blaubeeren, Kirschen und feinen Kräutern duftend. Konzentriert, dicht, aber dennoch sehr elegant und finessenreich, ohne modische Marmeladenanklänge, die viele Weinliebhaber nicht mehr trinken mögen. Sehr intensiv am Gaumen, diesen dank seiner reifen, weichen, seidenen Tannine auf’s Angenehmste betörend. Zu genießen ab sofort bis wenigstens 2008.



318801 Porte de Ciel, rouge 2001 79,00 Euro
Einer der besten Weine des gesamten Languedoc, ein spektakulärer Syrahklassiker aus Minierträgen, keineswegs monströs, aber dicht, konzentriert und sehr tief. Dunkelrot, ja fast schwarz steht dieser Riese von Wein im Glas, in der Nase eine Explosion ungemein komplexer, betörender Aromen, insbesondere Cassis, wilde, dunkle Waldbeeren, Gewürze, Malz, Lakritze, Akazienblüten und schwarze Oliven, zudem Anklänge an die braungelbe Kruste einer verführerischen Crème Brûlée.
Die Zunge taucht ein in eine Orgie komplexer Aromen, der irre extraktreiche Wein betört den Gaumen, hält minutenlang! an, erinnert mich an den legendären australischen Grange. Das beerig würzige Bukett strotzt vor orientalisch-mediterraner Fülle im Mund, eine traumhafte Harmonie aller Komponenten, feinst ausbalanciert; zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2006 bis wohl nach 2020. Parker vergibt im Vergleich zum „Truffiers” m.E. zu niedrige 95+ Punkte.

Wahrhaft: Ein himmlischer Genuss, ein verführerischer Schmeichler, der in sinnliche Verzückung zu bringen vermag!



318501 „Clos des Truffiers”, rouge 2001 89,00 Euro
Ein Riese von Wein, der laut Parkers Bewertung (98+ Punkte) die Qualitätsmaßstäbe des Midi neu definiert, der beste Wein also, der bisher in dieser Region erzeugt wurde. Die Syrahtrauben für diesen Weltklassewein kommen nicht aus La Clape, sondern wachsen in Saint-Pargoire, in unmittelbarer Nachbarschaft der Spitzenlagen von Peyre Rose. Aus kleinsten Erträgen (12 hl/ha) wird hier ein Stoff produziert, aus dem die Träume von wahren Liebhabern bestehen: eine spektakuläre Syrahbombe, nicht mehr mit der portweinähnlichen Überreife der Vergangenheit ausgestattet, aber immer noch sehr dicht, „fett”, konzentriert, dabei jedoch deutlich eleganter als in den Vorjahren.
Tiefdunkle Farbe, in der Nase eine phantastische Vielfalt der Aromen, insbesondere Cassis, wilde, dunkle, sehr reife Beeren, orientalische Gewürze, Veilchen, Lakritze, feinstes Nussöl, einfach betörend. Die Zunge taucht ein in ein Spielfeld komplexer Aromen, der Mund wird überschwemmt von einer süßlichen Fruchtexplosion und gerösteten Espressobohnen, der irre extraktreiche Wein betört den Gaumen, verweilt, man will nicht loslassen, nicht unterschlucken, die Tannine spürbar präsent, aber so unglaublich seiden, geschliffen und weich, und dann, welch grandioser Abgang mit langem Nachklang!
Ein Wein, von dem Parker meint, er verweise wie ein Leuchtturm auf das Potential des Languedoc; zu genießen nach mehrstündigem Dekantieren ab sofort, Höhepunkt 2006 bis wohl nach 2020.



Mit den Spitzenweinen von Peyre Rose und Negly haben wir Ihnen heute die zusammen mit dem Grange des Pères wohl besten Weine des gesamten Languedoc präsentiert. Alle vier Weine spielen m.E. auf ähnlich hohem Niveau, die Neglyweine sind aufgrund ihres Barriqueausbaus geschliffener, die Gewächse von Peyre Rose betören durch ihre urwüchsige Authentizität. Allein der persönliche Geschmack entscheidet, welchen Wein man, wenn überhaupt, bevorzugt. Sicherlich sind diese Weltklasseweine nicht billig, das können sie aufgrund ihrer hohen Gestehungskosten und infolge ihrer extrem niedrigen Erträge auch gar nicht sein. Doch im Vergleich zu den besten Weinen aus den Renommierregionen wie Burgund und Bordeaux sind sie immer noch sehr fairpreisig. Wir stellen Ihnen heute aber noch ein drittes Weingut aus dem Languedoc vor, dessen Spitzencuvée ebenfalls hervorragend ist, wenn sie auch nicht ganz die Klasse obiger Weine erreicht, dafür aber eines der besten Preis-Genussverhältnisse des gesamten französischen Südens aufweist und exemplarisch für den neuen Stil der Region steht, nämlich Eleganz und Finesse statt schierer Kraft und Konzentration:

Domaine Saint Antonin – Faugères

Faugères ist ein wildromantisches, dünn besiedeltes, waldreiches Gebiet nördlich von Béziers, das als einzige AOC des Languedoc über homogene karge Böden aus schwarzem Schiefer verfügt. Die Weinberge befinden sich zumeist auf relativ hohen Hügeln mit steilen Hängen und sind somit hervorragend geeignet zur Erzeugung großer Rotweine, die von Liebhabern wegen ihres unverwechselbaren Charakters, ihrer Dichte und Konzentration sowie ihrer außerordentlichen Eleganz und großartigen Finesse hoch gerühmt werden. Das die Weine der Region prägende Schiefergestein sorgt für deren ureigene, unverwechselbare Identität, eine äußerst rare Komplexität und eine expressive Aromatik. Bei den besten Winzern der Region sind diese hocharomatischen Weine terroirgeprägte Unikate auf höchstem Qualitätsniveau, die sich so wohltuend aus dem Einheitsbrei vieler „gemachter” Weine hervorheben und von Kennern zu den besten des gesamten französischen Südens gezählt werden. Meine französischen Winzerfreunde, die uns vor 2 Jahren dieses große Talent eindringlich ans Herz legten, sind der festen Überzeugung, der aus Montpellier stammende sympathische Frédéric Albaret sei der neue ungekrönte König des Faugères. Wir meinen, dass seine so ungemein finessenreichen Weine zusammen mit den urwüchsigen Gewächsen von Didier Barral die neuen Referenzen für diese großartige Appellation bilden.

Was ist das Geheimnis von Frédérics kometenhaftem Aufstieg? Anfang der 90er Jahre war dieses moderne Märchen noch nicht abzusehen, verdingte sich Frédéric doch nach seinem Önologiestudium in Montpellier zunächst in bester handwerklicher Tradition in ausgesuchten Weingütern des Languedoc und in Châteauneuf-du-Pape, um bei den Großen seiner Zunft zu lernen. 1995 bot sich ihm urplötzlich die Chance, in den Weinbergshügeln um das verschlafene Dörfchen Lentheric im Herzen der Appellation, dort, wo sich die besten schwarzen Schieferlagen der Region befinden, einige Hektar erstklassigen Terroirs, zu erwerben, dessen Mineralität die Typizität großer Weine aus Faugères auf das Vortrefflichste widerspiegelt und die in Verbindung mit einem wunderschönen delikaten Spiel auf der Zunge und einer einzigartigen Finesse verantwortlich ist für ihren herausragenden Rang unter allen Weinen des Languedoc.

Zwar hat Frédéric seit drei Jahren neue, gekühlte Kellergebäude in Betrieb genommen (ein unschätzbarer Vorteil in den heißen Sommern), aber in der Vinifizierung liegt eigentlich nicht das Geheimnis dieser großen langlebigen Weine aus einer schönen Landschaft. Nein, es ist wie bei allen begnadeten Winzern der Welt. Der Ursprung dieser phantastischen Qualitäten, die noch zu so überaus fairen Preisen zu erwerben sind, liegt primär im großen Terroir des Weinbergs. Dies wird jedem Besucher sofort bewusst, der Frédérics äußerst gepflegte Parzellen auf den traumhaft schön gelegenen Hügeln (die permanent von einem zarten Wind bestrichen werden, der für kerngesundes Lesegut sorgt) mit denen seiner Nachbarn vergleicht: bestens bearbeitete, karge Böden, in harter Handarbeit aufgelockert, ein immenses Blattwerk, an Spalieren hochgezogen, ein naturnaher Anbau und tief wurzelnde Reben, die sich ihren Weg durch den Schiefer erkämpfen müssen, um tief in der Erde in den heißen, trockenen Sommern weitab von feuchten Winden des Meeres genügend Wasser zu finden. Infolge einer Exposition der Parzellen, die ähnlich denen von Trévallon nicht nach Süden ausgerichtet ist, erntet Frédéric für südfranzösische Verhältnisse sehr spät, Ende September, Anfang Oktober, da dann erst die Trauben ihre höchste physiologische Reife erreicht haben. Neben den Schieferböden sorgt diese lange Vegetationsperiode für ein deutliches Mehr an Finesse und Eleganz in den fertigen Weinen und eben eine perfekte Reife, die aber, Frédérics zentrales Anliegen, nicht in Überreife umschlagen darf: Marmelade mag er höchstens auf dem Baguette, aber niemals im Wein!

Weitere Qualitätsfaktoren sind eine penible, äußerst selektive Handlese und anschließend eine schonende Vinifikation im Keller, in der vorwiegend mit Hilfe der Schwerkraft gearbeitet wird. Das Resultat: Ultrafeine, finessenreiche Weine der neuen Generation, wie sie erst von einer kleinen Avantgarde qualitätsbesessener junger Winzer im Languedoc vinifiziert werden. In Frankreich unter Insidern bereits zu den großen Stars des Languedoc gezählt, in Deutschland noch eher ein Geheimtipp, muss Frédéric seit dem 99er Jahrgang seine Ernte den Interessenten aus aller Welt strikt zuteilen. Es sind Bilderbuchweine des französischen Südens, das ist Terroir pur, das eindeutig den Rebsortencharakter dominiert, sehr rar und von phantastischer Qualität. Domaine Saint Antonin ist eine der schönsten Bereicherungen unseres Programms der letzten Jahre und die Spitzencuvée „Les Magnoux” gehört zu meinen persönlichen Lieblingsweinen!


302302 „Les Jardins de Saint Antonin”, rouge 2002 5,90 Euro
Ja, das ist wieder so ein ungemein preis„werter” und schmackhafter Alltagswein aus dem französischen Süden, der das Languedoc vor einem Jahrzehnt als Quelle herausragender Trinkweine über Nacht weltberühmt machte und das großartige vinologische Können von Frédéric Albaret bereits eindrucksvoll belegt. Herrlich leuchtende Farbe, in der Nase fruchtige, feine beerige und zartwürzige Aromen, am Gaumen schmeichlerisch, elegant, saftig und für seine Preisklasse erstaunlich dicht mit einer verblüffend cremigen Tanninstruktur; zu genießen ab sofort bis wenigstens 2006.



302101 Faugères, rouge 2001 8,90 Euro
Intensiv dunkelrote Cuvée (v.a. Grenache und Carignan, dazu Cinsault und Syrah), expressiver Duft nach den verführerischen Gewürzen der Garrigue, Heidelbeeren und ein wenig Lakritze. Am Gaumen rote und blaue Früchte und eine feine Mineralität, charakteristisch für die großen Weine aus Faugères, reichhaltig, üppig, sehr dicht, fein strukturiert, bemerkenswerte Frische, hervorragende Balance, bestens integrierte Tannine, traumhafte Eleganz und Finesse, schöner Nachhall, schmeichlerisch, sensationelles Preis-Genussverhältnis, das selbst für den französischen Süden sehr selten ist; zu genießen ab sofort (Dekantieren!), Höhepunkt 2004 bis 2008.



302201 „Les Magnoux”, rouge 2001 13,50 Euro
Dies ist eines der Aushängeschilder der neuen authentischen Spitzenweine aus dem Languedoc, zwar enorm dicht und mit einer grandiosen Tiefe versehen, aber kein Extraktionsmonster mit Muskeln und überbordendem Eichenholz, stattdessen mit einer vor kurzem noch nicht vorstellbaren Eleganz und Finesse ausgestattet, der neue Maßstäbe setzt (nicht nur) für Faugères, an dem sich alle anderen großen Weine des Languedoc messen lassen müssen. Tiefdunkel steht dieser Weinriese (Syrah, hochreife Mourvèdre und ein wenig Carignan, nur noch zum Teil im neuen, bereits jetzt kaum vernehmlichen Holz ausgebaut) im Glas, in der Nase ungemein komplexe, verführerische Beerenaromen (Cassis!), dazu extrem feine, würzige Anklänge, die expressive Frucht betört ungemein einschmeichelnd den ganzen Gaumen, hüllt ihn ein mit einem samtenen Tuch, verweilt, will nicht mehr loslassen, das ist Faszination pur! Dieser großartige Wein löst mit seiner seidigen Fülle wohlige Schauer aus, wenn er über die Zunge läuft, ein herrlich runder, harmonischer, delikater Wein, mit einer faszinierenden Frische und Kühle in den samtenen Gerbstoffen, mit zartem Schmelz, Geschliffenheit und subtiler Mineralität, ein wahrer Geniestreich von Frédéric, Terroir pur und von extremer Qualität: WeinGENUSS in Vollendung.
Es fällt schwer, stilistische Vergleiche zu finden für dieses Weinunikat, er vereint in sich die noble Kühle eines großen Syrah der nördlichen Rhône mit der Eleganz und Finesse eines aristokratischen Bordelaiser Gewächses, Bravissimo! Nach mehrstündigem Dekantieren bereits ab sofort schön zu trinken, Höhepunkt etwa 2005 bis mindestens 2012.



Clos du Caillou – Châteauneuf-du-Pape

Die Weine aus dem Jahrhundertjahrgang 2001 in Châteauneuf, das großartige vinologische Vermächtnis des zu unserer aller Trauer bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückten Jean-Denis Vacheron, haben bereits viele von Ihnen mit ihren unendlich komplexen Düften, ihrer fabelhaften Dichte und Tiefe, ihrer enormen Komplexität, ihrer traumhaften Harmonie sowie ihrer berauschenden, gewürzhaltigen Frucht zutiefst begeistert. Zwei dieser enorm langlebigen, sinnlichen, verführerischen Gewächse, die sich ihres ausgeprägten Terroircharakters wegen ungemein authentisch präsentieren und in ihrer jeweiligen Preisklasse ein unübertreffliches Preis-Genussverhältnis bieten, können wir Ihnen aufgrund einer nochmaligen Zuteilung der Gutsreserven letztmalig anbieten: Mit ihrer einzigartigen Finesse und ihrer reichhaltigen Frucht lassen sie Anklänge an berühmte burgundische Grand Crus wach werden, beide Weine aus diesem großartigsten Jahrgang seit 1978 sind ein rares Geschenk der Natur, das ich Ihnen wärmstens anempfehlen möchte.


154701 „Côtes du Rhône Villages”, rouge 2001 17,50 Euro
In seiner fruchtigen, grenachebetonten Aromatik und in seiner traumhaft eleganten und finessenreichen Art ungemein burgundisch, schlägt dieser CdR viele wesentlich teurere Châteauneuf mühelos aus dem Feld. Tieffarben, zart rauchige Aromen, faszinierende süßliche Frucht, pralle reife Kirschen, Würznoten der Garrigue und dunkelrote Himbeeren, dazu frisch gemahlener schwarzer Pfeffer und zart mineralische Anklänge, am Gaumen traumhaft saftig, dicht und füllig, dazu süßliche, weiche, saftige Tannine, eine schöne Konzentration sowie Eleganz und Schmelz im langen Abgang, ein toller Wein, der von seiner famosen Finesse geprägt wird; zu genießen jetzt bis 2010.



154601 Châteauneuf-du-Pape, „Les Quartz”, rouge 2001 49,50 Euro
Für mich einer der interessantesten Weine der gesamten Region, da dieses Weltklassegewächs mit einem superben Preis- Genussverhältnis versehen ist, eine Folge der von Parker anfangs „nur” vergebenen 92-95 Punkte. Wohl, weil dieser in seiner Jugend verschlossener und daher etwas schwerer zugänglich ist als der mit 100 Punkten höchst bewertete Reserve. In seinem neuesten WINE Advocate hat Parker dieses Urteil jedoch korrigiert und bewertet diesen ungemein dichten und finessenreichen Wein mit 96 Punkten jetzt wesentlich adäquater. Von einer einzelnen, sandigen und kalkhaltigen Parzelle, die mit roten Steinen übersät ist, stammt dieser faszinierend aromenreiche, opakfarbene Wein: In der Nase betörend süßliche, pralle schwarze Kirschen, Crème de Cassis, reife, dunkle Himbeeren, Mineralien und feinste Gewürzanklänge, alle Aromen komplex und von betörender Reinheit. Am Gaumen von wolllüstiger Konsistenz und dennoch von burgundischer Finesse, von edler Fruchttiefe, dicht, konzentriert, unglaublich reichhaltig, komplex, ausladend, animierende Frische, die reifen, saftigen, zart süßen Tannine sind eingebettet in eine Orgie von Frucht, extrem lang anhaltend, ein majestätischer Châteauneuf mit einem gigantischen Potential, in seiner Aromatik einzigartig und daher völlig unverwechselbar in der gesamten Appellation,„der Musigny von Châteauneuf-du-Pape”, wie Parker mittlerweile anerkennt. Meiner Meinung nach einer der besten Weine der südlichen Rhône in diesem gigantischen Jahrgang; zu genießen ab 2005 (Dekantieren), Höhepunkt 2007 bis mindestens 2020.



ITALIEN

Felline – Apulien

Bereits seit Jahren ein Klassiker in unserem Programm, dieses Kleinod aus dem Süden Italiens mit seinen herrlichen Alltagsweinen und seiner famosen Spitzencuvée, eine der besten Alternativen auf dem Markt zu den Hochpreisweinen aus den Renommierregionen wie der Toskana, denen viele Liebhaber italienischer Weine konsequent den Rücken gekehrt haben. Dies fällt natürlich umso leichter, als in noch weniger bekannten Anbauregionen wie den Marken oder Apulien mittlerweile Qualitäten erzeugt werden, die selbst den Kenner mit der Zunge schnalzen lassen und die nichts mehr mit den Massenweinen unseliger Vergangenheit zu tun haben. Qualitätsorientierte Winzer erzielen vorwiegend mit den einheimischen Rebsorten große Erfolge und erlangen mittlerweile internationale Reputation. Voraussetzung für diesen Qualitätssprung war die Verknüpfung von Tradition im besten Sinne – insbesondere die Verwendung der regionalen autochthonen Rebsorten sowie eine radikale Mengenbegrenzung in den Hektarerträgen – mit einer modernen Verarbeitungstechnik. Eines der Vorzeigeobjekte für diese neuen Weine mit einem großartigen Preis-Genussverhältnis ist die Kellerei Felline in Manduria. Die Gebrüder Perucci produzieren unter Anleitung eines der renommiertesten italienischen Önologen, Roberto Cipresso, Rotweine voller Originalität zu kleinen Preisen. Insbesondere der Primitivo von Manduria, der Stammvater des zurzeit so populären, aber leider immer teurer werdenden kalifornischen Zinfandels, eine Rebsorte, die wie keine andere die Zukunft und das Potential Apuliens verkörpert, wird hier vom genialen Weinmacher Cipresso neu interpretiert. So können wir Ihnen heute wieder herrliche, komplexe Trinkweine mit einem fast unwiderstehlichen attraktiven Charakter präsentieren, die durchaus ihre süditalienische Herkunft nicht verleugnen und mit ihrer sinnlichen Frucht, ihrer finessenreichen, eleganten Art und einer würzigen Note betören. Auch im Jahrgang 2002 sind die Qualitäten hervorragend, „setzt dieses Gut, das zur Weinelite Apuliens gehört, wieder einmal die Maßstäbe” (Gambero Rosso).


681102 Felline, Alberello, rosso 2002 5,95 Euro
Mittleres Kirschrot in der Farbe, eine leicht süßliche Fruchtnase, dazu Kirsche, Pflaumen und Veilchen, wie seine Vorgänger ein Schmeichler des Gaumens; reife Frucht, feinste Gewürzanklänge, die präsente, sehr angenehme Säure verleiht dem Wein eine wunderschöne Frische, dicht und elegant, die Tannine sehr gut eingebunden in die zarte Frucht, ein Musterexemplar für die neue Generation süditalienischer Alltagsweine, die wieder so richtig Lust machen, sich den Weinen dieses wunderschönen Landes zuzuwenden; zu genießen jetzt bis 2006.



681202 Felline, Primitivo di Manduria, rosso 2002 9,30 Euro
Leuchtendes Kirschrot, in der Nase tiefgründige, reife Kirscharomen, dazu Pflaumen, feine Würze und duftende Brotkruste, am Gaumen dicht, füllig, saftig, angenehm reife Frucht (jedoch keinerlei überreife, marmeladige Töne), dazu Noten von Lebkuchen, Zimt und Nelken und eine sehr angenehme Frische. Diese für einen südlichen Wein fast ungewöhnlich „kühle” Stilistik verleitet – zusammen mit den verführerischen Beerennoten und mit den ganz weichen, seidenen Tanninen – jeden Liebhaber dieses Schmeichlers der Sinne mit großer Lust zum ständigen „Weitersüffeln”; höchstes Trinkvergnügen ab sofort bis mindestens 2006. Der Gambero Rosso beschert diesem „Gut, das viel für das Image des apulischen Weinbaus bewirkt und in dem der Primitivo seine Wiedergeburt erlebt hat”, alljährlich einen Gläsersegen, 2 diesmal für den wirklich herausragenden Primitivo, der „wie kaum ein anderer mit ähnlicher Intensität seine organoleptischen Eigenschaften darbietet” (Gambero).



681302 Vigna del Feudo, rosso 2002 13,50 Euro


Endlich wieder können wir die Spitzencuvée anbieten, die nur in großen Jahrgängen vinifiziert wird und die im Gambero Rosso mit 2 roten Gläsern (das bedeutet: in der Endausscheidung für die begehrten 3 Gläser knapp gescheitert) bewertet wurde. Diese Cuvée aus Primitivo und Montepulciano und kleinen Anteilen Cabernet und Merlot fasziniert durch ihr schmeichlerisches Bukett von Waldbeeren, orientalischen Gewürzen, reifen Pflaumen und balsamischen Noten, ihre reife, saftige Tanninstruktur, ihre Dichte und Weichheit am Gaumen und Noten von süßlichen dunklen Beeren sowie Tabak- und Kakaoanklänge. Ein Klassestoff, der wie kaum ein zweiter die Originalität großer süditalienischer Weine verkörpert, zu genießen ab sofort bis wenigstens 2008.



SPANIEN

Bodegas Mauro – „Vino de la Tierra de Castilla y León / Tudela de Duero”

Dieses neue Kultweingut, gelegen in dem Dorf Tudela de Duero, wird von dem legendären Kultwinzer, der 30 Jahre lang für Vega Sicilia verantwortlich war, Mariano Garcia, nach seinem dortigen Ausscheiden geführt und nicht mehr nur wie früher beraten und trägt seitdem unverkennbar seine großartige Handschrift und produziert Weine der absoluten spanischen Spitzenklasse.
Dabei zählt die Bodegas Mauro nicht einmal zur Appellation Ribera del Duero, liegt sie doch trotz einer langen Weinbautradition – so bestand die in einem der schönsten kastilischen Gebäude des Ortes installierte Kellerei bereits, bevor! Die heute weltberühmte Region ihre Anerkennung als Denominación de Origen erhielt – unmittelbar außerhalb derselben, da zum Zeitpunkt ihrer Anerkennung kaum noch Winzer im Ort Tudela mit eigenen Reben arbeiteten, so dass die Westgrenze der Appellation 12 km östlich gezogen wurde. Aber die Weinberge zählen zweifelsfrei zu den besten der Region, unerlässliche Voraussetzung zur Produktion von Rotweinen, die nicht nur zur Top-Elite Spaniens gehören, sondern absolutes Weltklasseniveau aufweisen. Auf 35 ha wachsen zu 90 % Tempranillo und je 5 % Syrah und Grenache, die Erträge liegen gerade einmal zwischen 25 und 40 hl/ha. Alle Weine erhalten von Mariano Garcia eine lange Maischestandzeit, nach einem Ausbau in französischer Eiche werden sie nochmals zur Abrundung in amerikanisches Holz gelegt. Die Weincharakteristik orientiert sich am modernen spanischen Stil: Satte, reife, reiche, explosive Frucht, kompakter Körper, vernehmliches, aber kein dominierendes Holz, süßliche Tannine, unverkennbar jedoch in seiner Authentizität. Und wenn dann noch ein Spitzenwinzer wie Garcia in einem Traumjahrgang wie 2001, dem wohl besten seit dem schon legendären 96er, Trauben voller Reife und phänomenaler Güte erntet, dann können Sie bereits ahnen, welch großen Wein Mariano Garcia vinifizieren konnte: nach seiner Einschätzung den besten seines Lebens!


419101 Mauro 2001 23,50 Euro
Vollreife rote und schwarze Früchte umschmeicheln Nase und Gaumen mit einem faszinierenden Spiel einer dichten, kühlen Frucht, unterlegt mit mineralischen und florale Noten, verführerisch, zart rauchig, perfekt ausbalancierter Holzeinsatz. Im Mund eine Aromenexplosion, insbesondere dunkle Früchte, Feigen und edle Bitterschokolade, mineralische Anklänge, intensive Wärme, am Gaumen perfekt geschliffene, saftige, leicht süßliche Tannine, perfekt eingebunden in die enorme Fruchtsüße, atemberaubende Tiefe, dazu ein beeindruckend langer Nachhall, perfekt geschliffene, saftige Tannine, eleganter Abgang, nachhaltig. Ein herrlich kraftvolles, saftiges, dichtes, fülliges, konzentriertes Gewächs, aber kein Monsterwein, stattdessen Trinkvergnügen pur, viel Potential, ein sanfter Riese, der betört und verzaubert; zu genießen ab sofort mit großem Vergnügen bis mindestens 2015.



419400 San Roman, tinto 2000 28,90 Euro
Mariano Garcia hat eine untrügliche Nase für große Terroirs. So zögerte er nicht lange, als er Mitte der 90er Jahre in der Gegend um Toro, gut eine Fahrstunde westlich von Ribera del Duero, sensationell gute Lagen in San Roman mit erstklassigen Böden und uralten, zum Teil noch wurzelechten Reben entdeckte. Zutiefst von der Qualität des Gesehenen überzeugt, kaufte er das großartige Terroir sofort auf. Bereits der Jungfernjahrgang 1997 geriet zu einem großen Erfolg, unsere Kunden rissen uns den 99er regelrecht aus den Händen. Der 2000er San Roman demonstriert nun noch ausdrucksvoller die typische, reife Süße der großen Weine aus der aufstrebenden Region Toro mit seinen unglaublich saftigen und zart mürben Tanninen. Der hohe Reifegrad des erstklassigen Traubenmaterials verleiht ihm eine hohe Fruchtigkeit und eine faszinierende cremige Glycerinhaltigkeit. Tiefstes dunkles Rot mit violettem Rand, in der Nase fein strukturierte Frucht mit Beerenanklängen und feinster Mineralität; die warme südliche Aromatik vermählt mit einer stringenten Kühle der am Gaumen noch kompakten, in ihrem Kern aber cremig-seidenen Tannine führt zu einer beeindruckenden Finesse. Am Gaumen dunkle Beerenfrüchte, Mineralien und gerösteter Kaffee, sehr dicht, fein balanciert, cremig, füllig, komplex, mundfüllend lang anhaltend; zu genießen ab sofort bis 2010.



Bodega Inurrieta – Navarra

Immer wieder Inurrieta: Aus Navarra kommt die in Deutschland noch völlig unbekannte Bodega, die mit drei im Barrique ausgebauten feingliedrigen Rotweinen selbst erfahrene Verkoster in ungläubiges Staunen versetzt ob ihres phantastischen Preis-Genussverhältnisses.
Seit wir Ihnen diese sensationell günstigen Weine als erster deutscher Importeur überhaupt angeboten haben, hat die Nachfrage alle Erwartungen weit übertroffen, so dass wir leider für eine kurze Zeit nicht mehr liefern konnten. Mittlerweile sind alle Weine wieder eingetroffen, die in der spanischen Presse mit spektakulärem Lob überhäuft wurden:

So wurde dem Inurrieta Sur „S” 2002 eine phantastische Auszeichnung zuteil: Ein spanisches Magazin, das in einer Auflagenhöhe von über 1 Million Exemplaren renommierten Tageszeitungen als Wochenendbeilage dient, rief die 10 besten spanischen Weinhändler auf, ihre persönlichen 5 Favoriten des Jahrgangs unter 20 Euro zu einer Degustation anzustellen. Ein von vielen Kennern als bester Weinladen Spaniens, mit Dependancen u.a. in Paris, angesehenes Geschäft, präsentierte den Inurrieta Sur: Das Resultat: Die Verkostungsjury erkor ihre 30 Lieblingsweine Spaniens unter 20 Euro, der Inurrieta zählte dabei zu den 3 preiswertesten Weinen!

Als Liebhaber spanischer Weine kennen Sie vielleicht den renommiertesten Weinführer des Landes, den „Guia Peñin de los vinos de España”, herausgegeben von José Peñin, dem „Robert Parker Spaniens”. José Peñin gibt zudem ein Weinmagazin heraus, (Guia Peñin Magasine), in dem er die Preis-Qualitätsrelation von Weinen mit Sternen bewertet (Minimum 1 bis Maximum 5 Sterne). Der Inurrieta Norte „N” 2002 wurde mit 5 Sternen, also der höchsten Auszeichnung, geradezu geadelt. Dazu empfehlen wir Ihnen ausdrücklich die großartige Crianza unserer jungen Himmelsstürmer aus Spaniens französisch geprägtem Norden:


429102 Norte „N”, tinto 2002 6,50 Euro



429202 Sur „S”, tinto 2002 6,50 Euro



Frisch eingetroffen ist endlich auch die Crianza unserer jungen Himmelsstürmer, die über ein ebenso herausragendes Preis- Genussverhältnis verfügt:

429301 Crianza tinto 2001 8,80 Euro



In letzter Minute:

Paula Bosch, sicherlich Deutschlands renommierteste Sommelière („Tantris”, München, 2 Michelinsterne), deren aktuelles Buch „Küchengeheimnisse & Weinentdeckungen”, verfasst zusammen mit dem genialen Koch Eckart Witzigmann, ich Ihnen aufgrund der spannenden Rezepte von Deutschlands Jahrhundertkoch und Paulas ungemein kenntnisreichen Weinempfehlungen nur wärmstens empfehlen kann, hat ganz aktuell in ihrer wöchentlichen Kolumne in der Süddeutschen Zeitung vom 5. März 2004 zu einem herrlichen Dessert von Witzigmann, „Flambierte Ananas mit Bananen”, einen unserer schönsten Dessertweine als Begleiter ausgesucht. Sie schreibt:
„Sauternes ist in Frankreich mit Abstand die Nummer eins unter Süß- und Dessertweinen. Weshalb sich in anderen Regionen des Landes die vielen erstklassigen Produkte nur schwer durchsetzen können, ist nicht ganz nachvollziehbar, besonders wenn man Preis und Qualität im Blick hat. Die interessantesten Süßweine kommen derzeit aus dem Süden: dem Anbaugebiet Rivesaltes. Die Domaine Sarda-Malet, unweit von Perpignan, liefert aus den letzten Jahrgängen die besten Qualitäten. Der rote Rivesaltes „La Carbasse” zwingt mit seiner Kraft und Traumnoten selbst große Portweine in die Knie. Daneben erscheint der helle Muscat de Rivesaltes als Vin doux naturel zart, beinahe zerbrechlich. Ist er aber ganz und gar nicht. Seine Stärke ist die faszinierende Frucht im Duft und Geschmack: Weintrauben, Kokos, Birne, Orangenschale, Litschi, Limone, Ananas, Banane. Geschmeidig im Gaumen, verhaltene Säure, cremig, weich, füllig. Lang anhaltende Aromatik und makellose Harmonie”.


340500 Rivesaltes La Carbasse, rouge 2000 19,90 Euro



340802 Muscat de Rivesaltes, v.d.n. blanc 2002 12,50 Euro



FEINKOSTTIPP

Podere Forte – D.O.P. Terre di Siena, Toskana

31171 Podere Forte, Olivenöl Extra Vergine, D.O.P. Terre di Siena, Toskana 0,5 l 23,00 Euro
Aus Castiglione d’ Orcia, gelegen im Süden der Provinz Siena, kommt dieses kraftvolle und vielschichtige Olivenöl, das aus den autochthonen Sorten Moraiolo, Leccino und Frantoio gewonnen wird.
Ein wahres Feuerwerk von Aromen verwöhnt den Liebhaber pikanter Öle: Noten von frischem Gras, daneben Honig, Rosinen, Thymian und Limette, dazu ein Hauch von Artischocken, gekrönt von einem beeindruckenden pfeffrigen Abgang.
Nur 3.500 Liter dieser selbstverständlich von Hand geernteten toskanischen Ölspezialität werden in die wunderschön gestalteten Flaschen gefüllt und geben Speisen, die ein kraftvolles Öl vertragen (z.B. Grillgerichten, Rohkost, Gemüse oder Pasta), den besonderen Kick. Unbedingt probieren!

FEINSCHMECKER: Eines der besten Olivenöle der Welt!

[Podere Forte]




Herzliche Grüße aus Saarlouis,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann