Saarlouis, im Februar 2004

PINwand Nº 78


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

in unserer letzten Pinwand präsentierten wir Ihnen zwei rote hervorragende Alltagsweine aus Spanien zu derart ungemein attraktiven Preisen an, dass wir binnen Tagen mehrere tausend Flaschen an begeisterte Kunden verkauften: Aus Navarra kommt die in Deutschland noch völlig unbekannte Bodega Inurrieta, die mit zwei im Barrique ausgebauten feingliedrigen Rotweinen selbst erfahrene Verkoster in ungläubiges Staunen versetzt ob ihres phantastischen Preis-Genussverhältnisses. In der spanischen Presse werden beide Weine mit spektakulärem Lob überhäuft:

Dem Inurrieta Sur „S” 2002 wurde eine phantastische Auszeichnung zuteil: In einer Verkostung der besten spanischen Weine unter 20 Euro zählt der Inurrieta zu den dreißig besten und gleichzeitig 3 preiswertesten Weinen, und das für sagenhaft günstige 6,50 Euro!

Als Liebhaber spanischer Weine kennen Sie vielleicht den renommiertesten Weinführer des Landes, den „Guia Peñin de los vinos de España”, herausgegeben von José Peñin, dem „Robert Parker Spaniens”. José Peñin gibt zudem ein Weinmagazin heraus, (Guia Peñin Magasine), in dem er die Preis-Qualitätsrelation von Weinen mit Sternen bewertet (Minimum 1 bis Maximum 5 Sterne). Der Inurrieta Norte „N” 2002 wurde mit 5 Sternen, also der höchsten Auszeichnung, geradezu geadelt.

Unseren Freunden französischer Gewächse präsentieren wir Weine von zwei unserer beliebtesten Domainen (Château La Negly und Domaine Guy Moulinier), die von Parker bzw. der französischen Fachpresse hymnisch gefeiert werden; zudem verzaubert Michel Ogier mit zwei spektakulär schönen Syrah von der Côte Rôtie.

Bartolo Mascarello zählt zur Elite der Piemonteser Winzer, das Gut Saladini Pilastri aus den Marken brilliert mit ungemein preis„werten” Weinen. In Rheinhessen sorgt „unser” Revoluzzer Dirk Würtz weiter für Furore, von Deutschlands „Winzer des Jahrzehnts” (Gault Millau) Klaus Keller präsentieren wir den ersten Riesling aus dem monumentalen Jahrgang 2003.


Weinempfehlung:
Wir bekamen sehr viel positive Resonanz auf unsere Weinempfehlung von Christina Göbel, so dass wir Ihnen auch heute wieder einen aktuellen Tipp geben möchten: Christina, Siegerin der Trophée Ruinart („bester Sommelier Deutschlands 2003”) und „Sommelière des Jahres 2004”, arbeitet in einem der renommiertesten Restaurants Deutschlands, in Stuttgart in der „Speisemeisterei”, mit 2 Michelinsternen hoch dekoriert. Sie degustierte die in der heutigen Pinwand vorgestellte großartige Spitzencuvée „Terrasses Grillées” von der Domaine Guy Moulinier zu einem aktuellen Gericht ihres genialen Küchenchefs Martin Öxle und schrieb:

„Bei mit Gänsestopfleber gefülltem Ochsenschwanz auf Ochsenschwanzconfit mit Selleriepüree und Trüffelsoße, kam mir sofort der Terrasses Grillées inden Sinn. Mit seiner vielschichtigen Aromatik – erinnernd an dunkle, Waldfrüchte, Zedernholz und schwarzen Pfeffer, unterlegt von schmeichlerischen Röstnoten und einer ausgeprägten erdigen Komponente – stellt er einen ebenbürtigen Partner für dieses kräftige und aromatische Gericht dar. Durch das Schmoren bekommt es einen fleischigen, rauchigen Ton der genau von den Aromen des Weines aufgefangen wird, das leicht fruchtige Confit bringt die dunkelbeerige Frucht hervor und unterstreicht die zart süßlich anmutende Tanninstruktur. Die Trüffelaromen, die vom Selleriepüree noch verstärkt werden, sind im Wein nach ca. 2stündigem Dekantieren ebenfalls präsent. Die noch etwas jugendliche Säure wird vom butterzart geschmorten Fleisch und von der gehaltvollen Gänseleberfüllung gekonnt ausbalanciert. Eine kongeniale Verbindung! Zu seiner vollen Entfaltung kann dieser Wein noch einige Jahre reifen”.


Schnäppchenangebot:
Die letzten Kisten zweier sehr beliebter südfranzösischer Weine im Resteverkauf:

156100 Domaine Les Aphillanthes „Cuvée des Galets 2000” statt 12,90 Euro nur 8,90 Euro



sowie

336198 Ferri Arnaud, Les Fleurines 1998 statt 23,00 Euro nur 15,90 Euro

[Ferri Arnaud, Les Fleurines]



In letzter Minute:
Frisch eingetroffen ist der aktuelle Jahrgang einer unserer beliebtesten Domainen, des in Apulien gelegenen Gutes „Felline”, dessen Weine wegen seines herausragenden Preis-Genussverhältnisses vom Gambero Rosso stets hoch gerühmt werden.

681102 Felline, Alberello, rosso 2002 5,95 Euro



681202 Felline, Primitivo di Manduria, rosso 2002 9,30 Euro



DEUTSCHLAND

Weingut Klaus Keller – Rheinhessen

Kein anderes deutsches Weingut wurde im letzten Jahrzehnt derart mit Ehrungen und Preisen überhäuft und in den Olymp erhoben wie „Deutschlands Winzer des Jahrzehnts, Klaus Keller”, so die einzigartige Auszeichnung durch den Gault Millau. Und die herausragenden Weine, derentwegen Keller mit so vielen Elogen überhäuft wurden, kommen ausgerechnet aus Rheinhessen, diesem lange „vergessenen” Landstrich: Wohl kaum eine andere Region litt über viele Jahre derart unter der desaströsen Phase heimischer Weinmachung, die unter dem Schlagwort Liebfrauenmilch fatalerweise weltweit die Regale von Supermärkten füllte und deutschem Riesling zu traurigem Ruhm verhalf. Doch das ist längst Vergangenheit: Unter der Führung begnadeter Winzer wie des kongenialen Tandems von Vater und Sohn Klaus und Klaus-Peter Keller schwingt sich Rheinhessen zu einem vorher nie geahnten Höhenflug empor und steht heute als Synonym gar für trockenen Weltklasseriesling deutscher Provenienz.

Sie haben als Weinliebhaber sicherlich viel gelesen in den letzten Wochen über den Jahrgang 2003 in Deutschland, der von vielen Kritikern bereits in den Olymp geschrieben wird – jetzt haben Sie die erste Möglichkeit, sich ein eigenes Urteil zu bilden. Das Weingut Keller brilliert mit seinem Basisriesling, der (unübertreffliche?) Maßstäbe setzt für das gesamte Land! Und Sie haben erstmals die Wahl, einen ganz besonderen Test durch zu führen. Die so sympathischen Kellers haben sich entschlossen, einen Teil dieses großartigen Rieslings mit dem revolutionären Glasverschluss zu „verkorken”, so dass garantiert kein Korkgeschmack mehr auftreten kann! Sie können entscheiden, welchem Verschluss Sie vertrauen, Sie können auch für beide Varianten votieren und in den nächsten Monaten bzw. Jahren beurteilen, ob es Unterschiede im Reifungsverhalten des Weines gibt. Eine spannende Frage, auch wir sind nicht sicher, wie diese Entwicklung verlaufen wird, ein historisches Experiment!


951803 Riesling, trocken 2003 – Kunststoffkorken – 6,90 Euro
Herrlicher betörender Pfirsich-Apfelduft, unterlegt mit einer ganz feinen mineralischen Note. Am Gaumen verwöhnt eine reife, geradlinige Frucht mit feingliedriger Säure, zart kräuterig und mineralisch, feine Noten von schwarzen Beeren, in seiner so konsumfreundlichen Preisklasse von herausragender Qualität, recht nachhaltig im harmonischen Abgang. Zu genießen ab sofort bis 2006.

„Kunststoffkorken”


9518603 Riesling, trocken 2003 – Glasverschluss – 6,90 Euro

„Glasverschluss”


951202 Westhofen Kirchspiel, Riesling trocken Großes Gewächs 2002 – Die letzten Flaschen sind eingetroffen – 19,90 Euro
Aus dem Urstromtal des Rheins erheben sich die süd-südöstlich exponierten Westhofener Weinberge bis zum Rand eines Hochplateaus, wo sich die großartige Lage „Kirchspiel” wie ein Amphitheater zum Rhein hin öffnet, geschützt vor den kalten Westwinden. Dieses hervorragende Mikroklima ist neben dem Kalkstein im Untergrund ein wesentlicher Aspekt für das erstklassige Terroir dieses lange Zeit unterschätzten rheinhessischen Filetstückes. Der Kalkstein legt die Basis für die zarte Mineralität dieses großen Rieslings, der dicht, kompakt und konzentriert daherkommt. Er besitzt aber auch enorm viel Eleganz und Finesse, bezaubert mit frischer Aromatik und feinem Spiel und deutet schon in seiner Jugend ein breites Fruchtspektrum an, das von Pfirsich über Ananas bis hin zu exotischen Anklängen reicht. Er macht fast süchtig mit seiner Intensität der Aromen, in der Reinheit seiner geschmacklichen Komponenten und dem unverkennbaren authentischen Rieslingcharakter, wie ihn nur wenige Winzer außer den Kellers in dieser Mischung aus Mineralität und Komplexität, Kraft und Finesse auf die Flasche zu zaubern vermögen.
Ein großer, sehr komplexer, brillanter Riesling mit viel Charakter und noch mehr Potential, den Sie unbedingt dekantieren sollten und der die Philosophie des Hauses, durch minimale Erträge die Dichte und Mineralität im Wein zu steigern, nicht aber den Alkoholgrad, wunderbar widerspiegelt;
zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2005 bis mindestens 2010.



Dirk Würtz – Rheinhessen
Unsere Entdeckung des Jahres 2002 in Deutschland!

„Es gibt keine Zwischenstufe zwischen Qualität und Nichtqualität”. Dirk Würtz, sechs Jahre lang, von 1996 bis 2001, Kellermeister bei Weil, einem der renommiertesten deutschen Weingüter, nimmt kein Blatt vor den Mund. Erfrischend unangepasst formuliert dieser eigenwillige, kluge Kopf, ein engagierter Querdenker, der genau weiß, was er will, seine Ansichten zur deutschen Weinszene. Ein Winzer mit Ecken und Kanten, wie seine Rieslinge, voller Charakter und Authentizität eben. Auch seine Weinberge liegen im rheinhessischen Rebenmeer, auch er tut mit seiner strikt qualitätsorientierten Arbeit enorm viel für das arg ramponierte Image der Region. Unsere Entdeckung des Jahres 2002 hat daher auch Marcus Hofschuster, dem renommierten Degustator des Internetweinführers Deutschland auf www.wein-plus.de ungemein imponiert. So stuft er ihn mit 4 von 5 möglichen Sternen unmittelbar hinter Keller und Wittmann bereits als Nummer 3 der Region ein (welch ein Katapultstart in die erste Liga), bewertet unseren kleinen Alltagsriesling Potate als sehr gut, den Würtz II gar als ausgezeichnet. Solch großartige Winzer wie Keller, Wittmann und jetzt Dirk Würtz bescheren dieser gebeutelten Region eine ungeheure Renaissance:

Der schlafende Riese erwacht. Dirks Weinberge werden biologisch bewirtschaftet (für Dirk unumgängliche Voraussetzung, um extraktreiche, aromatische Weine zu gewinnen), die dicht bepflanzten Rebreihen von einem befreundeten Winzer, „einem Genie im Weinberg, einem wirklichen Landarbeiter”, penibelst bearbeitet, auch von Vertragswinzern, die strikt nach seinen strengen Vorgaben arbeiten müssen. „Ich selbst verstehe ja nichts von Weinbergsarbeit, ich bin nur der Kellermeister”, stellt Dirk seine großartigen Fähigkeiten bescheiden unter den Scheffel. Er besitzt nur 6 ha Weinberge, er will sich auch nicht vergrößern, sondern ein „Garagenwinzer” bleiben, aber mit den Trauben aus diesen exzellenten Weinbergen spektakuläre Qualitäten erzeugen. Dirks Devise für den Keller klingt provokativ: „Kontrolliertes Nichtstun”. Das kostet viele schlaflose Nächte, beinhaltet extrem sensibles Eingreifen in die Weinwerdung nur dann, wenn unbedingt nötig, Ausführung aller Kellerarbeiten nur mit Hilfe der Schwerkraft und so gut wie keine Filtration. „Ich mache langlebige, charaktervolle Weine für meine Sympathisanten, keine Journalistenweine”, so Dirks herzerfrischend unangepasstes Statement.

Heute bieten wir Ihnen noch einmal Dirks herausragende Basisweine aus dem hervorragend gelungenen 2002er Jahrgang an, zudem zwei Spitzenweine in leider nur homöopathischen Dosen, die bei Degustationen auf dem Gut unter Insidern wegen ihrer spektakulären Qualität für erhebliches Aufsehen sorgten.


Exklusiv bei Pinard de Picard:

950402 „Potate”, Riesling trocken (DV) 2002 4,95 Euro
Von der Große Gewächslage Dienheimer Tafelstein kommen die Trauben für diesen Wein, denen für die Einstufung als Großes Gewächs nach Dirks Meinung das Potential fehlt. Dennoch hat unser Revoluzzer aus relativ kleinem Ertrag (35 hl/ha) einen „ansprechenden Saufwein im unteren Preissegment, von dem man garantiert keine Kopfschmerzen (auch keine verkorkten Flaschen, da Drehverschluss) bekommt”, vinifiziert, so Dirk, Understatement pur betreibend.
Aromen von Litschi, tropischen Früchten sowie Ananas in der Nase, dazu eine typische Würtz-Würze, am Gaumen relativ dicht, eine feine Säure und eine zarte Mineralität durch den hohen Kalkanteil im Boden, sicherlich kein großer, komplexer Riesling, doch in seiner Preisklasse qualitativ eine unerhörte Provokation. Zu genießen ab sofort bis 2005.



950102 Würtz II, Riesling trocken 2002 8,80 Euro
Der Basisriesling, erstmals ebenfalls spontanvergoren: Kein billiges Weinchen, das durch gefällige Primäraromen zu schmeicheln versucht, stattdessen ein sehr komplexes Aromenspektrum (insbesondere Ananas, dazu Quitten, Pfirsich, Kiwis, Zitrus, deutliche Würze, feine Mineralität), am Gaumen dicht und füllig, straffe Säure, saftig, aufgrund des deutlich oxydativeren Ausbaus mit bis zu 2 Tagen Maischestandzeit und des vollständigen Entrappens noch mehr Frucht, mehr Extrakt und mehr Stoff als in 2001, ein herausragender, sehr harmonischer, ellenlanger Wein, der bereits heute nach mehrstündigem Dekantieren hervorragend schmeckt, der aber als typischer Langstreckenläufer in naher Zukunft erst richtig brillieren wird. Ca. 12.000 Flaschen wurden gefüllt, tolles Preis-Genussverhältnis.



Und als 6er Paket (jeweils drei Faschen. dieser beiden herrlichen Alltagsweine) können Sie diese Rieslinge zum absoluten Schnäppchenpreis erhalten:

9504802 Würtz-Paket 2002 statt 41,25 Euro nur 35,00 Euro



950502 Würtz-Weinmann, Chardonnay 2002 14,00 Euro
Eigentlich müsste man diesen in kleinster Menge zur Verfügung stehenden Wein für die Freunde des Hauses limitieren, bietet dieser Chardonnay der Spitzenklasse, der, ohne gleich einen High-End Anspruch zu formulieren – daher nicht bis ins letzte ausgereizt – doch einen wunderbaren Trinkgenuss für Liebhaber dieser edlen Rebsorte zu mehr als fairem Preis: betörend klare Chardonnayfrucht, zart von mineralischen Noten und Vanilletönen des Holzes (100% neues Barrique) unterlegt. Am Gaumen dicht, mit gutem „Fett”, sehr harmonische Säure, gute Nachhaltigkeit, faszinierender fruchtig-würziger Abgang. Auf dem Etikett finden Sie auch den Namen „Weinmann”, eine Hommage an Hubertus Weinmann, Dirks „grünes Gehirn”, der Landarbeiter, der wesentlich für die Qualität in den Weinbergen und hier speziell Dirks bester Lage, der „Geyerscheiß”, aus dem die Trauben für diesen Klasse-Chardonnay stammen, verantwortlich ist. Zu genießen jetzt bis 2006.



950602 Weißburgunder 2002 24,90 Euro
Meine ganz besondere Empfehlung: Ein einziges kleines Barrique dieses phantastischen Weißburgunders aus den besten, aufwändigst bearbeiteten Parzellen der „Geyerscheiß” hat Dirk exklusiv für Pinard de Picard vinifiziert: ungemein elegant, filigran, mineralisch, mit feinster Aromatik. Das Wasser läuft einem im Mund zusammen, so animierend schön begleitet dieser Weltklassewein die anspruchsvolle Küche ebenso wie ein gutes Gespräch. Zu genießen ab sofort (Dekantieren), Höhepunkt 2005 bis 2009.

Limitiert auf maximal 3 Flaschen pro Kunde!


ITALIEN

Bartolo Mascarello – Piemont
„Der letzte Mohikaner”

Sein Name ist Programm: Zusammen mit Giacomo Conterno und Bruno Giacosa zählt Bartolo Mascarello, ein hoch gebildeter und sich nimmer müde der Wahrheit verpflichtend fühlender Humanist, zu den berühmten Traditionalisten des Piemont, dem „Land am Fuße der Berge”, dieser herben, aber bezaubernden Schönheit und kulinarischen Perle im Nordwesten Italiens. Hier in Barolo verbrachte Mascarello sein gesamtes Leben, in seinem kleinen Haus und in seiner kleinen altmodischen Kellerei, stets bemüht, die Familientradition fort zu setzen, ohne jemals, und dies klingt fast unglaublich bei seiner Erfolgsgeschichte, den Verlockungen des Ruhmes oder des Geldes zu erliegen. Seit jeher besitzt seine Familie die gleichen exzellenten, ökologisch bewirtschafteten Weinberge („das schönste Fleckchen Erde auf der Welt”) mit alten Rebstöcken, die er hegt und pflegt wie seine Kinder und seit jeher macht er nur EINEN einzigen, streng selektierten Wein aus kleinen Erträgen, der die komplexen Aromen seiner unterschiedlichen, hochwertigen Terroirs (Cannubi, San Lorenzo, Rué, Rocche di Torriglione) in unnachahmlicher Harmonie in sich vereint: Einzellagen- oder gar Barriqueausbau hasst er zumindest ebenso wie die Jagd nach Journalistenpunkten.

„Ich bin kein Konservativer, aber ein Traditionalist”, erläutert Mascarello seine Lebensphilosophie. „Alles, was die voran gegangenen Generationen gemacht haben, sollte man respektieren. Dies ist Teil unserer Wurzeln, die wir niemals vergessen dürfen. Natürlich war früher auch nicht alles gut in unserer Region: Die Weinbauern waren zumeist sehr arm, zudem gab es über Jahrzehnte Panschereien mit süditalienischen Billigweinen bei Banditen, die sich Barolowinzer schimpften. Aber was heute im Piemont geschieht, ist auch nicht mehr meine Welt: Die Amerikaner wollen einen schwarzen Wein haben, der nach Eichenholz schmeckt und viele unserer Winzer äffen diesen internationalen Stil nach. Doch mein Barolo soll den Duft, die Aromen und den Geschmack unseres Landstriches tragen. Mir tut es leid, wenn die „Fortschrittlich” genannten Winzer einen Wein machen wie ihre Kollegen in Kalifornien, Australien oder Chile. Moderne Kellertechnik ist Verrat an den Traditionen unserer Vorfahren und unserer glorreichen Geschichte. Ein Baroloproduzent sollte authentischen Barolo erzeugen, denn ein Kunde, der einen Wein trinken will, der nach Cabernet schmeckt, kann diesen in Bordeaux oder Australien kaufen. Vielleicht bin ich so etwas wie der letzte Mohikaner, aber ich mache einen traditionellen Wein für Feinschmecker, der gereift so schmeckt, wie ein großer Barolo schon immer geschmeckt hat: ein unvergleichlicher Duft nach verwelkten Rosenblüten und Veilchen, aber kein Hauch von Barrique oder Vanille”.

Trotz seiner körperlichen Gebrechen gibt sich Mascarello, der im doppelten Wortsinne (körperlich wie seelisch-geistig) große alte Mann aus dem Piemont immer noch kämpferisch und unbequem, ein prinzipientreuer, vehementer Streiter gegen alle restaurativen Tendenzen in Staat und Gesellschaft („No Barriques, no Berlusconi”, „Il ne faut pas faire des barriques, mais des barricades, Robespierres”, diese selbst gezeichneten, künstlerisch anspruchsvollen Etikettenaufschriften machten den zornigen Mahner weit über seine Fangemeinde hinaus berühmt). Und wenn er sich wortgewandt und vehement für handwerklich und traditionell hergestellte Weine einsetzt, so schlägt doch sein großer 99er Barolo selbst im Glase eher leise und sanfte Töne an: Dieses traumhaft schöne Gewächs aus hervorragendem Jahr scheint wie die Inkarnation eines Weinstils, den es in seiner puristischen Reinheit heutzutage kaum mehr gibt, den ich persönlich aber immens schätze und liebe: Mit einer solchen Flasche einzigartigen Weines verbringe ich gerne einen ganzen Abend, lasse mich faszinieren von der Entwicklung der komplexen aromatischen Düfte und Aromen und werde nimmer satt, einfach nur zu genießen.

Alle Freunde tiefdunkler, „fetter”, opulenter Weine seien gewarnt: Sie werden von diesem Barolo kaum begeistert sein, ebenso wenig wie Daniel Thomases, der seit dem Jahrgang 99 offiziell für Parker im Piemont die Weine verkostet und im WINE ADVOCATE bewertet. (Insider munkeln, er täte dies inoffiziell bereits länger). Zwar stellt Thomases die besten Weine dieses herausragenden Jahrgangs in ihrer Spitze auf eine Stufe mit dem 96er, einem klassischen Barolojahr, das zusammen mit 78 wohl als der beste Jahrgang seit dem legendären 71er gilt, doch hat er an Mascarellos Wein, der sich zudem in seiner Jugend immer sehr verschlossen zeigt, keinen großen Gefallen gefunden. Aber ich verspreche: Liebhaber nobler Gewächse, die in großen Regionen angebaute, burgundisch inspirierte, klassische Weine suchen, denen die modernen, häufig leider bis ins Marmeladige abgleitenden Fruchtbomben nicht (mehr) schmecken, finden hier eine phantastische Alternative, für mich die betörende Seele gar des faszinierenden Piemonteser Terroirs in diesem komplexen Wein des großen Weinmachers mit seiner unverwechselbaren Schiefermütze! Bartolo Mascarello mag manchen Menschen vielleicht ein wenig antiquiert in seinen Ansätzen erscheinen, doch unbeugsam und stolz verkörpert dieser Freigeist und Querdenker DIE Institution traditioneller Piemonteser Weinbaukunst. Eine große Bereicherung unseres Programms!


619199 Barolo 1999 55,00 Euro
Wie stets in seinem Jungweinstadium im klassischen Sinne „streng” und unnahbar, aber bereits seine große Eleganz, seine Komplexität und seinen ganzen Finessenreichtum andeutend, zeigt dieser herrlich traditionelle Barolo dennoch schon die Charakteristika seiner großen Lagen, aus denen das erstklassige Traubenmaterial stammt: In der Farbe ein mittleres Rot mit typischem Orangenrand, dann eine wunderbar reintönige, dicht gewirkte, tiefgründige Nase von roten Früchten, schwarzen Kirschen, Rosen, Anis, unterlegt von einem Hauch von Zimt. Am Gaumen Anklänge an mineralische Noten, Tabak und Teer, dazu feine, seidene Tannine von klassischer Adstringens, herausragende. Struktur, perfekt eingebundenes Säuregerüst und eine feinst fokussierte Länge. Ein sehr authentischer, klassischer Wein, noch mit Ecken und Kanten versehen, die sich im Laufe der nächsten Monate und Jahre abschleifen und einer großen inneren Harmonie und einer phantastischen Finesse Platz machen werden. Großes Alterungspotential wie bei allen Baroli von Mascarello, zu genießen ab Herbst 2005, Höhepunkt 2008 bis nach 2020.



Saladini Pilastri – Marken

Unsere meistverkauften italienischen Rotweine kommen aus den Marken (malerisch gelegen zwischen der Adria und den Hügeln der Abruzzen), einer Region, die in den letzten Jahren eine ähnliche Erfolgsstory infolge sensationeller Qualitätssteigerungen unter Beibehaltung sehr moderater Preise aufzuweisen hat wie das Languedoc-Roussillon in Frankreich.

Saladini Pilastri, „eine dieser Spitzenkellereien in den Marken, die in den letzten Jahren die Qualität des gesamten Sortiments deutlich gesteigert und sich diesmal selbst übertroffen hat”, so der Gambero Rosso 2003, verfügt über Top-Lagen mit erstklassigem Terroir, die sich in südlicher Ausrichtung über dem Trontotal erstrecken und von den langen, heißen Sommern genauso profitieren wie vom kühlenden Einfluss des Flusses und des nur 10 km entfernten Meeres.
Als wahrer Glücksfall für das Gut erwies sich die 1995 eingegangene Partnerschaft mit den Starönologen Roberto Cipresso und Domenico d’Angelo. Seither besitzen die Rotweine eine enorme Farbtiefe, eine unglaublich reichhaltige, würzige, saftige, beerige, leicht süßliche Frucht, eine bemerkenswerte Struktur, einen sensationellen Extrakt und eine enorme Konzentration, sie sind harmonisch, ausgewogen und elegant. Kurzum, solch charaktervolle, eigenständige Weine zu so niedrigen Preisen haben wir seit Jahren in Italien kaum mehr gefunden, phantastische Preis-Genussverhältnisse und wahre Glücksfälle im Leben eines Weinliebhabers und -händlers!


652102 Rosso Piceno 2002 (PK) 5,40 Euro
Der dunkelfarbene Piceno 2002 präsentiert sich eleganter und weniger marmeladig als seine beliebten Vorgänger und bietet daher vielleicht noch leckereren Zechgenuss als in der Vergangenheit. Mit seinen beerigen Aromen in Nase und Mund und seinen saftigen, weichen Tanninen präsentiert er sich bereits heute von seiner schönsten Seite, Höhepunkt Mitte des Jahres bis 2006, ein Klasse-Alltagswein mit einem sensationellen Preis-Genussverhältnis.



652201 Vigna Piediprato, rosso 2001 8,90 Euro
Sinnlich-verführerische, sehr farbintensive Cuvée aus Montepulciano und Sangiovese, betörende, expressive, zart süßliche Frucht, beerige Aromatik, Sauerkirschen, Kaffee und weiße Trüffeln. Am Gaumen sehr schmeichlerisch, saftig, dicht, konzentriert und elegant, mit reifen, schmelzigen Tanninen, im lang anhaltenden Abgang Schokolade und Dörrpflaumen, phantastisch guter Alltagswein mit Feuer und italienischem Charme; herrlicher Trinkspaß ab sofort bis mindestens 2006. In der Vergangenheit bereits mehrfach mit 2 Gläsern gefeiert und zusätzlich mit der Auszeichnung für ein besonders günstiges Preis-Genussverhältnis im Gambero Rosso geadelt. Und 2001 ist in den Marken hervorragend ausgefallen!



652301 Vigna Monteprandone, rosso 2001 12,90 Euro
Tiefrote Farbe, in der Nase fasziniert ein komplexes Aromenspektrum, es dominiert ein reifer, süßlicher Beerenduft, dazu Anklänge an Pflaumen, Tabak, zart marmeladenartige Konsistenz, leicht animalisch-wilde Noten, kraftvoll und intensiv am Gaumen, extraktreiche, mächtige, aber insbesondere saftig-weiche Tannine, ein fast dekadent anmutender Wein, einer der besten Roten (Montepulciano/Sangiovese), die je in den Marken erzeugt wurden, barriqueausgebaut, unfiltriert, zu unglaublich niedrigem Preis. Diesen nur in großen Jahrgängen erzeugten Wein voller regionsspezifischer Typizität und autochthonem Rebsortencharakter müssen Sie einfach probieren, eine Stunde vorher bitte dekantieren!
Der Jahrgangsvorgänger wurde im Gambero Rosso 2003 mit den begehrten drei Gläsern ausgezeichnet, 250 Weine aus ganz Italien haben diese höchste Auszeichnung erhalten, doch welch ein Preis-Genussverhältnis besitzt dieser unfiltrierte Schmeichler der Sinne!
Zu genießen ab sofort bis etwa 2008.



FRANKREICH

Château de la Negly, La Clape – Languedoc

Dieses Gut, dessen Weinberge auf privilegierten hügeligen, sehr steinigen und kalkhaltigen Böden nahe der Mittelmeerküste gelegen sind, gehört schon lange zu den Klassikern unseres Programms. Denn es sind einige der denkwürdigsten Weine des Languedoc, die auf dem in kürzester Zeit geradezu legendär gewordenen Château La Negly produziert werden, dessen Weinberge in einer der besten Appellationen des französischen Südens gelegen sind: in La Clape, einer ehemals küstennahen Insel.

Die Aufsehen erregenden Erfolge der letzten Jahre beruhen auf den einschneidenden Veränderungen, die der ehrgeizige Perfektionist Jean Rosset nach der Übernahme des Château 1996 eingeleitet hat:
Penible Selektion perfekt gereifter Trauben auf einem Fließband im Keller des Weingutes, eine nicht zu übertreffende Sorgfalt bei der Vinifikation, Entrappung von Hand, Vergärung in nagelneuen offenen Gärbehältern aus Eichenholz, dabei vorsichtiges Untertauchen des Tresterhutes von Hand, generell möglichst wenig Eingriffe während der extrem schonenden Vinifizierung und vollständiger Verzicht auf Manipulationen jeglicher Art, so dass jeder Jahrgang, jede Rebsorte, jedes Terroir ihren expressiven Ausdruck finden und letztendlich feinfühliger Ausbau in neuen Barriques und Lagerung in einem sehr kühlen, optimalen Fasskeller.

Dieser Aufwand bei der Auslese und Vinifizierung der Trauben, den in dieser rigorosen Konsequenz nur ganz wenige Winzern betreiben, führt im Zusammenspiel mit den exzellenten Böden und dem einzigartigen Mikroklima in unmittelbarer Nähe des Mittelmeeres zu selten saftigen, ungemein attraktiven Weinen mit überbordender Frucht und großer Eleganz. Dabei sind diese Schmeichler der Sinne hoch konzentriert, komplex, weich, cremig und mit feinen Tanninen ausgestattet, dazu geprägt von einer exotischen Würze, es sind Weine, die unter unseren Kunden, aber auch in der internationalen Fachpresse für ein bis dahin selten gekanntes Aufsehen gesorgt haben.

So urteilt Parker in der Ausgabe Nr. 139 des Wine Advocate ganz explizit, dass Château de la Negly an der Spitze aller Weingüter des Languedoc stehe und maßgeblich verantwortlich zeichne für die Reputation und den enormen Qualitätssprung der gesamten Region!
Und ganz aktuell (Anfang Februar 04) veröffentlicht Parker im Internet seine persönliche Verkostungsnotizen (und nicht die seines Adlatus Rovani, der sonst für das Languedoc zuständig ist) des 2000/1er Jahrgangs, mit spektakulären Bewertungen. Die Spitzencuvées (Details in den nächsten Pinwänden bei ihrer Präsentation), werden mit bis zu 98+ Punkten beurteilt, eine Bewertung, die in verbaler Form ich selbst bei diesen Weinen schon in mehreren früheren Veröffentlichungen ebenfalls vorgenommen habe und die Liebhabern in aller Welt ausdrücklich signalisieren, welchen Qualitätsstandard die Spitzenwinzer im Languedoc-Roussillon mittlerweile erreicht haben. Die eigentliche Sensation ist jedoch Parkers Bewertung der beiden so ungemein preis„werten” Einstiegsweinen der Domaine, die noch für jedermanns Geldbeutel erschwinglich sind. So vergibt er dem Basiswein „La Côte” 01 sagenhafte 91 Punkte, seinen herausragenden Jahrgangsnachfolger können wir Ihnen ab sofort anbieten. Und der gerade seine Trinkreife erlangende „Falaise” 01, wie sein kleinerer Bruder einer der größten Renner unseres Programms, wurde mit 92 Punkten hoch gelobt: Unsere letzte Palette ist frisch eingetroffen!


318102 „La Côte”, rouge 2002 8,50 Euro
Die Farbe dieses faszinierenden Terroirweines ist wie stets von einem sehr tiefen, dunklen Rot geprägt, in der Nase betörende, faszinierend komplexe Aromen von Himbeeren und Cassis, dazu Salbei, Lavendel und Feigen, ein Hauch von Zartbitterschokolade und Lakritze, unterlegt mit feinster Würzaromatik. Am Gaumen Fülle und Konzentration, wiederum enorm viel Beerenfrucht, Kräuter und Schokolade, „südliche Textur”, dennoch mit einer animierenden Frische ausgestattet, weicher, eleganter und finessenreicher als noch die Vorgänger Ende der 90er Jahre, seidene Tannine, ein traumhaft originärer Garriguewein. Eine verführerische Cuvée (Grenache, Carignan sowie zart vernehmlich, im Unterschied zu früher, ein kleiner Syrahanteil), ein wahres Meisterwerk in ihrer so genussfreundlichen Preisklasse. Geben Sie diesem exzellenten Nachfolger des gerade von Parker mit 91 Punkten geadelten 01ers noch etwas Zeit, sich nach der gerade erfolgten Abfüllung in der Flasche zu harmonisieren, dann erleben Sie bald Trinkspaß pur zu selten attraktivem Preis. Höhepunkt 2005 bis 2007.



Letzte Palette frisch eingetroffen:

318201 „La Falaise”, rouge 2001 13,50 Euro
Für erhebliches Aufsehen sorgte diese so ungemein attraktive, tiefdunkle, beerenwürzige (Cassis und Schwarzbeeren) Cuvée aus überwiegend Syrah, dazu Grenache und Mourvèdre, erstmals vor drei Jahren, als der „Feinschmecker” sie zu den „100 besten Weinen der Welt” zählte. Und da habe ich mich bereits vor einem Jahr bewusst weit aus dem Fenster gelehnt: Noch kein Jahrgang hatte mich so überzeugt wie der ungemein „sexy” wirkende 2001er, was Parker mit seinen 92 Punkten jetzt eindrucksvoll bestätigte. In der Farbe ein extrem tiefes, dunkles, sattes Rubinrot, ungemein komplexes, faszinierendes, opulentes, frisches Bukett, dabei ganz deutliche Anklänge an große Côte Rôtie evozierend: Faszinierende Kühle, kaltes Rauchfleisch, geräucherter Speck und Cassis, dazu Himbeeren, Schokolade und schwarze Oliven. Doch ist diese expressive Cuvée bereits in ihrer Jugend wesentlich angenehmer zu genießen als ihre Pendants von der nördlichen Rhône, da sich am Gaumen die wesentlich niedrigere Säure traumhaft mit einer mediterranen Aromatik (Gewürze, Beerenaromen, Cassis) und Stilistik paart. Hervorragende Struktur, enorm dicht, füllig, dabei sehr weiche, aber feste Tannine, der faszinierende süßliche Fruchtextrakt setzt sich bis in den lang anhaltenden Abgang hinein fort und umhüllt vollständig das Holz des neuen Barrique bester französischer Provenienz. Dieser große Wein unterscheidet sich deutlich vom eher schmeichlerischen, überreif beerigen Jahrgangsvorgänger; zurzeit bereits genialer Trinkgenuss, Höhepunkt 2005 bis 2012.



Domaine Guy Moulinier - Saint-Chinian

Vor ein paar Jahren noch eine der schönsten Neuentdeckungen, zählt die Domaine Moulinier aus der Appellation Saint-Chinian, deren beeindruckend schöne Landschaft jeden Besucher begeistert, mittlerweile zu den Top-Weingütern des gesamten Languedoc, darüber sind sich Fachpresse (Parker, Revue du vin de France, Decanter, Weingourmet) und Weinliebhaber gleichermaßen einig. Die dornenreiche Erfolgsgeschichte dieser Aufsteigerdomaine, das erzwungene Auswandern Guy Mouliniers aus der geliebten Heimat infolge der lächerlich geringen Erlöse für die früher allerdings auch nur höchst mäßigen Produkte, die Heimkehr und die damit erfolgte radikale Veränderung der Philosophie, Qualität statt Quantität, diese Maxime machte die Domaine nach mühsamer Regeneration privilegiert gelegener Weinberge mit Grand-Cru Charakter und schwarzen Schieferböden zu einem der Pioniere der revolutionären Umwälzungen im Languedoc. Doch all dies haben wir Ihnen in unserem aktuellen Katalog auf den Seiten 120 ff ausführlich erzählt. Der Grund unserer heutigen Präsentation ist ein ganz besonderer:

Guy, der Vater dieses Weinwunders, der mittlerweile die Domaine zusammen mit seinen beiden Söhnen Pascal und Stéphane bewirtschaftet, wurde in den letzten Jahren geradezu vom Erfolg überrollt und die internationale Fachpresse hat ihn mit Lobeshymnen überhäuft. So war es für uns auch nur folgerichtig, dass der WEINGOURMET, die Weinfachzeitschrift des FEINSCHMECKER, in seiner großen Degustation der 80 besten Syrah aus dem Languedoc-Roussillon den „Terrasses Grillées” und den so preiswerten „Sigillaires” zu den 5 besten Weinen dieser Region zählte. Nun haben zwei französische Weinkritiken die beiden Spitzencuvées aus dem herausragenden Jahrgang 2000 mit selten vergebenen Elogen bedacht:

Der GUIDE DES SOMMELIERS 2004 feiert den ungemein preis„werten” Sigillaires 2000 hymnisch als „Le Haut-Brion de Saint-Chinian” und den Terrasses Grillées 2000 als „l’essence même de la Syrah du Languedoc”, bewertet ihn mit 18/20 Punkten und schwelgt: „eine der Perlen weltweiter Winzerkunst”. Noch spektakulärer eine Syrahprobe aus den großen Anbauregionen der Welt im LE BOTTIN GOURMAND 2003, in dem dieses großartige Gewächs den dritten Platz belegte, eingerahmt von verschiedenen Jahrgängen der mehr als 6 mal so teuren Lagenweine von Guigal, La Landonne und La Turque.

Eigentlich waren beide Weine bei uns infolge großer Nachfrage von Stammkunden so gut wie ausverkauft und der Nachfolgejahrgang steht zur Präsentation an. Doch wir überzeugten unseren Freund Pascal, uns aus den Châteaureserven noch einmal zu bedienen, um Ihnen diese sensationell großen Weine noch einmal anbieten zu können. Es sind Terroirweine im besten Sinne, die bei allen euphorischen Vergleichen mit großen Syrahweinen reputierter Regionen den eigenständigen Charakter ihrer Region nicht verleugnen: Sie sind gewachsen auf schwarzem Schiefer, auf Sandstein und Kalkböden und alle drei Bodenarten zusammen sind verantwortlich für die traumhafte Komplexität, die Ausgewogenheit und das wunderbare Gleichgewicht zwischen Konzentration, Finesse und Eleganz in diesen herausragenden Weinen.


316200 Cuvée des Sigillaires, rouge 2000 12,90 Euro – „Der Haut- Brion von Saint Chinian”
Der „Sigillaires”, diesmal komponiert aus 70% Mourvèdre (in erstklassigem Zustand eingebracht, da drei! Erntedurchgänge) und 30% traumhafter Syrah, demonstriert zurzeit bereits eindrucksvoll sein großartiges Potential: traumhaft geschliffene Textur, dabei sehr dicht und konzentriert, von herausragender „kühler” Eleganz und Finesse, vielschichtig, dicht und seidig, mit Aromen von dunklen Beeren und Oliven sowie mineralische Komponenten vom Schiefer, würzig-markantes Tannin, mit noch präsenter Säure und noch ganz zarten Anklängen an das Barrique, langer Nachhall. Stephen Tanzer sieht in dieser Cuvée eine wunderbare Vermählung zwischen einem Côte-Rôtie und einem Châteauneuf-du-Pape: Der „Sigillaires” ist eben in seiner Preisklasse ein fast unverschämt guter Wein mit einer traumhaft gelungenen Kombination von vollreifen, aber nicht überreifen, Trauben, edlem Terroir und gekonnter Kellerarbeit; Trinkgenuss ab sofort (1 Stunde Dekantieren), Höhepunkt jedoch erst 2007 bis wenigstens 2012.



316300 Terrasses Grillées, rouge 2000 26,80 Euro
Die Spitzencuvée „Terrasses Grillées”, ein fast reinsortiger Syrah (dazu je 10% Grenache und Mourvèdre), eine Selektion der besten Trauben, ist ein Klassewein, der keinen Vergleich mit den größten Syrah der Welt zu scheuen braucht. So belegte bereits der 98er bei einer professionellen Verkostung der großen Syrah-Weine Australiens, Kaliforniens, aus dem Languedoc und von der Rhône im Oktober 99 den 2. Platz u.a. vor den Lageweinen Guigals, dem „Grange” von Penfolds, Jim Barrys „Armagh” oder dem „Hill of Grace” von Henschke. In Blindproben zögern die Verkoster, ihn in den französischen Süden einzuordnen, zu sehr dominiert bei aller Konzentration und Kraft eine unglaubliche Eleganz und Finesse; das voluminöse Bouquet strotzt nur so vor saftigen Aromen: schwarze, reife Brombeeren, Wildkräuter, Oliven, Pfeffer, Zimt, gerösteter Kaffee und Süßholz, ein wenig geräucherter Speck.
Unendlich lang am Gaumen, hochreifes Tannin, exzellente Säure, dicht und füllig, rassig, atemberaubende Tiefe, große Länge. Dieser barriqueausgebaute Syrah von alten Reben mit einem extrem niedrigen Ertrag von 15-18 hl/ha ist einer der spektakulärsten Weine Südfrankreichs, wie die oben angesprochene Degustation des BOTTIN GOURMAND eindrucksvoll belegt: Qualitativ und stilistisch vergleichbar mit den großen Lageweinen der nördlichen Rhône, der insbesondere an Guigals „La Mouline” erinnert, das „Grillées” im Namen kommt jedenfalls nicht von ungefähr. Zu genießen ab sofort, bitte wenigstens 1 Stunde vorher dekantieren, Höhepunkt 2008 bis etwa 2015.
Kultweinstatus!

[Moulinier, Terrasses Grillées]



Domaine Michel Ogier, Côte Rôtie

Ampuis, März 2003: Große Verkostung der Jahrgänge 2001/2 von der Côte Rôtie und von Condrieu: Ein Raunen geht durch die fast unüberschaubar große Menge der aus aller Welt herbeigeeilten Händler und Journalisten, die Mund zu Mundpropaganda läuft auf Hochtouren: Zwar werden Michel und Stephane Ogier, dieses großartige Tandem Vater und Sohn, unter Insidern, selbst von der Winzerkonkurrenz an der nördlichen Rhône, hinter vorgehaltener Hand respektvoll als die heimliche Nr. 1 der Côte Rôtie tituliert und auch Parker urteilt, dass auf dieser jungen Domaine „einige der fesselndsten Weine der Appellation produziert (werden) mit einem der besten Weingegenwerte (one of the areas best wine values), doch was dieses Kleinod (im wahrsten Sinne des Wortes, gerade einmal 2,5 ha spektakulär guter Lagen stehen unter Ertrag) im Jahrgang 2001 produziert, ist einfach spektakulär. Denn 01 ist zwar an der südlichen Rhône ein Jahrhundertjahrgang, steht jedoch aufgrund unterschiedlicher Kleinklimata im nördlichen Teil der Region etwas im Schatten des übermächtigen 99ers, des wohl besten Jahrgangs seit dem legendären 61er. Doch was die Ogiers 01 vinifiziert haben, „übertrifft wohl selbst die herausragenden Qualitäten des 99er Jahrgangs, denn aufgrund weiterer Verbesserungen in der Weinbergsarbeit sowie dem zunehmenden Alter der jüngeren Rebstöcke haben unsere Weine nochmals an burgundisch anmutender Finesse gewonnen”, so Stephane Ogier mit sichtlichem Stolz angesichts seiner von der Fachwelt so heiß diskutierten herausragenden Qualitäten.

Der Wermutstropfen in Ampuis: Alle Händler, die nicht bereits vor Jahren das Potential dieser neuen Musterdomaine erkannten, stehen angesichts der kleinen zu verteilenden Quantitäten vergebens Schlange, um diese aromaintensiven, konzentrierten und dabei sehr eleganten und komplexen Syrah beziehen zu können.
So haben sich die großen Weine der Côte Rôtie (wörtlich übersetzt: „gerösteter Hang”) in den letzten Jahren mit zu den beliebtesten Gewächsen Frankreichs entwickelt, sind jedoch für Liebhaber nur schwer erhältlich. Sie besitzen in ihrer schönsten Ausprägung eine aufregende, komplexe Aromatik aus Cassisbeeren, Himbeeren, Oliven, gebratenem Speck, frischem Fleisch, schwarzen Oliven, Rauch und wilden Düften wie Moschus. Diese Stilistik vermag den Weinnovizen bisweilen zwar abzuschrecken, lässt sie dem Liebhaber expressiver Syrah aber als ausgesprochen sinnlich und verführerisch erscheinen.

Südlich von Lyon, bei dem kleinen Städtchen Vienne gelegen, wachsen die besten Weine der Appellation Côte Rôtie auf zwei imposanten, teils zur Rhône hin abfallenden, terrassierten Berghängen, die eine Höhe von etwa 300 Metern mit einem Gefälle von 30 bis 55 Grad erreichen, so dass jeglicher Einsatz von Maschinen ausgeschlossen ist und die gesamte Weinbergsarbeit manuell erfolgen muss. Erst seit Anfang der 80er Jahre füllt Michel Ogier seine an den Steilhängen der so genannten „Côte Blonde” auf Granitterrassen und zum anderen auf den Schieferterrassen der „Côte Brune” wachsenden, je zur Hälfte von knapp 20 Jahre jungen und von sehr alten Rebstöcken stammenden Syrahweine selbst ab. Vorher verkaufte er einen Großteil seiner Ernte an die beiden wohl berühmtesten Winzer der nördlichen Rhône, an Max Chapoutier sowie an Marcel Guigal; bei letzterem hatte er lange Zeit als Kellermeister gearbeitet. Zwar rechnet sich Ogier selber eher zu den Traditionalisten in der Appellation, doch vergärt er seine Weine zu etwa der Hälfte in neuen Barriques und füllt relativ früh auf Flasche ab, so dass ungewöhnlich feine, finessenreiche, seidige Syrah mit einer beeindruckenden beerigen, reifen Fruchtsüße und relativ wenig Säure erzeugt werden. Diese faszinierende Kombination aus Aroma und Finesse, Kraft und Struktur, Dichte und Tiefe findet man sonst nur noch bei den Gewächsen von Guigal, insbesondere der „Mouline” scheint von der Stilistik ähnlich, doch verfügen die Weine von Ogier darüber hinaus über eine derart außergewöhnliche Eleganz für einen Rhônewein, dass sie an große Crus aus Pomerol oder gar aus Volnay erinnern.


161201 „La Rosine”, Vin de Pays Rhodanienne, rouge 2001 16,80 Euro
Von einer Parzelle gleichen Namens, unmittelbar an die Spitzenlagen der Côte Blonde angrenzend, mit nach Süden abdrehenden, identischen Böden gesegnet, aber eben außerhalb der Appellation gelegen, deshalb nur ein Vin de Pays, stammt diese Preissensation, die im Geschmack einem wirklich guten Côte Rôtie sehr ähnlich ist. „Zusammen mit August Clapes Côtes-du-Rhône, der auch aus 100% Syrah hergestellt wird, ist dies einer der besten Weine aus dem nördlichen Rhônetal, den man für billiges Geld bekommen kann und besser als viele reguläre Côte Rôties”, so urteilt auch Parker über diesen tiefdunklen, dichten, attraktiven, weichen Wein, der in der Nase und am Gaumen die Stilistik eines wirklich guten, aber wesentlich teureren Côte Rôties besitzt. Bukett nach vollreifen Himbeeren, Cassis, asiatischen Gewürzen, Vanille, Sattelleder und geräuchertem Speck, saftig, harmonische Struktur, weicher, süßlicher Abgang; kompakte, aber weiche, seidene Tannine und wesentlich niedrigere Säurewerte als in den Vorjahren, deshalb ab sofort zu genießen, Höhepunkt 2005 bis mindestens 2010.
Zusammen mit dem 91er und 99er der klar beste „Rosine”, den die Ogiers bisher vinifiziert haben!



161101 Côte Rôtie, rouge 2001 39,00 Euro
70% der in hervorragendem Reifezustand eingebrachten Syrahtrauben stammen von der Côte Blonde genannten Seite der Côte Rôtie, die für die expressive Aromatik dieses Spitzenweines verantwortlich ist, 30 % der Trauben von der Côte Brune, die insbesondere Weichheit und Fülle einbringen. Dieser beeindruckende, delikate Wein brilliert wie immer durch seine hohe Eleganz, seine beeindruckende Finesse und seine herausragende Komplexität, eine tiefdunkle Farbe und intensive Aromen von süßlichen schwarzen Johannisbeeren, geräuchertem fetten Speck, Veilchen, reifen Pflaumen, Schokolade, orientalischen Gewürzen, Pfeffer und Vanille. Am Gaumen präsentiert er sich dicht, konzentriert, tief, reichhaltig und ungemein frisch, aber wesentlich weicher als in den Vorjahren, dazu eine herrliche reife Süße im phantastisch langen Abgang; die delikaten, traumhaft weichen Gerbstoffe scheinen mächtig (Potential!) und saftig zugleich, sowie von seidener Struktur. Auch für Parker Ogiers bisher brillantester Côte Rôtie, zusammen mit dem legendären 91er und 99er, mit bis zu 94 Punkten jedoch m.E. noch deutlich unterbewertet. Zu genießen ab sofort, Höhepunkt voraussichtlich ab 2006 bis nach 2018.



SPANIEN

Bodega Inurrieta – Navarra

In der letzten Pinwand haben wir Ihnen unsere Neuentdeckung aus der so ungemein dynamischen Region Navarra, die Bodega Inurrieta, präsentiert, mit einem unglaublichen Erfolg. Viele tausend Flaschen dieser ungewöhnlich preis„werten” Cuvées haben wir binnen Tagen verkauft, die meisten Kunden, die beide Weine erstmals probierten, ordern begeistert nach. Kein Wunder, haben doch José Manuel Echeverria und Rebecca Lecumberri, die beiden jungen, aber bereits in der spanischen Weinszene sehr renommierten Önologen, die auch selbst aus der Region stammen und für die Weinbereitung verantwortlich zeichnen, die Qualitätsmaßstäbe in dieser „französischsten” aller spanischen Appellationen revolutioniert: Sie entdeckten die Möglichkeiten des Geschenkes uralter Garnachareben in diesem so niederschlagsarmen Gebiet neu und experimentierten höchst erfolgreich mit dem Anbau französischer Edelreben, die auf sanft geschwungenen, relativ hohen Hügellagen mit ihren erstklassigen Kalk-, Lehm oder Sandböden verblüffend gehaltvolle Rotweine ergeben, die Modellcharakter für ihre gesamte Region besitzen.

Und diese sensationell günstigen Weine, die wir Ihnen als erster deutscher Importeur überhaupt anbieten können, haben inzwischen in der spanischen Presse spektakuläre Erfolge feiern können:

So wurde dem Inurrieta Sur „S” 2002 eine phantastische Auszeichnung zuteil: Ein spanisches Magazin, das in einer Auflagenhöhe von über 1 Million Exemplaren renommierten Tageszeitungen als Wochenendbeilage dient, rief die 10 besten spanischen Weinhändler auf, ihre persönlichen 5 Favoriten des Jahrgangs unter 20 Euro zu einer Degustation anzustellen. Ein von vielen Kennern als bester Weinladen Spaniens, mit Dependancen u.a. in Paris, angesehenes Geschäft präsentierte den Inurrieta Sur: Das Resultat: Die Verkostungsjury erkor ihre 30 Lieblingsweine Spaniens unter 20 Euro, der Inurrieta zählte dabei zu den 3 preiswertesten Weinen!

Als Liebhaber spanischer Weine kennen Sie vielleicht den renommiertesten Weinführer des Landes, den „Guia Peñin de los vinos de España”, herausgegeben von José Peñin, dem „Robert Parker Spaniens”. José Peñin gibt zudem ein Weinmagazin heraus, (Guia Peñin Magasine), in dem er die Preis-Qualitätsrelation von Weinen mit Sternen bewertet (Minimum 1 bis Maximum 5 Sterne). Der Inurrieta Norte „N” 2002 wurde mit 5 Sternen, also der höchsten Auszeichnung, geradezu geadelt.

Deshalb nochmals meine unbedingte Empfehlung: Lassen Sie sich diese herrlich fruchtbetonten, komplexen, dichten Weine mit einer phantastisch reifen Tanninstruktur zu unglaublich niedrigem Preis nicht entgehen.


429102 Norte „N”, tinto 2002 6,50 Euro
DIE Alternative zu den überteuerten Bordelaiser Gewächsen. Von nördlich exponierten Weingärten (daher auch der Name des Weines) kommt dieser hervorragende Alltagswein, ein klassischer Blend aus 60% Merlot und 40% Cabernet-Sauvignon, 5 Monate gereift in Barriques bester französischer und amerikanischer Provenienz. Die Farbe ist geprägt von einem dichten, tiefen dunklen Rot, die Nase wird verwöhnt von einer zart süßlichen, reifen Beerenfrucht, insbesondere Cassis sowie Schwarz- und Blaubeeren, dazu Kirschanklänge, zart unterlegt von Gewürznoten und verführerischen Raucharomen; am Gaumen wiederum sehr aromatisch, füllig und dicht. Der kompakte Tanninkern ist noch deutlich präsent, doch nach mehrstündiger, ja mehrtägiger! Öffnung wird der Wein immer runder und schmeichlerischer, so dass er ab sofort mit großem Genuss getrunken werden kann. Höhepunkt wohl ab Ende des Jahres, wenn die Tannine vollständig abgeschmolzen und noch cremiger sein werden, bis wenigstens 2007. Doch fehlen hier die Erwartungswerte, durchaus möglich, dass das Potential noch wesentlich größer ist.



429202 Sur „S”, tinto 2002 6,50 Euro
Auf südlich exponierten Weingärten wachsen die autochthonen spanischen Rebsorten Garnacha (70%), Tempranillo und Graciano unter optimalen Bedingungen und ergeben nach viermonatigem Barriqueausbau einen herrlich schmeichlerischen, „südlich” inspirierten fruchtsüßen Wein mit sehr angenehm niedrigen 13,5% Alkohol, der Maßstäbe setzt in seiner so genussfreundlichen Preisklasse. Intensiv leuchtendes Rot in der Farbe, die Nase umschmeicheln komplexe Aromen von roten Früchten und Veilchen, ganz zart unterlegt von Vanille und Kakaoanklängen. Am Gaumen breitet er sich lustvoll aus, überzieht die Zunge mit einer ganzen Ladung an Glycerin, wirkt bei aller Dichte, lustvollen Opulenz und Konzentration dennoch lebhaft und vibrierend mit phantastisch weichen, geschmeidigen, geschliffenen Tanninen. Ein herrlicher Gaumenzauber ab sofort bis wenigstens 2006.



Frisch eingetroffen ist endlich auch die Crianza unserer jungen Himmelsstürmer, die über ein ebenso herausragendes Preis- Genussverhältnis verfügt:

429301 Crianza tinto 2001 8,80 Euro
Wiederum tiefrote, fast schwarze Farbe, sehr feine und gleichzeitig hoch expressive Nase, feinbeerig, Cassis, intensive Kirscharomen und zart mineralische Anklänge. Der gesamte Gaumen wird bis in den letzten Winkel schmeichlerisch ausgekleidet von der faszinierenden, sehr reifen und dennoch frischen Frucht, herrlich ausgewogene Struktur, sehr dezente, perfekt eingebundene Holznote (12monatiger Ausbau in französischen Barriques), die süßlichen Tannine sind fabelhaft weich, sanft und seiden und enden in einem lang anhaltenden, fruchtig-beerigen Finale. Ein wunderbar leckerer Wein aus den französischen Edelreben Cabernet-Sauvignon und Merlot, der in seiner Stilistik wirkt wie eine faszinierende Vermählung bordelaiser Aromen mit dem großen Terroir des spanischen Nordens; Trinkspaß pur ab sofort bis wenigstens 2008.




Herzliche Grüße aus Saarlouis,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann