Saarlouis, im Oktober 2003

PINwand Nº 73


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

herzlichen Dank für Ihre überwältigende Resonanz auf unseren neuen Print-Katalog 2003/4. Die vielen begeisterten Zuschriften haben uns nach getaner Arbeit riesig gefreut. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihnen aufgrund der enormen Vielzahl der Rückmeldungen nicht persönlich antworten können, seien Sie aber versichert, dass jede Zuschrift von uns aufmerksam gelesen wird.

Auf den vielfach geäußerten Wunsch, angesichts unseres umfangreichen Programms die Olivenölaktion zu verlängern, gehen wir gerne ein. Die Ursache der (zu) kurzen Frist lag in einer Druckverzögerung und daher späteren Auslieferung des Kataloges als geplant. Unser Angebot gilt daher bis zum 25. Oktober 2003: Wir schenken Ihnen hochwertige Olivenöle, die alle drei vom FEINSCHMECKER zu den besten der Welt gezählt werden.
Ab einem Bestellvolumen von 400 Euro erhalten Sie kostenlos 1 Flasche Carte Noir 0,5l (24,90 Euro), den Testsieger unter 1.000 Olivenölen aus aller Welt,
ab 200 Euro 1 Flasche Ravida 0,5l (17,90 Euro),
ab 120 Euro 1 Flasche Il Biologico 0,25 l (7,40 Euro).
Dieses Angebot kann leider nicht für unsere Abverkaufsweine gelten, die noch nicht alle vergriffen sind.

Errata:

Trotz intensiven Korrekturlesens haben sich Fehler in den Print-Katalog eingeschlichen. Zwei haben wir bisher gefunden. Zum einen kostet der Apfel-Balsamessig von Gölles, Bestellnummer 32100, nur 16,40 Euro statt 26,40 Euro, zum anderen ist selbstverständlich der Dienheimer Tafelstein in Rheinhessen eine hervorragende Erste Gewächslage. Nur für die Trauben, aus denen Dirk Würtz unseren sagenhaft preiswerten Riesling „Potate” vinifiziert, sind die Anforderungen natürlich geringer als bei einem Ersten Gewächs.

In unserer neuen Pinwand präsentieren wir Ihnen bereits wieder zwei hochinteressante Neuentdeckungen: aus Österreich den „Mister Grüner Veltliner” Bernhard Ott sowie aus Spanien die Finca Sandoval.
Aus großen Jahrgängen an der südlichen Rhône und im Cahors sind Weltklasseweine von den Domainen Pégau, Santa Duc und du Cèdre ebenso eingetroffen wie herausragende Alltagsweine.
Mit einem sagenhaften Preis-Genussverhältnis ausgestattet sind der CdR von Vieille Julienne und drei Trinkspaß pur bereitende Rotweine von Saladini Pilastri aus den Marken.
F.X. Pichler und Klaus Keller gelten bei vielen Kennern als die besten Winzer Österreichs und Deutschlands: Großartige Weißweine wurden von Ihnen im Jahrgang 2002 produziert!


Kurzinformationen:

Im gerade in Frankreich erschienenen Guide Hachette 2004 wurden mehrere unserer Weine wieder mit einem „coup de coeur” ausgezeichnet. Neben so bekannten Gewächsen wie dem Reserve von Château Mansenoble oder dem Clos de L‘Escandil von Aires Hautes wurden auch zwei originäre Entdeckungen von Pinard de Picard, die in Deutschland noch völlig unbekannt sind, erstmals prämiert, worüber wir uns besonders freuen: Gros’ Noré (Bandol rouge 2000) sowie Château La Picherie (La Picherie rouge 2000), DIE Alternative aus dem Bordelais zu den überteuerten Hochpreisprodukten.


305201 „Réserve du Château Mansenoble”, rouge 2001 12,90 Euro

[Réserve_Mansenoble]

Leider ausverkauft!

301700 Aires Hautes, „Clos de l’Escandil”, rouge 2000 21,00 Euro

[Clos de l’Escandil]

Leider ausverkauft!

402100 Gros’ Noré, Bandol rouge 2000 19,90 Euro

Leider ausverkauft!

514100 Château La Picherie, rouge 2000 17,50 Euro

Leider ausverkauft!


In der FAZ vom 21.9.2003 würdigt Stuart Pigott, intimer Kenner der deutschen Weinszene, die Rieslinge vom Weinhof Herrenberg wegen ihres ungewöhnlichen Maßes an Perfektionismus und lobt insbesondere den „Quasaar”, der, „gleich den Galaxien, nach denen er benannt ist, eine enorme Leuchtkraft besitzt. Er vibriert förmlich von dem brillanten Zusammenspiel seiner Steinobstaromen”.

908502 Riesling Schodener Herrenberg Fass Nr. 7 „Quasaar”, halbtrocken 2002 13,90 Euro

Leider ausverkauft!


Ein Leckerbissen für alle Freunde von Pinard de Picard aus unserer Region:
Am Mittwoch, dem 22. Oktober, besucht uns Pierre Clavel in Saarlouis. Aus diesem Anlass veranstalten wir von 16.00 - 20.00 Uhr mit unserem so sympathischen Freund eine Verkostung seines aktuellen Jahrgangs. Kommen, genießen und diskutieren Sie mit Pierre, diesem großartigen Winzer aus dem Languedoc.


ÖSTERREICH

Weingut Bernhard Ott – Donauland

„Der Grüne Veltliner ist unsere Chance. Der wächst nirgendwo anders auf der Welt. Der kann nicht wie Chardonnay von jedermann übernommen und zum charakterlosen Modewein degradiert werden”. Eigentlich ist Bernhard Ott, ein sinnenfroher, ausgeglichener, barocker Genussmensch, so schnell nicht aus der Ruhe zu bringen. Doch wenn die Rede auf „seinen” Grünen Veltliner kommt, dann wirkt er wie elektrisiert, wird zum engagierten Streiter für eine häufig verkannte, von allzu vielen Winzern zum billigen Durstlöscher abgestempelte Massenrebe, dann erspürt jeder Gesprächspartner, dass sein leidenschaftliches Plädoyer für Österreichs große autochthone Rebsorte, die unter den Händen begnadeter Winzer höchst anspruchsvolle Spitzengewächse mit cremig-seidener Textur gebären kann, aus tiefstem Herzen kommt. „Terroir und Rebsortencharakter unverfälscht in die Flasche zu bringen, ist die Maxime all meines Handelns. Eleganz, Kraft und feinnervige Mineralität sind viel wichtiger als vordergründige Primärfruchtaromen”, fährt Bernhard Ott fort, während wir seinen großen Jahrgang 2002 degustieren. Dabei schweift sein Blick zurück in die Vergangenheit.

Bernhard hatte 1992 als 20jähriger das seit 1889 im Familienbesitz befindliche, 16 ha große, mittlerweile liebevoll restaurierte Weingut und das 800-Seelen-Dörfchen Feuersbrunn im niederösterreichischen Weinbaugebiet Donauland verlassen. ”Alles war mir hier – wie vielen jungen Menschen – zu eng. Ich wollte mir den Wind der großen weiten Welt um die Nase wehen lassen. Mein Ziel: viel sehen, viel erleben, viel lernen”. Dazu besuchte er die Spitzenwinzer Europas, machte Praktika, sog neues Wissen und Erkenntnisse förmlich in sich ein. Doch dann erkrankt urplötzlich der Vater und so kehrt Bernhard bereits im Sommer 1993 zur Weinlese nach Hause zurück – den Kopf voller neuer Ideen – und probt eine Palastrevolution. „Ich bin an die Schalthebel der Macht gekommen und habe sie einmal umgedreht. Mal sehen, was passieren würde”. In der Tat krempelt Bernhard – nach seinen Lehr- und Wandermonaten voller Tatkraft und Visionen – alles um: Weg mit den alten, muffigen, großen Holzfässern, dafür Anschaffung blitzsauberer Stahltanks. Weg von der bis dato betriebenen Sortenvielfalt, dafür Konzentration auf die „Brot-und-Butter-Rebe Grüner Veltliner. Aber mit viel mehr Finesse, mehr Fülle und viel mehr Eleganz. Der Grüne Veltliner war jahrzehntelang in unseren Breiten ein ständiger Begleiter. Wie ein treuer alter Hund, der aber nur noch still in der Ecke lag. Und dem wollte ich auf die Sprünge helfen”.

Zunächst nimmt jedoch kaum jemand Notiz von dem jungen Himmelsstürmer. Aber dann kommt 1994 Paula Bosch, Deutschlands renommierteste Sommelière und kompetente Buchautorin, verkostet – und ist begeistert. Unverzüglich nimmt sie Bernhards Weine auf die Karte des Spitzenrestaurants „Tantris” (2 Michelinsterne) in München, der Jungwinzer avanciert in Insiderkreisen zum Geheimtipp. Dies spornt weiter an, macht Mut und bereits ein Jahr später überträgt ihm der Vater – stolz auf seinen Sohn und die drastisch gestiegenen Qualitäten – den Betrieb. Bernhard schuftet wie verrückt: Extreme Weinbergsarbeit, Kompostierung der Böden statt Düngung der Reben, Bodenbepflanzung mit Klee und im Herbst mit Raps („Das ist ein enormer Wasserverbraucher und wirkt als natürlicher Mostkonzentrator”), extrem selektive und riskant späte Lese hochreifer Trauben, wie er es bei den Großen der Zunft gelernt hat (im Jahrgang 2002 bis zum 16. November, täglich immer nur von 12.00 - 17.00 Uhr, damit der Morgentau abgetrocknet ist und „nur” 5 Stunden lang – dafür aber äußerst konzentriert – gearbeitet wird), sehr sorgfältige, schonende, moderat oxidative Vinifikation mit sehr vorsichtigen Schwefelzugaben und langes Feinhefelager:

„Entscheidend ist einzig und allein die Weinbergsarbeit. Im Keller kann man nur noch Fehler machen”, stellt Bernhard in seiner wohltuend zurückhaltenden Art seine ausgeklügelte, kompromisslose Kellerarbeit weit unter den Scheffel. Doch unstrittig ist: Seine Grünen Veltliner sind zuallererst das Produkt einer Liebesziehung zwischen diesem jungen, innovativen, begnadeten Winzertalent und dem großen Terroir des Wagram, dieses beeindruckenden Lösswalls am nördlichen Ufer der Donau, der sich majestätisch von Krems stromabwärts bis vor die Tore Wiens zieht mit einer Jahrtausende alten Weinbautradition. Schon die Römer erkannten, dass hier ideale Bedingungen für Reben herrschen: Auf den fast ausschließlich nach Süden gerichteten, sanften Lössterrassen fühlt sich vor allem der Grüne Veltliner wohl. Heiße Sommertage (pannonisches Klima mit warmen Winden tagsüber aus der nach Westen hin offenen ungarischen Tiefebene) und sehr kalte Lüfte in der Nacht aus den nahen Waldgebieten geben den Trauben ihre unverwechselbare expressive Aromatik und ihre ungewöhnlich feine Eleganz und Finesse, DAS Markenzeichen Ott’scher Veltliner.

Dies spiegelt sich eindrucksvoll in seinen brillanten Weinen. Über 10 Jahre ist die „Palastrevolution” mittlerweile her – Bernhard Ott, 31 Lenze zählend, vom jungen Revoluzzer zum arrivierten Kultwinzer seiner Region gereift, hat viel erreicht. Seine glockenklaren, fein mineralischen, lang entwicklungs- und lagerfähigen Grünen Veltliner („bei hoher Reife wie in 2002 gut zehn bis zwanzig Jahre”, Ott) zieren die Karten der großen Restaurants nicht nur in Österreich, der GAULT MILLAU 2003 feiert ihn als „fixe Größe am heimischen Weißweinhimmel” und stellt sein Gut auf eine Stufe mit den etablierten Spitzendomainen wie Nigl, Knoll, Prager, Tement oder Polz; der Weinguide FALSTAFF 2003/4 zählt Bernhard Ott ebenfalls zur österreichischen Winzerelite und bewertet seine so sagenhaft preis„werten” Weine mit Traumnoten.

„Mister Grüner Veltliner”, mit diesem vielleicht zutreffendsten Kompliment wurde Bernhard Ott von einem der kompetentesten Weinjournalisten Österreichs, Michael Pronay, in einem Interview tituliert. Wir sind überzeugt: Sie werden dieser Hommage vorbehaltlos zustimmen, wenn Sie die herausragenden trockenen Weißweine – erstklassige Essensbegleiter genauso wie zum meditativen Genuss geeignete Trinkweine – unseres neuen Kleinods aus Österreichs so spannender Weinszene erstmals degustiert haben. Ein solch phantastisches Preis-Genussverhältnis finden sie sehr selten, nicht nur in Österreich!


761102 Grüner Veltliner „Rosenberg”, 2002 7,90 Euro
In der Farbe ein strahlendes, helles, jugendliches Gelb mit grünen Reflexen. Feinwürzige, kühle Zitrus-Apfelaromen mit zart mineralischen Noten signalisieren bereits eine angenehme Frische am Gaumen, auf der Zunge herzhaft, knackig, geradlinig und klar, entwickelt mit Sauerstoffzufuhr einen feinen, nussig-pfeffrigen Frucht-Würze-Dialog, schönes Spiel, ein substanzreicher Veltliner, der durch seine Leichtigkeit verzaubert. Seine charmante Frucht, seine Finesse und sein mineralischer Tiefgang bereits in dieser so genussfreundlichen Preisklasse stehen beispielhaft für die besten Veltliner aus dem Jahrgang 2002, welche sich harmonischer – zumeist auch dichter – präsentieren als die bereits zu Recht so hoch gelobten 2001er; zu genießen jetzt bis 2006.

Leider ausverkauft!

761202 Grüner Veltliner „Fass 4”, 2002 9,95 Euro
Der KLASSIKER des Gutes aus 5 verschiedenen kleinen Lagen um den Rosenberg, der geradezu idealiter Eleganz mit Trinkvergnügen paart. Mineralischer Duft nach Honigmelonen, weißem Pfeffer und grünem Apfel, dazu Vanillezucker-Anklänge und ein wenig Zitrustouch. Am Gaumen eine betörende Fruchtsüße, danach eine zarte Herbe und eine saftige Frucht mit sehr präsenter Mineralität, dicht gewirkt und nachhaltig, sehr schöne Würze, langer Nachhall, zu genießen jetzt bis 2008. In einer großen Publikumsverkostung zum „beliebtesten Weißwein 2003 in Belgien und Holland” gewählt!

Leider ausverkauft!

761302 Grüner Veltliner „Der Ott”, 2002 13,50 Euro
Das Aushängeschild (Nomen est Omen) des Gutes von sehr spät gelesenen Trauben, in „normalen” Jahren die Spitzencuvée: Strahlendes Gelb mit grünen Reflexen; kühler, mineralischer Duft nach grünen Äpfeln, Honigmelonen und exotischem Obst. Am Gaumen (noch) sehr different: vorne ein Fruchtsäure-Effekt, dann immer mehr weichere, schmelzige Würze, nussig, cremig, weiter hinten Bratäpfel. Mineralische Struktur, kompakt, langer, saftiger Abgang, großes Reifepotential.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2005 bis mindestens 2010.

Leider ausverkauft!

761402 Grüner Veltliner „Rosenberg Reserve”, 2002 21,90 Euro
„Meine beste Parzellen liegen in den herausragenden Lagen des Rosenberg mit ihren über 45 Jahre alten Reben”, verkündet Bernhard Ott mit berechtigtem Stolz. Nur in den größten Jahren füllt er diese betörende Spitzencuvée aus den besten Trauben der ältesten Stöcke. Schon das Bukett verspricht eine große Nachhaltigkeit: zunächst grüner Apfel – die durchgängige Charakteristik im Duftbild der Ott’schen Veltliner – dann Birnen, Zitrus, Trockenfrüchte und Honigmelonen, unterlegt mit mineralischen Noten, danach zart röstig mit einer anmutenden Würze, vielschichtig. Am Gaumen wiederum feine Würze , dazu eine nussig-fruchtige Finesse, eine sehr klare,
feste und saftige Frucht und ein mächtiger Körper, herrliche Extraktsüße und hohe Komplexität, sehr nachhaltig, stoffiger Abgang.
Ein Monument eines großen Grünen Veltliners, enormes Potential! 94 Punkte im FALSTAFF Weinguide 2003/4 und bei der Verkostung des WINE MAGAZINs in London (Ausgabe März 2003) mit der Goldmedaille und 95 Punkten ausgezeichnet (Probiert wurden 40 Österreichische Top-Veltliner der Jahrgänge 1990 - 2001. Autor der Verkostung war Mark Lane, Juror bei der International Wine Challenge.) Zu genießen jetzt bis mindestens 2020.

Leider ausverkauft!


Weingut F.X. Pichler – Wachau

Nach Erscheinen unseres neuen Programms setzte ein regelrechter Run auf einige neu aufgenommene Weingüter ein. An erster Stelle ist hier Franz Xaver Pichler, in aller Welt liebevoll nur F.X. geheißen, zu nennen, den viele Kenner und Liebhaber als Österreichs besten Weißweinwinzer betrachten, als Doyen gar der dortigen Weinszene. Der „Herr der Smaragde”, wie er gerne auch liebevoll tituliert wird, dessen eindrucksvolle Gewächse vor fast 20 Jahren meine Leidenschaft für österreichische Weine entfachten, hat eine sagenhafte Jahrgangskollektion 2002 präsentiert, die in der Zwischenzeit in der internationalen Fachpresse mit Elogen und Höchstpunktzahlen bedacht wurde. Diese Weltklasseweine wachsen in den besten und steilsten Lagen der Wachauer Bergterrassen, die aus dem 13. Jahrhundert stammen und die seit jeher von Hand bewirtschaftet werden. Dieses einmalige Terroir, verwitterte, karge Urgesteinsböden, schafft Weine mit unverwechselbarer Komplexität, Rasse, Tiefe, Feinheit und Mineralität. Es ist wie immer bei den ganz großen Winzern der Welt:
Das erstklassige, unverwechselbare Terroir, ein unvergleichliches Geschenk der Natur, erbringt zusammen mit der tatkräftigen, aber auch einfühlsamen Gestaltungskraft des Menschen wahre Größe in den Wein. Diese betörenden Gewächse sind geradezu die Inkarnation der großen Wachauer Lagen, kristallklare, gemeißelte Skulpturen, transzendentale Weine, die zum andächtigen Genuss verleiten und eine Liebkosung der bacchantischen Seele.

Ausführlich beschrieben finden Sie Pichlers Philosophie der Weinbereitung und meine Verkostungsnotizen im Winzerportrait. Daher möchte ich Ihnen, die Sie in Ihrer Mehrheit nicht die Fachpresse abonniert haben, an dieser Stelle nur die brandaktuellen Beurteilungen zweier international sehr renommierter Magazine und eines Internetweinführers wiedergeben.
Bereits seit Monaten, seit meiner ausgedehnten Verkostungsreise durch Österreich, erzählen wir Ihnen, dass der Jahrgang 2002 in der Wachau, dem Krems- und Kamptal sowie dem Donauland – allen aus der Fernsehberichterstattung nur allzu bekannten Hochwassertagen an der Donau im Sommer letzten Jahres zum Trotz – bei den Spitzenwinzern hervorragend ausgefallen ist, mitunter besser gar als der so hoch gelobte 2001er. Mittlerweile teilt auch die internationale Fachpresse nach Abschluss ihrer Verkostungen diese Auffassung.
So schreibt Österreichs VINARIA in ihrer aktuellen Oktoberausgabe: „Feuerwerk der Extraklasse, phänomenale, feinmineralische Veltliner mit ausgeprägter Lagencharakteristik und Fruchtcharme von einem außergewöhnlichen Jahr 2002 erfreuten die Verkoster, großartige Weine mit im Abgang cremigen, weichen Noten. Wegen der hohen Traubenreife, gepaart mit der meist harmonischen Säurestruktur und dem mineralischen Biss darf man den Veltliner-Jahrgang 2002 zu den besten zählen”. Und der WEINWISSER meint aktuell „Klasseweine aus Katastrophenjahr”. Die Konsequenz: Beide Weinmagazine zücken begeistert Traumnoten!


721102 Grüner Veltliner Von den Terrassen Smaragd 2002 19,90 Euro
Hier notiert der WEINWISSER, DIE Schweizer Fachzeitschrift überhaupt, in ihrer Ausgabe 9/03: „Erst am 24. November wurden von F.X. die letzten Trauben gelesen, vom gesamten Traubenmaterial wurden 40 % aussortiert”. Zum Wein: „Reifes Fruchtbild, gekochter Pfirsich, Lavendelnoten, Rauchtöne, recht viel Druck. Tolle Rasse im leicht kernigen Extrakt, peppig, dick und satt im blitzblanken Finale. 17/20 Punkten, zu trinken jetzt bis 2012”.

Leider ausverkauft!

721202 Grüner Veltliner Loibner Berg, Smaragd 2002 26,90 Euro
Der WEINWISSER: „Fettes, tiefgründiges Bouquet, im Ansatz eine bullige Note, Tabakduft, reifer Apfel. Im Gaumen außen viel Schmelz, recht verspielt mit einer tanzenden Fruchtfrische, Ananasfinale, Bastholztouch. Ein klassischer, großer Grüner Veltliner., 18/20 Punkten, zu trinken jetzt bis 2015”. Noch euphorischer urteilt Österreichs Renommiermagazin VINARIA: „Bei den renommierten Topwinzern überraschte uns der grandiose Loibner Berg von F.X. Pichler, der uns in der momentanen Verfassung eine Spur besser gefiel als der Klassiker vom Kellerberg (Entspricht meiner Beurteilung bei den Fassproben im Mai). Heu, Pfeffer, süßer Blütenduft, Kräuter, Nektarinen, klassisch; mineralisch, balsamische Vanille, mit Biss und kerniger Substanz, Nadelwald, tolle Aromenvielfalt und Tiefgang, pikant, saftig, lang, fein, Potential, fordernd, 19,4/20 Punkten“. Ein Grüner Veltliner nahe dem Ideal!

Leider ausverkauft!

721302 Riesling Loibner Berg Smaragd 2002 35,90 Euro
Der WEINWISSER: „In der Nase pfeffriges, auch leicht exotisches Bouquet, viel Druck, fein gegliedert, klare reine Riesling-Ausstrahlung. Im Gaumen wiederum zwischen klassisch und exotisch, Pfirsichgeschmack, ein Hauch Stachelbeeren, auch Kumquats, welche die enorme Reife des dicken Extrakts anzeigen. Ein sehr reicher, großer Smaragd, für einmal um Längen besser als der so gehätschelte Kellerberg. 19/20 Punkten, zu trinken jetzt bis 2012”. Helmut Knall, der den ersten Internetweinführer mit den aktuellsten Jahrgangsbewertungen aller relevanten österreichischen Weine herausgibt (www.wein-plus.de „en primeur”), urteilt ebenfalls euphorisch: „Extrem tiefer, konzentrierter Tabakduft mit Aromen von Aprikosen, Zitrusfrüchten und Mineralien. Auch im Mund überaus konzentriert, dicht und tief gewirkt, hochreife Frucht, Tabak in rauen Mengen, großartige Struktur, vielschichtig, großartige Länge. Atemberaubend, 97-98 Punkte.” Dieser süchtig machende Weltklasseriesling schmeckt bereits jetzt, über mehrere Stunden dekantiert und getrunken aus einem großen Burgunderglas, einfach nur grandios!

Leider ausverkauft!

Alle drei Weine von F.X. besitzen eine fabelhafte innere Dichte, eine brillante Finesse, eine cremige Textur und eine herausragende filigrane Mineralität! Diese Weinunikate schmecken wie die Inkarnation der steilen, kargen Urgesteinsböden hoch über der Donau, an denen seine Trauben gewachsen sind, in diesen edlen Weinen wird Terroir erlebbar: „Aromen aus geologischen Tiefen und eine Frische wie von einem Wasser, das über Felsblöcke in eine kühle Schlucht sich ergießt”, zutreffender als Stuart Pigott kann man solche Geschmackseindrücke kaum in Worte fassen.


DEUTSCHLAND

Weingut Klaus Keller – Rheinhessen

Was F.X. Pichler für Österreich, das ist Klaus Keller für Deutschland!

„Kein anderes deutsches Weingut hat in den vergangenen 10 Jahren mehr Aufsehen erregt als das von Klaus Keller in Flörsheim-Dalsheim,” urteilt völlig zu Recht Marcus Hofschuster in seinem sehr empfehlenswerten Internetweinführer „Deutschland” unter www.wein-plus.de . Der GAULT MILLAU kürt – erstmals in seiner Geschichte – im April 2003 einen Winzer zum WINZER DES JAHRZEHNTS: Klaus Keller! Auf der Vin Italy 2002 erhielten die Kellers als erster deutscher Erzeuger den begehrten „International Award”, der bisher nur einer Handvoll absoluter Weltklassegüter (Preisträger: Margaux, Penfolds, Vega Sicilia) verliehen wurde.

Bei solchen Elogen wundert schon nicht mehr, dass wiederum der GAULT MILLAU Keller als einem von acht deutschen Winzern die „Höchstnote für die weltbesten Erzeuger”, fünf Trauben, vergibt, dass der FEINSCHMECKER ihm im Januar 2003 den deutschen Rieslingpreis für den besten trockenen deutschen Riesling verleiht und dass VINUM Keller dreimal hintereinander (1999 für die Jahrgänge 97/98, 2001 für die Jahrgänge 99/2000 und 2003 für die Jahrgänge 01/02) den Riesling-Erzeugerpreis für die beste Jahrgangskollektionen zuerkennt. Und letztere aktuelle Auszeichnung im Septemberheft von VINUM ist uns Anlass, neben der ausführlichen Präsentation im Katalog auf den Seiten 200ff, in der heutigen Pinwand noch einmal auf dieses Aushängeschild der deutschen Winzerelite einzugehen. Hier ein Auszug aus der Laudatio:

„Tusch für einen Seriensieger im Abonnement! Dreimal hintereinander gewann das Weingut Keller den Riesling-Erzeugerpreis von VINUM und PRORIESLING. Das erste Mal, 1999, konnte das noch als Überraschung gewertet werden, inzwischen ist’s wegen des umfangreichen, auf gleichmäßig hohem Niveau befindlichem Spektrum aller aktuellen Weine fast ’guter Brauch’. Der steile Aufstieg des Familienbetriebs kündigte sich bereits vor 15 Jahren an. Schon ab Ende der achtziger Jahre wurden Klaus Keller und seine leider vor einigen Jahren verstorbene Frau Hedwig für ihre engagierte und zugleich leidenschaftliche Arbeit im Weinberg und Keller mit einer Flut von Bundesehrenpreisen belohnt. Für Insider war damals schon klar, dass die Kellers in Rheinhessen bald in einer eigenen Liga spielen würden. Heute sind sie ganz oben...Junior Klaus-Peter und seine Frau Julia, die bei Hans-Günther Schwarz, Weingut Müller-Catoir, lernte, sind bereits voll involviert und setzen eigene Akzente”.

Diese großartige Auszeichnung für die trotz aller Elogen so sympathisch bodenständig geblieben Kellers nehmen wir zum Anlass, Ihnen zum einen ein sehr preiswertes, da deutlich reduziertes, Kennenlernpaket dieses Musterbetriebes anzubieten und Ihnen drei trockene Weine besonders ans Herz zu liegen, die voraussichtlich bald ausverkauft sein werden, die Nachfrage ist riesig! Es sind terroirgeprägte Weine par excellence, die in ihrer Qualitätsspitze voller Geheimnisse stecken, die in vielen sinnlichen Trinkerlebnissen erfahren werden wollen. Die Kellers machen wunderschön süffige Trinkweine für jeden Tag, der Grüne Silvaner ist ein Paradebeispiel dafür, ihre beiden großen Rieslinge jedoch sind komplexe Weinunikate mit einer einzigartigen Brillanz, Reintönigkeit, inneren Dichte, Eleganz, Komplexität, Struktur, einem famosen, geradezu moselanischen Spiel, feinster Mineralität und hohen Extraktwerten. Unbedingt probieren!


951002 Grüner Silvaner, trocken (PK) 2002 6,30 Euro
Von über 30 Jahre alten Reben auf Muschelkalk- und Lössboden kommt dieser wunderschön fruchtige und frische Trinkwein mit einer beeindruckenden Mineralität und faszinierenden Anklängen an Pfeffer, Kräuterwürze und aromatische grüne Äpfel. Am Gaumen für seine Preisklasse erstaunlich komplex und anhaltend, mit viel Substanz und Dichte, dabei aber von einer traumhaften, vibrierenden Luftigkeit, Frische und Transparenz, die wunderbare Leichtigkeit des Seins nicht nur an lauen Sommerabenden trefflich widerspiegelnd.
Feingliedrige Säure, mineralische Würze, beste Balance, schöner Abgang, in seiner gesamten Stilistik sehr an Grüne Veltliner aus der Wachau oder dem Kremstal erinnernd und wie diese ein vorzüglicher Essensbegleiter, ob seines phantastischen Preis-Genussverhältnisses seit Jahren ein Renner unter den „Keller”-Liebhabern.
Wie viele höchst banale Silvaner habe ich in den letzten Jahren probieren müssen und was haben die Kellers für ein herrliches, belebendes, mineralisches, ausdrucksstarkes, authentisches Gewächs aus dieser so arg malträtierten Rebsorte vinifiziert. Zu genießen jetzt und in den nächsten beiden Jahren.

Leider ausverkauft!

951202 Westhofen Kirchspiel Riesling Großes Gewächs* trocken 2002 19,90 Euro
Aus dem Urstromtal des Rheins erheben sich die süd-südöstlich exponierten Westhofener Weinberge bis zum Rand eines Hochplateaus, wo sich die großartige Lage „Kirchspiel” wie ein Amphitheater zum Rhein hin öffnet, geschützt vor den kalten Westwinden. Dieses hervorragende Mikroklima ist neben dem Kalkstein im Untergrund ein wesentlicher Aspekt für das erstklassige Terroir dieses lange Zeit unterschätzten rheinhessischen Filetstückes.
Der Kalkstein legt die Basis für die zarte Mineralität dieses großen Rieslings, der dicht, kompakt und konzentriert daherkommt. Er besitzt aber auch enorm viel Eleganz und Finesse, bezaubert mit frischer Aromatik und feinem Spiel und deutet schon in seiner Jugend ein breites Fruchtspektrum an, das von Pfirsich über Ananas bis hin zu exotischen Anklängen reicht. Er macht fast süchtig in seiner Intensität der Aromen, in der Reinheit seiner geschmacklichen Komponenten und dem unverkennbaren authentischen Rieslingcharakter, wie ihn nur wenige Winzer außer den Kellers in dieser Mischung aus Mineralität und Komplexität, Kraft und Finesse auf die Flasche zu zaubern vermögen.
Ein großer, sehr komplexer, brillanter Riesling mit viel Charakter und noch mehr Potential, den Sie unbedingt dekantieren sollten und der die Philosophie des Hauses, durch minimale Erträge die Dichte und Mineralität im Wein zu steigern, nicht aber den Alkoholgrad, wunderbar widerspiegelt; zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2005 bis mindestens 2010.

Leider ausverkauft!

951602 Westhofen Morstein Riesling Großes Gewächs trocken 2002 26,90 Euro
Von über 50 Jahre alten Reben von einem spektakulären Terroir, dem Hubacker nicht unähnlich, stammt dieser traumhafte Wein, der bereits beim ersten Nasenkontakt eine Ursprünglichkeit und eine brillante Frucht demonstriert, die niemals durch Kellertechnik, nur durch intensive Weinbergsarbeit zu erreichen ist und die ihre Herkunft authentisch widerspiegelt.
Der Westhofener Morstein ist eine reine Südlage, deren schwerer Tonboden die in diesem trockenen und heißen Gebiet so wichtige Wasserversorgung garantiert, ein hoher Anteil an verwittertem Kalkstein sorgt für rassige Frucht und mineralische Struktur. In der Nase sehr kühler, betörender Duft von Pfirsichen, Zitrusfrüchten, Birnen, grünen Äpfeln und feinsten Kräutern.
Tief, rassig und noch etwas verschlossen im Mund, unglaubliche mineralische Struktur und perfekte Säure, tiefgründig, komplex und packend, dicht gewirkt, extrem nachhaltig, aristokratischer Stil, zieht mich völlig in seinen Bann, phantastische Länge. Ein mächtiger, ein majestätischer Riesling; zu genießen in seiner jetzigen Primärfruchtphase, wird sich noch einmal komplett verschließen, Höhepunkt 2007 bis 2020.

Leider ausverkauft!

81003 Keller-Kennenlernpaket Paket 2002 statt 141,60 Euro nur 129,90 Euro
Je 1Fl. Silvaner trocken, Silvaner trocken S, Westhofen Kirchspiel Riesling Großes Gewächs trocken, Dalsheimer Hubacker Riesling Auslese, Dalsheimer Hubacker Riesling Auslese Nr.42 (0,375l), Dalsheimer Hubacker Riesling Auslese *** (0,375l).

Viel Spaß beim Degustieren!

Leider ausverkauft!


SPANIEN

Finca Sandoval – Manchuela

Die heimliche Sehnsucht so manchen Weinkritikers scheint der Wunsch zu sein, selbst als Winzer zu arbeiten und seine Ideale im eigenen Weinberg zu verwirklichen. Mit großem Erfolg arbeitet beispielsweise seit vielen Jahren Guido Jansegers auf Château Mansenoble in der wildromantischen Landschaft von Corbières. Ihm gleich tat es vor wenigen Jahren Victor de la Serna, ein in Spanien, aber auch international sehr reputierter Weintester und -kenner. Er gründete 1998 sein eigenes Weingut mit derzeit knapp elf Hektar Rebfläche.

Nach intensiven Recherchen – denn es ist auch in Spanien gar nicht so einfach, ein herausragendes Terroir zu bezahlbaren Preisen zu finden – wurde er 1998 fündig: In der unbekannten Region Manchuela, 220 Kilometer südöstlich von Madrid in der Nachbarschaft von La Mancha und Utiel-Requena gelegen, fand de la Serna seine Weinheimat, die ihm aufgrund der hervorragenden klimatischen Bedingungen ideal geeignet schien, sich seinen Lebenstraum als Winzer zu erfüllen. Die extrem ärmlichen, sehr lehm- und kalkhaltigen Parzellen, verantwortlich für die subtile Mineralität, die bemerkenswerte Struktur, die große Kraft und die enorme Komplexität in den Weinen, sind 770 Meter hoch gelegen und daher sehr kühlen Nachttemperaturen ausgesetzt, ein unschätzbarer Vorteil in dieser heißen Region: Hier herrscht ein sehr trockenes Wetter mit insgesamt nur rund 350 Liter Niederschlag pro Jahr, so dass ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem zur Vermeidung von Trockenstress entwickelt wurde.

Neben diesen ausgezeichneten Standortbedingungen sind drei weitere Faktoren mitentscheidend für die großartige Qualität des Jungfernjahrgangs 2001. Zum einen stammen die Syrahstöcke, die wichtigste Sorte des Gutes, aus der Rebschule des berühmten Weingutes Beaucastel in Châteauneuf-du-Pape und erbrachten gerade einmal 19 hl/ha Ertrag von Trauben auf dem Höhepunkt ihrer physiologischen Reife!

Zum anderen fand Victor de la Serna tatkräftige Unterstützung durch den Önologen Rafael Orozco und durch José Manuel Lázaro, die für die Arbeiten in den einfach ausgestatteten, aber klimatisierten Kellerräumen und in den Weinbergen verantwortlich sind und durch den bereits 70jährigen Jerónimo Romero, „der jedoch noch ungeheuer rüstig ist, klug und weise und in Manchuela nicht nur sämtliche Weinberge mit ihren differenzierten Böden genauestens kennt, sondern nahezu jeden einzelnen Rebstock mit Vornamen”, so de la Serna. „Meine Weine sind das Produkt ihres Terroirs, aber nicht kellertechnischer Experimente. Jede Rebsorte und jede einzelne Parzelle wird separat in französischen Barriquefässern – ein Drittel davon neu – vinifiziert, um später optimal aufeinander abgestimmte Cuvées erzeugen zu können”.

Und letztlich hatte er auch einfach Fortune: 2001 ist in Manchuela, wie in anderen spanischen Regionen auch, der beste Jahrgang seit langer Zeit!


447201 Salia, tinto 2001 13,90 Euro
60 Prozent perfekt gereifte Syrah- und 40 Prozent vorzüglicher Grenachetrauben ergeben in der Farbe ein sattes Schwarzrot; die Nase wird zunächst mit subtilen Aromen von Veilchen, Teer, Trüffel und Vanille verwöhnt. Nach einiger Zeit der Öffnung gesellen sich Anklänge an dunkle Waldbeeren und getrocknete Pflaumen hinzu. Am Gaumen wirkt diese originäre Cuvée sowohl verführerisch weich als auch kraftvoll mit kernigen, aber sehr angenehmen Tanninen. Der Abgang ist lang und es verbleibt ein wunderschöner Nachhall von frisch geröstetem Kaffee und Brioche. Eine traumhafte Vermählung zwischen spanischer Tradition und europäischer Moderne, zu genießen ab sofort (Dekantieren oder aus der geöffneten Flasche über mehrere Tage trinken) bis mindestens 2006.

[Finca Sandoval, Salia]

Leider ausverkauft!

447101 Finca Sandoval, tinto 2001 22,90 Euro
Diese Topcuvée, vinifiziert aus 93 Prozent Syrah und sieben Prozent Mourvèdre, wurde zur Hälfte in neuen französischen Barriques ausgebaut, wobei die Aromen des Holzes nur ganz zart vernehmlich und daher in keinster Weise aufdringlich sind, da Dichte und Frucht des Weines das Holz perfekt integrieren. Intensiv dunkelrote, dichte, fast undurchdringlich schwarze Farbe, im betörenden Bukett strotzt der Wein nur so vor attraktiver, ungemein schmeichlerischer Fruchtkonzentration, kein Wunder bei einem lächerlich niedrigen Ertrag von nur 19 hl/ha. Faszinierende Aromen von Blaubeeren, Lakritze, Trüffeln, wilden Gewürzanklängen und etwas Eukalyptus. Noten nobler Bitterschokolade und von gedörrten Pflaumen verbinden sich hervorragend mit der molligen, opulenten, dichten und saftigen Stilistik des Weines, der dennoch über ein bemerkenswertes Maß an Eleganz und Finesse verfügt. Seine cremigen, schmelzigen Tannine sind wunderbar weich und hinterlassen einen Nachhall, der an große südliche Rhôneweine, insbesondere natürlich an die Spitzenweine von Beaucastel, erinnert. Ein eher moderner, fruchtbetonter, südlich-kühler Stil (dieses nur vermeintliche Paradoxon ist die Folge der ungewöhnlichen Höhenlage der Parzellen und der damit verbundenen Frische des Weines in Verbindung mit seiner wilden Aromatik), der trotz seines Barriqueausbaus seine spanische Herkunft in keinster Weise verleugnet, ein traumhaft schöner, vibrierender Syrah, der so verführerisch schmeckt, dass man sich kaum beherrschen kann, eine ganze Flasche an einem Abend allein zu genießen. Zu trinken nach mehrstündigem Dekantieren ab sofort, Höhepunkt 2005 bis 2015.

Übrigens: Beide Weine sind exzellente Begleiter zu allen kräftigen Fleischgerichten, auch mit sehr aromatischen Soßen.


FRANKREICH

Santa Duc – Gigondas

Yves Gras steht seit Jahren unangefochten in vorderster Reihe der Spitzenerzeuger an der südlichen Rhône („Ausnahmegut für erstklassige Gigondas, die beste Adresse in diesem Gebiet”, Parker) und ist damit DER Spitzenwinzer der Appellation Gigondas, die am Fuße der Dentelles de Montmirail in einer der landschaftlich schönsten Regionen Südfrankreichs gelegen ist.
Auf rund 15 Hektar exponierter, sehr steiniger Lagen entstehen grandiose Weine, die zu den gesuchtesten Gewächsen Frankreichs gehören und weltweit ein hohes Ansehen genießen. Insbesondere die aus terrassierten Kalk- und Lehmböden bestehende Parzelle „Haut Garrigues”, um die Yves von vielen Kollegen beneidet wird, ist von herausragender Qualität, besten Lagen in Châteauneuf ebenbürtig.

Kennzeichen der Weine von Yves sind ihre enorme Konzentration, ihr üppiges beeriges Aromenbukett, ihre hervorragende Reife, ihre weichen, seidenen, geschmeidigen, runden Tannine und ihr enormes Entwicklungs- und Lagerpotential. Die Ursachen dieser grandiosen Qualitäten liegen in den alten Weinreben, einer relativ späten Lese vollreifer Trauben, einer schonenden Vinifikation und dem wohldosierten Einsatz von Barriques, die dem Wein aber nur seine unvergleichliche Struktur verleihen, nicht aber sein Geschmacksbild dominieren.


148602 Les Plans, VdP de Vaucluse rouge 2002 4,95 Euro
Yves Gras, dieser so sympathische, fröhliche Erfolgswinzer, hat bei Weinliebhabern auch einen ausgezeichneten Ruf als Erzeuger höchst charaktervoller, ungemein preis„werter” Alltagsweine. Von ausgezeichneten Weinbergen in Roaix kommt ein wunderschöner „kleiner” Rotwein zu so sympathischem Preis. Zur Hälfte Trauben von 40 Jahre alte Grenachereben, dazu 30 % Syrahtrauben (der Rest: Merlot, Cinsault, Alicante) ergeben einen schmeichlerischen, frischen Wein, den zu genießen Trinkspaß pur bereitet. Im Duft dominieren Aromen von reifen, süßlichen, schwarzen Beeren (Cassis), dazu feinste Würze, Kirsche und Mineralien, im Mund die zarten, weichen Tannine bestens integriert, eingehüllt in reichlich viel Frucht, feinst strukturiert. Yves’ Vin de Pays erhebt sicherlich nicht den Anspruch, ein großer Wein zu sein, doch er bietet wunderbare Qualitäten zu einem sensationell günstigen Preis! Zu trinken jetzt bis Ende 2005.

Leider ausverkauft!

148302 Les Quatre Terres, Côtes du Rhône, rouge 2002 8,50 Euro
Yves Côtes du Rhône-Weine sind stets Musterexemplare ihrer Gattung: kräftige und elegante, beerig-würzige, sehr attraktive Rotweine, die wegen ihrer expressiven Süße und opulenten Saftigkeit selbst in einem schwierigen Jahrgang wie 2002 einfach nur begeistern. Schmeichlerisch in der Nase, füllig und attraktiv fruchtig am Gaumen, niemals bekommen wir trotz guter Zuteilung von unserem sympathischen Freund leider auch nur annähernd genug Flaschen, um allen Kundennachfragen gerecht werden zu können. Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Mitte 2004 bis 2006.

Leider ausverkauft!

148201 Gigondas, rouge 2001 18,50 Euro
Ein wiederum tiefdunkler Wein, in der Nase vermählen sich Gewürznoten der Garrigue und Pfefferanklänge mit einem ausdrucksstarken Schwarzkirschenbukett, reifer, süßlicher Cassis, Oliven, Kirschen und Mineralien. Am Gaumen eine faszinierend kühle, beerige Frucht, eine Fülle an Aromen, mit einer Komplexität und Dichte, einer Struktur und Textur, die nur in ganz großen Jahrgängen erreichbar ist; feinst balanciert, ausgewogen, saftige, seidene Tanninstruktur. Dieser meisterhaft bereitete Wein trägt in sich die kühle Kraft des Mistrals, vermählt mit feinwürzigen Beeren, Eleganz, Finesse und Schmelz im langen Abgang, 90-92 Parkerpunkte; zu genießen ab Ende 2004, Höhepunkt 2006 bis 2015.

Leider ausverkauft!

148401 Cuvée Prestige des Hautes Garrigues, rouge 2001 29,00 Euro
Eine der legendären, gesuchten Spitzencuvées der südlichen Rhône von über 70 Jahre alten Rebstöcken (80 % Grenache, 20 % Mourvèdre) von erstklassigen, ausgesuchten Parzellen. Dieser grandiose Wein begeistert durch sein tiefes dunkles Rot in der Farbe und seine explosive Nase nach feinen Gewürzen, schwarze Beeren, Cassis, Heidelbeeren, Mokka, Pfeffer sowie reifen Schwarzkirschen und einer beeindruckenden Mineralität. Im Mund fasziniert die Kombination zwischen fabelhafter Konzentration, Dichte und Fülle sowie einer spektakulären Aromenvielfalt, einer wunderbaren Eleganz, einem Hauch von Vanille und phantastisch weichen, cremigen, seidenen „kühlen” Tanninen.
Ein Wein mit einer sagenhaften Opulenz, einer phantastischen Reife sowie einer für alte Grenachereben charakteristischen Fruchtsüße, dazu gesellt sich ein traumhafter Abgang voller Extrakt und einer bemerkenswerten Länge. Der Jahrhundertjahrgang 2001 an der südlichen Rhône, man kann es nur immer wieder betonen, ist von herausragender Qualität und gehört zusammen mit dem 2000er, 98er und 78er zum besten der letzten 25 Jahre!
Und Yves hat spektakulär schöne Weine produziert, die zusammen mit seinen 2000ern und 95ern die qualitative Spitze in seinem bisherigen vinologischen Schaffen bilden: Seine Spitzencuvée „Les Hautes des Garrigues” aus uralten Reben mit niedrigsten Erträgen um die 15hl/ha, deren Verfügbarkeit arg begrenzt ist, wird nur von ganz wenigen großen Châteauneufweinen, die aber meist wesentlich teurer sind, leicht übertroffen! Daher kann ich Parkers vorsichtige Bewertung von 92-94 Punkten nicht nachvollziehen!
Zu genießen in seiner jetzigen Primärfruchtphase (Dekantieren), dann wieder 2007 bis nach 2018, ein spektakulär schöner Weinriese mit sagenhaftem Potential.

Leider ausverkauft!

Kurt Tucholsky, nicht nur ein freier Geist und Dichtergenius sondern auch ein großer Genießer, hat einmal bedauernd festgestellt, dass man wohlschmeckende Weine nicht streicheln könne wie eine schöne Frau; doch in diesem Falle liebkost umgekehrt ein höchst individueller Fruchtextrakt Gaumen und Seele des kundigen Genießers gleichermaßen.


Domaine du Pégau – Châteauneuf-du-Pape

Endlich eingetroffen, von vielen Weinliebhabern sehnlichst erwartet, ist die majestätische Weltklasse-Cuvée Réservée unserer Freunde Paul und Laurence Féraud aus dem Jahrhundertjahrgang 2001, in ihrer Stilistik so gänzlich verschieden vom ebenfalls großen, eher schmeichlerischen 2000er, barocker, urwüchsiger, noch traditioneller, auch finessenreicher, somit die großen Jahrgänge 1990 und 1978 vehement in Erinnerung rufend. Kategorie Lieblingswein!


141101 Châteauneuf-du-Pape „Cuvée Reservée”, rouge 2001 32,00 Euro
Dieser großartige Châteauneuf zeigt ein tiefes opakes Rubinrot in der Farbe und ein spektakuläres, expressives Aroma von Schwarzkirschen, reifen Himbeeren, wilden Kräutern der Provençe, Trüffel, Teer, Pfeffer, Rauch und orientalischen Gewürzen, das derart verführerisch ist, dass ich gar nicht aufhören kann, immer wieder mit der Nase lustvoll ins Glas zu schnuppern. Am Gaumen ungewöhnlich opulent, dicht, ölig, gehaltvoll, ausladend, offenbar eine Wiedergeburt des legendären 1990ers. Im Mittelteil eine traumhaft süße, ausladende Frucht, fürstliche Mengen Glycerin, spektakulär in der aromatischen Vielschichtigkeit, extraktreich und mächtig konzentriert, kraftvolle, aber auch cremige Tannine und ein fulminanter Abgang, der über eine Minute lang anhält. Parker hat nach seinen Fassverkostungen 93-96 Punkte vergeben.
Doch seither hat sich Wesentliches verändert. Paul und Laurence haben, der Hysterie um die Spitzencuvée da Capo überdrüssig, entschieden, in diesem großen Jahrgang den separat ausgebauten da Capo mit dem Réservée zu verschneiden, was dessen Qualität noch einmal deutlich anhebt: Ein wahrhaft majestätischer, großer Châteauneuf zu bezahlbarem Preis.
Der Wermutstropfen:
In 2001 sind die zur Verfügung stehenden Mengen aufgrund der niedrigen Erträge des Jahrgangs geringer als in der Vergangenheit.
Aufgrund seiner fabelhaften Struktur und seines reichhaltigen Tannins wird dieser Weltklassewein sich über 20-30 Jahre vorzüglich entwickeln, obwohl er auch in seiner Primärfruchtphase großartig mundet.

141400 Pégau, CdP Cuvée „Da Capo”, rouge 2000 135,00 Euro
Wir waren bereits lange ausreserviert mit diesem großen Wein aus uralten Grenachetrauben, binnen Tagen, nachdem Parker ihn mit 96-98 Punkten bewertet hatte. Durch unsere langjährigen freundschaftlichen Beziehungen zu den Férauds gelang es uns noch einmal, eine weitere, nicht unbeträchtliche Menge dieses Weltklassegewächses zu erhalten. Vielen Dank Paul und Laurence, viel Vergnügen Ihnen mit diesem großen Gewächs.
In der Farbe ein tiefes, dunkles Purpurrot mit lila Reflexen, eine perfekte Synthese zwischen enormer Konzentration und barocker Fülle, einer hohen schmeichlerischen Eleganz und Finesse, feinster Struktur und einer grandiosen Aromensymphonie (schwarze Früchte, reife Kirschen, Zedernholz, Rauch, orientalische Gewürze), saftige, traumhaft balancierte und perfekt eingebundene Tannine, mundfüllend, extrem lang anhaltend, wohl zusammen mit dem 98er, der 100 Parkerpunkte erhielt, der beste Pégau, der je produziert wurde, eine Spur schmeichlerischer, verführerischer, auf Dauer gesehen wohl auf gleichem Niveau!
Ein betörender Sinneszauber, ein Monument, die Essenz gar uralter Reben mit schier unglaublichem Potential, zu genießen in seiner Primärfruchtphase (Dekantieren), Höhepunkt aber erst 2010 bis nach 2030.


Domaine Vieille Julienne – Châteauneuf-du-Pape

Jean-Paul Daumen, DER Aufsteiger der letzten Jahre in Châteauneuf-du-Pape, hat im 2001er Jahrgang spektakuläre Weine produziert, nicht nur Weltklasse-Châteauneufs, sondern insbesondere auch herausragende Côtes du Rhônes, die eindrucksvoll demonstrieren, dass diese Weine, die jahrzehntelang als Synonym für unsägliche und ungenießbare „Plörre” galten, heutzutage unter den Händen qualitätsbewusster Winzer (mit) das beste Preis-Genussverhältnis weltweit aufweisen. Sie brauchen ein bis 2 Jahre Zeit zu reifen, brillieren dann mit einer beerigen, würzigen Frucht, mit einem breiten Aromenspektrum, mit saftigen, weichen Tanninen, sie scheinen wahren Weinliebhabern auf der Suche nach einem delikaten, schmackhaften Trinkwein für jeden Tag das Paradies auf Erden.


138501 Côtes-du-Rhône, Vieilles Vignes, rouge 2001 10,80 Euro
Unverkennbar der faszinierend burgundisch inspirierte Stil von Vieille Julienne! Was für ein harmonischer, eleganter, finessenreicher Côtes du Rhône aus perfekt gereiften und sehr spät gelesenen Grenachetrauben von alten Reben: Nach 2-3jähriger Flaschenlagerung verfügt er über eine betörende, komplexe Aromenvielfalt (Gewürznoten der Garrigue, Pfeffer, ausdrucksstarkes Schwarzkirschenbukett, feine Brombeeraromen), die selbst viele wesentlich teurere Châteauneufs nicht aufweisen können, am Gaumen dicht, ausladend, konzentriert, mit einer herrlichen Säurestruktur und einer bemerkenswerten Finesse und Eleganz, dazu eine perfekte, seidene, fein süßliche Tanninstruktur, selbst an der südlichen Rhône sind derart herausragende Qualitäten zu solch fairem Preis extrem dünn gesät. Einer meiner persönlichen Lieblings-CdR, ein stilistisch herausragender Trink- und Genusswein erster Güte, der Maßstäbe setzt mit seiner reintönigen, eleganten, feinwürzigen und tiefgründig kühl wirkenden Frucht; zu genießen zwar schon ab sofort (am besten mehrere Stunden dekantieren und ein bauchiges Glas benutzen), Höhepunkt jedoch erst 2005 bis 2010.

Wenn Sie körperreiche, „wollüstige” CdR bevorzugen, empfehlen wir Ihnen andere Weine aus unserem Programm, beispielsweise die opulenteren Gewächse von Santa Duc oder Saint Cosme. Liebhaber eleganter, finessenreicher Rhôneweine jedoch können kaum eine bessere Wahl treffen als diesen filigranen, saftigen CdR von Vieille Julienne!

Leider ausverkauft!

1385101 Côtes-du-Rhône, Vieilles Vignes, rouge 2001, Magnum 24,80 Euro

Leider ausverkauft!


Château du Cèdre – Cahors

Unser Freund Pascal Verhaeghe, ein ungemein sympathischer, visionärer und innovativer Weinmacher belgischer Herkunft, von so manchem Winzerkollegen hinter vorgehaltener Hand respektvoll als primus inter pares seiner Zunft in Frankreich apostrophiert, ist zweifellos der Initiator und die Seele der Renaissance der großen Weine des Cahors. Anfang Oktober trifft der vielleicht spektakulärste Rotwein bei uns ein, den Pascal bisher vinifizierte, ein großer Rivale der Premier Grand Crus aus dem Bordelais!


502401 Le Cèdre „Grande Cuvée”, rouge 2001 59,95 Euro
Schlichtweg das Non plus Ultra an Konzentration und Finesse, in der Stilistik dem so beliebten Le Cèdre zwar ähnlich, aber mit dem kleinen, entscheidenden Kick mehr. Mehr an allem, an Komplexität, Konzentration, Dichte, Eleganz und explosivem Extrakt, ein Traum aus Seide und Finesse, eine bisher im französischen Süden, außer bei Gaubys „Muntada”, nicht gekannte Tanninstruktur feinster Ausprägung, in dieser so dynamischen Region Cahors eine neue Dimension des Weins einläutend. Worin liegen die Ursachen für die nochmalige Steigerung der Qualität im Vergleich zum schon so großartigen „Le Cèdre”? Nun, zum einen in den noch geringeren, verrückt kleinen Erträgen, (19 hl/ha bester Malbectrauben liefern den Stoff, aus dem die Träume sind), in der extremen Selektion der ältesten Rebstöcke der Domaine, im Einsatz der besten und teuersten Barriques der französischen Spitzentonneliers und in einer von Pascal entwickelten besonderen Art der Vinifizierung: Schon die Vergärung findet statt in offenen, 500 l fassenden neuen Eichenholzfudern, was zu einer maximalen Extraktion der Frucht beiträgt und – so bizarr der Gedankengang im ersten Moment auch sein mag – die Vergärung im neuen Holz führt dazu, dass im fertigen Wein der Einfluss des Holzes wesentlich geringer ist als sonst. Die komplizierten chemischen Prozesse, die hierbei eine Rolle spielen, führen zusammen mit dem Einfluss des Sauerstoffs im offenen Bottich zu fabelhaft seidenen, weichen Tanninen und gleichzeitig besitzt der Wein eine enorme Konzentration, Dichte, Tiefe und eine unendliche Länge. Und genau dieses Gleichgewicht zwischen Kraft und Konzentration auf der einen Seite und Finesse, Eleganz und seidener Tanninstruktur auf der anderen Seite zu erreichen, das ist höchste winzerliche Handwerkskunst, die Pascal wie kaum ein zweiter beherrscht. Diese ultimative Herausforderung Bordelaiser Premier Grand Crus hat ein Potential für eine über 20jährige Entwicklungs- und Lagerzeit, nur 7.500 Flaschen werden abgefüllt, Kultweinstatus, ein aristokratischer Wein, der einen neuen Mythos begründen wird! 98-100 PdP-Punkte und vielleicht der größte Wein, der bis dato im Cahors produziert wurde.

Leider ausverkauft!

In Subskription empfehlen wir nochmals den (zumindest) gleichwertigen 2002er und ebenso die übrigen, noch erhältlichen großartigen Weine von Pascal aus den herausragenden Jahrgängen 2000 und 2001:

502500 Heritage, rouge 2000 6,90 Euro

Leider ausverkauft!

502101 Le Prestige, rouge 2001 12,50 Euro

Leider ausverkauft!

502201 Le Cèdre, rouge 2001 26,00 Euro

Leider ausverkauft!

502402 Le Cèdre „Grande Cuvée”, rouge 2002 55,00 Euro

Leider ausverkauft!


Saladini Pilastri – Marken

Was in Frankreich das Languedoc, das sind in Italien bis vor kurzem eher unbekannte Weinanbaugebiete wie Apulien oder die Marken, die in den letzten Jahren eine ähnliche Erfolgsstory infolge sensationeller Qualitätssteigerungen – unter Beibehaltung sehr moderater Preise – aufzuweisen haben wie der Midi. Von hier kommen immer bessere Weine zu noch sehr moderaten Preisen.

Saladini Pilastri, eines dieser Weingüter in den Marken (gelegen zwischen der Adria und den Hügeln der Abruzzen), das in den letzten Jahren für erhebliches Aufsehen sorgte, verfügt über Top-Lagen mit erstklassigem Terroir, die sich in südlicher Ausrichtung über dem Trontotal erstrecken und von den langen, heißen Sommern genauso profitieren wie vom kühlenden Einfluss des Flusses und des nur 10 km entfernten Meeres.
Als wahrer Glücksfall für das Gut erwies sich die 1995 eingegangene Partnerschaft mit den Starönologen Roberto Cipresso und Domenico d’Angelo. Seither besitzen die Rotweine eine enorme Farbtiefe, eine unglaublich reichhaltige, würzige, saftige, beerige, leicht süßliche Frucht, eine bemerkenswerte Struktur, einen sensationellen Extrakt und eine enorme Konzentration, sie sind harmonisch, ausgewogen und elegant.

Doch wenigstens genau so wichtig wie die Verpflichtung Cipressos war die Anfang der 90er Jahre getroffene Entscheidung, die Weinbergsarbeit auf biologischen Anbau umzustellen, mit dem klar definierten Ziel vor Augen, anspruchsvollen Weinfreunden authentischen Regionalcharakter zu liefern, wie er in Italien schon lange nicht mehr selbstverständlich ist. Jedenfalls haben wir solch charaktervolle, eigenständige Weine zu so niedrigen Preisen seit Jahren in Italien kaum mehr gefunden, wahre Glücksfälle im Leben eines Weinliebhabers und -händlers!
Sie, liebe Kunden, scheinen zur gleichen Auffassung gekommen zu sein, denn mittlerweile sind die Roten dieses Vorzeigegutes zu unseren meist verkauften italienischen Weinen überhaupt avanciert.


652101 Rosso Piceno 2001 5,50 Euro
Was für ein köstlicher, ungemein saftiger Alltagswein zu unschlagbarem Preis! Der intensiv dunkle Piceno 2001 (70 Prozent Montepulciano und 30 Prozent Sangiovese) verströmt einen fruchtig „süßen” Duft mit Pflaumenanklängen, ist noch dichter als sein allseits beliebter Vorgänger, besitzt eine zart marmeladige Konsistenz und präsentiert sich mit seinen saftigen, weichen Tanninen (von den Trauben!, nicht vom Holz, da Ausbau in Stahltanks und Beton) bereits heute von seiner schönsten Seite; Höhepunkt Ende 2003 bis 2006, ein leckerer Trinkspaß aus biologischem Anbau, der seine Herkunft nicht verleugnet.

Leider ausverkauft!

652600 Pregio del Conte, rosso 2000 9,95 Euro
Farbintensive, leicht violett schimmernde Cuvée aus Montepulciano und Aglianico, den autochthonen Reben der Region. Starkes Bukett, expressive, zart-süßliche Frucht, verführerische Aromen von reifen Beeren, Trüffeln und dunklen Kirschen, am Gaumen ein ungemein schmeichlerischer, südlich-warmer, üppiger Geschmack, zarte, reife Tannine, konzentriert und elegant. Die Trauben dieses extrem raren Weines wurden erst Ende Oktober gelesen und 2 Jahre in Holz aus slowenischer Eiche ausgebaut. 2 rote Gläser im Gambero (Sie wissen, das bedeutet: in der Endausscheidung für die begehrten 3 Gläser knapp gescheitert) und die Auszeichnung für ein besonders günstiges Preis-Genussverhältnis adeln diese erstklassige, charaktervolle Cuvée. Bei unseren Verkostungen in Saarlouis haben nicht wenige begeisterte Liebhaber autochthoner italienischer Weine dieses erstmals 2000 vinifizierte Gewächs gar dem mit 3 Gläsern ausgezeichneten Monteprandone vorgezogen. In seiner so genussfreundlichen Preisklasse Kategorie Lieblingswein!

Leider ausverkauft!

652301 Vigna Monteprandone, rosso 2001 12,90 Euro
Tiefrote Farbe, in der Nase fasziniert ein komplexes Aromenspektrum, es dominiert ein reifer, süßlicher Beerenduft, dazu Anklänge an Pflaumen, Tabak, zart marmeladenartige Konsistenz, leicht animalisch-wilde Noten, kraftvoll und intensiv am Gaumen, extraktreiche, mächtige, aber insbesondere saftig-weiche Tannine, ein fast dekadent anmutender Wein, einer der besten Roten (Montepulciano/Sangiovese), die je in den Marken erzeugt wurden, barriqueausgebaut, unfiltriert, zu unglaublich niedrigem Preis. Diesen nur in großen Jahrgängen erzeugten Wein voller regionsspezifischer Typizität und autochthonem Rebsortencharakter müssen Sie einfach probieren, eine Stunde vorher bitte dekantieren! Der Jahrgangsvorgänger wurde im Gambero Rosso 2003 mit den begehrten drei Gläsern ausgezeichnet, 250 Weine aus ganz Italien hatten diese höchste Auszeichnung erhalten, doch welch ein Preis-Genussverhältnis besitzt dieser unfiltrierte Schmeichler der Sinne! Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2003 bis 2008.

Leider ausverkauft!

Herzliche Grüße aus Saarlouis, Ihr

Tino Seiwert