Saarlouis, im August 2003

PINwand Nº 71


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

heute präsentieren wir Ihnen ein Weingut aus Österreich mit einem großartigen Preis-Genussverhältnis: „Ein echter Geheimtipp aus dem Herzen der Wachau”, so schwärmt begeistert der gerade erschienene FALSTAFF Weinguide Österreich 2003/4, sei Wolfgang Bäuerl, der auf seinem nur 3 ha großen Weingut exzellente Rieslinge und Grüne Veltliner aus weltberühmten, legendären Rieden produziert, die in Verkostungen der österreichischen Fachpresse auch die größten Namen hinter sich gelassen haben.
Das Weingut Keller aus Rheinhessen gehört zur kleinen Elite deutscher Weltklassegüter, die Fachpresse (VINUM 3x hintereinander Erzeugerpreis für die beste Jahrgangskollektion und GAULT MILLAU „Winzer des Jahrzehnts”) bewertet es als das BESTE.
Weltklassewinzer Markus Molitor von der Mittelmosel vinifiziert im großartigen Jahrgang 2001 einen sagenhaft preiswerten trockenen Riesling, von Gerhard Eichelmann zum zweitbesten Riesling des Jahres in Deutschland gewählt.
Château de la Negly produziert erstklassige Sommerweine, aus Gigondas (Santa Duc und Saint Gayan) kommen zwei wunderschöne Côte du Rhône-Alltagsweine zu kleinstem Preis und Mourgues du Grès, Roséspezialist, brilliert mit einem wunderschönen roten Gewächs.
Unsere meistverkauften Rotweine von der Rhône stammen von der Domaine La Soumade, im Jahrhundertjahrgang 2001 hat André Romero eine kaum zu überbietende Kollektion gezaubert.
Die Domaine Boudau aus dem Roussillon war unser Shootingstar des letzten Jahres und endlich eingetroffen sind die frisch abgefüllten Weine von du Cèdre aus dem großen Jahr 2001.


Kurzinformationen:

Gerade rechtzeitig zum herrlichen Sommerwetter ist ein sehr schöner, feinwürziger, fruchtiger, ungemein preiswerter Rosé von einem der besten Güter aus Châteauneuf-du-Pape, der Domaine Vieille Julienne, eingetroffen.

138102 Vieille Julienne, VdP Principauté d’Orange, rosé 2002 4,95 Euro

Leider ausverkauft!


Wir waren schon seit Monaten ausverkauft, ein amerikanischer Importeur holte nicht alle reservierten Weine ab, wir pflegen enge Beziehungen zu unseren Winzern und so bot uns Guido Jansegers (Château Mansenoble) die nicht abgerufenen Weine an. Wir griffen begeistert zu und können Ihnen wieder DIE Bordeaux-Alternative zu kleinem Preis, den Merlot-Cabernet, anbieten genauso wir die extrem rare Spitzencuvée Marie-Annick.

305301 Mansenoble, Merlot-Cabernet, VdP rouge 2001 6,90 Euro

Wenn man diesen Wein verkostet, eine Assemblage aus im höchsten Reifezustand gelesenen Merlottrauben (60%) und aus erstklassigem Cabernet Sauvignon, ist man jedes Mal aufs Neue überrascht, denn das typische Bukett von schwarzen Johannisbeeren und süßen Kirschen, von Kräutern und Tabak, die Dichte, Frische und Würze dieses so angenehm saftigen Stoffes im Mund sowie die Aromen von dunklen Früchten und eine feinwürzige Tanninstruktur, all dies lässt einen weit eher an Weine aus dem Haut Médoc zu einem wesentlich höheren Preis denken, denn an solche aus Corbières, zu genießen jetzt bis 2005.
[305301]

Leider ausverkauft!

305801 Mansenoble, „Cuvée Marie-Annick“, rouge 2001 17,50 Euro

Nur in absoluten Ausnahmejahrgängen wie 98 und jetzt eben 2001 füllt Guido eine Selektion der besten Partien des Réserve im Keller getrennt ab. Ein großer Wein, in seiner Aromatik dem Réserve sehr ähnlich, verfügt aber in der Nase über noch mehr Komplexität, am Gaumen schmeicheln und begeistern Schichten von tiefgründigen Fruchtaromen, dieser rare Wein (nur 4.000 Fl. wurden gefüllt) brilliert durch eine fabelhafte Struktur, eine großartige Tiefe und eine faszinierende Eleganz und Finesse, die nur wenigen großen Weinen des französischen Südens eigen ist.
Auch wenn Sie diesem wunderschönen Wein in seiner betörenden Jugend kaum widerstehen können, sollten Sie ihn auf seinem Höhepunkt 2006 bis 2012 genießen. Dies ist ein geradezu erotischer Wein, der in mir immer wieder Gedichte von Baudelaire anklingen lässt!
[Cuvée Marie-Annick_Mansenoble]

Leider ausverkauft!


Der neue Katalog erscheint im Herbst, wir trennen uns von Winzern und Jahrgängen und erfreuen Sie mit radikal reduzierten Abverkaufspreisen, diese Angebote finden Sie auf unserer Schnäppchen-Seite!

In der letzten Pinwand stellten wir Ihnen großartige Weine von Weltklassewinzern aus dem Jahrgang 2002 vor. Leider spielte uns hier der Druckfehlerteufel einen Streich. Das Subskriptionsangebot endet natürlich nicht Mitte August sondern gilt bis 15.10.2003 bzw. so lange unsere Vorräte reichen, die ersten Weine werden bereits knapp.

Einen wirklich traumhaft schönen Wein aus dem Bergerac, von Luc de Conti, Tour des Gendres, können wir Ihnen erst heute anbieten:


510402 Moulin des Dames, rouge 2002 19,00 Euro

Unser Freund Luc ist zu Recht hellauf begeistert von diesem Wein, er schwärmt vom „besten Rotweinjahrgang, den ich je produzieren durfte und über einen historischen Sieg des Bergerac über das Bordelais”.
Fast schwarz, ja tintig in der Farbe, präsentiert sich dieser Weinriese im Glas. Traumhaft konzentrierte, weit gefächerte Aromen von Cassis, wilden Früchten, Vanille und schwarzem Tabak, zart unterlegt von süßlichen Holztönen der neuen Barriques erlauchter Provenienz. Am Gaumen ungemein expressiv, enorm viel Frucht, beeindruckende Konzentration, Dichte und Tiefe, dazu eine vibrierende Finesse, eine stahlige Kühle und sinnliche Süße, ein komplexer, terroirgeprägter Wein von großer Rasse und Eleganz.
Lucs Verzicht auf die Abfüllung der Supercuvée „Anthologia” hat zu diesem Weinmonument beigetragen. Dieser begeisternde Tropfen (vinifiziert aus vollreif gelesenen Cabernet Sauvignon-, Cabernet Franc- und Merlottrauben), gehört mit zum besten, was bisher im französischen Südwesten erzeugt worden ist, ein charaktervoller Muskelprotz in Samt und Seide, der wegen der grandiosen Qualität seiner Ingredienzien von einer edlen Noblesse zeugt, wie sie sonst nur wesentlich teureren Bordelaiser Gewächsen zu eigen ist. Ein wundervoller, perfekt gewirkter Ästhet!

Leider ausverkauft!

ÖSTERREICH

Weingut Wolfgang Bäuerl – Wachau

Die Wachau, 70 km westwärts von Wien entlang der Donau zwischen Melk und Krems gelegen, grandios eingerahmt durch die beiden hoch über dem Fluss thronenden Barockstifte Melk und Göttweig, beheimatet ein weltweit legendäres Anbaugebiet für hochwertige Weißweine. Dieses 36 km lange Donautal, das den Status des Weltkulturerbes besitzt, ist eine traumhaft schöne, wildromantische Kulturlandschaft, die mich seit meinem ersten Besuch in Erinnerungen gefangen hält und eine Sehnsucht entzündet hat, sie möglichst schnell wieder bereisen zu können. Doch es ist nicht nur die malerische Landschaft, das milde Klima und die ausgezeichnete Küche, die mich magisch zurückziehen, es ist der Wein, über den ich vor mehr als 15 Jahren erstmals mit großen österreichischen Gewächsen in Berührung gekommen bin. F.X. Pichler, Hirtzberger, Prager oder Jamek, diese Namen haben einen unwiderstehlichen Klang, ihre großen trockenen, konzentrierten und dennoch eleganten und finessenreichen Weine entstehen in den terrassenförmigen, teils sanft gewundenen, meist halsbrecherisch steil angelegten Rebgärten auf verwitterten Urgesteinsböden und Löss. Wir werden Ihnen auch einige dieser großen Namen in den nächsten Pinwänden und in unserem neuen Katalog anbieten. Deren weltweit gesuchte Weine haben natürlich auch ihre – durchaus berechtigten – stolzen Preise. Ganz anders unsere heute präsentierte Entdeckung:

„Ein echter Geheimtipp aus dem Herzen der Wachau” schwärmt begeistert der gerade erschienene FALSTAFF Weinguide Österreich 2003/4: Wolfgang Bäuerl produziert auf seinem nur 3 ha großen Weingut exzellente Weißweine aus weltberühmten, legendären Rieden wie Dürnsteiner Kellerberg, Loibenberg oder Loibner Kreutles. Bäuerls famose Weine, die stark vom Urgesteinsterroir geprägt sind und vor Mineralität und Frucht nur so strotzen, werden in seinen erstklassigen dauerbegrünten Steillagen naturnah, nach ökologischen Gesichtspunkten, aus vollreifen Trauben gewonnen. So entstehen terroirgeprägte Weißweine der Spitzenklasse, die, vinifiziert ausschließlich mit weineigenen Hefen, im Keller nur noch so schonend wie irgend möglich ausgebaut und auf die Flasche gezogen werden.

Wolfgang Bäuerl zählt eher zu den Stillen und Bescheidenen im Lande, alles Marktschreierische ist ihm zuwider. Und ich habe den Eindruck, dass seine rassigen, filigranen Weine den Charakter ihres Meisters widerspiegeln, dass sie, bei aller Dichte, weit mehr von Eleganz und Finesse geprägt sind als von schierer Kraft und Konzentration. Sie sind nie laut in der Frucht und erfordern, so gut sie bereits in ihrer Jungweinphase schmecken, immer ein wenig Geduld, bis sie ihre wahre Größe offenbaren.
„Meine Weine sollen haltbar sein, sie brauchen in der Jugend noch nicht so zu strahlen, ich mag keine Blender. Meine Weine werden nicht abgeschliffen, um in Jungweinverkostungen zu brillieren, sie sind allesamt vollkommen trocken, ohne ein gefälliges süßes Restschwänzchen. Ich will Naturburschen in die Flasche füllen”. Wolfgang Bäuerl ist selbst ein solcher „Naturbursche”, musste seinen eigenen Weg erst über Umwege finden, bis er heute im internen Kreis als DER Geheimtipp aus der Wachau gefeiert wird.

1988 übernahm er, Bautechniker von Beruf, den Familienbetrieb eher widerwillig. Doch dann wurde er vom Weinvirus infiziert und feierte bald große Triumphe. In einem legendären Vergleichstest der 66 besten Rieslinge des Jahrgangs 1990 wurde sein Kellerberg Smaragd nur von F.X.Pichlers „M” geschlagen, alle anderen großen Namen rangierten hinter ihm. Und Bäuerl gewann gar die Vinaria Verkostung des 93er Jahrgangs, „drei mal 19 Punkte gewertet, auch das eine echte VINARIA-Rarität”.
Doch nach diesen Erfolgen wurde es wieder sehr still um ihn, er geriet im hektischen Weinbusiness in Vergessenheit. „Ich war damals noch nicht so weit. All der Trubel, der auf mich einstürzte, das war einfach nicht meine Welt. Ich zog mich aus der Szene zurück, stellte keine Weine zu Verkostungen mehr an, verkaufte alles ab Hof an meine Privatkunden,” erzählt Bäuerl, ruhig, unaufgeregt, wie es seine Art ist. Ob er denn heute nicht bedaure, damals den Weg zum Ruhm nicht weiter gegangen zu sein, frage ich ihn. „Nein”, antwortet er, „ich habe ein wenig die Mentalität der Donau. Was vorbei geflossen ist, ist Vergangenheit, belastet mich nicht mehr. Doch heute denke ich anders, ich habe mich entwickelt, stelle meine kleine Produktion den Liebhabern in Österreich und aus aller Welt zur Verkostung”.
Und wir sind ausgesprochen froh, Ihnen diese großen Weißweine eines wahren Kleinods zu mehr als fairem Preis auf dem deutschen Markt anbieten zu können, nicht zuletzt auch, weil der Mensch Wolfgang Bäuerl trotz seines Erfolges so bescheiden geblieben ist.

An dieser Stelle möchte ich mich ausdrücklich bedanken bei einem österreichischen Weinjournalisten, der nicht nur ein selten sympathischer Mensch ist, sondern auch ein Intimkenner der österreichischen Weinszene: Helmut Knall, von aller Welt liebevoll nur Knalli geheißen.
Zwar kenne ich die großen, bekannten Weine Österreichs bereits seit Jahren und so liegen diese weltberühmten Gewächse auch in meinem privaten Keller. Bei diesen Weingütern war mir Knalli unentbehrlicher „Türöffner”, der es uns mit seinen Kontakten erst ermöglichte, Winzer für unser Programm gewinnen zu können, die normalerweise keine neuen Händler mehr aufnehmen (können), da ihre weltweit gesuchten Weine von langjährigen Stammkunden immer schon im voraus ausreserviert sind.
Eine gleich wichtige Hilfe war Knalli beim Aufspüren der Geheimtipps wie dem kürzlich präsentierten Angerer oder heute Bäuerl, die in Deutschland bis vor kurzem noch kaum jemand kannte und deren Weine über ein sagenhaftes Preis-Genussverhältnis verfügen. Ich weiß von meinen langjährigen Recherchen an der Rhône, im Languedoc und im französischen Südwesten zur Genüge, wie vieler Reisen es bedarf und wie lange es dauert, ein solches Netzwerk aufzubauen, um jeweils als einer der ersten zur Stelle zu sein, wenn es gilt, Newcomer aufzuspüren. Knalli ließ uns von seinem unermesslichen Wissen profitieren, genauso, wie es die Internetnutzer unter Ihnen tun können, indem sie auf seiner Homepage www.winetimes.at Reportagen zu österreichischen Winzern und Regionen nachlesen oder unter www.wein-plus.de („en primeur”) den ersten Internetweinführer mit den aktuellsten Jahrgangsbewertungen aller relevanten österreichischen Weine finden.

Der Jahrgang 2002 hat die Winzer in der Wachau sehr gefordert. Nach optimalem Witterungsverlauf im Frühjahr und Sommer folgte ein nasser Spätsommer: Die Bilder des Hochwassers an der Donau, die verheerenden Überflutungen, die jedoch weinmäßig nur minderwertige Tallagen betrafen, haben sich in unser Gedächtnis eingebrannt. Auch der Herbst war nicht einfach, mehrere Lesedurchgänge mit extrem selektiver Lese der gesunden Trauben, analog den Bedingungen in weiten Teilen Deutschlands, waren notwendig, um wirklich große Qualitäten erzeugen zu können, feinfruchtige, elegante Weißweine mit einer angenehmen, harmonischen Säure.


720102 Grüner Veltliner Federspiel „L” trocken 2002 5,60 Euro

Feines Strohgelb in der Farbe, in der Nase eine glasklare, saubere Frucht, feinwürzig, animierende Noten von frischen Äpfeln. Erinnert am Gaumen wiederum an saftige Äpfel, ausgewogene Balance von Frucht und Säure, ein sehr frischer, saftiger Wein mit herzerfrischendem pfeffrigen Abgang, sowohl ein toller „swingender” Sommerwein für die abendliche Terrasse als auch ein passender Essensbegleiter für jede Jahreszeit zu kalten Vorspeisen, Fisch, weißem Fleisch und Spargel. Zu genießen ab sofort bis Mitte 2005. Traumhaftes Preis-Genussverhältnis!

Leider ausverkauft!

720202 Grüner Veltliner Smaragd, Dürnsteiner Kellerberg trocken 2002 10,60 Euro

Welch betörende Aromen in der Nase: Gelbe Früchte, Nektarinen, Grapefruit und Äpfel, feinherbe Mineralik und Pfeffer, dabei faszinierend zartgliedrig, in keinster Weise plump. Am Gaumen herb-würzig, wieder viel Frucht (Zitrus und Grapefruit), ausgewogenes Säurespiel mit feinen Mandelanklängen, schon sehr zugänglich, gut balanciert und rund, dicht, füllig, spielerisch elegant und lang. Wolfgang Bäuerl brilliert mit einer überzeugenden Interpretation des klassischen Dürnsteiner Kellerberg. Ein extrem anspruchsvoller Veltliner, wie er animierender kaum sein kann, mit Körper, Ausdruck, Charakter und einer Ausstrahlung, der man sich, zumal zu diesem unglaublich fairen Preis, nicht entziehen kann. Herausragender, universeller Essensbegleiter, auch solo getrunken ein Hochgenuss ab sofort, Höhepunkt Mitte 2004 bis 2009.

Leider ausverkauft!

720302 Riesling Federspiel trocken 2002 8,80 Euro

Klare Rieslingfrucht in der Nase, dezente Anklänge an Steinobst, Aprikosen, Weinbergspfirsich und etwas Birne. Am Gaumen sehr frisch aufgrund einer belebenden Säure, dieser elegante, filigrane Wein lässt die Zitrusanklänge und das Steinobst aus der Nase harmonisch auf der Zunge weiterleben, im vibrierenden Abgang schönes Frucht-Säurespiel, ein herausragender Essensbegleiter zu Fisch, Krusten- und Schalentieren, Geflügel (Stubenküken, Wachteln, Perlhuhn) und Gemüse mit hellen Soßen. Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2004 bis 2007.

Leider ausverkauft!

720402 Riesling Smaragd, „Loibenberg” trocken 2002 14,50 Euro

Betörender, aber nicht lauter, eher dezenter, feinfruchtiger Duft nach frischem Steinobst und zart rauchige Mineralität. Am Gaumen kommt dieser stoffige, gehaltvolle, tiefe, in der Textur durchaus fordernde Riesling cremig, füllig und weich daher, mit schön balancierter, animierender Säure, die ihm feinen Geschmack und expressiven Ausdruck verleiht. Die Feinheit des Urgesteins paart sich mit verführerischer Frucht, insbesondere Pfirsich und Aprikose und klingt noch lange im beeindruckenden, mineralischen Abgang nach. Ein ungemein eleganter Riesling der finessenreichen Wachauer Art, ein großer Wein, der immer wieder zum Weitertrinken animiert und angesichts seiner Klasse und seiner Herkunft einen unverschämt günstigen Preis besitzt. Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2004 bis 2010.

Leider ausverkauft!

720502 Riesling Smaragd, „Dürnsteiner Kellerberg” trocken 2002 14,90 Euro

Phantastischer Riesling aus weltberühmter Lage, authentisch im Geschmack, komplex im Duft (Steinobst, Aprikose, weißer Pfirsich, Anklänge an Melonen, rauchige Mineralität), fordernd im Charakter, am Gaumen dicht, mit mächtiger, opulenter Fülle, die sich cremig, weich, seidig, ja viskos um die Zunge legt. Er scheint aber auch filigran, elegant, fein und finessenreich, traditionell gewirkt mit einer enormen Komplexität, mineralisch, beispielhaft im Herkunftscharakter und von kompromisslosem Terroirkonzept, dazu eine herrliche Frucht mit subtilem Säurespiel, belebender, lang anhaltender Zitrusabgang.
Ein vibrierender Riesling in Perfektion, eindrucksvoll dimensioniert, eine große Persönlichkeit, feinst balanciert und harmonisch in Nase und Gaumen, feminier als der eher maskuline Loibenberg. Er vereint in sich Geschmack, Kraft und Frische mit Konzentration und Transparenz in Duft und Geschmack, wie es nur ein ganz großer Riesling vermag.
Er zeigt aber erst in Ansätzen, was in ihm steckt. Geben Sie diesem Naturburschen Zeit, sich zu entfalten und Sie werden erschmecken, warum bereits der 90 und 93er, wie oben erläutert, in Österreichs Weinszene wie eine Bombe eingeschlagen haben und warum sich auch sein Jahrgangsvorgänger in einer VINARIA-Degustation vom Mai 2002 mit einer Traumnote auf dem fünften Platz (140 Rieslinge aus ganz Österreich wurden angestellt) wieder fand. Und wenn Sie dann noch die Preise vergleichen, dann können Sie leicht ermessen, welch kostbaren Schatz Sie mit diesem authentischen Riesling aus großer Lage erwerben können. Höhepunkt 2005 bis nach 2012.

Leider ausverkauft!

DEUTSCHLAND

Weingut Keller – Rheinhessen

„Kein anderes deutsches Weingut hat in den vergangenen 10 Jahren mehr Aufsehen erregt als das von Klaus Keller in Flörsheim-Dalsheim,” urteilt völlig zu Recht Marcus Hofschuster in seinem sehr empfehlenswerten Internetweinführer „Deutschland” unter www.wein-plus.de . Der GAULT MILLAU kürt – erstmals in seiner Geschichte – im April 2003 Klaus Keller zum Winzer des Jahrzehnts! Auszüge aus der Laudatio: „Kometenhafter Aufstieg, ... das Mustergut aus dem Wonnegau wurde zum Shooting-Star der letzten 5 Jahre, ... sage und schreibe 42 Weine landeten in dieser halben Dekade unter den Jahrgangsbesten, eine Leistung, die ihresgleichen sucht.
Besonders beeindruckend: Keller hat als einziger in allen sieben Kategorien gepunktet. Keinem anderen Betrieb in Deutschland ist es bisher gelungen, zugleich beim Rotwein, weißen Burgundersorten, trockenem und halbtrockenem Riesling wie auch bei den Spät- und Auslesen und edelsüßen Weinen in den Top Ten mitzumischen”. Auf der Vin Italy 2002 erhielten die Kellers als erster deutscher Erzeuger den begehrten „International Award”, der bisher nur einer Handvoll absoluter Weltklassegüter (Preisträger: Margaux, Penfolds, Vega Sicilia) verliehen wurde.

Bei solchen Elogen wundert schon nicht mehr, dass wiederum der GAULT MILLAU Keller als einem von acht deutschen Winzern die „Höchstnote für die weltbesten Erzeuger”, fünf Trauben, vergibt, dass der FEINSCHMECKER ihm im Januar 2003 den deutschen Rieslingpreis für den besten trockenen deutschen Riesling verlieh, dass VINUM Keller dreimal hintereinander, 1999 für die Jahrgänge 97/98, 2001 für die Jahrgänge 99/2000 und 2003 für die Jahrgänge 01/02 (der aktuelle Bericht hierzu erscheint in der Septemberausgabe des Magazins), den Riesling-Erzeugerpreis für die beste Jahrgangskollektionen zuerkennt oder dass Gerhard Eichelmann in seinem Guide „Deutschlands Weine 2003” zwei Weinen von Keller als einzige Weine des Jahrgangs 2001 mit der Idealnote 100 bepunktet.
„Winzer des Jahres, „Kollektion des Jahres” und weitere Komplimente mehr, Sie können sich natürlich vorstellen, wie stark die Nachfrage nach diesen großartigen Weinen in aller Welt ist angesichts solchen Lobs und wie schwierig es ist, in die Zuteilung dieser so begehrten, permanent ausverkauften Weine zu gelangen. Doch bei einer Weinprobe im Frühjahr dieses Jahres mit dem sympathischen, ungemein innovativen Sohn des Hauses, Klaus Peter Keller, der immer mehr die Weinbereitung sowohl durch seine Tätigkeiten im Wingert als auch im Keller entscheidend mitprägt, in puncto Leidenschaft und positiver Besessenheit seinem Vater in Nichts nachsteht und mit diesem ein kongeniales Tandem bildet, stimmte die Chemie sofort.
Terroirgeprägte Weine, die mit einer solchen Liebe, mit einem solchen Enthusiasmus hergestellt werden, gehören einfach in das Programm von Pinard de Picard: Sie wissen, Wein ist für mich weit mehr als nur ein Geschäft, er ist mit viel Herzblut Lebensinhalt meiner zweiten beruflichen Existenz geworden. Und so wurden die Kellers und wir uns schnell handelseinig:
Wir werden ab sofort diese großartigen Weltklasseweine in unserem Programm führen und freuen uns immens auf eine spannende Zusammenarbeit in den nächsten Jahren.

Wie verlief der steile Aufstieg des Weinguts Keller in den Olymp deutscher Weltklassegüter? Entscheidend sind zunächst, wie bei allen großen Weinen der Welt, die Lagen. Doch Kellers Weine stammen nicht vom berühmten Roten Hang am Rhein zwischen Nackenheim und Nierstein, der lange Zeit als einzige Quelle erstklassiger Rheinhessenweine galt, aber mehr vom Mythos Schiefer lebte denn von realer Qualität im Glase.
Kellers Reben wachsen allesamt auf erstklassigem Terroir, zum größten Teil auf dem süd-südost exponierten, im alleinigen Familienbesitz befindlichen Dalsheimer Hubacker, einer Hanglage im Rheinhessischen Hügelland, die sich auf den ersten Blick kaum von den meisten anderen Weinbergen dieser lange Zeit von der Weinwelt mit Geringschätzung behandelten Region unterscheidet. (Das mit „Liebfrauenmilch” verbundene Negativimage dominierte lange Zeit die Köpfe der Weinliebhaber.) Doch auf den zweiten Blick zeigt der Hubacker seine ganze Größe:
Das erstklassige Terroir, steiler als sonst in der Gegend üblich, besteht aus skelettreichem Lösslehmboden mit mächtigen Kalkfelsen im Untergrund, die den ausdrucksstarken Rieslingen ihr filigranes Frucht- Säurespiel, ihr großes Lagerpotential und ihre feine, unverwechselbare Mineralität verleihen. Zudem profitiert der Hubacker im Wind- und Regenschatten des Donnersberges von einem ausgezeichneten Mikroklima und ist daher wohl Rheinhessens lange verkannte, aber zweifelsfrei beste Lage: Kein anderer rheinhessischer Weinberg wurde in den letzten Jahren bei staatlichen Prämierungen öfter ausgezeichnet.

Doch es ist nicht das erstklassige Terroir allein, das den Weltruf der Kellerschen Weine begründet, erst im Zusammenspiel zwischen der Natur und der tatkräftigen, aber auch einfühlsamen Gestaltungskraft des Menschen wird wirklich Großes geschaffen. Hedwig, die leider viel zu früh verstorbene Frau von Klaus Keller, und ihr Mann hatten, seit sie 1972 das uralte Familiengut übernahmen, unermüdlich an der Perfektionierung der Weinbergs- und Kellerwirtschaft gearbeitet und ich habe ganz selten Weingüter besucht, in denen die Weinberge mit ähnlicher Sorgfalt und Hingabe gepflegt werden wie hier.
Diese rigorose Qualitätspolitik wurde zur Maxime der Kellerschen Weinbereitung erhoben und auch in den schwierigen Jahren nicht aufgegeben, als weder Fachpresse noch Weinliebhaber ernsthaft Notiz von diesem wahren Kleinod nahmen. Manch einer hätte da aufgegeben. Nicht so die Kellers und Mitte der 90er Jahre begann dann ein Aufstieg, der keine Parallelen in Deutschland kennt.
Lassen Sie mich hierzu noch einmal den GAULT MILLAU zitieren: „Ausdünnen und Entblättern war hier schon pure Selbstverständlichkeit, als andere noch über die Sinnfälligkeit solcher Maßnahmen diskutierten. Auch bei der Traubenlese selbst ist den Kellers keine Mühe zu groß: Hier bleibt nichts dem Zufall überlassen. Lohn für diese Detailversessenheit ist eine Folge von Spitzenkollektionen, wie sie – schon gar nicht in dieser Vielfalt – kein zweiter deutscher Weinbaubetrieb in den 90er Jahren zu bieten hatte”.
Ein kleines Detail am Rande: Bei einer Wanderung durch den Hubacker hinauf zu dem kleinen Aussichtsturm, den die Kellers zu Ehren von Hedwig errichtet haben, der aber auch wie ein Denkmal der Dankbarkeit an das großartige Terroir ihres besten Weinberges interpretiert werden kann, kommt mir ein französischer Kultwinzer in den Sinn, Marc Kreydenweiss. Bei ihm hatte ich das gleiche Gefühl wie bei Klaus-Peter Keller: Man glaubt, beide würden jeden einzelnen Rebstock mit Vornamen kennen, so innig scheint das Verhältnis.

Zwei Anmerkungen noch: „Was macht einen wirklich großen Winzer aus?”, fragt der GAULT MILLAU, um dann selbst die treffende Antwort im Hinblick auf das Weingut Keller zu geben: „Aus Verbrauchersicht ist diese Frage schnell geklärt: Wenn man blind kaufen kann, wenn sich vom trockenen Gutswein bis zur edelsüßen Spitze, vom Spätburgunder bis zum Riesling alles auf höchstem Niveau bewegt, dann ist man bei einem wirklich großen Winzer.”
Stuart Pigott, der viel für die deutschen Weißweine getan hat, dessen Bücher zum deutschen Riesling unbedingt lesenswert und dessen Auffassungen mir oft sympathisch sind, bekundet, Kellers Weine seien zwar köstlich, durchaus eindrucksvoll, aber sie ließen ihn kalt, er habe die Seele des Hubackers nicht gefunden. Und hier muss ich ihm ganz entschieden widersprechen: Nach meinem Dafürhalten haben die großartigen Weine der Kellers in ihrer Qualitätsspitze geradezu etwas Transzendentales, stecken voller Geheimnisse, die sich nicht sofort allesamt offenbaren, sondern in vielen sinnlichen Trinkerlebnissen erfahren werden wollen. Die Kellers machen wunderschön süffige Trinkweine für jeden Tag, ihre besten Weine jedoch sind komplexe Weinunikate wie von einem anderen Stern. Und die Seele des Hubackers zu suchen und zu finden, eine reizvollere und schönere Auseinandersetzung in meditativen Stunden kann ich mir kaum vorstellen.

Zum Jahrgang 2002: Irgendwie schaffen es die Kellers, in jedem Jahrgang noch eins drauf zu satteln: Spontanvergärung, von Sohn Klaus Peter initiiert, Maischestandzeiten und längeres Hefelager führen zu einer einzigartigen Brillanz, Reintönigkeit, inneren Dichte, Eleganz, Komplexität, Struktur, famosem, geradezu moselanischem Spiel, Mineralität und hohen Extraktwerten, die auch im sehr guten, aber bundesweit etwas heterogenen Jahr 2002 die Weine dieses großartigen Gutes zumindest als primus inter pares in der deutschen Top-Winzerszene erscheinen lassen. Eine traumhafte Kollektion, in ihrer gesamten Breite einzigartig!


951002 Grüner Silvaner trocken 2002 6,30 Euro

Von über 30 Jahre alten Reben auf Muschelkalk- und Lössboden mit einem relativ geringen Ertrag kommt dieser wunderschön fruchtige und frische Trinkwein mit einer beeindruckenden Mineralität und faszinierenden Anklängen von Pfeffer, Kräuterwürze und aromatischen grünen Äpfeln.
Am Gaumen für seine Preisklasse erstaunlich komplex und anhaltend, mit viel Substanz und Dichte, dabei aber von einer traumhaften vibrierenden Luftigkeit, Frische und Transparenz, die wunderbare Leichtigkeit des Seins an lauen Sommerabenden trefflich widerspiegelnd. Feingliedrige Säure, mineralische Würze, beste Balance, schöner Abgang, in seiner gesamten Stilistik sehr an Grüne Veltliner aus der Wachau oder dem Kremstal erinnernd und wie diese ein vorzüglicher Essensbegleiter, ob seines phantastischen Preis-Genussverhältnisses seit Jahren ein Renner unter den „Keller”-Liebhabern.
Wie viele höchst banale Silvaner habe ich in den letzten Jahren probieren müssen und was haben die Kellers für ein herrliches, belebendes, mineralisches, ausdrucksstarkes, authentisches Gewächs aus dieser so malträtierten Rebsorte vinifiziert. Meine ganz besondere Empfehlung! Zu genießen jetzt und in den nächsten beiden Jahren.

Leider ausverkauft!

951302 Riesling Auslese Dalsheimer Hubacker 2002 25,50 Euro

Sehr konzentriert im Bukett, jugendliche, wunderschön klare, süße Frucht, dichter Aprikosenduft mit zarter Kräuterwürze, cremige, konzentrierte Ananasanklänge, Zitrusaromen und Maracuja. Am Gaumen herrliche Süße und vibrierendes, rassiges Spiel, dicht, füllig, cremig, sehr differenziert, hochkomplex, mineralisch, „herbe” Frische, enorme Präsenz, perfekte Balance, viel Biss, köstlich, große Länge. Eine wunderschöne, filigrane Auslese mit einer traumhaften Eleganz und Finesse bester moselanischer oder Rheingauer Dimension; zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2005 bis 2020.

Leider ausverkauft!

951402 Riesling Auslese Dalsheimer Hubacker Nr. 42 2002 (0,375l) 29,00 Euro

Herrlich rassiger Duft von kandierten Äpfeln und Zitrusfrüchten, Pfirsichen und Mineralien mit zarter Honignote. Konzentrierte, feincremige und saftige Frucht, rassiges Säurespiel, feingliedrige Mineralik am Gaumen, konzentrierte und zugleich strahlende Zitrus- und Pfirsichfruchtigkeit, große Brillanz, packend, tief und nachhaltig, noch extrem jung, straff gewirkt, pikante Säure im großartigen, betörenden Nachhall. Diese große sinnliche Auslese lässt das Wasser im Munde zusammenlaufen, verführt und verlockt unwiderstehlich zum Weitertrinken; zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2007 bis 2020.

Leider ausverkauft!

951502 Riesling Auslese *** Dalsheimer Hubacker 2002 (0,375l) 42,00 Euro

Herrlich konzentriert und betörend im Bukett, tiefer, rassiger Duft von Pfirsichen, kandierten Zitrusfrüchten und Aprikosen mit zart floralen Aromen, Kräuterwürze und fester Mineralik. Am Gaumen sehr dichte, konzentrierte, feincremige und saftige Frucht, präsente, verspielte Säure, zarte Mineralik im Hintergrund, beste Balance, große Brillanz, packend, rassig, tief, opulent, extrem füllig und extraktreich, majestätisch, dabei ungemein elegant und finessenreich, vielschichtig, komplex, betörender, unendlich langer Nachhall.
Noch Wochen nach meinem Besuch auf dem Weingut, während ich diese Zeilen schreibe, meine ich den Geschmack dieses phantastischen Rieslings auf der Zunge zu verspüren: Diese Demonstration absoluten Weltklasseniveaus eines großen edelsüßen deutschen Rieslings, der nicht billig ist – das können derartig hochwertige Weine aufgrund ihrer hohen Gestehungskosten auch gar nicht sein – aber angesichts seiner Ausnahmestellung noch ungemein preis„wert”, hat mich seit meiner Degustation nicht mehr losgelassen, dieses großartige Gewächs mit seinem grazilen Spiel von Süße und Säure, seiner faszinierenden Mineralität, feinen Würze und opulenten Üppigkeit gehört zur Kategorie Lieblingswein. Ein traumhafter Riesling, der in sich ruht, der jeden Liebhaber fordert und aufwühlt und dem man sich behutsam nähern sollte, um seine ganze innere Größe zu begreifen.
Zu genießen ab sofort, doch welche Verschwendung eines schier unermesslichen Potentials, Höhepunkt 2008 bis weit nach 2025. Ewiges Potential.

Leider ausverkauft!

Markus Molitor – Mosel

Vor ein paar Tagen habe ich Markus Molitor, Weltklassewinzer von der Mittelmosel, aufgesucht, um mir in Fassproben einen ersten Überblick über seine in den nächsten Wochen zu füllenden Rieslinge des Jahres 2002 zu verschaffen (Markus lässt seine Weine immer sehr lange auf der Hefe, wie es früher an der Mosel Tradition war, um mehr Komplexität und eine längere Lagerfähigkeit zu erzielen) und insbesondere, um seine Rotweine! aus dem großen Jahr 2001 zu probieren: Phantastisch burgundischer Stil! Darüber werden wir Sie im September informieren. Zum Abschluss präsentierte mir Markus noch einen trockenen Riesling aus einem Jahrhundertjahrgang, der mich fast sprachlos werden ließ, Weißweingenuss in Vollendung, ein Meisterwerk!

914001 Graacher Domprobst Riesling Auslese* 2001, trocken 19,95 Euro

Mit 108° Öchsle geernteter Traum einer trockenen Auslese, extrem feine, tiefe, vielschichtige, komplexe Aromen von Pfirsichen, Zitrusfrüchten, Litschi und Mineralien. Faszination pur in der Nase!
Am Gaumen nicht nur Kraft und Muskeln, sondern subtiles, finessenreiches Spiel, das den Wein transparent und stimmig durchzieht und die mächtige Konzentration kaum spüren lässt. Zupackend, aber auch wieder weich und finessenreich, „streichelnd”, fasziniert dieser köstlich saftige, pikante Wein im Mund, verströmt auf ganz eigene Weise eine innere Ruhe, die zum Meditieren einlädt. Hochfeine, reife Säure, tiefe, subtile, stahlige Mineralität, die ihn neben aller Fülle zugleich fein, subtil, schlank und auffallend dicht auf der Zunge tänzeln lässt.
Der Wein zeigt eine innere Harmonie, die begeistert, mit feinem, in sich stimmigem, frischem, fruchtig-mineralischem Geschmacksbild, das sich wie Seide um die Zunge hüllt und sich im grandiosen Finale mit Mineralität und Rasse vermählt. Großartige Struktur, extrem druckvoll am Gaumen, umwerfende Präsenz, vielschichtig, völlig überwältigend, ellenlanger Nachhall. Was für ein grandioses Meisterwerk!
Zu genießen ab sofort (Dekantieren), Höhepunkt 2005 bis nach 2012.

Ich möchte zur Einschätzung dieses Weines noch eine zweite Stimme zu Wort kommen lassen. Gerhard Eichelmann, bekannt für eher zurückhaltende Benotungen, urteilt in seinem Weinführer „Deutschlands Weine 2003” euphorisch:
„Herrlich konzentriert im Bukett, was für eine gewaltige Frucht! Riesling pur, enorm klar und dominant, sehr eindringlich und viel versprechend, viel reife, klare, konzentrierte Frucht dann im Mund, herrlich stoffig, reintönig, dominant, enorm jugendlich, gewaltiger Nachhall, Faszination Riesling!” Sprach’s und vergab begeistert 95 Punkte, die zweithöchste Bewertung, die er in ganz Deutschland einem trockenen Riesling in 2001 vergab.
Der Preis kann angesichts der Weltklassequalität dieses monumentalen Meisterwerks nur als ein Schnäppchen bezeichnet werden. Meine ganz besondere Empfehlung.

Leider ausverkauft!

FRANKREICH

Château de la Negly – La Clape

Einige der denkwürdigsten Weine des Languedoc kommen von dem in kürzester Zeit geradezu legendär gewordenen Château La Negly, dessen privilegierte Weinberge in einer der besten Appellationen des französischen Südens gelegen sind, in La Clape. Nicht nur die sensationellen roten Gewächse dieses großartigen Gutes begeistern jedes Jahr von neuem unsere Kunden, auch zwei wunderbare Weine für den Sommer haben eine große Anhängerschar.


318302 „La Brise Marine”, blanc 2002 7,90 Euro

Wunderbarer, individueller Sommerwein für schöne, warme Abende auf der Terrasse aus althergebrachten, autochthonen Rebsorten des Südens, aus Bourboulenc, Marsanne und Grenache, eine frische, rassige und dennoch komplexe Köstlichkeit, ein traumhafter Blumenstrauß voller Düfte aus dem Süden Frankreichs.
Es sind sommerliche Aromen, mit denen man unweigerlich den Geruch von Kräutern, von blauen Lavendelfeldern und von einem sich in der Sonne spiegelnden Meer assoziiert. Ein Glas zur mediterranen Küche oder abends auf der Terrasse: Erinnerungen an die unvergleichliche Landschaft der Provence werden wach und verführen zum Träumen.

Leider ausverkauft!

318602 Cuvée „Les Embruns”, Rosé 2002 7,60 Euro

Von gleicher Klasse wie der traumhafte Weißwein zeigt sich der Spitzenrosé „Les Embruns”, nicht zu verwechseln mit dem billigeren Basisrosé der Domaine, dem Palazy. Die renommierteste französische Fachzeitschrift, die „Revue du vin de France”, zählte den Vorgänger dieses Luxusrosés zu den 150 besten Weinen des Landes unter 50 Franc und notiert:„ Exzellente zarte Roséfarbe, in der Nase kleine rote Früchte, im Mund elegant, frisch und luftig. Ideal, um einen heißen Sommer zu begleiten”.

Leider ausverkauft!

Domaine Boudau – Roussillon

Mehrere Topwinzer des Roussillon hatten mir letztes Jahr bei meinen Besuchen einen in Deutschland noch gänzlich unbekannten Kollegen eindringlich ans Herz gelegt, dessen Weine in internen Proben für viel Aufsehen gesorgt hatten. Und so machte ich mich nach einem Besuch auf Força Real auf den Weg.
Und welch ein Glück, das Gut zu dieser Zeit aufzusuchen, denn während meiner 14-tägigen Reise war die Juniausgabe der „Revue du vin de France” erschienen mit ihrer Bewertung der besten Weine des Jahrganges 2001 in Frankreich und die Rotweine der Domaine Boudau hatten spektakulär abgeschnitten:
Trotz ihres so maßvollen Preises wurden zwei getestete Weine – zu Recht – auf eine Stufe gestellt mit den Prestigeweinen des Roussillon. Dementsprechend war die Reaktion der französischen Händler, die das Gut im Handumdrehen leer gekauft hatten. Doch die Geschwister Véronique und Pierre Boudau, die die alte Familiendomaine 1993 übernommen hatten, waren sehr angetan von unserem Konzept und unserer Weinauswahl. Als ich nach der Verkostung, die mich derart begeisterte, dass ich zum zweiten Mal in unserer Firmengeschichte unser ehernes Prinzip brach, alle Weine, seien sie in einer Probe auch noch so überzeugend, vor einer Kaufentscheidung in Ruhe zu Hause nachzuverkosten, spontan unseren Willen zur Zusammenarbeit bekundete, verkauften sie mir ihre letzten Gutsreserven, die eigentlich für den Privatverkauf ab Hof gedacht waren. Und Sie, liebe Kunden, rissen uns dann diese Weine genau so begeistert aus den Händen, binnen 6 Wochen waren wir ausverkauft.

Diese großartigen Weine sind in erster Linie das Resultat eines erstklassigen Terroirs, das sich in mehreren Gemarkungen mit sehr unterschiedlichen Bodenzusammensetzungen befindet und das durch diese Differenziertheit zur Komplexität der Weine entscheidend beiträgt. Allerdings findet sich kein Schiefer unter diesen hochwertigen Lagen, so dass sich die Weine der Domaine Boudau deutlich von denen unserer anderen Roussillongüter unterscheiden.
Entscheidend zur Qualitätsexplosion der letzten Jahre trugen die radikalen Veränderungen bei, die seit der Übernahme des Gutes durch die junge Generation vorgenommen wurden: die intensive Weinbergsarbeit und die behutsame Restaurierung der alten Reben, ein naturnaher Anbau, selektive Lese von Hand, die vollständige Renovierung der kühlen Kelleranlagen im Jahre 2000 sowie eine schonende und für jede Parzelle getrennte Vinifizierung der Trauben, um so den Terroircharakter im Wein deutlich herauszuarbeiten.

Einen vorzüglichen Alltagswein und die beiden Spitzenrotweine dieser Domaine mit großer Zukunft bieten wir Ihnen heute mit großer Freude an, Weine mit einem herausragenden Preis-Genussverhältnis, die beispielhaft für den legendären Siegeszug der südfranzösischen Weine verantwortlich zeichnen. Und lassen Sie sich nicht von der Zugänglichkeit und der feinen Tanninstruktur verleiten, diese Weine zu früh zu genießen, Sie verschenken Potential!


347102 Le Clos, Côtes du Roussillon, rouge 2002 5,95 Euro

Grenachedominierte, schon zugängliche, schmackhafte Cuvée mit einer hochfeinen eleganten Frucht in der Nase (insbesondere Kirsche und reife, schwarze Beeren), am Gaumen sehr ausdrucksstark, elegant, zart, „feminin”, mit einer schönen Frische, die so charakteristisch ist für die besten Weine des Roussillon, wiederum intensive Frucht, seidene, hochfeine Tannine, tolles Preis-Genussverhältnis; zu genießen ab sofort, Höhepunkt Mitte 2004 bis 2007.

Leider ausverkauft!

347301 Cuvée Henri Boudau, Côtes du Roussillon Villages, rouge 2001 9,90 Euro

Tiefes, dunkles Granatrot mit purpurnen Reflexen, verführerische Cuvée (60% Syrah, Grenache und Carignan), sehr elegante, komplexe Nase, Anklänge an Felder voll duftender provenzalischer Kräuter kurz vor der Ernte, wilde Waldbeeren, auch Haselnüsse und frisch gebackene Brotkruste, dazu etwas Vanille vom 12 monatigen Ausbau in französischen Barriques. Am Gaumen schmeichlerisch, dicht, elegant, cremige Textur, wiederum Waldbeeren, Gewürze und Vanille, langes, rassiges, finessenreiches Finale, cremige, weiche, reife Tannine. Trinkvergnügen pur ab Herbst dieses Jahres, Höhepunkt Mitte 2004 bis 2007.

Leider ausverkauft!

347202 Cuvée Patrimoine, Côtes du Roussillon Villages, rouge 2002 14,90 Euro

Extrem selektionierte Grenache-, barriqueausgebaute (unmerklich!) Syrah- und Carignantrauben prägen den Charakter dieser betörenden, tiefroten Cuvée mit purpurnen Reflexen: sehr komplexe Nase nach roten Früchten, Cassis und ganz feinen Gewürzen. Im Mund hocharomatisch, vielschichtig, reichhaltig, ungemein expressiv, neben den wilden reifen Beeren ein Hauch von Lakritze, dazu zarte Kakaoanklänge und wilde Kräuter, schmeichlerisch kleidet der Wein den Gaumen aus, lädt sinnlich zum Genießen ein, verführt durch seine Eleganz, wirkt dabei gleichzeitig „fett” und dicht, besitzt ein wunderschönes Gleichgewicht, harmonisch, lang anhaltend, feste, feine Tanninstruktur.
Nach ein paar Wochen der Harmonisierung (noch ist er ein wenig füllkrank) Trinkvergnügen pur ab Herbst dieses Jahres, Höhepunkt Ende 2004 bis 2009.

Leider ausverkauft!

Saint Gayan – Gigondas

Saint Gayan ist diejenige Domaine in Gigondas, die qualitativ „unseren” drei Spitzendomainen Santa Duc, La Bouïssière und Saint Cosme am nächsten kommt. Da wir jedoch mit diesen drei „Superstars” (Parker) von Gigondas diese malerisch gelegene Appellation am Fuße der pittoresken Dentelles de Montmirail bestens repräsentiert sehen, hatten wir dieses Gut bisher nicht in unserem Programm gelistet. Doch dies ändern wir ab sofort, da Saint Gayan im Jahrhundertjahrgang 2000 einen herausragenden Côtes du Rhône vinifiziert hat zu solch phantastisch günstigem Preis, dass selbst wir angesichts dieser Relation fast sprachlos waren, als wir den Wein erstmals im Glase hatten.
Jean Pierre Meffre, dynamischer Eigner dieses uralten Familiengutes, zaubert aus seinem erstklassigen Terroir und seinem alten Rebbesatz einen wunderschön authentischen Rotwein in traditioneller Handwerkskunst, dass man bei jedem Schluck Jean-Pierres Vorliebe für charaktervolle, terroirbetonte Weine im Munde spürt.


173100 Saint Gayan, Côtes du Rhône, rouge 2000 5,95 Euro

Sehr reif geerntete Trauben von im Schnitt 50 Jahre alten, gepflegten Grenache-, Syrah- und Mourvèdrereben liefern das kerngesunde Ausgangsmaterial für diesen wunderschön süffigen, konzentrierten und dennoch eleganten, reichhaltigen CdR, der an der südlichen Rhône selbst auf den Karten bester Restaurants zu finden ist, so gut die Qualität zu kleinem Preis. Sattes, tiefes Rot in der Farbe, in der Nase Anklänge an reife Kirschen, schwarze Beeren und feinste Gewürze, am Gaumen viel reife Beerenfrucht, dicht, vollmundig, schmeichlerisch im besten Wortsinne, geschmeidige, schmelzige, ganz weiche Tannine, schöner Nachklang.
Dies ist kein billiges kleines „Weinchen”, wie es zu diesem Peis tausendfach im Supermarkt zu finden ist, das ist in seiner Preisklasse ein ausgesprochen charaktervoller, traumhaft reifer Rotwein, wie ihn nur ein Spitzenwinzer in großem Jahr aus erstklassigem Rebmaterial und kleinen Erträgen vinifiziert; zu genießen ab sofort (leicht gekühlt bei ca. 16° ein hervorragender Sommerwein), Höhepunkt 2004 bis 2006.

Leider ausverkauft!

Domaine Santa Duc – Gigondas

Yves Gras, dieser so sympathische, fröhliche Erfolgswinzer, hat bei Weinliebhabern auch einen ausgezeichneten Ruf als Erzeuger höchst charaktervoller, ungemein preis„werter” Alltagsweine. Von ausgezeichneten Weinbergen in Roaix kommt ein wunderschöner „kleiner” Rotwein zu extrem sympathischem Preis, der im letzten Jahr trotz großer Bevorratung sehr schnell abverkauft war.


148602 „Les Plans”, Vins de Pays de Vaucluse rouge 2002 4,95 Euro

Zur Hälfte 40 Jahre alte Grenachereben, dazu 30 % Syrahtrauben (der Rest: Merlot, Cinsault, Alicante) ergeben einen schmeichlerischen, frischen Wein, den zu genießen Trinkspaß pur bereitet. Im Duft dominieren Aromen von reifen, süßlichen, schwarzen Beeren (Cassis), dazu feinste Würze, Kirsche und Mineralien, im Mund die zarten, weichen Tannine bestens integriert, eingehüllt in reichlich viel Frucht, feinst strukturiert. Yves’ Vin de Pays erhebt sicherlich nicht den Anspruch, ein großer Wein zu sein, doch er bietet wunderbare Qualitäten zu einem sensationell günstigen Preis! Zu genießen ab sofort (leicht gekühlt ein herausragender Terrassenwein) bis Ende 2005.

Leider ausverkauft!

Domaine La Soumade – Rasteau

Seit mehreren Jahren bereits wird André Roméro, dessen Familie seit etwa 200 Jahren dieses in Rasteau – einem kleinen verschlafenen Ort inmitten der besten Lagen der südlichen Rhône – gelegene Gut bewirtschaftet, mit Elogen für seine Weine überhäuft.
So wird seine Cuvée Prestige häufig mit 3 Sternen und dem „coup de coeur”, der höchsten Auszeichnung des Guide Hachette, ausgezeichnet, die „Revue du Vin de France” stellt die Spitzencuvées gar auf eine Stufe mit den fünfzehnmal teureren Lageweinen von Guigal, der „Gault Millau” gibt der 96er „Cuvée Confiance” die zweithöchste Bewertung unter den Rhôneweinen, der „Feinschmecker” wählte in seiner Januarausgabe 98 den 95er „Confiance” unter die „100 besten Weine der Welt” und Michel Bettane bewertete den 98er „Fleur de Confiance” mit 5 Gläsern, seiner höchsten, extrem selten vergebenen Auszeichnung für die besten Weine aus ganz Frankreich

Und in den letzten Monaten überschlagen sich die Kritiker fast in positiven Bewertungen:
Parker resümiert im wine advocate 138, „dass der legendäre André Romero, der unbestrittene Star von Rasteau, sehr an Henri Bonneau erinnert. Der Besuch bei ihm war einer der Highlights meiner Reise (an die südliche Rhône). Viele Konsumenten erkennen gar nicht, wie gut seine Weine sein können” (wohl weil diese, von den früher trinkreifen, aber 15 -20 Jahre lagerfähigen 99ern abgesehen, viel Zeit der Reife benötigen), sprach’s und vergab einen Punkteregen an die großartigen 99er wie 2000er.
Und in der Märzausgabe 2002 des Feinschmecker gewinnt der 99er „Fleur de Confiance” einen weltweiten Test großer Grenacheweine und wird beurteilt als „Weinriese mit Wucht und Würze”.

Im wine advocate 145 vom Februar 2003 beschäftigt sich Parker, der bekennende Rhônefan und ausgewiesene Intimkenner der Szene, noch einmal intensiv mit Rasteau im Allgemeinen und mit der Domaine La Soumade im Besonderen. Sein Fazit:
„André Romero ist die Legende des in den Hügeln ein wenig vergessenen Dörfchens Rasteau. Rasteau besitzt so viele alte Weinberge in seinen steilen Hügellagen wie kein anderer Ort in der Region. Aber außer Roméro selbst hat der Ort bisher nicht die Anerkennung erreicht, die er verdient. Zwar gibt es Winzer, die Romeros führende Stellung herausfordern, Helen Durand von der Domaine Trapadis und Jérôme Bressy von der Domaine Gourt de Mautens (beide natürlich ebenfalls in unserem Programm), aber zurzeit bleibt er noch der unangefochtene Star von Rasteau, der Weine mit einer hinreißenden Reichhaltigkeit und einem großen Lagerungspotential produziert”.

In den Jahrgängen 1998 bis 2001 hat Roméro ein Quadriennium geschaffen, das seinesgleichen sucht, Qualitäten, die wir in dieser Form an der südlichen Rhône vielleicht noch bei einer Handvoll Châteauneufgütern erlebt haben. Und wie bei anderen Weltklassewinzern der Region bildet der Jahrgang 2001 auf Soumade das so genannte i-Tüpfelchen auf der Qualitätsebene, monumentale Weine mit einer sagenhaften Dichte und Konzentration und etwas weniger Überreife als bei den 2000ern, die in der Spitze ein Potential von 20 Jahren und mehr haben. Und das Schönste dabei: André hat verstanden, dass der Weinliebhaber – bei aller Freude über die Explosion der Qualitäten – bezahlbare Weine sucht. Daher bleiben die Preise des 2001ers nahezu unverändert, und das nach den traumhaften Bewertungen des 99er und 2000er Jahrgangs durch Parker. Bravo André!


145501 Côtes-du-Rhône Rasteau Villages, rouge 2001 9,90 Euro

Noch eine Spur dichter und komplexer als die Vorgänger, schwarz in der Farbe, mit dunkler, kühl wirkender, satter Frucht, dazu Schwarzkirsche im Duft, Lakritze und schwarze Oliven. Seine fast süßlich wirkenden Aromen gleiten seidig über die Zunge, füllen den Mundraum bis in den letzten Winkel, noch deutlich präsente, kernige Gerbstoffe in reintöniger Konzentration, toller Stoff; zu genießen jetzt in seiner schönen Primärfruchtphase (unbedingt dekantieren), Höhepunkt wohl 2005 bis mindestens 2010.

Leider ausverkauft!

145601 Cabernet-Sauvignon „Prestige” VDP 2001 11,50 Euro

Purpurrot, ja fast schwarz steht dieser vorzügliche Blend (95% Cabernet Sauvignon, 5% Petit Verdot) im Glas und verströmt eine traumhafte Aromenfülle, Cassis, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, zarte Gewürzanklänge und Zedernholz, am Gaumen dicht, konzentriert, komplex, erstklassige Struktur, reife Tannine, lang anhaltend. Wo bekommen Sie im Bordelais einen solch erstklassigen Cabernet mit großem Potential für so wenig Geld? In seiner Stilistik dem 2000er sehr ähnlich, der 88-91 Parkerpunkte erhielt. Zu trinken in seiner Primärfruchtphase (Dekantieren), Höhepunkt 2005 bis nach 2012.

Leider ausverkauft!

145801 Merlot VDP 20001 8,50 Euro

Zutiefst dunkelrote, fast schwarze Farbe, in der Nase betört eine komplexe, beerige Aromatik, am Gaumen zeigt er sich finessenreich und konzentriert zugleich. Er sticht durch seine Kompaktheit und Finesse heraus, überzeugt durch angenehme Reife und feste Tannine. Nach mehrstündiger Öffnung spürbar weichere, saftigere, süßliche Tannine, dazu schmeichlerische, ganz zarte Röstaromen, dunkle Beeren, Minze, viel Glycerin sowie eine wunderschöne Textur und Struktur.
Bereits der letztjährige Jungfernjahrgang dieses sinnlichen Merlot erlesener Güte hat viele unserer Kunden begeistert und war leider viel zu schnell ausverkauft. „Wenn die jungen Reben noch mehr Komplexität entwickeln, dann pass auf Bordeaux”, so urteilte Parker, der begeistert 88-91 Punkte vergab; zu genießen ab sofort bis 2010.

Leider ausverkauft!

145101 Rasteau Cuvée Prestige, rouge 2001 14,90 Euro

Was für ein großer Côtes du Rhone mit tiefdunkler Farbe und einer tollen Fülle an Aromen, mit einer Komplexität und Dichte, einer Struktur und Textur im Mund, Faktoren, die in dieser Preisklasse alles andere als „normal” sind. Dieser tolle Wein trägt in sich die kühle Kraft des Mistrals, seine vollreif gelesenen Trauben von besten Grenache-, Syrah- und Mourvèdrereben vermählen in sich ihre expressiven beerenwürzigen Aromen.
Die meisterhafte Weinbereitung besticht mit Konzentration und Dichte, aber auch mit viel Finesse und ungewöhnlich seidigen Gerbstoffen voller Frucht, welche die satte Struktur des Weines aufs Feinste integrieren.
Ein großer Côtes du Rhone mit Potential für Jahre, ein Maßstab in seiner Preisklasse, den die meisten Domainen der Region nicht mit ihren Spitzencuvées erreichen; zu genießen jetzt in seiner Primärfruchtphase (Dekantieren), dann wieder 2006 bis 2012.

Leider ausverkauft!

145201 Rasteau Cuvée Confiance, rouge 2001 22,00 Euro

Diese rare wertvolle Spitzencuvée steht Kraft strotzend und schwarz im Glas und verströmt den animierenden Duft südlicher Gewürze und provenzalischer Aromen. Ein Traum von Wein in seiner Preisklasse, nirgendwo in Châteauneuf werden Sie eine vergleichbare Qualität zu diesem Preis finden! Das ist reifer Fruchtnektar in seiner schönsten Ausprägung, eine unendliche Fülle an vielschichtigen Beerenaromen, Unmengen an Glycerin und Konzentration.
Die Dichte und Länge sind außerordentlich, dazu beeindruckt er mit einer inneren Balance und Harmonie, Parker vergab bereits dem Vorgänger 92-94 Punkte, wie sonst nur wesentlich teureren Châteauneufs. Doch Sie wissen, haben es vielleicht bereits bei „unseren” Gourt de Mautens erschmecken können, der Jahrgang 2001 ist in Rasteau genauso spektakulär ausgefallen wie in Châteauneuf selbst, das ist authentischer großer Stoff von der südlichen Rhône.
Probieren Sie diesen großen Wein in seiner jetzigen Primärfruchtphase und verstecken ihn danach ganz hinten in Ihrem Keller und genießen Sie ihn frühestens wieder 2006 bis 2015.

Leider ausverkauft!

145701 Rasteau Cuvée „Fleur de Confiance”, rouge 2001 45,00 Euro

Ein Weinmonument! Anders kann ich dieses großartige, rare, tiefschwarze Gewächs (nur 7000 Flaschen wurden gefüllt) nach meinen diversen Fassproben nicht bezeichnen. Eine Orgie an höchst sinnlicher feinwürziger, pfeffriger Frucht (insbesondere Cassis und Schwarzbeeren), mit einer gewaltigen Dichte und Konzentration und Wagenladungen voll Extrakt und Glycerin. So tief und konzentriert dieser Riese von Wein aber auch ist, so elegant, fein und delikat öffnet er sich im Mund, eine berauschende Qualität von exemplarischer Intensität und einer erstklassigen Struktur offenbarend und die Zunge spektakulär mit seiner komplexen Aromatik austapezierend.
Die fabelhaft geschliffenen Tannine verbergen sich hinter der überwältigenden Frucht, der Abgang ist sehr, sehr lang. Der Genießer schweigt, er schließt die Augen und konzentriert sich auf alle seine Sinne.
Diese ungemein konzentrierte Quintessenz, eine Art Auslese der besten und ältesten Grenacherebstöcke aus niedrigen Erträgen, die verantwortlich sind für diese faszinierende Fülle an Aromen, ist einer der größten Weine der südlichen Rhône, nochmals deutlich! besser als der legendäre 99er, der als Sieger des weltweiten Grenachetest im FEINSCHMECKER für soviel Furore in der Weinszene gesorgt hatte. Riesiges Potential.
Unverständlich war für mich Parkers Bewertung des 2000ers mit nur 94 Punkten, fehlte hier vielleicht der Mut, nahe der Idealnote zu punkten, weil nicht Châteauneuf-du-Pape auf dem Etikett steht? Der 2001er ist jedenfalls noch konzentrierter, dichter, bei gleichzeitig noch mehr Finesse und Komplexität infolge der einzigartigen Jahrgangsbedingungen und eines etwas erhöhten Einsatzes an neuen Barriques.

Ein Weltklassewein, eine Ode an das große Potential uralter Grenachereben; zur Zeit des Verfassens dieser Zeilen, unmittelbar nach der Flaschenfüllung, ist schwierig einzuschätzen, ab wann dieser gigantische Wein getrunken werden kann (vielleicht gar relativ früh aufgrund der großartigen Tanninqualität), Potential jedenfalls bis nach 2020.

Leider ausverkauft!

Château Mourgues Du Grès – Costières de Nîmes

„Mourgues du Grès erstrahlt zurzeit wie ein Leuchtturm in den Costières de Nîmes,
dank seiner herausragenden Roséweine, die insbesondere aus der Syrahtraube vinifiziert werden”, so lobt Frankreichs renommiertester Weinführer, das von der „Revue du vin de France” herausgegebene „Classement 2002” unser Château Mourgues Du Grès.
Aber von diesem Kleinod kommt auch ein Klasserotwein zu einem unschlagbar günstigen Preis! Schon sein Jahrgangsvorgänger erhielt die höchste Auszeichnung des „Guide Hachette”, den „coup de coeur”. Und wie gelungen erst die 2001er Rotweine ausgefallen sind, zeigt die Tatsache, dass schon der „mittlere” Rotwein ebenfalls im „Hachette” mit 2 und in der „RvF” mit 4 Sternen, jeweils der zweithöchsten Bewertung, ausgezeichnet wird. Und gar der Basisrotwein der Domaine erhielt sensationelle 89 Parkerpunkte, dieser noch nirgendwo bewertete großartige „Capitelles” liegt da noch um Längen drüber. Eine ganz besondere Empfehlung!


136501 „Capitelles des Mourgues”, rouge 2001 9,95 Euro

Alte Syrah- und Grenachereben liefern die perfekt gereiften Trauben für diese phantastische Spitzencuvée der Domaine in einer konsumentenfreundlichen Preisklasse: Dunkelrote, fast schwarze Farbe, kräftiger, komplexer, konzentrierter Geschmackseindruck, Anklänge an schwarze und rote Früchte (Cassis!), Kirschen, Veilchen, Gewürze, Pfeffer und frisches Leder, dazu Rauch- und Röstaromen, am Gaumen sehr schöne Struktur, ausgewogen, konzentriert, dicht, tief, fleischig, wohlschmeckende, samtige Tannine, lang anhaltend, großartiger Essensbegleiter; zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2004 bis 2009.

Leider ausverkauft!

Château du Cèdre – Cahors

Unser Freund Pascal Verhaeghe, ein ungemein sympathischer, visionärer und innovativer Weinmacher belgischer Herkunft, von so manchem Winzerkollegen hinter vorgehaltener Hand respektvoll als primus inter pares seiner Zunft in Frankreich apostrophiert, ist zweifellos der Initiator und die Seele der Renaissance der großen Weine des Cahors.
Pascal produziert auf kargen Kalksteinlagen sowie steinigen Lehmböden zwar ebenfalls sehr kraftvolle, konzentrierte, dunkelrubinrote, ja extrem farbintensive Gewächse, die dem Image des „black wine” gerecht werden, doch seine Weine besitzen mittlerweile auch eine immense Frucht, eine extrem rare Komplexität und eine faszinierende Finesse, die man bei so wenigen großen Weinen auf der Welt überhaupt findet.
Die Ursachen für diesen Stilwandel und die damit nochmals verbundene Steigerung der Qualität liegen in den ständig älter werdenden Rebstöcken, der Jahr für Jahr verbesserten Weinbergsarbeit, einer noch feinfühligeren Extraktion und noch sensiblerem, perfektioniertem Holzeinsatz. So verfügen die unfiltriert abgefüllten Weine noch immer über enorm viel Dichte und Rückgrat, Kraft und Komplexität und einen ursprünglichen, wilden Charakter, besitzen aber mehr denn je eine phantastische Eleganz, eine typische, erfrischende Säure, eine wunderbare Harmonie zwischen Frucht und Holz und ein charakteristisches Bukett von wild wachsenden schwarzen Beeren, Veilchen, Lakritze und deutlichen Gewürzanklängen.
Dabei sind die vibrierend rassigen Weine von Du Cèdre trotz aller Dichte und Konzentration keine Kraftprotze und parkerisierten Fruchtbomben, sondern reinste „Haute Couture”:
eigenständige, handwerklich produzierte Persönlichkeiten aus Samt und Seide. Sie setzen schlichtweg neue Maßstäbe, nicht nur für ihre Region, und sind unter Preis-Leistungsgesichtspunkten mehr als eine unerhörte Provokation für die gerühmten Bordelaiser Gewächse. Und so erscheint es nur noch auf den ersten Blick überraschend, bei genauerem Hinsehen jedoch folgerichtig, dass sich mittlerweile etliche Châteauxbesitzer aus Bordeaux nach Cahors auf den Weg machen, um bei Pascal zu lernen, wie er aus der nicht leicht zu handhabenden Rebsorte Malbec diese faszinierenden Spitzenweine vinifiziert.

Nehmen Sie uns beim Wort und probieren Sie diese herausragenden Weine:
Der Jahrgang 2001 bot die erdenklich besten klimatischen Voraussetzungen, die frisch eingetroffenen Weine, die unser Freund Pascal daraus erzeugt hat, sind mit dem Begriff spektakulär nur unzureichend beschrieben, Weine mit einer Finesse, Rasse, Eleganz und insbesondere einer Komplexität wie nie zuvor.


502500 „Héritage”, rouge 2000 6,90 Euro

Tiefdunkles Kardinalsrot in der Farbe, ein sehr eigenständiger, authentischer Wein von Malbec-Rebstöcken von ausgesuchten Vertragswinzern, die nach Pascals strengen Vorgaben in den Weinbergen arbeiten, dazu 10 % Merlottrauben, von Pascal selbst in Eichenholzfudern ausgebaut, in der Nase eine sehr feine Frucht, wild wachsende schwarze Beeren und Zedernholz, am Gaumen dicht, für einen Cahorswein ganz ungewöhnlich weich, dazu ungemein zarte Tannine, von herausragender Qualität in seiner so verbraucherfreundlichen Preisklasse, trinkbar ab sofort zu dunklen Fleischgerichten, Höhepunkt 2004 bis 2006.

Leider ausverkauft!

502101 „Le Prestige”, rouge 2001 12,50 Euro

Cuvée aus 90 % Malbec und 10% Tannat von Rebstöcken, die mittlerweile ein optimales Alter erreicht haben, niedrige Erträge, handselektiert, die malolaktische Gärung erfolgte teilweise im Eichenholz, dann fast 20 Monate Ausbau in neuen, ein und zwei Jahre alten Barriques und unfiltrierte Abfüllung. Das Ergebnis: Ein wahrhaft nobler Wein mit einer tiefdunklen, fast schwarzen Farbe mit violetten Reflexen, in der Nase eine reife, tiefe Beerenfrucht, dunkle Würze aber auch Toast, nach längerer Öffnung gesellen sich Aromen von Zedernholz und schwarzer Schokolade hinzu. Im Mund faszinieren weiche, bestens eingebundene Tannine, viel Frucht (Aromen nach Waldbeeren, Kakao und etwas Lakritze), eine große Tiefe, Kraft und Konzentration, eine sehr feine Struktur, viel Eleganz und Finesse.
Die Qualität des „Prestige” war schon in der Vergangenheit grandios, aber das oben angesprochene zunehmende Alter der Rebstöcke, die extreme Auslese reifster Beeren im Weinberg sowie weitere Verbesserungen in der Kellertechnik, die darauf abzielen, noch mehr die Finesse, die Eleganz, die Subtilität der Aromen zu betonen und die Gerbstoffe feiner, weicher, runder werden zu lassen – dies erreicht Pascal v.a. durch seltenere Anwendung der Pigeage (Untertauchen der Traubenhäute in den Most) als früher –, so dass sich nur noch die feinsten Tannine lösen, nicht aber die gröberen, all das führt diesmal zu einem wahrhaft spektakulären Wein in seiner Preisklasse, auch und gerade für Freunde großer Weine aus dem Médoc, den ich Ihnen ganz besonders ans Herz legen möchte; trinkbar in seiner Primäfruchtphase zu allen kräftigen Fleischgerichten, dann wieder ab 2005 bis 2015.

Leider ausverkauft!

502201 „Le Cèdre”, rouge 2001 26,00 Euro

Wir arbeiten bereits seit mehreren Jahren eng und erfolgreich mit Pascal zusammen, der uns in dieser Zeit Freund geworden ist. So teilt er uns auch immer eine große Partie seiner Luxuscuvée „Le Cèdre” zu, die zu 100 % aus alten Malbectrauben mit niedrigem Ertrag vinifiziert und 20 Monate in neuen Barriques ausgebaut wird.
Undurchdringliche schwarze Farbe mit violetten Reflexen, dieser Weinriese steht wie dickflüssige Tinte im Glas, schier unglaubliche aromatische Konzentration, ausdrucksstarkes, explosives Beerenbukett, kleine, schwarze Heidelbeeren, Bitterschokolade, Unterholz, Laub, leicht süßliche Würze, schwarze Oliven, Pflaumen, mineralische Anklänge, Lakritze, feinste Struktur, ein unfassbar dichter, konzentrierter, körperreicher und dennoch eleganter, rassiger und finessenreicher Wein mit präsenter, perfekt eingebundener Säure für eine lange Entwicklungs- und Lagerzeit, die Tannine weich und saftig, aufgrund der geringen Erträge noch etwas extraktreicher als beim 2000er.
Ein großer Cahors, gewirkt wie ein edler Samtteppich, der den Gaumen mit seinen überaus wohlschmeckenden Aromen vollständig auskleidet. Welcher Wein aus dem Bordelais kann zu solch akzeptablem Preis eine ähnliche Klasse aufweisen? Wohl keiner! Vielmehr ist dieser Wein die neue Referenz, an der sich die besten Weine aus Bordeaux messen lassen müssen, das ist der Stoff, aus dem Legenden geboren werden!
Zu probieren jetzt in seiner traumhaften Primärfruchtphase, Höhepunkt 2006 bis nach 2020.
Übrigens: „LES PLUS GRANDS VINS DE FRANCE” behauptet, „die Cuvée Le Cèdre ist sicherlich der größte aus der Malbectraube vinifizierte Wein Frankreichs”.

Leider ausverkauft!

FEINKOST-TIPP

Le Saunier de Camargue, Fleur de Sel de Camargue

Im Sommer, früh am Morgen, wenn Windstille herrscht, bildet sich manchmal mit Hilfe der Sonne an der Wasseroberfläche der Salinen von Aigues-Mortes ein exklusives Geschenk von Mutter Natur: Millionen feiner Kristalle – die Geburtsstunde des „Fleur de Sel de Camargue”.
Der Saunier, dessen Name traditionell auf jeder Dose vermerkt ist und von dessen Können die „Ernte” abhängt, wartet mit Geduld auf den richtigen Moment, denn schon eine leichte Brise reicht aus, um die Kristalle zu zerstören. Mit größter Vorsicht sammelt er die fragilen und leicht zerfallenden, strahlend weißen Flocken.


35907 Fleur de Sel de Camargue (125 g) 6,50 Euro

Das „Fleur de Sel de Camargue” ist seidig, hell und schmilzt langsam auf der Zunge, es ist weicher und frischer als gewöhnliches Salz und bietet dank seiner feinen Textur den Papillen ein Vergnügen der besonderen Art.
Ideal zum Abschmecken schlichter Gerichte wie anspruchsvollster Werke der Haute Cuisine – La „Fleur de Sel de Camargue” c’est la „Rolls” des sels!

Fleur de Sel de Camargue


Herzliche Grüße aus Saarlouis, Ihr

Tino Seiwert